Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 19.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU einig über Verbot von Einweg-Plastik
    In Europa sollen Produkte aus Einweg-Plastik wie Teller, Trinkhalme und Wattestäbchen künftig verboten werden. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich auf eine entsprechende Regelung. Die EU-Kommission hatte im Mai vorgeschlagen, Wegwerfartikel aus Kunststoff verbieten zu lassen, um den Plastikmüll in der Umwelt und in den Weltmeeren einzudämmen. EU-Parlament und EU-Länder hatten die Pläne im Gesetzgebungsverfahren leicht verändert. Sie müssen die Einigung der Unterhändler noch offiziell bestätigen. In Kraft treten werden die Änderungen voraussichtlich Anfang 2021.
    Gedenken an Opfer des Terroranschlags auf Berliner Weihnachtsmarkt
    Auf dem Berliner Breitscheidplatz wird an diesem Mittwoch der Opfer und Hinterbliebenen des islamistischen Terroranschlags vom 19. Dezember 2016 auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gedacht. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller wird einen Kranz am Mahnmal auf dem Breitscheidplatz niederlegen. Am Abend ist eine kurze Andacht in der Kirche vorgesehen. Zum Zeitpunkt des Anschlags - um 20.02 Uhr - wird eine Glocke der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zur Erinnerung an die Todesopfer zwölf Mal schlagen.
    Maas reagiert zurückhaltend auf Syrien-Einigung
    Was die Einigung zwischen Russland, dem Iran und der Türkei in ihren Genfer Syrien-Gesprächen angeht, zeigt sich Bundesaußenminister Heiko Maas skeptisch. Deutschland begrüße die Bemühungen zwar, doch mit der Benennung von Namen für einen Verfassungsausschuss alleine sei es nicht getan. Entscheidend sei, dass in dem folgenden politischen Prozess "echte Fortschritte" erzielt würden, sagte er bei seinem Besuch im nordirakischen Erbil. Maas kritisierte zudem die geplante neue Offensive der Türkei gegen die kurdische YPG-Miliz in Syrien.
    US-Senat beschließt weitreichende Justizreform
    In Washington hat der US-Senat eine der umfangreichsten Justizreformen der vergangenen Jahrzehnte verabschiedet. Die Abgeordneten stimmten am Dienstag (Ortszeit) mit großer Mehrheit für das von Republikanern und Demokraten ausgehandelte Reformpaket. Es sieht vor, dass hohe Strafen für bestimmte Verbrechen wie Drogendelikte leichter gemildert werden können. Zudem sollen die Haftbedingungen unter anderem für Frauen verbessert werden. Die Änderungen gelten allerdings nur für die rund 180.000 Häftlinge in Bundesgefängnissen. Über die Reform muss nun noch das Repräsentantenhaus abstimmen.
    USA und Mexiko einigen sich auf Entwicklungsplan
    Die USA und Mexiko haben einen Entwicklungsplan für Zentralamerika vorgelegt. Die Vereinigten Staaten erklärten sich bereit, rund 5,8 Milliarden Dollar für wirtschaftliches Wachstum und Reformen in den Ländern Guatemala, Honduras und El Salvador zu investieren, wie das US-Außenministerium mitteilte. Weitere 4,8 Milliarden Dollar an Investitionen seien für den Süden Mexikos vorgesehen, erklärte der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard. Die beiden Staaten wollen damit die Migration aus dem Süden des lateinamerikanischen Landes und aus Mittelamerika in Richtung USA bekämpfen.
    Madagaskar wählt einen neuen Präsidenten
    Im afrikanischen Inselstaat Madagaskar hat die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Rund zehn Millionen Menschen sind zur Wahl aufgerufen, bei der zwei ehemalige Präsidenten gegeneinander antreten. Der 44-jährige Andry Rajoelina war in der ersten Runde im November knapp vorne gelandet. Sein 69-jähriger politischer Erzfeind Marc Ravalomanana unterlag knapp. Beide haben Betrugsvorwürfe erhoben. Beobachter fürchten bei einem knappen Wahlausgang neue Instabilität in dem Land, das mit Armut, Korruption und chronischer Unterentwicklung zu kämpfen hat.
    Kuba verankert Ehe für alle nicht in neuer Verfassung
    Kuba hat Formulierungen, die den Weg für die Ehe für alle ebnen könnten, aus dem Entwurf für eine neue Verfassung gestrichen. Die Führung des sozialistischen Inselstaats begründete dies mit dem Widerstand in der Bevölkerung. Ursprünglich sollte die Ehe als "freiwillig geschlossener Bund zwischen zwei Personen" definiert werden. In der gültigen Verfassung ist nur von der Ehe zwischen Mann und Frau die Rede. Evangelikale Kirchen hatten gegen die Änderungen protestiert. Am Freitag soll die Nationalversammlung den neuen Verfassungstext beschließen. Für Februar ist eine Volksabstimmung geplant.
    9 min
  • 18.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Reporter ohne Grenzen" beklagt 80 getötete Journalisten
    Die Gewalt gegen Journalisten hat in diesem Jahr erheblich zugenommen. Mindestens 80 Medienschaffende und damit 15 mehr als 2017 seien getötet worden, heißt es im Jahresbericht von "Reporter ohne Grenzen". Allein 32 Journalisten starben demnach in Afghanistan, Syrien und im Jemen. Die Organisation nannte es aber auch erschreckend, dass 36 Vertreter des Berufsstandes 2018 außerhalb von Kriegsregionen ermordet worden seien - die meisten in Mexiko. Weltweit säßen 346 Journalisten aufgrund ihrer Arbeit im Gefängnis, die Hälfte von ihnen in China, Ägypten, Saudi-Arabien, in der Türkei und dem Iran.
    Jemen: Waffenruhe in Hudaida begonnen
    Im Bürgerkriegsland Jemen hat um Mitternacht Ortszeit die Waffenruhe für die wichtige Hafenstadt Hudaida begonnen. Nach Inkrafttreten gab es Vorwürfe, die Feuerpause sei missachtet worden. Die Berichte ließen sich allerdings nicht überprüfen. Eine knappe Stunde nach dem offiziellem Beginn hieß es beim Sender Al-Arabiya, inzwischen herrsche "gespannte Ruhe". Die Regierung und die schiitischen Huthi-Rebellen hatten sich bei Friedensgesprächen in Schweden auf die Waffenruhe geeinigt. Ursprünglich sollte sie schon in der Nacht zu Freitag beginnen, sie erwies sich aber als brüchig.
    Wortgefecht zwischen Kosovo und Serbien im UN-Sicherheitsrat
    Die Präsidenten des Kosovo und Serbiens sind bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Bildung einer kosovarischen Armee verbal aneinandergeraten. Kosovos Präsident Hashim Thaci verteidigte den Beschluss als "nicht außergewöhnlich" und als "natürlichen Schritt". Sein serbischer Amtskollege Aleksandar Vucic forderte dagegen den Sicherheitsrat auf, das Kosovo zu "zähmen". Er sei "sehr besorgt und sogar etwas verängstigt" über die Auswirkungen dieser Armee in der Region. Trotz internationaler Vorbehalte hatte Kosovos Parlament am Freitag den Aufbau einer eigenen Armee beschlossen.
    Demonstrationen in Ungarn vor Staatsfernsehen
    In Ungarn haben sich die seit Tagen anhaltenden Proteste gegen die rechtsnationale Regierung von Victor Orbán zum Sitz des Staatssenders verlagert. Zehn bis 15 Oppositionsabgeordnete hatten sich nach der letzten Demonstration am späten Sonntagabend Zutritt zu dem Gebäude des staatlichen Fernsehens (MTV) verschafft und dort fast 24 Stunden verbracht. Sie forderten vergebens, im Fernsehen live eine Petition der Demonstranten verlesen zu können. Zwei von ihnen wurden gewaltsam aus dem Gebäude geworfen. Bis zum Abend versammelten sich 1000 bis 2000 Demonstranten vor dem Sender.
    Weitere Festnahmen nach Straßburg-Anschlag
    Im Zusammenhang mit dem Anschlag in Straßburg sind zwei weitere Menschen festgenommen worden. Die französische Justiz verdächtigt sie, eine Rolle bei der Beschaffung der Tatwaffe gespielt zu haben. Gegen eine dritte Person, die bereits am Donnerstag unter demselben Verdacht festgenommen worden war, wurde unterdessen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der zuständige Anti-Terror-Richter ordnete Untersuchungshaft für den 37-Jährigen an. Ihm werden Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie der Besitz und die Weitergabe von Schusswaffen zur Last gelegt.
    Japan hat künftig auch Flugzeugträger
    Japan soll erstmals seit 1945 Flugzeugträger erhalten. Laut dem neuen Verteidigungsplan der rechtskonservativen Regierung sollen zwei Hubschrauberträger so umgebaut werden, dass von ihnen auch Kampfjets starten können. Der Plan für die Zeit bis 2024 sieht zudem Verteidigungsausgaben in einer Rekordhöhe von umgerechnet 214 Milliarden Euro vor. Kritiker werfen Ministerpräsident Shinzo Abe vor, sich von der pazifistischen Grundausrichtung Japans zu entfernen. Abe verteidigt die Pläne dagegen als notwendig und verweist unter anderem auf Nordkorea und die militärische Expansion Chinas.
    EU einigt sich auf strengere CO2-Grenzwerte für Neuwagen
    Im Streit um neue Kohlenstoffdioxid-Grenzwerte für Autos haben die EU-Staaten und das EU-Parlament einen Kompromiss erzielt. Die Emissionen von Neuwagen sollen bis 2030 um 37,5 Prozent im Vergleich zu den Werten von 2021 gesenkt werden, wie die EU-Kommission mitteilte. Als Zwischenziel sei ein Minus von 15 Prozent bis 2025 vereinbart worden. Die Vorgaben sind deutlich schärfer, als die Autoindustrie und die Bundesregierung dies ursprünglich wollten.
    10 min
  • 17.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Saudi-Arabien wirft US-Senat Einmischung vor
    Saudi-Arabien hat zwei Resolutionen des US-Senats zum Fall Khashoggi und zum Militäreinsatz im Jemen scharf zurückgewiesen. Die Resolutionen würden auf "falschen Behauptungen" basieren und eine "Einmischung in innere Angelegenheiten" darstellen, erklärte das saudi-arabische Außenministerium. Der Resolution zur Einstellung der US-amerikanischen Hilfen für die von Riad geführte Militäroperation im Jemen werden allerdings ohnehin kaum Chancen ausgerechnet. Dazu müsste das Abgeordnetenhaus ebenfalls zustimmen, was als unwahrscheinlich gilt.
    Deutschland und Kuwait vereinbaren Kooperation
    Deutschland und das Golfemirat Kuwait wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Dies solle durch den Austausch von Diplomaten und Experten sowie gemeinsame humanitäre Hilfsaktionen geschehen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnete Bundesaußenminister Heiko Maas mit seinem Kollegen Sabah Al-Chalid Al-Sabah bei einem Besuch in Kuwait. Das Golfemirat mit seinen 4,5 Millionen Einwohnern gilt als anerkannter Vermittler in der Region. Maas lobte den Einsatz von Kuwait für den Dialog in Konfliktfällen.
    Weiteres Todesopfer nach Attentat in Straßburg
    Die Zahl der Toten nach dem Anschlag in Straßburg ist auf fünf gestiegen. Die Staatsanwaltschaft in Paris teilte mit, ein 36-jähriger Mann sei seinen Verletzungen erlegen. Der polnische Staatsbürger wohnte seit rund 20 Jahren in Straßburg. Der Attentäter hatte den Mann vor einer Bar schwer verletzt. Augenzeugen zufolge wollten das Opfer und mehrere seiner Freunde den Attentäter hindern, die Bar zu betreten. Der 29-jährige Hauptverdächtige hatte am Dienstag im Umfeld des Straßburger Weihnachtsmarkts auf Passanten geschossen. Nach zweitägiger Flucht wurde er von der Polizei getötet.
    Menschenrechtler: Kroatien deportiert Migranten über "grüne" Grenze
    Die kroatische Polizei schiebt nach Angaben von Menschenrechtlern Flüchtlinge und andere Migranten auf illegale Weise über die "grüne" Grenze ins Nachbarland Bosnien-Herzegowina ab. Die zivile Beobachterorganisation Border Violence Monitoring veröffentlichte ein Dossier mit 132 heimlich gefilmten Videos, auf denen mehr als 50 Gruppenabschiebungen zu sehen sein sollen. Das Innenministerium in Zagreb wies den Vorwurf illegaler Rückschiebungen zurück. Die Polizei handle gemäß dem Schengen-Grenzkodex, wenn sie Ausländer, die nicht zur Einreise in die EU befugt sind, an der Grenze zurückweise.
    Rumänien wettert gegen Europäische Union
    Kurz vor Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft geht Rumänien auf Konfrontationskurs mit Brüssel. Ministerpräsidentin Viorica Dancila und der Parteichef der regierenden Sozialdemokraten, Liviu Dragnea, warfen der EU eine Diskriminierung Rumäniens vor. Dancila verwahrte sich gegen Kritik an ihrer Regierung und forderte ihre Partei auf, "diese Attacken nicht mehr hinzunehmen". Die EU kritisierte unter anderem, Bukarest tue nicht genug gegen Korruption. Parteichef Dragnea beklagte, andere EU-Länder seien "noch viel korrupter" als Rumänien, würden aber weniger kritisiert.
    Nordkorea verschärft Ton wegen US-Sanktionen
    Nordkorea hat den USA wegen neuer Sanktionen mit einer Rückkehr zu alten Zeiten der Konfrontation und dem Ende der Bemühungen um eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel "für immer" gedroht. In einer Erklärung des Außenministeriums heißt es, wenn die US-Regierung glaube, Nordkorea durch Verschärfung von Sanktionen und höheren Druck zur Aufgabe seiner Atomwaffen zwingen zu können, unterliege sie der "größten Fehleinschätzung". Die USA hatten am Montag Sanktionen gegen drei ranghohe Nordkoreaner erlassen. Begründet wurde dies mit Menschenrechtsverletzungen.
    Kerber und Lange als "Sportler des Jahres" ausgezeichnet
    Die Tennisspielerin Angelique Kerber, der Triathlet Patrick Lange und das deutsche Eishockey-Nationalteam sind die "Sportler des Jahres" 2018. Das haben 1100 Sportjournalisten entschieden. Wimbledonsiegerin Kerber erhielt die Ehrung in Baden-Baden zum zweiten Mal nach 2016 und setzte sich nur knapp vor der Bahnradsportlerin Kristina Vogel durch, die seit ihrem Unfall im Rollstuhl sitzt. Lange gewann vor Eric Frenzel, dem Doppel-Olympiasieger der Nordischen Kombination. Die Silbergewinner der Winterspiele von Pyeongchang sind die erste Eishockey-Mannschaft, die die Auszeichnung erhält.
    9 min
  • 15.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Klimagipfel geht in die Verlängerung
    Der Klimagipfel der Vereinten Nationen im polnischen Kattowitz dauert länger als geplant. Die Länder können sich in wichtigen Fragen bisher nicht einigen. Es geht vor allem darum, wie das Klimaabkommen von Paris künftig umgesetzt werden kann. Eine Gruppe aus Entwicklungs- und Industrieländern, der sich auch Deutschland angeschlossen hat, rief die Konferenz zu mehr Ehrgeiz auf. Aus Sorge vor einem Scheitern reiste UN-Generalsekretär Antonio Guterres zum dritten Mal seit Konferenzbeginn nach Kattowitz. Er versucht, die Verhandlungen mit bilateralen Gesprächen zu unterstützen.
    Mick Mulvaney wird neuer Stabschef von US-Präsident Trump.
    US-Präsident Donald Trump hat seinen bisherigen Haushaltsdirektor Mick Mulvaney zum Interims-Stabschef im Weißen Haus ernannt. Der 51-Jährige soll den scheidenden Stabschef John Kelly ersetzen. Trump hatte am vergangenen Samstag Kellys Abgang verkündet und erklärt, er wolle in "ein oder zwei Tagen" einen Nachfolger benennen. Die Suche gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht; mehrere Kandidaten sagten Trump ab. Medienberichten zufolge könnte Trump seinen Schwiegersohn und Berater Jared Kushner dauerhaft als Stabschef einsetzen.
    Misstrauensantrag gegen polnische Regierung gescheitert.
    Polens Opposition ist am späten Freitagabend mit einem Misstrauensantrag gegen die nationalkonservative PiS-Regierung von Ministerpräsident Morawiecki gescheitert. Gegen den Antrag der liberalkonservativen Partei Bürgerplattform stimmten 233 Abgeordnete. 163 Parlamentarier unterstützten das Votum. Seit Regierungsantritt der PiS 2015 waren bereits mehrere Misstrauensabstimmungen gescheitert. Die liberalkonservative Opposition kritisiert unter anderem die umstrittenen Justizreformen. Diese bedrohten die Unabhängigkeit des Gerichtswesens und hätten Polen ein Rechtsstaatsverfahren der EU-Kommission eingehandelt.
    Australien erkennt West-Jerusalem als israelische Hauptstadt an.
    Australien erkennt West-Jerusalem künftig als Hauptstadt Israels an. Der konservative australische Premierminister Scott Morrison sagte, die australische Botschaft werde allerdings so lange in Tel Aviv bleiben, bis es ein Friedensabkommen zwischen Israel und den Palästinensern gebe. Sobald eine dauerhafte Zwei-Staaten-Lösung erreicht sei, wolle Australien Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines palästinensischen Staates anerkennen, so Morrison. Die Opposition in Australien kritisierte den Beschluss. Die Botschaft nicht zu verlegen sei ein erniedrigender Rückschritt zu vorherigen Ankündigungen.
    Trotz vereinbarter Waffenruhe Kämpfe in jemenitischer Hafenstadt Hodeida.
    In der jemenitischen Hafenstadt Hodeida gab es trotz der vereinbarten Waffenruhe weiter Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen. In der Stadt soll es laut Augenzeugen zu Schusswechseln und Artilleriefeuer gekommen sein. Nach Angaben der Rebellen soll die von Saudi-Arabien angeführte Koalition in der Region zudem Luftangriffe geflogen haben. Der Waffenstillstand war in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Darauf hatten sich die jemenitische Regierung und die Huthi-Rebellen im Beisein von UN-Generalsekretär Antonio Guterres bei den Friedensgesprächen in Schweden geeinigt.
    Kölner Anschlag hatte wohl doch keinen islamistischen Hintergrund.
    Bei dem Brandanschlag und der Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof Mitte Oktober hat es sich nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft offenbar doch nicht um einen islamistischen Anschlag gehandelt. Der entsprechende Verdacht hätte sich bei den Ermittlungen nicht erhärtet. Der Täter, ein 55-jähriger Syrer, hatte in einem Schnellrestaurant eine brennbare Flüssigkeit angezündet und eine heftige Verpuffung ausgelöst. Dabei wurde eine Jugendliche schwer verletzt. Anschließend nahm der Mann in einer Apotheke eine Angestellte als Geisel. Als er diese anzünden wollte, griff ein Spezialkommando der Polizei ein.
    Früherer BKA-Chef Herold ist tot.
    Der langjährige Präsident des Bundeskriminalamts, Horst Herold, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Herold war von 1971 bis 1981 Präsident des BKA. Seine Amtszeit war vor allem vom Kampf gegen die Terrororganisation "Rote Armee Fraktion" geprägt. Er gilt auch als einer der Erfinder der computergestützten Polizeiarbeit, die später in die bis heute umstrittene Rasterfahndung mündete. In den 1970er Jahren baute Herold das Bundeskriminalamt vor allem in technischer Hinsicht grundlegend um. So konnte die BKA-Zentrale schon 1972 Informationen innerhalb von Sekunden an Ermittler weitergeben.
    9 min
  • 14.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Klimakonferenz kurz vor Ende noch ohne Kompromiss
    Vor dem geplanten Ende der UN-Klimakonferenz in Kattowitz an diesem Freitag haben die Teilnehmerstaaten bis in die Nacht ohne Ergebnis beraten. Die polnische Präsidentschaft der Konferenz hatte zuletzt sogar eine Verlängerung ins Spiel gebracht. Unter anderem fordern die ärmeren und vom Klimawandel besonders betroffenen Staaten verlässliche und längerfristige Finanzzusagen. Gestritten wird auch um ein klares Bekenntnis zum 1,5-Grad-Ziel, das ein radikales Umsteuern erfordern würde. Zu der Konferenz sind mehr als 30.000 Teilnehmer und Beobachter angereist.
    EU-Gipfel schickt May mit unverbindlichen Brexit-Zusagen heim
    Die EU hat Großbritannien neue, aber unverbindliche Zusicherungen gemacht, um die Brexit-Blockade im Parlament aufzubrechen. Dies geht aus einer Erklärung des EU-Gipfels hervor. Premierministerin Theresa May gab sich in Brüssel zuversichtlich, dass der Austrittsvertrag im Unterhaus eine Mehrheit finden werde. EU-Vertreter berichteten von wachsendem Unmut über das Brexit-Chaos und zu vage Vorstellungen Mays. Luxemburgs Premier Bettel warnte May davor, die Geduld der EU-Partner zu sehr zu strapazieren. Die EU will sich nun verstärkt auf einen Austritt Großbritanniens ohne Abkommen vorbereiten.
    Mutmaßlicher Straßburger Attentäter Chérif Chekatt getötet
    Die französische Polizei hat den mutmaßlichen Attentäter von Straßburg erschossen. Dies erklärte Innenminister Christophe Castaner. Drei Beamte hatten demnach den 29-jährigen Chérif Chekatt am Abend im Stadtteil Neudorf entdeckt, erklärte der Minister. Der Mann habe das Feuer auf die Beamten eröffnet. Diese hätten zurückgeschossen und ihn tödlich getroffen. Anti-Terror-Kräfte hatten das Viertel mit einem Großaufgebot durchsucht. Bei dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt waren vier Menschen getötet worden. Derweil reklamierte die Terrorgruppe "Islamischer Staat" das Attentat für sich.
    Drei Frauen in Nürnberg mit Stichen verletzt
    In Nürnberg sind drei Frauen mit Stichen schwer verletzt worden. Es sei nicht auszuschließen, dass die Angriffe am Donnerstagabend in nahe beieinander liegenden Straßen im Stadtteil St. Johannis von demselben Täter begangen wurden, teilte die Polizei mit. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf. Beamte suchten mit Hunden und Hubschraubern nach dem oder den Tätern - bis zum frühen Freitagmorgen ohne Erfolg. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gab es nach Polizeiangaben zunächst nicht.
    US-Senat stellt sich gegen Trump-Kurs zu Saudi-Arabien
    Der US-Senat hat in einem symbolischen Schritt beschlossen, die US-Hilfe für die von Saudi-Arabien geführte Militäraktion im Jemen einzustellen. Damit stellte sich die Mehrheit der Abgeordneten in der Außenpolitik erstmals derart klar gegen den Kurs von Präsident Donald Trump zu Saudi-Arabien. Die von seiner Republikanischen Partei dominierte Kongresskammer bezeichnete den Kronprinzen Mohammed bin Salman als "verantwortlich für den Mord" an dem Journalisten Jamal Khashoggi. Trump will an seiner engen Partnerschaft mit Riad festhalten. Er verweist unter anderem auf US-Rüstungsgeschäfte.
    Grünes Licht für dritte Geschlechtsoption "divers"
    Für Menschen mit einem "dritten Geschlecht" kann künftig "divers" im Geburtenregister eingetragen werden. Die neue Möglichkeit tritt neben die Angaben "weiblich" und "männlich" und den Verzicht auf eine solche Angabe. Der Bundestag billigte ein entsprechendes Gesetz mit den Stimmen von Union und SPD. Demnach können Menschen, die weder eindeutig männlich noch eindeutig weiblich sind, auch später noch beim Standesamt ihre Zuordnung ändern lassen. Dies gilt ebenfalls in Fällen, in denen das Geschlecht nach der Geburt falsch eingetragen wurde. Möglich ist dann auch die Wahl neuer Vornamen.
    Bemanntes Raumflugzeug von Virgin Galactic erreicht All
    Ein bemanntes Raumflugzeug von Virgin Galactic hat das All erreicht. Die SpaceShipTwo erzielte bei dem Testflug eine Höhe von 83 Kilometern, so dass die beiden Piloten die Schwerelosigkeit spüren und die Erdkrümmung sehen konnten. Damit ist der Weltraum-Tourismus einen Schritt weiter. Nach der sicheren Landung des Raumflugzeugs in der Wüste Kaliforniens kündigte Virgin-Chef Richard Branson weitere Flüge in den kommenden Monaten an. Die Höhe von 83 Kilometern liegt über der Schwelle von 50 Meilen, die vom US-Militär und der Raumfahrtbehörde NASA als Grenze zum Weltraum betrachtet wird.
    9 min
  • 13.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Theresa May übersteht Misstrauensvotum
    Die britische Premierministerin Theresa May hat die Vertrauensabstimmung ihrer konservativen Fraktion gewonnen. 200 Abgeordnete stimmten für, 117 gegen die Regierungschefin. Um May zu stürzen, hätten ihr mindestens 159 Parlamentarier das Misstrauen aussprechen müssen. Das Ergebnis ist für ein Jahr bindend. Hinter dem Misstrauensantrag standen hauptsächlich die Brexit-Hardliner in Mays Tory-Partei. Sie befürchten, dass der von ihr vorgelegte Brexit-Deal Großbritannien dauerhaft an die EU binden wird. Ein für Dienstag angesetztes Parlamentsvotum über das Abkommen hatte May kurzfristig vertagt.
    Frankreich verstärkt nach Anschlag in Straßburg Anti-Terror-Einheit
    Nach dem tödlichen Anschlag in Straßburg erhöht die Regierung in Paris die Zahl der Soldaten im Anti-Terror-Einsatz. Laut Premierminister Édouard Philippe sollen sich rund 1300 weitere Soldaten der sogenannten Operation Sentinelle anschließen. Dabei handelt es sich um eine Truppe, die nach dem Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" 2015 ihre Arbeit aufnahm. Derweil fahnden Ermittler mit Hochdruck weiter nach dem Verdächtigen Chérif Cherkatt. Der 29-Jährige soll am Dienstagabend in der Nähe des Straßburger Weihnachtsmarkts drei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt haben.
    Irische Minderheitsregierung kann bis 2020 weitermachen
    In Irland hat die größte Oppositionspartei, Fianna Fail, eingewilligt, die Minderheitsregierung auch 2019 zu unterstützen. Man wolle verhindern, "dass sich das politische Chaos, das wir in London sehen, auf Irland ausbreitet", so Oppositionsführer Michael Martin. Seine Partei garantiere deshalb, dass die konservative Regierung auch im kommenden Jahr handlungsfähig sein werde. Irland, das sich eine Grenze mit der britischen Provinz Nordirland teilt, schaut besorgt auf den geplanten EU-Austritt Großbritanniens. Dublin sei auf viele mögliche Folgen des Brexit nicht vorbereitet, sagte Martin.
    USA kritisieren geplante türkische Militäroffensive in Syrien
    Die USA haben die angekündigte neue Militäroffensive der Türkei gegen kurdische Kämpfer im Norden Syriens kritisiert. Das Pentagon erklärte, eine einseitige militärische Aktion wäre "inakzeptabel", zumal sich US-Einheiten in der Region aufhielten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Mittwoch angekündigt, "in einigen Tagen" eine neue Militäroffensive gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) östlich des Euphrat zu starten. Erdogan bezeichnete die Rebellen als "separatistische Terroristen". Die USA unterstützen die YPG im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz IS.
    Tote und Verletzte bei Zugunglück in der Türkei
    Bei einem schweren Zugunglück in der türkischen Hauptstadt Ankara sind mindestens vier Menschen getötet und 43 verletzt worden. Wie die Behörden mitteilten, entgleiste der Zug, weil er mit einer anderen Lokomotive zusammengestoßen war. Wieso gleichzeitig zwei Züge auf denselben Gleisen fahren durften, ist noch unklar. Zugunglücke sind in der Türkei keine Seltenheit. Erst im Juli waren bei einem schweren Unfall in der Nordwesttürkei mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen.
    Diplomatisches Gezerre: Zweiter Kanadier in China in Haft
    Die Spannungen zwischen China und Kanada wegen der Affäre um die Finanzchefin des chinesischen Konzerns Huawei haben sich verschärft. In der Volksrepublik wurde ein zweiter Kanadier festgenommen. Wie die Nachrichtenagentur China News Service berichtet, wird der Mann beschuldigt, in Aktivitäten verwickelt zu sein, die die nationale Sicherheit gefährdeten. Zuvor war einem kanadischen Ex-Diplomaten das gleiche Vergehen vorgeworfen worden. Die Verhaftungen werden von Beobachtern als mögliche chinesische Vergeltung für die Festnahme der Tochter des Huawei-Gründers, Ren Zhengfei, in Kanada auf Antrag der USA angesehen.
    8 min
  • 12.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Misstrauensvotum gegen britische Premierministerin May
    In Großbritannien muss sich Premierministerin Theresa May einem Misstrauensvotum stellen. Die erforderliche Zahl von Stimmen sei erreicht, teilte der Vorsitzende des zuständigen Parlamentsausschusses mit. May hatte am Montag überraschend die Abstimmung über das Brexit-Abkommen mit der Europäischen Union angesichts einer drohenden Niederlage verschoben. Sie wollte sich bis zum EU-Gipfel am Donnerstag um ein weiteres Entgegenkommen der EU bemühen.
    Attentäter von Straßburg weiter auf der Flucht
    Nach dem Terroranschlag auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt suchen die Behörden nach dem flüchtigen Täter. An der Fahndung sind 350 Sicherheitskräfte beteiligt, wie Innenminister Christophe Castaner in der Nacht in Straßburg sagte. Außerdem rief die Regierung die höchste Terrorwarnstufe aus. Der Täter hatte am Dienstagabend an drei Orten in Straßburg Angriffe verübt, wie Innenminister Christophe Castaner sagte. Er habe dabei drei Menschen getötet und zwölf weitere verletzt, sechs von ihnen schwer. Der polizeibekannte Gefährder war auch in Deutschland verurteilt worden.
    Trump droht mit "Shutdown"
    Im Streit mit den Demokraten über die Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko droht US-Präsident Donald Trump mit einem Regierungsstillstand. Trump fordert fünf Milliarden Dollar zur Finanzierung der Mauer entlang der Grenze zum südlichen Nachbarn. Die Demokraten wollen lediglich 1,3 Milliarden Dollar für die Grenzsicherung ausgeben, wie es heißt. Die Finanzierung der Regierungsbehörden in den USA ist nur noch bis zum 21. Dezember gesichert. Gelingt bis dahin kein Kompromiss, müssten Behörden und andere öffentliche Stellen ihre Arbeit einstellen.
    Huawei-Managerin gegen Kaution freigelassen
    Die in Kanada festgenommene Finanzchefin des Huawei-Konzerns, Meng Wanzhou, kommt gegen Kaution auf freien Fuß. Ein Gericht in Vancouver stimmte einem entsprechenden Antrag ihrer Verteidiger zu. Die Managerin des chinesischen Telekom-Unternehmens war Anfang Dezember auf Betreiben der US-Behörden in Kanada festgesetzt worden. Meng wird vorgeworfen, über ein inoffizielles Tochterunternehmen namens Skycom Geschäfte mit dem Iran gemacht und dadurch gegen Sanktionen verstoßen zu haben. Der Fall belastet die Beziehungen Chinas zu den USA und Kanada.
    Kriegsrecht für Insel Mindanao verlängert
    Auf den Philippinen ist das Kriegsrecht für Mindanao - die zweitgrößte Insel des Landes - um ein weiteres Jahr bis Ende 2019 verlängert worden. Präsident Rodrigo Duterte hatte darum gebeten, um der Armee mehr Zeit zu geben, den Terrorismus in der Region zu bekämpfen, wie es hieß. Auf Mindanao hatten Islamisten 2017 die Großstadt Marawi unter ihre Kontrolle gebracht. Erst nach fünfmonatigen Kämpfen gelang es dem Militär, Marawi zurückzuerobern.
    6 min
  • 11.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Theresa May wird von Kanzlerin Merkel empfangen
    Einen Tag nach der verschobenen Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus reist Premierministerin Theresa May zu Gesprächen über den Brexit-Deal nach Den Haag und Berlin. May hatte die Abstimmung abgesagt, weil sich eine Niederlage im Parlament abzeichnete. Sie will nun versuchen, bei anderen EU-Staaten und der EU-Kommission Verbesserungen zu erreichen. Vertreter Deutschlands und Frankreichs sowie EU-Ratspräsident Donald Tusk lehnen Nachverhandlungen ab. Tusk lud May aber für Donnerstag zu Gesprächen im Rahmen des EU-Gipfels ein.
    Merkel fordert von Putin Freilassung ukrainischer Seeleute
    Vor einem deutsch-französischen Vermittlungsversuch im Ukraine-Konflikt hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine klare Richtung vorgegeben: In einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin drängte Merkel auf die Freilassung von 24 ukrainischen Seeleuten. Russland hatte Ende November drei ukrainischen Schiffen die Durchfahrt der Meerenge vor der Halbinsel Krim verweigert und die Besatzungsmitglieder festgenommen. Der Vorfall hatte große Spannungen zwischen Moskau und Kiew ausgelöst. In Berlin wollen Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine nach Lösungen suchen.
    Millionen Menschen im Jemen leiden Hunger
    Im Jemen haben nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile 20 Millionen Menschen - das sind etwa zwei Drittel der Bevölkerung - große Schwierigkeiten, an ausreichend Lebensmittel zu kommen. Fast einer Viertelmillion Menschen drohe der akute Hungertod, teilte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock in New York mit. Für 2019 würden vier Milliarden US-Dollar benötigt, um das schlimmste Leid zu mildern. Saudi-Arabien, das im Jemen die vom Erzfeind Iran unterstützten Huthi-Rebellen bekämpft, hat laut Lowcock wieder hohe Spenden zugesagt.
    Weitere US-Sanktionen gegen Nordkorea
    Die USA haben gegen drei hochrangige Mitglieder der Führung Nordkoreas Strafmaßnahmen verhängt. Sie betreffen den Direktor der Abteilung für Propaganda der Arbeiterpartei, den Minister für Staatssicherheit sowie den Direktor der Abteilung für Organisation und Lenkung, der als enger Vertrauter von Machthaber Kim Jong Un gilt. Sie alle hätten Menschenrechtsverstöße begangen, teilte das US-Finanzministerium mit. Mögliche Konten würden gesperrt, Transaktionen mit ihnen untersagt. Da Nordkorea weitgehend vom Rest der Welt isoliert ist, haben die Maßnahmen zwar kaum praktische, dafür aber große symbolische Bedeutung.
    Google schließt Online-Netzwerk nach neuer Panne schneller
    Das Online-Netzwerk Google Plus wird früher als geplant geschlossen. Angesichts einer weiteren Datenpanne will Google das Netzwerk schon im April 2019 schließen - bisher war August als Termin genannt worden. Bei dem jüngst entdeckten Fehler seien Informationen von 52,5 Millionen Nutzern betroffen gewesen, teilte der Internet-Konzern mit. So seien unter anderem Namen, E-Mail-Adressen, Alter und Beschäftigung von Usern nach außen gedrungen. Google Plus hatte bereits seit 2015 eine Schwachstelle, durch die App-Entwickler ebenfalls auf Daten von Nutzern zugreifen konnten.
    NASA-Raumsonde verlässt Heliosphäre der Sonne
    Sechs Jahre nach ihrer Schwester-Raumsonde Voyager 1 hat nun auch Voyager 2 den Bereich der Magnetfelder um die Sonne verlassen. Analysen hätten ergeben, dass die Sonde aus der Heliosphäre ausgetreten sei, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Sie sei rund 18 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt, könne aber noch mit den Forschern kommunizieren - allerdings dauere jede Informationsübertragung 16 Stunden. Die beiden Raumsonden waren 1977 gestartet worden, um die Planeten Jupiter und Saturn zu erforschen. Damit zählen die Missionen zu den erfolgreichsten NASA-Unternehmungen aller Zeiten.
    8 min
  • 10.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weltweite Steigerung der Rüstungsgeschäfte um 2,5 Prozent
    Die weltweite Produktion von Rüstungsgütern ist 2017 zum dritten Mal hintereinander gestiegen. Wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri mitteilte, belief sich der Verkauf von Waffen- und Militärdiensten der 100 weltweit größten Rüstungsunternehmen im vergangenen Jahr auf fast 400 Milliarden Dollar. Das waren 2,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. US-Unternehmen legten demnach um zwei Prozent zu. An zweiter Stelle lagen russische Konzerne. Großbritannien bleibt der größte europäische Waffenlieferant. Die deutschen Rüstungskonzerne steigerten ihre Verkäufe um zehn Prozent.
    UN-Sonderbeauftragte wirbt nochmals für den Migrationspakt
    Vor Beginn der UN-Konferenz in Marokko hat die UN-Sonderbeauftragte Louise Arbour die Verbreitung von Fehlinformationen über den Migrationspakt beklagt. Der Pakt erlege den Staaten nichts auf, da er rechtlich nicht bindend sei. Durch ihn werde kein Recht auf Migration geschaffen, sagte sie. Mehr als 150 Nationen wollen heute in Marrakesch den UN-Migrationspakt verabschieden. Das Dokument enthält Vorschläge, wie die internationale Migrationspolitik verbessert und gegen illegale Einwanderung vorgegangen werden kann. Bundeskanzlerin Angela Merkel will auf der Konferenz eine Rede halten.
    Saudi-Arabien lehnt Auslieferung von Verdächtigen im Fall Khashoggi ab
    Im Fall des ermordeten saudischen Journalisten Jamal Khashoggi hat Saudi-Arabien eine Auslieferung von zwei hohen Beamten ausgeschlossen. Die Türkei hatte Anfang Dezember gegen die beiden Haftbefehle erlassen. Es handelt sich um einen Vertrauten von Kronprinz Mohammed bin Salman und den ehemaligen Vize-Geheimdienstchef. Die Männer haben nach Überzeugung der türkischen Ermittler zu der Gruppe gehört, die den Mord geplant hat. Außenminister Adel al-Dschubair sagte, Saudi-Arabien liefere seine Bürger nicht aus. Khashoggi war am 2. Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden.
    Bündnis von Paschinjan gewinnt Wahl in Armenien
    Bei der Parlamentswahl in Armenien liegt das Bündnis von Ministerpräsident Nikol Paschinjan deutlich vorn. Nach Auszählung der meisten Wahlbezirke erhält es rund 70 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission in der Hauptstadt Eriwan mitteilte. Insgesamt hatten sich elf Parteien und Wahlblöcke zur Abstimmung gestellt. Paschinjan will mit der vorgezogenen Wahl eine Mehrheit in der Nationalversammlung erreichen, um angekündigte Reformen durchsetzen zu können. Bislang haben die Republikaner die Mehrheit im Parlament.
    Macron spricht am Montagabend zu den Franzosen
    In der seit Wochen andauernden "Gelbwesten"-Krise will sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montagabend öffentlich äußern. Dies teilte der Elysée-Palast in Paris mit. Zuvor hatten unter anderem Vertreter der Protestbewegung und die Opposition Antworten des Staatschefs gefordert, der bislang vor allem Premier Édouard Philippe das Wort überlassen hatte. Seit Mitte November halten die Proteste Frankreich in Atem. Die "Gelbwesten" fordern mehr Steuergerechtigkeit und eine Verbesserung der Kaufkraft. Die Wut vieler richtet sich aber auch allgemein gegen Macron und dessen Reformpolitik.
    Trumps Favorit sagt ab
    US-Präsident Donald Trump muss weiter nach einem neuen Stabschef für das Weiße Haus suchen. Der Wunschkandidat Nick Ayers will das Amt nicht übernehmen. In einer Twitter-Botschaft kündigte der bisherige Stabschef von Vize-Präsident Mike Pence an, seine Arbeit in Washington nur noch bis Ende des Jahres fortführen zu wollen und sich dann anderweitig in Trumps Sinne politisch betätigen zu wollen. Laut Kreisen in der US-Hauptstadt sind nun Finanzminister Steven Mnuchin und der als erzkonservativ geltende republikanische Abgeordnete Mark Meadows als Nachfolger für John Kelly im Gespräch.
    Nobelpreisträger nehmen Auszeichnungen entgegen
    In Oslo und Stockholm werden am heutigen Montag die Träger der diesjährigen Nobelpreise ihre Auszeichnung entgegennehmen. Den Friedensnobelpreis bekommen die Jesidin Nadia Murad und der kongolesische Arzt Denis Mukwege. Sie haben bekannt gemacht, wie sexuelle Gewalt gegen Frauen in Kriegs- und Konfliktgebieten als Waffe genutzt wird. Bei einer Pressekonferenz forderten die beiden Preisträger die Weltgemeinschaft auf, Gewalt gegen Frauen in Kriegen zu bekämpfen. Es sei ein Punkt erreicht, an dem es nicht ausreiche, darüber zu reden und es anzuprangern, sagte der Gynäkologe Mukwege.
    9 min
  • 08.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sechs Tote bei Panik in Diskothek bei Ancona
    Bei einer Massenpanik in einer Diskothek in Italien sind in der Nacht sechs Minderjährige ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden bei dem Unglück während eines Rap-Konzerts in Corinaldo bei Ancona an der Adriaküste über hundert Menschen verletzt. Ob Reizgas oder eine brennende Substanz der Auslöser für die Massenpanik war, ist unklar. Die jungen Konzertbesucher versuchten zu fliehen, im Gedränge stürzten Menschen zu Boden und wurden niedergetrampelt.
    Die neue CDU-Vorsitzende schlägt Generalsekretär vor
    Die CDU setzt heute auf dem Parteitag in Hamburg ihre Beratungen fort. Die neue Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer will einen Personalvorschlag für den Posten des Generalsekretärs vorlegen. Sie stelle derzeit ein Team zusammen, das die Arbeit der Partei organisieren solle, erklärte sie. Ihre Hauptaufgabe sei, die Partei zusammenzuhalten und zu erneuern. Dabei sehe sie auch ihre unterlegenen Konkurrenten Friedrich Merz und Jens Spahn in der Pflicht. Kramp-Karrenbauer sagte in Interviews, sie werde Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützen. Sie traue sich das Kanzleramt auch selbst zu.
    USA beschuldigen Russland und Syrien der Falschinformation
    Die USA haben Russland und Syrien beschuldigt, einen Giftgasangriff auf die syrische Großstadt Aleppo vorgetäuscht zu haben, um Rebellengebiete angreifen zu können. Dabei geht es um einen Vorfall vom 24. November. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana hatte damals gemeldet, dass etwa hundert Menschen mit Atemnot in Krankenhäusern behandelt wurden. Syriens Verbündeter Russland hatte erklärt, der Angriff sei aus der Nachbarprovinz Idlib erfolgt, die von Rebellen kontrolliert wird. Russische Kampfflugzeuge hatten daraufhin Rebellengebiete in Idlib bombardiert, obwohl dort ein Waffenstillstand galt.
    Japan öffnet Arbeitsmarkt für Migranten
    Japan öffnet sich für mehr ausländische Arbeitsmigranten. Das Parlament verabschiedete mit den Stimmen des rechtskonservativen Koalitionslagers ein neues Visumssystem, das ab kommenden April gelten soll. So sollen in den nächsten Jahren mehrere hunderttausend Gastarbeiter ins Land geholt werden. Die Opposition befürchtet, dass Job- und Lebensbedingungen für Migranten unklar seien. Schon jetzt seien Arbeiter aus Schwellenländern Ausbeutung und sozialer Isolation ausgesetzt. Flüchtlinge nimmt Japan kaum auf. Experten begrüßen, dass eine Debatte über eine Immigrationspolitik angestoßen wurde.
    US-Neonazi wegen Mordes an Demonstrantin verurteilt
    In der US-Stadt Charlottesville hat ein Gericht einen Rechtsextremen für den Mord an einer Demonstrantin während der Ausschreitungen im August 2017 schuldig gesprochen. Der 21-jährige James Fields wurde von einer Jury zudem wegen mehrfacher Körperverletzung und Fahrerflucht verurteilt. Das berichten US-Medien. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Dem Angeklagten droht lebenslange Haft. Fields war während eines Aufmarschs von Rechtsextremisten in Charlottesville mit seinem Wagen in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren und tötete eine 32-jährige Frau.
    6 min

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