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  • 01.08.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Alle Passagiere und Crewmitglieder überleben Flugzeugabsturz in Mexiko
    Im Norden Mexikos ist eine Passagiermaschine mit 101 Menschen an Bord unmittelbar nach dem Start verunglückt. Das Flugzeug hob vom internationalen Airport im Bundesstaat Durango ab und sollte nach Mexiko-Stadt fliegen. Der Gouverneur des Bundesstaates, José Rosas Aispuro, erklärte, es habe keine Todesopfer gegeben. Etwa 85 Menschen wurden demnach verletzt. Laut Aispuro hatte der Pilot den Start vermutlich wegen des schlechten Wetters abbrechen müssen. Die Maschine der Gesellschaft Aeroméxico schlug hinter dem Rollfeld auf und fing Feuer.
    Bayern startet mit Ankerzentren für Asylbewerber
    Als erstes Bundesland startet Bayern mit den umstrittenen sogenannten Ankerzentren. Nach dem "Masterplan Migration" von Bundesinnenminister Horst Seehofer sollen diese Einrichtungen Asylverfahren und damit auch eine Abschiebung oder Rückführung von Migranten ohne Bleiberecht beschleunigen. In jeder der sieben Asyleinrichtungen sollen bis zu 1.500 Flüchtlinge zentral untergebracht sein. An dem Vorhaben gibt es viel Kritik. Flüchtlingshelfer und die Opposition warnen vor einer Ghettoisierung und kritisieren die Zentren als Abschiebelager.
    EU-Kommission warnt vor Cyberattacken auf die Europawahl
    Die EU-Kommission hat mit Blick auf die Europawahl im Mai 2019 alle Mitgliedsstaaten zu Abwehrmaßnahmen gegen mögliche Manipulationen und ausländische Einflussnahme vor allem über soziale Medien aufgerufen. Die EU-Staaten müssten die Bedrohung der demokratischen Prozesse und Institutionen durch Cyberangriffe und Desinformationen ernst nehmen und nationale Pläne zur Vorbeugung aufstellen, sagte EU-Sicherheitskommissar Julian King den Zeitungen der Funke Mediengruppe. King forderte Internetplattformen wie Facebook und YouTube auf, konsequenter gegen Desinformation und Manipulation vorzugehen.
    Facebook löscht Fake-Accounts
    Facebook hat nach eigenen Angaben eine Kampagne zur Wahlmanipulation vor den US-Kongresswahlen im November aufgedeckt. Das soziale Netzwerk schloss deshalb 32 Nutzerkonten in dem Online-Dienst sowie im Bilderdienst Instagram, wie das US-Unternehmen mitteilte. Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos erklärte vor Journalisten, es gebe Hinweise auf Verbindungen zu im vergangenen Jahr gesperrten Konten der Internet Research Agency (IRA), die als Trollfabrik der russischen Regierung angesehen wird. Doch die Beweise reichten nicht aus, um öffentlich die IRA verantwortlich zu machen.
    Pläne für Waffen aus 3D-Druckern dürfen nicht veröffentlicht werden
    Ein US-Gericht hat die Veröffentlichung von Konstruktionsplänen im Internet für die Herstellung von Schusswaffen aus 3D-Druckern vorerst untersagt. Das Bundesgericht in Seattle reagierte damit auf eine Klage von acht Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington. Ursprünglich wollte die Organisation Defense Distributed von heute an ihre Konstruktionspläne für mit 3D-Druckern herstellbare Schusswaffen zum Herunterladen anbieten. Diese Pistolen und Gewehre funktionieren im Prinzip wie reguläre Schusswaffen, da sie aber nicht industriell gefertigt werden, besitzen sie keine Seriennummern.
    7 min
  • 31.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Beratungen über Folgen der Dürre
    Vertreter von Bund und Ländern beraten an diesem Dienstag in Berlin über die Situation der Bauern angesichts der Dürre in Deutschland. Das Treffen hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner initiiert. Sie will am Mittwoch im Kabinett über die Auswirkungen der anhaltenden Hitzewelle berichten. Der Deutsche Bauernverband fordert staatliche Hilfen in Höhe von einer Milliarde Euro. Für Hilfsmaßnahmen bei Extremwetterereignissen sind in der Bundesrepublik die Länder zuständig, bei Schäden von nationalem Ausmaß kann aber auch der Bund einspringen.
    Freispruch im Prozess um Düsseldorfer Wehrhahn-Anschlag
    Im Prozess um den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn vor 18 Jahren ist der Angeklagte freigesprochen worden. Das Landgericht in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt sah eine Schuld des als Neonazi bekannten Ralf S. als nicht erwiesen an. Ihm war zwölffacher Mordversuch aus Fremdenhass vorgeworfen worden. Bei dem Anschlag waren zehn Sprachschüler verletzt worden, eine junge Frau verlor ihr ungeborenes Kind.
    Trump würde sich auch mit Rohani treffen
    Im Konflikt mit Teheran ist US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben jederzeit zu einem Gespräch mit seinem iranischen Kollegen Hassan Rohani bereit. Es gebe keine Vorbedingungen, sagte Trump nach Beratungen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte im Weißen Haus. Der US-Präsident fügte hinzu, wenn ein sinnvolles Atomabkommen mit dem Iran getroffen werden könnte, dann wäre das "gut für sie, gut für uns, gut für die Welt". Erst vor einer Woche hatte Trump den iranischen Präsidenten gewarnt, "niemals wieder die USA" zu bedrohen.
    Nordkorea baut offenbar neue Interkontinentalraketen
    Trotz der Gespräche mit den USA über den Abbau seines Atomprogramms stellt Nordkorea nach Medienberichten weiter Raketen her. US-Geheimdienste hätten Hinweise darauf, dass in einer Forschungseinrichtung nahe Pjöngjang eine oder zwei Interkontinentalraketen gebaut würden, meldet die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungsbeamte. Die Raketen hätten das Potenzial, amerikanisches Festland zu erreichen.
    Pussy Riot nach Arreststrafe wieder festgenommen
    Die Mitglieder der russischen Punkband Pussy Riot sind nur wenige Minuten nach ihrer Entlassung aus zweiwöchiger Haft erneut festgenommen worden. Olga Pachtusowa twitterte, die Polizei werfe ihnen vor, gegen Versammlungsgesetze verstoßen zu haben. Die 15-tägige Gefängnisstrafe hatten die Punk-Aktivisten wegen ihrer Protestaktion beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft verbüßen müssen. Sie waren während der WM-Partie zwischen Frankreich und Kroatien in Polizeiuniformen auf das Spielfeld im Moskauer Luschniki-Stadion gerannt. Das Match war kurz unterbrochen worden.
    Zweites Verfahren gegen Macrons Ex-Leibwächter Benalla
    Im Skandal um prügelnde Mitarbeiter von Präsident Emmanuel Macron hat die französische Justiz ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es geht um seinen ehemaligen Bodyguard Alexandre Benalla und einen Angestellten der Regierungspartei La République en Marche, Vincent Crase. Laut Staatsanwaltschaft sollen die beiden während der Demonstration am 1. Mai noch mehr Gewalt ausgeübt haben als in dem von der Zeitung "Le Monde" vor mehreren Tagen dokumentierten Video. Die Regierung muss sich wegen "Benallagate" heute zwei Misstrauensanträgen stellen.
    Tesla erwägt Produktionsstandort in Deutschland
    Der US-Elektroautobauer Tesla hat in Deutschland Gespräche über eine so genannte Giga-Factory zum Bau von Elektroautos und Batterien unter einem Dach geführt. Das "Wall Street Journal" berichtet weiter, die Sondierungen mit Rheinland-Pfalz und dem Saarland befänden sich noch in einem frühen Stadium, ein Abschluss sei nicht sicher. Die beiden Bundesländer kämen wegen ihrer Nähe zu Frankreich in Frage, dem wichtigsten Markt für Tesla in Europa.
    8 min
  • 30.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mehr als 1400 Flüchtlinge stranden in Spanien
    In Spanien hat die Seenotrettung am Wochenende mehr als 1400 Bootsflüchtlinge vor der Südküste in Sicherheit gebracht. Das Land hat in diesem Jahr Italien als Hauptziel für Flüchtlinge, die in die Europäische Union kommen wollen, abgelöst. Die Regierung in Rom lässt kaum mehr Bootsflüchtlinge ins Land, zudem scheinen die libyschen Behörden verstärkt gegen Schlepper vorzugehen. Die sozialistische Regierung Spaniens will sich um die Geflüchteten kümmern und ein Auffanglager errichten. Dafür forderte sie mehr Unterstützung anderer europäischer Länder.
    Hunderte Wanderer sitzen auf Vulkan fest
    Nach dem schweren Erdbeben mit mehreren Toten auf der indonesischen Ferieninsel Lombok sitzen Hunderte Wanderer auf einem aktiven Vulkan fest. Betroffen seien 560 Touristen und Bergführer, teilte der Chef des Rinjani-Nationalparks mit. Durch die Erdrutsche haben ihnen tonnenweise Schlamm und Steine den Rückweg abgeschnitten. Die Behörden bereiteten für Montag die Rettung von bis zu 260 Menschen vor, die am Mount Rinjani im Inselinneren unterwegs waren. Darunter sind nach offiziellen Angaben zahlreiche Touristen. Bei dem Erdbeben auf Balis Nachbarinsel kamen 16 Menschen ums Leben.
    Elf Festnahmen nach Korruptionsskandal in Peru
    In Peru hat die Polizei bei einer Großrazzia infolge eines Korruptionsskandals elf Rechtsanwälte, Geschäftsleute und hochrangige Beamte festgenommen. Diese seien Mitglieder einer kriminellen Organisation, die im Justizsystem aktiv gewesen sei, teilte das Innenministerium mit. Die Bande sei von einem ehemaligen hohen Richter geführt worden, der bereits verhaftet wurde. Er soll Kriminellen Nachlässe in Urteilen im Austausch gegen Geld und andere Vorteile gewährt haben. Als Reaktion auf den Skandal kündigte Präsident Martín Vizcarra am Samstag ein Referendum über politische Reformen an.
    Trump holt erneut zum Rundumschlag gegen kritische Presse aus
    Der Herausgeber der "New York Times" hat US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen im Weißen Haus für dessen Verbalattacken gegen die Medien kritisiert. Er habe Trump gesagt, dass er dessen Sprache für "spalterisch" und "gefährlich" halte, erklärte A. G. Sulzberger. Diese aufrührerische Sprache würde zu mehr Drohungen gegen Journalisten und schließlich zu Gewalt führen. Trump hatte zuvor auf Twitter das vertrauliche Treffen mit Sulzberger zwar "sehr gut" genannt. Er erklärte aber auch, er habe dargelegt, warum er die kritischen Medien als "Feinde des Volks" betrachte.
    Simbabwe wählt erstmals nach dem Sturz Mugabes
    Rund acht Monate nach dem Militärputsch in Simbabwe wird dort an diesem Montag ein neuer Präsident gewählt. Es ist die erste Abstimmung seit knapp vier Jahrzehnten, bei der Langzeitpräsident Robert Mugabe nicht mehr zur Wahl steht. Dessen Nachfolger Emmerson Mnangagwa geht als Favorit ins Rennen, Oppositionsführer Nelson Chamisa liegt Umfragen zufolge dicht hinter ihm. Sollte keiner der beiden die Mehrheit erzielen, findet am 8. September eine Stichwahl statt. Zugleich finden Parlaments- und Kommunalwahlen statt. Im November hatte das Militär geputscht und den Rücktritt Mugabes erzwungen.
    7 min
  • 28.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erdogan plant offiziellen Staatsbesuch
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung Ende September zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Deutschland kommen. Das Blatt beruft sich auf Regierungskreise in Berlin und Ankara. Im April hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine allgemein gehaltene Einladung übermittelt. Ein hochrangiger türkischer Diplomat sagte zu "Bild", Erdogan wolle auch auf einer Veranstaltung zu seinen Landsleuten sprechen. Eine entsprechende Halle in Berlin wird laut der Zeitung bereits gesucht.
    Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts sichtbar
    Der Mond hatte sich zur längsten totalen Finsternis des Jahrhunderts in spektakulärem Rot präsentiert. Das seltene Naturschauspiel dauerte etwa 103 Minuten und war in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordamerikas sichtbar. Eine Mondfinsternis zeigt sich nur bei Vollmond, wenn die Erde zwischen Sonne und Mond steht. Außerdem war ein so heller und großer Mars am Himmel zu sehen wie zuletzt vor 15 Jahren. Erst am 9. Juni 2123 wird es eine drei Minuten längere Mondfinsternis geben.
    Tsipras übernimmt Verantwortung für Waldbrände
    Auf einer Krisensitzung seines Kabinetts in Athen hat Ministerpräsident Alexis Tsipras die politische Verantwortung für die vielen Opfer der verheerenden Waldbrände in Griechenland übernommen. Die Opfer der Flammen hätten auf ungerechtfertigte und unglaubliche Weise ihr Leben verloren, sagte der Regierungschef. Nach dem folgenschwersten Feuerunglück in Europa im 21. Jahrhundert ist die Zahl der Todesopfer auf 87 gestiegen. Eine Ursache für die verheerende Wirkung der Brände sei der illegale Bau von Häusern, die zu nahe an Wäldern errichtet worden seien.
    Tote bei Protesten im Gazastreifen
    Die israelische Armee hat nach palästinensischen Angaben zwei Palästinenser an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen erschossen, mehr als 200 wurden verletzt. Die Armee teilte mit, rund 7000 Palästinenser hätten an Protesten teilgenommen. Sie hätten Steine auf Soldaten geworfen und Reifen in Brand gesetzt. Seit Ende März kommt es besonders freitags zu gewaltsamen Auseinandersetzungen an der Grenze des Gazastreifens. Dabei wurden bisher 156 Palästinenser getötet. Vor einer Woche starb dabei erstmals seit vier Jahren ein israelischer Soldat.
    Clinton plädiert für weiteres Engagement gegen Aids.:
    In Amsterdam ist nach fünf Tagen die Welt-Aids-Konferenz zu Ende gegangen. Zum Schluss rief der ehemalige US-Präsident Clinton die internationale Gemeinschaft auf, bei der Bekämpfung des HI-Virus standhaft zu bleiben. Nachdem die Zahl der HIV-Neuinfektionen in den vergangenen zehn Jahren rückläufig gewesen war, nimmt sie laut der UN-Organisation UNAIDS in etwa 50 Ländern wieder zu. Demnach gibt es etwa 130.000 Neu-Infizierte pro Jahr, vor allem in Osteuropa und Zentralasien. Die Vereinten Nationen haben sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Epidemie bis 2030 zu beenden.
    7 min
  • 27.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Lage in Griechenland entspannt sich
    In den Waldbrandgebieten nahe der griechischen Hauptstadt Athen hat sich die Lage weiter beruhigt. Feuerfronten, die bewohnte Gebiete bedrohen, gibt es nicht mehr, wie die Feuerwehr mitteilte. Im Katastrophengebiet rund um die Hafenstadt Rafina suchen Helfer nach Vermissten. Bislang wurden 83 Tote gezählt. Die verheerenden Feuer könnten das Werk von Brandstiftern sein. Es gebe Indizien, die zu diesen Gedanken führten, sagte der stellvertretende Minister für Bürgerschutz, Nikos Toskas, ohne Details zu nennen.
    Ex-Kricketstar Khan gewinnt Parlamentswahl in Pakistan
    Die Partei Bewegung für Gerechtigkeit PTI der Cricket-Legende Imran Khan geht als Sieger aus der Parlamentswahl in Pakistan hervor. Nach Auszählung fast aller Stimmen gewann die PTI 109 der 272 zur Wahl stehenden Wahlkreise. Abgeschlagen folgt die bisherige Regierungspartei, die Muslimliga des inhaftierten Ex-Ministerpräsidenten Nawaz Sharif, die sich 62 Wahlkreise sicherte. Sie will ebenso wie die Pakistanische Volkspartei, die auf 42 Bezirke kam, das Ergebnis nicht anerkennen.
    Nordkorea übergibt Gebeine gefallener US-Soldaten
    Als Teil der Vereinbarungen des Gipfeltreffens mit den USA hat Nordkorea die sterblichen Überreste von US-Soldaten übergeben, die zwischen 1950 und 1953 im Korea-Krieg gefallen waren. Ein Flugzeug der US-Luftwaffe startete im nordkoreanischen Wonsan mit den Gebeinen Richtung Südkorea, wie das Weiße Haus mitteilte. Machthaber Kim Jong Un hatte die Übergabe bei seinem Gipfel mit US-Präsident Donald Trump im Juni in Singapur zugesagt. Im Korea-Krieg waren mehr als 35.000 US-Soldaten getötet worden.
    EU-Kommission blockt Mays Zollpläne ab
    Die EU-Kommission hat zentrale Vorschläge der britischen Regierung zum geplanten Brexit zurückgewiesen. Die Europäische Union werde ihre Zollhoheit keinesfalls an ein Nicht-Mitglied wie künftig Großbritannien abgeben, sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier. Jedes Zollabkommen müsse sich an dieses Prinzip halten, erklärte er nach einem Treffen mit dem neuen britischen Brexit-Minister Dominic Raab. Premierministerin Theresa May hatte vor kurzem Pläne für die künftige Zusammenarbeit mit der EU präsentiert. So will London für die EU Zölle auf Einfuhren aus Drittstaaten einsammeln.
    Viele Einwandererfamilien in USA nicht vereint
    In den USA sind mehr als 700 Kinder illegaler Einwanderer weiter in Gewahrsam der Behörden. Ein Gericht hatte die Wiedervereinigung der Familien bis Donnerstag angeordnet. Nach Angaben der Regierung wurden mehr als 1400 Einwanderer mit ihren Kindern, die älter als fünf Jahre sind, wieder zusammengebracht. Die verbliebenen 711 Familien seien entweder nicht auffindbar gewesen, oder es habe Einwände hinsichtlich einer Wiedervereinigung gegeben, so die Behörden. Die Kinder waren von ihren Eltern an der US-Grenze zu Mexiko getrennt worden. US-Präsident Donald Trump widerrief diese Praxis später per Dekret.
    6 min
  • 26.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU und USA entschärfen Handelskonflikt
    Die USA und die EU haben sich im Streit um Industriezölle angenähert. US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verkündeten nach ihrem Krisentreffen in Washington eine Einigung in wesentlichen Punkten. Nach Angaben beider Spitzenpolitiker wurde vereinbart, die vollständige Abschaffung gegenseitiger Zölle auf Industriegüter anzustreben. So lange es darüber Verhandlungen gebe, würden die USA und die EU auch keine neuen Zölle einführen, teilte Juncker mit. Trump sprach von einem großen Tag für den Freihandel und von einer neuen Phase in den Beziehungen zur Europäischen Union.
    Maas macht diplomatisches Hilfsangebot
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat Südkorea deutsche Hilfe bei den atomaren Abrüstungsgesprächen mit Nordkorea angeboten. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, stehe Deutschland bereit, den Prozess engagiert zu unterstützen, sagte er bei einem Besuch in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Dafür könne Deutschland seine in den Verhandlungen über das Atom-Abkommen mit dem Iran gewonnene Expertise einbringen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich zur atomaren Abrüstung bekannt. Die südkoreanische Außenministerin Kang Kyung Wha sagte, die größte Lehre aus der deutschen Wiedervereinigung sei, dass die Nachbarländer in den Prozess einbezogen werden müssten.
    Fälschungsvorwürfe nach Parlamentswahl in Pakistan
    Die regierende Muslim-Liga PML-N will das Ergebnis der Parlamentswahl in Pakistan nicht akzeptieren. Nach ersten, inoffiziellen Resultaten liegt sie hinter der PTI-Partei des früheren Kricket-Stars Imran Khan zurück. Obwohl die Auszählung noch andauert, sprach der Spitzenkandidat der Muslim-Liga, Shahbaz Sharif, bereits von massivem Wahlbetrug. Seine Partei weise das Ergebnis vollständig zurück. Lokale Medien verkündeten schon einen Wahlsieg der Bewegung des ehemaligen Sportlers und Playboys Khan. Pakistans staatliche Wahlkommission begründete die Verzögerung bei der Auszählung mit technischen Problemen.
    Berichte: Japan richtet Sektenmitglieder wegen Giftgasanschlags in Tokio hin
    Wegen ihrer Beteiligung an dem verheerenden Giftgasanschlag auf die U-Bahn in Tokio hat Japan Medienberichten zufolge sechs weitere Mitglieder einer Sekte hingerichtet. Die Männer der Sekte Aum Shinrikyo seien gehängt worden, berichteten der Sender NHK und auch die Agentur Kyodo. Eine offizielle Bestätigung liegt noch nicht vor. Damit seien nunmehr alle 13 Mitglieder der Endzeitsekte gehängt worden. Bei dem Anschlag im März 1995 hatten die Attentäter während des Berufsverkehrs das Nervengas Sarin in der Tokioter U-Bahn freigesetzt. 13 Menschen wurden getötet und mehr als 6000 weitere verletzt.
    Wasser auf dem Mars
    Italienische Forscher haben auf dem Planeten Mars einen großen See mit flüssigem Wasser entdeckt. Wie das US-Wissenschaftsmagazin "Science" berichtet, ist das Gewässer etwa 20 Kilometer lang und liegt 1,5 Kilometer unter einer Eisschicht am Mars-Südpol verborgen. Durch die Erkenntnis, dass offenbar noch heute große Mengen flüssigen Wassers auf dem "Roten Planeten" existieren, erhoffen sich Forscher Antwort auf die Frage, ob es in der Vergangenheit Leben auf dem Mars gab und ob es noch immer existieren könnte. Die Forscher nutzten für ihre Erkenntnisse Radarbilder der ESA-Raumsonde "Mars Express".
    7 min
  • 25.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump und Juncker beraten über Handelsstreit.:
    EU-Kommissionspräsident Juncker will sich heute bei einem Treffen mit US-Präsident Trump in Washington um eine Entschärfung des transatlantischen Handelsstreits bemühen. Ein konkretes Angebot zur Deeskalation des Konflikts bringen Juncker und EU-Handelskommissarin Malmström allerdings nicht ins Weiße Haus mit. Die USA hatten Anfang Juni Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Europa verhängt. Die EU reagierte mit Gegenzöllen auf US-Waren im Wert von 2,8 Milliarden Euro. Trump wirft den Europäern vor, die USA generell im Handel zu benachteiligen. Er lässt deshalb derzeit Strafzölle auch auf Auto-Importe prüfen, was besonders Deutschland hart treffen würde.:
    Flugbegleiter streiken bei Ryanair - 600 Flüge gestrichen.:
    Wer heute und morgen mit Ryanair fliegen will, könnte Probleme bekommen. Wegen eines Flugbegleiterstreiks hat der irische Billigflieger Ryanair europaweit 600 Flüge abgesagt. Betroffen sind auch mehrere Verbindungen von und nach Deutschland. Kunden, die auf diesen Flügen gebucht waren, würden informiert. Wer keine Mitteilung bekommen habe, könne davon ausgehen, dass seine Flüge stattfinden, teilte Ryanair mit. - Mit den Streiks in Spanien, Portugal und Belgien wollen die Gewerkschaften durchsetzen, dass das Kabinenpersonal nach dort geltendem Arbeitsrecht angestellt wird, nicht nach dem Recht Irlands.:
    Lage in Griechenland leicht entspannt.:
    Nach den verheerenden Waldbränden in Griechenland rechnen die Einsatzkräfte mit noch mehr Toten. Feuerwehrkräfte hätten bis zum frühen Morgen fast alle Brände unter Kontrolle bringen können, teilten die Behörden mit. Lediglich in einer Region rund 70 Kilometer westlich von Athen lodere noch ein größeres Feuer, sagte der Minister für Bürgerschutz. Rettungsmannschaften und freiwillige Helfer setzten die Suche nach weiteren Opfern fort. Nach einer vorläufigen Bilanz der Behörden kamen mindestens 74 Menschen ums Leben.:
    Mindestens 28 Tote bei Bombenanschlag in Pakistan.:
    In Pakistan sind bei einem Bombenanschlag während der Parlamentswahl mindestens 28 Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben explodierte der Sprengsatz in der Nähe eines Wahllokals in der südwestlichen Provinzhauptstadt Quetta. Mehr als 800.000 Sicherheitskräfte sollten die Wahlen im Land eigentlich schützen. Hundert Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, ein neues Parlament und den Regierungschef zu wählen. Umfragen erwarten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Regierungspartei Pakistanische Muslim-Liga von Ex-Premier Nawaz Sharif und der Tehreek-e Insaf des ehemaligen Kricket-Stars Imran Khan.:
    Viele Tote nach Anschlägen in Syrien.:
    Im Süden Syriens sind bei einer Anschlagsserie der Terrororganisation "Islamischer Staat" nach Angaben von Menschenrechtlern mindestens 32 Menschen getötet worden, darunter mehrere Zivilisten und Sicherheitskräfte der Regierung. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London berichtete, hätte es allein in der Stadt Al-Suweida drei Selbstmordanschläge gegeben. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete von einem Attentäter, der sich auf einem Markt in die Luft gesprengt habe. Dabei habe es Opfer gegeben, hieß es, ohne dass die Agentur genauere Angaben machte.:
    7 min
  • 24.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mehr Tote bei Waldbränden
    In Griechenland sind bei Waldbränden mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Von den Bränden sind besonders die Region Athen und die Hafenstadt Rafina östlich der Hauptstadt betroffen. Mehr als 150 Menschen wurden verletzt. Viele Menschen schweben in Lebensgefahr, wie das griechische Staatsradio ERT unter Berufung auf Rettungskräfte und Krankenhäuser berichtete. Fischer, die Küstenwache und Urlauber mit Schlauchbooten brachten Hunderte Menschen in Sicherheit, die an Stränden und felsigen Küstenabschnitten festsaßen. Mittlerweile sind die Brände nach Angaben der Behörden unter Kontrolle.
    Drohungen zwischen USA und Iran gehen in neue Runde
    Nachdem US-Präsident Donald Trump mit scharfen Worten auf eine Drohung des iranischen Präsidenten Hassan Rohani reagierte, antwortete nun wieder der Iran. Außenminister Dschawad Sarif schrieb auf Twitter, sein Land lasse sich von dem "Gepolter" nicht beeindrucken. Den Iran gebe es seit Jahrtausenden und er habe den Untergang von Imperien gesehen, den des eigenen eingeschlossen, schrieb Sarif. Wortgleich wie zuvor Trump und ebenfalls in Großbuchstaben fügte Sarif eine Warnung hinzu: "Sei vorsichtig".
    US-Experten: Nordkorea zerstört Raketenanlagen
    Nordkorea hat nach Informationen von US-Experten offenbar mit der Zerstörung von Einrichtungen zur Entwicklung von ballistischen Raketen begonnen. Darauf deuteten Satellitenbilder vom 20. Juli hin, erklärte nun die Washingtoner Denkfabrik "38 North". Nach Ansicht der Experten wurden mehrere relevante Gebäude auf dem Stützpunkt Sohae im Westen des Landes abgerissen. Die Experten bewerteten dies als "beachtliche Maßnahme zur Vertrauensbildung", da angenommen wird, diese Einrichtungen seien in Nordkoreas Raketenprogramm wichtig gewesen.
    Italien erlaubt EU-Schiffen mit Migranten anzulegen
    Italien hat zugesagt, vorerst wieder aus dem Mittelmeer gerettete Flüchtlinge aufzunehmen. Anlegen dürfen aber nur Schiffe der EU-Marinemission "Sophia", wie der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas in Berlin sagte. Die Zusage gelte fünf Wochen lang. Bis dahin will die EU den Einsatz neu ausrichten. Milanesi forderte, dass mit der Überarbeitung der Einsatzregeln vermieden werde, "dass alle Geretteten in einem Land" landeten. Seit Beginn der Operation im Jahr 2015 wurden mehr als 49.000 Menschen nach Italien gebracht
    IWF prognostiziert Venezuela eine Hyperinflation
    Venezuela steuert nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf eine Inflation von einer Million Prozent bis Jahresende zu. Die Situation sei vergleichbar mit dem Preisverfall in der Weimarer Republik in Deutschland 1923, erklärte der IWF in einem Ausblick für lateinamerikanische Staaten. Zudem prognostizierte er für 2018 einen Fall des Bruttoinlandsprodukts um 18 Prozent. Wegen Misswirtschaft, Korruption und des relativ niedrigen Ölpreises leidet Venezuela seit Jahren unter einer schweren Wirtschafts- und Versorgungskrise.
    6 min
  • 23.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump warnt Irans Präsidenten vor Drohungen
    US-Präsident Donald Trump hat den iranischen Präsidenten Hassan Rohani scharf vor verbalen Angriffen gegen die Vereinigten Staaten gewarnt. "Drohen Sie den USA niemals wieder oder Sie werden Konsequenzen erleiden, wie sie im Laufe der Geschichte nur wenige jemals zuvor erlitten haben", schrieb Trump auf Twitter. Zuvor hatte Rohani den US-Präsidenten vor einer gegen den Iran feindlich gesinnten Politik gewarnt, gleichzeitig aber auch die Bereitschaft zum Frieden signalisiert. US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Sonntag die Politik Teherans in der Region als destabilisierend kritisiert.
    Integrationsbeauftragte: Özil muss sich Kritik gefallen lassen
    Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, will den aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgetretenen Mesut Özil nicht ganz aus der Verantwortung für sein Verhalten entlassen. "Bei allem Verständnis für die familiären Wurzeln müssen sich Spieler der Fußballnationalmannschaft Kritik gefallen lassen, wenn sie sich für Wahlkampfzwecke hergeben", twitterte die CDU-Politikerin mit Blick auf ein Foto, das Özil mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zeigt.
    G20-Minister sehen Risiken für Weltwirtschaft
    Die Finanzminister und Notenbankchefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) haben zum Abschluss ihres Treffens in Buenos Aires vor Gefahren für die Weltwirtschaft durch Handelsstreitigkeiten und vor wachsenden geopolitischen Spannungen gewarnt. Das globale Wirtschaftswachstum sei "robust", kurz- und mittelfristige Risiken hätten aber zugenommen, so die G20-Vertreter. Bundesfinanzminister Olaf Scholz riet US-Präsident Donald Trump von neuen Zöllen auf Autoimporte dringend ab. Darunter würden die USA selbst am meisten leiden.
    Zwei Tote und 13 Verletzte bei Schüssen in Toronto
    Bei einer Schießerei in der kanadischen Großstadt Toronto sind nach Polizeiangaben zwei Menschen getötet und 13 weitere verletzt worden. Eines der beiden Opfer sei der Schütze, das andere eine junge Frau, erklärte Polizeichef Mark Saunders bei einer Pressekonferenz. Ein junges Mädchen befindet sich demnach noch in Lebensgefahr. Medienberichten zufolge eröffnete der Mann auf einer belebten Straße im Stadtteil Greektown das Feuer. Der Tatort erstrecke sich über mehrere Häuserblocks. Für Aussagen zum Motiv der Tat sei es noch zu früh, so Saunders.
    Kubas Parlament beschließt neue Verfassung
    Das kubanische Parlament hat die neue Verfassung abgesegnet, die den sozialistischen Inselstaat weiter für die Marktwirtschaft öffnen soll. Staatschef Miguel Díaz-Canel sprach von einer Reform, die die Einheit der Kubaner stärke. Die neue Verfassung soll Privateigentum legalisieren und unter anderem den Weg für die gleichgeschlechtliche Ehe frei machen. Das Ziel, in Kuba eine kommunistische Gesellschaft aufzubauen, wurde in der neuen Verfassung gestrichen.
    6 min
  • 21.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hamas verkündet Gaza-Waffenruhe mit Israel
    Nach heftigen israelischen Luftangriffen auf Ziele im Gazastreifen hat die dort herrschende Hamas in der Nacht zum Samstag eine Feuerpause verkündet. Die vereinbarte Waffenruhe mit "den Besatzern" sei unter Vermittlung Ägyptens und der Vereinten Nationen erzielt worden, teilte Hamas-Sprecher Fausi Barhum mit. Als Besatzer bezeichnet die radikal-islamische Palästinenser-Organisation den israelischen Staat sowie dessen Behörden und Militär. Eine ähnliche Kampfpause war schon nach einer Eskalation vor einer Woche von Hamas-Seite erklärt worden, sie hatte aber keinen Bestand.
    Viele Zivilisten bei Luftangriffen in Syrien getötet
    Durch Luftangriffe in der syrischen Provinz Daraa sind laut Aktivisten mindestens 26 Zivilisten getötet worden, darunter viele Kinder. Regierungstruppen hätten zusammen mit der russischen Armee das Gebiet im Süden attackiert, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Dabei seien auch Fassbomben zum Einsatz gekommen. Die Region zählt demnach zu den letzten Gebieten, die noch von der Terrormiliz "Islamischer Staat" und deren Ablegern gehalten werden. Vor etwa einem Monat hatte das Militär mit russischer Unterstützung eine großangelegte Offensive auf Daraa gestartet.
    Italien bedroht mit Anti-Migrations-Kurs Zukunft von EU-Mission
    Italien hat mit Blockadedrohungen eine sofortige Überprüfung des EU-Marineeinsatzes "Sophia" vor der libyschen Küste erzwungen. Vertreter der EU-Staaten einigten sich in Brüssel darauf, möglichst innerhalb der kommenden fünf Wochen eine neue Strategie zum Umgang mit den beim Einsatz geretteten Migranten zu vereinbaren. Diese waren bislang ausschließlich nach Italien gebracht worden. Die Regierung in Rom hatte deswegen zuletzt damit gedroht, italienische Häfen für Schiffe der EU-Operation komplett zu sperren.
    Auswärtiges Amt entschärft Reisehinweise für die Türkei
    Nach der Aufhebung des Ausnahmezustands in der Türkei hat das Auswärtige Amt die Reisehinweise für das bei deutschen Touristen beliebte Urlaubsland leicht entschärft. Eine Reihe von Warnhinweisen im Zusammenhang mit dem Notstand wurde gestrichen. Das Ministerium weist aber immer noch darauf hin, dass es ein "erhöhtes Festnahmerisiko" in der Türkei gebe.
    Russisches Gulag-Museum zur Schließung gezwungen
    In Russland ist ein Gulag-Museum zur Schließung gezwungen worden. "Wir haben keinen Zugang mehr", sagte der Direktor des Museums im westrussischen Joschkar-Ola, Nikolai Araktschejew, der Nachrichtenagentur AFP. Araktschejew recherchiert seit Jahren zu den stalinistischen Verbrechen und dem Gulag genannten System der Straf- und Arbeitslager in der Sowjetunion. Unter Präsident Wladimir Putin ist die Aufarbeitung der stalinistischen Verbrechen zunehmend unerwünscht und Historiker, die zu dieser Periode forschen, werden immer wieder unter Druck gesetzt.
    6 min

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