Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 16.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Seehofer: "Der Islam gehört nicht zu Deutschland":
    Der neue Bundesinnenminister Horst Seehofer hält den Satz "Der Islam gehört zu Deutschland" für falsch. Die in Deutschland lebenden Muslime gehörten dagegen selbstverständlich zu Deutschland, sagte Seehofer. Dies bedeute jedoch nicht, "deswegen aus falscher Rücksichtnahme die landestypischen Traditionen und Gebräuche aufzugeben". Deutschland sei geprägt durch das Christentum. Dazu gehörten Feiertage und Rituale wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Seehofer kündigte an, wieder Islamkonferenzen einberufen zu wollen, um die Probleme der Integration von Muslimen in Deutschland zu diskutieren. Muslime müssten, Zitat: "mit uns leben, nicht neben oder gegen uns". Dazu seien gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme erforderlich.
    Antrittsbesuche in Paris:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz reisen an diesem Freitag zu Antrittsbesuchen nach Paris. Dabei geht es um eine enge deutsch-französische Abstimmung vor dem EU-Gipfel in Brüssel kommende Woche. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schlägt unter anderem ein Budget für die Eurozone und einen eigenen EU-Finanzminister vor. Während Merkel mit Macron zusammenkommt, trifft Vizekanzler Scholz den französischen Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire. Themen in Paris dürften auch die Aufstellung der EU im Handelsstreit mit den USA und der Umgang mit Russland nach dem Giftanschlag in Großbritannien sein. Als erstes Mitglied der neuen Bundesregierung war Außenminister Heiko Maas am Mittwoch zum Antrittsbesuch nach Paris gereist.
    Lawrow bestätigt Ausweisung britischer Diplomaten:
    Als Reaktion auf Sanktionen Großbritanniens im Fall des Giftanschlags auf einen Ex-Spion verweist Russland britische Diplomaten des Landes. Das hat der russische Außenminister Sergej Lawrow bestätigt. Genaue Zahlen nannte er zunächst nicht. Am Mittwoch hatte die Regierung in London 23 russische Diplomaten ausgewiesen. Großbritannien macht Russland für den Anschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter verantwortlich. Beide waren Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank in der Stadt Salisbury gefunden worden. Der Angriff wurde mit einem Nervengift verübt, das aus russischer Produktion stammen könnte. Die Staats- und Regierungschefs der USA, Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands haben Moskau in einer gemeinsamen Erklärung zu einer Klärung des Falls aufgefordert.
    Tote nach Brückeneinsturz in Miami:
    Beim Einsturz einer neuen Fußgängerbrücke nahe der US-Metropole Miami sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Der Chef der örtlichen Feuerwehr, Dave Downey, sagte, neun weitere Menschen seien in Kliniken gebracht worden. Die 950 Tonnen schwere Brücke war in ihrer ganzen Länge von etwa 53 Metern durchgebrochen und auf die darunterliegende siebenspurige Straße gefallen. Dabei begrub sie acht Autos unter sich. Das Bauwerk, das so konstruiert sein sollte, dass es auch Hurrikans standhalten kann, war erst am Samstag errichtet worden. Die Inbetriebnahme war für Anfang 2019 vorgesehen. Sie sollte die Florida International University mit Studentenwohnheimen verbinden. Die Universität erklärte in einer Mitteilung, sie sei schockiert und bestürzt über das Unglück. Die Ursache für den Einsturz ist bislang noch unklar. Der Bauträger kündigte eine Untersuchung an.
    Europa League: Leipzig weiter, Dortmund raus:
    Fußball-Bundesligist RB Leipzig steht zum ersten Mal im Viertelfinale der Fußball-Europa-League. Nach dem 2:1 im Achtelfinal-Hinspiel reichte der Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl ein 1:1-Unentschieden bei Zenit St. Petersburg. Aus der Europa League ausgeschieden ist Borussia Dortmund. Der BVB kam im Rückspiel beim FC Salzburg nicht über ein 0:0 hinaus. Das Hinspiel hatten die Dortmunder mit 1:2 verloren.+
    Paralympics: Eskau und Fleig holen Gold:
    Bei den Paralympics im südkoreanischen Pyeongchang hat Deutschland zwei weitere Goldmedaillen gewonnen. Andrea Eskau und Martin Fleig siegten im Biathlon in der sitzenden Klasse über 12,5 beziehungsweise 15 Kilometer. Beide machten keinen Schießfehler. Für die Männer im deutschen Team war Fleigs Medaille die erste seit acht Jahren.
    8 min
  • 15.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA machen Russland für Giftanschlag auf Ex-Spion in England verantwortlich:
    Die USA haben Russland für das Gift-Attentat auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal in England verantwortlich gemacht. Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, rief den UN-Sicherheitsrat bei einer kurzfristig einberufenen Dringlichkeitssitzung auf, "umgehend konkrete Maßnahmen" in dem Fall zu ergreifen. Der russische UN-Vertreter Wassili Nebensia wies jede Verwicklung seines Landes in den Vorfall zurück. Der britischen Premierministerin Theresa May warf er vor, eine "hysterische Atmosphäre" zu erzeugen. London hatte nach dem Giftanschlag harte Sanktionen gegen Moskau verhängt. May kündigte die Ausweisung von 23 Diplomaten des Landes an. Zur bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Russland sollen weder Regierungsmitglieder noch Vertreter des Königshauses anreisen. Skripal und seine Tochter waren Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank gefunden worden. Sie kamen offenbar mit einem Nervengift in Kontakt, das in der einstigen Sowjetunion entwickelt wurde.
    Maas bekräftigt Bedeutung von "deutsch-französischer Dynamik" für Europa:
    Bei seinem Antrittsbesuch in Paris hat der neue Bundesaußenminister Heiko Maas den hohen Stellenwert der deutsch-französischen Beziehungen betont. Er sei "tief davon überzeugt", dass Europa die deutsch-französische Dynamik brauche, erklärte Maas bei einem Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Jean-Yves Le Drian. Deutschland und Frankreich müssten gemeinsam dafür sorgen, dass Europa Antworten auf die Herausforderungen der kommenden Jahre finde. Diese reichten von der Klimapolitik über die Konflikte an den Grenzen zu Europa bis hin zu Reformen der Europäischen Union. Die neue Bundesregierung werde sich nun "sehr intensiv und schnell" mit den Vorschlägen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zur Erneuerung Europas auseinandersetzen, sagte Maas.
    Deutsche Waffen für Türkei trotz Kurdenoffensive:
    Auch nach dem Einmarsch türkischer Truppen in Syrien hat die Bundesregierung Rüstungslieferungen in Millionenhöhe an den NATO-Partner Türkei genehmigt. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Omid Nouripour hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In den ersten fünfeinhalb Wochen der türkischen Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien wurden demnach 20 Exportgenehmigungen für deutsche Rüstungsgüter erteilt. Sie hatten einen Gegenwert von 4,4 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr als der Durchschnittswert des Vorjahres für einen solchen Zeitraum mit 14 Genehmigungen im Wert von 3,6 Millionen Euro. Der am Mittwoch ausgeschiedene Außenminister Sigmar Gabriel hatte im Februar versichert, dass seit Beginn der Syrien-Offensive ein kompletter Exportstopp für die Türkei gelte.
    TV-Experte Kudlow wird Trumps neuer Wirtschaftsberater:
    Der konservative Ökonom und bekannte TV-Kommentator Larry Kudlow wird neuer oberster Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump. Der 70-Jährige folgt auf Gary Cohn, der vergangene Woche im Streit um Trumps Strafzölle auf Stahl und Aluminium zurückgetreten war. Kudlow, der als Experte für den auf Wirtschaftsnachrichten spezialisierten Fernsehsender CNBC arbeitete, hatte die Zoll-Pläne des Präsidenten kürzlich ebenfalls kritisiert und sie mit einer Steuererhöhung verglichen. Der ehemalige Investmentbanker war während des Wahlkampfs 2016 als "informeller" Berater für Trump tätig und unterstützte unter anderem dessen Projekt des Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko. Kudlow arbeitete bereits unter dem früheren Präsidenten Ronald Reagan im Weißen Haus, bevor er sich für eine Laufbahn in den Medien entschied.
    US-Senat öffnet Tür für Lockerungen bei Bankenregulierung:
    Der US-Senat hat den Weg für eine Lockerung der Bankenregulierung frei gemacht. Mit dem umstrittenen, mit den Stimmen der Republikaner und einzelner Demokraten verabschiedeten Gesetzentwurf werden die unter Präsident Barack Obama als Folge der Finanzkrise verhängten strengeren Kontrollen von Banken teilweise rückgängig gemacht. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt und erklärte, Trump werde ein entsprechendes Gesetz unterzeichnen. Im Repräsentantenhaus war zuvor ein ähnlicher, aber deutlich weitreichenderer Gesetzentwurf mit der Republikaner-Mehrheit verabschiedet worden. Das Abgeordnetenhaus muss den Vorschlag nun annehmen, ehe dieser von Trump unterzeichnet werden und Gesetzeskraft erlangen kann. Kritiker befürchten, dass er Finanzinstituten Türen öffnet, um vergangene Fehler in der Hoffnung auf hohe Renditen erneut zu begehen. Das Weiße Haus argumentiert dagegen, es gehe vor allem um notwendige Erleichterungen für kleinere Geschäftsbanken.
    9 min
  • 14.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Stephen Hawking ist tot:
    Im Alter von 76 Jahren ist der britische Astrophysiker Stephen Hawking gestorben. Das teilte seine Familie mit. Der weltberühmte Wissenschaftler litt jahrzehntelang an Amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer Nervenkrankheit, bei der die Muskeln nach und nach absterben. Er saß im Rollstuhl und konnte sich nur mit Hilfe eines Sprachcomputers verständigen. Als bei ihm im Alter von 21 Jahren eine Erkrankung des motorischen Nervensystems diagnostiziert wurde, gaben die Ärzte ihm nur wenige Jahre zu leben. Hawking lehrte viele Jahrzehnte an der Universität Cambridge. 1974 wurde er im Alter von nur 32 Jahren zum jüngsten Mitglied der renommierten britischen Royal Society ernannt. Fünf Jahre später erhielt er in Cambridge die Lucasian Professur für Mathematik, die einst Isaac Newton innehatte. Zu großer Bekanntheit gelangte er 1988 mit dem Bestseller "Eine kurze Geschichte der Zeit", in dem er einem nicht-wissenschaftlichen Publikum die Natur des Universums erklärte.
    Russland lässt Ultimatum im Nervengift-Fall verstreichen:
    Russland hat die von der britischen Premierministerin Theresa May gesetzte Frist für eine Stellungnahme im Fall des Nervengift-Anschlags auf einen Ex-Spion in England verstreichen lassen. Russland werde auf Londons Ultimatum nicht antworten, bis es Proben der chemischen Substanz erhalte, sagte ein Sprecher der russischen Botschaft in London der Nachrichtenagentur Reuters. Russland sei in das Attentat nicht verwickelt. Im Falle von Sanktionen droht Moskau seinerseits mit Konsequenzen. Der 66-jährige Ex-Spion Sergej Skripal und seine 33-jährige Tochter waren Anfang des Monats in der südenglischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Sie kämpfen seitdem in einer Klinik um ihr Leben. Bei dem Anschlag wurde nach britischer Darstellung ein Mittel eingesetzt, das das sowjetische Militär entwickelt hat. May hatte erklärt, Russland sei "sehr wahrscheinlich" für die Vergiftung verantwortlich.
    Merkel steht vor vierter Wahl zur Bundeskanzlerin:
    Fast sechs Monate nach der Bundestagswahl will sich Angela Merkel heute zum vierten Mal zur Kanzlerin wählen lassen. Von 709 Abgeordneten müssen dabei mindestens 355 für die CDU-Vorsitzende stimmen. Offiziell ernannt werden soll Merkel nach der Wahl von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Schloss Bellevue. Anschließend ist die Vereidigung Merkels und ihrer Minister von CDU, CSU und SPD im Bundestag vorgesehen. Mit der Vereidigung endet die längste Phase der Regierungsbildung der deutschen Geschichte. Merkel war seit Ende Oktober nur noch als geschäftsführende Bundeskanzlerin im Amt. Nach gescheiterten Sondierungsgesprächen von CDU/CSU, FDP und Grünen im vergangenen Jahr gab es bei den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD schließlich eine Einigung.
    Lamb ruft sich in Pennsylvania zum Sieger aus:
    Bei der Kongress-Nachwahl im US-Bundesstaat Pennsylvania hat sich der Demokrat Conor Lamb zum Wahlsieger erklärt. Nach Auszählung aller direkt abgegebenen Stimmen lag Lamb mit 49,8 Prozent um nur 0,2 Prozentpunkte vor seinem Kontrahenten, dem Republikaner Rick Saccone. Das entsprach einem Vorsprung von lediglich 579 Stimmen. Es müssen allerdings noch fast 1400 Briefwahlstimmen ausgezählt werden, wie der Fernsehsender CNN berichtet. Saccone wollte seine Niederlage noch nicht eingestehen. Für die Republikaner wäre der Verlust des Sitzes im Repräsentantenhaus eine herbe Niederlage. Die Partei von US-Präsident Donald Trump hatte den Bezirk im Südwesten von Pennsylvania seit Jahren klar dominiert. Die Nachwahl ändert zwar nichts an den Mehrheitsverhältnissen im Repräsentantenhaus, sie gilt aber als wichtiger Stimmungstest.
    Philippinen steigen aus Strafgerichtshof aus:
    Die Philippinen ziehen sich aus dem Internationalen Strafgerichtshof zurück. Das kündigte Staatschef Rodrigo Duterte in Manila an. Das Tribunal in Den Haag hatte kürzlich Ermittlungen wegen möglicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Rahmen von Dutertes Offensive gegen Drogenkriminelle eingeleitet. Der Präsident war im Jahr 2016 mit dem Versprechen eines gnadenlosen Kampfs gegen Verbrecher ins Amt gekommen. Die philippinische Polizei gibt an, bisher 4000 mutmaßliche Drogenkriminelle getötet zu haben. Menschenrechtsgruppen gehen davon aus, dass die Zahl etwa dreimal so hoch ist. Der Internationale Strafgerichtshof wurde 2002 gegründet. Er soll sicherstellen, dass Völkermord und Kriegsverbrechen international verfolgt werden können. Tätig werden kann er jedoch erst, wenn auf nationaler Ebene alle Klagewege ausgeschöpft sind.
    9 min
  • 13.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Attentat auf Ex-Spion: London erwartet Antwort aus Moskau :
    Großbritannien hat Russland aufgefordert, Details zu dem Nervengift anzugeben, mit dem der Ex-Doppelagent Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia angegriffen wurden. Nach Angaben von Premierministerin Theresa May wurden die beiden durch einen Nervenkampfstoff vergiftet, der einst in der Sowjetunion produziert wurde. Moskau soll sich gegenüber der Organisation für das Verbot chemischer Waffen erklären. Die russische Regierung wies die Vorwürfe Mays barsch zurück und warf ihr eine "politische Kampagne auf Grundlage von Provokationen" vor. US-Außenminister Rex Tillerson hingegen schloss sich der Schlussfolgerung der britischen Regierung an, wonach Russland für den Giftanschlag verantwortlich ist. Auch die NATO zeigte sich alarmiert.
    USA wollen notfalls in Syrien selbst handeln:
    Die USA haben mit einem Alleingang im Syrienkonflikt gedroht, sollte der UN-Sicherheitsrat keine 30-tägige Waffenruhe für das Bürgerkriegsland durchsetzen. Die Feuerpause soll für die Hauptstadt Damaskus und die Rebellenenklave Ost-Ghuta gelten. Das Rebellengebiet wird seit Wochen mit russischer Unterstützung von regierungstreuen Kräften angegriffen. Diese begründen ihr Vorgehen mit dem Kampf gegen Terrorgruppen. Der Sicherheitsrat hatte bereits am 24. Februar eine 30-tägige Feuerpause für das ganze Land gefordert.
    Tote bei Anschlägen mit Paketbomben in Texas:
    In Austin im US-Bundesstaat Texas sind bei einer Serie von Paketbombenanschlägen zwei Menschen getötet worden. Eine Frau wurde schwer verletzt. Die Explosionen ereigneten sich innerhalb von zehn Tagen. Die Polizei teilte mit, dass alle drei Anschläge miteinander in Verbindung stehen. Die Ermittler hätten aber noch kein Muster der Opfer oder einen konkreten Verdacht. Das Motiv sei unklar, man schließe aber ein Hassverbrechen nicht aus. Die Opfer seien Afroamerikaner oder lateinamerikanischer Herkunft, teilten die Behörden mit. Erste Hinweise deuteten darauf hin, dass die Pakete nicht von der Post oder anderen Anbietern geliefert worden seien, so die Ermittler.
    Trump blockiert Übernahme von Qualcomm:
    US-Präsident Donald Trump hat die geplante Milliarden Dollar schwere Übernahme des amerikanischen Chipherstellers Qualcomm durch den in Singapur ansässigen Konkurrenten Broadcom untersagt. Begründet wurde der Schritt mit einer Gefährdung der nationalen Sicherheit. Es wäre die bisher teuerste Übernahme in der Technologie-Industrie überhaupt gewesen. Broadcom hatte für Qualcomm in der Spitze 121 Milliarden Dollar geboten, plus die Übernahme von Schulden in Höhe von 25 Milliarden Dollar. Insider befürchteten, dass Broadcom nach der Übernahme Teile von Qualcomm an den chinesischen Konkurrenten Huawei verkaufen könnte.
    Oskar Gröning gestorben:
    Der als "Buchhalter von Auschwitz" bekannt gewordene frühere SS-Mann Oskar Gröning ist tot. Nach Informationen des "Spiegel" starb der 96-Jährige am vergangenen Freitag in einem Krankenhaus. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover bestätigte demnach eine entsprechende Information von Grönings Anwalt. Das Landgericht Lüneburg hatte Gröning 2015 wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen zu vier Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Im Dezember 2017 hielt das Bundesverfassungsgericht Gröning für haftfähig; er müsse seine Strafe antreten. Eine Beschwerde aus Gesundheitsgründen wies Karlsruhe ab.
    7 min
  • 12.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Weltweiter Waffenhandel legt weiter zu:
    Weltweit werden immer mehr Waffen gehandelt. Wie das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI in seinem neuesten Bericht mitteilt, wurden in den vergangenen fünf Jahren zehn Prozent mehr Rüstungsgüter exportiert und importiert als im Zeitraum 2008 bis 2012. Fast jede dritte Waffe sei in Länder wie Indien, Saudi-Arabien, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate gegangen. Die Staaten dort hätten ihren Import mehr als verdoppelt, heißt es. Die fünf größten Exporteure waren die USA, Russland, Frankreich, Deutschland und China. Aus diesen Ländern stammen 74 Prozent aller internationalen Rüstungslieferungen der vergangenen fünf Jahre. Deutschland, der weltweit viertgrößte Rüstungsexporteur, fuhr seine Verkäufe um 14 Prozent zurück. In den Nahen Osten aber verkaufte Deutschland laut SIPRI trotz heftiger politischer Debatten doppelt so viele Waffen wie im Vergleichszeitraum.
    UN fordern knapp eine Milliarde Dollar für Rohingya-Hilfen:
    Für die Versorgung der knapp eine Million Rohingya-Flüchtlinge im Südosten Bangladeschs werden nach UN-Angaben in diesem Jahr rund 950 Millionen Dollar benötigt. Das Geld soll für Nahrungsmittel, Unterkünfte sowie eine ausreichende Gesundheitsversorgung ausgeben werden. Angesichts der bevorstehenden Monsun-Saison müssen überdies schätzungsweise 100.000 Flüchtlinge in gefährdeten Gebieten umgesiedelt werden. 2017 waren die Rohingya vor den Übergriffen der Armee Myanmars nach Bangladesch geflüchtet. Zahlreiche Menschen leben dort in völlig überfüllten Flüchtlingslagern. Wann sie nach Myanmar zurückkehren können, ist unklar.
    Zehntausende Katalanen demonstrieren für Abspaltung:
    In Barcelona haben erneut Zehntausende Separatisten für die Abspaltung Kataloniens von Spanien demonstriert. Zu der Großkundgebung hatte die einflussreiche separatistische Organisation ANC aufgerufen. Die Proteste standen unter dem Motto "Republik jetzt!". Die örtliche Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf 45.000. Die Separatisten fordern, dass sich die drei für die Unabhängigkeit eintretenden Parteien auf die Bildung einer Regionalregierung einigen und so schnell wie möglich eine "Katalanische Republik" gründen.
    Messer-Angreifer vor Irans Botschafterresidenz in Wien getötet:
    Bei einer Messerattacke vor der Residenz des iranischen Botschafters in Wien ist ein 26-jähriger Österreicher von einem Wachsoldaten erschossen worden. Das Motiv des Mannes ist unklar. Der österreichische Soldat erlitt nach Polizeiangaben eine Schnittverletzung und wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht. Erst am Mittwoch hatte ein 23-jähriger Afghane bei zwei Messerattacken in der Wiener Innenstadt insgesamt vier Menschen verletzt. Er gestand die Tat und gab an, drogenabhängig zu sein und aus Wut gehandelt zu haben. Ein politisches Motiv bestritt er.
    Brandanschläge auf türkische Einrichtungen:
    In Deutschland sind am Wochenende mehrere Brandanschläge auf türkische Einrichtungen verübt worden. In der Nacht zu Sonntag brannte es nahezu zeitgleich in einer Moschee in Berlin und an einem Gebäude des Deutsch-türkischen Freundschaftsvereins im nordrhein-westfälischen Meschede. In Berlin nahm die Polizei drei Männer fest. In Itzehoe in Schleswig-Holstein schlugen Unbekannte die Fenster einer Moschee ein und legten ein Feuer in einem türkischen Gemüseladen. Bereits am Freitag waren Brandsätze in eine Moschee in Lauffen in Baden-Württemberg geworfen worden. Nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" tauchte im Internet ein Bekenner-Video einer kurdischen Plattform auf. Dort werde behauptet, die Tat sei als Reaktion auf Angriffe der türkischen Armee und die "massenhafte Tötung von Zivilisten" in der nordsyrischen Stadt Afrin verübt worden.
    "Traumschiff"-Kapitän Siegfried Rauch mit 85 Jahren gestorben:
    Der Schauspieler Siegfried Rauch ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Er kam durch einen Treppensturz in seinem Wohnort Untersöchering südlich von München ums Leben. Rauch war in der Rolle des "Traumschiff"-Kapitäns Jakob Paulsen bekanntgeworden. Der schauspielerische Durchbruch gelang ihm bereits Anfang der 1970er Jahre in dem Spielfilm-Klassiker "Le Mans". Bis ins hohe Alter stand er noch vor der Kamera.
    9 min
  • 10.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump stellt Bedingungen für Treffen mit Kim:
    Die USA knüpfen Bedingungen an ein Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Nach Angaben des Weißen Hauses könne dies erst stattfinden, wenn Nordkorea überprüfbare Schritte zur Denuklearisierung des Landes eingeleitet hat. Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte, Kim habe große Versprechungen gemacht. Die USA seien sicher, dass entsprechende Taten folgten. Wie das Weiße Haus weiter mitteilte, wolle China - wie die USA - ebenfalls seine Strafmaßnahmen gegen Nordkorea aufrechterhalten. Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping seien bei einem Telefonat einig gewesen, dass Druck und Sanktionen fortbestehen sollten. Das gelte so lange, bis die Führung in Pjöngjang konkrete Maßnahmen im Sinne einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel unternommen habe. China ist der wichtigste Verbündete Nordkoreas.
    NRA klagt gegen strengeres Waffenrecht:
    Die US-Waffenlobby NRA will das verschärfte Waffengesetz im Bundesstaat Florida per Klage verhindern. Zur Begründung hieß es, die neuen Bestimmungen verstießen gegen den zweiten Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten. Dieser garantiert den Bürgern das Recht, eine Waffe zu tragen. Floridas Gouverneur Rick Scott hatte das Gesetz am Freitag unterzeichnet. Unter anderem wird darin das Mindestalter für den Erwerb von Schusswaffen von 18 auf 21 Jahre angehoben. Das Gesetz verbietet außerdem die Aufrüstung halbautomatischer Waffen. Zudem dürfen Bedienstete an Floridas Schulen nun eine Waffe zur Abschreckung mitführen. Die neuen Regelungen sind eine Reaktion auf das Attentat von Parkland im Februar. Dort hatte ein 19-Jähriger an einer High School 17 Menschen erschossen, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Der Schütze hatte die Tatwaffe legal gekauft.
    Tote bei Geiselnahme in Kalifornien:
    Im US-Bundesstaat Kalifornien sind bei einer Geiselnahme in einem Pflegeheim für Veteranen vier Menschen ums Leben gekommen. Nach der Erstürmung des Gebäudes entdeckten Polizisten drei tote Frauen und den ebenfalls toten, mutmaßlichen Täter. Der genaue Tathergang sei noch unklar, so die Polizei. Wie eine örtliche Zeitung meldet, soll es sich bei dem Geiselnehmer um einen Kriegsveteranen mit posttraumatischen Belastungsstörungen handeln. Die drei Toten waren demnach Mitarbeiterinnen eines Programms zur Behandlung solcher psychischen Erkrankungen. Die Einrichtung in der Nähe von San Francisco ist das größte Veteranen-Heim in den USA.
    EU spricht mit USA über Strafzölle:
    Die EU und die Vereinigten Staaten wollen an diesem Samstag über die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle auf Stahl und Aluminium beraten. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström trifft in Brüssel den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer. Auch der japanische Wirtschaftsminister Hiroshige Seko, dessen Land gleichfalls betroffen ist, soll an dem Gespräch teilnehmen. Malmström hatte am Freitag verlangt, dass die Europäische Union von den Strafzöllen ausgenommen wird. Sonst werde die EU vor der Welthandelsorganisation WTO klagen und ihrerseits Einfuhrzölle auf US-Produkte verhängen. Bislang sind Ausnahmen nur für Kanada und Mexiko vorgesehen. Für Importe aus anderen Ländern planen die USA Zollabgaben von 25 Prozent auf Stahl und 10 Prozent auf Aluminium.
    Angeblich Rebellen aus Ost-Ghuta gebracht:
    Eine erste Gruppe von Rebellen soll aus deren umkämpfter Hochburg Ost-Ghuta bei Damaskus gebracht worden sein. Das staatliche Fernsehen zeigte Kämpfer an Bord eines Busses. Nach Aussage der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte handelt es sich um 13 Mitglieder des radikal-islamischen Bündnisses Haiat Tahrir al-Scham (HTS) und deren Familien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Angeblich sollten die Dschihadisten aus der Kampfzone in die nördliche Provinz Idlib fahren. Diese wird weiter von Rebellen gehalten. - Am Freitag war im belagerten Ost-Ghuta ein zweiter Hilfskonvoi eingetroffen. 13 Lastwagen mit Lebensmitteln für 12.000 Menschen erreichten die Stadt Duma, wie eine Sprecherin des UN-Nothilfebüros OCHA erklärte. Allerdings beklagten die UN, Beschuss habe die Hilfslieferung zeitweilig bedroht.
    Deutsche Journalisten in griechischem Gewahrsam:
    Zwei deutsche Journalisten sind im Nordosten Griechenlands nahe der türkischen Grenze festgenommen worden. Es handele sich um einen 31-Jährigen und seine 33 Jahre alte Kollegin, bestätigte die deutsche Botschaft in Athen. Die beiden hätten angegeben, im Auftrag der ARD einen Beitrag über aus Deutschland heimkehrende Flüchtlinge drehen zu wollen. Sie seien ohne Drehgenehmigung unterwegs gewesen. Die Nachrichtenagentur AFP meldet, die Journalisten seien wegen Betretens einer Sperrzone in Gewahrsam. Flüchtlinge versuchen seit Jahren über den Grenzfluss Evros nach Griechenland zu gelangen, um von dort nach Mittel- und Nordeuropa weiterzureisen. Zuletzt wurde griechischen Sicherheitskräften vorgeworfen, Migranten illegal auf türkisches Staatsgebiet zurückzudrängen. Die Regierung in Athen wies dies zurück.
    9 min
  • 09.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump zu Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim bereit:
    US-Präsident Donald Trump will eine Gesprächseinladung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un annehmen, in der Hoffnung, so eine Lösung im Atomkonflikt zu finden. Ort und Zeitpunkt des Treffens müssten noch festgelegt werden, teilte das Präsidialamt in Washington mit. Bis dahin müssten die Sanktionen und der Druck auf Nordkorea aufrechterhalten werden. Kim Jong Un soll sich nach Angaben aus Südkorea dazu bereit erklärt haben, während der Dialogphase auf Raketen- und Atomtests zu verzichten. Die beiden Koreas hatten sich zuletzt vorsichtig angenähert. Eine diplomatische Lösung ist wegen der vielen Beteiligten extrem kompliziert. Kim und Trump hatten sich 2017 mit Beleidigungen und Spott überzogen. Das hatte Befürchtungen genährt, der Konflikt könne eskalieren, womöglich auch atomar.
    US-Präsident besiegelt Strafzölle auf Stahl und Aluminium:
    US-Präsident Donald Trump hat die Strafzölle auf Stahl und Aluminium besiegelt. Bei einer Zeremonie im Weißen Haus setzte Trump seine Unterschrift unter entsprechende Proklamationen. Dabei waren Arbeiter der heimischen Stahl- und Aluminiumbranche anwesend. Die Zölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium sollen nach Trumps Angaben in 15 Tagen in Kraft treten. Mexiko und Kanada sollen vorläufig von den Zöllen ausgenommen bleiben. Mit den Strafzöllen setzte sich Trump über Drohungen der EU und Chinas mit Gegenmaßnahmen sowie vielfache Warnungen vor einem Handelskrieg hinweg. Er begründete seinen Beschluss damit, dass er die "nationale Sicherheit" der Vereinigten Staaten verteidigen wolle. Die Ausrüstung für das US-Militär solle künftig mit heimischem Stahl und Aluminium hergestellt werden.
    SPD stellt Ministerliste für Bundesregierung vor:
    Die SPD-Spitze will die Besetzung ihrer sechs Ministerposten in der erneuten großen Koalition an diesem Freitag offiziell der Öffentlichkeit präsentieren. Zunächst wird das Präsidium tagen, anschließend der 45 Mitglieder zählende Vorstand. Zuletzt hieß es, dass Fraktionsvize Hubertus Heil Arbeits- und Sozialminister wird. Die bisherige Familienministerin Katarina Barley werde Bundesjustizministerin, hieß es ergänzend. Am Vortag war bereits durchgesickert, dass der bisherige Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz das Amt des Bundesfinanzministers und Vizekanzlers übernimmt. Als neuer Außenminister anstelle von Sigmar Gabriel ist Justizminister Heiko Maas eingeplant. Umweltministerin soll die nordrhein-westfälische SPD-Generalsekretärin Svenja Schulze werden. Jüngstes Gesicht für die SPD im Kabinett würde die 39-jährige Berliner Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey, die für das Familienministerium im Gespräch ist.
    Haftstrafen für Journalisten und Mitarbeiter Gülen-naher Medien:
    Bei einem Massenprozess unter anderem gegen Journalisten Gülen-naher Medien in der Türkei sind zahlreiche Beschuldigte zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht in Istanbul befand 25 Angeklagte der "Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terrororganisation" für schuldig, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Die Behörden haben inzwischen mehrere der Gülen-nahen Medienhäuser geschlossen. Die türkische Regierung macht den im Exil in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich. An diesem Freitag wird in Istanbul der international kritisierte Prozess gegen Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" fortgesetzt. Insgesamt 18 Mitarbeitern wird Unterstützung von Terrorgruppen vorgeworfen.
    Australien entschädigt Opfer sexuellen Missbrauchs:
    Opfer sexuellen Missbrauchs sollen in Australien eine Entschädigung von bis zu 150.000 Dollar erhalten. Die beiden größten Bundesstaaten New South Wales und Victoria kündigten an, von Juli an Geld an Frauen und Männer auszuzahlen, die als Kinder durch Mitarbeiter öffentlicher Einrichtungen missbraucht wurden. In den beiden Staaten sind etwa 14.000 Menschen betroffen. Landesweit geht es um mehrere zehntausend Fälle aus den Jahren 1960 bis 2015. Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull forderte Kirchen, Verbände, Vereine und andere Institutionen auf, sich an den Ausgleichszahlungen zu beteiligen. Turnbull sprach von einem historischen Moment für alle Menschen, die unter Gewalt gelitten hätten.
    9 min
  • 08.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ost-Ghuta geteilt - Rotes Kreuz verschiebt Hilfskonvoi:
    Syrische Regierungstruppen sind tief in das Rebellengebiet Ost-Ghuta vorgerückt. Unter dem Schutz von Artillerie hätten Soldaten und verbündete Milizen einen Keil in die Region bei Damaskus getrieben, berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Das Gebiet sei in einen Nord- und einen Südteil gespalten. Indessen hat das Rote Kreuz einen geplanten Hilfskonvoi für die Not leidenden Zivilisten verschoben. Die Lage vor Ort sei derzeit zu unsicher, so eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Wegen der Missachtung der Waffenruhe und der anhaltenden Gewalt konnten die UN und ihre Partner bislang nur wenige Hilfsgüter nach Ost-Ghuta liefern. Assad-Truppen beschießen die Rebellen-Enklave mit russischer Unterstützung seit Wochen. Nach Angaben der Vereinten Nationen kamen Hunderte Zivilisten ums Leben. Ost-Ghuta wird seit 2013 von Regierungstruppen belagert und von islamistischen Rebellen kontrolliert. Im Kampfgebiet leben 400.000 Menschen.
    Gabriel wird neuer Bundesregierung nicht angehören:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) wird der neuen Bundesregierung nicht mehr angehören. Das teilte der 58-Jährige in sozialen Netzwerken mit. Die designierte Parteichefin Andrea Nahles sowie der kommissarische SPD-Chef Olaf Scholz hätten ihn über diese Entscheidung informiert, erklärte Gabriel. Er sei nach wie vor direkt gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestages, aber nun ende die Zeit, in der er politische Führungsaufgaben für die SPD wahrgenommen habe. Gabriel war von 2005 bis 2009 Umweltminister, von Dezember 2013 bis Anfang 2017 war er Wirtschaftsminister. Danach führte er das Auswärtige Amt. Zudem ist er seit 2013 Vizekanzler.
    Weißes Haus - Trump will Zoll-Vorschrift in Kürze unterzeichnen:
    US-Präsident Donald Trump plant, die von ihm angekündigten Strafzölle auf Stahl und Aluminium in Kürze in Kraft zu setzen. Das entsprechende Dokument werde spätestens am Freitag unterzeichnet, verlautete aus dem US-Präsidialamt. Zuvor hatte Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärt, der Präsident erwäge, einige Länder, darunter Kanada und Mexiko, von den Schutzzöllen auszunehmen. Sie begründete dies mit Erwägungen zur nationalen Sicherheit der USA, ohne dies weiter zu erläutern. Trump hat Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium angekündigt. Auf diese Weise will er die heimische Branche vor einer nach seiner Ansicht unfairen Konkurrenz schützen. Die EU droht ihrerseits mit Gegenzöllen für US-Produkte.
    Floridas Repräsentantenhaus verschärft Waffengesetze:
    Als Reaktion auf das Massaker an einer Schule in Florida mit 17 Toten hat nach dem Senat jetzt auch das Repräsentantenhaus des US-Bundesstaates einen Gesetzentwurf verabschiedet, der das Mindestalter bei Waffenkäufen auf 21 Jahre anheben würde. Der Entwurf passierte die Kammer und geht jetzt zur Unterzeichnung an Gouverneur Rick Scott. Neben der Anhebung des Mindestalters sieht der Entwurf eine dreitägige Wartezeit bei den meisten Waffenkäufen vor. Außerdem würde es bestimmten Mitarbeitern an Schulen erlaubt werden, eine Waffe zu tragen. Bei dem Massaker an der Schule in Parkland hatte ein 19 Jahre alter Ex-Schüler am Valentinstag 17 Menschen erschossen. Nach der Tat entbrannte in den USA erneut eine Debatte über ein schärferes Waffenrecht. Anders als bei Bluttaten im vergangenen Jahr verebbte die Diskussion aber nicht rasch wieder.
    Polizei: Mordanschlag auf Ex-Spion in Großbritannien mit Nervengift:
    Der russische Ex-Spion Sergej Skripal sollte der britischen Polizei zufolge mit einem Nervengift ermordet werden: Skripal und seine Tochter seien in England Opfer eines "Mordversuchs durch Anwendung eines Nervenkampfstoffs" geworden, sagte der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley. Neben Skripal und seiner Tochter schwebt inzwischen auch ein Polizeibeamter in Lebensgefahr. Skripal war 2006 in Russland wegen des Vorwurfs der Spionage für Großbritannien zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Er soll russische Agenten an den britischen Geheimdienst MI6 verraten haben. Im Zuge eines Gefangenenaustauschs zwischen Russland und den USA kam er 2010 nach Großbritannien. Die britische Premierministerin Theresa May bestätigte, dass ihre Regierung einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland in diesem Sommer in Erwägung ziehen könnte, sollte Moskau in den Fall Skripal verwickelt sein.
    9 min
  • 07.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trumps oberster Wirtschaftsberater wirft das Handtuch:
    Inmitten der Debatte über mögliche US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe verlässt der oberste Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump das Weiße Haus. Es sei ihm eine Ehre gewesen, als Leiter des Wirtschaftsberatergremiums seinem Land zu dienen, erklärte Gary Cohn. Der frühere Investmentbanker, ein dezidierter Befürworter des Freihandels, hatte sich vehement gegen Strafzölle gestemmt. Innerhalb des Weißen Hauses galt der 57-Jährige als ausgleichender Mahner in der Wirtschaftspolitik. Über Cohns Abgang war in Washington bereits seit Tagen spekuliert worden. Trumps Vorstoß, die USA sollten künftig Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium erheben, hatte international Ängste vor einem Handelskrieg geschürt.
    USA: Nordkorea ordnete Vergiftung von Kims Halbbruder an:
    Die USA beschuldigen die nordkoreanische Regierung, den Halbbruder von Machthaber Kim Jong Un mit einem Nervengift getötet zu haben. Aus diesem Grund seien zusätzliche Sanktionen gegen Nordkorea verhängt worden, teilte eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington mit. Die Strafmaßnahmen traten am Montag in Kraft. Sie gelten als weitgehend symbolisch, weil die US-Regierung bereits zahlreiche andere Sanktionen gegen Nordkorea verhängt hat. Der 45 Jahre alte Kim Jong Nam war im Februar 2017 auf dem Flughafen der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur von zwei Frauen mit dem Nervengift VX getötet worden, das als Massenvernichtungswaffe eingestuft wird. Kim Jong Nam war bei Nordkoreas Führung seit langem in Ungnade gefallen. Es bestand der Verdacht, dass seine Ermordung von Nordkorea aus angeordnet worden sein könnte.
    Gerichtshof in Brasília lehnt Lulas Antrag gegen Haft ab:
    Brasiliens ehemaliger Präsident Luiz Inácio Lula da Silva muss nach seiner Verurteilung wegen Korruption möglicherweise schon bald ins Gefängnis. Der Oberste Gerichtshof in Brasília wies einen Antrag Lulas ab, mit dem er einer Inhaftierung vor Ausschöpfung aller Rechtsmittel entgehen wollte. Die Entscheidung eines Berufungsgerichts in Porto Alegre steht noch aus. Lula war Ende Januar in zweiter Instanz zu einer zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Der 72-Jährige hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurückgewiesen. Bei der für Oktober geplanten Präsidentschaftswahl will er erneut für das höchste Staatsamt kandidieren. Umfragen zufolge ist der Politiker der linksgerichteten Arbeiterpartei klarer Favorit.
    Merkel gibt Startschuss für Tourismusmesse ITB:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Berlin die weltgrößte Reisemesse, die Internationale Tourismus-Börse (ITB), offiziell eröffnet. Der Tourismus sei ein ausgezeichnetes Beispiel für die Chancen der Globalisierung. Er sei ein Wirtschaftsfaktor, der Arbeitsplätze schaffe, sagte Merkel zum Messe-Auftakt. Auf der ITB werden rund 10.000 Tourismus-Unternehmen aus 186 Ländern und Regionen vertreten sein. Ein großes Thema auf der Berliner Messe ist die Überlastung beliebter Orte durch zu viele Urlauber.
    Jeff Bezos übernimmt Platz 1 im Milliardärs-Ranking:
    Der Chef des Internetriesen Amazon, Jeff Bezos, hat Microsoft-Gründer Bill Gates den Rang als reichster Mensch der Welt abgelaufen. Mit einem geschätzten Gesamtvermögen von 112 Milliarden Dollar übernahm Bezos die Spitzenposition in der alljährlichen Rangliste des US-Magazins "Forbes". Gates' Vermögen wird mit 90 Milliarden Dollar angegeben. Platz drei belegt US-Großinvestor Warren Buffett mit 84 Milliarden Dollar. Laut "Forbes" gibt es inzwischen 2208 Milliardäre in der Welt. Ihr Vermögen umfasst demnach insgesamt 9,1 Billionen Dollar, das ist ein Anstieg um 18 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr.
    8 min
  • 06.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nord- und Südkorea beraten über Gipfeltreffen:
    Trotz des Konflikts um das Atomprogramm seines Landes will Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un die Annäherung an Südkorea fortsetzen. Bei Gesprächen mit Sondergesandten des südlichen Nachbarn sei in Pjöngjang eine "zufriedenstellende Vereinbarung" zu einem Treffen mit Präsident Moon Jae In getroffen worden, berichten staatliche Medien des Nordens. Nähere Details wurden nicht genannt. Kim habe Anweisungen gegeben, "praktische Schritte" dafür zu unternehmen. Ein Vertreter des Präsidialamtes in Seoul sagte dagegen der Nachrichtenagentur AFP, es handele sich nicht um eine Vereinbarung, sondern um Diskussionen. Die Gespräche zwischen Kim und den Besuchern aus dem Süden dauerten demnach mehr als vier Stunden. Anschließend sollte die Delegation in die USA reisen, um über das Ergebnis zu berichten.
    Medien: Russischer Ex-Spion in England möglicherweise vergiftet:
    In Großbritannien ist örtlichen Medienberichten zufolge ein ehemaliger russischer Doppelagent möglicherweise vergiftet worden. Bei dem Opfer handele es sich um den 66-jährigen Sergej Skripal, berichtet der Sender BBC. Der Zeitung "The Guardian" zufolge wurde Skripal mit Fentanyl, einem starken Opiat, vergiftet. Die Polizei bestätigte, dass ein Mann im Alter zwischen 60 und 70 Jahren sowie eine Frau zwischen 30 und 40 Jahren auf der Intensivstation der Klinik in Salisbury behandelt würden. Sie seien am Sonntag bewusstlos in einem Einkaufszentrum in der Stadt gefunden worden. Skripal ist ein Ex-Oberst des russischen Militärgeheimdienstes. 2006 wurde er in Russland wegen Spionage für Großbritannien zu 13 Jahren Haft verurteilt. Nach einem Gefangenenaustausch 2010 erhielt er Asyl in Großbritannien. Der Fall erinnert an den Tod des ehemaligen russischen Kreml-Kritikers Alexander Litwinenko, der 2006 in einem Londoner Krankenhaus an einer Poloniumvergiftung starb.
    UN-Hilfe erreicht Ost-Ghuta - Konvoi nur teilweise ausgeladen:
    Erstmals seit der Eskalation der Gewalt im belagerten Ost-Ghuta hat eine große Hilfslieferung die syrische Region erreicht. Einige lebensrettende medizinische Produkte ließ das Regime aber nicht passieren. Die 46 Lastwagen konnten nach Angaben von Hilfsorganisationen und Aktivisten wegen des anhaltenden Beschusses des Rebellengebietes nicht vollständig ausgeladen werden. Der Konvoi brach den Einsatz sicherheitshalber ab und kehrte um. Ost-Ghuta vor den Toren der Hauptstadt Damaskus hat seit Mitte Februar die heftigsten Luftangriffe des Regimes seit Beginn des Syrien-Krieges 2011 erlebt. Zwar gilt in dem Gebiet seit einer Woche eine tägliche mehrstündige Feuerpause, ein Ende der Luftangriffe bewirkte sie aber nicht. Allein am Montag wurden dabei nach Angaben von Menschenrechtlern 68 Zivilisten getötet. Seit 2013 sollen im belagerten Ost-Ghuta etwa 400.000 Menschen eingeschlossen sein.
    Prozess gegen Argentiniens Ex-Präsidentin:
    Argentiniens Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner muss sich wegen mutmaßlicher Strafvereitelung im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf ein jüdisches Zentrum 1994 vor Gericht verantworten. Wie die argentinische Justiz mitteilte, wurde ein Verfahren gegen Kirchner und weitere Kabinettsmitglieder eröffnet. Laut Anklage sollen sie 2013 versucht haben, die internationale Verfolgung der mutmaßlich iranischen Drahtzieher des Attentats zu blockieren. Bei dem Anschlag auf das Zentrum Amia in Buenos Aires waren 85 Menschen getötet worden. Kirchners Regierung unterzeichnete 2013 eine Vereinbarung mit der iranischen Regierung, die allerdings nicht rechtskräftig wurde. Danach hätten Verdächtige nicht in Argentinien, sondern im Iran verhört werden sollen. Es ist bereits die dritte Anklage gegen Kirchner, gegen die auch wegen Betrugs und Korruption ermittelt wird.
    Senat in Florida will Waffenrecht verschärfen:
    Als Reaktion auf das Massaker an einer Schule in Florida mit 17 Todesopfern hat der Senat des US-Bundesstaates einen Gesetzentwurf gebilligt, der das Mindestalter bei Waffenkäufen auf 21 anhebt. Vorgesehen ist auch eine dreitägige Wartezeit bei den meisten Waffenkäufen. Zudem sollen Lehrer künftig Waffen tragen dürfen. Der Entwurf passierte die Kammer mit der knappen Mehrheit von 20 zu 18 Stimmen. Vielen Demokraten geht er nicht weit genug, weil er kein Verbot bestimmter halbautomatischer Gewehre beinhaltet. Der Vorlage muss noch das Repräsentantenhaus Floridas zustimmen. Bei dem Massaker an einer High School in Parkland hatte ein 19-jähriger Ex-Schüler am Valentinstag 14 Jugendliche und drei Erwachsene erschossen. Danach entbrannte eine Debatte über ein schärferes Waffenrecht. Überlebende des Massakers übten mit Protestaktionen erheblichen Druck auf Politiker aus.
    9 min

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