Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 12.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weißes Haus fordert mehr Druck auf Iran durch Verbündete:
    Die US-Regierung hat andere Nationen aufgefordert, den Druck auf den Iran zu erhöhen. Die "rücksichtslosen Taten" der Islamischen Republik bedrohten die regionale Sicherheit im Nahen Osten, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Iranische Revolutionsgarden hätten Israel mit Raketen beschossen, zudem hätten dem Iran nahestehende Gruppen im Jemen eine Rakete in Richtung der saudischen Hauptstadt Riad gelenkt. Das US-Präsidialamt warf den Revolutionsgarden in der Erklärung vor, mit Hilfe von finanziellen Mitteln "destabilisierenden Einfluss im ganzen Nahen Osten" geltend machen zu wollen.
    US-Botschafter rechnet nicht mit Handelskrieg zwischen USA und EU:
    Der neue US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, rechnet nicht mit einer drastischen Verschärfung des Zollstreits zwischen den USA und Europa. Es werde keinen Handelskrieg geben, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sein Land erwarte aber Vorschläge der Europäer dazu, wie sich bisherige Zölle abbauen ließen. Grenell erinnerte daran, dass bis zum 1. Juni ein entsprechend überarbeitetes Konzept vorgelegt werden müsse. Die EU wurde vorerst bis dahin von den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen. Derzeit verhandelt sie mit der US-Regierung über eine dauerhafte Lösung.
    Israel fordert Syrien auf, Iraner aus dem Land zu werfen:
    Der Konflikt zwischen Israel und dem Iran hat sich gefährlich zugespitzt. Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman rief Syriens Machthaber Baschar al-Assad auf, iranische Kämpfer aus dem Land zu werfen. Die Präsenz der Iraner im Land sorge nur für Probleme, so Lieberman. Die Regierung in Teheran unterstützt in Syrien die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah und die Al-Kuds-Brigaden, die an der Seite der syrischen Armee kämpfen. Israel macht letztere verantwortlich für die Attacke auf die Golanhöhen in der Nacht zum Donnerstag. Teheran wies jede Beteiligung an den Vorfällen zurück.
    Erste Wahl im Irak seit Sieg über den IS:
    Die Iraker wählen erstmals seit dem Sieg über die Terrormiliz "Islamischer Staat" ein neues Parlament. Mehr als 7000 Kandidaten bewerben sich um die 329 Sitze. Eine zentrale Frage ist, ob der von Schiiten regierte Irak näher an den schiitischen Nachbarn Iran rückt. Zwei der drei aussichtsreichsten Spitzenkandidaten haben enge Verbindungen zum Iran: Ex-Ministerpräsident Nuri al-Maliki und Hadi al-Amiri, der mit seiner Miliz zum Sieg gegen den IS beitrug. Wunschkandidat des Westens ist Regierungschef Haider al-Abadi, der den Irak aus dem amerikanisch-iranischen Konflikt heraushalten will.
    WHO befürchtet größeren Ebola-Ausbruch im Kongo:
    Die Weltgesundheitsorganisation bereitet sich in der Demokratischen Republik Kongo auf eine größere Ebola-Epidemie vor. Neun Nachbarländer seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, sagte der stellvertretende WHO-Generaldirektor Peter Salama in Genf. Seit April gibt es 32 vermutete, wahrscheinliche oder bestätigte Fälle, darunter 18 Tote. Man hoffe nun auf eine Genehmigung für einen Impfstoff, der bisher keine Zulassung hat. Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Zwischen 2014 und 2016 kamen in Westafrika rund 11.300 Menschen ums Leben.
    7 min
  • 11.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Sanktionen gegen Irans Revolutionsgarden:
    Das US-Finanzministerium hat Strafmaßnahmen gegen ein Netzwerk verhängt, das Millionensummen in US-Dollar getauscht und an die iranischen Revolutionsgarden geschleust haben soll. Das Geld hätten die Garden und die Eliteeinheit Al-Quds unter anderem zur Bewaffnung ihrer "Stellvertretergruppen" in verschiedenen Ländern verwendet, erklärte Minister Steven Mnuchin. Die Sanktionen richten sich gegen Einzelpersonen und Firmen. Präsident Donald Trump hatte die Aufkündigung des Atom-Abkommens auch mit Interventionen des Irans in regionale Konflikte - darunter im Jemen und in Syrien - begründet.
    Merkel und Guterres ermahnen Israel und Iran:
    Nach den Angriffen Israels auf iranische Stellungen in Syrien wächst weltweit die Sorge vor einer Eskalation des Konflikts. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, im Nahen Osten gehe es "wahrlich um Krieg und Frieden". In einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani rief Merkel "zur Deeskalation" auf. Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres forderte ein "sofortiges Ende aller Feindseligkeiten". Israels Armee hatte in der Nacht zum Donnerstag eine Offensive gegen mutmaßliche iranische Ziele in Syrien gestartet. Sie reagierte damit auf Attacken der iranischen Al-Quds-Brigaden.
    Trump und Kim treffen sich in Singapur:
    Das mit Spannung erwartete Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un soll am 12. Juni in Singapur stattfinden. "Wir werden beide versuchen, daraus einen besonderen Augenblick für den Weltfrieden zu machen", erklärte Trump auf Twitter. Das beherrschende Thema wird voraussichtlich das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm sein, das im vergangenen Jahr zu starken Spannungen zwischen beiden Staaten geführt hatte.
    Ausweg aus der politischen Sackgasse in Katalonien:
    Der von der spanischen Justiz gesuchte katalanische Separatistenführer Carles Puigdemont hat auf seine erneute Kandidatur als Regionalpräsident verzichtet. Als unbelasteten Ersatzkandidaten schlug er in einem in Deutschland aufgezeichneten Video den weitgehend unbekannten Abgeordneten Quim Torra vor. Der 55-jährige Verleger ist neu in der Politik. Damit zeichnete sich ein Ende des monatelangen Tauziehens um die Bildung einer neuen Regierung für die nordostspanische Region ab. Wenn es bis zum 22. Mai kein neues Kabinett gibt, muss in Katalonien neu gewählt werden.
    Mehr als 5000 Menschen in Brasilien von Polizisten erschossen:
    Kriminalität und Gewalt haben in Brasilien deutlich zugenommen. Im vergangenen Jahr töteten Sicherheitskräfte 5012 Menschen. Das waren 19 Prozent mehr als 2016, wie aus einer Studie hervorgeht. Die Zahl der getöteten Polizisten ging um 15 Prozent auf 385 zurück. Wenn schwerbewaffnete Spezialeinheiten der Polizei im Kampf gegen Drogenbanden in Elendsviertel einrücken, geraten auch immer wieder Unbeteiligte zwischen die Fronten. Mächtige Verbrechersyndikate ringen in Brasilien um die Kontrolle im Drogenhandel und bei der Schutzgelderpressung.
    Eine Tote nach Ebola-Ausbruch im Kongo:
    In der Demokratischen Republik Kongo hat es nach dem jüngsten Ausbruch der Virus-Krankheit einen verdächtigen Todesfall gegeben. Das Opfer ist eine Krankenschwester. Allerdings sei noch nicht bestätigt, ob es sich dabei tatsächlich um Ebola handele, teilte Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga mit. Elf Personen seien mit dem Virus infiziert, darunter drei weitere Krankenschwestern. Dies gebe Anlass zur Sorge. In dem zentralafrikanischen Staat ist Ebola zum neunten Mal seit 1976 ausgebrochen.
    8 min
  • 10.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israel greift zahlreiche iranische Ziele in Syrien an:
    Israels Armee hat nach eigenen Angaben zahlreiche iranische Militärziele in Syrien angegriffen. Dies sei eine Reaktion auf iranische Raketenangriffe auf israelische Stellungen auf dem Golan, sagte ein Sprecher. Die Attacken hätten auf die Abschussorte der Raketen sowie auf Geheimdiensteinrichtungen abgezielt. Israel strebe aber keine militärische Eskalation mit Teheran an, so der Sprecher weiter. Laut der Armee hatte der Iran rund 20 Raketen auf Stützpunkte entlang der Grenze zu Syrien abgefeuert. Die Aktion sei von einem Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden angeordnet worden.
    Macron wirbt für erweitertes Abkommen mit dem Iran:
    Nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran plädiert der französische Präsident Emmanuel Macron für eine Erweiterung der Vereinbarung. Die Europäer blieben in dem Abkommen, weil es für die Stabilität im Nahen Osten wichtig sei, sagte Macron im Interview der ARD-Tagesthemen und der Deutschen Welle. Das Atomabkommen müsse aber ergänzt werden, über 2025 hinaus und um Themen wie die ballistischen Raketen des Iran und die regionalen Aktivitäten des Landes. Europa stehe nun vor einer historischen Herausforderung, mahnte Macron.
    US-Präsident Trump droht Teheran:
    Einen Tag nach seinem Ausstieg aus der Atomvereinbarung hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit "sehr schwerwiegenden Konsequenzen" gedroht, sollte das Land sein Nuklearprogramm ausweiten. Er würde dem Iran "sehr stark" dazu raten, nicht sein Atomprogramm zu starten, sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. US-Verteidigungsminister Jim Mattis beteuerte, dass seine Regierung weiterhin mit den europäischen Verbündeten in der Iran-Frage zusammenarbeiten wolle.
    92-jähriger führt Opposition in Malaysia zum Sieg:
    Erstmals seit der Unabhängigkeit Malaysias 1957 ist das Regierungsbündnis Barisan Nasional (BN) abgewählt worden. Der 92-jährige ehemalige Premierminister Mahathir Mohamad führte bei der Parlamentswahl die Oppositionsallianz Pakatan Harapan (PH, Pakt der Hoffnung) zum Sieg. Nach Angaben der Wahlkommission sicherte sich die PH zusammen mit einer verbündeten Partei 115 der 222 Sitze im Parlament. Der bisherige Premier Najib Razak, einst ein Zögling Mahathirs, war wegen eines Korruptionsskandals in Ungnade gefallen.
    Maas zu Antrittsbesuch in Moskau:
    Knapp zwei Wochen nach Amtsantritt der neuen Bundesregierung fliegt Außenminister Heiko Maas nach Russland. Ein Thema ist die Aufkündigung der Atomvereinbarung durch die USA. Die Regierung in Moskau will ebenso wie die übrigen Unterzeichner Deutschland, Frankreich, Großbritannien und China an dem Abkommen mit dem Iran festhalten. Bei seinem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow dürfte Maas auch den Krieg in Syrien ansprechen. Der Westen bemüht sich derzeit um einen neuen Anlauf für eine politische Lösung des Konflikts. Außerdem geht es um die Lage in der Ostukraine.
    Weiterer tödlicher Unfall mit Tesla-Fahrzeug:
    Zwei Insassen sind bei einem Unfall in Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida ums Leben gekommen, eine Person wurde verletzt. Nach Angaben der Behörde für Transportsicherheit hatte die Batterie des mit Strom betriebenen Tesla Model S Feuer gefangen, nachdem der Wagen mit hohem Tempo gegen eine Wand geprallt war. Vier Unfallermittler wurden zum Unglücksort entsandt. Um Teslas Fahrassistenzprogramm "Autopilot" gehe es bei den Ermittlungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht, betonte die Behörde.
    7 min
  • 09.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trumps Ausstieg aus Iran-Abkommen löst Sorge aus:
    Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran hat international Kritik ausgelöst. Die Regierungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens äußerten "Bedauern und Sorge" und kündigten an, sich zusammen für den Erhalt der Vereinbarung einsetzen zu wollen. Auch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte, die EU sei "entschlossen", das Abkommen aufrecht zu erhalten. UN-Generalsekretär António Guterres erklärte, er sei "zutiefst besorgt". Mit der Aufkündigung des Abkommens leitete US-Präsident Donald Trump zugleich die Wiedereinsetzung von Sanktionen ein.
    Iran hält vorerst am Atomabkommen fest:
    Der Iran will nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen vorerst an dem Deal festhalten. Außenminister Mohamed Dschawad Sarif schrieb auf seiner Twitter-Seite, er werde eine Pendeldiplomatie starten. Danach werde der Iran sich dann endgültig entscheiden, ob er im Abkommen bleiben werde. Bei den Verhandlungen mit dem EU-Trio Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie China und Russland müsse versichert werden, dass der Iran voll und ganz von den wirtschaftlichen Vorteilen des Abkommens profitieren könne, teilte Sarif mit. Zuvor hatte Präsident Hassan Rohani gewarnt, sollten die Verhandlungen scheitern, werde der Iran sein Atomprogramm wieder unbegrenzt aufnehmen.
    USA fordern deutsche Unternehmen zu Verzicht auf Iran-Geschäfte auf:
    Die USA haben deutsche Unternehmen aufgefordert, sich aus dem Iran zurückzuziehen. Der neue US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, forderte im Kurzbotschaftendienst Twitter, als Konsequenz aus den US-Sanktionen sollten deutsche Unternehmen ihre Geschäfte im Iran "sofort" herunterfahren. Der nationale Sicherheitsberater von Donald Trump, John Bolton, gab in Washington bekannt, dass die wieder in Kraft gesetzten Sanktionen der USA "ab sofort" für alle Neuverträge gelten würden. Ausländische Firmen, die bereits im Iran seien, hätten einige Monate Zeit, um das Land zu verlassen.
    Qualifikation ausländischer Mediziner sorgt für Debatten auf Ärztetag:
    Die Bundesärztekammer hat für Ärzte aus Nicht-EU-Ländern eine Prüfung gefordert, die dem deutschen Staatsexamen entspricht. Die derzeitige Gleichwertigkeitsprüfung stelle nicht sicher, dass diese Ärzte über die Kompetenzen der in Deutschland ausgebildeten Mediziner verfügten, heißt es. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte dafür plädiert, schnellere und gründlichere Verfahren zur Anerkennung ausländischer Medizin-Abschlüsse einzuführen. In Deutschland arbeiten laut Bundesärztekammer insgesamt rund 25.000 Ärzte aus Nicht-EU-Ländern.
    Malaysia wählt neues Parlament:
    In Malaysia hat die Parlamentswahl begonnen. Premierminister Najib Razak geht trotz eines Korruptionsskandals als Favorit ins Rennen. Der 64-Jährige wird unterstützt von einer Allianz um die Regierungspartei UMNO, die seit mehr als sechs Jahrzehnten in dem südostasiatischen Staat an der Macht ist. Wichtigster Herausforderer ist einer seiner Vorgänger, der ehemalige Regierungschef Mahathir bin Mohamad. Der 92-Jährige hatte das Land mehr als 20 Jahre lang regiert. Im Unterschied zu früher kandidiert er dieses Mal für die Opposition.
    Filmfest Cannes offiziell eröffnet:
    In Cannes sind am Dienstagabend die 71. Filmfestspiele eröffnet worden. Nach der Eröffnungsgala stand die Premiere des Films "Everybody knows" von Asghar Farhadi auf dem Programm. Die spanischen Filmstars Penélope Cruz und Javier Bardem spielen die Hauptrollen. Insgesamt konkurrieren 21 Filme um die Goldene Palme, die am 19. Mai vergeben wird. Die neunköpfige Jury wird von der australischen Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett geleitet.
    8 min
  • 08.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump vor Iran-Entscheidung:
    US-Präsident Donald Trump will an diesem Dienstag seine mit Spannung erwartete Entscheidung zum Atomabkommen mit dem Iran bekanntgeben. Er werde sich um 14 Uhr Washingtoner Ortszeit (20 Uhr MESZ) in der Sache äußern, kündigte er an. Trump hat bis spätestens Samstag Zeit, ausgesetzte Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft treten zu lassen. Ein solcher Schritt würde eine faktische Aufkündigung des 2015 geschlossenen Atomdeals bedeuten. Der Iran warnte die USA vor einem solchen Schritt.
    Ex-Militäroffizier North wird Präsident der US-Waffenlobby:
    Der ehemalige Militärberater Oliver North wird neuer Präsident der US-Waffenlobby NRA. Der 74-jährige, bisher Kommentator beim konservativen Fernsehsender Fox News, werde sein Amt so bald wie möglich antreten, teilte die Organisation mit. Seine Funktion bei Fox News werde er niederlegen. North war in den 80er Jahren einer der Drahtzieher in der Iran-Contra-Affäre. Damals wurden unter US-Präsident Ronald Reagan Waffen an den Iran verkauft, um mit dem Erlös Guerillas in Nicaragua zu unterstützen. Ein Urteil gegen North wurde später wieder aufgehoben. Aktivisten gegen Waffengewalt kritisierten seine Ernennung.
    USA verlangen Wahl-Absage in Venezuela:
    Die USA haben Venezuela aufgerufen, die bevorstehende Präsidentschaftswahl abzusagen. US-Vizepräsident Mike Pence forderte den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro bei einer Versammlung der Organisation Amerikanischer Staaten in Washington auf, die für den 20. Mai geplante "Scheinwahl" zu stoppen und "echte Wahlen anzusetzen". Zugleich verkündete die US-Regierung neue Sanktionen, die sich gegen Firmen in Venezuela und Panama richten.
    Chinas Premier Li Keqiang besucht Japan:
    Erstmals seit acht Jahren reist wieder ein chinesischer Ministerpräsident nach Japan. Li Keqiang wird während seines Besuchs an diesem Dienstag auch von Kaiser Akihito empfangen. Für Mittwoch ist ein Dreier-Treffen mit Japans Regierungschef Shinzo Abe und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In geplant. Im Mittelpunkt soll die Nordkorea-Krise stehen. In diesem Jahr feiern China und Japan den 40. Jahrestag ihres Freundschaftsvertrages. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind aber dennoch angespannt, auch wegen der japanischen Kriegsvergangenheit.
    Erdogan weist Forderung nach TV-Duell zurück:
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will kein Fernsehduell mit seinem Herausforderer aus der größten Oppositionspartei vor den Wahlen im Juni. Er wies damit eine Forderung des CHP-Kandidaten Muharrem Ince zurück. Neben Ince treten drei weitere Kandidaten gegen Erdogan an, darunter die frühere Innenministerin Meral Aksener für die Iyi-Partei und der inhaftierte Selahattin Demirtas für die pro-kurdische HDP.
    6 min
  • 07.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hisbollah-Miliz liegt bei Wahl im Libanon vorne:
    Bei der ersten Parlamentswahl im Libanon seit neun Jahren zeichnet sich nach ersten Ergebnissen eine Mehrheit für die radikal-islamische Hisbollah-Miliz und ihre Verbündeten ab. Stärkste Einzelfraktion dürfte trotz Verlusten die sunnitische Zukunftsbewegung des vom Westen unterstützten Ministerpräsidenten Saad al-Hariri bleiben. Er steuert damit wohl auf eine weitere Amtszeit zu. Die Wahlbeteiligung sank auf 49,2 Prozent. Im Jahr 2009 waren es noch 54 Prozent.
    Umfragen: Regierungspartei verliert bei Kommunalwahl in Tunesien:
    Bei der ersten Kommunalwahl in Tunesien nach der Revolution 2011 hat Umfragen zufolge die islamisch-konservative Partei "Ennahda" des Philosophen und Predigers Rached Ghannouchi landesweit mit 27,5 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Demzufolge liegt die Partei von Staatspräsident Beji Caid Essebsi und Regierungschef Youssef Chahed mit 22,5 Prozent nur auf Platz zwei. Offizielle Ergebnisse werden erst in den kommenden Tagen erwartet.
    Viele Tote bei Angriff auf Dorf in Nigeria:
    Im Norden Nigerias sind bei einem Angriff auf ein Dorf mindestens 45 Menschen getötet worden. Dies teilte ein Sprecher der Polizei aus der Ortschaft Gwaska mit. Warum das Dorf im Bundesstaat Kaduna attackiert wurde, ist unklar. In der Region gibt es häufig Auseinandersetzungen wegen Viehdiebstahls oder Streit um Agrarland zwischen Bauern und Hirten.
    Korruptionsprozess in Vietnam: Angeklagter geht nicht in Berufung:
    Der mutmaßlich aus Deutschland entführte Vietnamese Trinh Xuan Thanh hat seine Berufung gegen die Verurteilung zu lebenslanger Haft zurückgezogen. Dies teilte das Volksgericht in Hanoi mit. Dort sollte eigentlich der Berufungsprozess gegen den 52-Jährigen beginnen. Die Hintergründe, warum Thanh auf die Berufung verzichtet, sind zunächst nicht bekannt. Der Fall belastet die Beziehungen zwischen Deutschland und Vietnam. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass Thanh im Juli 2017 aus Berlin entführt wurde. Vietnam behauptet, dass er freiwillig zurückgekehrt sei, um sich zu stellen.
    Treffen der Koalitionsfraktionen auf der Zugspitze:
    Überschattet von einer neuen Debatte um die Flüchtlingspolitik kommen die Spitzen der Bundestagsfraktionen von Union und SPD an diesem Montag zu einer Klausurtagung auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, zusammen. Unter der Leitung der Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder (CDU/CSU) und Andrea Nahles (SPD) sowie CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt soll es unter anderem um eine Wohnungsbauoffensive gehen. Dobrindt hatte nach dem gewaltsamen Widerstand gegen eine Abschiebung in Ellwangen eine härtere Gangart gegen Flüchtlinge angemahnt und von einer "aggressiven Anti-Abschiebe-Industrie" gesprochen.
    Angriff auf Wahlsieger nach Oberbürgermeister-Wahl in Freiburg:
    Nach der Wahl des Oberbürgermeisters in der Stadt Freiburg ist der Sieger Martin Horn auf seiner Wahlparty angegriffen und verletzt worden. Der 33-jährige Nachwuchspolitiker wurde ins Gesicht geschlagen. Er verlor einen Zahn und zog sich eine Wunde unter dem Auge zu. Die Polizei nahm einen 54-jährigen Tatverdächtigen fest. Dessen Motiv ist noch unklar. Der parteilose Horn hatte sich - unterstützt von der SPD - bei der Wahl gegen den prominenten Grünen-Politiker Dieter Salomon durchgesetzt. Dieser hatte vor 16 Jahren als erster Grünen-Politiker das Amt des Oberbürgermeisters in einer deutschen Großstadt übernommen.
    1. FC Nürnberg steigt in die Bundesliga auf:
    Der 1. FC Nürnberg kehrt nach vier Jahren in die Fußball-Bundesliga zurück. Der Zweitligist gewann sein Spiel beim SV Sandhausen mit 2:0 und machte damit den Aufstieg ins Oberhaus perfekt. Die Nürnberger waren 2014 aus der Bundesliga abgestiegen.
    7 min
  • 05.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schwere Erdbeben in Hawaii:
    Nach dem Ausbruch des Vulkans Kilauea auf Hawaii ist die Inselgruppe von zwei heftigen Erdbeben erschüttert worden. Die US-Erdbebenwarte meldete Beben der Stärke 5,4 und 6,9 im Abstand von nur einer Stunde. Das Zentrum der Beben lag unweit des Vulkans auf Big Island, relativ nah an der Erdoberfläche. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gibt es noch nicht. Die Beben lösten weitere Eruptionen des Kilauea aus. Dieser war am Donnerstag nach einer Reihe von Erdbeben ausgebrochen. Mehr als 10.000 Menschen waren bereits aufgefordert worden, vorsorglich ihre Häuser zu verlassen.
    Trump verspricht NRA Recht auf Waffenbesitz zu schützen:
    Beim Jahrestreffen der National Rifle Association (NRA) in Dallas hat US-Präsident Donald Trump deutlich gemacht, dass er fest an der Seite der Waffenlobby steht. Er werde das Recht auf Waffenbesitz stets verteidigen, sagte er. Von schärferen Waffengesetzen ist Trump längst abgerückt. Stattdessen erneuerte er seinen umstrittenen Vorschlag, Lehrer zu bewaffnen. Nach dem Parkland-Schulmassaker im Februar mit 17 Toten war der Präsident kurzzeitig auf Distanz zur NRA gegangen. Mittlerweile deutet nichts mehr darauf hin, dass er eine Konfrontation mit der Waffenlobby wagen könnte.
    US-Regierung beendet Schutzstatus für Einwanderer aus Honduras:
    Die US-Regierung beendet den Schutzstatus für Einwanderer aus Honduras. Die Honduraner mit vorübergehendem Aufenthaltsstatus hätten bis Januar 2020 Zeit, in ihre Heimat zurückzukehren, teilte das Ministerium für Heimatschutz mit. Andernfalls drohe die Abschiebung. Der Schutzstatus wurde rund 57.000 Menschen aus Honduras im Jahr 1999 gewährt. Damals hatte Hurrikan "Mitch" für schwere Zerstörung in dem mittelamerikanischen Land gesorgt. Nun argumentiert die US-Regierung, die Bedingungen in Honduras seien ausreichend gut für eine Rückkehr. In den vergangenen Monaten hatte die Regierung ähnliche Schutzabkommen für insgesamt rund 425.000 Menschen aus verschiedenen Ländern beendet.
    Sitz für Deutschland im UN-Sicherheitsrat scheint gesichert:
    Einer Wahl Deutschlands in den UN-Sicherheitsrat steht nichts mehr im Wege. Israel hat seine Kandidatur für einen nicht-ständigen Sitz im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen zurückgezogen. Israels UN-Vertretung erklärte, die Kandidatur für den Sicherheitsrat verschieben zu wollen. Damit bleiben nur noch Deutschland und Belgien für die zwei frei werdenden Sitze übrig. Die Wahl der beiden Länder durch die UN-Generalversammlung im kommenden Monat dürfte gesichert sein. Deutschland gehörte zuletzt 2011 und 2012 dem Sicherheitsrat an.
    Viele Verletzte bei Protesten an Grenze zu Gaza:
    Die Proteste an der Grenze zwischen Israel und Gaza gehen weiter. Das palästinensische Gesundheitsministerium sprach von rund 1100 Demonstranten, die verletzt wurden. Die meisten durch Tränengas. Etwa 80 Palästinenser erlitten demnach bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten Schussverletzungen. Nach Angaben der israelischen Armee hatten sich rund 10.000 Palästinenser an verschiedenen Abschnitten des 40 Kilometer langen Grenzzauns an gewaltsamen Protesten beteiligt. Sie sollen brennende Reifen in Richtung der Soldaten gerollt und Steine geworfen haben. Seit Ende März sind bei ähnlichen Konfrontationen 50 Palästinenser getötet worden.
    Nawalny ruft Anhänger zum Protest gegen Putin auf:
    Zwei Tage vor der Vereidigung von Russlands wiedergewähltem Präsidenten Wladimir Putin lässt Oppositionspolitiker Alexej Nawalny seine Anhänger gegen den Kremlchef protestieren. In 90 russischen Städten sind Kundgebungen unter dem Motto "Er ist für uns kein Zar" geplant. Schon in den vergangenen Tagen waren die russischen Behörden gegen die Organisatoren der Proteste vorgegangen. In mehreren Städten gab es Festnahmen und die Büros von Nawalnys Organisation wurden durchsucht. Putin wird am Montag für eine weitere sechsjährige Amtszeit vereidigt. Nawalny war bei der Präsidentenwahl im März nicht zugelassen.
    8 min
  • 04.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ex-Volkswagen-Chef Winterkorn in den USA angeklagt:
    Die US-Justiz wirft dem langjährigen VW-Chef Martin Winterkorn Betrug vor. Das geht aus einer erweiterten Anklageschrift hervor, die vom zuständigen Gericht in Detroit veröffentlicht wurde. Winterkorn wird beschuldigt, Teil einer Verschwörung zum Verstoß gegen US-Umweltgesetze gewesen zu sein. Der Manager war kurz nach Bekanntwerden des Dieselskandals im September 2015 von seinem Amt zurückgetreten. Winterkorn hatte aber stets betont, sich keines Fehlverhaltens bewusst zu sein. Zwei frühere VW-Mitarbeiter wurden in den USA bereits zu mehrjährigen Haftstrafen und hohen Geldbußen verurteilt.
    Von der Leyen plant Umbau der Bundeswehr:
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Bundeswehr nach einem Pressebericht grundlegend umbauen. Laut "Süddeutscher Zeitung" plant die CDU-Ministerin, die vorherrschende Fokussierung auf Auslandseinsätze zu beenden. Stattdessen wolle man sich wieder "gleichrangig" der Landes- und Bündnisverteidigung widmen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Entwurf für das Grundsatzpapier. Die Bundeswehr müsse vorbereitet sein, "ihren Beitrag zur nationalen Sicherheitsvorsorge" zu leisten, heißt es darin. Hintergrund sei eine veränderte Lage, vor allem durch die Krise um die Ostukraine.
    Xi lobt Karl Marx als wichtigen Theoretiker für die Zukunft Chinas:
    Der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping hat Karl Marx als "einen der größten Denker der modernen Zeit" gewürdigt und dessen Theorien als wichtiges Werkzeug für China bezeichnet, "um die Zukunft zu gewinnen". Es sei "völlig korrekt" gewesen, den "Marxismus auf die Fahnen der Chinesischen Kommunistischen Partei zu schreiben", proklamierte Xi in einer Ansprache in der Großen Halle des Volkes in Peking. China feiert den 200. Geburtstag des deutschen Philosophen mit einer Serie von Veranstaltungen. Die Propaganda für Marx gilt als Teil der Kampagne Xis zum Ausbau seiner Macht.
    Grenell als neuer US-Botschafter für Deutschland vereidigt:
    Richard Grenell ist als neuer US-Botschafter für Deutschland offiziell ins Amt eingeschworen worden. Vizepräsident Mike Pence vereidigte den 51-Jährigen in Washington. Grenell sei hochqualifiziert für seine künftige Aufgabe und werde die Beziehungen zwischen beiden Ländern stärken, sagte Pence. Grenell gilt als einer der stärksten Unterstützer des außenpolitischen Kurses von Präsident Donald Trump. Zuletzt hatte er als Kommentator und Berater gearbeitet. Trump hatte ihn schon im September 2017 ernannt, die Bestätigung im Senat hatte sich aber verzögert und war erst vor einer Woche erfolgt.
    Oscar-Akademie schließt Bill Cosby und Roman Polanski aus:
    Die amerikanische Oscar-Akademie hat sich vom Entertainer Bill Cosby und vom Filmregisseur Roman Polanski getrennt. Die Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles votierten für den Ausschluss der beiden. Als Grund wurden Verstöße gegen die "Verhaltensrichtlinien" genannt. Cosby ist vor einigen Tagen wegen sexueller Nötigung verurteilt worden. Polanski wurde 1977 in den USA wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen angeklagt, entging einem Prozess aber, indem er sich nach Europa absetzte.
    Twitter ruft Nutzer zu Passwort-Änderung auf:
    Twitter hat seine Nutzer zu Passwort-Änderungen aufgerufen. Wegen eines Softwarefehlers seien Kennwörter versehentlich in internen Datenbanken im Klartext gespeichert worden, teilte der US-Kurznachrichtendienst mit. Eine interne Untersuchung habe aber keine Hinweise ergeben, dass die Passwörter von Insidern gestohlen oder missbraucht worden seien. Bei der Änderung handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, der Fehler sei inzwischen behoben. Wie viele der 330 Millionen Nutzer betroffen sind, gab Twitter nicht bekannt.
    Atlético Madrid und Olympique Marseille im Europa-League-Finale:
    Atlético Madrid hat den FC Arsenal mit 1:0 besiegt und sich nach dem 1:1 in London für das Endspiel der Fußball-Europa-League qualifiziert. Die Spanier treffen im Finale auf Olympique Marseille. Dem neunmaligen französischen Meister reichte nach dem 2:0 vor einer Woche ein 1:2 gegen Red Bull Salzburg. Das Endspiel findet am 16. Mai in Lyon statt.
    8 min
  • 03.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump soll Schweigegeld für Pornodarstellerin erstattet haben:
    US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben seines neuen Anwalts, Rudy Giuliani, seinem Rechtsvertreter Michael Cohen die Zahlung von 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels erstattet. Das Geld sei von Trumps Anwalt gezahlt worden, der Präsident habe es über mehrere Monate hinweg zurückerstattet, sagte Giuliani im Sender Fox News. Cohen hatte die Summe vor der Präsidentschaftswahl 2016 an die Pornodarstellerin gezahlt, damit sie nicht öffentlich über ein angebliches sexuelles Abenteuer mit Trump spricht. Trump hatte bisher bestritten, von der Zahlung gewusst zu haben.
    Weiterer Trump-Anwalt steigt aus:
    Ty Cobb, führender Rechtsanwalt von US-Präsident Donald Trump für die Russland-Ermittlungen, hört auf. Dies teilte das Weiße Haus mit. Cobb war erst im März in das Team geholt worden. Trumps Anwaltsteam verhandelt derzeit mit Sonderermittler Robert Mueller darüber, ob dieser auch den Präsidenten selbst befragen darf. Mueller untersucht, ob Russland die US-Präsidentenwahl 2016 beeinflusst hat und ob es dabei eine Zusammenarbeit mit dem Trump-Team gab. Cobb soll sich laut Medien für einen kooperativen Umgang mit dem Sonderermittler eingesetzt haben.
    Cambridge Analytica gibt auf:
    Die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica stellt den Betrieb ein und meldet Insolvenz an. Das Unternehmen, das im Zentrum des jüngsten Facebook-Skandals steht, begründete den Schritt mit Kundenschwund und steigenden Anwaltskosten. Man sei ungerechtfertigten Anschuldigungen ausgesetzt und für legale Geschäftspraktiken diffamiert worden, die weithin als Standard von Online-Werbung akzeptiert seien, teilte Cambridge Analytica mit. Facebook hatte zugegeben, dass die Analysefirma die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern zu Unrecht in die Hände bekam und im US-Wahlkampf zugunsten von US-Präsident Donald Trump einsetzte.
    Deutsche Rot-Kreuz-Mitarbeiterin in Somalia entführt:
    In der somalischen Hauptstadt Mogadischu ist eine deutsche Mitarbeiterin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) entführt worden. Man sei in großer Sorge, es liefen viele Bemühungen, ihre Freilassung zu erwirken, hieß es vom IKRK. Entführungen von Ausländern sind in Somalia keine Seltenheit. Neben Armut, Hungersnöten und dem Fehlen staatlicher Strukturen setzen den Menschen dort auch die Terroristen der islamistischen Miliz Al-Shabaab zu. Die mit Al-Kaida verbundene Terrorgruppe kämpft für die Errichtung eines sogenannten Gottesstaates.
    Bundeswehr wollte Chemiewaffen:
    Die Bundesrepublik Deutschland plante in den 1960-er Jahren sehr konkret den Einsatz chemischer Waffen - das belegen geheimgehaltene Akten der Bundeswehr und der US-Regierung, die jetzt von Journalisten der Rundfunksender NDR und WDR und der Süddeutschen Zeitung ausgewertet wurden. Demnach bat das westdeutsche Verteidigungsministerium die US-Regierung 1963 geheim um die Belieferung mit chemischer Munition. Die USA lehnten dies später ab. Laut internationaler Verträge durfte Deutschland damals Chemiewaffen weder herstellen noch einsetzen. Regierung und Bundeswehr hatten immer bestritten, Besitz oder Einsatz von Chemiewaffen zu planen.
    Mahnungen zum Tag der Pressefreiheit:
    Politiker und Aktivisten zeigen sich besorgt über die Lage der Pressefreiheit. Weltweit riskierten unbequeme Journalisten ihr Leben und ihre Freiheit, sagte Außenminister Heiko Maas. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble mahnte, gezielte Angriffe auf die Glaubwürdigkeit der Medien gefährdeten die Demokratie. Weltweit wird an diesem Donnerstag der Internationale Tag der Pressefreiheit begangen. Amnesty International kritisierte in diesem Zusammenhang erneut die Türkei. Dort seien seit dem Putschversuch 2016 mehr als hundert Journalisten inhaftiert und zahlreiche Medienhäuser geschlossen worden.
    FC Liverpool im Champions-League-Finale:
    Der FC Liverpool steht im Finale der Fußball-Champions-League. Dem Team von Trainer Jürgen Klopp reichte dafür am Abend eine 2:4-Niederlage beim AS Rom. Das Hinspiel hatten die Engländer 5:2 gewonnen. Das Finale findet am 26. Mai in Kiew statt. Gegner des FC Liverpool ist dann Real Madrid.
    9 min
  • 02.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Die Welt rüstet auf:
    Angesichts wachsender Spannungen wird so massiv in Rüstungsgüter investiert wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr. Weltweit stiegen die Militärausgaben im vergangenen Jahr auf 1,739 Billionen US-Dollar (rund 1,433 Billionen Euro), wie das Friedensforschungsinstitut SIPRI in seinem neuen Bericht feststellt. Die USA führen die Rangliste an. Auf Platz zwei liegt China, gefolgt von Saudi-Arabien und Russland. Deutschland gab mit 44,3 Milliarden US-Dollar (knapp 37 Milliarden Euro) so viel Geld für Waffen und Militär aus wie zuletzt vor fast zehn Jahren und liegt damit auf Platz neun.
    Sieben Millionen Tote wegen Luftverschmutzung:
    Durch das Einatmen dreckiger Luft sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund sieben Millionen Menschen pro Jahr. Die Regierungen müssten entschlossener gegen die tödliche Verschmutzung ankämpfen, forderte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Nach seinen Angaben atmen neun von zehn Menschen weltweit Luft ein, die eine zu hohe Konzentration an Schadstoffen aufweist. Etwa 90 Prozent aller Todesfälle durch verschmutzte Luft seien in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verzeichnen. Asien und Afrika seien die Brennpunkte der Krise.
    Armeniens Opposition will das Land zum Stillstand bringen:
    Nach seiner Wahlschlappe im Abgeordnetenhaus hat Armeniens Oppositionsführer Nikol Paschinjan seine Anhänger zu neuen Protesten aufgerufen. Einige in die Hauptstadt Eriwan führende Straßen sind bereits blockiert. Auch Flughäfen und Zugstrecken sollen gesperrt werden. Paschinjan hatte sich zuvor im Parlament der Wahl zum Regierungschef gestellt. Lediglich 45 Abgeordnete stimmten für ihn, für eine Wahl hätte er jedoch 53 Stimmen benötigt. Die regierende Republikanische Partei, die das armenische Parlament dominiert, verweigerte ihm die Zustimmung.
    Viele Opfer bei Anschlag auf Moschee in Nigeria:
    Bei zwei Selbstmordanschlägen im westafrikanischen Nigeria sind nach Behörden-Angaben mindestens 26 Menschen getötet worden. Rettungshelfer sprachen gar von mehr als 60 Todesopfern. Bei den Attentätern handelte es sich laut Augenzeugen um Minderjährige. Der erste Täter zündete seinen Sprengsatz an der Moschee in der Stadt Mubi. Der zweite Attentäter sprengte sich kurz darauf inmitten einer Menge aus Gläubigen, Händlern und Kunden in die Luft, die nach der ersten Explosion in eine Ecke des angrenzenden Marktes geflohen war. Die Dschihadistenmiliz Boko Haram verübte schon mehrfach Anschläge in Mubi.
    Marokko beendet diplomatische Beziehungen zum Iran:
    Die marokkanische Regierung hat dem Iran eine Destabilisierung ihres Landes vorgeworfen und aus Protest die diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Marokkos Außenminister Nasser Bourita beschuldigte Teheran, die Separatistenbewegung Frente Polisario in der Westsahara zu unterstützen. Sein Land habe "unwiderlegbare Beweise", dass der Iran über die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah Waffen geliefert habe. Marokko erhebt Anspruch auf die Westsahara und kontrolliert den größeren Teil der Region. Die Polisario kämpft für die Unabhängigkeit des gesamten Gebiets.
    Bundesstaaten verklagen Trump wegen Abgasregeln:
    Unter Federführung Kaliforniens sind 17 US-Bundesstaaten wegen der geplanten Aufweichung der Umweltvorschriften für Neuwagen vor Gericht gezogen. Die Klage richtet sich gegen die US-Umweltbehörde (EPA), welche im April angekündigt hatte, die von US-Präsident Donald Trumps Vorgänger Barack Obama erlassenen Emissionsvorschriften lockern zu wollen. Die Regelungen sehen bislang vor, dass der Durchschnittsverbrauch bis zum Jahr 2025 auf eine Gallone Sprit pro 54,5 Meilen sinken soll. Das entspricht in etwa 4,4 Liter pro 100 Kilometer. Der Verbrauch würde damit im Vergleich zum Jahr 2010 etwa halbiert.
    8 min

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