Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 24.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Justizminister wehrt sich gegen US-Präsidenten
    US-Justizminister Jeff Sessions wehrt sich gegen die Kritik von Präsident Donald Trump an seiner Amtsführung. Zuletzt erklärte Trump, Sessions habe sein Haus nicht unter Kontrolle. In einer Erklärung widerspricht Sessions den Vorwürfen nun und betont, er habe das Justizressort seit dem Tag seiner Vereidigung unter Kontrolle und genau darum auch Erfolg damit, die Agenda des Präsidenten umzusetzen. Solange er im Amt sei, werde das Vorgehen des Ministeriums keinesfalls unangemessen von politischen Erwägungen beeinflusst.
    Neuer Premierminister in Australien
    Australiens Premierminister Malcolm Turnbull hat sein Amt durch eine Revolte innerhalb der eigenen Partei verloren und wird vom bisherigen Schatzkanzler Scott Morrison abgelöst. Turnbull büßte den Parteivorsitz der Liberalen ein und scheidet damit vorzeitig als Regierungschef aus dem Amt. Von den drei Bewerbern für die Nachfolge erhielt schließlich Morrison die meisten Stimmen. Er wird nun der sechste Premierminister Australiens in nicht einmal zehn Jahren. Damit hat seit 2007 kein australischer Premierminister mehr eine volle Amtszeit durchgehalten.
    Italien droht der EU mit Zahlungsstopp
    Italien hat der Europäischen Union mit einem Zahlungsstopp gedroht, sollte es keine rasche Einigung auf eine Übernahme der Flüchtlinge auf dem italienischen Schiff "Diciotti" durch die EU-Partner geben. Wenn beim Treffen der Europäischen Kommission an diesem Freitag nichts zur Verteilung der Migranten von der 'Diciotti' herauskomme, dann werde er nicht mehr bereit sein, jedes Jahr 20 Milliarden Euro an die EU zu zahlen, sagte Vize-Regierungschef Luigi Di Maio. Di Maio ist Vorsitzender der populistischen 5-Sterne-Bewegung, die zusammen mit der ausländerfeindlichen und weit rechts stehenden Lega Nord die Regierung bildet.
    Berufungsgericht erhöht Gefängnisstrafe von Südkoreas Ex-Präsidentin
    Die südkoreanische Ex-Präsidentin Park Geun Hye ist von einem Berufungsgericht wegen Korruption zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Zudem muss sie eine Geldstrafe von umgerechnet 15,6 Millionen Euro zahlen. Das Gericht in Seoul erhöhte damit die von einer niedrigeren Instanz im April verhängte Strafe um ein Jahr. Die Staatsanwaltschaft war in Berufung gegangen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass Park und ihre Vertraute Choi Soon Sil Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Die zum Rücktritt gezwungene Präsidentin erklärte, sich nicht falsch verhalten zu haben.
    Merkel bremst Hoffnung auf raschen EU-Beitritt Georgiens
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Hoffnung Georgiens auf einen EU-Beitritt in absehbarer Zeit gedämpft. Man wolle eine engere Zusammenarbeit, sagte Merkel in einer Diskussion mit Studenten in der Hauptstadt Tiflis. Die europäische Seite dürfe aber nicht zu viel zu schnell versprechen. Während Georgien die Kriterien für eine Aufnahme erfüllen müsse, müsse die EU in der Lage sein, neue Länder aufzunehmen. Als Nächstes gehe es darum, Beitrittsverhandlungen mit den Westbalkan-Staaten aufzunehmen und zu führen. Georgien gehöre dann "zum nächsten Ring", sagte Merkel.
    Waldbrand in Brandenburg breitet sich weiter aus
    Der Waldbrand im Südwesten Brandenburgs breitet sich weiter aus. Nach Angaben der Polizei steht inzwischen eine Fläche von mehr als 300 Hektar in Flammen. Mehrere Hundert Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Löscharbeiten rund 50 Kilometer vor der Stadtgrenze von Berlin gestalten sich schwierig, weil der Boden in dem Gebiet mit Munition belastet ist. Drei Dörfer im Landkreis Potsdam-Mittelmark wurden evakuiert. Die Bewohner wurden aufgefordert, nur das Wichtigste mitzunehmen wie Papiere und Medikamente. Brandenburgs Waldbrand-Beauftragter Raimund Engel sprach von einer dramatischen Lage.
    Flughäfen wollen die Privatiserung der Passagierkontrollen
    Die deutschen Flughäfen dringen auf eine umfassende Privatisierung der Passagierkontrollen. Die Sicherheitschecks an den Flughäfen müssten effektiver, wirtschaftlich effizienter und passagierfreundlicher werden, sagte der Chef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport, Stefan Schulte, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Betreiber seien im Zuge einer Neuregelung bereit, Verantwortung von der Bundespolizei unter Beteiligung der Airlines zu übernehmen. Bundesinnenminister Horst Seehofer unterstützt die Privatisierungspläne, stößt aber in der Koalition und bei der Polizei auf Widerstand.
    9 min
  • 23.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schimpfender Pegida-Demonstrant ist ein LKA-Beschäftigter
    Der Demonstrant, der am Rande einer Pegida-Demonstration in Dresden gegen Filmaufnahmen von ZDF-Reportern vorging, ist nach Angaben des Sächsischen Innenministeriums ein Mitarbeiter des Landeskriminalamtes. Er sei bei dem Geschehen nicht im Dienst gewesen, sondern habe als Privatperson an der Versammlung teilgenommen, heißt es in einer Mitteilung. Über mögliche Konsequenzen werde das LKA entscheiden, wenn der Vorgang geklärt sei und der Betroffene zu den Vorkommnissen angehört worden sei. Bundesjustizministerin Katarina Barley forderte eine rasche und lückenlose Aufklärung des Falls.
    USA und China verhängen neue Strafzölle gegeneinander
    Der Handelskonflikt zwischen den USA und China geht in eine neue Runde. Nachdem Washington am Donnerstag weitere Strafzölle auf Waren im Wert von 16 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt hatte, aktivierte Peking Vergeltungszölle in gleicher Höhe. Die beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt überziehen sich seit Monaten mit Strafzöllen und Drohungen. Deshalb wächst die Sorge vor einem globalen Konjunktureinbruch. Parallel zu den neuen Zöllen finden derzeit in Washington zum ersten Mal seit Juni Gespräche beider Seiten über den Handelsstreit statt, jedoch nicht auf hochrangiger politischer Ebene.
    Kinder dürfen italienisches Rettungsschiff verlassen
    Italien erlaubt einem Teil der 177 Migranten, die auf einem Schiff der Küstenwache im Hafen von Catania festsitzen, von Bord zu gehen. Die 29 Minderjährigen dürften an Land, sagte Innenminister Matteo Salvini in einem Facebook-Video. Zuletzt hatte er erklärt, er wolle die Bootsflüchtlinge erst von Bord lassen, wenn andere EU-Staaten verbindlich zusagten, die Menschen aufzunehmen. Die italienische Küstenwache hatte die Flüchtlinge vor einer Woche im Mittelmeer aufgenommen. Die Regierung in Rom hatte dem Schiff aber zunächst die Einfahrt in einen Hafen verweigert.
    US-Präsident Trump widerspricht seinem früheren Anwalt
    US-Präsident Donald Trump hat den eidesstattlichen Aussagen seines früheren Anwalts Michael Cohen über Schweigegeldzahlungen an zwei Frauen kurz vor der Wahl 2016 widersprochen. Er habe erst im Nachhinein davon erfahren, sagte Trump im Sender "Fox News". Zugleich bestritt er Verstöße gegen die Regeln zur Wahlkampf-Finanzierung und erklärte, bei dem Geld habe es sich um sein eigenes gehandelt. Cohen hatte den Präsidenten vor einem Gericht in New York belastet. Er sagte, dieser habe ihn im Wahlkampf 2016 angewiesen, Schweigegeld an zwei Frauen zu zahlen, die nach eigener Darstellung Affären mit Trump hatten.
    Hausdurchsuchungen bei argentinischer Ex-Präsidentin Kirchner genehmigt
    Das argentinische Parlament hat den Weg für Hausdurchsuchungen bei der früheren Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner frei gemacht. Hierzu hob der Senat einstimmig die Immunität der ehemaligen Staatschefin auf. Gegen Kirchner wird wegen angeblicher Verwicklung in ein weit verzweigtes Korruptionssystem während ihrer Amtszeit ermittelt. Als Senatsmitglied genoss sie bislang parlamentarische Immunität. Kirchner selbst stimmte ebenfalls für die Genehmigung der Hausdurchsuchungen. Die Anschuldigung der Korruption wies sie jedoch als politisch motivierte Verfolgung zurück.
    Die Lage der Rohingya-Kinder ist fatal
    Ein Jahr nach der gewaltsamen Vertreibung der Rohingya aus Myanmar leben im benachbarten Bangladesch immer noch rund 500.000 Kinder ohne Schule in Flüchtlingslagern. Allein im Flüchtlingslager Cox's Bazar in Bangladesch lebten mehr als 6000 unbegleitete Kinder, von denen die Hälfte die Eltern verloren habe, teilte die Hilfsorganisation Save the Children mit. Diese Kinder müssten sich in den Lagern eine vollständig neue Existenz aufbauen. Ohne Mutter oder Vater, und das in einer Umgebung, in der sie Risiken wie Menschenhandel und Kinderheirat ausgesetzt seien, erklärte die Hilfsorganisation.
    Nach den Bauern fordern auch Waldbesitzer öffentliche Unterstützung
    Die deutschen Waldbesitzer fordern mehr öffentliche Unterstützung, um die Wälder an den Klimawandel anpassen zu können. Die Klimaveränderungen seien die größte Bedrohung für die Wälder und damit die größte Herausforderung für die rund zwei Millionen Waldeigentümer in Deutschland, sagte Waldverbandsvertreter Philipp zu Guttenberg. Schäden durch Stürme, Trockenheit und Insekten nähmen auch hierzulande deutlich zu. Genaue Zahlen zu den Belastungen, die durch die lang anhaltende Trockenheit und Hitze dieses Jahr entstanden sind, gibt es aber noch nicht.
    9 min
  • 22.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Vertraute von US-Präsident Trump schuldig
    Zwei Mitstreiter von US-Präsident Donald Trump müssen wohl ins Gefängnis. In einem Betrugsprozess befanden die Geschworenen Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort in acht von insgesamt 18 Anklagepunkten für schuldig. Die meisten Vorwürfe gegen Manafort fallen allerdings in die Zeit vor dessen Tätigkeit als Trumps Wahlkampfchef. In einem weiteren Verfahren bekannte sich Trumps langjähriger Anwalt Michael Cohen schuldig, gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen zu haben. Beiden Vertrauten des US-Präsidenten drohen nun mehrjährige Haftstrafen.
    USA, Frankreich und Großbritannien drohen Syrien mit Vergeltung beim Einsatz von Chemiewaffen
    Die USA, Frankreich und Großbritannien wollen einschreiten, falls die syrische Armee bei ihrer Offensive zur Rückeroberung der Provinz Idlib Chemiewaffen einsetzt. In einer gemeinsamen Erklärung der drei UN-Vetomächte heißt es, sie seien "tief besorgt" über den Vorstoß der syrischen Truppen und wollten "angemessen auf jeden weiteren Einsatz chemischer Kampfstoffe reagieren". In Syrien wurden seit Beginn des Krieges 2011 dutzende Angriffe mit Chemiewaffen registriert, für die meisten machen westliche Staaten den syrischen Machthaber Baschar al-Assad verantwortlich.
    Facebook löscht erneut hunderte falsche Accounts
    Facebook hat nach eigenen Angaben Desinformationskampagnen aus Russland und dem Iran gestoppt. Mehr als 650 Seiten, Gruppen und Konten seien als "Netzwerke zur Irreführung von Menschen" identifiziert und entfernt worden, erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Die Maßnahme war demnach Teil des Kampfes gegen sogenannte Fake News vor den Kongresswahlen in den USA und Wahlen andernorts. Die US-Strafverfolgungsbehörden seien eingeschaltet worden.
    Maas skizziert neue USA-Strategie
    Deutschland soll nach den Vorstellungen von Bundesaußenminister Heiko Maas künftig ein "Gegengewicht" zu den USA bilden. In einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" fordert Maas eine "balancierte Partnerschaft" zu den Vereinigten Staaten. Konkret schlägt der Minister vor, gemeinsam mit anderen EU-Staaten von den USA unabhängige Zahlungssysteme einzurichten. Außerdem bringt er einen Europäischen Währungsfonds ins Gespräch. Die Veränderungen in der US-Politik hätten bereits vor der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten begonnen und dürften dessen Amtszeit absehbar überdauern, so Maas.
    Starkes Erdbeben in Venezuela richtet Sachschäden an
    Ein Erdbeben der Stärke 7,3 hat die Küste Venezuelas erschüttert. Berichte über Opfer oder schwerere Schäden liegen nicht vor. Nach US-Angaben befand sich das Epizentrum des Bebens in 123 Kilometern Tiefe. Das Beben war in mehreren Landesteilen zu spüren, auch in der 600 Kilometer entfernten Hauptstadt Caracas. In der kolumbianischen Hauptstadt Bogota wurden mehrere Häuser evakuiert, der internationale Flughafen stellte zeitweilig seinen Betrieb ein. Die Venezolaner leiden derzeit ohnehin unter einer ernsten Wirtschaftskrise, nach UN-Angaben sind 2,3 Millionen Menschen ins Ausland geflohen.
    Italien setzt EU in Flüchtlingsfrage unter Druck
    Im Streit um die Migranten an Bord eines Schiffs der italienischen Küstenwache erhöht die Regierung in Rom den Druck auf die EU-Partner. Innenminister Matteo Salvini erklärte, die Menschen dürften das Schiff erst verlassen, wenn andere Staaten sich bereit erklärten, einen Teil der Flüchtlinge aufzunehmen. Zugleich drohte er erneut damit, sie nach Libyen zurückzuschicken. Die EU-Kommission bemüht sich weiter um eine Lösung für die 177 Migranten an Bord der "Diciotti". Sie durfte am Montagabend den Hafen von Catania auf Sizilien anlaufen. Die Flüchtlinge durften aber nicht an Land gehen.
    Brexit-Verhandlungen sollen intensiviert werden
    Die Gespräche zwischen der Europäischen Union und Großbritannien über den britischen Ausstieg aus der EU sollen angesichts der weiterhin bestehenden Differenzen intensiviert werden. Nach einem Treffen mit dem britischen Brexit-Minister Dominic Raab sagte EU-Verhandlungsführer Michel Barnier, es werde von jetzt an durchgehend verhandelt. Bereits für die kommende Woche seien weitere Gespräche geplant. Die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein. Der Brexit ist für Ende März 2019 geplant.
    9 min
  • 21.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Diciotti" fährt mit Migranten nach Sizilien
    Nach tagelangem Streit mit Malta über Zuständigkeiten hat Italien ein Schiff seiner Küstenwache mit 177 Migranten an Bord in Sizilien anlegen lassen. Verkehrsminister Danilo Toninelli hatte zuvor mitgeteilt, die "Diciotti" dürfe in den Hafen von Catania einlaufen. Laut Medienberichten gestattet Innenminister Matteo Salvini den Migranten aber nicht, dort von Bord zu gehen. Salvini wolle erst Garantien, dass sie von anderen Ländern aufgenommen würden. Die "Diciotti" hatte seit Donnerstag vor der italienischen Insel Lampedusa festgesessen.
    Weniger Kleinwaffen, mehr leichte Waffen aus Deutschland
    Deutsche Unternehmen haben im ersten Halbjahr 2018 weniger Kleinwaffen exportiert als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Katja Keul hervor, berichtet das ARD-Hauptstadtstudio. Demnach wurden Exporte im Wert von 16,6 Millionen Euro genehmigt. Den Rückgang führt Keul darauf zurück, dass es unter der Übergangsregierung im ersten Quartal keine Genehmigungen gab. Von den sogenannten leichten Waffen wie Panzerabwehrraketen und Granatwerfern, wurden bereits mehr exportiert als im gesamten vergangenen Jahr.
    Baku verweigert Merkel-Begleiter die Einreise
    Vor der Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den Südkaukasus ist es zu einem diplomatischen Eklat gekommen. Aserbaidschans Regierung will den CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Weiler nicht einreisen lassen, wie die "Bild"-Zeitung erfuhr. Weiler sollte Merkel ab Donnerstag nach Georgien, Armenien und Aserbaidschan begleiten. Der Politiker aus Thüringen sei zur "unerwünschten Person" erklärt worden, heißt es. Er hatte 2014 und 2016 die nach Unabhängigkeit strebende Region Berg-Karabach besucht, die völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, aber von proarmenischen Kräften kontrolliert wird.
    Trump schließt Zugeständnisse an Türkei aus
    US-Präsident Donald Trump demonstriert im Konflikt mit der Türkei Härte. Er werde dem Land nicht entgegenkommen, um eine Freilassung des dort festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson zu erwirken, sagte Trump in einem Exklusiv-Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Im Handelsstreit mit China signalisierte der US-Präsident einen langen Atem. Er habe sich keinen Zeitrahmen für eine Beendigung des Konflikts gesetzt, so Trump. Ein zweites Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bezeichnete er als wahrscheinlich. Er habe gute Beziehungen zu Kim, betonte der amerikanische Staatschef.
    Erinnerung an 50. Jahrestag des Prager Frühlings
    Die Tschechen gedenken an diesem Dienstag des Einmarsches von Truppen des Warschauer Pakts vor 50 Jahren, die dem sogenannten "Prager Frühling" ein gewaltsames Ende setzten. In der Nacht zum 21. August 1968 waren Militärverbände unter Führung der Sowjetunion in die damalige Tschechoslowakei eingerückt, die Prager Reformregierung wurde abgesetzt. Diese hatte unter der Führung von Alexander Dubcek eine kurze Ära von Reformbestrebungen und politischer Liberalisierung eingeleitet, um einen - wie es hieß - "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" aufzubauen. Durch die Besatzung wurden laut Historikern mehr als 400 Menschen getötet.
    Viele Tote bei Militäreinsatz in Rio de Janeiro
    Brasiliens Armee hat in Rio de Janeiro mindestens 13 Menschen getötet. Bei dem Einsatz gegen Drogenbanden waren mehr als 4000 Soldaten im Dienst, zwei von ihnen wurden erschossen. Mehrere Waffen und knapp eine halbe Tonne Drogen wurden sichergestellt. Das Militär unterstützt die Polizei in Rio seit Februar dieses Jahres. Menschenrechtsorganisationen werfen den Sicherheitskräften vor, gewalttätig und mit Tötungsabsicht gegen mutmaßliche Kriminelle in Armenvierteln vorzugehen. Im Durchschnitt erschießen Uniformierte nach offiziellen Angaben jeden Tag drei Menschen.
    Zehn Tote nach Sturzflut in Kalabrien
    Bei einer Sturzflut in einer Schlucht in Süditalien sind mindestens zehn Wanderer ums Leben gekommen. Nach Angaben des italienischen Zivilschutzes wurden sechs Menschen verletzt, mindestens drei werden noch vermisst. 23 Menschen konnten demnach gerettet werden. Das Unglück ereignete sich in der Raganello-Schlucht im Nationalpark Pollino in Kalabrien. Starker Regen hatte den Fluss in der Schlucht anschwellen lassen. Ein Augenzeuge sprach von einer wahren Lawine aus Wasser, die unerwartet über die Gruppe hereingebrochen sei.
    9 min
  • 20.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Griechenland verlässt den Euro-Rettungsschirm
    An diesem Montag endet das dritte Kreditprogramm des Euro-Rettungsschirms ESM für das hochverschuldete Griechenland. Damit muss das südosteuropäische Land erstmals seit fast neun Jahren ohne internationale Finanzhilfen auskommen. Athen hatte seit 2010 angesichts einer drohenden Staatspleite Darlehen von den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds erhalten. Insgesamt flossen rund 289 Milliarden Euro, im Gegenzug für harsche Spar- und Reformmaßnahmen, darunter erhebliche Lohn- und Rentenkürzungen. Damit konnte ein befürchteter Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone verhindert werden.
    Salvini droht EU-Partnern mit noch schärferem Vorgehen gegen Migranten
    Nach einem Streit mit Malta über ein Schiff der italienischen Küstenwache mit Migranten hat Innenminister Matteo Salvini damit gedroht, die 177 Menschen auf der "Diciotti" nach Libyen zurückzuschicken. Der Politiker der populistischen Partei Lega forderte, entweder entscheide sich Europa, Italien konkret zu helfen, oder sein Land werde gezwungen sein, das zu tun, was das Geschäft der Schlepper definitiv beenden werde. Dann werde Italien die auf See geretteten Menschen in einen libyschen Hafen bringen, sagte Salvini. Die "Diciotti" liegt derzeit vor der italienischen Insel Lampedusa fest.
    Tolu bestätigt Ausreisemöglichkeit
    Die in der Türkei angeklagte deutsche Journalistin und Übersetzerin Mesale Tolu darf das Land verlassen. Tolu bestätigte dies via Twitter. Die Meldungen über die Aufhebung ihrer Ausreisesperre seien richtig, der Prozeß gegen sie gehe aber weiter, schrieb die 33-Jährige. Tolu ist in der Türkei wegen Terrorvorwürfen angeklagt. Diese weist die Journalistin zurück. Tolus mitangeklagter Ehemann muss offenbar in der Türkei bleiben. Die Bundesregierung wirft der Türkei vor, Tolu und weitere Deutsche aus politischen Gründen eingesperrt zu haben. Der Fall hat die Beziehungen beider Länder schwer belastet.
    Taliban entführen Dutzende Menschen aus Bussen
    Kämpfer der radikal-islamischen Taliban haben nach Behördenangaben in der nordafghanischen Provinz Kundus drei Busse gestoppt und die rund 100 Insassen entführt. Laut Provinzregierung wurden die Passagiere an einen unbekannten Ort verschleppt. Erst am Sonntag hatte Afghanistans Präsident Ashraf Ghani trotz der zuletzt heftigen Kämpfe um die Stadt Gasni eine Waffenruhe mit den Taliban angekündigt. Diese sollte an diesem Montag beginnen und so lange dauern, wie sie die Taliban bewahrten, hatte er erklärt.
    Wieder Tote bei neuem Erdbeben in Indonesien
    Bei den jüngsten Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok und der Nachbarinsel Sumbawa sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde wurden mehr als 20 Menschen verletzt, mehrere Gebäude seien eingestürzt, hieß es. Auf Lombok fiel der Strom nahezu komplett aus. Bereits vor zwei Wochen waren auf Lombok bei heftigen Erdstößen mindestens 460 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 400.000 Inselbewohner sind in Folge der Beben obdachlos.
    Venezolanische Flüchtlinge verlassen Brasilien nach Übergriffen
    Rund 1200 Flüchtlinge aus Venezuela sind nach Angriffen Einheimischer aus der brasilianischen Grenzstadt Pacaraima in ihr Heimatland zurückgekehrt. Zuvor hatten Brasilianer Flüchtlingscamps angegriffen. Auslöser der Gewalt war ein Überfall auf einen einheimischen Händler, für den die Bewohner Flüchtlinge verantwortlich machten. Brasiliens Regierung schickte 120 Soldaten in die Grenzstadt. Außerdem soll ein weiteres Aufnahmelager errichtet werden. Allein in der ersten Hälfte dieses Jahres sind mehr als 17.000 Menschen vor der katastrophalen sozialen Lage in Venezuela nach Brasilien geflohen.
    7 min
  • 18.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel und Macron für europäische Lösung bei Rettungsschiffen
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron streben eine koordinierte Lösung der EU im Umgang mit Flüchtlingsschiffen auf dem Mittelmeer an. In einem Telefonat seien sich die beiden einig gewesen über die Notwendigkeit einer solchen Vereinbarung, teilte der Élyséepalast mit. Darin müsse es um die Aufnahme der Rettungsschiffe in europäischen Häfen und den Kampf gegen Schleuser gehen. In den vergangenen Wochen hatten Schiffe von Flüchtlingsrettern immer wieder tagelang auf dem Meer ausharren müssen, weil ihnen das Einlaufen in Häfen verwehrt wurde.
    Italien gedenkt der Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
    Mit einem nationalen Trauertag und einer zentralen Zeremonie in Genua gedenkt Italien heute der Opfer des Einsturzes der Morandi-Brücke. Zahlreiche ranghohe Vertreter des Staates werden erwartet. Laut einem Bericht wollen viele Angehörige der Opfer der Veranstaltung aus Protest gegen die Regierung in Rom fernbleiben, die sie für die Katastrophe mitverantwortlich machen. Die Regierung sieht die Schuld für das Unglück mit mindestens 38 Toten bei der privaten Autobahnbetreiber-Gesellschaft und leitete bereits Schritte ein, um dem Unternehmen die Konzession zu entziehen.
    UN machen sich für Brasiliens Lula stark
    Der UN-Menschenrechtsausschuss hat die brasilianische Regierung aufgefordert, den wegen Korruption inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva bei der Präsidentenwahl im Oktober antreten zu lassen. Lula dürfe als Kandidat nicht von der Wahl ausgeschlossen werden, solange er nicht alle juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft habe, gegen seine Verurteilung vorzugehen, erklärte das Gremium in Genf. Der 72-Jährige hatte vor zwei Tagen formell erklärt, als Kandidat für die linke Arbeiterpartei anzutreten. Das Oberste Wahlgericht muss bis Mitte September entscheiden, ob dies zulässig ist.
    Tote bei Zusammenstößen an der Gaza-Grenze
    An der Grenze zum Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben zwei Menschen bei gewaltsamen Zusammenstößen mit der israelischen Armee erschossen worden. Weit über 200 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen durch Schüsse, wie die Gesundheitsbehörden in Gaza mitteilten. Laut israelischer Armee kamen am Freitag Tausende Palästinenser an den Grenzzaun und warfen Brandbomben und Sprengsätze in Richtung Israel. Die Regierung von Premier Benjamin Netanjahu und Hamas-Vertreter verhandeln unter Vermittlung Ägyptens über eine Waffenruhe, die schon in der vergangenen Woche in Kraft treten sollte.
    Pakistan hat neuen Premierminister
    Der Ex-Cricket-Star Imran Khan ist als neuer Premierminister Pakistans vereidigt worden. Vor Pakistans Präsident Mamnoon Hussain legte der 65-Jährige den Amtseid ab. Khan regiert in einer Koalition mit rund einem halben Dutzend kleiner Parteien. Der frühere Playboy hatte den Pakistanern im Wahlkampf einen islamischen Wohlfahrtsstaat versprochen. Er kündigte an, die Korruption zu bekämpfen, mehr Arbeitsplätze schaffen und den Bildungsbereich zu modernisieren. Rund 40 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten, fast ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze.
    8 min
  • 17.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Diplomatischer Streit zwischen den USA und der Türkei dauert an
    Die USA haben der Türkei mit weiteren Sanktionen gedroht, sollte der unter Hausarrest stehende US-Pastor Andrew Brunson nicht schnell freikommen. Finanzminister Steven Mnuchin sagte, neue Strafmaßnahmen seien schon vorbereitet. Präsident Donald Trump erklärte, die Türkei habe sich nicht als "guter Freund" der USA erwiesen. Im übrigen werde man nichts für die Freilassung eines unschuldigen Mannes zahlen.
    Trumps Wunsch nach Militärparade ist zu teuer
    US-Präsident Donald Trump muss auf die von ihm gewünschte große Militärparade erst einmal verzichten. Das Verteidigungsministerium teilte mit, der Umzug in Washington sei mindestens bis zum nächsten Jahr verschoben worden. Zumindest indirekt wurden Kostengründe dafür geltend gemacht. Trump hatte vergangenes Jahr an der traditionellen Militärparade zum französischen Nationalfeiertag teilgenommen. Die Parade hatte ihn so beeindruckt, dass er ähnliches auch in den USA wünschte.
    Protestbrief: Google-Mitarbeiter hinterfragen China-Pläne
    Mehr als 1000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringendemoralische und ethische Fragen auf", zitiert das US-Portal "The Intercept" aus dem Schreiben an die Konzernführung. Die Suchmaschine würde in China gesperrte Webseiten etwa nach Menschenrechten, Demokratie und Religion aussortieren.
    USA gründet Aktionsgruppe für Iran
    Das US-Außenministerium hat eine Aktionsgruppe gegründet, um ihr Vorgehen gegen den Iran besser zu bündeln. Die Action Group werde vom Direktor für Politikplanung im Ministerium, Brian Hook, geleitet, sagte Außenminister Mike Pompeo in Washington. Hook und Pompeo machten deutlich, dass die USA eine harte Linie gegen die Islamische Republik fahren werden. Mit Hilfe der verhängten Sanktionen sollen dem Iran die Mittel für die Finanzierung von Terrorismus entzogen werden. US-Präsident Donald Trump war aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen und hatte Sanktionen gegen das Land verhängt.
    Vatikan beschämt über Missbrauchsfälle in Pennsylvania
    Der Vatikan hat sich bestürzt über Berichte von Kindesmissbrauch durch Priester in den USA geäußert. Zu dem Bericht aus Pennsylvania, nach dem sich mehr als 300 Priester in den vergangenen 70 Jahren an Tausenden Kindern vergangen haben sollen, gebe es lediglich zwei Worte: "Scham und Bedauern", so der Vatikan. Die von der Staatsanwaltschaft angeführten Fälle seien "kriminell und moralisch verwerflich". Sowohl die Verantwortlichen als auch diejenigen, die den Missbrauch ermöglicht hätten, sollten zur Rechenschaft gezogen werden. Die Vorwürfe erstrecken sich auf sechs der acht Diözesen in Pennsylvania.
    Aretha Franklin ist gestorben
    Die legendäre Soul-Sängerin Aretha Franklin ist tot. Die "Queen of Soul" starb nach Angaben ihrer Familie im Alter von 76 Jahren in ihrem Haus in Detroit. Sie litt an Bauchspeicheldrüsenkrebs, wie die Recording Academy berichtete, die für die Verleihung des Musikpreises Grammys zuständig ist. Schon in den vergangenen Tagen hatten Berichte, dass die Sängerin schwer erkrankt sei, Fans und Wegbegleiter erschüttert. Zahlreiche Künstler sowie US-Präsident Donald Trump und sein Amtsvorgänger Barack Obama reagierten betroffen auf die Todesnachricht.
    7 min
  • 16.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Soforthilfen in Höhe von fünf Millionen Euro für Genua
    Nach dem Brückeneinsturz in Genua hat die italienische Regierung einen zwölfmonatigen Ausnahmezustand in der Hafenstadt ausgerufen. Bei einer Krisensitzung des Ministerrates sei außerdem eine Soforthilfe von fünf Millionen Euro freigegeben worden. Das sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die Regierung gab unterdessen dem Autobahnbetreiber die Schuld an dem Unglück. Die Brücke sei eingestürzt, weil Wartungsarbeiten nicht erfolgt seien. Dem Autobahnbetreiber drohte die Regierung mit dem Entzug seiner Lizenz und Strafzahlungen. Die Zahl der Todesopfer stieg derweil auf mindestens 39.
    Kritik und Unklarheiten im Fall Sami A.
    Nach dem Urteil im Fall des zu Unrecht nach Tunesien abgeschobenen Islamisten Sami A. geraten die zuständigen Behörden in die Kritik. Nordrhein-Westfalens ranghöchste Richterin Ricarda Brandts sieht das Vertrauensverhältnis zwischen Behörden und Justiz beschädigt - und macht der Politik schwere Vorwürfe. In NRW forderten erste Oppositionspolitiker den Rücktritt von Integrationsminister Joachim Stamp (FDP). FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki sieht die Schuld hingegen vor allem bei den Bundesbehörden und wirft Innenminister Horst Seehofer (CSU) Versagen vor.
    US-Zeitungen protestieren gegen Beschimpfungen durch Trump
    Mehr als 200 US-Zeitungen wehren sich in Leitartikeln gegen die Attacken von Präsident Donald Trump. In ihren Beiträgen beziehen sie Position gegen die Anschuldigung Trumps, "Fake News" zu verbreiten. Aufgerufen zu der Aktion hatte die Zeitung "Boston Globe". Freie Medien durch staatlich kontrollierte zu ersetzen, sei stets eines der ersten Ziele eines korrupten Regimes bei der Machtübernahme in einem Land, schrieb der "Globe". Trump verbreite unter anderem die Lüge, dass Medien, die seine Regierungspolitik nicht unterstützten, "Feinde des Volkes seien".
    Trump entzieht Ex-CIA-Chef Brennan Sicherheitsgenehmigung
    US-Präsident Donald Trump hat dem ehemaligen CIA-Chef John Brennan seine spezielle Sicherheitsgenehmigung entzogen. Das teilte Trumps Sprecherin Sarah Sanders in Washington mit. Trump begründete den Schritt damit, dass Brennan seinen Zugang zu vertraulichen Informationen für negative Äußerungen über die Regierung missbraucht habe. Zudem werde seine Objektivität und Glaubwürdigkeit durch seine Vergangenheit in Frage gestellt. Brennan war unter Trumps Vorgänger Barack Obama CIA-Chef und gilt als scharfer Kritiker des amtierenden Präsidenten.
    Ex-Präsident Lula kandidiert für Präsidentenwahl in Brasilien
    Die linke Arbeiterpartei (PT) in Brasilien hat den inhaftierten Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva als Kandidaten für die Präsidentenwahl eingeschrieben. Mit Demonstrationen und Kundgebungen unterstützten am Mittwoch rund 10.000 Anhänger Lulas Bewerbung. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass der populäre Ex-Präsident bei der Wahl Anfang Oktober antreten kann. Wegen Korruption sitzt Lula gerade eine zwölfjährige Haftstrafe ab. Ausgerechnet ein von ihm selbst eingebrachtes Gesetz verbietet die Kandidatur von Vorbestraften.
    6 min
  • 15.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei erhöht Einfuhrzölle auf Autos und Alkohol aus den USA
    Nach neuen Strafzöllen der USA hat die Türkei nun ihrerseits Sanktionen gegen die Vereinigten Staaten verhängt. Laut dem türkischen Amtsblatt wurde der Zoll für Autos um 120 Prozent angehoben, bei alkoholischen Getränken sind es 140 und bei Tabak 60 Prozent. Auch für Kosmetika, Reis, Kohle und weitere Waren gelten künftig höhere Zölle. Das Verhältnis zwischen der Türkei und den USA ist wegen verschiedener Themen angespannt. Zugespitzt hat sich zuletzt der Fall des in der Türkei wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson. Washington fordert dessen sofortige Freilassung.
    Zahl der Opfer in Genua auf 35 gestiegen
    Nach dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua in Italien sind bei den Rettungsarbeiten weitere Leichen geborgen worden. Die Zahl der Toten stieg damit auf 35, wie die Behörden mitteilten. Darunter sind auch drei Kinder im Alter von acht, zwölf und 13 Jahren. Darüber hinaus wurden 16 Menschen verletzt. Am Dienstag war während eines schweren Unwetters die Morandi-Brücke auf der Autobahn A10 in mehr als 40 Metern Höhe auf einem etwa 100 Meter langen Stück eingestürzt. Rund 30 Fahrzeuge waren zu der Zeit auf der Brücke unterwegs. Sie stürzten in ein Gewerbegebiet oder in den Fluss Polcevera.
    Migranten von "Aquarius" kommen auch nach Deutschland
    Die Bundesrepublik nimmt bis zu 50 Migranten vom Rettungsschiff "Aquarius" auf. Das habe Bundesinnenminister Horst Seehofer aus Gründen der Humanität entschieden, teilte sein Ministerium in Berlin mit. Das Rettungsschiff musste mehrere Tage auf See ausharren, bevor Malta sich bereit erklärte, es einlaufen zu lassen. Die vor der libyschen Küste geretteten 141 Migranten sollen auf Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Portugal und Spanien aufgeteilt werden.
    Massiver Kindesmissbrauch in US-Kirche aufgedeckt
    Im US-Bundesstaat Pennsylvania haben einer umfassenden Untersuchung zufolge mehr als 300 katholische Priester sexuelle Übergriffe auf Minderjährige begangen. Mindestens tausend Kinder seien missbraucht worden, heißt es im Abschlussbericht eines Geschworenengremiums. Die Taten erstrecken sich über einen Zeitraum von 70 Jahren. Fast alle Fälle sollen verjährt sein. Generalstaatsanwalt Josh Shapiro sprach von einer jahrzehntelangen Vertuschung durch Kirchenobere in Pennsylvania und im Vatikan.
    Häftling in USA trotz Protest von Pharmahersteller getötet
    Gegen den Protest des deutschen Pharmaherstellers Fresenius Kabi ist im US-Bundesstaat Nebraska ein Häftling hingerichtet worden. Der 60-Jährige war 1980 wegen zweifachen Mordes zum Tode verurteilt worden. Die Giftspritze enthielt womöglich Präparate von Fresenius. Der Konzern war aus Furcht vor einer Rufschädigung dagegen vorgegangen. Die Klage wurde jedoch zurückgewiesen. Für die Behörden in den USA wird es zunehmend schwierig, Wirkstoffe für Giftspritzen zu bekommen, weil Hersteller Lieferungen für Hinrichtungen ablehnen.
    Altmaier will Netzausbau vorantreiben
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will den massiven Rückstand beim Ausbau der deutschen Stromautobahnen aufholen. Bis zum Herbst soll dafür ein Gesetz für den beschleunigten Netzausbau vorliegen, wie der CDU-Politiker in Bonn ankündigte. Ziel sei es, bis 2021 beim Netzausbau entscheidend voranzukommen. Um mehr Windstrom von den Küsten in die großen Industriezentren im Süden und Südwesten zu transportieren, sind Tausende Kilometer neue Stromtrassen nötig.
    7 min
  • 14.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump unterzeichnet Gesetz zum Verteidigungsetat
    US-Präsident Donald Trump hat den neuen Verteidigungshaushalt im Umfang von 716 Milliarden Dollar (rund 635 Milliarden Euro) bewilligt. Mit dem Geld sollen unter anderem ältere Panzer, Flugzeuge und Schiffe durch neue Modelle ersetzt werden. Die Truppenstärke soll um 15.600 Männer und Frauen vergrößert werden. Bei der Unterzeichnung auf einer Militärbasis im Bundesstaat New York verteidigte er seine Pläne für eine Weltraumarmee. Wie der Himmel, die Erde und das Meer sei der Weltraum zum Schlachtfeld geworden, sagte Trump. Er will eine Weltraumarmee zum eigenständigen sechsten Arm des US-Militärs machen.
    FBI feuert Trump-Kritiker
    Die US-Bundespolizei FBI hat einen langjährigen Mitarbeiter entlassen, der mit kritischen Nachrichten über Präsident Donald Trump für Aufsehen gesorgt hatte. Peter Strzok sei von Vize-FBI-Direktor David Bowdich gefeuert worden, teilte Strzoks Anwalt mit. Das FBI wollte sich nicht äußern. Nachdem private Textmitteilungen von Strzok über Trump bekannt geworden waren, hatte der sich von den Ermittlungen zur Russland-Affäre zurückziehen müssen.
    Maas schaltet sich in Streit zwischen USA und Türkei ein
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat der Türkei die Freilassung eines wegen Terrorvorwürfen festgehaltenen US-Pastors empfohlen. Das würde im Streit mit den USA helfen und eine Lösung der wirtschaftlichen Probleme "ganz erheblich vereinfachen", sagte Maas in Berlin. Die USA hatten zuletzt ihre Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei verdoppelt. Die türkische Landeswährung Lira brach daraufhin massiv ein.
    "Aquarius" findet wieder keinen Hafen
    Das Rettungsschiff "Aquarius" ist erneut auf der Suche nach einem europäischen Hafen zum Anlegen. An Bord befinden sich rund 140 Migranten, die vor der libyschen Küste gerettet wurden. Die Betreiber des Schiffs haben alle europäischen Regierungen aufgerufen, einen sicheren Hafen zu finden. Italien und Malta lehnen eine Aufnahme ab. Laut Medienberichten will auch Spanien nicht helfen. Im Juni hatte das Land noch erlaubt, dass das Schiff nach einer mehrtägigen Irrfahrt in Valencia anlegen durfte.
    Wieder Betrugsvorwürfe nach Wahl in Mali
    Die Opposition in Mali will das Ergebnis der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl nicht anerkennen. Oppositionskandidat Soumaila Cissé sagte noch vor der Veröffentlichung des Wahlergebnisses, es gebe Beweise für Wahlbetrug. Der frühere Finanzminister Cissé war in der Stichwahl am Sonntag gegen Amtsinhaber und Favorit Ibrahim Boubacar Keita angetreten. Das Ergebnis soll Mitte der Woche bekanntgegeben werden. Die Opposition hatte schon nach der ersten Wahlrunde Betrugsvorwürfe erhoben.
    Argentiniens Ex-Präsidentin vor Gericht
    Argentiniens frühere Präsidentin Cristina Kirchner ist in einem neuen Korruptionsskandal vor Gericht erschienen. Kirchner soll in ihren Residenzen Bestechungsgelder in Millionenhöhe von Bauunternehmen erhalten haben. Laut Staatsanwaltschaft geht es um umgerechnet 140 Millionen Euro. In einer Erklärung beklagte Kirchner einen "parteiischen" Richter sowie "politische Verfolgung". Gegen sie laufen noch weitere Verfahren, unter anderem wegen Strafvereitelung im Zusammenhang mit einem Bombenanschlag mit 85 Toten.
    7 min

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