Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 09.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Tote bei Luftschlag auf Militärbasis bei Homs:
    In Syrien ist nach übereinstimmenden Berichten staatlicher Medien und der Beobachtungsstelle für Menschenrechte ein Militärflughafen bombardiert worden. Nach Angaben von Aktivisten wurden mindestens 14 Menschen getötet. Mehrere Geschosse hätten den Flughafen in der Provinz Homs getroffen, meldete die Nachrichtenagentur Sana. Das US-Verteidigungsministerium wies syrische Berichte zurück, wonach es sich um einen US-Angriff handeln könnte. Kurz zuvor hatte Amerikas Präsident Donald Trump eine Warnung an Damaskus und seine Verbündeten als Reaktion auf einen mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf die Stadt Duma ausgesprochen. Die Verantwortlichen müssten einen "hohen Preis" dafür zahlen. Mit dem Angriff auf die letzte Rebellenhochburg in der Region Ost-Ghuta will sich an diesem Montag der UN-Sicherheitsrat befassen. Bei der Giftgasattacke sollen rund 150 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt worden sein.
    Orban gewinnt Wahl in Ungarn:
    Ungarns rechtskonservativer Ministerpräsident Viktor Orban kann vier weitere Jahre regieren. Seine Partei Fidesz erreichte bei der Parlamentswahl nach Auszählung eines Großteils der Stimmen rund 49 Prozent. Die Regierungspartei könnte damit erneut auf eine Zweidrittelmehrheit der Sitze kommen, die für Verfassungsänderungen notwendig ist. Die rechtsextreme Partei Jobbik kam nach jüngsten Zahlen auf 20 Prozent, die linke Liste MSZP-P auf zwölf Prozent, die Grünen erreichten knapp sieben Prozent. Regierungschef Orban sprach mit Blick auf das Ergebnis von einem "historischen Sieg". Orban hatte seinen Wahlkampf fast ausschließlich mit dem Thema Migration bestritten. Er tritt für einen nationalistischen und einwanderungsfeindlichen Kurs ein.
    Führungswechsel bei der Deutschen Bank:
    Christian Sewing wird neuer Chef der Deutschen Bank. Wie das Unternehmen nach einem Krisentreffen des Aufsichtsrates mitteilte, wurde der 47-Jährige mit sofortiger Wirkung zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Sewing folgt damit auf den Briten John Cryan, der das Geldhaus zum Monatsende verlassen wird. Cryan hatte seit Mitte 2015 an der Spitze der Deutschen Bank gestanden. Nach einer Gewinnwarnung und einem massiven Absturz des Aktienkurses verlor er zuletzt den Rückhalt von Aufsichtsratschef Paul Achleitner und wichtigen Investoren.
    Spitzentreffen zwischen Trump und Kim rückt anscheinend näher:
    Ein persönliches Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un wird nach Medieninformationen immer wahrscheinlicher. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" hat die Führung in Pjöngjang den USA versichert, dass bei einem möglichen Gipfeltreffen über den Abbau des Atomarsenals Nordkoreas gesprochen werden könne. Die Zeitung beruft sich auf Quellen aus dem Umfeld der US-Regierung. Demnach gab es entsprechende Kontakte mit Vertretern Nordkoreas. Das kommunistische Land habe damit eine der Hürden aus dem Weg geräumt, die der Zusammenkunft noch im Wege stehen. Beide Seiten streben offenbar einen Gipfel im Mai an.
    Gedenkgottesdienst für Opfer der Amokfahrt in Münster:
    In einem ökumenischen Gottesdienst haben die Menschen in Münster der Opfer der Amokfahrt vom Samstag gedacht. An der Messe im Dom der Stadt nahmen rund 1.500 Besucher teil. Der mutmaßliche Täter war in der Altstadt von Münster mit einem Kleintransporter in eine Restaurantterrasse gerast. Dabei starben zwei Menschen, etwa 20 wurden verletzt. Anschließend erschoss sich der Mann selbst. Der 48-jährige Deutsche hegte offenbar vor der Tat Suizidgedanken. Das ergibt sich laut Ermittlern aus einer E-Mail sowie einem Schriftstück, das in einer seiner Wohnungen gefunden wurde. Hinweise auf einen politischen oder islamistischen Hintergrund gibt es nicht.
    Festnahmen wegen möglicher Angriffspläne in Berlin:
    Die Berliner Polizei hat nach dem Ende des Halbmarathons in der Hauptstadt die Festnahme mehrerer Verdächtiger bestätigt. Es habe Hinweise darauf gegeben, dass die zwischen 18 und 21 Jahre alten Personen an der Vorbereitung eines Verbrechens im Zusammenhang mit der Sportveranstaltung beteiligt gewesen sein könnten, hieß es. Hinweise auf einen möglichen Terroranschlag gab es nach Angaben der Polizei nicht. Für die Teilnehmer des Halbmarathons habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" handelt es sich bei den Festgenommenen um vier Männer. Der Hauptverdächtige sei ein Vertrauter von Anis Amri gewesen, dem Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz.
    8 min
  • 07.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Lula tritt Gefängnisstrafe nicht an:
    Der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat die Frist für seinen Haftantritt verstreichen lassen. Der 72-Jährige stellte sich nicht der Bundespolizei in der Stadt Curitiba, wie dies von einem Gericht angeordnet worden war. Stattdessen blieb Lula weiter in einem Gewerkschaftsgebäude in São Paulo. Vor dem Gebäude demonstrierten Hunderte Anhänger für den Ex-Präsidenten, um ihn vor einer Festnahme zu schützen. Lula war in einem Korruptionsverfahren zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Kurz vor dem Haftantrittstermin hatte ein Gericht einen Einspruch Lulas abgewiesen. Nach brasilianischen Agenturberichten verhandeln inzwischen Anwälte des Ex-Präsidenten mit der Polizei darüber, ob er sich zu einem späteren Zeitpunkt stellen kann. Lula werden Korruption und Geldwäsche vorgeworfen. Brasiliens Linke sieht seine drohende Inhaftierung als Versuch, den früheren Staatschef an einer erneuten Kandidatur bei der Präsidentenwahl im Oktober zu hindern.
    Russland kündigt harte Reaktion auf US-Sanktionen an:
    Das russische Außenministerium hat eine "harte Antwort" auf die neuen US-Sanktionen angekündigt. Die Strafmaßnahmen würden nicht ohne Reaktion bleiben, heißt es in einer in Moskau verbreiteten Erklärung. Die USA müssten begreifen, dass sich Russland "durch keinerlei Zwangsmaßnahmen von seinem Kurs abbringen" lasse. Das Ministerium wirft der amerikanischen Regierung vor, mit den Sanktionen "Konkurrenten am Weltmarkt" eliminieren zu wollen. Dabei vergesse Washington, dass die Beschlagnahmung von Privateigentum Diebstahl sei. Die USA hatten ihre jüngsten Sanktionen mit einer angeblichen Einmischung Russlands in den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf und anderen - so wörtlich - "bösartigen Aktivitäten" begründet. Die Maßnahmen richten sich gegen Präsident Wladimir Putin nahestehende Oligarchen und deren Firmen.
    Mindestens 40 Tote bei Luftangriffen in Ost-Ghuta:
    In der syrischen Region Ost-Ghuta sind bei Luftangriffen auf die letzte von Rebellen gehaltene Stadt Duma nach Angaben von Aktivisten mindestens 40 Menschen getötet worden. Russische und syrische Kampfjets hätten bis zu mehrere hundert Angriffe auf die Stadt geflogen, teilte die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Gleichzeitig hätten syrische Bodentruppen den Südwesten und Osten der Stadt angegriffen. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden. In den vergangenen Tagen waren die Kämpfe größtenteils ausgesetzt worden, nachdem sich Rebellen und die syrische Regierung auf einen Abzug aus Ost-Ghuta verständigt hatten.
    Facebook will politische Werbung strenger regeln:
    Das Online-Netzwerk Facebook verschärft seine Regeln für politische Werbung. Wer entsprechende Anzeigen schalten will, muss nach einer Ankündigung des Unternehmens künftig seine Identität und seinen Standort bestätigen. Bereits im vergangenen Oktober hatte Facebook dieses Verfahren für eindeutige Wahlwerbung eingeführt. Es soll nun auf Werbung mit politischem Hintergrund allgemein ausgeweitet werden. Bei solchen Beiträgen soll künftig auch transparent gemacht werden, wer dafür bezahlt. Facebook war zuletzt wegen eines Datenskandals in die Kritik geraten. Von der Abschöpfung von Daten durch die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica sind laut dem Unternehmen bis zu 2,7 Millionen EU-Bürger betroffen. Es besteht der Verdacht, dass diese Daten zur Wählerbeeinflussung bei der US-Präsidentschaftswahl 2016 benutzt wurden. Am Montag will Facebook die Betroffenen über die mögliche Weitergabe ihrer Daten informieren.
    Regierung gibt Millionen für Werbung in sozialen Medien aus:
    Die Bundesregierung gibt nach Medieninformationen Millionenbeträge für Werbung in den sozialen Netzwerken Facebook, Instagram und Twitter aus. Die Mittel hierfür seien im vergangenen Jahr auf etwa fünf Millionen Euro gestiegen, schreibt die "Bild"-Zeitung. Das Blatt beruft sich auf die Antwort der Regierung auf eine kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag. Im Jahr 2013, als soziale Netzwerke noch eine wesentlich geringere Rolle spielten, habe die Bundesregierung gerade einmal 157.000 Euro für Werbung in sozialen Medien ausgegeben.
    Berliner Flughafen Schönefeld soll ausgebaut werden:
    Der noch aus DDR-Zeiten stammende Flughafen Berlin-Schönefeld soll für eine gastfreundlichere Abfertigung der Passagiere aus- und umgebaut werden. In den kommenden Jahren würden dafür rund 50 Millionen Euro investiert, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup dem Rundfunk Berlin-Brandenburg. Das Geld werde unter anderem in neue Wartebereiche investiert. Im vergangenen Jahr hatten am Flughafen Schönefeld knapp 13 Millionen Passagiere eingecheckt, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Airport wird laut Lütke Daldrup noch in den kommenden acht Jahren weiterbetrieben. Der neue Hauptstadtflughafen BER am gleichen Standort soll nach immer wieder geplatzten Eröffnungsterminen im Oktober 2020 ans Netz gehen.
    9 min
  • 06.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China droht USA mit Gegenwehr "um jeden Preis":
    Auf die Androhung weiterer Strafzölle durch US-Präsident Donald Trump hat die chinesische Regierung mit einer Kampfansage reagiert. "Wenn die USA den Widerspruch Chinas und der internationalen Gemeinschaft ignorieren und auf Unilateralismus und Handelsprotektionismus bestehen, wird China um jeden Preis bis zum Ende gehen", erklärte das Handelsministerium in Peking. Zuvor hatte Trump verkündet, er erwäge weitere Strafzölle in Milliardenumfang. "Angesichts von Chinas unfairen Vergeltungsmaßnahmen" habe er die zuständigen Behörden angewiesen zu prüfen, ob weitere Zölle im Umfang von 100 Milliarden Dollar (umgerechnet 81,6 Milliarden Euro) "angemessen" seien, sagte der Präsident. Die US-Regierung will China für den mutmaßlichen Diebstahl geistigen Eigentums bestrafen. Außerdem ist Trump das hohe Handelsbilanzdefizit seines Landes ein Dorn im Auge. Der Streit zwischen Peking und Washington lässt weltweit die Sorge vor einem Handelskrieg wachsen.
    Schlagabtausch im UN-Sicherheitsrat zum Fall Skripal:
    In der Affäre um den vergifteten russischen Ex-Doppelspion Sergej Skripal sind Russland und Großbritannien im UN-Sicherheitsrat aneinander geraten. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensia machte London bei der Sitzung schwere Vorwürfe und drohte, die Briten spielten mit dem Feuer und würden ihr Vorgehen noch bereuen. Nebensia sprach von Propagandakrieg, absurdem Theater, dreckigen Spielen und übler Provokation, mit dem Ziel Russland zu diskreditieren. Die britische UN-Botschafterin Karen Pierce wies das zurück. Das Ganze sei "Teil eines größeren Musters von unverantwortlichem Verhalten Russlands". London bezichtigt Moskau, Drahtzieher des Nervengiftanschlags auf Skripal und dessen Tochter in Salisbury zu sein. Russland weist dies zurück.
    Haftbefehl gegen Brasiliens Ex-Präsident Lula erlassen:
    Ein brasilianischer Richter hat Haftbefehl gegen den ehemaligen Staatspräsidenten Inácio Lula da Silva erlassen. Lula hat nun 24 Stunden Zeit, sich den Behörden zu stellen und seine zwölfjährige Haftstrafe wegen Korruption anzutreten, wie der zuständige Bundesrichter Sergio Moro mitteilte. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof den Weg für die Inhaftierung des 72-Jährigen frei gemacht. Die Richter wiesen seinen Antrag auf Haftverschonung bis zum Abschluss eines Berufungsverfahrens ab. Der Staatschef der Jahre 2003 bis 2010 galt bislang als aussichtsreichster Kandidat für die Präsidentenwahl im Oktober. Die Arbeiterpartei (PT) kündigte an, eine Präsidentschaftskandidatur Lulas auch im Fall seiner Inhaftierung aufrechterhalten zu wollen.
    Katalanenführer Puigdemont kommt unter Auflagen frei:
    Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht hat entschieden, dass der in Deutschland inhaftierte frühere Regionalpräsident von Katalonien, Carles Puigdemont, nicht wegen des spanischen Hauptvorwurfs der Rebellion an Spanien ausgeliefert werden kann. Anders sehe es beim Vorwurf der Veruntreuung öffentlicher Gelder aus. Hier wurde ein Auslieferungshaftbefehl erlassen, unter Auflagen aber außer Vollzug gesetzt. Die Entscheidung des Gerichts ist eine schwere Niederlage für die Zentralregierung in Madrid. Denn nach europäischem Recht kann Puigdemont damit bei einer Auslieferung an Spanien dort auch nur wegen Untreue vor Gericht gestellt werden und nicht mehr wegen Rebellion. Der Anführer der katalanischen Separatisten war auf der Grundlage eines Europäischen Haftbefehls in Schleswig-Holstein festgenommen worden.
    Neue Proteste gegen slowakische Regierung:
    Sechs Wochen nach dem Mord an dem Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak und dessen Lebenspartnerin sind erneut Zehntausende Slowaken gegen ihre Regierung und für eine lückenlose Aufklärung der Bluttat auf die Straße gegangen. Der im März erfolgte Rücktritt von Langzeit-Regierungschef Robert Fico und die Kabinettsumbildung reichten nicht, um das Vertrauen der Menschen in die Politik wieder herzustellen, kritisierten die Demonstranten in Bratislava und anderen Städten. Schließlich habe der neue Regierungschef Peter Pellegrini fast alle Minister von Ficos bisheriger Dreiparteienkoalition übernommen. Der ermordete Kuciak hatte zuletzt über Verbindungen der italienischen Mafia-Organisation Ndrangheta bis in höchste Kreise der slowakischen Regierung recherchiert.
    8 min
  • 05.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Facebook-Datenskandal deutlich größer als angenommen:
    Der Datenskandal bei Facebook hat offenbar deutlich größere Ausmaße als bislang angenommen. Möglicherweise seien persönliche Informationen von bis zu 87 Millionen Nutzern an die britische Politikberatungsfirma Cambridge Analytica unzulässig weitergegeben worden, erklärte der Technologiechef des Onlinenetzwerks, Mike Schroepfer. Bisher war von rund 50 Millionen Betroffenen die Rede. In Deutschland könnten demnach rund 310.000 Facebook-Nutzer betroffen sein. Der Chef des US-Internetkonzerns, Mark Zuckerberg, zeigte sich vor Journalisten erneut selbstkritisch. Man habe nicht genug unternommen, um die Nutzer zu schützen und den Einfluss gefälschter Nachrichten unterschätzt. Zuvor hatte er bereits eingeräumt, dass es einige Jahre dauern werde, bis die Probleme mit dem Datenschutz behoben seien. Ungeachtet der Turbulenzen glaube er aber, dass er weiterhin die richtige Person an der Spitze von Facebook sei.
    Trump schickt Nationalgarde an Grenze zu Mexiko:
    US-Präsident Donald Trump hat die Entsendung von Mitgliedern der Nationalgarde an die Grenze zu Mexiko angeordnet, wie Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen in Washington mitteilte. Sie sollen die Grenzschützer unterstützen. Offen blieb, wie viele Nationalgardisten eingesetzt werden sollen. Trump hatte den Schritt am Dienstag mit der Begründung angekündigt, dass der von ihm geplante Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko, mit der illegale Einwanderer gestoppt werden sollen, kaum Fortschritte mache. Ein US-Bundesgesetz verbietet es dem regulären Militär, als Polizeigewalt innerhalb der USA Recht und Gesetz durchzusetzen. Einzige Ausnahme ist die Nationalgarde. Während das Militär dem Pentagon untersteht, ist für die Nationalgarde das Heimatschutzministerium zuständig.
    Brasilien: Richter machen Weg für Inhaftierung Lulas frei:
    In Brasilien droht dem ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva nun doch eine baldige Gefängnisstrafe. Nach einer elfstündigen Sitzung gaben die Richter des Obersten Gerichts in Brasilia grünes Licht für die Inhaftierung Lulas. Der 72-Jährige war im Januar wegen Korruption und Geldwäsche zu einer 12-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Er erhielt aber zunächst Haftaufschub. Lula fordert, auf freiem Fuß bleiben zu dürfen, bis alle Rechtsmittel gegen das Urteil ausgeschöpft sind. Eine endgültige Entscheidung über die Inhaftierung durch die Staatsanwaltschaft wird für die kommenden Tage erwartet. In dem Verfahren ging es um ein Strandappartement, das dem früheren Staatschef von einem Bauunternehmen als Gegenleistung für politische Gefälligkeiten überlassen worden sein soll. Der Links-Politiker hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen. Er wertet den Richterspruch als Versuch, seine Kandidatur bei der Präsidentenwahl im Oktober zu verhindern.
    In Vietnam Prozess gegen sechs Regierungskritiker:
    In Vietnam hat ein Prozess gegen sechs Regierungskritiker begonnen, unter ihnen ein prominenter Menschenrechtsanwalt. Den Männern wird von den Behörden des kommunistischen Einparteienstaats zur Last gelegt, einen Umsturz geplant zu haben. Bei einer Verurteilung droht im schlimmsten Fall die Todesstrafe. Mit besonderer Aufmerksamkeit wird der Fall des Anwalts Nguyen Van Dai verfolgt, der bereits 2015 verhaftet wurde. Der heute 48-Jährige hatte 2006 ein "Komitee für Menschenrechte" gegründet. Ein Jahr später wurde er das erste Mal wegen "antistaatlicher Propaganda" verurteilt. 2013 gründete er eine "Bruderschaft für Demokratie" - eine Art Netzwerk für Demokratie-Befürworter.
    Erstes öffentliches Kino seit 35 Jahren eröffnet in Riad:
    In Saudi-Arabien wird erstmals seit 35 Jahren wieder ein kommerzielles Kino eröffnet. Eine entsprechende Lizenz sei an die US-Kinokette AMC vergeben worden, teilte das saudische Informationsministerium mit. Dem Kino in der Hauptstadt Riad, das am 18. April eröffnet werden soll, sollen in den kommenden fünf Jahren 40 weitere in mehreren Städten folgen. Bis 2030 solle das Land über rund 350 Kinos verfügen, hieß es. Die Eröffnung von Kinos ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms von Kronprinz Mohammed bin Salman. Konservativen Saudis gelten Vergnügungen jeder Art als Frevel.
    Champions League: Klare Siege für Liverpool und Barcelona:
    In der Champions League hat der FC Liverpool einen Riesenschritt in Richtung Halbfinale gemacht. Das Team des deutschen Trainers Jürgen Klopp gewann im Viertelfinal-Hinspiel das englische Duell gegen Manchester City mit 3:0. Auch der FC Barcelona steht vor dem Einzug in die Vorschlussrunde. Die hoch favorisierten Katalanen setzten sich gegen den AS Rom mit 4:1 durch.
    9 min
  • 04.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Dreier-Gipfel über Syrien:
    Trotz gegensätzlicher Positionen in Syrien wollen sich die Türkei sowie Russland und der Iran bei einem Dreiergipfel an diesem Mittwoch um Deeskalation in dem Bürgerkriegsland bemühen. Beim türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan ist in Ankara außer Wladimir Putin aus Russland auch der iranische Präsident Hassan Rohani zu Gast. Moskau und Teheran unterstützen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die Türkei die Opposition. Bei dem Treffen soll es nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen noch einmal um die sogenannten Deeskalationszonen, die humanitäre Lage und um eine neue Verfassung für Syrien gehen. Zuletzt waren die drei Präsidenten im November im russischen Schwarzmeerort Sotschi zusammengekommen. US-Präsident Donald Trump will in Kürze über den Abzug der amerikanischen Soldaten aus Syrien entscheiden. Der Kampf gegen die Terrormilizen des "Islamischen Staats" sei fast abgeschlossen und der US-Einsatz sei teuer, so Trump.
    Neue Strafzölle: Handelsstreit zwischen USA und China eskaliert:
    Mit neuen Strafzöllen haben die USA den Handelskonflikt mit China verschärft. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump legte eine Liste mit Importen aus China im Wert von 50 Milliarden US-Dollar im Jahr vor, auf die künftig zusätzlich Abgaben von 25 Prozent erhoben werden sollen. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer begründete das scharfe Vorgehen mit chinesischen Verstößen gegen Urheberrechte und den Zwang für US-Unternehmen in China, Technologie an chinesische Firmen weiterzugeben. Die neuen Strafzölle weckten Sorgen über die weltweiten Auswirkungen einer Eskalation des Handelsstreits zwischen den beiden größten Volkswirtschaften. China kündigte umgehend Vergeltung an. "Wir werden entsprechende Maßnahmen gegenüber den USA in gleicher Höhe und gleichem Ausmaß vorbereiten", teilte das Handelsministerium in Peking mit.
    Trump will Soldaten an Mexikos Grenze schicken:
    US-Präsident Donald Trump hat sich für den Einsatz des Militärs an der Grenze zu Mexiko ausgesprochen, solange dort keine Mauer steht. Trump sagte am Rande eines Treffens mit seinen Kollegen aus den baltischen Staaten, er habe darüber bereits mit Verteidigungsminister James Mattis gesprochen. Das Pentagon wollte sich dazu auf Anfrage zunächst nicht äußern. Die mexikanische Regierung verlangte Aufklärung über Trumps Pläne. Eine Mauer zu Mexiko ist eines der wichtigsten Projekte Trumps. Es ist aber nicht finanziert. Schon unter Präsident Barack Obama waren 2010 insgesamt 1200 Nationalgardisten an die Grenze zu Mexiko entsandt worden. Unter George W. Bush waren es 6000. Ein Bundesgesetz verbietet es den regulären Truppen, als Polizeigewalt in den USA Recht und Gesetz durchzusetzen. Einzige Ausnahme ist die Nationalgarde.
    Frau schießt in Youtube-Zentrale und tötet sich selbst:
    In der Zentrale des Internet-Unternehmens Youtube hat eine Frau um sich geschossen und anschließend sich selbst getötet. Drei Personen seien verletzt worden, teilte die Polizei der Stadt San Bruno bei San Francisco mit. Angaben zu möglichen Motiven der Frau blieben widersprüchlich. Medien hatten berichtet, sie habe versucht, ihren Freund zu erschießen. Das Youtube-Gebäude wurde evakuiert, mehrere Hundert Menschen mussten ihre Arbeitsplätze verlassen.
    Kommt Puigdemont in Auslieferungshaft? - Gericht muss entscheiden:
    Im Fall des katalanischen Separatistenführers Carles Puigdemont ist nun das Oberlandesgericht in Schleswig am Zuge. Es muss über den Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein entscheiden, für Puigdemont einen Auslieferungshaftbefehl nach Spanien zu erlassen. Ob die Entscheidung bereits an diesem Mittwoch fällt, ist unklar. Am Dienstag hatte die Generalstaatsanwaltschaft den Antrag gestellt. Die spanische Justiz wirft Puigdemont Rebellion und Veruntreuung öffentlicher Mittel vor. Ihm drohen bis zu 30 Jahre Haft.
    China stützt angeschlagenen Versicherer Anbang:
    Nach Betrugsvorwürfen gegen seinen Ex-Chef wird der in Turbulenzen geratene chinesische Versicherungsriese Anbang mit einer Milliarden-Geldspritze vom Staat gestützt. Ein staatlicher Fonds werde dem Unternehmen 60,8 Milliarden Yuan (umgerechnet 7,8 Milliarden Euro) zufließen lassen, teilte Anbang mit. Das Geld diene dazu, die "Stabilität" der Geschäfte zu gewährleisten. Gleichzeitig sollen neue private Investoren gesucht werden. Anbang-Gründer Wu Xiaohui werden schwere "Wirtschaftsverbrechen" vorgeworfen. Er war mit dubiosen Finanzprodukten auf eine wilde Einkaufstour im Ausland gegangen. Seine Firma wurde im Februar unter staatliche Kontrolle gestellt. Der 51-Jährige gestand unter anderem Anlagebetrug, illegale Kapitalbeschaffung sowie Unterschlagung. Ein Urteil steht noch aus.
    9 min
  • 03.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israel legt Flüchtlingsabkommen auf Eis:
    Kurz nach der Verkündung einer Vereinbarung zur Umsiedlung afrikanischer Einwanderer aus Israel in Länder wie Deutschland, hat der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu die Übereinkunft ausgesetzt. Er wolle die Bedingungen der Vereinbarung mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR "überdenken", teilte Netanjahu auf seiner Facebook-Seite mit. Dabei wolle er die Kritik an der Übereinkunft berücksichtigen, welche die Umsiedlung von 16.250 afrikanischen Migranten vorsieht. Israels Plan hatte für Irritationen in Berlin gesorgt. Eine konkrete Anfrage, in Israel lebende Flüchtlinge, insbesondere aus afrikanischen Staaten, im Rahmen des Resettlement-Programms des UNHCR in Deutschland aufzunehmen, sei im Bundesinnenministerium nicht bekannt, hieß es.
    Saudi-Arabien geht auf Israel zu:
    In einem überraschenden Schritt hat der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman Israel das Recht auf einen eigenen Staat zugesprochen. Er sei der Überzeugung, dass "Palästinenser und Israelis das Recht auf ihr eigenes Land haben", sagte er dem US-Magazin "The Atlantic". Notwendig sei allerdings ein Friedensabkommen zwischen den Konfliktparteien, "um Stabilität für alle zu sichern und normale Beziehungen zu haben". Noch nie zuvor hatte ein derart hoher Vertreter Saudi-Arabiens Israel das Recht auf einen eigenen Staat zugesprochen. Bis heute unterhalten das konservative sunnitische Königreich Saudi-Arabien und Israel keine formellen diplomatischen Beziehungen. In den vergangenen Jahren hat sich das Verhältnis beider Länder etwas gebessert. Beide sehen den schiitischen Iran als Bedrohung an.
    Puigdemont legt Einspruch ein:
    Der in Deutschland inhaftierte katalanische Ex-Regionalpräsident Carles Puigdemont hat Einspruch gegen die von der spanischen Justiz erhobenen Vorwürfe gegen ihn eingelegt. In dem Einspruch fordert Puigdemont, dass die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Spaniens für ein Verfahren gegen Puigdemont und 24 Vertreter der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung für nichtig erklärt wird. Puigdemonts Anwalt legt im eingereichten Antrag dar, dass der Vorwurf der Rebellion gegen Puigdemont und die frühere katalanische Bildungsministerin Clara Ponsati nicht haltbar sei. Schließlich setze der Straftatbestand der Rebellion voraus, dass es eine gewaltsame Erhebung gegeben habe. Puigdemont verlangt überdies, dass auch der Vorwurf der Veruntreuung öffentlicher Gelder fallen gelassen wird. Es gebe dafür keine Beweise, so die Begründung. Auf Grundlage eines erneuerten Europäischen Haftbefehls durch die spanische Justiz war Puigdemont vor gut einer Woche bei der Durchreise durch Schleswig-Holstein festgenommen worden.
    Türkei will Dündar auf Interpol-Fahndungsliste setzen:
    Die Türkei will den nach Deutschland geflohenen Journalisten Can Dündar auf die Fahndungsliste der internationalen Polizeiorganisation Interpol setzen. Ein Istanbuler Gericht habe das Justizministerium aufgefordert, Dündar mittels einer sogenannten "Red Notice" bei Interpol suchen zu lassen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Zudem sei ein Haftbefehl ausgestellt worden. Hintergrund seien Veröffentlichungen aus dem Jahr 2015 in der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", die Waffenlieferungen der türkischen Regierung an islamistische Rebellen in Syrien belegen sollen. Der ehemalige "Cumhuriyet"-Chefredakteur Dündar war im Mai 2016 wegen Geheimnisverrats zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Ein Berufungsgericht kassierte das Urteil Anfang März jedoch und entschied, dass Dündar sich in einem neuen Verfahren auch wegen "Spionage" verantworten müsse.
    US-Umweltbehörde will Standards für Autos aufweichen:
    Die USA wollen die Auflagen für Spritverbrauch und Emissionen neuer Autos lockern. Die von Ex-Präsident Barack Obama festgesetzten Umweltstandards für Neufahrzeuge seien "zu hoch" angesetzt worden, erklärte der Chef der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt. Die Normen der Obama-Regierung bezogen sich auf Pkw und leichte Lkw der Baujahre 2022 bis 2025. Die Effizienzstandards sahen vor, dass der Durchschnittsverbrauch bis zum Jahr 2025 auf 4,3 Liter pro 100 Kilometer sinken soll. Unter dem von Trump ernannten Direktor Pruitt unternahm die EPA dann eine neue Überprüfung, ob diese Normen realistisch sind. Pruitt erklärte nun, der Beschluss der Vorgängerregierung habe auf unrealistischen Annahmen beruht und sei "falsch". Der EPA-Chef hatte zuvor als Interessenvertreter namhafter Öl- und Gaskonzerne gearbeitet und gilt als Leugner des Klimawandels. Laut Pruitt steht auch die Sonderregelung für Kalifornien auf dem Prüfstand. Sie erlaubt es dem US-Bundesstaat, strengere Standards für Autos festzusetzen.
    10 min
  • 02.04.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China setzt angedrohte Strafzölle gegen USA um:
    Als Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle hat China 128 US-Produkte mit Zöllen zwischen 15 und 25 Prozent belegt. Betroffen sind nach Angaben des chinesischen Finanzministeriums unter anderem Wein, Schweinefleisch und Früchte. Die bereits zuvor von Peking angedrohten Vergeltungszölle, deren Umfang auf rund drei Milliarden US-Dollar beziffert wird, folgen auf von den USA umgesetzte Strafen für die Einfuhr von Stahl- und Aluminium, die vor einer Woche in Kraft traten. Noch keine konkreten Gegenmaßnahmen hat Peking gegen weitere von US-Präsident Donald Trump angedrohte Strafen im Umfang von bis zu 60 Milliarden Dollar angekündigt. Trumps Handelsbeauftragter Robert Lighthizer soll die Zölle, die mit unfairen Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums begründet werden, innerhalb von zwei Monaten ausarbeiten.
    Trump droht Mexiko mit Ende von NAFTA:
    US-Präsident Donald Trump hat Mexiko mit dem Ende des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens, NAFTA, gedroht. Als Grund nannte Trump den aus seiner Sicht unzureichenden Grenzschutz Mexikos. Das Land unternehme wenig, um Menschen daran zu hindern, in die USA zu kommen. Mexiko lache über die lächerlichen Einwanderungsgesetze der USA, schrieb Trump auf Twitter. Die mexikanische Regierung müsse den "Strom von Drogen und Menschen" stoppen, sonst werde er "ihren Goldesel" NAFTA stoppen, so der US-Präsident. Das Abkommen wird derzeit auf Druck Trumps neu verhandelt. Zudem erklärte Trump über Twitter, dass er keine Abmachung mehr für das sogenannte "DACA"-Programm wolle. "DACA" bietet jungen Migranten einen temporären Schutz vor einer Abschiebung. Trump hatte die Initiative im vergangenen September beendet und dem Kongress sechs Monate Zeit für eine Neuregelung gegeben. Mehrere Anläufe dafür scheiterten. Das Programm läuft derzeit aber wegen juristischer Auseinandersetzungen weiter.
    Carlos Alvarado gewinnt Präsidentschaftswahl in Costa Rica:
    Aus der Stichwahl um das Präsidentenamt in Costa Rica ist der liberale Bewerber Carlos Alvarado als Sieger hervorgegangen. Der 38-jährige Kandidat der Regierungspartei PAC setzte sich gegen seinen gleichnamigen, aber nicht verwandten Konkurrenten Fabricio Alvarado (43) durch, wie die Wahlkommission bekannt gab. Auf Carlos Alvarado entfielen demnach mehr als 61 Prozent der Stimmen. Der sozialdemokratische Carlos Alvarado, Hobby-Rocksänger und ehemaliger Arbeitsminister, steht für liberale Positionen in gesellschaftlichen Fragen. Er wird sich mit einer schweren Krise des Staatshaushalts, Korruptionsaffären und ansteigender Drogenkriminalität auseinandersetzen müssen. Das Staatsdefizit betrug 2017 knapp sechs Prozent des Bruttoinlandprodukts.
    Raumlabor "Tiangong 1" über Pazifik abgestürzt:
    Das chinesische Weltraumlabor "Tiangong 1" ist über dem Südpazifik in die Erdatmosphäre eingetreten und dabei "größtenteils" verglüht. Die übrigen Teile stürzten ins Meer, wie die Raumfahrtbehörde CMSEO in Peking mitteilte. China, das ein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm unterhält, hatte "Tiangong 1" im September 2011 im Weltall ausgesetzt. Auf dem Außenposten koppelten mehrere bemannte und unbemannte Raumschiffe an, doch seit 2013 hatte kein Taikonaut mehr das Labor betreten. Im September 2016 schickte China den Nachfolger "Tiangong 2" ins All. Bis 2022 soll daraus eine große, ständig bemannte Raumstation entstehen.
    Guatemalas Ex-Diktator Ríos Montt ist tot:
    Der ehemalige Diktator von Guatemala, Efraín Ríos Montt, ist am Ostersonntag im Alter von 91 Jahren gestorben. Dies bestätigte sein Rechtsanwalt Luis Rosales der Zeitung "Prensa Libre". Der Ex-General stand seit längerem unter Hausarrest. Gegen ihn lief ein Prozess wegen Völkermords. Ríos Montt war angeklagt, während der von ihm angeführten Militärdiktatur in den Jahren 1982 und 1983 für den Tod von 1771 Mitgliedern des Maya-Volks der Ixil verantwortlich zu sein. Er war dafür bereits 2013 zu 80 Jahren Haft verurteilt worden. Aufgrund von Verfahrensfehlern wurde der Schuldspruch jedoch wenige Tage später wieder aufgehoben. Ein neuer Prozess wurde erst im vergangenen Jahr wieder aufgenommen.
    8 min
  • 31.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sicherheitsrat berät wegen Eskalation bei Gaza-Protesten:
    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat sich in einer Dringlichkeitssitzung in New York mit den Unruhen an der Grenze zwischen Israel und dem palästinensischen Gazastreifen befasst. In dem Gebiet demonstrieren Palästinenser für ein Rückkehrrecht nach Israel. Dabei wurden nach palästinensischen Angaben bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften mindestens 17 Palästinenser getötet. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums sollen zudem mehr als 1400 Menschen verletzt worden sein. Israel setzte Tränengas, Gummigeschosse und offenbar auch scharfe Munition ein. Von Seiten der israelischen Armee hieß es, mit dem Einsatz habe man auf brennende Autoreifen, Steinwürfe und Brandbomben reagiert. UN-Generalsekretär Antonio Guterres forderte transparente und unabhängige Ermittlungen. Entlang der rund 65 Kilometer langen Grenze hatten sich am Freitag zehntausende Palästinenser zu einem sogenannten "Marsch der Rückkehr" versammelt. Zu der Protestaktion, die bis Mitte Mai dauern soll, hatte die radikal-islamische Hamas aufgerufen.
    US-Präsident streicht Gelder für Syrien-Hilfe:
    US-Präsident Donald Trump lässt laut Medieninformationen mehr als 200 Millionen Dollar an Hilfsgeldern für Syrien einfrieren. Eine entsprechende Anordnung habe das Weiße Haus an das US-Außenministerium erteilt, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Regierungskreise. Trump hatte zuvor überraschend ein baldiges Ende des amerikanischen Militäreinsatzes in Syrien angekündigt. Zur Begründung verwies er darauf, dass mittlerweile fast alle Gebiete aus der Hand der IS-Terrormiliz zurückerobert seien. Trump hatte die Abzugs-Ankündigung offenbar nicht mit seiner Regierung abgestimmt. Das Außenministerium in Washington wusste nach eigenen Angaben nichts von einer entsprechenden Entscheidung.
    UN ahnden Verstöße gegen Nordkorea-Sanktionen:
    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat Maßnahmen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Nordkorea-Sanktionen beschlossen. Ein Ausschuss des höchsten UN-Gremiums setzte 21 Reedereien, 27 Schiffe und eine Person auf eine schwarze Liste. Sie sollen Nordkorea dabei geholfen haben, die von den Vereinten Nationen verhängten Sanktionen zu umgehen. Dabei soll es um den Schmuggel von Öl und Kohle gehen. Auf der Schwarzen Liste stehen nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP überwiegend Schiffe und Firmen aus Nordkorea, aber auch aus China, Singapur und drei weiteren Staaten. Die internationalen Sanktionen wurden verhängt, weil das Regime des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un sein Atomraketenprogramm nicht beenden will.
    Autopsie widerspricht US-Polizeibericht:
    Fast zwei Wochen nach den tödlichen Schüssen der kalifornischen Polizei auf einen Afroamerikaner ist in den USA ein erster Autopsiebericht veröffentlicht worden. Demnach trafen den 22-Jährigen sechs Kugeln in den Rücken. Dies widerspreche Polizeiberichten, wonach der junge Schwarze eine Bedrohung für die beiden Polizisten gewesen sei, so der Anwalt der Familie. Es gebe keine Einschusswunden an der Vorderseite seines Körpers. Die Polizisten hatten vor zwei Wochen insgesamt 20 Mal auf den jungen Mann geschossen, weil sie sein Handy für eine Waffe hielten. Er stand im Verdacht, Autoscheiben eingeschlagen zu haben. Die Familie des Getöteten hatte die Obduktion bei einem namhaften Pathologen in Auftrag gegeben. Der offizielle Bericht des zuständigen Gerichtsmediziners wurde noch nicht veröffentlicht.
    Papst begeht Kreuzwegsprozession:
    Papst Franziskus hat bei der Kreuzwegsprozession am Kolosseum in Rom an Gewalt und Kriege in der heutigen Welt erinnert. Begleitet von 20.000 Christen bat das katholische Kirchenoberhaupt zukünftige Generationen um Vergebung dafür, dass ihnen eine Welt hinterlassen werde, die durch Spaltung und Kriege zerbrochen sei. Die Kreuzwegsprozession findet traditionell im Schein tausender Kerzen und Fackeln statt. Sie zählt zu den ersten Höhepunkten der Osterfeierlichkeiten in Rom. Aus Sicherheitsgründen hatten die italienischen Behörden den Bereich um das Kolosseum weiträumig abgesperrt. In Deutschland riefen Spitzenvertreter der katholischen und der evangelischen Kirche in ihren Karfreitagspredigten dazu auf, über Religionsgrenzen hinweg friedlich zusammenzuleben.
    8 min
  • 30.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hoffnung auf neue Erkenntnisse im Fall Skripal:
    Im Fall des Giftanschlags auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal erhoffen sich die Ermittler in Großbritannien neue Erkenntnisse von dessen Tochter Yulia. Die 33-Jährige, die ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus im englischen Salisbury gebracht werden musste, ist nach einem Bericht der BBC auf dem Weg der Besserung und bereits ansprechbar. Der Zustand ihres Vaters wird hingegen weiter als "kritisch, aber stabil" angegeben. Unterdessen hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow die Schließung des US-Konsulats in St. Petersburg verkündet. 60 US-Vertreter müssten Russland verlassen - genau so viele, wie Washington nach Hause schickte. Auch Diplomaten anderer Länder werden des Landes verwiesen. Die Antwort aus Moskau war seit Tagen erwartet worden. Im Streit über den Giftanschlag auf Skripal hatten außer den USA und Großbritannien mehr als 25 weitere Staaten im Zuge der Affäre russische Diplomaten außer Landes geschickt. London sieht die Drahtzieher der Attacke auf den Ex-Spion in Russland. Der Kreml wies dies mehrfach zurück.
    Hamas ruft Palästinenser zum "Marsch der Rückkehr" :
    Die israelische Armee bereitet sich auf Massenproteste am Rande des Gazastreifens vor. Von Freitag an sollen beim sogenannten "Marsch der Rückkehr" Tausende Einwohner des Küstengebiets in Richtung israelische Grenze laufen. Mit der Aktion pocht die Hamas auf ein Recht auf Rückkehr für palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen in das Gebiet des heutigen Israels. Der Marsch sei friedlich, sagte das führende Hamas-Mitglied Chalil al-Haja über den Protest. Das israelische Außenministerium kritisierte die Hamas: Die Kampagne, die von der palästinensischen Führung organisiert wird, sei in Wirklichkeit eine gefährliche, vorsätzliche Provokation, um die Flammen des Konflikts anzufachen und die Spannungen zu erhöhen.
    Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy muss vor Gericht:
    Der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy muss sich vor Gericht verantworten. Ihm werde illegale Einflussnahme vorgeworfen, meldet die Pariser Zeitung "Le Monde". Der 63-Jährige wird demnach verdächtigt, sich über ein Netz von Informanten Einblick in Untersuchungen seiner Wahlkampffinanzierung im Jahr 2007 verschafft zu haben. Ihm wird zur Last gelegt, Geld vom ehemaligen libyschen Machthaber Muammar Gaddafi angenommen und in seinen Wahlkampf 2007 gesteckt zu haben. Sarkozy hat diesen Vorwurf als grotesk zurückgewiesen. Es ist bereits das zweite Mal, dass es Ermittlungen gegen Sarkozy gibt: Er muss sich auch wegen unrechtmäßiger Ausgaben im Wahlkampf 2012 vor Gericht verantworten.
    Deutschland liefert weiter Waffen an die Türkei:
    Obwohl Bundeskanzlerin Angela Merkel das Vorgehen der Türkei in Nordsyrien als inakzeptabel bezeichnete, hat das Land offenbar auch nach dem Start seiner Offensive in Afrin weiter Rüstungsgüter aus Deutschland erhalten. Wie die ARD berichtet, gehörten dazu unter anderem Munition, militärische Luftfahrzeuge, Software und Materialien zur Herstellung von bestimmten Rüstungsgütern. Der Warenwert betrage 4,4 Millionen Euro. Dies gehe aus einer Antwort des Auswärtigen Amts auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor, so die ARD. Laut dem Bericht wurden Genehmigungen erfasst, die seit dem 20. Januar erteilt wurden. Das ist der Tag, seit dem die Türkei mit einer groß angelegten Offensive in der Region Afrin gegen die kurdische Miliz YPG vorgeht. In den davor liegenden Wochen sollen Genehmigungen im Wert von zehn Millionen Euro erteilt worden sein.
    Viele Tote bei Busunglück in Thailand:
    In Thailand sind bei einem schweren Busunglück mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das Fahrzeug war auf dem Weg von der Grenze im Nordwesten nach Bangkok, als es plötzlich Feuer fing. Die Ursache ist noch unklar. Bei den Opfern handelt es sich um Wanderarbeiter aus dem Nachbarland Myanmar.
    Tesla ruft 123.000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück:
    Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat eine großangelegte Rückrufaktion gestartet. Rund 123.000 Fahrzeuge vom Typ Model S, die vor April 2016 gebaut wurden, müssen in die Werkstätten. Es ist das meistverkaufte Tesla-Auto. Grund für den Rückruf sind bestimmte Schrauben, bei denen Rost zu einer Beeinträchtigung der Servolenkung führen kann, wie aus einer E-Mail an Kunden des Unternehmens hervorgeht. Es bestehe aber kein akutes Risiko, die Autos könnten bis zur Reparatur gefahrlos weitergefahren werden.
    8 min
  • 29.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nord- und Südkorea vereinbaren Gipfeltermin:
    Das geplante Gipfeltreffen von Südkoreas Präsident Moon Jae In mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un soll am 27. April stattfinden. Nach Gesprächen hochrangiger Delegationen beider Länder gaben Regierungsvertreter den Termin in Seoul bekannt. Sie bereiten derzeit im Grenzort Panmunjom das Treffen beider Staatsoberhäupter vor. Auch deren Gipfeltreffen soll demnach in der demilitarisierten Zone stattfinden. Moon will dann die Verbesserung der bilateralen Beziehungen und Schritte zum Abbau des nordkoreanischen Atomprogramms zur Sprache bringen. Kim hatte nach Berichten chinesischer Medien bei einem Besuch in Peking Anfang dieser Woche seinen Willen zur atomaren Abrüstung bekräftigt. Eine Begegnung mit US-Präsident Donald Trump soll dann wohl im Mai folgen.
    Ecuador blockiert Assanges Internetzugang:
    Dem Wikileaks-Gründer Julian Assange ist der Zugang zum Internet gekappt worden: Die Botschaft Ecuadors in London schnitt ihm alle Kommunikationsverbindungen ab. Assange habe sich nicht an eine entsprechende schriftliche Vereinbarung von Ende 2017 gehalten, wonach er keine öffentlichen politischen Äußerungen tätigen darf, die die diplomatischen Beziehungen Ecuadors belasten könnten, teilte die Regierung in Quito mit. Assange hatte über Twitter die Festnahme des ehemaligen katalonischen Regierungschefs Carles Puigdemont in Deutschland kritisiert und ihn als politischen Häftling bezeichnet. Ecuador gewährt dem Australier seit 2012 Asyl.
    Trump feuert Veteranenminister Shulkin:
    US-Präsident Trump hat Veteranenminister David Shulkin entlassen. Nachfolger solle Trumps Leibarzt Ronny Jackson werden, verkündete der Präsident über Twitter. Bei Jackson handele es sich um einen hoch respektierten Admiral. Als Mitglied der Streitkräfte sei der 50-jährige Militärarzt sehr qualifiziert für den Job, erklärte Trump. Das Veteranenministerium ist mit 360.000 Mitarbeitern eine der größten US-Bundesbehörden. Bis zu Jacksons Bestätigung durch den US-Kongress soll der Pentagon-Vertreter Robert Wilkie den Ministerposten übergangsweise übernehmen.
    Tote nach Häftlingsaufstand in Venezuela:
    Bei einem Aufstand von Häftlingen in einer Polizeiwache im Norden Venezuelas sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Laut Angaben der Regionalregierung des Bundesstaates Carabobo starben bei der Meuterei mindestens 68 Menschen. Wie es zu dem Vorfall in den Polizeizellen kommen konnte, war bisher noch nicht geklärt. Nach Medienangaben hätten einige Häftlinge einen Fluchtversuch gestartet, indem sie Matratzen in Brand gesetzt und einem Wächter seine Waffe abgenommen hätten. Einige Gefangene seien verbrannt, andere erstickt. In den Haftzellen der Polizeihauptquartiere Venezuelas sind viele Untersuchungshäftlinge untergebracht. Weil die Zellen hoffnungslos überfüllt sind, stehen die Haftbedingungen seit langem in der Kritik.
    Türkei droht mit Angriff auf nordsyrische Stadt Manbidsch:
    Die Türkei erwägt, ihre Militäroffensive im Norden Syriens auf die Stadt Manbidsch auszuweiten, die von der Kurdenmiliz YPG kontrolliert wird. Der Nationale Sicherheitsrat in Ankara rief die YPG auf, sich aus der Region zurückzuziehen. Andernfalls werde die Türkei nicht zögern, die Initiative zu ergreifen, so wie sie es schon in anderen Regionen getan hat, erklärte das Gremium unter Vorsitz von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Die türkische Armee hatte Mitte März, unterstützt von verbündeten syrischen Rebellen, die von der Kurdenmiliz kontrollierte Stadt Afrin erobert. Anders als in Afrin sind die USA in Manbidsch mit Spezialkräften präsent. Ein türkischer Angriff auf Manbidsch könnte zu einer direkten Konfrontation zwischen den NATO-Partnern USA und Türkei führen.
    Saudi-Arabien drohen Klagen von 9/11-Opfern:
    Saudi-Arabien muss sich nach den Anschlägen auf das World Trade Center in New York mit tausenden Toten auf milliardenschwere US-Schadenersatzklagen einstellen. George Daniels, Bezirksrichter in Manhattan, wies den Antrag des Königreichs auf Abweisung solcher Verfahren zurück. Familien der mehr als 3000 Getöteten, rund 25.000 damals Verletzten sowie zahlreiche Unternehmen und Versicherer fordern Schadenersatz. Saudi-Arabien hatte argumentiert, die Kläger könnten nicht aufzeigen, dass ein Vertreter der saudischen Regierung, ein Mitarbeiter oder ein Beauftragter die Anschläge geplant oder ausgeführt habe. 15 der 19 Attentäter kamen aus dem Königreich.
    9 min

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