Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 29.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.GroKo-Verhandler streiten über Migration:
    Die Verhandlungen von Union und SPD über eine Neuauflage der großen Koalition sind beim Thema Migration ins Stocken geraten. Nach Beratungen bis tief in die Nacht wurden die Gespräche vorerst vertagt. Eine Arbeitsgruppe soll im Laufe des Tages Lösungsmodelle erarbeiten. Einer der Streitpunkte bei den Verhandlungen ist die SPD-Forderung, die Sondierungseinigung beim Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus nachzuverhandeln. Die SPD will weitreichende Härtefall-Regelungen erreichen. CDU und CSU wollen verhindern, dass mehr Flüchtlinge ihre sogenannte Kernfamilie nachholen können. Dabei handelt es sich um Ehepartner sowie minderjährige Kinder beziehungsweise bei Minderjährigen um deren Eltern.
    UN-Generalsekretär: Migration kann auch positiv wirken:
    UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat mit Nachdruck auf die positiven Effekte freiwilliger Migration hingewiesen. Migration befeuere Wirtschaftswachstum, verringere Ungleichheit und verbinde unterschiedliche Gesellschaften, sagte der Portugiese vor rund 40 Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Das Ziel müsse sein, den Nutzen geregelter Migration zu maximieren und zugleich Missbrauch und Vorurteile auszumerzen. Guterres appellierte aber auch an die politischen Führungen in Afrika, in ihren Staaten bessere Lebensbedingungen zu schaffen, damit nicht weiterhin Tausende junge Menschen vor Armut und Konflikten die Flucht ergreifen. Der UN-Generalsekretär bezog sich damit auch auf die vielen Afrikaner, die sich oftmals unter erbärmlichsten Bedingungen zunächst nach Libyen durchschlugen, um dann die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer Richtung Europa zu wagen.
    Auto-Abgastests wohl auch an Menschen versucht:
    Zur Analyse von Autoabgasen sind nach einem Medienbericht auch Tests an Menschen unternommen worden. Der Autolobby-Forschungsverband der Konzerne VW, Daimler und BMW hat laut "Stuttgarter Zeitung" einen Versuch unterstützt, bei dem 25 Probanden mehrere Stunden lang Stickstoffdioxid (NO2) ausgesetzt wurden. Autoabgase gelten als wichtigste Quelle für das Reizgas. Das Experiment mit unterschiedlich starken Dosierungen sei an einem Institut am Universitätsklinikum Aachen durchgeführt worden, schreibt das Blatt. Die entsprechende Studie erschien 2016. Die Forschungsvereinigung (EUGT) wurde im Sommer 2017 aufgelöst. Sie war zuletzt wegen eines Abgas-Experiments mit Affen in den USA in die Kritik geraten.
    Kreml-Gegner Nawalny wieder freigelassen:
    Die russische Polizei hat den Oppositionspolitiker Alexej Nawalny wenige Stunden nach seiner Festnahme wieder freigelassen. Er müsse sich aber zur Verfügung halten, sagte Nawalnys Anwältin der Nachrichtenagentur TASS. Der 41-jährige Kreml-Kritiker war am Nachmittag auf dem Weg zu einer Demonstration gegen die für März geplante Präsidentenwahl im Zentrum von Moskau in Gewahrsam genommen worden. Nawalny wurde die Organisation einer nicht genehmigten Protestaktion vorgeworfen. Seinem Aufruf zum Protest folgten trotzdem Tausende Menschen. - Nawalny wurde zum vierten Mal seit 2017 festgenommen. Die russische Justiz hatte ihm verboten, bei der Präsidentenwahl zu kandidieren.
    Mehrere Tote bei Anschlag nahe Militärakademie in Kabul:
    Bei einem Überfall auf einen Militärposten in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind fünf Soldaten getötet worden. Zehn Menschen wurden verletzt, als schwer bewaffnete Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) eine Militäreinheit in der Nähe der großen Militärakademie Marshal Fahim im Westen der Stadt attackierten. Die Extremisten-Organisation "Islamischer Staat" reklamierte über ihren Nachrichtendienst Amak die Tat für sich. Nach Angaben des Ministeriums sprengten sich zwei der Angreifer in die Luft, zwei weitere wurden erschossen, ein fünfter festgenommen. Es war der dritte Anschlag in Kabul innerhalb von gut einer Woche.
    Bruno Mars räumt sechs Grammys ab:
    Der R&B- und Funk-Sänger Bruno Mars ist mit seinem Team bei der Grammyverleihung mit sechs der begehrten Trophäen ausgezeichnet worden. Mars gewann mit dem Titel "24K Magic" und dem gleichnamigen Album unter anderem Preise für das beste Album, die beste Aufnahme und das beste Lied des Jahres. Der siebenfach nominierte Rapper Kendrick Lamar nahm bei der Gala im New Yorker Madison Square Garden fünf Grammys mit nach Hause. Eine der begehrten Auszeichnungen ging auch nach Deutschland: Die Elektro-Veteranen Kraftwerk erhielten in der Sparte Dance-/Electronic-Album einen Grammy für "3-D The Catalogue", eine Sammlung von Audio- und Videoaufnahmen von Liveauftritten. Mit dem Preis für "3D" setzte sich die 1970 in Düsseldorf gegründete Band zum ersten Mal im direkten Wettbewerb gegen andere Grammy-Kandidaten durch. Verliehen wurde er bereits vor der Grammy-Gala.
    11 min
  • 27.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Holocaust-Gedenktag: Außenminister Gabriel "gegen das Vergessen":
    Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages hat Bundesaußenminister Sigmar Gabriel dazu aufgerufen, weltweit gegen Ausgrenzung, Hass und Antisemitismus einzutreten. Das sei der Auftrag, der aus dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus erwachse, sagte der Vizekanzler in Berlin. Kulturstaatsministerin Monika Grütters forderte mehr Aufklärung über den Nationalsozialismus angesichts der aktuellen antisemitischen und antiisraelischen Hetze in den Sozialen Medien und des Aufschwungs rechtspopulistischer Parteien. Der 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland offizieller Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und seit 2005 Internationaler Holocaust-Gedenktag. An diesem Tag war im Jahr 1945 das Konzentrationslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit worden. Am Holocaust-Gedenktag wird an die sechs Millionen ermordeten Juden sowie an die ermordeten Sinti und Roma, Zwangsarbeiter, Menschen mit Behinderungen und alle anderen NS-Opfer erinnert.
    Zahl der Fälle von sexueller Belästigung in der Bundeswehr drastisch gestiegen:
    Die Zahl der Fälle von sexueller Belästigung in der Bundeswehr ist im vergangenen Jahr drastisch gestiegen. Einem Bericht der Funke Mediengruppe zufolge wurden 234 Sexualstraftaten gemeldet. Darunter seien auch 14 Fälle von Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte den Anstieg der Zahlen auch damit, dass sich die Sensibilität erhöht habe, dass Verdachtsfälle vermehrt und früher gemeldet und Altfälle neu aufgerollt würden. Die Erstmeldungen von Übergriffen beträfen die gesamte Bandbreite von Belästigungen, vom Berühren an der Schulter oder eines bekleideten Oberschenkels bis hin zu Vergewaltigung, so der Sprecher.
    Grüne ändern für Robert Habeck die Satzung:
    Die Grünen haben durch eine Satzungsänderung dem schleswig-holsteinischen Umweltminister Robert Habeck die Kandidatur für den Parteivorsitz ermöglicht. Künftig wird Mitgliedern des Bundesvorstands eine achtmonatige Übergangsfrist gewährt, in der sie zusätzlich noch auf Landes- oder Bundesebene als Minister oder Fraktionsvorsitzende tätig sein dürfen. Der über seine Partei hinaus populäre Habeck hatte sich diese Frist erbeten, weil er nach eigenen Worten noch wichtige Projekte in Schleswig-Holstein beenden wolle, ehe er sich ganz dem Bundesvorsitz seiner Partei widmen könne. Der 48-Jährige war federführend an der Bildung einer Jamaika-Koalition im Kieler Landtag beteiligt. Außer Habeck bewerben sich die niedersächsische Fraktionschefin Anja Piel und die brandenburgische Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock um die Nachfolge der bisherigen Vorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir. Die Abstimmung ist für Samstagvormittag geplant.
    Tschechien wählt noch bis 14 Uhr:
    In Tschechien sind die Wahllokale noch bis 14 Uhr geöffnet. Rund 8,4 Millionen Menschen sind aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Umfragen sagen ein äußerst knappes Rennen zwischen dem Amtsinhaber und entschiedenen Zuwanderungsgegner Milos Zeman und dem liberalen Chemieprofessor und Politikneuling Jiri Drahos voraus. Mit dem Wahlergebnis wird am späten Nachmittag gerechnet, vorher werden auch keine Hochrechnungen veröffentlicht.
    US-Handelskommission kippt Strafzölle gegen Flugzeugbauer Bombardier:
    Die US-Handelskommission hat die Strafzölle gegen den kanadischen Flugzeughersteller Bombardier für unzulässig erklärt. Das Gremium zur Kontrolle unfairer Praktiken im internationalen Handel votierte einstimmig dafür, die Zölle von 300 Prozent auf die sogenannte "CSeries" von Bombardier wieder abzuschaffen. Es liege keine unrechtmäßige Subventionierung der Maschinen durch die kanadische Regierung vor, so die Kommission. Der US-Konkurrent Boeing hatte Bombardier vorgeworfen, die "CSeries" für rund 19 Millionen US-Dollar an amerikanische Fluggesellschaften zu verkaufen, obwohl die tatsächlichen Kosten bei über 33 Millionen Dollar pro Maschine lägen. Die Entscheidung ist auch eine Niederlage für US-Präsident Donald Trump und sein Handelsministerium. Sie hatten die Zölle im Dezember verhängt. Der Konflikt hatte zu Spannungen im Verhältnis der USA zu Kanada geführt.
    Offene Stellen vor allem bei der Zeitarbeit:
    Vollzeitstellen gibt es derzeit vor allem bei Leiharbeitsfirmen. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet von den rund 524.000 offenen Vollzeitstellen mehr als 216.000 der sogenannten Arbeitnehmerüberlassung zu. Damit ist fast jede zweite bei Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldete Vollzeitstelle ein Job in der Zeitarbeit. Keine andere Branche komme auf einen höheren Anteil, heißt es in einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl, aus der das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert. Die Zahlen stammen vom November.
    Frankfurt nach Bundesliga-Sieg gegen Mönchengladbach Tabellenzweiter:
    In der Fußball-Bundesliga hat Eintracht Frankfurt zum Auftakt des 20. Spieltags 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen. Durch den Sieg steht das Team von Trainer Niko Kovac vorübergehend auf Tabellenplatz zwei hinter Bayern München. Allerdings können Schalke, Leverkusen und Leipzig am Wochenende wieder an den Frankfurtern vorbeiziehen.
    9 min
  • 26.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Presse: Trump wollte Sonderermittler Mueller feuern:
    US-Präsident Donald Trump wollte laut Zeitungsberichten den Sonderermittler zur Russland-Affäre, Robert Mueller, entlassen. Ein Berater habe ihm aber davon abgeraten, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf vier anyonyme Quellen. Demnach gab Trump die Anordnung zur Entlassung Muellers im Juni 2017. Im Mai war der frühere FBI-Chef Mueller vom Justizministerium zum Sonderermittler ernannt worden. Mueller untersucht, ob es im US-Wahlkampf illegale Absprachen zwischen Trumps Team und der russischen Regierung gab und ob Trump später als Präsident versuchte, die Ermittlungen zu behindern. Laut "New York Times" riet Trumps Berater Don McGahn von Muellers Entlassung ab, weil dies einen "katastrophalen Effekt" auf Trumps Präsidentschaft haben würde. Auch die "Washington Post" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, dass Trump Mueller entlassen wollte und McGahn den US-Präsidenten davon abbrachte.
    Trump bietet Einwanderungsplan für "Dreamer" an:
    Im Streit um die Einwanderungspolitik bietet US-Präsident Donald Trump 1,8 Millionen illegal ins Land gekommenen jungen Einwanderern den Weg zur US-Staatsbürgerschaft an. Im Gegenzug fordert er vom Kongress 25 Milliarden Dollar für den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko. Das Weiße Haus stellte einen Plan vor, den Trump kommende Woche dem Kongress vorlegen will. Zudem soll die Green-Card-Lotterie zur Verlosung von Aufenthaltsgenehmigungen abgeschafft und die Einwanderung von Familien stark eingeschränkt werden.
    Start der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD:
    Vier Monate nach der Bundestagswahl beginnen CDU, CSU und SPD ihre Koalitionsverhandlungen in Berlin. Zunächst treffen sich die Parteivorsitzenden Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) im Konrad-Adenauer-Haus. Anschließend werden 15 Spitzenvertreter der drei Parteien in einer erweiterten Kerngruppe und später in Arbeitsgruppen zusammenkommen. Nach einer letzten internen Vorbesprechung der SPD stellte Parteichef Schulz einen zügigen Abschluss der Gespräche in Aussicht, mahnte aber zugleich Sorgfalt vor Schnelligkeit an. Das Ergebnis müsse am Ende "so starke sozialdemokratische Akzente" setzen, dass die SPD-Führung "mit gutem Gewissen" vor die Parteimitglieder treten könne. Die Union dringt darauf, dass bis Ostern eine Regierung stehen soll. Die Koalitionsverhandlungen sollten in zwei Wochen abgeschlossen sein.
    Kurden in Afrin rufen Assad-Armee zur Hilfe gegen Türkei:
    Die von der türkischen Armee angegriffenen Kurden in der nordsyrischen Enklave Afrin haben die Regierung in Damaskus zum Beistand aufgefordert. In einer auf der Internetseite der lokalen Verwaltung veröffentlichten Mitteilung heißt es, die kurdische Führung rufe den syrischen Staat auf, seinen Verpflichtungen nachzukommen und zudem die Grenze gegen Angriffe der türkischen Besatzer zu schützen. Seit sechs Tagen kämpfen türkische Streitkräfte in der Region um Afrin. Nach Angaben der türkischen Regierung ist das Ziel der Offensive, die kurdischen Milizen aus der Nähe der türkisch-syrischen Grenze zu vertreiben. Die Militäroffensive wird von den NATO-Verbündeten, allen voran den USA, scharf kritisiert. Nach US-Angaben verhandeln die USA und die Türkei über die Schaffung eines Sicherheitskorridors in der Region.
    Venezuela erklärt spanischen Botschafter zur "unerwünschten Person":
    Venezuela hat den spanischen Botschafter zur unerwünschten Person erklärt. Er müsse das Land in den kommenden Tagen verlassen, teilte die Regierung in Caracas mit. Damit reagiert das krisengeschüttelte Land auf die Sanktionen der Europäischen Union gegen hochrangige Vertreter der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolas Maduro. Die Entscheidung Botschafter Jesus Silva Fernandez zur "persona non grata" zu erklären, sei die Antwort auf die ständigen Aggressionen und wiederholten Einmischungen Spaniens in die inneren Angelegenheiten des Landes, heißt es in der Mitteilung weiter. Spanien gehört zu den Befürwortern der EU-Sanktionen.
    Viele Tote bei Krankenhausbrand in Südkorea:
    Bei einem Brand in einem Krankenhaus in Südkorea sind nach neuesten Angaben mindestens 37 Menschen ums Leben gekommen. Laut Nachrichtenagenturen wurden mehr als 70 weitere Personen verletzt. Das Feuer war in der Notaufnahme einer Klinik in der Stadt Miryang ausgebrochen. Die Ursache war zunächst unklar. Bei den Patienten handelt es sich vor allem um ältere Menschen. Erst vor einem Monat hatte eine schwere Brandkatastrophe Südkorea erschüttert. In einem Fitnessclub starben dabei 29 Menschen.
    9 min
  • 25.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump ruft Erdogan zu Zurückhaltung in Militäroffensive auf:
    US-Präsident Donald Trump hat den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan aufgefordert, den Militäreinsatz in der nordsyrischen Region Afrin zurückzufahren. In einem Telefonat mit Erdogan drängte Trump, dass die Türkei "deeskalierend" vorgehen und ihre Militäroperationen begrenzen solle, teilte das Weiße Haus mit. Zudem verlangte er demnach, dass die Türkei jegliche Operation vermeiden müsse, die "eine Konfrontation zwischen türkischen und amerikanischen Soldaten provozieren" könnte. Erdogan selbst forderte nach Mitteilung seines Amtes von den USA, Waffenlieferungen an die syrische Kurdenmiliz YPG einzustellen. Erdogan hatte angekündigt, die YPG auch im syrischen Manbidsch zu bekämpfen. Dort ist anders als in Afrin US-Militärpersonal stationiert. Die Türkei betrachtet die YPG als Schwesterorganisation der verbotenen PKK, die seit Jahrzehnten für Autonomie der Kurden kämpft. Die USA unterstützen allerdings die YPG im Kampf gegen den IS.
    UN-Sondergesandter für Syrien sieht Friedensgespräche an kritischem Punkt:
    In Wien findet die neunte Runde der Syrien-Friedensgespräche unter UN-Schirmherrschaft statt. Nach Ansicht des UN-Sondergesandten Staffan de Mistura sei dies ein - so wörtlich - "sehr kritischer Zeitpunkt". De Mistura zeigte sich trotzdem optimistisch, das sei in solchen Momenten die einzige Möglichkeit, sagte der UN-Diplomat. An den für zwei Tage angesetzten Gesprächen nähmen eine vollständige Delegation der syrischen Opposition und eine vollständige Delegation der Assad-Regierung teil. Frankreichs Außenminister Le Drian sagte derweil in Paris, dass es abgesehen von dem Treffen in Wien "keine Aussicht auf eine politische Lösung" gebe. Bei seiner Rede im französischen Parlament wies er außerdem auf die Verschlechterung der humanitären Lage in Afrin, Idlib und Ost-Ghuta hin. In Afrin haben türkische Truppen eine Offensive gegen kurdische Kämpfer gestartet. Nach der Gesprächsrunde in Wien ist für den 29. und 30. Januar eine weitere Syrien-Konferenz im russischen Sotschi vorgesehen. Russland ist ein enger Verbündeter von Syriens Machthaber Baschar al-Assad.
    Lange Haftstrafe für Brasiliens Ex-Präsident Lula:
    Brasiliens ehemaliger Präsident Luiz Inácio Lula da Silva soll wegen Korruption und Geldwäsche für zwölf Jahre und einen Monat ins Gefängnis. Das entschied ein Berufungsgericht in Porto Alegre. Mit seinem Urteil erhöhte es sogar die Strafe der ersten Instanz. Im Juli war Lula in erster Instanz zu neuneinhalb Jahren verurteilt worden. Mit dem Urteil könnte Lula nicht wie geplant im Oktober erneut für das Präsidentenamt kandidieren. Dennoch sagte er vor Anhängern in São Paulo, er werde wieder kandidieren. Er bleibt vorerst noch auf freiem Fuß und könnte versuchen, am Obersten Gerichtshof eine Revision zu erwirken. Aber nach zwei klaren und harten Urteilen wird ein Vermeiden der Haftstrafe unwahrscheinlich. Lula hatte das Land von 2003 bis 2010 regiert. In Umfragen für die kommende Wahl führt er.
    Lebenslange Haftstrafe für Teamarzt der US-Turnerinnen:
    Der ehemalige Teamarzt der US-Turnerinnen, Larry Nassar, kommt lebenslang hinter Gitter. Eine Richterin in Lansing im US-Bundesstaat Michigan verurteilte den 54-Jährigen, der über Jahre hinweg viele minderjährige Sportlerinnen sexuell missbraucht hatte, zu einer Haftstrafe von 40 bis 175 Jahren. Zuvor war er im Dezember wegen Besitzes von Kinderpornografie zu einer Haftstrafe von 60 Jahren verurteilt worden. Nassar hatte sich im Gerichtssaal bei seinen Opfern entschuldigt. Zu diesen gehören olympische Goldmedaillengewinnerinnen und viele Athletinnen an der Michigan State University, wo er gearbeitet hatte. Der Arzt wird von insgesamt mehr als 150 Frauen und Mädchen des Missbrauchs beschuldigt. Nassar war fast 30 Jahre lang der Mannschaftsarzt der US-Turnerinnen.
    Genetisch identisch: Chinesen klonen Affen:
    Chinesische Forscher haben erstmals Affen geklont. Die beiden Langschwanzmakaken kamen im Institut für Neurowissenschaften der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Shanghai zur Welt. Das teilten die Wissenschaftler mit. Die beiden Äffchen wurden Hua Hua und Zhong Zhong genannt und sind mittlerweile sechs und acht Wochen alt. Den Angaben zufolge wurden sie mit derselben Methode geklont, mit der vor 20 Jahren auch das Klonschaf Dolly erzeugt worden war. Dabei wird aus der Eizelle eines weiblichen Tiers der Zellkern mit dem Erbgut entnommen und durch Erbgut eines Spendertiers ersetzt. Der entstehende Klon ist mit dem Spendertier genetisch identisch. Nicht nur Dolly, sondern noch mehr als 20 andere Tierarten wurden mit dieser Methode geklont. Versuche mit Affen waren bisher gescheitert.
    10 min
  • 24.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Überfall auf Büro von Hilfsorganisation in Afghanistan:
    Bei einem Überfall auf das Büro einer der größten Hilfsorganisationen in Afghanistan sind den örtlichen Behörden zufolge mindestens elf Menschen verletzt worden. Die Angreifer hätten zunächst eine Autobombe vor einem Büro von Save the Children (Rettet die Kinder) gezündet, so ein Sprecher. Anschließend sei es zu Gefechten mit Sicherheitskräften gekommen. Berichte über Todesopfer gab es zunächst nicht. Auch wer die Angreifer waren, ist noch unklar. Dschalalabad ist die Hauptstadt der Provinz Nangarhar an der Grenze zu Pakistan. Die Region gilt als Hochburg der Extremistenmiliz "Islamischer Staat". Erst am Wochenende hatten die radikalislamischen Taliban ein großes Hotel in Kabul angegriffen und mindestens 22 Menschen getötet.
    Mehrere Tote bei Doppelanschlag in Libyen:
    Bei einem Doppelanschlag in der libyschen Stadt Bengasi wurden mindestens 27 Menschen getötet und rund 30 verletzt, einige von ihnen schwer. Aus Krankenhauskreisen hieß es, sie befänden sich in einem kritischen Zustand. In der Stadt im Osten des Landes seien kurz nacheinander zwei Bomben in der Nähe einer Moschee explodiert. Unter den Toten soll nach libyschen Medienberichten auch der Anführer einer lokalen Miliz sein. Zu dem Anschlag bekannte sich bisher niemand. In Bengasi begann 2011 der Aufstand gegen den damaligen Machthaber Muammar al-Gaddafi. Infolge des anschließenden Bürgerkrieges wurde die Stadt jahrelang heftig umkämpft. Im Sommer vergangenen Jahres übernahm der Militärführer Chalifa Haftar mit seinen Truppen die Kontrolle über die wichtige Hafenstadt.
    Neuer Prozess gegen entführten Vietnamesen:
    Kurz nach seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft steht ein mutmaßlich aus Berlin verschleppter Vietnamese in Hanoi erneut vor Gericht. Dem kommunistischen Ex-Funktionär Trinh Xuan Thanh wird zur Last gelegt, mehr als eine halbe Million Euro Schmiergeld angenommen zu haben. Im ersten Verfahren am Montag war Thanh wegen Korruption und Wirtschaftsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Auf die mögliche Forderung nach der Todesstrafe hatte die Staatsanwaltschaft verzichtet. Nun droht ihm erneut die Todesstrafe. Dies will die Bundesregierung unbedingt verhindern. Der Prozess in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Ausländische Medien sind nicht zugelassen. Der Fall belastet die Beziehungen zwischen Deutschland und Vietnam seit dem vergangenen Sommer massiv. Die Bundesregierung ist davon überzeugt, dass Thanh im Juli 2017 vom Geheimdienst des kommunistischen Landes mitten in Berlin entführt wurde. Vietnam behauptet, er sei freiwillig nach Hanoi gekommen und habe sich den Behörden gestellt.
    Cavusoglu: Türkische Offensive in Nordsyrien könnte ausgeweitet werden:
    Bei der türkischen Militäroffensive im Norden Syriens sind nach Angaben der Armee mindestens 260 Angehörige von Terrororganisationen getötet worden. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu kündigte in einem Fernsehinterview an, die Angriffe könnten auf Gebiete östlich des Euphrat ausgeweitet werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich in einem Telefonat mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan besorgt über die Militäroffensive. Macron habe zudem an die Notwendigkeit erinnert, gegen den sogenannten "Islamischen Staat" (IS) und Terrormilizen zu kämpfen, teilte der Pariser Élyséepalast mit. Auch US-Präsident Donald Trump will mit Erdogan telefonieren. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind seit dem Beginn der Offensive am Wochenende 5000 Menschen auf der Flucht.
    Brasiliens Ex-Präsident Lula droht lange Haft:
    In einem umstrittenen Korruptionsprozess entscheidet ein Berufungsgericht im brasilianischen Porto Alegre über eine langjährige Haftstrafe für Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Im Vorfeld gingen tausende Lula-Anhänger in Porto Alegre auf die Straße . Lulas Arbeiterpartei (PT) bringt seit Tagen Anhänger aus dem ganzen Land in hunderten Bussen nach Porto Alegre. Im Juli vergangenen Jahres war der 72-jährige Lula von dem Richter Sérgio Moro in Curitiba zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sollte das Gericht das Urteil vom vergangenen Jahr aufheben, kann Lula im Oktober womöglich zur Präsidentschaftswahl antreten. In den Umfragen liegt er derzeit in Führung.
    Angelique Kerber zieht ins Halbfinale von Melbourne ein:
    Die deutsche Tennisspielerin Angelique Kerber ist ins Halbfinale der Australian Open eingezogen. Sie besiegte US-Open-Finalistin Madison Keys aus den USA beim 6:1, 6:2 in nur 51 Minuten. Die 30-Jährige könnte nun ihren dritten Grand-Slam-Titel gewinnen. Im Halbfinale am Donnerstag spielt sie gegen die Weltranglistenerste Simona Halep aus Rumänien oder die an Position sechs gesetzte Tschechin Karolina Pliskova um den Einzug in das Finale. In der vergangenen Saison schied sie im Achtelfinale aus.
    11 min
  • 23.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Türkische Offensive in Syrien: UN verzichten auf Erklärung:
    Der UN-Sicherheitsrat hat über die türkische Offensive gegen Kurdenstellungen in Nordsyrien beraten, jedoch keine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Die Militäraktion sei "natürlich Teil der Diskussion gewesen", so der französische UN-Botschafter Delattre. Der Ruf nach Zurückhaltung der Türkei sei weitgehend geteilt worden, so Delattre weiter. Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, nahm nach Angaben aus Diplomatenkreisen nicht an den Beratungen teil. Der türkische Präsident Erdogan zeigte sich unterdessen entschlossen, die Offensive zum Abschluss zu führen. "Wir werden keinen Schritt zurückweichen", sagte Erdogan. Obwohl sich Russland und der Iran, die beide militärisch in Syrien vertreten sind, besorgt über das Vorgehen der Türkei zeigten, versicherte Erdogan, der Einsatz sei mit den "russischen Freunden" abgesprochen. Auch mit den USA habe Ankara gesprochen, sie aber "bei einigen Fragen nicht überzeugen" können.
    Haushaltssperre in den USA wird aufgehoben:
    Drei Tage nach Beginn der Haushaltssperre haben Republikaner und Demokraten einen Kompromiss gefunden, um den so genannten "Shutdown" wieder aufzuheben. Sowohl der Senat als auch das Repräsentantenhaus haben dem zugestimmt. Die Einigung sieht vor, dass Haushaltsgelder bis zum 8. Februar freigegeben werden und dass in dieser Zeit über Neuregelungen bei der Einwanderungspolitik verhandelt wird. Die Demokraten wollen erreichen, dass rund 700.000 Einwanderer, die als Minderjährige illegal ins Land kamen, ein dauerhaftes Bleiberecht bekommen. Die Republikaner verfügen nur über eine knappe und damit für Haushaltsangelegenheiten nicht ausreichende Mehrheit im Senat. Daher war eine Einigung mit den Demokraten erforderlich. Der "Shutdown" war eingetreten, nachdem eine Abstimmung im Senat am vergangenen Freitag für den vierten Übergangshaushalt in Folge gescheitert war. Durch die Haushaltssperre waren Behörden geschlossen und Beamte in Zwangsurlaub geschickt worden.
    Indiens Premier Modi eröffnet Weltwirtschaftsforum:
    Mit einer Rede des indischen Ministerpräsidenten Narendra Modi beginnt am Dienstagvormittag die Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Später steht auch eine Ansprache des kanadischen Regierungschefs Justin Trudeau auf dem Programm. Es ist das 48. Treffen dieser Art. Beim Weltwirtschaftsforum kommen in diesem Jahr mehr als 3000 Spitzenpolitiker und Topmanager sowie Vertreter internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft zusammen. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "Für eine gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt".
    SPD will Nachbesserungen:
    Die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union sind schon belastet, bevor sie begonnen haben. Nach dem knappen "Ja" der SPD auf dem Parteitag am Sonntag besteht die Partei jetzt auf Nachbesserungen gegenüber dem Sondierungspapier. In der Union hieß es dagegen erneut, das Ergebnispapier der Sondierungen bleibe Grundlage der Koalitionsverhandlungen. Wann genau die Verhandlungen über eine Neuauflage der Großen Koalition aufgenommen werden, ist unterdessen noch unklar. Die SPD braucht noch Zeit für parteiinterne Gespräche und will diese erst am Donnerstag führen. Bereits miteinander geredet haben die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD, Merkel, Seehofer und Schulz. Sie kamen am Montagabend für ein gut eineinhalbstündiges Gespräch zusammen. Nach der Runde hieß es, man habe gute und konstruktive Gespräche miteinander geführt.
    Vulkanausbruch löst Lawine in Japan aus:
    In Japan hat ein Vulkan Felsbrocken auf eine Seilbahngondel geschleudert und eine Schneelawine ausgelöst. Ein Soldat kam in den Schneemassen ums Leben, als er mit fünf Kameraden während einer Übung auf Skiern an dem Vulkan Kusatsu-Shirane unterwegs war. Durch die vom Gestein zertrümmerten Glasfenster der Seilbahngondel wurden mehrere Menschen verletzt, einige schwer, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. Auch auf den Philippinen rumort der Vulkan Mayon seit Tagen. Zuletzt spuckte er Lavafontänen und Dampfwolken aus. Aus Furcht vor einem gewaltigen Ausbruch haben rund 40.000 Menschen die Umgebung des Bergs verlassen. Der Mayon - etwa 330 Kilometer im Süden der Hauptstadt Manila - ist der aktivste Vulkan der Philippinen.
    9 min
  • 22.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Union und SPD erwarten schwierige Koalitionsverhandlungen:
    Nach dem knappen Votum des SPD-Sonderparteitags für Koalitionsverhandlungen mit der Union erwarten beide Seiten schwierige Gespräche, die möglichst bald beginnen sollen. Für Ärger bei CDU und CSU sorgt die SPD-Forderung, die vereinbarten Sondierungsergebnisse in der Arbeits-, Gesundheits- und Flüchtlingspolitik nachzubessern. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ vor Journalisten offen, ob aus ihrer Sicht noch Veränderungen möglich sind. Sie hatte zuletzt bekräftigt, die Eckpunkte seien nicht verhandelbar. SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles warnte ihre Partei vor zu hohen Erwartungen. Bereits an diesem Montagabend ist ein Treffen der Parteichefs Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) geplant. Dabei wollen sie organisatorische Fragen klären. Die Koalitionsverhandlungen sollen noch in dieser Woche beginnen. Erklärtes Ziel in der Union ist es, vor Ostern eine stabile Regierung zu haben. Allerdings sollen vorher noch die SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag abstimmen.
    In Berlin entführter Vietnamese zu lebenslanger Haft verurteilt:
    Der offensichtlich aus Deutschland entführte Geschäftsmann Trinh Xuan Thanh ist in Vietnam zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach zweiwöchigem Prozess entschied ein Gericht in der Hauptstadt Hanoi, dass sich der 52-Jährige sowohl der Korruption als auch mehrerer Wirtschaftsverbrechen schuldig gemacht habe. Auf die mögliche Forderung nach der Todesstrafe hatte die Staatsanwaltschaft verzichtet. Der Fall belastet die Beziehungen zwischen Deutschland und Vietnam massiv. Die Bundesregierung hatte zwei vietnamesische Diplomaten ausgewiesen, zudem den sogenannten strategischen Dialog mit dem südostasiatischen Land auf Eis gelegt. Bereits an diesem Mittwoch soll in Hanoi ein weiterer Korruptionsprozess gegen Thanh beginnen. Dabei droht dem ehemaligen Chef eines staatlichen Baukonzerns und kommunistischen Funktionär abermals die Todesstrafe. Seine deutsche Anwältin Petra Schlagenhauf sieht ihn als Opfer politischer Machenschaften.
    UN-Sicherheitsrat befasst sich am Montag mit der Lage in Syrien:
    Der UN-Sicherheitsrat befasst sich in einer Dringlichkeitssitzung mit der Lage in Syrien. Der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian teilte mit, dass Paris nach dem Beginn der Militäroperation der Türkei in Syrien das Treffen des Gremiums für Montag gefordert habe. Türkische Streitkräfte waren zuvor in die nordsyrische Provinz Afrin eingerückt, um von dort eine mit den USA verbündete Kurdenmiliz zu vertreiben. Ziel der Militäroperation ist nach den Worten von Ministerpräsident Binali Yildirim die Schaffung einer 30 Kilometer breiten Sicherheitszone. US-Verteidigungsminister Jim Mattis betonte, die türkische Regierung habe ihn vorab über die Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien informiert. Die Sicherheitsbedenken der Türkei nannte der Pentagon-Chef "legitim". Das Land sei "der einzige NATO-Staat mit einem aktiven Aufstand innerhalb seiner Grenzen", sagte er mit Blick auf die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK).
    Palästinenserführer will von EU volle diplomatische Anerkennung fordern:
    Bei seinen Beratungen mit den Außenministern der EU-Staaten in Brüssel an diesem Montag will Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die volle diplomatische Anerkennung Palästinas als Staat fordern. Dies kündigte der palästinensische Außenminister Riad al-Malki in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP an. Mit der diplomatischen Aufwertung der Palästinensergebiete könne die EU ihren Unmut über die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump unterstreichen, sagte al-Malki. Mit der Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin zu verlegen, hatte Trump im Dezember internationale Kritik auf sich gezogen und wütende Proteste in muslimischen Ländern provoziert. Auch die EU kritisiert die Entscheidung. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil der Stadt als Hauptstadt eines künftigen Staates.
    Oxfam prangert soziale Ungleichheit und Spaltung der Gesellschaft an:
    Das im vergangenen Jahr weltweit erwirtschaftete Vermögen ist einer Studie zufolge fast nur den Reichen zugute gekommen: Das wohlhabendste Prozent der Weltbevölkerung sicherte sich rund 82 Prozent des 2017 neu geschaffenen Reichtums, heißt es in einem Bericht, den die Entwicklungsorganisation Oxfam kurz vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos veröffentlicht. Die 3,7 Milliarden Menschen, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachten, hätten dagegen überhaupt nicht vom Vermögenswachstum profitiert. Die Zahl der Milliardäre sei angestiegen wie nie zuvor, auf jetzt 2043. Alle zwei Tage sei ein neuer hinzugekommen. "Der Milliardärs-Boom ist kein Zeichen einer florierenden Wirtschaft, sondern ein Symbol für das Scheitern der Wirtschaftsordnung", kritisierte Oxfam-Direktorin Winnie Byanyima. Ihre Organisation fordert, die Steuervermeidung von Konzernen und Superreichen zu stoppen, faire Einkommen für Frauen und Männer durchzusetzen und in Bildung und Gesundheit für alle zu investieren.
    11 min
  • 20.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Haushaltssperre in den USA:
    Am Jahrestag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump ist es zum Stillstand seiner Regierung gekommen. Die Bundesregierung erreichte ihre Schuldenobergrenze, wodurch eine automatische Ausgabensperre in Kraft trat, der sogenannte "Shutdown". Bemühungen im Senat, ein Übergangsgesetz zu verabschieden, scheiterten am Widerstand der Demokraten. Zehntausende Regierungsmitarbeiter müssen zu Hause bleiben und werden zumindest vorübergehend nicht bezahlt. Auch die Reise Trumps zum Weltwirtschaftsforum in Davos in der nächsten Woche ist fraglich geworden. Gleichwohl gehen die Bemühungen weiter, doch noch eine Einigung, wenn auch möglicherweise erst einmal für wenige Tage, zu finden.
    Merkel und Macron machen Pläne für ein besseres Europa:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron wollen bei der Reform der Europäischen Union aufs Tempo drücken. Bis März wolle man Vorstellungen zur Stärkung der EU vorlegen, sagte Merkel bei einem Besuch in Paris. Deutschland und Frankreich könnten und sollten dabei in vielen Fragen vorangehen. Konkret nannten die Kanzlerin und der Präsident die Außen-, Entwicklungs-, Verteidigungs-, Migrations- und Klimaschutzpolitik als Beispiele. Hier müsse die EU stärker gemeinsam agieren. Der französische Staatschef deutete an, dass er ein Ja der SPD zu Koalitionsgesprächen mit Merkels CDU begrüßen würde.
    SPD ringt vor dem Parteitag um Zustimmung zu Koalitionsverhandlungen:
    In der SPD bemühen sich führende Parteivertreter weiter um eine Zustimmung zu Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU. Am Sonntag wird ein Sonderparteitag in Bonn darüber entscheiden. Der neue SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte der "Bild"-Zeitung, er erwarte ein Ja der Mehrheit der Delegierten. SPD-Chef Martin Schulz warb laut der Deutschen Presse-Agentur in einem Rundschreiben per Mail für die Zustimmung zu seinem Sondierungsergebnis. Offensichtlich um parteiinterne Kritiker einer Neuauflage der "GroKo" milde zu stimmen, verständigten sich die großen SPD-Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Hessen auf einen gemeinsamen Antrag, in dem "substanzielle Verbesserungen" gegenüber dem Sondierungspapier von Union und SPD eingefordert werden.
    Wehrbeauftragter: Truppe bedingt abwehrbereit:
    Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Hans-Peter Bartels, hält die Bundeswehr als Ganzes derzeit für "nicht einsetzbar". Auch ein leicht steigender Etat ändere daran nichts, sagte Bartels dem Magazin "Focus". Während Auslandseinsätze mit kleinen Kontingenten gut liefen, sei die Bundeswehr "im Rahmen der kollektiven Verteidigung derzeit nicht einsetzbar". Mit Blick auf Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), sagte Bartels, in den vergangenen vier Jahren habe sich die Situation eher verschlechtert. Der SPD-Politiker lobte jedoch, von der Leyen habe viel für die Transparenz bei der Bundeswehr getan. Daher wisse man heute gut über die Defizite der Truppe Bescheid. Diese müssten allerdings rasch behoben werden.
    Streitigkeiten um AfD-Landesverband münden in Absetzung:
    Der Bundesvorstand der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) hat nach langen Streitigkeiten die Spitze des Landesverbandes in Niedersachsen entmachtet. Mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit sei beschlossen worden, den Vorstand des Landesverbandes in Hannover mit sofortiger Wirkung des Amtes zu entheben, teilte ein Parteisprecher mit. Der Landesvorstand hatte zuvor einen geplanten Sonderparteitag kurzfristig abgesagt. Dort sollte eigentlich über die Abwahl des umstrittenen Landeschefs Armin-Paul Hampel entschieden werden. Parteiinterne Gegner werfen dem ehemaligen Fernsehjournalisten unter anderem einen diktatorischen Führungsstil vor. Hampel ist auch Bundestagsabgeordneter und strebt als Vertreter der AfD in den Auswärtigen Ausschuss des Parlaments.
    Al-Sisi tritt erwartungsgemäß zur Präsidentenwahl in Ägypten an:
    In Ägypten hat Staatschef Abdel Fattah Al-Sisi seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl Ende März verkündet. Der 63-Jährige gab seine Entscheidung während einer im Fernsehen übertragenen Rede in Kairo bekannt. Der Ex-General gilt bei der Abstimmung als hoher Favorit. Er war vor vier Jahren mit rund 97 Prozent der Stimmen erstmals zum Präsidenten des nordafrikanischen Landes gewählt worden. 2013 stand Al-Sisi an der Spitze des Militärs, als die Armee den ersten freigewählten Präsidenten des Landes, den Islamisten Mohammed Mursi, stürzte. Seitdem geht Ägyptens Regierung hart gegen Islamisten und andere Gegner vor. Die Präsidentenwahl beginnt am 26. März und dauert drei Tage.
    8 min
  • 19.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Acht Tote nach Orkan in Deutschland:
    Nach der bundesweiten Einstellung des Fernverkehrs wegen des Wintersturms "Friederike" hat die Deutsche Bahn den Betrieb wieder aufgenommen. Die Fahrgäste müssen sich aber weiter auf "erhebliche Einschränkungen" einstellen, wie ein Sprecher mitteilte. Auch im Nahverkehr gibt es noch etliche Beeinträchtigungen. Besonders betroffen ist Nordrhein-Westfalen. "Friederike" war am Donnerstag mit großer Wucht über Deutschland gefegt. Bundesweit kamen mindestens acht Menschen ums Leben. Auch in den Nachbarländern sorgte der Sturm für Chaos. Auf Gleisen und Straßen ging nichts mehr, der Amsterdamer Flughafen Schiphol strich kurzzeitig alle Flüge. Zwei Männer kamen in den Niederlanden durch herabfallende Äste und umgestürzte Bäume ums Leben. In Belgien starb eine Autofahrerin.
    Prominenter Bürgerrechtsanwalt in Peking festgenommen:
    Nach Kritik an der chinesischen Führung ist der bekannte chinesische Bürgerrechtsanwalt Yu Wensheng festgenommen worden. Der 50-Jährige sei in Peking von der Polizei mit einem Sondereinsatzkommando vor seinem Haus abgefangen und mitgenommen worden, als er seinen Sohn zur Schule bringen wollte, berichtete seine Frau Xu Yan telefonisch der Deutschen Presse-Agentur. Am Donnerstag hatte er einen offenen Brief verbreitet, in dem er eine Reform der Verfassung forderte. Yu Wensheng galt als einer der wenigen kritischen chinesischen Anwälte, die noch auf freiem Fuß waren. Vor wenigen Tagen war ihm allerdings die Anwaltslizenz entzogen worden.
    Ehemann von Mesale Tolu festgenommen:
    Der Ehemann der deutschen Journalistin Mesale Tolu, Suat Corlu, ist nach Angaben der türkischen Partei ESP wieder festgenommen worden. Bei Polizei-Razzien in vier Provinzen, darunter Istanbul und Ankara, seien mindestens fünf Mitglieder der sozialistischen Partei ESP und der sozialistischen Jugendorganisation SGDF in Gewahrsam genommen worden, erklärte die Partei. Die in Istanbul lebende Tolu hatte sieben Monate in türkischer Untersuchungshaft gesessen und war kurz vor Weihnachten freigekommen. Sie darf das Land aber nicht verlassen. Ihr Prozess wird im April fortgesetzt. Ihr Mann war im vergangenen Jahr ebenfalls mehrere Monate in Haft.
    Venezuelas Opposition setzt Dialog mit Regierung aus:
    Mitglieder des venezolanischen Oppositionsbündnisses MUD haben die für diesen Donnerstag geplante Verhandlungsrunde mit Vertretern der Maduro-Regierung abgesagt. Zur Begründung hieß es, die Regierung unterstelle fälschlicherweise Oppositionspolitikern, sie hätten Verbindungen zu einer vor wenigen Tagen gewaltsam aufgelösten Gruppe von Aufständischen gehabt. Sicherheitskräfte hatten in der vorigen Woche das Versteck des Ex-Polizisten Óscar Pérez aufgespürt und ihn getötet. Er galt als einer der meistgesuchten "Staatsfeinde". Mehr als 20 ehemalige Staats- und Regierungschefs aus Lateinamerika und Europa verurteilten jetzt die Tötung von Pérez als "befohlenes Massaker" einer "Diktatur von Nicolas Maduro". Die EU will neue Sanktionen gegen Venezuela verhängen.
    Repräsentantenhaus billigt Maßnahme zur "Shutdown"-Vermeidung:
    Im Haushaltsstreit der USA hat das Repräsentantenhaus für eine Zwischenfinanzierung bis zum 16. Februar gestimmt, um einen sogenannten Shutdown zu verhindern. Käme es zu einer Etatsperre, müssten Ämter und Behörden aufgrund fehlender Finanzmittel geschlossen bleiben. Das Gesetz muss nun noch den Senat passieren. Dort könnten die oppositionellen Demokraten die Maßnahme blockieren. Die Republikaner stellen zwar in beiden Kammern die Mehrheit, im Oberhaus sind sie aber auf die Stimmen einiger demokratischer Parlamentarier angewiesen. Die Demokraten verlangen unter anderem, dass das Verteidigungsbudget nicht überproportional im Verhältnis zu anderen Etats angehoben wird. Zuletzt hatte 2013 der Budgetstreit zum "Government Shutdown" geführt. Weite Teile der Bundesverwaltung ruhten 16 Tage lang.
    8 min
  • 18.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump erhebt Vorwürfe gegen Russland wegen Nordkorea:
    US-Präsident Donald Trump hat die russische Regierung wegen ihrer Haltung im Nordkorea-Konflikt scharf attackiert. Russland helfe Nordkorea dabei, die internationalen Sanktionen zu unterlaufen, sagte Trump der Nachrichtenagentur Reuters. Der Beitrag, den China zur Isolation Nordkoreas leiste, werde durch das Verhalten der Regierung in Moskau wieder aufgehoben. Nordkorea komme seinem Ziel, die USA mit Atomwaffen anzugreifen, immer näher, warnte Trump. Bei einer Konferenz in Kanada hatten die USA und mehrere Verbündete am Dienstag über den Nordkorea-Konflikt und die konsequente Durchsetzung von Sanktionen gegen das isolierte Land beraten. China und Russland, die wichtigsten Handelspartner Nordkoreas, waren nicht dabei.
    Britisches Unterhaus verabschiedet EU-Austrittsgesetz:
    Nach zähen Verhandlungen hat das britische Unterhaus das Gesetz zum Brexit verabschiedet. Mit 324 zu 295 Stimmen beschloss die Kammer, dass der EU-Beitritt rückgängig gemacht und die EU-Gesetzgebung in britisches Recht überführt werden soll. Dem EU-Austrittsgesetz muss noch das eher EU-freundliche Oberhaus zustimmen. Großbritannien will Ende März 2019 die Europäischen Union verlassen. Eine knappe Mehrheit der Briten hatte im Juni 2016 für einen Austritt aus der EU gestimmt. Mittlerweile ist aber die Skepsis beim Thema Brexit in Großbritannien gewachsen. Vor zwei Tagen hatte EU-Ratspräsident Donald Tusk erklärt, den Briten stünden in der EU die Türen weiter offen. Die Regierung von Premierministerin Theresa May erteilte Tusks Angebot aber eine klare Absage.
    Franziskus prangert in Chile Unterdrückung der Mapuche an:
    Papst Franziskus hat in Chile die Unterdrückung und Ausgrenzung der indigenen Mapuche angeprangert. An der Messe in Temuco, 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile, nahmen 23 Vertreter von Mapuche-Gemeinden in Chile und Argentinien teil. Mit rund 200.000 Menschen kamen weit weniger Besucher zu dem Gottesdienst als erwartet. In Chile leben rund 1,3 Millionen Mapuche, das entspricht neun Prozent der Bevölkerung. Sie fordern seit Jahrzehnten die Rückgabe von Ländereien im Süden des Landes. Nur wenige Stunden vor der Ankunft des Papstes waren mehrere Brandanschläge verübt worden, darunter auch auf eine Kirche. An den Tatorten wurden Flugblätter von Mapuche-Aktivisten gefunden. Franziskus kritisierte bei der Messe die Gewalt. Allerdings führten auch nie umgesetzte Vereinbarungen zu Gewalt, weil sie Hoffnung zerstörten. An diesem Donnerstag reist der Papst weiter nach Peru.
    Chinas Wirtschaft wächst 2017 um 6,9 Prozent:
    Die chinesische Wirtschaft ist 2017 um 6,9 Prozent gewachsen. Damit hat sich das Wachstum in der Volksrepublik erstmals seit 2010 wieder beschleunigt. Ökonomen werteten die Angaben des Statistikamts in Peking als positives Zeichen, warnten aber auch vor Risiken wie hohen Unternehmensschulden und einem möglichen Handelsstreit mit den USA. Laut Beobachtern gibt China für 2018 dasselbe Wachstumsziel wie im Vorjahr aus. Dieses soll demnach weiter bei rund 6,5 Prozent liegen. Investoren aus aller Welt blicken stets mit großem Interesse auf die Pekinger Vorgaben, da sich China in den vergangenen Jahren als Zugpferd der Weltwirtschaft erwiesen hat.
    Ölteppiche breiten sich nach Untergang der "Sanchi" aus:
    Nach dem Tankerunglück vor der Ostküste Chinas hat sich das austretende Öl weiter ausgebreitet. Laut der chinesischen Meeresbehörde handelt es sich um vier Ölteppiche auf einer Fläche von insgesamt über 100 Quadratkilometern. Zu Beginn der Woche war noch von zwei Ölteppichen die Rede. Der iranische Öltanker "Sanchi" war am 6. Januar auf hoher See mit einem chinesischen Frachter zusammengestoßen und in Brand geraten. Die 32 Besatzungsmitglieder kamen vermutlich ums Leben. Nach mehreren Explosionen sank die "Sanchi" am Sonntag. Die chinesischen Behörden wollen das Wrack mit Unterwasser-Robotern untersuchen. Die "Sanchi" hatte 136.000 Tonnen Öl geladen. Kurz nach dem Unglück hatten die chinesischen Behörden noch beteuert, dass die Umweltauswirkungen durch das austretende Öl begrenzt seien.
    9 min

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