Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 28.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkischer Präsident Erdogan startet politische Gespräche in Berlin
    Bei einem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nimmt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan an diesem Freitag die politischen Gespräche seines Staatsbesuchs in Deutschland auf. Anschließend trifft er Kanzlerin Angela Merkel. Am Nachmittag ist eine Zusammenkunft mit deutschen und türkischen Wirtschaftsvertretern geplant. Der Tag klingt mit einem Staatsbankett beim Bundespräsidenten aus. Der Besuch stößt vor dem Hintergrund inhaftierter Deutscher und dem Druck auf Medien und Zivilgesellschaft in der Türkei auf Protest. Nichtregierungsorganisationen haben zu Demonstrationen aufgerufen.
    Richterkandidat Kavanaugh gibt sich aggressiv
    Supreme-Court-Kandidat Brett Kavanaugh ist den Missbrauchsvorwürfen der Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford vor dem US-Senat in einer aggressiven und aufgebrachten Rede entgegengetreten. Ford hatte ihre Anschuldigungen gegen den Richterkandidaten von US-Präsident Donald Trump zuvor in ihrer Befragung vor dem Justizausschuss bekräftigt. Sie ließ keinen Zweifel daran, dass es Kavanaugh gewesen sei, der 1982 bei einer Schülerparty versucht habe, sie zu vergewaltigen. Kavanaugh wies die Anschuldigungen mehrfach zurück.
    Italien plant noch mehr Schulden für 2019
    Die Regierung in Italien hat sich darauf geeinigt, im kommenden Jahr deutlich mehr Schulden zu machen. Die Vize-Premierminister Luigi Di Maio und Matteo Salvini planen mit einer Neuverschuldung von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung. Zuvor hatte es Streit über die Defizitgrenze mit dem parteilosen Finanzminister Giovanni Tria gegeben. Er wollte die Neuverschuldung auf 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts begrenzen. Mit den Schulden will die Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega unter anderem Steuersenkungen und ein Bürgereinkommen realisieren.
    Niederländische Polizei vereitelt Terroranschlag
    Die Sicherheitsbehörden in den Niederlanden haben nach eigenen Angaben einen Terroranschlag auf eine Großveranstaltung vereitelt. Sieben Verdächtige seien festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Vorbereitungen für die Tat seien "sehr weit fortgeschritten" gewesen. Nach Angaben der Ermittler wollten die Verdächtigen dabei Sprengstoffgürtel und Sturmgewehre einsetzen. Die sieben Männer planten laut Staatsanwaltschaft außerdem, an einem anderen Ort eine Autobombe zu zünden. Einer von ihnen habe als Vorsatz ausgegeben, viele Menschen zu töten.
    Keine Chance für Zwei-Staaten-Lösung
    Die Chancen auf eine Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israelis und Palästinensern bleiben nach Reden beider Seiten bei den UN weiter ungewiss. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, er freue sich auf die Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump bei dessen "Friedens-Deal". Trump hatte angekündigt, binnen vier Monaten einen Friedensplan für den Nahen Osten vorzulegen. Er versucht mit finanziellem Druck, die Palästinenser zurück an den Tisch zu holen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas trübte die Aussichten jedoch und warf den USA vor, die Hoffnung auf eine Lösung untergraben zu haben.
    Flugausfälle wegen Ryanair-Streiks in sechs europäischen Ländern
    Passagiere des Billigfliegers Ryanair sind an diesem Freitag erneut von Streiks des fliegenden Personals betroffen. Gewerkschaften in sechs europäischen Ländern haben zu der neuerlichen Streikwelle aufgerufen. In Deutschland beteiligen sich die Piloten der Vereinigung Cockpit (VC) und die bei Verdi organisierten Flugbegleiter. Wie viele Flüge tatsächlich ausfallen, blieb aber zunächst unklar. Das Unternehmen hat vergleichsweise wenige Flüge für den Freitag gestrichen, der auf den Ferienbeginn in einigen deutschen Bundesländern fällt.
    7 min
  • 27.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erdogan beginnt Staatsbesuch in Deutschland
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kommt an diesem Donnerstag zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Die Beziehungen der beiden Staaten hatten sich auch durch die Inhaftierung deutsch-türkischer Journalisten in den vergangenen Jahren verschlechtert. Erdogan wird in Berlin unter anderen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel treffen. Er will auch einen Fokus auf die Handelsbeziehungen legen. Die Türkei leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise. Am Samstag weiht Erdogan in Köln eine Moschee des türkischen DITIB-Verbandes ein.
    Trump schließt Abkehr von Richterkandidat Kavanaugh nicht mehr aus
    US-Präsident Donald Trump schließt nicht mehr aus, seinem Richterkandidaten Brett Kavanaugh die Unterstützung zu entziehen. Er könne seine Meinung ändern, falls sich herausstelle, dass Kavanaugh "schuldig" sei, sagte Trump. Er halte die Anschuldigungen zwar nach wie vor für "falsch", er wolle aber die Argumente prüfen. Inzwischen hat eine dritte Frau dem Richterkandidaten sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Bislang hat Trump trotz der Belästigungsvorwürfe eisern an seinem Wunschkandidaten für den Posten am Obersten US-Gericht, dem Supreme Court, festgehalten.
    Venezuelas Präsident Maduro zu Treffen mit Trump bereit
    Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat sich überraschend zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump bereit erklärt. Er und Trump hätten Meinungsverschiedenheiten, aber darüber müsse man einen Dialog führen. Venezuela befindet sich in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Nach Angaben der Vereinten Nationen haben mehr als zwei Millionen Menschen das Land verlassen. Trump hatte die Situation als "Schande" bezeichnet und mit Maßnahmen gedroht, ohne diese allerdings zu konkretisieren.
    NATO vor größter Übung seit Jahrzehnten
    Die NATO plant ihr größtes Manöver seit dem Ende des Kalten Krieges. An der in vier Wochen beginnenden Übung "Trident Juncture 2018" in Norwegen werden mehr als 44.000 Soldaten teilnehmen, wie Militärkreise in Brüssel der Deutschen Presse-Agentur bestätigten. Allein die Bundeswehr stellt nach eigenen Angaben rund 10.000 Soldaten. Mit dem Großmanöver will die NATO vom 25. Oktober bis zum 23. November für den sogenannten Bündnisfall trainieren. Dieser könnte ausgerufen werden, wenn einer oder mehrere der 29 Mitgliedstaaten von einem Gegner angegriffen würden.
    Recherche-Seite will Identität von Skripal-Attentäter enthüllt haben
    Die Recherche-Gruppe Bellingcat kennt nach eigenen Angaben die wahre Identität eines der mutmaßlichen Skripal-Attentäter. Demnach soll es sich bei einem Verdächtigen, der unter dem Namen Ruslan Boschirow nach Großbritannien eingereist war, in Wahrheit um den russischen Offizier Anatoli Tschepiga handeln. Britische Ermittler werfen Boschirow und einem weiteren Russen namens Alexander Petrow vor, den Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergei Skripal und dessen Tochter Julia verübt zu haben.
    IWF stockt Kredite für Argentinien um sieben Milliarden Dollar auf
    Argentinien und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich auf weitere Finanzhilfen geeinigt. Der IWF stockt sein Kreditprogramm um rund sieben Milliarden Dollar auf 57 Milliarden Dollar auf, wie IWF-Chefin Christine Lagarde mitteilte. Der argentinische Peso hat seit Jahresbeginn die Hälfte seines Wertes verloren. Investoren an den Finanzmärkten bezweifeln, dass es Präsident Mauricio Macri gelingt, die Konjunktur anzuschieben.
    Dortmund nach Kantersieg gegen Nürnberg nun auf Rang zwei
    In der 1. Fußball-Bundesliga hat es am Mittwoch folgende Ergebnisse gegeben: Düsseldorf - Leverkusen 1 : 2; Dortmund - Nürnberg 7 : 0; Leipzig - Stuttgart 2 : 0; Mönchengladbach - Frankfurt 3 : 1 und Mainz - Wolfsburg 0 : 0. Die Tabelle wird angeführt von München, gefolgt von Dortmund. Am Tabellenende stehen Hannover, Stuttgart und Schalke.
    8 min
  • 26.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Macron und Rohani kritisieren US-Politik in UN-Generaldebatte
    Vor der UN-Vollversammlung hat Irans Präsident Hassan Rohani die von US-Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik erhobenen Vorwürfe entschieden gekontert. Er beschuldigte die USA, seine Regierung stürzen zu wollen und globale Regeln zu ignorieren. Die neuen US-Sanktionen gegen sein Land nannte er Wirtschaftsterrorismus. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron forderte in seiner Rede, ohne die USA ausdrücklich zu nennen, die Iran-Frage gemeinsam im Dialog zu lösen. Zudem rief er dazu auf, die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zur Voraussetzung für neue Handelsabkommen zu machen.
    Pompeo bezichtigt EU der Terrorunterstützung
    Die US-Regierung hat Pläne der EU scharf kritisiert, die US-Sanktionen gegen den Iran mit einer sogenannten Zweckgesellschaft zu umgehen. Dies sei eine der kontraproduktivsten Maßnahmen, die man sich mit Blick auf Frieden und Sicherheit vorstellen könne, sagte Außenminister Mike Pompeo in New York. Die EU sichere damit die Position des Irans als wichtigster staatlicher Terror-Förderer. Mit der Zweckgesellschaft will die EU das Atomabkommen retten. Diese soll den Zahlungsverkehr bei Iran-Geschäften abwickeln, wenn sich private Banken wegen drohender US-Strafen dazu nicht mehr bereiterklären.
    Wirtschaftsentwicklung im Osten Deutschlands immer noch schwächer
    Obwohl die ostdeutschen Länder in den vergangenen Jahren wirtschaftlich aufgeholt haben, sieht die Bundesregierung nach wie vor deutliche Unterschiede zum Westen. Zwar hätten sich 28 Jahre nach der deutschen Einheit die Lebensverhältnisse weiter angenähert, doch liege der Osten beim Lohnniveau und der Wirtschaftskraft im Vergleich zum Westen weiter zurück, heißt es im Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit. Es mangele an Konzernzentralen großer Unternehmen. Auch sei immer noch eine deutlich geringere Exportorientierung der ostdeutschen Wirtschaft festzustellen.
    Neuer Fraktionschef Brinkhaus sagt Merkel Unterstützung zu
    Der neue Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus, der sich überraschend gegen den von der Bundeskanzlerin unterstützten Amtsinhaber Volker Kauder durchgesetzt hat, sicherte Angela Merkel seine Unterstützung zu. Er wolle die Regierung stark machen. Die Fraktion wolle mit der CDU-Parteichefin weiter und gut zusammenarbeiten. Der 50-Jährige widersprach Einschätzungen, Kauders Sturz schwäche auch Merkel. Die Fraktion habe eine demokratische Entscheidung getroffen, betonte der Finanzexperte. Forderungen aus der Opposition, Merkel müsse nun die Vertrauensfrage stellen, wies Brinkhaus als "Blödsinn" zurück.
    Labour-Delegierte mehrheitlich für zweites Brexit-Referendum
    Die Delegierten des Labour-Parteitags in Liverpool haben mit großer Mehrheit für die Option eines zweiten Brexit-Referendums gestimmt. Die Forderung nach einer neuen Abstimmung über einen Austritt oder einen Verbleib in der EU wird in dem Parteitagsbeschluss allerdings nur als letztes Mittel betrachtet. In erster Linie will Labour auf Neuwahlen hinarbeiten. Die britische Arbeiterpartei ist in der Brexitfrage tief gespalten. Die Parteiführung steht einer neuen Abstimmung skeptisch gegenüber. Parteichef Jeremy Corbyn befürchtet, linke Brexit-Befürworter könnten Labour ihre Stimme entziehen.
    Stadion-Arbeiter in Katar monatelang unbezahlt
    Katar steht als Ausrichter der Fußball-WM 2022 wieder einmal im Zwielicht. Nach Informationen von Amnesty International sind Arbeiter aus Indien, Nepal und den Philippinen ohne Zahlung der vereinbarten Löhne hilf-und mittellos zurückgelassen worden. Die Arbeitskräfte wurden unter anderem beim Bau des Finalstadions in der Stadt Lusail eingesetzt. Der Fußballverband FIFA teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit, dass er keinen Grund zur Annahme habe, dass angesprochene Arbeitsrechtverletzungen tatsächlich im Zusammenhang mit der FIFA und der WM 2022 stehen.
    7 min
  • 25.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU will US-Sanktionen gegen den Iran umgehen
    Die Europäische Union will mit einer neuen Finanzinstitution US-Sanktionen gegen den Iran umgehen und so das Atomabkommen mit der Islamischen Republik retten. Die Entscheidung für die Einrichtung einer solchen Zweckgesellschaft sei bereits gefallen, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in New York. Die Institution solle den Zahlungsverkehr mit dem Iran erleichtern und es europäischen Unternehmen ermöglichen, weiter mit dem Land zu handeln. Hintergrund des Vorstoßes ist der Ausstieg von US-Präsident Donald Trump aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran im Mai.
    Neues Freihandelsabkommen zwischen USA und Südkorea
    Während sich der US-Handelskonflikt mit China zuspitzt, haben US-Präsident Donald Trump und Südkoreas Staatschef Moon Jae In in New York ein neues Freihandelsabkommen unterzeichnet. Unternehmen beider Länder könnten ihre Geschäfte nun auf einer stabileren Basis machen, sagte Moon. Trump sprach von einem Meilenstein, um das Handelsdefizit der USA mit Südkorea zu reduzieren. Einer der Kernpunkte ist eine erhöhte Einfuhrquote für US-Autos. Zudem lockerte Südkorea seine Standards, etwa bei den Umweltvorgaben für US-Importe. Im Gegenzug wird Seoul von US-Strafzöllen auf Stahlimporte ausgenommen.
    Trumps Richterkandidat wehrt sich gegen Missbrauchsvorwürfe
    Der wegen Missbrauchsvorwürfen unter Druck stehende US-Jurist Brett Kavanaugh hat sich entschieden gegen die Anschuldigungen gewehrt. Er habe niemals jemanden sexuell belästigt, so der 53-Jährige in einem Interview des Senders Fox News. Dabei saß seine Ehefrau neben ihm. US-Präsident Donald Trump hatte Kavanaugh im Juli als Richter für den Supreme Court vorgeschlagen. Die Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford hatte ihn beschuldigt, 1982 versucht zu haben, sie zu vergewaltigen. Für Donnerstag ist eine Anhörung von Kavanaugh und Ford vor dem Justizausschuss des Senats angesetzt.
    Syriens Regierung siedelt hunderte IS-Kämpfer nach Idlib um
    Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden Hunderte Kämpfer der Miliz "Islamischer Staat" (IS) in Syriens letzte Rebellenhochburg Idlib überführt. Regierungstruppen hätten mehr als 400 Dschihadisten von der östlichen Provinz Deir Essor in den Osten Idlibs gebracht, wo sich weitere dschihadistische Gruppen aufhalten. Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatten sich zuvor auf die Schaffung einer demilitarisierten Zone in Idlib geeinigt. Eine Großoffensive auf die nordwestliche Provinz wurde damit womöglich abgewendet.
    Kremlkritiker Nawalny wieder zu 20 Tagen Arrest verurteilt
    Nur wenige Stunden nach der erneuten Festnahme des Kremlkritikers Alexej Nawalny steht das Strafmaß. Der 42-Jährige habe zur Teilnahme an nicht genehmigten Demonstrationen Anfang September in Russland aufgerufen und sich so strafbar gemacht, urteilte eine Richterin in Moskau. Nawalny sei deshalb zu 20 Tagen Arrest verurteilt worden. Erst am Montagmorgen war Nawalny aus einem Moskauer Gefängnis entlassen worden, in dem er eine 30-tägige Strafe abgesessen hatte, ebenfalls wegen Aufrufen zu Protestaktionen. Der Oppositionspolitiker gilt als scharfer Gegner von Präsident Wladimir Putin.
    Instagram-Gründer verlassen Facebook
    Die beiden Gründer der Fotoplattform Instagram verlassen die Konzernmutter Facebook. Sie wollten eine Pause nehmen und sich Gedanken über ein neues Projekt machen, erklärten Kevin Systrom und Mike Krieger in einem Blogeintrag. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete, die beiden hätten Meinungsverschiedenheiten mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg über die künftige Entwicklung von Instagram gehabt. Die App hat mehr als eine Milliarde Nutzer und wird für Facebook immer wichtiger. Das Online-Netzwerk selbst steht dagegen nach Datenschutz-Skandalen und Debatten um politische Propaganda unter Druck.
    Luka Modric erstmals Weltfußballer des Jahres
    Luka Modric ist von der FIFA zum Weltfußballer des Jahres 2018 gekürt worden. Der kroatische Vize-Weltmeister setzte sich bei der Gala des Fußball-Weltverbandes in London gegen die Sieger der Vorjahre durch, den Portugiesen Cristiano Ronaldo und Mohamed Salah aus Ägypten. Der 33-jährige Spielmacher von Real Madrid war in diesem Sommer schon zum besten Spieler der WM und zu Europas Fußballer des Jahres gekürt worden. Bei den Frauen wurde zum sechsten Mal die Brasilianerin Marta ausgezeichnet. Sie setzte sich unter anderem gegen die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan durch.
    8 min
  • 24.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maaßen wird Sonderberater im Innenministerium
    Zwei Wochen lang führte der Streit um Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen die große Koalition fast wieder an den Rand des Scheiterns. Doch nun gibt es eine Lösung: Maaßen wird Sonderberater im Bundesinnenministerium. Er werde im Rang eines Abteilungsleiters für europäische und internationale Aufgaben zuständig sein, teilte Bundesinnenminister Horst Seehofer nach einem Spitzentreffen mit Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Chefin Andrea Nahles in Berlin mit. Die Besoldung von Maaßen bleibe unverändert. Nahles sagte, die Koalition sei in der Lage, öffentliche Kritik ernst zu nehmen und sich selbst zu korrigieren.
    Noch keine Einigung beim Thema Diesel
    Das Spitzentreffen im Kanzleramt zum Umgang mit Dieselfahrzeugen hat noch keine Ergebnisse gebracht. Verkehrsminister Andreas Scheuer kündigte nach den Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vertretern der Automobilindustrie an, in der kommenden Woche werde es weitere Gespräche geben. Priorität habe die Erneuerung der Dieselflotte. Auch über Hardware-Nachrüstungen sei gesprochen worden. Ziel der Regierung ist es, Fahrverbote in Städten wegen des hohen Schadstoffausstoßes von Dieselfahrzeugen zu vermeiden.
    Neue Anschuldigungen gegen US-Richterkandidaten Kavanaugh
    Gegen den von US-Präsident Trump vorgeschlagenen Richter für den Supreme Court, Brett Kavanaugh, sind erneut Anschuldigungen wegen sexueller Gewalt erhoben worden. Erst bezichtigte ihn eine Psychologie-Professorin des sexuellen Übergriffs, nun erhebt eine frühere Kommilitonin Kavanaughs' ähnliche Vorwürfe. Kavanaugh weist jede Schuld von sich. Der erzkonservative Richter ist Trumps Wunschkandidat für den Posten am höchsten US-Gericht. Die Demokraten fordern nun die Aussetzung der Berufung des Richters und die Untersuchung der Vorwürfe durch die Bundespolizei FBI.
    Panama will Rettungsschiff "Aquarius 2" die Registrierung entziehen
    Hilfsorganisationen auf dem Mittelmeer haben entsetzt auf Panamas Ankündigung reagiert, dem Rettungsschiff "Aquarius 2" die Registrierung zu entziehen. Die Ankündigung verurteile hunderte Menschen zu einem nassen Grab, schrieben "Ärzte ohne Grenzen" auf Twitter. Es gebe Berichte, dass das Schiff internationale rechtliche Vorgehensweisen in Bezug auf Flüchtlinge missachtet habe, teilte die Schifffahrtsbehörde Panamas mit. Die wichtigste Beschwerde komme aus Italien. Der italienische Innenminister Matteo Salvini bestritt jedoch, Druck auf Panama ausgeübt zu haben.
    Oppositionskandidat gewinnt Präsidentenwahl auf den Malediven
    Der bislang weitgehend unbekannte Abgeordnete Ibrahim Mohamed Solih hat die Präsidentenwahl auf den Malediven für sich entschieden. Nach Angaben der Wahlkommission erhielt Solih 58,3 Prozent der Stimmen. Der autoritär herrschende Präsident Abdulla Yameen, der eine zweite Amtszeit anstrebte, kam auf 41,7 Prozent. Solih forderte Yameen auf, einen friedlichen Machtwechsel zuzulassen und politische Gefangene freizulassen. Yameen hatte fast alle seine Kritiker ins Gefängnis gesteckt oder sie mussten das Land verlassen.
    Ein Toter bei Protesten in Nicaragua
    Bei einem Angriff von Polizisten und Paramilitärs auf eine Kundgebung in Nicaragua ist ein Jugendlicher getötet worden. Das bestätigten die Behörden später. Mehrere Personen wurden verletzt. Tausende Menschen hatten sich in der Hauptstadt Managua zum Protestmarsch "Wir sind die Stimme unserer politischen Gefangenen" versammelt. Seit April demonstriert die Bevölkerung, angeführt von Studenten, für einen Rücktritt des autoritären Staatschefs Daniel Ortega. Mehr als 320 Menschen wurden laut Menschenrechtlern seitdem getötet und etwa 3000 verletzt.
    Norwegen nimmt mutmaßlichen russischen Spion fest
    Die Polizei hat einen Russen unter Spionageverdacht festgenommen, nachdem dieser ein internationales Seminar im norwegischen Parlament besucht hatte. Bei dem Treffen habe sich der 51-Jährige verdächtig verhalten, daraufhin sei der norwegische Geheimdienst eingeschaltet worden, hieß es. Auf der Konferenz des Europäischen Zentrums für parlamentarische Wissenschaft und Dokumentation war es unter anderem um Cybersicherheit gegangen. Die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg sagte, sie sei über die Festnahme am Flughafen Oslo informiert, wolle diese aber nicht kommentieren.
    Leverkusen feiert ersten Saisonsieg
    Bayer Leverkusen hat den ersten Sieg in der laufenden Fußball-Bundesliga-Saison eingefahren. Die Werkself gewann mit 1:0 gegen Mainz und verschaffte ihrem zuletzt in der Kritik stehenden Trainer Heiko Herrlich nach drei Liga-Niederlagen den dringend benötigten Erfolg. Leipzig kam bei Eintracht Frankfurt nicht über ein 1:1 hinaus.
    8 min
  • 22.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel will Causa Maaßen noch am Wochenende klären
    Der Fall des umstrittenen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen wird nach einem Vorstoß von SPD-Chefin Andrea Nahles in der Koalition neu aufgerollt. Dabei drückt Kanzlerin Angela Merkel aufs Tempo. Sie will mit Nahles und CSU-Chef Horst Seehofer noch im Laufe des Wochenendes eine Lösung finden. Nahles hatte zuvor in einem Brief an Merkel und Seehofer auf die "durchweg negativen Reaktionen aus der Bevölkerung" verwiesen. Ursprünglich wollte Innenminister Seehofer Maaßen auf Kosten eines SPD-Staatssekretärs in sein Ministerium holen.
    Attacke auf Militärparade im Iran
    Bei einer Attacke auf eine Militärparade in der südwestiranischen Stadt Ahwas wurden dem Staatsfernsehen zufolge mehrere Menschen getötet und verletzt. Laut dem Bericht eröffneten mehrere Bewaffnete von einem Park aus das Feuer. Diese wurden als "Takfir" bezeichnet, ein Begriff, mit dem oft militante Islamisten umschrieben werden. Die Angreifer seien geflüchtet, hieß es weiter, würden aber von Sicherheitskräften verfolgt. Die Militärparade war zur Erinnerung an den Ersten Golfkrieg abgehalten worden. Der Krieg gegen den Irak hatte heute vor 38 Jahren begonnen.
    Handelsgespräche zwischen USA und China auf Eis gelegt
    Die chinesische Regierung hat nach einem Bericht des "Wall Street Journal" die für kommende Woche geplanten Handelsgespräche mit den USA abgesagt. Grund dafür sei die neueste Runde von Strafzöllen, die US-Präsident Donald Trump zu Wochenbeginn eingeläutet hatte. Ursprünglich wollte Chinas Vizepremier Liu He auf Einladung von Finanzminister Steven Mnuchin nach Washington reisen, um über eine Deeskalation des aktuellen Handelsstreits zwischen China und den USA zu reden. Aus US-Regierungskreisen hieß es, es gebe bislang keinen Termin für neue Gespräche.
    Berlin und Ankara wollen engere Wirtschaftskontakte
    Deutschland und die Türkei wollen den Staatsbesuch von Präsident Recep Tayyip Erdogan in der kommenden Woche zu einem Signal für den Ausbau ihrer Wirtschaftsbeziehungen machen. Deutsche Finanzhilfen für die Türkei seien aber kein Thema, hieß es nach einem Treffen der Finanz-, Wirtschafts- und Energieminister beider Länder in Berlin. Die Bundesregierung betonte ihr Interesse an einer wirtschaftlich stabilen Türkei. Der türkische Finanzminister Berat Albayrak, der Erdogans Schwiegersohn ist, erklärte, Berlin und Ankara müssten nicht in allen Punkten gleich denken.
    Bekannter US-Waffenaktivist in Taiwan festgenommen
    In den USA ist Cody Wilson bislang wegen seines Rechtsstreits um die Veröffentlichung von Bauplänen für Schusswaffen aus dem 3D-Drucker aufgefallen. Nun allerdings wirft die US-Polizei dem 30-Jährigen sexuellen Verkehr mit einer Minderjährigen vor. Er wurde in Taiwan gefasst und soll in Kürze ausgeliefert werden. Laut der Polizei im texanischen Austin soll Wilson gegen die Bezahlung von 500 Dollar Sex mit einer 16-Jährigen in einem Hotel gehabt haben. Später habe er erfahren, dass die Jugendliche zur Polizei gegangen sei. Daraufhin sei Wilson nach Taiwan gereist.
    Tschechiens Präsident hält Reparationsfrage für erledigt
    Tschechien will sich den in Polen lauter werdenden Forderungen nach deutschen Kriegsreparationen nicht anschließen. Präsident Milos Zeman sagte zum Abschluss seines dreitägigen Deutschland-Besuchs, bei seinem Treffen mit seinem Kollegen Frank-Walter Steinmeier habe er betont, dass man die Geschichte den Historikern überlassen solle. Zeman äußerte sich auch zur Alternative für Deutschland (AfD), die im aktuellen ARD-Deutschlandtrend erstmals zur zweitstärksten Partei aufrückt. Er finde es zweifelsohne sympathisch, dass die AfD gegen Immigration sei.
    Stuttgart wieder sieglos
    Der VfB Stuttgart wartet in der Fußball-Bundesliga weiter auf den ersten Saisonsieg. Am Freitagabend kamen die Schwaben zum Auftakt des 4. Spieltages gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf nicht über ein 0:0 hinaus.
    7 min
  • 21.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.AfD in Umfrage erstmals zweitstärkste Kraft
    Die große Koalition rutscht in den Umfragewerten immer tiefer. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen Union und Sozialdemokraten nur noch auf 45 Prozent der Stimmen, wie aus dem ARD-Deutschlandtrend hervorgeht. Zwar wäre die Union mit starken Verlusten immer noch stärkste Kraft, doch käme die AfD bereits auf den zweiten Platz. Die CDU erzielte in der Umfrage mit 28 Prozent das schlechteste Ergebnis seit Einführung des Deutschlandtrends 1997, Koalitionspartner SPD ist mit 17 Prozent nur drittstärkste Kraft. Für die AfD schlugen 18 Prozent zu Buche, Grüne kommen auf 15, die Linke auf 10 und die Liberalen auf 9 Prozent.
    Merkel empfängt zu Wohngipfel im Kanzleramt
    An diesem Freitag beraten Vertreter von Politik, Immobilienwirtschaft, des Mieterbundes, Gewerkschaften und der Bauwirtschaft in Berlin, wie die Wohnungsknappheit in deutschen Städten gelindert werden kann. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz und dem fürs Bauen zuständigen Innenminister Horst Seehofer werden weitere Ressortchefs erwartet. Geplant ist nach Angaben der Regierung, Eckpunkte eines Gesetzespakets für eine Wohnraumoffensive festzulegen. Bis 2021 sollen laut Koalitionsvertrag 1,5 Millionen neue Wohnungen entstehen.
    Bundesregierung genehmigt Waffenexporte an Jemen-Kriegsallianz
    Die Bundesregierung hat Waffenexporte an drei arabische Länder genehmigt, die am Jemen-Krieg beteiligt sind. Der Bundessicherheitsrat stimmte auf seiner jüngsten Sitzung der Lieferung verschiedener Systeme an Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und an Jordanien zu. Das geht aus einem Schreiben von Wirtschaftsminister Peter Altmaier an den Wirtschaftsausschuss des Bundestags hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Saudi-Arabien und die Emirate führen im Jemen einen Krieg gegen die Huthi-Rebellen. Der Krieg hat zu einer der schlimmsten humanitären Katastrophen weltweit geführt.
    Türkischer Oppositionspolitiker kommt aus Gefängnis frei
    Der wegen Spionage-Vorwürfen verurteilte türkische Oppositionelle Enis Berberoglu ist auf freien Fuß gesetzt worden. Ein Berufungsgericht in Ankara bestätigte das Urteil einer früheren Instanz gegen den CHP-Politiker zwar. Weil er bei der Parlamentswahl im Juni jedoch ein Mandat erhielt und somit parlamentarische Immunität genießt, durfte er die Untersuchungshaft verlassen. Wenn sein Mandat erlischt, muss Berberoglu zurück ins Gefängnis. Im Februar war Berberoglu zu fünf Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er gehört zu den mehr als 130 Abgeordneten, deren Immunität nach dem gescheiterten Putschversuch im Jahr 2016 aufgehoben worden war.
    USA erhöhen Sanktionsdruck auf Russland
    Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat ihre Sanktionen gegen Russland erneut verschärft. Wie das Außenministerium in Washington mitteilte, wurden weitere 33 Personen und Einrichtungen der russischen Sicherheitskräfte auf eine bereits bestehende Schwarze Liste gesetzt. Zu den Einzelpersonen gehören der Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Korobow und dessen Stellvertreter Sergej Gisunow. Grundlage für die Maßnahme ist ein im vergangenen Jahr vom US-Kongress verabschiedetes Gesetz, das Sanktionen wegen der mutmaßlichen russischen Einmischungen in US-Wahlen und der Interventionen in der Ukraine vorsieht. Insgesamt umfasst die Schwarze Liste mittlerweile 72 Einzelpersonen und Organisationen.
    US-Präsident Trump kritisiert Haushaltskompromiss
    US-Präsident Donald Trump hat den Haushaltskompromiss von Demokraten und Republikanern als "lächerlich" bezeichnet. Er wolle wissen, wo das Geld für die Grenzmauer zu Mexiko sei, schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. Ob er den Übergangshaushalt mit einem Veto blockieren will, ließ er offen. Am 1. Oktober beginnt in den USA das neue Haushaltsjahr. Wenn bis dahin kein neuer Haushalt verabschiedet wird, droht ein sogenannter "Shutdown", bei dem die Arbeit der Bundesbehörden weitgehend zum Stillstand kommen würde.
    Vietnams Präsident Tran Dai Quang gestorben
    Vietnams Präsident Tran Dai Quang ist tot. Er sei nach schwerer Krankheit im Alter von 61 Jahren in einem Militärkrankenhaus gestorben, teilte die vietnamesische Regierung mit. Es hatte seit rund einem Jahr Gerüchte über den schlechten Gesundheitszustand des 1956 geborenen Politikers gegeben. Tran war seit April 2016 Präsident des südostasiatischen Landes. Zuvor hatte der langjährige Polizist an der Spitze des mächtigen Sicherheitsministeriums gestanden. Es war das erste Mal, dass ein Polizeigeneral Präsident des autoritär geführten kommunistischen Landes wurde.
    9 min
  • 20.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Beratungen zur Flüchtlingsverteilung bislang ohne Ergebnisse
    In Salzburg setzen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union heute ihre Beratungen fort. Hauptthemen sind auch am zweiten Tag ein besserer Schutz der EU-Außengrenzen und der Brexit. Unter anderem geht es um den Vorschlag der EU-Kommission, die Grenzschutzagentur Frontex personell deutlich aufzustocken und ihr Mandat zu erweitern. Am ersten Tag hatte EU-Kommissionspräsident Juncker eine Abkehr von seiner bisherigen Haltung in der Flüchtlingsfrage angedeutet. Demnach sollten Staaten, die keine Flüchtlinge aufnehmen wollten, künftig andere Beiträge zur Migrationspolitik leisten.
    Streit um Maaßen: "Es drohte Bruch der Koalition"
    Die geplante Beförderung von Verfassungsschutz-Präsident Maaßen sorgt weiter für Unruhe. Nach SPD-Chefin Andrea Nahles hat jetzt auch CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer die Entscheidung als einen Kompromiss in der Not verteidigt. Anderenfalls habe der Bruch der Koalition gedroht. In einem Brief Kramp-Karrenbauers an die CDU-Mitglieder heißt es, die SPD habe auf der Entlassung Maaßens bestanden, während Innenminister Horst Seehofer darauf beharrt habe, Maaßens Expertise weiter zu nutzen. Damit habe die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Koalition bestanden - mit allen Konsequenzen bis hin zu Neuwahlen.
    Bundesregierung genehmigt weitere Waffenexporte an Saudi-Arabien
    Die Bundesregierung hat weitere Waffenexporte in die Golfstaaten und andere Länder des Nahen Ostens genehmigt, unter anderem an Saudi-Arabien. Das geht aus einem Schreiben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier an den Wirtschaftsausschuss des Bundestags hervor, das dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegt. Dem Schreiben zufolge soll Saudi-Arabien vier Artillerie-Ortungssysteme erhalten. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD Waffenlieferungen an Staaten ausgeschlossen, die wie Saudi-Arabien am Jemen-Krieg beteiligt sind. Riad ist gleichzeitig jedoch ein enger Verbündeter des Westens im Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS) in Syrien.
    Kern will Spitzenkandidat von Europas Sozialdemokraten werden
    Der frühere österreichische Bundeskanzler Christian Kern hat sich als Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokraten für die Europawahl im kommenden Jahr ins Gespräch gebracht. Sein Ziel sei es, die europäische Sozialdemokratie wieder zu stärken, sagte der SPÖ-Politiker. Bislang hat lediglich der slowakische EU-Vizekommissionspräsident Maros Sefcovic offiziell Anspruch auf den Posten des Spitzenkandidaten der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten angemeldet. Die europäischen Sozialdemokraten bestimmen ihren Spitzenkandidaten am 7. und 8. Dezember in Lissabon.
    USA nehmen Dialog mit Nordkorea wieder auf
    Die neuen Abrüstungsangebote Nordkoreas bringen auch den Dialog des Landes mit den USA wieder in Gang. US-Außenminister Pompeo lud seinen Kollegen Ri in der kommenden Woche nach New York ein, wenn dort die UN-Vollversammlung stattfindet. Pompeo sagte, Ziel sei es, den Prozess der Denuklearisierung bis Januar 2021 abzuschließen. Der nordkoreanische Machthaber Kim und Südkoreas Präsident Moon hatten am Mittwoch ihren Friedenskurs noch einmal verstärkt. Dadurch, dass die USA die Verhandlungen mit Nordkorea wieder aufnehmen, hat Südkoreas Präsident Moon Jae In eines seiner wichtigsten Ziele für den innerkoreanischen Gipfel erreicht.
    Tödlicher Unfall im Hambacher Forst
    Nach dem Tod eines Journalisten stoppt die Landesregierung Nordrhein-Westfalens die Räumungsaktion der Polizei im Braunkohlerevier Hambacher Forst. Vor dem Hintergrund des schlimmen Ereignisses habe die Landesregierung beschlossen, bis auf weiteres die Räumung des Geländes auszusetzen, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul in Düsseldorf. Zuvor war ein Journalist durch eine provisorische Hängebrücke zwischen zwei Baumhäusern in die Tiefe gestürzt, wie die Polizei mitteilte. Sie betonte, zur Zeit des tödlichen Unfalls hätten keine polizeilichen Maßnahmen in der Nähe der Unglücksstelle stattgefunden.
    Angriffe auf Journalisten in Deutschland nehmen zu
    In Deutschland ist die Zahl der Angriffe auf Journalisten in diesem Jahr deutlich gestiegen. Von Anfang 2018 bis Mitte September habe es mindestens 22 tätliche Übergriffe gegeben, heißt es in einer Studie des in Leipzig ansässigen Europäischen Zentrums für Presse- und Medienfreiheit. Fast alle Taten ereigneten sich demnach im Umfeld von rechten oder rechtsextremen Demonstrationen und Veranstaltungen, mehr als die Hälfte davon zählten die Forscher in Sachsen. 2015 hatten die Forscher 43 Angriffe registriert, 2016 waren es 19 und 2017 nur fünf.
    9 min
  • 19.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nord- und Südkorea erzielen diplomatischen Erfolg
    Auf ihrem Gipfel in Pjöngjang haben Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un eine Atomvereinbarung unterzeichnet. Nach Angaben Kims geht es darum, die koreanische Halbinsel von Atomwaffen zu befreien. Zudem sagte Kim zu, seine wichtigste Atomanlage in Yongbyon zu schließen, wenn die USA zu einem Entgegenkommen bereit seien. Als konkrete Maßnahme will Nordkorea die Testanlage für Raketenantriebe in Sohae an der Westküste und die dortige Startrampe unter der Aufsicht internationaler Inspekteure abbauen. Unklar ist allerdings der Zeitplan.
    Polen möchte mehr US-Soldaten im Land haben
    Der polnische Präsident Andrzej Duda wünscht sich eine ständige US-Militärbasis in seinem Land. Das hat er bei seinem Besuch im Weißen Haus in Washington noch einmal deutlich gemacht. Duda bezeichnete einen solchen Stützpunkt als Abschreckungsmaßnahme gegen "aggressives russisches Verhalten". US-Präsident Donald Trump sagte, diese Bitte werde von seiner Regierung "sehr ernsthaft" geprüft. Trump hob hervor, dass Polen bereit sei, die Installation einer US-Militärbasis mit "Milliarden von Dollar" zu unterstützen. Insofern seien die USA "sicherlich" gewillt, über einen permanenten Stützpunkt zu reden.
    EU-Parlamentspräsident ruft zu Einigung bei Flüchtlingsverteilung auf
    Vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Salzburg hat EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani zur Einigkeit aufgerufen. Die Europäische Union brauche ein automatisches, verpflichtendes System, um Asylsuchende fair zwischen allen Mitgliedstaaten zu verteilen, sagte Tajani der Tageszeitung "Die Welt". Er rufe "alle EU-Staats- und Regierungschefs auf, in dieser Frage unverzüglich in Salzburg zu einer Einigung zu gelangen". Hauptthema des Gipfels ab diesem Mittwoch ist die Migration. Italien verlangt, dass auch andere EU-Staaten über das Mittelmeer kommende Flüchtlinge aufnehmen.
    Wechsel von Maaßen ins Innenministerium sorgt für Kritik
    Nicht nur die Opposition übt deutliche Kritik an der Beförderung des vormaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen zum Staatssekretär, auch vom Koalitionspartner SPD kommen kritische Aussagen. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sprach im ZDF von einer "sehr bemerkenswerten" Entscheidung, die Innenminister Seehofer getroffen habe. Man verlasse deshalb aber nicht die Regierung. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner sagte dagegen der Deutschen Presse-Agentur, der Geduldsfaden mit dieser großen Koalition werde in der SPD extrem dünn.
    Türkeis Präsident Erdogan kommt zur Eröffnung der DITIP-Moschee nach Köln
    Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan wird im Rahmen seines Deutschlandbesuchs Ende September die zentrale DITIP-Moschee in Köln offiziell eröffnen. Das teilte der Dachverband türkischer Moscheegemeinden in Deutschland mit. Kritiker sehen DITIB als verlängerten Arm der türkischen Regierungsbehörde. Der ehemals in der Türkei inhaftierte "Welt"-Journalist Deniz Yücel verurteilte Erdogans Staatsbesuch. Deutschland empfange einen Verbrecher, der sich neben vielem anderen des Menschenraubs schuldig gemacht habe.
    Eine Million Elektroautos - in Deutschland erst 2022
    Wichtige Berater der Bundesregierung sehen das Elektro-Auto-Ziel der Regierung endgültig verfehlt. Die Nationale Plattform Elektromobilität schreibt in ihrem aktuellen Bericht, das Ziel von einer Million E-Autos in Deutschland werde voraussichtlich erst 2022 erreicht - zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Anfang 2018 fuhren weniger als 335.000 reine Stromer und Autos mit Hybridmotor auf den Straßen. Nach Ansicht von Experten sind die Elektroautos noch zu teuer, sie brauchen zu lange, bis sie aufgeladen sind, und es gibt zu wenige Ladestationen.
    Fußball-Champions-League: Dortmund gewinnt, Schalke spielt unentschieden
    Borussia Dortmund hat zum Auftakt in der Champions-League-Gruppenphase einen glücklichen Sieg eingefahren. Beim belgischen Meister FC Brügge, dem vermeintlich schwächsten Gruppengegner der Schwarz-Gelben, gewann das Team von Trainer Lucien Favre durch ein Tor von Christian Pulisic mit 1:0. Vizemeister Schalke 04 hat bei seiner Champions-League-Rückkehr dagegen einen Sieg verpasst. Gegen den portugiesischen Meister FC Porto kam die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco nicht über ein 1:1 hinaus.
    8 min
  • 18.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump verhängt neue Milliarden-Zölle gegen China
    US-Präsident Donald Trump weitet die Strafzölle auf chinesische Waren nochmals erheblich aus. Er kündigte neue Zölle auf Importe im Gesamtwert von 200 Milliarden Dollar - knapp 172 Milliarden Euro - an. Diese treten am kommenden Montag in Kraft und betragen zunächst zehn Prozent. Ab 2019 sollen sie auf 25 Prozent steigen. Zugleich drohte Trump mit weiter reichenden Strafmaßnahmen, sollte China mit Vergeltungsaktionen reagieren. In diesem Fall würden zusätzliche Abgaben auf Waren im Wert von 267 Milliarden Dollar erhoben. Die chinesische Regierung hatte bereits mit einem Gegenschlag gedroht.
    Moon trifft zu drittem Korea-Gipfel in diesem Jahr in Pjöngjang ein
    Südkoreas Präsident Moon Jae In ist zu einem Gipfel mit Machthaber Kim Jong Un in die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang gereist. Kim und seine Frau empfingen Moon und seine Gattin persönlich am Flugzeug. Hunderte Nordkoreaner bejubelten die Begegnung und schwenkten Fahnen der koreanischen Halbinsel und Nordkoreas. Moon will die festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea im Atomstreit wiederbeleben. Außerdem geht es um eine dauerhafte Friedenslösung zwischen Nord- und Südkorea.
    Russisches Militärflugzeug in Syrien vermisst
    Russland hat nach eigenen Angaben inmitten von französisch-israelischen Angriffen vor der syrischen Küste den Kontakt zu einem Aufklärungsflugzeug mit 14 Soldaten verloren. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab bekannt, die Iljuschin-Maschine sei am Abend beim Landeanflug auf den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim nahe der nordsyrischen Stadt Latakia von den Radarschirmen verschwunden. Zur gleichen Zeit hätten israelische Kampfjets und ein französisches Kriegsschiff Angriffe auf Regierungseinrichtungen in Latakia ausgeführt. Eine Suchaktion sei eingeleitet worden.
    USA wollen viel weniger Flüchtlinge aufnehmen
    Die US-Regierung will im kommenden Jahr deutlich weniger Flüchtlinge ins Land lassen als bisher. Geplant sei eine Obergrenze von 30.000 Menschen für das Wirtschaftsjahr 2019, sagte Außenminister Mike Pompeo. Das wären 15.000 weniger als im laufenden Wirtschaftsjahr 2018. Die Wirtschaftsjahre dauern jeweils von Oktober bis September. Präsident Donald Trump schlägt seit seinem Amtsantritt einen erheblich restriktiveren Kurs in der Migrationspolitik ein als seine Vorgänger. So wurden Tausende Einwandererfamilien von den Behörden getrennt und Kinder von ihren Eltern getrennt inhaftiert.
    Senatsausschuss hört Kavanaugh zu Vorwürfen an
    Der Justizausschuss des US-Senats wird sich mit dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung gegen den Kandidaten für den Obersten Gerichtshof, Brett Kavanaugh, befassen. Sowohl Kavanaugh als auch die kalifornische Professorin, die ihn beschuldigt, sollen am Montag in einer öffentlichen Anhörung aussagen. US-Präsident Donald Trump stellte sich derweil hinter den Kandidaten, der die Frau in seiner Higschool-Zeit bedrängt haben soll. Dieser sei ein untadeliger Mensch, sagte Trump, der den erzkonservativen Juristen für den Supreme Court vorgeschlagen hatte. Kavanaugh selbst weist die Anschuldigung zurück.
    Kindersterblichkeit geht zurück - aber nur langsam
    Die weltweite Kindersterblichkeit ist so niedrig wie noch nie. Dennoch starben im vergangenen Jahr insgesamt 5,4 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag, wie die Vereinten Nationen mitteilten. Eine weitere Million Kinder wurde keine 15 Jahre alt. Zwar gehe die Kindersterblichkeit zurück, die Entwicklung schreite aber zu langsam voran, erklärte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF. Die schlechtesten Überlebenschancen haben Kinder demnach in Somalia, dem Tschad oder der Zentralafrikanischen Republik. Die wichtigsten Gegenmaßnahmen seien sauberes Wasser, Medikamente, Impfungen und eine funktionierende Infrastruktur.
    Emmys für "Mrs Maisel" und "Game of Thrones"
    In Los Angeles sind die wichtigsten TV-Preise verliehen worden. Bei der 70. Auflage der Emmy Awards gewann die 50er-Jahre-Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" den Preis für die beste Comedyserie. Auch Rachel Brosnahan wurde in der Titelrolle Midge Maisel als beste Schauspielerin in dieser Comedy-Serie gekürt. Weitere Preise gab es für die Regisseurin und Autorin Amy Sherman-Palladino. Die Serie läuft in Deutschland im Streaming-Angebot von Amazon. Die Fantasy-Serie "Game of Thrones" wurde zum dritten Mal als beste Dramaserie ausgezeichnet.
    8 min

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