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Es ist das Wochenende vor dem Kontaktverbot. Noch dürfen wir uns treffen, tun das aber mit der gebotenen Distanz. Cindy hat, jetzt, da alle Clubs geschlossen sind, wahnsinnig viel Zeit und kommt nur eine halbe Stunde zu spät. Onkel Andi ist systemrelevant und fragt sich, wie lange das alles gut gehen soll. Beide verharmlosen die Situation, so gut es geht. Noch lachen sie. Es gibt nur ein Thema, das Coronavirus und wie sich unser Leben verändert. Plötzlich treffen beide auf Frau Katja, in umfangreicher Begleitung und vor ihrer Haustür. Freunde und Kinder kommen und gehen. Cindy ist so laut, dass das Abstand halten nicht schwer fällt. Onkel Andis Mikrophon ist gut genug für die anderen, die leiser und weit besser erzogen sind. Zwei Tage später spricht die Kanzlerin vor der Nation, ruft das Kontaktverbot aus und dieses Treffen wäre illegal gewesen. Ein Küchenradio unter den Bedingungen der Pandemie.
Kurz bevor Cindy uns für mindestens ein Jahr verlässt, trifft er sich noch einmal mit Onkel Andi und seinen Gästen aus Neu Delhi vor dem Berliner Dom. Dies nicht ohne Hintergedanken: Sein Plan ist, die beiden für zwölf Monate oder mehr in seine legendäre, elefantös große Wohnung auf der Roten Insel zu locken, damit er sich gleichzeitig in ihrem Luxus-Flat in Indiens Hauptstadt ausbreiten kann, mit Hammerblick und Personal, Wohnungstausch nennt Cindy das euphemistisch. Um all das geht in den Gesprächen kaum, dafür aber um die Wahlen in Indien, das sich immer wandelnde Berlin, das Schloss und seine Nachahmungen, Cindys Erfolge und Frustrationen auf dem Heiratsmarkt und Onkel Andis Pläne für den Sommer. Am Ende ist sogar der aufgetaut, und die Inder werden in ein Konzert im Dom geschickt. Der Ehemann hätte gern mehr gesagt, die Ehefrau auch weniger, Cindy hätte gern mehr Fremde angesprochen und Onkel Andi war ganz zufrieden. Ein Küchenradio ganz wie früher, bevor alles so fremd und anders geworden ist. Das war ein großer Spaß! Und ja, es stimmt, Cindy wandert aus. Aber dazu später mehr.
Liebe Freunde!
Nach gefühlten 20 Jahren treffen sich Cindy und Onkel Andi zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch, zu dem es aber wie erwartet nicht kommen wird, denn im Halleschen Haus, einem wie aus einer bösen Zukunftsvision entlehnten Hybrid aus Büro, Shop und Café, trifft Cindy mit aller Macht auf Gäste und Gastgeber, die keine Wahl haben, und auch gerne was gesagt hätten, wären sie von Cindy immer wieder unterbrochen worden. Leider konnte uns der Kellner nicht versprechen, uns rauszuwerfen, dafür erfuhren wir die besten Pick up lines der Welt, irgendwann ruft Cindys Boyfriend an und sein Tinder-Date trifft ein, will aber nichts sagen. Kein einziger Gedanke wird zu Ende gebracht, eine einzige Erfahrung ausgetauscht: Ein Küchenradio ganz wie früher, wie aus einem fast vergessenen Traum.
Jens Alers ist freischaffender Mitarbeiter der Schulte Gruppe und selbstständiger Berater in der maritimen Industrie. Jens arbeitet seit 30 Jahren in verschiedenen Positionen für die internationale Fracht-Schifffahrt: Er verkaufte Lade-Kapazitäten in Hamburg und London, vermittelte den Verkauf großer Containerschiffe in Hong Kong, besorgte von der Isle of Man die technische Betreuung sensibler Flüssiggas-Tanker und gründete in Bermuda schließlich eine eigene Reederei mit aktuell 27 Massengut-Frachtern. Nebenbei ist er auch deutscher Honorar-Konsul auf Bermuda
Dies ist die Fortsetzung eines Gesprächs über die globale Frachtschiff, das DocPhil mit Jens vor 3 Jahren geführt hat: KR386 Schifffahrt
In diesem zweiten Teil geht es um Handelskriege, Innovationen in der Schifffahrt, Klimaschutz, das Schweröl-Problem und Blockchain.
Nachfragen und Anregungen wie immer gern in den Kommentaren. Wer möchte, kann Jens aber auch eine Email schreiben: [email protected].
Links
Liebe Freunde!
Nach langer Zeit mal wieder ein Küchenradio – dafür aber ein besonders schönes. Frau Katja und DocPhil haben sich im letzten Jahr mal die xplore angesehen, ein dreitägiges Festival “zu kreativer Sexualität, BDSM, Körperarbeit, Tanz, Performance und Ritual”, das dieses Jahr vom 27.-29. Juli in Berlin stattfindet.
Fuß-Folter, Tarzan & Jane im Dschungel und Sex im Silent Space – wir sind wirklich an unsere Grenzen gegangen, um Euch das volle Spektrum dieser wahrscheinlich einzigartigen Veranstaltung nahe zu bringen.
Vielleicht habt Ihr schon mal etwas über die Sex positive Bewegung (Wikipedia) gehört. In diesem Kontext gibt es ja jede Menge Festivals und Partys. Aber das Team um Tänzer und Choreograph Felix Ruckert, mit dem wir auch schon mal im Küchenradio gesprochen haben, hat mit der xplore eine Veranstaltung geschaffen, die manche zu Tränen rührt, nie gekannte Freiheit spüren lässt und weit mehr ist als ein Ort, an dem Menschen auf sehr verschiedene Arten Sex haben können.
Aber hört selbst ;)
Viel Spaß und verbeitet die Kunde: Küchenradio will never die.
Mal wieder ein Küchenradio. Nachdem DocPhil vor zweieinhalb Jahren das “Zeiss Grossplanetarium” im Prenzlauer Berg besucht hatte, als es noch saniert wurde, bot es sich an, noch mal vorbei zu schauen – jetzt nach seiner Wieder-Eröffnung.
Leiter Tim Florian Horn führt DocPhil und seine Familie durch das sanierte “Wissenschafts-Theater” und erklärt, warum das neue Planetarium mehr ist als nur ein projizierter Sternenhimmel.
Tim Horn verfolgt einen sehr offenen Ansatz, um die neue High-End-Projektions- und Sound-Technik möglichst vielen zur Verfügung zu stellen.
Das Küchenradio besucht die Video-Produktion, in der Horns-Team VR-Filme für die enorme Kuppel erstellt und mit neuen Präsentationstechniken experimentiert.
Viel Spaß.
Wir haben lange nichts mehr von Cindy gehört. Also springt Onkel Andi kurzerhand über seinen Schatten, rafft das Aufnahmebesteck zusammen und besucht den alten König in seinem Exil. Cindys turnhallengroße Schöneberger Altbauwohnung ist überbevölkert mit so genannten Gästen, die meisten aus dem Nahen Osten, der Balkon ist das letzte Refugium für ein immer wieder unterbrochenes Gespräch, die Küche voller fremder Gerüche und Sprachen. Cindy räumt ein, dass er mit seiner Gastgeberpolitik an seine Grenzen gekommen ist und sich fühlt wie eine ausgequetschte Zahnpastatube. Onkel Andi macht ein paar Witze, die keiner versteht undm Ende trifft, wer wohl, ein Überraschungsgast ein. Ein Küchenradio fast wie früher. Das war ein großer Spaß!
DocPhil ist mal wieder mit einem Polizisten unterwegs in dessen Kiez. Nach der beliebten Wedding-Folge nun ein Spaziergang durch den Rollberg-Kiez, eine lange sehr brisante Gegend in Berlin Neukölln.
René Kecke, Kontaktbereichsbeamter im Abschnitt 55, führt DocPhil unter anderem durch den Drogen-Hotspot Hasenheide – vorbei am Ort, wo Keckes Kollege erschossen wurde.
Kecke spricht über die Jugendbanden im Kiez, Großfamilien, die Probleme der Drogenfahndung und seine Argumente für die Legalisierung von Cannabis.
(Diese Folge wurde vor den Anschlägen in Brüssel am 22. März aufgenommen.)
DocPhil fährt mit seinem Sohn ins El Dorado Templin, eine Westernstadt in Brandenburg, um Gojko Mitić zu treffen, der irreführender Weise oft als “Winnetou des Ostens” bezeichnet wird.
Gezeigt wird hier Mitić´ bekanntester Film, “Die Söhne der großen Bärin”:
DocPhil trifft noch Ron van Bergen, ein bewaffnetes Mitglied der Western-Community:
Und die beiden werden Zeuge einer Western-Stunt-Show.
Abschliessend noch der Link zum Programm-Hinweis:
Die “Lage der Nation”, der wöchentliche Polit-Podcast mit Philip Banse und Ulf Buermeyer. (bei iTunes)
Update, 7.1.2015: Wir haben die NOC-Szene raus genommen, weil wir uns da nicht korrekt verhalten haben. Sorry dafür.
DocPhil und ajuvo flanieren über den 32. Chaos Communication Congress, kurz 32C3, dem jährlichen Hackertreffen des Chaos Computer Clubs mit rund 12.000 Leuten im Congress Center Hamburg. Der Podcasts ist eine Koproduktion von Küchenradio und Sender.
DocPhil und ajuvo treffen Menschen, besuchen Projekte an ihren Tischen und werfen einen Blick hinter die Kulissen dieser recht eigenwillig organisierten Veranstaltung.
Podcast mit Fotos: Wir haben eine Podcast-Version erstellt, die Euch beim Hören passende Bilder vom Kongress anzeigt. Dazu abonniert Ihr am besten den AAC-Feed.
Shownotes:
Michael Kreil
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