Künste im Gespräch

Künste im Gespräch

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Zwanghafte Schlusspunkte und Ohrwürmer aus fremden Sprachen
    Die chilenische Regisseurin Manuela Infante hinterfragt mit ihrer Arbeit Selbstverständlichkeiten, etwa jener, dass ein Theaterstück immer ein Ende haben muss. Und: Wie lassen sich Songs oder Chansons in Lieder übersetzen, so dass sie ihren ursprünglichen Ohrwurmcharakter behalten?
    Bei Geschichten will der Mensch entweder ein glückliches oder aber ein tragisches Ende. Die Natur aber ist zyklisch. Wie könnte ein Theaterstück aussehen, das sich wie eine Pflanze oder ein Stein verhält? Solchen komplexen Fragen stellt sich die chilenische Regisseurin Manuela Infante.
    Dass wir Literatur oft nicht in Originalsprache lesen, ist für uns selbstverständlich. Aber auch Songtexte werden übersetzt: zum Beispiel Beatles-Hits oder das ABBA-Musical Mamma Mia. Das ist eine eigene Kunst – denn neben dem Sinn muss auch der Rhythmus und Sound eines Liedes in der neuen Sprache stimmen. Weitere Themen: «Wie alles endet»: Manuela Infante und die Erfindung des Endes - Mehrsprachige Ohrwürmer: Songtexte und ihre Übersetzungen
    28 min
  • Der Blick von Ost nach West und schreibende Frauen im Exil
    Der deutsche Schriftsteller Gregor Sander dreht den Spiess des «armen Ostdeutschlands» um und besucht den «armen Westen» in Gelsenkirchen. Und: Wie erging es Schriftstellerinnen, die nach Hitlers Machteregreifung nach Grossbritannien geflohen sind? Ein neues Sachbuch gibt Auskunft.
    Der Schriftsteller Gregor Sander widmet sich in seinem Reisebericht «Lenin auf Schalke» dem kulturellen Graben zwischen Ost- und Westdeutschland: «Seit dreissig Jahren betrachtet der Westen den Osten. Jetzt ist es Zeit zurückzugucken». Ein ebenso ernsthafter wie humorvoller Bericht, der zeigt, dass es auch im Westen Orte gibt, die vergessen worden sind.
    Und: Manche von ihnen flohen gleich nach Hitlers Machtergreifung aus Deutschland: So die Berliner Schriftstellerin und Journalistin Gabriele Tergit. Ein neues Sachbuch zeigt auf, wie es ihr und anderen schreibenden Frauen im Exil ergangen ist. Weitere Themen: Gregor Sander: «Lenin auf Schalke» - Fremd: Gabriele Tergit und andere Autorinnen im britischen Exil
    27 min
  • Von «Kultureller Aneignung» und Klangveredelung
    «Kulturelle Aneignung» sorgt für hitzige Diskussionen. Musikjournalist Jens Balzer spricht sich in seinem neuen Buch für eine «Ethik der Appropriation» aus. Und: Eines der technisch modernsten Tonstudios der Welt steht in Wabern bei Bern; ein Blick hinter die Kulissen.
    Jens Balzer hat einen differenzierten Blick auf das Phänomen der «kulturellen Aneignung». Einerseits findet er es wichtig, marginalisierte Kulturen und Machtverhältnisse sichtbar zu machen. Andererseits könne Kultur ohne Aneignung nicht leben. In seinem neuen Buch fragt er nach den Bedingungen für eine respektvolle Aneignung von Kultur.
    Wie kann der Sound in Videospielen noch realistischer gestaltet werden? Und wie holen Ensembles bei einer Aufnahme die optimalen Klangfarben aus ihren Instrumenten heraus? Für all das hat der eidg. dipl. Physiklaborant Jürgen Strauss sein SE Musiclab gebaut. Ein Besuch in Wabern bei Bern. Weitere Themen: Plädoyer für eine Ethik der Aneignung - Verführerische Töne: Das SE Musiclab inszeniert Hören neu
    28 min
  • Vom Lügen und vom Sammeln
    Beim Davos Festival «Young Artists in Concert» stehen in diesem Jahr Musikstücke voller Lügen, Traumwelten und Märchen auf dem Programm. Und das Museum für Gestaltung Zürich will genauer wissen, was Sammlerinnen und Sammler zu ihrer Leidenschaft treibt.
    Wie steht es um das Flunkern in der Musik? Wo nennen wir eine wiederkehrende Melodie ein Zitat, wo ein Plagiat? (Wahre) Antworten darauf gibt es möglicherweise beim Davos Festival «Young Artists in Concert», denn hier stehen in diesem Jahr Musikstücke voller Lügen, Traumwelten und Märchen auf dem Programm.
    Die Tätigkeit des Sammelns ist wohl so alt wie die Menschheit selbst – was aber treibt Sammlerinnen und Sammler an? Das Museum für Gestaltung in Zürich macht sich auf Spurensuche. Weitere Themen: Alles nur geklaut: Musikalische Lügen beim Davos Festival - Collectomania: Sammeln, was das Zeug hält
    28 min
  • Scherenschnitte und ein schreibender Amerikaner in Marokko
    Scherenschnitte sind nicht nur Kinderkram oder reines Kunsthandwerk. Anne Rosat stellt ihre Kunstwerke aus Papier längst auch in Paris und New York aus. Und: Mit einer reich ausgestatteten Edition seines Theaterstücks «The Garden» ist der Schriftsteller und Komponist Paul Bowles neu zu entdecken.
    1969 fertigt Anne Rosat ihren ersten Scherenschnitt an, inspiriert von Werken der bekannten Künstler Johann Jakob Hauswirth und Louis Saugy. Gedacht als Geschenk für ihren Mann, katapultieren sie ihre ersten Scherenschnitte in eine unerwartete Karriere. Längst stellt Anne Rosat in Paris und New York aus.
    Sein stoischer Existentialismus zog Generationen von Sinnsuchenden an. Selber war der Exilamerikaner Paul Bowles (1910-1999) ein Leben lang unterwegs. In Marokko schrieb er 1967 das Theaterstück «The Garden», das jetzt erstmals auf Deutsch erschienen ist. Weitere Themen: Kunsthandwerk Scherenschnitt: Mehr als Alpaufzüge und Folklore - Existentialismus pur: Paul Bowles’ einziges Theaterstück
    28 min
  • 80 Jahre Peter Greenaway und feministischer Rap
    Das Zürcher Filmpodium widmet Peter Greenaway eine umfassende Retroperspektive, und die Rapperinnen Sookee und Gazal zeigen, was feministischer Hip-Hop ist.
    Peter Greenaway sagte es vor dreissig Jahren schon, und er sagt es auch heute noch: «Die grosse Tragödie des Kinos, und das hätte nicht sein müssen, besteht darin, dass wir bei Schreiber-Filmen gelandet sind. Dabei bräuchten wir Maler-Filme!» Im April wurde er achtzig Jahre alt und das Zürcher Filmpodium widmet ihm jetzt eine umfassende Retrospektive, zu deren Start er persönlich angereist ist. Michael Sennhauser hat ihn getroffen.
    In der Öffentlichkeit gilt Hip-Hop nach wie vor als Männerdomäne, als sexistisch, rassistisch und queerfeindlich. Wie viel Hip-Hop es abseits des Mainstreams gibt, in einer feministischen oder queeren Subkultur, bleibt häufig verborgen. Bis jetzt, denn die beiden Rapperinnen Sookee und Gazal machen mit einem umfangreichen Sammelband das ganze bunte Spektrum des Queer-Fem-Rap sichtbar. Zu Wort kommen zahlreiche Kolleg:innen, die über politische Kunst, kritische Männlichkeitsforschung und schwule Mädchen schreiben. Und zeigen: Hip-Hop ist für alle da, er ist offen, politisch und tolerant! Weitere Themen: Peter Greenaway – Filme malen nach Zahlen. Oder Periodentafeln - «Awesome HipHop Humans»: Wie Feminist:innen Rap feiern
    29 min
  • Thomas Mann virtuell, Stermann vor Ort
    Im Waldhaus Sils-Maria und im Lungensanatorium in Davos, ermöglicht RAUM+ZEIT virtuelle Begegnungen mit Thomas Mann, der mit beiden Orten verbunden war. Und der Fernsehkomiker Dirk Stermann redet über seinen Roman «Maksym», dessen Hauptfigur seinen eignen Namen trägt.
    Der Regisseur Bernhard Mikeska hat schon lange vor der Covid-Pandemie im Theater mit Virtual-Reality-Welten experimentiert. In zwei aktuellen VR-Installationen lädt er das Publikum ein, dem Schriftsteller Thomas Mann auf ungewohnte Art zu begegnen.
    In seinem jüngsten Roman «Maksym» tritt Fernsehkomiker Dirk Stermann nicht nur persönlich auf – oder jemand, der heisst wie er – sondern auch noch ein ukrainischer Türsteher als Babysitter. Ein Gespräch über Fiktion und Autofiktion und darüber, was passiert, wenn der Boxtrainer zum Roman inspiriert. Weitere Themen: Theater-Installation: Virtuelle Begegnung mit Thomas Mann - Dirk Stermann – «Maksym»
    29 min
  • Bushra El-Turk in Aix und Mummenschanz
    Das Festival Lyrique in Aix-en-Provence ist – mit Salzburg und Edinburgh – das wichtigste Opernfestival Europas. An drei Spielstätten lässt sich Spektakuläres entdecken, etwa die Uraufführung eines Werks von Bushra El-Turk. – Vor 50 Jahren traten Mummenschanz erstmals auf. Ein Rückblick.
    Von Sommerloch keine Spur: Benjamin Herzog reist für «Künste im Gespräch» nach Aix-en-Provence, um uns die Oper «Women at Point Zero» der libanesischen Komponistin Bushra El-Turk näherzubringen.
    Und Fabienne Naegeli taucht für uns ein in die wunderlich wortlose Welt von Mummenschanz, die aus Kostümen, Körper und schwarzem Hintergrund ihr eigenes Universum entwickelt haben. Weitere Themen: «Woman at Point Zero»: eine Oper aus der Todeszelle - 50 Jahre Mummenschanz
    28 min
  • Sommerfestivals und ein wiederentdeckter Autor
    Es ist Festivalzeit: Veranstalter kämpfen mit dem Fachkräftemangel. Und: Manuskripte aus der Schublade - die Wiederentdeckung des Autors Leonid Zypkin.
    An Konzerten und Festivals stehen vor allem die Künstler und Musikerinnen im Mittelpunkt. Damit diese aber überhaupt den Weg zu grossen Live-Auftritten finden, braucht es weitere Akteure: Busfahrerinnen, Backliner, Stagehands, Zeltbauer, Technikerinnen und Leute, die sich mit Planung und Management auskennen. Daran fehlt es. - Ein später Triumph über Diktaturen ist es, wenn Texte eines Autors nach Jahrzehnten an die Öffentlichkeit kommen und endlich Leserinnen und Leser finden. Dies geschieht zur Zeit mit dem Werk von Leonid Zypkin (1926-82), der in der Sowjetunion nicht publizieren durfte. Weitere Themen: «The Show must go on»: Sommerfestivals trotzen Personalmangel - «Die Winde des Ararat» – Leonid Zypkins Erzählung auf Deutsch
    28 min
  • Ukrainische Jazz-Band und ein Roman in Versform
    Die irische Jugendbuchautorin Sarah Crossan hat einen Roman für Erwachsene in Versform geschrieben. Und: Eine ukrainische Jugendjazzband brilliert auf Schweizer Bühnen – Die Mitglieder erzählen, wie es ihnen dabei geht.
    Eigentlich schreibt sie Kinder- und Jugendbücher – die mehrfach ausgezeichnete Irin Sarah Crossan. Nun legt sie mit «Verheizte Herzen» ihren ersten Roman für Erwachsene vor. Und wählt dafür ausgerechnet die Versform. Die First All Ukrainian Youth Jazz Band konnte im März durch eine Hilfsaktion ihr umkämpftes Land verlassen und spielt seither in der Schweiz Benefizkonzerte. Dabei sind die Band-Mitglieder hin- und hergerissen zwischen Leidenschaft für ihre Musik und Sehnsucht nach der Heimat. Weitere Themen: Eine ukrainische Jugendjazzband spielt auf Schweizer Bühnen - Sarah Crossans erster Roman für Erwachsene in Versform
    26 min

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«Künste im Gespräch» nimmt aktuelle Ereignisse, Publikationen und Veranstaltungen auf und ordnet sie kritisch ein.

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