Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 17.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Vorwürfe gegen US-Supreme-Court-Kandidat Kavanaugh wegen sexueller Belästigung
    Eine Professorin aus Kalifornien belastet den konservativen Richter Brett Kavanaugh, der für den Obersten Gerichtshof ernannt werden soll. In einem Interview der "Washington Post" berichtet die Frau über einen Vorfall aus den frühen 1980er-Jahren. Kavanaugh habe auf einer Party versucht, sie zu vergewaltigen. Er streitet die Vorwürfe ab. Mehrere demokratische Senatoren fordern eine Untersuchung. Bis dahin solle die Abstimmung ausgesetzt werden. Der von Präsident Donald Trump vorgeschlagene 53-Jährige könnte die Rechtsprechung der USA auf Jahrzehnte prägen, weil die Ernennung lebenslang gilt.
    Merkel schlägt beim Thema Migration Kooperation mit Afrika vor
    Angesichts der Größe Afrikas hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Aufgabenteilung der Europäer bei der Zusammenarbeit mit dem Nachbarkontinent vorgeschlagen. Es sei wichtig, beim Thema Migration einen Schwerpunkt auf Afrika zu legen und dabei eine Arbeitsteilung vorzusehen, sagte Merkel vor einem Treffen mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz in Berlin. Beide sprachen sich dafür aus, die Grenzschutzagentur Frontex auszubauen, um die EU-Außengrenzen besser zu schützen.
    Merkel will in Algerien über Migration und Anti-Terror-Kampf sprechen
    Mit einem eintägigen Besuch in Algier will Kanzlerin Angela Merkel an diesem Montag die Rolle Algeriens als Stabilitätsfaktor in Nordafrika stärken. Bei Treffen mit Präsident Abdelaziz Bouteflika und Ministerpräsident Ahmed Ouyahia dürfte es neben der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus vor allem um die Migration gehen. Algerien ist wichtiges Transitland für Migranten, die nach Europa übersetzen wollen. Zudem wird es um den Plan der Bundesregierung gehen, Algerien, Tunesien und Marokko als sichere Herkunftsländer einzustufen, um Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber zu beschleunigen.
    Äthiopien und Eritrea schließen Freundschaftsvertrag
    Zwei Monate nach ihrem historischen Friedensschluss haben Äthiopien und Eritrea ihr nachbarschaftliches Verhältnis in einem Freundschaftsvertrag geregelt. Im Beisein des saudischen Königs Salman unterzeichneten der äthiopische Regierungschef Abiy Ahmed und Eritreas Präsident Isaias Afwerki den Vertrag im saudi-arabischen Dschidda, wie staatliche Medien in dem Königreich berichteten. Einzelheiten zum Inhalt wurden nicht bekannt. Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres war zu der Zeremonie angereist.
    Wirbelsturm Mangkhut richtet Verwüstungen in China an
    Sturmfluten, sintflutartige Regenfälle und Windgeschwindigkeiten von rund 160 Kilometern pro Stunde haben im Süden Chinas schwere Schäden verursacht. Berichten zufolge starben mindestens zwei Menschen. Hunderte Flüge und Zugverbindungen wurden gestrichen. Auf den Philippinen, die der Sturm "Mangkhut" zuvor heimgesucht hatte, rechnen die Behörden mit etwa 100 Toten. Allein unter einem Erdrutsch werden bis zu 40 Opfer vermutet. In den USA erhöhte sich die Zahl der Todesopfer durch den Tropensturm "Florence" auf 16. Weite Teile mehrerer südöstlicher Bundesstaaten stehen unter Wasser.
    Wieder Demo und Gegendemo in Köthen
    Nach dem Tod eines 22-Jährigen vor einer Woche haben im sachsen-anhaltinischen Köthen erneut Rechte und Linke demonstriert. 1400 Menschen waren einem Aufruf ausländerfeindlicher Gruppierungen gefolgt, linke Initiativen hatten 850 Teilnehmer zum Gegenprotest mobilisiert. Mehr als 1000 Polizisten aus mehreren Bundesländern sicherten die Kundgebungen ab. Hintergrund der Demonstrationen ist der Tod eines 22-Jährigen vor einer Woche. Der schwer herzkranke Deutsche starb an einem Infarkt, nachdem er sich schlichtend in einen Streit zwischen mehreren Afghanen eingeschaltet hatte.
    Mutmaßlicher Vergiftungsfall sorgt für Alarm in Salisbury
    Nachdem zwei Restaurantbesuchern im britischen Salisbury unwohl wurde, haben Einsatzkräfte das Gebiet großräumig abgeriegelt. Die Polizei hat jedoch keine Hinweise auf einen Einsatz des Nervengifts Nowitschok. Der Mann und die Frau liegen zur Beobachtung in einem Krankenhaus. In Salisbury reagieren die Behörden sehr vorsichtig, seitdem im März der ehemalige Doppelagent Skripal mit dem Kampfstoff vergiftet worden war. Großbritannien macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Im Juni war eine Frau gestorben, die zufällig mit der Substanz in Kontakt gekommen war.
    8 min
  • 15.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Tote in den USA durch Hurrikan "Florence" - Taifun erreicht Philippinen
    Der Tropensturm "Florence" hat im Südosten der USA zu ersten Todesopfern geführt. Zwei Frauen, ein Mann und ein Kleinkind starben infolge des Sturms. Der Tropensturm hatte am Freitagmorgen mit mächtigen Windböen, schweren Regenfällen und meterhohen Überschwemmungen die US-Südostküste erreicht. Auf den Philippinen erreichte der Taifun "Mangkhut" die Küste. Auf der nördlichen Hauptinsel Luzon traf der Sturm mit Böen von bis zu 255 Stundenkilometern auf Land. Mindestens vier Millionen Menschen leben im Einzugsgebiet des Wirbelsturms.
    Irans Außenminister droht mit verstärkter Uran-Anreicherung
    Der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif hat der EU mit verstärkter Uran-Anreicherung gedroht. Es könne nicht sein, dass die Europäer nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen so passiv agierten. Stattdessen müssten sie helfen, um die Auswirkungen der US-Sanktionen zu kompensieren. Direkte Gespräche seines Landes mit US-Präsident Donald Trump schloss der iranische Außenminister nochmals aus.
    Deutlich höhere Lebenserwartung für Kinder aus hoch entwickelten Ländern
    Kinder aus hoch entwickelten Ländern leben nach einem UN-Bericht im Durchschnitt 19 Jahre länger. Im jährlichen Index für menschliche Entwicklung belegten Norwegen, die Schweiz, Australien, Irland und Deutschland die obersten fünf Plätze. Die Studie vergleicht Zugang zu Bildung und Gesundheit sowie Einkommen. Die Abweichungen zwischen den Ländern sind massiv. Ein heute in Norwegen geborenes Kind hat eine Lebenserwartung von mindestens 82 Jahren mit voraussichtlich 18 Jahren Bildung. Im afrikanischen Niger, dem Schlusslicht des Rankings, sind es 60 Jahre Lebenserwartung mit voraussichtlich fünf Jahren Bildung.
    Merkel gegen Aufhebung der Russland-Sanktionen
    Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Sanktionen gegen Russland aufrechterhalten. Bevor man keine Fortschritte beim Minsker Abkommen sehe, könne nicht darüber gesprochen werden, die Sanktionen aufzuheben, sagte Merkel nach einem Treffen mit den Regierungschefs Litauens, Lettlands und Estlands in Vilnius. Das 2015 unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs zustande gekommene Abkommen von Minsk sollte unter anderem für einen Waffenstillstand in der Ost-Ukraine sorgen. Merkel wirft Russland zudem eine systematische Destabilisierung ehemaliger Sowjetrepubliken vor.
    Auch leitende Geistliche waren Täter im Missbrauchskandal
    Unter katholischen Kirchenleuten, die Kinder missbraucht haben sollen, sollen sich auch zahlreiche Kleriker in Leitungsfunktionen befunden haben. Das berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit", der eine Studie vorliegt, die von der Deutschen Bischofskonferenz demnächst veröffentlicht werden soll. Demnach hatten von 1670 Beschuldigten knapp zehn Prozent im Laufe ihrer Karriere ein höheres Kirchenamt inne. Für den Zeitraum von 1946 bis 2014 wurden in der Studie sexuelle Vergehen an 3677 überwiegend männlichen Minderjährigen dokumentiert.
    7 min
  • 14.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Entscheidung über Zukunft von Verfassungsschutz-Präsident Maaßen vertagt
    Die große Koalition in Berlin steht wegen des Streits um Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen vor der Zerreißprobe. Zwei Monate nach der letzten Koalitionskrise spitzt sich die Lage wegen Maaßens umstrittener Äußerungen zu den Übergriffen auf Ausländer in Chemnitz und Zweifeln an seiner Haltung zur AfD zu. Die SPD-Spitze fordert seine Entlassung. Nach einem Spitzentreffen der Bundeskanzlerin Angela Merkel mit SPD-Chefin Andrea Nahles und CSU-Chef Horst Seehofer wurde eine Entscheidung auf Dienstag vertagt. Als ein Grund gilt, dass am Samstag ein CSU-Parteitag in München stattfindet.
    Ein Toter nach Serie von Gasexplosionen nahe Boston
    In der Nähe von Boston im US-Bundesstaat Massachusetts sind nach einer Serie von Gasexplosionen Dutzende Häuser in Brand geraten. Zehntausende Menschen wurden aus ihren Wohnungen beordert. Ein Mann kam ums Leben, mindestens zehn Menschen wurden verletzt, wie der Sender CNN berichtete. Rettungskräfte seien zu 70 Häusern gerufen worden, in denen es Brände, Explosionen oder Gasgeruch gegeben habe, teilte die Polizei des Bundesstaates auf Twitter mit. Die Probleme sind offenbar auf das Netz des Versorgers Columbia Gas zurückzuführen. Laut Polizei wurden mittlerweile alle Brände gelöscht.
    Israel stoppt Hilfsprogramm für verletzte Syrer
    Die israelischen Streitkräfte beenden ihr Hilfsprogramm "Gute Nachbarschaft" für verletzte und geflüchtete Syrer. Grund dafür sei die Rückkehr der Truppen des syrischen Regimes in die Grenzregion zu Israel, teilte das Militär mit. Seit 2013 seien rund 4900 verletzte Syrer in israelischen Kliniken behandelt worden, darunter 1300 Kinder. Dazu kamen 7000 Behandlungen in einem Feldlazarett im Grenzgebiet. Die syrische Armee hatte Anfang des Sommers die meisten Rebellengebiete im Süden zurückerobert. Israel versorgte auch Zehntausende Flüchtlinge in Grenznähe, etwa mit 350.000 Tonnen Kleidung.
    Erste Ausläufer von Hurrikan "Florence" treffen Ostküste der USA
    Mit starkem Regen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde hat Hurrikan "Florence" noch vor seinem eigentlichen Auftreffen die US-Ostküste heimgesucht. Flüsse traten über die Ufer, in etlichen Haushalten fiel der Strom aus. Die Situation werde sich in den nächsten Stunden und Tagen drastisch verschlechtern, sagten Meteorologen voraus. Die Behörden rechnen damit, dass insgesamt fünf Millionen Menschen von Überschwemmungen betroffen sein könnten. Weil "Florence" sich extrem langsam bewegt, könnte sich das Zentrum des Sturms lange über der Küstenregion halten.
    Tausende demonstrieren in Essen gegen rechte Hetze
    In Essen haben sich am Donnerstagabend Tausende Menschen an einer Kundgebung gegen rechte Hetze und Ausländerfeindlichkeit beteiligt. Unter dem Motto "#wirsindmehr - Aufstehen gegen rechte Hetze" zogen sie durch die Innenstadt der Ruhrgebietsstadt. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf mehrere Tausend. Der Veranstalter, das Bündnis "Essen stellt sich quer" sprach von "mindestens 5000". Die Kundgebung wurde unter anderem von den Kirchen, der Arbeiterwohlfahrt und dem Deutschen Gewerkschaftsbund unterstützt. Anlass waren die fremdenfeindlichen Aufmärsche in Chemnitz Ende August.
    Schweinepest-Fälle in Belgien alarmieren Nachbarstaaten
    Nur 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenze sind in Belgien zwei Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) festgestellt worden. Nach Angaben des Bundesagrarministeriums wurde die Seuche bei toten Wildschweinen im Dreiländereck von Frankreich, Luxemburg und Belgien nachgewiesen. Damit ist die Krankheit auch in Westeuropa angekommen. Betroffen von ASP sind bereits acht osteuropäische Staaten sowie Russland. Bisher gibt es noch keinen Fall in Deutschland. Agrarministerin Julia Klöckner sagte, sie nehme die Lage ernst. Ihr französischer Kollege Stéphane Travert fordert einen Aktionsplan.
    VW stellt Produktion des Käfer-Nachfolgers Beetle weltweit ein
    Die Produktion des Beetle, des Nachfolge-Autos des legendären VW Käfer, wird eingestellt. Das letzte Fahrzeug soll im Juli 2019 im mexikanischen Werk Puebla vom Band laufen. Das teilte die Amerika-Sektion von Volkswagen mit. Bis dahin sollen in den USA noch zwei letzte Modelle auf den Markt kommen. Der "New Beetle" war Ende der 90er Jahre entstanden und seine Form erinnerte an den Käfer, das legendäre Volksfahrzeug der westdeutschen Nachkriegsjahrzehnte. 2011 folgte eine zweite "Beetle"-Generation. Der originale Käfer wird seit 2003 nicht mehr gebaut.
    9 min
  • 13.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Seehofer will Verfassungsschutzchef Maaßen im Amt belassen
    Bundesinnenminister Horst Seehofer hält im Streit um die Interpretation der Ereignisse in Chemnitz an Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen fest. Seehofer sagte nach einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestages, er sehe keinen Anlass für "personelle Konsequenzen". Maaßen habe sein Bedauern bekundet, dass seine Aussagen in der Öffentlichkeit anders aufgefasst worden seien als beabsichtigt. Er begrüße dieses Bedauern, sagte Seehofer. Maaßen war wegen eines Interviews in die Kritik geraten, in dem er die Authentizität eines Videos in Zweifel zog, das Angriffe auf Ausländer in Chemnitz zeigte.
    Ex-Präsident El Salvadors wegen Korruption verurteilt
    Erstmals muss in El Salvador ein ehemaliger Staatschef wegen Korruption ins Gefängnis. Ein Gericht in San Salvador befand Elías Antonio Saca der Veruntreuung und Geldwäsche schuldig und verhängte eine zehnjährige Haftstrafe. Der 53-Jährige hatte im August mit der Staatsanwaltschaft eine Vereinbarung im Strafprozess geschlossen und sich schuldig bekannt. Saca gestand, 301 Millionen US-Dollar aus dem Staatssäckel abgezweigt zu haben. Allein sieben Millionen Dollar hatte er seiner Partei ARENA zukommen lassen. Der Ex-Präsident muss nun 260 Millionen Dollar an den Staat zurückzahlen.
    Präsident und Rebellenführer unterzeichnen Friedensabkommen für Südsudan
    Südsudans Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar haben ein Friedensabkommen unterschrieben. Nach der Unterzeichnung bei einem Regionalgipfel in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba schüttelten sich die bisherigen Widersacher die Hände. In dem Abkommen sagen beide zu, "auf Versöhnung und dauerhaften Frieden zu dringen". Sie sollen nun binnen drei Monaten eine Regierung der nationalen Einheit bilden, in der Machar wieder einer der Stellvertreter Kiirs wird. Die Konfliktparteien handelten in den vergangenen Jahren mehrere Friedensabkommen aus, die jedoch stets gebrochen wurden.
    Tschechien peilt Verlegung der Botschaft nach Jerusalem an
    Tschechien fasst einen Umzug seiner Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem ins Auge. Das teilte ein Sprecher von Präsident Milos Zeman nach einem Treffen mit wichtigen Mitgliedern der Regierung mit. Demnach soll die Eröffnung eines "Tschechischen Hauses" in Jerusalem im November "der erste Schritt" eines solchen Plans sein. Im Mai hatte Prag bereits ein Honorarkonsulat in Jerusalem eröffnet. Damals hatten die USA gerade ihre Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt. Für die Palästinenser war dies ein schwerer Affront, es kam zu blutigen Unruhen.
    Sturm "Florence" treibt tausende Bewohner der US-Ostküste in die Flucht
    Der Wirbelsturm "Florence" hat eine Massenflucht im Südosten der USA ausgelöst. Tausende Menschen verließen wegen des näher rückenden Hurrikans ihre Wohnorte. Auf den Straßen bildeten sich lange Staus. Etwa 1,7 Millionen Menschen sind aufgerufen, die Küstenregion zu verlassen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum NHC stufte den Wirbelsturm in der Nacht auf Donnerstag auf die Stufe zwei auf der fünfstufigen Hurrikan-Skala herunter. Er bleibe mit Windgeschwindigkeiten von 175 Kilometer pro Stunde aber immer noch lebensbedrohlich.
    6 min
  • 12.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Parlament stimmt über Strafverfahren gegen Ungarn ab
    Ein EU-Strafverfahren gegen Ungarns rechtsnationale Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban rückt in greifbare Nähe. Der Fraktionschef der konservativen EVP im Europaparlament, Manfred Weber, sagte in Straßburg, die Abgeordneten seiner Fraktion könnten frei abstimmen. Damit könnte die nötige Mehrheit bei der heutigen Abstimmung erreicht werden. Dabei geht es um die Frage, ob gegen Ungarn ein Rechtsstaatsverfahren nach Artikel 7 der EU-Verträge eingeleitet wird. Ungarn wird vorgeworfen, durch den Abbau von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit EU-Werte zu verletzen.
    UN-Generalsekretär warnt vor "Blutbad" in Idlib
    Vor dem erwarteten Angriff der syrischen Armee auf die Rebellenhochburg Idlib hat UN-Generalsekretär António Guterres vor einem "Blutbad" gewarnt. Es sei "absolut notwendig", dort einen militärischen Großeinsatz zu vermeiden, sagte Guterres in New York. Idlib ist der letzte große Rückzugsort für Rebellen in Syrien. Die Regierung in Damaskus droht, die Provinz einzunehmen, nachdem zuletzt diplomatische Versuche für eine Entspannung gescheitert waren.
    Fast 70 Tote bei Anschlag in Afghanistan
    Nach einem Selbstmord-Anschlag in Afghanistan ist die Anzahl der Toten auf 68 gestiegen. 165 Menschen seien verletzt worden, teilte ein Behördensprecher mit. Ein Selbstmordattentäter hatte sich am Dienstag in der östlichen Provinz Nangarhar an der Grenze zu Pakistan während einer Demonstration in die Luft gesprengt. Die Taliban bestritten, etwas mit der Bluttat zu tun zu haben. Sowohl die Taliban als auch die Miliz Islamischer Staat verüben in der Region regelmäßig Attentate. Die Behörden warnen vor weiteren Anschlägen vor der Parlamentswahl im Oktober.
    Streik deutscher Ryanair-Mitarbeiter hat begonnen
    In Deutschland haben Piloten und Flugbegleiter der irischen Billig-Airline Ryanair einen 24-stündigen Streik begonnen. Sie folgten damit einem Aufruf der Piloten-Vereinigung Cockpit und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Der Ausstand soll bis Donnerstag um zwei Uhr 59 dauern. Ryanair strich 150 von 400 geplanten Flügen von und nach Deutschland. Über den Streikaufruf zeigte sich das Unternehmen erbost und drohte mit einem Jobabbau in Deutschland. Bei dem Arbeitskampf geht es um erstmalig abzuschließende Tarifverträge für höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen.
    Kein neues Schutzgebiet für Wale
    Die Einrichtung eines Walschutzgebietes im Südatlantik ist bei der Tagung der Internationalen Walfangkommission in Brasilien abgelehnt worden. Der von Brasilien, Argentinien und Südafrika gestellte Antrag erreichte in Florianópolis nicht die notwendige Dreiviertelmehrheit der Kommissionsmitglieder. Zu den 39 Stimmen für die Einrichtung des Walschutzgebietes zählten neben den Antragstellern Vertreter der Europäischen Union und der Schweiz. Dagegen sprachen sich 25 Staaten aus, unter ihnen Japan, Norwegen und Island, die die Wiederaufnahme der kommerziellen Waljagd befürworten.
    Bundestag befragt Verfassungsschutz-Chef Maaßen
    Wegen seiner umstrittenen Bewertung der Ausschreitungen in Chemnitz muss Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen an diesem Mittwoch dem Bundestag Rede und Antwort stehen. Maaßen wird zunächst vom geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium befragt, anschließend vom Innenausschuss. Dort soll auch Maaßens Dienstherr, Innenminister Horst Seehofer, zu dem Fall Stellung beziehen. Maaßen hatte unter anderem erklärt, es lägen seinem Amt keine belastbaren Informationen darüber vor, dass in Chemnitz Hetzjagden auf Ausländer stattgefunden hätten. Seine Äußerungen wurden parteiübergreifend kritisiert.
    8 min
  • 11.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Maaßen relativiert Aussagen zu "Hetzjagden"
    Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen hat Medienberichten zufolge seine umstrittenen Äußerungen über rechtsextreme Ausschreitungen in Chemnitz relativiert. Er zweifele nun nicht mehr an der Echtheit eines im Internet veröffentlichten Videos, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Zudem sei er falsch verstanden worden, heiße es in dem Schreiben Maaßens an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Maaßen hatte am Montag einen schriftlichen Bericht mit seinen Einschätzungen zu den Ereignissen in Chemnitz an Innenminister Horst Seehofer und das Kanzleramt übermittelt.
    Ungarns Regierungschef Orban stellt sich EU-Abgeordneten
    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban nimmt heute im EU-Parlament Stellung zu den Vorwürfen, dass in seinem Land der Rechtsstaat in Gefahr sei. Orban stellt sich den Fragen der Abgeordneten einen Tag vor einer Abstimmung im Parlament, ob ein Rechtsstaatsverfahren gegen Ungarn eingeleitet werden soll. Im Zuge dieses Verfahrens könnte das Land im äußersten Fall Stimmrechte im EU-Ministerrat verlieren. Hintergrund ist ein kritischer Bericht der Grünen-Abgeordneten Judith Sargentini, die eine "systemische Bedrohung der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der Grundrechte in Ungarn" anprangert.
    Strache schlägt Orban gemeinsame EU-Fraktion vor
    Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache von der rechtspopulistischen FPÖ hat dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban die Bildung einer gemeinsamen Fraktion im Europaparlament vorgeschlagen. Er lade Orban und dessen Fidesz-Partei ein, künftig in einem gemeinsamen EU-Block zusammenzuarbeiten, erklärte Strache. Die FPÖ hatte in der Vergangenheit wiederholt Orbans Anti-Einwanderungs-Rhetorik zugestimmt. Im EU-Parlament gehört die FPÖ derzeit der rechtspopulistischen Fraktion "Europa der Nationen und der Freiheit" (ENF) an; Orbans rechtspopulistische Partei Fidesz zählt zur konservativen EVP-Fraktion.
    Polizei-Großaufgebot bei AfD-Kundgebung
    Nach dem Tod eines 22-Jährigen in Köthen in Sachsen-Anhalt sind hunderte Menschen einem Aufruf der AfD zu einer "Gedenkveranstaltung" in der Stadt gefolgt. Bis zu 550 Menschen zogen nach Angaben der Polizei vom Marktplatz zu dem Ort, an dem der junge Mann am Sonntag nach einem Streit mit anderen Männern gestorben war. Laut Polizei verlief die Veranstaltung "weitgehend störungsfrei". Ein Großaufgebot der Polizei war im Einsatz. Laut einer Polizeisprecherin lag die Zahl der Beamten "im oberen dreistelligen Bereich".
    Streiks bei Ryanair
    Ryanair-Passagiere müssen sich am Mittwoch auf Flugausfälle einstellen. Die Vereinigung Cockpit und die Gewerkschaft Verdi riefen die Piloten und Flugbegleiter in Deutschland erneut zum Streik auf. Beginnen soll der 24-stündige Ausstand am frühen Mittwochmorgen. Betroffen sind alle Verbindungen, die in dieser Zeit aus Deutschland abfliegen sollen. Derzeit befindet sich Ryanair in der heftigsten Streikwelle in der Geschichte der Fluggesellschaft. Europas größter Billigflieger verhandelt seit Monaten erstmals mit Gewerkschaften für Piloten und Kabinenbeschäftigte über Tarifverträge.
    6 min
  • 10.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bericht von Maaßen zu umstrittenen Chemnitz-Aussagen
    Nach seinen umstrittenen Äußerungen zu den Ereignissen in Chemnitz muss sich Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen bis zu diesem Montag dem Innenministerium erklären. Maaßen hatte mit einem Interview eine heftige Debatte ausgelöst. Er hatte unter anderem gesagt, es lägen seinem Amt keine belastbaren Informationen darüber vor, dass Hetzjagden auf Ausländer stattgefunden hätten. Es lägen auch keine Belege dafür vor, dass ein im Internet kursierendes Video zu einer angeblichen Hetzjagd echt sei. Maaßen sprach von möglicherweise gezielten Falschinformationen.
    Patt bei Parlamentswahl in Schweden
    Mit dem schlechtesten Ergebnis seit mehr als 100 Jahren haben die Sozialdemokraten die Wahl in Schweden gewonnen. Nach Auszählung fast aller Wahlkreise lagen sie mit 28,4 Prozent der Stimmen vorn. Die zuvor hoch gehandelten einwanderungsfeindlichen Schwedendemokraten wurden demnach mit 17,6 Prozent drittstärkste Kraft. Die konservativen Moderaten schafften 19,8 Prozent. Wer Schweden künftig regieren wird, ist offen. Sozialdemokraten, Grüne und die Linkspartei kamen nach einer vorläufigen Rechnung der Wahlbehörde genauso auf 143 Mandate wie die liberal-konservative Vier-Parteien-Allianz.
    Trump wertet nordkoreanische Militärparade als gutes Zeichen
    US-Präsident Donald Trump hat die Militärparade zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Nordkoreas als Zeichen der Kooperationsbereitschaft gewertet. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ließ dieses Mal keine Atomraketen vorführen. Die Zurschaustellung hatte in den vergangenen Jahren für Unruhe gesorgt. Trump schrieb auf Twitter, der Verzicht sei wohl ein Zeichen an ihn selbst und zeige die Absicht einer atomaren Abrüstung. Dies sei ein großes und sehr positives Statement von Nordkorea, so Trump.
    Bericht: Verteidigungsministerin prüft Militär-Optionen gegen Assad
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen prüft laut einem Medienbericht einen möglichen Einsatz der Bundeswehr in Syrien. Anlass für die Überlegungen ist die Sorge vor einem erneuten Chemiewaffeneinsatz von Syriens Diktator Baschar al-Assad gegen die eigene Bevölkerung. Im Verteidigungsministerium werde erwogen, sich für diesen Fall an der Allianz der USA sowie von Großbritannien und Frankreich zu beteiligen, schreibt die "Bild"-Zeitung. Die drei Länder hatten im April Ziele in Syrien angegriffen und damit auf einen Chemiewaffen-Einsatz von Assad im syrischen Bürgerkrieg reagiert.
    CBS-Chef Moonves tritt nach neuen Belästigungsvorwürfen ab
    Der Vorstandschef von CBS, Les Moonves, zieht sich aus dem US-Medienunternehmen zurück. Der 68-Jährige sieht sich Vorwürfen sexueller Belästigung gegenüber. CBS und Moonves wollen je 20 Millionen Dollar an Organisationen spenden, die die MeToo-Bewegung im Kampf gegen Sexismus unterstützen.
    2500 Menschen bei Kundgebung in Köthen
    Nach einem Streit zwischen zwei Männergruppen in Köthen in Sachsen-Anhalt ist ein 22 Jahre alter Mann gestorben. Zwei Afghanen im Alter von 18 und 20 Jahren wurden festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Bei dem Toten handelte es sich um einen deutschen Staatsbürger. Am Abend beteiligten sich rund 2500 Menschen an einer Kundgebung, zu der rechte Gruppierungen in sozialen Netzwerken aufgerufen hatten. Ein Richter erließ am Sonntagabend Haftbefehl gegen die Afghanen wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge.
    7 min
  • 08.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Druck auf Maaßen nimmt zu
    Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD) hat nach den Äußerungen von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen über die Chemnitzer Ausschreitungen Zweifel an dessen Eignung geäußert. Dass Maaßen "Hetzjagden" auf Ausländer in Chemnitz bezweifele und gezielte Falschinformationen vermute, ohne Beweise vorzulegen, sei irritierend, sagte Weil der Funke-Mediengruppe. Der CDU-Sicherheitspolitiker Patrick Sensburg verlangte, dass Maaßen im Geheimdienstgremium des Bundestages für Aufklärung sorgt. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden erklärte inzwischen, dass sie das Video mit der Hetzjagd für echt hält.
    Bericht über antisemitischen Angriff in Chemnitz
    Am Rande der teils fremdenfeindlichen Proteste in Chemnitz vor knapp zwei Wochen soll sich in der Stadt laut einem Medienbericht auch eine antisemitische Attacke ereignet haben. Dabei sei das Restaurant "Schalom" von mehreren schwarz gekleideten Vermummten angegriffen worden, meldet die "Welt am Sonntag". Die Angreifer sollen "Hau ab aus Deutschland, Du Judensau" gerufen und das Lokal mit Steinen, Flaschen und einem Stahlrohr beworfen haben. Das sächsische Landeskriminalamt erklärte, ein antisemitischer Hintergrund der Tat liege nahe, die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen.
    Obama greift Trump an
    Der frühere US-Präsident Barack Obama hat seinen Nachfolger Donald Trump scharf attackiert. Was derzeit in der amerikanischen Politik passiere, sei "nicht normal", sagte Obama vor Studenten im Bundesstaat Illinois. Konkret warf er Trump vor, die Spaltung der Gesellschaft zu vertiefen, in die Unabhängigkeit der Justiz eingreifen zu wollen und die Pressefreiheit zu bedrohen. Obama betonte, bei den Kongresswahlen im November hätten die Wähler die Chance, den Anschein von Vernunft in der Politik wiederherzustellen.
    Ex-Trump-Berater zu 14-tägiger Haftstrafe verurteilt
    Der ehemalige Wahlkampfberater von US-Präsident Donald Trump, George Papadopoulos, muss für zwei Wochen ins Gefängnis, weil er das FBI bei einer Befragung zu seinen Russland-Kontakten belogen hat. Ein Gericht in Washington verurteilte den 31-Jährigen außerdem zu einer Geldstrafe von 9500 Dollar und 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Papadopoulos hatte sich im Wahlkampf 2016 mit Informanten getroffen, die Kontakte zum russischen Geheimdienst gehabt haben sollen. Dabei wollte er sich offenbar belastendes Material über Trumps demokratische Rivalin Hillary Clinton verschaffen.
    Alibaba-Gründer Jack Ma kündigt Rückzug an
    Der chinesische Milliardär Jack Ma gibt nach Informationen der "New York Times" bei dem von ihm mitgegründeten Online-Handelsriesen Alibaba den Posten des Verwaltungsratsvorsitzenden auf. Ma wolle sich künftig stärker auf philanthropische Bildungsprojekte konzentrieren, heißt es. Dem Verwaltungsrat soll Ma aber weiterhin angehören. Bereits 2013 hatte der Internetunternehmer das Amt des Konzernchefs abgegeben. Laut "Forbes"-Liste ist Ma der drittreichste Chinese mit einem Nettovermögen von 36,6 Milliarden Dollar.:
    7 min
  • US-Regierung will Migranten länger inhaftieren.
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Regierung will Migranten länger inhaftieren
    Die US-Regierung will illegal ins Land gekommene Migrantenfamilien länger festhalten als bisher. Laut einer Ministerialvorlage sollen sie in Gewahrsam bleiben, bis ihr Verfahren abgeschlossen ist. Zuletzt hatten die Behörden Migranten systematisch von ihren Kindern getrennt und diese in separaten Lagern untergebracht. Nach einer Welle der Empörung stoppte Präsident Donald Trump die Familientrennungen im Juni. Die Regierung kündigte an, Migrantenfamilien stattdessen gemeinsam einzusperren und ein Gerichtsurteil anzufechten, wonach es unzulässig ist, Kinder länger als 20 Tage zu inhaftieren.
    Verfassungsschutz-Präsident glaubt Berichten über Hetzjagden in Chemnitz nicht
    Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, bezweifelt, dass es wirklich Hetzjagden während der Demonstrationen in Chemnitz gab. "Die Skepsis gegenüber den Medienberichten zu rechtsextremistischen Hetzjagden in Chemnitz wird von mir geteilt," sagte Maaßen der "Bild"-Zeitung. Dem Verfassungsschutz lägen "keine belastbaren Informationen darüber vor, dass solche Hetzjagden stattgefunden haben". Stattdessen könne es "sich um eine gezielte Falschinformation" handeln.
    EU-Länder mahnen Waffenruhe vor Syrien-Treffen an
    Die EU-Staaten im UN-Sicherheitsrat haben Russland und den Iran dazu aufgerufen, bei ihren Syrien-Gesprächen an diesem Freitag die bisher vereinbarte Waffenruhe aufrechtzuerhalten. Eine militärische Eskalation im Nordwesten des Bürgerkriegslandes könne "katastrophale humanitäre Folgen für die Zivilbevölkerung" haben, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Großbritanniens, Frankreichs, Schwedens, Polens und der Niederlande. Auch Deutschland, Belgien und Italien, die kürzlich im Rat saßen oder bald sitzen werden, unterzeichneten die Erklärung.
    Brasilianischer Präsidentschaftskandidat Bolsonaro mit Messer attackiert
    Der ultrarechte brasilianische Präsidentschaftskandidat Jair Bolsonaro ist bei einer Messerattacke während eines Wahlkampfauftritts schwer verletzt worden. Bolsonaro habe Verletzungen an Leber, Lunge und Darm erlitten, schrieb sein Sohn. Zunächst hatte es geheißen, die Verletzung sei nur oberflächlich. Bolsonaro, der immer wieder mit rassistischen, frauenfeindlichen und homophoben Äußerungen auffällt, liegt in einer aktuellen Umfrage für die erste Runde der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober vorn.
    Massengrab in Mexiko entdeckt
    In Mexiko sind in einem Massengrab mindestens 166 Leichen gefunden worden. Die Grabstätte liege im Bundesstaat Veracruz, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Sie sei mindestens zwei Jahre alt. Die Ermittler fanden demnach auch zahlreiche Kleidungsstücke, Ausweise und andere persönliche Gegenstände. Laut einem Informanten sollen mehrere Hundert Menschen an dem Ort begraben sein. Die Behörden versuchen derzeit, die weiteren Leichen zu orten. In Mexiko liefern sich rivalisierende Banden einen Krieg um die Vorherrschaft im Drogenhandel. Seit 2006 wurden dabei mehr als 200.000 Menschen ermordet.
    Hollywood-Legende Burt Reynolds mit 82 Jahren gestorben
    Hollywoodstar Burt Reynolds ist im Alter von 82 Jahren gestorben. In der Westernserie "Rauchende Colts" war Reynolds in den 60er Jahren lange als Hufschmied Quint Asper zu sehen. Vor allem in den 70er und 80er Jahren galt Reynolds in Hollywood als Kassenmagnet. Thriller wie "Beim Sterben ist jeder der Erste" und "Ein ausgekochtes Schlitzohr" wurden zu großen Erfolgen. Einen Oscar gewann der aus Michigan stammende Darsteller nie, für "Boogie Nights" 1998 aber einen Golden Globe als bester Nebendarsteller.
    DFB-Elf mit 0:0 gegen Frankreich in erstem Länderspiel nach WM
    Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat Weltmeister Frankreich zum Auftakt in die neu geschaffene Nations League ein 0:0 abgetrotzt. 71 Tage nach der historischen WM-Blamage trat das Team von Bundestrainer Joachim Löw engagiert auf. Eine mangelhafte Chancenverwertung in der Schlussphase und der starke französische Torwart Alphonse Areola verhinderten aber einen Prestigeerfolg gegen die Equipe Tricolore.
    8 min
  • 06.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Afghanistans Präsident warnt vor Illusionen
    Der afghanische Präsident Aschraf Ghani hat seine Landsleute vor falschen Hoffnungen in Bezug auf Deutschland gewarnt. Es gebe den "Irrglauben, die Straßen in Deutschland seien mit Gold gepflastert", sagte Ghani der "Bild"-Zeitung. Er wies darauf hin, Afghanen, die in ihrer Heimat der Mittelschicht angehörten und Teil einer lebhaften unternehmerischen Chancenvielfalt seien, verrichteten nach ihrer Flucht in Deutschland handwerkliche Tätigkeiten. Dies sei ein sozialer Abstieg. Ghani forderte eine "strategische Kommunikation", die das falsche Deutschland-Bild zurechtrücke.
    Deutschland und Türkei auf holprigem Versöhnungsweg
    Deutschland und die Türkei wollen nach vielen Monaten des erbitterten Streits wieder auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen zusteuern. Die Außenminister Heiko Maas und Mevlüt Cavusoglu bekannten sich nach Gesprächen in Ankara zu einer konstruktiven Zusammenarbeit. Cavusoglu will aber keine Bedingungen für einen Annäherungsprozess akzeptieren, während Deutschland die Freilassung von sieben in der Türkei aus politischen Gründen inhaftierten deutschen Staatsbürgern verlangt.
    Seehofer: Migration ist "Mutter aller Probleme"
    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich erstmals zu den Vorfällen im sächsischen Chemnitz geäußert und Verständnis für die Demonstranten gezeigt. Wenn sich Leute empörten, mache sie das noch lange nicht zu Nazis, sagte Seehofer laut Medienberichten am Rande der Klausur der CSU-Landesgruppe. Er reagierte damit auf die Demonstrationen, Aufmärsche rechter Gruppen und Unruhen nach der Tötung eines 35-Jährigen. Die Migrationsfrage bezeichnete der CSU-Chef als "Mutter aller politischen Probleme" in Deutschland. Viele Menschen verbänden "jetzt ihre sozialen Sorgen mit der Migrationsfrage".
    Anonymer Regierungsmitarbeiter in der New York Times: Widerstand gegen Trump
    Innerhalb der US-Regierung gibt es nach einem Bericht eines anonymen hochrangigen Mitarbeiters aktiven Widerstand gegen Präsident Donald Trump. Die "New York Times" veröffentlichte einen entsprechenden Gastbeitrag ohne den Namen des Autors zu nennen. In dem Bericht heißt es, viele hochrangige Mitarbeiter in der Regierung von Trump würden unablässig daran arbeiten, Teile seines Programms und seiner schlimmsten Neigungen zu verhindern. Viele Strategien der Regierung seien richtig, es gebe aber eine "Amoralität des Präsidenten." Er selbst sprach von Verrat.
    Amerikanische Staaten beraten über Fluchtwelle aus Venezuela
    Angesichts der weiter steigenden Zahl von Flüchtlingen aus dem Krisenstaat Venezuela suchen die Länder des amerikanischen Doppelkontinents nach Lösungen. Es handele sich um "eine beispiellose Krise", sagte der Generalsekretär der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Luis Almagro, in Washington. Die Folgen seien vergleichbar mit denen eines Krieges. Almagro forderte die Staaten der Region auf, den Flüchtlingen so gut wie möglich zu helfen. Venezuela ist das erdölreichste Land der Welt, steckt aber in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise.
    Paraguay verlegt Botschaft in Israel zurück nach Tel Aviv
    Nur dreieinhalb Monate nach dem Umzug der Botschaft nach Jerusalem verlegt Paraguay seine diplomatische Vertretung in Israel wieder zurück nach Tel Aviv. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu ordnete als Reaktion eine Schließung der israelischen Botschaft in Paraguay an. Noch ist unklar, ob die Schließung dauerhaft sein soll und ob dies einen Abbruch der diplomatischen Beziehungen bedeuten könnte. Nach den USA und Guatemala hatte Paraguay im Mai als drittes Land seine Botschaft nach Jerusalem verlegt.
    Tote und Sachschäden nach Erdbeben in Japan
    Bei einem schweren Erdbeben im Norden Japans sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und mehr als 120 verletzt worden. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst, nachdem Häuser auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido durch Erdrutsche verschüttet worden waren. Fernsehsender zeigten Bilder von zerstörten Gebäuden und aufgerissenen oder mit Schlamm überschwemmten Straßen. Das Beben der Stärke 6,7 hatte die Menschen im Schlaf überrascht. In rund drei Millionen Haushalten auf Hokkaido fiel die Stromversorgung aus.
    8 min

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