Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 05.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Apple will Sicherheitslücken mit Software-Update schließen:
    Von den bekanntgewordenen Sicherheitslücken auf IT-Chips sind auch Apple-Geräte betroffen. Ein Software-Update für den eigenen Internet-Browser Safari solle diese Einfallstore für Hacker in Kürze schließen, teilte der US-Konzern mit. Es werde in den nächsten Tagen bereitgestellt. Das Update soll die Schwachstelle mit dem Namen "Spectre" auf Mikroprozessoren von Intel, AMD und ARM beheben, mit der über Internet-Browser sensible Daten gestohlen werden könnten. Vor der zweiten Sicherheitslücke, die nur Intel-Chips betrifft, seien die Apple-Geräte nach den jüngsten Updates bereits geschützt. Experten hatten zuvor zwei Schwachstellen auf Mikroprozessoren entdeckt. Neben "Spectre" betrifft die Sicherheitslücke namens "Meltdown" den Angaben zufolge nur Chips des Branchenführers Intel.
    Nordkorea nimmt Gesprächsangebot des Südens an:
    Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas das Angebot für ein erstes Treffen von Regierungsvertretern beider Seiten seit rund zwei Jahren angenommen. Bei den Gesprächen am 9. Januar solle es unter anderem um die Teilnahme einer nordkoreanischen Delegation an den olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar gehen, teilte das Ministerium für Wiedervereinigung in Seoul mit. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache der südkoreanischen Regierung überraschend ein Gesprächsangebot gemacht und auch die Teilnahme an den Winterspielen in Aussicht gestellt.
    USA verschärfen Sanktionen gegen Iran:
    Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat neue Sanktionen gegen fünf iranische Organisationen verhängt, denen sie eine Beteiligung am Raketenprogramm des Landes vorwirft. Das teilte das US-Finanzministerium in Washington mit. Die Strafmaßnahmen seien gegen wichtige Akteure des iranischen Raketenprogrammes gerichtet, erklärte Finanzminister Steven Mnuchin. Er bekräftigte, dass die neuen Sanktionen nicht im Zusammenhang mit den derzeitigen Protesten in Iran stünden. Gleichzeitig kündigte er weitere Sanktionen wegen Menschenrechtsrechtsverletzungen an. Außerdem beantragten die USA eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats wegen der aktuellen Entwicklung in der Islamischen Republik.
    Perus Ex-Präsident Fujimori ist frei:
    Der frühere peruanische Staatschef Alberto Fujimori ist nach seiner Begnadigung aus der Haft entlassen worden. Er konnte ein Krankenhaus in Lima, in dem er wegen Herzproblemen behandelt wurde, als freier Mann verlassen. Fujimori wurde wegen Menschenrechtsverletzungen, Bestechung und des Einsatzes von Todesschwadronen zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt. Seine Begnadigung durch Präsident Pedro Pablo Kuczynski ist umstritten und löste Protestkundgebungen im Inland und heftige Kritik auch im Ausland aus.
    Trump-Regierung plant Ölbohrungen vor fast der gesamten US-Küste:
    US-Präsident Donald Trump will die Offshore-Bohrungen nach Öl und Gas vor nahezu allen US-Küsten erlauben. Zum ersten Mal seit mehr als drei Jahrzehnten sollen auch vor Kalifornien neue Bohrlizenzen vergeben werden. Auch geschützte Areale im Atlantik und der Arktis sind betroffen. Mehr Arbeitsplätze, wirtschaftliche Sicherheit und Milliardeninvestitionen, mit diesen Argumenten preist US-Innenminister Ryan Zinke den Regierungsplan an. Er sei Teil der von Präsident Trump ausgegebenen Leitlinie "America First". Es handele sich um einen Entwurf, noch sei nichts endgültig beschlossen, erklärte Zinke ergänzend. Kritiker, auch aus den Reihen der Republikaner, reagierten entsetzt. Die Umweltorganisation Sierra Club warf der Regierung vor, mehr auf die Industriellen zu hören, die ihnen den Wahlkampf finanziert hätten, als auf die Bürger.
    Elf Tote bei Selbstmordanschlag in Kabul:
    Bei einem Anschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind nach neuen Angaben mindestens elf Menschen getötet worden. Nach Agenturberichten sprengte sich ein Selbstmordattentäter in der Nähe einer Demonstration und unmittelbar neben einer Gruppe von Sicherheitskräften in die Luft. Offenbar gab es auch Opfer bei den Teilnehmern der Kundgebung. Die Demonstranten protestierten gegen den Tod eines Ladenbesitzers bei einer Razzia der Polizei gegen Alkohol- und Drogenschmuggel. Der Attentäter soll mit einer Polizei- oder Armeeuniform getarnt in das Zentrum von Kabul gelangt sein und dort seinen Sprengsatz gezündet haben. Inzwischen behauptete die IS-Terrormiliz über die ihr nahestehende Agentur Amaq, hinter dem Anschlag zu stecken.
    9 min
  • 04.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neue Sicherheitslücken gefährden Computer und Smartphones weltweit:
    In Computerchips von Milliarden Geräten ist eine Sicherheitslücke entdeckt worden, durch die Angreifer an vertrauliche Daten kommen könnten. Forscher demonstrierten, dass es möglich sei, sich Zugang zum Beispiel zu Passwörtern oder Informationen aus Programmen zu verschaffen. Der Branchenriese Intel erklärte, es werde gemeinsam mit anderen Firmen an einer Lösung gearbeitet, bezweifelte aber zugleich, dass die Schwachstelle bereits ausgenutzt worden sei. Der Intel-Konkurrent AMD, der von den Entdeckern der Sicherheitslücke ebenfalls genannt wurde, bestritt, dass seine Prozessoren betroffen seien. Der Chipdesigner ARM, dessen Prozessor-Architektur in Smartphones dominiert, bestätigte, dass einige seiner Produkte anfällig dafür seien.
    UN-Generalsekretär fordert Ende der Gewalt im Iran:
    Der UN-Generalsekretär hat ein Ende der Gewalt im Iran gefordert. Er beobachte die jüngsten Entwicklungen mit Sorge, erklärte Antonio Guterres. An die Regierung in Teheran appellierte er, die Versammlungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung zu achten. Gleichzeitig forderte Guterres die Demonstranten auf, sich bei ihren Protesten friedlich zu verhalten. Irans Regierung hat sich unterdessen wegen der Unterstützung der USA für die regierungskritischen Demonstrationen bei den UN beschwert. In einem an den Sicherheitsrat und den Generalsekretär adressierten Schreiben warf Teheran der US-Regierung vor, sich in die internen Angelegenheiten des Landes einzumischen. Die US-Regierung habe Demonstranten ermutigt, auf die Straße zu gehen, um die Regierung zu stürzen.
    Ex-Chefstratege Bannon hat laut Trump den "Verstand verloren":
    US-Präsident Donald Trump schlägt kurz nach Bekanntwerden brisanter Äußerungen des früheren Chef-Strategen Steve Bannon über den ältesten Trump-Sohn verbal zurück. Bannon habe nichts mit ihm oder seiner Präsidentschaft zu tun, gab Trump über die Pressestelle des Weißen Hauses bekannt. Als Bannon von ihm gefeuert wurde, habe er nicht nur seinen Job verloren, sondern auch seinen Verstand. Trump reagierte mit der Presseerklärung offenbar auf Zitate des Rechtsaußen-Ideologen Bannon, die in einem in Kürze erscheinenden Buch des Journalisten Michael Wolff auftauchen. Darin bezeichnet Bannon die Russland-Kontakte von Trumps Sohn Donald jr. und Schwiegersohn Jared Kushner während des Präsidentschaftswahlkampfes 2016 als Verrat und unpatriotisch. Bannon galt als Rechts-Außen-Architekt der nationalistisch ausgerichteten Wahlkampfkampagne Trumps.
    Außenminister Gabriel will Friedensprozess in Ukraine voranbringen:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat sich bei einem Besuch in Kiew dafür ausgesprochen, dass in die Konfliktregion in der Ostukraine eine bewaffnete Friedensmission der Vereinten Nationen entsandt wird. Seine Vorstellungen über den Umfang und die Befugnisse der UN-Truppe gehen weit über Wünsche von Russlands Präsident Wladimir Putin hinaus. Gabriel möchte eine bewaffnete und robuste UN-Mission, die dazu in der Lage ist, einen Waffenstillstand zu sichern. Nach einem Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen Pawel Klimkin erklärte Gabriel, dass er schon bald mit Russland und anderen Staaten die Bedingungen für solche UN-Truppen aushandeln möchte. Dass Verhandlungen darüber erst nach der russischen Präsidentschaftswahl Mitte März stattfinden sollen, hält er für inakzeptabel.
    Petrobras will US-Klage mit Milliarden-Vergleich beilegen:
    Brasiliens staatlicher Ölkonzern Petrobras will mit einem Vergleich in Milliardenhöhe einem Gerichtsverfahren in den USA entgehen. In einem Korruptionsverfahren hat sich Petrobras dazu verpflichtet, US-Klägern fast drei Milliarden Dollar zu zahlen. Der Vergleich sei jedoch kein Schuldeingeständnis, teilte das Unternehmen mit. Staatsanwälte in Brasilien werfen früheren Petrobras-Managern vor, über Jahre hinweg mehr als zwei Milliarden Dollar Schmiergeld angenommen zu haben. Wegen des Skandals war der Aktienkurs von Petrobras eingebrochen. Anleger hatten in den USA eine Sammelklage eingereicht, weil sie nach eigener Darstellung wegen des Korruptionsskandals Geld verloren hatten. Der Vergleich muss von einem Gericht in New York noch genehmigt werden.
    Macron kündigt Gesetz gegen "Fake News" an:
    Der französische Präsident Emmanuel Macron hat ein Gesetz gegen Plattformen angekündigt, die gezielt Falschmeldungen verbreiten. Es könne nicht angehen, dass Propaganda über tausende von Konten in sozialen Netzwerken verbreitet wird, darunter Lügenmärchen, die Politiker, Prominente oder Journalisten in den Schmutz ziehen, sagte er in seiner Neujahrsansprache an die Presse. Hinter "Fake News" stecke eine Strategie, die darauf abziele, das Vertrauen in die Demokratie zu untergraben, kritisierte Macron. Sein geplanter Gesetzentwurf sieht vor, dass künftig offengelegt werden muss, wer die Sponsoren medialer Inhalte und ihre Hintermänner sind. Im Fall der Verbreitung von "Fake News" soll es möglich sein, ein Gericht in einem vereinfachten Eilverfahren einzuschalten. Dieses könne den Zugang zu den entsprechenden Webseiten sperren lassen, sagte Macron.
    10 min
  • 03.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Pjöngjang will direkt mit Südkorea kommunizieren:
    Nordkorea will einen grenzüberschreitenden Kommunikationskanal zu seinem südlichen Nachbarn wieder öffnen. Die Leitung solle an diesem Mittwoch wiederhergestellt werden, teilte das Vereinigungsministerium in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul mit. Es beruft sich dabei auf den staatlichen Rundfunk Nordkoreas. Eine Ministeriumssprecherin sagte, beide Länder hätten infolge der Spannungen seit 2016 nicht mehr über die Telefonleitung miteinander geredet. Nach einem Gesprächsangebot des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un vom Montag hatte Südkorea hochrangige Regierungsgespräche in der kommenden Woche vorgeschlagen. Die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley warnte Nordkorea derweil vor einem weiteren Raketentest, der möglicherweise geplant sei. In diesem Fall würden die USA noch härtere Maßnahmen gegen Pjöngjang ergreifen. Die Vereinigten Staaten würden niemals eine Atommacht Nordkorea akzeptieren, erklärte Haley.
    USA fordern Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage im Iran:
    Die USA wollen eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage im Iran beantragen. Auch der UN-Menschenrechtsrat in Genf müsse sich in den kommenden Tagen mit den anhaltenden Unruhen befassen, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, in New York. Die internationale Gemeinschaft müsse den Ruf der Iraner nach Freiheit unterstützen. Die Vorwürfe der iranischen Staatsführung, welche die USA und andere ausländische "Feinde" für die Proteste verantwortlich macht, wies Haley als "vollständigen Unsinn" zurück. Die Proteste hatten am Donnerstag begonnen und sich zunächst vor allem gegen wirtschaftliche Missstände im Iran gerichtet. Inzwischen zielt die Kritik auch gegen die iranische Führung. Bislang wurden mindestens 21 Menschen getötet. Hunderte Menschen wurden festgenommen.
    Trump droht mit Stopp der Hilfen für Palästinenser:
    US-Präsident Donald Trump hat im Kurznachrichtendienst Twitter indirekt mit einem Stopp von Hilfszahlungen an die Palästinenser gedroht, falls diese nicht zu Friedensverhandlungen mit Israel bereit sind. Anfang Dezember hatte Trump mit der jahrzehntelangen US-Politik gebrochen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Die Palästinenser beanspruchen den Ostteil von Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen Palästinenserstaates. Mit seiner Entscheidung hatte Trump gewaltsame Proteste in der muslimischen Welt provoziert. Die Palästinenser wollen die USA nicht mehr als Vermittler bei etwaigen Friedensverhandlungen akzeptieren. Derzeit erhalten sie von den USA jährliche Finanzhilfen von mehr als 300 Millionen Dollar (250 Millionen Euro).
    USA stoppen Hilfszahlungen an Pakistan:
    Die USA erhöhen den Druck auf Pakistan, um das Land zu einem härteren Vorgehen gegen Terroristen zu bewegen. UN-Botschafterin Nikki Haley sagte, die USA hielten 255 Millionen Dollar an Hilfsgeldern zurück, weil Pakistan mit Amerika bei der Terrorismusbekämpfung nicht vollständig kooperiere. Pakistan habe seit Jahren ein doppeltes Spiel betrieben, so die US-Gesandte. Zwar arbeite das Land mit den USA gelegentlich zusammen. Aber es gewähre den Terroristen, die US-Soldaten in Afghanistan angriffen, auch Unterschlupf. Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders drohte mit weiteren Maßnahmen. Konkreter äußerte sie sich dazu allerdings nicht. Die pakistanische Regierung hatte nach harscher Kritik von Präsident Donald Trump den Botschafter der USA einbestellt. Pakistans Außenminister Khawaja Asif wies Trumps Vorwürfe, Pakistan biete Terroristen Unterschlupf, zurück.
    Sieben Tote bei Luftangriffen in Syrien - Museum teils zerstört:
    Bei Luftangriffen auf die von Rebellen kontrollierte Nordwestprovinz Idlib in Syrien sind mindestens sieben Zivilisten in der Stadt Chan Subul getötet worden, darunter fünf Kinder. Das teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. In Maaret al-Nouman sei zudem das Chan-Murad-Pascha-Museum teilweise zerstört worden. Das Museum habe in den Jahren 2011 und 2012 als Hauptquartier für die Regierungstruppen gedient, die viele Exponate gestohlen hätten. Später sei es in die Hände der Rebellen gefallen, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Deutschen Presse-Agentur. Heute gebe es in dem Museum nur noch Statuen, die schwer zu bewegen seien. Idlib ist die einzige Provinz in Syrien, die noch von Rebellen kontrolliert wird. Kampfflieger der Regierung und Russlands hatten im vergangenen Monat ihre Angriffe auf den Nordwesten des Landes intensiviert.
    Mindestens 48 Tote bei Busunglück in Peru:
    Bei einem schweren Busunglück in Peru sind mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen. Ein Lastwagen sei auf einer Landstraße in der Provinz Huaral auf den Bus aufgefahren und haben ihn von der Fahrbahn abgebracht, sagte Polizeichef Dino Escudero der amtlichen Nachrichtenagentur Andina. Der Bus stürzte daraufhin an der Steilküste ab und blieb am Strand liegen. Mehrere Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Zahl der Todesopfer könne noch weiter steigen, sagte Escudero. Etwa 55 Passagiere waren zum Unfallzeitpunkt in dem Bus unterwegs. Das Unglück ereignete sich in einem gefährlichen Abschnitt der Landstraße, der Teufelskurve genannt wird. In Peru kommt es immer wieder zu schweren Busunfällen. Ende Oktober waren bei einem Unfall in dem Land auch vier deutsche Studenten ums Leben gekommen.
    11 min
  • 02.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Staatsfernsehen: Weitere neun Tote bei Protesten im Iran:
    Bei den Protesten im Iran soll es nach Angaben des staatlichen Fernsehens Irib weitere neun Tote gegeben haben. Es war jedoch zunächst unklar, ob es sich um Demonstranten, Polizisten oder Revolutionswächter handelte. Irib hatte zuvor berichtet, dass in der Nacht ein Revolutionswächter der Stadt Nadschafabad im Zentraliran von Demonstranten erschossen worden sei. Die Revolutionswächter sind Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden, einer paramilitärischen Organisation zum Schutz des Systems. Bis zum Montag starben nach Angaben des Staatsfernsehens mindestens zehn Demonstranten. In sozialen Netzwerken wird behauptet, dass in zahlreichen Städten die iranische Polizei auf Kundgebungsteilnehmer schieße. ­Die Proteste hatten am Donnerstag begonnen. Sie richteten sich zunächst gegen die Wirtschafts- und Außenpolitik der Regierung, wurden aber zunehmend systemkritisch. Am Samstag griffen die Proteste auch auf die Hauptstadt Teheran über.
    Südkorea bietet Nordkorea Gespräche auf hoher Ebene an:
    Südkorea hat Nordkorea für kommende Woche Gespräche auf hoher Ebene angeboten. Als Termin sei der Führung in Pjöngjang der 9. Januar vorgeschlagen worden, sagte Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon in Seoul. Dabei könne über eine mögliche Beteiligung Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang gesprochen werden, aber auch über andere Themen zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen, sagte Cho. In seiner Neujahrsansprache hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zwar erneut mit einem Einsatz von Atomwaffen gedroht, zugleich aber angedeutet, dass sein Land eine Delegation zu den Winterspielen entsenden könnte. Das wurde als Geste der Dialogbereitschaft interpretiert. Auch der südkoreanische Präsident Moon Jae In begrüßte die Ausführungen Kims. Verbesserungen der Beziehungen zwischen beiden Ländern müssten aber mit Schritten zur atomaren Abrüstung einhergehen, erklärte Moon.
    Prominente 16-jährige Palästinenserin angeklagt:
    Israel hat Anklage gegen eine 16-jährige Palästinenserin erhoben, die einen Soldaten vor laufender Kamera ins Gesicht geschlagen hatte. Vor einem Militärgericht im Westjordanland ist Ahed Tamimi unter anderem wegen Körperverletzung angeklagt worden. Die junge Frau war vergangenen Monat nach einem Vorfall in dem Dorf Nabi Saleh nahe Ramallah festgenommen worden. Auf einem Video, das sich schnell in sozialen Medien verbreitete, war zu sehen, wie sie die Konfrontation mit zwei israelischen Soldaten sucht. Tamimi tritt und schlägt auf einen der Männer ein, ein Fausthieb trifft ihn im Gesicht. Die beiden bewaffneten Soldaten reagieren aber kaum. Der Vorfall löste eine Kontroverse aus. In Israel wurden die Soldaten für ihre zurückhaltende Reaktion gelobt und Tamimi als Provokateurin kritisiert. In arabischen Medien wurde die junge Palästinenserin mit langen blonden Locken und blauen Augen dagegen als Heldin und Symbolfigur des Widerstands gefeiert.
    Trump attackiert Pakistan wegen mangelnder Hilfe gegen Terror:
    US-Präsident Donald Trump hat Pakistan wegen mangelnder Hilfe im Kampf gegen den Terror angegriffen und mit einer Kürzung von Hilfszahlungen gedroht. Die USA hätten "dummerweise" in den vergangenen 15 Jahren Pakistan mit mehr als 33 Milliarden Dollar unterstützt, erklärte Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. Aber Pakistan habe nichts als Lügen und Täuschungen geliefert, warf er dem Land vor. Es war zunächst unklar, was die Kritik von Trump ausgelöst hat. Die "New York Times" hatte am Freitag berichtet, dass Trump ernsthaft erwäge, 255 Millionen Dollar nicht an Pakistan auszuzahlen. Hintergrund solle sein, dass Pakistan den USA Zugang zu einem Inhaftierten mit Taliban-Verbindungen verweigere, der möglicherweise Informationen zu einer amerikanischen Geisel in der Region liefern könnte.
    Kölner Polizei erstattet Anzeige gegen AfD-Politikerin von Storch:
    Die Kölner Polizei hat die stellvertretende AfD-Bundestagsfraktionschefin Beatrix von Storch angezeigt. Ein Ermittlungsverfahren sei aufgrund eines Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet worden, sagte eine Polizeisprecherin dem Portal "faz.net". Die rechtspopulistische Politikerin war zuvor vom US-amerikanischen Kurznachrichtendienst Twitter vorübergehend gesperrt worden, weil von Storch sich am Silvesterabend über einen Tweet der Kölner Polizei aufgeregt hatte. Die Behörde hatte Neujahrsgrüße in mehreren Sprachen veröffentlicht, darunter Arabisch. In ihrer Mitteilung empörte sich die Politikerin über "barbarische, muslimische, gruppenvergewaltigende Männerhorden". Twitter sperrte ihren Account daraufhin für zwölf Stunden mit Verweis auf einen "Verstoß gegen Regeln über Hass-Inhalte". Von Storch veröffentlichte daraufhin einen Screenshot ihrer Nachricht auf Facebook - wo die Nachricht ebenfalls wegen Verdachts der Volksverhetzung gesperrt wurde.
    Ärztepräsident kritisiert Alterstests für Flüchtlinge:
    Die Bundesärztekammer lehnt ärztliche Untersuchungen zur Altersfeststellung von Asylbewerbern ab. Verbandspräsident Frank Ulrich Montgomery bezeichnete die Idee in der "Süddeutschen Zeitung" als "Eingriff in das Menschenwohl". Im Zuge der Debatte nach der Gewalttat von Kandel in Rheinland-Pfalz hatten mehrere Unionspolitiker gefordert, das Alter von Flüchtlingen etwa durch ein Röntgenbild des Handgelenks zu überprüfen. Nach den Regeln des Strahlenschutzes sei eine Altersfeststellung nur im Rahmen eines Strafprozesses zulässig. In Kandel in Rheinland-Pfalz etwa, wo ein junger Afghane eine 15-Jährige erstochen hatte, könne das nun zurecht geschehen.
    11 min
  • 01.01.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea warnt die USA vor seinen Atomwaffen:
    Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat in seiner Neujahrsansprache die abschreckende Wirkung seiner Atomwaffen beschworen. Wegen des nuklearen Arsenals seines Landes würden die USA niemals einen Krieg gegen Nordkorea beginnen können, sagte Kim in der im Staatsfernsehen ausgestrahlten Rede. "Die gesamten Vereinigten Staaten liegen in Reichweite unserer Kernwaffen und auf meinem Schreibtisch steht immer ein Atomknopf", so Kim wörtlich. Das sei keine Drohung, sondern die Realität. Die Waffen würden aber nur eingesetzt, falls Nordkorea seine Sicherheit bedroht sehe, versicherte Kim. Einem Dialog mit Südkorea stehe er offen gegenüber. Der Norden und der Süden sollten sich beide bemühen, die militärischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel abzubauen, forderte der Machthaber.
    Türkei möchte Beziehungen zu Deutschland normalisieren:
    Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu rechnet nach eigenen Angaben damit, dass sich das zuletzt getrübte Verhältnis zu Deutschland im neuen Jahr deutlich entspannen wird. Er denke, beide Seiten seien bereit, die Beziehungen zu normalisieren, sagte Cavusoglu der Deutschen Presse-Agentur in Ankara. Allerdings erwarte seine Regierung von Deutschland, die Türkei als gleichwertigen Partner zu betrachten, betonte der Minister. Zugleich rief er deutsche Touristen zur Rückkehr in die Türkei auf. Politische Differenzen sollten weder Deutsche noch Türken davon abhalten, in das jeweils andere Land zu reisen, meinte er. Wegen der Festnahme mehrerer Deutscher in der Türkei hatte das Auswärtige Amt in Berlin seine Reisehinweise im Sommer 2017 deutlich verschärft.
    Estland gibt EU-Ratsvorsitz an Bulgarien weiter:
    Das Balkanland Bulgarien hat zum 1. Januar von Estland die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union übernommen. Schwerpunkte dürften die Asyl- und Migrationspolitik sowie die Brexit-Gespräche sein. Bulgarien, das als der ärmste EU-Staat gilt, ist seit 2007 Mitglied der Union, gehört aber noch nicht zum grenzkontrollfreien Schengen-Raum und zur Eurozone. Mit Bulgarien kommt erstmals ein Land an die Spitze des EU-Rats, das wegen Mängeln bei der Justiz und im Kampf gegen die Korruption unter Sonderbeobachtung der EU-Kommission steht.
    Israelische Likud-Partei heizt Nahost-Konflikt an:
    In Israel hat das Zentralkomitee der Regierungspartei Likud für eine Resolution gestimmt, in der die Annexion großer Teile des Westjordanlandes verlangt wird. Sie sieht auch einen uneingeschränkten Ausbau jüdischer Siedlungen in dem Gebiet vor. Die Resolution ist nicht verpflichtend für die Regierung, hat jedoch politisches Gewicht. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der im Konflikt mit den Palästinensern offiziell weiter eine Zwei-Staaten-Lösung anstrebt, war bei der Abstimmung nicht anwesend. International wird der israelische Siedlungsbau als eines der größten Hindernisse für eine Friedenslösung angesehen.
    Costa-Rica-Urlauber sterben bei Flugzeugunglück:
    Beim Absturz eines Flugzeugs in Costa Rica sind alle zwölf Insassen ums Leben gekommen, unter ihnen zehn US-Touristen. Staatschef Luis Guillermo Solis äußerte sich bestürzt über das Unglück, das sich in der Ferienregion Guanacaste im Nordwesten des zentralamerikanischen Landes ereignete. Laut Medienberichten war es den beiden Piloten nach dem Start nicht gelungen, zügig genug an Höhe zu gewinnen und das Flugzeug vom Typ Cessna über eine Bergkette hinweg zu steuern. Die Maschine der Gesellschaft Nature Air sollte die Urlauber zum Flughafen Juan Santamaría nahe der Hauptstadt San José bringen.
    7 min
  • 30.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zahl der Asylbewerber in der EU stark zurückgegangen:
    Die Zahl der Asylbewerber ist in der EU um die Hälfte gesunken. Von Januar bis September wurden rund 480.000 erstmalige Anträge registriert, das sind 50 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2016. Dies berichten Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf neue Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat. Im gesamten Jahr 2016 hatten in der EU demnach noch 1,2 Millionen Flüchtlinge Asyl beantragt, 2015 waren es etwa 1,25 Millionen. Deutschland ist weiterhin das wichtigste EU-Zielland für Asylbewerber. Nach den aktuellsten Zahlen des Bundesinnenministeriums, die zwei Monate weiter reichen als die EU-Zahlen, wurden bis November rund 210.000 Asylanträge gestellt. Das waren 71 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der zitierten EU-Statistik zufolge werden inzwischen europaweit weniger als die Hälfte der Asylanträge in erster Instanz anerkannt.
    Slowenien zieht gegen den Willen Kroatiens Grenze neu:
    Slowenien zieht die Seegrenze zu seinem Nachbarn Kroatien neu. Nach einem internationalen Schiedsspruch übernimmt das Balkanland an diesem Samstag 80 Prozent der umstrittenen Bucht von Piran an der nördlichen Adria sowie einen Korridor zur offenen See. Kroatien erkennt das Urteil des von der EU vermittelten Schiedsgerichts nicht an und zieht die Grenze weiter in der Mitte dieser Meeresbucht. Beide Seiten haben Polizeikräfte in der Region zusammengezogen, um ihre jeweilige Position durchzusetzen. Weil beide Nachbarländer EU-Mitglieder sind, hat Slowenien die Kommission aufgerufen, Kroatien zum Einlenken zu bewegen. Als die beiden Staaten noch Teil Jugoslawiens waren, gab es keine festgelegte Grenze in der Bucht an der nördlichen Adria. Seit der Unabhängigkeit der beiden Staaten 1991 will Kroatien die Grenze in der Mitte der Bucht ziehen, Slowenien beansprucht unter Berufung auf historische Dokumente die ganze Meeresbucht.
    Insolventer Ferienflieger Niki geht an British-Airways-Mutter :
    IAG, die Muttergesellschaft von British Airways und Iberia, kauft zu großen Teilen die österreichische frühere Air-Berlin-Tochter Niki. Das bestätigte die International Airlines Group. Demnach gehen 20 Millionen Euro an die Gläubiger von Niki. 16,5 Millionen Euro bekommt der Ferienflieger selbst als Finanzspritze. Die Transaktion erfolgt durch die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft der spanischen Billig-Airline Vueling. Diese wird in Österreich gegründet und soll eigenständig agieren. Der neue Eigentümer übernimmt die Niki-Markenrechte, ihre gesamten Start- und Landerechte sowie bis zu 15 Airbus-Flugzeuge der Typen A320 und A321, wie Insolvenzverwalter Lucas Flöther erläuterte. 740 der etwa 1000 Niki-Mitarbeiter sollen übernommen werden.
    US-Regierung will Standards für Ölbohrungen auf See lockern:
    Die US-Regierung will die Sicherheitsstandards für Ölbohrungen auf See lockern. Die Vorschläge der zuständigen Aufsichtsbehörde BSEE sehen vor, dass die Anforderungen an die Sicherheit und den Umweltschutz gesenkt werden. Damit sollen Ölbohrungen im Meer künftig erleichtert werden. US-Präsident Donald Trump hatte die Behörde im April zu einer Überarbeitung des Regelwerks aufgefordert. Mit den neuen Regeln würden die heimische Öl- und Gasproduktion gestärkt, erklärte BSEE-Chef Scott Angelle. Er sei zuversichtlich, dass eine Revision der Auflagen zur Produktionssicherheit dem Ziel der Regierung diene, die Marktstellung auszubauen, ohne die Sicherheit zu opfern. Nach Angaben der BSEE bringen die geplanten Lockerungen der Industrie Einsparungen in Höhe von mindestens 228 Millionen Dollar (190 Millionen Euro) in den kommenden zehn Jahren.
    Ringo Starr und Barry Gibb zu Rittern geschlagen:
    Ex-Beatle Ringo Starr und Barry Gibb, einziges noch lebendes Mitglied der Band Bee Gees, sind in den Ritterstand erhoben worden. Die traditionellen britischen Neujahrs-Ehrungen wurden am Freitag bekannt gegeben. Neben den beiden Musik-Legenden wurde die Ehre unter anderen auch dem Schauspieler Hugh Laurie, der Tänzerin Darcey Bussell und dem Rapper Wiley zuteil. Der 77-jährige Starr war zusammen mit seinen berühmten Bandkollegen bereits 1965 zu Members of the British Empire ernannt worden. 52 Jahre später folgt nun der Ritterschlag. Bandkollege Paul McCartney darf sich schon seit 1997 "Sir" nennen. Es sei "an der Zeit gewesen", dass auch Starr geehrt werde, sagte McCartney dem Sender BBC.
    9 min
  • 29.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mindestens zwölf Tote bei Großbrand in Wohngebäude in New York:
    Bei einem Großbrand in einem Wohngebäude der US-Metropole New York sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Bürgermeister Bill de Blasio sprach am Unglücksort im Stadtteil Bronx von einer der schwersten Brandkatastrophen seit Jahrzehnten. Vier weitere Bewohner seien lebensgefährlich verletzt. Das Feuer war am Abend in den unteren Stockwerken ausgebrochen und hatte sich schnell nach oben ausgebreitet. Die Brandursache war zunächst unklar. Es handelt sich bereits um das zweite tödliche Feuer in einem Wohngebäude in New York City binnen zwei Wochen. Mitte des Monats waren dabei eine Frau und ihre drei Kinder in Brooklyn ums Leben gekommen.
    Trump wirft China Öllieferungen an Nordkorea vor:
    US-Präsident Donald Trump hat China vorgeworfen, weiterhin Öl an Nordkorea zu liefern und damit internationale Strafmaßnahmen zu unterlaufen. Er sei sehr enttäuscht, schrieb Trump im Kurznachrichtendienst Twitter. Wenn das so weitergehe, werde es niemals eine freundliche Lösung für das Nordkorea-Problem geben. Am Dienstag hatte eine südkoreanische Zeitung berichtet, chinesische Schiffe hätten auf hoher See Öl an nordkoreanische Frachter verkauft. Das chinesische Außenministerium erklärte daraufhin, sich strikt an die Handelssanktionen zu halten. Der Weltsicherheitsrat hatte in der vergangenen Woche die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea verschärft und unter anderem Treibstofflieferungen an das kommunistische Land weiter begrenzt. Als Teil der Sanktionen untersagte das UN-Gremium am Donnerstag vier nordkoreanischen Schiffen international die Einfahrt in Häfen.
    Demokrat Jones jetzt offiziell Sieger der Senatswahl in Alabama:
    Im US-Bundesstaat Alabama ist der Demokrat Doug Jones offiziell zum Sieger der Senatsnachwahl erklärt worden. Die zuständige Kommission bestätigte das Ergebnis, demzufolge Jones die Wahl mit einem Vorsprung von rund 21.000 Stimmen vor dem unterlegenen Republikaner Roy Moore für sich entschieden hat. Moore hatte noch am Mittwochabend bei einem Gericht Beschwerde wegen möglichen Wahlbetrugs eingelegt. Ein Richter wies die Beschwerde aber zurück. Damit schrumpft die Mehrheit der konservativen Republikaner im US-Senat. Sie stellen künftig 51 Senatoren, die Demokraten 49.
    Ex-Fußballstar Weah gewinnt Präsidentschaftswahl in Liberia:
    Der frühere Fußball-Star George Weah wird neuer Präsident von Liberia. In einer Stichwahl setzte sich der 51-Jährige nach Auszählung fast aller Stimmen klar gegen den bisherigen Vizepräsidenten Joseph Boakai durch, wie die Wahlkommission in Monrovia mitteilte. Das endgültige Ergebnis soll an diesem Freitag bekanntgegeben werden. Mit der Wahl Weahs zeichnet sich der erste friedliche Machtwechsel seit Jahrzehnten in Liberia ab. Die bisherige Präsidentin und Friedensnobelpreisträgerin Ellen Johnson-Sirleaf war nach zwei Amtszeiten nicht erneut angetreten. George Weah wurde 1995 zum Weltfußballer des Jahres gewählt. Zu seinen besten Zeiten spielte er für den AS Monaco, Paris Saint-Germain, den AC Mailand und den FC Chelsea.
    Politiker und Intellektuelle fordern Boykott von FPÖ-Ministern:
    In einem gemeinsamen Aufruf haben Politiker und Intellektuelle zu einer Ächtung der neuen österreichischen Regierung aufgerufen. Sie wenden sich damit gegen die Beteiligung der nationalkonservativen FPÖ an der Regierung. Die Unterzeichner fordern die europäischen Regierungen auf, die Minister der Freiheitlichen Partei nicht zu empfangen. Unter den Initiatoren ist der frühere französische Außenminister Bernard Kouchner. Den Appell veröffentlichte die französische Zeitung "Le Monde" auf ihrer Internetseite. In Österreich regiert seit Kurzem die FPÖ in einer Koalition mit der konservativen ÖVP. Ein erstes Regierungsbündnis der beiden Parteien hatte im Jahr 2000 noch für einen gemeinsamen Protest der anderen EU-Staaten gesorgt.
    VW ruft in Dieselaffäre Bundesverfassungsgericht an:
    Im Skandal um manipulierte Dieselmotoren hat der Volkwagen-Konzern das Bundesverfassungsgericht angerufen. Das Unternehmen sehe durch den Einsatz eines Sonderermittlers seine Grundrechte verletzt, heißt es in einem Bericht von "Süddeutscher Zeitung" und den Sendern NDR und WDR. Der Konzern habe zudem beantragt, dass die Prüfung nicht vor einer Entscheidung über die Verfassungsbeschwerde beginnen dürfe. Das Oberlandesgericht Celle hatte den Sonderermittler im November auf Antrag von Aktionären eingesetzt. Sie erhoffen sich Aufklärung darüber, wann Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns von den Manipulationen erfahren haben und ob in diesem Zusammenhang rechtliche Pflichten verletzt wurden.
    8 min
  • 28.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UNICEF: Kinder werden in Konflikten weltweit zu Zielscheiben:
    Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF beklagt die unsichere Lage von Kindern in Konfliktgebieten. Sie seien in schockierendem Ausmaß Ziel von Angriffen geworden, teilte der Leiter der UNICEF-Nothilfeprogramme in New York mit. Besonders verheerend sei die Lage im Irak und in Syrien. Dort wurden nach aktuellen Berichten Kinder als menschliche Schutzschilde missbraucht oder von Scharfschützen ins Visier genommen. Bei Kämpfen im Jemen wurden bislang mindestens 5.000 Kinder getötet oder verletzt. Dramatisch sei die Lage auch im Südsudan, wo das Militär und bewaffnete Gruppen mehr als 19.000 Kindersoldaten rekrutiert hätten. Viele Millionen Kinder zahlten zudem einen indirekten Preis und litten an Mangelernährung, Krankheiten und Traumata. Kinder würden Angriffen und brutaler Gewalt in ihren Häusern, Schulen und auf ihren Spielplätzen ausgesetzt.
    Extreme Kältewelle in Kanada und den USA:
    Extreme Kälte und heftige Schneefälle haben im Nordosten der USA und in großen Teilen Kanadas das öffentliche Leben teilweise lahmgelegt. Die Behörden im US-Bundesstaat Pennsylvania riefen den Notstand aus. Sie forderten die Menschen auf, nur in dringenden Fällen ihre Häuser zu verlassen. In Kanada gaben die Behörden für mehrere Landesteile Warnungen vor Extremkälte aus, dort herrschen Temperaturen von bis zu minus 42,8 Grad Celsius. Die Temperatur liegt damit 20 Grad unter den normalerweise gemessenen Werten. In der Region wurde ein Kälterekord von 1924 unterschritten. In der Provinz Nova Scotia im Osten Kanadas fiel nach einem Wintersturm für 160.000 Haushalte der Strom aus. Meteorologen gehen davon aus, dass die Kältewelle noch bis Anfang Januar andauert.
    2700 Anfragen von Flüchtlingen beim DRK-Suchdienst:
    Die Zahl der Migranten, die Verwandte vermissen, bleibt auf Rekordniveau. 2017 wurden beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 2700 Anfragen neu gestellt, wie die Tageszeitung "Die Welt" berichtet. 2014 - also vor dem Höhepunkt der großen Fluchtbewegung nach Deutschland - hatte es knapp über 1000 Anfragen gegeben. DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt sprach von einer beunruhigenden Entwicklung. Erschreckend sei vor allem die hohe Zahl unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die entweder selbst Angehörige suchen oder von diesen gesucht werden, sagte Hasselfeldt dem Blatt. Wie im Vorjahr seien dies mehr als 1000 Mädchen und Jungen. Der DRK-Suchdienst war 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, von Freiwilligen gegründet worden.
    Explosion in einem Supermarkt in St. Petersburg:
    In der russischen Metropole St. Petersburg sind bei einer Explosion in einem Supermarkt mindestens zehn Menschen verletzt worden. Ein selbst gebauter und mit Metallteilen gefüllter Sprengsatz sei in einem Schließfach detoniert, erklärten die Ermittlungsbehörden. Es werde wegen versuchten Mordes ermittelt. Nach jüngsten Behördenangaben wurden zehn Menschen in Krankenhäuser gebracht. Die Sprecherin des Staatlichen Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko, sagte, kein mögliches Tatmotiv werde ausgeschlossen. Zunächst hatte es geheißen, es werde nicht von einem Terroranschlag ausgegangen. Die Behörde schickte Beamte aus Moskau, um den Fall zu untersuchen.
    Viele Flüchtlinge in Deutschland als Fachkräfte beschäftigt:
    Zahlreiche Flüchtlinge, die einen Job haben, werden einer Studie zufolge als qualifizierte Fachkräfte eingesetzt. Aktuell seien etwa 140.000 Menschen aus den Hauptasylherkunftsländern in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt, heißt es in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Laut der Untersuchung, aus der die Funke-Mediengruppe zitiert, sind knapp 60 Prozent als qualifizierte Fachkräfte angestellt, darunter 9,4 Prozent in einem Beruf, der einen Hochschulabschluss erfordert. Vor allem kleinere Betriebe vergeben demnach häufig Stellen an die ausländischen Facharbeiter. Drei Viertel der Menschen aus den Hauptasylherkunftsländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien arbeiteten in kleinen und mittleren Unternehmen.
    US-Kongressbibliothek archiviert nicht mehr sämtliche Tweets:
    Die US-Kongressbibliothek wird ab Neujahr nicht mehr wie bisher jeden jemals verschickten Tweet archivieren. Der Grund sei die schiere Masse an Tweets, die die Kapazitäten der als größte Bibliothek der Welt geltenden Institution sprengen würden, sagte ein Sprecher. Die Kongressbibliothek hatte ihr Twitter-Archiv 2010 gestartet, nachdem das Unternehmen ihr eine Datenbank aller seit dem ersten Tweet im Jahr 2006 verschickten öffentlichen Kurzbotschaften übergeben hatte. Künftig sollen nur noch ausgewählte Twitter-Nachrichten gespeichert werden. Die Sammlung werde vermutlich themen- und ereignisbezogen sein, mögliche Themen seien beispielsweise Wahlen oder wichtige Gesetze, hieß es.
    9 min
  • 27.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Richter bestätigt Mord an argentinischem Staatsanwalt Nisman:
    Knapp drei Jahre nach dem Tod des argentinischen Staatsanwalts Alberto Nisman gehen die Ermittler sicher von Mord aus. Bundesrichter Julian Ercolini schloss in einem Urteil einen Selbstmord definitiv aus, wie die Tageszeitung "La Nacion" berichtete. Nisman war im Januar 2015 durch einen Kopfschuss getötet worden. Unmittelbar nach dessen Tod hatte die damalige argentinische Präsidentin Cristina Kirchner von Selbstmord und dann von einer "Verschwörung" gegen ihre Regierung gesprochen. Nisman hatte Kirchner beschuldigt, die Rolle des Irans beim Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum Amia in Buenos Aires 1994 verschleiert und den mutmaßlichen Drahtziehern Straffreiheit gewährt zu haben, um die Handelsbeziehungen mit Teheran zu verbessern. Bei dem Attentat wurden 85 Menschen getötet und etwa 300 verletzt. Nisman wurde nur wenige Stunden vor einer wichtigen Parlamentsanhörung zu dem Fall tot aufgefunden.
    Spanische Regierung zieht Tausende Polizisten aus Katalonien ab:
    Spaniens Zentralregierung zieht Tausende Polizisten aus Katalonien ab, die sie im September im Zuge des Konflikts um die Unabhängigkeitsbestrebungen in die Region entsandt hatte. Der Rückzug von Guardia Civil und Policía Nacional soll bis Samstag abgeschlossen sein. Genaue Zahlen teilte Madrid nicht mit. Medien sprachen von 4000 bis 10.000 Polizisten. Im Rahmen der sogenannten "Operation Kopernikus" hatte Madrid mit der Polizeiverstärkung vergeblich versucht, das von der Regionalregierung in Barcelona für den 1. Oktober angesetzte Unabhängigkeitsreferendum zu verhindern. Katalonien verfügt mit der Mossos d'Esquadra über eigene Polizeikräfte. Die staatlichen Polizeieinheiten Guardia Civil und Policía Nacional spielen normalerweise eine marginale Rolle in der Region.
    Lawrow und Tillerson betonen Bedeutung von Verhandlungen mit Nordkorea:
    Im Konflikt mit Nordkorea haben Russland und die USA die Notwendigkeit von Verhandlungen betont. In einem Telefonat hätten die Außenminister Sergej Lawrow und Rex Tillerson unterstrichen, dass es notwendig sei, von der Sprache der Sanktionen so schnell wie möglich zu einem Verhandlungsprozess zu gelangen, erklärte das russische Außenministerium. Einigkeit herrsche auch darüber, dass Pjöngjangs Atomraketenprojekte gegen die Forderungen des UN-Sicherheitsrats verstießen. Die US-Regierung gab zudem bekannt, Sanktionen gegen zwei weitere Nordkoreaner verhängt zu haben. Es handele sich um zwei hochrangige Mitarbeiter des Raketenprogramms. Beide hätten eine Schlüsselfunktion bei der Entwicklung ballistischer Waffen.
    Anschlag auf Pipeline gefährdet Öl-Produktion in Libyen:
    Ein Anschlag auf eine wichtige Öl-Pipeline in Libyen beeinträchtigt die Rohöl-Produktion in dem nordafrikanischen Krisenstaat. Unbekannte sprengten die Fernleitung, die von den Ölfeldern im Osten zur Hafenstadt As-Sidr am Mittelmeer führt, wie die Marada-Brigade mitteilte, eine Truppe zum Schutz der Einrichtung. Die Pipeline gehört Waha Oil, einer Tochterfirma der Nationalen Ölgesellschaft NOC. Diese gab bekannt, dass mit einem Produktionsausfall von 70.000 bis 100.000 Barrel pro Tag zu rechnen sei. Noch ist unklar, wie schwer die Schäden sind und wer für den Vorfall verantwortlich ist, der sich rund 200 Kilometer südlich von Bengasi ereignete. Der Verkauf von Öl ist die Haupteinnahmequelle für Libyen.
    Verfassungsschutz hat islamistisches Frauen-Netzwerk im Visier:
    Der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen hat vor salafistischen Frauen-Netzwerken in Deutschland gewarnt. Behördenleiter Burkhard Freier sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", weil viele männliche Führungspersonen in Haft säßen, füllten die weiblichen Islamistinnen die Lücken in der Szene. Man habe in Nordrhein-Westfalen ein solches Netzwerk mit rund 40 Frauen im Blick. Dieses werbe und missioniere aggressiv in sozialen Netzwerken. Es gebe dort ein komplettes salafistisches Programm im Angebot, von der Kindererziehung und Interpretation von Religionsvorschriften bis zur Hetze gegen "Nichtgläubige", sagte Freier. Laut den Verfassungsschützern indoktrinieren die Frauen zudem ihre Kinder von klein auf. Dadurch werde der Salafismus zu einer Familienangelegenheit und sei sehr viel schwerer aufzulösen.
    Easyjet drängt verstärkt auf den deutschen Markt:
    Nach der Pleite von Air Berlin nimmt im innerdeutschen Luftverkehr der Kampf um die Marktanteile Fahrt auf. Der britische Billigflieger Easyjet versucht der Lufthansa-Tochter Eurowings Passagiere abzunehmen. Auf der Strecke Düsseldorf - Berlin soll es vom 5. Januar 2018 an wöchentlich 40 Easyjet-Flüge je Richtung geben, deutlich mehr als zunächst angekündigt. Nach dem Aus von Air Berlin ist die Zahl der inländischen Flugverbindungen drastisch zurückgegangen. Zudem ist Eurowings praktisch zum Alleinanbieter geworden.
    8 min
  • 26.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gabriel sieht Brexit-Vertrag als Modell für EU-Türkei-Beziehungen:
    Außenminister Sigmar Gabriel sieht Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit der Europäischen Union (EU) mit der Türkei und der Ukraine. Als Vorbild könnte nach Ansicht Gabriels die Neugestaltung der EU-Beziehungen zu Großbritannien dienen. Eine Mitgliedschaft der beiden Staaten in der EU könne er sich für die nächsten Jahre nicht vorstellen, sagte der Bundesaußenminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Daher müssen wir über alternative Formen einer engeren Zusammenarbeit nachdenken", sagte der Minister. "Es ist ein gutes Zeichen, dass mehrere inhaftierte Deutsche freigekommen sind", sagte Gabriel. Allerdings bleibe die große Sorge um den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel. "Die Türken wissen, wie wichtig sein Schicksal für uns ist."
    Anhörung bei "Cumhuriyet"-Prozess endet mit Eklat:
    Vier Mitarbeiter der regierungskritischen türkischen Zeitung "Cumhuriyet" müssen mindestens bis März in Untersuchungshaft bleiben. Bis dahin hat ein Gericht in Istanbul den Prozess vertagt. Bei der Anhörung am Montag war es zu einem Eklat gekommen. Der Richter ließ einen der Angeklagten aus dem Saal bringen, nachdem dieser bei seiner Verteidigung die türkische Regierung als "diktatorisches Regime" kritisiert und von einem politisch motivierten Verfahren gesprochen hatte. Der mitangeklagte Chefredakteur des Traditionsblattes, Murat Sabuncu, weigerte sich daraufhin aus Protest, mit dem Gericht zu sprechen. Insgesamt 17 Journalisten und Mitarbeitern der Zeitung wird vorgeworfen, Terrororganisationen zu unterstützen. Die meisten von ihnen wurden bei den ersten Anhörungen für die Dauer des Prozesses freigelassen.
    Nawalny ruft zum Boykott der russischen Präsidentenwahl auf:
    Als Reaktion auf seinen offiziellen Ausschluss von der russischen Präsidentenwahl hat der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny zum Boykott der Abstimmung aufgerufen. Man erkläre einen Streik der Wähler, sagte der 41-Jährige vor Journalisten in Moskau. Er und seine Unterstützer würden das Ergebnis dieser Wahlen nicht anerkennen. Dass die Behörden Nawalny nicht als Bewerber für die Wahl am 18. März zulassen würden, war schon vor Bekanntgabe der offiziellen Entscheidung absehbar. Bereits im Oktober hatte die Wahlkommission entschieden, dass der Jurist und Blogger bis 2028 für kein Amt kandidieren darf. Die Kommission begründet dies mit einer Verurteilung Nawalnys wegen Unterschlagung. Der Oppositionspolitiker bestreitet die Vorwürfe und spricht von einem politischen Urteil. Nawalny ist einer der schärfsten Kritiker von Präsident Wladimir Putin, der im März für eine vierte Amtszeit wiedergewählt werden dürfte.
    Vietnamesen fliehen vor Taifun "Tembin":
    Der Taifun "Tembin" steuert auf Vietnam zu. Im Mekong-Delta werden hunderttausende Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht. Zehntausenden Fischern ist es untersagt, noch auf das Meer zu fahren. Meteorologen befürchten in der Region schwere Schäden durch den Wirbelsturm. Auf den Philippinen waren in Folge des Tropensturms mehr als 240 Menschen ums Leben gekommen. "Tembin" war am Freitag über die südliche Inselgruppe Mindanao hinweg gefegt und verursachte dort Schlammlawinen und Überschwemmungen. Zehntausende Menschen verbrachten den ersten Weihnachtstag in Notunterkünften.
    Ehemalige Kosovo-Rebellen sollen vor internationales Gericht:
    Rund 60 frühere albanische Kosovo-Rebellen sollen laut einem Medienbericht vor einem neuen internationalen Gericht in Den Haag wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden. Unter ihnen seien Staatspräsident Hashim Thaci sowie Parlamentspräsident Kadri Veseli, berichtet das Nachrichtenportal "Insajderi". Ihnen wie anderen heutigen Spitzenpolitikern im Kosovo werde vorgeworfen, im Bürgerkrieg Kriegsverbrechen gegen Serben begangen zu haben. Das Portal beruft sich auf das neu eingerichtete Kosovo-Spezialgericht in Den Haag. Das Gericht ist zwar Teil des Kosovo-Justizsystems, wird aber von internationalen Richtern und Anklägern gebildet, die ihren Sitz in den Niederlanden haben. Damit soll die Unabhängigkeit sowie die Sicherheit von Zeugen gewährleistet werden. 2008 wurde das Kosovo unabhängig. Serbien will sich damit aber nicht abfinden und fordert seine frühere Provinz zurück.
    Russlands Fußballverbandspräsident pausiert wegen Doping-Skandal:
    Der umstrittene russische Vize-Regierungschef Witali Mutko hat ein halbes Jahr vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Russland sein Amt als Präsident des nationalen Fußball-Verbandes RFU für sechs Monate niedergelegt. Mutko gilt als Schlüsselfigur im Skandal um das russische Staatsdoping. Offiziell begründete der 59-Jährige seine Entscheidung damit, dass er Einspruch gegen die lebenslange Sperre durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) eingelegt habe und die Vorbereitungen für die Fußball-WM 2018 nicht durch den Streit belasten wolle. Mutko ist auch Cheforganisator des WM-Turniers. Presseberichten zufolge hatte der Weltfußballverband FIFA Druck ausgeübt. Das IOC hatte den früheren Sportminister lebenslang gesperrt, weil es in ihm einen der Hauptverantwortlichen für das systematische Doping russischer Spitzensportler sieht.
    9 min

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