Künste im Gespräch

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Protestsongs und ein Theaterstück über Demenz
    Musik schafft Identität und Gemeinschaft. Protestsongs gehören deshalb seit jeher zu Demonstrationen und Veranstaltungen gegen den Klimawandel. Ein Theaterstück und ein Roman über Demenz, Verschwinden und Verlust von der Regisseurin und Autorin Helgard Haug von «Rimini Protokoll».
    Musik gehört zu Protestveranstaltungen. Wenn die Aktivist:innen von «Fridays for Future» auf die Strasse gehen, begleiten sie Protestsongs gegen die Klimakrise. Das hat Tradition. Bereits in den 1960er Jahren haben Musiker:innen Songs über ökologische Probleme geschrieben. – Wie stellt man Demenz auf der Bühne dar? Die Regisseurin und Autorin Helgard Haug vom Künstlerkollektiv «Rimini Protokoll» hat eine ganz eigene Art gefunden: Im Theaterstück «All Right. Good night», das jetzt auch als Roman vorliegt, verknüpft sie die Demenz ihres Vaters mit dem Verschwinden eines Flugzeugs im März 2014.
    Weitere Themen:
    - «Hurra, die Welt geht unter»: Protestsongs der Klimabewegung
    - «All Right. Good night.» – Helgard Haugs erster Roman
    28 min
  • Anthony McCartens Thriller und die Geburtsstunde des Hip-Hops
    Big Brother is Watching you. In «Going Zero» lotet der neuseeländische Autor Anthony McCarten die Möglichkeiten der totalen Überwachung aus. Und Hip Hop wird 50. Grund genug an den Geburtsort des Hip-Hops zurückzukehren in die New Yorker Bronx.
    In «Going Zero» erzählt der Autor Anthony McCarten von einer geplanten Fusion zwischen den US-Geheimbehörden und der fiktiven, grössten privaten Datenbank der Welt. In einem letzten Test müssen zehn Freiwillige dreissig Tagen unauffindbar sein. Gelingt das, platzt der gigantische Deal. Ein faszinierendes Buch über die Möglichkeiten der totalen Überwachung.
    Hip-Hop hat die Welt erobert. Und schon immer war Hip-Hop ein Sprachrohr für gesellschaftliche Missstände. Zum 50. Geburtstag gehen wir an den Ort des Geschehens, in die New Yorker Bronx.
    Weitere Themen:
    - Anthony McCarten: Verschwinden vom digitalen Radar
    - 50 Jahre Hip-Hop – zurück zu den Wurzeln in der New Yorker Bronx
    29 min
  • Hommage an Frauen in Belarus und Enno Poppe am Lucerne Festival
    Die belarussische Journalistin und Autorin Eva Viežnaviec schildert in ihrem neuen Roman die Geschichte ihrer Grossmutter im 20. Jahrhundert in Belarus, das von russischer und deutscher Gewalt geprägt war. Der deutsche Komponist Enno Poppe kommt als Composer in Residence ans Lucerne Festival.
    Die belarussische Autorin Eva Viežnaviec veröffentlicht mit dem Roman «Was suchst du, Wolf?» erstmals ein literarisches Werk in deutscher Sprache. Die im Exil lebende Schriftstellerin erzählt darin die Geschichte ihrer Grossmutter und einer Frauengeneration in Belarus, deren Leben unter den Diktaturen von Stalin und Hitler von geballter Gewalt geprägt war.
    Enno Poppe, renommierter Komponist für zeitgenössische Musik wurde als Composer in Residence ans diesjährige Lucerne Festival geladen – ein Werkstattgespräch.
    Weitere Themen:
    - Eva Viežnaviec – «Was suchst du, Wolf?»
    - Enno Poppe, Composer in Residence am Lucerne Festival
    28 min
  • Triadisches Ballett und Dekolonisation der Musik
    Der Maler, Bildhauer und Choreograph Oskar Schlemmer hat Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Triadischen Ballett ein Meisterwerk der Avantgarde geschaffen. Das afrodiasporische Musikschaffen ist in der Musikgeschichtsschreibung unterrepräsentiert. Warum?
    Viele denken ans Bauhaus, wenn sie vom Triadischen Ballett hören. Der Künstler Oskar Schlemmer hat das Meisterwerk der Avantgarde Anfang des 20. Jahrhundert geschaffen. Der Leiter des Deutschen Tanzarchivs Frank-Manuel Peter hat nun ein Buch herausgegeben, das einen neuen Blick auf das bedeutende Werk wirft.
    Auch der Band «Composing While Black» zeigt neue Zusammenhänge auf: Der New Yorker Komponist George Lewis stellt darin afrodiasporische Neue Musik seit den sechziger Jahren vor und bringt damit die Debatte rund um die Dekolonisation der zeitgenössischen Musik einen Schritt weiter.
    Weitere Themen:
    - Neue Erkenntnisse zum Triadischen Ballett aus der Bauhauszeit
    - «Composing While Black»: George Lewis – Neue Musik der Afrodiaspora
    29 min
  • Töne mitten ins Herz und das Ende einer Ballett-Karriere
    Das Tinguely Museum in Basel zeigt die Retrospektive «Dream Machines» über das kanadische Künstlerpaar Janet Cardiff und George Bures Miller. Und die Erste Solistin des Balletts Zürich tritt ab. Ein tiefer Einschnitt im Leben der Tänzerin Katja Wünsche.
    Töne treffen einen direkt ins Herz. Davon ist das kanadische Künstlerpaar Janet Cardiff und George Bures Miller überzeugt. Ihre Arbeiten versetzen einen in eine magische Welt, in der die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Vergangenheit und Zukunft verschwimmen. Das Tinguely Museum in Basel zeigt nun mit «Dream Machines» eine umfassende Retrospektive von Janet Cardiff und George Bures Miller.
    Katja Wünsche war über 10 Jahre Erste Solistin des Balletts Zürich. Mit Ende dieser Spielzeit tritt die 42-Jährige von der Bühne ab. Für jede klassische Tänzerin bedeutet dies einen tiefen Einschnitt im Leben. Die Tanzjournalistin Maya Künzler hat sich mit Katja Wünsche über ihre Zukunftspläne und ihre Zeit als Tänzerin unterhalten.
    Weitere Themen:
    - Janet Cardiff und George Bures Miller im Tinguely Museum Basel
    - Eine Tänzerinnen-Karriere geht zu Ende
    27 min
  • Knut Hamsuns Roman «Hunger» und George Benjamins neue Oper
    Knut Hamsun zählt zu den bedeutendsten Autoren aus Norwegen, aber auch zu den umstrittensten. Er bekannte sich offen zum Nationalsozialismus. Nun wurde sein bekanntestes Werk «Hunger» auf Deutsch übersetzt. Und George Benjamins neuste Oper überrascht mit Leichtigkeit und Tiefgründigkeit.
    Der 1952 verstorbene Knut Hamsun zählt zu den bedeutendsten Autoren aus Norwegen. Aber auch zu den umstrittensten. Hamsun bekannte sich offen zum Nationalsozialismus. Lange vor Hitler, 1920, erhielt Hamsun den Literaturnobelpreis. Sein wohl bekanntestes Werk trägt den Titel «Hunger». Nun ist die Urfassung aus dem Jahr 1890 zum ersten Mal auf Deutsch erschienen.
    Seine ersten drei sehr erfolgreichen Opern waren geprägt von Leidenschaft, Brutalität und Düsternis. Nun zeigen sich der Ernst von Siemens Musikpreisträger George Benjamin und sein Librettist Martin Crimp aber musikalisch und inhaltlich von einer ganz anderen Seite: In der klein besetzten Fabel «Picture a day like this», die zwar leichter wirkt, aber nicht minder tiefgründig ist.
    Weitere Themen:
    - Knut Hamsuns «Hunger»: Der Jahrhundertoman neu übersetzt
    - George Benjamins neue Oper ist eine Suche nach dem Glück
    29 min
  • Ivna Žic und «Festival d'Avignon»
    Schriftstellerin Ivna Žic ist ein Mensch mit vielen Herkünften, und diesen geht sie auch in ihrem neusten Buch «Wahrscheinliche Herkünfte» nach. Der portugiesische Autor und Regisseur Tiago Rodrigues ist der neue Leiter des «Festival d'Avignon»: Was sind seine Pläne?
    Was alles sind wir? Wovon sind wir geprägt? Welche Bedeutung spielen die Erfahrungen unserer Vorfahren? Und welche Sprache kann das alles ausdrücken? Diesen Fragen geht die Schriftstellerin und Theaterfrau Ivna Žic schon lange nach. Im aktuellen Buch «Wahrscheinliche Herkünfte» sucht Ivna Žic in neuer Form neue Antworten auf ihre Fragen.
    Avignon im Juli, das bedeutet: Theater pur. Das «Festival d'Avignon» ist das grösste und bekannteste Theaterfestival der französischsprachigen Welt. Seit seiner Gründung 1947 steht es für politische und soziale Offenheit, künstlerische Neugier und das Eintauchen in eine Welt, in der alles ums Theater kreist. Die 77. Ausgabe des Festivals ist zugleich die erste unter der Leitung des portugiesischen Autors und Regisseurs Tiago Rodrigues. Worauf legt er Gewicht, was sind seine Pläne, was bedeutet für ihn der legendäre «Geist von Avignon»?
    Weitere Themen:
    - Ivna Žic – «Wahrscheinliche Herkünfte»
    - Das «Festival d’Avignon» startet unter neuer Leitung
    27 min
  • Amélie Nothomb und «Tomorrow’s Warriors»
    Mit dem Roman «Der belgische Konsul» hat die belgische Bestsellerautorin Amélie Nothomb ihrem Diplomaten-Vater ein Denkmal gesetzt. Und in London setzen sich «Tomorrows Warriors» seit dreissig Jahren erfolgreich für Innovation im Jazz ein.
    Amélie Nothombs Vater war Diplomat im Kongo, in Japan, China, Burma und Laos. Das Diplomatenleben hat die belgische Schriftstellerin geprägt. Annette König hat die Schriftstellerin in Paris getroffen und mit ihr über den Roman gesprochen, den sie ihrem Vater gewidmet hat: «Der belgische Konsul».
    Die Jazz-Charityorganisation «Tomorrows Warriors» in London unterstützt seit gut 30 Jahren vor allem People of Colour und Frauen mit einem exzellenten Angebot, das von Proberäumen über Workshops bis Tourförderung reicht. Jodok Hess hat mit der Mitgründerin Janine Irons gesprochen.
    Weitere Themen:
    - «Dieses Buch wird Ausdruck für meine Trauer sein»
    - Tomorrow’s Warriors: Beispielhaftes Engagement im Londoner Jazz
    27 min
  • Riskante Literatur und Hommage an eine Mutter
    Obwohl er wegen seiner Literatur einen hohen Preis zahlen könnte, geht Autor Khaled Khalifa, momentan Writer in Residence in Zürich, nach Syrien zurück. Zwei Söhne blicken im Film «Un petit frère» von Léonor Seraille auf ihre stolze junge Mutter zurück, die von der Elfenbeinküste nach Paris kam.
    Der syrische Schriftsteller Khaled Khalifa weilt zurzeit als Writer in Residence in Zürich. Ende Monat kehrt er wieder nach Damaskus zurück. Exil sei für ihn keine Option, auch wenn das Leben in Syrien in den letzten Jahren noch schwieriger geworden sei.
    «Un petit frère» von Léonor Seraille ist ein bewundernder Film über Rose, welche die Freiheit im Kopf hat, wenn die äusseren Umstände nicht viel Spielraum bieten. Der Film blickt mit den erwachsenen Söhnen zurück auf ihre stolze, schöne junge Mutter, welche von der Elfenbeinküste in den 1980er Jahren nach Paris kam. Weitere Themen: «Exil ist für mich keine Option» – der Autor Khaled Khalifa - «Un petit frère» – der Kinofilm von Léonor Seraille
    26 min
  • Saxophonist Nat Su und Theaterregisseurin Marina Davydova
    Das Theater steht in Russland unter besonderem Druck. Die russische Theaterregisseurin Marina Davydova lebt seit Kriegsbeginn im März 2022 in Europa und bringt in ihrem neusten Stück die sowjetische Geschichte multiperspektivisch auf die Bühne.
    Direkt nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine musste die oppositionelle Theatermacherin Marina Davydova ihre Heimat verlassen. Ihr Stück «Museum of uncounted Voices» ist eine Konfrontation mit unterschiedlichen historischen Narrativen, die von der Sowjetunion bis in die Gegenwart reichen.
    Der Saxophonist Nat Su ist eine singuläre Figur in der Jazz-Szene – einerseits ist er ein äusserst bescheidener Mensch, der sich nie in den Vordergrund drängt, andererseits ist seine Strahlkraft als Saxophonist und Dozent so gross, dass er mittlerweile ein regelrechter Guru ist in der Jazzszene. Wie hat er das geschafft? Darüber reden wir in Künste im Gespräch mit dem Studenten von Nat Su, der inzwischen mit ihm gemeinsam eine Band hat. Weitere Themen: Stiller Guru mit grosser musikalischer Strahlkraft - Theatermacherin Marina Davydova: Der Kampf um Identität(en)
    28 min

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«Künste im Gespräch» nimmt aktuelle Ereignisse, Publikationen und Veranstaltungen auf und ordnet sie kritisch ein.

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