Künste im Gespräch

Künste im Gespräch

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Janis Joplin und der tanzende Witwer
    Am 19.1.1943 kam in Texas Janis Lyn Joplin zur Welt. Sie wurde der erste weibliche Rockstar und bleibt trotz ihres frühen Todes eine Referenz. Und: Mit massiver Fürsorge wird der verwitwete Rentner Germain von seinen Kindern bedrängt. Doch er verfolgt ein anderes Projekt.
    Spätestens seit dem Woodstock-Festival von 1969 kannten sie alle Rock-Begeisterten der Welt: Janis Joplin, die im Jahr darauf an einer Überdosis Heroin starb. Sie war der erste weibliche Rockstar und ist bis heute eine feministische Leitfigur.
    Im Film der Westschweizer Regisseurin Delphine Lehericey entkommt ein frisch verwitweter 75-Jähriger seinen Kindern, die ihm ein gesundes Leben aufnötigen wollen, indem er sich anstelle seiner verstorbenen Frau für eine Rolle in einem Tanz-Ensemble bewirbt. Weitere Themen: Happy Birthday Janis Joplin! - Filmbijou aus der Romandie: «Last Dance» oder der tanzende Witwer
    26 min
  • Barocke Schätze und Kino als Ehetherapie
    In Basel sind seit zehn Jahren regelmässig unbekannte musikalische Werke aus der Barockzeit zu hören. Und: Mehr als ein Herzensprojekt: der Film «Le otto montagne» aus Belgien.
    35'000 Besucherinnen und Besucher haben im vergangenen Jahrzehnt an den Abendmusiken Basel die unbekannten Musikwerke gehört, die der Organist Jörg-Andreas Bötticher und sein Team jeden Monat in die Predigerkirche bringen. Sie heben ungeahnte Schätze aus der Vergangenheit.
    Das belgische Ehepaar Felix van Groeningen und Charlotte Vandermeersch ist mit seinem Kinofilm «Le otto montagne» an seine Grenze gegangen. Die Arbeit am Film stellte ihre Ehe hart auf die Probe. Weitere Themen: Die Abendmusiken Basel heben musikalische Schätze der Barockzeit - «Le otto montagne» – Kinofilmregie als Ehetherapie
    29 min
  • Die Nationaloper im Elsass und besondere Töne von der Stange
    Die Opernhäuser von Strasbourg, Colmar und Mulhouse haben sich vor 50 Jahren zur Opéra du Rhin zusammengeschlossen – das hat viele Vorteile, offenbart aber auch Schwächen. Und: Nicht immer war Library Music billige Kommerz-Musik. Rückblick auf das goldene Zeitalter der sog. «Musik von der Stange».
    Vor 50 Jahren schlossen sich die Opernhäuser von Strasbourg, Colmar und Mulhouse zur Opéra du Rhin zusammen. So bewahrten sich die drei Städte ihre Theater, profitieren vom gegenseitigen Austausch und wurden 1997 vom französischen Staat zur Nationaloper gekürt. Ein Erfolgsmodell mit Tücken.
    Library Music wird oft in TV, Film, Werbung, Videospielen oder Imagefilmen verwendet. Aber: Library Music muss deshalb nicht zwingend austauschbar und billig klingen. In den 1960ern und 70ern wurden viele liebevoll komponierte Library Songs produziert, von denen heute einige Kultstatus haben. Weitere Themen: 50 Jahre unter drei Dächern: Die Opéra national du Rhin - Library Music – Musik von der Stange und doch mehr
    30 min
  • Das Geheimnis der Farben und von Morricones Filmmusik
    Sie tragen klingende Namen wie Kobaltblau oder Bleiweiss. Ein Kompendium erzählt nun die Geschichte der Farben und der Farbherstellung. Seine Musik ist der Sound des Kinos seit dem 20. Jahrhundert: Ennio Morricone erzählt in einem Dokumentarfilm aus seinem Leben von seiner Leidenschaft für Musik.
    «Das Farbenbuch» porträtiert insgesamt 367 Pigmente und Farbstoffe. Im Buch des Malers Stefan Muntwyler, des Chemikers Juraj Lipscher und des Grafikers Hanspeter Schneider zeigt sich, wie sich die Entwicklung der Farbherstellung seit der Steinzeit in der Kunst niederschlägt.
    Ob Sergio Leones «Spiel mir das Lied vom Tod» oder Quentin Tarantinos «The Hateful Eight»: Ennio Morricone (1928-2020) hat die Musik zu rund 500 Filmen geschrieben. Was das Geheimnis seiner Melodien war, versucht der Dokumentarfilm «Ennio Morricone – Il Maestro» zu ergründen – und der Schweizer Filmkomponist Niki Reiser. Weitere Themen: «Das Farbenbuch»: Wie die Malerei immer farbiger wurde - Ennio Morricone und das Geheimnis seiner Filmmusik
    28 min
  • Endo Anaconda zu Albert Anker und ukrainisches Theater in Zürich
    Endo Anaconda entpuppt sich im jüngsten Dokumentarfilm von Heinz Bütler als Sucher und Finder auf den Spuren des Malers Albert Anker. Und «Bad Roads» gilt als ukrainische Theaterstück der Stunde. Slavistin Anna Hodel erklärt, welche Position «Bad Roads» innerhalb der ukrainischen Theaterszene hat.
    «Albert Anker - Malstunden bei Raffael» heisst der Dokumentarfilm von Heinz Bütler, in dem der im März verstorbene Endo Anaconda sich mit Anker-Kennerinnen, -Verwandten und -Begeisterten kenntnisreich und leidenschaftlich über diesen Schweizer Maler ausstauscht. Im Haus des Malers, in seinem Atelier, inmitten seiner Bibliothek.
    Obwohl schon vor ein paar Jahren geschrieben, erlebt das Theaterstück «Bad Roads» von Natalia Vorozhbyt gerade einen Höhenflug als Text über den aktuellen Krieg in der Ukraine. Das Stück steht in der Tradition des dokumentarischen Theaters, das die Theaterszene in der Ukraine seit 2014 stark verändert hat. «Bad Roads» kommt als Gastspiel im Dezember ans Schauspielhaus Zürich. Weitere Themen: Kinobegegnung: Albert Anker – mit Endo Anaconda - «Bad Roads»: Das ukrainische Theaterstück der Stunde
    28 min
  • Farben als Licht und Musik als Leben
    Hinterglasmalerei, die leuchtet: Wie die Künstlerin Silvia Gertsch aussergewöhnliche Lichtstimmungen in Alltagsszenen einfängt. Musik, die von Geheimdiensten und gescheiterten Revolutionen erzählt: Autor Juri Andruchowytsch schickt im Roman «Radio Nacht» einen früheren Rockmusiker quer durch Europa.
    Die Künstlerin Silvia Gertsch benutzt bei der Hinterglasmalerei ihre Farben, als wären sie in Licht getaucht. Sie nutzt die alte und traditionelle Maltechnik, um alltägliche Situationen zu zeigen.
    Ein ehemaliger Rockmusiker kommentiert als Radio-Moderator sein Leben entlang seiner Lieblingsmusik. Dieses war im neuen Roman des ukrainischen Autors Juri Andruchowytsch geprägt von einer Odyssee quer durch Europa wegen seiner Beteiligung an einer gescheiterten Revolution. Weitere Themen: Silvia Gertsch: Gemaltes Licht - «Radio Nacht»: Ein Musikroman von Juri Andruchowytsch
    29 min
  • Benno Besson und Sehnsüchte im «Rotzloch»
    Der Jahrhundertkünstler Benno Besson würde dieses Jahr seinen Hundertsten feiern; dies der Anlass für eine Ausstellung, die derzeit durch die Schweizer Theaterfoyers tourt. Und im Dokumentarfilm «Rotzloch» geht es um die Sehnsüchte, Ängste und Erwartungen junger Geflüchteter.
    Benno Besson (1922-2006) war einer der Grossen des europäischen Theaters: Brecht-Schüler der ersten Stunde, aber nicht dessen Gralshüter, ein Grenzgänger zwischen Ost und West, zwischen deutscher und französischer Sprach- und Theaterkultur. Zu seinem hundertsten Geburtstag tourt bis November 2023 eine Ausstellung durch die Schweizer Theaterfoyers, die den Jahrhundertkünstler in seinem historischen Umfeld verortet.
    «Rotzloch» heisst ein Ort in der Innerschweiz. In Rotzloch sind Geflüchtete untergebracht, Asylbewerber, vorwiegend junge Männer. «Rotzloch» heisst aber auch der Dokumentarfilm, den Maja Tschumi über vier dieser jungen Männer gemacht hat. Über ihre Sehnsucht nach Begegnungen, Liebe und Sex, über ihre Ängste und Erwartungen. Weitere Themen: Benno Besson zum Hundertsten - «Rotzloch» – ein Dokumentarfilm über Sehnsucht und Geflüchtete
    26 min
  • Sängerinnen unter sich! Und: der Fotograf einsamer Menschen
    Die Rapperin Big Zis und die Jazzsängerin Marianne Racine prägen das Schweizer Musikleben. Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken beide im Gespräch. Und: Ausstellung des Fotografen Josef Koudelka im Photo Elysée, Lausanne.
    Was kann Improvisation? Und welche No-Goes gelten eigentlich noch – im Leben und auf der Bühne? Zwei Fragen, welche die Sängerinnen Big Zis und Marianne Racine bei ihrer Begegnung besprechen. Ausserdem: Was kann ein Bild? Die neue Ausstellung im Photo Elysée zeigt die erste Überblicksausstellung in der Schweiz seit 1977 über das Werk von Josef Koudelka. Weitere Themen: Zwei Generationen, zwei Genres: Big Zis trifft Marianne Racine - Josef Koudelka: Der Chronist der inneren Einsamkeit
    27 min
  • Stuntfrauen und Literatur-Liebespaare
    Prügel einstecken, vom Auto überfahren und erwürgt. Wie bereiten sich Stuntfrauen darauf vor? Der Dokumentarfilm «Cascadeuses» rückt die Stuntfrauen ins Zentrum. Und wie leben, lieben und schreiben eigentlich Schriftstellerpaare?
    Sie lassen sich anfahren, verprügeln, die Treppe runterstossen oder erwürgen: Die Stuntfrauen beim Film verkörpern viel häufiger reine Opfer als ihre männlichen Kollegen. Warum das so ist und wie die professionellen Darstellerinnen damit umgehen, dafür interessiert sich der Schweizer Dokumentarfilm «Cascadeuses» von Elena Avdija.
    Über Schriftstellerpaare kursieren ganz gegensätzliche Vorstellungen: vollkommene Symbiose einerseits und leidvolle Konkurrenz andererseits. Zwei Paare, die es wissen müssen, sind Monika Helfer und Michael Köhlmeier sowie Julia Weber und Heinz Helle. Die beiden Schriftsteller-Ehepaare sprechen über Intimität – sowohl in der Beziehung wie auch beim Schreiben. Weitere Themen: Dokfilm «Cascadeuses»: Stuntfrauen, Heldinnen, Opfer - Liebe und Leiden von Schriftstellerpaaren
    27 min
  • Die Rolle von Songs bei Protesten und von Schmuck beim Hip Hop
    Exil-iranische Musikerinnen und Musiker unterstützen mit ihrer Stimme die Proteste in ihrer Heimat. Das hat Tradition. Jede Bewegung hat ihren Soundtrack. Je mehr Bling Bling, umso potenter: Das ist Teil der Hip Hop-Kultur. Eine Buchpublikation zeichnet diese Entwicklung und seine Bedeutung nach.
    Das gemeinsame Singen von Protestliedern stärkt die Solidarität und sendet Botschaften in die Welt. Aktuell nutzen viele exil-iranische Musikerinnen und Musiker ihre Stimme, um die Menschen in ihrer Heimat zu unterstützen. Doch kann dies politisch etwas bewegen?
    Hip Hop ist eine Kultur – und zu ihr gehört auch auffälliger, echter Schmuck. Ob goldene Ringe mit Auto-Emblemen, Anhänger mit Anime-Figuren oder Grillz – Zahnspangen voller Edelsteine: Sie sind Ausdruck eines Lebensstils. Bling Bling eben. Im Buch «Ice Cold. A Hip Hop-Jewelry History» zeichnet Vikki Tobak seine Kulturgeschichte nach. Weitere Themen: Iran: Die Rolle der Musik bei den Protesten - Schmuck im Hip Hop: Warum Cardi B oder Jay Z Bling Bling tragen
    29 min

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