Künste im Gespräch

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Französischer Politthriller und anspruchsvolle Übersetzung
    Wie ein Gewaltopfer zur Täterin gemacht wird und sich erfolgreich dagegen wehrt, thematisiert der französische Kino-Politthriller «La syndicaliste». Und wie ein experimenteller Text in eine andere Sprache übertragen werden kann, zeigt ein Übersetzungs-Duo von Kim l'Horizons Buch «Blutbuch».
    Der französisches Politthriller «La syndicaliste» des Regisseurs Jean-Paul Salomé mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle kommt ins Kino. Er erzählt die reale Geschichte der Gewerkschafterin Maureen Kearney. Sie erlitt sexuelle Gewalt, wurde zur Täterin gemacht, bis sie sich schliesslich vor Gericht erfolgreich dagegen wehrte.
    Der Roman «Blutbuch» von Kim de l'Horizon gewann 2022 den Deutschen und den Schweizer Buchpreis und soll jetzt in viele Sprachen übersetzt werden. Doch die experimentelle literarische Sprache stellt für jene, die das Werk übersetzen, eine besondere Herausforderung dar. Weitere Themen: «La syndicaliste» mit Isabelle Huppert - Kim de l'Horizons «Blutbuch» übersetzen: Geht das überhaupt?
    28 min
  • «Garden Futures» und «Sturz in die Sonne»
    Gärten sind nicht einfach ein Stück angelegte Natur. Die Ausstellung «Garden Futures» spürt der Kulturgeschichte des Gartens nach. C. F. Ramuz ist zwar einer der bekanntesten französischsprachigen Autoren des Landes. Doch sein Roman «Sturz in die Sonne» ist erst jetzt auf Deutsch erschienen.
    Was Gärten alles leisten, zeigt die Ausstellung «Garden Futures. Designing with Nature» im Vitra Museum in Weil am Rhein. Von repräsentativen königlichen Parkanlagen bis hin zur funktionalen Gartenlandschaft in den von Hitze bedrohten Grossstäten der Gegenwart reicht diese kulturhistorische Schau. Zu diesem Thema passt «Sturz in die Sonne», wie Charles Ferdinand Ramuz' Klimaroman aus dem Jahr 1922 in der ersten Übersetzung auf Deutsch nun heisst. «Présence de la mort» lautete der Originaltitel des hundertjährigen Texts, der sich erschreckend aktuell liest. Weitere Themen: Zwischen Sehnsuchtsort und Überlebensstrategie: «Garden Futures» - Wiederentdeckung: Ein Klimaroman von C. F. Ramuz
    28 min
  • György Ligeti zum 100. und «Roter Himmel» von Petzold
    György Ligeti hat musikalisch neue Welten erschlossen. Z.B. im Science-Fiction-Film «2001 - A Space Odyssey» von Kubrick. Zu Ligetis 100. Geburtstag blicken wir in seinen Nachlass. Und wir sprechen mit Christian Petzold über seinen neusten Film «Roter Himmel».
    Der Komponist György Ligeti ist Vielen bekannt durch seine Musik im Science-Fiction-Film «2001 – A Space Odyssey» von Stanley Kubrick. Und das passt ganz gut, denn Ligeti hat mit seiner Musik immer neue Welten erschlossen. Man kann seine ausgetüftelte Musik gut als Spiel der Formen und Farben hören. Ligeti, selbst Synästhetiker, hat sich mehrfach dazu geäussert. Der Direktor der Basler Paul-Sacher-Stiftung, wo Ligetis Nachlass liegt, gewährt in der Sendung überdies Einblicke in die Handschriften und Skizzen des Komponisten.
    Drei Jahre nach seiner «Undine» bringt Christian Petzold heute den zweiten Teil seiner neuen Liebes-Trilogie ins Kino. Ein Sommer an der Ostsee prägt vier junge Menschen, schwebend zwischen tragischer Komik und romantischer Verstocktheit. «Roter Himmel» heisst der Film; im Februar bekam Petzold dafür den Grossen Preis der Berlinale-Jury. Michael Sennhauser hat sich mit dem 63-jährigen Meister seiner Klasse über seinen zwanzigsten Film in eigener Regie unterhalten. Weitere Themen: György Ligeti zum 100. - Im Kino: «Roter Himmel» von Christian Petzold
    29 min
  • Ein erfolgreiches Debut und die Kraft des Singens
    In der Romandie und in Frankreich war das Debut der Walliser Autorin Sarah Jollien-Fardel ein grosser Erfolg. Nun ist die deutsche Übersetzung da. Ein integratives Chorprojekt bringt Menschen aus der Ukraine und der Schweiz zusammen.
    Gewalt und Tod sind persönliche Obsessionen der Walliser Autorin Sarah Jollien-Fardel. In ihrem Debutroman «Lieblingstochter» erzählt sie von dramatischen Ereignissen, die sie als Kind in einem Bergdorf im Wallis geprägt haben.
    Gemeinsames Singen hat eine verbindende Kraft, denn beim Singen schüttet unser Gehirn Glückshormone aus. Diese Tatsache macht sich das integrative Chorprojekt PERESPIV zu Nutzen und lädt ukrainische Schutzsuchende und Einheimische wöchentlich zum gemeinsamen Singen. Weitere Themen: «Ich wollte schon immer über Gewalt schreiben» - Der Chor als Werkzeug für Zusammenhalt
    26 min
  • Von Roboterarbeitern und übermenschlichem Celloklang
    Wer ist der erfolgreichste Filmmusiker der Schweiz, der mit seinem Cello legendäre Soundtracks geschaffen hat? Ein Besuch bei Martin Tillman. Wie lebt es sich als Clickworker, wenn Roboter die Existenz bedrohen? Filmemacher Natan Castay erzählt in «En attendant les robots» von seinen Erfahrungen.
    Seit Martin Tillman vor über 30 Jahren nach Hollywood zog, hat er bei über 100 Soundtracks mitgearbeitet. Zu seinen Erfolgen zählen «Bridget Jones» oder «Pirates of the Caribbean». Jetzt lebt der Musiker mit dem E-Cello wieder in der Schweiz und verfolgt unter anderem mit «Superhuman» auch eigene Bühnenprojekte.
    Clickworker machen zum Beispiel Gesichter auf Google Streetview unkenntlich. Bald übernimmt die künstliche Intelligenz diese Arbeit. Der Belgier Natan Castay zeigt in «En attendant les robots» am Dokumentarfilmfestival in Nyon, welche Erfahrungen er als Clickworker gemacht hat. Weitere Themen: Martin Tillman und sein Cello: «Die Geheimwaffe Hollywoods» - Irrwitziger Film zu Clickworking: «En attendant les robots»
    29 min
  • Klang der Engel und literarische Überfliegerin
    Engel spielen Rabab. Das suggerieren Darstellungen aus dem Mittelalter. Wegen eines Forschungsprojekts erklingt das Streichinstrument von Neuem. Völlig aus der Zeit gefallen wirken die Geschichten der US-amerikanischen Bestsellerautorin Colleen Hoover. Doch damit trifft sie ins Schwarze.
    Wie klingt wohl Engelsmusik? Glaubt man Darstellungen aus dem Mittelalter und der Renaissance, so spielten Engel Rabab, ein Streichinstrument aus einem Holzkorpus mit Fellbespannung. Doch wie klingt dieses Engels-Instrument, das damals Teil des Musiklebens war? Der deutsche Gambist Thilo Hirsch hat das Rabab nun nachgebaut.
    Als wären es Arztromane vom Kiosk: So wirken die Geschichten der US-amerikanischen Autorin Colleen Hoover. Es geht um stürmische Liebe und leidenschaftlichen Sex. Warum sind die Bücher dennoch Bestseller? Christine Lötscher von der Uni Zürich erklärt das Phänomen. Weitere Themen: Rabab – das Instrument, das die Engel spielen - Colleen Hoover – die literarische Überfliegerin
    28 min
  • Weibliche Armut und reiche Musette
    Der Schweizer Autor Lukas Bärfuss erzählt eine Geschichte weiblicher Armut und der französische Akkordeonist Richard Galliano von der Wiederbelebung der Musette.
    Im neuen Roman «Die Krume Brot» erzählt Lukas Bärfuss die Geschichte einer jungen Italienerin, die in den 1970er-Jahren alleinerziehend in der Schweiz nach einem Ausweg aus der Armut sucht, einem Mann nach Italien folgt, ihr Kind verliert und sich im links-politischen Milieu einer Mailänder Kommune wiederfindet.
    Das Akkordeon ist sein Leben: Richard Galliano blickt auf sein reiches Musikerleben zurück und erzählt, wie sein Instrument nicht nur zum Beruf, sondern zur Berufung wurde und welche Rolle dabei sein Vater, ebenfalls Musiker, gespielt hatte. Weitere Themen: Lukas Bärfuss: Was Armut anrichtet - Richard Galliano: «Nicht mehr spielen? Das wäre mein Tod!»
    28 min
  • Starke Frauen in Comic und Film
    Die Graphic Novel «Amalia» erzählt aus einer humorvollen, feministischen Perspektive über individuelle und gesellschaftliche Erschöpfung. Der Schweizer Spielfilm «Foudre» ist ein gleichmassen naturalistisches wie hochsinnliches Plädoyer für eine weibliche Selbstbestimmung.
    Aude Picault ist eine der profiliertesten Comic-Autorinnen in Frankreich. Ihre Protagonistinnen sind authentische und vielschichtige Frauenfiguren nah am Alltag. Mit der Graphic Novel «Amalia» ist ihr wieder ein ebenso witziges wie dringliches Werk gelungen. Im Gespräch erzählt sie davon, was sie inspiriert und wie sie arbeitet.
    Der erste Spielfilm der in Genf geborenen Regisseurin Carmen Jacquier handelt von einer jungen Nonne um 1900. Nachdem sie die Klostermauern verlässt, wird die Entdeckung der eigenen Sexualität für sie zu einer spirituellen Erfahrung. Weitere Themen: Die Graphic Novel «Amalia» vereint Dystopie und Optimismus - Gott ist Sehnsucht, Gott ist Lust: Der CH-Spielfilm «Foudre»
    27 min
  • Schwarzer Stargeiger und Picasso zwischen Buchdeckeln
    Als Sohn einer Sklavin und eines Plantagenbesitzers errang sich Joseph Bologne höchstes Ansehen in der höheren Pariser Gesellschaft des 18. Jhd: als hervorragender Fechter und virtuoser Geiger. Und: Zum 50. Todestag von Pablo Picasso erscheint eine ganze Flut an Büchern: eine Auswahl.
    Joseph Bologne, Chevalier de Saint-George, war wegen seiner Hautfarbe zunächst ein Aussenseiter in der Pariser Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. Geboren auf der Karibikinsel Guadeloupe als Sohn einer Sklavin und eines Plantagenbesitzers erkämpfte er sich aber einen Platz in der High Society: als Komponist, Spitzenfechter und virtuoser Geiger.
    Der Name Picasso steht für Experimentierfreude, Wandelbarkeit und enormen Ruhm. Zu seinem 50. Todestag erscheinen verschiedene Bücher, die den Künstler und sein Werk näherbringen. Künste im Gespräch präsentiert eine Auswahl. Weitere Themen: Starfechter und Stargeiger - Männerfreunde und Kunstbetrachtungen: Neue Bücher über Picasso
    30 min
  • Tanz, Terror und Rachmaninoffs Villa
    Neues Kulturzentrum – Rachmaninoffs Villa Senar auf der Halbinsel Helfenstein wird eröffnet. Und: Tanz und Terror – davon erzählt die algerische Filmemacherin Mounia Meddour in ihrem neuen Film «Houria».
    Lange war unklar, was mit der idyllisch gelegenen Villa der Rachmaninoffs am Vierwaldstättersee passieren soll. Ende 2021 kam Bewegung in die Sache: der Kanton Luzern kaufte das Gebäude und will es mittels Stiftung in ein Kulturzentrum verwandeln. Wie genau und inwiefern das mit der Tradition des Hauses zusammenhängt, ist Thema für Künste im Gespräch.
    Wie auch: Mounia Meddour und ihre Filme. Die algerische Regisseurin realisierte zunächst Dokumentarfime. Für ihren ersten Spielfilm «Papicha» erhielt sie einen der begehrten französischen Filmpreise «Césars», nun kommt ihr zweiter Film in die Kinos. Weitere Themen: Endlich offen: Rachmaninoffs Villa am Vierwaldstättersee - Mounia Meddour: Filmemacherin in Algerien
    29 min

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«Künste im Gespräch» nimmt aktuelle Ereignisse, Publikationen und Veranstaltungen auf und ordnet sie kritisch ein.

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