Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 07.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CDU entscheidet über Parteivorsitz
    Auf ihrem Parteitag in Hamburg wollen die Delegierten der CDU an diesem Freitag eine neue Parteispitze wählen. Die aussichtsreichsten Kandidaten sind Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich um den Vorsitz beworben. Erringt bei der geheimen Abstimmung kein Kandidat die absolute Mehrheit, findet anschließend eine Stichwahl statt. Angela Merkel tritt nach 18 Jahren nicht mehr als CDU-Chefin an. Sie will aber nach eigener Aussage bis zum Ende der Legislaturperiode Bundeskanzlerin bleiben.
    CDU/CSU laut ARD-Deutschlandtrend wieder bei 30 Prozent
    Die Unionsparteien haben im jüngsten ARD-Deutschlandtrend deutlich zugelegt. CDU und CSU steigern ihre Werte in der sogenannten Sonntagsfrage um vier Prozentpunkte und kommen auf 30 Prozent Zustimmung bei den Deutschen. Die Grünen verlieren drei Prozentpunkte, bleiben aber mit 20 Prozent zweitstärkste Kraft. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden sich nur 14 Prozent der Wähler für die SPD entscheiden. Damit erreichen die Sozialdemokraten dasselbe Ergebnis wie die rechtspopulistische AfD. FDP und Linke stehen bei jeweils acht Prozent.
    UN-Vollversammlung lässt Hamas-kritische Resolution scheitern
    Eine Verurteilung der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas wegen ihrer Raketenangriffe auf Israel hat in der UN-Vollversammlung nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit bekommen. Nur 87 der 193 Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, stimmten dafür, 58 dagegen. Der Beschluss wäre, anders als Resolutionen des Weltsicherheitsrates, rechtlich nicht bindend gewesen. Die USA, die EU und Israel stufen die im Gazastreifen herrschende Hamas als Terrororganisation ein.
    Viele Festnahmen nach Schülerprotesten in Frankreich
    Schüler und Studenten haben sich in mehreren französischen Städten gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Insgesamt wurden mehr als 700 Personen festgenommen. Die Proteste richteten sich gegen härtere Auswahlkriterien beim Hochschulzugang und Kürzungen beim Lehrpersonal. Auf die Proteste der sogenannten Gelbwesten hat Präsident Emmanuel Macron bereits reagiert: Die geplanten Steuererhöhungen für Benzin und Diesel werden für ein Jahr ausgesetzt. Trotzdem sind für das kommende Wochenende neue Demonstrationen angekündigt.
    Belgisches Parlament billigt UN-Migrationspakt
    Das belgische Parlament hat mit großer Mehrheit für die Annahme des UN-Migrationspakts gestimmt. 107 Abgeordnete waren dafür, 36 dagegen. Der Streit um den "Globalen Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration" hatte in Belgien zu einer Regierungskrise geführt. Der flämisch-nationalistische Koalitionspartner des liberalen Regierungschefs Charles Michel verweigerte seine Zustimmung und drohte mit dem Bruch des Regierungsbündnisses. Michel will wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag nach Marrakesch reisen, wo der UN-Migrationspakt unterzeichnet werden soll.
    Hilfsorganisation SOS Méditerranée trennt sich von der "Aquarius"
    Der Chartervertrag für das Flüchtlingsschiff "Aquarius" wird von SOS Méditerranée nicht verlängert. Als Gründe nannte die Hilfsorganisation politischen Druck, der auf die Flüchtlingsretter ausgeübt worden sei. Seit Oktober war die "Aquarius" de facto stillgelegt. Im Sommer dieses Jahres waren mit ihr Hunderte von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer gerettet worden. Weitere Schlagzeilen machte das Schiff, als es erst nach wochenlanger Irrfahrt mit 58 Migranten in Malta anlegen durfte. Die letzten dieser Flüchtlinge wurden jetzt nach Deutschland ausgeflogen.
    Mehr als eine Million Verkehrstote weltweit
    Jedes Jahr kommen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fast 1,4 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Mehr als ein Viertel der Opfer waren als Fußgänger oder Radfahrer unterwegs. Während es in Europa 9,3 Verkehrstote je 100.000 Einwohner gebe, seien es in Afrika 26,6, teilte die WHO mit. Vielerorts fehlten rechtliche Regelungen, die den Straßenverkehr sicherer machten. So gelte in mehr als 100 Ländern auf der Welt eine Gurtpflicht, doch nur 44 Staaten hätten effektive Gesetze gegen Alkohol am Steuer. Kindersitze seien lediglich in 33 Ländern vorgeschrieben.
    10 min
  • 06.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neuer Anlauf für Jemen-Friedensgespräche
    Vier Jahre bereits dauert der Bürgerkrieg im Jemen. Unter UN-Vermittlung wollen Vertreter der Regierung und der Huthi-Rebellen in Schweden nun über ein Ende des Konflikts verhandeln. Mehr als 10.000 Menschen wurden bisher getötet. Die Vereinten Nationen sprechen von der schwersten humanitären Krise weltweit. Angeheizt wird der Krieg dadurch, dass beide Seiten große Regionalmächte hinter sich haben: Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi wird vom sunnitischen Saudi-Arabien unterstützt, das mit Verbündeten Luftangriffe fliegt. Der schiitische Iran steht an der Seite der Huthi-Rebellen.
    Frankreichs Regierung geht weiteren Schritt auf "Gelbwesten" zu
    Frankreichs Regierung reagiert mit weiteren Zugeständnissen auf die anhaltenden Proteste der "Gelbwesten". Die geplante Anhebung der Ökosteuer auf Benzin und Diesel werde für das gesamte kommende Jahr ausgesetzt, bestätigte Umweltminister François de Rugy. Der Druck auf Präsident Emmanuel Macron dürfte sich dennoch weiter erhöhen. Nach den "Gelbwesten" wollen nun auch Schüler und Bauern in Frankreich auf die Straße gehen.
    Haftstrafe gegen australischen Ex-Erzbischof Wilson aufgehoben
    Ein Berufungsgericht im australischen Newcastle hat die Verurteilung des früheren Erzbischofs Philip Wilson zu einem Jahr Gefängnis wegen der Vertuschung von Missbrauchsfällen aufgehoben. Laut Medienberichten folgte Richter Roy Ellis der Argumentation von Wilsons Anwälten, wonach die Staatsanwaltschaft die Schuld des katholischen Geistlichen nicht zweifelsfrei nachgewiesen habe. Der 68-Jährige war schuldig gesprochen worden, den Missbrauch zweier Messdiener durch einen pädophilen Priester in den 1970er Jahren vertuscht zu haben.
    Ölkartell OPEC unter Druck
    Die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) verhandelt bei einem Ministertreffen in Wien über Details für eine mögliche Förderkürzung. Am Mittwochabend hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass das Kartell und weitere wichtige Förderländer wie Russland künftig weniger Öl aus dem Boden pumpen wollen. Der Ölpreis ist seit Oktober um mehr als 30 Prozent gefallen. US-Präsident Donald Trump rief die OPEC auf, die Menge nicht zu drosseln. Vor allem Saudi-Arabien steht damit vor einem Dilemma: Riad will die Beziehungen zu Washington nach dem Mordfall Khashoggi nicht noch stärker belasten.
    Weltweiter CO2-Ausstoß geht erneut nach oben
    Der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) hat in diesem Jahr laut einer Studie weiter zugenommen und dürfte einen neuen Rekordwert erreichen. Vor allem weil mehr Öl und Gas verbrannt würden, seien die Emissionen 2018 um mehr als zwei Prozent gestiegen, warnt der Forschungsverbund "Global Carbon Project". Derzeit verhandeln Vertreter von fast 200 Ländern auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz in Polen über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Ziel ist es, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen - im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um 1750.
    Huawei-Finanzchefin in Kanada verhaftet
    Die Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei ist in Kanada verhaftet worden und muss mit einer Auslieferung an die USA rechnen. Für Freitag sei eine Anhörung angesetzt, ob Meng Wanzhou gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt werden könne, teilte das kanadische Justizministerium mit. Medienberichten zufolge wird ihr zur Last gelegt, gegen Sanktionen verstoßen zu haben, die die USA gegen den Iran verhängt haben. Es geht dabei auch um den Vorwurf, dass Huawei Produkte aus den USA in den Iran geliefert hat.
    Türkei stellt Haftbefehl für Can Dündar aus
    Die türkische Justiz hat einen weiteren Haftbefehl gegen den in Deutschland lebenden ehemaligen Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, ausgestellt. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Maßnahme stehe im Zusammenhang mit Ermittlungen zu den großen regierungskritischen Gezi-Protesten von 2013. Dem Bericht zufolge sieht der Staatsanwalt es als erwiesen an, dass Dündar Verbindungen zum prominenten Aktivisten Osman Kavala hatte. Beide sollen die Gezi-Proteste organisiert haben.
    9 min
  • 05.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Deutsche Autobauer setzen auf Investitionen in USA
    Nach einem Spitzentreffen im Weißen Haus haben die deutschen Autobauer ein stärkeres Engagement in den USA angekündigt. VW-Chef Herbert Diess stellte eine Partnerschaft mit dem US-Autobauer Ford in Aussicht. BMW kündigte Investitionen in Höhe von 600 Millionen Dollar und 1000 neue Jobs an. Diess war mit Daimler-Chef Dieter Zetsche und BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter zu dem Treffen nach Washington gereist. Dort sprachen sie auch kurz mit Präsident Donald Trump. Diess sagte danach: "Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht, um Autozölle zu vermeiden."
    US-Republikaner geben Trump im Fall Khashoggi Kontra
    Für führende Parteikollegen von US-Präsident Donald Trump im Kongress steht die Verwicklung des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi fest. Der republikanische Vorsitzende des Außenausschusses im Senat, Bob Corker, sagte nach einem Treffen mit CIA-Chefin Gina Haspel, er habe "null Zweifel", dass der Thronfolger das Verbrechen angeordnet habe. Ähnlich äußerte sich der republikanische Senator Lindsey Graham. Die Senatoren gingen auf Distanz zu Trump, der sagt, für eine Mordbeteiligung des Kronprinzen gebe es keine Beweise.
    Zwei Deutsche in USA wegen "Panama Papers" angeklagt
    Im Zusammenhang mit dem "Panama Papers"-Skandal hat die US-Justiz zwei Deutsche, einen US-Buchhalter und einen Anwalt aus Panama angeklagt. Den vier Männern, die teilweise mit der umstrittenen Kanzlei Mossack Fonseca zusammenarbeiteten, werden nach Angaben des Justizministeriums Geldwäsche und Steuervermeidung vorgeworfen. Ihnen drohen lange Haftstrafen. Allerdings wurde der Anwalt aus Panama noch nicht gefasst. Die Kanzlei Mossack Fonseca steht im Mittelpunkt der Affäre. Sie wurde in diesem Jahr geschlossen.
    Weniger Terroropfer weltweit
    Die Zahl der Terroropfer ist weltweit deutlich zurückgegangen. 2017 starben bei Anschlägen 18.814 Menschen - und damit 27 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie aus dem globalen Terrorismus-Index des Instituts für Wirtschaft und Frieden hervorgeht. Im Vergleich zu 2014 ging die Opferzahl gar um 44 Prozent zurück. Besonders im Irak und in Syrien habe sich die Lage wegen des Rückzugs der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verbessert. In Europa sei die Zahl der Toten durch Terroranschläge von 168 im Jahr 2016 auf 81 im vorigen Jahr gesunken, heißt es in dem in London veröffentlichten Report.
    Internationale Razzia gegen 'Ndrangheta
    Ermittler in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien sind mit einer großangelegten Razzia gegen Mitglieder der italienischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta vorgegangen. Nach Angaben des Bundeskriminalamtes wurden mehrere Verdächtige festgenommen. In Deutschland gab es Einsätze in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die kalabrische 'Ndrangheta gilt inzwischen als die mächtigste italienische Mafia-Organisation. Sie dominiert den Drogenschmuggel nach Europa.
    Israel zerstört Hisbollah-Tunnel aus dem Libanon
    Die israelische Armee hat einen "grenzquerenden Angriffstunnel" der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah unter der israelisch-libanesischen Grenze gefunden. Dieser werde nun unbrauchbar gemacht, teilte die Armee mit. Der Tunnel im östlichen Teil der Grenze reiche rund 40 Meter in israelisches Gebiet herein. Man wisse, dass es weitere Tunnel gebe. Laut Armee will die vom Iran finanzierte Hisbollah eine Terrorinfrastruktur gegen israelische Zivilisten schaffen. Israel hat in der Vergangenheit schon mehrfach Tunnel der radikal-islamischen Hamas aus dem Gazastreifen nach Israel zerstört.
    Steinmeier reist zu sechstägigem Besuch nach China
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beginnt an diesem Mittwoch einen sechstägigen Staatsbesuch in der Volksrepublik China. Erste Station ist die südchinesische Millionenstadt Kanton, wo er ein deutsch-chinesisches Berufsbildungszentrum besucht. Zudem will er sich über Entwicklungen bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz informieren. Am Freitag reist Steinmeier weiter in die Provinz Sichuan. Dort will er sich zehn Jahre nach dem schweren Erdbeben einen Überblick über den Wiederaufbau verschaffen. Die Gespräche mit Chinas politischer Führung sind erst für Montag geplant.
    9 min
  • 04.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Eurogruppe einigt sich auf Reformschritte
    Die Euro-Finanzminister haben sich auf einen Kompromiss zur Reform der Währungsunion geeinigt. Das teilte ein Sprecher von Eurogruppen-Chef Mário Centeno nach rund 16-stündigen Verhandlungen in Brüssel mit. Details wurden zunächst nicht genannt. Bei dem Treffen der Eurogruppe in Brüssel ging es unter anderem um eine Weiterentwicklung des Euro-Rettungsschirms ESM und die Einführung eines Eurozonen-Budgets.
    Brexit-Debatte im britischen Parlament beginnt
    Das britische Unterhaus debattiert von diesem Dienstag an fünf Tage lang über das mit der EU ausgehandelte Brexit-Abkommen. Die Abgeordneten stimmen in einer Woche über das Dokument ab. Sollte das Parlament die Vereinbarung nicht annehmen, droht ein ungeordneter Austritt Großbritanniens. Beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg äußert sich der Generalanwalt zu der Frage, ob London den Brexit einseitig rückgängig machen könnte. Sollte der EuGH diese Möglichkeit bejahen, könnte das für die Abgeordneten ein weiterer Grund sein, gegen das Abkommen zu stimmen.
    Deutsche Autobosse zu Gesprächen im Weißen Haus
    Vor dem Hintergrund drohender Importzölle kommen Spitzenmanager führender deutscher Autohersteller an diesem Dienstag in Washington mit Vertretern der US-Regierung zusammen. An der Zusammenkunft im Weißen Haus nehmen Daimler-Chef Dieter Zetsche, VW-Chef Herbert Diess und BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter teil. Sie treffen unter anderem auf US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross und den Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle von 25 Prozent auf importierte Autos angedroht.
    Bushs Leichnam im Kapitol in Washington aufgebahrt
    Mit einer Zeremonie im US-Kapitol haben Abgeordnete von Senat und Repräsentantenhaus des verstorbenen früheren US-Präsidenten George Bush gedacht. Für das Weiße Haus würdigte Vizepräsident Mike Pence die Verdienste des 41. Präsidenten, der von 1989 bis 1993 regiert hatte. Unter Bushs Führung habe Amerika den Kalten Krieg gewonnen, sagte Pence. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, würdigte den Verstorbenen als "großen Patrioten". Bushs Leichnam wurde im Kapitol aufgebahrt. Dort können Bürger bis Mittwoch Abschied nehmen. Am Mittwoch gilt eine eintägige Staatstrauer.
    Fast 500 Neonazis untergetaucht
    In Deutschland können Haftbefehle gegen 467 Rechtsextremisten nicht vollstreckt werden, weil die Beschuldigten nicht aufzufinden sind. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag. Mehr als jeder vierte Gesuchte gelte als gewalttätig. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl der gesuchten Neonazis demnach fast verdoppelt. Als ein Grund dafür gelte die wachsende Zahl rechtsextremistisch motivierter Taten im Zuge der Flüchtlingskrise.
    DLR-Satellit bringt Gewächshäuser ins All
    Ein deutscher Satellit zur Erprobung von Gewächshäusern im Weltraum ist im vierten Anlauf ins All gestartet. Eine Falcon-9-Rakete mit dem Eucropis-Satelliten hob von einer Militärbasis in Kalifornien ab. Der Satellit hat zwei biologische Lebenserhaltungssysteme an Bord. Im Zuge der Eucropis-Mission sollen kleine Weltraumtomaten heranwachsen und wichtige Erkenntnisse über die Versorgung von Astronauten auf künftigen Langzeitmissionen zum Mond und zum Mars liefern. Entwickelt und gebaut wurde der Satellit vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der Universität Erlangen-Nürnberg.
    Fußballer Luka Modric erringt erstmals den Ballon d'Or
    Der Kroate Luka Modric hat den Ballon d'Or gewonnen. Der Vize-Weltmeister von Real Madrid setzte sich bei der Abstimmung des französischen Fachmagazin "France Football" gegen seinen Ex-Teamkollegen Ronaldo durch, der den Preis schon fünf Mal errungen hat. Der 33-jährige Modric war bereits zum Weltfußballer des Jahres gekürt worden. Bei den Frauen sicherte sich die Norwegerin Ada Hegerberg von Olympique Lyon den Ballon d'Or vor der Dänin Pernille Harder vom VfL Wolfsburg. In der Fußball-Bundesliga kam Bayer Leverkusen beim Aufsteiger Nürnberg nicht über eins zu eins hinaus.
    9 min
  • 03.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Katar will im Januar aus der OPEC aussteigen
    Katar will im Januar die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) verlassen. Dies kündigte Energieminister Saad al-Kaabi in Doha an. Sein Land wolle sich künftig auf die Steigerung der Gasproduktion konzentrieren. Der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien sowie Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten hatten 2017 ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den Golfstaat verhängt. Sie werfen Katar vor, "Terrorismus" zu unterstützen und zu enge Beziehungen zum schiitischen Iran - dem Erzfeind Saudi-Arabiens - zu pflegen.
    Weltbank sagt 200 Milliarden Dollar für Kampf gegen Klimawandel zu
    Die Weltbank hat 200 Milliarden Dollar Hilfen für Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel zugesagt. Die Hilfen gelten für den Zeitraum von 2021 bis 2025 und stellen eine Verdopplung der Hilfen des aktuellen Fünf-Jahres-Plans dar, wie die Weltbank kurz nach Beginn der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz ankündigte. Zwei Wochen verhandeln die Vertreter von knapp 200 Staaten darüber, wie die Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz von 2015 durch klare Regeln zur Umsetzung und Überprüfung ergänzt werden können.
    Berlin und Paris wollen Finanztransaktionssteuer in der EU
    Deutschland und Frankreich unternehmen einen neuen Vorstoß, in Europa eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Die erzielten Einnahmen könnten ein Beitrag zu einem Euro-Zonen-Budget sein, heißt es im Entwurf eines Positionspapiers, das der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt. Länder, die sich daran beteiligten, sollten die Steuereinnahmen mit ihren Beiträgen zum EU-Haushalt verrechnen können. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und sein französischer Kollege Bruno Le Maire wollen ihren Vorschlag am Rande des Euro-Finanzministertreffens an diesem Montag in Brüssel präsentieren.
    Ultrarechte Vox-Partei zieht in andalusisches Parlament ein
    In Spanien zieht zum ersten Mal seit der Wiedereinführung der Demokratie eine ultrarechte Partei in ein Regionalparlament ein. Bei der Wahl in Andalusien erhielt die fremdenfeindliche Vox-Partei zwölf der 109 Sitze. Die seit 1982 regierenden Sozialisten erreichten nur 33 Mandate. Für die Regierungsbildung bedeutet dies eine Mehrheit politisch eher rechts orientierter Parteien im andalusischen Parlament. Die Regionalwahl galt auch als Stimmungstest für die sozialistische Regierung Spaniens. Andalusien ist mit 8,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Region des Landes.
    UN-Flugzeug fliegt verletzte Huthi-Rebellen aus dem Jemen aus
    Ein Flugzeug der Vereinten Nationen soll nach Angaben der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen an diesem Montag 50 verletzte Huthi-Rebellen aus dem Bürgerkriegsland ausfliegen. Es handle sich dabei um eine "vertrauensbildende Maßnahme" vor den bevorstehenden Friedensgesprächen in Schweden, sagte ein Sprecher der Militärkoalition laut der amtlichen saudi-arabischen Nachrichtenagentur SPA. Die Koalition habe der UN-Forderung zugestimmt, Evakuierungsaktionen aus medizinischen Gründen zu ermöglichen. Die verletzten Rebellen sollen demnach nach Maskat im Oman ausgeflogen werden.
    Nigerias Präsident Buhari tritt Gerüchten über eigenen Tod entgegen
    Nigerias Präsident Muhammadu Buhari ist Gerüchten entgegengetreten, er sei gestorben und durch einen Doppelgänger aus dem Sudan ersetzt worden. "Ich bin es wirklich, das kann ich Ihnen versichern", sagte der fast 76 Jahre alte Staatschef bei einem Treffen mit Landsleuten am Rande der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz. Die Gerüchte über den Tod Buharis waren vor allem über soziale Netzwerke verbreitet worden. Er hatte sich 2017 für medizinische Behandlungen längere Zeit in Großbritannien aufgehalten - an welcher Krankheit Buhari litt, blieb ein Geheimnis.
    UEFA beschließt dritten Europapokal-Wettbewerb
    Der europäische Fußballverband UEFA hat die Einführung eines weiteren Europacups beschlossen. Von der Saison 2021/22 an wird es neben Champions League und Europa League einen neuen Wettbewerb geben, an dem 32 Teams in einer Gruppenphase starten. In der Fußball-Bundesliga hat derweil Eintracht Frankfurt den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz verpasst. Der DFB-Pokalsieger unterlag dem VfL Wolfsburg in eigener Arena mit 1 : 2. Zuvor hatte RB Leipzig das Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 2 : 0 für sich entschieden. Die Sachsen eroberten damit Platz drei der Tabelle.
    10 min
  • 01.12.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ex-Präsident George Bush ist tot
    Der frühere US-Präsident George Bush Senior ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Das teilte seine Familie mit. Der Republikaner war von 1989 bis 1993 der 41. Präsident der Vereinigten Staaten. Bush profilierte sich insbesondere bei der deutschen Wiedervereinigung. Nach dem Mauerfall unterstützte er den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl, die Zustimmung der Sowjetunion zur deutschen Einheit zu erhalten. Seine Amtszeit wurde zudem außenpolitisch geprägt vom Krieg zur Befreiung Kuwaits. US-Präsident Trump würdigte seinen Vorgänger als große Führungspersönlichkeit. Bush habe mit einem zuverlässigen Urteilsvermögen und seinem gesunden Menschenverstand die Welt zu einem friedlichen Abschluss des Kalten Krieges gebracht, heißt es in einer Erklärung des Weißen Hauses.
    G20-Staaten ringen um Einigung
    Die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer ringen auf ihrem Gipfeltreffen in Buenos Aires um eine gemeinsame Linie. Noch ist völlig unklar, ob in der argentinischen Hauptstadt eine einvernehmliche Abschlusserklärung zustande kommt. So sperrt sich die US-Delegation unter anderem dagegen, dass in dem Dokument eine Verbindung zwischen Klimaerwärmung und Treibhausgasausstoß genannt wird. Nach ihrer verspäteten Ankunft trifft sich Bundeskanzlerin Angela Merkel an diesem Samstag mit US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Am ersten Tag des G20-Gipfels hatten Tausende Menschen in Buenos Aires gegen das Treffen der Staats- und Regierungschefs protestiert. "Sie wollen Krieg und wir lassen sie nicht in Frieden", war auf Transparenten der Demonstranten zu lesen.
    May verliert weiteres Regierungsmitglied
    In Großbritannien ist im Streit um den Brexit ein weiteres Regierungsmitglied zurückgetreten. Staatssekretär Sam Gyimah, zuständig für Forschung und Universitäten, legte sein Amt nieder. Er kündigte an, gegen das Abkommen zu stimmen, das Premierministerin Theresa May mit der Europäischen Union zum Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU ausgehandelt hatte. Gyimah plädierte zudem für eine bislang von May abgelehnte zweite Volksabstimmung. Der Staatssekretär ist der neunte Politiker, der in der Kontroverse um den Brexit aus der Regierung in London ausscheidet.
    Gewalt bei Gelbwesten-Protest in Brüssel
    Nach Protesten in Frankreich haben jetzt auch in der belgischen Hauptstadt Brüssel mehrere Hundert Menschen in gelben Warnwesten die Straßen blockiert. Ihr Protest richtete sich gegen hohe Spritpreise und Lebenshaltungskosten. Die unangemeldete Demonstration war zuvor in sozialen Medien angekündigt worden und begann zunächst friedlich. Im Verlauf versuchten Vermummte, die Polizeilinien zu durchbrechen und warfen Steine und Knallkörper. Nur wenige hundert Meter vom Sitz der Europäischen Kommission brannten zwei Polizeiautos aus. Die Polizei nahm um die 60 Menschen fest.
    Maas will Abrüstungs-Initiative starten
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat eine deutsche Initiative für globale Rüstungskontrolle angekündigt, mit deren Hilfe neuartige Waffensysteme besser kontrolliert werden sollen. Die Regeln müssten mit der technologischen Entwicklung immer neuer Waffenarten Schritt halten, sagte Maas der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er denke dabei auch an autonome Waffensysteme, die völlig außerhalb menschlicher Kontrolle töteten. Auch China soll nach dem Willen des SPD-Politikers einbezogen werden. Nach derzeitigen Regeln könne das Land weitgehend unkontrolliert aufrüsten, so Maas.
    Heftige Erdstöße in Alaska
    Ein Erdbeben der Stärke 7 hat am Freitag den Süden Alaskas erschüttert und in der Großstadt Anchorage Gebäude erzittern lassen. Die Polizei des US-Bundesstaates sprach von erheblichen Schäden an Häusern. Durch die Erdstöße zersprangen Fensterscheiben, sie ließen Möbel umfallen und Straßen absacken. Die Polizei geht bislang nicht von Toten oder Schwerverletzten aus. Die US-Erdbebenwarte USGS registrierte mehrere Nachbeben. Eine vorsorglich erlassene Tsunamiwarnung für Teile der Südküste wurde später wieder aufgehoben.
    Düsseldorf verliert 0:1 gegen Mainz
    Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hat Fortuna Düsseldorf einen herben Rückschlag erlitten. Das Team von Trainer Friedhelm Funkel unterlag beim Heimspiel dem FSV Mainz 05 mit 0:1. Den entscheidenden Treffer für die Mainzer erzielte Stürmer Jean-Philippe Mateta in der 67. Spielminute. Damit droht Düsseldorf am Wochenende wieder auf den letzten Tabellenplatz abzurutschen.
    9 min
  • 30.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel verpasst G20-Auftakt wegen gefährlicher Flugzeugpanne
    Wegen eines technischen Defekts am Regierungs-Airbus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Flug zum G20-Gipfel in Buenos Aires unterbrechen müssen. Der A340 machte über den Niederlanden kehrt und landete sicher in Köln/Bonn. Laut Medienberichten war das komplette Kommunikationssystem mit den Bodenleitstellen ausgefallen. Es sei teilweise die Frage gewesen, ob überhaupt eine Landung möglich sei, schreibt die Deutsche Presse Agentur. Merkel wird an diesem Freitag verspätet mit einem Teil der Delegation nach Argentinien reisen. Den Auftakt des Gipfeltreffens wird die Kanzlerin verpassen.
    Süd- und Nordkorea prüfen grenzüberschreitende Eisenbahnstrecken
    Nord- und Südkorea wollen ihre Eisenbahnverbindungen wiederherstellen. Südkorea schickte einen Zug mit Experten an Bord über die Grenze nach Nordkorea, die dort in den nächsten knapp drei Wochen mit nordkoreanischen Fachleuten die Streckenbedingungen prüfen sollen. Nach Angaben des Transportministeriums in Südkorea wird der Zug zwei grenzüberschreitende Strecken im Westen und im Osten der koreanischen Halbinsel befahren. Für die Streckenprüfung musste der UN-Sicherheitsrat einer Ausnahme von Sanktionen gegen Nordkorea zustimmen.
    Angreifer beschädigen Hamburger Wohnhaus von Olaf Scholz
    Das Wohnhaus des amtierenden Vizekanzlers und ehemaligen Hamburger Bürgermeisters Olaf Scholz ist von mehreren Angreifern beschädigt worden. Eine Gruppe von rund 14 Unbekannten habe in der Nacht zunächst einen Autoreifen vor dem Mehrfamilienhaus im Hamburger Stadtteil Altona angezündet und danach mit Farbe gefüllte Marmeladengläser gegen die Hauswand geworfen, teilte die Polizei mit. Die Täter seien anschließend geflüchtet. Der SPD-Politiker selbst war zum Tatzeitpunkt auf dem Weg zum G20-Gipfel in Buenos Aires. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen einer politischen Straftat.
    Slowakischer Außenminister tritt im Streit um Migrationspakt zurück
    Aus Protest gegen die Ablehnung des UN-Migrationspakts durch das Parlament in Bratislava ist der slowakische Außenminister Miroslav Lajcak zurückgetreten. Der parteilose Minister war in seiner Zeit als Vorsitzender der UN-Vollversammlung einer der Architekten der globalen Vereinbarung. In einer Erklärung der regierenden Sozialdemokraten und Rechtspopulisten heißt es, der Pakt stehe in seiner derzeitigen Fassung nicht im Einklang mit der Sicherheits- und Migrationspolitik des Landes. Regierungschef Peter Pellegrini erklärte, die Regierung stimme völlig mit der Ansicht des Parlaments überein.
    Laut WHO steigt Zahl der Masern-Infektionen rasant
    Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor einer neuen Ausbreitung der Masern. 2017 seien weltweit rund 190.000 Krankheitsfälle gemeldet worden, 31 Prozent mehr als im Jahr davor. Das sei aber nur ein Bruchteil der Masern-Infektionen. Laut einer Modellrechnung der WHO lag die tatsächliche Zahl der Erkrankten im vergangenen Jahr bei rund 6,7 Millionen. Im selben Zeitraum seien etwa 110.000 Menschen an der Krankheit gestorben. Ursprüngliches Ziel der WHO war es, die Masern bis zum Jahr 2020 auszurotten. Angesichts der neuen Zahlen ist die Organisation skeptisch, ob das noch gelingen kann.
    Lage der Kinder in Zentralafrika laut UNICEF "verheerend"
    Angesichts des seit fünf Jahren andauernden Bürgerkriegs in der Zentralafrikanischen Republik bezeichnet UNICEF die Lage in dem Land, vor allem für Kinder, als "verheerend". Rund 1,5 Millionen von ihnen, das seien etwa zwei Drittel aller Kinder dort, benötigten dringend humanitäre Hilfe, heißt es in einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks. Schätzungsweise 43.000 Kinder unter fünf Jahren seien von lebensgefährdendem Hunger bedroht. UNICEF spricht von einer "vernachlässigten Krise". Es gebe kaum internationale Aufmerksamkeit und zu wenig finanzielle Unterstützung für das bitterarme Land.
    NASA bereitet Marssonde "InSight" für Einsatz von Instrumenten vor
    Nach der sicheren Landung der Marssonde "InSight" bereitet sich die US-Raumfahrtbehörde NASA auf den Einsatz der an Bord befindlichen Instrumente vor. Die deutsche Wärmesonde und das französische Seismometer seien in gutem Zustand, sagte NASA-Wissenschaftsdirektor Thomas Zurbuchen. Die Geräte seien zwar noch nicht eingeschaltet, dies solle aber in den nächsten Tagen geschehen. Die beiden Instrumente sollen mithilfe eines Roboterarms auf die Oberfläche des Planeten platziert werden. Am Montag hatte "InSight" nach einem fast siebenmonatigen Flug auf dem Mars aufgesetzt.
    10 min
  • 29.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Poroschenko bittet Deutschland um militärische Hilfe
    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Deutschland und die NATO um militärische Unterstützung im Konflikt mit Russland gebeten. "Deutschland gehört zu unseren engsten Verbündeten und wir hoffen, dass in der NATO jetzt Staaten bereit sind, Marineschiffe ins Asowsche Meer zu verlegen", sagte Poroschenko der "Bild"-Zeitung. Er forderte auch weitere Sanktionen des Westens gegen Moskau. Die russische Küstenwache hatte in der Straße von Kertsch vor der Halbinsel Krim am Sonntag drei ukrainische Marineschiffe aufgebracht. Kiew verhängte daraufhin ein 30-tägiges Kriegsrecht.
    US-Senat auf Konfrontationskurs zu Trump
    Im Streit um die US-Unterstützung für Saudi-Arabien im Bürgerkrieg im Jemen haben die Kritiker von Präsident Donald Trumps Kurs eine wichtige Hürde im Senat genommen. Die Kongresskammer stimmte dafür, in der kommenden Woche eine Resolution zu debattieren, die Trumps Regierung zum Ende des Beistands zwingen könnte. 63 Senatoren votierten dafür, darunter 14 Mitglieder von Trumps Republikanern. Im Jemen herrscht seit dreieinhalb Jahren Bürgerkrieg. Washington unterstützt das von den Saudis geführte Militärbündnis, das Luftangriffe gegen Huthi-Rebellen fliegt, die vom Iran Schützenhilfe erhalten.
    Pelosi von US-Demokraten für Parlamentsvorsitz nominiert
    In den USA haben die oppositionellen Demokraten Nancy Pelosi für das Amt der Sprecherin des Repräsentantenhauses nominiert. Bei einer geheimen Abstimmung der Fraktion bekam die 78-Jährige 203 Stimmen, 32 Parteivertreter votierten gegen sie. Pelosi hatte den Vorsitz des US-Repräsentantenhauses bereits von 2007 bis 2011 inne - als erste Frau in der US-Geschichte. Es ist nach Präsident und Vizepräsident das dritthöchste Amt im Staat. Der Parlamentspräsident ("Speaker") wird im Januar vom Repräsentantenhaus gewählt, wo die Demokraten eine Mehrheit haben.
    15 Tote bei Taliban-Attacke in afghanischer Hauptstadt
    Bei einem Taliban-Angriff auf das britische Sicherheitsunternehmen G4S in Kabul sind mindestens 15 Menschen getötet und 29 verletzt worden. Laut afghanischem Innenministerium dauerte die Attacke der Islamisten in der Hauptstadt rund zehn Stunden. Demnach hatte ein Selbstmordattentäter am Mittwochabend zunächst eine Autobombe vor dem Büro von G4S gezündet, danach stürmten vier Angreifer das Gelände. Diese seien im Verlauf der Feuergefechte getötet worden, so das Ministerium weiter. G4S bietet Sicherheitsdienste für das britische Außenministerium und für Diplomaten in Afghanistan an.
    Notenbank warnt vor Jahrhundertrezession
    Ein ungeordneter EU-Austritt könnte in Großbritannien die heftigste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg auslösen. Davon geht die Bank of England aus, wie eine Analyse zeigt. Das Vereinigte Königreich will die EU am 29. März verlassen. Sollte das mit Brüssel ausgehandelte Abkommen bis dahin nicht in Kraft treten können, dürfte die britische Wirtschaft innerhalb eines Jahres um acht Prozent schrumpfen. Das britische Pfund dürfte um 25 Prozent zum US-Dollar nachgeben, schreibt die britische Zentralbank. Die Preise für Häuser könnten um knapp ein Drittel fallen.
    Dortmund und Schalke im Achtelfinale der Königsklasse
    Borussia Dortmund und Schalke 04 sind in der Champions League dem deutschen Fußball-Meister Bayern München ins Achtelfinale gefolgt. Dortmund machte am fünften und vorletzten Vorrundenspieltag in der Gruppe A gegen den belgischen Verfolger FC Brügge durch ein 0 zu 0 den Einzug in die Runde der besten 16 perfekt. Schalkes Sprung ins Achtelfinale in der Gruppe D stand schon vor der 1 zu 3 Niederlage beim FC Porto fest, da der direkte Konkurrent Galatasaray Istanbul bei Lokomotive Moskau 0 zu 2 verloren hatte.
    8 min
  • 28.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Präsident der Ukraine warnt vor drohendem Krieg
    Nach dem jüngsten Zwischenfall im Schwarzen Meer stehen die Zeichen zwischen Russland und der Ukraine weiter auf Konfrontation: Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warf Russland eine massive Truppenverlegung an die Grenze zur Ukraine vor und warnte vor einem drohenden Krieg. Heute tritt in Teilen der Ukraine das Kriegsrecht in Kraft. Russlands Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow sagte, das könnte zu einer weiteren Eskalation führen. Die russische Justiz ging derweil gegen die festgenommenen ukrainischen Marinesoldaten vor. Zwölf von ihnen wurden auf der Krim in Untersuchungshaft genommen.
    EU unterstützt Afghanistan finanziell
    Afghanistan erhält von der Europäischen Union weitere Finanzhilfen. Die EU-Kommission hat dem Krisenland am Hindukusch 474 Millionen Euro zugesagt. Damit wolle man bei Reformen im öffentlichen Sektor sowie in den Bereichen Gesundheit, Justiz, Wahlen und Migration helfen, sagte Entwicklungskommissar Neven Mimica bei einer Afghanistan-Konferenz in Genf. Mit dem Geld sollen auch Fortschritte im Kampf gegen Korruption und bei Einhaltung der Menschenrechte erzielt werden. Die EU stehe Seite an Seite mit Afghanistan, um für eine bessere Zukunft des Landes zu sorgen, betonte Mimica.
    USA verhängen Sanktionen gegen Nicaraguas Vizepräsidentin
    Angesichts der Unterdrückung regierungskritischer Proteste in Nicaragua haben die USA Sanktionen gegen das engste Umfeld von Präsident Daniel Ortega verhängt. Auf der Liste der von den Strafmaßnahmen Betroffenen, die das US-Finanzministerium am Dienstag veröffentlichte, stehen jetzt auch Ortegas Ehefrau, Vizepräsidentin Rosario Murillo, und der nationale Sicherheitsberater Ernesto Moncada Lau. US-Präsident Donald Trump unterschrieb einen Erlass, der die Sanktionen möglich macht. Bereits im Juli hatten die USA Sanktionen gegen ranghohe Funktionäre der nicaraguanischen Regierung verhängt.
    Enges Rennen bei Stichwahl in Georgien erwartet
    Die Georgier entscheiden an diesem Mittwoch in einer Stichwahl, wer künftig Präsident der Ex-Sowjetrepublik wird. Um das Amt bewerben sich Ex-Außenministerin Salome Surabischwili und Ex-Außenminister Grigol Waschadse. Gut 3,5 Millionen Menschen sind zu der Abstimmung aufgerufen. Präsident Giorgi Margwelaschwili war nicht mehr angetreten. Die frühere französische Botschafterin Surabischwili war als Favoritin in den ersten Wahlgang Ende Oktober gegangen. Sie erhielt aber mit 38,6 Prozent nur wenig mehr Stimmen als ihr schärfster Konkurrent Waschadse. Er kam auf 37,7 Prozent.
    Eintägiger Streik droht Verkehr in Griechenland lahmzulegen
    Aus Protest gegen bestehende und weitere Sparmaßnahmen haben die großen griechischen Gewerkschaftsbünde zu einem 24-stündigen Ausstand aufgerufen. Busse und Metro verkehren nicht, die Fähren bleiben in den Häfen vertäut. In Athen und anderen Großstädten sind Demonstrationen angekündigt. Die Gewerkschaften verlangen von der Regierung, den harten Sparkurs zu beenden. Sie fordern die Erhöhung des Mindestlohns von 586 auf 751 Euro im Monat, die Rücknahme von Rentenkürzungen sowie Steuersenkungen. Am 18. Dezember will das Parlament über den Etatplan der Regierung für 2019 abstimmen.
    Ermittler: Abgestürzte Lion-Air-Maschine war "nicht flugtüchtig"
    Der Absturz einer indonesischen Passagiermaschine mit 189 Todesopfern hätte vermutlich verhindert werden können. Die indonesische Flugaufsichtsbehörde KNKT konstatiert in einem vorläufigen Untersuchungsbericht nach der Auswertung des Datenschreibers, dass die Boeing 737 Max 8 des Billigfliegers bereits bei einem Flug am Vortag des Unglücks "nicht flugtüchtig" gewesen sei. Die Maschine war dann am 29. Oktober kurz nach dem Start in Jakarta ins Meer gestürzt. Die Piloten hatten demnach mehr als zwei Dutzend Mal versucht, die Maschine aus dem Sinkflug nach oben zu ziehen, am Ende ohne Erfolg.
    9 min
  • 27.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Poroschenko will Ukraine mit Kriegsrecht schützen
    Im Konflikt mit Russland hat das ukrainische Parlament für 30 Tage das Kriegsrecht verhängt. Zur Begründung nannte Staatschef Petro Poroschenko den Übergriff russischer Küstenwachschiffe auf ukrainische Marineboote in der Meerenge von Kertsch. Im UN-Sicherheitsrat warfen die USA Russland eine "skandalöse Verletzung" der ukrainischen Souveränität vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Kremlchef Wladimir Putin erörterten am Montagabend in einem Telefonat die Lage.
    Trump zweifelt Klimawandel-Regierungsbericht an
    US-Präsident Donald Trump hat die Warnung der US-Behörden vor den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels zurückgewiesen. "Ich glaube das nicht", sagte Trump. Er betonte zugleich, er habe nur einen Teil der etwa tausend Seiten umfassenden Studie gelesen, die vergangene Woche vorgestellt worden war. Darin warnen Wissenschaftler, der Klimawandel werde zunehmend zur Gefahr für die Wirtschaft der USA und weltweit.
    Mexiko fordert Untersuchung zu US-Grenzeinsatz
    Nachdem US-Grenzbeamte Tränengas auf mittelamerikanische Migranten geschossen haben, fordert das mexikanische Außenministerium eine Untersuchung der Vorfälle. Es werde erwartet, dass die USA den Einsatz in Richtung Mexiko gründlich aufklärten. Mehrere hundert Migranten hatten am Sonntag in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana versucht, illegal die Grenze zu den USA zu überwinden. Mexiko hat angekündigt, die an den Unruhen beteiligten Migranten in ihre Heimatländer abzuschieben.
    Union und SPD bei Migrationspakt einig
    Union und SPD haben sich auf eine gemeinsame Bundestags-Resolution zum UN-Migrationspakt verständigt. In dem Entwurf wird betont, dass der Pakt "keine einklagbaren Rechte und Pflichten" begründe und "keinerlei rechtsändernde Wirkung" entfalte. Damit wird auf Befürchtungen eingegangen, der UN-Pakt könnte die deutsche Rechtssprechung verändern oder zu mehr Migration nach Deutschland führen. Zugleich wird die Bundesregierung aufgefordert, weiter klar zwischen legaler und illegaler Migration zu unterscheiden.
    Bundesamt warnt vor Versorgungsengpass
    Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) warnt vor den Folgen eines längeren Stromausfalls in Deutschland. Die Auswirkungen wären "katastrophal", heißt es in einem internen BBK-Positionspapier, aus dem die Zeitungen der Funke-Mediengruppe zitieren. Durch Naturereignisse, Cyberangriffe oder physische Attacken könnten Internet und Telekommunikation, die Benzinabgabe an Tankstellen und die medizinische Versorgung in Krankenhäusern lahmgelegt werden. Für den Krisenfall fehlten etwa Notfallpläne zur Verteilung von Kraftstoff, Lebensmitteln und Medikamenten.
    US-Sonde "InSight" landet auf dem Mars
    Nach knapp siebenmonatigem Flug hat die US-Sonde "InSight" auf dem Mars aufgesetzt. Schon kurz darauf schickte die Sonde ihr erstes Foto vom Roten Planeten. Dies deutet darauf hin, dass "InSight" das schwierige Landemanöver gut überstanden hat. Zuletzt war der NASA 2012 mit dem Marsrover "Curiosity" eine Landung gelungen. Die USA sind das einzige Land, das erfolgreiche Marsmissionen vorweisen kann.
    7 min

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