Künste im Gespräch

Künste im Gespräch

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Falsche Werte im Kinderzimmer und das romantische Kunstlied
    Manche schreiben ältere Kinderbücher um, damit sie dem Nachwuchs nicht «falsche» Rollenbilder und Werte vermitteln. – Unter jungen Sängerinnen und Sängern erfreut sich das romantische Kunstlied grossen Zuspruchs.
    Verlage begegnen der Kritik an alten Kinderbüchern wegen überkommener Stereotype und Sprache: etwa mit Streichungen oder Text-Neufassungen. Auch in Kinderbüchern spiegelt sich der Wandel von Wertvorstellungen. Ein Gespräch mit Elisabeth Eggenberger vom Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien.
    Das romantische Kunstlied hat in 200 Jahren viele «Hits» hervorgebracht. Mit dem Tenor Ian Bostridge betrachten wir diese Gattung und fragen, inwieweit diese Lieder eine manchmal unterschwellige Geschichte mit sich bringen, die im Konzertsaal selten gestellte Fragen aufwerfen.
    Weitere Themen:
    - Angst vor falschen Werten in der Kinderliteratur
    - Darf man das noch singen? Das Kunstlied und seine Identitäten
    26 min
  • Neuer Spielfilm über Inzest und TikTokerin als Literatin
    Um einen kalkulierten Inzest geht es im neuen Film der französischen Filmemacherin Catherine Breillat. Und mit dem Roman «Ein schönes Ausländerkind» wechselt die TikTokerin «Toxische Pommes» ins literarische Fach.
    In ihrem neuen Spielfilm «Lété dernier» bricht die französische Filmemacherin und Autorin Catherine Breillat einmal mehr ein Tabu: In ihrem jüngsten Werk verstrickt sich eine Anwältin in eine Affäre mit dem siebzehnjährigen Sohn ihres Mannes, angelehnt an einen dänischen Film von 2019.
    Die Kabarettistin, Satirikerin und erfolgreiche TikTokerin namens «Toxische Pommes» wechselt ins literarische Fach und legt den Roman «Ein schönes Ausländerkind» vor. Sie erzählt darin die Geschichte einer Familie, die vor dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien nach Österreich flüchtet.
    Weitere Themen:
    - Kalkulierter Inzest: Catherine Breillats Film «L’été dernier»
    - Neuer Roman: «Ein schönes Ausländerkind»
    28 min
  • Erlegtes Grosswild, stimuliertes Grosshirn
    Ein neuer Roman namens «Trophäe» geht schonungslos der Frage nach: Wie tickt ein Grosswildjäger? Und in Zürich stimuliert ein Tanzkurs namens «Connect» die beeinträchtigten Gehirnfunktionen von MS- und Parkinson-Betroffenen mit Melodie, Takt und Bewegung.
    Ein Grosswildjäger, womöglich bald auch ein Menschenjäger... Die Hauptfigur im Roman «Trophäe» tötet leidenschaftlich, aber warum? Annette König fragt die Autorin Gaea Schoeters, ob ihr Protagonist nun von Afrika-Sehnsucht, der Suche nach dem Kick oder wirklich von der Liebe zur Natur angetrieben wird.
    Gesünder durch gezielte Bewegung: In Zürich richtet sich ein Tanzprojekt an Multiple Sklerose- und Parkinson-Betroffene. Versprochen wird zwar nicht eine Therapie, aber es werden positive Auswirkungen auf Reaktionsfähigkeit und Gleichgewicht festgestellt. Maya Künzler hat sich informiert.
    Weitere Themen:
    - Ein rasender Jagdroman, der neokoloniale Fantasien zerschlägt
    - Tanz und sein positiver Effekt auf Seele und Gehirn
    24 min
  • Hymne der Freude und nostalgischer Rückblick
    Wie einige Songs zuvor: «The Code» von Nemo für den Eurovision Song Contest entstand in der SUISA-Schmiede. Zu einer späten Wiederbegegnung eines einst getrennten Paars kommt es in Stéphane Brizés Film «Hors-saison».
    Im Schweizer Beitrag für den Eurovision Song Contest in Malmö, im Song «The Code», geht es um Selbstakzeptanz bei der Identitätssuche. Das Lied der vier Songwriter:innen Nemo, Benji Alasu, Linda Dale und Lasse Nymann entstand in einem Songwriting-Camp der SUISA.
    In Stéphane Brizés neustem Film «Hors-saison» wird eine Liebesgeschichte reaktiviert. Nach fünfzehn Jahren Trennung begegnen sich ein erfolgreicher Schauspieler und eine Frau wieder. Die beiden, gespielt von Guillaume Canet und Alba Rohrwacher, treffen sich in einem bretonischen Kurort und befassen sich mit ihren Lebensentscheidungen.
    Weitere Themen:
    - Nemos «The Code» für den Eurovision Song Contest
    - Entrostete Liebe: «Hors-saison» von Stéphane Brizé
    28 min
  • Live-Kick und toxische Beziehungen
    Eine neue Studie erforscht, wie Live-Musik das Emotionszentrum im Gehirn beeinflusst. Die Erkenntnisse lassen aufhorchen. Und: Von der Attraktivität des Bösen erzählt die deutsch-ukrainische Autorin Lana Lux in ihrem neuen Roman «Geordnete Verhältnisse».
    Eine Studie der Universität Zürich kommt zum Schluss: Live-Konzerte berühren Menschen stärker als Musik ab Tonträger. Das hat damit zu tun, wie live gespielte Musik das Emotionszentrum im Gehirn beeinflusst. Sie verbindet Musiker:innen und Publikum, das liess sich nun wissenschaftlich nachweisen. Was das heisst und wo die Gründe liegen, ist Thema für Künste im Gespräch. Ausserdem: Lana Lux hat sich im deutschsprachigen Literaturbetrieb als Autorin mit einem Händchen für Schwieriges etabliert. In ihrem neuesten Buch erzählt sie von einer Beziehung, die im Tod endet.
    Weitere Themen:
    - Live-Musik lässt Emotionen sprudeln
    - Lana Lux, Meisterin der düsteren Themen
    25 min
  • Mundartkunst auf der Leinwand und Surrealismus in Lausanne
    Mundartpoesie ist im Trend. Jetzt beleuchtet ein Dokumentarfilm Deutschschweizer Mundartlandschaften. Das Kantonale Kunstmuseum in Lausanne widmet sich dem Surrealismus und wartet dabei mit Entdeckungen auf.
    Im Dokumentarfilm «omegäng» sucht Filmemacher Aldo Gugolz Menschen auf, die sich mit Deutschschweizer Mundarten befassen – darunter Kulturschaffende wie Pedro Lenz, Big Zis und Franz Hohler. Er will von ihnen wissen, wie sie Mundartpoesie als Ausdrucksmittel nutzen und was dies mit Heimatgefühl zu tun hat.
    Hundert Jahre ist es her, als das «Manifest des Surrealismus» des Künstlers André Breton für Furore sorgte und eine einflussreiche Kunstströmung des 20. Jahrhunderts begründete. Das Kantonale Kunstmuseum in Lausanne zeigt Werke von vergessenen Künstlerinnen und kaum bekannten Abweichlern.
    Weitere Themen:
    - Aufs Maul geschaut: Mundartkunst im Kino-Dok «omegäng»
    - Spielend die Welt verändern: Surrealismus. Le Grand Jeu
    25 min
  • Talk mit Samara Joy und ein Blick ins neue Basler Vorstadttheater
    Die 24-jährige US-amerikanische Jazzsängerin und Nachwuchshoffnung Samara Joy spricht über die Jazz-Diva und Pianistin Sarah Vaughan, die sie beeinflusst hat. Das Vorstadttheater in Basel, das sich an Kinder und Jugendliche richtet, feiert 50 Jahre und bezieht ein neues Haus.
    Die US-amerikanische Jazzsängerin Samara Joy blickt interessiert auf das Werk von Sarah Vaughan, die in den 1940er-Jahren in New York ihre Karriere begann und zu einer der bedeutendsten Vokalistinnen des Jazz wurde. Sie sei für junge Musikerinnen bis heute wichtig, sagt Samara Joy, die selbst eine Nachwuchshoffnung darstellt.
    Das Basler Vorstadttheater, das 1974 unter dem Namen «Spielkischte» für ein junges Publikum gegründet wurde, hält bis heute am hohen künstlerischen Anspruch fest. Nun feiert es nicht nur sein 50-jähriges Bestehen, sondern auch den Umzug in ein neu eröffnetes Haus.
    Weitere Themen:
    - Ein Jungstar gerät ins Schwärmen: Samara Joy über «Sassy»
    - Vorstadttheater Basel: 50 Jahre und ein neuer Spielort
    28 min
  • 25 Jahre «hier + jetzt» und Digitale Mode
    Der Verlag «hier + jetzt» feiert mit historischen Sachbüchern sein 25-jähriges Bestehen: Was waren die Bestseller, was waren Flops? Fancy, futuristisch und nachhaltig: Das sind die Versprechen einer Mode, die nur im Digitalen existiert. Wie geht das?
    Sachbücher zur Kultur und Geschichte der Schweiz, das ist der Fokus des Verlags «hier + jetzt» seit seiner Gründung 1999. Die Co-Geschäftsführerin Denise Schmid schaut zurück und erklärt, wie sich der Verlag im zunehmend angespannten Sachbuchmarkt behauptet und es schafft, mit historischen Stoffen auch ein nicht-akademisches Publikum zu erreichen.
    Eine Bluse aus Eis oder ein Kleid, das an lebendige Korallen erinnert, fürs Online-Meeting? Der digitalen Mode sind ästhetisch keine Grenzen gesetzt. Was verspricht der neue Trend und was kann er halten?
    Weitere Themen:
    - «Berg und Frau – das zieht immer»
    - Fashion 2.0: Virtuelle Kleider aus Feuer und Glas
    15 min
  • Neuer Blick dank Haube und Frage nach dem Urheber des Urinals
    Eine Kopfbedeckung, die traditionelle slowakische «Haube», öffnet der Lyrikerin Katarína Kucbelovás die Augen für weibliche Lebenszusammenhänge. Und: Wie ein Urinal zu einem ikonischen Kunstwerk des 20. Jahrhunderts wurde.
    In einer Schreib- und Lebenskrise beschliesst die slowakische Lyrikerin Katarína Kucbelová (*1979), sich handwerklich zu betätigen und eine «Haube» zu nähen, wie sie in ihrer Heimat einst verheiratete Frauen trugen. Dabei gewinnt sie Erkenntnisse über ihr Land und sich selbst.
    Es gilt als ikonisches Kunstwerk: Die «Fountain» von 1917, ein um 90 Grad gedrehtes Urinal. Als Urheber wird oft der Wegbereiter des Dadaismus Marcel Duchamp genannt, sicher aber ist das nicht. Die Videoinstallation «Alreadymade» von Barbara Visser fragt, wer hinter dem ersten Ready-made der Kunstgeschichte steckt.
    Weitere Themen:
    - Folklore als Augenöffner: Katarína Kucbelovás Buch «Die Haube»
    - Wer hat am Urinal gedreht?
    28 min
  • Der Jazzpianist Danilo Pérez und die Fotografin Vivian Maier
    Der panamaische Jazz-Pianist Danilo Pérez ist nicht nur ein hervorragender Musiker, sondern auch ein begnadeter Bandleader. Was zeichnet ihn aus? – Als «Kindermädchen mit der Kamera» wird die US-amerikanische Fotografin Vivian Maier vom Kunstmarkt gerne gehandelt. Ihre Kunst ist aber weit mehr.
    Was macht Danilo Peréz zu einem der wichtigsten Jazz-Pianisten der Gegenwart? Was befähigt ihn zum Bandleader? Im Gespräch erzählt er, welche entscheidenden Impulse er vom Saxophonisten Wayne Shorter bekommen hat und was ihn auf seinem Weg besonders geprägt hat.
    Mit einer Rolleiflex-Kamera um den Hals fotografierte Vivian Maier ab den 1950er Jahren die US-amerikanische Gesellschaft auf den Strassen von Chicago und New York. Ihre grossartigen Fotografien werden zurzeit in einer Ausstellung im Haus der Fotografie in Olten präsentiert.
    Weitere Themen:
    - Danilo Pérez – Humanist am Flügel
    - Vivian Maier: Späte Entdeckung eines Foto-Genies
    28 min

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«Künste im Gespräch» nimmt aktuelle Ereignisse, Publikationen und Veranstaltungen auf und ordnet sie kritisch ein.

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