Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Download on the App Store
  • Favorites

    666

    Followers

  • Typical duration

    9 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen episodes

  • 09.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erneute Haushaltssperre in den USA:
    Trotz einer überparteilichen Grundsatzeinigung auf ein Haushaltsgesetz ist in den USA erneut eine Haushaltssperre in Kraft getreten. Der sogenannte "Shutdown" trat um Mitternacht Ortszeit in Kraft. Bis dahin hätten beide Kammern des US-Kongresses in Washington dem Kompromiss zustimmen müssen, der die Deckelung der Staatsschulden für zwei Jahre außer Kraft setzen soll. Die Frist konnte nicht eingehalten werden, weil ein Kritiker des neuen Haushaltsgesetzes, der republikanische Senator Rand Paul, die Abstimmung im Senat stundenlang verhinderte. Zwar votierte der Senat inzwischen mit 71 zu 28 Stimmen für das neue Haushaltsgesetz. Die Zustimmung des Repräsentantenhauses steht jedoch weiter aus.
    Neuer Kursrutsch an der Wall Street:
    Die US-Börsen haben abermals herbe Verluste hinnehmen müssen. Der Leitindex Dow Jones schloss mit einem Minus von 4,15 Prozent auf 23.860 Punkten. Auch andere Indizes verloren deutlich an Wert. Der Technologie-Index Nasdaq sank um 3,9 Prozent auf 6777 Punkte, der breiter aufgestellte S&P-500-Index um 3,8 Prozent auf 2581 Zähler. Die Angst vor steigenden Zinsen halte die Aktienmärkte weiter im Würgegriff, kommentierte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners die zweite heftige Talfahrt an der Wall Street in dieser Woche. Zur Kehrseite höherer Zinsen gehört, dass sie in der Regel die Kredite verteuern und damit die Investitionsbereitschaft von Unternehmen senken - mit entsprechenden Negativeffekten für die Konjunktur.
    Scholz: Guter Umgang in der SPD:
    Nach der heftigen Kritik des scheidenden Außenministers Sigmar Gabriel an der SPD-Führung und am Umgang mit ihm sieht SPD-Vize Olaf Scholz dennoch keinen Bruch. Bei der SPD werde ein guter Umgang miteinander gepflegt, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister. Gabriels bisheriges Ministeramt beansprucht in der möglichen neuen großen Koalition Noch-Parteichef Martin Schulz für sich. Gabriel machte der Parteiführung daraufhin in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe schwere Vorwürfe und sprach von Respektlosigkeit und Wortbruch. Scholz nannte Schulz' Schritt unter Verweis auf dessen außenpolitische Erfahrung als Ex-EU-Parlamentspräsident "eine sehr nachvollziehbare Entscheidung". Gleichzeitig ließ Scholz offen, ob er selbst als Finanzminister und Vizekanzler in die neue Regierung gehe.
    Human Rights Watch wirft Kurden Massenhinrichtungen vor:
    Die Menschrechtsorganistaion Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen die kurdischen Sicherheitskräfte im Nordirak. Demnach sollen kurdische Polizeikräfte im vergangenen Sommer hunderte Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ohne gerichtliches Verfahren hingerichtet haben, wie die stellvertretende HRW-Direktorin für den Nahen Osten, Lama Fakih, erklärte. Die Leichen seien in einem Massengrab verscharrt worden. Human Rights Watch stützt sich auf die Aussagen eines früheren Mitglieds der kurdischen Sicherheitskräfte und von sechs Augenzeugen. Die Menschenrechtsorganisation forderte umgehend "transparente Ermittlungen", um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ein Vertreter der kurdischen Autonomieregion wies die Vorwürfe zurück.
    IS-Zelle in Syrien zerschlagen:
    Die kurdischen Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) haben zwei Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gefangen genommen, die an Enthauptungen von Geiseln beteiligt gewesen sein sollen. Sie seien Anfang Januar in Syrien gefasst worden, sagte ein Sprecher des US-Militärs. Die beiden Männer sollen Teil einer berüchtigten IS-Zelle gewesen sein, die wegen der britischen Herkunft ihrer Mitglieder "Die Beatles" genannt wurde. Ihr Anführer war der als "Dschihadi John" bekannt gewordene Terrorist Mohamed Emwazi, der 2015 bei einem Drohnen-Angriff getötet worden war. Die Gruppe enthauptete nach Angaben des US-Außenministeriums zahlreiche Geiseln und folterte viele weitere. Zu ihren Opfern zählen die US-Journalisten James Foley und Steven Sotloff sowie die Entwicklungshelfer Peter Kassig, David Haines und Alan Henning. Videos der Enthauptungen lösten 2014 weltweit Entsetzen aus.
    Brasiliens größte Zeitung verlässt Facebook:
    Brasiliens größte Tageszeitung "Folha de São Paulo" wird ab sofort keine eigenen Zeitungsinhalte mehr bei Facebook posten. Damit reagiert die Zeitung nach eigenen Angaben auf eine Entscheidung des Internetkonzerns, künftig in seinem Newsfeed mehr Beiträge von Freunden und Verwandten der Nutzer und weniger von Medien und Unternehmen anzuzeigen. Mit dieser Veränderung werde die Tendenz verstärkt, dass Nutzer nur Beiträge konsumierten, die ihre eigene Meinung widerspiegelten, so das Blatt. "Folha" hat nach eigenen Angaben derzeit 5,95 Millionen Follower auf Facebook. Das soziale Netzwerk war unter anderem wegen der Flut gefälschter Nachrichten während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 in die Kritik geraten. Im Januar teilte Facebook mit, dass es den Kampf gegen "Fake News" stärker in die Hand der Nutzer legen wolle.
    10 min
  • 08.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nahles glaubt an Zustimmung der SPD-Basis zum Koalitionsvertrag:
    SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles geht von einer Zustimmung ihrer Partei zum ausgehandelten Koalitionsvertrag aus. Es sei ein starker Koalitionsvertrag, der bei den Themen Rente, Arbeitsmarkt, Gesundheit und Pflege "sozialdemokratische Handschrift" trage, sagte die designierte SPD-Vorsitzende im deutschen Fernsehen. Union und SPD hatten sich nach einer letzten Marathonsitzung auf einen Koalitionsvertrag geeinigt und warten nun auf das Votum der mehr als 460.000 SPD-Mitglieder. Am 4. März wird das Ergebnis bekanntgegeben. Der bisherige SPD-Vorsitzende Martin Schulz hatte zuvor angekündigt, Außenminister werden und den Parteivorsitz niederlegen zu wollen.
    Durchbruch im US-Haushaltsstreit:
    Im Ringen um die Vermeidung einer neuen Haushaltssperre sind Republikaner und Demokraten einen großen Schritt weiter. Die Spitzen beider Parteien im Senat vereinbarten nach eigenen Angaben ein Haushaltsgesetz, das für zwei Jahre gelten soll und in dem die Ausgaben um 300 Milliarden Dollar angehoben werden. Das Gesetz sieht nach Angaben des republikanischen Mehrheitsführers im Senat, Mitch McConnell, unter anderem höhere Ausgaben für die Verteidigung vor. Auch Investitionen für die Infrastruktur, den Katastrophenschutz sowie den Kampf gegen Drogenmissbrauch seien vorgesehen. Allerdings wird noch die Zustimmung des Repräsentantenhauses benötigt. Die Demokraten dort machen ihr Ja von Zugeständnissen in der Einwanderungspolitik abhängig.
    Nordkorea will keine US-Gesandten bei Olympischen Spielen treffen:
    Nordkorea lehnt jeden Kontakt mit Vertretern der US-Regierung während der Olympischen Winterspiele in Südkorea ab. Sein Land habe nie um einen Dialog mit den USA gebettelt, und daran werde sich in Zukunft auch nichts ändern, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA Cho Yong Sam, ein ranghohes Mitglied des nordkoreanischen Außenministeriums. Die nordkoreanische Delegation werde lediglich das Sportereignis feiern und die Spiele nicht als politische Bühne nutzen. An den Winterspielen, die am Freitag im südkoreanischen Pyeongchang beginnen, nehmen auch nordkoreanische Sportler teil. Zur Eröffnungsfeier wird eine hochrangige Delegation mit der Schwester von Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un, Kim Yo Jong, erwartet.
    Steinmeier ruft Nord- und Südkorea zum Dialog auf:
    Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Nord- und Südkorea zum Dialog über die Spiele hinaus aufgefordert. Die Wettkämpfe seien eine wertvolle Gelegenheit zum Gespräch, sagte er der südkoreanischen Zeitung "Chosun Ilbo". Diesen Dialog sollten beide Seiten nach den Spielen fortsetzen, erweitern und vertiefen. Gleichzeitig warnte Steinmeier vor Illusionen. Nur durch die strikte Umsetzung der verhängten UN-Sanktionen könne Nordkorea zu ernsthaften Verhandlungen über sein Atomprogramm bewegt werden. An diesem Donnerstag trifft der Bundespräsident in Seoul seinen südkoreanischen Kollegen Moon Jae.
    Frankreich erhöht seinen Militäretat:
    Frankreich will seinen Verteidigungshaushalt in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Nach Medienberichten plant die Pariser Regierung, dem Militär für die Zeit von 2019 bis 2025 insgesamt 295 Milliarden Euro bereitzustellen. Das sehe ein Gesetzentwurf vor, der an diesem Donnerstag im Kabinett beraten werde. Das Jahresbudget von derzeit 34,2 Milliarden Euro solle bis 2022 jedes Jahr um 1,7 Milliarden Euro steigen, danach um jeweils drei Milliarden Euro. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will bis 2025 das NATO-Ziel erreichen, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung auszugeben.
    Frankfurt und Schalke im Halbfinale des DFB-Pokals:
    Eintracht Frankfurt ist durch einen Sieg gegen den FSV Mainz 05 ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Das Team von Trainer Niko Kovac besiegte im Viertelfinale im Rhein-Main-Derby die Gäste mit 3:0. Anschließend erreichte der FC Schalke 04 als letzte Mannschaft das Semifinale. Gegen den VfL Wolfsburg gewann das Team von Trainer Domenico Tedesco mit 1:0.
    9 min
  • 07.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kim Jong Uns Schwester reist für Winterspiele nach Südkorea:
    Die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un soll noch diese Woche anlässlich der Olympischen Winterspiele Südkorea besuchen. Kim Yo Jong, ein führendes Mitglieder der nordkoreanischen Arbeiterpartei, werde Teil einer Delegation sein, die am Freitag in den Süden reist, teilte das Wiedervereinigungsministerium in Seoul mit. Die Delegation wird angeführt vom protokollarischen Staatsoberhaupt Kim Yong Nam. Die Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang beginnen am Freitag. Die Athleten beider Staaten werden bei der Eröffnungszeremonie gemeinsam hinter der sogenannten Fahne der Vereinigung ins Stadion laufen - eine blaue Silhouette der koreanischen Halbinsel auf weißem Grund. Nordkorea hatte erst vor wenigen Wochen seine Teilnahme an den Spielen verkündet. Sie gilt als wichtiges Zeichen der Entspannung im Verhältnis zwischen den beiden verfeindeten Staaten.
    Polens Präsident unterschreibt umstrittenes Holocaust-Gesetz:
    In Polen hat Präsident Andrzej Duda das umstrittene Holocaust-Gesetz unterzeichnet. Das teilte ein Sprecher des Präsidialamtes mit. Das Gesetz stellt die Andeutung einer Mitverantwortung Polens beim Holocaust der Nazis während des Zweiten Weltkriegs im besetzten Polen unter Strafe. Dem Gesetz zufolge kann etwa die Bezeichnung "polnische Todeslager" mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Duda erklärte in einer Fernsehansprache, die neue Regelung schütze polnische Interessen, die Würde des Landes und die historische Wahrheit. Das Gesetz war schon vor seiner Unterzeichnung international kritisiert worden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von Bemühungen, die Geschichte zu ändern. Das US-Außenministerium forderte Polen auf, den Gesetzentwurf zu überarbeiten, da Meinungsfreiheit und Wissenschaft eingeschränkt werden könnten. Duda kündigte an, er werde das Verfassungsgericht um eine Klärung von Fragen im Zusammenhang mit dem Gesetz bitten.
    Tote bei Luftangriffen in Syrien - UN wegen Eskalation alarmiert:
    Angesichts massiver Luftangriffe auf die syrischen Rebellenhochburgen Idlib und Ost-Ghuta haben die Vereinten Nationen gewarnt, dass die dortigen Deeskalationszonen zur "Farce" würden. In den vergangenen 48 Stunden haben das Ausmaß und die Heftigkeit der Angriffe deutlich zugenommen, wie die UN-Untersuchungskommission zu Syrien warnte. Sie leitete zudem Ermittlungen zu möglichen Chlorgasangriffen in den beiden Rebellenhochburgen ein, in denen erneut zahlreiche Zivilisten getötet wurden. Bei den heftigsten Luftangriffen seit Wochen wurden in einem Rebellengebiet nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 70 Menschen getötet. Aktivisten berichteten von mindestens 82 Toten. UN-Vertreter beklagten, sie könnten tonnenweise bereitstehende Hilfsgüter wegen anhaltender Kämpfe und umständlicher Genehmigungsverfahren nicht verteilen. Mehr als 13 Millionen notleidende Menschen im Land brauchen solche Unterstützung.
    Ausnahmezustand auf Malediven: Oberstes Gericht widerruft Anordnung:
    Nach der Festnahme von zwei hochrangigen Richtern des Obersten Gerichtshofs der Malediven haben die übrigen drei Mitglieder eine Anordnung zur Freilassung politischer Gefangener zurückgezogen. Die Richter erklärten in der Hauptstadt Malé, sie würden die Anordnung "im Licht der Bedenken des Präsidenten" aufheben. In der vergangenen Woche hatte der Oberste Gerichtshof angeordnet, neun wichtige politische Gefangene freizulassen. Der autoritär regierende Staatschef Abdulla Yameen weigerte sich, dies umzusetzen. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Oppositionsanhängern und der Regierung. Yameen verhängte am Montag einen zweiwöchigen Ausnahmezustand. Schwer bewaffnete Einheiten stürmten am Dienstag den Obersten Gerichtshof in Malé. Sie nahmen Gerichtspräsident Abdulla Saeed, einen weiteren Richter und einen Gerichtsdiener fest. Bei einer Fernsehansprache sagte Yameen, die Richter hätten seinen Sturz geplant.
    Trump beauftragt Pentagon mit Planung von Militärparade:
    US-Präsident Donald Trump hat das Verteidigungsministerium mit der Planung einer Militärparade beauftragt. Das teilte seine Sprecherin Sarah Sanders in Washington mit. Trump sei ein großer Unterstützer der Streitkräfte. Er habe das Pentagon deswegen gebeten, die Möglichkeit einer Feierlichkeit zu prüfen, bei der alle Amerikaner ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen könnten, so Sanders. US-Medienberichten zufolge schwebt dem US-Präsidenten eine Veranstaltung nach dem Muster der Parade zum französischen Nationalfeiertag vor. Trump hatte im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron die traditionelle Militärparade in Paris verfolgt und sich anschließend begeistert von der dargebotenen militärischen Stärke gezeigt. Kritiker zogen dagegen umgehend Vergleiche mit ähnlichen Veranstaltungen in autokratisch regierten Staaten.
    Rakete "Falcon Heavy" erfolgreich zu Jungfernflug abgehoben:
    Mit mehrstündiger Verspätung ist die Großrakete "Falcon Heavy" von dem Weltraumbahnhof in Cape Canaveral gestartet. Ziel der 70 Meter langen Schwerlastrakete der privaten US-Raumfahrtfirma SpaceX ist eine Umlaufbahn um die Sonne, die in Teilen in der Nähe des Mars entlang führt. SpaceX-Firmengründer und Elektroauto-Pionier Elon Musk hatte für den Testflug seinen Tesla-Elektrowagen zur Verfügung gestellt. Später soll die nach Herstellerangaben weltgrößte und derzeit einsatzbereite Rakete eine Ladung von fast 64 Tonnen transportieren und vielleicht auch Astronauten zum Mond oder Mars fliegen.
    11 min
  • 06.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Pilotabschluss für Metall- und Elektrobranche:
    Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie haben sich im Bezirk Südwest auf neue Regeln für flexiblere Arbeitszeiten und eine Lohnerhöhung geeinigt. Der Abschluss dort gilt als Pilotabschluss für die Branche und wird in der Regel für ganz Deutschland übernommen. Die knapp 3,9 Millionen Beschäftigten der größten deutschen Industriebranche erhalten 4,3 Prozent mehr Lohn sowie mehrere Pauschalen bei einer Laufzeit von 27 Monaten, erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger. Arbeitnehmer können zudem ab 2019 die Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 Stunden verkürzen. Die Unternehmen dürfen zugleich mehr Beschäftigte als bisher länger als 35 Wochenstunden arbeiten lassen. Der Abschluss hat Signalcharakter für andere Branchen. In diesem Jahr stehen noch Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst, der Chemie-Industrie, dem Bauhauptgewerbe sowie bei Post, Bahn und Telekom an.
    Koalitionsgespräche werden am Dienstag fortgesetzt:
    CDU, CSU und SPD wollen nach kontroversen Gesprächen über die letzten Knackpunkte einen weiteren Tag verhandeln. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil betonte, die Gespräche am Dienstag seien die "Schlussrunde". Im Mittelpunkt der Verhandlungen im Willy-Brandt-Haus stehen die Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Außenpolitik. Bei der Arbeitsmarktpolitik geht es vor allem um die SPD-Forderung nach einer Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen. Die Sozialdemokraten wollen zudem eine Angleichung der Arzthonorare für Kassen- und Privatpatienten erreichen. In der Außenpolitik dürften vor allem die Rüstungsexporte strittig sein. Ursprünglich sollten die Verhandlungen am Sonntag abgeschlossen sein.
    Trumps Anwälte raten ihm von Befragung durch Mueller ab:
    Mehrere Anwälte von Donald Trump haben dem US-Präsidenten nach Informationen der "New York Times" davon abgeraten, sich in der Russland-Affäre auf eine Befragung durch Sonderermittler Robert Mueller einzulassen. Sie seien besorgt, dass Trump sich bei einer Befragung möglicherweise des Vorwurfes schuldig machen könne, die Ermittler anzulügen, berichtete die Zeitung und berief sich dabei auf vier mit der Sache vertraute Personen. Trump selbst hatte vor knapp zwei Wochen erklärt, er wolle mit dem Sonderermittler sprechen und würde dies sogar unter Eid tun. Es hänge aber von seinen Anwälten ab. Mueller bereitet derzeit die Vernehmung des Präsidenten vor. Er untersucht, ob es illegale Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung gab und ob Trump später als Präsident versuchte, die Ermittlungen der Bundespolizei FBI zu den Russland-Kontakten zu behindern.
    Dow Jones fällt wieder unter 25.000 Punkte:
    An der Wall Street ist zum Wochenstart Panik ausgebrochen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial sackte zeitweise um knapp 1600 Zähler ab. Damit verlor er an einem einzelnen Handelstag so viele Punkte wie nie zuvor. Seit Anfang Dezember erzielte Gewinne gingen verloren. Zum Handelsschluss lag der Dow mit 4,6 Prozent im Minus bei 24.345,75 Punkten. Am 26. Januar hatte der Index mit 26.616 Punkten noch ein Rekordhoch erreicht. Vor dem Hintergrund der positiven Wirtschaftslage befürchten die Händler, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins deutlicher erhöhen könnte als bislang geplant. Der Dow Jones hatte in den ersten zwölf Amtsmonaten von US-Präsident Donald Trump Rekorde gebrochen. Zum jetzigen Absturz erklärte ein Präsidentensprecher in einer schriftlichen Erklärung an den Sender CNBC, trotz der "kurzfristigen Fluktuationen" an den Finanzmärkten entwickle sich die US-Wirtschaft "sehr solide" und "in die richtige Richtung".
    Ausnahmezustand: Urlauber sollen Hauptstadt der Malediven meiden:
    Wegen des Ausnahmezustands auf den Malediven hat das Auswärtige Amt von Reisen in die Hauptstadt Malé abgeraten. Aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung der angespannten politischen Lage werde Reisenden empfohlen, die Medienberichterstattung zu verfolgen, besonders vorsichtig zu sein und von nicht notwendigen Reisen nach Malé derzeit abzusehen, heißt es auf der Website des Auswärtigen Amtes. China und Indien rieten allgemein von Reisen in das Urlaubsparadies im Indischen Ozean ab. Der Präsident des südasiatischen Inselstaates, Abdulla Yameen, hatte wegen Unruhen in Malé für 15 Tage den Ausnahmezustand ausgerufen. Dieser erlaubt es den Sicherheitskräften, strenger gegen Oppositionelle vorzugehen. Der langjährige Präsident Abdul Gayoom und zwei Richter des Obersten Gerichts waren am Montag festgenommen worden.
    Russische Athleten ziehen vor den Sportgerichtshof CAS:
    32 russische Athleten wollen ihre Einladung für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS einklagen. Zu den Athleten, die wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi keine Einladung erhalten haben, gehören auch die Olympiasieger Wiktor Ahn und Biathlet Anton Schipulin. Das IOC hatte 43 russische Athleten wegen Doping-Vergehen in Sotschi lebenslang von Olympia ausgesperrt. 42 von ihnen gingen in Berufung und zogen vor den CAS. Der Gerichtshof hob die Sperren in 28 Fällen auf. Das IOC weigerte sich jedoch bislang, Einladungen auszusprechen.
    11 min
  • 05.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Wieder lebenslange Haft für aus Deutschland entführten Vietnamesen:
    In Vietnam ist der mutmaßlich aus Deutschland entführte Geschäftsmann Trinh Xuan Thanh wegen schwerer Korruption ein zweites Mal zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Volksgericht der Hauptstadt Hanoi sprach den ehemaligen kommunistischen Funktionär schuldig, bei einem Bauprojekt Schmiergeld angenommen zu haben. Wegen Korruption und Misswirtschaft hatte der 52-Jährige bereits im Januar lebenslang bekommen. Die Verteidigung kündigte Berufung an. Der Fall belastet die Beziehungen zwischen Deutschland und dem kommunistischen Einparteienstaat massiv. Die mutmaßliche Verschleppung aus Berlin im Juli 2017 hatte weltweit Schlagzeilen gemacht. Anfangs hatte die Bundesregierung Thanhs sofortige Freilassung gefordert - ohne jeden Erfolg. Thanh bestreitet alle Korruptionsvorwürfe. Er hofft darauf, möglichst bald in die Bundesrepublik zurückkehren zu können, wo seine Frau und seine Kinder leben.
    Samsung-Erbe erhält Bewährungsstrafe wegen Korruption:
    Etwa fünf Monate nach seiner Verurteilung wegen Korruption kommt der Erbe des Samsung-Imperiums, Lee Jae Yong, auf freien Fuß. Ein Berufungsgericht in Südkoreas Hauptstadt Seoul wandelte die fünfjährige Haftstrafe für den Vizevorsitzenden des Smartphone-Marktführers Samsung Electronics in eine Bewährungsstrafe um, wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Hintergrund des Verfahrens war eine Korruptionsaffäre um die frühere südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye. Die Ermittler beschuldigten Samsung, hohe Summen an Unternehmen der umstrittenen Park-Freundin Choi Soon Sil gezahlt und im Gegenzug politische Unterstützung für die Fusion zweier Konzerntöchter erhalten zu haben. Der 49-jährige Lee ist der einzige Sohn von Samsung-Chef Lee Kun Hee. Seit einer Herzattacke seines Vaters im Jahr 2014 steht er de facto an der Spitze des Großkonzerns.
    Weitere Verluste für türkische Armee in Syrien:
    Bei der türkischen Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG im Norden Syriens sind zwei weitere Soldaten der Türkei getötet worden. Das teilte die Armeeführung in Ankara mit. Die Zahl der bei der vor rund zwei Wochen gestarteten Operation "Olivenzweig" getöteten türkischen Soldaten ist damit auf 16 gestiegen. Am Samstag hatte die türkische Armee mit sieben getöteten Männern den verlustreichsten Tag seit Beginn der Offensive verzeichnet. Fünf der Soldaten waren beim Beschuss eines Panzers ums Leben gekommen. Medienberichte, wonach der Panzer von einer US-Rakete getroffen wurde, bestätigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bislang ausdrücklich nicht. Ankara wirft der Kurdenmiliz YPG vor, eng mit der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK zusammenzuarbeiten, die seit Jahrzehnten gegen den türkischen Staat kämpft.
    USA drohen der Ölindustrie Venezuelas mit Sanktionen:
    Die USA ziehen nach den Worten von Außenminister Rex Tillerson wegen der anhaltenden Krise in Venezuela Strafmaßnahmen gegen die wichtige Erdölindustrie des lateinamerikanischen Landes in Betracht. Man denke über Sanktionen gegen den Handel mit Erdöl oder Ölderivaten nach, sagte Tillerson während seines Besuchs in Argentinien. Man wolle der Zerstörung der venezolanischen Demokratie nicht länger tatenlos zusehen, erklärte Tillerson weiter. Die US-Regierung hat in den vergangenen Monaten mehrfach Sanktionen gegen Venezuela verhängt, diese richteten sich aber vor allem gegen Einzelpersonen. Das Land mit den größten Ölreserven leidet unter einer massiven Inflation und Devisenmangel. Die Regierung kann kaum noch Lebensmittel und Medikamente im Ausland kaufen. Präsident Nicolás Maduro will sich bei den anstehenden Wahlen dennoch im Amt bestätigen lassen. Die Opposition wirft ihm vor, das Land Stück für Stück in eine Diktatur umzuwandeln.
    IOC lädt 15 Russen nicht zu Olympischen Spielen ein:
    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat 13 Sportlern und zwei Trainern aus Russland die Einladung zu den Winterspielen in Pyeongchang verweigert. Trotz der Aufhebung der lebenslangen Olympia-Sperre der Russen durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS lehnte das IOC in allen 15 Fällen eine Teilnahme in Südkorea ab. Es habe eine einstimmige Empfehlung der unabhängigen Prüfkommission unter Vorsitz der französischen Ex-Sportministerin Valérie Fourneyron gegeben. Durch die Aufhebung von IOC-Sanktionen gegen 28 Sportler hatten sich weitere Russen Hoffnung auf ein Nachrücken zu den Winterspielen gemacht. Das IOC hatte diese Athleten als Reaktion auf den Skandal um organisierte Dopingmanipulationen bei den Sotschi-Spielen 2014 lebenslang für Olympia gesperrt. Die Kommission hatte zuvor 169 russische Athleten zu den Spielen in Südkorea eingeladen. Diese Sportler werden unter neutraler Flagge als "Olympische Athleten aus Russland" starten.
    Philadelphia Eagles gewinnen den Super Bowl:
    Die Philadelphia Eagles haben den Super-Bowl gewonnen. Das Team um Quarterback Nick Foles schlug die eigentlich favorisierten New England Patriots um Superstar Tom Brady mit 41:33. Für Brady wäre es der sechste Titel in einem Finale der National Football League gewesen. Doch die Patriots hatten nur ein einziges Mal während der gesamten Partie die Führung übernehmen können. In der Halbzeit-Show trat Justin Timberlake vor den 73.000 Fans in Minneapolis auf und coverte dabei unter anderem einen Song des 2016 verstorbenen Pop-Idols Prince, der aus Minneapolis stammte.
    11 min
  • 03.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea macht heimlich Millionengeschäfte:
    Nordkorea umgeht offenbar in großem Stil die gegen das Land verhängten UN-Sanktionen. Das geht aus einem vertraulichen Bericht an den UN-Sicherheitsrat hervor. Zwischen Januar und September 2017 habe Pjöngjang durch verbotene Exporte fast 200 Millionen US-Dollar - umgerechnet mehr als 160 Millionen Euro - eingenommen. Nordkorea führe weiterhin fast alle in den Resolutionen verbotenen Güter aus, schreiben die Experten der Vereinten Nationen. So gingen etwa Kohle-Lieferungen an Häfen in Russland, China, Südkorea, Malaysia und Vietnam. Um die Sanktionen zu umgehen, führen Schiffe unter falscher Flagge. Außerdem würden Waren auf hoher See zwischen Frachtern ausgetauscht. Der UN-Sicherheitsrat hat wegen des nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramms scharfe Sanktionen gegen das kommunistische Regime verhängt.
    Trump gibt brisantes FBI-Memo frei:
    Nach der Freigabe durch US-Präsident Donald Trump hat der Kongress ein umstrittenes Memorandum zur Russland-Affäre veröffentlicht. In dem Schriftstück werden der Bundespolizei FBI Fehler bei den Russland-Ermittlungen vorgeworfen. Im Kern geht es um die Überwachung von Carter Page, der im Wahlkampf als Berater für Trump tätig war. In dem Papier heißt es, das FBI habe wichtige Angaben zu einem Informanten unterschlagen, als es die Überwachung von Page bei einem Geheimgericht beantragte. Die oppositionellen Demokraten hatten entschieden gegen eine Veröffentlichung des Dokuments protestiert. Sie sprachen von einem "beschämenden Versuch", das FBI und Sonderermittler Robert Mueller zu diskreditieren. Mueller geht dem Verdacht nach, dass es während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 geheime Absprachen zwischen Russland und Trumps Team gegeben hat.
    US-Regierung plant "Mini-Atombomben":
    Die US-Streitkräfte wollen ihr Atomwaffenarsenal modernisieren. In einem Papier des Pentagons zur neuen Nuklearstrategie der Regierung heißt es, eine "kleine Zahl" existierender Atomsprengköpfe von U-Boot-gestützten Langstreckenraketen solle umgerüstet werden. Auf lange Sicht müsse zudem ein atombestückter Marschflugkörper entwickelt werden. Diese taktischen Atomwaffen von geringer Größe seien eine Antwort auf die Ausweitung der Nuklearwaffenkapazität durch Russland. Das Verteidigungsministerium argumentiert in dem Bericht, die strategischen Atomwaffen mit ihrem gigantischen Zerstörungspotenzial reichten nicht aus - weil gegnerische Mächte auf die hohe Hemmschwelle für einen Einsatz spekulieren könnten. Kritiker fürchten, dass die US-Pläne möglicherweise einen neuen Rüstungswettlauf in Gang setzen.
    GroKo-Verhandler erzielen Teileinigung:
    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat ein positives Fazit nach ersten Beratungen der Koalitions-Unterhändler von CDU, CSU und SPD gezogen. Man sei große Schritte vorangekommen, sagte Klingbeil und fügte hinzu: "Die entscheidenden Tage liegen jetzt vor uns." Weiterhin bestünden Konflikte etwa in den Bereichen Wohnen und Arbeitsmarktpolitik. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hatte zuvor erklärt, der Dissens um die Migrations- und Flüchtlingspolitik sei beendet. Es bleibe bei den Formulierungen aus dem gemeinsamen Sondierungspapier. Strittig war vor allem die Auslegung eines Maximalwerts für die Zuwanderungszahlen. An diesem Samstag werden die Beratungen in der Berliner CDU-Zentrale fortgesetzt.
    Strafverfahren gegen Tariq Ramadan eröffnet:
    Die französische Justiz hat den bekannten Islamwissenschaftler Tariq Ramadan offiziell der Vergewaltigung beschuldigt. Zwei Tage nach Ramadans Festnahme in Paris leitete die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen den schweizerischen Staatsbürger ein. Zwei Frauen werfen ihm vor, sie 2009 beziehungsweise 2012 vergewaltigt zu haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe war Ramadan im November von seiner Professur an der britischen Universität Oxford beurlaubt worden. Mehrere Frauen in der Schweiz gaben zudem an, in den 1980er und 1990er Jahren von Ramadan sexuell bedrängt worden zu sein. Einige von ihnen waren damals noch minderjährig. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet sie als Komplott seiner Gegner.
    Fußball: Dortmund gewinnt in Köln:
    In der Fußball-Bundesliga hat Borussia Dortmund beim Tabellenletzten in Köln einen 3:2-Sieg erzielt. Zwei Tore von Neuzugang Michy Batshuayi und der Treffer von André Schürrle brachten den ersten Erfolg des BVB im neuen Jahr. Batshuayi war am Mittwoch als Nachfolger von Torschützenkönig Pierre-Emerick Aubameyang verpflichtet worden. Dortmunds Trainer Peter Stöger hatte bis Dezember noch den 1. FC Köln trainiert, bevor er dort entlassen wurde.
    9 min
  • 02.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CDU, CSU und SPD einigen sich in der Bildungspolitik:
    CDU, CSU und SPD haben bei ihren Koalitionsverhandlungen eine Einigung in der Bildungspolitik erzielt. SPD-Vizechefin Manuela Schwesig sagte in Berlin, dass in dieser Legislaturperiode sechs Milliarden Euro "in die komplette Bildungskette" von Kitas über Ganztagsschulen und berufliche Bildung bis hin zu den Hochschulen fließen sollten. Weitere 3,5 Milliarden Euro sollten für die Umsetzung des Digitalpakts für die Schulen fließen, damit diese "in das 21. Jahrhundert befördert" würden. Die Spitzenrunde um die Parteichefs Angela Merkel (CDU), Martin Schulz (SPD) und Horst Seehofer (CSU) war am Donnerstagabend zu einer weiteren Sitzung zusammengekommen. Am Freitag beginnt die heiße Phase der Koalitionsverhandlungen, erstmals kommt dann die große Gruppe der mehr als 90 Unterhändler in der SPD-Zentrale zusammen. Dabei sollen alle 18 Arbeitsgruppen ihre bisherigen Ergebnisse präsentieren. Die Parteien wollen ihre Koalitionsverhandlungen am Wochenende, spätestens aber bis Anfang kommender Woche abschließen.
    G20-Krawalle: Hamburger Polizei fahndet mit Fotos auch im Ausland:
    Ein halbes Jahr nach den Krawallen beim G20-Gipfel will die Hamburger Polizei die umstrittene Öffentlichkeitsfahndung nach Randalierern und Plünderern auf andere Länder ausweiten. "Wir arbeiten derzeit daran, mit entsprechendem Bildmaterial auch im europäischen Ausland öffentlich zu fahnden", sagte Innensenator Andy Grote. Die Bilder sollen etwa in Spanien und Italien verbreitet werden, da aus diesen Ländern besonders viele militante Linksextremisten zum G20-Gipfel angereist waren. Die am 18. Dezember gestartete Foto-Fahndung in Deutschland sei erfolgreich. Nach Polizeiangaben wurden bisher 23 Verdächtige aufgespürt, nach denen mit Fotos gefahndet wurde. Während des Gipfels hatte es im Juli tagelang Krawalle gegeben. Trotz des Einsatzes von mehr als 20.000 Polizisten zündeten Randalierer zahlreiche Autos an und plünderten Geschäfte. Hunderte Polizisten wurden verletzt.
    Mehr als 900 eingeschlossene südafrikanische Bergleute gerettet:
    Mehr als 900 Bergarbeiter, die in einer südafrikanischen Goldmine festsaßen, sind gerettet worden. Sie seien am Morgen wieder sicher an die Erdoberfläche gebracht worden, teilten der Minenbetreiber Sibanye Gold und die Nationale Bergarbeitergewerkschaft NUM mit. Zuvor war die Stromversorgung in der Mine Beatrix wiederhergestellt worden, die in der Kleinstadt Theunissen knapp 300 Kilometer südwestlich von Johannesburg liegt. Wegen eines Stromausfalls nach einem Unwetter am Mittwochabend hatten die Fahrstühle stillgestanden, so dass 955 Kumpel nach Ende ihrer Schicht nicht nach oben fahren konnten. In dem Bergwerk wird Gold in einer Tiefe von bis zu 2200 Metern abgebaut. Das Bergbauunternehmen Sibanye-Stillwater gehört nach eigenen Angaben zu den zehn weltgrößten Goldproduzenten. Im Jahr 2016 wurden knapp über 10 Tonnen gefördert.
    Deutsche Bank schreibt 2017 halbe Milliarde Euro Verlust:
    Die Steuerreform in den USA hat der Deutschen Bank das dritte Jahr mit roten Zahlen in Folge eingebrockt. Wie Deutschlands größtes Geldhaus in Frankfurt am Main mitteilte, entstand im Vorjahr ein Verlust von einer halben Milliarde Euro. Ohne die Steuerbelastung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro, die im vierten Quartal verbucht wurde, hätte das Institut einen Gewinn von rund 900 Millionen Euro eingefahren. 2016 hatte unter anderem eine Milliardenstrafe in den USA für einen Jahresverlust von 1,4 Milliarden Euro gesorgt. 2015 musste Vorstandschef John Cryan sogar ein Minus von 6,7 Milliarden Euro melden - den höchsten Verlust in der bald 150-jährigen Geschichte der Bank.
    Lammert erhält Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden:
    Der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, lobte bei der Verleihung in Berlin Lammerts Engagement für Demokratie, seine eindrücklichen Worte zum Holocaust-Gedenken sowie sein Eintreten für die deutsch-israelische Freundschaft. Lammert zeichne sich durch "einen festen eigenen Standpunkt bei gleichzeitiger Offenheit für andere Haltungen sowie einen hohen Respekt vor anderen Religionen" aus. Die seit 1957 vom Zentralrat vergebene Auszeichnung, die an den Rabbiner Leo Baeck erinnert, ist mit 10.000 Euro dotiert.
    9 min
  • 01.02.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundesregierung tritt vor Europäischem Gerichtshof für Deniz Yücel ein:
    Die Bundesregierung hat sich mit einer Stellungnahme für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte weiter für den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel eingesetzt. Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, verweist die Regierung darauf, dass Yücel ausschließlich aufgrund seiner Berichterstattung inhaftiert worden sei. "Jede Unterdrückung von kritischer Berichterstattung ist mit unserem Verständnis von Pressefreiheit nicht vereinbar", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) der Zeitung. Nach Eingang der Stellungnahme kann der Gerichtshof eine öffentliche Anhörung zulassen oder in nicht öffentlicher Sitzung befinden. Maas argumentiert, dass die Türkei selbst in einem Notstandsfall nach dem gescheiterten Putschversuch von 2016 nicht unbegrenzt gegen die Grundrechte verstoßen dürfe, wie sie in der Europäischen Menschenrechtskonvention festgeschrieben seien.
    Umstrittenes Holocaust-Gesetz in Polen verabschiedet:
    Der polnische Senat hat das umstrittene Gesetz zum Umgang mit dem Holocaust verabschiedet. Das Oberhaus des Parlaments stimmte mehrheitlich für den Entwurf. Es gab 57 Ja- und 23 Nein-Stimmen, zwei Abgeordnete enthielten sich. Das Gesetz sieht Geldbußen oder bis zu dreijährige Haftstrafen für polnische Bürger oder Ausländer vor, falls diese die Todeslager der Nationalsozialisten als "polnische Lager" bezeichnen oder den polnischen Staat der Komplizenschaft mit den Nazis bezichtigen. Die israelische Regierung hat vehement gegen das Gesetz protestiert, auch das US-Außenministerium zeigte sich besorgt.
    Russland-Affäre: Streit um Veröffentlichung von Geheimpapier:
    Im Streit um die Ermittlungen in der Russland-Affäre gegen Mitglieder des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump hat sich die Bundespolizei FBI gegen die Republikaner gestellt. Das FBI veröffentlichte eine Erklärung, wonach es erhebliche Bedenken gegen die Veröffentlichung einer internen Ausschussnotiz habe. Diese Notiz war vom Vorsitzenden des Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses abgefasst worden. Die Republikaner wollen sie öffentlich machen. Berichten zufolge heißt es darin, dass die Bundespolizei bei den Ermittlungen gegen das Trump-Team ihre Kompetenzen überschritten hat. Das FBI spricht dagegen in seiner Erklärung davon, dass erhebliche Fakten weggelassen worden seien. Die Entscheidung über die Veröffentlichung muss nun der Präsident treffen, der angesichts der Arbeit von Sonderermittler Robert F. Mueller und einer möglichen Beeinflussung des Wahlkampfs durch Russland allerdings erheblich unter Druck steht.
    Spekulationen um Gesundheit von Silvio Berlusconi:
    In Italien hat der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi den Wahlkampf für seine Partei Forza Italia unterbrochen. Nach der Absage eines Auftritts in einer Fernsehsendung dementierte der 81-Jährige aber, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe. Nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung darf Berlusconi selber zwar keine politischen Ämter mehr bekleiden. Er gilt aber dessen ungeachtet als starker Mann der Mitte-Rechts-Allianz, die Umfragen zufolge bei der Parlamentswahl am 4. März stärkste Kraft werden könnte. Berlusconi, der sich vor zwei Jahren einer schweren Herz Operation unterziehen musste, erklärte in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Ansa, es gehe ihm "sehr gut" und er habe lediglich zwei Tage "pausiert".
    Britisches Unterhaus muss dringend saniert werden:
    Der traditionsreiche Westminster-Palace in London, eines der berühmtesten Parlamentsgebäude der Welt, muss saniert werden. Das Unterhaus stimmte mit 234 gegen 185 Stimmen für einen vorübergehenden Auszug aus den Räumlichkeiten, um Platz für die Handwerker zu schaffen. Das historische Gebäude hat keinen modernen Brandschutz, es kursieren Berichte über Mäusebefall und defekte Toilettenanlagen. "Diese Debatte hätte man eigentlich schon vor 40 Jahren führen müssen", sagte Parlamentsministerin Andrea Leadsom. Wann genau die Abgeordneten umziehen, ist noch unklar. Eine Untersuchungskommission soll nun Vorschläge machen und einen Zeitplan vorlegen. Der größte Teil der Westminster-Anlage stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Einige Teile sind aber deutlich älter. So wurde beispielsweise die Westminster Hall im Jahr 1099 erbaut.
    9 min
  • 31.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Präsident Trump hält an Guantanamo-Lager fest:
    US-Präsident Donald Trump will das Gefangenenlager Guantánamo weiter betreiben. Terroristen seien nicht bloß Kriminelle, sie seien feindliche Kämpfer, sagte Trump vor dem Kongress in seiner ersten Rede zur Lage der Nation. Zuvor hatte der Republikaner einen Erlass unterzeichnet, um die von seinem Vorgänger Barack Obama angeordnete Schließung des Lagers rückgängig zu machen. Der Präsident appellierte an die Bürger des Landes, politische und gesellschaftliche Differenzen zu überwinden. Alle sollten zusammen an dem Ziel arbeiten, ein "sicheres, starkes und stolzes Amerika" zu bauen. Er rief Republikaner und Demokraten zu einer überparteilichen Zusammenarbeit bei anstehenden Reformvorhaben auf. Konkret geht es vor allem um die Einwanderungsreform und eine Modernisierung der US-Infrastruktur.
    Palästinenser wollen nicht mit den USA reden:
    Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat schließt Gespräche mit der US-Regierung aus, solange Präsident Donald Trump seine Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels nicht rückgängig macht. Erekat sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Entscheidung Trumps sei Teil einer Entwicklung "von Verhandlungen zum Diktat". Mit Blick auf die Kürzung von Finanzhilfen warf Erekat den USA zudem mangelnden Respekt vor. Die US-Regierung hat die Zahlung von 65 Millionen Dollar an das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) auf Eis gelegt. Mit dem Geld könnten die Palästinenser nur rechnen, wenn sie sich wieder auf Friedensverhandlungen mit Israel einließen, bekräftigte Trump kürzlich.
    Frieden in Syrien nicht in Sicht:
    Auf Betreiben Russlands, des Irans und der Türkei haben internationale Delegierte in Sotschi darüber beraten, wie es nach sieben Jahren Bürgerkrieg in Syrien weitergehen soll. Das syrische Volk allein solle über die Zusammensetzung seiner Regierung entscheiden, heißt es in der Abschlusserklärung des Treffens in der russischen Stadt. Die Teilnehmer forderten, die territoriale Integrität des Landes zu wahren, und plädierten für "Grundprinzipien" wie einen "demokratischen Weg mit Wahlen". Der Name des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad taucht in der Erklärung nicht auf. Die Konferenz setzte zudem einen Ausschuss ein, der über Änderungen der syrischen Verfassung beraten soll. Die UN würden sich um die Zusammensetzung des Gremiums kümmern, sagte der UN-Syrien-Gesandte Staffan de Mistura. Die wichtigsten Oppositionsgruppen sowie westliche Staaten wie die USA, Großbritannien und Frankreich nahmen an dem Treffen nicht teil.
    May will in China "über alle Themen" reden:
    Die britische Premierministerin Theresa May ist zu einem Besuch in China eingetroffen. May will sich vor dem geplanten EU-Ausstieg Großbritanniens für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit der Volksrepublik einsetzen. Mit einer großen Delegation besuchte die Regierungschefin zunächst die Industriestadt Wuhan. Vor ihrem Abflug hatte sie erklärt, sie wolle die "goldene Ära" im Verhältnis zwischen dem Vereinigten Königreich und China "intensivieren". Die Tiefe der Beziehungen lasse auch zu, "offene Gespräche über alle Themen" zu führen. Mit Blick auf die ehemalige Kronkolonie Hongkong sagte May, die Zukunft des Prinzips "Ein Land, zwei Systeme" sei bedeutsam. Hongkong wurde 1997 an China zurückgegeben, das dort zunehmend die Meinungsfreiheit unterdrückt.
    Teile der Justizreform in Rumänien verfassungswidrig:
    Das rumänische Verfassungsgericht hat Teile der umstrittenen Justizreform für verfassungswidrig erklärt und die sozialdemokratische Regierung zu Nachbesserungen aufgefordert. Die Reform war Mitte Dezember trotz heftiger Proteste der Bevölkerung vom Unterhaus verabschiedet worden. Demnach soll die Antikorruptionsbehörde des Landes künftig nicht mehr gegen Verwaltungsbeamte ermitteln können. Die Kontrolle des Justizministeriums über die Staatsanwälte soll ausgeweitet werden. So soll die Regierung gegen Staatsanwälte und Richter vorgehen können, denen ein "Justizirrtum aufgrund von Arglist oder grober Fahrlässigkeit" vorgeworfen wird. Diesen zentralen Artikel der Reform bezeichneten die Richter als nicht verfassungsgemäß. Die Begriffe müssten genauer definiert werden, sagte der Präsident des Gerichts, Valer Dorneanu, in Bukarest.
    Bundespolizei nimmt Schleuser fest:
    Mit einem Großaufgebot ist die Polizei in mehreren Bundesländern gegen einen Schleuserring vorgegangen. Mehr als 200 Beamte durchsuchten Wohnungen und Geschäftsräume in Berlin, Sachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Wie die Bundespolizei mitteilte, wurden drei Männer festgenommen, zwei von ihnen in Berlin. Die Verdächtigen sollen im großen Stil Menschen mit Lastwagen über die Balkanroute, Polen und Tschechien nach Deutschland gebracht haben. Insgesamt seien 160 Migranten eingeschleust worden, berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk. Unter ihnen sollen auch zahlreiche Kinder gewesen sein.
    10 min
  • 30.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Volkswagen will Tierversuche für die Zukunft ausschließen:
    Nach Bekanntwerden des umstrittenen Diesel-Abgastests mit Affen in den USA hat Volkswagen angekündigt, auf Tierversuche gänzlich zu verzichten. So etwas dürfe nicht noch einmal passieren, sagte der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg der "Bild"-Zeitung. Der Konzern lässt nach seinen Worten prüfen, was nach den Versuchen mit den Affen geschehen ist und wie es ihnen heute geht. Zuvor hatte VW-Konzernchef Matthias Müller die Versuche, bei denen die Tiere gezielt Schadstoffen ausgesetzt worden waren, als falsch, unethisch und abstoßend verurteilt. Die Tests waren Teil einer Studie, die beweisen sollte, dass die Diesel-Schadstoffbelastung aufgrund moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat.
    Steinmeier besucht in Beirut Korvette "Magdeburg":
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in der libanesischen Hauptstadt Beirut deutsche Soldaten auf der Korvette "Magdeburg" besucht. Er dankte der Bundeswehr für ihren Einsatz im Rahmen der UN-Mission UNIFIL, für die etwa 150 deutsche Soldaten im Einsatz sind. Ihre Aufgabe ist die Sicherung der Seegrenze und die Bekämpfung des Waffenschmuggels. Auch die Ausbildung der libanesischen Marine gehört zur Mission. Bei politischen Gesprächen mit Regierungschef Saad Hariri und Parlamentspräsident Nabi Berri dürfte es erneut um die Spannungen in der Region und die Aufnahme syrischer Flüchtlinge gehen. In dem kleinen Land sind mehr als eine Million Menschen untergekommen, die vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen sind.
    USA wollen Flüchtlinge aus "Hochrisiko-Ländern" besonders überprüfen:
    Die USA haben die Einreisebestimmungen für Flüchtlinge aus elf sogenannten Hochrisiko-Ländern geändert. Wie das Heimatschutzministerium in Washington mitteilte, wurde der bislang verfügte pauschale Einreisestopp zwar aufgehoben. Stattdessen solle es aber verschärfte Überprüfungen geben. Flüchtlinge aus bestimmten Staaten würden zusätzlichen Screening-Maßnahmen unterzogen. Die Regierung müsse zwingend Kenntnis darüber haben, wer in die USA komme, hieß es. Der Schritt trifft offenbar Bürger aus Ägypten, Iran, Irak, Libyen, Mali, Nordkorea, Somalia, Südsudan, Sudan, Syrien und Yemen. Menschenrechts-Organisationen äußerten die Sorge, dass die neuen Überprüfungen dazu beitragen könnten, dass künftig keine Flüchtlinge aus diesen Ländern mehr in die USA kommen könnten. US-Präsident Donald Trump versucht seit seinem Amtsantritt vor rund einem Jahr, Einreisebeschränkungen zu erlassen.
    FBI-Vizechef McCabe wirft das Handtuch:
    FBI-Vizechef Andrew McCabe, der seit langem in der Schusslinie von US-Präsident Donald Trump stand, ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der 49-Jährige, der mehr als zwei Jahrzehnte lang für die Bundespolizei arbeitete, gilt als Vertrauter des im Mai gefeuerten FBI-Direktors James Comey. McCabe war in die Ermittlungen über eine mögliche Zusammenarbeit des Trump-Wahlkampflagers mit Russland involviert. Er hatte auch die Aufsicht über die Ermittlungen in der E-Mail-Affäre um Trumps Gegnerin im Präsidentschaftswahlkampf, Hillary Clinton. Diese führten, zum Ärger des US-Präsidenten, zu keiner Strafverfolgung. Trump stieß sich auch daran, dass sich McCabes Frau unlängst für die Demokraten um einen Sitz im Senat des Bundesstaates Virginia beworben hatte.
    Kolumbien setzt Gespräche mit ELN-Guerilla nach Anschlägen aus:
    Die Regierung in Kolumbien hat den vor einem Jahr begonnenen Friedensprozess mit der ELN-Guerilla ausgesetzt. Grund sind mehrere Anschläge der Rebellen auf Polizeistationen, bei denen am vergangenen Wochenende sieben Polizisten getötet und zahlreiche verletzt wurden. Präsident Juan Manuel Santos sagte, wenn die ELN an einer Fortsetzung der Verhandlungen interessiert sei, müsse sie Worte und Taten in Einklang bringen. Die Regierung in Kolumbien bemüht sich, mit der ELN-Guerilla einen ähnlichen Pakt zu schließen wie 2016 mit den FARC-Rebellen. Für seine Friedensbemühungen erhielt der Präsident damals den Friedensnobelpreis. Seit 1964 wurden in Kolumbien bei Kämpfen zwischen der Armee, linksgerichteten Guerillagruppen wie FARC und ELN sowie rechten Paramilitärs mehr als 260.000 Menschen getötet. Etwa sieben Millionen Menschen flohen vor der Gewalt, mehr als 60.000 weitere werden vermisst.
    Deutsche Bank zahlt weitere Millionenstrafe in den USA:
    Mit der Zahlung von 30 Millionen Dollar hat die Deutsche Bank einen Rechtsstreit mit den US-Behörden wegen des Vorwurfs der Manipulation von Edelmetallpreisen beigelegt. Nach Angaben der zuständigen Aufsichtsbehörde CFTC hatten Händler der Deutschen Bank von 2008 bis 2014 den Preis von Gold und anderen Edelmetallen mittels der sogenannten Spoofing-Methode beeinflusst. Dabei werden auf dem Terminmarkt Aufträge zum Kauf oder Verkauf platziert, die dann aber zurückgezogen werden. Einziges Ziel ist es, den Preis in die gewünschte Richtung zu lenken. Das "Spoofing" war in den USA 2009 verboten worden. Auch die Schweizer UBS und die britische HSBC-Bank praktizierten diese Methode. Sie stimmten ebenfalls Strafzahlungen zu. Die UBS zahlt 15 Millionen Dollar, die HSBC 1,6 Millionen Dollar.
    11 min

About Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

From the publisher's feed

B2 | Deutsch für Fortgeschrittene: Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

Best of Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Coffee Break German by Coffee Break Languages

Coffee Break German

1,463 Listeners

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen

98 Listeners

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen

126 Listeners

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen

37 Listeners

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen

75 Listeners

News in Slow German (Intermediate) by Linguistica 360

News in Slow German (Intermediate)

221 Listeners

Slow German by Annik Rubens

Slow German

451 Listeners

Auf Deutsch gesagt! by Robin Meinert

Auf Deutsch gesagt!

107 Listeners

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern by Cari, Manuel und das Team von Easy German

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

945 Listeners

Deutsch Podcast - Deutsch lernen by Deutsch-Podcast

Deutsch Podcast - Deutsch lernen

144 Listeners

Deutsch lernen durch Hören by www. einfachdeutschlernen.com

Deutsch lernen durch Hören

82 Listeners

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast by expertlygerman.com

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast

98 Listeners

German Stories - Learn German with Stories by german-stories.com

German Stories - Learn German with Stories

184 Listeners

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene by Patrick Thun und Jan Kruse

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene

47 Listeners

Slow German listening experience by Teja D.

Slow German listening experience

98 Listeners