Künste im Gespräch

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Von Schmuck im Hip Hop und klassischer Musik, die atmet und fliegt
    Je mehr Bling Bling, umso potenter: Das ist Teil der Hip Hop-Kultur. Eine Buchpublikation zeichnet diese Entwicklung und seine Bedeutung nach. Der Geiger Pekka Kuusisto spielt seine Stradivari dort, wo ihm die Musik entgegenbläst – Folk, Elektronik oder Heavy Metal.
    Hip Hop ist eine Kultur – und zu ihr gehört auch auffälliger, echter Schmuck. Ob goldene Ringe mit Auto-Emblemen, Anhänger mit Anime-Figuren oder Grillz – Zahnspangen voller Edelsteine: Sie sind Ausdruck eines Lebensstils. Bling Bling eben. Im Buch «Ice Cold. A Hip Hop-Jewelry History» zeichnet Vikki Tobak seine Kulturgeschichte nach.
    Der finnische Geiger Pekka Kuusisto ist aktuell Artist in Residence des Sinfonieorchesters Basel. Geboren ist er 1976 in einem musikalischen Elternhaus im finnischen Espoo. Wie er es anders machen will im klassischen Musikbetrieb und wo er Raum für Improvisation findet, erzählt er im Interview. Weitere Themen: Schmuck im Hip Hop: Warum Cardi B oder Jay Z Bling Bling tragen - Heavy Metal auf der Stradivari: Der Geiger Pekka Kuusisto
    28 min
  • Queere Musicals und ein Dirigierpädagoge treten ans Licht
    Queere Musicals fristeten im deutschsprachigen Raum ein Schattendasein. Das ändert nun ein Buch. Und: Dirigent und Pädagoge Johannes Schläfli ist ein Wegbereiter für Gendergerechtigkeit beim Dirigieren. Nur kennt ihn kaum jemand.
    In der anglo-amerikanischen Musicalszene sind LGBTQ-Stücke allgegenwärtig. Anders im deutschsprachigen Raum. Musikwissenschaftler Kevin Clarke ändert dies mit seinem Buch «Breaking Free». Er widmet sich darin der queeren Repräsentation auf den Musicalbühnen.
    Johannes Schläfli, Dirigent und Professor für Dirigieren an der Zürcher Hochschule der Künste, war massgeblich an der Veränderung der Gendergerechtigkeit im Dirigier-Metier beteiligt, Nun wird Johannes Schläfli pensioniert – aber ans Aufhören denkt er nicht. Weitere Themen: Queere Musicals – mehr als nur Kunstform einer Community - Dirigent im Schatten – Johannes Schläfli und seine Mission
    26 min
  • Bruno Cathomas Heimat und Fotos aus der Psychiatrie um 1900
    Wir treffen Bruno Cathomas zum Gespräch über sein Soloprogramm «Pesiden» – ein Stück über das Verschwinden von Heimat. Und wir werfen einen Blick in psychiatrische Einrichtungen der Schweiz um 1900.
    Bruno Cathomas ist ein Vollblutschauspieler, der in der Schweiz so bekannt ist wie im Ausland, auf der Leinwand so präsent wie auf der Bühne. Nun bringt er im Theater Chur ein Soloprogramm heraus: «Peiden» heisst es, wie das Dorf seiner Herkunft, das an einem Rutschhang liegt und am Verschwinden ist. Das Verschwinden wird auf der Bühne zum übergreifenden Symbol. Ein Gespräch über Heimat, Sprache, künstlerische und dörfliche Werdegänge hat Bruno Cathomas am Rand einer Probe.
    Das Kunstmuseum Thurgau beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Art Brut-Kunst. Jetzt zeigt es eine Ausstellung mit historischen Fotos aus psychiatrischen Kliniken in der Schweiz. Die Psychiatrie erlebte um 1900 einen grossen Modernisierungsschub. Man entwickelte erste Therapieformen und errichtete spezielle Kliniken. Fotografien aus Archiven verschiedener Kliniken geben Einblick in den Klinikalltag, zeigen aber auch, wie Patientinnen und Patienten zu diagnostischen Zwecken fotografiert wurden. Modernisierung und bizarre Vorstellungen von der Erblichkeit psychischer Probleme gehen in dieser Zeit Hand in Hand. Für die Ausstellung wurden zahlreiche Archive gesichtet, und viele Glasnegative als grosse Fotografien auf Papier abgezogen. Weitere Themen: «Peiden»: Ein sehr persönlicher Theaterabend von Bruno Cathomas - «Hinter Mauern»: Fotografische Einblicke in die Frühphase der Psychiatrie
    26 min
  • Seelen-Klezmer und Seifen-Filme
    Giora Feidman hat die Klezmer-Musik weltweit bekanntgemacht. Jetzt feiert er mit einer Welttournee sein 75. Bühnenjubiläum, auch in der Schweiz. – Und François-Henri Lavanchy-Clarke hat nicht nur den Kinematograph in die Schweiz geholt, er steht auch für die ausgehende Belle Époque.
    Für Giora Feidman kann Musik Menschen, Kulturen und sogar ganze Länder miteinander verbinden. Feidman hat Klezmer bekannt gemacht, ist aber auch im sinfonischen Jazz zu Hause, im Tango oder in der Wiener Klassik. Jetzt feiert er mit einer Welttournee sein 75. Bühnenjubiläum und macht auch in der Schweiz Halt.
    In einem französischen Filmarchiv werden fast 50 Filmrollen der frühesten gefilmten Schweiz entdeckt. Gedreht hat sie um 1900 der schillernde Medienpionier, Werbemann und Philanthrop François-Henri Lavanchy-Clarke. Seine Geschichte erzählt, wie in der Schweiz die Bilder laufen lernten und zum ersten Mal ins Kino kamen. Weitere Themen: Klezmermusiker Giora Feidman: Musik als Sprache der Seele - Lichtspieler ­– Wie Lavanchy-Clarke die Schweiz ins Kino holte
    28 min
  • Kürzestgeschichten und Arpilleras
    Der Innerschweizer Autor Roland Humair lässt in nur 100 Zeichen fantastische und fantasievolle Welten entstehen. Gestickte Patchwork-Handarbeiten aus Chile erzählen von der Diktatur und Widerstand.
    Sie sind mal witzig, mal traurig, mal absurd, und der Autor Roland Humair nennt sie «Huzei». Er hat bereits drei kleinformatige Büchlein mit solchen Kürzestgeschichten publiziert.
    Jüngere chilenische Frauen entdecken das typisch chilenische Kunsthandwerk ihrer Mütter und Grossmütter wieder und demonstrieren mit gestickten Arpilleras für ihre politischen Ansichten. Weitere Themen: Kürzestgeschichten aus hundert Zeichen lassen Welten entstehen - Arpilleras: Sticken als chilenische Form des Widerstands
    28 min
  • Erfolgreiches Klavierduo und ein Politthriller
    Als Klavierduo Jussen haben die beiden Brüder Lucas und Arthur Jussen international Erfolg. Was zeichnet sie aus? – Eveline Widmer-Schlumpf wird zur Bühnenfigur in einem Politikthriller im Zürcher Theater Neumarkt.
    Die Brüder Lucas und Arthur Jussen galten als Wunderkinder. Heute treten sie als Klavierduo Jussen international erfolgreich auf. In ihrem neuen Album «Dutch Masters» machen sie sich für ein weitgehend unbekanntes Repertoire aus ihrer Heimat, den Niederlanden, stark.
    Es war eine Sensation im Dezember 2007 als Christoph Blocher abgewählt und Eveline Widmer-Schlumpf in den Bundesrat gewählt wurde. Mit diesem spektakulären Moment der Schweizer Politikgeschichte beschäftigt sich der Regisseur Piet Baumgartner in einem Theaterabend mit dem Titel «EWS – der einzige Politthriller der Schweiz». Weitere Themen: Ein starkes Team: Lucas und Arthur Jussen - Von der Politbühne ins Theater: Eveline Widmer-Schlumpf
    28 min
  • Vom Zauber guter Filmmusik
    Seit 60 Jahren erobern James Bond-Titelsongs die Charts. Was steckt hinter dem Erfolgsgeheimnis, welche musikalischen Trends spiegeln sich darin? Und: 2016 nahm Rachel Portman als erste Frau einen Oscar für beste Filmmusik entgegen. Ihre ersten Stücke komponierte sie mit 13 Jahren. Ein Porträt.
    «Goldfinger», «A view to kill», «No time to die» - Die Titelsongs der Filmreihe rund um den britischen Agenten 007 sind die Königsdisziplin des Pop. Es ist eine besondere Ehre, einen schreiben und performen zu dürfen und jeweils ein Spagat zwischen Tradition und Zeitgeist. Ein musikalischer Rückblick auf 60 Jahre Filmgeschichte.
    1996 sorgt Rachel Portman für Furore, als sie als erste Frau einen Oscar für die beste Filmmusik («Emma») erhält. Inzwischen hat Portman die Melodien für über 100 Filme und Theaterstücke kreiert, darunter «Gottes Werk und Teufels Beitrag» oder «Chocolat». Weitere Themen: Im Dienste ihrer Musikalität – 60 Jahre James-Bond-Songs - Rachel Portman: Die Königin der Filmmusik
    26 min
  • Autofiktionen und Tierdioramen
    Daniela Dröscher verbreitet mit ihrem Roman nicht «Lügen über meine Mutter». Sie geht ihnen und der Ehe ihrer Eltern auf den Grund. Und das naturhistorische Museum in Bern hat seine Dioramen mit «ausgestopften» afrikanischen Tieren aufgefrischt und zugleich den Blick auf diese Präsentationsart.
    Die Autorin Daniela Dröscher beschreibt in ihrem neuen Roman «Lügen über meine Mutter» die desolate Ehe ihrer Eltern. Jahrelang das beherrschende Thema innerhalb der Familie: das Körpergewicht der Mutter. Er wolle eine «vorzeigbare Frau» haben, sagt der Vater. Und die Mutter? Sie quält sich erfolglos mit Diäten. Das autofiktionale Werk ist packend, formal interessant und wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert.
    Auch heute noch stehen vor allem Kinder staunend vor den Szenen mit exotischen Tieren im Naturhistorischen Museum Bern. 24 Dioramen zeigen Tierpräparate vor einer Landschaftskulisse. Der Berner Patrizier Bernard von Wattenwyl erbeutete die Tiere in den 1920er Jahren auf einer Jagdsafari in Kenia. Das Museum hat nun die Dioramen aufgefrischt und erzählt den historischen Kontext dazu. Denn die Herkunft der Tiere ist eng mit der Kolonialgeschichte verknüpft. Weitere Themen: Daniela Dröscher: Autofiktion über die eigene Mutter - Kolonialismus: «Tiere Afrikas» am Naturhistorischen Museum Bern
    28 min
  • Mozarts Sonatenfragmente und Schnitzlers «Reigen»
    Eine aufsehenerregende 7CD-Box mit Mozarts Klaviersonaten, eingespielt vom renommierten Pianisten Robert Levin. Eine zeitgenössische Überschreibung von Arthur Schnitzlers Skandalstück «Reigen» in Zürich.
    Neben den bekannten Mozart-Sonaten gibt es viele Fragmente von ihm. Der amerikanische Pianist Robert Levin hat drei davon komplettiert und sie auf Mozarts originalen Hammerklavier eingespielt. – Die Regisseurin Yana Ross war zwei Jahre lang eine der Hausregisseur:innen am Schauspielhaus Zürich. Mit einer Inszenierung von Arthur Schnitzlers «Reigen» verabschiedet sie sich nun.  Weitere Themen: Altbekannte und «neue» Mozart-Sonaten - Schnitzlers «Reigen» in Überschreibungen in Zürich
    27 min
  • Vom Zusammenleben und einem Doppelleben
    Ein Kino-Thriller nach dem Vorbild Hitchcocks: «Madeleine Collins» des französischen Regisseurs Antoine Barraud zeigt eine Frau, die zwischen zwei Leben pendelt. Die Biennale «Images Vevey» untersucht mit Video-Installationen und Fotoarbeiten unser Zusammenleben im Kollektiv und als Individuen.
    Was, wenn eine berufstätige Mutter mit Kindern ein Doppelleben führt? Diese Situation ist die Ausgangslage im Thriller «Madeleine Collins» des französischen Regisseurs Antoine Barraud. In der Hauptrolle: Virginie Efira, Frankreichs angesagteste Filmschauspielerin. Ein Gespräch mit dem Regisseur.
    Wie unsere sozialen Beziehungen in der Familie, im Krieg, in der Freizeit oder auch gegenüber der Umwelt sich gestalten, untersucht die Biennale «Images Vevey» in ihrer 8. Ausgabe. Das Festival der visuellen Künste vereint 50 Positionen aus 25 Ländern. Was zeigt Festivaldirektor Stefano Stoll? Weitere Themen: «Madeleine Collins» – Das Doppelleben einer Frau als Kinothriller - Festival «Images Vevey»: Bilder des Zusammenlebens
    28 min

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