Künste im Gespräch

Künste im Gespräch

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Das Böse in der Literatur und vom Muttersein als Primaballerina
    Ein Roman, der sich auf die Spur des Bösen macht. Und ein Dokumentarfilm, in dem eine Ballerina versucht Spitzentanz und Mutterschaft zu verbinden.
    Der Protagonist in Michael Köhlmeiers neuem Roman «Frankie» ist ein vierzehnjähriger Junge, der seinen Grossvater umbringt. Dieser ist selbst ein Verbrecher und sass 18 Jahre im Gefängnis. Im Werkstattgespräch erzählt der Autor über die Motivation und Entstehung des Romans.
    Die Filmemacherin Laura Kaehr ist zwischen Locarno und Cannes aufgewachsen und hat einen Dokumentarfilm über die Vereinbarkeit von Leben, Familie und Spitzentanz am Beispiel der Zürcher Primaballerina Giulia Tonelli gemacht: Ein eindrückliches Dokument aus dem internationalen Betrieb des Zürcher Opernhauses. Weitere Themen: «Frankie»: Michael Köhlmeiers Roman über Schuld und Unschuld - Dokumentarfilm «Becoming Giulia» – Primaballerina und Mutter
    27 min
  • Alte Meister und Tschaikowskys Ehefrau
    Seine letzte Ausstellung fürs Amsterdamer Reichsmuseum bricht alle Besucherrekorde: Der Kurator Gregor Weber im Gespräch über die Faszination von Vermeer. Der russische Regisseur Kirill Serebrennikov widmet sich in seinem neuen Film der vergifteten Ehe von Tschaikowsky.
    Gregor Weber hat fast 25 Jahre lang die Abteilung Bildende Kunst im Amsterdamer Reichsmuseum geleitet. Nun verabschiedet er sich mit einer Übersichtsschau von Johannes Vermeer, die sämtliche Besucherrekorde bricht. Im Abschiedsinterview spricht er über seine Faszination für die Alten Meister.
    Im Kino-Spielfilm «Tschaikovskys Wife» geht es um die vergiftete Ehe zwischen Tschaikovski und seiner Gattin. Sie soll dem homosexuellen Komponisten das Leben zur Hölle gemacht haben. Der russische Regisseur Serebrennikov hat aus dem Stoff ein opulent-abstraktes Drama über Hassliebe und Wahnsinn gemacht. Weitere Themen: Abschied vom Reichsmuseum mit fulminanter Vermeer-Ausstellung - Szenen einer vergifteten Ehe: Wer war Tschaikowskys Gattin?
    29 min
  • Einsamkeit in Japan und Hannah Villigers Selbsterkundungen
    Gibt es Wege aus der Einsamkeit? Ja, meint die österreichische Autorin Milena Michiko Flasar in ihrem Roman «Oben Erde, unten Himmel». Und wir besuchen die rätselhaften Körperlandschaften der Fotografin Hannah Villiger.
    Die österreichische Autorin Milena Michiko Flasar schreibt in ihrem Roman «Oben Erde, unten Himmel» über den einsamen Tod. Ein Phänomen, das in Japan seit den 1980er Jahren akut ist. Doch kann Literatur aus der Einsamkeit hinausführen? Ja, meint die Autorin mit japanischen Wurzeln. Sie glaubt an die Macht der Empathie.
    Und dann widmen wir uns der Fotografin Hannah Villiger. Mit ihrer Sofortbildkamera unternahm sie radikale Selbsterkundungen. Nun zeigt das Muzeum Susch eine erste grosse Einzelschau der wegweisenden Schweizer Künstlerin seit 15 Jahren. Weitere Themen: Der einsame Tod - Hannah Villiger: Der eigene Körper als Experimentierfeld
    28 min
  • Soziale Herkunft im Design und komische Lyrik nur zum Lesen
    Warum die soziale Herkunft in der Designwelt eine Rolle spielt, untersucht die Historikerin Paola De Martin. Welche Texte nur gelesen funktionieren, untersuchte die deutsche Kabarettistin Uta Köbernick mit komischer Lyrik.
    Was passiert, wenn eine Frau aus der Arbeiterschicht sich in der Designwelt nicht zugehörig empfindet? Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Recherchen hat die Textildesignerin und Historikerin Paola De Martin dazu ihr Buch «Give Us a Break! Arbeitermilieu und Designszene im Aufbruch» verfasst.
    Texte, die ohne Musik und Vorlesen funktionieren – das war das Ziel der deutschen Liedermacherin, Kabarettistin und Schauspielerin Uta Köbernick. Obs ihr gelungen ist, steht in ihrem Buch «Das Glück steht mir nicht im Weg – Komische Lyrik und anderes». Weitere Themen: Soziale Herkunft und Design – Paola De Martins Recherche - «Das Glück steht mir nicht im Weg» – Uta Köbernicks erstes Buch
    30 min
  • Erstklassiger Raum, erstklassige Songs
    Im Centre Pompidou in Paris ist der «Espace de projection» mit seiner ausgeklügelten Akustik wieder in Betrieb, und die Songs des stillen Beatles George Harrison überzeugen bis heute.
    Der «Espace de projection» der Stararchitekten Renzo Piano und Richard Rogers ist nach einer langen Renovationszeit wieder eröffnet worden. «Künste im Gespräch» geht der Frage nach, inwiefern der Konzertraum mit Baujahr 1978 für die Musik der Moderne ausgerüstet ist.
    Neben erstklassigen Räumen spielt gelungene Architektur auch in Pop-Songs eine wichtige Rolle. Der Beatles-Fan und Jazz-Pianist Hans Feigenwinter erklärt die Baupläne einiger Songs des «stillen» Beatles George Harrison und greift in die Tasten. Weitere Themen: Unterirdischer Konzertsaal für elektronische Musik - Die guten Songs des stillen Beatles George Harrison
    26 min
  • Eine gewalttätige Frau im Film und Nina Simone als Aktivistin
    Gewalt, die von einer Frau ausgeht: im Westschweizer Spielfilm «La ligne». – Nina Simone (1933–2003) war nicht nur Sängerin und Pianistin, sondern auch Bürgerrechtsaktivistin. Was kann man heute von ihr lernen?
    Ursula Meier («Home») bleibt sich und ihren sehr eigenwilligen Familienkonstellationen auch mit diesem Film treu. Allerdings geht die Anlage mit einer gewalttätigen zentralen Frauenfigur weiter als ihre bisherigen Filme. Zudem arbeitet sie auch in ihrem neuen Werk mit einer aussergewöhnlichen Hauptdarstellerin.
    «My Baby Just Cares For Me» ... Nina Simone war eine aussergewöhnliche Jazz- und Blues-Interpretin, und sie hat sich zeitlebens gegen den Rassismus eingesetzt, der ihr als Afroamerikanerin entgegenschlug. Weitere Themen: «La ligne»: Subtile weibliche Gewaltspräzision von Ursula Meier - Von Nina Simone inspiriert – mit Dringlichkeit gegen Rassismus
    28 min
  • Geschichten über und gegen Rassismus
    Mit Theater macht die Brasilianerin Christine Jatahy Politik: Auch mit «Depois do silêncio (Nach der Stille)» am Schauspielhaus Zürich. Was können Geschichten im Kampf gegen Willkür ausrichten? Sehr viel, meint die chinesisch-amerikanische Autorin Celeste Ng im Roman «Unsre verschwundenen Herzen».
    Die brasilianische Theaterregisseurin Christiane Jatahy verknüpft in ihren genreübergreifenden Inszenierungen gerne Klassiker mit heutigen Ungerechtigkeitserfahrungen. Auch am Schauspielhaus Zürich. Ein Gespräch über ihre Arbeit.
    Die chinesisch-amerikanische Autorin Celeste Ng schreibt in ihrem Roman «Unsre verschwundenen Herzen» über Geschichten, welche ein rassistisches Gesetz bekämpfen können. An die Macht der Literatur glaubt auch die Autorin. Weitere Themen: Das politische Theater der Basilianerin Christiane Jatahy - Die Worte gegen Willkür der US-amerikanischen Autorin Celeste Ng
    26 min
  • Der Traum vom Sozialismus und von Theater für alle
    Sie träumten vom Sozialismus, bis er scheiterte. Eine Biografie beschreibt die Leben der drei DDR-Schriftstellerinnen Christa Wolf, Brigitte Reimann und Maxie Wander. Theater kann und soll alle Menschen abbilden. Deswegen hat das Schauspielhaus Zürich eine Diversitätsagentin eingestellt.
    Drei der bekanntesten Schriftstellerinnen der DDR brannten für den Sozialismus und glaubten an das Versprechen einer besseren Welt: Christa Wolf, Brigitte Reimann und Maxie Wander. Eine Biografie der ostdeutschen Historikerin Carolin Würfel untersucht, was sie dazu antrieb.
    Gerade Theater soll sich der veränderten Gesellschaft anpassen. Deswegen hat das Schauspielhaus Zürich die Diversitätsagentin Yuvviki Dioh angestellt. Ihre Aufgabe: Theater für alle. Wie ist das zu erreichen? Weitere Themen: Sie träumten vom Sozialismus: Biografie über DDR-Autorinnen - Sie will Theater für alle: Die Diversitätsagentin Yuvviki Dioh
    28 min
  • Theaterkollektiv im Museum und Comiczeichner im Tibet
    Zwei herausragende und ungewöhnliche Ausstellungen sind zurzeit in Solothurn und Basel zu sehen. Das Kunstmuseum Solothurn zeigt Arbeiten des Theaterkollektivs «Rimini Protokoll», und das Cartoonmuseum Basel erweist einem der Grossen des Comics die Reverenz: dem Westschweizer Cosey.
    Das Theaterkollektiv «Rimini Protokoll» ist in den letzten 20 Jahren zu einem Markenzeichen für Projekte geworden, die den geschützten Bühnenraum verlassen und immer neue Perspektiven auf die Wirklichkeit werfen. Nun ist ihnen im Kunstmuseum Solothurn eine Werkschau gewidmet.
    Dem Westschweizer Comiczeichner und -szenaristen Cosey widmet das Cartoonmuseum Basel derzeit eine umfassende Ausstellung. Tibet, Italien, die USA, das Wallis und sogar Micky Maus treten hier auf. Sehr oft mit dabei: die Figur Jonathan, ein Alter Ego des 1950 in Lausanne geborenen Cosey. Weitere Themen: Rimini Protokoll: Wenn ein Theaterkollektiv im Museum landet - Comicautor Cosey: Auf Sinnsuche in den Bergen
    27 min
  • Neu inszenierte Erfolgsmusicals und Pionierlieder
    Die Übernahmen von Erfolgsmusicals werden in ausgeklügelten Verträgen geregelt. Damit sind der künstlerischen Gestaltung enge Grenzen gesetzt. Mehr Gestaltungsraum gibt es jedoch bei den Neuinszenierungen israelischer Pionierlieder, die von namhaften Komponisten künstlerisch neu erarbeitet wurden.
    Mit einer neuen Mischung aus Jazz und lateinamerikanischer Musik schrieb Leonard Bernstein 1957 mit «West Side Story» Musicalgeschichte. Seit Kurzem ist der Musical-Klassiker auf Welttournee und macht auch in der Schweiz halt. Seit der Uraufführung gab es kaum noch Veränderungen an der Original-Inszenierung und auch der jetzige Regisseur Lonny Price belässt die «West Side Story» überraschend ursprünglich. Woran das liegt, thematisiert Künste im Gespräch ebenso wie den erweiterten Gestaltungsraum, den namhafte Komponisten im Umgang mit israelischen Pionierliedern ausfüllen. Weitere Themen: Erfolgsmusicals und die Lizenz zur Neuinszenierung - Ein Liederbuch für Israel
    28 min

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«Künste im Gespräch» nimmt aktuelle Ereignisse, Publikationen und Veranstaltungen auf und ordnet sie kritisch ein.

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