Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 02.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump kündigt harte Linie gegenüber illegalen Migranten an
    Kurz vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump in einer Rede im Weißen Haus Änderungen bei Asylverfahren für illegale Migranten angekündigt. Diejenigen, die die Gesetze der USA brächen und illegal hereinkämen, würden nicht länger mit "haltlosen Forderungen automatisch Eintritt" erhalten, so Trump. Er kündigte an, einen Präsidenten-Erlass zu veröffentlichen. Zu den Details blieb er vage. Derzeit sind Tausende Menschen aus Mittelamerika in mehreren Gruppen auf dem Weg zur US-Grenze. Sie fliehen vor Bandenkriminalität und der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Region.
    UN-Vollversammlung verurteilt US-Embargo gegen Kuba
    Mit großer Mehrheit hat die UN-Vollversammlung erneut ein Ende der seit mehr als fünf Jahrzehnten bestehenden US-Blockade gegen Kuba gefordert. Mit 189 Ja- und zwei Gegenstimmen votierte die Versammlung für die von Kuba eingebrachte Resolution. Nur die USA und Israel stimmten dagegen. Die Unterstützer der Resolution lägen falsch, erklärte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley. Kuba verweigere seinen Bewohnern Freiheit und Menschenrechte. Die Entscheidungen der UN-Vollversammlung sind nicht rechtsverbindlich, spiegeln aber die Meinung der Staatengemeinschaft wider.
    Bolsonaro will Brasiliens Botschaft nach Jerusalem verlegen
    Brasiliens künftiger Präsident Jair Bolsonaro hat den Umzug der Botschaft seines Landes in Israel nach Jerusalem angekündigt. Man sollte Israel als souveränen Staat respektieren, so der Rechtsaußen-Politiker über Twitter. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu begrüßte den Entschluss. Mit dem Botschaftsumzug würde Brasilien dem Beispiel der USA folgen. US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem Ende 2017 als Hauptstadt Israels anerkannt und später die Botschaft dorthin verlegt, was wütende Proteste der Palästinenser nach sich zog. Sowohl sie als auch Israel beanspruchen Jerusalem als ihre Hauptstadt.
    Todesstrafe in Tennessee vollstreckt
    In den USA ist erstmals seit fünf Jahren ein Häftling auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet worden. Das Todesurteil gegen den verurteilten Mörder wurde in einem Hochsicherheitsgefängnis in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee vollstreckt. Er hatte den elektrischen Stuhl der Giftspritze vorgezogen. Seine Anwälte argumentierten, bei der Giftspritze drohten ihm zehn bis 18 qualvolle Minuten, beim elektrischen Stuhl lediglich 15 bis 30 Sekunden. Der 63-Jährige war schuldig gesprochen worden, 1983 zwei Männer ermordet zu haben.
    Medien: Hacker erbeuten Atom-Daten
    In Frankreich haben Hacker laut Medienberichten vertrauliche Dokumente zu Atomanlagen und Gefängnissen gestohlen. Bei dem Cyberangriff auf den Baukonzern Ingérop seien bereits im Juni mehr als 65 Gigabyte an Daten kopiert worden, berichten die "Süddeutsche Zeitung", der Norddeutsche Rundfunk und die französische Zeitung "Le Monde". Darin enthalten seien Unterlagen zu einem geplanten Atommüll-Endlager im Nordosten Frankreichs, zum Atomkraftwerk Fessenheim an der Grenze zu Deutschland und zu Überwachungsanlagen in einem Hochsicherheitsgefängnis. Das Unternehmen bestätigte den Angriff.
    Armin Laschet warnt vor Kurswechsel in der CDU
    NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich gegen einen Rechtsruck der CDU unter einer neuen Führung ausgesprochen. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Laschet, eine solche Achsenverschiebung wäre gewiss falsch. Der CDU-Bundes-Vize selbst will sich nicht für die Nachfolge von Kanzlerin Angela Merkel an der CDU-Spitze bewerben. Jens Spahn, einer der Kandidaten, hatte zuvor mit einer klaren Positionierung in der Flüchtlingspolitik für sich geworben. Neben ihm bewerben sich unter anderem CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und der frühere Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz.
    7 min
  • 01.11.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.NATO ringt um Abrüstungsvertrag mit Russland
    Die NATO-Staaten haben noch einmal eindringlich an Russland appelliert, den INF-Abrüstungsvertrag einzuhalten. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, das Abkommen wegen mutmaßlicher Verstöße durch Russland aufzukündigen. Deshalb forderte die NATO nun Russland auf, unverzüglich die Bedenken an seinem Marschflugkörper-System auszuräumen. Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, die Verbündeten seien zum Dialog bereit, es gehe um die Sicherheit der Bündnismitglieder. Die Vereinbarung aus dem Jahr 1987 verbietet beiden Staaten den Bau und Besitz atomar bewaffneter Mittelstreckenraketen.
    Trump: "15.000 Soldaten an die Grenze zu Mexiko"
    US-Präsident Donald Trump droht den anrückenden Migranten aus Mittelamerika mit bis zu 15.000 Soldaten. Sollten tatsächlich so viele Soldaten an die Grenze zu Mexiko geschickt werden, würde dies der derzeitigen Truppenstärke der US-Mission in Afghanistan entsprechen. Trump bezeichnet die Flüchtlinge immer wieder als eine gefährliche Gruppe von Menschen, die keinesfalls die USA erreichen dürfe. Seine harte Reaktion auf die Flüchtlingskarawane ist ein großes politisches Thema im Vorfeld der Kongresswahlen in der kommenden Woche.
    Kurdenbündnis setzt Kampf gegen den IS in Syrien aus
    Die kurdisch-arabische Rebellen-Allianz SDF hat ihren Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) im Osten Syriens vorerst eingestellt. Die Syrischen Demokratischen Kräfte reagieren damit auf den Beschuss kurdischer Einheiten durch die Türkei. Die SDF bezeichneten die Attacken in Nordsyrien als "Provokation". Rückendeckung erhielten sie von den USA, die Ankaras Militäreinsatz gegen die Kurden ebenfalls deutlich kritisierten. Bei ihrem Kampf gegen den IS handeln die SDF auch mit Unterstützung der USA.
    Perus Oppositionsführerin muss für drei Jahre in U-Haft
    Wegen Korruptionsvorwürfen ist Perus Oppositionsführerin Keiko Fujimori erneut festgenommen worden. Ein Richter in Lima verhängte drei Jahre Untersuchungshaft gegen die Tochter des früheren Staatschefs Alberto Fujimori. Sie soll Schmiergeld vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht erhalten haben. Die 43-Jährige wurde noch im Gerichtssaal abgeführt. Fujimori habe innerhalb ihrer rechten Partei Fuerza Popular (FP) eine "faktisch kriminelle Organisation" geführt und Gelder aus illegalen Quellen gewaschen, sagte der Richter. Es bestehe "hohe Fluchtgefahr".
    Blackbox von abgestürztem indonesischen Flugzeug geborgen
    Nach dem Flugzeugabsturz in Indonesien mit 189 Toten ist ein erster Flugschreiber der verunglückten Maschine geborgen worden. Der Leiter des nationalen Komitees für Verkehrssicherheit, Soerjanto Tjahjono, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP entsprechende Medienberichte. Unklar ist noch, ob es sich um den Flugdatenschreiber oder den Stimmenrekorder handelt, der die Unterhaltungen im Cockpit aufzeichnet. Bilder zeigen, wie zwei Taucher im Absturzgebiet ein orangefarbenes Gerät auf ein Boot bringen.
    Verbraucherschützer reichen Klage gegen VW ein
    Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat im Diesel-Skandal die erste bundesweite Musterfeststellungsklage gegen den Autobauer VW eingereicht. Laut eigenen Angaben faxte der Verband einen entsprechenden Schriftsatz an das Oberlandesgericht Braunschweig. Die Verbraucherschützer wollen mit der Klage erreichen, dass vom Diesel-Skandal betroffene Autobesitzer, für den Wertverlust ihrer Fahrzeuge entschädigt werden. Das Gesetz zur Musterfeststellungsklage ist erst an diesem Donnerstag in Kraft getreten. Verbraucherschützer können damit stellvertretend für Betroffene gegen Unternehmen klagen.
    VW-Konzern plant eine strategische Allianz mit Ford
    Volkswagen und Ford wollen bei der Entwicklung autonomer Fahrtechnik und elektrischer Autos eng zusammenarbeiten. Die Unternehmen seien in "Sondierungsgesprächen" für eine weitreichende strategische Allianz, um damit Milliardensummen einzusparen, berichten Nachrichtenagenturen und die Zeitung "Handelsblatt" übereinstimmend. Weltweit beraten Automobilhersteller über Kooperationen, um die Kosten für die Entwicklung von Zukunftstechnologien zu senken.
    8 min
  • 31.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Naturkatastrophen trafen zwei Milliarden Menschen
    Rund zwei Milliarden Menschen haben laut dem Roten Kreuz in den vergangenen zehn Jahren direkt unter Naturkatastrophen gelitten. Überschwemmungen hätten die Hälfte der 3750 erfassten Katastrophen ausgemacht. Die andere Hälfte setze sich vor allem aus Stürmen, Hitzewellen, Erdrutschen, Feuersbrünsten, Erdbeben und Vulkanausbrüchen zusammen, heißt es im Rot-Kreuz-Bericht 2018. Über 700.000 Menschen seien durch Unglücke dieser Art ums Leben gekommen. Die Hilfsorganisation weist darauf hin, dass Millionen der Betroffenen nach solchen Katastrophen nur unzulänglich oder gar nicht von Helfern versorgt werden könnten. :
    Todesurteil wegen Gotteslästerung aufgehoben
    In Pakistan ist das Todesurteil gegen eine wegen Gotteslästerung verurteilte Christin aufgehoben worden. Der Oberste Gerichtshof des Landes befand, dass die Vorwürfe gegen die Frau juristisch schwach begründet seien und es keinen Grund gebe, sie zu bestrafen. Sie werde sofort aus der Haft entlassen. Die mehrfache Mutter war 2010 in der Provinz Punjab wegen Beleidigung des Propheten Mohammed zum Tode verurteilt worden. Muslimische Frauen aus ihrem Dorf hatten ihr vorgeworfen, sich im Streit beleidigend über Mohammed geäußert zu haben. Das Todesurteil sorgte international für Empörung.:
    Nur gut ein Drittel der nagelneuen Panzer einsatzbereit
    Auch neue Rüstungsgüter der Bundeswehr sind oftmals nicht voll einsatzbereit. In einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken heißt es, von den 97 im vergangenen Jahr an die deutschen Streitkräfte ausgelieferten Großgeräten könnten derzeit nur 38 genutzt werden. Sorgen machten vor allem das Transportflugzeug A400M und der Schützenpanzer Puma. Von den Puma-Panzern ist nur knapp ein Drittel einsatzbereit, von den sieben Tiger-Kampfhubschraubern sind es nur zwei, bei den Transportflugzeugen sind es vier von acht.:
    USA wollen Waffenruhe für den Jemen
    Die USA haben einen Waffenstillstand und Friedensgespräche im Bürgerkriegsland Jemen binnen 30 Tagen gefordert. US-Verteidigungsminister Jim Mattis sagte in Washington, er gehe davon aus, dass Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate dazu bereit seien. Im Jemen herrscht seit 2014 ein Krieg zwischen vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen und den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Die UN warnen, bis zu 14 Millionen Menschen seien dort vom Hunger bedroht.:
    Trump kondoliert in Pittsburgh
    Begleitet von Protesten hat US-Präsident Donald Trump der "Tree of Life"-Synagoge in Pittsburgh einen Kondolenzbesuch abgestattet. Trump legte zusammen mit Ehefrau Melania und anderen Mitliedern seiner Familie Blumen und kleine Steinchen im Gedenken an die elf Juden nieder, die am Samstag von einem Rechtsradikalen erschossen worden waren. Zeitgleich demonstrierten nahe der Synagoge lautstark 1500 Menschen gegen den Präsidenten. Sie warfen ihm unter anderem vor, die rechtsextreme Szene zu hofieren.:
    Italiens Staatsbahn will marode Alitalia übernehmen
    Das staatlich kontrollierte italienische Bahnunternehmen Ferrovie dello Stato will ein Übernahmeangebot für die marode Fluggesellschaft und einstige Staatslinie Alitalia abgeben. Dies wurde in Rom offiziell mitgeteilt. Der Schritt gehört zum Rettungsplan der populistischen Regierung. Alitalia hatte 2017 Insolvenz angemeldet und fliegt seither mit Hilfe eines 900-Millionen-Euro-Brückenkredits der Regierung weiter. Die Insolvenzverwalter sollen bis zu diesem Mittwoch neue Eigentümer finden. Andernfalls könnte die EU-Kommission rechtliche Schritte gegen die staatliche Finanzierung einleiten.:
    Facebook schwächelt
    Imageprobleme und höhere Ausgaben für mehr Datenschutz haben Facebook im vergangenen Quartal zugesetzt. Der Umsatz legte zwar um 33 Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar zu, wie der US-Internetkonzern mitteilte. Das ist allerdings das kleinste Plus seit rund sechs Jahren. Auch bei den Nutzerzahlen blieb Facebook hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Zahl der aktiven Nutzer pro Monat stieg bis Ende September um zehn Prozent auf 2,27 Milliarden. Erneut verlor das Unternehmen eine Million Nutzer in Europa, konnte aber eine Million in den USA hinzugewinnen.:
    9 min
  • 30.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nachbarländer würdigen Merkels Rückzugsentscheidung
    Die Rückzugsankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in den Nachbarländern Respekt hervorgerufen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nannte den Schritt eine "außerordentlich würdige Entscheidung". Besorgt zeigte er sich aber über den Umstand, dass Merkels Rückzug vor dem Hintergrund des Erstarkens rechter Kräfte erfolge. Polens Außenminister Jacek Czaputowicz begrüßte in Warschau Merkels Ankündigung, bis 2021 Bundeskanzlerin bleiben zu wollen. Warschau erkenne Merkels "wichtige Rolle" bei der Reform der EU ebenso an wie ihren "wichtigen Platz in der Geschichte der Europäischen Union."
    Protest gegen Trumps Pittsburgh-Besuch
    Nach dem verheerenden Attentat auf jüdische Gläubige in der "Tree of Life"-Synagoge in Pittsburgh will US-Präsident Donald Trump die Stadt an diesem Dienstag besuchen. Doch Mitglieder der jüdischen Organisation "Bend the Arc" schrieben in einem offenen Brief, Trump sei in der Stadt nicht willkommen, solange er Rechtsradikalismus nicht klar verurteile und solange er nicht mit Angriffen auf Flüchtlinge, Migranten und Minderheiten aufhöre. 30.000 Menschen unterzeichneten den Brief. Am Samstag hatte ein 46-jähriger Rechtsradikaler in der Synagoge elf Menschen erschossen.
    Flüchtlinge durchqueren Grenzfluss nach Mexiko
    Hunderte Migranten aus Honduras sind durch den Grenzfluss zwischen Guatemala und Mexiko gewatet. Männer, Frauen und Kinder überwanden den Hochwasser führenden Fluss Suchiate auf selbstgebauten Flößen oder bildeten Menschenketten im Wasser, um nicht fortgerissen zu werden. Die Flüchtlinge umgingen so die Polizeiabsperrung auf der Grenzbrücke. Sie wollen sich der Karawane von mehreren tausend Migranten anschließen, die derzeit auf dem Weg durch Mexiko in Richtung USA ist.
    US-Militär stationiert mehr als 5000 Soldaten an Grenze zu Mexiko
    Präsident Donald Trump will auf jeden Fall verhindern, dass die Migranten aus Honduras in die USA gelangen. Das Pentagon werde deshalb zum Ende der Woche mehr als 5200 Soldaten an der Grenze zu Mexiko stationieren, teilte Luftwaffen-General Terrence O'Shaughnessy mit. Die Soldaten sollten zunächst die Region absichern. 800 Soldaten seien bereits auf dem Weg zur texanischen Grenze. Überdies will das Verteidigungsministerium drei Helikopter-Einheiten entsenden, deren Maschinen mit Hightech-Sensoren und Nachtsichtfunktion ausgestattet sind.
    Tauchroboter suchen nach Absturzopfern
    Nach dem Absturz einer Boeing 737 der indonesischen Gesellschaft Lion Air haben Spezialisten den Meeresboden der Javasee weiter nach Trümmern abgesucht. Dabei setzten sie Tauchroboter ein. Bislang seien einzelne Leichen- und Wrackteile geborgen worden, sagte ein Sprecher der nationalen Rettungsbehörde. Die genaue Position des Flugzeugrumpfes sei noch nicht bekannt. Die Maschine mit 189 Menschen an Bord war am Montag kurz nach dem Start in Jakarta ins Meer gestürzt. Das Flugzeug war erst seit Mitte August in Betrieb.
    Real Madrid feuert Trainer Lopetegui
    Der kriselnde Fußball-Champions-League-Sieger Real Madrid hat Trainer Julen Lopetegui entlassen. Der 52-jährige Coach hatte sein Amt weniger als fünf Monate inne. Madrid hatte am Sonntag im Clásico der spanischen Liga beim FC Barcelona ein 1:5-Debakel erlitten. In der Primera División haben die Königlichen in den letzten fünf Begegnungen nur einen Punkt geholt. Der Club von Nationalspieler Toni Kroos wird nun interimistisch vom bisherigen Coach der B-Elf, Santiago Solari, trainiert.
    7 min
  • 29.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Starke Verluste für CDU und SPD bei Hessenwahl
    Bei der Landtagswahl in Hessen hat die CDU ihr schlechtestes Ergebnis seit 1966 eingefahren. Sie bleibt dennoch mit 27 Prozent stärkste Kraft. Laut vorläufigem Endergebnis folgen SPD und Grüne mit jeweils 19,8 Prozent. Für die Grünen bedeutet das ein Plus von knapp neun Prozentpunkten gegenüber der Wahl von 2013. Für die Sozialdemokraten dagegen ist es der niedrigste Wert in Hessen überhaupt. Die FDP erreicht 7,5 Prozent, die Linke kommt auf 6,3 Prozent. Mit dem Einzug der AfD, die aus dem Stand 13,1 Prozent der Stimmen erhielt, sind künftig sechs Parteien im Landtag vertreten.
    Indonesisches Passagierflugzeug nach Start in Jakarta abgestürzt
    Ein Passagierflugzeug des indonesischen Billigfliegers Lion Air ist kurz nach dem Start in Jakarta über dem Meer abgestürzt. An Bord waren nach jüngsten Behördenangaben 189 Menschen. Die Boeing 737 sei kurz nach dem Start vom internationalen Flughafen der Hauptstadt von den Radarschirmen verschwunden, sagte ein Sprecher des nationalen Such- und Rettungsdienstes. Zuletzt sei die Maschine des Inlandsflugs JT610 bei Karawang in der Provinz West-Java geortet worden. Suchtrupps machten sich auf den Weg zum vermuteten Unglücksort. Die Behörden rechnen nicht mit Überlebenden.
    Protest in Pittsburgh gegen Antisemitismus.:
    Tausende Menschen haben in Pittsburgh der Opfer des antisemitischen Angriffs auf eine Synagoge gedacht. In einem Saal im Zentrum der US-Stadt wurde eine ökumenische Trauerfeier mit hunderten Besuchern abgehalten. Tausende weitere Menschen verfolgten die Veranstaltung bei Regen im Freien. Rabbi Jeffrey Myers sagte in seiner Rede, Worte des Hasses seien in Pittsburgh nicht willkommen. Er richtete diesen Appell ausdrücklich auch an die Politiker des Landes. Am Samstag war ein Schütze in die Synagoge von Pittsburgh eingedrungen und hatte elf Menschen erschossen.
    Bolsonaro zum neuen brasilianischen Präsidenten gewählt
    Der ultrarechte Politiker Jair Bolsonaro wird Brasiliens neuer Präsident. In der Stichwahl setzte sich der 63-jährige Ex-Fallschirmjäger gegen den Kandidaten der Arbeiterpartei, Fernando Haddad, durch. Nach der Auszählung fast aller Stimmen erhielt Bolsonaro 55,5 Prozent, Haddad kam auf 44,4 Prozent. Bolsonaro wird vielfach als "Trump Brasiliens" bezeichnet. Er hatte im Wahlkampf mit frauenverachtenden, rassistischen und homophoben Äußerungen für Empörung gesorgt. Wirtschaftlich steht er für einen eher neoliberalen Kurs.
    Mehrere Tote nach Unwettern in Italien
    Heftige Unwetter haben weite Teile Italiens getroffen. Vier Männer kamen bei der Stadt Crotone in Kalabrien durch einen Erdrutsch ums Leben. Beim Hafen von Catanzaro fand die Feuerwehr einen Toten, nachdem die Strömung ein Segelboot fortgerissen hatte. In Südtirol ging eine Mure auf die Brenner-Autobahn nieder. Die wichtige Verkehrsachse zwischen Österreich und Italien wurde zwischen Brenner und Sterzing gesperrt. Die Schlechtwetterfront soll am Montag noch stärker werden. Die Behörden riefen für weite Landesteile die höchste Alarmstufe aus.
    Bundesliga: Leverkusen schlägt Bremen
    Bayer Leverkusen hat in der Fußball-Bundesliga ein deutliches Lebenszeichen gesendet. Der zuletzt kriselnde Werksklub siegte bei Werder Bremen mit 6:2. Vizemeister Schalke 04 kam beim RB Leipzig nur zu einem torlosen Unentschieden, während der Pokalsieger Eintracht Frankfurt in letzter Minute beim 1. FC Nürnberg ein 1:1 rettete.
    7 min
  • 27.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Polizeibekannter Republikaner wegen Briefbomben-Serie festgenommen
    Nach der Serie von Briefbomben an prominente Kritiker von US-Präsident Donald Trump hat die Polizei in Florida einen Verdächtigen festgenommen. Die Behörden zeigten sich optimistisch, mit dem 56-jährigen Cesar S. den Drahtzieher für insgesamt 14 Briefbomben gefasst zu haben. S. sei durch DNA-Spuren und Fingerabdrücke überführt worden, sagte FBI-Chef Christopher Wray. Justizminister Jeff Sessions sagte, der Mann sei wegen fünf Vergehen angeklagt, darunter Bedrohung von Ex-Präsidenten. Ihm drohten bis zu 48 Jahre Haft. Der polizeibekannte Cesar S. ist Mitglied der Republikanischen Partei.
    Mexiko bietet Migranten Hilfe an
    Die mexikanische Regierung bietet Tausenden Migranten aus Mittelamerika Unterstützung an. Präsident Enrique Peña Nieto sagte in einem Video, die Migranten sollten Zugang zur Gesundheitsversorgung erhalten, ihre Kinder zur Schule schicken und arbeiten dürfen. Voraussetzung ist, dass sie in den südlichen Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca bleiben und einen Antrag auf legale Einreise oder ein Asylgesuch stellen. Er rief die Migranten auf, sich zu registrieren. Derzeit marschieren Tausende Menschen aus Honduras, El Salvador und Guatemala durch Mexiko in Richtung USA.
    Wieder Gewalt zwischen Israelis und Palästinensern
    Nach dem Tod von vier Palästinensern bei gewaltsamen Protesten an der Grenze zum Gazastreifen sind zahlreiche Raketen aus dem Palästinensergebiet auf Israel abgefeuert worden. Laut israelischen Medien erlitten mehrere Menschen einen Schock. Als Reaktion auf den Raketenbeschuss griffen israelische Hubschrauber nach Armeeangaben Stellungen der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen an. Die militärischen Flügel mehrerer Palästinensergruppen hatten am Freitag in einer Stellungnahme ihre Bereitschaft zum Krieg gegen Israel erklärt.
    Weitere fingierte Facebook-Nutzerkonten aus dem Iran enfernt
    Vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress am 6. November hat Facebook weitere gefälschte Nutzerkonten gesperrt. Es gehe um 82 Seiten, Gruppen und Konten aus dem Iran, so der für Cybersicherheit zuständige Manager Nathanial Gleicher. Sie wurden auf Facebook und Instagram von mehr als einer Million Nutzern aus den USA und Großbritannien verfolgt. Die Betreiber hätten vorgegeben, ebenfalls dort ansässig zu sein. Eine Verbindung zur Regierung in Teheran könne nicht nachgewiesen werden. Bereits im August hatte Facebook gefälschte Konten aus dem Iran und Russland entdeckt und gesperrt.
    Iren stimmen gegen Blasphemie-Gesetz
    Laut Nachwahlbefragungen haben die Iren Präsident Michael D. Higgins für weitere sieben Jahre im Amt bestätigt. Dem Fernsehsender RTE und der Zeitung "Irish Times" zufolge erhielt Higgins mindestens 56 Prozent der Stimmen. Zudem habe eine Mehrheit von knapp 70 Prozent dafür gestimmt, den Blasphemie-Paragraphen in der Verfassung zu streichen. Die Vorschrift, die Gotteslästerung bisher unter Strafe stellt, wurde in den 80 Jahren ihres Bestehens allerdings noch keinmal angewendet. Zuletzt hatte die katholische Kirche in Irland deutlich an Einfluss verloren.
    Überraschender Machtwechsel in Sri Lanka
    Sri Lankas Präsident Maithripala Sirisena hat Regierungschef Ranil Wickremesinghe abgesetzt. Zum Nachfolger ernannte er den umstrittenen Ex-Präsidenten Mahinda Rajapaksa. Dieser legte bereits den Amtseid ab. Wickremesinghe erklärte, er werde weiter als Premier des Inselstaates im Indischen Ozean fungieren und gerichtlich gegen die Aktion vorgehen. Kurz zuvor hatte Sirisenas Partei den Austritt aus der zerstrittenen Regierungskoalition verkündet. Rajapaksa hatte 2009 mit aller Härte den langjährigen Bürgerkrieg gegen die Tamilenrebellen beendet. Die UN werfen beiden Seiten Kriegsverbrechen vor.
    Fußball-Bundesliga: Mönchengladbach verliert in Freiburg
    Borussia Mönchengladbach kann auch in Top-Form nicht beim SC Freiburg gewinnen. Nach vier Spielen ohne Niederlage verlor das Team in Freiburg mit 1:3. Mehr als 16 Jahre nach dem bisher einzigen Bundesliga-Sieg im Schwarzwald-Stadion setzte sich damit der Auswärtsfluch im Breisgau für die Gladbacher fort. Trotz der Pleite bleibt die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking aber vorerst Tabellenzweiter.
    8 min
  • 26.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Historischer Wendepunkt zwischen Japan und China
    Vor dem Hintergrund ihrer Handelsstreitigkeiten mit den USA wollen China und Japan ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit deutlich ausbauen. Darauf verständigten sich Japans Regierungschef Shinzo Abe und sein chinesischer Kollege Li Keqiang bei ihren Gesprächen in Peking. Abe sprach von einem historischen Wendepunkt der Beziehungen beider Länder. Auch in anderen Bereichen wie Gesundheit und Finanzdienstleistungen sowie beim Thema Nordkorea wollen beide Seiten enger kooperieren. Es ist der erste Besuch eines japanischen Ministerpräsidenten in Peking seit sieben Jahren.
    Fake News in Brasiliens Wahlkampf
    Vor der Stichwahl für das Präsidentenamt in Brasilien am Sonntag hat sich die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) besorgt über die Verbreitung von Falschinformationen im Internet gezeigt. Die Leiterin der OAS-Wahlbeobachtermission, Laura Chinchilla, wies darauf hin, erstmals werde hierbei verstärkt der private Online-Dienst WhatsApp eingesetzt. Die erste Wahlrunde am 7. Oktober hatte der Rechtspopulist Jair Bolsonaro gewonnen. Seine Anhänger sollen sogenannte Fake News zulasten der Arbeiterpartei und des Linkskandidaten Fernando Haddad verbreiten.
    Merkel verlangt Aufklärung des Falls Khashoggi
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Telefonat mit dem saudi-arabischen König Salman die Tötung des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi "aufs Schärfste" verurteilt. Zugleich forderte sie in dem Gespräch, "eine rasche, transparente und glaubhafte Aufklärung sicherzustellen". Alle Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, so Merkel. Das Europaparlament und die österreichische Ratspräsidentschaft forderten derweil ein EU-weites Waffenembargo gegen das Königreich.
    Paketbomben-Spur führt nach Florida
    Die Paketbomben, die an Kritiker von US-Präsident Donald Trump adressiert waren, sind offenbar in Florida aufgegeben worden. Ermittler gehen derzeit davon aus, dass die Bombenpäckchen alle von einer Poststelle in der Kleinstadt Opa-locka abgeschickt wurden. Als Absender wird nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters auf vielen der Päckchen das Büro der demokratischen Abgeordneten Debbie Wasserman Schultz in Florida angegeben. Insgesamt wurden seit Montag zehn Paketbomben abgefangen.
    Google greift bei sexueller Belästigung durch
    Der Internetriese Google hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 48 Mitarbeiter wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung entlassen. Unter ihnen seien 13 leitende Angestellte gewesen, teilte Konzernchef Sundar Pichai der Google-Belegschaft mit. Er versicherte, sein Unternehmen verfolge im Kampf gegen sexuelle Übergriffe "eine immer härtere Linie". Die wegen solcher Vorwürfe entlassenen Mitarbeiter hätten auch keine Abfindungen erhalten, betonte Pichai.
    Starkes Seebeben im Ionischen Meer
    Ein heftiges Seebeben hat Griechenland erschüttert und viele Menschen aus dem Schlaf gerissen. Das Zentrum des Bebens lag nach Messungen verschiedener Erdbebenwarten in der Region um die Insel Zakynthos und hatte eine Stärke zwischen 6,4 und 7,0. Zu spüren war das Beben auch auf Malta, in Albanien und Süditalien sowie entlang der Westküste der Türkei. Berichte über Opfer oder größere Schäden liegen nicht vor.
    Christie's versteigert Algorithmus-Kunstwerk
    Beim Auktionshaus Christie's in New York ist erstmals ein Kunstwerk unter den Hammer gekommen, das nicht von einem Menschen, sondern mittels eines Algorithmus gemalt wurde. Das goldumrahmte Porträt "Edmond de Belamy" erzielte mit gut 432.000 Dollar einen unerwartet hohen Preis. Christie's hatte die Versteigerung als "Ankunft von Künstlicher Intelligenz auf der weltweiten Auktionsbühne" bezeichnet.
    7 min
  • 25.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.NATO-Großmanöver "Trident Juncture" startet in Norwegen
    Die NATO beginnt ihr größtes Manöver seit Ende des Kalten Krieges. An der zweiwöchigen Übung in Norwegen sind rund 50.000 Soldaten, 10.000 Fahrzeuge, mehr als 300 Kampfflugzeuge sowie Hubschrauber und Schiffe beteiligt. Die Bundeswehr ist mit 10.000 Soldaten an "Trident Juncture" beteiligt und damit zweitgrößter Truppensteller nach den USA. Mit dem Manöver soll laut NATO ein abschreckendes Signal an mögliche Angreifer gesendet und für den sogenannten Bündnisfall trainiert werden. Dieser könnte ausgerufen werden, wenn einer oder mehrere der 29 Mitgliedstaaten von einem Gegner angegriffen werden.
    Russland warnt vor neuem Wettrüsten
    Der russische Präsident Waldimir Putin hat vor einer Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Europa und als Konsequenz daraus vor einem neuen Wettrüsten gewarnt. Die US-Regierung würde eine extrem gefährliche Situation heraufbeschwören, wenn sie sich wie angekündigt aus dem INF-Abrüstungsvertrag zurückziehe und sich einer Verlängerung des New-START-Abkommens verweigere, sagte Putin in Moskau. Wenn europäische Staaten nach einem Auslaufen des INF-Vertrags einer Stationierung von US-Raketen auf ihrem Staatsgebiet zustimmen würden, wäre Russland gezwungen, gegen jene Länder vorzugehen.
    Trump gibt Medien Mitverantwortung nach Paketbombenfunden
    US-Präsident Donald Trump hat den Medien nach den jüngsten Paketbombensendungen an mehrere demokratische Politiker sowie an den TV-Sender CNN eine Mitverantwortung gegeben. Jegliche Attacken oder Drohungen mit politischer Gewalt seien ein Angriff auf die Demokratie selbst, sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt. Die Medien hätten jedoch die Verantwortung, "die endlose Feindseligkeit und die konstant negativen und oft falschen Angriffe und Geschichten zu beenden". Zudem rief Trump zu mehr Anstand in der politischen Debatte auf. In der Vergangenheit hatte Trump selbst immer wieder Gegner beleidigt.
    UN: Völkermord in Myanmar geht weiter
    In Myanmar findet mehr als ein Jahr nach der Vertreibung Zehntausender muslimischer Rohingya laut einer Studie der Vereinten Nationen weiterhin ein Völkermord statt. Das Vorgehen der Armee wird in dem 444 Seiten umfassenden Report als "grob unverhältnismäßig" verurteilt. Bei dem damaligen Militäreinsatz seien nach vorsichtigen Schätzungen rund 10.000 Menschen getötet und über 700.000 vertrieben worden, so die Verfasser der Studie. Sie werfen den Sicherheitskräften einen "beabsichtigten Völkermord" vor und fordern Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag.
    Türkei hat laut Amnesty Lebensgrundlage von 130.000 Menschen zerstört
    In der Türkei haben seit dem Putschversuch im Juli 2016 nach Angaben von Amnesty International rund 130.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ihren Job verloren. Wie aus einem in Berlin veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation hervorgeht, warten Zehntausende Lehrer, Polizisten und andere Mitarbeiter staatlicher Behörden auf Entschädigung oder Wiedereinstellung. Die Regierung in Ankara habe ihre Befugnisse während des Ausnahmezustands ausgenutzt, um ihr unliebsame Menschen aus dem Staatsdienst zu entlassen und das auf Grundlage konstruierter Vorwürfe und absurder Beweise.
    Dortmund vor Achtelfinal-Einzug in der Champions League
    Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund hat in der Gruppenphase der Fußball Champions League Atletico Madrid souverän mit 4 zu 0 geschlagen. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel in der Königsklasse stehen die Dortmunder vor dem sicheren Einzug in die nächste Runde. Die zweite Begegnung mit deutscher Beteiligung endete torlos. Schalke 04 und der türkische Meister Galatasaray Istanbul trennten sich am Bosporus 0 zu 0.
    8 min
  • 24.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA sanktionieren erste Verdächtige im Fall Khashoggi
    Im Zusammenhang mit dem Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi verbieten die USA 21 Staatsbürgern Saudi-Arabiens die Einreise. Den Betroffenen würden keine Visa erteilt, bereits bestehende würden ungültig, hieß es. US-Präsident Donald Trump sprach von einer "dilettantisch verschleierten Tötung". Trump telefonierte nach eigenen Angaben mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und mit dem König. Die Außenminister der G7-Staaten forderten Saudi-Arabien zu weiterer Aufklärung in dem Fall auf.
    Auswärtiges Amt warnt Türkei-Reisende
    Das Auswärtige Amt in Berlin hat deutsche Reisende in der Türkei zur Vorsicht bei der Nutzung sozialer Netzwerke aufgerufen. Im Einzelfall sei bereits das Teilen oder "Liken" regierungskritischer Beiträge Anlass für ein Strafverfahren, schreibt das Amt in einer aktualisierten Fassung seiner Reisehinweise. Es müsse davon ausgegangen werden, dass auch nicht-öffentliche Kommentare "etwa durch anonyme Denunziation" an die Behörden weitergeleitet würden. Betroffene riskierten mehrjährige Gefängnisstrafen.
    Immer mehr Menschen trotz Arbeit arm
    Befristet Beschäftigte und Teilzeitarbeiter können nach Daten des Europäischen Statistikamts Eurotstat oft von ihrem Verdienst kaum leben. So waren im vergangenen Jahr in Deutschland 18,3 Prozent der Arbeitnehmer mit einer befristeten Anstellung von Armut bedroht. Unter den Teilzeitbeschäftigten galten 14 Prozent als armutsgefährdet. Nach EU-Kriterien gilt als armutsgefährdet, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. In Deutschland lag dieser Schwellenwert für einen Alleinstehenden im vorigen Jahr bei 1096 Euro im Monat.
    14 Millionen Menschen im Jemen von Hunger bedroht
    Rund die Hälfte der Bevölkerung des Jemen - das sind rund 14 Millionen Menschen - ist von Hunger bedroht. Dies sagte UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Die humanitäre Lage im Jemen sei die schlimmste weltweit, sagte er. Die unmittelbar bevorstehende Hungersnot könne "größer sein als alles, was die Experten auf diesem Gebiet in ihrem Arbeitsleben bislang erlebt haben". Die Situation verschlimmere sich immer weiter. Schuld ist der brutale Bürgerkrieg, an dem auch Saudi-Arabien und der Iran beteiligt sind.
    Anhaltend schlechte Menschenrechtslage in Nordkorea
    Seit dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Juni hat es in dem abgeschotteten Land nach UN-Einschätzung keine Verbesserung bei den Menschenrechten gegeben. Die Situation in dem kommunistischen Land habe sich nicht substanziell verändert, sagte der UN-Sonderbeauftragte Tomas Ojea Quintana in New York. Laut Amnesty International sitzen in Nordkorea rund 120.000 politische Gefangene in Lagern ein; Meinungs-, Presse- und Bewegungsfreiheit sind stark eingeschränkt.
    Putin und Trump wollen persönlich über den INF-Vertrag verhandeln
    Der Streit zwischen den USA und Russland über den Abrüstungsvertrag INF wird zur Chefsache: Die Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin wollen den Vertrag demnächst bei einem persönlichen Treffen besprechen. Das wurde während des Moskau-Besuchs von US-Sicherheitsberater John Bolton vereinbart. Dieser bekräftigte den geplanten Ausstieg der USA aus dem Abkommen. Wie aus dem Außenministerium in Moskau verlautete, soll das Treffen zwischen Trump und Putin am 11. November in Paris stattfinden, am Rande einer Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkriegs.
    Italien will das Haushalts-Veto der EU-Kommission ignorieren
    Im Streit um den geplanten Schuldenhaushalt Italiens will die Regierung in Rom das Veto der Europäischen Kommission ignorieren. Der stellvertretende italienische Ministerpräsident Matteo Salvini von der fremdenfeindlichen Lega-Partei sagte, man werde trotz der Zurückweisung des Budgetplans durch die Kommission an den Zahlen nichts ändern. Die Kommission hatte Italien zuvor aufgefordert, seinen Etatentwurf für 2019 innerhalb von drei Wochen zu überarbeiten. Es ist das erste Mal, dass die Brüsseler Behörde vorab einen Haushaltsentwurf ablehnt.
    8 min
  • 23.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Präsident Donald Trump kündigt neues Wettrüsten an
    Im Streit um den INF-Abrüstungsvertrag hat US-Präsident Donald Trump China und Russland mit dem Bau von neuen Atomwaffen gedroht. Trump warf Russland erneut vor, gegen das Abrüstungsabkommen INF zu verstoßen. Der amerikanische Sicherheitsberater John Bolton erklärte nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Nikolai Patruschew in Moskau, über das weitere Vorgehen der US-Regierung sei noch nicht endgültig entschieden. Patruschew betonte, Russland sei gesprächsbereit und wolle an dem Abkommen festhalten. Bolton will an diesem Dienstag mit Staatschef Wladimir Putin zusammenkommen.
    Röttgen will rigorosen Stopp aller Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien
    Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen, verlangt das Einfrieren aller Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien – auch solcher, die bereits genehmigt worden sind. Der CDU-Politiker sagte im Fernsehen, nach der Tötung des regimekritischen Journalisten Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul müsse Kronprinz bin Salman deutlich gemacht werden, dass es auch für ihn Grenzen gebe. Solange die Todesumstände des Reporters nicht restlos aufgeklärt seien, könnten auch zugesagte Geschäfte nicht abgewickelt werden. Dies sei auch eine Frage der Glaubwürdigkeit.
    Versöhnliche Signale im Haushaltsstreit der EU mit Italien
    Im Streit mit Italien um dessen geplanten Schuldenhaushalt kommen aus der EU versöhnlichere Signale. Eurogruppenchef Centeno reagierte positiv auf einen Brief der Regierung in Rom an die Europäische Kommission, den er als konstruktiv bezeichnete. Er rechne mit einer Einigung, sagte Centeno. EU-Währungskommissar Moscovici meinte, man wolle keine Krise in den Beziehungen zu Italien. Die Kommission hatte die Erläuterungen der Regierung in Rom eingefordert und will heute darüber beraten.
    Ein toter NATO-Soldat nach Angriff in Afghanistan
    In der westafghanischen Provinz Herat sind ein Soldat der NATO getötet und zwei weitere verletzt worden. Erste Berichte deuteten darauf hin, dass der Angriff von einem Mitglied der afghanischen Sicherheitskräfte ausgeführt worden sei, heißt es in einer Mitteilung der Allianz. Der Generalstab in Prag bestätigte, dass es sich bei den Opfern um tschechische Soldaten handele. Die NATO-Mission "Resolute Support" trainiert und berät afghanische Sicherheitskräfte. Es war der zweite Anschlag dieser Art innerhalb weniger Tage.
    Zwei Honduraner auf Flüchtlingsmarsch in Richtung USA gestorben
    Während des Marsches von rund 7000 Lateinamerikanern in Richtung USA sind zwei Honduraner ums Leben gekommen. Ein Mann sei am Samstag in Guatemala von einem Fahrzeug gestürzt und gestorben, sagte ein Behördenvertreter in Tegucigalpa. Ein zweiter Honduraner sei am Montag in Mexiko ums Leben gekommen. Nach UN-Angaben haben sich inzwischen mehr als 7000 Menschen der Karawane angeschlossen, die vor rund zehn Tagen im Norden von Honduras gestartet ist. Am Montag erreichten sie die mexikanische Gemeinde Huixtla. Die meisten wollen auf der Suche nach Arbeit in die USA.
    Hurrikan Willa wird vor der mexikanischen Küste stärker
    Auf seinem Weg nach Mexiko hat Hurrikan "Willa" weiter an Stärke gewonnen und ist auf die höchste Kategorie 5 hochgestuft worden. Der Wirbelsturm könne "katastrophale" Folgen haben, warnte das US-Hurrikan-Zentrum. Gemessen wurden Windgeschwindigkeiten von 260 Stundenkilometern. "Willa" dürfte am Dienstag die mexikanische Pazifikküste erreichen. Die Behörden warnen vor lebensbedrohlichen Flutwellen, Sturmböen, Starkregen und Erdrutschen. Im Verlauf des Tages dürfte der Hurrikan leicht an Kraft verlieren, wenn er etwa in Höhe des Badeorts Mazatlan die mexikanische Küste erreicht.
    8 min

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