Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 28.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkoreas Machthaber fühlt sich atomarer Abrüstung verpflichtet:
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich bei einem überraschenden Besuch in China unter bestimmten Voraussetzungen zu einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel bekannt. Das berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Kim fühle sich der Denuklearisierung verpflichtet, wenn Südkorea und die USA mit gutem Willen auf Nordkoreas Bemühungen reagieren. Bei seinem dreitägigen Besuch in Peking haben Kim und Chinas Staatschef Xi Jinping laut Nachrichtenagenturen beider Länder Gespräche zum "Erhalt von Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel" und zur Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen geführt. Es war Kims erste Auslandsreise seit seiner Machtübernahme 2011. Über seinen Besuch wurde wegen eines nordkoreanischen Sonderzugs in Peking spekuliert. Nach Kims Abreise bestätigte China schließlich den Besuch.:
    Fall Skripal: London leitete viele Geheiminformationen weiter:
    Im Fall des Nervengift-Anschlags auf den früheren russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter hat Großbritannien nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters in London in nie da gewesener Weise Geheimdienstinformationen mit seinen Verbündeten geteilt. Dies habe zu der Ausweisung zahlreicher russischer Diplomaten aus westlichen Staaten, darunter die USA und Deutschland, geführt. Auch die NATO entzog sieben russischen Diplomaten die Akkreditierung. Insgesamt sind fast 150 Russen von den Ausweisungen betroffen. Russland weist jede Schuld entschieden zurück und drohte Vergeltung an. :
    Außenminister Maas wirbt bei UN für deutschen Sicherheitsratssitz:
    Bundesaußenminister Heiko Maas will bei seinem Besuch bei den Vereinten Nationen in New York für die deutsche Bewerbung um einen nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat werben. Nach einem Treffen mit UN-Generalsekretär Guterres steht auch ein Gespräch mit der UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley aud dem Programm. Neben den fünf ständigen Sicherheitsratsmitgliedern USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien werden zehn weitere Staaten durch die UN-Vollversammlung jeweils für zwei Jahre als nicht-ständige Mitglieder in das mächtigste UN-Gremium gewählt. Zuletzt gehörte die Bundesrepublik 2011 und 2012 dem Sicherheitsrat an.:
    Gedenkfeier für getöteten Polizisten in Frankreich:
    Mit einer nationalen Gedenkfeier in Paris wird ein Polizist geehrt, der bei einer terroristischen Geiselnahme in Südfrankreich getötet wurde. Der Polizist Arnaud Beltrame hatte sich bei der Geiselnahme in einem Supermarkt in der Nähe von Carcassonne gegen eine der Geiseln austauschen lassen. Der Beamte wird in Frankreich als Held gewürdigt. Staatschef Macron wird bei der Trauerfeier im Ehrenhof vor dem Invalidendom Beltrame posthum mit dem Orden der französischen Ehrenlegion auszeichnen. -- Ein Islamist hatte am Freitag bei einer Angriffsserie in Carcassonne und Trèbes vier Menschen erschossen, unter ihnen auch den 44-jährigen Polizisten.:
    UN-Sicherheitsrat verlängert Friedensmission im Kongo:
    Der UN-Sicherheitsrat hat die Friedensmission MONUSCO in der Demokratischen Republik Kongo um ein weiteres Jahr verlängert. In dem zentralafrikanischen Land sind mehr als 17.000 Blauhelmsoldaten stationiert. Mit einem Etat von rund 1,1 Milliarden Dollar pro Jahr ist die seit 1999 laufende MONUSCO-Mission der teuerste Einsatz der Vereinten Nationen. Vor allem im rohstoffreichen Osten des Kongo kämpfen seit Jahren zahlreiche Rebellengruppen um die Vorherrschaft. Zudem gibt es politische Spannungen. Präsident Joseph Kabila hat mehrfach die Präsidentenwahl verschoben. Seine zweite und gemäß der Verfassung letzte Amtszeit endete im Dezember 2016.:
    BMW in den USA wegen Dieselbetrugs verklagt:
    Auch dem deutschen Autobauer BMW droht im Dieselskandal um manipulierte Abgaswerte nun in den USA eine Klage. Im US-Bundesstaat New Jersey reichten die auf Abgasbetrugsfälle spezialisierte Kanzlei Hagens Berman und eine weitere Sozietät eine Sammelklage auf Schadenersatz ein. Bei den BMW-Modellen X5 und 330d seien die Abgase per Software manipuliert, die Kunden dadurch in die Irre geführt worden. Die Modelle stießen auf der Straße vielfach mehr gesundheitsschädliches Stickoxid aus als in den USA erlaubt. - Im Februar hatte der Autokonzern eingeräumt, eine fehlerhafte Software in gut 11.000 Autos eingebaut zu haben. Prinzipiell gelte aber, dass BMW-Autos nicht manipuliert seien, hieß es aus der Konzernzentrale in München.:
    10 min
  • 27.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Skripal-Affäre: Russland kündigt Sanktionen an:
    Die Regierung in Moskau plant nach der Ausweisung russischer Diplomaten durch die USA harte Gegenmaßnahmen. Das kündigte Vize-Außenminister Sergej Riabkow laut Nachrichtenagentur RIA an. Sein Land sei zudem nach wie vor offen für Gespräche mit den USA. Washington hatte angekündigt, 60 russische Diplomaten als Antwort auf den Giftanschlag in England auf den Ex-Spion Sergej Skripal auszuweisen. Zahlreiche EU-Staaten sowie weitere Länder wie Kanada, die Ukraine und Australien wiesen russische Diplomaten aus. Insgesamt sind mehr als 100 russische Diplomaten betroffen. Die britischen Behörden sind überzeugt, dass Skripal und seine Tochter Yulia mit einem hoch wirksamen Nervengift aus Russland in Berührung gekommen waren. Das Gift soll mit Wissen der russischen Staatsführung eingesetzt worden sein. Die Regierung in Moskau wies die Vorwürfe zurück und sprach von einer Provokation.
    EU-Türkei-Gipfel bringt keine Annäherung:
    Beim EU-Türkei-Gipfel in Bulgarien haben Vertreter der EU und der Türkei ihre tiefen Differenzen nicht überbrücken können. Es habe keine konkreten Lösungen oder Kompromisse gegeben, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach den Beratungen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Warna. Tusk sagte, die EU-Seite habe alle ihre Sorgen hinsichtlich der Politik Ankaras angesprochen. Es sei "eine lange Liste" mit Themen wie Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit und dem türkischen Militäreinsatz in Nordsyrien gewesen. Tusk machte auch klar, dass die EU dem von Erdogan geäußerten Wunsch nach einem türkischen EU-Beitritt skeptisch gegenüber steht. Erdogan bekräftigte, dass sein Land immer noch die Vollmitgliedschaft in der EU anstrebe. Der Beitrittsprozess ist seit 2016 eingefroren.
    US-Verbraucherschutzbehörde ermittelt gegen Facebook:
    Im Datenskandal bei Facebook wächst der Druck auf den US-Internetkonzern weiter. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC hat bestätigt, dass sie Ermittlungen zu Facebooks Umgang mit Nutzerdaten eingeleitet hat. Damit reagiert die FTC auf den Skandal um unrechtmäßig gesammelte Daten von rund 50 Millionen Nutzern, die dann später für Wahlwerbung zugunsten des heutigen US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt worden sein sollen. Falls die Behörde zu dem Schluss kommt, dass Facebook Datenschutz-Regeln verletzt hat, könnte sie hohe Strafgelder gegen das Soziale Netzwerk verhängen. Der Aktienkurs von Facebook sank nach der Mitteilung der FTC erneut deutlich.
    Stichwahl um Präsidentenamt in Sierra Leone verschoben:
    Die Stichwahl um das Präsidentenamt im westafrikanischen Sierra Leone ist kurzfristig um vier Tage verschoben worden. Die Wahl soll nun am 31. März und nicht wie zunächst geplant an diesem Dienstag stattfinden. Das entschied das Oberste Gericht in Freetown, nachdem die Nationale Wahlkommission um eine Verschiebung gebeten hatte. Das Oppositionsbündnis spricht von Verzögerungstaktik. Die Spannungen im Land waren gestiegen, nachdem der Kandidat der Regierungspartei, Samura Kamara, in der ersten Wahlrunde dem Oppositionskandidaten Julius Maada Bio knapp unterlegen war. Sierra Leone gehört einem UN-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Bio verspricht den Wählern, gegen Korruption zu kämpfen und die Wirtschaft anzukurbeln.
    Geheimbesuch: Kim Jong Un wohl nach Peking gereist:
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist möglicherweise überraschend nach China gereist. Medien spekulieren darüber, da ein Sonderzug mit einem hochrangigen Besucher aus Nordkorea in Peking angekommen sein soll. Eine Visite Uns wäre der vorläufige Höhepunkt des diplomatischen Tauziehens um sein Atom- und Raketenprogramm. Er hatte seit seiner Machtübernahme 2011 den isolierten Staat nicht mehr verlassen. Das chinesische Außenministerium bestätigte die Berichte über seinen Besuch vorerst nicht.
    Puigdemont bleibt vorerst in Deutschland in Gewahrsam:
    Der in Deutschland festgenommene ehemalige katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont bleibt vorläufig in der Bundesrepublik in Gewahrsam. Eine Richterin an einem Amtsgericht in Schleswig-Holstein hat entschieden, dass Puigdemont festgehalten wird, bis über seine Auslieferung nach Spanien entschieden ist. Eine Entscheidung darüber noch in dieser Woche ist nach Einschätzung der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft unwahrscheinlich. Puigdemont war am Sonntag nach der Einreise aus Dänemark von der deutschen Polizei festgenommen worden. Grundlage war ein europäischer Haftbefehl, den Spanien ausgestellt hatte. Der 55-Jährige wollte nach Belgien zurückreisen, wo er im Exil lebt. Wegen seiner Rolle beim katalanischen Streben nach Unabhängigkeit wirft ihm die spanische Justiz unter anderem Rebellion und Aufwiegelung vor.
    10 min
  • 26.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiZehntausende Katalanen fordern Puigdemonts Freilassung:
    Nach der Festnahme des katalanischen Ex-Regionalpräsidenten Carles Puigdemont in Deutschland sind in Barcelona nach Polizeiangaben 55.000 Menschen auf die Straße gegangen. Die Protestierenden zogen von der Vertretung der EU-Kommission zum deutschen Konsulat. Teilnehmer hielten Plakate hoch: "Befreit unseren Präsidenten. Seid nicht Mithelfer." Andere skandierten: "SOS Demokratie." Immer wieder kam es zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften, die auch Schlagstöcke einsetzten. Fast 100 Menschen wurden verletzt, darunter 23 Polizisten. Es gab vier Festnahmen. In Schleswig-Holstein prüft die Justiz jetzt, ob der 55-jährige Separatistenführer an die spanischen Behörden ausgeliefert wird. An diesem Montag wird er zunächst dem zuständigen Amtsgericht vorgeführt.
    Viele Tote bei Brand in sibirischem Einkaufszentrum:
    Bei einem Feuer in einem gut besuchten Einkaufszentrum in der sibirischen Stadt Kemerowo sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Kinder. Bei der Nachrichtenagentur Tass war zuletzt von mindestens 53 Toten die Rede. Laut ersten Ermittlungen war der Brand in der Nähe eines Kinosaals in der obersten Etage des mehrstöckigen Gebäudekomplexes ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar. Wie es heißt, wird wegen "Verletzung der Sicherheitsbestimmungen" ermittelt. Kemerowo liegt in Westsibirien, rund 3000 Kilometer von der russischen Hauptstadt Moskau entfernt.
    Von der Leyen pocht auf mehr Geld für die Bundeswehr:
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hält die im Koalitionsvertrag vereinbarten Militärausgaben für nicht ausreichend. Der Finanzplan reiche nicht aus, um die Bundeswehr zu modernisieren und die Lücken zu füllen, sagte die CDU-Politikerin bei ihrem Besuch im deutschen Feldlager im nordafghanischen Masar-i-Scharif. Gemeinsam mit Abgeordneten des Bundestags informierte sie sich über die Lage vor Ort. Die CDU-Ministerin stimmte die Truppe auf einen Einsatz ohne absehbares Ende in Afghanistan ein. Das Land ringe noch sehr damit, seine Sicherheit, Stabilität, aber vor allem auch die wirtschaftliche Entwicklung zu meistern, sagte sie. Die Sicherheitskräfte kontrollierten derzeit 60 Prozent der Landesfläche.
    Ägypten wählt einen neuen Präsidenten:
    In Ägypten wird von diesem Montag an über drei Tage ein neuer Präsident gewählt. Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi gilt als klarer Favorit. Er hat nur einen Herausforderer. Der wenig bekannte Unternehmer und Vorsitzende der liberalen Al-Ghad-Partei, Mussa Mustafa, gilt als Unterstützer al-Sisis. Besonderes Augenmerk richtet sich auf die Wahlbeteiligung als Indiz für die Zustimmung zu dem 63-jährigen Präsidenten. Dessen repressive Amtsführung bei ausbleibendem Wirtschaftsaufschwung und erheblichen Preissteigerungen stößt in Teilen der Bevölkerung auf Ablehnung. Vertreter der zersplitterten Opposition in Ägypten sind inhaftiert oder politisch mundtot gemacht. Viele Journalisten sitzen im Gefängnis, zahlreiche Internetseiten sind gesperrt.
    Außenminister Maas trifft Netanjahu:
    Außenminister Heiko Maas spricht am zweiten Tag seines Antrittsbesuchs in Israel mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Es geht unter anderem um den festgefahrenen Nahost-Konflikt mit den Palästinensern und das Atomabkommen mit dem Iran. Am Sonntag hatte der SPD-Minister einen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus angemahnt. Deutschland trage die Verantwortung für das grausamste Verbrechen der Menschheitsgeschichte, sagte er bei einem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Nach seinem Israel-Besuch wird Maas in den palästinensischen Autonomiegebieten mit Präsident Mahmud Abbas zusammenkommen.
    8 min
  • 24.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nord- und Südkorea vereinbaren Gesprächstermin:
    Nordkorea hat sich nach Angaben aus Seoul zu hochrangigen Gesprächen mit Südkorea in der kommenden Woche bereit erklärt. Wie das südkoreanische Vereinigungsministerium mitteilte, sollen am Donnerstag im Grenzort Panmunjom Gespräche über logistische Fragen geführt werden. Es geht um die Vorbereitung des für Ende April geplanten Gipfeltreffens zwischen Nord- und Südkorea. Beide Seiten würden jeweils drei Vertreter entsenden, erklärte das Ministerium. Die beiden koreanischen Staaten hatten sich in den vergangenen Monaten angenähert. Anlass waren die Olympischen Winterspiele im Februar im südkoreanischen Pyeongchang, die Nordkorea für eine Charmeoffensive nutzte.
    Gericht ordnet Durchsuchung von Cambridge-Analytica an:
    Ein britisches Gericht hat die Durchsuchung der Londoner Zentrale der Beratungsfirma Cambridge Analytica angeordnet. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Informationen aus dem Gerichtssaal. Cambridge Analytica wurde bekannt als die Firma, deren Datenauswertung zum Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentenwahl 2016 beigetragen haben soll. Das Unternehmen wird verdächtigt, Millionen von Wählern in den USA im Internet gezielt mit unerlaubter Wahlwerbung für Donald Trump beeinflusst zu haben. Geholfen haben sollen dabei unrechtmäßig gesammelte Facebook-Daten. Beantragt hatte den Durchsuchungsbefehl die britische Datenschutzbehörde. Die Firma habe innerhalb einer gesetzten Frist nicht auf eine Anfrage reagiert, heißt es.
    Bei Geiselnahme in Südfrankreich verletzter Polizist gestorben:
    Ein Polizist, der bei der Geiselnahme in Südfrankreich verletzt worden war, ist gestorben. Wie Innenminister Gérard Collomb mitteilte, erlag der 45-Jährige seinen schweren Verletzungen. Der Gendarm hatte bei der Geiselnahme am Freitag in einem Supermarkt in der Kleinstadt Trèbes eine Frau beschützt und sich für die letzte noch in der Gewalt des Attentäters befindliche Geisel austauschen lassen. Er wurde lebensgefährlich verletzt, als dieser aus noch ungeklärten Gründen auf ihn schoss. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf vier. Der Täter, ein 26-jähriger Marokkaner, hatte bei einem Autodiebstahl und in dem Supermarkt drei Menschen erschossen. Er bekannte sich zur Terrormiliz "Islamischer Staat". Beim Zugriff der Polizei wurde er erschossen. Innenminister Collomb räumte ein, dass der Mann den Sicherheitskräften bekannt gewesen sei.
    PKK-Kämpfer ziehen sich aus Stellungen im Nord-Irak zurück:
    Nach Luftangriffen türkischer Kampfjets auf PKK-Stellungen im Nordirak zieht sich die kurdische Miliz aus der Region zurück. Die kurdische Dachorganisation KCK erklärte, die PKK räume die nordirakische Region Sindschar. Dort hatte sie 2014 Stellungen bezogen, nachdem sie der Minderheit der Jesiden gegen die Extremisten-Miliz "Islamischer Staat" (IS) zu Hilfe gekommen war. Im benachbarten Syrien ist die türkische Armee seit Januar im Einsatz gegen Einheiten der YPG-Miliz, die sie als Ableger der PKK betrachtet. Die Türkei will nach eigenen Angaben verhindern, dass sich ein zusammenhängendes kurdisches Einflussgebiet vom Irak über Syrien bis in die Türkei bildet.
    US-Regierung legt Gesetz für Verbot von Bump Stocks vor:
    Einen Tag vor einer Großdemonstration für ein strengeres Waffenrecht hat die US-Regierung ein Gesetz zum Verbot sogenannter Bump Stocks vorgelegt. Mit Hilfe dieser Vorrichtung kann eine halbautomatische Waffe zu einem Maschinengewehr aufgerüstet werden. Der Attentäter, der am 1. Oktober in Las Vegas 58 Menschen tötete und 850 weitere verletzte, hatte diese Technik verwendet. Die nun vorgelegte Regelung sieht vor, dass Waffenbesitzer ihre mit Bump Stocks hochgerüsteten Schusswaffen vernichten oder abgeben müssen. Binnen einer Frist von 90 Tagen dürfen Einwände gegen das Gesetz vorgebracht werden, was noch zu Änderungen führen könnte. Nach Ablauf dieser Frist tritt das Gesetz in Kraft.
    Polen demonstrieren gegen strengere Abtreibungsgesetze:
    Landesweit haben Polen gegen eine drohende Verschärfung des Abtreibungsrechts protestiert. Man wolle legale Abtreibungen, forderten Zehntausende Menschen beim größten Protestzug in Warschau. Die Stadtbehörde schätzte die Teilnehmerzahl auf etwa 55.000. Unter dem Motto "Schwarzer Protest" zogen sie dunkel gekleidet durch die Hauptstadt, um sich gegen den im Parlament debattierten Gesetzesentwurf zu wehren. Dieser sieht vor, dass missgebildete Föten nicht mehr abgetrieben werden dürfen. Das polnische Abtreibungsrecht zählt bereits zu den strengsten in Europa.
    9 min
  • 23.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump entlässt Sicherheitsberater:
    Im Weißen Haus in Washington gibt es erneut einen hochrangigen Personalwechsel. US-Präsident Donald Trump tauscht bereits zum zweiten Mal innerhalb von 14 Monaten seinen Nationalen Sicherheitsberater aus. Trump teilte per Twitter mit, dass er Amtsinhaber Herbert Raymond McMaster entlässt und durch den früheren US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, John Bolton, ersetzt. Bolton gilt als außenpolitischer Hardliner. Der heute 69-Jährige befürwortete den Irak-Krieg und hält Präventivschläge gegen Nordkorea und einen Krieg gegen den Iran für denkbar. Der bisherige Amtsinhaber McMaster, der auch Drei-Sterne-General bei den Streitkräften ist, kündigte an, im Sommer auch aus dem Militär auszuscheiden. Erst vor wenigen Tagen hatte sich US-Präsident Trump von Außenminister Rex Tillerson getrennt.
    China reagiert mit Strafzöllen auf Trump-Entscheidung:
    Als Reaktion auf milliardenschwere Strafzölle der USA droht China mit Gegenmaßnahmen. Nach Angaben des Handelsministeriums in Peking sind Zölle im Umfang von drei Milliarden Dollar geplant. Demnach soll auf US-Schweinefleisch ein Einfuhrzoll in Höhe von 25 Prozent erhoben werden. Für Stahlrohre, Früchte und Wein sind Zölle in Höhe von 15 Prozent vorgesehen. Das Handelsministerium rief die USA dazu auf, den Konflikt noch durch Gespräche zu lösen. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag ein Dekret unterzeichnet, das gegen den Rivalen China Strafzölle vorsieht. Trump begründete dies mit unfairen Handelspraktiken und Diebstahl geistigen Eigentums. Die Zeiten seien vorbei, in denen China auf Kosten der USA wirtschafte, so Trump.
    US-Kongress einigt sich auf Etat-Kompromiss:
    In den USA ist eine erneute Haushaltssperre abgewendet. Nach dem Repräsentantenhaus verabschiedete auch die zweite Parlamentskammer, der Senat, den Haushaltsentwurf in Höhe von 1,3 Billionen Dollar. Dieser war von Spitzenvertretern der Republikaner und der Demokraten aus beiden Kongresskammern ausgehandelt worden. US-Präsident Donald Trump muss das Gesetz noch unterzeichnen. Mit seiner Entscheidung hat der US-Kongress einen Stillstand bei Bundesbehörden abgewendet. Ohne Beschluss hätten viele Bedienstete von Samstag an in einen Zwangsurlaub gehen müssen. Nun ist die Finanzierung der Verwaltung bis Ende September gesichert. In dem Etat sind allein für die Verteidigung 80 Milliarden Dollar zusätzlich vorgesehen. Das ist die größte Budgetsteigerung für das Militär seit 15 Jahren. Kritiker warnen vor einer ausufernden Verschuldung der Vereinigten Staaten. Durch die vor kurzem in Kraft getretenen Steuersenkungen und die geplanten Mehrausgaben dürfte das US-Defizit im laufenden Jahr um mehr als 800 Milliarden Dollar steigen.
    Facebook will Privatsphäre-Einstellungen ändern:
    Facebook zieht weitere Konsequenzen aus dem Daten-Skandal. Die umstrittenen Einstellungen zur Privatsphäre von Nutzern stehen bei dem US-amerikanischen Social-Media-Konzern offenbar auf dem Prüfstand. Das gab der oberste Produktchef von Facebook, Chris Cox, in einem Interview mit der ARD bekannt. Vor allem Datenschützer hatten vielfach die Einstellungen zum Datenschutz als zu kompliziert und unübersichtlich kritisiert. Nach Angaben von Cox sollen die Facebook-Nutzer auch den Zugriff von Apps von Drittanbietern leichter beschränken können. Am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass sich das britische Unternehmen "Cambridge Analytica" Zugriff zu den Profil-Daten von rund 50 Millionen Facebook-Nutzern verschafft hatte, um die Daten im US-Wahlkampf zu missbrauchen.
    EU ruft Botschafter aus Moskau zurück:
    Im Konflikt um den Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal zieht die EU ihren Botschafter aus Moskau vorerst ab. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollten damit ihre Entschlossenheit zeigen, sagten Diplomaten in Brüssel. Kanzlerin Angela Merkel hält weitere Maßnahmen gegen Russland für möglich. Die 28 EU-Mitgliedsstaaten hätten auf dem Gipfel in Brüssel einheitlich festgestellt, dass Russland "mit aller Wahrscheinlichkeit in Verbindung mit diesem Nervengas-Anschlag steht", sagte sie. Es gebe dafür keine anderen Erklärungen. Zunächst müsse nun die Bewertung durch die mit der Untersuchung beauftragte Chemiewaffenorganisation abgewartet werden. Skripal und seine Tochter waren im britischen Salisbury vergiftet worden.
    Savchenko und Massot nun auch Weltmeister:
    Die deutschen Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot sind Weltmeister im Paarlauf. Mit ihrer Kür sicherten sich die beiden Oberstdorfer bei der WM in Mailand Gold vor den Europameistern Jewgenija Tarasowa und Wladimir Morosow aus Russland. Bronze ging an die Franzosen Vanessa James und Morgan Cipres. Savchenko und Massot hatten vor fünf Wochen bereits die Gold-Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea gewonnen.
    10 min
  • 22.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkei nennt Merkels Kritik an Syrien-Einsatz "bedauerlich":
    Die Türkei hat die Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Militäroffensive in Nordsyrien als "bedauerlich" und "inakzeptabel" zurückgewiesen. Die Äußerungen der deutschen Kanzlerin beruhten auf Fehlinformationen und hätten nichts mit der Realität zu tun, heißt es in einer Erklärung des türkischen Außenministeriums. Es sei merkwürdig, dass einige Verbündete die Lage "mit den Augen von Terroristen betrachten", so die Erklärung weiter. Merkel hatte den türkischen Militäreinsatz in Afrin am Mittwoch erstmals deutlich verurteilt. Trotz "berechtigter Sicherheitsinteressen der Türkei" sei es "inakzeptabel", dass Zivilisten verfolgt würden, zu Tode kämen oder flüchten müssten, sagte die Kanzlerin im Bundestag.
    Studie: Demokratie in Entwicklungs- und Schwellenländern zunehmend eingeschränkt:
    In Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Zustand von Demokratie und Marktwirtschaft laut einer Studie auf den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren gefallen. In einem Bericht der Bertelsmann-Stiftung heißt es, immer mehr Regierende hebelten Kontrollinstanzen aus, um ihre Macht und ein System der Selbstbereicherung zu erhalten. Gleichzeitig wachse der Protest gegen soziale Ungleichheit, Korruption und Missmanagement. Die Stiftung hat für ihre Analyse 129 Entwicklungs- und Schwellenländer untersucht, 71 davon sind als Demokratien eingestuft. Dass auch dort zunehmend Bürgerrechte beschnitten werden, sei höchst problematisch, so die Stiftung. "Aus dem Gleichgewicht" sieht die Studie vor allem die Türkei: In keinem Land sei die "Aushöhlung der Gewaltenteilung" so deutlich vorangetrieben worden wie dort.
    Zuckerberg will Datenschutz höheren Stellenwert geben:
    Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat in der Datenaffäre eigene Fehler seines Unternehmens eingeräumt. Zuckerberg sagte, er habe Facebook gestartet und er trage am Ende die Verantwortung dafür, was dort geschehe. Die Analyse-Firma Cambridge Analytica habe die Daten von Facebook-Nutzern zwar unrechtmäßig bekommen, trotzdem soll es Konsequenzen für den Datenschutz in dem Sozialen Netzwerk geben. So soll es unter anderem Drittfirmen schwerer gemacht werden, an die Daten von Nutzern zu kommen. Experten sehen Facebook derzeit in einer Krise. Sollte das Unternehmen das Vertrauen der Nutzer verlieren, könnte das sogar existenzbedrohend werden.
    US-Kongress einigt sich auf Bundeshaushalt:
    Kurz vor einer drohenden neuerlichen Haushaltssperre haben sich Republikaner und Demokraten im US-Kongress auf einen Bundesetat für 2018 geeinigt. Das Gesetz sieht Ausgaben in Höhe von 1,3 Billionen US-Dollar vor. Auch für das von Präsident Donald Trump favorisierte Mauerprojekt an der Südgrenze zu Mexiko gibt es Geld, allerdings längst nicht so viel, wie der Präsident gerne hätte. Im Haushalt ist für die Grenzsicherung ein zusätzlicher Betrag von 1,6 Milliarden US-Dollar vorgesehen; Trump hatte zeitweise für den Mauerbau 25 Milliarden gefordert. Deutlich mehr Geld als bisher fließt dafür in das US-Militär. Das Budget sieht Militärausgaben in Höhe von 700 Milliarden Dollar vor. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, sprach von dem "Beginn einer neuen Ära für das US-Militär".
    EU kann auf Ausnahme bei US-Strafzöllen hoffen:
    Die Länder der Europäischen Union dürfen auf Ausnahmen bei den umstrittenen US-amerikanischen Stahl- und Aluminiumzöllen hoffen. Der Handelsbeauftragte von US-Präsident Donald Trump, Robert Lighthizer, sagte, die EU-Länder könnten so lange von den von Trump verhängten Zöllen ausgenommen werden, bis die laufenden Handelsgespräche beendet seien. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuvor im Bundestag deutlich gemacht, die Bundesregierung setze auf Gespräche mit den USA - werde aber "notfalls unmissverständliche Gegenmaßnahmen ergreifen". Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger sagte in einem Zeitungsinterview, er sehe die Chancen für eine Befreiung der EU von den Strafzöllen bei unter 50 Prozent. Trump hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, Zölle auf Importe von Stahl in Höhe von 25 Prozent und auf Aluminium in Höhe von 10 Prozent zu verhängen; diese sollen am kommenden Freitag in Kraft treten.
    8 min
  • 21.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump stellt gemeinsames Gipfeltreffen mit Putin in Aussicht:
    Zwischen US-Präsident Donald Trump und dem wiedergewählten russischen Staatschef Wladimir Putin könnte es bald zu einem Gipfeltreffen kommen. Trump hatte Putin angerufen und ihm zur Wiederwahl gratuliert. Dabei sagte er nach eigener Aussage, dass er den Kreml-Chef wahrscheinlich "in nicht allzu ferner Zukunft" treffen werde. Weitere Planungen oder gar einen Termin für ein solches Treffen gibt es bisher aber nicht. Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte, der US-Präsident halte es für wichtig, mit Russland im Dialog zu bleiben, um auf Feldern gemeinsamer Interessen voranzukommen. Trump und Putin haben sich bisher erst einmal am Rande des G20-Gipfels in Hamburg 2017 getroffen.
    Kanzlerin Merkel hält Regierungserklärung:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt am heutigen Mittwoch im Bundestag das Programm der neuen großen Koalition für die kommenden knapp vier Jahre vor. In der ersten Regierungserklärung ihrer vierten Amtszeit dürfte Merkel auch ihren Fahrplan für den ersten EU-Gipfel in Brüssel nach dem Ende der monatelangen Regierungsbildung in Deutschland vorlegen. Zudem wird erwartet, dass sie auch auf den Handelsstreit mit den USA eingehen wird, der bei den Beratungen der Staats- und Regierungschefs am Donnerstag und Freitag Thema sein wird.
    Facebook fühlt sich von Cambridge Analytica hintergangen:
    Nach dem Datenskandal um die britische Analysefirma Cambridge Analytica steht der Internetkonzern Facebook zunehmend unter Druck. Nach ähnlichen Initiativen in den USA und Großbritannien möchte nun auch das EU-Parlament, dass sich Konzernchef Mark Zuckerberg ihm gegenüber erklärt. In den USA und Großbritannien soll es zudem Ermittlungen gegen Facebook geben. US-Investoren haben außerdem eine erste Klage gegen Facebook eingereicht. Vom Unternehmen selbst heißt es, man sei entsetzt darüber, von Cambridge Analytica hintergangen worden zu sein. Die britische Firma, die nach Angaben ihres inzwischen suspendierten Chefs Alexander Nix einen Großteil des Wahlkampfs für US-Präsident Donald Trump bestritten hat, soll Facebook-Daten von bis zu 50 Millionen Menschen missbraucht haben.
    Internetkonzerne sollen in Europa mehr Steuern zahlen:
    Die EU-Kommission stellt an diesem Mittwoch ihre Pläne für die Besteuerung von Internet-Konzernen vor. Hintergrund sind Schwierigkeiten der Mitgliedstaaten, international tätige Digital-Unternehmen nach deren Gewinn zu besteuern, wenn diese keinen Sitz in den EU-Ländern haben. Die Europäische Union will deshalb zukünftig die Steuern nach der Höhe des Umsatzes berechnen. Nach einem vorab bekannt gewordenen Arbeitsdokument schlägt die Kommission einen Steuersatz von drei Prozent auf den in den EU-Staaten erzielten Umsatz vor. Betroffen wären soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, Übernachtungsplattformen wie Airbnb und Fahrdienstvermittler wie Uber. Ausnahmen soll es unter anderem für Abo-Dienste für Musik, Videos und Spiele sowie E-Commerce-Firmen geben.
    Myanmars Präsident tritt zurück:
    Der Präsident von Myanmar, Htin Kyaw, hat überraschend seinen Rücktritt erklärt. Der 71-Jährige war seit März 2016 Staatsoberhaupt des südostasiatischen Landes. Kyaw erklärte, er lege sein Amt mit sofortiger Wirkung nieder, um "sich von den gegenwärtigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten auszuruhen". Er war der erste Zivilist in dem Amt nach mehr als einem halben Jahrhundert Militärherrschaft. Kyaw gilt als enger Vertrauter von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die wegen einer Verfassungsklausel selbst nicht Präsidentin werden konnte. Sie führt als "Staatsrätin" die Regierung des Landes. Nach der Verfassung muss nun innerhalb von sieben Tagen ein Nachfolger gewählt werden.
    Bundespräsident Steinmeier reist nach Indien:
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bricht am heutigen Mittwoch zu einem Besuch nach Indien auf. Er will dort politische Gespräche mit dem indischen Präsidenten Ram Nath Kovind und Premierminister Narendra Modi führen. Mit Spannung wird Steinmeiers Rede an der Universität Delhi erwartet, die er am Samstag halten soll. Der Bundespräsident will darin um indische Studierende werben. Der Indien-Reise schließt sich ein Besuch in Sri Lanka an.
    8 min
  • 20.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Boris Johnson: Putin kann seiner Verantwortung nicht entgehen:
    In einem Interview mit der Deutschen Welle hat sich der britische Außenminister Boris Johnson überzeugt gezeigt, dass Russlands Führung hinter dem jüngsten Giftanschlag auf britischem Boden steckt. Wladimir Putin sei der Präsident und er könne der "Verantwortung und Schuld nicht entgehen". Johnson sagte, die britischen Wissenschaftler, die die Probe des Giftes untersucht hatten, seien zu der klaren Einschätzung gekommen, dass es aus Russland stamme. Deshalb habe Großbritannien so gehandelt. Der Außenminister sagte weiter, London habe Moskau die Möglichkeit gegeben, sich zum Fall zu äußern. Da es keine Antwort gab, "müssen wir den Schluss ziehen, dass der russische Staat verantwortlich war". Johnson kündigte weitere mögliche Schritte an. Großbritannien habe "genügend Gesetze, die das Vorgehen gegen illegales oder korruptes Geld in Großbritannien erlauben".
    Volkskongress endet: Xi schlägt scharfe nationalistische Töne an:
    Mit scharfen Tönen hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zum Aufbau einer "starken Nation" aufgerufen. Zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses beschwor der Präsident in Peking die Verwirklichung des "chinesischen Traums" vom Wiederaufstieg Chinas. "Wir haben starke Fähigkeiten, unseren rechtmäßigen Platz in der Welt einzunehmen", erklärte Xi. Die Welt erlebe gegenwärtig komplizierte Veränderungen mit beispiellosen Herausforderungen. Doch gebe es auch "strategische Gelegenheiten", sagte der Präsident. Unter dem starken Beifall der Delegierten sagte Xi Jinping allen separatistischen Bestrebungen den Kampf an. Auch sei jeder Versuch, Taiwan von China abzutrennen, "zum Scheitern verurteilt". Die Herrschaft durch die KP sei mehr denn je das "entscheidende Wesen des Sozialismus chinesischer Prägung in der neuen Ära", proklamierte Xi Jinping und verwies auf seine eigenen Leitideen, die der Volkskongress in der Verfassung verankert hatte.
    Ost-Ghuta: 15 Kinder und zwei Frauen bei Angriff auf Schule getötet:
    Bei einem Luftangriff auf eine Schule sind im syrischen Rebellengebiet Ost-Ghuta nach Angaben von Aktivisten 15 Kinder und zwei Frauen getötet worden. Mehr als 50 Menschen seien verletzt worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte macht russische Flugzeuge für den Angriff auf den Ort Irbin verantwortlich. Russland ist im Bürgerkrieg neben dem Iran der wichtigste Verbündete der Regierung. Unterdessen hat das Regime von Präsident Baschar al-Assad den sofortigen Abzug der türkischen Armee von seinem Territorium gefordert. Nach der Eroberung der Stadt Afrin im Norden Syriens durch die türkischen Streitkräfte wandte sich das syrische Außenministerium an die Vereinten Nationen. Es bezeichnete die Erklärung des türkischen Präsidenten, dass dessen Truppen Afrin kontrollieren, als "rechtswidrig".
    Zahl der Übergriffe auf türkische Einrichtungen gestiegen:
    Die Zahl der Übergriffe auf türkische Einrichtungen in Deutschland ist deutlich gestiegen. Die Polizeibehörden zählten im laufenden Jahr bereits 37 Angriffe mutmaßlicher prokurdischer Aktivisten auf Moscheen, Kulturvereine oder türkische Restaurants, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten. Im gesamten vergangenen Jahr waren es insgesamt 13 solcher Übergriffe. Ursache des Anstiegs sei offenbar die Offensive der türkischen Armee in der Kurden-Region Afrin in Syrien.
    Weltbank: Klimawandel könnte Millionen Menschen vertreiben:
    Der Klimawandel könnte nach Schätzung der Weltbank mehr als 140 Millionen Menschen innerhalb ihrer Heimatländer zur Flucht zwingen. Durch Dürren, Missernten, Sturmfluten und steigende Meeresspiegel könnten Menschen in Afrika südlich der Sahara, Lateinamerika und Südasien bis 2050 ihr Zuhause verlieren. Damit drohe eine humanitäre Krise, heißt es in einem Weltbank-Bericht, der in Washington veröffentlicht wurde. Vorbeugende Maßnahmen und weltweiter Klimaschutz könnte die Zahl der Binnen-Klimaflüchtlinge nach Ansicht von Experten um bis zu 80 Prozent reduzieren. Die Studie sei ein Weckruf, sagte Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgiewa.
    Frau stirbt nach Unfall mit selbstfahrendem Auto:
    Erstmals ist ein Mensch bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Auto ums Leben gekommen. Im US-Bundesstaat Arizona erfasste ein Fahrzeug des Fahrdienstvermittlers Uber eine Frau, die die Fahrbahn außerhalb eines Fußgängerübergangs überquert haben soll. Wie die Polizei mitteilte, war das Fahrzeug im autonomen Modus unterwegs. Hinter dem Steuer habe aber ein Fahrer gesessen. Uber-Firmenchef Dara Khosrowshahi sprach bei Twitter von "unglaublich traurigen Nachrichten". Das Unternehmen habe alle Testfahrten mit Roboterwagen eingestellt, meldete der Finanzdienst Bloomberg. Uber ist eines von mehreren Dutzend Unternehmen, die eigene Systeme für autonom fahrende Autos entwickeln und auf öffentlichen Straßen in den USA testen.
    9 min
  • 19.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Russlands Präsident Putin wiedergewählt:
    Der russische Präsident Wladimir Putin wird weitere sechs Jahre im Amt bleiben. Der Staatschef siegte bei der Präsidentenwahl am Sonntag mit 76,5 Prozent, wie die Wahlkommission nach der Auszählung von über 95 Prozent der Stimmen bekanntgab. Seine Gegenkandidaten ließ Putin weit hinter sich. Überschattet wurde die Wahl von Manipulationsvorwürfen. Die Opposition und Wahlbeobachter meldeten 2700 Verstöße, wie etwa mehrfach abgegebene Stimmen. Nach Bekanntwerden der Ergebnisse äußerte sich Putin auch zu der Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter in Großbritannien. Er wies eine Verwicklung Moskaus zurück. Russland habe alle chemischen Waffen "unter Kontrolle internationaler Beobachter vernichtet". Es sei Unsinn, dass sich irgendjemand in Russland vor der Wahl und vor der Fußball-Weltmeisterschaft einen Nervengift-Anschlag in Großbritannien erlaubt hätte.
    Ukraine schlägt Sanktionen gegen Ex-Kanzler Schröder vor:
    Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin hat Sanktionen gegen Altkanzler Gerhard Schröder ins Spiel gebracht. Der Minister sagte der "Bild"-Zeitung, Schröder sei für den russischen Präsidenten Wladimir Putin "weltweit der wichtigste Lobbyist". Daher solle "geprüft werden, wie die EU hier handeln" könne. Angesichts der zunehmenden Spannungen sei es "wichtig", dass es Sanktionen nicht nur gegen russische Regierungsmitglieder und Staatsunternehmen gebe, "sondern auch gegen diejenigen, die im Ausland Putins Projekte vorantreiben". Schröder war nach Ende seiner Kanzlerschaft 2005 zu dem Unternehmen Nord Stream gewechselt, das eine Gasfernleitung von Russland durch die Ostsee direkt nach Deutschland plant. Das Projekt wird von Kiew heftig kritisiert, weil die Ukraine als bisheriges Transitland den Zugriff auf das Gas verliert. 2017 wurde Schröder zum Chef des Aufsichtsrates des russischen Energiekonzerns Rosneft gewählt.
    US-Präsident Trump fordert Todesstrafe für Drogenhändler:
    US-Präsident Donald Trump will an diesem Montag einen Plan zum Kampf gegen die rasant gestiegene Schmerzmittelsucht vorstellen. Einem Mitarbeiter zufolge sieht der Plan die Todesstrafe für Drogenhändler vor. Andrew Bremberg, Direktor von Trumps Rat für Innenpolitik, kündigte an, das Justizministerium werde die Todesstrafe beantragen, wo es "nach gegenwärtigem Recht angebracht ist". Konkrete Beispiele nannte er nicht. In den kommenden drei Jahren sollen auch ein Drittel weniger Schmerzmittel auf Opioid-Basis verschrieben werden. Außerdem möchte Trump erreichen, dass Dealer schon bestraft werden können, wenn sie mit einer geringeren Menge Drogen als bisher erwischt werden. In den USA hat es in den vergangenen Jahren deutlich mehr Tote durch Schmerzmittel und Heroin gegeben, was als Opioid-Krise bezeichnet wird. Zahlreiche US-Politiker machen die Pharmakonzerne für die Krise mitverantwortlich. Im Oktober hatte der US-Präsident angesichts der Opioid-Krise den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.
    Chinesischer Volkskongress ernennt Vizepremier und Zentralbankchef:
    Bei der Umbildung der chinesischen Regierung ist Liu He, der enge Wirtschaftsberater von Staats- und Parteichef Xi Jinping, zum Vizepremier aufgestiegen. Auf der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking wurde der 66-Jährige entgegen den Erwartungen aber nicht gleichzeitig auch Zentralbankchef. Als Vizeregierungschef ist Liu He aber maßgeblich für die Wirtschafts- und Finanzpolitik zuständig und steht über dem Zentralbankchef. Neuer Chef der Zentralbank wurde Yi Gang. Der 59-Jährige war bisher der Vizechef der Zentralbank. Beide haben in den USA studiert und stehen für wirtschaftliche Reformen. Außenminister bleibt der erfahrene Wang Yi, der zusätzlich zum Staatsrat aufrückte - eine Position, die im Rang höher steht.
    Besucherrückgang bei Leipziger Buchmesse:
    Erstmals seit vielen Jahren haben weniger Menschen die Leipziger Buchmesse besucht. Der Veranstalter zählte zum Ende der vier Ausstellungstage 271.000 Gäste. Das waren gut 14.000 weniger als vor einem Jahr. Ursprünglich hatten die Organisatoren mit einem neuen Besucherrekord und rund 300.000 Gästen gerechnet. Als Grund für den Rückgang werden die Wetterbedingungen gesehen. Am Freitag und Samstag gab es im Zug- und Straßenverkehr wegen des Wintereinbruchs erhebliche Probleme. Der Leipziger Hauptbahnhof war zeitweise komplett gesperrt. Auf der Buchmesse präsentierten sich mehr als 2.600 Aussteller aus 46 Ländern.
    9 min
  • 17.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.FBI-Vizedirektor kurz vor Pensionierung gefeuert:
    US-Justizminister Jeff Sessions hat den früheren Vizedirektor des FBI, Andrew McCabe, zwei Tage vor dessen Pensionierung gefeuert. Er soll einem Reporter interne Informationen verraten und später bei Befragung darüber falsche Angaben gemacht haben, heißt es in Berichten amerikanischer Medien. Der frühere FBI-Direktor stand unter anderem während der Untersuchungen rund um die E-Mail-Affäre von Ex-Außenministerin Hillary Clinton im Rampenlicht. McCabe war Anfang des Jahres als Vizedirektor des FBI zurückgetreten und seitdem einfacher Agent der Bundespolizei. Er sollte an diesem Sonntag zu seinem 50. Geburtstag in Rente gehen. Durch seine vorzeitige Entlassung kommt er nicht in den Genuss aller Rentenansprüche.
    Chinas Präsident Xi kann zweite Amtszeit beginnen:
    Chinas Volkskongress hat Staatspräsident Xi Jinping im Amt bestätigt. Damit beginnt für Xi die zweite Amtsperiode. Der nicht frei gewählte Volkskongress hatte durch die jüngste Verfassungsänderung die Begrenzung der Amtszeit für den Staatschef aufgehoben. Das Votum galt daher als reine Formsache. Der Volkskongress hatte zudem in seiner Geschichte noch nie eine Vorlage der kommunistischen Führung abgelehnt. Wie ebenfalls erwartet worden war, wurde Xi Jinpings rechte Hand Wang Qishan als neuer Vizepräsident bestimmt. Beobachter gehen davon aus, dass sich der erfahrene Amerika-Kenner angesichts der unberechenbaren Politik von US-Präsident Donald Trump besonders um die Beziehungen zu den USA kümmern soll.
    Aktivisten: Tote nach türkischem Luftangriff auf Klinik in Afrin:
    Die türkische Luftwaffe hat nach Angaben der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte und des kurdischen Roten Halbmonds das letzte noch funktionierende Krankenhaus in der nordsyrischen Stadt Afrin beschossen und dabei 16 Zivilisten getötet. Die türkische Armee hatte Ende Januar einen Militäreinsatz gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG in Nordsyrien gestartet. Die Kurdenstadt Afrin ist mittlerweile fast vollständig eingekreist. Laut der oppositionsnahen Beobachtungstelle, deren Angaben für Medien kaum überprüfbar sind, flohen am Freitag mindestens 15.000 Menschen vor den Truppen. Zudem seien allein am Freitag weit mehr als 100 Zivilisten in Syrien getötet worden, heißt es weiter. In Ost-Ghuta, nahe der Hauptstadt Damaskus, setzten die syrische Regierung und Russland demnach ihre Angriffe fort. Die russische Armee sprach von mehr als 4000 Menschen, die aus den von Rebellen gehaltenen Teilen Ost-Ghutas in Gebiete unter syrischer Regierungshoheit geflohen seien.
    Merkel und Macron wollen EU-Reformplan vorlegen:
    Deutschland und Frankreich wollen bis Mitte des Jahres gemeinsame Vorschläge für eine Neuaufstellung der Europäischen Union machen. Dies teilten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit. Merkel war zu ihrem Antrittsbesuch nach Paris gereist. Bei den Vorschlägen soll es vor allem um eine Reform der Eurozone und um die Asylpolitik der EU-Länder gehen. Sie sollen auf dem EU-Gipfel Mitte des Jahres eingebracht werden. Macron hat bereits vor sechs Monaten Ideen für eine Neuaufstellung der EU und der Währungsunion vorgelegt. Er fordert etwa einen gemeinsamen Haushalt für die Eurostaaten sowie einen EU-Finanzminister. Dies wird in Teilen von Merkels CDU kritisch gesehen.
    Tod von Kreml-Kritiker Gluschkow war Mord:
    Die britische Polizei hat Mordermittlungen im Fall des russischen Kreml-Kritikers und Geschäftsmanns Nikolai Gluschkow aufgenommen. An seinem Hals seien Gewaltspuren gefunden worden, teilte Scotland Yard in London mit. Der 68-Jährige war am vergangenen Montag tot in seinem Haus im Südwesten der britischen Hauptstadt gefunden worden. Gluschkow war 2004 in Russland zu drei Jahren und drei Monaten Haft wegen Betrug und Geldwäsche verurteilt worden. 2010 erhielt er in Großbritannien Asyl. Der Geschäftsmann war eng mit dem Oligarchen und Putin-Kritiker Boris Beresowski befreundet gewesen, der 2013 in der Nähe von London erhängt in seinem Badezimmer gefunden worden war. Ob damals Fremdverschulden oder ein Selbstmord vorlag, konnte nicht geklärt werden. Zu dem Attentat auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia sieht die britische Polizei im Fall Gluschkow derzeit keine Verbindung.
    Videobeweis kommt bei WM 2018 zum Einsatz:
    Der seit dieser Saison in der Bundesliga erprobte Videobeweis kommt auch bei der Fußball-WM in Russland zum Einsatz. Das beschloss das Council des Weltverbandes FIFA. Dies sei eine historische Entscheidung, sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Bei der WM könne man es sich nicht leisten, dass ein potenzieller Schiedsrichter-Fehler gravierende Folgen habe, erklärte Infantino. Der Schweizer ist einer der größten Befürworter der Technik, die in der Bundesliga-Hinrunde zunächst zu Problemen und Missverständnissen geführt hatte. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Reinhard Grindel, forderte, die Schiedsrichter-Teams der WM nun so zu schulen, dass eine klare Kommunikation und eine reibungslose Umsetzung gewährleistet seien. Die Fußball-WM findet vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland statt.
    9 min

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