Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 04.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea wechselt vor Treffen mit Trump führende Militärs aus
    Nordkorea hat im Vorfeld des für den 12. Juni geplanten Gipfeltreffens zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump führende Militärs ausgetauscht. Staatliche Medien berichteten, dass Kim Su Gil den Direktorenposten im mächtigen militärischen Politbüro (GPB) übernommen habe. Südkoreas Nachrichtenagentur Yonhap meldete, neuer Generalstabschef sei Ri Yong Gil. Zudem sei Vize-Minister No Kwang Chol zum neuen Verteidigungsminister ernannt worden. Nach Einschätzung von Beobachtern zeigen die Wechsel, dass die Kommunistische Partei ihre Kontrolle über die Armee verstärken will.
    Slowenien rückt politisch weiter nach rechts
    Bei der Parlamentswahl in Slowenien haben die Wähler die bisherige Mitte-links-Regierung abgewählt. Die migrationskritische Partei des konservativen Ex-Ministerpräsidenten Janez Jansa wurde zur stärksten Kraft im Parlament von Ljubljana. Auf Platz zwei landete die "Anti-System"-Liste des Komikers Marjan Sarec. Damit zeichnet sich in dem kleinen EU-Land eine schwierige Regierungsbildung ab. Rein rechnerisch ist jetzt in Slowenien sowohl eine politisch rechte wie auch eine linke Regierung möglich.
    EU-Reform könnte jetzt vorankommen
    In der Debatte um eine Reform der Europäischen Union hat Bundeskanzlerin Angela Merkel jetzt Stellung bezogen. In einem Zeitungsinterview signalisierte sie vorsichtige Unterstützung für die Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Dieser hatte bereits vor mehreren Monaten eine "Neugründung" der EU vorgeschlagen und eine stärkere Zusammenarbeit der Mitgliedsländer gefordert. Merkel will einige der Vorschläge unterstützen, teilweise fordert sie Änderungen. Die französische Regierung reagierte erfreut auf die Äußerungen der Kanzlerin. Sie "nähere sich der französischen Sichtweise an".
    25 Tote bei Vulkanausbruch in Guatemala
    Beim Ausbruch des "Feuervulkans" in Guatemala sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Katastrophenschutz des zentralamerikanischen Landes mit. Ein Lavastrom habe das Dorf El Rodeo zerstört, Bewohner seien in ihren Häusern verbrannt. Etwa 20 Menschen erlitten den Angaben zufolge Verletzungen. Rund 3100 Menschen mussten das Gebiet um den 3700 Meter hohen "Volcán de Fuego" verlassen. Er liegt rund 70 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt. Über der Region breitete sich eine riesige, sechs Kilometer hohe Rauch- und Aschewolke aus.
    Löw entscheidet über endgültigen WM-Kader
    Bis zum Montagmittag um 12 Uhr muss der Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bekanntgeben, wer tatsächlich an der Weltmeisterschaft teilnehmen darf. Joachim Löw kann insgesamt 23 Spieler mit nach Russland nehmen. Das bedeutet, dass vier Spieler, die am Trainingslager in Südtirol teilgenommen haben, nach Hause fahren müssen. Als sicher gesetzt gilt Nationaltorwart Manuel Neuer. Er hatte beim Testspiel gegen Österreich sein Comeback nach langer Verletzungspause gefeiert.
    6 min
  • 02.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Auch Kanada wehrt sich gegen US-Zölle auf Stahl
    Nur wenige Stunden nach der EU hat auch Kanada Klage bei der Welthandelsorganisation WTO gegen die US-Sonderzölle angekündigt. Außenministerin Chrystia Freeland erklärte, die Strafzölle auf Stahl und Aluminium seien "illegal" und stünden im Widerspruch zu den WTO-Regeln. Die Sonderzölle auf Einfuhren von Stahl und Aluminium aus der EU traten am Freitagmorgen in Kraft. Auch Mexiko und Kanada - größter Stahllieferant der USA - sind betroffen. Die EU reichte am Freitag Klage gegen die US-Sonderzölle bei der WTO ein. Zudem will sie Strafzölle auf etliche US-Importe erheben. :
    US-Präsident Donald Trump bestätigt Gipfeltreffen mit Nordkorea
    Wie das Weiße Haus mitteilte, werden sich Trump und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni in Singapur treffen. Der US-Präsident sagte nach einem Treffen mit dem nordkoreanischen Unterhändler Kim Yong Chol, man wolle von dem Termin an ein Verhältnis aufbauen. Noch vor wenigen Tagen hatte er das eigentlich schon fest geplante Gipfeltreffen wieder verworfen. Die USA wollen Nordkorea zur Abkehr von seinem Atomprogramm bewegen, dafür soll das Land aus der internationalen Isolation gelöst werden.:
    USA blockieren UN-Resolution zu Gewalt im Nahen Osten
    Die von Kuwait in den Weltsicherheitsrat eingebrachte Resolution fordert eine unabhängige Untersuchung der jüngsten Auseinandersetzungen an der Grenze Israels zum Gazastreifen. Dabei waren im Mai 59 Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen worden. Zehn der 15 Mitgliedsländer stimmten für den Antrag, vier enthielten sich. Allein die USA legten ein Veto ein und verhinderten damit die Annahme der Resolution. US-Botschafterin Nikki Haley sagte, der Entwurf sei "grob einseitig" und solle lediglich die Bemühungen für einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern untergraben.:
    Chef des brasilianischen Ölkonzerns Petrobras zurückgetreten
    Der Rücktritt von Pedro Parente als Chef des halbstaatlichen Petrobras-Konzerns erfolgte nach tagelangen Protesten gegen die hohen Treibstoffpreise in Brasilien. Bislang durfte Petrobras die Preise selbst festlegen. Am vergangenen Sonntag verkündete Staatspräsident Michel Temer dann, dass der Dieselpreis künftig monatsweise bestimmt wird. Zwar kündigte er an, Petrobras für Verluste zu entschädigen, doch Konzernchef Parente wollte die Preise lieber am Weltmarkt orientieren und täglich neu festsetzen. Die Petrobras-Aktie verlor nach der Rücktrittsankündigung bis zu 17 Prozent.:
    Venezuelas Regierung lässt 39 Oppositionelle frei
    Vor der Verfassunggebenden Versammlung hatte Präsident Nicolás Maduro vor zwei Wochen eine Amnestie in Aussicht gestellt. Unter den jetzt Freigelassenen befinden sich der ehemalige Bürgermeister von San Cristóbal, Daniel Ceballos, und der Ex-General Ángel Vivas. Menschenrechtsorganisationen gehen von mehr als 360 inhaftierten Regierungsgegnern in Venezuela aus. Oppositionsführer Leopoldo López, der wegen Anstachelung zur Gewalt bei Protesten gegen die Regierung zu fast 14 Jahren Haft verurteilt wurde und seine Strafe derzeit im Hausarrest verbüßt, wurde nicht begnadigt.:
    Bremer Ex-BAMF-Chefin bestreitet Vorwürfe
    Die Ex-Chefin der Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bestreitet die gegen sie erhobenen Anschuldigungen. Sie ließ über ihren Anwalt erklären, sie habe weder Vorteile angenommen noch Zahlungen an Anwälte geleistet, die dafür Asylsuchende gezielt nach Bremen gebracht haben sollen. Die Verfahren seien vielmehr wegen Überlastung anderer Außenstellen und mit Wissen der BAMF-Zentrale nach Bremen verlegt worden. Die dortige Außenstelle des BAMF soll zwischen 2013 und 2016 in mindestens 1200 Fällen Asylanträge zu Unrecht bewilligt haben.:
    Rechtspopulistische französische Partei Front National ändert ihren Namen
    Künftig heißt die Partei von Marine Le Pen "Rassemblement National". Das bedeutet "Nationale Sammlungsbewegung". Offiziell soll damit ein politischer Neustart dokumentiert und ihr ein Jahr vor den Europawahlen ein besseres Image verschafft werden. Inoffiziell will Le Pen vermutlich die Erinnerung an ihren Vater schwächen, den Front-National-Gründer Jean-Marie Le Pen. Der immer wieder durch rechtsextreme Äußerungen aufgefallene Politiker wurde mittlerweile aus der Partei ausgeschlossen. Das bisherige Flammen-Logo des Front National wird die Partei allerdings beibehalten.:
    8 min
  • 01.06.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Scholz beschwert sich bei Mnuchin über US-Zollentscheidung
    Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat die neuen US-Zölle gegen die EU in einem Gespräch mit seinem amerikanischen Kollegen Steven Mnuchin als inakzeptabel bezeichnet. Das sagte ein deutscher Regierungsvertreter, der an der Begegnung der beiden am Rande des Treffens der G7-Finanzminister im kanadischen Whistler teilnahm. Er sprach von einem "ehrlichen und offenen" Gespräch, in dem der aktuelle Handelskonflikt unverblümt angesprochen worden sei. US-Präsident Donald Trump hatte Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium verhängt, die seit diesem Freitag auch für die EU gelten.
    Regierung in Italien steht
    In Rom wird heute das neue Kabinett aus der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung und der fremdenfeindlichen Lega vereidigt. Der designierte Regierungschef Giuseppe Conte nahm am Donnerstagabend den Regierungsauftrag von Präsident Sergio Mattarella an und gab zentrale Ministerposten bekannt. Sterne-Chef Luigi Di Maio übernimmt demnach das Ministerium für Industrie und Arbeit, Lega-Chef Matteo Salvini wird Innenminister. Das Finanzministerium soll der parteilose Wirtschaftsprofessor Giovanni Tria führen, der für den Verbleib Italiens in der Euro-Zone ist.
    Deutschland und Österreich verstärken Grenzkontrollen
    Mit gemeinsamen Kontrollen gehen die Behörden in Österreich und Deutschland verstärkt gegen Kriminalität und illegale Einwanderung vor. Die österreichische und die deutsche Bundespolizei sowie die bayerische Landespolizei wollen von diesem Freitag an erstmals im Grenzgebiet in Dreierstreifen unterwegs sein. Verstärkt würden sie den Zugverkehr unter die Lupe nehmen, kündigte der Sprecher der Bundespolizeidirektion München an. Auch am Grenzpass Brenner in den Ostalpen wollen österreichische und deutsche Bundespolizei zusammen kontrollieren.
    Kreuze in bayerischen Landesbehörden ab heute Pflicht
    In allen bayerischen Landesbehörden soll ab diesem Freitag ein Kreuz hängen. Für Hochschulen, Museen und Theater des Freistaats gilt keine Verpflichtung, sondern lediglich eine Empfehlung. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte angeordnet, dass in den Dienstgebäuden ein Kreuz im Eingangsbereich aufzuhängen ist. Dies sorgte für Kritik; auch in den Kirchen ist der Erlass umstritten. Söder trifft an diesem Freitag sowohl Papst Franziskus als auch dessen Vorgänger Benedikt XVI. in Rom. Bei dem nicht öffentlichen Treffen mit Franziskus dürfte es auch um die Kreuzpflicht gehen.
    Seeed-Frontmann Demba Nabé ist tot
    Demba Nabé, Frontmann der Berliner Band Seeed, ist tot. Er starb im Alter von 46 Jahren am Donnerstag, wie sein Anwalt Christian Schertz auf Anfrage bestätigte. Zur Todesursache gab es keine Angaben. Da die Band Zeit und Ruhe für ihre Trauer benötige, bitte man, von weiteren Anfragen Abstand zu nehmen, sagte Schertz. Demba Nabé alias Boundzound gehörte neben Peter Fox und Dellé zu den Frontmännern der bisher elfköpfigen Reggae- und Dancehall-Band Seeed. Sie ist für ihre energiegeladenen Live-Auftritte auch über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt.
    6 min
  • 31.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ukrainischer Präsident bedankt sich bei Babtschenko
    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat sich mit dem zuvor für tot erklärten russischen Journalisten Arkadi Babtschenko getroffen. Poroschenko dankte dem Kremlkritiker bei dem Treffen in Kiew, dass dieser gemeinsam mit den Sicherheitsdiensten eine Destabilisierung der Ukraine verhindert habe. Der geplante Anschlag auf Babtschenko sei von russischem Gebiet aus organisiert worden, um "einen zu töten, den Russland am meisten von allen fürchtet". Laut dem ukrainischen Geheimdienst war die Ermordung des 41-Jährigen inszeniert worden, um einen Anschlag auf ihn zu vereiteln.
    Populisten machen neuen Vorschlag zu Regierungsbildung in Italien
    In Italien hat die Fünf-Sterne-Bewegung einen neuen Vorschlag zur Bildung einer möglichen Koalition mit der rechten Lega gemacht. Populisten-Chef Luigi Di Maio erklärte auf Facebook, um eine Übergangsregierung unter Führung des designierten Ministerpräsidenten Carlo Cottarelli abzuwenden, könnten beide Parteien vom umstrittenen Kandidaten Paolo Savona für das Finanzministerium abrücken. Savona war unter anderem wegen seiner Euro- und Deutschland-kritischen Positionen von Präsident Sergio Mattarella abgelehnt worden. Offen ist, ob Lega-Chef Matteo Salvini die Initiative der Fünf-Sterne mitträgt.
    Rumäniens Verfassungsgericht blockiert Präsidenten-Veto
    Das Oberste Gericht Rumäniens hat Präsident Klaus Iohannis angewiesen, die führende Antikorruptionsstaatsanwältin des Landes, Laura Kövesi, zu entlassen. Das Justizministerium hatte ihre Amtsenthebung verlangt, Iohannis hatte sich dem widersetzt. Als Grund für ihre Absetzung hatte das Ministerium unter anderem genannt, dass sie mit ihrer Kritik an der Justizreform dem Ansehen Rumäniens geschadet habe. Kritiker glauben dagegen, dass der wahre Grund ihr Kampf gegen die Korruption ist. Unter Kövesis Führung wurden ranghohe Persönlichkeiten wegen Betrugs und Machtmissbrauchs strafrechtlich verfolgt.
    Bericht sieht mehr als 1,2 Milliarden Kinder benachteiligt
    Mehr als die Hälfte der Kinder weltweit ist laut einem Bericht der Kinderrechtsorganisation Save the Children benachteiligt. Die Kindheit von über 1,2 Milliarden Mädchen und Jungen stehe damit auf dem Spiel. Ursachen sind demnach vor allem bewaffnete Konflikte, Armut und Diskriminierung von Mädchen. Konkret benannt werden außerdem Frühverheiratung, Kinderarbeit und Mangelernährung. Extrem gefährdet seien Kinder in West- und Zentralafrika. Die Organisation untersuchte für ihren Bericht die Lage in 175 Ländern. In 95 Staaten habe sich die Lage verbessert, in rund 40 Ländern aber verschlechtert.
    Ex-Filmmogul Weinstein wegen Vergewaltigung vor Grand Jury
    Der einstige US-Filmproduzent Harvey Weinstein ist von einer Grand Jury in New York wegen sexueller Übergriffe angeklagt worden. Das Gremium wirft dem 66-Jährigen Vergewaltigung und erzwungenen Oralsex vor. Mit der Grand-Jury-Entscheidung sei man dem Ziel nähergekommen, den Angeklagten für seine Gewalt-Vergehen zur Rechenschaft zu ziehen, erklärte der zuständige Staatsanwalt. Die Vorwürfe entsprechen der Anklage, die die Staatsanwaltschaft vergangene Woche gegen den Hollywood-Mogul vorgebracht hatte. Zahlreiche Frauen haben Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen.
    5 min
  • 30.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israel bombardiert Stellungen der Hamas
    Nach Raketen- und Granatbeschuss aus dem Gazastreifen hat das israelische Militär mit Luftangriffen reagiert. Es seien 25 "militärische Ziele" der radikalislamischen Hamas getroffen worden, teilte die Armee mit. Bereits am Dienstag hatte Israels Luftwaffe zahlreiche Ziele im Gazastreifen bombardiert, nachdem aus dem Palästinensergebiet rund 70 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert worden waren. Hamas und Islamischer Dschihad hatten sich zu dem Beschuss bekannt.
    Hoher nordkoreanischer Funktionär fliegt in die USA
    Im Zuge der Annährung zwischen den USA und Nordkorea hat sich der frühere nordkoreanische Geheimdienstchef Kim Yong Chol auf den Weg in die USA gemacht. Dies berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Der General gehört zum engeren Umfeld von Machthaber Kim Jong Un. Er wird zu Gesprächen mit US-Außenminister Mike Pompeo erwartet. Die Reise wird als Beleg gewertet, dass ein geplantes Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un weiter vorbereitet wird.
    Seehofer entschuldigt sich
    Bundesinnenminister Horst Seehofer hat volle Transparenz bei der Aufklärung der Unregelmäßigkeiten im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zugesagt. Zugleich entschuldigte er sich im Namen der Bundesregierung für begangene Fehler. Die Vorgänge in der BAMF-Außenstelle in Bremen bezeichnete er als handfesten, schlimmen Skandal. Dort sollen unter einer früheren Amtsleiterin mindestens 1200 Asylbescheide ohne rechtliche Grundlage ausgestellt worden sein.
    Russischer Journalist in Kiew getötet
    Der kremlkritische Reporter Arkadi Babtschenko ist mit Schussverletzungen in seiner Wohnung in Kiew entdeckt worden. Er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die ukrainische Polizei vermutet einen Zusammenhang zwischen der Tat und Babtschenkos Arbeit. Der 41-Jährige hatte in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren in den Tschetschenien-Kriegen gekämpft, bevor er ein renommierter Journalist wurde, der äußerst kremlkritische Ansichten vertrat. Er verließ Russland Anfang 2017, weil er nach eigenen Angaben wiederholt bedroht worden war.
    Polizei räumt Migrantenlager in Paris
    Das größte illegale Flüchtlingszeltlager in Paris wird aufgelöst. Dort leben nach Medienberichten bis zu 2000 Menschen. Die Bewohner des Camps würden in Unterkünfte in der Hauptstadtregion gebracht, kündigte Frankreichs Innenminister Gérard Collomb an. In den vergangenen Monaten hatten sich immer mehr Migranten an den Ufern zweier Kanäle in Paris angesiedelt. Hilfsorganisationen schlugen wegen der Lebensbedingungen dort mehrfach Alarm. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo fordert von der französischen Regierung schon seit Wochen, die Lager zu räumen.
    6 min
  • 29.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Italienische Populisten kritisieren Staatschef Mattarella
    Nach dem Scheitern der Regierungsbildung in Italien üben die populistischen Parteien Fünf Sterne und Lega scharfe Kritik an Staatschef Sergio Mattarella. Der Vorsitzende der Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, erklärte, er wolle sicherstellen, dass bei der nächsten Wahl "nicht derselbe Präsident" an der Macht sei. Ein Amtsenthebungsverfahren sei durchaus möglich. Die geplante Koalition zwischen Fünf Sternen und Lega war geplatzt, weil Mattarella einen eurokritischen Politiker nicht zum Finanzminister ernennen wollte. Inzwischen gab der Staatschef dem Finanzexperten Carlo Cottarelli den Auftrag zur Regierungsbildung.
    Politiker warnen vor Fremdenhass und Rassismus
    Anlässlich des Jahrestages des Anschlags von Solingen haben deutsche Politiker zum Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit aufgerufen und vor Rassismus gewarnt. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte in einem Interview, es sei beschämend, dass auch heute noch viele Menschen, die aus der Türkei nach Deutschland gekommen seien, im Alltag diskriminiert würden. Türkische Zuwanderer seien hierzulande nicht nur willkommen, sondern auch ein Teil Deutschlands. Bundesjustizministerin Katarina Barley nannte den Anschlag von Solingen ein Symbol für Hass und Menschenfeindlichkeit.
    Seehofer und Cordt vor Innenausschuss zu BAMF-Skandal
    In der Affäre um zu Unrecht bewilligte Asylanträge stehen Bundesinnenminister Horst Seehofer und die Präsidentin des Asyl-Bundesamts, Jutta Cordt, an diesem Dienstag vor dem Innenausschuss des Bundestags Rede und Antwort. Die Parlamentarier verlangen Aufklärung darüber, wem wann konkrete Informationen zu den Missständen vorlagen und wie darauf reagiert wurde. Mitarbeiter der BAMF-Außenstelle in Bremen sollen zwischen 2013 und 2016 unrechtmäßig rund 1200 Asylanträge bewilligt haben.
    Trump und Abe fordern vollständige Abrüstung Nordkoreas
    US-Präsident Donald Trump und Japans Regierungschef Shinzo Abe drängen darauf, dass Nordkorea vollständig abrüstet. Die Atom-, Chemie- und biologischen Waffen sowie das Raketenprogramm müssten unbrauchbar gemacht werden, teilte das Weiße Haus nach einem Telefonat Trumps und Abes mit. In Singapur soll es am 12. Juni ein Treffen zwischen dem US-Präsidenten und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un geben.
    Macron nimmt Magazin gegen Drohungen von Erdogan-Anhängern in Schutz
    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich vor das Politikmagazin "Le Point" gestellt, das wegen einer kritischen Titelgeschichte zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan massiv angefeindet wird. Es sei "absolut inakzeptabel", dass Werbeplakate von "Le Point" von den Kiosken genommen würden, "nur weil sie den Feinden der Freiheit missfallen", so Macron. In dem Magazin wird Erdogan als "Diktator" bezeichnet.
    Durchsuchungen in vier europäischen Ländern wegen G20-Krawallen
    Knapp elf Monate nach den schweren Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei in Italien, Spanien, Frankreich und der Schweiz Wohnungen durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Polizei wurden die Ermittler dabei auch von der europäischen Behörde Eurojust mit Sitz in Den Haag unterstützt. Das Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt im Juli 2017 war von massiven Ausschreitungen überschattet worden.
    6 min
  • 29.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Italienische Populisten kritisieren Staatschef Mattarella
    Nach dem Scheitern der Regierungsbildung in Italien üben die populistischen Parteien Fünf Sterne und Lega scharfe Kritik an Staatschef Sergio Mattarella. Der Vorsitzende der Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, erklärte, er wolle sicherstellen, dass bei der nächsten Wahl "nicht derselbe Präsident" an der Macht sei. Ein Amtsenthebungsverfahren sei durchaus möglich. Die geplante Koalition zwischen Fünf Sternen und Lega war geplatzt, weil Mattarella einen eurokritischen Politiker nicht zum Finanzminister ernennen wollte. Inzwischen gab der Staatschef dem Finanzexperten Carlo Cottarelli den Auftrag zur Regierungsbildung.
    Politiker warnen vor Fremdenhass und Rassismus
    Anlässlich des 25. Jahrestages des Anschlags von Solingen haben deutsche Politiker zum Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit aufgerufen und vor Rassismus gewarnt. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte in einem Interview, es sei beschämend, dass auch heute noch viele Menschen, die aus der Türkei nach Deutschland gekommen seien, im Alltag diskriminiert würden. Türkische Zuwanderer seien hierzulande nicht nur willkommen, sondern auch ein Teil Deutschlands. Bundesjustizministerin Katarina Barley nannte den Anschlag von Solingen ein Symbol für Hass und Menschenfeindlichkeit.
    Seehofer und Cordt vor Innenausschuss zu BAMF-Skandal
    In der Affäre um zu Unrecht bewilligte Asylanträge stehen Bundesinnenminister Horst Seehofer und die Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Jutta Cordt, an diesem Dienstag vor dem Innenausschuss des Bundestags Rede und Antwort. Die Parlamentarier verlangen Aufklärung darüber, wem wann konkrete Informationen zu den Missständen vorlagen und wie darauf reagiert wurde. Mitarbeiter der BAMF-Außenstelle in Bremen sollen zwischen 2013 und 2016 unrechtmäßig rund 1200 Asylanträge bewilligt haben.
    Trump und Abe fordern vollständige Abrüstung Nordkoreas
    US-Präsident Donald Trump und Japans Regierungschef Shinzo Abe drängen darauf, dass Nordkorea vollständig abrüstet. Die Atom-, Chemie- und biologischen Waffen sowie das Raketenprogramm müssten unbrauchbar gemacht werden, teilte das Weiße Haus nach einem Telefonat Trumps und Abes mit. In Singapur soll es am 12. Juni ein Treffen zwischen dem US-Präsidenten und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un geben.
    Macron nimmt Magazin gegen Drohungen von Erdogan-Anhängern in Schutz
    Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich vor das Politikmagazin "Le Point" gestellt, das wegen einer kritischen Titelgeschichte zum türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan massiv angefeindet wird. Es sei "absolut inakzeptabel", dass Werbeplakate von "Le Point" von den Kiosken genommen würden, "nur weil sie den Feinden der Freiheit missfallen", so Macron. In dem Magazin wird Erdogan als "Diktator" bezeichnet.
    Durchsuchungen in vier europäischen Ländern wegen G20-Krawallen
    Knapp elf Monate nach den schweren Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei in Italien, Spanien, Frankreich und der Schweiz Wohnungen durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft und der Polizei wurden die Ermittler dabei auch von der europäischen Behörde Eurojust mit Sitz in Den Haag unterstützt. Das Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt im Juli 2017 war von massiven Ausschreitungen überschattet worden.
    7 min
  • 28.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Politische Krise in Italien nach gescheiterter Regierungsbildung
    Drei Monate nach der Wahl in Italien sind die populistische 5-Sterne-Bewegung und die rechtsextreme Lega mit ihrer Regierungsbildung gescheitert. Ihr Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Giuseppe Conte, gab den Regierungsauftrag an Staatspräsident Sergio Mattarella zurück. Eine Neuwahl scheint damit kaum abwendbar. Grund für das Scheitern der Allianz war vor allem der Streit mit dem Staatschef über die geplante Ernennung des Euro- und Deutschland-Kritikers Paolo Savona zum Finanzminister. Mattarella sagte, er könne keinen Kandidaten akzeptieren, der einen Euro-Ausstieg Italiens ins Spiel bringe.
    US-Vertreter in Nordkorea zur Gipfel-Vorbereitung eingetroffen
    Vertreter der USA sind in Pjöngjang eingetroffen, um ein Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un vorzubereiten. Das schrieb Präsident Donald Trump auf Twitter. Das Land habe aus seiner Sicht sehr großes Potenzial, eines Tages eine wirtschaftlich starke Nation zu sein. Die Chancen, dass das ursprünglich für den 12. Juni geplante Treffen stattfindet, sind gestiegen. Trump hatte es am Donnerstag abgesagt, dies am Freitag aber relativiert. Verhandelt werden soll über die Frage, unter welchen Umständen das abgeschottete Regime zur Abrüstung seiner Atomwaffen bereit ist.
    Peking verurteilt US-Manöver im Südchinesischen Meer
    China hat ein Seemanöver der USA im Südchinesischen Meer scharf kritisiert. Die Operation verletze die Souveränität des Landes, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Peking. China werde die Kampfbereitschaft seiner Luft- und Marinestreitkräfte erhöhen. US-Medienberichten zufolge hatten am Sonntag zwei US-Kriegsschiffe Gewässer nahe den Paracel-Inseln durchquert. China bezeichnet derartige Manöver als illegal. Die USA und Chinas Nachbarn, die ebenfalls Ansprüche auf das strategisch wichtige Gebiet erheben, werfen Peking eine zunehmende Militarisierung der Region vor.
    Rechter Duque und Linker Petro gehen in Stichwahl in Kolumbien
    In Kolumbien gehen der rechtsgerichtete Kandidat Iván Duque und der linksgerichtete Kandidat Gustavo Petro in eine Stichwahl um das Präsidentenamt. Duque kam in der ersten Wahlrunde am Sonntag auf 39,1 Prozent, Petro auf 25,1 Prozent, wie die Wahlbehörde mitteilte. Der Ausgang der Stichwahl am 17. Juni dürfte entscheidend sein für den Friedensprozess in Kolumbien. Duque hatte angekündigt, das Friedensabkommen von 2016 mit der FARC-Guerilla überarbeiten zu wollen. Die Friedensgespräche mit den noch nicht entwaffneten ELN-Rebellen lehnt er ab. Petro dagegen unterstützt den Friedensprozess.
    SPD berät über Linie gegenüber Russland
    Der SPD-Vorstand berät am Montag über die außenpolitische Linie der Partei - unter anderem über die Haltung zu Russland. Außenminister Heiko Maas hat in den ersten zehn Wochen seiner Amtszeit einen harten Kurs gegenüber Moskau eingeschlagen, der bei vielen Sozialdemokraten für Unmut sorgt. Er warf Moskau "Aggression" in der Ukraine und "zunehmend feindseliges" Verhalten vor. In Teilen seiner Partei, die bis heute Willy Brandts Ostpolitik der Annäherung an die damalige Sowjetunion und die anderen Staaten des Warschauer Pakts hochhält, kam das nicht gut an.
    7 min
  • 26.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Saudi-Arabien stoppt Auftragsvergabe an deutsche Firmen:
    Saudi-Arabien ist laut einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" verärgert über die Nahost-Politik der Bundesregierung, vor allem über die deutsche Haltung gegenüber dem Iran. Der neue Thronfolger Mohammed bin Salman habe deshalb einen Vergabestopp für Regierungsaufträge an deutsche Firmen verhängt, schreibt das Blatt. Betroffen sind demnach Großkonzerne wie Siemens, Bayer und Boehringer, die seit Jahren intensiv mit dem Gesundheitsministerium in Riad zusammenarbeiten, aber auch der Daimler-Konzern, der hunderte Mercedes-Busse für den Nahverkehr in Riad und Dschiddah liefern sollte.
    Iran hält Fortsetzung des Atomabkommens für möglich:
    Der Iran hat das Atomtreffen in Wien als positiv und vielversprechend bezeichnet. Nach dem Ausstieg der USA hätten die verbliebenen Unterzeichner des Atomabkommens dem Iran versichert, dass sie an der Vereinbarung festhalten wollten, sagte Vizeaußenminister Abbas Aragchi. China, Frankreich, Großbritannien, Russland und Deutschland hätten außerdem erklärt, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen erfülle. Für die Einhaltung waren dem Iran wirtschaftliche Erleichterungen in Aussicht gestellt worden. Die USA haben nun jedoch die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen angekündigt.
    Mehrheit in Irland für Ende des strikten Abtreibungsverbots:
    Bei dem Referendum über ein Ende des strengen Abtreibungsverbots in Irland hat eine breite Mehrheit für eine Liberalisierung gestimmt. Dies ergab eine Nachwahlbefragung von 4000 Wählern im Auftrag der Zeitung "Irish Times". Demnach stimmten 68 Prozent der Befragten für eine Aufhebung des Abtreibungsverbots, 32 Prozent votierten dagegen. Im katholisch geprägten Irland gilt eines der strengsten Abtreibungsverbote in der Europäischen Union. Wer dagegen verstößt, kann mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft werden. Selbst nach einer Vergewaltigung ist in Irland ein Schwangerschaftsabbruch untersagt.
    Menschenhändler töten 15 Flüchtlinge:
    Bei einem Fluchtversuch aus der Gefangenschaft von Menschenhändlern in Libyen sind mindestens 15 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Wie die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen weiter berichtet, waren insgesamt mehr als 100 Flüchtlinge aus einem Geheimgefängnis der Kidnapper nahe der Stadt Bani Walid im Nordwesten des Landes ausgebrochen. 25 Verletzte würden in einem Krankenhaus betreut. Die Überlebenden, vor allem Teenager, stammten hauptsächlich aus Eritrea, Äthiopien und Somalia. Sie strebten Asyl in Europa an.
    Putin deutet erneuten Wechsel ins Ministerpräsidentenamt an:
    Russlands Präsident Wladimir Putin hat angedeutet, dass er nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2024 noch einmal Ministerpräsident werden könnte. Auf die Frage, ob er die Macht 2024 abgeben werde, sagte Putin, er werde sich immer an die Verfassung halten. Mehr als zwei aufeinander folgende Amtszeiten seien daher nicht möglich und dies sei nun seine zweite in Folge. Zugleich erinnerte Putin an das Jahr 2008. Damals hatte er nach zwei Amtszeiten das Präsidentenamt Dmitri Medwedew überlassen und war selbst Premier geworden. 2012 übernahm er dann wieder das Amt des Staatschefs.
    6 min
  • 25.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea weiter offen für Gespräche mit USA
    Nordkorea ist auch nach der Absage eines geplanten Gipfeltreffens durch das Weiße Haus zu Gesprächen mit den USA bereit. Der stellvertretende nordkoreanische Außenminister Kim Kye Gwan erklärte, die überraschende Nachricht aus Washington sei "zutiefst bedauerlich". US-Präsident Donald Trump hatte die für Juni angesetzte Begegnung mit Machthaber Kim Jong Un gestrichen. Ein Regierungsmitarbeiter sagte zur Begründung, Nordkorea habe Versprechen gebrochen. Kurz vor der Absage hatte die Führung in Pjöngjang wie angekündigt das Atomtestgelände Punggye Ri durch Sprengungen unbrauchbar gemacht.
    Merkel besucht High-Tech-Metropole in China
    Nach dem Ende ihrer politischen Gespräche in Peking besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel die Innovationshochburg Shenzhen in Südchina. In der High-Tech-Metropole informiert sie sich über den Stand bei Spitzentechnologien wie künstliche Intelligenz oder autonomes Fahren. Merkel traf zunächst den Gouverneur der Provinz Guangdong, Li Xi, und nahm an der Eröffnung einer Innovationsplattform der deutschen Außenhandelskammer teil. Auf dem Programm steht zudem der Besuch eines Siemens-Werks. Siemens betreibt in China 65 Standorte mit zusammen über 32 000 Mitarbeitern.
    Etliche Verletzte bei Bombenexplosion in Kanada
    Bei der Explosion eines Sprengsatzes in der Nähe der kanadischen Metropole Toronto sind mindestens 15 Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Die Tat habe sich in einem Restaurant im Vorort Mississauga in der Provinz Ontario ereignet, teilte die Polizei mit. Zwei Verdächtige seien vom Tatort geflohen. Die Einkaufsstraße mit dem Restaurant wurde abgeriegelt. Die Hintergründe der Tat sind unklar.
    Putin und Macron: Engere Syrien-Abstimmung
    Russland und Frankreich wollen ihre Bemühungen um ein Ende des Syrien-Krieges besser koordinieren. Das sagten die Präsidenten Wladimir Putin und Emmanuel Macron nach mehrstündigen Gesprächen in St. Petersburg. Macron sprach von einem "sehr bedeutenden Fortschritt". Russland ist die wichtigste Schutzmacht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Im Zentrum Syriens griffen derweil israelische Kampfjets einen Militärflughafen der Regierung an. Die Flugzeuge hätten vom Libanon aus mehrere Raketen abgefeuert und Munitionslager der Assad-Truppen ins Visier genommen, hieß es aus Armeekreisen.
    Samsung muss Apple 533 Millionen Dollar zahlen
    In einem langjährigen Patentstreit ist der Elektronikhersteller Samsung zu einer Strafzahlung von einer halben Milliarde Dollar verurteilt worden. Die Jury eines US-Bundesgerichts urteilte, Samsung müsse 533 Millionen Dollar - umgerechnet 454 Millionen Euro - an Apple überweisen, weil der Konzern das Design von Apples iPhone kopiert habe. Weitere fünf Millionen Dollar soll das südkoreanische Unternehmen wegen Patentverletzungen bei Funktionen des iPhones zahlen. Die beiden Smartphone-Konkurrenten haben sich in den vergangenen Jahren weltweit mit gegenseitigen Patentklagen überzogen.
    Zweiter Flugschreiber auf Kuba gefunden
    Knapp eine Woche nach dem Absturz einer Passagiermaschine auf Kuba haben Ermittler die zweite Blackbox des Flugzeugs gefunden. Der erste Flugschreiber war am vergangenen Wochenende entdeckt worden. Die Ermittler erhoffen sich hierdurch Aufschluss über die Unglücksursache. Die Boeing 737-200 war vor einer Woche kurz nach dem Start am internationalen Flughafen José Marí in Havanna auf einem Feld zerschellt. Mehr als 100 Menschen kamen dabei ums Leben. Viele der Opfer sind immer noch nicht identifiziert.
    Medien: Weinstein-Festnahme steht bevor
    Der US-Filmproduzent Harvey Weinstein soll nach übereinstimmenden Medienberichten wegen mutmaßlicher sexueller Übergriffe noch in dieser Woche festgenommen werden. Weinstein wolle sich am Freitag den Behörden stellen, hieß es. Seit Monaten laufen Ermittlungen gegen den Produzenten, nachdem viele Frauen ihn des sexuellen Missbrauchs bezichtigt hatten. Derweil werfen mehrere Frauen auch dem US-Schauspieler Morgan Freeman sexuelles Fehlverhalten vor. Eine junge Produktionsassistentin sagte im Sender CNN, er habe sie unerwünscht berührt. In einer ersten Reaktion bat Freeman um Entschuldigung.
    8 min

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