Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 31.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sheikh Hasina gewinnt Parlamentswahl in Bangladesch
    Die Parlamentswahl in Bangladesch hat die Awami-Liga von Ministerpräsidentin Sheikh Hasina gewonnen. Das teilte die Wahlkommission in der Hauptstadt Dhaka mit. Das Oppositionsbündnis um die konservative BNP sprach von Wahlbetrug und forderte Neuwahlen. Spitzenkandidat Hossain führte Beschwerden über Stimmenfälschungen und Einschüchterung von Wählern an. Am Rande der Parlamentswahl kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen nach jüngsten Angaben mindestens 17 Menschen getötet und mehr als 20 verletzt wurden.
    Irak will nach US-Truppenabzug größere Rolle in Syrien spielen
    Der Irak will nach dem Abzug der US-Truppen aus Syrien eine größere Rolle bei der Bekämpfung der Islamisten spielen. Der irakische Ministerpräsident Adel Mahdi teilte mit, dass sich Vertreter seiner Regierung mit dem syrischen Präsidenten Assad in Damaskus getroffen hätten. Der Irak wolle nicht die Folgen des US-Abzugs ausbaden müssen. US-Präsident Trump hatte Mitte Dezember angekündigt, amerikanische Soldaten aus Syrien abzuziehen. Der republikanische Senator Lindsey Graham deutete nach einem Gespräch mit Trump im Weißen Haus die Möglichkeit einer Verzögerung des Abzugs an.
    Versöhnliche Botschaften aus Nordkorea
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un soll US-Präsident Donald Trump kurz vor dem Jahreswechsel eine persönliche Botschaft gesendet haben. Es handle sich um eine Art Brief, schreibt die südkoreanische Zeitung "Chosun Ilbo" unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Diplomaten. Einzelheiten wurden nicht genannt. Weder das US-Außenministerium noch die US-Botschaft in Seoul nahmen zu dem Bericht Stellung. Gleichzeitig hatte Kim nach südkoreanischen Angaben in einem Schreiben an Südkoreas Präsidenten Moon Jae In für das kommende Jahr erstmals eine Reise nach Seoul in Aussicht gestellt.
    Nach den Wahlen im Kongo hat Auszählung begonnen
    Nach den Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo hat die Auszählung begonnen. Die Abstimmung war von Unregelmäßigkeiten und Gewalt überschattet. Nach Angaben der Opposition wurden mindestens zwei Menschen getötet, als wütende Wähler einen Mitarbeiter der Wahlbehörde der Fälschung bezichtigten und auf ihn losgingen. Daneben berichteten Beobachter von stundenlangen Verzögerungen bei der Öffnung von Wahllokalen und Problemen mit Wahlcomputern. 1,2 Millionen Wahlberechtigte in Hochburgen der Opposition können erst im März abstimmen - die Regierung hatte die Verschiebung mit einem Ebola-Ausbruch begründet.
    2018 wurden 94 Journalisten getötet
    Die Zahl der getöteten Journalisten und Medienschaffenden ist 2018 um zwölf auf 94 gestiegen. Das teilte die Internationale Journalisten-Föderation mit. Damit sei der Trend der vergangenen drei Jahre umgekehrt, in denen die Zahl der getöteten Reporter jeweils gesunken sei. Unter den Opfern im abgelaufenen Jahr waren demnach 84 Journalisten, Kameraleute und Techniker sowie zehn Medienmitarbeiter, die als Fahrer, Sicherheitskräfte oder Verkäufer gearbeitet hätten. Sechs der Opfer waren Frauen. Die meisten Journalisten starben in Afghanistan, Mexiko, im Jemen und Syrien.
    Merkel wirbt für mehr Zusammenhalt in ihrer Neujahrsansprache
    Zum Jahreswechsel hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zu mehr Zusammenhalt in der Gesellschaft aufgerufen. Die Herausforderungen werde man nur meistern, wenn man mit anderen auch über Grenzen hinweg zusammenarbeite, sagte Merkel in ihrer Neujahrsansprache. Immer häufiger gehe es auch um den Stil des Miteinanders, um Werte wie Offenheit, Toleranz und Respekt. 2018 sei ein schwieriges politisches Jahr gewesen und viele Bürger hätten wegen des Streits der Parteien mit der Bundesregierung gehadert. Als drängendste Aufgaben nannte sie den Klimawandel, die Migration und den Kampf gegen den Terrorismus.
    Löwe tötet Praktikantin in US-Tierpark
    Ein Löwe hat in einem Wildpark in den USA eine Praktikantin angegriffen und getötet. Die 22-Jährige hatte erst seit zwei Wochen dort gearbeitet, wie die Polizei in Caswell County mitteilte. Der Vorfall habe sich bei routinemäßigen Reinigungsarbeiten in dem Aufnahmezentrum für Wildtiere im Bundesstaat North Carolina ereignet. Anwesend sei auch ein ausgebildeter Tierpfleger gewesen. Einer der Löwen sei aus dem verriegelten Terrain in das Areal entkommen. Er habe die Frau "sofort getötet", teilte der Park mit. Im Moment sei nicht klar, wie der Löwe den verschlossenen Bereich habe verlassen können.
    8 min
  • 29.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Silvester-Waffenruhe in der Ostukraine gilt seit Mitternacht
    In der Ostukraine ist anlässlich der bevorstehenden Feiertage eine Waffenruhe in Kraft getreten. Die Feuerpause, die seit Mitternacht Ortszeit gilt, sei zeitlich nicht befristet und solle über das orthodoxe Weihnachtsfest am 7. Januar hinaus bestehen, hieß es von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Ähnliche Vereinbarungen gab es seit Beginn der Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungseinheiten und den Separatisten in den Gebieten Donezk und Luhansk immer wieder. Sie wurden oftmals innerhalb weniger Stunden gebrochen.
    Vier Tote nach Bombenexplosion in Ägypten
    Bei einer Bombenexplosion in der Nähe der Pyramiden von Gizeh in Ägypten sind drei Urlauber und ihr einheimischer Führer ums Leben gekommen. Bei den getöteten Touristen soll es sich um Vietnamesen handeln, teilte das Innenministerium des nordafrikanischen Landes mit. Mindestens zehn weitere Personen seien durch den selbst gebauten Sprengsatz verletzt worden. Eine Bombe sei an einer Mauer explodiert, als der Bus mit den vietnamesischen Touristen vorbeigefahren sei, hieß es weiter. Der Vorfall habe sich weniger als vier Kilometer entfernt von den Pyramiden ereignet.
    Juncker kritisiert Rumänien vor Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zweifelt an der Fähigkeit Rumäniens, die Ratspräsidentschaft in der EU zu übernehmen. Das Land sei auf die in drei Tagen beginnende sechsmonatige Ratspräsidentschaft auch dank der Hilfe der EU-Kommission zwar technisch gut vorbereitet, sagte Juncker der Zeitung "Welt am Sonntag". Er glaube aber, dass die Führung in Bukarest noch nicht in vollem Umfang begriffen habe, was es bedeute, den Vorsitz über die EU-Länder zu führen. Für ein umsichtiges Verhandeln brauche es die Bereitschaft, anderen zuzuhören und den festen Willen, eigene Interessen hintenan zu stellen.
    Ausreisesperren gegen fünf Funktionäre der Afghanischen Fußballföderation
    Gegen fünf Funktionäre der Afghanischen Fußballföderation werden wegen sexueller Übergriffe auf Spielerinnen der Nationalmannschaft Ausreisesperren verhängt. Der Generalstaatsanwalt habe sie auf Vorschlag des Untersuchungsausschusses angeordnet. Mehrere afghanische Fußballerinnen haben der britischen Tageszeitung "The Guardian" detailliert davon berichtet. Die ehemalige Nationalkapitänin Khalida Popal sagte, sie hätte der Fifa Beweise für Missbrauch vorgelegt. Der Fußballweltverband leitete damals Untersuchungen ein.
    Starke Sicherheitsmaßnahmen vor Wahl in Bangladesch
    Vor der Parlamentswahl in Bangladesch an diesem Sonntag haben die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft. Landesweit seien rund 600.000 Polizisten, Soldaten und andere Kräfte im Einsatz, um die Stimmlokale abzusichern, teilte ein Behördenvertreter in Dhaka mit. Der Wahlkampf war von vielen Gewalttaten überschattet gewesen. Premierministerin Sheikh Hasina von der regierenden Awami League strebt eine vierte Amtszeit an.
    Israel und Brasilien vereinbaren enge Beziehungen
    Israel und Brasilien wollen ihre Beziehungen vertiefen. Das vereinbarten der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der künftige brasilianische Staatschef Jair Bolsonaro nach einem Treffen in Rio de Janeiro. Netanjahu sprach von einer neuen Ära und nannte Brasilien ein Land mit einem riesigen Potenzial. Bolsonaro betonte, beide Länder würden künftig nicht nur Partner, sondern Brüder. Am Neujahrstag will Netanjahu an der Amtseinführung Bolsonaros in der Hauptstadt Brasilia teilnehmen.
    Berlin fordert fairen Prozess für chinesischen Menschenrechtler
    Die Bundesregierung hat den Strafprozesses gegen den bekannten chinesischen Menschenrechtsanwalt Wang Quanzhang kritisiert. Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, forderte von Berlin aus die Einhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze. Wang sei während seiner dreieinhalbjährigen Haft kein Kontakt zu seinen Anwälten erlaubt worden. Zudem habe der Prozess in der Stadt Tianjin am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit begonnen. Dem Bürgerrechtsanwalt wird "Untergrabung der Staatsgewalt" vorgeworfen. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.
    8 min
  • 28.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.2018 war "grausames Jahr" für Millionen Kinder
    Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen hat auf die Situation von Kindern in Kriegs- und Krisengebieten hingewiesen. In Syrien, dem Jemen und Kongo, Nigeria, Südsudan und Myanmar gehörten Vergewaltigungen, Zwangsheiraten von Minderjährigen und Entführungen mittlerweile zur häufig verwendeten Kriegstaktik. Oftmals würden die Kinder als Sklaven verkauft oder als Kindersoldaten zwangsrekrutiert. Tausende Mädchen und Jungen seien 2018 direkte Opfer von Kriegsgewalt geworden, erklärte der Leiter der UNICEF-Nothilfe-Programme, Manuel Fontaine. Er sprach von einem extremen Ausmaß an Gewalt.
    "Shutdown" zieht sich in die Länge
    Die teilweise Haushaltssperre in den USA wird voraussichtlich bis ins neue Jahr dauern. Über den neuen Haushalt soll erst am 2. Januar wieder verhandelt werden. Der sogenannte Shutdown legt seit Samstag Teile des US-Regierungsapparates lahm. Rund 800.000 Staatsangestellte bekommen vorerst kein Gehalt mehr. Ein Teil von ihnen wird in einen unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Hauptstreitpunkt ist die Forderung von Präsident Donald Trump nach fünf Milliarden Dollar für eine Mauer an der Grenze zu Mexiko. Die oppositionellen Demokraten und auch einige Republikaner lehnen das ab.
    Kongo verweist EU-Botschafter des Landes
    Wegen Sanktionen der EU gegen Politiker der Demokratischen Republik Kongo hat der zentralafrikanische Staat den EU-Botschafter Bart Ouvry ausgewiesen. Ihm wurde bis Samstag Zeit gegeben, das Land zu verlassen, wie das Außenministerium in Kinshasa mitteilte. Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl im Kongo hatte die EU ihre Sanktionen um ein Jahr verlängert. Betroffen ist auch der Präsidentschaftskandidat der Regierungspartei, Emmanuel Ramazani Shadary. Vermögen von 14 Politikern und leitenden Sicherheitsbeamten in der EU werden eingefroren, zudem dürfen sie nicht mehr nach Europa reisen.
    Bundesregierung prangert Hinrichtungen an
    Nach der Exekution zweier Straftäter in Japan zeigt sich die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung bestürzt. Hinrichtungen seien "eine unmenschliche und grausame Art der Bestrafung", erklärte Bärbel Kofler in Berlin. Zugleich appellierte Kofler an die japanische Regierung, die Vollstreckung weiterer Todesurteile auszusetzen. In Japan waren am Donnerstag zwei verurteilte Mörder im Alter von 60 und 67 Jahren hingerichtet worden. Seit dem Amtsantritt von Regierungschef Shinzo Abe im Dezember 2012 wurden bereits 36 Menschen hingerichtet. Allein in diesem Jahr wurden 15 Urteile vollstreckt.
    Bundesregierung will Geld für Moscheen kontrollieren
    Die Bundesregierung will die Finanzierung radikaler Moschee-Gemeinden durch die Golfstaaten unterbinden. Das berichten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR. Das Auswärtige Amt habe Saudi-Arabien, Kuwait, Katar und andere Staaten darum gebeten, Spenden oder staatliche Zuwendungen an religiöse Einrichtungen in Deutschland dem Auswärtigen Amt zu melden. Um ausländische Einflüsse zu unterbinden, wird aktuell auch über die Idee einer Moscheesteuer diskutiert. Das Ziel der Regierung könne jedoch auch durch eine spendenfinanzierte Stiftung erreicht werden, sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek.
    Neue Partei in Israel
    Der ehemalige israelische Generalstabschef Benny Gantz hat vor den für April geplanten Neuwahlen seinen Hut in den Ring geworfen. Der 59-Jährige gründete die neue Partei "Widerstandskraft für Israel". Der Sohn einer Holocaust-Überlebenden war bis 2015 Chef der israelischen Streitkräfte. Gantz hat in Israel ein positives Image, er gilt als charismatisch und zugleich bescheiden. Laut Umfragen könnte seine Partei zweitstärkste Kraft nach dem rechtsorientierten Likud von Regierungschef Benjamin Netanjahu werden.
    Erdbeben erschüttert Osten Indonesiens
    Erdstöße der Stärke 6,1 haben den Osten Indonesiens erschüttert. Ein Tsunami ist nicht zu erwarten, wie die Katastrophenschutzbehörde mitteilte. Ob es Schäden oder Verletzte gegeben habe, stehe noch nicht fest. Das Epizentrum des Bebens befand sich in der Provinz West Papua. Erst vor wenigen Tagen hatte es in Indonesien durch den Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau einen Erdrutsch und in der Folge einen Tsunami gegeben. Für die Region gilt weiterhin die zweithöchste Warnstufe, weil der Vulkan zwischen den Inseln Java und Sumatra weiter aktiv ist.
    8 min
  • 27.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump zu Truppenbesuch im Irak
    US-Präsident Donald Trump ist überraschend in den Irak gereist. Trump besuchte damit erstmals seit seinem Amtsantritt Soldaten in einem Kampfgebiet. Bei seinem Besuch verteidigte er den angekündigten und international heftig umstrittenen Abzug aller amerikanischen Soldaten aus Syrien. Die Vereinigten Staaten könnten nicht weiter der Weltpolizist sein, begründete Trump die Entscheidung. "Wir möchten nicht mehr von Ländern ausgenutzt werden, die uns und unser unglaubliches Militär nutzen, um sich zu schützen", so Trump wörtlich. Es sei nicht fair, wenn allein die USA diese Last trügen.
    Bericht: Bundeswehr prüft Rekrutierung von EU-Bürgern
    Die Bundeswehr prüft einem Medienbericht zufolge, Fachleute aus anderen EU-Staaten zu rekrutieren. Die Anwerbung von EU-Bürgern für spezielle Tätigkeiten sei eine Option, die geprüft werde, wird der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe zitiert. Als Beispiele nannte er Ärzte oder IT-Spezialisten. In Zeiten des Fachkräftemangels müsse die Bundeswehr in alle Richtungen blicken und sich um den passenden Nachwuchs bemühen.
    US-Aktienindex steigt rasant an
    An der New Yorker Börse ist der Dow Jones am Mittwoch um knapp fünf Prozent gestiegen, nachdem noch an Heiligabend das Aktiengeschäft mit einem satten Minus von fast drei Prozent geendet war. Offensichtlich war das Weihnachtsgeschäft so gut gelaufen wie schon seit mehreren Jahren nicht mehr. US-Präsident Donald Trump hatte zudem Investoren empfohlen, die zuletzt gefallenen Kurse zum Aktienkauf zu nutzen. Gleichzeitig wiederholte er seine scharfe Kritik an der US-Notenbank. Diese hatte vergangene Woche entschieden, den Leitzins anzuheben.
    Kaum unabhängige Medien im Iran
    Das iranische Kultusministerium hat eingeräumt, dass die große Mehrheit der Medien im Land entweder dem Staat gehören oder staatlich finanziert werden. Die Medien agierten mehr als Sprachrohr der Parteien und könnten keinen investigativen Journalismus betreiben. Dies sei auch der Grund, warum viele Iraner gezielt soziale Netzwerke als Nachrichtenquellen nutzten. Soziale Netzwerke bereiten dem islamischen Establishment schon seit Jahren Kopfschmerzen. Das Internet wurde und wird bei regimekritischen Unruhen als wichtigstes Kommunikationsmittel der Demonstranten genutzt.
    In einer Tonne über den Atlantik
    Der 71-jährige Franzose Jean-Jacques Savin hat in einer Tonne eine Reise über den Atlantik gestartet. Der Rentner stach auf der spanischen Kanaren-Insel El Hierro in See. In drei Monaten will er in der Karibik ankommen, seine Sperrholz-Tonne soll ihn nur mit Hilfe der Strömung und dem Wind ans Ziel bringen. Wo genau er an Land gehen wird, weiß Savin noch nicht. Während der langen Überfahrt will er auch der Wissenschaft dienen: Der Franzose nimmt eine Boje zur Messung der Strömungen mit und wird selbst Versuchsobjekt in einer Studie über Einsamkeit auf kleinem Raum sein.
    6 min
  • 26.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump im "Shutdown" nicht kompromissbereit
    Im Streit mit den oppositionellen Demokraten beharrt der US-Präsident auf einer Grenzmauer zu Mexiko. Donald Trump erklärte in Washington, er könne nicht sagen, wann der "Shutdown" vorbei sein werde. Zu dem teilweisen Stillstand der Regierungsgeschäfte seit dem Wochenende war es gekommen, weil der Präsident sich weigert, ein Haushaltsgesetz zu unterzeichnen, wenn darin kein Geld für die von ihm geforderte Grenzmauer zu Mexiko bereitgestellt wird. Er verlangt dafür fünf Milliarden Dollar. Trump betonte nun, der Regierungsapparat werde erst dann wieder voll arbeiten, wenn das Geld bewilligt sei.
    Achtjähriges Migrantenkind in US-Gewahrsam gestorben
    Zum zweiten Mal in diesem Monat ist ein Kind aus Guatemala im Gewahrsam der US-Grenzschutzbehörde gestorben. Der achtjährige Junge starb in einem Krankenhaus im Bundesstaat New Mexico aus bislang ungeklärter Ursache, wie die Behörden mitteilten. Das Kind war mit seinem Vater bei dem Versuch festgenommen worden, aus Mexiko in die USA zu gelangen. Erst Anfang Dezember war ein sieben Jahre altes Mädchen nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden an Dehydrierung gestorben. Das Kind hatte auf der Flucht aus Guatemala offenbar tagelang nichts getrunken.
    Migranten im Ärmelkanal aus Seenot gerettet
    Im Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien sind rund 40 Migranten aus Seenot gerettet worden, darunter mehrere Kinder. Sie waren in Schlauchbooten unterwegs. Nach Angaben des Innenministeriums in London stammen die mehr als 30 Menschen, die nach Großbritannien gebracht wurden, aus dem Irak, Iran und Afghanistan. Die französische Marine rettete acht Flüchtlinge gut 20 Kilometer nördlich der Hafenstadt Calais. Ihr Boot hatte einen Motorschaden. Migranten versuchen immer wieder, durch den zwischen Calais und Dover rund 40 Kilometer breiten Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen.
    Rohani kündigt wegen US-Sanktionen Hilfen für Bevölkerung an
    Der iranische Präsident Hassan Rohani hat im Parlament den ersten Haushaltsentwurf seit Wiederinkrafttreten der US-Sanktionen vorgestellt. Um die Auswirkungen der wirtschaftlichen Strafmaßnahmen zu mildern, kündigte er an, die Gehälter im öffentlichen Dienst um 20 Prozent zu erhöhen. Für das kommende Haushaltsjahr werden außerdem die staatlichen Hilfen etwa für den Kauf von Nahrungsmitteln und Medikamenten um etwa acht Prozent auf dann umgerechnet 14 Milliarden Dollar aufgestockt. Amerika werde damit scheitern, den Iran in die Knie zu zwingen, sagte Rohani in seiner Rede.
    Syrische Staatsmedien melden Abwehr von Raketenangriff
    Westlich der Hauptstadt Damaskus hat die syrische Luftabwehr laut staatlichen Medien "feindliche Ziele" abgeschossen. Über das Ziel der mutmaßlichen Raketenangriffe gibt es keine offiziellen Angaben, auch nicht darüber, von wem sie ausgingen. Die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London vermutet, dass Israel auf Waffenlager der iranischen Revolutionsgarden und der libanesischen Hisbollah-Miliz in Syrien gefeuert hat. Die israelische Armee teilte mit, zu ausländischen Berichten über Angriffe äußere man sich grundsätzlich nicht. Das gelte auch in diesem Fall.
    Prozess gegen chinesischen Menschenrechtsanwalt eröffnet
    Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat in der chinesischen Stadt Tianjin der Prozess gegen einen Menschenrechtsanwalt begonnen. Die Behörden werfen Wang Quanzhang umstürzlerische Aktivitäten vor. Er gehört zu einer Gruppe von etwa 200 Menschenrechtlern, die vor mehr als drei Jahren festgenommen wurden. Als Anwalt hat er Oppositionelle und Angehörige der verbotenen Falun-Gong-Bewegung sowie enteignete Bauern verteidigt. Der Prozess ist nicht öffentlich. Einzelne Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude wurden festgenommen.
    Japan tritt aus Internationaler Walfangkommission aus
    Japan tritt wie angedroht aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) aus. Erstmals seit rund 30 Jahren will die Nummer Drei der Weltwirtschaft ab Juli kommenden Jahres wieder kommerziell Jagd auf die Meeressäuger machen. Trotz des seit 1986 geltenden Walfang-Moratoriums erlegte Japan schon bisher jedes Jahr zahlreiche Tiere, nach offizieller Darstellung aber immer nur zu "wissenschaftlichen Zwecken".
    8 min
  • 25.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Papst beklagt Maßlosigkeit
    Papst Franziskus hat an Heiligabend Maßlosigkeit kritisiert und zu Nächstenliebe aufgerufen. Das Oberhaupt der Katholiken sagte bei der Christmette vor Tausenden Gläubigen im Petersdom in Rom, der Mensch sei gierig und unersättlich geworden. Das Haben und Anhäufen von Dingen scheine für viele der Sinn des Lebens zu sein. Der Pontifex beklagte die daraus entstehenden Ungleichheiten zwischen den Menschen. Er appellierte an die Gläubigen, sich zu fragen: "Schaffe ich es, auf viele überflüssige Nebensächlichkeiten zu verzichten, um ein einfacheres Leben zu wählen?"
    US-Präsident bezeichnet die amerikanische Notenbank als Problem
    US-Präsident Donald Trump hat erneut die amerikanische Notenbank angegriffen. Er schrieb auf Twitter, die Federal Reserve sei das einzige Problem, das die amerikanische Wirtschaft habe. Die Währungshüter hätten kein Gespür für den Markt. Trump hatte die Federal Reserve wegen ihrer Geldpolitik wiederholt kritisiert. An den Finanzmärkten wird dies mit Argwohn betrachtet, da man Wert auf die Unabhängigkeit der Notenbanken legt. Am US-Aktienmarkt sackte der Dow-Jones-Index unmittelbar nach dem Tweet Trumps um knapp drei Prozent ab und schloss unter der Marke von 22.000 Punkten.
    Sudans Präsident verspricht Reformen nach Protesten
    Im Sudan hat Präsident Omar al-Baschir Reformen in Aussicht gestellt. Damit solle den Bürgern ein ordentliches Leben garantiert werden, sagte er nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Suna. Die Proteste hatten sich am vergangenen Mittwoch an einer Verdreifachung des Brotpreises entzündet. In rund einem Dutzend Städte gingen seitdem Demonstranten auf die Straße. Bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften wurden seitdem mindestens acht Menschen getötet. Viele Demonstranten fordern den Rücktritt al-Baschirs, der den Sudan seit 1989 autokratisch regiert.
    Nordkorea soll 501 Millionen Dollar zahlen
    Nordkorea soll wegen des Todes des Amerikaners Otto Warmbier 501 Millionen Dollar (rund 438 Millionen Euro) an dessen Familie zahlen. Das entschied ein US-Bundesgericht in Washington. Nordkorea sei verantwortlich für Folter, Geiselnahme und Tötung des Studenten, hieß es zur Begründung. Anfang 2016 war der 21-jährige Otto Warmbier nach einer Gruppenreise bei der Ausreise festgenommen und wegen "feindlicher Handlungen gegen den Staat" zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Kurz nach seiner Rückkehr in die USA im Juni 2017 starb er - er hatte damals bereits seit Monaten im Koma gelegen.
    Angst vor weiterem Seebeben in Indonesien
    Nach dem verheerenden Tsunami in Indonesien herrscht dort weiter Angst vor neuen Flutwellen. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf den Inseln Java und Sumatra auf, die unmittelbaren Küstengebiete weiter zu meiden. Wegen anhaltender Eruptionen des Vulkans Anak Krakatau müsse mit einem zweiten Seebeben gerechnet werden, teilte die indonesische Katastrophenschutzbehörde in Jakarta mit. Unterdessen stieg die Zahl der Todesopfer auf 373, die der Verletzten auf 1.016. Die Rettungsmaßnahmen werden nach wie vor durch blockierte Straßen behindert.
    Kevin Spacey droht Anklage
    US-Schauspieler Kevin Spacey muss sich wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe vor Gericht verantworten. Wie die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Massachusetts mitteilte, soll der Oscar-Preisträger am 7. Januar dem Haftrichter im Bezirk Nantucket vorgeführt werden. Die Vorwürfe des unsittlichen Verhaltens und der Körperverletzung beziehen sich auf einen Vorfall mit einem 18-Jährigen vom Juli 2016 in einem örtlichen Restaurant auf der Insel Nantucket. Spacey hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Seine Hauptrolle in der populären Netflix-Serie "House of Cards" verlor der 59-Jährige.
    7 min
  • 24.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundespräsident ruft zur Stärkung der Demokratie durch Gespräche auf
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bundesbürger zu mehr Dialog aufgefordert. Durch Kompromissbereitschaft müsse eine Spaltung der Gesellschaft verhindert werden, sagte das Staatsoberhaupt in seiner Weihnachtsansprache. In vielen Ländern sei zu beobachten, was passiere, wenn Gesellschaften auseinanderdrifteten. "Wir haben brennende Barrikaden in Paris erlebt, tiefe politische Gräben in den USA, Sorgen in Großbritannien vor dem Brexit, Zerreißproben für Europa in Ungarn und Italien", sagte er. Deutschland sei gegen solche Entwicklungen nicht geschützt.
    May ruft Briten zur Einheit auf
    In ihrer Weihnachtsbotschaft hat die britische Premierministerin Theresa May die Bürger zur Einigkeit im kommenden Jahr aufgerufen. Zugleich warnte sie vor einem weiteren Auseinanderdriften der Gesellschaft. An die Parlamentsabgeordneten appellierte May, dem mit Brüssel ausgehandelten Vertrag zum Austritt aus der Europäischen Union zuzustimmen. Auch Königin Elizabeth sprach in ihrer Weihnachtsbotschaft allgemein die Notwendigkeit an, Differenzen zu überwinden. Den Brexit erwähnte die Monarchin nicht, weil sie sich als Staatsoberhaupt zu Fragen der aktuellen Politik neutral verhält.
    Befehl zum US-Truppen-Abzug aus Syrien ist unterzeichnet
    Der Befehl zum Abzug der gut 2000 US-Soldaten aus Syrien ist bereits unterschrieben. Das teilte ein Pentagon-Sprecher mit, ohne Details zu nennen. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch überraschend den vollständigen Rückzug der US-Armee aus Syrien angekündigt. Die Entscheidung stieß nicht nur bei US-Verbündeten im Kampf gegen den IS auf Unverständnis, sondern ist auch in den Vereinigten Staaten höchst umstritten. Verteidigungsminister Jim Mattis reichte seinen Rücktritt ein. Die Amtsgeschäfte übernimmt kommissarisch am 1. Januar Vize-Pentagonchef Patrick Shanahan.
    Libanesen haben genug von Korruption
    In der libanesischen Hauptstadt Beirut haben hunderte Menschen gegen Korruption und die schlechte Versorgungslage im Land demonstriert. In Anlehnung an die Proteste in Frankreich trugen einige der Demonstranten gelbe Westen. Sie marschierten zum Sitz von Ministerpräsident Saad Hariri und verlangten eine kostenlose Gesundheitsvorsorge sowie eine bessere Trinkwasser- und Stromversorgung. Libanon mit seinen 6,3 Millionen Einwohnern beherbergt laut Regierung etwa 1,7 Millionen syrische Flüchtlinge. Die Wirtschaft liegt am Boden. Fast jeder dritte Libanese gilt laut Weltbank als arm.
    Gewalt gegen Demonstranten im Sudan
    In mehreren Städten im Sudan haben jeweils hunderte Menschen wieder gegen die Erhöhung des Brotpreises protestiert. In Um Rawaba, rund 200 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Khartum, versuchten Demonstranten, ein Regierungsgebäude zu stürmen. Sicherheitskräfte drängten die aufgebrachte Menge zurück. In Atbara und Omdurman ging die Polizei mit Tränengas gegen Demonstranten vor. An diesem Montag wollen die Ärzte im Sudan einen unbefristeten Streik beginnen, um damit die Proteste zu unterstützen. Brot ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel im Land.
    OSZE sieht Frieden in der Ukraine in weiter Ferne
    Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) warnt vor einer neuen Eskalation der Gewalt im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Es gebe verschiedene Feuerstellen und aus diesen könne ein Flächenbrand entstehen, sagte OSZE-Generalsekretär Thomas Greminger der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Greminger forderte den Kreml auf, als Zeichen des guten Willens die vor einigen Wochen festgenommenen 24 ukrainischen Matrosen freizulassen und auch die drei beschlagnahmten Schiffe frei zu geben.
    7 min
  • 22.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Shutdown in den USA
    In den USA ist seit Mitternacht Ortszeit (06.00 Uhr MEZ) eine Haushaltssperre in Kraft, die wichtige Bereiche der Regierungsarbeit lahmlegen dürfte. Im Kongress sind am Freitag die Bemühungen gescheitert, eine Blockade in den Etatberatungen zu durchbrechen und den so genannten "Shutdown" in letzter Minute abzuwenden. Etwa 800.000 Regierungsangestellte werden nun in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt oder müssen ohne Bezahlung weiter ihren Job verrichten. US-Präsident Donald Trump will im Haushaltsgesetz Mittel für den von ihm geplanten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko durchsetzen.
    Wikileaks-Gründer Assange scheitert mit Klage in Ecuador
    Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks ist vor einem Gericht in Ecuador mit einer Klage gegen die Bedingungen seiner Unterbringung im Londoner Botschaftsasyl gescheitert. Ein Berufungsgericht wies die Klage Julian Assanges mit dem Argument zurück, dass keine Verstöße gegen dessen Rechte erkennbar seien. Der Australier hatte erreichen wollen, dass sich seine Unterbringung verbessert. Nach mehr als sechs Jahren Asyl versucht Ecuador den 47-Jährigen schon seit längerem loszuwerden. Assange weigert sich jedoch, das Gelände zu verlassen, aus Furcht vor einer Strafverfolgung in den USA.
    Protestwelle in Ungarn reißt nicht ab
    In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben erneut mehrere Tausend Menschen gegen das umstrittene Arbeitsgesetz der rechtsnationalen Regierung protestiert. Es war die sechste Großkundgebung dieser Art in sechs Tagen. Ministerpräsident Viktor Orban bezeichnete die Proteste als "hysterisches Geschrei" und warf den Demonstranten vor, von dem US-Börsenmilliardär George Soros bezahlt zu werden. Das neue Gesetz ermöglicht es Arbeitgebern, von ihren Angestellten bis zu 400 Überstunden pro Jahr zu verlangen und Gehaltszahlungen dafür bis zu drei Jahre hinauszuzögern.
    Rumänien führt "Steuer gegen Gier" ein
    In wenigen Tagen übernimmt Rumänien den EU-Ratsvorsitz. Allen Warnungen zum Trotz beschloss die linksnationale Regierung in Bukarest am Freitag noch schnell eine umstrittene Sondersteuer für Banken. Die Eilverordnung des Kabinetts unter Ministerpräsidentin Viorica Dancila sieht ferner eine höhere Besteuerung von Glücksspielunternehmen vor und deckelt Erdgas- und Strompreise für die kommenden drei Jahre. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz warnte bei einem Besuch in Bukarest vor dem Vorhaben und erklärte, er mache sich Sorgen um den Wirtschaftsstandort Rumänien.
    USA und Kanada erhöhen Druck auf China
    Die USA und Kanada haben von der chinesischen Regierung die sofortige Freilassung von zwei in der Volksrepublik festgehaltenen Kanadiern verlangt. Der ehemalige Diplomat Michael Kovrig und der in China lebende Unternehmensberater Michael Spavor waren am 10. Dezember festgenommen worden. Beobachter sprechen von einer Vergeltungsaktion Pekings für die Festsetzung von Meng Wanzhouder. Die Finanzchefin des chinesischen Technologiekonzerns Huawei war am 1. Dezember in Vancouver festgenommen worden. Das Verfahren zu ihrer Auslieferung an die USA läuft noch.
    Trump erleidet Niederlage in Asylstreit vor Oberstem Gericht
    In seinem Kampf für strengere Asylregeln hat US-Präsident Donald Trump eine Niederlage vor dem Obersten Gericht erlitten. Die Richter bestätigten das Urteil einer Vorinstanz, die das von Trump geplante Asylverbot für illegal eingereiste Menschen als rechtswidrig gestoppt hatte. Trumps Regierung war dagegen vor dem Obersten Gericht in Berufung gegangen. Der Präsident hatte Anfang November in einem Dekret angeordnet, dass illegal in die USA gekommene Einwanderer prinzipiell kein Asyl bekommen sollten. Er zielte dabei insbesondere auf Migranten aus Mittelamerika ab.
    Britische Polizei nimmt zwei Verdächtige fest
    Im Fall der gezielten Störaktionen am Londoner Flughafen Gatwick mit Drohnen haben die Ermittler zwei Verdächtige festgenommen. Das teilte die zuständige Polizei in der englischen Grafschaft Sussex mit. Von den Flugausfällen und Umleitungen infolge zahlreicher Drohnensichtungen waren seit Mittwochabend insgesamt etwa 150.000 Passagiere betroffen. Nachdem am Freitag der Flugbetrieb nach 36-stündigem Stillstand wieder aufgenommen worden war, wurde abends erneut eine Drohne entdeckt. Wieder wurde das Flugfeld gesperrt, doch dieses Mal nur für eine Stunde.
    8 min
  • 21.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Verteidigungsminister Mattis kündigt seinen Rücktritt an
    Wegen erheblicher Meinungsverschiedenheiten mit US-Präsident Donald Trump tritt Verteidigungsminister Jim Mattis zurück. Der Pentagon-Chef gab dies am Tag nach Trumps Ankündigung eines vollständigen Truppenabzugs aus Syrien bekannt. Mattis ist ein entschiedener Gegner dieses Schritts. In seinem Rücktrittschreiben hob er auch hervor, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit mit den traditionellen Verbündeten der USA sei. Trump twitterte, Mattis werde Ende Februar "mit Auszeichnung" aus dem Amt scheiden.
    USA planen auch "bedeutenden" Truppenabzug aus Afghanistan
    US-Präsident Donald Trump will jetzt auch die Hälfte seiner Soldaten aus Afghanistan abziehen. "Die Entscheidung wurde getroffen. Es wird einen bedeutenden Abzug geben", sagte ein US-Regierungsvertreter. Derzeit sind in Afghanistan rund 14.000 US-Soldaten im Einsatz, entweder für die Nato-Ausbildungs- und Unterstützungsmission "Resolute Support" oder für Anti-Terror-Operationen. Laut "Wall Street Journal" sollen mehr als 7000 US-Soldaten abgezogen werden. Erst am Mittwoch hatte Trump einen vollständigen Abzug der US-Soldaten aus Syrien angekündigt und damit für Unverständnis bei seinen Verbündeten gesorgt.
    Flugverkehr in Gatwick wieder in Betrieb
    Am Londoner Flughafen Gatwick ist der Verkehr wieder aufgenommen worden. Die Start- und Landebahn sei für eine begrenzte Anzahl von Flügen derzeit geöffnet, teilte die Flughafen-Verwaltung auf ihrer Webseite mit. Es dürfte aber weiterhin erhebliche Behinderungen geben. Gatwick war seit Mittwochabend aus Sicherheitsgründen gesperrt, nachdem Drohnen im Luftraum gesichtet worden waren.
    Steinkohle-Bergbau in Deutschland endet
    In Deutschland wird an diesem Freitag die Förderung von Steinkohle endgültig eingestellt. In Bottrop an der Zeche Prosper Haniel soll das letzte geförderte Stück Steinkohle an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht werden. Der Bundestag hatte 2007 den Fahrplan für den Ausstieg aus den Subventionen für die Kohle und damit auch aus der Förderung von Steinkohle bis Ende 2018 festgeschrieben. Grund für die Entscheidung war die fehlende Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der deutlich billigeren Importkohle.
    13 Tote nach Unglück in tschechischem Bergwerk
    Nach der Gasexplosion in einer tschechischen Mine hat sich die Zahl der Getöteten auf 13 Bergarbeiter erhöht. Dies teilte das Betreiberunternehmen OKD mit. Die Grubenwehr in Karvina suchte weiter nach Verschütteten. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich in dem Steinkohlebergwerk ein Luft-Methangas-Gemisch entzündet, was in einer Tiefe von etwa 800 Metern zu einer Schlagwetterexplosion führte.
    US-Justiz klagt zwei chinesische Hacker an
    Im Auftrag der Regierung sollen die Hacker 45 Unternehmen und Behörden in zwölf Ländern ausspioniert haben. Der stellvertretende US-Justizminister Rod Rosenstein sagte, die mit Verbündeten in Europa und Asien abgestimmte Aktion diene dazu, "Chinas wirtschaftliche Aggression" zurückzuweisen. Hunderte Gigabyte heikler Daten seien gestohlen worden. Die Angriffe seien über Jahre erfolgt, vermutlich im Zeitraum zwischen 2006 und 2018. Die Hacker hätten Schadsoftware platziert und Daten abgefischt, berichtete Rosenstein.
    2018 ist das wärmste Jahr in Deutschland seit Messbeginn
    Das zu Ende gehende Jahr ist das wärmste in Deutschland seit Beginn der Messungen 1881. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach ermittelte eine Durchschnittstemperatur von 10,4 Grad. Dies sei ein "trauriger Rekord", urteilte DWD-Vizepräsident Paul Becker. Bislang war 2014 das wärmste Jahr seit Beobachtungsbeginn, damals lag die Durchschnittstemperatur bei 10,3 Grad. Acht der neun wärmsten Jahre seit 1881 fielen laut DWD ins 21. Jahrhundert. Diese "auffällige Ballung" zeige klar, dass die Erwärmung ungebremst sei, so Becker weiter. Der Klimawandel habe Deutschland im Griff.
    8 min
  • 20.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Truppenabzug aus Syrien sorgt für einhellige Kritik
    Mit seiner Entscheidung für einen Truppenabzug aus Syrien stößt US-Präsident Donald Trump auf Unverständnis in der eigenen Partei. Mehrere republikanische Senatoren und Abgeordnete sprachen von einem schweren Fehler und warnten vor bösen Folgen eines voreiligen Rückzugs. Kritik äußerten auch die Demokraten und diverse Sicherheitsexperten. Lob kam dagegen aus Moskau. Die USA stehen an der Spitze einer internationalen Koalition, die in Syrien die Terrormiliz IS bekämpft. Washington hatte am Mittwoch überraschend den Abzug der rund 2000 in dem Bürgerkriegsland stationierten US-Soldaten verkündet.
    Boykottaufrufe bei Parlamentswahl in Togo
    In Togo wird an diesem Donnerstag unter Boykottaufrufen der Opposition ein neues Parlament gewählt. Bei der letzten Wahl 2013 errang die Regierungspartei Unir die absolute Mehrheit. Die Opposition warf ihr Manipulation vor. Seit August kommt es deshalb in dem westafrikanischen Staat immer wieder zu Protesten, die von den Behörden blutig niedergeschlagen werden. Ein Bündnis aus Oppositionsparteien, Bürgerbewegungen und Kirchen fordert seit Monaten Reformen und eine Verschiebung der Wahlen. Togo gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut.
    Japan plant offenbar Austritt aus Walfangkommission
    Japan erwägt offenbar, aus der Internationalen Walfangkommission IWC auszutreten, um den kommerziellen Walfang wieder aufnehmen zu können. Eine entsprechende Entscheidung wolle die Regierung bis Jahresende bekanntgeben, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf nicht genannte Kreise. Demnach will der Inselstaat die bedrohten Meeressäuger nur in den eigenen Küstengewässern und in der eigenen Wirtschaftszone jagen. Im September hatte Tokio bei der IWC einen Antrag auf Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs gestellt. Die Organisation wies diesen jedoch ab.
    Deutscher Raumfahrer Alexander Gerst in kasachischer Steppe gelandet
    Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist nach mehr als einem halben Jahr auf der Internationalen Raumstation ISS wieder zurück auf der Erde. Seine Sojus-Raumkapsel setzte mit zwei weiteren Raumfahrern kurz nach 6.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit in der kasachischen Steppe auf. Das zeigten Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde NASA. Mit an Bord waren der Russe Sergej Prokopjew und seine US-Kollegin Serena Auñón-Chancellor. Der Rückflug von der Internationalen Raumstation ISS dauerte mehr als drei Stunden.
    Drohnen legen Londoner Flughafen Gatwick lahm
    An Europas siebtgrößtem Flughafen London Gatwick ist es in der Nacht zum Mittwoch zu massiven Behinderungen gekommen. Alle Starts und Landungen wurden ausgesetzt, nachdem mehrere Drohnen über dem Flugfeld gesichtet worden waren. Flugzeuge sitzen bis auf weiteres am Boden fest, während ankommende Maschinen zu anderen Flughäfen umgeleitet werden müssen. Die Polizei ermittelt.
    In Illinois steht die katholische Kirche am Pranger
    Die Generalstaatsanwältin im US-Bundesstaat Illinois erhebt schwere Vorwürfe gegen die katholische Kirche. Diese habe lediglich 185 Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern aufgedeckt. Doch in den laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft seien Vorwürfe gegen mehr als 500 weitere Geistliche bekannt geworden. Offenbar habe die katholische Kirche die Vorwürfe nicht gründlich genug untersucht, sagte die Staatsanwältin. Damit habe die Kirche gegen ihre moralische Verpflichtung verstoßen, die gesamte Wahrheit über sexuell unangebrachtes Verhalten ihrer Priester in Illinois ans Licht zu bringen.
    Washington DC verklagt Facebook wegen des Cambridge-Analytica-Skandals
    Der Generalstaatsanwalt der US-Hauptstadt Washington hat Facebook wegen des Datenmissbrauchs durch die Firma Cambridge Analytica verklagt. Facebook hatte im März zugegeben, dass die Analyse-Firma die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern in die Hände bekommen und im US-Wahlkampf zugunsten von Donald Trump eingesetzt hatte. Generalstaatsanwalt Karl Racine erklärte, Facebook habe es versäumt, die Daten seiner Nutzer zu schützen. Facebook wollte bislang nicht dazu Stellung nehmen.
    9 min

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