Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump im "Shutdown" nicht kompromissbereit
Im Streit mit den oppositionellen Demokraten beharrt der US-Präsident auf einer Grenzmauer zu Mexiko. Donald Trump erklärte in Washington, er könne nicht sagen, wann der "Shutdown" vorbei sein werde. Zu dem teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte seit dem Wochenende war es gekommen, weil der Präsident sich weigert, ein Haushaltsgesetz zu unterzeichnen, wenn darin kein Geld für die von ihm geforderte Grenzmauer zu Mexiko bereitgestellt wird. Er verlangt dafür fünf Milliarden Dollar. Trump betonte nun, der Regierungsapparat werde erst dann wieder voll arbeiten, wenn das Geld bewilligt sei.
Achtjähriges Migrantenkind in US-Gewahrsam gestorben
Zum zweiten Mal in diesem Monat ist ein Kind aus Guatemala im Gewahrsam der US-Grenzschutzbehörde gestorben. Der achtjährige Junge starb in einem Krankenhaus im Bundesstaat New Mexico aus bislang ungeklärter Ursache, wie die Behörden mitteilten. Das Kind war mit seinem Vater bei dem Versuch festgenommen worden, aus Mexiko in die USA zu gelangen. Erst Anfang Dezember war ein sieben Jahre altes Mädchen nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden an Dehydrierung gestorben. Das Kind hatte auf der Flucht aus Guatemala offenbar tagelang nichts getrunken.
Migranten im Ärmelkanal aus Seenot gerettet
Im Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien sind rund 40 Migranten aus Seenot gerettet worden, darunter mehrere Kinder. Sie waren in Schlauchbooten unterwegs. Nach Angaben des Innenministeriums in London stammen die mehr als 30 Menschen, die nach Großbritannien gebracht wurden, aus dem Irak, Iran und Afghanistan. Die französische Marine rettete acht Flüchtlinge gut 20 Kilometer nördlich der Hafenstadt Calais. Ihr Boot hatte einen Motorschaden. Migranten versuchen immer wieder, durch den zwischen Calais und Dover rund 40 Kilometer breiten Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen.
Rohani kündigt wegen US-Sanktionen Hilfen für Bevölkerung an
Der iranische Präsident Hassan Rohani hat im Parlament den ersten Haushaltsentwurf seit Wiederinkrafttreten der US-Sanktionen vorgestellt. Um die Auswirkungen der wirtschaftlichen Strafmaßnahmen zu mildern, kündigte er an, die Gehälter im öffentlichen Dienst um 20 Prozent zu erhöhen. Für das kommende Haushaltsjahr werden außerdem die staatlichen Hilfen etwa für den Kauf von Nahrungsmitteln und Medikamenten um etwa acht Prozent auf dann umgerechnet 14 Milliarden Dollar aufgestockt. Amerika werde damit scheitern, den Iran in die Knie zu zwingen, sagte Rohani in seiner Rede.
Syrische Staatsmedien melden Abwehr von Raketenangriff
Westlich der Hauptstadt Damaskus hat die syrische Luftabwehr laut staatlichen Medien "feindliche Ziele" abgeschossen. Über das Ziel der mutmaßlichen Raketenangriffe gibt es keine offiziellen Angaben, auch nicht darüber, von wem sie ausgingen. Die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London vermutet, dass Israel auf Waffenlager der iranischen Revolutionsgarden und der libanesischen Hisbollah-Miliz in Syrien gefeuert hat. Die israelische Armee teilte mit, zu ausländischen Berichten über Angriffe äußere man sich grundsätzlich nicht. Das gelte auch in diesem Fall.
Prozess gegen chinesischen Menschenrechtsanwalt eröffnet
Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in der chinesischen Stadt Tianjin der Prozess gegen einen Menschenrechtsanwalt begonnen. Die Behörden werfen Wang Quanzhang umstürzlerische Aktivitäten vor. Er gehört zu einer Gruppe von etwa 200 Menschenrechtlern, die vor mehr als drei Jahren festgenommen wurden. Als Anwalt hat er Oppositionelle und Angehörige der verbotenen Falun-Gong-Bewegung sowie enteignete Bauern verteidigt. Der Prozess ist nicht öffentlich. Einzelne Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude wurden festgenommen.
Japan tritt aus Internationaler Walfangkommission aus
Japan tritt wie angedroht aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) aus. Erstmals seit rund 30 Jahren will die Nummer Drei der Weltwirtschaft ab Juli kommenden Jahres wieder kommerziell Jagd auf die Meeressäuger machen. Trotz des seit 1986 geltenden Walfang-Moratoriums erlegte Japan schon bisher jedes Jahr zahlreiche Tiere, nach offizieller Darstellung aber immer nur zu "wissenschaftlichen Zwecken".