Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 20.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Streit um EU-Mission "Sophia"
    Italien will einem Zeitungsbericht zufolge künftig auch keine Flüchtlinge der EU-Marinemission "Sophia" mehr aufnehmen. Das habe der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini mitgeteilt, berichtete die "Welt". Die zuständigen Botschafter im Politischen und Sicherheitspolitischen Komitee der EU berieten deshalb über alternative Lösungen zur Verteilung der geretteten Migranten. Zuletzt waren vor allem die Flüchtlingsrettungsschiffe von Nichtregierungsorganisationen abgewiesen worden.
    Union macht Druck auf Grüne im Streit um sichere Herkunftsländer
    Im Streit um die Einstufung von Tunesien, Marokko und Algerien als sichere Herkunftsländer macht die Union Druck auf die Grünen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann von der CSU warf den grün mitregierten Bundesländern vor, im Bundesrat eine ungerechtfertigte Blockadehaltung einzunehmen. Der CDU-Politiker Armin Schuster verwies auf die niedrigen Anerkennungsquoten für Asylbewerber aus den Maghreb-Staaten. Die Bundesregierung will die nordafrikanischen Länder sowie Georgien als sichere Herkunftsstaaten einstufen, um Asylverfahren zu beschleunigen und abgelehnte Bewerber schneller abschieben zu können.
    EU-Kommission warnt vor hartem Brexit
    Trotz aller Bemühungen kann es laut Einschätzung der EU-Kommission noch zu einem britischen EU-Austritt ohne Vertrag kommen. Die Behörde ermahnte alle staatlichen Stellen sowie die Wirtschaft, sich auf den harten Bruch vorzubereiten. Der neue Brexit-Minister Dominic Raab zeigte sich bei seinem Antrittsbesuch in Brüssel zwar optimistisch, noch einen Kompromiss mit der EU erzielen zu können. EU-Chefunterhändler Michel Barnier wies aber auch auf viele ungeklärte Punkte hin, wie etwa die irische Grenzfrage.
    Autoindustrie warnt in Washington vor Einführung von Zöllen
    Die drohenden hohen Zölle auf in die USA exportierte Autos erfordern aus Sicht der deutschen Wirtschaft ein entschlossenes Vorgehen der Europäer. Man müsse die amerikanische Seite sehr deutlich auf die möglichen Risiken auch für Jobs in den Vereinigten Staaten hinweisen, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, den Blättern der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Auch Vertreter der amerikanischen Automobilbranche warnten vor den Folgen von Zöllen. So befürchtet eine Lobbygruppe von US-Autohändlern, dass die Zölle den Absatz um zwei Millionen Fahrzeuge jährlich senken würden.
    Weitere Haftstrafen für Südkoreas Ex-Präsidentin Park
    Drei Monate nach ihrer Verurteilung zu 24 Jahren Haft wegen Korruption ist die frühere südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye zu zusätzlichen Freiheitsstrafen von insgesamt acht Jahren verurteilt worden. Das Bezirksgericht in Seoul befand Park für schuldig, während ihrer Amtszeit illegal hohe Summen vom Geheimdienst angenommen zu haben, wie südkoreanische Medien berichteten. Zudem soll sie gegen die Wahlgesetze verstoßen haben. Wegen des Korruptionsskandals war Park im März 2017 vorzeitig des Amtes enthoben und bereits im April dieses Jahres verurteilt worden.
    Schweres Bootsunglück in Missouri
    Ein Ausflugsschiff ist auf dem Table Rock See im US-Bundesstaat Missouri untergegangen. Mindestens elf Menschen kamen dabei ums Leben, wie Sheriff Doug Radar örtlichen Medien sagte. Sieben Menschen wurden demnach verletzt und weitere vermisst. Auch Kinder seien unter den 31 Passagieren an Bord gewesen. Er gehe davon aus, dass ein Unwetter Ursache für das Unglück gewesen sei, so der Sheriff.
    7 min
  • 19.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ermittler wollen Nowitschok-Täter identifiziert haben
    Die britische Polizei geht nach Information der Nachrichtenagentur PA davon aus, die mutmaßlichen Täter des Nowitschok-Angriffs auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Julia im März in Salisbury identifiziert zu haben. Es handle sich um mehrere Russen, berichtet PA unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld der Ermittlungen. Die Verdächtigen sollen mithilfe von Überwachungskameras identifiziert worden sein, heißt es. Die Aufzeichnungen seien mit Einreisedaten nach Großbritannien abgeglichen worden.
    Ausnahmezustand in der Türkei aufgehoben
    Der Ausnahmezustand in der Türkei ist in der Nacht zum Donnerstag ausgelaufen. Er war nach dem niedergeschlagenen Putschversuch im Juli 2016 erlassen und seither sieben Mal verlängert worden. Unter ihm waren Grundrechte wie die Presse- und die Versammlungsfreiheit eingeschränkt. Etwa 80.000 Menschen wurden seitdem in Zusammenhang mit dem Putschversuch festgenommen, darunter Oppositionelle und Journalisten. Rund 130.000 Staatsbedienstete verloren ihre Arbeit. Die türkische Opposition fürchtet, der Ausnahmezustand könnte durch das neue Anti-Terror-Gesetz um drei Jahre verlängert werden.
    Trump will Putin vor russischer Wahlkampf-Einmischung gewarnt haben
    US-Präsident Donald Trump hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin nach eigenen Angaben persönlich davor gewarnt, dass die USA Einmischungen in künftige US-Wahlen nicht tolerieren würden. Er habe Putin wissen lassen, dass die USA das nicht dulden könnten, sagte Trump in einem Interview mit dem Sender CBS. Der US-Präsident reagierte damit auf zunehmende Kritik an seiner unklaren Haltung zum Kremlchef. Nach einem Treffen mit Putin in Helsinki hatte Trump die Erkenntnisse der US-Geheimdienste zur Rolle Russlands im US-Wahlkampf zunächst angezweifelt. Nach massiver Kritik ruderte er zurück.
    Israel verabschiedet umstrittenes "Nationalitätsgesetz"
    Nach heftiger Debatte hat das israelische Parlament ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das den jüdischen Charakter des Landes stärken soll. Das sogenannte Nationalitätsgesetz definiert Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes. Arabisch soll nicht mehr Amtssprache sein, nur noch Hebräisch. Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem "Schlüsselmoment" in der Geschichte des Zionismus und des Staates Israel. Arabische Abgeordnete protestierten. Bereits im Vorfeld hatte es Widerstand gegen das Gesetz gegeben. Präsident Reuven Rivlin hatte vor Diskriminierung gewarnt.
    Letzte von Rebellen belagerte Orte in Syrien werden evakuiert
    In Syrien hat die Evakuierung der letzten beiden von Rebellengruppen belagerten regierungstreuen Dörfer begonnen. Demnach sollen alle 6900 Bewohner aus den Orten Fua und Kafraja in der Provinz Idlib in von der Regierung kontrollierte Gebiete gebracht werden. Im Gegenzug sollen hunderte Häftlinge aus staatlichen Gefängnissen entlassen werden. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte ist die Evakuierung Teil einer Einigung zwischen Russland als Verbündetem des syrischen Regimes und der Türkei als Unterstützer der Aufständischen.
    Johnson kritisiert Mays Brexit-Strategie
    Der ehemalige britische Außenminister Boris Johnson hat Premierministerin Theresa May vorgeworfen, die Chancen des EU-Austritts zu verspielen. In seiner ersten Parlamentsrede seit seinem Rücktritt sagte er, Mays Brexit-Plan würde Großbritannien zum wirtschaftlichen Vasallen der EU machen. Anstatt die ruhmreiche Vision des Brexit umzusetzen, wirke die Politik der Regierung so, als ob ein Nebel des Selbstzweifels niedergegangen sei. Johnson gilt als Brexit-Hardliner, während May auch nach dem Austritt enge wirtschaftliche und regulatorische Bindungen an die EU anstrebt.
    Ryanair sagt wegen Streiks hunderte Flüge ab
    Wegen drohender Streiks des fliegenden Personals hat der Billigflieger Ryanair in der kommenden Woche 600 Flüge gestrichen. Betroffen sind rund 50.000 Kunden, die kommenden Mittwoch und Donnerstag von und nach Belgien, Portugal und Spanien reisen wollten, teilte die irische Fluggesellschaft mit. Das Kabinenpersonal will mit dem Ausstand unter anderem höhere Löhne und Krankengeld durchsetzen. Die irischen Piloten der Gesellschaft wollen an diesem Freitag und am kommenden Dienstag ebenfalls streiken.
    8 min
  • 18.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump hält russische Wahlkampf-Einmischung nun doch für möglich
    US-Präsident Donald Trump hat nach massiver Kritik an seiner Aussage über die russische Einmischung in den US-Wahlkampf 2016 eingelenkt. Er sagte in Washington, er akzeptiere die Schlussfolgerung der US-Geheimdienste, wonach es Hackerangriffe aus Russland gegeben hat. Er fügte jedoch hinzu, auch jemand anderes könne dafür verantwortlich sein. Nach dem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Helsinki hatte Trump zunächst gesagt, er sehe keinen Grund, warum Russland in den Wahlkampf eingegriffen haben sollte. Nun gab er an, sich versprochen zu haben.
    UN-Menschenrechtskommissar gibt nicaraguanischer Regierung Hauptschuld für Gewalt
    Die Gewalt in Nicaragua gehe von der Regierung, der Polizei und regierungsnahen Schlägertrupps aus, sagte ein Sprecher des UN-Hochkommissars für Menschenrechte Seid al-Hussein. Die gewalttätigen Übergriffe paramilitärischer Gruppen auf Zivilisten erhielten ausdrückliche oder stillschweigende Unterstützung der Polizei und der Behörden. Bei erneuten Ausschreitungen in der Oppositionshochburg Masaya wurden zuletzt drei Menschen getötet. Al-Hussein kritisierte zudem das vom nicaraguanischen Parlament auf Betreiben von Präsident Daniel Ortega verabschiedete Anti-Terrorismus-Gesetz.
    Tony Blair fordert zweites Brexit-Referendum
    Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair hat eine erneute Abstimmung über den Austritt Großbritanniens aus der EU gefordert. Er sehe in einem zweiten Referendum den einzigen Ausweg, aus der verfahrenen innenpolitischen Situation herauszukommen, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Die aktuelle politische Situation sei ein "totales Chaos" und könne nur durch ein weiteres Referendum gelöst werden. Der Plan von Premierministerin Theresa May, enge Bindungen zur EU für die Zeit nach dem Brexit anzustreben, würde niemanden zufriedenstellen.
    EU will weitere Milliarden-Strafe gegen Google verhängen
    Das EU-Kartellamt will den Internet-Konzern Google Medienberichten zufolge mit einer neuen Milliardenstrafe überziehen. Die Wettbewerbshüter in Brüssel werfen Google den Missbrauch einer marktbeherrschenden Position durch sein Smartphone-Betriebssystem Android vor. Nach Informationen der "Financial Times" soll die Geldbuße deutlich höher ausfallen als bei einem Verfahren im vergangenen Jahr. Damals musste Google rund 2,4 Milliarden Euro wegen der Benachteiligung von Konkurrenten bei der Online-Shopping-Suche bezahlen. Es war die bisher höchste Kartellstrafe aus Brüssel für ein einzelnes Unternehmen.
    Forscher entdecken zwölf neue Jupiter-Monde
    US-amerikanische Wissenschaftler haben zwölf neue Monde um den Jupiter entdeckt. Damit steigt die Zahl der Monde, die um den größten Planeten unseres Sonnensystems kreisen, auf 79. Einer der Trabanten ist ein Sonderling: Er ist mit knapp einem Kilometer Durchmesser nicht nur besonders klein, sondern hat auch eine instabile Umlaufbahn und ist somit anfällig für Kollisionen. Die Forscher hatten eigentlich nach anderen weit entfernten Objekten im Sonnensystem gesucht, als sie zufällig auf die Monde stießen.
    7 min
  • 17.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Politiker kritisieren Trumps Umgang mit Putin
    Führende amerikanische Politiker haben US-Präsident Donald Trump für seine unkritische Haltung beim Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin in Helsinki kritisiert. Heftige Vorwürfe kommen dabei auch aus Trumps eigener Partei. So erklärte der Republikaner John McCain, die Pressekonferenz mit Putin sei "eine der schändlichsten Aufführungen eines amerikanischen Präsidenten seit Menschengedenken" gewesen. Putin hatte vor den Journalisten jede Einmischung in die US-Wahlen 2016 dementiert. Trump bezeichnete das Dementi des russischen Staatschefs daraufhin als "extrem stark und kraftvoll".
    Mutmaßliche Kreml-Agentin in den USA festgenommen
    In Washington ist eine 29-jährige Russin unter dem Verdacht der Agententätigkeit festgenommen worden. Ihr wird vorgeworfen, Kontakte zu Politikern und Organisationen geknüpft zu haben, um die US-Politik zu beeinflussen. Dabei soll sie im Interesse Russlands gehandelt haben. Zeitweise habe die Frau Weisungen eines hochrangigen Mitglieds der Regierung in Moskau befolgt, teilten die US-Behörden mit. Die Russin war 2016 mit einem Studentenvisum in die USA eingereist. Die Justiz erhob inzwischen Anklage gegen sie.
    Puigdemont ruft neue katalanische Separatistenbewegung ins Leben
    Der katalanische Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont und sein Nachfolger Quim Torra haben eine neue separatistische Bewegung gegründet. Unter dem Namen "Nationaler Aufruf für die Republik" soll die Organisation auf die Errichtung einer eigenständigen katalanischen Republik hinarbeiten. Ein entsprechendes Manifest wurde in einem Festakt in Barcelona verlesen. Puigdemont war per Video aus Deutschland zugeschaltet, wo er seit seiner Festnahme im Frühjahr festsitzt. Bisher gibt es in Katalonien mindestens drei Parteien, die die Unabhängigkeit der Region befürworten.
    Geldwäschevorwurf gegen Spaniens Ex-König Juan Carlos I.
    Der frühere spanische König Juan Carlos I. sieht sich mit Geldwäsche-Vorwürfen konfrontiert. Die Regierung in Madrid erklärte, sie wolle zunächst die Einschätzung der Geheimdienste einholen. In der Vorwoche hatten spanische Medien Tonaufnahmen veröffentlicht, auf denen nach Ansicht von Experten die Ex-Geliebte des Königs, die Deutsche Corinna zu Sayn-Wittgenstein, zu hören ist. Die Adelige wirft dem Ex-König Korruption und Geldwäsche vor. So habe der Monarch Geld auf dem Schweizer Konto eines Vetters deponiert und in ihrem Namen Grundstücke in Monaco und Marokko gekauft.
    UN-Generalsekretär Guterres fordert Ende der Gewalt in Nicaragua
    Nach neuen tödlichen Zusammenstößen in Nicaragua hat nun auch UN-Generalsekretär António Guterres einen sofortigen Stopp der Gewalt gefordert. Das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte sei inakzeptabel. Der nationale politische Dialog müsse wieder aufgenommen werden, sagte Guterres bei einem Besuch im benachbarten Costa Rica. Am Wochenende waren bei Protesten gegen Präsident Daniel Ortega mindestens zwölf Menschen getötet worden. Seit Beginn der Unruhen im April kamen nach Angaben von Menschenrechtlern bereits gut 300 Menschen ums Leben. Die Regierung spricht von rund 50 Toten.
    Macron würdigt Frankreichs WM-Sieg
    Bei einem Empfang im Pariser Elysée-Palast hat Staatspräsident Emmanuel Macron den Sieg der französischen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Russland gewürdigt. Er appellierte an das Team von Trainer Didier Deschamps, so zu bleiben, wie es ist. Die Mannschaft sei großartig, weil sie eine Einheit sei. Zuvor war die Equipe Tricolore auf der Pariser Prachtmeile Champs-Elysées von Hunderttausenden Fans frenetisch gefeiert worden. Frankreich hatte das Finale gegen Kroatien mit 4:2 gewonnen und wurde damit zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister.
    Zwei Wochen Arrest für Pussy-Riot-Flitzer
    Die vier Mitglieder der Punkband Pussy Riot, die beim Finale der Fußball-WM in Moskau auf den Platz stürmten, müssen 15 Tage lang in Polizeigewahrsam bleiben. Das hat ein Gericht in der russischen Hauptstadt entschieden. Der Mann und die drei Frauen waren beim WM-Finale im Luschniki-Stadion mit Polizeiuniformen auf das Spielfeld gelaufen. Sie wollten darauf hinweisen, dass die Sicherheitskräfte mit Regierungskritikern wesentlich härter umgehen als mit Fußballfans während der Weltmeisterschaft. In den sozialen Netzwerken forderten die Aktivisten zudem mehr politischen Wettbewerb in Russland.
    9 min
  • 16.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Appell vor Gipfel in Helsinki
    EU-Ratspräsident Donald Tusk hat an die Präsidenten der USA und Russlands appelliert, mit den Europäern und Chinesen zusammenzuarbeiten, um Chaos zu verhindern. Die globale Weltordnung dürfe nicht zerstört werden. US-Präsident Donald Trump wird heute in Helsinki mit dem russischen Staatschef Wladmir Putin zusammenkommen. In einem CBS-Interview hatte Trump gestern Russland, die EU und China als Feinde bezeichnet.
    G7: Russland soll MH17-Abschuss aufklären
    Vier Jahre nach dem Abschuss von Malaysia-Airlines-Flug MH17 über der Ukraine haben die G7-Staaten die russische Regierung erneut dazu aufgefordert, Rechenschaft über ihre Rolle bei dem Unglück abzulegen. Russland solle dabei helfen, die Wahrheit herauszufinden und für Gerechtigkeit zu sorgen, heißt es in einer Erklärung der Außenminister der sieben führenden Industriestaaten. Die Maschine war im Juli 2014 auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine mutmaßlich von einer russischen Rakete getroffen worden und abgestürzt. 298 Menschen starben.
    Ende des deutschen Hubschraubereinsatzes in Mali
    Die Bundeswehr zieht heute ihre letzten Hubschrauber aus Mali ab - sie werden durch Maschinen der kanadischen Streitkräfte ersetzt. Das sei mit den Vereinten Nationen entsprechend verabredet, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen der Funke-Mediengruppe. In dem westafrikanischen Krisenstaat sei "ein langer Atem" nötig, so die Ministerin. Die Europäer unterstützten auch gezielt mit Entwicklungshilfe und Diplomatie. Die Bundeswehr bleibt in Mali weiterhin im Einsatz. Erst im April hatte der Bundestag die Zahl der Soldaten für die UN-Friedensmission "Minusma" auf bis zu 1100 erhöht.
    Weiter Debatte um umstrittene Abschiebung nach Tunesien
    Nach der Abschiebung des früheren Leibwächters von Osama Bin Laden aus Deutschland nach Tunesien, die möglicherweise rechtswidrig war, hat Bundesjustizministerin Katarina Barley vor einem Schaden für den Rechtsstaat gewarnt. Was unabhängige Gerichte entscheiden, müsse gelten, sagte die SPD-Politikerin. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte verlangt, den fraglichen Gefährder Sami A. nach Deutschland zurückzuholen. Allerdings will die tunesische Justiz ihn zunächst für eigene Ermittlungen im Land behalten.
    Frankreich ist Fußball-Weltmeister
    Frankreich hat die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen. Das Team von Trainer Didier Deschamps setzte sich im Finale in Moskau mit 4:2 gegen Kroatien durch. Nach einem Eigentor von Mario Mandzukic erzielten Antoine Griezmann, Paul Pogba und Kylian Mbappé die französischen Tore. Es ist der zweite WM-Titel für die "Grande Nation" nach 1998.
    Millionen feiern Titel in Paris und anderen Städten
    Nach dem WM-Sieg sind in Paris und anderen französischen Städten Millionen von Menschen jubelnd durch die Straßen gezogen. Die größten Feiern gab es in der Hauptstadt auf dem Boulevard Champs-Elysées und vor dem Eiffelturm - allein dort versammelten sich 90.000 Fans. Aber auch in Kroatiens Hauptstadt Zagreb feierten die kroatischen Fans ihr Team, den Vize-Weltmeister. In Frankreich gab es nach dem friedlich-fröhlichen Beginn Ausschreitungen, die Polizei musste die WM-Feier auf den Champs-Elysées schließlich auflösen. Auch aus anderen Städten wurden Verletzte und Festnahmen gemeldet.
    7 min
  • 14.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN einigen sich auf Migrationsabkommen
    Die Vereinten Nationen haben sich auf ihr erstes globales Migrationsabkommen geeinigt. Ziel ist nach Auskunft von UN-Vertretern, durch zwischenstaatliche Zusammenarbeit und unter Berücksichtigung der nationalen Souveränität Migration sicher und geordnet zu machen. Die Unterzeichnung der nicht bindenden Vereinbarung ist für Dezember in Marokko geplant. Von den 193 UN-Mitgliedstaaten haben 192 sie gebilligt. Einzig die USA sind nicht daran beteiligt. Sie zogen sich aus den Verhandlungen zurück mit der Begründung, das Abkommen sei mit der Souveränität der Vereinigten Staaten nicht vereinbar.
    Mexiko fordert rasche Zusammenführung von Familien an US-Grenze
    US-Außenminister Mike Pompeo hat den mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto getroffen. In Mexiko-Stadt drängte Nieto darauf, dass die lateinamerikanischen Familien, die an der US-Grenze getrennt wurden, rasch wieder zusammengeführt werden. Es müsse eine Lösung gefunden werden, die das Wohlergehen und die Rechte der Kinder in den Mittelpunkt stelle, sagte er. Die Trennung von Eltern und Kindern im Grenzgebiet hatte weltweit für Empörung gesorgt. Bei diesem ersten Besuch Pompeos als Außenminister in Mexiko ging es neben der Migration auch um die Themen Sicherheit und Handel.
    Neuer Streit zwischen Italien und Malta um Schiff mit Migranten
    Zwischen Italien und Malta gibt es wieder Streit um ein Rettungsboot. Das Schiff mit mehr als 400 Flüchtlingen an Bord treibt zwischen Malta und der italienischen Insel Lampedusa. Italiens Innenminister Matteo Salvini sagte, er werde dem Schiff nicht erlauben, in einem italienischen Hafen anzulegen. Im Online-Netzwerk Facebook schrieb der Chef der fremdenfeindlichen Lega wörtlich: "Malta, die Schleuser und die Gutmenschen sollen wissen, dass dieses Schiff hier nicht anlegen wird." Die Regierung in Valletta erklärte indes, das Schiff befinde sich näher an italienischem als an maltesischem Staatsgebiet.
    Mehr als 130 Tote nach Anschlag in Pakistan
    Knapp zwei Wochen vor der Parlamentswahl in Pakistan sind bei einem Selbstmordanschlag auf einer Wahlkampfveranstaltung mehr als 130 Menschen getötet worden. Ein Mann habe sich in der Stadt Mastung im Südwesten des Landes in die Luft gesprengt, sagte die Regierung. Die radikalislamische IS-Miliz reklamierte die Tat für sich. Bei einem anderen Anschlag am Morgen in der Stadt Manu waren bereits fünf Menschen getötet worden. Die Wahl findet am 25. Juli statt. Die Lage ist wegen der Rückkehr des verurteilten Ex-Ministerpräsidenten Nawaz Sharif angespannt. Er wurde nach seiner Ankunft in Lahore festgenommen.
    Anhörung bei Opel wegen möglicher Abgasmanipulation
    Der Autobauer Opel muss im Diesel-Skandal wegen der Funktionsweise der Abgasreinigung bei drei Modellen Rede und Antwort stehen. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums bestätigte, dass es "eine amtliche Anhörung gegen Opel wegen drei Euro-6-Modellen" gebe. Zuvor hatte die "Bild am Sonntag" berichtet, dass bei einigen Modellen die Abgaseinrichtung aus technisch nicht erklärbaren Gründen während der Fahrt komplett abgeschaltet werde. Zur Unzulässigkeit der Einrichtung könne laut Bundesverkehrsministerium noch nichts gesagt werden.
    7 min
  • 13.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Präsident Trump trifft Königin Elizabeth II.
    Überschattet von der Regierungskrise in Großbritannien hat Premierministerin Theresa May am Abend US-Präsident Donald Trump zu einem Galadinner empfangen, an dem auch zahlreiche Wirtschaftsvertreter teilnahmen. Unterdessen bereitet sich die Polizei auf einen der größten Einsätze der jüngeren Vergangenheit vor. Die Sicherheitsbehörden rechnen mit "erheblichen" Protesten. Im ganzen Land sind Demonstrationen angekündigt. Für den Nachmittag ist ein Treffen von Königin Elizabeth II. mit dem Präsidenten geplant.
    Milliardenstrafe für Pharmakonzern
    Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson ist zu einer Milliardenstrafe verurteilt worden, weil bestimmte Körperpflegeprodukte Krebs verursacht haben sollen. Beim Prozess in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri befand die Jury das Unternehmen einstimmig für schuldig und ordnete Schadenersatz- und Strafzahlungen in Höhe von insgesamt 4,7 Milliarden Dollar an. Geklagt hatten 22 an Eierstockkrebs leidende Frauen. Johnson & Johnson weist die Vorwürfe zurück.
    Innenministerium will Islamkonferenz reformieren
    Das Bundesinnenministerium will die Deutsche Islamkonferenz neu aufstellen. Man müsse viel stärker als bisher die Vielzahl der in Deutschland noch nicht organisierten muslimischen Mitbürger in das Zentrum der Islamkonferenz stellen, sagte der für den Bereich Heimat im Ministerium zuständige Staatssekretär Markus Kerber der "Bild"-Zeitung. Dazu sollten auch wieder Einzelpersonen zugelassen werden sowie kritische muslimische Stimmen, so Kerber weiter. Die Deutsche Islamkonferenz soll die Integration der Muslime in Deutschland voranbringen und den Austausch zwischen Staat und Muslimen verbessern.
    Aktivisten: Mindestens 28 Zivilisten bei Luftangriff in Syrien getötet
    Bei einem Luftangriff in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten und staatlichen Medien mindestens 28 Zivilisten getötet worden. Der Luftangriff habe Zivilisten nahe der Ortschaft Sussa in der östlichen Provinz Deir Essor nahe der irakischen Grenze getroffen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Stadt wird von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kontrolliert. Auch die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete über den Luftangriff. Ihrem Bericht zufolge wurden dabei rund 30 Zivilisten getötet. Wer für den Luftangriff verantwortlich ist, ist unklar.
    19 Tote bei Explosion in Industriepark in China
    Bei einer Explosion in einem Industriepark im Südwesten Chinas sind 19 Menschen ums Leben gekommen, zwölf weitere wurden verletzt. Das Unglück ereignete sich in einem Chemieunternehmen in der Provinz Sichuan. Die Gründe für die Detonation sind unklar. Das ausgebrochene Feuer sei inzwischen gelöscht, die Verletzten seien in einem stabilen Zustand, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua.
    Erstes Gerichtsverfahren gegen FARC-Kommandeure startet
    Eineinhalb Jahre nach dem Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation FARC müssen sich die früheren Rebellenkommandeure erstmals vor Gericht verantworten. Die Sonderjustiz für den Frieden hat 32 ehemalige Anführer der FARC vorgeladen. In dem Verfahren geht es um mehr als 8000 Entführungen in den Jahren 1993 bis 2012. Ende 2016 beendeten die kolumbianische Regierung und die FARC den jahrzehntelangen Bürgerkrieg mit mehr als 220.000 Toten und Millionen Vertriebenen und unterzeichneten einen Friedensvertrag.
    7 min
  • 12.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donenrstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Tschechische Regierung übersteht Vertrauensvotum
    Fast neun Monate nach der Parlamentswahl hat der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis die obligatorische Vertrauensfrage im zweiten Anlauf überstanden. Für die Minderheitsregierung aus seiner populistischen ANO-Partei und den Sozialdemokraten stimmten 105 der 200 Abgeordneten. Vorausgegangen war eine mehr als 13-stündige Parlamentsdebatte. Erstmals seit der demokratischen Wende von 1989 kam die Mehrheit nur mit Hilfe der Kommunisten zustande. Vor dem Parlamentsgebäude protestierten Hunderte gegen das Wiedererstarken der Kommunisten. Sie riefen "Schande, Schande".
    NATO-Mitglieder bekräftigen Zwei-Prozent-Ziel
    Die NATO-Mitgliedsstaaten wollen bis 2024 zwei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes in den Wehretat fließen lassen. Zudem haben die Staats- und Regierungschefs Mazedonien zu Beitrittsgesprächen eingeladen. Für Aufregung bei dem Brüsseler NATO-Gipfel sorgte US-Präsident Donald Trump, der Deutschland massiv wegen der Erdgas- und Öllieferungen aus Russland kritisierte. Bundeskanzlerin Merkel wies dies zurück. Deutschland mache eine eigenständige Politik und treffe eigenständige Entscheidungen, so Merkel.
    Ausländische Investitionen in den USA sinken um ein Drittel
    Die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump zeigt erste Folgen. Nach seinem Amtsantritt sanken die ausländischen Investitionen in den USA im Vorjahr deutlich um 32 Prozent auf 259,6 Milliarden Dollar. Das teilte das Büro für Wirtschaftsanalysen des Handelsministeriums mit. Der Rückgang folgt einem internationalen Trend, ist aber ausgeprägter. Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung nahmen Auslandsinvestitionen 2017 weltweit um 18 Prozent ab. Trump wirbt seit seinem Amtsantritt im Januar 2017 um Auslandsinvestitionen.
    EU-Chefunterhändler Barnier sieht noch Hürden bei Brexit-Verhandlungen
    Die britische Premierministerin Theresa May stellt an diesem Donnerstag ihr Weißbuch zum Austritt aus der EU vor. Darin beschreibt sie ihre politischen Ziele bei den Austrittsverhandlungen. Der Brüsseler Chefunterhändler Michel Barnier warnt derweil vor einem Scheitern der Verhandlungen. Zwar habe es deutliche Fortschritte in den zurückliegenden Wochen und Monaten gegeben, sagte der EU-Diplomat. Es müsse aber noch viel erreicht werden.
    Seehofer bedauert den Selbstmord eines Flüchtlings
    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den Freitod eines aus Deutschland abgeschobenen Flüchtlings aus Afghanistan bedauert. Seinen Tonfall vom Vortag bedauere er aber auch rückblickend nicht. Der CSU-Politiker hatte am Mittwoch gesagt, ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag seien 69 Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden. Das liege weit über dem bisher üblichen. Oppositionsparteien forderten Seehofer zum Rücktritt auf. Dafür sieht der Minister keinen Anlass.
    Bayern bringt neue Grenzbehörden an den Start
    Der bayerische Landtag hat den Gründungen einer bayerischen Grenzpolizei und des Landesamtes für Asyl und Rückführungen zugestimmt. Die Kompetenzen der Landespolizisten sollen noch in dieser Woche mit einem Abkommen zwischen dem Bund und Bayern geregelt werden. Das neue Landesamt soll am 1. August an den Start gehen und rund 1000 Mitarbeiter haben. Für Asyl-Entscheidungen bleibt allerdings das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zuständig. Die neue Behörde soll für Passbeschaffungen und die Koordinierung von Abschiebungen zuständig sein.
    Kroatien zieht ins Finale der Fußball-WM ein
    Kroatien hat erstmals bei einer Fußball-Weltmeisterschaft den Einzug ins Finale geschafft. Das Team besiegte England im Halbfinale in Moskau mit 2:1 nach Verlängerung. England ging in der fünften Minute durch Trippier mit 1:0 in Führung, ehe Perisic in der 68. und Mandzukic in der 109. Minute das Spiel drehten.
    Fiat-Arbeiter wollen gegen Ronaldo-Transfer streiken
    Der Millionen-Transfer des Weltfußballers Cristiano Ronaldo von Real Madrid zu Juventus Turin erzürnt die Fiat-Arbeiter in Italien. Für die Gewerkschaft USB ist die hohe Ablösesumme nicht hinnehmbar. Jahrelang habe das Unternehmen von den Arbeitern große finanzielle Opfer verlangt, heißt es. Die Agnelli-Familie, die Juventus Turin kontrolliert, ist auch der größte Aktionär des Automobilkonzerns. Der Ronaldo-Transfer soll 340 bis 400 Millionen Euro kosten.
    9 min
  • 11.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Urteil im NSU-Prozess erwartet
    Im Prozess um die Morde der rechtsextremen NSU-Terrorgruppe soll an diesem Mittwoch das Urteil fallen. Mehr als fünf Jahre hat das Oberlandesgericht München versucht, zehn Morde an Männern türkischer und griechischer Herkunft und an einer Polizistin sowie zwei Bombenanschläge aufzuklären. Die mutmaßlichen Haupttäter, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, hatten sich bei ihrer Enttarnung 2011 getötet. Auf der Anklagebank sitzen ihre Gefährtin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer des sogenannten "Nationalsozialistischen Untergrunds". Die Bundesanwaltschaft fordert für Zschäpe lebenslange Haft.
    Mindestens 20 Todesopfer bei Anschlag in Pakistan
    Die Zahl der Todesopfer eines Selbstmordanschlags im Nordwesten Pakistans hat sich auf mindestens 20 erhöht. Es gab mindestens 60 Verletzte. Nach Angaben der Polizei sprengte sich der Attentäter bei einer Wahlkampfveranstaltung in der Stadt Peshawar in die Luft. Getötet wurde auch der prominente örtliche Politiker Haroon Bilour, der als Kandidat der Awami-National-Partei bei der Parlamentswahl am 25. Juli antreten wollte. Die paschtunische linksliberale Awami-National-Partei, die sich entschieden gegen die Taliban wendet, wurde schon öfter Ziel islamistischer Extremisten.
    Neue US-Liste mit Strafzöllen für chinesische Waren
    Im Zollstreit mit China haben die USA eine Liste mit weiteren betroffenen Importprodukten im Volumen von 200 Milliarden Dollar veröffentlicht. Die Strafzölle könnten im September in Kraft treten, so ein US-Regierungsbeamter. Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche erklärt, dass seine Regierung zusätzliche Zölle auf chinesische Produkte im Volumen von insgesamt 500 Milliarden Dollar jährlich erheben könnte. Erst am Freitag hatten die USA Zölle in Höhe von 25% auf chinesische Waren im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt. China verhängte Vergeltungszölle gleichen Ausmaßes.
    Streit über Verteidigungsbudgets dürfte NATO-Gipfel dominieren
    In Brüssel beginnt an diesem Mittwoch der NATO-Gipfel. Im Zentrum des zweitägigen Treffens dürfte der Streit über die Höhe der Wehrausgaben stehen. US-Präsident Donald Trump hat besonders Deutschland wiederholt dafür kritisiert, dass es das Zwei-Prozent-Ziel des Bündnisses weit verfehlt. Aus seiner Sicht lassen sich andere Staaten auf Kosten der USA beschützen, die mit Abstand am meisten für die Verteidigung ausgeben. Trotz der Differenzen zeigten sich sowohl Trump als auch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Vorfeld des Gipfels zuversichtlich, eine Lösung finden zu können.
    May gibt sich in Regierungskrise kämpferisch
    Nach den Rücktritten zweier wichtiger Minister hat die britische Premierministerin Theresa May ihre umstrittenen Brexit-Vorschläge verteidigt und sich kampfeslustig gezeigt. Man wolle einen geordneten EU-Austritt, dabei aber Wünsche der Brexit-Wähler erfüllen, etwa nach Begrenzung des Zuzugs von EU-Bürgern, sagte May bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in London. Merkel begrüßte, dass May neue Pläne vorgelegt habe. Bei der EU nimmt man Mays Vorschläge jedoch zurückhaltend auf. Unterhändler Michel Barnier bekräftigte bekannte EU-Positionen, die Mays Plänen zum Teil widersprechen.
    Frankreich erreicht das Fußball-WM-Finale
    Das französische Team von Trainer Didier Deschamps setzte sich in St. Petersburg im Halbfinale mit 1:0 gegen Belgien durch. Den Treffer erzielte Abwehrspieler Samuel Umtiti in der 51. Minute. Damit steht Frankreich am Sonntag zum dritten Mal im Endspiel einer Fußball-Weltmeisterschaft. Der Gegner wird am Mittwoch im Moskauer Luschniki-Stadion im Spiel England gegen Kroatien ermittelt.
    Hedgefonds übernimmt AC Mailand
    Der US-Hedgefonds Elliot hat den italienischen Fußball-Club AC Mailand übernommen. Das gab das Finanzunternehmen um den Milliardär Paul Singer bekannt. Elliott verpflichtete sich zu einer Finanzspritze von 50 Millionen Euro, um "die Finanzen zu stabilisieren". Der bisherige chinesische Besitzer Li Yonghong hatte es versäumt, rechtzeitig Schulden in Höhe von 32 Millionen Euro zu begleichen. Li hatte Mailand im April 2017 vom langjährigen Besitzer und ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gekauft.
    9 min
  • 10.07.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundesinnenminister verbietet rockerähnliche Gruppe "Osmanen Germania BC"
    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die rockerähnliche Gruppe "Osmanen Germania BC" einschließlich ihrer Teilorganisationen verboten und ihnen jede Tätigkeit untersagt. Von dem Verein gehe "eine schwerwiegende Gefährdung für individuelle Rechtsgüter und die Allgemeinheit" aus, erklärte das Ministerium in Berlin. Es gebe Durchsuchungen in vier Bundesländern. Seehofer betonte: "Wer den Rechtsstaat ablehnt, kann von uns keine Nachsicht erwarten."
    Witwe von Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo darf China verlassen
    China hat die seit acht Jahren unter Hausarrest stehende Witwe des chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo ausreisen lassen. Die 57-jährige Liu Xia will zur medizinischen Behandlung nach Deutschland. Seine Schwester habe das Land an Bord eines Flugzeugs verlassen, berichtete ihr Bruder Liu Hui. Seine Schwester beginne "ein neues Leben". Die Freilassung erfolgte nur einen Tag nach einem Treffen des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Merkel hatte sich wiederholt für die Freilassung und Ausreise von Liu Xia eingesetzt.
    Brexit-Streit: Jeremy Hunt wird neuer Außenminister
    Nachdem der britische Außenminister Boris Johnson aus Protest gegen die Brexit-Politik von Premierministerin Theresa May zurückgetreten ist, wird nun der langjährige Gesundheitsminister Jeremy Hunt Johnsons Nachfolger. Hunt gilt als Vertrauter Mays und stimmte beim Brexit-Referendum 2016 für einen Verbleib Großbritanniens in der EU. Kurz vor Johnson hatte bereits Brexit-Minister David Davis hingeworfen: Sein Nachfolger wird Dominic Raab, bislang Staatssekretär im Bauministerium und überzeugter Brexit-Befürworter.
    Brett Kavanaugh soll neuer Richter am Obersten US-Gericht werden
    US-Präsident Donald Trump hat seinen Kandidaten für den frei werdenden Posten am Obersten Gerichtshof der USA bekannt gegeben. Der konservative Bundesrichter Brett Kavanaugh soll, sofern der Senat ihn bestätigt, auf den moderaten Anthony Kennedy folgen. Letzterer hatte seinen Posten im neunköpfigen Gremium des Supreme Court aus Altersgründen zur Verfügung gestellt. Mit der Nominierung des 53-Jährigen Kavanaugh kann Trump das politische Kräfteverhältnis dort für Jahrzehnte nach rechts verschieben. Die Richter des Supreme Court werden auf Lebenszeit berufen.
    Erdogan stellt neues Kabinett vor
    Nur Stunden nach seiner Vereidigung als Staatspräsident hat Recep Tayyip Erdogan am Montagabend sein neues Kabinett vorgestellt. Mit 16 anstatt 26 Ministern ist es deutlich kleiner als das vorherige. Bei vielen wichtigen Posten setzt Erdogan auf Vertraute und Verwandte, so bleibt etwa Mevlüt Cavusoglu Außenminister. Neu ist Erdogans Schwiegersohn Berat Albayrak als Finanzminister. Dem neuen Präsidialsystem entsprechend, welches Erdogan mit großer Macht ausstattet, konnte der 64-Jährige das neue Kabinett ohne Zustimmung des Parlaments bestimmen.
    Wahrscheinlich letzter Rettungstauchgang in Thailand gestartet
    In Thailand hat der Tauchereinsatz zur Rettung der letzten vier eingeschlossenen Jungen und ihres Trainers begonnen. Laut dem Provinzgouverneur ist das Ziel, sie alle noch an diesem Dienstag herauszuholen. Das Fußballteam sitzt seit 17 Tagen in der Höhle fest. Bislang gelang es Spezialtauchern, acht Jugendliche aus der Höhle zu bringen. Im Norden Thailands gab es wieder heftige Regenfälle. Der Einsatz ist auch ein Kampf gegen Wetter und Zeit - in Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Der Regen könnte das Wasser in der Höhle schnell ansteigen lassen, wodurch die Hilfsaktion abgebrochen werden müsste.
    8 min

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