Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 20.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Scholz setzt auf dauerhafte Aussetzung der US-Strafzölle:
    Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat sich nach einem Treffen mit US-Vizepräsident Mike Pence zuversichtlich gezeigt, dass die Europäische Union dauerhaft von amerikanischen Strafzöllen ausgenommen bleiben könnte. Die Sonderregelung für die Europäer bei den Strafzöllen auf Stahl und Aluminium gilt noch bis zum 1. Mai. Der SPD-Politiker und Vizekanzler Scholz hält sich wegen der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington auf.
    Außenminister Maas tritt Antisemitismus entgegen:
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat die jüngsten antisemitischen Vorfälle in Deutschland als "beschämend" verurteilt. Die Verantwortung der Deutschen, sich schützend vor jüdisches Leben zu stellen, ende nie, sagte der SPD-Politiker in Berlin bei einer Festveranstaltung zum 70. Gründungsjubiläum des Staates Israel. Unterdessen hat sich der Mann, der einen Israeli mit einer Kippa in Berlin angegriffen hatte, der Polizei gestellt. Es handelt sich um einen 19-jährigen Flüchtling aus Syrien, der seit 2015 in Deutschland ist.
    Giftgas-Aufklärung: USA beschuldigen Russland und Syrien:
    Die USA werfen Syrien und Russland vor, die Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasangriffs auf die ehemalige Rebellenbastion Duma systematisch zu behindern. Beide Länder versuchten, das vermutete Angriffsziel zu reinigen und so belastende Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen verschwinden zu lassen, erklärte das Außenministerium in Washington. Außerdem bemühten sich russische und syrische Vertreter, die Ankunft der Kontrolleure der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) in Duma zu verzögern, so die USA weiter.
    Viele Verletzte bei Zugunglück in Salzburg:
    Bei einem Zugunglück am Hauptbahnhof im österreichischen Salzburg sind viele Reisende verletzt worden. Nach Angaben eines Bahnsprechers gab es mehr als 50 Opfer. Ein Rangierzug ist den Angaben zufolge auf einen im Bahnhof stehenden Nachtzug geprallt. Es soll sich um einen Railjet handeln, der von Zürich nach Wien unterwegs war. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Wie es zu dem Zusammenstoß kam, ist noch unklar.
    Ausstände an US-High-Schools wegen Waffengewalt:
    In den USA wollen Tausende Schüler mit einem ganztägigen Streik gegen Waffengewalt protestieren. Rund 2.500 Veranstaltungen sind angemeldet. Die Ausstände reihen sich gut neun Wochen nach dem Schulmassaker von Parkland mit 17 Toten in eine Kette von Protesten ein. Die Demonstranten werfen der Politik vor, dass sie auch nach Parkland trotz vieler Versprechen keine durchgreifenden Änderungen der Gesetzgebung durchgesetzt hat. An diesem Freitag jährt sich zudem das Massaker an der Columbine High School zum 19. Mal. Zu Beginn der Schulstreiks sollen für die 13 Toten von Columbine 13 Sekunden der Stille stehen.
    Ausschreitungen und Abbruch im türkischen Pokal-Halbfinale:
    In der Türkei ist das Pokal-Halbfinalspiel zwischen den rivalisierenden Klubs Fenerbahce und Besiktas Istanbul nach Zuschauer-Ausschreitungen abgebrochen worden. Besiktas-Trainer Senol Günes war von einer Sitzschale am Kopf getroffen und verletzt worden. Sein Team zog sich daraufhin geschlossen in die Kabine zurück. Die Partie wurde nicht mehr angepfiffen.
    7 min
  • 19.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel berät mit Macron über EU-Reformen:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beraten an diesem Donnerstag in Berlin über die umstrittenen EU-Reformen. Deutschland und Frankreich wollen noch vor dem EU-Gipfel im Juni gemeinsame Vorschläge vorlegen. Am Dienstag hatte Macron im Europaparlament in Straßburg seine Reformpläne für die europäische Finanzpolitik erläutert. CDU und CSU zeigten sich skeptisch. Bei ihrem Treffen dürften Merkel und Macron nach Wegen suchen, trotz Bedenken bei CDU und CSU Reformfortschritte zu erzielen.
    Brexit-Schlappe für May:
    Im Ringen um den Brexit hat Premierministerin Theresa May eine Niederlage im Oberhaus des Parlamentes erlitten. Das House of Lords wandte sich gegen Mays Plan, die Zollunion mit der Europäischen Union zu verlassen. Der Gesetzentwurf geht nun zurück ins Unterhaus. Beide Kammern müssen sich letztlich auf einen Wortlaut einigen, damit das Gesetz in Kraft treten kann. Die Handelspolitik ist einer der wichtigsten Streitpunkte in der Brexit-Debatte. Die Befürworter eines Verbleibs in der Zollunion wollen unter anderem Grenzkontrollen zwischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland vermeiden.
    EU-Kommissar: Deutschland nimmt 10.000 Flüchtlinge auf:
    Deutschland nimmt nach Angaben von EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos mehr als 10.000 Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten auf. Eine entsprechende Zusage der Bundesregierung sei in dieser Woche bei der EU-Kommission eingegangen, sagte Avramopoulos den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Aufnahme erfolgt demnach im Rahmen eines neuen EU-Umsiedlungsprogramms. Das Programm wurde im vergangenen Sommer aufgelegt, um besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen einen direkten Weg nach Europa zu öffnen. Bis Herbst 2019 sollen mindestens 50.000 Flüchtlinge angesiedelt werden.
    Viele Deutsche fühlen sich ungenügend vor Globalisierung geschützt:
    Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland fordert einer Studie zufolge einen besseren Schutz der deutschen Wirtschaft vor ausländischen Wettbewerbern. 57 Prozent wünschen sich von der Bundesrepublik mehr Anstrengungen in diesem Bereich, wie eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt. 52 Prozent glauben zudem nicht, dass die Bundesregierung genug tut, um Bürger vor negativen Folgen der Globalisierung zu schützen. In anderen großen Industriestaaten ist das Schutzbedürfnis sogar noch stärker ausgeprägt: In Frankreich fordern dies 75 Prozent, in den USA 61 Prozent und in Großbritannien 59 Prozent.
    Israel feiert seine Unabhängigkeit:
    In Israel haben die Feierlichkeiten zum 70. Jubiläum der Staatsgründung begonnen. Sie sollen 70 Stunden lang dauern. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte bei einer Zeremonie, Israels Hand sei in Frieden ausgestreckt für all jene Nachbarn, die den Frieden wollten. Er betonte, Unabhängigkeit bedeute auch die Fähigkeit zur Selbstverteidigung. Am 14. Mai 1948 hatte Israels erster Ministerpräsident David Ben Gurion in Tel Aviv die Unabhängigkeitserklärung verlesen. Da in Israel der hebräische Kalender gilt, wird aber schon jetzt gefeiert.
    Friedensprozess in Kolumbien: Ecuador stellt Vermittlung ein:
    Ecuador will nach einer Reihe von Entführungen im Grenzgebiet im Friedensprozess zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation ELN nicht länger vermitteln. Ecuador sei nicht länger Garantiemacht im Friedensprozess und stehe auch nicht mehr als Verhandlungsort zur Verfügung, sagte Ecuadors Präsident Lenín Moreno. In den vergangenen Tagen hatte eine abtrünnige Gruppe der FARC-Guerilla im Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien mehrere Menschen entführt und drei der Geiseln getötet.
    8 min
  • 18.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundesweite Razzia gegen Menschenhändler:
    Mit einer groß angelegten Razzia hat die Bundespolizei zum Schlag gegen organisierte Kriminalität ausgeholt. Bundesweit seien weit mehr als 1000 Beamte im Einsatz, hieß es von der Behörde. Es handele sich um die größte Durchsuchungsmaßnahme seit Bestehen der Bundespolizei. Es gehe um gefälschte Visa, Menschenhandel, Zuhälterei und Zwangsprostitution. Bundesweit würden mehr als 60 Einrichtungen durchsucht, hieß es weiter. Es gebe mehrere Haftbefehle. Der Schwerpunkt der Aktion ist nach Informationen der "Bild"-Zeitung Nordrhein-Westfalen.
    Trump bestätigt direkte Gespräche mit Nordkorea:
    Vor einem geplanten Treffen von Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un gibt es nach Angaben des US-Präsidenten direkte Kontakte zwischen beiden Seiten. Die Gespräche zur Planung des Gipfels fänden auf "extrem hoher Ebene" statt, sagte Trump. Die Einladung zu dem Treffen war von Kim ausgegangen. Nordkorea ist wegen seines Atomprogramms mit zahlreichen internationalen Sanktionen belegt worden. Seit einigen Monaten nähern sich auch die beiden koreanischen Staaten an. In zehn Tagen kommen Südkoreas Präsident Moon Jae In und Kim zu einem Gipfel zusammen.
    OPCW-Experten haben Arbeit in Duma noch nicht begonnen:
    Ein UN-Sicherheitsteam hat die Lage in der syrischen Stadt Duma erkundet. Sollte das Team die Situation vor Ort als sicher einschätzen, könnten die internationalen Chemiewaffenexperten der OPCW dort am Mittwoch ihre Arbeit aufnehmen und den mutmaßlichen Giftgasangriff in der ehemaligen Rebellenhochburg untersuchen, sagte der syrische UN-Botschafter vor dem Sicherheitsrat. In der Stadt bei Damaskus wurden am 7. April nach Einschätzung westlicher Staaten beim Einsatz von Chemiewaffen durch syrische Regierungstruppen zahlreiche Menschen getötet.
    Frühere US-First Lady Barbara Bush ist tot:
    Die frühere First Lady der USA, Barbara Bush, ist tot. Die Frau des ehemaligen Präsidenten George H. W. Bush und Mutter des späteren Präsidenten George W. Bush starb im Alter von 92 Jahren, wie das Büro der Familie mitteilte. Ihr Gesundheitszustand hatte sich zuletzt sehr verschlechtert. Nach einer Reihe von Krankenhausaufenthalten entschied sie sich gegen eine weitere medizinische Behandlung.
    Starbucks schließt für Anti-Rassismus-Training:
    Die Café-Kette Starbucks schließt ihre Filialen in den USA für einen halben Tag, um die Mitarbeiter ein Anti-Rassismus-Training absolvieren zu lassen. Das Unternehmen reagiert damit auf eine Welle öffentlicher Empörung, nachdem in einem Starbucks-Lokal in Philadelphia zwei Afroamerikaner verhaftet wurden. Ein Angestellter hatte die Polizei gerufen, weil die Männer sich in dem Café aufgehalten, aber nichts bestellt hatten. Videos der Festnahme wurden im Internet Millionen Mal geklickt. Starbucks kämpft seitdem gegen Rassismus-Vorwürfe.
    Trotz Protesten: Sargsjan zum Regierungschef in Armenien gewählt:
    In Armeniens Hauptstadt Eriwan haben Tausende Menschen gegen den neugewählten Ministerpräsidenten Sersch Sargsjan demonstriert. Rund 80 Menschen wurden Medienberichten zufolge festgenommen. Sargsjan wurde zuvor mit einer deutlichen Mehrheit zum neuen Regierungschef gewählt. Seit 2008 war Sargsjan Staatsoberhaupt der Ex-Sowjetrepublik. Durch eine umstrittene Verfassungsreform, die im Dezember 2015 per Referendum gebilligt wurde und nun in Kraft trat, wird das Amt des Ministerpräsidenten deutlich aufgewertet.
    7 min
  • 17.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Chemiewaffen-Experten dürfen endlich ins syrische Duma:
    Elf Tage nach dem mutmaßlichen Chemiewaffenangriff in Syrien sollen Ermittler der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) am Mittwoch nach Duma reisen können. Das gab ein russischer Botschafter nach einer Sondersitzung der OPCW in Den Haag bekannt. Die Experten sollen untersuchen, ob es einen Giftgasanschlag in Duma gab. Bislang erhielten sie keinen Zugang zu dem Ort. Großbritannien hatte Russland und Syrien vorgeworfen, russische Vertreter könnten die Stelle des mutmaßlichen Gifteinsatzes manipuliert haben, um die Ermittlungen zu behindern. Russland begründete die Verzögerung dagegen mit "Sicherheitsfragen".
    USA und Großbritannien: Russland verübt großflächige Cyberattacke:
    Russland hat laut USA und Großbritannien eine großangelegte Cyberattacke verübt. Der Angriff richte sich gegen staatliche sowie private Organisationen und Personen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung des Nationalen Cybersicherheitszentrums von Großbritannien, der US-Bundespolizei FBI und des US-Heimatschutzministeriums. Die Angriffe richteten sich demnach gegen Installationen wie Router, Switches und Firewalls bei Internet-Providern, Unternehmen und Anbietern wichtiger Infrastruktur.
    EU-Beschwerde gegen US-Zölle bei der WTO:
    Wegen der neuen Zölle auf Aluminium- und Stahl-Importe verlangt die EU Schadenersatz von den USA. Sie reichte dazu eine Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) ein. Die US-Regierung erhebt seit März zusätzliche Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium und begründet dies mit dem Schutz der nationalen Sicherheit. Die EU betrachtet die Importabgaben als Schutzzölle. Die 28 EU-Staaten sind zwar zunächst bis zum 1. Mai davon ausgenommen. Sie fordern aber, unbefristet und bedingungslos ausgenommen zu werden. Auch China hat sich bei der WTO beschwert.
    Rumäniens Präsident stellt sich vor Korruptionsbekämpferin:
    Die Chefin der Antikorruptionseinheit der rumänischen Staatsanwaltschaft (DNA), Laura Kövesi, bleibt weiter im Amt. Staatspräsident Klaus Iohannis lehnte trotz Kritik der Regierung einen Antrag von Justizminister Tudorel Toader auf Absetzung der DNA-Chefin formell ab. Kövesi wird von der EU hoch geschätzt und ist im Volk sehr angesehen. Ihr Mandat läuft im Mai kommenden Jahres regulär ab. Sie kann nur auf Vorschlag des Justizministers vom Staatschef vorzeitig abgesetzt werden. Kritiker werfen Rumäniens sozialliberaler Regierung vor, den Antikorruptionskurs durch Absetzung Kövesis stoppen zu wollen.
    Macron will im EU-Parlament für seine Reformpläne werben:
    Frankreichs Präsident Macron will heute im EU-Parlament in Straßburg für seine europapolitischen Reformideen werben. Dabei geht es auch um Vorschläge, den Posten eines EU-Finanzministers zu schaffen und einen eigenen Haushalt für die Eurozone aufzustellen. Die Grünen werfen der Bundesregierung vor, Frankreich in der Debatte um die Zukunft Europas alleine zu lassen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) verweigerten die "proeuropäischen Signale", sagte Parteichefin Annalena Baerbock der Deutschen Presse-Agentur. Bis zu einem EU-Gipfel im Juni will Merkel sich mit Macron einigen. Am Donnerstag reist Macron nach Berlin.
    Weinstein-Enthüller gewinnen Pulitzer-Preis:
    Journalisten der "New York Times" und des "New Yorker" haben für ihre Berichterstattung über die Belästigungsvorwürfe gegen Hollywood-Produzent Harvey Weinstein und die daraufhin gestartete MeToo-Debatte einen der begehrten Pulitzer-Preise gewonnen. Die "Washington Post" und die Nachrichtenagentur Reuters teilen sich die Auszeichnung für ihre Berichte über die Rolle Russlands in der US-Präsidentenwahl. Der US-Rapper Kendrick Lamar erhielt die renommierte Ehrung für sein aktuelles Soloalbum "Damn". Damit ist Lamar der erste Rapper, der in der Kategorie Musik einen Pulitzer-Preis erhält.
    Mainz gewinnt Abstiegsduell gegen Freiburg:
    Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hat der FSV Mainz im letzten Montagsspiel der Saison einen 2:0-Sieg gegen den SC Freiburg errungen. Beide Tore für die Mainzer erzielte Pablo De Blasis. Nach einem zunächst nicht geahndeten Handspiel von Freiburgs Marc Oliver Kempf hatte der Schiedsrichter schon zur Halbzeit gepfiffen. Nach einem Videobeweis entschied er auf Strafstoß, den Pablo De Blasis verwandelte. Die Mainzer belegen punktgleich mit dem VfL Wolfsburg den 15. Platz . Freiburg liegt auf Relegationsplatz 16.
    9 min
  • 16.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiEx-FBI-Chef Comey: Trump "moralisch ungeeignet" für Präsidentenamt:
    Der ehemalige Chef der US-Bundespolizei FBI, James Comey, hat Donald Trump als "moralisch ungeeignet" für das Präsidentenamt bezeichnet. Trump sei ein gefährlicher Anführer, der Institutionen und kulturellen Normen "gewaltigen Schaden" zufüge, sagte Comey dem Sender ABC News. Er halte es zudem für möglich, dass Russland im Besitz von kompromittierendem Material über Trump ist. Comey sagte auch, es gebe sicherlich Beweise dafür, dass der US-Präsident die Justiz behindert habe. Trump hatte Comey im Mai 2017 gefeuert und das später mit den Russland-Ermittlungen des FBI in Zusammenhang gebracht.
    Deutschland und Frankreich wollen Friedensinitiative für Syrien anstoßen:
    Nach den Luftangriffen westlicher Staaten auf Syrien starten Frankreich und Deutschland eine diplomatische Friedensinitiative. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron sagte, er wolle Russland und die Türkei an den Verhandlungstisch holen. Außenminister Heiko Maas betonte, es könne nach jahrelangem Krieg nicht so weiter gehen. Man versuche nun, den politischen Prozess neu aufzusetzen. Die USA bleiben dagegen hart gegenüber Russland. Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley kündigte bereits neue Sanktionen gegen russische Firmen wegen der Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad an.
    Djukanovic wird wieder Montenegros Präsident:
    In Montenegro hat Milo Djukanovic die Präsidentenwahl klar gewonnen. Schon im ersten Wahlgang kam er nach Auszählung fast aller Stimmen auf 53 Prozent und damit auf die erforderliche absolute Mehrheit, so die Wahlforschungsgruppe Cemi. Djukanovic ist seit einem Vierteljahrhundert der einflussreichste Politiker der kleinen Balkanrepublik. Sechs Mal übte der heute 56-Jährige das Amt des Regierungschefs aus, zwischen 1998 und 2002 war er schon einmal Präsident. Djukanovic steht für einen prowestlichen Kurs. Die Opposition wirft ihm einen autoritären Führungsstil und Verbindungen zur Mafia vor.
    Slowaken demonstrieren gegen Polizeichef:
    Fast zwei Monate nach dem Mord an dem Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak haben in der slowakischen Hauptstadt Bratislava erneut Zehntausende protestiert. Die Demonstranten forderten eine lückenlose Aufklärung der Bluttat, Neuwahlen sowie die Absetzung von Polizeichef Tibor Gaspar. Der Doppelmord an Kuciak und seiner Verlobten ist bisher nicht aufgeklärt. Viele Slowaken glauben, dass politische Seilschaften die Ermittlungen sabotieren. Kuciak war nach Polizeiangaben im Stil einer Hinrichtung erschossen worden. Zuvor hatte er Kontakte hoher politischer Kreise zur italienischen Mafia untersucht.
    ESC-Sieger outet sich als HIV-positiv:
    Conchita Wurst ist nach eigenen Angaben bereits seit vielen Jahren HIV-positiv. Das machte der österreichische Travestiekünstler und Sänger Thomas Neuwirth, der hinter der erfolgreichen Dragqueen steckt, auf der Plattform Instagram öffentlich. Er gebe diese Information deshalb preis, weil ein Ex-Freund gedroht habe, sie zu verbreiten, erklärte der 29-Jährige. Ein Coming Out sei besser, als von Dritten geoutet zu werden. Neuwirth versicherte, dass es ihm trotz HIV-Infektion gesundheitlich gut gehe. 2014 hatte Conchita Wurst mit dem Song "Rise like a Phoenix" den Eurovision Song Contest gewonnen.
    Tarifpoker geht in entscheidende Runde:
    Die wohl entscheidende Tarifrunde für den öffentlichen Dienst wird an diesem Montag in Potsdam fortgesetzt. Bis Sonntagabend war bei den Verhandlungen für die 2,3 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen eine grundsätzliche Annäherung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ausgeblieben. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen nach sechs Prozent mehr Einkommen bisher ab. In der vergangenen Woche hatten massive Warnstreiks unter anderem Teile des Nahverkehrs in Deutschland lahmgelegt und den Flugverkehr gestört.
    Schalke feiert ersten Sieg im Revierderby seit vier Jahren:
    In der Fußball-Bundesliga hat Schalke 04 mit einem verdienten 2:0 das Derby gegen Borussia Dortmund gewonnen. Damit sind die Königsblauen so gut wie sicher für die Champions League qualifiziert. Im zweiten Sonntagsspiel trennten sich RB Leipzig und Werder Bremen 1:1. Während die Sachsen um die Qualifikation für die Champions League bangen, beseitigte Bremen auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt.
    9 min
  • 14.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA, Frankreich und Großbritannien greifen Syrien an:
    Die USA, Frankreich und Großbritannien haben in der Nacht zu Samstag Luftangriffe in Syrien geflogen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, er habe "Präzisionsschläge" auf Ziele angeordnet, die mit den Chemiewaffen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad in Zusammenhang stünden. Sie seien eine Vergeltung für den Einsatz chemischer Waffen durch die syrische Regierung gegen das eigene Volk, so Trump weiter. Aus Damaskus meldeten Medien Explosionen. Laut US-Verteidigungsminister Jim Mattis sind zunächst keine weiteren Militärschläge geplant. Russland drohte den Westmächten umgehend mit Konsequenzen.
    Guterres warnt vor Eskalation des Syrienkonflikts:
    Nach dem alliierten Luftangriff auf Syrien hat UN-Generalsekretär António Guterres die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen zur Zurückhaltung aufgerufen. Angesichts der gefährlichen Lage sollten alle Handlungen zur Eskalation vermieden werden, sagte er in New York. Guterres mahnte an, dass im Sicherheitsrat eine wirksame Lösung für die Haftung beim Einsatz von Chemiewaffen gefunden werden müsse.
    Amerika-Gipfel ohne Trump und Maduro:
    Rund 30 Staats- und Regierungschefs aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik kommen zum 8. Amerika-Gipfel in der peruanischen Hauptstadt Lima zusammen. US-Präsident Donald Trump sagte wegen der angespannten Lage im Syrienkonflikt kurzfristig ab. Stattdessen reisen sein Vize Mike Pence, seine Tochter Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner nach Lima. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro war im Vorfeld ausgeladen worden. Pence forderte im Vorfeld, weitreichendere Sanktionen gegen die linksnationalistische Regierung zu verhängen. Gleichzeitig sicherte er vor der Wirtschaftskrise geflohenen Venezolanern finanzielle Hilfen zu.
    Ecuador: Journalisten von Farc-Splittergruppe umgebracht:
    Drei an der Grenze zu Kolumbien entführte Ecuadorianer sind tot. Die beiden Journalisten und ihr Fahrer seien von Dissidenten der früheren kolumbianischen Guerillaorganisation Farc ermordet worden, sagte Ecuadors Präsident Lenín Moreno. Ein von Moreno gestelltes Ultimatum hatten die Kidnapper verstreichen lassen. Sie hatten die drei Ecuadorianer am 26. März im Grenzgebiet entführt. Letztere hatten dort für eine Geschichte über Drogengewalt recherchiert. Die Entführer wollten im Tausch gegen die Geiseln in Ecuador inhaftierte Mitglieder ihrer Splittergruppe Front Oliver Sinisterra freibekommen.
    Ein Toter bei Palästinenser-Protesten:
    An der Grenze zum Gazastreifen ist es erneut zu schweren Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gekommen. Israelische Soldaten hätten das Feuer auf protestierende Palästinenser eröffnet und einen von ihnen getötet sowie hunderte weitere Menschen verletzt, teilten palästinensische Ärzte mit. Die Proteste gehen bereits in die dritte Woche und sollen insgesamt sechs Wochen anhalten. Die Palästinenser demonstrieren für ein Recht auf Rückkehr in jene Gebiete, die heute Teil des israelischen Territoriums sind. Israel lehnt dies ab.
    Maas wirft Kollegah und Farid Bang Antisemitismus vor:
    Die Antisemitismus-Debatte rund um die Rapper Kollegah und Farid Bang geht auch nach der Echo-Preisverleihung weiter. Außenminister Heiko Maas twitterte, dass antisemitische Provokationen keine Preise verdient hätten und widerwärtig seien. Dass am Holocaustgedenktag ein solcher Preis verliehen werde, sei beschämend, so der SPD-Politiker. Am 12. April, dem Tag, an dem vor allem Israel an die sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden erinnert, waren die beiden Rapper mit dem renommierten Musikpreis ausgezeichnet worden. Sie stehen wegen der Textzeile "Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" in der Kritik.
    Fußball-Bundesliga: Wolfsburg kommt nicht voran:
    In der Fußball-Bundesliga geht für den VfL Wolfsburg das Zittern im Abstiegskampf weiter. Das Team von Bruno Labbadia kam am Freitag trotz 32-minütiger Überzahl nicht über ein 0:0 gegen den FC Augsburg hinaus und bleibt daheim in diesem Jahr bisher sieglos. Die Wolfsburger trennen nur drei Punkte vom Relegationsplatz 16.
    8 min
  • 13.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weißes Haus: Trump hat noch keine Entscheidung zu Syrien gefällt:
    US-Präsident Donald Trump und die britische Premierministerin Theresa May wollen keine weiteren Chemiewaffeneinsätze in Syrien dulden. Sie seien sich bei ihrem Telefonat einig gewesen, dass hierzu eine internationale Antwort notwendig sei, teilte Mays Büro mit. Das US-Präsidialamt hatte zuvor erklärt, über einen möglichen Militärschlag in Syrien sei noch nicht entschieden worden. Trump hatte zuvor einen baldigen Beschluss über einen solchen Einsatz angekündigt. Anders als Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine deutsche Beteiligung an einem möglichen militärischen Vergeltungsschlag für den mutmaßlichen Giftgaseinsatz in der Stadt Duma ausgeschlossen. Experten der Chemiewaffenorganisation OPCW sind unterwegs nach Syrien, um die Vorwürfe zu überprüfen.
    Künftiger US-Außenminister Pompeo für schärferen Kurs:
    Der designierte US-Außenminister Mike Pompeo hat im Falle seiner Bestätigung einen Neuanfang im außenpolitischen Kurs seines Landes angekündigt. Bei einer Senats-Anhörung in Washington sagte der bisherige CIA-Direktor, er wolle Änderungen am Atomabkommen mit dem Iran voranbringen und einen schärferen Kurs gegenüber Russland einschlagen. Weitere Sanktionen gegen Moskau schloss er nicht aus. Pompeo löst Außenminister Rex Tillerson ab, der vor einem Monat von Präsident Donald Trump wegen unterschiedlicher politischer Auffassungen entlassen worden war.
    Comey vergleicht Trump mit Mafia-Boss:
    Der ehemalige FBI-Chef James Comey rechnet in einem Buch mit US-Präsident Donald Trump ab. "Dieser Präsident ist skrupellos und nicht an die Wahrheit und institutionelle Werte gebunden", zitiert die "New York Times" den Verfasser. Treffen mit Trump hätten ihn an seine "frühere Karriere als Strafverfolger gegen die Mafia" erinnert, schreibt Comey laut US-Medienberichten weiter. Das Buch "A higher Loyalty: Truth, Lies and Leadership", soll am Dienstag in den Handel kommen. Trump hatte Comey im Mai vorigen Jahres gefeuert und den Rauswurf unter anderem mit den FBI-Ermittlungen zur Russland-Affäre begründet.
    Polen modifiziert umstrittene Justizreform:
    Der Streit mit der EU um die Justizreform in Polen hat die Verantwortlichen in Warschau veranlasst, Änderungen vorzunehmen. Das von der nationalkonservativen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) dominierte Parlament in Warschau stimmte veränderten Regelungen für den Nationalen Justizrat zu. So soll der Einfluss des Justizministers auf das Gremium beschnitten werden. Die Opposition und der Oberste Gerichtshof sprechen von reiner Kosmetik, da die meisten Mitglieder des Justizrates der PiS nahestehen. Als Reaktion auf die Justizreformen leitete die EU im Dezember ein Strafverfahren gegen Polen wegen möglicher Verletzung demokratischer Grundwerte ein.
    Herbert Diess wird neuer VW-Vorstandschef:
    Nun ist es offiziell. Volkswagen hat einen neuen Chef: Der Aufsichtsrat ernannte den bisherigen VW-Markenchef Herbert Diess zum neuen Vorstandschef des Unternehmens. Der 59-Jährige soll den Konzernumbau bei VW weiter vorantreiben, wie es in der Mitteilung des Unternehmens heißt. Diess hatte in seiner Zeit als VW-Markenchef die Effizienz beim weltgrößten Autobauer verbessert. Diesen Posten wird Diess zusätzlich behalten. Sein Vorgänger Matthias Müller sei im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig mit sofortiger Wirkung als Vorstandsvorsitzender ausgeschieden, teilte VW mit.
    7 min
  • 12.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.May beruft Sondersitzung des Kabinetts zu Syrien-Krieg ein:
    Die britische Premierministern Theresa May hat eine Dringlichkeitssitzung ihres Kabinetts einberufen. Dort werde die britische Reaktion auf den mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf die syrische Stadt Duma diskutiert, teilte ihr Büro mit. Der Sender BBC berichtet, May stehe bereit, die britische Beteiligung an einer Militäraktion zu genehmigen. Eine vorherige Zustimmung des Unterhauses wolle sie nicht einholen. Oppositionsführer Jeremy Corbyn hatte eine Einbeziehung des Parlaments gefordert. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor per Twitter einen Raketenangriff auf Syrien angekündigt. Später erklärte das Präsidialamt, Trump habe noch keinen Zeitplan. Trump macht Russland und Syrien für den Angriff in der Rebellenhochburg Duma verantwortlich. Die beiden verbündeten Länder bestreiten das.
    Bericht: Syrische Flüchtlinge verlassen Deutschland:
    Syrische Flüchtlinge, die mit einem gültigen Aufenthaltsstatus in Deutschland leben, verlassen offenbar zunehmend die Bundesrepublik in Richtung Türkei. Dies hätten gemeinsame Recherchen ergeben, berichten das ARD-Politikmagazin "Panorama" und das Reporterformat "STRG_F" der Online-Plattform funk. Als Grund würden viele Syrer die erschwerte Familienzusammenführung nennen. Demnach reisen viele Flüchtlinge illegal in die Türkei, da sie kein Visum für die Ausreise dorthin erhalten. Oft würden sie die Hilfe von Schleusern nutzen. In sozialen Netzwerken gebe es bereits Gruppen, in denen sich tausende Syrer über die "umgekehrte Flucht" austauschen.
    Agententochter Julia Skripal schottet sich ab:
    Zwei Tage nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus hat sich die Agententochter Julia Skripal über Scotland Yard zu Wort gemeldet. In ihrer Stellungnahme lehnt die 33-jährige Russin die angebotene Hilfe der russischen Botschaft in London ab. Sie möchte auch keinen Kontakt zu ihrer in Moskau lebenden Cousine Viktoria haben. Deren Meinungen und Behauptungen seien weder ihre noch die ihres Vaters. London fürchtet laut BBC, dass die Verwandte vom Kreml instrumentalisiert wird. Der Ex-Doppelspion Sergej Skripal und seine Tochter waren in England mutmaßlich auf Geheiß Moskaus vergiftet worden. Der Fall löste eine schwere diplomatische Krise zwischen Russland und dem Westen aus.
    Amnesty: Zahl der erfassten Hinrichtungen weltweit rückläufig:
    Amnesty International hat im vergangenen Jahr weniger Todesurteile und auch einen leichten Rückgang bei den Hinrichtungen weltweit verzeichnet. Die Menschenrechtsorganisation zählte 993 Exekutionen, vier Prozent weniger als im Vorjahr. Für 84 Prozent der gezählten Hinrichtungen sind vier Länder verantwortlich: Iran, Saudi-Arabien, Irak und Pakistan. Die Zahl der Todesurteile sank laut AI 2017 um 17 Prozent auf knapp unter 2600. In der Statistik nicht enthalten sind die Zahlen aus China, da das Land Angaben zur Todesstrafe unter Verschluss hält. Amnesty vermutet, dass dort weiterhin jährlich die Todesstrafe tausendfach verhängt und vollstreckt wird.
    Facebook-Chef will Nutzer schützen - wird aber wenig konkret:
    Facebook-Chef Mark Zuckerberg ist den zweiten Tag in Folge von Abgeordneten des US-Kongresses zu dem Skandal um Datenmissbrauch in seinem Unternehmen befragt worden. Der 33-Jährige erklärte dabei den Schutz privater Nutzerdaten zu seiner Priorität. Zudem halte er angesichts der globalen Bedeutung des Internets eine stärkere gesetzliche Regulierung von Online-Netzwerken grundsätzlich für unvermeidlich. Bei der Befragung sagte Zuckerberg, dass von dem Unternehmen Cambridge Analytica auch persönliche Daten von ihm selbst abgegriffen wurden. Die Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Usern waren von der umstrittenen britischen Datenananlysefirma ausgeschlachtet worden.
    Papst entschuldigt sich für Umgang mit Missbrauchsfall in Chile:
    Papst Franziskus hat sich jetzt auch in der Sache für seine Aussagen zu dem Missbrauchsskandal im chilenischen Klerus entschuldigt. Er habe während seiner Chilereise im Januar bei der Bewertung und Wahrnehmung der Situation schwere Irrtümer begangen, vor allem aus Mangel an Informationen, schreibt das Oberhaupt der Katholischen Kirche. Die Protokolle der von ihm eingesetzten Sonderermittler schilderten ungeschönt die Pein der Missbrauchsopfer. Bei seinem Besuch in Chile hatte Franziskus einen Eklat ausgelöst, als er Bischof Juan Barros in Schutz nahm, der Sexualdelikte eines früheren Pfarrers und Priesterausbilders gedeckt haben soll. Es sei alles Verleumdung, sagte der Papst damals.
    8 min
  • 11.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Blockade bei Syrien-Resolutionen im UN-Sicherheitsrat:
    Im UN-Sicherheitsrat haben Russland und die USA gegenseitig ihre Resolutionsentwürfe zum mutmaßlichen Chemiewaffen-Angriff in Syrien blockiert. Moskau legte sein Veto gegen einen US-Entwurf ein, in dem ein neuer "unabhängiger Mechanismus" zur Untersuchung der Vorwürfe vorgeschlagen wurde. Zwei von Russland vorgelegte Entwürfe wurden ebenfalls abgelehnt. Demnach sollte eine neue UN-Untersuchungskommission mit Blick auf den Einsatz toxischer Chemikalien "zweifelsfreie Fakten" aufzeigen. Russland vertritt die Ansicht, Rebellen hätten den Einsatz von Giftgas in Ost-Ghuta lediglich inszeniert.
    Zuckerberg räumt im US-Senat "großen Fehler" ein:
    Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich vor dem US-Kongress für den gigantischen Missbrauch von Nutzerdaten entschuldigt. Zugleich bekannte er sich zu seiner persönlichen Verantwortung. Facebook habe einen "großen Fehler" begangen, sagte Zuckerberg bei seiner Anhörung durch die Senatsausschüsse für Handel und Justiz. Wegen des Abschöpfens der Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern durch die Datenanalysefirma "Cambridge Analytica" steht das weltgrößte soziale Online-Netzwerk unter massivem Druck. Die Daten sollen unerlaubt für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump verwendet worden sein.
    Ausbruchsversuch in Gefängnis in Brasilien endet blutig:
    Bei einem versuchten Gefängnisausbruch sind im Norden Brasiliens mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Sicherheitsbehörden des Bundesstaates Pará mitteilten, hatten schwer bewaffnete Komplizen der Inhaftierten die Außenmauer eines Gefängnisses bei Belém gesprengt und die Wachleute unter Beschuss genommen. Bei Explosion und Schusswechsel seien 15 Gefängnisinsassen, fünf Komplizen und ein Polizist getötet worden, heißt es. Wie vielen Häftlingen die Flucht gelang, ist unklar.
    Politische Gefangene im Sudan sollen freikommen:
    Sudans Präsident Omar al-Baschir hat die Freilassung aller politischen Gefangenen in seinem Land angeordnet. Damit solle der Geist der Versöhnung und des Friedens gestärkt werden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Suna. Die Maßnahme dürfte vor allem Aktivisten betreffen, die im Januar bei Demonstrationen vor allem gegen höhere Brotpreise festgenommen worden waren.
    Soldaten in Myanmar wegen Tötung von Rohingya verurteilt:
    In Myanmar mussten sich erstmals Soldaten wegen der Tötung von zehn Mitgliedern der muslimischen Rohingya-Minderheit vor Gericht verantworten. In dem nicht-öffentlichen Verfahren seien vier Offiziere und drei Soldaten zu zehn Jahren Gefängnis und Zwangsarbeit verurteilt worden, heißt es in einem Eintrag auf der Facebookseite von Armeechef Min Aung Hlaing. Der blutige Vorfall ereignete sich Anfang September im Dorf Inn Din und wurde von der Armee im Januar eingeräumt. Auch gegen die beteiligten Zivilisten werde vorgegangen, teilte das Militär mit. Internationale Forderungen nach einer unabhängigen Untersuchung der Gräueltaten wurden allerdings ignoriert. Im Norden Myanmars geht die Armee seit dem vergangenen August mit brutaler Gewalt gegen die muslimische Rohingya-Minderheit vor. Hunderttausende Menschen flohen ins Nachbarland Bangladesch.
    Max Hollein wird Chef des Metropolitan Museum in New York:
    Der Österreicher Max Hollein wird neuer Direktor des renommierten Metropolitan Museum of Art in New York. Wie das größte Museum der USA mittteilte, soll der 48-Jährige den Posten im Sommer übernehmen. Hollein ist seit 2016 Direktor der Fine Arts Museums in San Francisco. Seine Karriere hatte er 1995 am New Yorker Guggenheim Museum begonnen, wo er bis zum Jahr 2000 blieb. Zwischen 2006 und 2016 leitete Hollein die Schirn-Kunsthalle, das Liebieghaus sowie das Städel-Museum in Frankfurt am Main. Hollein folgt in New York Thomas Campbell nach, der im Februar 2017 seinen Rückzug angekündigt hatte.
    Suche nach verschwundenem Tengelmann-Chef Haub:
    Der Chef der Tengelmann-Gruppe, eine der weltgrößten Handelsgesellschaften, wird seit Tagen in einem Skigebiet am Matterhorn vermisst. Die Suche nach Karl-Erivan Haub laufe auf Hochtouren, bestätigte eine Sprecherin des milliardenschweren Familienunternehmens. Der 58-Jährige sei bereits am Samstag von einer Skitour in den Alpen nicht zurückgekehrt, schrieb Haubs Bruder Christian in einem Brief an die Tengelmann-Mitarbeiter. Der Geschäftsbetrieb werde dennoch ruhig und geordnet weiterlaufen.
    8 min
  • 10.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Razzia in Büros von Trumps Anwalt:
    Die US-amerikanische Bundespolizei FBI hat die Büros und die Wohnung des persönlichen Anwalts von Präsident Donald Trump, Michael Cohen, durchsucht. Cohen ist in die Affäre um die Porno-Darstellerin Stormy Daniels verwickelt. Wie aus Ermittlerkreisen verlautet, soll es bei den Durchsuchungen auch um die Herkunft von 130.000 Dollar gegangen sein, die Cohen Daniels aus eigener Tasche gezahlt haben will. Daniels behauptet, sie habe Sex mit Trump gehabt und vor der Präsidentenwahl 2016 Geld erhalten, damit sie darüber Stillschweigen bewahrt. Trump bestreitet, von der Zahlung gewusst zu haben. Der US-Präsident kritisierte die Razzia bei seinem Anwalt scharf.
    Facebook-Chef Zuckerberg sagt vor US-Kongress aus:
    Im Datenskandal bei Facebook stellt sich Firmenchef Mark Zuckerberg an diesem Dienstag ersten Fragen im US-Kongress. Zunächst ist er als Zeuge bei einer gemeinsamen Sitzung des Rechts- und Handelsausschusses im Senat geladen. Am Mittwoch steht dann eine weitere Befragung im Ausschuss für Energie und Handel des Repräsentantenhauses auf dem Programm. Laut einem vorbereiteten Statement will Zuckerberg vor dem Kongress die persönliche Verantwortung für den Datenskandal übernehmen. Er habe Fehler gemacht, und diese täten ihm leid, schreibt der Unternehmensgründer. Zugleich sehe er die Verpflichtung, etwas zu ändern. Dies werde aber einige Zeit brauchen. In dem Skandal hatte der Entwickler einer Umfrage-App Informationen von Nutzern unrechtmäßig an die Analyse-Firma Cambridge Analytica weitergereicht, die später unter anderem für das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump arbeitete.
    Arbeiterpartei Brasiliens hält an Präsidentschaftskandidatur Lulas fest:
    In Brasilien hält die Arbeiterpartei (PT) an der Präsidentschaftskandidatur ihres inhaftierten Gründungsmitglieds Luiz Inácio Lula da Silva fest. Lula sei weiterhin ihr Kandidat und die Partei werde seine Kandidatur gemäß dem Wahlrecht Mitte August offiziell eintragen, verkündete die PT nach einer achtstündigen Sitzung. Der frühere Staatschef war wegen Korruption verurteilt worden, beteuert aber, unschuldig zu sein. Lula bezeichnet sich selbst als politischen Gefangenen und vermutet eine Verschwörung rechter Politiker, der Justiz und der Medien hinter seiner Verurteilung. Noch ist unklar, ob der 72-Jährige trotz seiner Inhaftierung bei der Wahl im Oktober erneut für das höchste Staatsamt kandidieren darf. In aktuellen Umfragen liegt Lula mit bis zu 36 Prozent deutlich vorn.
    Russland droht USA im Syrien-Konflikt:
    Russland hat die USA vor einer Reaktion auf den mutmaßlichen Giftgaseinsatz gegen Rebellen in Syrien gewarnt. Der Regierung von Präsident Donald Trump sei mitgeteilt worden, dass ein US-Militärschlag schwerwiegende Folgen hätte, sagte der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Wassili Nebensja, bei einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrates in New York. Trump bekräftigte unterdessen vor Journalisten, nach Beratungen mit seinen Experten rasch eine Entscheidung über eine Reaktion treffen zu wollen. Der Chemiewaffeneinsatz sei schrecklich und erfordere eine entschiedene Antwort. Dabei gebe es eine Menge militärischer Optionen. Nach Angaben von Aktivisten sollen bei dem mutmaßlichen Giftgasangriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Duma am Samstag mehr als 150 Menschen getötet und etwa 1000 verletzt worden sein.
    Chinas Präsident Xi verspricht mehr Marktöffnung:
    Chinas Präsident Xi Jinping hat neue Schritte zur Öffnung der Wirtschaft seines Landes angekündigt. Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts mit den USA stellte Xi geringere Zölle auf Autoimporte, mehr Marktzugang und bessere Investitionsbedingungen in Aussicht. Die Führung in Peking strebe keinen Handelsüberschuss an und wolle mehr importieren, sagte Xi bei einem Wirtschaftsforum auf der Insel Hainan. Konkrete Zahlen oder ein Datum, wann die Maßnahmen in Kraft treten sollen, wurden aber nicht genannt. Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump unter anderem die hohen Einfuhrzölle auf amerikanische Autos in China kritisiert. Sie betragen gegenwärtig 25 Prozent und sind deutlich höher als die US-Zölle auf aus China importierte Fahrzeuge.
    Flugausfälle wegen Warnstreiks in Deutschland:
    Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes weitet die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks auch auf den Luftverkehr aus. An diesem Dienstag legen Beschäftigte an den Flughäfen Frankfurt, München, Köln/Bonn und Bremen die Arbeit nieder. Dort ist jeweils mit erheblichen Flugausfällen zu rechnen. Die Lufthansa streicht mehr als 800 Flüge und damit mehr als die Hälfte der geplanten Verbindungen. Auch in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes gibt es Streiks, zum Beispiel beim Nahverkehr und den Kitas in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Staatsbeschäftigten sechs Prozent höhere Löhne und Gehälter, zumindest aber 200 Euro mehr pro Monat.
    9 min

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