Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 22.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Saudis sprechen Khashoggis Familie Beileid aus
    Nach dem Tod des saudischen Regimekritikers Jamal Khashoggi hat das Königshaus dessen Familie kondoliert. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur SPA telefonierten König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman mit Angehörigen Khashoggis. Wegen "weiteren Klärungsbedarfs" sprach sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für einen vorläufigen Stopp von Waffenlieferungen an Saudi-Arabien aus. Nach Darstellung der Golfmonarchie wurde der Journalist im Konsulat in Istanbul bei einem Handgemenge getötet. Türkische Medien berichten unter Berufung auf Ermittler hingegen von einem grausamen Mord.
    Merkel will Diesel-Fahrverbote erschweren
    Die CDU will die Hürden für die Verhängung von Diesel-Fahrverboten in Städten erhöhen. Fahrverbote seien bei einer nur geringfügigen Überschreitung des Grenzwerts für Stickstoffdioxid unverhältnismäßig, sagte die Parteivorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Gesetze sollten entsprechend geändert werden. Nach Angaben der Kanzlerin gibt es in 51 Städten in Deutschland nur geringfügige Grenzwertüberschreitungen. Hier reichten bereits beschlossene Maßnahmen wie Software-Updates für Dieselautos zur Luftverbesserung aus.
    In 14 weiteren Städten müsse dagegen mehr getan werden.
    Regierungspartei PiS gewinnt bei polnischen Regionalwahlen
    Bei den Regional- und Kommunalwahlen in Polen ist die Regierungspartei PiS Nachwahlbefragungen zufolge stärkste Kraft geworden. Die PiS kann demnach mit etwa 32 Prozent der Stimmen rechnen. Die oppositionelle Koalition der Mitte kommt auf knapp 25, die Bauernpartei PSL auf 16 Prozent. Die Wahlen gelten als Stimmungstest für die PiS vor den Europawahlen und der polnischen Parlamentswahl im kommenden Jahr. Im Wahlkampf hatte die PiS vor allem auf das Thema Einwanderung gesetzt und auf das robuste Wirtschaftswachstum verwiesen.
    90 Millionen Euro für "Trident Juncture"
    Die Beteiligung der Bundeswehr am NATO-Großmanöver "Trident Juncture" wird deutsche Steuerzahler rund 90 Millionen Euro kosten. Gut die Hälfte der Summe fließt ins Gastgeberland Norwegen. Dort schlagen unter anderem Verpflegung und Feldlager für 8000 Bundeswehrangehörige zu Buche. Der Rest sei für den Hin- und Rücktransport von Personal und Material eingeplant, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Sie beruft sich dabei auf ungenannte Quellen im Verteidigungsministerium. Mit der größten Übung seit dem Ende des Kalten Krieges will die NATO ein Signal der Abschreckung an Russland senden.
    Verteidigungsministerin besucht China
    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat ihre sicherheitspolitischen Gespräche in Peking aufgenommen. Bei ihrer ersten China-Reise kam die Ministerin mit dem Vizechef der Militärkommission, General Xu Qiliang, zusammen. Auf dem Programm stehen auch ein Treffen mit Verteidigungsminister Wei Fenghe und ein Besuch in einem Ausbildungslager der Vereinten Nationen für Friedenseinsätze. China ist nach der Mongolei die zweite Station auf von der Leyens Reise nach Asien und Australien. Dabei will die Ministerin die militärische Zusammenarbeit vertiefen.
    Australien bekennt Schuld nach Missbrauch
    Australiens Premierminister Scott Morrison hat das Versagen der Nation angesichts massenhaften Kindesmissbrauchs eingestanden. Das Land habe die Opfer im Stich gelassen, sagte der Regierungschef im Parlament. Dies werde "für immer eine Schande" bleiben. Die Abgeordneten erhoben sich nach Morrissons Rede zu einer Schweigeminute. Eine Untersuchungskommission hatte fünf Jahre lang Beweise zusammengetragen und mit Opfern gesprochen. Demnach wurden schätzungsweise 60.000 Kinder in australischen Schulen, Heimen, Sportvereinen und Kirchen sexuell missbraucht.
    Hurrikan "Willa" wird auf dem Weg nach Mexiko stärker
    Die zentrale Pazifikküste Mexikos muss sich auf die Ankunft eines schweren Hurrikans gefasst machen. Der Wirbelsturm "Willa" erstarkte in den vergangenen Stunden nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums der USA deutlich. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde fegte er demnach über das Meer. Er wurde als Hurrikan der Kategorie vier auf der fünfstufigen Skala eingeordnet. Am Dienstag sei damit zu rechnen, dass "Willa" das mexikanische Festland erreicht. Die Meteorologen warnten vor starken Regenfällen sowie lebensbedrohlichen Erdrutschen und Sturzfluten.
    8 min
  • 20.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Saudi-Arabien bestätigt Tod des Journalisten Khashoggi
    Mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden von Jamal Khashoggi hat Saudi-Arabien eingeräumt, dass der Regierungskritiker im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden ist. Er sei an den Folgen eines Faustkampfes mit mehreren Personen gestorben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA. 18 saudische Staatsbürger seien festgenommen worden. Die Ermittlungen liefen noch. Zum Verbleib des Leichnams gab es keine Angaben. Der Vizepräsident des saudischen Geheimdienstes und ein Berater von König Salman wurden entlassen, wie SPA weiter mitteilte.
    Afghanen wählen neues Parlament
    Mit mehr als drei Jahren Verspätung hat in Afghanistan die Parlamentswahl begonnen. Zehntausende Soldaten und Polizisten sind im Einsatz, um die Abstimmung zu sichern. Wegen der angespannten Lage konnte jedoch ein Drittel der Wahllokale nicht öffnen. Die radikalislamischen Taliban hatten im Vorfeld mehrere tödliche Anschläge verübt und weitere Gewaltakte angekündigt. Mehr als 2500 Kandidaten bewerben sich um die 250 Sitze in der Abgeordnetenkammer. Das vorläufige Ergebnis wird für November erwartet. Die Abstimmung war wegen Verzögerungen bei der Wahlrechtsreform mehrfach verschoben worden.
    Migranten stürmen Grenzposten zu Mexiko
    Etwa 1000 Flüchtlinge aus Honduras haben von Guatemala aus die Grenze nach Mexiko durchbrochen. Sie überwanden mehrere Absperrungen und gelangten auf mexikanisches Territorium. Zuvor hatten Polizisten und Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen vergeblich versucht, die Menge aufzuhalten. Insgesamt harren mehrere tausend Migranten im Grenzgebiet aus. Ihr Ziel sind die USA. Honduras gehört zu den Ländern mit der höchsten Gewaltrate, mehr als zwei Drittel der Bevölkerung leben in Armut.
    US-Staatsanwaltschaft klagt Russin wegen Wahleinmischung an
    Die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Virginia hat eine Russin wegen mutmaßlicher Einmischung in die bevorstehenden US-Kongresswahlen angeklagt. Es handele sich um eine 44-jährige Frau aus St. Petersburg mit dem Namen Jelena Chusjajnowa, teilte das Justizministerium mit. Chusjajnowa soll die Buchhalterin einer umfassenden Kampagne zur Wahlbeeinflussung gewesen sein. Die US-Sicherheitsbehörden sind davon überzeugt, dass Russland sich in die US-Präsidentenwahl 2016 eingemischt hat und dass entsprechende Versuche andauern.
    Mazedoniens Parlament stimmt für neuen Namen
    Das Parlament in Mazedonien hat den Weg zu einem neuen Staatsnamen freigemacht. Mit einer Zweidrittelmehrheit beschloss die Volksvertretung in Skopje, entsprechende Verfassungsänderungen auf den Weg zu bringen. Der Balkanstaat soll demnach künftig Republik Nord-Mazedonien heißen. Der Nachbar Griechenland bestand wegen seiner gleichnamigen Provinz im Norden des Landes seit fast drei Jahrzehnten auf einer Namensänderung. Als Druckmittel hatte Athen jede Annäherung Mazedoniens an die NATO und die EU blockiert.
    Italiens Kreditwürdigkeit knapp über Ramschniveau
    Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Italiens wegen der geplanten Neuverschuldung um einen Punkt herabgestuft. Die langfristigen Verbindlichkeiten würden nur noch mit Baa3 bewertet, teilten die Bonitätswächter mit. Die nächstniedrigere Stufe wäre das Ramschniveau. Moody's begründete die Entscheidung mit einer "erheblichen Schwächung von Italiens Finanzkraft". Es habe negative Auswirkungen auf die Wachstumsaussichten des Landes, dass strukturelle Reformen blockiert würden. Der Haushaltsentwurf der rechtspopulistischen Regierung sieht für 2019 ein Defizit von 2,4 Prozent vor.
    7 min
  • 19.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Präsident Trump geht von Tod Kashoggis aus
    US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass der regimekritische Journalist Jamal Kashoggi tot ist. Es sehe ganz danach aus, sagte Trump auf eine entsprechende Frage vor Reportern. Sollte sich herausstellen, dass Saudi-Arabien dahinter stecken sollte, müssten die Konsequenzen hart sein, fügte Trump hinzu. Die Türkei wirft der Regierung in Riad vor, Kashoggi im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul getötet zu haben.
    USA wollen Palästinenser-Konsulat in Israel-Botschaft verlegen
    Die USA wollen ihre diplomatische Vertretung für Palästinenser in Ost-Jerusalem schließen. Stattdessen soll eine Abteilung für palästinensische Angelegenheiten in der im Mai eröffneten Botschaft im Zentrum Jerusalems eingerichtet werden, wie US-Außenminister Mike Pompeo mitteilte. Damit wären die Vereinigten Staaten der einzige große Staat ohne eigene konsularische Vertretung für Palästinenser.
    Italien gerät weiter unter Druck der EU
    Der Streit um die geplante Neuverschuldung Italiens zwischen der Regierung in Rom und der Europäischen Union nimmt an Schärfe zu. Die EU-Kommission warf Italien in einem Brief eine "beispiellose" Abweichung von den europäischen Haushaltsregeln vor und forderte bis Montagmittag "Klarstellungen". Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte hält bislang an seinem Plan mit kostspieligen Ausgaben fest.
    Laut Umfrage sind CDU/CSU und SPD weiter im Sinkflug
    Nach der Landtagswahl in Bayern verlieren die bisherigen Volksparteien CDU/CSU und SPD in der Bundesbevölkerung weiter an Zustimmung. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, käme die Union nach einer neuen Umfrage der ARD derzeit auf 25 Prozent und die SPD auf 14 Prozent. Dies ist für beide Parteien der schlechteste Wert, seitdem die sogenannte Sonntagsfrage im ARD-Deutschlandtrend gemessen wird. Die Grünen würden 19 Prozent wählen.
    Bundesregierung will 14 weitere Länder als "sichere Herkunftsstaaten" einstufen
    Bis zu 14 weitere Staaten könnten die Bedingungen für eine Einstufung als sichere Herkunftsländer von Migranten erfüllen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine FDP-Anfrage hervor, die der dpa vorliegt. Menschen aus diesen Ländern können leichter abgeschoben werden. Auch Asylverfahren lassen sich schneller abwickeln. Die Bundesregierung will mehr Staaten in diese Kategorie einstufen. Nach einem Beschluss vom Juli hat sie Tunesien, Algerien, Marokko und Georgien im Blick. Weitere Länder "mit einer regelmäßigen Anerkennungsquote unter fünf Prozent" sollen folgen.
    EU setzt auf Partnerschaft mit asiatischen Staaten
    Nach ihrem Gipfel in Brüssel sind die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zu einem weiteren Spitzentreffen mit Vertretern von 21 asiatischen Ländern zusammengekommen. Dieser Europa-Asien-Gipfel steht unter dem Motto "Globale Partner für globale Herausforderungen". Die EU erhofft sich ein Signal für einen freien Welthandel und auch ein gemeinsames Bekenntnis zum Schutz des Klimas.
    Chinas Wirtschaftswachstum fällt auf niedrigsten Stand seit der Finanzkrise
    Chinas Wachstum ist auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2009 nach Ausbruch der globalen Finanzkrise gefallen. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal nur noch um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das teilte das Statistikamt in Peking mit. Der Rückgang war stärker als erwartet. Experten hatten mit 6,6 Prozent Zuwachs gerechnet. Seit Jahresanfang habe Chinas Wirtschaft dennoch insgesamt um 6,7 Prozent zugelegt, so das Statistikamt. Im ersten Quartal waren 6,8 Prozent erreicht worden, im zweiten 6,7 Prozent.
    7 min
  • 18.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Washington Post" publiziert letzten Beitrag Khashoggis
    Die "Washington Post" hat den letzten Beitrag ihres vor gut zwei Wochen verschwundenen Kolumnisten Jamal Khashoggi veröffentlicht. Die US-Zeitung machte in einem Begleittext zugleich deutlich, dass sie nicht mehr davon ausgeht, dass der saudische Journalist noch am Leben ist. Khashoggi wurde zuletzt gesehen, als er am 2. Oktober in das saudische Konsulat in Istanbul ging, um Papiere für seine Hochzeit abzuholen. Es wird vermutet, dass der kritische Journalist dort von einem angereisten Kommando ermordet wurde.
    Brexit-Gespräche kommen nicht voran
    Der EU-Gipfel in Brüssel hat keine Fortschritte zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gebracht. Gleichwohl beschlossen die Staats-und Regierungschefs, sich über ihre Unterhändler weiter um eine Einigung zu bemühen. Hauptstreitpunkt ist die Frage, wie künftig mit der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und der britischen Provinz Nordirland umgegangen werden soll. Großbritannien tritt Ende März 2019 aus der EU aus. Möglich wäre auch, dass London die EU ohne Abkommen verlässt.
    Medien: Schaden durch "Cum-Ex"-Steuerdeals viel größer als gedacht
    Der Skandal um dubiose "Cum-Ex"-Steuergeschäfte betrifft mehr europäische Länder als bislang bekannt. Das haben Untersuchungen des Recherchezentrums "Correctiv" ergeben. Die "Cum-Ex-Files" offenbaren, dass die Steuerzahler nicht nur in Deutschland und Dänemark geschädigt wurden, sondern auch in Belgien, Norwegen und Österreich. Der Schaden beläuft sich demnach auf mindestens 55,2 Milliarden Euro. Bei "Cum-Ex" ließen sich Anleger die einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mit Hilfe ihrer Bank mindestens zwei Mal erstatten. 2012 wurde das Steuerschlupfloch geschlossen.
    Ebay verklagt Amazon wegen illegaler Praktiken
    Der Online-Handelskonzern Ebay hat den Konkurrenten Amazon verklagt. Amazon-Mitarbeiter sollen über Jahre hinweg Ebays E-Mail-System ausgenutzt haben, um absatzstarke Händler mit verdeckten Nachrichten auf die eigene Plattform zu locken. Das geht aus der im kalifornischen Santa Clara eingereichten Klageschrift hervor. Demnach gingen die Amazon-Mitarbeiter strategisch vor und waren sich durchaus im Klaren, dass ihre Aktionen verboten waren. Ebay fordert eine richterliche Unterlassungsverfügung sowie Schadenersatz und Geldstrafen. Amazon wollte sich auf Nachfrage nicht zu der Klage äußern.
    Italien bleibt im Streit um Staatshaushalt hart
    Die italienische Regierung will im Streit mit der EU um die geplante Neuverschuldung nicht einlenken. Er sehe keinen Spielraum für Änderungen am Haushaltsentwurf, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte beim EU-Gipfel in Brüssel. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger erklärte, er halte Italiens Haushaltsplan für "nicht vereinbar" mit den EU-Regeln. Zur Finanzierung kostspieliger Wahlversprechen plant das hochverschuldete Italien für das nächste Jahr ein Defizit von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung – dreimal soviel, wie ursprünglich vorgesehen.
    Prozessauftakt für russischen Regisseur Serebrennikow
    Vor einem Moskauer Stadtgericht hat das Verfahren gegen den russischen Film- und Theaterregisseur Kirill Serebrennikow begonnen. Dem 49-Jährigen wird vorgeworfen, umgerechnet fast zwei Millionen Euro staatlicher Fördermittel veruntreut zu haben. Serebrennikow weist die Anschuldigung zurück und vermutet, dass die Politik ihn damit mundtot machen wolle. Zum Prozessauftakt verlängerte das Gericht den vor mehr als einem Jahr verhängten Hausarrest gegen den Filmemacher bis zum 3. April 2019.
    Türkischer Fotograf Ara Güler ist tot
    Im Alter von 90 Jahren ist der türkische Fotograf Ara Güler an Herzversagen in Istanbul gestorben. Güler galt als einer der Besten seines Fachs weltweit. Der Sohn armenischer Eltern arbeitete zunächst als Nahost-Korrespondent für internationale Magazine wie "Time Life", "Paris Match" oder das deutsche Heft "Stern". Gülers größtes Vermächtnis sind zahlreiche Schwarz-Weiß-Bilder, die das Leben in Istanbul seit den 1950er Jahren dokumentieren.
    8 min
  • 17.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Verdächtige im Fall Khashoggi stammen aus Umfeld des saudischen Kronprinzen
    Im Fall des verschwundenen saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi stammen laut einem Bericht mehrere Verdächtige aus dem direkten Umfeld des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Das schrieb die "New York Times". Am Vorabend hatten bin Salman und US-Präsident Donald Trump telefoniert. Der Kronprinz habe Trump eine "vollständige Untersuchung" zum Verschwinden des Journalisten zugesagt. Khashoggi war nach Betreten des saudi-arabischen Konsulats in Istanbul verschwunden. Türkische Ermittler hegen den Verdacht, dass er dort ermordet wurde.
    Brexit-Streit bestimmt EU-Gipfelauftakt
    Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten bei ihrem an diesem Mittwochabend beginnenden Gipfel in Brüssel über den Austritt Großbritanniens aus der EU. Weniger als sechs Monate vor dem Brexit sind elementare Fragen immer noch strittig. Nach Ansicht des EU-Chefunterhändlers Michel Barnier müssen sich die Verhandlungspartner bis spätestens Dezember auf ein Austrittsabkommen einigen, um einen ungeordneten Brexit noch zu vermeiden. Bei einem Entgegenkommen der Briten stellte Barnier nach Medien-Informationen eine Übergangszeit von einem Jahr in Aussicht.
    Parlamentskandidat in Afghanistan durch Bombe getötet
    Ein Abgeordneter und Kandidat für die am Samstag anstehende Parlamentswahl in Afghanistan ist durch eine Bombe getötet worden. Der Sprengsatz wurde unter einem Sofa im Wahlbüro von Abdul Jabbar Qahraman positioniert, so Behörden. Die Taliban reklamierten den Anschlag auf den Politiker für sich. Er wollte für die südliche Provinz Helmand antreten - eine Festung der Taliban. Sieben Menschen wurden bei der Attacke verletzt, so ein Provinzsprecher. Mehrere Verdächtige seien verhaftet worden. Vor der Wahl am 20. Oktober gibt es immer mehr Gewalt in Afghanistan. Hunderte Menschen wurden bereits getötet oder verletzt.
    Erneut Kämpfe an Grenze zwischen Israel und Gaza
    Nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen hat die israelische Luftwaffe in der Nacht einen Angriff in dem Küstengebiet geflogen. Ein Palästinenser sei getötet und drei Menschen verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Eine Rakete sei in der israelischen Wüstenstadt Beerscheva eingeschlagen, so die Polizei. Das Geschoss traf ein Wohnhaus, in dem sich eine Familie befand. Es sei niemand verletzt worden. Die israelische Luftwaffe habe daraufhin "Terrorziele" im Gazastreifen angegriffen. Nach Monaten blutiger Grenzproteste hatte Israel am Sonntag der Hamas mit einer neuen Militäroperation gedroht.
    Neues Kabinett in Äthiopien besteht zur Hälfte aus Frauen
    Die Gesellschaft für bedrohte Völker bezeichnet die neue Regierung Äthiopiens als "wegweisend". Zuvor hatte Kabinettschef Fitsum Arega mitgeteilt, dass die Hälfte des auf 20 Ministerposten reduzierten Kabinetts nun aus Frauen besteht. Mehrere Schlüsselressorts sind künftig in weiblicher Hand, darunter erstmals das Verteidigungsministerium. Äthiopien setze auf einen radikalen Neuanfang, bewertete die Gesellschaft für bedrohte Völker die Neuordnung.
    Weltbevölkerungsbericht sieht Rückgang bei den Geburtenzahlen
    Eine Frau bekommt heute nach Angaben des Weltbevölkerungsberichts 2018 im weltweiten Durchschnitt statistisch 2,5 Kinder. Das sind halb so viele wie noch Mitte der 1960er-Jahre. In Industrieländern bringt eine Frau oftmals weniger Kinder als gewünscht zur Welt. In den ärmsten Ländern der Welt hingegen ist es umgekehrt. Von den 43 Ländern, in denen Frauen durchschnittlich mindestens vier Kinder bekommen, liegen den Angaben zufolge 38 in Afrika. Die hohe Geburtenrate gehe unter anderem auf fehlende Aufklärung und Verhütung zurück.
    Nations League: Deutschland verliert gegen Frankreich 1:2
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht nach der nächsten Niederlage in der neu geschaffenen Nations League vor dem Abstieg aus der A-Liga. Bei Weltmeister Frankreich unterlag das Team des in die Kritik geratenen Bundestrainers Joachim Löw in Paris trotz guter Leistung mit 1:2. Toni Kroos hatte per Handelfmeter Hoffnung auf den ersten Pflichtspielsieg der deutschen Mannschaft nach der desaströsen WM-Endrunde in Russland gemacht. Antoine Griezmann drehte mit einem Doppelpack aber das Spiel. Deutschland liegt hinter den Franzosen und den Niederlanden auf dem letzten Platz der Dreiertabelle.
    8 min
  • 16.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkische und saudische Ermittler schließen Untersuchung des Konsulats ab
    Türkische und saudische Ermittler haben die Durchsuchung des saudi-arabischen Konsulats in Istanbul abgeschlossen. Ziel war es, den Verbleib des seit zwei Wochen verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi aufzuklären. Die Ermittler hätten das Gebäude nach neun Stunden wieder verlassen, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu. Demnach haben die Ermittler auch Proben aus dem Garten genommen. Medien berichteten zudem, dass Saudi-Arabien bald eine Erklärung zum Schicksal Khashoggis abgeben wolle. Laut einem Bericht soll sein Verhör schiefgegangen sein. Der Plan sei gewesen, ihn zu entführen, aber nicht zu töten.
    WHO beruft wegen Ebola-Fällen Krisenausschuss ein
    Die Weltgesundheitsorganisation hat wegen eines Ebola-Ausbruchs im Kongo einen Krisenausschuss einberufen. Die Experten sollen entscheiden, ob wegen der wachsenden Zahl von Fällen die Weltgesundheit bedroht ist, so die WHO. Es besteht die Gefahr, dass sich die Krankheit auf Uganda und Ruanda ausweitet. Der Ausschuss könnte Empfehlungen geben, wie die Verbreitung von Ebola eingedämmt werden könnte. Seit Juli gab es rund 200 Verdachtsfälle, 130 Menschen starben. Bei einem Ebola-Ausbruch in einigen westafrikanischen Ländern kamen zwischen 2013 und 2016 mindestens 11.300 Menschen ums Leben.
    Australiens Premierminister erwägt, Botschaft nach Jerusalem zu verlegen
    Der australische Premierminister Scott Morrison zeigt sich offen dafür, die Botschaft seines Landes in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen. Das bedeute jedoch keine Abkehr von der Zwei-Staaten-Lösung. Die Opposition bezichtigte Morrison eines Wahlkampfmanövers: Am Wochenende steht eine Nachwahl in einem Bezirk mit vielen jüdischen Einwohnern an. Morrison braucht den Sieg des konservativen Kandidaten, um die Regierungsmehrheit zu behalten. Australien wäre das erste westliche Land, das US-Präsident Donald Trump in seiner kontroversen Jerusalem-Entscheidung nachfolgen würde.
    Boko Haram töten weitere Mitarbeiterin des Roten Kreuzes
    Radikalislamische Geiselnehmer haben in Nigeria die zweite von drei entführten Rote-Kreuz-Mitarbeiterinnen ermordet. Der nigerianische Informationsminister Lai Mohammed sagte, die Regierung sei schockiert, dass die Frau getötet worden sei. Eine Splittergruppe der Terrororganisation Boko Haram hatte Anfang März drei Rot-Kreuz-Mitarbeiterinnen entführt. Eine von ihnen war bereits im September hingerichtet worden. Das Schicksal der dritten Mitarbeiterin und das eines christlichen Schulmädchens, das im Februar entführt worden war, ist ungewiss.
    Italienisches Kabinett billigt Haushaltsentwurf
    Die italienische Regierung hat einen Haushaltsentwurf für 2019 verabschiedet, der eine Neuverschuldung von 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vorsieht. Der Entwurf wird nun von der EU-Kommission geprüft, die bei allen 18 Euroländern kontrolliert, ob diese sich an Stabilitätskriterien halten. Ausländische Politiker und Analysten kritisieren die Pläne der populistischen italienischen Regierung, weil das Land bereits jetzt die zweithöchste Schuldenquote der Eurozone aufweist. Italiens Schuldenberg summiert sich auf 2,3 Billionen Euro, das sind 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
    Bundeswehr hat 200 Rechtsextreme entlassen
    Die Bundeswehr hat einem Zeitungsbericht zufolge seit 2008 fast 200 Rechtsextremisten entlassen. Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtet, stammten 170 der 199 Soldaten mit bestätigtem Rechtsextremismusverdacht noch aus Zeiten der Wehrpflicht-Armee. Seit dem 1. Juli 2011 ist die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt. Bei fünf Rechtsextremisten steht die Entlassung demnach noch aus, weil gerichtliche oder truppendienstliche Verfahren gegen sie laufen.
    Microsoft-Mitgründer Paul Allen gestorben
    Der Mitbegründer des US-Softwarekonzerns Microsoft, Paul Allen, ist tot. Nach Angaben seiner Familie starb er am Montag im Alter von 65 Jahren an den Folgen einer Lymphdrüsenkrebs-Erkrankung. Allen hatte den Softwarekonzern gemeinsam mit seinem Kindheitsfreund Bill Gates 1975 gegründet. Er war maßgeblich am Erfolg des Unternehmens beteiligt, indem er den Computerriesen IBM dazu brachte, das Betriebssystem MS-DOS zu nutzen. Nach acht Jahren verließ er Microsoft, als erstmals Krebs bei ihm diagnostiziert wurde. Allen war als Philantrop bekannt und besaß mehrere erfolgreiche Sportteams.
    9 min
  • 15.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Union und SPD erleiden Debakel bei der Bayern-Wahl
    Bei der Landtagswahl in Bayern haben die alten Volksparteien CSU und SPD zweistellige Verluste hinnehmen müssen. Nach dem vorläufigen Ergebnis kommt die CSU mit einem Minus von gut zehn Prozentpunkten nur noch auf 37,2 Prozent. Die SPD halbiert ihr Ergebnis von 2013 und landet bei 9,7 Prozent. Zweitstärkste Kraft werden die Grünen mit dem Rekordergebnis 17,5 Prozent. Es folgen die Freien Wähler mit 11,6 Prozent und die AfD mit 10,2. Die FDP schafft es mit 5,1 Prozent knapp in den Landtag. CSU und die konservativ-liberalen Freien Wähler streben eine Koalition an.
    Bayern-Ergebnis erschüttert große Koalition in Berlin
    Das Wahldebakel von Union und SPD bei der Landtagswahl in Bayern sorgt für Unruhe in der großen Koalition in Berlin. Mit Blick bereits auf die nächste Landtagswahl in nur zwei Wochen in Hessen beraten die Parteiführungen an diesem Montag über Konsequenzen. In der CDU deutete sich eine Debatte über die Rolle von Kanzlerin Angela Merkel an. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten forderte eine personelle Erneuerung, andere gaben Merkel Rückendeckung. Der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation Jusos, Kevin Kühnert, brachte erneut einen Ausstieg aus der Koalition ins Spiel.
    Keine Einigung bei Brexit-Sondertreffen
    Anders als erhofft hat es bei einem überraschend angesetzten Treffen zu den Brexit-Verhandlungen keine Einigung gegeben. Die Frage nach einer Grenze zwischen Irland und dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Nordirland sei weiter ungeklärt, sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier nach den Gesprächen mit dem britischen Brexit-Minister Dominic Raab. Über die nächsten Schritte sollen nun die EU-Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfeltreffen am Mittwoch entscheiden. Bis dahin solle es keine weiteren Verhandlungen geben, hieß es.
    Trump deutet Rücktritt von Mattis an
    US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview gesagt, es "könnte sein", dass Verteidigungsminister James Mattis sein Amt aufgibt. Mattis sei eine "Art Demokrat", dennoch sei er ein guter Mann, sagte Trump dem Sender CBS. Aber irgendwann gehe jeder, so der Präsident. Mattis gilt innerhalb der US-Regierung als Gegengewicht zu Trump und dessen oft konfrontativem Politikstil. Zuletzt hatten sich Mattis und Trump Ende August bei der Frage um die Aussetzung von Militärmanövern mit Südkorea widersprochen.
    Syrische Aktivisten: Dschihadisten haben Pufferzone nicht verlassen
    Die Bemühungen zur Einrichtung einer Pufferzone um die syrische Rebellenhochburg Idlib haben anscheinend einen Rückschlag erlitten. Dschihadistische Kämpfer hätten eine Frist zum Rückzug verstreichen lassen, erklärte die oppositionsnahe syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in England. Die Lage ist noch unklar: Die lokale Dschihadistenallianz hat einerseits erklärt, weiterkämpfen zu wollen, andererseits aber angedeutet, sich an das Abkommen zu halten. Die Türkei und Russland wollen mit der Pufferzone eine Offensive der syrischen Regierungstruppen in Idlib abwenden.
    Tausende Nationalisten marschieren durch Kiew
    Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot haben tausende Nationalisten und Rechtsradikale den "Tag der Verteidiger der Ukraine" begangen. An dem Marsch durch Kiew nahmen auch deutsche Rechtsextreme teil. Die Demonstranten versammelten sich im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt und erinnerten auch an die Gründung der umstrittenen Ukrainischen Aufstandsarmee. Diese hatte im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen und Russen begangen. Laut Polizei blieb die Demonstration friedlich.
    Knappe Mehrheit für Luxemburgs Regierungskoalition
    In Luxemburg kann die Dreier-Koalition von Liberalen, Sozialdemokraten und Grünen theoretisch weiterregieren. Zwar wurde die oppositionelle Christlich Soziale Volkspartei mit 21 Sitzen wieder stärkste politische Kraft bei der Parlamentswahl. Doch die bisherige Regierungskoalition kommt auf 31 der insgesamt 60 Sitze im Parlament und hat damit eine knappe Ein-Stimmen-Mehrheit. Großer Gewinner sind die Grünen, die im Vergleich zur Wahl von 2013 um mehr als fünf Prozentpunkte zulegen konnten.
    8 min
  • 13.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Saudi-Arabien beteuert Unschuld im Fall Khashoggi
    Saudi-Arabien hat jegliche Mitschuld am Verschwinden des Regimekritikers Jamal Khashoggi bestritten. Berichte, wonach man den eigenen Staatsbürger habe ermorden lassen, seien vollkommen haltlos, hieß es aus dem saudischen Innenministerium. Man begrüße die gemeinsamen Ermittlungen mit der Türkei in dem Fall. Von Khashoggi fehlt seit einem Besuch im Konsulat seines Landes in Istanbul vor anderthalb Wochen jede Spur. Türkische Ermittler gehen davon aus, dass der Journalist von saudi-arabischen Agenten ermordet wurde. Dies sollen auch Ton- und Videoaufnahmen belegen.
    US-Pastor Brunson auf dem Weg in die USA
    Der nach zwei Jahren aus türkischer Untersuchungshaft freigelassene US-Pastor Andrew Brunson hat das Land verlassen. Brunson wurde von einem Militärflugzeug zum US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Deutschland geflogen. Von dort aus werde er in die USA weiterfliegen, sagte sein türkischer Anwalt. Dort will Präsident Donald Trump den Pastor im Weißen Haus empfangen. Die Türkei hatte Brunson wegen Spionage und Terrorvorwürfen festgehalten. Der Fall hatte die Beziehungen mit den USA stark belastet.
    Deutsche Banken fordern Ende der Negativzinsen
    Der Bundesverband deutscher Banken hat die Europäische Zentralbank zu einem Ende der Negativzinsen aufgefordert. Die Phase mache Probleme, sagte Bankenverbandspräsident Hans-Walter Peters am Rande der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds auf der indonesischen Insel Bali. Europäische Banken müssten jährlich rund 7,5 Milliarden Euro an Strafzinsen an die EZB entrichten, während die US-Notenbank diese zu keiner Zeit erhoben habe. EZB-Präsident Mario Draghi stellte aber kein Ende der lockeren Geldpolitik in der Eurozone in Aussicht. Die Inflationsziele seien noch nicht erreicht.
    Kanada stockt Zahlungen an Palästinenser-Hilfswerk auf
    Nach dem Zahlungsstopp der USA an das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) springt Kanada in die Bresche. Die Regierung kündigte an, über zwei Jahre umgerechnet rund 33 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Die USA, zuvor der größte Geldgeber, hatten Ende August entschieden, alle Zahlungen an das Hilfswerk einzustellen. Allein im vergangenen Jahr zahlte Washington umgerechnet mehr als 302 Millionen Euro. Das UNRWA kümmert sich um rund fünf Millionen Flüchtlinge, die nach der Staatsgründung Israels 1948 vertrieben wurden oder geflohen sind.
    Vermutlich acht tote Bergsteiger im Himalaya
    Nach einem Schneesturm sind vermutlich acht Bergsteiger in Nepal ums Leben gekommen. Sie befanden sich in einem Lager am Berg Gurja in Westnepal, der 7193 Meter hoch ist. Das berichtete die Polizei. Den Angaben zufolge zerstörte das Unwetter das Camp. Ein Hubschrauberpilot sah später acht über den Berg verstreute Körper. Zu dem Bergsteigerteam gehörten fünf Südkoreaner und drei Nepalesen. Die Wetterbedingungen erschwerten die weitere Suche.
    Zahl der Todesopfer durch Hurrikan "Michael" steigt weiter
    Die Zahl der Toten durch Hurrikan "Michael" in den USA ist auf mindestens 16 gestiegen. Die Behörden rechnen noch mit weiteren Opfern. Der Wirbelsturm der zweithöchsten Kategorie 4 war am Mittwoch im Nordwesten Floridas auf Land getroffen. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, Bäume entwurzelt und Stromleitungen umgerissen. US-Präsident Donald Trump kündigte via Twitter an, er wolle zu Beginn der kommenden Woche Florida und Georgia besuchen. Man kümmere sich um alle Gebiete und Staaten, die der Hurrikan heimgesucht habe, versprach Trump.
    Großdemonstration in Berlin
    In Berlin werden an diesem Samstag Zehntausende Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet zu einer Demonstration für eine offene und solidarische Gesellschaft erwartet. Unter dem Motto "unteilbar - Solidarität statt Ausgrenzung" hat ein Bündnis von Verbänden, Gewerkschaften, kirchlichen Organisationen und Parteien dazu aufgerufen, gegen Rassismus, Ausgrenzung, den Rechtsruck in der Gesellschaft und Einschnitte ins Sozialsystem zu protestieren. Außenminister Heiko Maas betonte, die Mehrheit in Deutschland stehe für Toleranz und Weltoffenheit. Neuer Nationalismus löse kein einziges Problem.
    8 min
  • 12.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Inflation auf höchstem Stand seit 2011
    Der hohe Ölpreis und steigende Preise für Gemüse haben die Inflationsrate im September auf den höchsten Stand seit sieben Jahren getrieben. Die Verbraucherpreise kletterten um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine stärkere Teuerung hatte es zuletzt im November 2011 gegeben, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Heizöl verteuerte sich um knapp 36 Prozent, Kraftstoffe um 13 Prozent und Gemüse um rund zwölf Prozent. Die Energiepreise lagen um 7,7 Prozent höher als vor einem Jahr.
    Italienisches Parlament stimmt umstrittener Finanzplanung zu
    Das italienische Parlament hat trotz Warnungen der EU und des Internationalen Währungsfonds der umstrittenen Finanzplanung der Regierung zugestimmt. Sowohl der Senat als auch die Abgeordnetenkammer votierten für den Plan, nach dem die Neuverschuldung des Landes ausgeweitet werden soll. Die Vorschläge müssen nun bis Montag an die EU-Kommission in Brüssel geschickt werden. Sie muss prüfen, ob sie mit den EU-Regeln konform sind. Ende des Jahres muss dann der Haushalt in Rom verabschiedet werden.
    Bericht: Türkei besitzt Aufnahmen von Khashoggis Ermordung
    Die Türkei besitzt einem Bericht zufolge Belege für die Ermordung des verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi durch saudische Sicherheitsbeamte. Demnach existieren angeblich Ton- und Videoaufnahmen, die zeigen wie Khashoggi vor eineinhalb Wochen im saudischen Konsulat ermordet und zerstückelt wird. Das Blatt, für das Khashoggi in der Vergangenheit selbst schrieb, beruft sich dabei auf türkische und amerikanische Offizielle. Deren Angaben zufolge scheut die Türkei eine Veröffentlichung der Aufnahmen, um nicht zu offenbaren, wie sie Einrichtungen ausländischer Staaten ausspioniert.
    Weniger Angriffe auf Asylunterkünfte
    Die Zahl der Anschläge auf Asylunterkünfte hat sich in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Zahlen des Bundeskriminalamts. Demnach zählten die Behörden in den ersten neun Monaten dieses Jahres 110 Straftaten gegen Asylunterkünfte. Laut BKA hatten fast alle Taten einen rechtsradikalen Hintergrund. In den meisten Fällen handelte es sich um Sachbeschädigung, Schmierereien und Propaganda. 2017 hatten die Behörden 312 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert.
    US-Bundesstaat Washington schafft die Todesstrafe ab
    Ein weiterer US-Bundesstaat schafft die Todesstrafe ab: Das oberste Gericht im Staat Washington stufte Hinrichtungen als verfassungswidrig ein. Die Richter begründeten die Entscheidung damit, dass die Strafe in willkürlich und in rassistisch diskriminierender Weise verhängt werde. Todesurteile sollen nun in lebenslängliche Freiheitsstrafen umgewandelt werden. Der Bundesstaat hat bereits seit mehreren Jahren keine Todesurteile mehr vollstreckt. Die Zahl der Hinrichtungen geht in den USA generell zurück.
    Prozess gegen US-Pastor Brunson wird in der Türkei fortgesetzt
    Der Prozess gegen den seit fast zwei Jahren in der Türkei festgehaltenen US-Pastor Andrew Brunson wird an diesem Freitag fortgesetzt. Sein Anwalt Ismail Cem Halavurt erwartet, dass der Hausarrest aufgehoben wird und sein Mandant ausreisen darf. Einem Medienbericht zufolge haben die USA und die Türkei eine Einigung erzielt, durch die der Weg für die Rückkehr Brunsons in die USA geebnet werde. US-Regierungsvertreter dementierten dies allerdings. Der Fall hatte eine schwere Krise zwischen den beiden Nato-Verbündeten USA und Türkei ausgelöst.
    Polen wegen Grundrechte-Erklärung in der EU isoliert
    Polen hat beim Treffen der EU-Justizminister einen Eklat ausgelöst. Die polnische Regierung weigerte sich, eine gemeinsame Erklärung zur Anwendung der europäischen Grundrechtecharta mitzutragen. Grund waren laut Diplomaten geplante Passagen zu Homosexuellen sowie Bi-, Trans- und Intersexuellen (LGBTI). Polen verwies seinerseits darauf, mit einer Textstelle zu religiösen Gruppen nicht zufrieden gewesen zu sein, weil Christen und Juden nicht ausdrücklich genannt wurden. Dies sei ein Vorgang ohne Beispiel, sagte ein Diplomat in Luxemburg. Einige Minister im Saal hätten von einer "Schande" gesprochen.
    8 min
  • 11.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hurrikan "Michael" trifft Florida mit voller Wucht
    Meterhohe Flutwellen, mächtige Windböen, strömender Regen: Hurrikan "Michael" hat im Nordwesten des US-Bundesstaates Florida für extremes Wetterchaos und Zerstörung gesorgt. Das Nationale Hurrikanzentrum sprach von einem Rekordsturm in der Region, wobei das genaue Ausmaß der Folgen noch unklar ist. "Michael" hatte mit Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometern die Küste getroffen. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, als Bäume umstürzten. Auf seinem Weg über den benachbarten Bundesstaat Georgia schwächte sich der Hurrikan zu einem tropischen Wirbelsturm ab, blieb aber dennoch gefährlich.
    Steinmeier beginnt Staatsbesuch in Griechenland
    Zum Auftakt seines Staatsbesuchs in Griechenland hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem ehemaligen Konzentrationslager bei Athen der Opfer deutscher Verbrechen im Zweiten Weltkrieg gedacht. Während der deutschen Besatzung waren in dem Lager Chaidari bis zu 25.000 Menschen interniert. Nach 1941 kam es an vielen Orten Griechenlands zu Massenerschießungen und anderen Gräueltaten durch Deutsche. Allein bis zu 70.000 jüdische Griechen wurden ermordet. Später kommt Steinmeier mit Präsident Prokopis Pavlopoulos, Regierungschef Alexis Tsipras und Oppositionsführer Kyriakos Mitsotakis zusammen.
    Trump verlangt von Saudi-Arabien Auskunft über Khashoggi
    US-Präsident Donald Trump hat sich besorgt gezeigt über das Verschwinden des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi. Er habe "auf höchster Ebene" mit Vertretern Saudi-Arabiens über Khashoggi gesprochen, sagte Trump. "Wir wollen alles wissen", fügte er hinzu. Das Weiße Haus teilte mit, US-Regierungsmitglieder hätten von dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman mehr Details gefordert. Khashoggi hatte vor mehr als einer Woche das saudische Konsulat in Istanbul betreten und wird seitdem vermisst. Türkische Polizei- und Regierungskreise gehen davon aus, dass er im Konsulat ermordet wurde.
    IWF-Chefin ermahnt USA und Italien
    IWF-Chefin Christine Lagarde ist in wesentlichen wirtschaftspolitischen Fragen auf Distanz zu US-Präsident Donald Trump gegangen. Das internationale System des weltweiten Handels dürfe nicht zerstört werden, sagte Lagarde zur Eröffnung der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Nusa Dua in Indonesien. Die Regeln des Welthandels hätten allen Nationen Nutzen gebracht. Lagarde ermahnte zudem das hochverschuldete Euro-Land Italien, bei der Haushaltsführung die Regeln der Europäischen Union einzuhalten.
    Wieder Prozess gegen Deutschen in der Türkei
    In der Türkei muss sich ein weiterer Deutscher vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 42-jährigen Hüseyin M. aus Braunschweig Präsidentenbeleidigung vor. Dessen Anwalt sagte, sein Mandant sei Ende August per E-Mail beim Präsidialamt und im Innenministerium denunziert worden. Ihm würden beleidigende Äußerungen auf Facebook in den Jahren 2014 und 2015 vorgeworfen. 2014 war Erdogan Ministerpräsident, 2015 schon Präsident. Auf die erste "Beleidigung eines öffentlichen Beauftragten" stehen bis zu zwei Jahre Gefängnis, auf Präsidentenbeleidigung bis zu vier Jahre.
    Warnung von VW-Chef wegen neuer CO2-Grenzwerte
    Volkswagen-Chef Herbert Diess hat vor zu scharfen Klimavorgaben und Jobverlusten in der Automobilbranche gewarnt. Sollte sich das Europa-Parlament durchsetzen, wäre dies "kaum zu managen", sagte Diess der "Süddeutschen Zeitung". Dann müssten in gut zehn Jahren "etwa ein Viertel der Jobs in unseren Werken wegfallen", insgesamt rund 100.000 Stellen. Die EU-Staaten hatten sich zuvor darauf geeinigt, dass die Konzerne den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagenflotten bis 2030 um 35 Prozent gegenüber 2021 verringern sollen. Umweltverbände kritisieren dies als zu lasch. Das EU-Parlament fordert 40 Prozent.
    Deutsche sollen deutlich mehr zu Fuß gehen
    Mehr Fußgänger, weniger Autos: So will das Umweltbundesamt Deutschlands Städte lebenswerter machen und das Klima schonen. Die Zahl der Wege, die jeder Bürger zu Fuß zurücklegt, soll bis 2030 um die Hälfte steigen. Um dies zu erreichen, schlägt die Behörde breitere Gehwege, kürzere Wartezeiten für Fußgänger an Ampeln und flächendeckend Tempo 30 in Städten vor. Wer zu Fuß gehe, tue Gutes für seine Gesundheit, spare Geld und schone die Umwelt, heißt es in einem Strategiepapier weiter. Nach Studien ist jede zehnte Autofahrt in Deutschland kürzer als ein Kilometer.
    8 min

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