Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 27.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Krisentreffen der Koalition bringt keine Einigung im Asylstreit
    Das Krisentreffen der Spitzen von CDU, CSU und SPD am Dienstag hat laut Unionsfraktionschef Volker Kauder keine Einigung im Asylstreit gebracht. Vielmehr würden erst die Sitzungen der Gremien von CDU und CSU am Sonntag abgewartet, sagte Kauder in Berlin. Der Konflikt zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) um die Zurückweisung bestimmter Flüchtlinge an der deutschen Grenze hat das Verhältnis der beiden Parteien schwer erschüttert. Am Donnerstag und Freitag findet in Brüssel der nächste EU-Gipfel statt. Dabei will Merkel für eine europäische Lösung werben.
    Polen zeigt sich bei EU-Anhörung uneinsichtig
    Als erstes Land in der EU-Geschichte hat sich mit Polen ein EU-Land einer offiziellen Anhörung im Kreis von Ministern der Mitgliedsstaaten stellen müssen. Die Befragung in Luxemburg war Teil des von der EU-Kommission eingeleiteten Strafverfahrens gegen die Regierung in Warschau im Streit um die Unabhängigkeit der polnischen Justiz. Brüssel sieht einen möglichen Verstoß gegen die Grundwerte der EU und hat Zweifel daran, dass die Rechtsstaatlichkeit in Polen gesichert ist. Warschau sieht sich im Recht und machte deutlich, an seiner Position festzuhalten.
    Amnesty wirft Armeeführung von Myanmar Menschenrechtsverbrechen vor
    Amnesty International hat dem Militär von Myanmar Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Armeechef Min Aung Hlaing und zwölf weitere ranghohe Militärs hätten eine Schlüsselrolle bei der Vertreibung von mehr als 700.000 Angehörigen der muslimischen Minderheit der Rohingya gespielt, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Im Bundesstaat Rakhine seien seit 2017 hunderte Dörfer niedergebrannt, tausende Menschen ermordet und Frauen massenhaft vergewaltigt worden. Amnesty fordert daher, die Militärs vor den Internationalen Strafgerichtshof zu stellen.
    US-Gericht ordnet Zusammenführung getrennter Migrantenfamilien an
    In den USA hat ein Gericht die Zusammenführung getrennter Migrantenfamilien innerhalb von 30 Tagen angeordnet. Ein Bundesrichter im kalifornischen San Diego wies die US-Behörden an, Kinder unter fünf Jahren sogar binnen zwei Wochen zu ihren Eltern zurückzubringen. Im Zuge der "Null-Toleranz"-Politik" von Präsident Donald Trump waren den Migranten, die illegal an der Grenze zu Mexiko in die USA einreisten, die Kinder weggenommen worden. Nach Empörung im In- und Ausland nahm Trump die Anordnung wieder zurück. Mehr als 2000 Jungen und Mädchen sind aber immer noch von ihren Eltern getrennt.
    USA fordern weltweiten Ölboykott gegen Iran
    Nach der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA gehen die Vereinigten Staaten nun einen Schritt weiter und fordern von allen Ländern einen Importstopp für Öl aus dem Iran. Gegen Länder, die dem nicht Folge leisten, würden Sanktionen verhängt, drohte ein Vertreter des US-Außenministeriums. Ausnahmen werde es nicht geben.
    7 min
  • 26.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Die Kohlekommission nimmt ihre Arbeit auf
    Das von der Bundesregierung eingesetzte Gremium soll bis zum Jahresende einen Plan für den Ausstieg aus der Kohleverstromung vorlegen. Dabei sollen die Interessen der betroffenen Regionen berücksichtigt und Ersatzarbeitsplätze in Aussicht gestellt werden. In der Kommission mit dem Namen "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" sitzen Vertreter von Wirtschaft, Gewerkschaften, Umweltverbänden, Wissenschaft, Politik und betroffenen Regionen.
    Die CSU sendet Entspannungssignale im Asylstreit
    Im erbittert geführten Streit zwischen den Unionsparteien um die Asylpolitik kommen erste Entspannungssignale aus der CSU. CSU-Generalsekretär Markus Blume sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", man solle in der aufgeregten Debatte wieder zur Normalität zurückkehren. Auch der stellvertretende Unionsfraktionschef und CSU-Abgeordnete Georg Nüßlein betonte in der "Augsburger Allgemeinen" die inhaltliche Übereinstimmung zwischen CDU und CSU. Am Dienstagabend trifft sich die Führung der drei Koalitionsparteien zur Krisensitzung im Kanzleramt.
    Italien lässt Handelsschiff mit Flüchtlingen anlegen
    Erstmals seit Wochen hat Italien einem Schiff mit Flüchtlingen an Bord erlaubt, einen Hafen des Landes anzusteuern. Das dänische Containerschiff "Alexander Maersk" mit mehr als 100 Migranten durfte in Pozzallo auf Sizilien einlaufen. Laut dem Bürgermeister erteilte Innenminister Matteo Salvini die Genehmigung. Das Handelsschiff hatte die Menschen am Freitag im Mittelmeer gerettet. Die neue nationalistisch-populistische Regierung in Rom will vor allem für NGOs die Häfen geschlossen halten. So harren etwa 230 Flüchtlinge und die deutsche Besatzung seit Donnerstag auf dem Schiff "Lifeline" aus.
    Syrien meldet israelische Raketen auf Damaskus
    In Syrien sollen in der Nacht zum Dienstag zwei israelische Raketen eingeschlagen sein. Die Geschosse seien in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus niedergegangen, berichtet die staatliche syrische Nachrichtenagentur. Im syrischen Mehrfrontenkrieg hat Israel bereits mehrfach Posten von Milizen angegriffen, die vom Iran unterstützt werden. Ziele waren insbesondere Waffenlieferungen der mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz.
    Amnesty International sieht Versammlungsfreiheit in Polen bedroht
    Das Recht auf friedlichen Protest sei ernsthaft gefährdet, sagte die Europachefin der Menschenrechtsorganisation, Gauri van Gulik, in Warschau. Restriktive Gesetzgebung, Überwachungsmaßnahmen, Belästigung und juristische Verfolgung drohten dieses Recht zu zerstören, heißt es in einem Bericht zu dem Thema. Amnesty zählt mehr als 600 Fälle, in denen Demonstranten allein 2017 juristisch verfolgt wurden. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass Regierungsgegner, die auf die Straße gingen, umfassend und unbegründet überwacht würden. Die Kriminalisierung von Protesten müsse enden, forderte van Gulik.
    Trump ist sauer auf Harley-Davidson
    Der legendäre US-Motorradhersteller will seine Produktion teilweise ins Ausland verlagern. Harley-Davidson begründet diesen Schritt mit dem Handelsstreit zwischen den USA und der EU. US-Präsident Donald Trump äußerte sich überrascht, dass die Industrie-Ikone als erstes US-Unternehmen vor den EU-Strafzöllen einknickt. Eine Auslandsproduktion ist für Harley-Davidson die einzige Option, um weiter ein überlebensfähiges Geschäft in Europa zu betreiben.
    Spanien, Russland, Portugal und Uruguay erreichen WM-Achtelfinale
    Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Spanien sich den Sieg in der Vorrundengruppe B gesichert. Den Spaniern genügte hierfür im dritten Gruppenspiel gegen Marokko ein 2:2. Portugal erreichte mit einem 1:1 gegen Iran als zweiter der Gruppe B die nächste Runde. Zuvor hatte in der Gruppe A Uruguay Gastgeber Russland 3:0 besiegt und Saudi-Arabien mit 2:1 Ägypten. Die nächste Runde erreichten aus dieser Vorrundengruppe Russland und Uruguay. Damit stehen die ersten Achtelfinalbegegnungen der Fußball WM: Spanien gegen Russland und Portugal gegen Uruguay.
    8 min
  • 25.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erdogan gewinnt Präsidentenwahl
    Die türkische Wahlkommission hat offiziell den Sieg von Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan bestätigt. Erdogan habe "die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen erhalten", sagte der Chef der Wahlkommission, Sadi Güven, bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz in Ankara. Der Präsident hatte bereits Stunden zuvor den Sieg für sich reklamiert, obwohl noch nicht alle Stimmen ausgezählt waren. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu erhielt er 52,5 Prozent der Stimmen, sein Rivale Muharrem Ince von der linksnationalistischen CHP knapp 31 Prozent.
    Guter Wille beim EU-Migrationsgipfel
    Auch nach dem EU-Sondertreffen ist im deutschen Asylstreit keine Lösung in Sicht. Kanzlerin Angela Merkel lobte in Brüssel zwar "viel guten Willen" zur Zusammenarbeit, konnte aber keine Ergebnisse vorweisen. Man werde bis zum EU-Gipfel am Donnerstag an Lösungen arbeiten, sagte sie. Die CSU fordert bis zum 1. Juli eine europäische Initiative. Ansonsten will Bundesinnenminister Horst Seehofer im Alleingang Flüchtlinge an der deutschen Grenze abweisen, die bereits in einem anderen EU-Land als Asylbewerber registriert wurden.
    Hilfsorganisation darf Migranten nicht retten
    1000 Flüchtlinge sind vor der libyschen Mittelmeerküste mit mehreren Booten in Schwierigkeiten geraten. Die spanische Organisation Proactiva Open Arms wollte helfen, durfte aber nicht. Italiens Innenminister Matteo Salvini wies die Organisation an, die Migranten nicht aus dem Wasser zu retten. Stattdessen sollte die libysche Küstenwache die Menschen aufnehmen und in das Bürgerkriegsland zurückbringen, was sie dann angeblich auch getan hat. Das deutsche Hilfsschiff "Lifeline" mit über 230 Flüchtlingen an Bord wartet derweil weiter darauf, einen europäischen Hafen ansteuern zu dürfen.
    Anschlagspläne auf Muslime aufgedeckt
    In Frankreich sind zehn Verdächtige festgenommen worden, die radikalen rechtsextremistischen Kreisen nahestehen und einen Anschlag gegen Muslime geplant haben sollen. Innenminister Gérard Collomb dankte dem Inlandsgeheimdienst DGSI, der in den Anti-Terrorkampf eingebunden ist. Die Festnahmen erfolgten demnach bereits am Samstag in ganz Frankreich und auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika.
    Massaker in Nigeria
    Bei einem Angriff bewaffneter Nomaden auf sechs Dörfer im Zentrum Nigerias sind nach Polizeiangaben mindestens 86 Menschen getötet worden. Zudem seien sechs Menschen verletzt und 50 Häuser in Brand gesteckt worden. Die Toten wurden in der Gegend Barikin Ladi im Bundesstaat Plateau entdeckt, dort soll es in den Tagen zuvor gewaltsame Auseinandersetzungen geben haben. In der Region kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen primär muslimischen Nomaden und christlichen Bauerngemeinden. Tausende Menschen wurden in den vergangenen Jahren in dem Konflikt getötet.
    6 min
  • 23.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Seehofer hält Druck auf Merkel im Asylstreit aufrecht
    Im Streit der Unionsparteien CDU und CSU über die Flüchtlingspolitik hat Bundesinnenminister Horst Seehofer Bundeskanzlerin Angela Merkel erneut davor gewarnt, ihn durch ihre Richtlinienkompetenz an seinem Vorhaben zu hindern. Das werde sich die CSU nicht gefallen lassen. Sollte der EU-Gipfel nächste Woche keine Lösungen bringen, werde er sich nicht davon abbringen lassen, Flüchtlinge an den deutschen Grenzen abzuweisen, wenn sie schon anderswo in der EU registriert seien, sagte der CSU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung".
    USA setzen gemeinsame Manöver mit Südkorea aus
    Die USA und Südkorea legen nach dem Gipfel von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un einige Militärübungen für unbestimmte Zeit auf Eis. Dazu gehörten Manöver, die eigentlich für die kommenden drei Monate angesetzt gewesen seien, teilte eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums mit. Gleichzeitig bezeichnete US-Präsident Donald Trump das nordkoreanische Atomwaffenarsenal als "seltene und außergewöhnliche Bedrohung". Mit diesen Worten begründete er in einem Schreiben an den Kongress die Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Pjöngjang um ein weiteres Jahr.
    Südkoreas Ex-Regierungschef Kim Jong Pil gestorben
    Der frühere südkoreanische Ministerpräsident Kim Jong Pil ist tot. Er starb im Alter von 92 Jahren auf dem Weg in ein Krankenhaus, wie die nationale Agentur Yonhap berichtet. Kim hatte nach dem Militärputsch von 1961 den berüchtigten Geheimdienst KCIA aufgebaut. Der Offizier galt damals als Schlüsselfigur hinter Diktator Park Chung Hee, dem Vater der späteren Präsidentin Park Geun Hye, die zurzeit eine Gefängnisstrafe wegen Korruption verbüßt. Später hatte Kim mehrfach das Amt des Regierungschefs inne, zuletzt von 1998 bis 2000 während der Präsidentschaft des früheren Dissidenten Kim Dae Jung.
    Scholz: Der Euro ist gestärkt
    Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht den Euro nach den jüngsten Beschlüssen auf europäischer Ebene als gestärkt an. Der Euro sei unumkehrbar und sichere unsere gemeinsame Zukunft, sagte er der "Rheinischen Post". Der SPD-Politiker lobte insbesondere die Beschlüsse des deutsch-französischen Regierungsrats in Meseberg. Damit erhalte das Haus Europa ein festes Dach, das auch kommende Stürme und Regen aushalte, sagte er. Zur Finanzierung des in Meseberg vereinbarten Eurozonenbudgets fordert Scholz das Aufkommen aus einer neuen Finanztransaktionssteuer.
    Wieder Irrfahrt im Mittelmeer
    Nach Italien hat auch Malta erneut einem Rettungsschiff mit Flüchtlingen an Bord die Einfahrt in einen Hafen verweigert. Beide Länder wiesen sich gegenseitig die Verantwortung zu. Damit droht zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit im Mittelmeer eine Irrfahrt mit ungewissem Ziel. Das Schiff "Lifeline" der gleichnamigen Hilfsorganisation aus Dresden hatte nach eigenen Angaben die rund 230 Migranten in internationalen Gewässern gerettet.
    6 min
  • 22.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Asylstreit: Seehofer warnt Merkel, ihn zu entlassen
    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat bekräftigt, dass er im Asylstreit im Alleingang handeln werde, sollte es beim EU-Gipfel Ende Juni keine Lösung geben. In einem Interview der "Passauer Neuen Presse" warnte der CSU-Vorsitzende zudem Bundeskanzlerin Angela Merkel davor, ihn wegen dieses Vorgehens gemäß ihrer Richtlinienkompetenz zu entlassen. "Die CSU stellt den Bundesinnenminister und der muss dafür sorgen, dass wieder Recht und Ordnung herrschen", sagte er. Flüchtlinge sollten nicht in mehreren Ländern Asyl beantragen können. "Wenn sie das tun, werden sie künftig an unserer Grenze abgewiesen", machte der Minister klar. Er sei froh, in dieser Frage die "Europäische Union wachgeküsst" zu haben.
    Melania Trump geht auf Flüchtlingskinder zu
    Nach der Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump im Streit um die Trennung von Zuwandererfamilien hat seine Ehefrau ein Aufnahmezentrum für Flüchtlingskinder besucht. Die Minderjährigen müssten so schnell wie möglich wieder zu ihren Familien, sagte First Lady Melania Trump in Texas an der Grenze zu Mexiko. In den vergangenen Wochen hatten die US-Behörden Familien illegal Eingewanderter getrennt. Trump hat diese Praxis mittlerweile unter großem Druck beendet. In Washington wird nun nach einer dauerhaften Lösung in der Migrationspolitik gesucht.
    Euro-Gruppe einig über letzte Hilfstranche für Griechenland
    Die Finanzminister der Eurozone haben sich auf die Bedingungen für das Ende des griechischen Rettungsprogramms geeinigt. In Luxemburg vereinbarten sie eine Abschlusszahlung an die Griechen von 15 Milliarden Euro sowie eine Verlängerung von Kreditlaufzeiten um zehn Jahre. Mitte August läuft das letzte Hilfsprogramm aus. Griechenland soll sich dann wieder ohne Hilfe am Kapitalmarkt finanzieren. Das Land ist in den vergangenen Jahren mit drei Hilfsprogrammen über Wasser gehalten worden.
    EU-Vergeltungszölle auf US-Produkte in Kraft
    Im Handelsstreit mit den USA sind in der Nacht zu Freitag die Vergeltungszölle der EU in Kraft getreten. Seit Mitternacht gelten in der Union Sonderabgaben auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter. Damit reagiert die Europäische Union auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Bei Importen in die USA werden seit Juli Zölle in Höhe von 25 Prozent bei Stahl und zehn Prozent bei Aluminium aus Europa fällig.
    Todesurteil für radikalen IS-Kleriker in Indonesien
    Mehr als zwei Jahre nach einem Selbstmordattentat mit vier Todesopfern in Jakarta ist ein radikaler muslimischer Geistlicher in Indonesien zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in der Hauptstadt befand den Kleriker Aman Abdurrahman für schuldig, den Anschlag organisiert zu haben. Zu der Tat im Januar 2016 hatte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" bekannt. Ein Attentäter hatte sich vor einem Starbucks-Café in die Luft gesprengt, anschließend war es zu Feuergefechten zwischen Milizionären und der Polizei gekommen. Abdurrahman gilt als Chefideologe des IS in Indonesien und Anführer der Extremistengruppe "Jamaah Ansharut Daulah".
    Argentinien vor dem Aus bei der WM
    Dem zweimaligen Weltmeister Argentinien droht bei der Fußball-WM in Russland das Vorrunden-Aus. Das Team um Superstar Lionel Messi verlor gegen Kroatien mit 0 : 3. Die Kroaten schafften dadurch die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale. Argentinien braucht hingegen beim letzten Gruppenspiel gegen Nigeria am kommenden Dienstag unbedingt einen Sieg. Vize-Europameister Frankreich steht nach dem zweiten Vorrundensieg vorzeitig im Achtelfinale. Die Mannschaft setzte sich gegen Peru mit 1 : 0 durch. Im dritten Spiel des Tages trennten sich Dänemark und Australien 1 : 1.
    8 min
  • 21.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump beendet umstrittene Trennung von Flüchtlingsfamilien
    US-Präsident Donald Trump hat die Trennung von illegalen Einwandererfamilien an der Grenze zu Mexiko per Dekret gestoppt, zugleich aber eine weiterhin scharfe Gangart angekündigt: Das Vorgehen an der Grenze werde "genauso hart, wenn nicht härter sein", verkündete Trump in Washington. Nach seiner Kehrtwende sollen Kinder zwar nicht mehr von ihren Eltern getrennt, dafür aber gemeinsam inhaftiert werden. Einen Plan, die bereits getrennten Familien wieder zusammenzuführen, gibt es laut Medien noch nicht. Gegen die drakonischen Maßnahmen an der Grenze hatte es massive Kritik im In- und Ausland gegeben.
    Italien will keine Asylbewerber von Deutschland zurücknehmen
    Bereits vor dem geplanten Sondertreffen mit mehreren EU-Staaten erleidet Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Bemühen um bilaterale Abkommen zur Rücknahme von Flüchtlingen einen Rückschlag. Italiens Innenminister Matteo Salvini lehnte es ab, dort registrierte und nach Deutschland weitergereiste Asylbewerber zurückzunehmen. Am Sonntag will Merkel mit Regierungschefs besonders betroffener EU-Mitglieder in Brüssel beraten und sie zu gesonderten Vereinbarungen mit Deutschland bewegen. Salvini von der fremdenfeindlichen Lega forderte zudem erneut Spanien und Frankreich auf, mehr Flüchtlinge aufzunehmen.
    Merkel in Jordanien bei König Abdullah
    Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft heute den jordanischen König Abdullah II. Dabei soll es vorrangig um die Lage in der Region und die bilateralen Beziehungen gehen. Deutschland unterstützt Jordanien bei der Versorgung von fast 700.000 Kriegsflüchtlingen aus dem Nachbarland Syrien. Merkel will auch mit Bundeswehrsoldaten zusammenkommen, die im Rahmen des multinationalen Einsatzes gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" dort stationiert sind. Danach reist die Kanzlerin in den Libanon weiter.
    Deutschland macht Milliardengewinne mit Griechenland-Hilfe
    Deutschland ist ein großer Profiteur der Milliardenhilfen zur Rettung Griechenlands. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Seit dem Jahr 2010 hat die Bundesrepublik demnach insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro an Zinsgewinnen verbucht. Der Grünen-Haushaltsexperte Sven-Christian Kindler forderte angesichts der Gewinne Schuldenerleichterungen für Griechenland. Es könne nicht sein, dass die Bundesregierung mit griechischen Zinsgewinnen den deutschen Haushalt saniere. Die Euro-Finanzminister treffen sich heute, um über mögliche weitere Schuldenerleichterungen für Athen zu beraten.
    Generalbundesanwalt warnt vor Anschlägen mit Biowaffen
    Deutschlands Generalbundesanwalt Peter Frank hat vor Anschlägen mit biologischen Kampfstoffen gewarnt. Terroristen seien diesbezüglich "sehr kreativ", sagte Frank in der ARD. Anlass ist der Fall des vergangene Woche in Köln festgenommenen Tunesiers Sief Allah H. Nach neuen Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes (BKA) plante er einen Anschlag mit einer Biobombe. Bei ihm wurden 3150 Rizinussamen und 84,3 Milligram Rizin gefunden, welches schon in kleinsten Mengen tödlich sein kann. Der 29-jährige soll zudem Kontakt zu radikalen Islamisten gehabt haben. BKA-Präsident Holger Münch sprach von einem "in Deutschland einmaligen Vorgang".
    Von der Leyen sucht Dialog in Washington
    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat bei einem Besuch in den USA ein Bekenntnis zu deutlichen Aufstockungen im deutschen Rüstungsetat abgelegt. Man habe das 2014 mit den NATO-Partnern vereinbarte Ziel, einen Wehretat von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erreichen, "weiter fest im Auge", sagte die CDU-Politikerin in Washington. Von der Leyen sprach mit US-Verteidigungsminister Jim Mattis, Außenminister Mike Pompeo und dem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton. Präsident Donald Trump hatte auch Deutschland vorgeworfen, sich auf Kosten der USA bei den Verteidigungslasten zu drücken.
    8 min
  • 20.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Lateinamerikanische Länder protestieren gegen Familientrennung in USA
    Fünf lateinamerikanische Länder haben Kritik an der Zwangstrennung von Einwandererfamilien in den USA geübt. Sie appellierten an die interamerikanische Menschenrechtskommission, sich für die Rechte der betroffen Minderjährigen einzusetzen. Die Kommission müsse die USA auffordern, die Praxis der Trennung von Mädchen und Jungen von ihren Familien zu stoppen, heißt es in einem Schreiben der Vertretungen von Mexiko, Honduras, Guatemala, Kolumbien und Ecuador. In den vergangenen Wochen wurden mehr als 2000 Minderjährige von ihren Eltern getrennt, die an der Südgrenze der USA Asyl beantragten.
    USA treten aus Menschenrechtsrat der UN aus
    Mit scharfen Worten hat die Regierung von Präsident Donald Trump den Rückzug der USA aus dem UN-Menschenrechtsrat verkündet. Außenminister Mike Pompeo und die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley warfen dem Gremium Verlogenheit und eine israelfeindliche Haltung vor. Der Rat sei ein "schlechter Verteidiger" der Menschenrechte, sagte Pompeo. Haley kritisierte, die Organisation habe allzu lange unmenschliche Regime geschützt. Der Austritt der USA aus dem 47 Staaten umfassenden Rat ist ein schwerer Schlag gegen die UN.
    Türkei-Wahl in Deutschland ist beendet
    Fünf Tage vor den Präsidenten- und Parlamentswahlen in der Türkei ist die Abstimmung in Deutschland bereits abgeschlossen, die Wahllokale schlossen am Dienstagabend. Auch in anderen Ländern waren die Auslandstürken zur Wahl aufgerufen; insgesamt gibt es gut drei Millionen Auslandstürken, die stimmberechtigt sind. In Deutschland war die Beteiligung vergleichsweise hoch, nach einer ersten Statistik der türkischen Wahlkomission machten etwa 50 Prozent der Stimmberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch.
    General Electric muss US-Leitindex Dow Jones verlassen
    Der Niedergang der US-Industrie-Ikone General Electric (GE) geht weiter: Nach anhaltenden Kursverlusten muss der angeschlagene Technologiekonzern den US-Leitindex Dow Jones verlassen. Am 26. Juni wird GE von der Drogerie- und Apothekenkette Walgreens Boots Alliance ersetzt. Das über 125 Jahre alte Unternehmen, dessen Wurzeln auf den Glühbirnen-Erfinder Thomas Edison zurückgehen, zählte 1896 zu den Gründungsmitgliedern des Dow Jones und war seit 1907 ununterbrochen dabei. In diesem Jahr ist die GE-Aktie schon um 26 Prozent gesunken.
    Russland siegt erneut bei Fußball-WM
    Bei der Fußball-Weltmeisterschaft steht Gastgeber Russland so gut wie sicher im Achtelfinale. Die Mannschaft besiegte Ägypten mit 3 zu 1. Auch das Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien hatte die russische Mannschaft gewonnen, so dass sie jetzt in ihrer Gruppe an der Spitze steht. In den weiteren Spielen des Abends gewann Japan gegen Kolumbien mit 2 zu 1 und der Senegal besiegte die Mannschaft aus Polen ebenfalls mit 2 zu 1.
    6 min
  • 19.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China empört über Trumps neue Zoll-Ankündigungen
    Chinas Staats- und Parteiführung hat die neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Strafzöllen als "Erpressung" verurteilt und Gegenmaßnahmen angekündigt. Trump drohte mit zusätzlichen Zöllen auf Waren des asiatischen Landes im Wert von 200 Milliarden Dollar. Dies sei eine Reaktion auf die Weigerung Pekings, seine Geschäftspraktiken zu ändern. Die USA hatten erst in der vergangenen Woche Aufschläge in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Importe im Wert von 50 Milliarden Dollar verhängt, woraufhin China Gegenmaßnahmen im gleichen Umfang ankündigte.
    US-Regierung verteidigt umstrittene Familientrennungen an der Grenze
    Trotz zunehmenden Drucks aus dem In- und Ausland hält die US-Regierung an den umstrittenen Familientrennungen an der Grenze zu Mexiko fest. Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen versuchte vor der Presse in Washington, die Maßnahmen als notwendig für Recht und Ordnung zu rechtfertigen und wies Berichte über ein brutales Vorgehen gegen die Migrantenkinder zurück. Die Demokraten forderten ihren Rücktritt. Vereinte Nationen und Menschenrechtsgruppen übten scharfe Kritik an den Familientrennungen. Auch aus Präsident Donald Trumps eigener republikanischer Partei mehren sich die empörten Stimmen.
    Zahl der Flüchtenden weltweit steigt auf Rekordniveau
    Nie sind in der Welt durch Krisen und Konflikte so viele Menschen auf der Flucht gewesen wie 2017. Insgesamt waren es Ende des Jahres fast 69 Millionen, 4,6 Prozent mehr als Ende 2016, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR berichtete. Es ist der fünfte Rekordwert in Folge. Vor allem im Südsudan und im Kongo habe sich die Lage zugespitzt, sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, in Genf. Zu der traurigen Bilanz habe zudem der Exodus der muslimischen Rohingya aus Myanmar beigetragen. Grandi hob hervor, dass 85 Prozent der Geflüchteten in benachbarten Entwicklungsländern untergekommen seien, viele davon in "verzweifelter Armut".
    Conte wirbt für EU-Solidarität bei Verteilung von Flüchtlingen
    Italiens neuer Ministerpräsident Giuseppe Conte hat während seines Deutschland-Besuchs für mehr Solidarität der EU-Staaten bei der Verteilung von Flüchtlingen plädiert. Sein Land wolle das Dublin-System überwinden, dem zufolge ein Asylantrag dort gestellt und bearbeitet werden muss, wo ein Migrant ankommt. Am besten sollten die Menschen ihre Anträge bereits in den Herkunfts- und Durchgangsländern stellen können, sagte Conte. Italiens Ministerpräsident steht der neuen Regierung aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechtsgerichteter Lega vor.
    Britisches Oberhaus pocht auf Vetorecht beim Brexitprozess
    Das britische Oberhaus pocht auf ein Vetorecht des Parlaments für ein Brexit-Abkommen. Mit großer Mehrheit votierte es für einen Zusatz zum EU-Austrittsgesetz. Es würde dem Parlament die Kontrolle über den Brexit-Prozess geben. Premierministerin Theresa May widersetzt sich einem solchen Vorhaben. Sie fordert unter Verweis auf das Brexit-Referendum freie Hand für die Verhandlungen mit Brüssel. Am Mittwoch soll der Vorstoß dem Unterhaus zur Abstimmung vorgelegt werden. Da May dort nur über eine knappe Mehrheit verfügt, könnten ihr bereits wenige Stimmen von EU-freundlichen Abgeordneten aus den eigenen Reihen eine Niederlage bereiten.
    Fußball-WM: Schweden holt gegen Südkorea drei Punkte
    Bei der Fußball-WM in Russland hat Schweden sein erstes WM-Spiel gegen Südkorea mit 1:0 gewonnen. Schweden führt jetzt die Gruppe F zusammen mit Mexiko an und ist der nächste Gegner der deutschen Nationalmannschaft. Die schwedischen Kicker könnten das Team von Bundestrainer Joachim Löw mit einem Sieg bereits nach Hause schicken. England hat in der Gruppe G 2:1 gegen Tunesien gewonnen. Zuvor hatte Belgien Panama mit 3:0 besiegt.
    7 min
  • 18.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Führungsgremien von CDU und CSU beraten getrennt zum Asylstreit
    CDU und CSU steuern im Streit über die Asylpolitik an diesem Montag auf eine Entscheidung zu. Die Führungsgremien der Schwesterparteien beraten in Berlin und München über den unionsinternen Konflikt. Es wird erwartet, dass der CSU-Vorstand Parteichef und Bundesinnenminister Horst Seehofer grünes Licht für sein Vorhaben geben wird, künftig Asylbewerber an der Grenze abzuweisen, die bereits in einem anderen EU-Land registriert wurden. Offen ist aber, ab wann dies umgesetzt werden soll. Die CDU-Parteivorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel lehnt einen nationalen Alleingang ab.
    Mindestens 20 Tote bei Selbstmordanschlägen in Nigeria
    Bei einem Selbstmordanschlag im Nordosten Nigerias sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Nach Polizeiangaben wurden 48 Menschen verletzt. Zwei Selbstmordattentäter hatten sich in der Stadt Damboa in die Luft gesprengt. Als sich Helfer und Schaulustige an den Anschlagsorten sammelten, schossen Hintermänner mit Granaten in die Menge. Die Straßen von Damboa waren zum Tatzeitpunkt besonders belebt, weil gerade das Ende des Fastenmonats Ramadan gefeiert wurde. Die Behörden vermuten die Islamistengruppe Boko Haram hinter den Taten.
    Konservativer Kandidat Duque gewinnt Präsidentenwahl in Kolumbien
    Der konservative Kandidat Iván Duque hat die Präsidentenwahl in Kolumbien gewonnen. Er kam in der Stichwahl am Sonntag auf knapp 54 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt mitteilte. Sein Konkurrent Gustavo Petro von der linken Bewegung Colombia Humana erhielt demnach knapp 42 Prozent. Bei der Abstimmung ging es auch um die Zukunft des historischen Friedensabkommens mit der linken Guerillabewegung FARC. Duque will das eineinhalb Jahre alte Abkommen in wesentlichen Punkten ändern und könnte die Ex-Rebellen damit zurück in den Untergrund treiben.
    Melania Trump kritisiert Familientrennungen an Grenze zu USA
    Die First Lady der USA, Melania Trump, hat die Trennung von Familien an der Grenze zwischen den USA und Mexiko kritisiert, aber nicht den harten Kurs der US-Regierung. Ihre Sprecherin erklärte, Frau Trump hasse es zu sehen, wie Kinder von ihrer Familie getrennt würden. Sie hoffe, dass sich beide Lager im Kongress endlich auf eine Einwanderungsreform einigen. Nach Angaben der Regierung wurden im Zuge ihrer "Null-Toleranz"-Politik seit Mitte April 1995 Kinder von ihren Eltern getrennt. Die oppositionellen Demokraten kritisieren, es gebe keine Gesetz, das eine solche Maßnahme vorschreibe.
    Steinmeier beginnt Besuch in Kalifornien
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seinen dreitägigen Besuch des US-Bundesstaates Kalifornien begonnen. Höhepunkt des Aufenthalts in Los Angeles ist die Eröffnung des Thomas-Mann-Hauses. Die Bundesregierung hatte die Immobilie 2016 gekauft, um sie vor dem Abriss zu bewahren. Jetzt wird das Gebäude, in dem der Schriftsteller während seines US-Exils in den 1940er Jahren wohnte, zum Domizil für deutsche Stipendiaten. Es ist die erste Reise Steinmeiers als Bundespräsident in die USA.
    Prozess um Mord an 15-Jähriger in Kandel beginnt
    Knapp ein halbes Jahr nach der Messerattacke im südpfälzischen Kandel beginnt an diesem Montag der Mordprozess gegen den mutmaßlichen Täter. Der Beschuldigte ist der Ex-Freund des Opfers. Dem vermutlich aus Afghanistan stammenden Mann wird vorgeworfen, die 15-jährige Mia am 27. Dezember 2017 in einem Drogeriemarkt erstochen zu haben. Weil sich das Alter des als Flüchtling eingereisten Mannes nicht feststellen ließ, wird nach Jugendstrafrecht verhandelt. Er gibt an, zur Tat noch nicht volljährig gewesen zu sein, laut einem Gutachten der Staatsanwaltschaft ist er 20 Jahre alt.
    Deutschland startet mit Niederlage in Fußball-Weltmeisterschaft
    Die deutsche Nationalmannschaft hat in ihrem ersten Spiel bei der Fußball-WM in Russland mit 0:1 gegen Mexiko verloren. Den entscheidenden Treffer für die Lateinamerikaner erzielte Hirving Lozano. Es ist die erste Auftakt-Niederlage für die Deutschen bei einer WM seit 1982. Am Montag treffen mit Schweden und Südkorea die beiden anderen Teams der deutschen Gruppe aufeinander. Ein Einzug ins Achtelfinale ist für Deutschland noch möglich, wenn es gegen beide Länder Punkte holt.
    8 min
  • 16.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China verhängt Strafzölle auf amerikanische Erzeugnisse
    Die chinesische Regierung verhängt Zölle von 25 Prozent auf US-Güter im Volumen von 50 Milliarden Dollar. Die Abgaben sollen ab dem 6. Juli erhoben werden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Zölle zielen vor allem auf Agrargüter wie Sojabohnen sowie Autos ab. Damit reagiert Peking auf die von US-Präsident Donald Trump verkündeten Maßnahmen. Trump hatte am Freitag neue Strafzölle von 25 Prozent auf über 1100 chinesische Waren und Produktgruppen angekündigt. Auch dabei geht es um ein Volumen von 50 Milliarden Dollar. Aus Angst vor einem Handelskrieg gaben die Kurse an der Börse nach.
    US-Behörden trennen 2000 Kinder illegaler Einwanderer von ihren Eltern
    Zwischen Mitte April und Ende Mai haben die US-Behörden fast 2000 Kinder von ihren Eltern getrennt, die einen illegalen Grenzübertritt in die USA versucht hatten. Das gab das US-Innenministerium bekannt. Vor einigen Monaten hatte die Trump-Regierung im Zuge einer "Null-Toleranz"-Politik gegenüber illegalen Zuwanderern damit begonnen, Eltern ihre Kinder nach dem Grenzübertritt wegzunehmen und diese dann in Heimen unterzubringen. Die Praxis ist bei Demokraten und Republikanern umstritten. In der kommenden Woche könnte im Repräsentantenhaus über einen Gesetzentwurf abgestimmt werden, der die Familientrennung beenden soll.
    Seehofer entlässt BAMF-Chefin Cordt
    Die Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt, muss ihren Posten räumen. Bundesinnenminister Horst Seehofer habe der Leitungsspitze der Behörde bereits am Mittwoch mitgeteilt, sie von ihren Aufgaben zu entbinden, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Über die Nachfolge werde in Kürze entschieden. Cordt stand der Behörde seit Anfang 2017 vor. Ihre Entlassung steht im Zusammenhang mit der Affäre um die Bremer Außenstelle des Bundesamtes, in der rund 1200 positive Asylbescheide ohne ausreichende Rechtsgrundlage erteilt worden sein sollen.
    78.000 Asylanträge seit Jahresbeginn in Deutschland
    In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres haben in Deutschland rund 78.000 Menschen einen Asylantrag gestellt. Das geht aus einer neuen Statistik des Bundesinnenministeriums hervor, die der "Passauer Neuen Presse" vorliegt. Im gesamten ersten Halbjahr 2017 waren gut 90.000 Asylsuchende gekommen, berichtet die Zeitung. Rund ein Fünftel der dieses Jahr bisher aufgenommenen Asylsuchenden waren bereits in der Fingerabdruckdatei Eurodac registriert. Damit hätten sie laut Dublin-III-Verordnung eigentlich in einem anderen EU-Land das Asylverfahren abschließen müssen und nicht in Deutschland.
    Kölner Giftmischer wollte nach Syrien ausreisen
    Der als Giftmischer verdächtigte Tunesier aus Köln soll nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zwei Mal versucht haben, zum "Islamischen Staat" (IS) nach Syrien auszureisen. Dabei habe er wahrscheinlich Unterstützung durch IS-Anhänger gehabt, so das Magazin. Die Reise des 29-Jährigen sei aber jeweils in der Türkei gescheitert. Obwohl die türkischen Behörden die deutschen darüber informiert hätten, sei kein Verfahren gegen den Mann eingeleitet worden. Er sei auch nicht als Gefährder eingestuft worden. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt den Tunesier, biologische Waffen hergestellt zu haben.
    Spanien gegen Portugal bei der WM dank Ronaldo 3:3
    Bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat Mitfavorit Spanien im Prestigeduell gegen Europameister Portugal einen Sieg verpasst. Mit einem spektakulären Freistoßtreffer in der 88. Minute rettete der Dreifach-Torschütze Christiano Ronaldo den Portugiesen ein 3:3. Zum zweiten Sieg seiner WM-Historie kam der Iran durch ein 1:0 gegen Marokko. Ebenfalls mit 1:0 setzte sich Uruguay gegen Ägypten durch.
    8 min

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