Künste im Gespräch

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Schreiben als Überlebenskunst und Jahrhundertkünstler
    Der autofiktionale Roman «Das rote Buch der Abschiede» der finnischen Autorin Pirkko Saisio erscheint erstmals in deutscher Sprache und gibt Einblicke in Finnlands Arbeitermilieu. Eine Ausstellung zum Schweizer Theaterregisseur Benno Besson tourt demnächst durch die Westschweiz.
    Pirkko Saisio ist in Finnland ein Shooting Star. Mit ihrer Autofiktion «Das rote Buch der Abschiede» wird die 74-jährige Autorin gerade weltweit entdeckt: Der Roman erzählt von einer jungen lesbischen Frau im Finnland der 1970er-Jahre.
    «Die Macht von Theater im Kalten Krieg»: Diese Wanderausstellung von Christian Mächler über den Schweizer Theaterregisseur Benno Besson (1922–2006) ist demnächst auch in der Westschweiz zu sehen. Sie zeigt Benno Besson in seinem historischen Umfeld als Grenzgänger zwischen Ost und West und zwischen deutscher und französischer Sprach- und Theaterkultur.
    Weitere Themen:
    - «Das rote Buch der Abschiede»
    - Jahrhundertkünstler Benno Besson (W)
    27 min
  • Leben in der Dürre und das Atelierhaus eines Eigenbrötlers
    Drei Schwestern leben während der US-amerikanischen Grossen Depression in der Dürre: Josephine W. Johnsons Pulitzer-Preis-gekrönter Roman von 1935 erscheint nun auf Deutsch. Thomas Dubs (1933–2019) schuf ungewöhnliche Kunst. Nun wird sein versteckt gelegenes Atelierhaus in Zürich zum Kunst-Ort.
    Es ist ein sozialkritischer und hochpoetischer Roman über die Wirtschaftskrise in den USA der 1930er Jahre. Mit 24 erhielt die US-Amerikanerin Josephine W. Johnson 1935 für ihr Debüt «Die November-Schwestern» den Pulitzer-Preis. Jetzt ist der Roman erstmals auf Deutsch erschienen.
    Der Zürcher Künstler Thomas Dubs blieb zu Lebzeiten mehrheitlich unbekannt. Das Atelierhaus des 2019 verstorbenen Künstlers in einer ehemaligen Zürcher Biskuitfabrik ist nun dank seiner Stiftung zu einem Kunsthaus für alle geworden.
    Weitere Themen:
    - Ein preisgekrönter Roman über die Grosse Depression
    - Das Atelier eines Einzelgängers wird zum Kunsthaus: Haus Dubs
    26 min
  • Tschechische Weihnachtsgeschichte und der Film «Maestro»
    Eine herzergreifende Weihnachtsgeschichte vom tschechischen Autor Jaroslav Rudiš, die im verschneiten Prag spielt. Ein neuer Film über Leonard Bernstein fokussiert auf die privaten Seiten des amerikanischen Multitalents.
    Drei verlorene Gestalten ziehen an Heiligabend durch die verschneite Stadt und erzählen sich ihre Geschichten. Mit seinem Roman «Weihnachten in Prag» gelingt dem deutschschreibenden Jaroslav Rudiš eine traurig-schöne Weihnachtsgeschichte mit viel Humor.
    Im Film «Maestro» geht es um den amerikanischen Komponisten und Dirigenten Leonard Bernstein. Der Regisseur und Schauspieler Bradley Cooper interessiert sich dabei vor allem für die Beziehung von Bernstein zu seiner Frau Felicia.
    Weitere Themen:
    - Mehr als ein Weihnachtstipp: Jaroslav Rudiš’ «Weihnachten in Prag»
    - Leonard Bernstein: Ein vielseitiger Maestro
    29 min
  • Spionageserie «Davos 1917» und der Davidstern in der Fankurve
    1917: Der Erste Weltkrieg verwüstet Europa. Davos dagegen wirkt friedlich. In Wahrheit bekämpfen sich dort aber Agenten und Agentinnen. Davon handelt die Spionageserie «Davos 1917». - Und: «Yid Army» und «Superjuden» in europäischen Fussballstadien. Eine Ausstellung im Jüdischen Museum in Wien.
    Die Krankenschwester Johanna Gabathuler lässt sich 1917 in Davos mit dem deutschen Geheimdienst ein und gerät in den Krieg der Agenten. Die sechsteilige Serie wurde unter anderem in der Region Prättigau/Davos, auf der Schatzalp und im Unterengadin gedreht.
    Fussball, das schöne Spiel, macht oft unschöne Schlagzeilen. Etwa mit rassistischen Tönen im Stadion. Doch es geht auch anders: Das Jüdische Museum in Wien widmet sich nun jüdischen Identitäten im Fussball, etwa bei Tottenham Hotspur und Ajax Amsterdam.
    Weitere Themen:
    - «Davos 1917» – Kostüme, Drama und Spionage im Schnee
    - Mit dem Davidstern in der Fankurve: Jüdische Identitäten im Fussball
    27 min
  • Das Kunstkollektiv Fragmentin und das Weihnachtsmärchen in Bern
    Das Kornhausforum in Bern zeigt die erste grosse Einzelausstellung des Lausanner Kunstkollektivs Fragmentin. Der Berner Schauspieldirektor Roger Vontobel inszeniert «Die unendliche Geschichte» von Michael Ende als generationenübergreifendes Familienstück.
    Das Kunstkollektiv Fragmentin aus Lausanne beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Umwelt. In Installationen, Videos und netzbasierten Arbeiten gelingt es den drei jungen Kunstschaffenden, ihre Reflexionen in (an)sprechende Kunstwerke zu übersetzen.
    Seit zwei Jahren leitet der Regisseur Roger Vontobel die Schauspielsparte der Bühnen Bern. Nun inszeniert er das traditionelle Familienstück zur Weihnachtszeit. Das ist auch ein Statement für das Publikum der Zukunft. Was sind die Herausforderungen an das Theater in der Hauptstadt?
    Weitere Themen:
    - Mit Kunst über die Digitalisierung sprechen
    - Roger Vontobel zeigt «Die Unendliche Geschichte» in Bern
    27 min
  • «Der Himmel über Zürich», Franz Hohler und Wolf Biermann
    Ein Film, der vor der Haustür entstanden ist: «Der Himmel über Zürich» begleitet einen Heilsarmee-Offizier bei seinem Einsatz zu Gunsten von Randständigen. – Und: Der Schriftsteller Franz Hohler und der Liedermacher Wolf Biermann haben sich in Zürich getroffen und sich vor Publikum ausgetauscht.
    Sie singen nicht nur vor Weihnachten, um ihren Spendentopf zu füllen. Die Heilsarmee kümmert sich um Menschen, die es schwer haben. Für seinen Film «Der Himmel über Zürich» hat Regisseur Thomas Thümena einen Heilsarmee-Offizier begleitet – und Randständige befragt, denen die Freikirche hilft, besser über die Runden zu kommen.
    Wolf Biermann, einst von der DDR ausgebürgert, und Franz Hohler kennen sich seit Jahrzehnten. Sie haben den Kalten Krieg miterlebt, die Wende und die Veränderungen in West und Ost. An einer Veranstaltung im Theater Rigiblick in Zürich haben sie sich diese Woche unterhalten: über Sprache und Dichtung, aber auch über ihre Biografien, die geprägt sind von unterschiedlichen Lebensumständen.
    Weitere Themen:
    - Randständige und Heilsarmee teilen sich den «Himmel über Zürich»
    - Wolf Biermann und Franz Hohler im Gespräch
    27 min
  • Künste im Gespräch: Porträts einer Modekönigin und eines französischen Kaisers
    Sie hat den Look der modernen Frau in Deutschland erfunden – die medienscheue Modedesignerin Jil Sander. Eine Annäherung an die 80-Jährige. Wie historisch präzis ist Ridley Scotts Film «Napoleon»? Eine Betrachtung mit einem der führenden Napoleon-Experten.
    Eine Designikone, wie es in Deutschland keine zweite gibt. So bezeichnet Autorin Maria Wiesner die Norddeutsche Jil Sander. Sie muss es wissen: Zum 80. Geburtstag zeichnet sie den Lebensweg Jil Sanders nach. Und der hat es in sich.
    Regisseur Ridley Scott zeigt in seinem neusten Film den Aufstieg Napoleons zum Kaiser. Der deutsche Historiker Thomas Schuler erzählt, wie wirklichkeitsgetreu der Film «Napoleon» ist und wie historisch glaubhaft die Filmbeziehung des Kaisers zu Joséphine de Beauharnais.
    Weitere Themen:
    - Scheues Ausnahmetalent: Modeikone Jil Sander wird 80
    - Wie historisch akkurat ist Ridley Scotts «Napoleon»?
    26 min
  • Traurige Lieder und fröhliche Bilder
    Zwölf Takte, drei Harmonien und fertig ist der Blues. Warum ist diese historische Liedform auch heute noch so erfolgreich? Und: Weisse schlanke Frauen werben leichtbekleidet für fast alles. Wie prägt das Körperbilder?
    Die genaue Geburtsstunde des Blues ist unbekannt. Aber vor 150 Jahren, am 16.11.1873, wurde der «Vater des Blues» geboren: W.C. Handy. Der umtriebige Musiker, Komponist und Plattenproduzent propagierte eine Liedform, die bis heute fasziniert. Über die Gründe spricht Roman Hošek mit der US-Musikerin Leyla McCalla.
    Leichtbekleidete weisse Frauen zieren viele Werbeplakate. Queere, schwarze, beeinträchtigte oder alte Körper fehlen fast gänzlich. Wie dieses Ungleichgewicht unser ästhetisches Empfinden prägt, das untersucht die neue Ausstellung «Talking Bodies».
    Weitere Themen:
    - Alles ist vergänglich – ausser der Blues
    - Ausstellung: Wo unser Körperbild in Werbeplakaten krankt
    27 min
  • «Anatomie d’une chute» und feministische Pionierarbeit
    «Anatomie d'une chute» von Regisseurin Justine Triet gewann in Cannes die Goldene Palme. Schauspielerin Sandra Hüller redet über die Zusammenarbeit mit Triet und die brasilianische Sängerin Joyce Moreno erzählt aus ihrem Leben als frühe feministische Musikerin in Brasilien.
    Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller redet über die Zusammenarbeit mit Triet und ihre Rolle, die explizit für sie geschrieben wurde. Warum die Figur ein «schlechtes Opfer ist», warum Männer anders auf sie reagieren als Frauen und wie das Publikum in diesem Film wie ein zusätzlicher Protagonist agiert.
    Die Sängerin Joyce Moreno provozierte Ende der 1960er-Jahre das brasilianische Establishment mit Liedtexten zu freier Liebe und selbstbestimmten Beziehungen - heute sieht sie sich als feministischer Pionierin.
    Weitere Themen:
    - «Anatomie d’une chute» – der Fall einer Beziehung
    - Joyce Moreno: die erste feministische Sängerin in Brasilien
    26 min
  • Ein medizinisches Wunder und die Schrecken des Rassismus
    Es ist kaum zu glauben: Joni Mitchells Bühnencomeback trotz Hirnverletzung. Es ist die traurige Geschichte von Rassismus in den französischen Kolonien: René Marans Roman «Ein Mensch wie jeder andere» von 1947.
    Singer-Songwriterin Joni Mitchell kämpft sich mit 80 Jahren trotz einer Hirnverletzung zurück auf die Bühne. Möglich gemacht hat dies eine junge Singer-Songwriterszene um die Musikerin Brandi Carlile. Das Comeback ist eine Geschichte voller Freundschaft und Bewunderung.
    Von einer unerfüllten Liebe erzählt René Marans Roman «Ein Mensch wie jeder andere». Schuld daran ist der Rassismus in den französischen Kolonien. Jetzt erscheint das Werk von 1947 erstmals auf Deutsch.
    Weitere Themen:
    - Trotz Hirnverletzung: Joni Mitchell feiert mit 80 Bühnencomeback
    - Wenn sich der Rassismus in die Herzen frisst
    27 min

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