Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 13.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkische Zentralbank verspricht Finanzstabilität
    Angesichts des freien Falls der türkischen Lira hat die Zentralbank des Landes zugesichert, alle notwendigen Maßnahmen zur Wahrung der Finanzstabilität zu ergreifen. Die Zentralbank werde Marktlage und Preisentwicklung "genau beobachten" und die türkischen Banken mit den nötigen liquiden Mitteln versorgen, erklärte das Institut. Im Streit mit der Regierung in Ankara um die Freilassung des in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson trat heute der von den USA verdoppelte Strafzoll auf Stahl in Kraft. Der Werkstoff aus der Türkei wird nun mit Abgaben in Höhe von 50 Prozent belegt.
    Nord- und Südkorea verabreden neues Gipfeltreffen
    Im September wollen sich der südkoreanische Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un abermals persönlich treffen. Das bestätigte das Wiedervereinigungsministerium in Seoul. Hochrangige Vertreter beider Seiten hatten zuvor im Grenzort Panmunjom über die weitere Annäherung beider Staaten beraten. Moon und Kim waren erstmals im April zu einem historischen Gipfel zusammengekommen.
    Ein Jahr nach Charlottesville: Hunderte stellen sich Rechtsextremen entgegen
    Zu einer von Rechtsradikalen organisierten Kundgebung in der US-Hauptstadt Washington haben sich nur etwa 20 Teilnehmer eingefunden. Sie trafen auf massiven Protest Hunderter Gegendemonstranten. Diese skandierten "Schämt Euch" und "Geht nach Hause, Nazis". Vor einem Jahr war am Rande des Aufmarsches von Rechten in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia eine Frau getötet worden, als ein Neonazi sein Auto in die Menge steuerte. Der Vorfall hatte für Schlagzeilen gesorgt - auch, weil Präsident Donald Trump in der Folge das Verhalten von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten gleichgesetzt hatte.
    Einreisesperre für Sami A. verhängt
    Der juristische Streit um die Abschiebung des Islamisten Sami. A. nimmt eine neue Wendung. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet unter Berufung auf Sicherheitskreise in Nordrhein-Westfalen, dass gegen den Tunesier eine Wiedereinreisesperre verhängt worden sei. Der Ex-Leibwächter des langjährigen Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden war im Juli in sein Heimatland ausgeflogen worden, trotz eines richterlichen Abschiebeverbots aufgrund einer möglichen Foltergefahr. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen fordert, den Tunesier zurückzuholen. Dagegen geht die Stadt Bochum gerichtlich vor.
    Weitere Proteste in Rumänien
    In Rumänien sind am Sonntagabend wieder Tausende Bürger auf die Straße gegangen und haben den Rücktritt der aus ihrer Sicht korrupten sozialliberalen Regierung gefordert. Die Proteste endeten ohne Zwischenfälle. Im Gegensatz zu den Tagen davor waren deutlich weniger Polizisten präsent. Im Streit um Rumäniens Justizreform forderte EU-Justizkommissarin Vera Jourova die Regierung in Bukarest auf, die viel kritisierten Pläne zu überdenken. Die Gesetzentwürfe gefährdeten die Unabhängigkeit der Richter und beschnitten die Kompetenzen der Staatsanwälte.
    Zweite Runde der Präsidentschaftswahl in Mali
    Trotz des verstärkten Einsatzes von Sicherheitskräften ist es bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen in Mali zu Gewalt gekommen. Angreifer stürmten nach übereinstimmenden Angaben ein Wahllokal im Norden des Landes und erschossen den dortigen Wahlleiter. Beobachtern zufolge blieben mehr als hundert Wahllokale aus Sicherheitsgründen geschlossen. Zuvor vereitelten die Behörden des westafrikanischen Landes nach eigenen Angaben Anschläge in der Hauptstadt Bamako. Als Favorit in der Stichwahl galt Amtsinhaber Ibrahim Boubacar Keita. Gegen ihn trat der frühere Finanzminister und heutige Oppositionsführer Soumaila Cissé an.
    Gold und Bronze für Deutschland
    Leichtathletin Gesa Felicitas Krause hat bei der Europameisterschaft in Berlin ihren Titel über 3000 Meter Hindernis erfolgreich verteidigt. Sie verwies in 9 Minuten und 19,80 Sekunden Fabienne Schlumpf aus der Schweiz und Europas Jahresschnellste Karoline Bjerkeli Grövdal aus Norwegen auf die Plätze zwei und drei. Die deutsche 4 mal 100 Meter Staffel der Frauen hat am Abschlusstag der Leichtathletik-EM die Bronzemedaille gewonnen. Gina Lückenkemper, Lisa-Marie Kwayie, Tatjana Pinto und Rebekka Haase kamen in 42,23 Sekunden hinter den Teams aus Großbritannien und den Niederlanden ins Ziel.
    9 min
  • 11.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China geht massiv gegen Uiguren vor
    In China werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als eine Millionen Uiguren in Lagern festgehalten. Die Angehörigen der muslimischen Minderheit seien in sogenannten Anti-Extremismus-Einrichtungen untergebracht, berichtet das UN-Komitee zur Bekämpfung von Rassen-Diskriminierung in Genf. Es gebe Berichte, wonach weitere zwei Millionen Uiguren und andere muslimische Minderheiten in politische Umerziehungszentren gebracht worden seien, sagte die Komitee-Vorsitzende Gay McDougall. Die meisten von ihnen seien nie konkret angeklagt oder verurteilt worden.
    US-Gericht verurteilt Monsanto
    Ein US-Gericht hat das zum deutschen Bayer-Konzern gehörende Agrarunternehmen Monsanto zur Zahlung von knapp 285 Millionen Dollar Schmerzensgeld verurteilt. Das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel der Firma hätte wesentlich zur Krebserkrankung des Klägers beigetragen, befand das Gericht in San Francisco. Die Geschworenen-Jury begründete das Urteil mit dem Versäumnis von Monsanto, den Kunden davor gewarnt zu haben, dass die Herbizide Krebs auslösen könnten. Der 46-jährige Kläger hatte das Mittel als Hausmeister jahrelang in großen Mengen verwendet.
    Türkische Lira unter Druck
    Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Strafzölle gegen die Türkei zu verdoppeln, ist die türkische Landeswährung Lira auf ein Rekordtief gefallen. Auch ein vom türkischen Finanzminister Berat Albayrak vorgestelltes Maßnahmenpaket für die angeschlagene Wirtschaft überzeugte Investoren nicht. Hintergrund der US-Sanktionen: der Fall des seit knapp zwei Jahren in der Türkei festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson.
    Proteste in Rumänien gegen Korruption
    Zehntausende Menschen haben in mehreren Städten Rumäniens gegen die sozialliberale Regierung demonstriert. Hintergrund der Proteste ist die anhaltende Korruption im Land. Allein in der Hauptstadt Bukarest gingen nach Angaben der Nachrichtenagentur Mediafax mindestens 20.000 Menschen auf die Straße. Vor dem Regierungssitz setzte die Polizei Tränengas gegen die Demonstranten ein, mehrere von ihnen wurden festgenommen. Zu den Kundgebungen aufgerufen hatten rumänische Gastarbeiter, die ihren Urlaub in der Heimat verbringen und sich über soziale Netzwerke absprachen.
    Tote und Verletzte bei neuen Protesten im Gazastreifen
    Die israelische Armee hat bei Protesten an der Grenze zum Gazastreifen zwei Palästinenser erschossen. Mehr als 300 Menschen seien bei den Demonstrationen verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Zuvor waren Brandsätze gegen israelische Grenzsoldaten geschleudert worden. Die Europäische Union zeigte sich besorgt und rief zur "Deeskalation" auf. Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini verurteilt die Angriffe und "Provokationen" der radikalislamischen Hamas gegen Israel. Zugleich rief sie Israel zur Mäßigung auf.
    Syrische Armee vor großer Offensive in Idlib
    Die syrische Armee hat mit den Vorbereitungen ihrer Offensive gegen das letzte größere Rebellengebiet im Land begonnen. Nach Informationen von Kriegsbeobachtern gab es in den Provinzen Idlib, Hama und Aleppo zahlreiche Luft- und Artillerieangriffe. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht von mindestens 22 Todesopfern. Idlib gilt als Hochburg der Assad-Gegner. Hunderttausende Rebellen und Extremisten waren nach ihrer militärischen Niederlage in die Provinz gebracht worden. Die Vereinten Nationen befürchten eine neue Fluchtwelle.
    8 min
  • 10.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Taliban attackieren Provinzhauptstadt im Osten Afghanistans
    Schwer bewaffnete Taliban haben die ostafghanische Provinzhauptstadt Ghazni angegriffen. Rund 1000 Kämpfer hätten Häuser und Geschäftsviertel unter Beschuss genommen und das Stadtzentrum zum Teil unter ihre Kontrolle gebracht, teilten die Behörden mit. Augenzeugen berichteten von heftigen Gefechten zwischen Sicherheitskräften und den Islamisten. Dabei seien ein afghanischer Soldat getötet und mehrere verletzt worden. In den Straßen Ghaznis lägen die Leichen von zahlreichen Taliban, hieß es weiter. Die Regierungskräfte hätten die Attacke zurückschlagen können, doch dauerten die Kämpfe noch an.
    Militante Palästinenser verkünden Waffenruhe
    Militante Palästinenser im Gazastreifen haben nach eigenen Angaben unter Vermittlung Ägyptens und des UN-Nahostgesandten Nikolay Mladenov ein Ende der Kämpfe mit Israel vereinbart. Auch die radikalislamische Hamas soll der Waffenruhe zugestimmt haben. Israel bestätigte die Vereinbarung bislang nicht. Aus dem Gazastreifen wurden seit Mittwoch laut israelischer Armee mehr als 180 Raketen auf Gemeinden und Dörfer in Südisrael abgefeuert. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin immer wieder Angriffe auf Ziele in dem Küstenstreifen.
    USA schaffen Weltraum-Streitkraft
    Die US-Regierung will bis zum Jahr 2020 eine eigene Streitkraft für die Verteidigung im Weltraum einrichten. Die Zeit sei gekommen, die United States Space Force zu gründen, sagte US-Vizepräsident Mike Pence im Pentagon. Er verwies auf die Entwicklung von Weltraumwaffen durch Russland und China, die etwa US-Satelliten bedrohen und Navigationssysteme wie GPS stören könnten. Pence sagte wörtlich: "Wir müssen amerikanische Dominanz im Weltraum haben und das werden wir."
    Immer mehr Eingebürgerte behalten alte Staatsbürgerschaft
    In Deutschland behalten inzwischen sechs von zehn eingebürgerten Menschen ihre alte Staatsbürgerschaft. Kein eingebürgerter Syrer, Afghane, Marokkaner oder Nigerianer habe im vergangenen Jahr den Pass seines Herkunftslandes abgegeben, berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf das Statistische Bundesamt. Demnach behielten fast 69.000 von 112.000 eingebürgerten Menschen ihre bisherige Staatsbürgerschaft. Dieser Anteil sei noch nie so hoch gewesen. Hauptgrund sei, dass Deutschland bei der Einbürgerung von Flüchtlingen auf das Ablegen der bisherigen Staatsangehörigkeit verzichte, heißt es weiter.
    Röhler holt EM-Gold im Speerwerfen - Silber für Hofmann
    Olympiasieger Thomas Röhler hat bei der Leichtathletik-EM in Berlin Gold im Speerwerfen gewonnen. Der deutsche Meister Andreas Hofmann machte mit Platz zwei den deutschen Doppelerfolg perfekt. Röhler siegte mit 89,47 Metern, Hofmann kam auf 87,60 Meter. Über 100 Meter Hürden bei den Frauen holte Pamela Dutkiewicz in Berlin die Silbermedaille, Bronze sicherte sich Titelverteidigerin Cindy Roleder.
    6 min
  • 09.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA kündigen neue Sanktionen gegen Russland an
    Dabei geht es um den Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok auf den früheren russischen Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia im März in Südengland. Die USA sehen ebenso wie Großbritannien den Kreml als Urheber und wollen deshalb Russland mit neuen Strafmaßnahmen belegen. Das Außenministerium in Washington teilte mit, Grundlage sei die Feststellung, dass die russische Regierung chemische oder biologische Waffen eingesetzt habe. Die Sanktionen sollen in rund zwei Wochen in Kraft treten. Moskau weist die Vorwürfe kategorisch zurück.
    Argentinisches Parlament lehnt Legalisierung der Abtreibung ab
    In Argentinien ist eine Initiative zur Legalisierung der Abtreibung gescheitert. Der Senat lehnte mit 38 gegen 31 Stimmen eine Gesetzesvorlage ab, die bereits von der Abgeordnetenkammer angenommen worden war. In Argentinien ist Abtreibung bislang nur im Fall von Vergewaltigung oder Lebensgefahr für Mutter oder Kind erlaubt. Nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums werden jährlich über 350.000 illegale Abtreibungen durchgeführt. Nach der gültigen Gesetzgebung von 1921 machen sich bei einer Abtreibung nicht nur die Ärzte, sondern auch die Frauen strafbar.
    Verfahren gegen venezolanische Oppositionspolitiker
    Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat der Oberste Gerichtshof des Landes die Festnahme des prominenten Oppositionsführers Julio Borges und des Abgeordneten Juan Requesens angeordnet. Bei einer öffentlichen Ansprache während einer Militärzeremonie war Maduro am vergangenen Samstag nach offiziellen Angaben Ziel eines solchen Attentats, bei dem Drohnen zum Einsatz kamen. Requesens wurde bereits am Dienstag festgenommen, Borges lebt seit einigen Monaten im Exil in Kolumbien.
    Chiles Ex-Präsidentin Bachelet wechselt zur UN
    Die frühere chilenische Präsidentin Michelle Bachelet soll neue UN-Hochkommissarin für Menschenrechte werden. Die zweimalige Präsidentin des südamerikanischen Landes werde ihr neues Amt voraussichtlich am 1. September antreten, teilten die UN in New York mit. Die UN-Vollversammlung muss der Personalie allerdings noch zustimmen. Bachelet soll in Genf den Jordanier Seid Ra'ad al Hussein ablösen, der nicht für eine zweite vierjährige Amtszeit kandidierte. Die Sozialistin Bachelet war von 2014 bis 2018 und 2006 bis 2010 Präsidentin Chiles.
    Zehnkämpfer Abele holt erstes deutsches Gold bei Leichtathletik-EM
    Der Ulmer Arthur Abele hat im Zehnkampf die erste Goldmedaille für die deutschen Leichtathleten bei den Europameisterschaften in Berlin gewonnen. Der 32-Jährige verteidigte im abschließenden 1500-Meter-Rennen seine im Speerwurf errungene Führung und wurde damit zum ältesten Zehnkampf-Europameister der Geschichte.
    6 min
  • 08.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kolumbiens konservativer Präsident Duque vereidigt
    In Kolumbien ist der rechtsgerichtete Politiker Iván Duque als neuer Präsident ins Amt eingeführt worden. Der 42-Jährige hatte sich bei der Wahl im Juni gegen seinen sozialistischen Kontrahenten Gustavo Petro durchgesetzt. Durch den Amtswechsel steht das unter Duques Vorgänger Juan Manuel Santos ausgehandelte Friedensabkommen mit den FARC in Frage. Auch kündigte er an, einen härteren Kurs in Gesprächen mit der letzten noch aktiven Guerilla-Organisation des Landes, dem Nationalen Befreiungsheer einschlagen zu wollen. Die FARC hatten rund 50 Jahre lang gegen die Regierung in Bogotá gekämpft, mehr als 260.000 Menschen wurden getötet. Santos wurde für das Abkommen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.
    USA fordern Abzug Russlands aus abtrünnigen Regionen Georgiens
    Zehn Jahre nach dem Krieg Russlands gegen Georgien haben die USA Moskau zum Abzug seiner Truppen aus den Provinzen Südossetien und Abchasien aufgefordert. Die beiden Regionen seien Teil Georgiens, erklärte das US-Außenministerium zur Begründung. Die Führung in Tiflis wollte vor zehn Jahren die abtrünnigen Provinzen zurückerobern. Am 8. August 2008 griffen georgische Truppen Südossetien an, wurden aber innerhalb weniger Tage besiegt. Dabei starben mehrere hundert Menschen. Russland erkannte Abchasien und Südossetien als unabhängige Staaten an und hat dort bis heute Soldaten stationiert.
    USA kündigen weitere Strafzölle auf China-Importe an
    Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will ab dem 23. August weitere Sanktionen auf Importe aus China verhängen. Die geplanten Strafzölle in Höhe von 25 Prozent sollten für Güter im Wert von 16 Milliarden US-Dollar erhoben werden, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten Robert Lightizer mit. Zusammen mit den bereits vor einem Monat verhängten Strafzöllen auf chinesische Importe sind dann 279 Güter im Gesamtwert von 50 Milliarden Dollar betroffen. Weltweit hat der eskalierende Konflikt zwischen Washington und Peking die Angst vor einem globalen Konjunktureinbruch geschürt.
    Venezuelas Oppositionsführer nennt Anschlag auf Maduro "Farce"
    Der im Exil lebende venezolanische Oppositionsführer Julio Borges hat den mutmaßlichen Anschlag auf Präsident Nicolás Maduro als inszenierte "Farce" bezeichnet. Der Anschlag diene dazu, "all jene von uns zu verfolgen und zu unterdrücken, die sich der Diktatur widersetzen", schrieb er in einer Twitterbotschaft. Maduro war am Samstag nach eigenen Angaben einem Mordanschlag entgangen, für den er Oppositionspolitiker verantwortlich gemacht hat. Die dem Präsidenten ergebene verfassunggebende Versammlung kündigte an, die Immunität der Oppositionellen aufheben zu wollen.
    Spanische Küstenwache rettet mehr als 450 Migranten
    Die spanische Küstenwache hat gestern 458 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Darunter waren 13 Kinder. Sie hatten die Überfahrt von Marokko aus in neun Booten gewagt und wurden in der Straße von Gibraltar sowie im Alborán-Meer zwischen Marokko und Spanien aufgenommen. Spanien hat Italien inzwischen als Hauptankunftsland für Migranten in der EU abgelöst. Die neue rechts-populistische Regierung in Rom lässt kaum mehr Bootsflüchtlinge ins Land, zudem scheinen die libyschen Behörden verstärkt gegen Schlepper vorzugehen. Seit Jahresbeginn kamen nach Angaben der Internationalen Migrationsorganisation knapp 23.000 Flüchtlinge über das Meer in Spanien an.
    Ukrainischer Regisseur Senzow fast drei Monate im Hungerstreik
    Der in Russland inhaftierte ukrainische Filmemacher Oleg Senzow befindet sich nach Angaben seines Anwalts in sehr schlechter Verfassung. Senzow habe während des schon drei Monate dauernden Hungerstreiks rund 30 Kilogramm Gewicht verloren, sagte sein Verteidiger Dmitri Dinse der Nachrichtenagentur AFP. Senzow wolle erst wieder essen, wenn Russland alle ukrainischen "politischen Gefangenen" freilässt. Der Regisseur und Aktivist war 2014 auf der Halbinsel Krim nach deren Anschluss an Russland festgenommen worden. Er soll Brandanschläge auf Büros von moskaufreundlichen Parteien organisiert haben.
    8 min
  • 07.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sanktionen gegen Iran treten in Kraft
    Gut zwei Monate nach dem einseitigen Austritt der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran sind neue US-Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik in Kraft getreten. Viele Iraner befürchten eine Verschlechterung der ohnehin schon angeschlagenen ökonomischen Lage. Die europäischen Vertragspartner kritisierten das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump im Vorfeld scharf und kündigten an, den Iran und dort tätige europäische Unternehmen zu unterstützen. Mehrere Konzerne haben allerdings ihren Rückzug bereits verkündet.
    Saudi-Arabien stoppt Flüge nach Kanada
    Die diplomatische Krise zwischen Saudi-Arabien und Kanada spitzt sich zu: Die staatliche saudi-arabische Fluglinie Saudia Airlines kündigte an, alle Flüge von und nach Toronto zu stoppen. Zuvor hatte Riad bereits erklärt, den kanadischen Botschafter auszuweisen, seinen eigenen Botschafter aus Kanada zurückzurufen sowie die Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Ländern einzufrieren. Auslöser der Maßnahmen ist Kritik aus Kanada an einer neuen Welle von Festnahmen von Frauen- und Menschenrechtsaktivisten in Saudi-Arabien. Riad sprach von "Einmischung in innere Angelegenheiten".
    Zentraler Zeuge belastet Trumps Ex-Wahlkampfmanager Manafort
    Im Prozess gegen den ehemaligen Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, hat der langjährige Mitarbeiter und Vertraute Rick Gates den Angeklagten belastet. Gates sagte nach Angaben der "Washington Post" aus, er habe gemeinsam mit Manafort 15 schwarze Auslandskonten unterhalten. Mit ihnen habe der Beschuldigte Steuern hinterzogen. Das Verfahren gegen Manafort ist das erste, das sich im Zuge der Russland-Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller ergeben hat. Allerdings haben die Vorwürfe nicht direkt mit dem Kern der Affäre zu tun. Manafort steht wegen Steuer- und Bankbetrugs vor Gericht.
    EU-Länder sollen weniger Staatsbürgerschaften vergeben
    Die Europäische Kommission fordert von den EU-Ländern deutlich mehr Zurückhaltung bei der Vergabe von Staatsbürgerschaften. EU-Justizkommissarin Vera Jourova sagte der Zeitung "Die Welt", eine steigende Zahl von EU-Ländern habe in den letzten Jahren immer mehr Staatsbürgerschaften an Personen aus Drittstaaten ausgegeben, wenn diese zuvor hohe Geldbeträge investiert hätten. Die EU dürfe nicht zu einem Hafen für Kriminelle und Korruption werden. Deshalb sollen laut Jourova im Herbst neue Richtlinien dazu veröffentlicht werden.
    Deutschland wappnet sich gegen Firmenübernahmen
    Die Bundesregierung will deutlich effektiver gegen unerwünschte Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Investoren vorgehen. Der Zeitung "Die Welt" zufolge sieht ein Gesetzentwurf vor, dass das Wirtschaftsministerium künftig bereits eingreifen kann, wenn ein Investor außerhalb der EU 15 Prozent an einem deutschen Unternehmen erwirbt. Derzeit kann die Bundesregierung erst ab 25 Prozent ein Veto einlegen. Voraussetzung ist ebenfalls, dass eine Übernahme eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bedeuten kann. Das geänderte Gesetz könnte dem Blatt zufolge noch dieses Jahr in Kraft treten.
    Rettungsschiff mit 87 Flüchtlingen steuert Spanien an
    Ein seit Tagen auf dem Mittelmeer umherfahrendes Rettungsschiff mit 87 Bootsflüchtlingen darf Algeciras in Südspanien ansteuern, wie die Hilfsorganisation Proactiva Open Arms mitteilte. Da der Hafen fast 600 Seemeilen entfernt ist, müssen die Menschen jedoch mit weiteren drei Tagen auf See rechnen. Die Lebensmittel an Bord würden langsam knapp. Letzten Mittwoch hatten die privaten Seenotretter die Menschen aufgenommen. Zuvor waren sie laut eigenen Angaben 50 Stunden ohne Trinkwasser auf einem Schlauchboot vor der libyschen Küste unterwegs gewesen. Die meisten von ihnen stammen aus dem Sudan.
    Feuer in Kalifornien breiten sich rapide aus
    In Kalifornien sind die seit Wochen andauernden Waldbrände zum größten jemals in dem US-Bundesstaat registrierten zusammenhängenden Flächenbrand angewachsen. Ursache sind zwei im Norden des Landes wütende Feuer, die sich rapide ausgeweitet haben. Inzwischen seien knapp 115.000 Hektar Land verbrannt, ein Gebiet, das beinahe der Größe der Metropole Los Angeles entspreche, teilten die Behörden mit. Bislang konnten nach offiziellen Angaben lediglich 30 Prozent der Feuer eingedämmt werden. Obwohl die Brände vor allem abgelegene Gebiete treffen, mussten tausende Anwohner ihre Häuser verlassen.
    8 min
  • 06.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.91 Tote nach Erdbeben auf indonesischer Insel Lombok
    Nach dem schweren Erdbeben auf der indonesischen Ferieninsel Lombok ist die Zahl der Toten auf mindestens 91 gestiegen. Hunderte Menschen seien verletzt worden, tausende Gebäude beschädigt, teilte der Katastrophenschutz mit. Der Erdstoß am Sonntag hatte eine Stärke von 6,9, es folgten heftige Nachbeben. Unter Einwohnern und Touristen brach Panik aus, viele verbrachten die Nacht im Freien. Hunderte Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Einige Regionen Lomboks sind ohne Strom.
    Saudi-Arabien weist kanadischen Botschafter aus
    Wegen eines Streits um Menschenrechte hat Saudi-Arabien den kanadischen Botschafter des Landes verwiesen. Im Gegenzug rief die saudische Führung ihren Botschafter nach Riad zurück. Von dort hieß es, die Geschäftsbeziehungen mit Ottawa würden eingefroren. Anlass war eine Äußerung der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland zum Schicksal der Aktivistin Samar Badawi und die Forderung nach Freilassung der Aktivistin. Man betrachte das Verhalten der Ministerin als unzulässige Einmischung in innere Angelegenheiten, teilte das saudische Außenministerium mit.
    Regierung und Rebellen im Südsudan schließen Frieden
    Nach jahrelangem Bürgerkrieg im Südsudan haben Regierung und Rebellen ein Friedensabkommen unterzeichnet. Mit Inkrafttreten der Vereinbarung haben die Konfliktparteien drei Monate Zeit zur Bildung einer Übergangsregierung. Ein bereits 2015 geschlossenes Friedensabkommen hatte in dem noch jungen afrikanischen Staat nur kurze Zeit gehalten. Der Krieg war 2013 ausgebrochen, zwei Jahre nachdem sich Südsudan vom Sudan losgesagt hatte. Auslöser war ein Streit zwischen Präsident Salva Kiir und seinem damaligen Vize Riek Machar sowie Rivalitäten zwischen Ethnien. Zehntausende Menschen wurden bei Kämpfen getötet.
    Festnahmen nach mutmaßlichem Anschlag auf Maduro
    Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro haben die Behörden sechs Verdächtige festgenommen. Das teilte Innenminister Néstor Reverol mit. In mehreren Hotels der venezolanischen Hauptstadt Caracas habe es Durchsuchungen gegeben. Dabei seien "erdrückende Beweise" gefunden worden. Nach Regierungsangaben war Maduro am Samstag Ziel eines Bombenanschlags, der mit Drohnen während einer Militärparade verübt wurde. Der sozialistische Staatschef blieb unverletzt. Die Opposition zweifelt an der Darstellung und fürchtet eine Verschärfung der Repression.
    Iran bereitet sich auf US-Sanktionen vor
    Mit einem neuen Währungsplan wappnet sich der Iran gegen die bevorstehenden US-Sanktionen und ihre Folgen für Wirtschaft und Bevölkerung. Um den seit Wochen anhaltenden Verfall der Landeswährung Rial zu stoppen, würden etliche Bestimmungen gelockert, hieß es im staatlichen Fernsehen. So solle es unter anderem keine Beschränkung mehr geben, Gold und Devisen ins Land zu bringen. Für grundlegende Güter würden niedrige Preise garantiert. Die USA hatten das Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und gedroht, wieder Sanktionen zu verhängen. Diese könnten Anfang der Woche in Kraft treten.
    Japan erinnert an Atombombenabwurf auf Hiroshima
    Mit einer feierlichen Zeremonie hat Japan der Opfer des Atombombenabwurfs auf die Stadt Hiroshima vor 73 Jahren gedacht. Ministerpräsident Shinzo Abe sagte, sein Land wolle eine Vermittlerrolle zwischen den Atommächten und den Staaten ohne Atomwaffen spielen. Durch den Abwurf der Atombombe durch das US-Militär in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs kamen rund 140.000 Menschen ums Leben. Drei Tage später starben etwa 70.000 Menschen beim Abwurf einer weiteren Atombombe über Nagasaki.
    7 min
  • 04.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.2018 schon mehr als 1500 Flüchtlinge ertrunken
    Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind in diesem Jahr bereits mehr als 1500 Migranten im Mittelmeer ertrunken. Demnach stieg die Zahl der Toten, obwohl mit rund 60.000 Menschen nur knapp halb so viele Flüchtlinge nach Europa kamen, wie im selben Zeitraum vergangenen Jahres. Mehr als die Hälfte der Menschen sei im Juni und Juli gestorben. Im Juni hatte Italiens rechtspopulistische Regierung die Häfen des Landes für private Rettungsschiffe gesperrt. Das UNHCR rief die Mittelmeerstaaten auf, ihre Häfen für geretteten Migranten offenzuhalten und Netzwerke von Schlepperbanden zu zerschlagen.
    Erneut irrt ein Flüchtlingsschiff im Mittelmeer umher
    87 Flüchtlinge befinden sich an Bord des Schiffes von Proactiva Open Arms. Italien hatte dem Rettungsschiff bereits das Anlegen verweigert. Seitdem ist das Rettungsschiff auf der Suche nach einem Hafen. Die Flüchtlinge waren zwei Tage zuvor vor der libyschen Küste gerettet worden, wie die spanische Organisation über Twitter mitteilte. Fast alle Flüchtlinge an Bord kommen nach Angaben der Nichtregierungsorganisation aus dem Sudan. Die Flüchtlinge hätten vor ihrer Rettung 50 Stunden ohne Trinkwasser auf einem Schlauchboot verbracht.
    US-Außenminister Pompeo räumt Nordkorea Freiheiten ein
    Den Zeitplan für den Abbau der Kernwaffen Nordkoreas bestimme das Land selber, sagte US-Außenminister Mike Pompeo in Singapur. Den endgültigen Zeitplan für die Denuklearisierung werde zumindest teilweise Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un festlegen. Das sei seine Entscheidung, sagte der US-Außenminister in Singapur. In Singapur hatte US-Präsident Donald Trump im Juni als erster amtierender US-Präsident den nordkoreanischen Politiker getroffen, um über den Abbau der Kernwaffen zu verhandeln.
    Regierung will Konflikthemen beim Erdogan-Besuch besprechen
    Die Bundesregierung werde beim geplanten Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auch konfliktreiche Themen ansprechen, sagte Außenminster Heiko Maas dem "Kölner Stadtanzeiger". Es gebe nach wie vor deutsche Staatsbürger, die in der Türkei im Gefängnis sitzen. Er könne überhaupt nicht nachvollziehen, wieso das so sei, sagte der Außenminister. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte der "Rheinischen Post", Deutschland müsse den Besuch des türkischen Präsidenten für einen offenen und kritischen Austausch nutzen.
    Abgeschobener Afghane kehrt nach Deutschland zurück
    Der unrechtmäßig aus Mecklenburg-Vorpommern nach Afghanistan abgeschobene Asylbewerber soll in Kürze nach Deutschland zurückkehren. Nach Angaben aus Regierungskreisen liegen nun die Papiere vor, die dem 20-Jährigen eine Rückreise ermöglichen. Der Mann sei zurzeit an einem sicheren Ort nahe der afghanischen Hauptstadt Kabul, berichtet der "Spiegel". Von dort aus solle er zunächst in die pakistanische Hauptstadt Islamabad gebracht werden. Der junge Afghane war trotz eines noch laufenden Asylverfahrens als eine von 69 Personen Anfang Juli aus Neubrandenburg nach Kabul abgeschoben worden.
    Geldstrafe in Dänemark wegen Nikab-Tragens
    Zwei Tage nach Inkrafttreten des Verschleierungsverbots in der Öffentlichkeit ist in Dänemark erstmals eine Geldstrafe gegen eine verschleierte Frau verhängt worden. Laut Polizei war die 28-Jährige in einem Einkaufszentrum in ein Handgemenge mit einer anderen Frau verwickelt, die ihr den Nikab herunterreißen wollte. Von der verschleierten Frau werde nun ein Bußgeld von umgerechnet rund 135 Euro erhoben, sagte ein Polizeisprecher. Von dem Verbot in Dänemark sind nicht nur Burkas oder Nikabs betroffen sondern auch Masken, Sturmhauben und falsche Bärte.
    US-Raumschiffe sollen wieder Astronauten ins All bringen
    Die Entwicklung amerikanischer Raumschiffe nähere sich diesem Ziel, teilte die NASA mit. Die Raumfahrtbehörde kündigte für April 2019 bemannte Testflüge in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtunternehmen SpaceX an. SpaceX ist ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Mitte des Jahres 2019 will die NASA solche Flüge zusammen mit dem Unternehmen Boeing testen. Damit würde die NASA unabhängig von russischen Sojus-Kapseln. Derzeit sind diese die einzigen, die Menschen zur Internationale Raumstation ISS bringen können.
    8 min
  • 03.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Emmerson Mnangagwa gewinnt Präsidentenwahl in Simbabwe
    Bei der Präsidentenswahl in Simbabwe ist Amtsinhaber Emmerson Mnangagwa zum Sieger erklärt worden. Mnangagwa von der Regierungspartei Zanu-PF habe 50,8 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlkommission mit. Oppositionsführer Nelson Chamisa kam demnach auf 44,3 Prozent. Ein Sprecher von Chamisas Bewegung für Demokratischen Wandel bezeichnete die zuvor bekanntgegebenen Teilergebnisse als gefälscht. Diese seien von der Opposition nicht überprüft worden, sagte er. Er wurde anschließend von der Bühne in der Hauptstadt Harare abgeführt, auf der die Ergebnisse verkündet worden waren.
    Eine Million Menschen flüchten in Äthiopien - Helfer schlagen Alarm
    In Äthiopien warnen internationale Helfer vor einer schweren humanitären Krise. Auslöser sei eine Welle ethnisch motivierter Gewalt, sagte Crystal Wells vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Rund 987.000 Menschen flohen nach Angaben des UN-Nothilfebüros im Juni in den südlichen Regionen Gedeo und West Guji vor einem neuen Stammeskonflikt. Die Betroffenen lebten unter katastrophalen Bedingungen, so das IKRK. Die humanitäre Hilfe müsse rasch ausgebaut werden, sonst drohten schlimme Folgen. Der Konflikt werde von der internationalem Gemeinschaft zu wenig beachtet.
    US-Senatoren wollen neue Sanktionen gegen Russland
    In den USA wollen Republikaner und Demokraten neue Sanktionen gegen Russland verhängen. Sie reagieren damit auf Vorwürfe gegen die russische Regierung, sich in die bevorstehenden Kongresswahlen in den USA einzumischen. Eine Gruppe um den republikanischen Senator Graham hat dazu einen Gesetzentwurf eingebracht. Dieser sieht unter anderem neue Strafmaßnahmen gegen die russische Energie- und Erdöl-Industrie sowie gegen russische Politiker und Oligarchen vor. Das bestehende Sanktionssystem habe Russland nicht davon abgehalten, sich in die anstehenden Wahlen einzumischen, hieß es zur Begründung.
    Medien: Ex-Mitarbeiterin der US-Botschaft in Moskau unter Spionageverdacht
    In der US-Botschaft in Moskau hat Medienberichten zufolge über ein Jahrzehnt eine russische Spionin gearbeitet. Die Frau sei erst vor kurzem von der US-Spionageabwehr enttarnt worden, schreibt der "Guardian". Die Russin sei vom Secret Service angestellt worden, der für den Personenschutz des US-Präsidenten und die Strafverfolgung auf Bundesebene zuständig ist. Die Frau habe Zugang zum Intranet und E-Mail-System des Secret Service und damit zu potenziell sensiblen Daten gehabt. Auf streng vertrauliche Informationen habe sie aber keinen Zugriff gehabt, berichtet der US-Sender CNN.
    Ivanka Trump kritisiert Politik ihres Vaters
    Ivanka Trump hat ihrem Vater, US-Präsident Donald Trump, widersprochen. Sie distanzierte sich öffentlich von der Migrationspolitik ihres Vaters. Die Trennung von Migrantenfamilien an der Grenze sei ein Tiefpunkt gewesen, sagte Ivanka Trump. Sie sei "sehr entschieden" gegen die Trennung von Eltern und Kindern, betonte die 36-Jährige. Ivanka Trump hat einen offiziellen Beraterposten im Weißen Haus. Auch bezeichnete sie sich selbst als Tochter einer Immigrantin. Ihre Mutter Ivana Trump stammt aus der früheren Tschechoslowakei.
    Venezuela lockert den Wechselkurs
    Angesichts der schweren Wirtschaftskrise lockert die venezolanische Regierung die strenge Kontrolle der Wechselkurse. In den zugelassenen Wechselstuben sollen künftig Devisen frei gehandelt werden können, heißt es in einer Gesetzesinitiative. Damit solle den Spekulanten das Handwerk gelegt und das Land attraktiver für Investoren gemacht werden. Die Opposition wies die Reform als unzureichend zurück. Zuletzt prognostizierte der Internationale Währungsfonds für das laufende Jahr eine Inflationsrate von einer Million Prozent. Zudem könnte die Wirtschaftsleistung um 18 Prozent einbrechen.
    Union bei Wahlumfrage auf Rekordtief
    Die Regierungskoalition aus CDU/CSU verliert laut dem jüngsten ARD-Deutschlandtrend weiter an Zustimmung. Würde am kommenden Sonntag gewählt werden, käme die Koalition nur noch auf 47 Prozent. Die SPD bleibt im Dauertief bei unverändert 18 Prozent, die Union verliert gegenüber Juli einen Prozentpunkt und sinkt auf den historischen Tiefstwert von 29 Prozent. Dagegen gewinnt die AfD einen Punkt dazu und steht mit 17 Prozent so gut da wie nie zuvor. Die Grünen verbessern sich auf 15 Prozent, die Linke kommt auf neun, die FDP auf sieben Prozent.
    9 min
  • 02.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA setzen auf noch höhere Zölle gegen China
    US-Präsident Donald Trump versucht im Handelsstreit den Druck auf China zu erhöhen. Er schlug vor, chinesische Einfuhren im Wert von 200 Milliarden Dollar mit einem Zollsatz von 25 Prozent zu belegen. Die Abgabe soll damit mehr als doppelt so hoch werden wie bislang geplant. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sagte, der Präsident habe die Erhöhung angeordnet, weil China sich weigere, auf US-Wünsche einzugehen und zudem Gegenzölle auf US-Einfuhren erhoben habe. Bislang war immer von Zehn-Prozent-Zöllen die Rede gewesen.
    USA und Türkei steuern auf diplomatische Krise zu
    Die USA und die Türkei steuern wegen des Streits um den amerikanischen Pastor Andrew Brunson auf einen diplomatischen Konflikt zu. Die Regierung von Präsident Donald Trump verhängte Sanktionen gegen zwei türkische Minister, die bei der Festnahme laut USA involviert waren. Das türkische Außenministerium drohte mit Gegenmaßnahmen. Brunson war im Oktober 2016 festgenommen worden, später wurde in der Türkei Untersuchungshaft gegen ihn wegen Terrorvorwürfen verhängt. Vergangene Woche wandelte ein Gericht die U-Haft dann wegen gesundheitlicher Probleme des 50-Jährigen in Hausarrest um.
    Türkei ist für Menschenrechtsverletzungen in Syrien verantwortlich
    Die türkische Armee und von ihr unterstützte Milizen sind nach Angaben von Amnesty International für schwere Menschenrechtsverletzungen im nordsyrischen Afrin verantwortlich. Dazu gehörten willkürliche Inhaftierungen, Folter, Verschleppung von Zivilisten und Enteignungen in der einst von Kurden dominierten Region, teilte die Menschenrechtsorganisation mit. Die meisten Gräueltaten gehen demnach von syrischen Gruppen aus, die von der Türkei aufgerüstet wurden. Amnesty hatte in den vergangenen drei Monaten zahlreiche Menschen interviewt, die in Afrin lebten oder von dort flüchteten.
    Drei Menschen sterben bei Protesten nach Wahl in Simbabwe
    Nach dem Gewaltausbruch in Simbabwe bleibt das Militär in der Hauptstadt Harare präsent. Dies gelte, bis sich die Situation beruhigt habe, hieß es. Am Mittwoch hatte es Proteste der Opposition gegeben, die der Regierungspartei Zanu-PF Wahlmanipulation vorwarf. Laut Korrespondenten schossen Polizisten auf Demonstranten. Mindestens drei Menschen sollen getötet worden sein. Am Montag hatten in Simbabwe die ersten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen seit dem Sturz des Langzeitmachthabers Robert Mugabe stattgefunden. Laut Wahlkommission erreichte die regierende Zanu-PF eine klare Mehrheit im Parlament.
    Klimaforscher alarmiert durch rasant verlaufende Erderwärmung
    Die vergangenen vier Jahre waren die wärmsten seit Beginn meteorologischer Aufzeichnungen im späten 19. Jahrhundert. Das Jahr 2017 war das drittwärmste je gemessene Jahr. Das bestätigt der neue Jahresbericht der US-Klimabehörde, an dem Wissenschaftler aus 65 Ländern mitgearbeitet haben. Der Bericht bestätigt die Klimatrends eines sich deutlich aufheizenden Planeten. Unter anderem stiegen die Konzentrationen an Treibhausgasen wie CO2 und Methan auf neue Höchstwerte. Auch der durchschnittliche Meeresspiegel erreichte einen neuen Höchststand - er lag fast acht Zentimeter höher als vor 25 Jahren.
    7 min

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