Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 05.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Populisten und Europakritiker gewinnen Wahl in Italien:
    Bei der Parlamentswahl in Italien sind europakritische und rechte Parteien die großen Gewinner. Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung wurde Teilergebnissen zufolge mit knapp 32 Prozent stärkste Partei. Das rechte Parteienbündnis von Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi kommt demnach auf rund 37 Prozent, wobei die fremdenfeindliche Lega vor Berlusconis Forza Italia (FI) landete. Die regierenden Sozialdemokraten kamen mit unter 20 Prozent auf Platz drei und fuhren damit eine historische Niederlage ein. Trotz der Zugewinne der Rechten und Europakritiker kommt keine Partei und kein Bündnis auf eine regierungsfähige Mehrheit. Berlusconi ist die Rückkehr an die Regierungsspitze wegen einer gerichtlichen Verurteilung verwehrt. Sollte die FI eine künftige Regierung führen, könnte EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani Ministerpräsident werden.
    Südkoreas Präsident schickt Sondergesandte nach Nordkorea:
    Südkoreas Präsident Moon Jae In hat mehrere Sondergesandte nach Nordkorea geschickt, um den Weg für Gespräche zwischen dem kommunistischen Regime und den USA zu ebnen. Er werde die Entschlossenheit Moons vermitteln, die koreanische Halbinsel atomwaffenfrei zu machen und einen dauerhaften Frieden zu schaffen, sagte der nationale Sicherheitsberater und Delegationschef Chung Eui Yong vor seinem Flug nach Pjöngjang. Demnach sind auch Diskussionen über die Fortsetzung der innerkoreanischen Gespräche geplant. Die zehnköpfige Delegation, zu der auch Geheimdienstchef Suh Hoon gehört, will bis Dienstag in Nordkorea bleiben. Moon hofft, die Annäherung zwischen beiden koreanischen Staaten seit Anfang des Jahres nutzen zu können, um Pjöngjang und Washington zu Gesprächen über Nordkoreas Atomprogramm an einen Tisch zu bekommen.
    China erhöht Verteidigungsausgaben 2018 um 8,1 Prozent:
    China erhöht seine Verteidigungsausgaben in diesem Jahr um 8,1 Prozent. Peking will umgerechnet 142 Milliarden Euro für seine Armee ausgeben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua vor dem Beginn des Nationalen Volkskongresses meldete. Im vergangenen Jahr hatte China insgesamt 122 Milliarden Euro für seine Armee ausgegeben. Dies war der zweithöchste Verteidigungshaushalt der Welt, entsprach aber nur einem Viertel der Verteidigungsausgaben der USA. Peking erhöht seine Verteidigungsausgaben seit 30 Jahren stetig. In den vergangenen Jahren entsprach die Erhöhung des Verteidigungshaushalts immer in etwa dem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts, das 2017 um 6,9 Prozent zulegte. In den Jahren zuvor waren sogar zweistellige Wachstumsraten zu verzeichnen. In ihrem Selbstverständnis als asiatische Führungsmacht verfolgt die Volksrepublik das Ziel, parallel zu ihrem wachsenden wirtschaftlichen Einfluss auch die militärische Schlagkraft zu erhöhen.
    Ölkonzerne Eni und Shell wegen Nigeria-Schmiergeldern vor Gericht:
    In Mailand beginnt an diesem Montag ein spektakulärer Korruptionsprozess. Die Ölkonzerne Eni und Shell sowie Nigerias ehemaliger Ölminister Dan Etete müssen sich vor Gericht verantworten. Im Jahr 2011 sollen Eni und Shell Schmiergelder von umgerechnet gut 930.000 Euro an nigerianische Geschäftsleute und Politiker gezahlt haben, um sich die Förderrechte für eines der größten Ölfelder des westafrikanischen Landes zu sichern. Sowohl Eni als auch Shell weisen die Vorwürfe zurück. Nigerias derzeitiger Staatschef war 2015 mit dem Versprechen angetreten, gegen die grassierende Korruption in dem Land vorzugehen. In seiner Amtszeit gab es eine Reihe von Festnahmen von Funktionären aus den Reihen seines Vorgängers Goodluck Jonathan.
    Fantasy-Märchen "Shape of Water" gewinnt Oscar als bester Film:
    Das fantasievolle Kinomärchen "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers" ist mit vier Oscars ausgezeichnet worden. Das Werk des mexikanischen Regisseurs Guillermo del Toro gewann die Trophäen als bester Film und für die beste Regie. Außerdem gab es Preise für die Filmmusik und das Produktionsdesign. Als beste Schauspieler in Hauptrollen wurden Frances McDormand und Gary Oldman ausgezeichnet. McDormand holte den Preis für ihre Rolle in der Kleinstadtsatire "Three Billboards". Oldman wurde für seine Darstellung des britischen Premierministers Winston Churchill in "Die dunkelste Stunde" ausgezeichnet. Der Deutsche Gerd Nefzer gewann den Oscar für die besten visuellen Effekte. Zusammen mit drei Kollegen wurde er für die Arbeit am Science-Fiction-Film "Blade Runner 2049" ausgezeichnet.
    8 min
  • 03.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Hochkommissar beklagt Kriegsverbrechen in Syrien:
    Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, hat eine Verfolgung der Gewalttaten in Syrien durch den Internationalen Strafgerichtshof verlangt. Bei den Angriffen der Truppen von Präsident Baschar al-Assad auf das Rebellengebiet Ost-Ghuta handele es sich um potenzielle Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sagte der jordanische Diplomat vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf. Die Täter sollten sich nicht in Sicherheit wiegen. - Wegen der anhaltenden Gewalt sind die etwa 400.000 Zivilisten in Ost-Ghuta seit Monaten nahezu von der Außenwelt abgeschnitten. Es fehlt akut an Lebensmitteln und Medikamenten. Laut UNICEF-Direktor Geert Cappelaere könnte am Sonntag erstmals ein Konvoi mit Hilfsgütern Ost-Ghuta erreichen.
    SPD zählt Stimmen des "GroKo"-Entscheids aus:
    Nach dem Ende des SPD-Mitgliedervotums über eine Neuauflage der großen Koalition mit CDU und CSU beginnt an diesem Samstag im Berliner Willy-Brandt-Haus die Auszählung der Stimmen. 120 ehrenamtliche Helfer sind in der Parteizentrale im Einsatz. Das in ganz Europa mit Spannung erwartete Abstimmungsergebnis soll am Sonntagmorgen verkündet werden. Von dem SPD-Votum hängt ab, ob sich CDU-Chefin Angela Merkel am 14. März im Bundestag wieder zur Kanzlerin wählen lassen kann. Teilnahmeberechtigt waren mehr als 463.000 SPD-Mitglieder. Da die Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl im September auf 20,5 Prozent abgestürzt waren, würden viele Anhänger die SPD lieber in der Opposition sehen. Etliche beklagen zudem den Profilverlust, den die SPD in Bündnissen unter Merkels Führung erlitten habe.
    Kundgebungen für ermordeten slowakischen Reporter:
    In der Slowakei sind tausende Menschen zum Gedenken an den ermordeten Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak auf die Straße gegangen. Allein in der Hauptstadt Bratislava nahmen am Freitagabend nach Angaben der Organisatoren rund 25.000 Menschen an einem Marsch teil, Proteste und Trauerkundgebungen gab es auch an anderen Orten. Kuciak war am vergangenen Sonntag in seinem Haus zusammen mit seiner Verlobten erschossen aufgefunden worden. Vor seiner Ermordung hatte der 27-jährige Reporter an einem investigativen Bericht zum Einfluss der italienischen Mafia auf die slowakische Regierung gearbeitet.
    US-Botschaft in Kuba nur noch mit Notbesetzung:
    Nach der rätselhaften Erkrankung von Botschaftsmitarbeitern in Kuba reduzieren die USA ihr Personal dort weiter. Das Außenministerium in Washington erklärte, es verbleibe lediglich eine Kernbesetzung in Havanna, um die nötigsten diplomatischen und konsularischen Aufgaben wahrzunehmen. Alle Angehörigen der Diplomaten seien zurück in die USA gebracht worden. Bereits Ende September hatten die Vereinigten Staaten mehr als die Hälfte ihres Personals aus der Vertretung abgezogen. Zuvor hatten mindestens 24 Botschaftsmitarbeiter oder deren Angehörige über gesundheitliche Schäden berichtet. Demnach litten sie unter Symptomen wie Gehörverlust, Tinnitus, Sehproblemen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Schlafstörungen. Als Ursache zieht das US-Außenministerium ein gezielt von kubanischer Seite in Umlauf gebrachtes Virus in Betracht, auch von mutmaßlichen "Schall-Attacken" war die Rede. Kuba bestreitet alle Vorwürfe.
    Gewaltiger Wintersturm sucht US-Ostküste heim:
    Ein äußerst schwerer Wintersturm hat an der Ostküste der USA zu Überschwemmungen und erheblichen Beeinträchtigungen geführt. Betroffen sind alle Bundesstaaten von Virginia bis nach Maine ganz im Nordosten der Vereinigten Staaten. Für einige Gebiete Neuenglands sprach der Wetterdienst von einem - so wörtlich - "Ereignis auf Leben und Tod". Die Behörden riefen die Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen. Tausende Flüge wurden gestrichen, das Bahnunternehmen Amtrak stellte den Verkehr zwischen Boston und Washington ein. Auch viele Behörden und Schulen sind geschlossen. In zehntausenden Haushalten fiel der Strom aus.
    Airbus plant angeblich massiven Stellenabbau:
    Der Flugzeugbauer Airbus will wegen Produktionskürzungen laut einem Pressebericht tausende Stellen streichen oder verlegen. Betroffen seien 3600 Jobs vor allem in Bremen, Augsburg, im spanischen Sevilla sowie im britischen Filton, berichtet das französische Magazin "Challenges". Die Werke in Hamburg und Stade könnten ebenfalls betroffen sein, französische Werke hingegen kaum, heißt es. Hintergrund seien die dünne Auftragslage beim weltgrößten Passagierflugzeug A380 und die zeitliche Streckung des Produktionsplans beim Militärtransporter A400M.
    9 min
  • 02.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU kündigt Vergeltung für Trumps Strafzölle an:
    Nach den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium-Importe bahnt sich ein Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und Europa an. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte in Brüssel, man werde nicht tatenlos zusehen, wie unfaire Maßnahmen europäische Arbeitsplätze gefährdeten. Konkrete Angaben zu möglichen Vergeltungsmaßnahmen machte Juncker nicht. Trump hatte am Donnerstag mitgeteilt, auf Stahleinfuhren künftig einen pauschalen Zoll von 25 Prozent erheben zu wollen. Bei Aluminium soll ein Strafzoll von zehn Prozent gelten. Es gehe darum, die heimische Produktion vor ausländischer Billigkonkurrenz zu schützen, sagte der US-Präsident bei einem Treffen mit Branchenvertretern im Weißen Haus.
    USA beschließen Waffenlieferungen an Ukraine:
    Ungeachtet der Proteste aus Russland haben die USA beschlossen, die ukrainische Armee mit moderner Verteidigungstechnik zu beliefern. Wie das Außenministerium in Washington mitteilte, soll die Ukraine - vorbehaltlich der Zustimmung des US-Kongresses - 210 Anti-Panzer-Raketen und 37 Javelin-Raketenwerfer erhalten. Russland hatte bereits im Dezember mit Blick auf die Kämpfe im Osten der Ukraine erklärt, das geplante Rüstungsgeschäft werde "zu neuem Blutvergießen" führen. Washington hatte damals erwidert, man wolle die Ukraine dabei unterstützen, "ihre Souveränität und territoriale Integrität zu verteidigen". Die Ausrüstung sei "rein defensiver Natur". Die Waffenlieferungen dürften das Verhältnis zwischen den USA und Russland weiter belasten. Der Kreml steht im Ukraine-Konflikt auf Seiten der Rebellen, die gegen die Regierung in Kiew kämpfen.
    EU-Parlamentspräsident Tajani will Regierungschef in Italien werden:
    EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani hat sich bereit erklärt, im Falle eines Wahlsiegs des rechten Parteienbündnisses bei der Parlamentswahl in Italien das Amt des Regierungschefs zu übernehmen. Er habe Silvio Berlusconi mitgeteilt, dass er bereit sei, "Italien zu dienen". Jede weitere Entscheidung liege bei den Bürgern und dem Präsidenten der Republik, teilte Tajani im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Berlusconi darf wegen einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung nicht selbst kandidieren. Der 64-jährige Tajani ist ein langjähriger Weggefährte Berlusconis, seitdem der Medienmagnat 1994 in die Politik ging. Er war zunächst Berlusconis Sprecher und ist seit mehr als 20 Jahren Abgeordneter im EU-Parlament. Seit dem vergangenen Jahr ist er EU-Parlamentspräsident. Das Bündnis aus Berlusconis Partei Forza Italia und mehreren rechtsextremen Parteien wird nach Umfragen bei der Wahl am Sonntag die meisten Stimmen bekommen.
    Bundesregierung stuft Cyber-Attacke als ernst ein:
    Das Bundesinnenministerium wertet den Hackerangriff auf das deutsche Regierungsnetz als "ernstzunehmenden Vorgang". Die Aktion sei technisch anspruchsvoll und von langer Hand geplant gewesen, erklärte Ressortchef Thomas de Maizière in Berlin. Die Cyber-Attacke sei jedoch "isoliert" worden. Nach Angaben des Geheimdienst-Kontrollgremiums des Bundestags ist der Hackerangriff noch im Gange. Für eine Bewertung des Schadens sei es noch zu früh, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Armin Schuster. Die Bundesregierung versuche, den Vorgang unter Kontrolle zu halten. Unklar ist, von wem die Attacke ausging. Neue Ermittlungen sollen auf die mutmaßlich russische Gruppe "Snake" hindeuten. Deren - so wörtlich - "qualitativ hochwertige Schadsoftware (sei) darauf ausgelegt, in großen Netzwerken von Behörden, Firmen und Forschungseinrichtungen zu agieren", heißt es im aktuellen Verfassungsschutzbericht.
    Zahlreiche Tote bei Brand in Drogenklinik in Aserbaidschan:
    Bei einem Brand in einer Drogenklinik in Aserbaidschan sind einem Medienbericht zufolge mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Das Feuer in der Einrichtung in der Hauptstadt Baku sei inzwischen gelöscht, berichtete die aserbaidschanische Nachrichtenagentur APA. Die Behörden haben Ermittlungen zur Ursache des Brandes aufgenommen.
    Mindestens ein Toter bei Autobomben-Anschlag in Kabul:
    Bei einem Autobomben-Anschlag auf ausländische Truppen in Kabul ist mindestens ein Mensch getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei der Detonation im Osten der afghanischen Hauptstadt verletzt worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums mit. Örtliche Medien zeigten Bilder von beschädigten Häusern und Geschäften. Die Explosion ereignete sich am Morgen in einem Viertel, in dem viele Ausländer leben. Die afghanische Hauptstadt ist in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Anschlägen islamistischer Gruppen wie der Taliban oder der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" gewesen. Im Januar hatten Extremisten ein Luxushotel gestürmt und einen Militärkomplex in Kabul angegriffen. Dabei wurden mehr als 130 Menschen getötet.
    9 min
  • 01.03.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU nimmt nach Journalistenmord in der Slowakei Finanzermittlungen auf:
    Nach der Ermordung des slowakischen Journalisten Ján Kuciak will die EU-Kommission Nachforschungen anstellen. In ein paar Wochen werde es über die Finanzströme und einen möglichen Missbrauch Klarheit geben, sagte Haushaltskommissar Günther Oettinger der Zeitung "Die Welt". Oettinger hält es für möglich, dass in dem Fall Zahlungen an Landwirte oder Agrarunternehmen für kriminelle Zwecke missbraucht worden seien. Kuciak hatte über Straftaten von Geschäftsleuten berichtet, von denen manche Verbindungen zu Politikern hatten. Medienberichten zufolge ging es bei seinen Recherchen auch um mutmaßlichen Subventionsbetrug. Nach Kuciaks Recherchen hatten sich mutmaßliche Mitglieder der kalabrischen 'Ndrangheta im Osten der Slowakei auf Mehrwertsteuerbetrug sowie Betrügereien um EU-Förderungen spezialisiert. Er und seine Freundin wurden am Wochenende erschossen aufgefunden. Am Mittwoch trat der slowakische Kulturminister Marek Madaric wegen des Falles zurück.
    Trumps Kommunikationsdirektorin Hicks tritt zurück:
    Donald Trump verliert erneut eine wichtige Mitarbeiterin im Weißen Haus. Sechs Monate nach ihrem Amtsantritt gibt Kommunikationschefin Hope Hicks ihren Posten auf, wie der US-Präsident bestätigte. Die 29 Jahre alte Hicks gilt als enge Vertraute Trumps und hatte auch Öffentlichkeitsarbeit für sein Wahlkampfteam gemacht. Präsidentensprecherin Sarah Sanders sagte, der genaue Termin für den Abgang sei noch unklar. Sie bestritt, dass Hicks' Rücktritt etwas mit deren Aussage am Dienstag vor dem Repräsentantenhaus zur Russland-Affäre zu tun habe. In der Affäre geht es um mögliche illegale Kontakte von Trumps Wahlkampfteam nach Moskau. Hicks hatte bei der Anhörung auf viele Fragen die Antwort verweigert, wofür sie von den oppositionellen Demokraten heftig kritisiert wurde.
    US-Sportladen-Kette stoppt Sturmgewehr-Verkauf :
    Dick's Sporting Goods, eine der größten amerikanischen Sportgeschäft-Ketten, verkauft künftig keine Sturmgewehre mehr. Damit reagiert das Unternehmen auf das Massaker an der High School in Parkland in Florida, wie Firmenchef Edward Stack in TV-Interviews mitteilte. Die Kette verkauft auch keine Schusswaffen mehr an Personen, die jünger als 21 Jahre sind. In einem offenen Brief fordert Stack, der selbst Waffen besitzt, die Politiker auf, eine Reform der Waffengesetze anzugehen. Der Schütze, der vor zwei Wochen in Parkland 17 Menschen erschoss, hatte bei Dick’s Sporting Goods noch im November eine Waffe gekauft. Auch der US-Einzelhandelsriese Walmart erhöhte das Mindestalter für den Kauf von Schusswaffen auf 21 Jahre.
    Hackerangriff auf Datennetz des Bundes:
    Das besonders geschützte Internet deutscher Regierungsstellen ist möglicherweise monatelang Ziel einer Cyberattacke gewesen. Das Bundesinnenministerium in Berlin sprach von einem "IT-Sicherheitsvorfall", der die "Informationstechnik und Netze des Bundes betrifft". Betroffen war von dem Angriff laut "Süddeutscher Zeitung" unter anderem das Auswärtige Amt. Zuvor hatte es Medienberichte gegeben, wonach eine russische Hackergruppe hinter dem Angriff vermutet wird. Dies bestätigte das Ministerium nicht. Die Bundesregierung müsse schnellstmöglich aufklären, welche Daten konkret abgeflossen seien und ob im Zuge des Angriffs eine den Behörden bekannte Sicherheitslücke verwendet worden sei, forderte der Grünen-Fraktionsvize und Internetexperte Konstantin von Notz. Der Digitalausschuss des Bundestages kommt an diesem Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammen.
    Griechenland und Ungarn lehnen Rücknahme von Flüchtlingen ab:
    Griechenland und Ungarn weigern sich trotz bestehender EU-Regeln, Flüchtlinge von Deutschland zurückzunehmen. Im vergangenen Jahr habe Athen sich nur in rund 80 von mehr als 2300 Fällen für die Rücknahme als zuständig erklärt, berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Zurückgenommen worden sei jedoch kein einziger Flüchtling, heißt es. Nach den Dublin-Regeln der EU muss dasjenige Land ein Asylverfahren übernehmen, in dem ein Flüchtling zuerst EU-Boden betreten hat. Ungarn lehnt das mittlerweile ganz ab. Seit Mai 2017 nahm Budapest dem Bericht zufolge keinen Flüchtling wieder zurück, obwohl die Bundesregierung über 3300 Übernahmeersuchen stellte.
    9 min
  • 28.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump-Schwiegersohn bekommt keine Geheiminformationen mehr:
    US-Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner ist von den täglichen Geheimdienst-Briefings im Weißen Haus ausgeschlossen. Seine vorläufige Sicherheitsfreigabe ist nicht verlängert worden. Kushner bleibt nach Informationen mehrerer US-Medien damit der Zugang zu streng geheimen Unterlagen versperrt. Seine Sicherheitsüberprüfung beim FBI läuft weiter und soll in den nächsten vier Wochen endgültig abgeschlossen sein. Das Sicherheitskonzept des Weißen Hauses war zuletzt durch den Skandal um Trump-Mitarbeiter Rob Porter in Frage gestellt worden.
    "New York Times" berichtet über mögliche Waffenlieferung durch Nordkorea:
    Nordkorea hat einem Medienbericht zufolge Güter an die syrische Regierung geliefert, die auch für die Produktion von Chemiewaffen genutzt werden können. Dazu gehörten säurefeste Kacheln, Ventile und Thermometer, meldete die "New York Times" unter Berufung auf einen Bericht von UN-Ermittlern. Außerdem seien nordkoreanische Raketentechniker in bekannten syrischen Anlagen für Chemiewaffen und Raketen gesichtet worden. Der Bericht wurde laut "New York Times" von UN-Experten geschrieben, die die Sanktionen gegen Nordkorea überwachen. Die fraglichen Lieferungen seien zwischen 2012 und 2017 von Nordkorea an Syrien gegangen.
    Jerusalemer Grabeskirche wieder geöffnet:
    Die Grabeskirche in Jerusalem hat ihre Pforten wieder geöffnet. Die Führungen der griechisch-orthodoxen, der katholischen und der armenischen Kirche, die gemeinsam die Grabeskirche verwalten, gaben auch gemeinsam die Wiedereröffnung bekannt. Sie bedankten sich bei Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu für seine Kompromisslinie. Dieser hatte angekündigt, die Steuerforderungen vorerst auszusetzen und das umstrittene Landrechts-Gesetz zu überprüfen.
    Mehr als 2200 Angriffe auf Flüchtlinge im Jahr 2017:
    Im vergangenen Jahr hat es 2.219 Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte gegeben. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentsanfrage hervor, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt. Demnach wurden 1.906 Angriffe auf Flüchtlinge gezählt. Hinzu kommen 313 Anschläge und Überfälle auf Unterkünfte. Dabei wurden mehr als 300 Menschen verletzt. Die Polizei ermittelte unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung, schwerer Brandstiftung und Sprengstoffexplosionen. Die Linkspartei wertet diese Zahlen als Ausdruck einer aggressiven Stimmung, die von der AfD und anderen Gruppierungen der extremen Rechten befördert werde.
    Diesel-Urteil: Gemeindebund befürchtet eine Prozessflut:
    Der Städte- und Gemeindebund sieht auf Kommunen und Autobauer eine Prozessflut zurollen. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu Diesel-Fahrverboten sei es zu befürchten, dass sich betroffene Dieselfahrzeugbesitzer ebenso zur Wehr setzten, wie Anlieger von Straßen, die dann unter zusätzlichem Verkehr leiden würden, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Düsseldorfer Zeitung "Rheinische Post". Verbraucherschutzminister Heiko Maas sagte dem Blatt, die Autofahrer dürften bei technischen Nachrüstungen nicht auf den Kosten sitzen bleiben.
    Federer und Williams sind Weltsportler des Jahres:
    Die Tennis-Profis Roger Federer und Serena Wiliams sind bei den Laureus World Sports Awards in Monte Carlo mit den Auszeichnungen als Weltsportler des Jahres bedacht worden. Für Federer, der seit vergangener Woche wieder an der Spitze der Weltrangliste steht, ist es bereits die fünfte Ehrung dieser Art. Die US-Amerikanerin Williams hatte in der vergangenen Saison nach dem Gewinn ihres 23. Grand-Slam-Titels pausiert, weil sie ein Kind bekam. Die Laureus-Stiftung unterstützt verschiedene Sport-Projekte für benachteiligte Kinder weltweit.
    8 min
  • 27.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Feuerpause für Ost-Ghuta tritt in Kraft:
    In der syrischen Region Ost-Ghuta hat um 8 Uhr eine erste fünftstündige Feuerpause begonnen. Sie soll Hilfslieferungen für die notleidenden Menschen in der belagerten Region ermöglichen. Außerdem sollen Korridore geöffnet werden, damit Verletzte versorgt werden und Zivilisten das Gebiet verlassen können. In Ost-Ghuta sind rund 400.000 Menschen fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Die Waffenruhe hatte Russlands Präsident Wladimir Putin am Montag unter internationalem Druck angeordnet. Sie soll auch in den nächsten Tagen für jeweils fünf Stunden gelten. In der am Wochenende verabschiedeten UN-Resolution war eigentlich eine landesweite 30-tägige Waffenruhe gefordert worden.
    Südkoreas Staatsanwaltschaft fordert lange Haft für Ex-Präsidentin:
    Im Korruptionsprozess gegen Südkoreas frühere Präsidentin Park Geun Hye hat die Staatsanwaltschaft 30 Jahre Haft gefordert. Sie warf Park unter anderem Bestechlichkeit, Nötigung und Machtmissbrauch vor. So habe sie ihre Stellung als Präsidentin und ihre Macht im Interesse ihrer langjährigen Vertrauten Choi Soon Sil missbraucht und unter anderem geheime Dokumente weitergegeben. Im März des vergangenen Jahres hatte das Verfassungsgericht sie ihres Amtes enthoben. Choi, die die Schlüsselfigur in dem Korruptionsskandal ist, wurde vor zwei Wochen zu 20 Jahren Haft verurteilt.
    Medien: Viele Waffensysteme nur eingeschränkt einsatzbereit:
    Viele Waffensysteme der Bundeswehr sind einem Medienbericht zufolge nur beschränkt einsatzbereit. Das geht aus einem neuen Bundeswehrbericht hervor, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt, und der am Mittwoch im Verteidigungsausschuss des Bundestags vorgestellt werden soll. Demnach waren vergangenes Jahr durchschnittlich nur 13 von 58 Transporthubschraubern vom Typ NH90 einsatzbereit. Ähnlich stellte sich die Lage beim Eurofighter dar: Von 128 Maschinen konnten durchschnittlich nur 39 genutzt werden. Auch zu Wasser sah es dem Bericht zufolge nicht gut aus. Von 13 Fregatten standen im Schnitt fünf zur Verfügung, bei U-Booten der Klasse 212A war es eines von insgesamt sechs.
    Brasilien richtet Ministerium für öffentliche Sicherheit ein:
    In Brasilien hat Präsident Michel Temer ein Ministerium für öffentliche Sicherheit geschaffen. Das neue Ministerium soll die Arbeit aller Sicherheitskräfte auf Bundesebene koordinieren. Das von Temer unterschriebene Dekret zur Gründung des Ministeriums muss noch vom Kongress bestätigt werden. Die Regierung argumentiert, dass zahlreiche Überfälle und Morde vor allem in Großstädten eine Änderung der Sicherheitspolitik notwendig machen würden. Menschenrechtsorganisationen hingegen fordern andere Maßnahmen. Sie machen teils korrupte und sehr gewalttätig vorgehende Sicherheitskräfte mitverantwortlich für die desolate Lage.
    Südafrikas Präsident Ramaphosa baut Kabinett um:
    Der neue südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat eine umfassende Regierungsumbildung verkündet. Unter anderem werde der von seinem Vorgänger Jacob Zuma entlassene Finanzminister Nhlanhla Nene auf seinen Posten zurückkehren, sagte Ramaphosa in einer Fernsehansprache. Als Vize-Präsidenten nominierte er den stellvertretenden Vorsitzenden der Regierungspartei ANC, David Mabuza. Insgesamt werde er 30 neue Minister und Vize-Minister ernennen, sagte Ramaphosa, der Mitte Februar zum Nachfolger des von Korruptionsaffären belasteten Zuma gewählt worden war. Ramaphosa hatte nach seinem Amtsantritt am 15. Februar eine politische Wende in Südafrika angekündigt. Als zentrale Ziele nannte er den Kampf gegen die Korruption und die Wiederbelebung der Wirtschaft.
    Bericht: Über 30 Tote bei Erdbeben in Papua-Neuguinea:
    Knapp 24 Stunden nach einem schweren Erdbeben im Pazifikstaat Papua-Neuguinea berichten die örtlichen Medien von mindestens 30 Toten. Im nur schwer zugänglichen Landesinneren seien in der Stadt Mendi mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, in Kutubu und Bosave habe es mindestens 18 Tote gegeben, berichtete der "Post Courier". Die Zahl der Verletzten wurde mit über 300 angegeben. Bei dem Beben der Stärke 7,5 seien zudem schwere Schäden an Gebäuden und Straßen entstanden.
    Fanboykott und Minuskulisse: Dortmund verpasst Sieg gegen Augsburg:
    ZUM SPORT: Borussia Dortmund bleibt in der Fußball-Bundesliga unter Trainer Peter Stöger ungeschlagen, hat im Heimspiel gegen den FC Augsburg aber Punkte gelassen. Beim Fan-Boykott im Signal Iduna Park kam der BVB gegen die Schwaben über ein 1:1 nicht hinaus. Die Münchner führen mit 60 Punkten vor dem BVB (41) und Schalke (40 Punkte). Mehrere tausend Fans hatten die Begegnung boykottiert - aus Protest gegen die Einführung von Montagsspielen.
    10 min
  • 26.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel präsentiert Ministerliste der CDU:
    Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel will sowohl alte Vertraute als auch vergleichsweise junge Politiker in ihr nächstes Kabinett holen. Neuer Gesundheitsminister soll der 37-jährige Jens Spahn werden, einer der profiliertesten Kritiker Merkels. Der bisherige Kanzleramtschef Peter Altmaier soll an die Spitze des Wirtschaftsministeriums wechseln, Ursula von der Leyen soll Verteidigungsministerin bleiben, wie die Kanzlerin in Berlin mitteilte. CDU-Vizechefin Julia Klöckner ist als Landwirtschaftsministerin vorgesehen, der bisherige Staatsminister im Kanzleramt, Helge Braun, als neuer Kanzleramtschef. Bildungsministerin soll die Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek werden. Merkel betonte, dass sie die einzige unter den designierten CDU-Kabinettsmitgliedern über 60 Jahre sei. Mit diesem Team könne man jetzt die Aufgaben der Zukunft angehen, sagte die Kanzlerin. An diesem Montag stimmt die CDU auf einem Parteitag in Berlin über den mit CSU und SPD ausgehandelten Koalitionsvertrag ab. Es wird mit breiter Zustimmung für eine Neuauflage der großen Koalition gerechnet. Die CSU hat den Koalitionsvertrag bereits gebilligt. Bei der SPD ist eine Mitgliederbefragung entscheidend, deren Ergebnis am kommenden Sonntag vorliegen soll.
    Syrien-Krieg beschäftigt EU-Außenminister:
    In Brüssel kommen an diesem Montag die Außenminister der EU-Staaten zusammen, um über die Lage im Bürgerkriegsland Syrien zu beraten. Nach der Verabschiedung einer UN-Resolution für eine Waffenruhe soll die Gewalt in der heftig umkämpften Region Ost-Ghuta zuletzt zurückgegangen sein. Andererseits meldeten Aktivisten am Sonntag einen mutmaßlichen Chemiewaffenangriff auf die Rebellenhochburg. Viele Menschen hätten danach über Atemprobleme geklagt, heißt es. Für die EU geht es vor allem darum zu prüfen, wie mehr für die leidende Zivilbevölkerung getan werden kann. Zudem steht die Frage im Raum, ob die EU stärker auf die Türkei einwirken könnte, um eine Ausweitung des Konflikts in der nordsyrischen Region Afrin zu verhindern. Die Türkei werde dort weiterhin entschlossen gegen "terroristische Organisationen" kämpfen, hatte das Außenministerium in Ankara am Wochenende erklärt.
    Todesurteile gegen türkische Frauen im Irak:
    Ein Strafgericht in der irakischen Hauptstadt Bagdad hat 15 türkische Frauen wegen Unterstützung der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" zum Tode verurteilt. Die zwischen 20 und 50 Jahre alten Frauen sollen gehängt werden, teilte ein Justizsprecher mit. Gegen die Urteile ist Berufung möglich. Dem IS in Syrien und im Irak hatten sich einst tausende Ausländer angeschlossen. Ende 2017 erklärte die irakische Regierung den Sieg über die Extremisten, die 2014 noch fast ein Drittel des Landes unter ihrer Kontrolle hatten.
    Demonstrationen gegen rumänischen Justizminister:
    In Rumänien sind tausende Menschen auf die Straße gegangen, um den Rücktritt von Justizminister Tudorel Toader zu fordern. Sie reagierten damit in Bukarest und anderen Städten auf die von Toader geplante Absetzung der Chefermittlerin der unabhängigen Anti-Korruptions-Behörde DNA. Der Minister hatte Laura Codruta Kövesi unter anderem ein "Übermaß an Autorität" und Verstöße gegen die Verfassung vorgeworfen. Die sozialliberale Regierung will Kövesi offenbar durch einen weniger hartnäckigen Chefermittler ersetzen. Zahlreiche ranghohe Politiker der Regierungsparteien PSD und ALDE sind auf Betreiben der 44-Jährigen ins Visier der Justiz geraten, darunter der mächtige PSD-Vorsitzende Liviu Dragnea. Kövesi kann allerdings nicht ohne die Unterschrift von Staatspräsident Klaus Iohannis abgesetzt werden, der der bürgerlichen Opposition nahesteht. Iohannis hat mehrfach betont, dass er mit Kövesis Arbeit zufrieden sei.
    Mobilfunk-Messe in Barcelona eröffnet:
    In Barcelona ist die internationale Mobilfunk-Messe World Mobile Congress eröffnet worden. Bis zum 1. März zeigen führende Hersteller ihre neuesten Entwicklungen. Samsung möchte dabei seine Spitzenposition im hart umkämpften Smartphone-Markt mit zwei neuen Flagschiff-Modellen untermauern, bei denen die Kameratechnologie im Mittelpunkt steht. Der Handy-Hersteller HMD Global will die Messe nutzen, um den Markennamen Nokia wieder fest im Smartphone-Markt zu verankern. Für Nostalgiker bringt HMD Global eine Neuauflage des legendären Schiebehandys Nokia 8110 aus dem Jahr 1999 auf den Markt, diesmal aber mit schnellem LTE-Datenfunk. Mit Spannung wird auch erwartet, welche Lösungen auf Basis der 5G-Technologie präsentiert werden. Seit Jahren wird an der nächsten, schnelleren Generation des Mobilfunkstandards gearbeitet. Bereits in diesem Jahr sollen in den USA, Südkorea, Japan und China kommerzielle 5G-Netze an den Start gehen, die auf der heutigen LTE-Infrastruktur aufbauen.
    10 min
  • 24.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Sicherheitsrat verschiebt Abstimmung:
    Nach stundenlangen Verhandlungen im UN-Sicherheitsrat ist eine geplante Abstimmung über eine neue Syrien-Resolution vertagt worden. Das Votum soll nach Angaben von Diplomaten in New York nun an diesem Samstag stattfinden. Die Verhandlungen werden fortgesetzt, um einen Text zu formulieren, der auch die Zustimmung Russlands findet. Als Zugeständnis an Russland sollen "Terrorgruppen" wie der Islamische Staat (IS) oder Al-Kaida und deren Verbündete weiter bekämpft werden dürfen. Die geplante Waffenruhe soll vor allem den Menschen in der Rebellenhochburg Ost-Ghuta helfen. UN-Helfern sollte ermöglicht werden, Zugang zu belagerten Gebieten zu erhalten und Kriegsopfer in Sicherheit zu bringen. - Auch am Freitag hatte eine neue Angriffswelle die Region Ost-Ghuta erschüttert. Den sechsten Tag in Folge bombardierten Kampfflugzeuge der syrischen Regierungsarmee das von islamistischen Rebellen gehaltene Gebiet östlich von Damaskus. Laut Human Rights Watch wurden dabei bislang mehr als 420 Menschen getötet und Hunderte verletzt.
    Zahlreiche Tote bei Anschlagsserie in Afghanistan:
    In Afghanistan sind bei mehreren Anschlägen und Angriffen zahlreiche Menschen getötet worden. In Kabul sprengte sich am Morgen ein Selbstmordattentäter in der Nähe des NATO-Hauptquartiers in die Luft. Nach Angaben des Innenministeriums gab es zwei Tote und sechs Verletzte. In der westlichen Provinz Farah griffen Talibankämpfer in der Nacht eine Armeebasis an und töteten mindestens 18 Soldaten. Zwei weitere Anschläge gab es auf Gebäude des Geheimdienstes und der Armee in der Provinz Helmand. Die Taliban bekannten sich zu drei Anschlägen, die Terrormiliz IS reklamiert das Attentat in Kabul für sich.
    Weitere US-Sanktionen gegen Nordkorea:
    Die USA ziehen die Sanktionsschraube gegen das kommunistische Nordkorea noch fester an. Die neuen Strafmaßnahmen richteten sich gegen mehr als 50 Handels- und Schifffahrtsunternehmen sowie einzelne Schiffe, die in den Außenhandel involviert seien, teilte das US-Finanzministerium mit. Präsident Donald Trump sprach von den härtesten Sanktionen, die jemals gegen ein Land verhängt worden seien. Durch die neuen Strafmaßnahmen verschärft die US-Regierung ihren Kurs des "maximalen Drucks", der Pjöngjang im Streit um sein Atom- und Raketenprogramm zum Nachgeben zwingen soll. Wie Finanzminister Steven Mnuchin weiter mitteilte, wollen die USA in den kommenden Wochen auch gegen Russland neue Sanktionen verhängen.
    Schuldeingeständnis von Ex-Trump-Berater Gates:
    In der Russland-Affäre hat ein weiterer früherer Berater von US-Präsident Donald Trump ein Schuldgeständnis abgelegt. Rick Gates bekannte sich der Verschwörung zum Betrug an den Vereinigten Staaten sowie der Falschaussage schuldig. US-Sonderermittler Robert Mueller hatte zuvor die Anklage gegen Gates und dessen früheren Chef Paul Manafort, den Ex-Wahlkampfchef Trumps, um 32 Anklagepunkte erweitert. Die Vorwürfe beziehen sich zwar nicht auf die russischen Einmischungen zugunsten Trumps in den US-Wahlkampf, doch der Sonderermittler ist ermächtigt, auch anderen möglichen Straftatbeständen nachzugehen, auf die er im Zuge seiner Ermittlungen stößt. Mueller hat bislang insgesamt vier frühere Berater Trumps angeklagt. Neben Gates und Manafort sind dies der frühere Nationale Sicherheitsberater Michael Flynn und der ehemalige außenpolitische Wahlkampfberater George Papadopoulos. Außer Manafort kooperieren alle mittlerweile mit den Ermittlern.
    Amerikanische Staaten fordern Venezuela zur Absage der Wahl auf:
    Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat Venezuela zur Absage der umstrittenen Präsidentenwahl am 22. April aufgerufen. Die Regierung solle einen neuen Wahlkalender für eine Abstimmung mit allen demokratischen Garantien vorlegen, hieß es in der verabschiedeten Resolution des Staatenbunds. Die venezolanische Regierung wies die Entscheidung zurück. Regierungsgegner, zahlreiche Staaten und internationale Organisationen befürchten, dass die Wahl nicht frei und fair ablaufen wird. Viele Regierungskritiker sind entweder von der Wahl ausgeschlossen, in Haft oder ins Ausland geflohen. Das wichtigste Oppositionsbündnis MUD will die Wahl boykottieren. Im vergangenen Jahr hatte Präsident Nicolás Maduro die von der Opposition kontrollierte Nationalversammlung von einer regierungstreuen Verfassunggebenden Versammlung entmachten lassen. Maduro will am 22. April auch das Parlament und die Gemeinderäte neu wählen lassen. Mit dieser "Mega-Wahl" könnten die Sozialisten ihre Macht zementieren und Maduro bis 2025 im Amt bleiben.
    9 min
  • 23.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neue Klage gegen zwei Ex-Trump-Mitarbeiter:
    US-Sonderermittler Robert Mueller hat zusätzliche Anklagen gegen Donald Trumps früheren Wahlkampfleiter und Berater Paul Manafort sowie dessen Geschäftspartner Rick Gates vorgelegt. Den beiden wird unter anderem Steuerhinterziehung vorgeworfen, außerdem Geldwäsche in Höhe von 30 Millionen US-Dollar. Manafort leitete von Juni bis August 2016 Trumps Wahlkampf. Die Anklagepunkte gegen ihn haben aber nicht direkt mit der Kampagne des jetzigen US-Präsidenten zu tun. Manafort wurde bereits im Oktober 2017 angeklagt, vor allem wegen krimineller Verschwörung gegen die USA, Falschaussage und Geldwäsche. Das soll mit seiner politischen Lobbytätigkeit in Osteuropa zu tun haben. Die Anklagen gegen die früheren Trump-Getreuen haben sich aus Muellers Ermittlungen ergeben, die der Sonderermittler wegen einer russischen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016 führt.
    Bewaffneter Hilfspolizist sah Schulmassaker tatenlos zu:
    Beim Schulmassaker von Parkland war nach offiziellen Ermittlungen ein bewaffneter Hilfspolizist vor Ort, griff aber nicht ins Geschehen ein. Der Polizeichef von Broward County in Florida, Scott J. Israel, sagte wörtlich: "Ich bin entsetzt und mir wird richtig übel. Dafür lassen sich keine Worte finden." Der uniformierte Hilfspolizist war am Mittwoch auf dem Schulgelände im Einsatz, als ein 19-Jähriger 17 Menschen erschoss. Er müsse gewusst haben, dass ein Attentäter im Gebäude sei, sagte Israel. Er habe aber vor dem Haus gewartet statt einzugreifen. Das gehe aus dem Video der Überwachungskameras und Zeugenaussagen hervor. Der Mann wurde vom Dienst suspendiert und legte daraufhin sein Amt nieder.
    EU-Kommissar warnt Polen und Ungarn vor Geldentzug:
    In der Debatte über die künftige Finanzverteilung in der Europäischen Union hat Haushaltskommissar Günther Oettinger Polen und Ungarn vor finanziellen Einbußen wegen rechtsstaatlicher Defizite gewarnt. Einige Länder hätten eine stärkere Bindung zwischen der Werteordnung und dem EU-Haushalt vorgeschlagen, sagte Oettinger der "Süddeutschen Zeitung". Aus Sorge um die Unabhängigkeit der Justiz in Polen hatte die EU-Kommission im Dezember erstmals ein Verfahren wegen des Bruchs der Grundwerte in einem Mitgliedsland eingeleitet. Oettinger sagte, es sei möglich, dass die 27 Mitgliedstaaten bei der Diskussion für den Haushaltsrahmen Kürzungen bei den Investitionen in Betracht ziehen könnten. Die Finanzen sind Thema des EU-Gipfels an diesem Freitag.
    Rumäniens Regierung will Anti-Korruptions-Chefin feuern:
    Die rumänische Regierung will die oberste Korruptionsbekämpferin des Landes, Laura Codruta Kövesi, ihres Amtes entheben. Justizminister Tudorel Toader warf der Chefermittlerin der unabhängigen Anti-Korruptions-Behörde DNA vor, sie schädige das Ansehen Rumäniens im Ausland. Die Amtsenthebung müsste von Präsident Klaus Iohannis gebilligt werden. Dieser ließ bereits erklären, dass er zufrieden mit der Arbeit von Kövesis Behörde sei. Kövesis Arbeit hat zahlreiche Politiker zur Anklage gebracht. Rumänien gilt als eines der korruptesten Länder in der EU, es wird deswegen regelmäßig von Brüssel kritisiert.
    Australischer Vize-Premier tritt nach mehreren Skandalen zurück:
    Der stellvertretende australische Premierminister Barnaby Joyce tritt nach mehreren Skandalen zurück. Der Vorsitzende der konservativen National Party kündigte an, sein Amt nächste Woche niederzulegen. Auch als Parteichef will er zurücktreten. Der 50-Jährige war durch ein Verhältnis mit einer ehemaligen Mitarbeiterin, die jetzt ein Kind von ihm erwartet, in die Schlagzeilen geraten. Hinzu kamen Vorwürfe wegen sexueller Belästigung. Für die rechtsliberale Regierung von Premierminister Malcolm Turnbull bedeutet der Rücktritt eine erhebliche Belastung. Turnbull hatte das Verhalten seines Stellvertreters, der auch Parteichef seines Koalitionspartners ist, als "entsetzlichen Einschätzungsfehler" bezeichnet.
    Michael Schulte singt für Deutschland beim ESC:
    Michael Schulte singt für Deutschland beim Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in Lissabon: Der 27-Jährige gewann in Berlin klar den deutschen Vorentscheid gegen fünf Konkurrenten. Er tritt nun mit dem Lied "You let me walk alone", das seinem Vater gewidmet ist, im ESC-Finale am 12. Mai in Portugal an. Die ARD hatte nach dem enttäuschenden Abschneiden Deutschlands in den Vorjahren das Konzept des Vorentscheids überarbeitet. Neben den Zuschauern entschied eine internationale Jury und ein Panel aus ESC-Experten zu je einem Drittel.
    8 min
  • 22.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mann sprengt sich vor US-Botschaft in Montenegro in die Luft:
    Vor der US-Botschaft in Podgorica, der Hauptstadt von Montenegro, hat sich ein Mann in die Luft gesprengt. Zuvor habe er einen Sprengsatz auf das Botschaftsgelände geworfen, teilte die Regierung im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Bei dem Sprengsatz handele es sich "sehr wahrscheinlich" um eine Handgranate. Es sei niemand sonst verletzt worden. Es habe auch keinen größeren Sachschaden gegeben. Die Polizei riegelte den Tatort ab. Die US-Botschaft empfahl ohne weitere Einzelheiten, die Nähe zu dem attackierten Gebäude zu meiden.
    Amnesty-Bericht beklagt hasserfüllte Politik weltweit:
    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International macht staatlich verbreiteten Hass für wachsende Diskriminierung von Minderheiten weltweit verantwortlich. Im vergangenen Jahr hätten "prominente Führungsfiguren eine albtraumhafte Vision einer von Hass und Angst verblendeten Gesellschaft" propagiert. Das sagte Amnesty-Chef Salil Shetty bei der Veröffentlichung des Jahresberichts zur Lage der Menschenrechte in etwa 160 Ländern. Er prangerte konkret die Staatschefs von Ägypten, Venezuela und den Philippinen an, aber auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin, den chinesischen Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump. Positiv hob er hervor, dass die Proteste gegen Ausgrenzungstendenzen zunehmen würden. Aus dem Amnesty-Bericht geht zudem hervor, dass Menschenrechtler weltweit massiven Angriffen ausgesetzt sind. In 27 Staaten seien im vergangenen Jahr mindestens 312 Menschenrechtsverteidiger getötet worden. Das sei ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2016, sagte der Amnesty-Generalsekretär aus Deutschland, Markus Beeko.
    Russland schlägt UN-Sondersitzung zu Ost-Ghuta vor:
    Russland hat für heute eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage in der heftig umkämpften syrischen Rebellenhochburg Ost-Ghuta vorgeschlagen. Das sei notwendig angesichts der Sorgen, die man heute gehört habe. Dabei könnten alle Seiten ihre Standpunkte vortragen, sagte der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja nach Angaben der Agentur Tass in New York. Weitere Mitglieder des Sicherheitsrats unterstützen den Vorschlag. Das Treffen wird für heute gegen 18 Uhr MEZ erwartet. Schweden und Kuwait bereiteten unterdessen eine gemeinsam erarbeitete Resolution zur Abstimmung vor, die eine 30-tägige Feuerpause für Syrien fordert.
    Deutschland liefert für 1,3 Milliarden Euro Waffen an Jemen-Kriegsallianz:
    Die Bundesregierung hat nach Informationen der dpa im vergangenen Jahr Rüstungsexporte für rund 1,3 Milliarden Euro an die am Jemen-Krieg beteiligten Länder genehmigt. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour hervor. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Umfang der Genehmigungen um neun Prozent zu. Am meisten für neue Rüstungsgüter gab Ägypten mit 708 Millionen Euro aus, gefolgt von Saudi-Arabien mit 254 Millionen Euro und den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 214 Millionen Euro. Saudi-Arabien führt die Koalition aus neun Ländern an, die die jemenitische Regierung seit drei Jahren im Kampf gegen die schiitischen Huthi-Rebellen unterstützt. Union und SPD haben sich in den Koalitionsverhandlungen auf einen Exportstopp für alle Länder verständigt, die "unmittelbar" am Jemen-Krieg beteiligt sind. Welche Länder damit gemeint sind, ist nicht bekannt.
    Dua Lipa und Stormzy sind die Gewinner bei den Brit Awards:
    Die Sängerin Dua Lipa und der Rapper Stormzy sind die Gewinner bei den Brit Awards in diesem Jahr. Die in fünf Kategorien nominierte Lipa räumte in London zwei Preise ab - als beste britische Künstlerin und als Breakthrough Artist. Stormzy wurde als bester britischer Künstler ausgezeichnet und erhielt den besonders begehrten Preis für das beste britische Album. Als internationale Künstler wurden die Sängerin Lorde, der Rapper Kendrick Lamar und die Rockband Foo Fighters ausgezeichnet. Der Preis für die beste britische Single ging an Rag'n'Bone Man für sein Lied "Human", die Auszeichnung für das beste britische Video erhielt Harry Styles für "Sign Of The Times". Superstar Ed Sheeran ging trotz vier Nominierungen leer aus. - Der Sänger bekam eine Auszeichnung für seinen weltweiten Erfolg, die aber nicht als Brit Award im eigentlichen Sinne gilt, denn der Empfänger steht schon vorher fest.
    8 min

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