Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.NATO ringt um Abrüstungsvertrag mit Russland
Die NATO-Staaten haben noch einmal eindringlich an Russland appelliert, den INF-Abrüstungsvertrag einzuhalten. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, das Abkommen wegen mutmaßlicher Verstöße durch Russland aufzukündigen. Deshalb forderte die NATO nun Russland auf, unverzüglich die Bedenken an seinem Marschflugkörper-System auszuräumen. Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, die Verbündeten seien zum Dialog bereit, es gehe um die Sicherheit der Bündnismitglieder. Die Vereinbarung aus dem Jahr 1987 verbietet beiden Staaten den Bau und Besitz atomar bewaffneter Mittelstreckenraketen.
Trump: "15.000 Soldaten an die Grenze zu Mexiko"
US-Präsident Donald Trump droht den anrückenden Migranten aus Mittelamerika mit bis zu 15.000 Soldaten. Sollten tatsächlich so viele Soldaten an die Grenze zu Mexiko geschickt werden, würde dies der derzeitigen Truppenstärke der US-Mission in Afghanistan entsprechen. Trump bezeichnet die Flüchtlinge immer wieder als eine gefährliche Gruppe von Menschen, die keinesfalls die USA erreichen dürfe. Seine harte Reaktion auf die Flüchtlingskarawane ist ein großes politisches Thema im Vorfeld der Kongresswahlen in der kommenden Woche.
Kurdenbündnis setzt Kampf gegen den IS in Syrien aus
Die kurdisch-arabische Rebellen-Allianz SDF hat ihren Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS) im Osten Syriens vorerst eingestellt. Die Syrischen Demokratischen Kräfte reagieren damit auf den Beschuss kurdischer Einheiten durch die Türkei. Die SDF bezeichneten die Attacken in Nordsyrien als "Provokation". Rückendeckung erhielten sie von den USA, die Ankaras Militäreinsatz gegen die Kurden ebenfalls deutlich kritisierten. Bei ihrem Kampf gegen den IS handeln die SDF auch mit Unterstützung der USA.
Perus Oppositionsführerin muss für drei Jahre in U-Haft
Wegen Korruptionsvorwürfen ist Perus Oppositionsführerin Keiko Fujimori erneut festgenommen worden. Ein Richter in Lima verhängte drei Jahre Untersuchungshaft gegen die Tochter des früheren Staatschefs Alberto Fujimori. Sie soll Schmiergeld vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht erhalten haben. Die 43-Jährige wurde noch im Gerichtssaal abgeführt. Fujimori habe innerhalb ihrer rechten Partei Fuerza Popular (FP) eine "faktisch kriminelle Organisation" geführt und Gelder aus illegalen Quellen gewaschen, sagte der Richter. Es bestehe "hohe Fluchtgefahr".
Blackbox von abgestürztem indonesischen Flugzeug geborgen
Nach dem Flugzeugabsturz in Indonesien mit 189 Toten ist ein erster Flugschreiber der verunglückten Maschine geborgen worden. Der Leiter des nationalen Komitees für Verkehrssicherheit, Soerjanto Tjahjono, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP entsprechende Medienberichte. Unklar ist noch, ob es sich um den Flugdatenschreiber oder den Stimmenrekorder handelt, der die Unterhaltungen im Cockpit aufzeichnet. Bilder zeigen, wie zwei Taucher im Absturzgebiet ein orangefarbenes Gerät auf ein Boot bringen.
Verbraucherschützer reichen Klage gegen VW ein
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat im Diesel-Skandal die erste bundesweite Musterfeststellungsklage gegen den Autobauer VW eingereicht. Laut eigenen Angaben faxte der Verband einen entsprechenden Schriftsatz an das Oberlandesgericht Braunschweig. Die Verbraucherschützer wollen mit der Klage erreichen, dass vom Diesel-Skandal betroffene Autobesitzer, für den Wertverlust ihrer Fahrzeuge entschädigt werden. Das Gesetz zur Musterfeststellungsklage ist erst an diesem Donnerstag in Kraft getreten. Verbraucherschützer können damit stellvertretend für Betroffene gegen Unternehmen klagen.
VW-Konzern plant eine strategische Allianz mit Ford
Volkswagen und Ford wollen bei der Entwicklung autonomer Fahrtechnik und elektrischer Autos eng zusammenarbeiten. Die Unternehmen seien in "Sondierungsgesprächen" für eine weitreichende strategische Allianz, um damit Milliardensummen einzusparen, berichten Nachrichtenagenturen und die Zeitung "Handelsblatt" übereinstimmend. Weltweit beraten Automobilhersteller über Kooperationen, um die Kosten für die Entwicklung von Zukunftstechnologien zu senken.