Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 14.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Italien bleibt im Haushaltsstreit mit der EU stur
    Die populistische Regierung in Italien will auch nach Ablauf eines Ultimatums an ihrem umstrittenen Haushaltsplan festhalten. Die EU-Kommission hatte Rom bis Dienstag um Mitternacht Zeit gegeben, die Haushaltspläne zu korrigieren. Die darin vorgesehene Neuverschuldung von 2,4 Prozent im kommenden Jahr ist höher, als es EU-Regeln erlauben. Italien ist nach Griechenland das am höchsten verschuldete Euro-Land gemessen an seiner Schuldenquote. Einen Sparkurs lehnt die Regierung dennoch ab. Sie will das Wachstum unter anderem mit Steuersenkungen und höheren Sozialausgaben ankurbeln.
    Kabinettssitzung in London zu Brexit-Abkommen
    In Großbritannien soll die Regierung an diesem Mittwoch über den Entwurf eines Brexit-Abkommens entscheiden. London hatte am Dienstag einen Durchbruch bei den Verhandlungen über den Austritt aus der EU verkündet. Eine offizielle Bestätigung aus Brüssel gibt es bislang nicht. Allerdings soll es ebenfalls an diesem Mittwoch eine Sondersitzung der Botschafter der 27 verbleibenden EU-Staaten geben. Dies spricht für eine Einigung zwischen der EU und Großbritannien. Die eigentliche Hürde für ein Brexit-Abkommen liegt aber im britischen Parlament. Dort formiert sich parteiübergreifend Widerstand.
    Deutsche Wirtschaft schrumpft erstmals seit 2015
    Deutschlands Wirtschaft ist im dritten Quartal erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt fiel von Juli bis September um 0,2 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Noch im zweiten Quartal hatte Europas größte Volkswirtschaft um 0,5 Prozent zugelegt. Ausschlaggebend für die Flaute dürften Probleme der Autoindustrie bei der Umstellung auf das neue Abgastestverfahren WLTP gewesen sein, weswegen die Produktion heruntergefahren werden musste. Experten rechnen im laufenden Quartal wieder mit einem Wachstum.
    Erste Migranten aus Mittelamerika erklimmen Grenzzaun zu USA
    Nach ihrer Reise durch Mexiko haben die ersten Migranten aus Mittelamerika die Grenze zu den USA erreicht. Etwa 20 Menschen kletterten auf den Grenzzaun zwischen Tijuana und San Diego, stiegen aber kurz darauf auf der mexikanischen Seite wieder hinab. Beamte des US-Grenzschutzes griffen nicht ein. Die Migranten gehören zur sogenannten Karawane aus rund 5000 Menschen aus Honduras, Guatemala und El Salvador, die unter anderem vor der Gewalt in der Region fliehen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt die Regelungen für Asylverfahren an der südlichen US-Grenze verschärft.
    Prozess gegen Drogenboss "El Chapo" beginnt mit Paukenschlag
    Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat der US-Prozess gegen den mexikanischen Drogenboss Joaquín Guzmán, genannt "El Chapo", begonnen. In seinem Eröffnungsplädoyer erklärte dessen Anwalt Jeffrey Lichtman, sein Mandant habe den scheidenden mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto und dessen Vorgänger Felipe Calderón bestochen. Verantwortlich dafür sei der flüchtige Drogenboss Ismael Zambada. Guzmán sei lediglich der "Sündenbock". Der 61-Jährige muss sich in New York unter anderem wegen Drogenschmuggels, Waffenhandels und Geldwäsche verantworten. Ihm droht lebenslange Haft.
    Zahl der Opfer bei Bränden in Kalifornien steigt abermals
    Im US-Bundesstaat Kalifornien gehen die Behörden inzwischen von mindestens 50 Todesopfern in Folge der verheerenden Waldbrände aus. In dem Ort Paradise seien weitere sechs Leichen gefunden worden, sodass allein in Nord-Kalifornien die Zahl der Opfer auf 48 gestiegen sei, sagte der Sheriff von Butte County, Kory Honea. Bereits vor wenigen Tagen waren im Süden des Staates bei Malibu zwei Leichen entdeckt worden. Dutzende weitere Menschen werden noch vermisst. Die Brände, die vorigen Donnerstag ausbrachen, haben bereits Hunderte Quadratkilometer Wald und Tausende Häuser zerstört.
    Rosa Diamant "Pink Legacy" für Rekordpreis versteigert
    In Genf ist ein rosa Diamant für den Rekordpreis von rund 50 Millionen Dollar versteigert worden. Der knapp 19 Karat schwere Edelstein mit dem Namen "Pink Legacy" wurde vom US-Luxusjuwelier Harry Winston erworben, wie das Auktionshaus Christie's mitteilte. Der Stein gehörte lange Zeit der Familie Oppenheimer, die einst den Minen-Konzern De Beers leitete. Den bisherigen Rekord für einen rosa Diamanten hielt der knapp 15 Karat schwere "Pink Promise", der im vorigen Jahr in Hongkong für knapp 32,5 Millionen Dollar versteigert wurde.
    9 min
  • 13.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Studie: Nordkorea baut weiter Raketen
    Nach Angaben der US-amerikanischen Denkfabrik CSIS (Zentrum für strategische und internationale Studien) treibt Nordkorea trotz der Abrüstungsgespräche mit den USA sein Atomwaffenprogramm voran. Satellitenbilder zeigten, dass Pjöngjang an mindestens 13 verborgenen Standorten mobile, atomar einsetzbare Raketen verstecke, heißt es in der Studie, über die zuerst die "New York Times" berichtete. US-Präsident Donald Trump hatte sein Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Singapur im Juni als Startschuss für die "vollständige Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel bezeichnet.
    Bericht: Hinweise auf Verwicklung Salmans in Fall Khashoggi
    Im Fall des getöteten Journalisten Jamal Khashoggi gibt es offenbar starke Hinweise auf eine Verwicklung des saudischen Kronprinzen. Ein Mitglied des Kommandos, das Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul umgebracht habe, habe kurz nach der Tat Anfang Oktober einem Vorgesetzten am Telefon gesagt, er möge "seinem Chef" Bescheid geben, schrieb die "New York Times". Amerikanische Geheimdienstler glaubten, dass mit dem "Chef" Kronprinz Mohammed bin Salman gemeint sei. Khashoggi, ein Kritiker Salmans, war Anfang Oktober nach Betreten des saudischen Konsulates in Istanbul getötet worden.
    May sieht weiterhin ungelöste Fragen beim Brexit
    Bei den Gesprächen mit der Europäischen Union über den Austritt Großbritanniens gibt es nach den Worten von Premierministerin Theresa May noch zahlreiche ungelöste Fragen. "Was wir verhandeln, ist extrem schwierig", sagte sie in London. Es werde keine Vereinbarung um jeden Preis geben. Man befinde sich aber im Endspiel und arbeite hart daran, Fortschritte zu erzielen. Großbritannien will die EU Ende März 2019 verlassen und verhandelt derzeit über die Bedingungen des Austritts. Zankapfel ist die zukünftige Ausgestaltung der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland.
    Libyen-Gespräche in Palermo vor dem Abschluss
    Im italienischen Palermo geht am heutigen Dienstag die Internationale Konferenz zur Krise in Libyen zu Ende. Neben den Konfliktparteien werden unter anderem die Staats- und Regierungschefs von Tunesien und Algerien, Russlands Vize-Außenminister Bogdanow, Frankreichs Außenminister Le Drian sowie die EU-Außenbeauftragte Mogherini erwartet. Ziel des Gipfels ist es, den Weg zu einer friedlichen Zukunft Libyens zu ebnen. Zwischen Ende August und Ende September wurden in dem nordafrikanischen Staat bei Zusammenstößen von Milizen mindestens 117 Menschen getötet und mehr als 400 weitere verletzt.
    Israel bombardiert Hamas-nahen Fernsehsender in Gaza
    Bei ihren Angriffen im Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe auch den Sitz des TV-Senders Al-Aksa bombardiert. Dieser steht der radikalislamischen Hamas nahe. Wie die israelische Armee mitteilte, galten die Angriffe der Hamas und der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben mindestens drei Menschen getötet. Zuvor hatten militante Palästinenser Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Einige Geschosse konnten vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen werden. Ärzte berichten von mindestens 20 verletzten Israelis.
    Zahl der Todesopfer durch Waldbrand in Kalifornien steigt auf 42
    Der verheerende Waldbrand in Kalifornien ist laut ist Kory Honea, dem Sheriff des nordkalifornischen Bezirks Butte, der tödlichste in der Geschichte des US-Bundesstaates. Wie Honea mitteilte, wurden die Leichen von 13 weiteren Opfern geborgen. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in Folge des "Camp Fire" genannten Waldbrandes auf mindestens 42.
    Löwenbaby in Luxusauto in Paris entdeckt
    In Paris hat die Polizei erneut ein Löwenbaby entdeckt. Das Tier wurde in einem Lamborghini auf der Prachtstraße Champs-Elysées gefunden, wie die Polizei mitteilte. Der auffällige Wagen war zuvor für eine Kontrolle angehalten worden. Der Fahrer des Autos wurde laut Polizei festgenommen und das Löwenbaby in Sicherheit gebracht. Die Polizei hatte zuletzt wiederholt Funde von Löwenbabys in der französischen Hauptstadt gemeldet.
    9 min
  • 12.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Seehofer will politische Karriere beenden
    CSU-Chef Horst Seehofer will im kommenden Jahr vom Parteivorsitz und als Bundesinnenminister zurücktreten. Einen Monat nach den herben Stimmverlusten für seine Partei bei der Landtagswahl in Bayern kündigte Seehofer am Sonntag bei einem Treffen der engsten Parteiführung seinen Rückzug von beiden Ämtern an. Im Januar oder Februar will der 69-Jährige demnach als Parteichef abtreten. Im Laufe des nächsten Jahres wolle er auch den Posten des Bundesinnenministers abgeben. "2019 wird das Jahr der Erneuerung für die CSU", erklärte Seehofer weiter.
    Weidel will nicht zurücktreten
    Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, schließt in der Affäre um eine mutmaßlich illegale Parteispende aus der Schweiz persönliche Konsequenzen aus. Sie erklärte, die Spende sei nicht an ihre Person gegangen. Nach Recherchen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" sollen zwischen Juli und September 2017 - im Jahr der Bundestagswahl - gut 130.000 Euro von einer Schweizer Pharmafirma an die rechtspopulistische Alternative für Deutschland gezahlt worden sein. Die AfD hatte laut eigenen Angaben selbst "Bedenken ob der Legalität" und zahlte das Geld allerdings erst im April 2018 zurück.
    Maas verlangt mehr Transparenz im Uiguren-Konflikt
    Bei seinem Besuch in China hat Bundesaußenminister Heiko Maas mehr Transparenz im Konflikt um die Menschenrechte der Uiguren verlangt. Dies sei nötig, um zu beurteilen, was mit dem Turkvolk geschieht, sagte Maas nach einem Treffen mit dem für Handel zuständigen Vize-Ministerpräsidenten Liu He in Peking. Laut unbestätigten Berichten sitzen bis zu eine Million Angehörige der moslemischen Minderheit in chinesischen Umerziehungslagern. Nach einer Bundestagsdebatte zu dem Thema hatte die chinesische Botschaft in Deutschland der Bundesregierung eine "grobe Verletzung der Souveränität Chinas" vorgeworfen.
    Immer mehr Opfer in Brandgebieten Kaliforniens
    Die Zahl der Todesopfer bei den schweren Waldbränden in Kalifornien ist auf mindestens 31 gestiegen. Leichen seien in ausgebrannten Häusern und Autos entdeckt worden, teilten die Behörden mit. 228 Menschen werden offiziell noch vermisst. Heftige und heiße Winde treiben die Feuer immer weiter voran. Der Brand nördlich von Sacramento hat bereits mehr als 6.700 Häuser und Geschäfte zerstört. In der Stadt Paradise wurden alle 27.000 Einwohner aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Im Raum Los Angeles mussten 150.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Auch der Promi-Ort Malibu bleibt evakuiert.
    Bundesverteidigungsministerin von der Leyen besucht Mali
    Nach ihrem Besuch im Niger ist Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen in Mali eingetroffen. Dort übernimmt an diesem Montag die Bundeswehr das Kommando über die EU-Ausbildungsmission. Die Bundeswehr ist in Mali an der UN-Friedensmission Minusma sowie an der Ausbildungs- und Unterstützungsmission der Europäischen Union beteiligt. 2013 hatten die UN die Minusma-Mission gestartet, um eine Machtübernahme durch Islamisten zu verhindern. Große Regionen in Mali sind allerdings noch immer nicht unter Kontrolle der Regierungstruppen.
    Merkel und Macron kritisieren Wahlen in der Ost-Ukraine
    Trotz internationaler Kritik haben die prorussischen Rebellen in der Ostukraine Wahlen abgehalten. Die Siege der Interimschefs von Luhansk und Donezk - Leonid Passetschnik und Denis Puschilin - galten schon im Vorfeld als sicher. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kritisierten die Wahlen. Diese untergrüben die Souveränität der Ukraine, sagten sie nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Luhansk und Donezk hatten sich 2014 von Kiew losgesagt. Seitdem wurden bei Kämpfen mit ukrainischen Truppen laut UN mehr als 10.000 Menschen getötet.
    8 min
  • 10.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump kritisiert Macrons Vorschlag einer europäischen Armee
    US-Präsident Donald Trump hat die Forderung von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron nach einer europäischen Streitmacht scharf kritisiert. Bei seiner Ankunft in Paris schrieb Trump auf Twitter, dieser Vorschlag sei "sehr beleidigend". Er forderte die Europäer auf, stattdessen ihren Anteil für die NATO zu leisten. Diese werde von den USA in hohem Maße subventioniert, so Trump. Der US-Präsident ist nach Frankreich gereist, um gemeinsam mit dem französischen Präsidenten und anderen Staats- und Regierungschefs an den Gedenkfeiern zum Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren teilzunehmen.
    Saudi-arabische Kampfjets im Jemen künftig ohne US-Luftbetankung
    Die von Saudi-Arabien geführte Koalition im Bürgerkriegsland Jemen will künftig auf die Betankung ihrer Kampfjets durch US-Flugzeuge verzichten. Dies berichtet die saudische Nachrichtenagentur SPA. Saudi-Arabien sei inzwischen selbst in der Lage, die Maschinen in der Luft zu betanken. Der Schritt sei in Abstimmung mit den USA erfolgt, heißt es. Die US-Luftwaffe war bislang für die Betankung von rund einem Fünftel der Koalitionsflugzeuge, die im Jemen im Einsatz waren, zuständig. In dem seit 2014 andauernden Bürgerkrieg wurden bislang mehr als 10.000 Menschen getötet.
    Vereinte Nationen verdoppeln Hilfe für den Jemen
    Im Kampf gegen die Hungersnot im Bürgerkriegsland Jemen will das UN-Welternährungsprogramm dort künftig 14 Millionen Menschen mit Nahrung versorgen. Das ist die Hälfte der Bevölkerung des Landes. Bisher wurden rund acht Millionen Menschen versorgt. Um die Hilfslieferungen in den Jemen bringen zu können, fordern die UN freien Zugang zur umkämpften Hafenstadt Hodeida. Dort starben nach Angaben von Ärzten binnen 24 Stunden mehr als 130 Menschen. Im Jemen kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen gegen Truppen der ins Exil geflohenen Regierung. Diese wird von Saudi-Arabien unterstützt.
    Kein Durchbruch bei Afghanistan-Konferenz
    In Moskau ist die internationale Afghanistan-Konferenz ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Vertreter der afghanischen Regierung und der radikalislamischen Taliban konnten sich nicht auf direkte Friedensgespräche einigen. Die Taliban erkennen die Regierung in Kabul nicht an. Zu der Konferenz waren auch Vertreter der USA eingeladen. Washington betrachtet Russlands Afghanistan-Initiative mit Argwohn und hat bereits selbst zwei Treffen mit Taliban-Vertretern arrangiert. Trotz der vor einem Jahr erhöhten US-Truppenpräsenz sind die Taliban am Hindukusch weiter auf dem Vormarsch.
    Medien: Afghanischer Diplomat stellt Asylantrag
    Ein ranghoher afghanischer Diplomat hat nach Medieninformationen Asyl in Deutschland beantragt. Laut Recherchen von "Süddeutscher Zeitung", WDR und NDR will der Mann wegen Sicherheitsbedenken nicht in sein Land zurückkehren. Die Medien berichten unter Berufung auf deutsche Behördenkreise, der Mann sei bis Ende Oktober in einer diplomatischen Vertretung Afghanistans in Deutschland tätig gewesen. Bis zum Frühsommer 2018 waren Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt. Seit Juli dieses Jahres finden nun wieder regelmäßig Rückführungen statt.
    Jordaniens Felsenstadt Petra überschwemmt
    Wegen heftiger Regenfälle sind in Jordanien fast 4000 Besucher der weltberühmten Felsenstadt Petra in Sicherheit gebracht worden. Petra ist vor allem wegen seiner in Felswände gemeißelten 600 Grabanlagen berühmt und seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe. Nahe der Hauptstadt Amman kamen durch die Unwetter mindestens vier Menschen ums Leben, wie lokale Medien berichten. Bereits vergangene Woche waren bei schweren Unwettern in der Region am Toten Meer 21 Menschen bei Überschwemmungen gestorben, darunter viele Schüler.
    7 min
  • 09.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA wollen Asylverfahren erschweren
    US-Präsident Donald Trump treibt seinen harten Kurs in der Zuwanderungspolitik mit einer Verschärfung des Asylrechts voran. Künftig sollen Migranten, die über die Südgrenze in die USA kommen, nur noch einen Asylantrag stellen dürfen, wenn sie an einem offiziellen Übergang die Grenze passiert haben. Menschenrechtler sehen darin einen Verstoß gegen geltendes US-Recht. Die neue Regelung würde vor allem Migranten aus Ländern wie Honduras, Guatemala und El Salvador treffen. Mehrere tausend von ihnen ziehen derzeit durch Mexiko Richtung US-Grenze.
    Bundestag verschärft Asylgesetz
    Anerkannte Asylbewerber müssen die Überprüfung ihrer Bescheide künftig aktiv unterstützen. Der Bundestag verabschiedete die entsprechende Reform mit den Stimmen der Regierungskoalition, der FDP und der AfD. Eine ausdrückliche Pflicht zur Mitwirkung gab es bislang nur beim Antrag auf Asyl, aber nicht bei der Überprüfung der Asylentscheidung nach maximal drei Jahren. Der Bundesregierung geht es vor allem um die Jahre 2015 und 2016, in denen der Flüchtlingsstatus oftmals in einem rein schriftlichen Verfahren, ohne die obligatorische Anhörung, zuerkannt wurde.
    Der Bundeshaushalt für 2019 steht
    Die Bundesregierung will im kommenden Jahr deutlich mehr für Verteidigung, Entwicklungshilfe und Soziales ausgeben. Der Haushaltsausschuss des Bundestags beschloss, dass der Etat für 2019 Einnahmen und Ausgaben in Höhe von jeweils 356,4 Milliarden Euro beinhalten soll - 13 Milliarden Euro mehr als in diesem Jahr. Damit wird zum sechsten Mal in Folge auf neue Schulden verzichtet. Oppositionsparteien kritisierten, dass die große Koalition keine neuen Zeichen gesetzt habe. Investitionen in bezahlbare Wohnungen, öffentlichen Nahverkehr, schnelles Internet und Schulen seien deutlich zu gering.
    Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht
    Spitzenvertreter der Kirchen und des Judentums in Deutschland haben der Novemberpogrome von 1938 gedacht. Gemeinsam riefen sie in Würzburg dazu auf, die Erinnerung an die Verbrechen der NS-Diktatur wachzuhalten, demokratische Grundwerte zu verteidigen und ein respektvolles Miteinander zu fördern. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, mahnte, weder Antisemitismus noch Hetze gegen Muslime dürften normal werden. An diesem Freitag gibt es eine Gedenkstunde im Bundestag sowie weitere Gedenkveranstaltungen in einer Berliner Synagoge und in der Frankfurter Paulskirche.
    Polens Nationalisten dürfen demonstrieren
    Ein Warschauer Gericht hat das Verbot einer Nationalistendemonstration zum polnischen Unabhängigkeitstag am 11. November aufgehoben. Die vom Warschauer Rathaus angeführten Gründe für das Verbot seien nicht ausreichend, hieß es bei Gericht. Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz hatte den Marsch untersagt, da im vergangenen Jahr unter den 60.000 Teilnehmern zahlreiche Rechtsradikale mit rassistischen Bannern mitgelaufen waren. Polen feiert am 11. November den 100. Jahrestag der Wiedererlangung seiner staatlichen Unabhängigkeit.
    Waldbrände in Kalifornien schlagen Zehntausende in die Flucht
    Im Norden Kaliforniens sind zehntausende Menschen vor schweren Waldbränden geflohen. Besonders betroffen ist die Kleinstadt Paradise 240 Kilometer nordöstlich von San Francisco. Alle 27.000 Einwohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen; hunderte Häuser sind zerstört. Auch die 93.000 Einwohner zählende Stadt Chico gilt als bedroht. Das Feuer hat inzwischen eine Fläche von mehr als 3200 Hektar verbrannt und wird durch starke Winde weiter angefacht. In diesem Jahr ist in Kalifornien bisher schon doppelt so viel Fläche wie im Vergleichszeitraum 2017 den Flammen zum Opfer gefallen.
    Europa-League: Leipzig bangt ums Weiterkommen
    Die Bundesligisten Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen haben sich vorzeitig für die K.o.-Runde der Fußball-Europa-League qualifiziert. Pokalsieger Frankfurt kam durch ein 3 zu 2 bei Apollon Limassol in Nikosia eine Runde weiter, die Werkself aus Leverkusen setzte sich 1 zu 0 gegen den FC Zürich durch. Dagegen unterlag RB Leipzig 1 zu 2 bei Celtic Glasgow und muss ums Weiterkommen noch bangen.
    8 min
  • 08.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump drängt Justizminister Sessions aus dem Amt
    US-Justizminister Jeff Sessions hat seinen Rücktritt eingereicht - auf Wunsch von US-Präsident Donald Trump, wie er in einem Brief mitteilte. Trump seinerseits dankte ihm via Twitter für seine Arbeit und wünschte ihm alles Gute. Die Aufgaben des Justizministers soll vorübergehend Sessions bisheriger Stabschef Matthew Whitaker übernehmen. Der Präsident hatte den Minister wegen der Ermittlungen zu möglichen illegalen Kontakten von Trumps Wahlkampfteam zu Russland während des US-Wahlkampfs 2016 seit mehr als einem Jahr immer wieder öffentlich heftig attackiert.
    Weißes Haus entzieht CNN-Journalisten Akkreditierung
    US-Präsident Donald Trump hat bei einer Pressekonferenz nach den Zwischenwahlen Journalisten wieder auf das Übelste beschimpft. Besonders traf es CNN-Reporter Jim Acosta. "Sie sind eine furchtbare, unverschämte Person", fuhr der Präsident den in den USA bekannten Reporter an und bezeichnete ihn als "Feind des Volkes". Auslöser des Wutanfalls waren Fragen Acostas zu Trumps verbalen Angriffen auf den Flüchtlingstreck, der Richtung USA zieht, und zu den laufenden Russland-Untersuchungen. Anschließend entzog das Weiße Haus Acosta seine Presseakkreditierung "bis auf Weiteres".
    Mehr Angriffe auf Flüchtlingsheime
    Erstmals seit Jahren hat es im abgelaufenen Quartal wieder mehr Angriffe auf Asylbewerberheime gegeben. Zwischen Juli und September verzeichnete die Polizei 37 Anschläge, zwei mehr als im Vorquartal. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken hervor, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. Damit ist demnach der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend zunächst gestoppt. Die Übergriffe sind zudem gewalttätiger geworden. Von Juli bis September gab es neun Verletzte; zwischen Januar und Juni registrierte die Statistik insgesamt nur einen Verletzten.
    Deutsche Exporte überraschend gesunken
    Die deutschen Exporte sind im September überraschend gesunken. Sie fielen um 0,8 Prozent geringer aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Wachstum von 0,3 Prozent gerechnet, nachdem es im August noch ein Mini-Plus von 0,1 Prozent gegeben hatte. Handelshürden, Risiken wie der Brexit und schwächelnde Schwellenländer bremsen den Handel. Hinzu kommen hausgemachte Probleme: Autohersteller wie VW haben Schwierigkeiten mit der Umstellung auf strengere Abgasmessungen und mussten ihre Produktion drosseln.
    Fregatte kollidiert nach NATO-Manöver mit Tankschiff
    Bei der Rückfahrt vom NATO-Manöver Trident Juncture ist eine norwegische Fregatte mit einem Tankschiff kollidiert. Die Fregatte "KNM Helge Ingstad" hat Schlagseite und droht nach Einschätzung der Feuerwehr zu sinken. Die "Helge Ingstad" und das Tankschiff "Sola TS" waren gegen 4 Uhr vor einem Ölterminal in der norwegischen Gemeinde Øygarden in Hordaland zusammengestoßen. Warum, ist noch unklar. Ein Schlepper halte das Kriegsschiff am Platz, erklärte die norwegische Feuerwehr. Die Fregatte ist leck geschlagen. Man habe keine Kontrolle über das Leck. Das mit Rohöl beladene Tankschiff wurde nur leicht beschädigt. Bei dem Unglück wurden sieben Menschen leicht verletzt.
    Geschworene für "El Chapo" stehen fest
    Sieben Frauen und fünf Männer sollen über den mexikanischen Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán richten: Nach tagelangen Beratungen wählte ein Gericht in New York die zwölf Geschworenen aus. Auch sechs Ersatzkandidaten wurden benannt. Unter den Geschworenen sind mindestens drei Migranten, drei sprechen fließend Spanisch. Fast alle hatten schon vor dem Prozess von Guzmán gehört. El Chapo war der meistgesuchte Mann in den USA nach dem Terroristen Osama bin Laden. Der 61-Jährige muss sich unter anderem wegen Drogenschmuggels, Waffenhandels und Geldwäsche verantworten.
    Bayern München vor Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse
    Fußball-Rekordmeister Bayern München steht kurz vor dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac setzte sich 2 zu 0 gegen AEK Athen durch und übernahm mit zehn Punkten die Führung in der Gruppe E vor Ajax Amsterdam und Benfica Lissabon. Bundesligist TSG Hoffenheim wahrte mit einer Aufholjagd seine Minimalchance auf ein Weiterkommen. Das Team von Julian Nagelsmann kam in Unterzahl noch zu einem 2 zu 2 bei Olympique Lyon. Die TSG liegt mit drei Punkten hinter Manchester City und Lyon in der Gruppe F.
    9 min
  • 07.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trumps Republikaner verlieren US-Repräsentantenhaus
    Regieren wird für Donald Trump in seiner zweiten Amtshälfte deutlich schwieriger. Bei den US-Kongresswahlen eroberten die oppositionellen Demokraten das Repräsentantenhaus, was ihnen erhebliche Machtinstrumente gegen den Präsidenten in die Hand gibt. Dennoch blieb Trump ein Debakel erspart, denn im Senat konnte seine Republikanische Partei ihre Mehrheit verteidigen. Trump bezeichnete den Wahlausgang deshalb als "enormen Erfolg". Die Fraktionschefin der US-Demokraten, Nancy Pelosi, kündigte eine schärfere Kontrolle der Trump-Regierung an. Das endgültige Ergebnis steht erst in einigen Tagen fest.
    Maas rechnet nicht mit Kurswechsel Trumps
    Bundesaußenminister Heiko Maas rechnet nicht damit, dass US-Präsident Donald Trump nach den Kongresswahlen seine Politik ändert. Es wäre ein Irrglaube, auf Kurskorrekturen Trumps zu setzen, sagte Maas der "Passauer Neuen Presse". Der SPD-Politiker betonte, die USA blieben dennoch der wichtigste Partner Deutschlands außerhalb Europas. Es sei aber nötig, das Verhältnis neu auszurichten. Angesichts der immer heftigeren Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft warnte Maas vor ähnlichen Verhältnissen in Europa.
    Tausende aus "Migranten-Karawane" beantragen Asyl in Mexiko
    Tausende Mittelamerikaner aus den sogenannten Migranten-Karawanen haben um Asyl in Mexiko gebeten. Bislang seien 3230 Asylanträge eingereicht worden, teilte das mexikanische Innenministerium mit. Ein Großteil der Antragsteller habe vorübergehende Papiere erhalten, mit denen sie arbeiten könnten. Zuletzt waren zahlreiche Menschen aus Guatemala, Honduras und El Salvador vor der Armut und der Gewalt in ihren Heimatländern geflohen und hatten sich auf den Weg in die Vereinigten Staaten gemacht. US-Präsident Donald Trump sprach im Wahlkampf vor der wichtigen Kongresswahl von einer "Invasion" und drohte, die Menschen an der Grenze notfalls vom Militär stoppen zu lassen.
    Merz will Aufklärung der Vorwürfe gegen BlackRock
    Der CDU-Politiker Friedrich Merz will für eine umfassende Aufklärung der Vorwürfe gegen den weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock sorgen. Er habe den Vorstand des Unternehmens angewiesen, mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten und alle Dokumente auf den Tisch zu legen, sagte Merz, der auch Aufsichtsratschef von BlackRock Deutschland ist. Ermittler der Staatsanwaltschaft hatten am Dienstag Räume von BlackRock in München durchsucht. Grund soll ein Ermittlungsverfahren wegen Steuertricks sein. Merz steht derzeit besonders im Fokus der Öffentlichkeit, weil er auf dem Parteitag im Dezember neuer CDU-Chef werden will.
    Zyperns Präsident will Teilung überwinden
    Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades hat einen Vorschlag gemacht, wie der seit Jahrzehnten anhaltende Konflikt um die geteilte Insel gelöst werden kann. In einer Ansprache regte der Staatschef an, die griechischen Zyprer sollten mehr Entscheidungsbefugnisse an die Bewohner des türkischen Nordens abtreten. Ziel könne eine "dezentralisierte Föderation" beider Inselteile sein. Zypern ist seit 1974 geteilt. Im griechischen Süden gilt EU-Recht, die Türkische Republik Nordzypern wird nur von der Regierung in Ankara als Staat anerkannt.
    Workshop bereitet Niederländer auf deutsche Touristen vor
    Niederländische Tourismusbetriebe in der Grenzprovinz Drenthe haben auf einem Workshop Tipps zum Umgang mit Deutschen erhalten. Dies berichtete das "Dagblad van het Noorden". Tipp eins: Deutsche lieben es, wenn sie in ihrer eigenen Sprache angesprochen werden; ein hörbar holländischer Akzent wirke dabei besonders charmant. Empfehlung zwei: Deutsche lieben keine Überraschungen. Das heißt, dass sie gerne das vorab gebuchte Zimmer beziehen, nicht ein anderes. Überhaupt stünden Deutsche auf Sicherheit, Vertrauen und Professionalität, hieß es weiter.
    Champions League: Niederlage für Dortmund, Sieg für Schalke
    In der Fußball-Champions-League hat Borussia Dortmund den vorzeitigen Einzug in das Achtelfinale verpasst. Der Tabellenführer der Bundesliga verlor 0:2 bei Atlético Madrid. Trotzdem hat der BVB weiter gute Chancen weiterzukommen, ebenso wie Schalke 04. Die Gelsenkirchener gewannen zu Hause 2:0 gegen Galatasaray Istanbul.
    8 min
  • 06.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kongresswahlen in den USA
    In den Vereinigten Staaten finden an diesem Dienstag Zwischenwahlen statt, die sogenannten "Midterms". Dabei werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der insgesamt 100 Sitze im Senat neu vergeben. Derzeit haben die Republikaner von US-Präsident Donald Trump in beiden Kongresskammern die Mehrheit. Umfragen zufolge könnte sich das im Repräsentantenhaus ändern. Trump müsste dann mit erheblichem Widerstand von Seiten der Demokraten rechnen. Sie könnten unter anderem Untersuchungsausschüsse einsetzen, zum Beispiel zur Russland-Affäre.
    Facebook blockiert vor US-Wahl verdächtige Nutzerkonten
    Facebook hat kurz vor der Zwischenwahl in den USA rund 30 verdächtige Nutzerkonten wegen mutmaßlicher ausländischer Einflussnahme gesperrt. Auch 85 Nutzerkonten von Instagram wurden blockiert. Der Internet-Konzern wurde nach eigenen Angaben von US-Behörden über Online-Aktivitäten informiert, die in Verbindung zu ausländischen Akteuren stehen könnten. Die gesperrten Konten würden jetzt genauer untersucht. Die meisten Facebook-Seiten, die mit diesen Accounts verbunden sind, seien offenbar in Französisch oder Russisch verfasst, die Instagram-Konten in englischer Sprache.
    US-Sender boykottieren Trump-Werbespot
    Mehrere amerikanische Fernsehsender und das soziale Netzwerk Facebook haben einen Spot des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump aus ihrem Programm verbannt, weil sie ihn für flüchtlingsfeindlich halten. Neben dem Sender NBC will auch der konservative Kanal Fox News den Spot nicht mehr ausstrahlen. Der Nachrichtensender CNN hatte die Wahlwerbung von Vornherein als rassistisch kritisiert und deshalb nicht gezeigt. In dem Spot werden Flüchtlinge mit einem mexikanischen Polizistenmörder auf eine Stufe gestellt und die Demokraten beschuldigt, sie ins Land zu lassen.
    EU-Kommissar fordert Ende der Beitrittsgespräche mit Türkei
    EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn hat sich für ein endgültiges Aus für die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ausgesprochen. Eine Mitgliedschaft des Landes in der Europäischen Union sei auf absehbare Zeit nicht realistisch, sagte Hahn der Zeitung "Die Welt". Die Gespräche liegen bereits seit einiger Zeit auf Eis. Hintergrund sind unter anderem die Massenverhaftungen von Regierungskritikern nach dem gescheiterten Putsch im Sommer 2016.
    Keine Einigung im Haushaltsstreit mit Italien in Sicht
    Die Euro-Länder machen Italien im Streit über den geplanten Schuldenkurs des Landes zusätzlich Druck. Eurogruppen-Chef Mário Centeno erklärte nach einem Finanzminister-Treffen in Brüssel, man unterstütze die Forderung der EU-Kommission nach einem überarbeiteten Budgetentwurf. Italien hat noch eine Woche Zeit, einen nachgebesserten Entwurf vorzulegen. Ansonsten droht dem Land ein Defizitverfahren. Die Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und fremdenfeindlicher Lega will die Sparpolitik in Italien beenden und sich den Forderungen aus Brüssel weiterhin nicht beugen.
    Scholz bremst Digitalsteuer aus
    Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Plänen der Europäischen Union, schnell eine neue EU-Steuer für große Internetkonzerne einzuführen, eine Absage erteilt. Deutschland setze zunächst auf eine Einigung auf internationaler Ebene, erklärte der SPD-Politiker. Die EU-Kommission will der Praxis von Unternehmen wie Google, Facebook oder Amazon einen Riegel vorschieben, in Europa Milliarden umzusetzen, die Gewinne aber anderswo zu versteuern. In Brüssel wollen die EU-Finanzminister an diesem Dienstag über die Pläne beraten.
    7 min
  • 05.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA setzen weitere Iran-Sanktionen in Kraft
    Die USA setzen an diesem Montag die zweite und letzte Stufe ihrer Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft. Im Fokus steht die Ölindustrie der Islamischen Republik. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will mit den Strafmaßnahmen nach eigenen Angaben die Regierung in Teheran unter anderem dazu bringen, ihre Atom- und Raketenprogramme aufzugeben. Trump hatte im Mai das internationale Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt. Betroffen von den Sanktionen sind auch deutsche Firmen. Unternehmen, die sich nicht an den Sanktionen beteiligen, werden von den USA bestraft.
    Chinas Staatschef verspricht weitere wirtschaftliche Öffnung
    Chinas Staatschef Xi Jinping will sein Land weiter für den Weltmarkt öffnen. Bei der Eröffnung einer internationalen Importmesse in Shanghai wandte sich Xi gegen Protektionismus und plädierte für ein freies weltweites Handelssystem. China selbst wolle seine Einfuhren erhöhen, den heimischen Konsum steigern wie auch den Schutz der Urheberrechte verbessern. Xi sprach sich zudem gegen Unilateralismus aus, was auf die "Amerika zuerst"-Politik von US-Präsident Donald Trump zielt. Konkreter wurde er nicht. Etwa 3600 Unternehmen aus rund 130 Ländern stellen auf der Messe bis Samstag aus.
    Khashoggis Söhne fordern von Saudi-Arabien Leichnam ihres Vaters
    Die Söhne des getöteten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi haben die Führung in Riad aufgefordert, ihnen den Leichnam ihres Vaters zu übergeben. Sie wollten ihn auf einem Friedhof in Medina beisetzen, sagte Salah Khashoggi dem US-Nachrichtensender CNN. Sein Bruder Abdullah erklärte, er hoffe, dass sein Vater "ohne Schmerz oder schnell" gestorben sei. Khashoggi war Anfang Oktober im Konsulat seines Landes in Istanbul von saudischen Agenten ermordet worden. Nach türkischen Angaben wurde die Leiche des Regierungskritikers anschließend zerstückelt und mit Säure zersetzt.
    Deutschland und Frankreich gedenken Endes des Ersten Weltkriegs
    Der französische Staatschef Emmanuel Macron und sein deutscher Amtskollege Frank-Walter Steinmeier haben bei einem Friedenskonzert im Elsass des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren gedacht. Das Treffen im Straßburger Münster war Auftakt für eine ganze Serie von Gedenkveranstaltungen in Frankreich. Diese sollen erst am 11. November mit einem Treffen von rund 60 Staats- und Regierungschefs in Paris abgeschlossen werden. Der Erste Weltkrieg war vor allem zwischen Deutschland und Frankreich sehr verbissen geführt worden - die jahrelange Schlacht bei Verdun steht bis heute stellvertretend für die Schrecken des Krieges.
    Die Zukunft von Verfassungsschutz-Chef Maaßen ist wieder offen
    Der Streit um den bisherigen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen geht in eine neue Runde: Wie am Sonntag aus Koalitionskreisen verlautete, soll Maaßen nun doch in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden. Mit kritischen Äußerungen über die große Koalition soll sich der 55-Jährige, der eigentlich als Sonderberater ins Bundesinnenministerium wechseln sollte, erneut in die Schusslinie gebracht haben. Laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte sich Maaßen Mitte Oktober bei einer Rede vor den Chefs der europäischen Inlandsgeheimdienste als Opfer einer Verschwörung dargestellt.
    Koalition in Bayern kann starten
    Gut drei Wochen nach der Landtagswahl kommt an diesem Montag das neugewählte Parlament in Bayern zu seiner ersten Sitzung zusammen. Schon am Vormittag soll die Regierungsbildung von CSU und Freien Wählern offiziell ihren Abschluss finden. Nach der Zustimmung der Parteigremien am Sonntagabend wollen Ministerpräsident Markus Söder und der Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, den Koalitionsvertrag unterzeichnen. Bereits am Dienstagmorgen soll Söder dann im Landtag wieder zum Ministerpräsidenten gewählt werden.
    7 min
  • 03.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erdogan beschuldigt "höchste Ebenen" in Riad
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan macht die saudische Regierung für die Tötung des Journalisten Jamal Khashoggi verantwortlich. Der Befehl, Khashoggi zu töten, sei von den "höchsten Ebenen" der saudischen Regierung gekommen, schrieb Erdogan in einem Gastkommentar für die "Washington Post". Erdogan fügte hinzu, dass in dem Fall noch wichtige Fragen offen seien, etwa, was mit der Leiche des Journalisten passiert sei. Bedauerlicherweise hätten die saudischen Behörden diese Fragen nicht beantwortet.
    Islamisten in Pakistan beenden Straßenproteste
    Islamistische Hardliner in Pakistan haben das Ende ihrer dreitägigen Straßenproteste bekanntgegeben. Ein Sprecher der Islamistenpartei Tehreek-e-Labaik sagte, mit der Regierung sei eine entsprechende Einigung erzielt worden. Auslöser der wütenden Proteste war die Aufhebung des 2010 verhängten Todesurteils gegen die Christin Asia Bibi wegen Gotteslästerung. Pakistans Oberster Gerichtshof hatte das Urteil gegen die Frau gekippt, deren Fall international für Aufsehen gesorgt hatte.
    Obama wirft Trump Panikmache vor
    Der ehemalige US-Präsident Barack Obama hat seinem Amtsnachfolger Donald Trump und den Republikanern vorgeworfen, im Wahlkampf Ängste vor Migranten zu schüren. "Sie erzählen Euch, dass ein Haufen armer Flüchtlinge tausende Meilen entfernt eine existentielle Bedrohung für Amerika darstellt", sagte der Demokrat. Es sei "politische Show", dass Trump wegen der Migranten Soldaten an die Grenze zu Mexiko schicke, fügte Obama hinzu. Derzeit sind Tausende Menschen aus Mittelamerika auf dem Weg durch Mexiko in Richtung der US-Grenze.
    Twitter schaltet 10.000 Accounts ab
    Vor den Kongresswahlen in den USA hat der Kurznachrichtendienst Twitter rund 10.000 gefälschte Accounts gelöscht. Diese hätten den Anschein erweckt, sie seien von den Demokraten eingerichtet worden, teilte das soziale Netzwerk mit. Viele der Tweets hätten zum Boykott der Wahl in der kommenden Woche aufgerufen. Bereits im September und Oktober seien die Konten gesperrt worden. Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 hatte Twitter Millionen von Accounts geschlossen, mittels derer Falschinformationen - vor allem über die demokratische Kandidatin Hillary Clinton - verbreitet worden waren.
    Kopten bei Angriff auf Pilger-Bus getötet
    In der ägyptischen Provinz Al-Minja südlich der Hauptstadt Kairo haben Unbekannte einen Bus mit koptischen Pilgern beschossen und mehrere Menschen getötet. Die Polizei sprach von sieben Toten und mehreren Verletzten. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Tat für sich. Bereits vor eineinhalb Jahren hatten Attentäter in der gleichen Gegend einen Bus mit koptischen Pilgern angegriffen. Damals starben 29 Menschen.
    Kramp-Karrenbauer beklagt Armut in Deutschland
    CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat das Armutsproblem in der Bundesrepublik als sozialen "Sprengsatz" bezeichnet und mehr Chancengleichheit angemahnt. Es bestehe dringender Handlungsbedarf, zumal viele Kinder von Armut betroffen seien, sagte sie bei einer Veranstaltung ihrer Partei im pfälzischen Landau. Kramp-Karrenbauer äußerte sich mit Blick auf eine EU-weite Erhebung, wonach im vergangenen Jahr allein in Deutschland etwa 15,5 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht waren.
    Eintracht gewinnt beim VfB klar
    Zum Fußball: Mit einem 3:0-Sieg bei Tabellen-Schlusslicht Stuttgart hat Frankfurt die Krise der Schwaben weiter verschärft. Die Eintracht rückt mit dem Auswärtserfolg auf Rang drei der Tabelle vor.
    7 min

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