Künste im Gespräch

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Kinofilm «La bête» und weltgewandte Popmusik aus Frankreich
    Bertrand Bonello, ein französischer Filmemacher und Komponist, schickt Léa Seydoux in den Kampf gegen das Biest – «La bête» – eines klassischen amerikanischen Autors. Und ein deutscher Musikjournalist analysiert vierzig Jahre französischen Pop: Text kommt vor Musik, Lebenslust vor Schwermut.
    Der Franzose Bertrand Bonello ist ein experimentierfreudiger Komponist und Filmemacher. «La bête» – das Biest – heisst sein jüngstes Leinwandopus mit Léa Seydoux. Nach seiner Premiere am Filmfestival von Venedig kommt «La bête» jetzt ins Kino. Im raffiniertem Genremix steht «Das Biest» für die lähmende Angst vor der Liebe.
    André Bosse aus Deutschland verfällt 1987 dem Franko-Pop dank «Voyage Voyage». in seinem gleichnamigen Buch reist der Musikjournalist und Autor quer durch die französische Musikwelt: Von Pop über Chansons und Punk bis hin zu Hip-Hop und Folk; von den 1960er Jahren bis heute.
    Weitere Themen:
    - Eine epochale Léa Seydoux in «La bête» von Bertrand Bonello
    - Voyage, Voyage: Eine Reise durch die französische Popmusik
    28 min
  • Sie schrieben: Hofmannsthal an Strauss. Wells übers Schreiben.
    Hugo von Hofmannsthals Leben zum 150. Geburtstag neu betrachtet. Mit Autorin Elsbeth Dangel. Und Bestsellerautor Benedict Wells nimmt uns gleich selbst mit auf seinen Weg zum Schriftsteller.
    Die Germanistin Elsbeth Dangel, zusammen mit Alexander Honold Autorin einer umfangreichen Biographie zum 150. Geburtstag von Hugo von Hofmannsthal, gibt Auskunft über eine Figur reich an Widersprüchen. Über einen der grossen Autoren der literarischen Moderne, dessen Leben und Werk eine konstante Verwandlung ist.
    In seinem neuen Buch «Die Geschichten in uns – Vom Schreiben und vom Leben» öffnet Benedict Wells die Tür zu seiner Schreibwerkstatt. Der Autor von Erfolgsromanen wie «Hardland» oder «Vom Ende der Einsamkeit», erzählt, was die guten von seinen schlechten Texten unterscheidet und welche Werke ihn inspirieren.
    Weitere Themen:
    - Reich an Widersprüchen
    - Bestseller-Autor Benedict Wells: Über das Schreiben und das Leben
    29 min
  • Olympischer Breakdance und italienische Canzoni
    Erstmals wird der Breakdance zur olympischen Disziplin, ausgetragen im Herzen Europas: auf dem Place de la Concorde in Paris. Und ein neuer Italien-Reiseführer erzählt entlang von 100 Canzoni vom südlichen Nachbarland.
    Exzellenz, Virtuosität, Freiheit: Der Break-Dance wird erstmals zur olympischen Disziplin. Athletinnen und Athleten treten in kreativen «Battles» mit spektakulären und spontanen «Moves» gegeneinander an. Zur Tanzfläche wird dabei der Place de la Concorde in Paris.
    Der deutsche Journalist und Autor Eric Pfeil gibt einen neuen Italien-Reiseführer heraus und erzählt entlang von 100 Songs von einem zerrissenen Land, vom Erbe Berlusconi, von der Mafia, aber auch von gesellschaftlichem Aufbruch – und von der Liebe: Alles unter dem Titel «Ciao Amore, ciao».
    Weitere Themen:
    - Von der Straße auf die Bühne: Breakdance wird olympisch
    - «Ciao Amore, ciao» – ein Italien-Reiseführer in 100 Songs
    28 min
  • Avignon im Zeichen des Widerstandes und Musikerin Suzanne Vega
    Das Festival von Avignon versteht sich als engagiertes und volksnahes Theater. Wie positioniert sich das Festival angesichts der politischen Verwerfungen in Frankreich? Und die Singer-Songwriterin Suzanne Vega schildert in ihren Songs reale Geschichten, mit einem Herz fürs Abgründige.
    Das Rassemblement National ist nicht durchmarschiert, aber die extreme Rechte ist erstarkt und hat mehr Abgeordnete in Paris als zuvor. Was ist die Verantwortung der Kunst? Wie positioniert sich ein Festival wie das von Avignon, das vor der Wahl mit der «Nuit d'Avignon» mobilisiert hat, einer langen Nacht des Widerstands?
    Vega will reale Geschichten erzählen. Aktuell etwa über die Rattenplage im Post-Covid-New York. Auch ihre Hits «Luka» und «Toms Diner» schildern Geschichten aus ihrem direkten Umfeld. Zu ihrem 65. Geburtstag kommt sie nach Europa.
    Weitere Themen:
    - Der Geist von Avignon
    - Ein Herz fürs Abgründige: Die Singer-Songwriterin Suzanne Vega
    13 min
  • Film und Museum: «Le ravissement» und «Maison Totale»
    Im Spielfilm «Le ravissement» erzählt Regisseurin Iris Kaltenbäck raffiniert vom Thema Mutterschaft. Und der jurassische Künstler Augustin Rebetez hat ein kleines Museum eingerichtet, das «Maison Totale». Ein seltsames Gesamtkunstwerk.
    «Die Verzückung» heisst ein neuer Film aus Frankreich: «Le ravissement». Der Film von Iris Kaltenbäck dreht sich um Mutterschaft und Sehnsucht, um Einsamkeit, Babyblues und um das Leben einer Frau, die das Baby ihrer besten Freundin als ihr eigenes ausgibt.
    Gehörnte Köpfe, monströse Katzen: Die Welt des Augustin Rebetez ist von seltsamen Figuren bevölkert. Der jurassische Künstler, Musiker und Autor hat mit Bildern, Objekten, Fotografien, Videos und Installationen einen künstlerischen Kosmos erschaffen, wie ein dunkler Zerrspiegel der Welt. Nun hat der Künstler ein eigenes Museum eingerichtet.
    Weitere Themen:
    - «Le ravissement» – Verzückung mit geklautem Baby
    - «Maison Totale»: Dunkles Märchenschloss und eigenwilliges Museum
    26 min
  • Zeitkapseln auf Kirchtürmen und ein kontroverser Film aus Brasilien
    Kirchtürme sind auch Zeitkapseln. In den Turmspitzen wurden häufig Dinge für die Nachwelt eingeschlossen: Schriftstücke, Münzen, Schmuck oder Reliquien. Ausserdem: Die brasilianische Filmerin Lillah Halla befeuert mit ihrem Spielfilm zum Thema Schwangerschaftsabbruch eine wichtige Debatte.
    Die Kugel einer Kirchturmspitze kann ein kleines Geheimnis enthalten. Oft sind darin jahrhundertealte Schriftstücke eingeschlossen, aber auch Münzen, Schmuck oder Reliquien. Schweizer Historiker Beat Kümin hat rund 1300 Kirchturmkugeln in der Schweiz, Österreich und Deutschland erfasst. Seiner Schätzung nach ist etwa die Hälfte davon gefüllt.
    Das zweite Thema: Weil in Brasilien Abtreibungen unter Strafe stehen, weiss Lillah Halla, dass sie mit ihrem Spielfilm «Levante» provoziert. Doch genau dies sei eben nötig, erklärt die Filmemacherin im Gespräch.
    Weitere Themen:
    - Das Geheimnis der Kirchturmkugeln
    - «Levante»: Ein brasilianischer Spielfilm sorgt für rote Köpfe
    28 min
  • Fussballfans und Familiengeschichten
    Fussball begeistert. Auch der Komponist Dmitri Schostakowitsch war ein angefressener Fan. Das hinterliess Spuren in seinem Werk. Ausserdem: Die Zürcher Autorin Nadine Olonetzky recherchiert mit ihrer Familiengeschichte, wie beschämend die Wiedergutmachungsprozesse für Holocaust-Opfer waren.
    Während der Europameisterschaft dürfen Tausende vollumfänglich ihrem liebsten Hobby frönen. Ein eingefleischter Fussballfan war auch der grosse russische Komponist Dmitri Schostakowitsch. Seine Fussballbegeisterung prägt auch sein Werk. Wie genau, das ist Thema für Künste im Gespräch.
    Das zweite Thema: Für ihr neues Buch «Wo geht das Licht hin, wenn der Tag vergangen ist» erforscht Nadine Olonetzky die eigene Familiengeschichte. Die Aktenberge zu den Wiedergutmachungsprozessen, die ihr Vater führte, prägen den Text der Zürcher Autorin.
    Weitere Themen:
    - Dmitri Schostakowitsch: Fussballfanatiker und Sportchronist
    - Ist Wiedergutmachung möglich? – Eine jüdische Familiengeschichte
    28 min
  • Jahrzehntelang auf der Weltbühne und ein Jahrhundert-Autor
    Nach fast fünfzig gemeinsamen Jahren zu viert auf den Weltbühnen folgt nun ein Abschied: Zwei Streicher aus dem «Kronos Quartet» treten ab. Und: Der Roman «Treibgut» des Schriftstellers Julien Green wird neu übersetzt.
    Beim bekannten US-amerikanischen «Kronos Quartet» kommt es zu zwei Abgängen. Zwei der vier Mitglieder hören nach fast fünfzig Jahren der gemeinsamen Auftritte auf: John Sherba (Violine) und Hank Dutt (Viola). Wie sie zu dieser Entscheidung gekommen sind und wie sich diese für sie anfühlt, erzählen sie in «Künste im Gespräch».
    Ein Werk des 1998 verstorbenen Autors Julien Green lässt sich neu entdecken: Sein Roman «Treibgut», der vom Niedergang des Pariser Bürgertums in den 1930er-Jahren handelt, erscheint in einer neuen Übersetzung.
    Weitere Themen:
    - Seit über 45 Jahren Teil des «Kronos Quartet»-Klangs
    - Julien Green – ein Jahrhundertautor
    28 min
  • Miet-Mutter, Temporär-Kind und Gewalt gegen eine junge Frau
    «Ama Gloria»: Wenn das Kindermädchen gehen muss, bricht für ihre Schützlinge eine wichtige Bezugsperson weg. – Und «Ich stelle mich schlafend»: ein Roman über alltägliche Gewalt gegen Frauen.
    Ausgehend von ihren eigenen Erinnerungen, beschäftigt sich die Regisseurin Marie Amachoukeli-Barsacq mit «Nannies»: Die sechsjährige Cléo lebt mit ihrem Vater in Paris. Die kapverdische Nanny Gloria kümmert sich um sie. Doch Gloria muss in ihre Heimat zurückkehren, um sich um ihre eigenen Kinder zu kümmern. Eine schmerzhafte Trennung.
    Das grosse Thema der Autorin Deniz Ohde aus Frankfurt ist das Leben in prekären Verhältnissen in Deutschland. In ihrem neuen Roman «Ich stelle mich schlafend» verarbeitet sie dies mit Blick auf die Sexualität einer jungen Frau.
    Weitere Themen:
    - Jetzt im Kino: «Ama Gloria», die Miet-Mutter und ihr Temporär-Kind
    - Leben mit Übergriffen: «Ich stelle mich schlafend» von Deniz Ohde
    27 min
  • Blick hinter die Kulissen und das Comeback des Tamburins
    Damit ein Theater auf der Bühne glänzen kann, sind viele Menschen im Hintergrund tätig. Wir stellen Menschen vor, die sonst hinter den Kulissen arbeiten. Das Tamburin gehört zur Familie der Rahmentrommeln, der ältesten Instrumente der Welt. Wir erklären, weshalb diese gerade ein Comeback feiern.
    Theaterhäuser sind komplexe Organisationen. Das Publikum sieht davon meistens nur die Menschen, die auf der Bühne stehen. Doch im Hintergrund sind viele im Einsatz, ohne die es keine Vorstellungen gäbe. Wir schauen hinter die Kulissen und reden mit einigen, die sonst meistens im Verborgenen bleiben.
    Es gibt sie auf der ganzen Welt und ihre Geschichte geht in prähistorische Zeiten zurück. Trotzdem kennen viele die Rahmentrommel nicht. Einer, der dies ändern möchte, ist der amerikanische Perkussionist Glen Velez. Wir haben ihn am Festival Tamburi Mundi getroffen.
    Weitere Themen:
    - Hinter den Theaterkulissen: Vier Fachleute erzählen
    - Das älteste Instrument der Welt feiert ein Comeback
    25 min

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«Künste im Gespräch» nimmt aktuelle Ereignisse, Publikationen und Veranstaltungen auf und ordnet sie kritisch ein.

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