Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 13.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Demokrat Jones gewinnt Wahl in Alabama - Schlappe für Trump:
    Der Demokrat Doug Jones hat überraschend die Nachwahl für einen Senatssitz des US-Bundesstaates Alabama gewonnen. Der Vorsprung des Demokraten sei uneinholbar, berichteten mehrere US-Medien. Damit würde die Mehrheit der regierenden Republikaner in der Kongresskammer auf 51 zu 49 Sitze abschmelzen. Im konservativ geprägten Südstaat Alabama liegt der letzte Sieg eines Demokraten Jahrzehnte zurück. Gegen den unterlegenen Kandidaten Roy Moore, der auch von Präsident Donald Trump unterstützt worden war, hatten im Wahlkampf mehrere Frauen schwere Vorwürfe erhoben. Er soll sie sexuell missbraucht haben, als sie Teenager waren. Die Wahl in Alabama galt auch als Testwahl für den Präsidenten. Trump hatte in der republikanischen Hochburg bei der Präsidentenwahl im vergangenen Jahr über 60 Prozent der Stimmen geholt.
    Geldgeber wollen klimafreundlicher investieren:
    Zahlreiche Staaten und Unternehmen haben beim Pariser Klimagipfel mehr Engagement für den Klimaschutz zugesagt. Damit setzte das Spitzentreffen mit mehr als 50 Staats- und Regierungschefs aus 130 Ländern auch ein Zeichen, den Kampf gegen den Klimawandel von der ablehnenden Haltung von US-Präsident Donald Trump nicht schwächen zu lassen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollte mit dem "One Planet Summit" die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaabkommens voranbringen, das genau zwei Jahre zuvor beschlossen worden war. Dabei standen Unternehmen und Investoren im Fokus, die stärker auf den Klimaschutz achten sollen. Mehr als 200 institutionelle Investoren sagten zu, Druck auf Großkonzerne auszuüben, die zu den weltweit größten Verursachern von Treibhausgasen gehören. Die Weltbank erklärte, ab 2019 keine Projekte zur Gewinnung von Öl und Gas mehr zu fördern.
    Muslimische Staaten beraten in Istanbul zu Jerusalem-Krise:
    Im türkischen Istanbul berät die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) über eine Reaktion auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Der gastgebende Präsident Recep Tayyip Erdogan drängte als amtierender OIC-Vorsitzender auf eine harte Antwort, doch sind sich die 57 OIC-Staaten uneins. Zwar haben alle Mitglieder Trumps Entscheidung verurteilt, doch wollen etliche Staaten ihre Beziehungen zu den USA wegen dieser Frage nicht gefährden. Erdogan hatte den Status von Jerusalem eine "rote Linie für alle Muslime" genannt und Trump beschuldigt, mit seiner Entscheidung die Region in Brand zu stecken. Israel nannte er einen "Terrorstaat".
    USA: Keine Bedingungen für Nordkorea-Gespräche:
    Im Atomstreit mit Nordkorea sind die USA nach den Worten ihres Außenministers jederzeit für Gespräche mit Pjöngjang verfügbar. Rex Tillerson sagte bei einer Veranstaltung der Politik-Organisation Atlantic Council, für ein erstes Treffen gebe es keine Vorbedingungen. Dabei spiele das Thema zunächst keine Rolle, man könne auch über das Wetter reden. Tillerson betonte zugleich, Washington werde ein nuklear bewaffnetes Nordkorea nicht akzeptieren. Bislang hatten US-Vertreter darauf bestanden, dass sich Pjöngjang vor etwaigen Verhandlungen zur Abkehr von atomarer Rüstung bereit erklärt. Die Spannungen zwischen beiden Ländern hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verschärft, nachdem Nordkorea mehrfach Raketen sowie Anfang September eine weitere Atombombe getestet und damit gegen UN-Resolutionen verstoßen hatte.
    Aktivisten: Winter bedroht 2000 Flüchtlingskinder in Griechenland:
    Mehr als 2000 unbegleitete Kinder sind laut einem Bericht von zwölf Nichtregierungsorganisationen angesichts des nahenden Winters in griechischen Flüchtlingslagern in akuter Gefahr. Der chronische Mangel an geeigneten Unterkünften sei nur eines der vielen Probleme bei der Versorgung Geflüchteter, erklärten die Organisationen, darunter Oxfam und Care, in Berlin. Es müsse endlich Schluss sein "mit dem Elend, das hier seit über zwei Jahren herrscht", forderte ein Oxfam-Vertreter. Trotz verstärkter Anstrengungen, Geflüchtete auf das Festland zu bringen, seien die Aufnahmeeinrichtungen auf den Inseln nach wie vor massiv überfüllt, hieß es. Zahlreiche Familien müssten in ungeheizten Zelten schlafen und seien so dem bevorstehenden Wintereinbruch schutzlos also ausgesetzt.
    9 min
  • 12.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Steinmeier warnt in Ghana vor lebensgefährlicher Flucht:
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Besuch in Ghana vor den Risiken einer Flucht aus dem westafrikanischen Land nach Deutschland und Europa gewarnt. Der Tageszeitung "Daily Graphic" sagte er, Deutschland habe in den vergangenen Jahren Hunderttausende Flüchtlinge aufgenommen. Aber man müsse klar unterscheiden zwischen Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung sowie Migration auf der Suche nach einem besseren Leben. Europa könne nur wenigen Ghanaern und anderen Afrikanern diese Perspektive geben. Steinmeier erklärte weiter, wenn deutsche Unternehmen stärker in Ghana investieren sollten, müssten die Rahmenbedingungen wie verlässliche Infrastruktur, Rechtssicherheit und eine zuverlässige öffentliche Verwaltung verbessert werden. Der Bundespräsident war am Montagabend zum Auftakt seiner viertägigen Westafrika-Reise in der ghanaischen Hauptstadt Accra eingetroffen.
    EU laut Amnesty mitschuldig an Menschenrechtsverletzungen in Libyen:
    Amnesty International wirft der Europäischen Union vor, eine Mitschuld bei Menschenrechtsverletzungen an Flüchtlingen in Libyen zu haben. Ziel der EU-Staaten sei es, so viele Menschen wie möglich daran zu hindern, das Mittelmeer zu überqueren, heißt es in einem neuen Bericht der Menschenrechtsorganisation. Wer die libyschen Behörden aktiv dabei unterstütze, die Überfahrt über das Meer zu unterbinden und Menschen festzuhalten, mache sich dieser Verbrechen mitschuldig, sagte der AI-Europa-Vorsitzende, John Dalhuisen. Bis zu 20.000 Menschen würden in Haftzentren in Libyen festgehalten. Sie seien Folter, Zwangsarbeit, Erpressung und Tötung ausgesetzt.
    Trump will nach Anschlagsversuch strengere Einwanderungsregeln:
    Nach dem versuchten Terroranschlag in New York hat US-Präsident Donald Trump abermals eine strengere Einwanderungspolitik gefordert. Der Kongress müsse das laxe Einwanderungssystem reformieren, da es "viel zu vielen gefährlichen und unzureichend überprüften Menschen ermöglicht, in unser Land zu gelangen", erklärte Trump. Er verlangte, den Familiennachzug für Einwanderer abzuschaffen. Der 27-Jährige, der am Montag in einem Fußgängertunnel in Manhattan eine selbstgebaute Bombe gezündet hatte, stammt laut US-Behörden aus Bangladesch und hatte 2011 über Verwandte ein Einwanderungsvisum erhalten. Bei dem Anschlag wurden er selbst und drei Passanten verletzt. Er soll sich im Internet radikalisiert haben, hatte wohl aber keine direkten Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat". New Yorks demokratischer Bürgermeister Bill de Blasio wies Trumps Forderungen zurück. Der Tatverdächtige habe keine Vorstrafen gehabt und keine Anzeichen von Radikalisierung gezeigt.
    Empörung nach Verbrennung israelischer Fahnen in Berlin:
    Die Bundesregierung hat die Verbrennung israelischer Fahnen bei pro-palästinensischen Kundgebungen in Berlin verurteilt. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, die Bundesregierung wende sich gegen alle Formen von Antisemitismus und Fremdenhass. Keinerlei Meinungsunterschiede, auch nicht über die Frage des Status von Jerusalem, rechtfertigten solche Taten. Die Ereignisse vom Freitag nannte die Kanzlerin "gravierende Ausschreitungen". Auch Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärten, solche Vorkommnisse seien nicht zu tolerieren. Der Zentralrat der Juden in Deutschland äußerte sich besorgt. In Berlin hatten zahlreiche Menschen gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump protestiert, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen. Dabei brannten mehrere Israel-Fahnen.
    "One Planet Summit" in Paris berät Finanzierung des Klimaschutzes:
    Auf den Tag genau zwei Jahre nach der Einigung auf das Pariser Klimaschutzabkommen empfängt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mehr als 50 Staats- und Regierungschefs zum "One Planet Summit". Bei dem Treffen mit rund 4000 Teilnehmern auf einer Seine-Insel im Westen der französischen Hauptstadt geht es vor allem um die Finanzierung von Klimaprojekten und die Stärkung von lokalen und regionalen Initiativen. Am Vorabend des eintägigen Klimagipfels hat Macron 18 Klimaforscher mit Stipendien bedacht, 13 von ihnen aus den USA. Er wolle die Projekte der Wissenschaftler vorantreiben und ihnen in Frankreich die Möglichkeit geben, schneller und mehr zu forschen, um die Herausforderungen des Klimawandels anzugehen. Macron will mit den Stipendien für US-Forscher auch ein Zeichen setzen gegen die Politik der USA, die auf Wunsch ihres Präsidenten Donald Trump aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen wollen.
    10 min
  • 11.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.2016 weltweit mehr Ausgaben für Waffen:
    Im vergangenen Jahr sind weltweit wieder mehr Waffen verkauft worden. Dem Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri zufolge verkauften die Waffenhersteller 2016 Rüstungsgüter und militärische Dienstleistungen in Höhe von 374,8 Milliarden US-Dollar. Das entspricht 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Sipri führt den ersten Anstieg nach fünf Jahren auf laufende Militärkonflikte in mehreren Ländern zurück. Wie Pieter Wezeman vom Friedensforschungsinstitut sagte, ist ein Grund dafür der Fortschritt Nordkoreas beim Bau von Atomwaffen. Das habe zu "bedeutenden Investitionen" in Südkorea geführt. Die Verkäufe südkoreanischer Rüstungsfirmen stiegen um rund ein Fünftel. Den weitaus größten Anteil an Waffenverkäufen tragen US-amerikanische Firmen mit 57,9 Prozent des Gesamtvolumens. Das Friedensforschungsinstitut mit Sitz in Schweden erfasst seit 15 Jahren die Waffenverkäufe der 100 größten Rüstungskonzerne.
    De Maizière verurteilt Verbrennung israelischer Flaggen:
    Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat das Verbrennen israelischer Fahnen bei Protesten gegen die Israel-Politik der USA scharf verurteilt. De Maizière sagte der "Bild"-Zeitung: "Wir akzeptieren nicht, wenn Juden oder der Staat Israel auf diese beschämende Weise beleidigt werden." Sowohl am Freitag als auch am Sonntag wurden in Berlin bei Demonstrationen gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, israelische Fahnen verbrannt. Unterdessen kritisierte die US-Regierung, dass die Palästinenserführung wegen der Jerusalem-Entscheidung ein geplantes Treffen zwischen US-Vize Mike Pence und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas abgesagt hatte. Ein Sprecher von Pence sagte, es sei "schade", dass sich die Palästinenserbehörde "wieder von einer Gelegenheit" abwende, die Zukunft der Region zu diskutieren. Die US-Regierung wolle sich demnach weiter für einen Friedensplan einsetzen.
    Nikki Haley: Trump-Anklägerinnen sollten gehört werden:
    Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, ist der Ansicht, den Frauen, die Donald Trump der sexuellen Belästigung beschuldigt haben, solle "zugehört" werden. Sie sei "unglaublich stolz" auf all jene, die sich in den vergangenen Wochen getraut hätten, mit ihren Vorwürfen gegen Hollywood-Prominente und viele andere an die Öffentlichkeit zu gehen, sagte Haley in einem CBS-Interview. Mehr als zehn Frauen hatten Trump vor den Präsidentschaftswahlen sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Haleys Worte sind ein Bruch mit der bisherigen Linie der Trump-Regierung. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, hatte in diesem Zusammenhang erklärt, das amerikanische Volk habe sich für Trump als Präsidenten entschieden und damit die Anschuldigungen zu den Akten gelegt. Haley sagte, sie wisse, dass Trump gewählt worden sei. Frauen sollten jedoch nie Scheu haben müssen, an die Öffentlichkeit zu gehen.
    Größtes Feuer in Südkalifornien wächst wieder:
    Kalifornien kämpft weiter gegen die Flammen: Das sogenannte Thomas-Feuer im Bezirk Ventura County hat sich Medienberichten zufolge am Sonntag wieder ausgebreitet. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wuchs es um 200 Quadratkilometer und ist damit der fünftgrößte Flächenbrand in der neueren Geschichte des US-Bundesstaates. Nur zehn Prozent des Feuers seien unter Kontrolle, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Behördenangaben. Die Brände breiten sich seit vergangenem Montag in Südkalifornien aus, mehr als 200.000 Menschen mussten evakuiert werden. Aus den Brandgebieten wurde bisher ein Todesopfer gemeldet. Eine 70-jährige Frau war auf der Flucht vor den Flammen bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
    Fußball-Bundesliga: Entscheidende Tore in der Nachspielzeit:
    In der Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Köln im Kellerduell gegen den SC Freiburg eine bittere Niederlage erlitten. Trotz einer 3:0-Führung verloren die Kölner am Ende 3:4. Das Siegtor schossen die Freiburger erst in der fünften Minute der Nachspielzeit. Der 1. FC Köln steht damit weiterhin mit nur drei Punkten weit abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Freiburg ist zwar immer noch auf dem Relegationsplatz, nun aber punktgleich mit Platz 15. In den beiden weiteren Sonntagsspielen des 15. Spieltags gewann Hannover 96 gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 2:0 und der FC Augsburg und Hertha BSC trennten sich 1:1 unentschieden. Auch die Berliner sicherten sich den Punkt erst in der Nachspielzeit.
    9 min
  • 09.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump ruft zu Mäßigung in Nahost auf:
    US-Präsident Donald Trump hat angesichts der Unruhen nach seiner Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels zu "Ruhe und Mäßigung" aufgerufen. Der Präsident hoffe, dass die Stimmen der Toleranz die des Hasses übertönen, sagte ein Sprecher Trumps. Er betonte, der US-Präsident strebe weiterhin eine dauerhafte Friedensvereinbarung zwischen Israelis und Palästinensern an. Nach der Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt wurden bei Unruhen in Jerusalem und den Palästinensergebieten zwei Menschen getötet und mehr als 750 verletzt. Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats mussten die USA massive Kritik aller 14 anderen Mitglieder des Gremiums einstecken. Die Botschafter von Großbritannien, Italien, Schweden und dem derzeit nicht im Sicherheitsrat vertretenen Deutschland teilten nach der Sitzung mit, die Entscheidung stehe in Widerspruch zu UN-Resolutionen und sei nicht hilfreich.
    Künstler mahnen Freiheit für Deniz Yücel an:
    Mehr als 200 nationale und internationale Künstler und Intellektuelle fordern die Freilassung des in der Türkei inhaftierten deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel. Wie die Zeitung "Die Welt" berichtet, folgten unter anderen U2-Sänger Bono sowie die Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk und Elfriede Jelinek einem Aufruf des Freundeskreises FreeDeniz. Darin heißt es: "Deniz Yücel befindet sich am 10. Dezember seit 300 Tagen in der Türkei in Gefangenschaft - ohne Anklageschrift ist er in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert. Diese 300 Tage sind exakt 300 Tage zuviel." Der "Welt"-Journalist Yücel sitzt seit dem 27. Februar in der Haftanstalt Silivri westlich von Istanbul in U-Haft. Die Türkei wirft ihm Terrorpropaganda und Volksverhetzung vor.
    Altmaier fordert nach SPD-Parteitag zügige Bildung einer GroKo:
    Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich nach dem SPD-Parteitag für die zügige Bildung einer großen Koalition ausgesprochen. "Aus unserer staatspolitischen Verantwortung heraus müssen wir nun dafür sorgen, dass die Gespräche mit der SPD zu einer Regierung führen, die das Land vier Jahre stabil regiert", sagte er der "Rheinischen Post". Altmaier sprach von Vorteilen eines derartigen Bündnisses: "Eine große Koalition kann in wirtschaftlich und außenpolitisch schwierigen Zeiten Stabilität garantieren." Die SPD und die Union haben vereinbart, am Mittwoch erste Gespräche über die Möglichkeit einer Regierungsbildung zu beginnen.
    Amnesty International beklagt Menschenrechtslage:
    Vor dem morgigen Tag der Menschenrechte hat Amnesty International Regierungen in aller Welt aufgefordert, Menschenrechtsverteidiger besser zu schützen. Im vergangenen Jahr wurden nach Amnesty-Angaben weltweit mehr als 280 Frauen und Männer ermordet, weil sie sich für ihre und die Rechte anderer einsetzten. Scharfe Kritik übte Amnesty am ungarischen Gesetz zu Nichtregierungsorganisationen, die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland erhalten. In Ungarn würden zivilgesellschaftliche Organisationen als ausländische Agenten diffamiert, kritisierte Amnesty. Auch die Beauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler, prangerte eine Verschlechterung der weltweiten Menschenrechtslage an. Den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland sagte Kofler, so seien die Massenverhaftungen von Journalisten, Politikern und Aktivisten in der Türkei mehr als besorgniserregend. Kofler mahnte auch, die Situation in Deutschland kritisch im Blick zu behalten, etwa den Respekt vor den Menschenrechten von Geflüchteten.
    Leverkusen gewinnt in Stuttgart 2:0:
    Bayer Leverkusen hat die Heimserie des VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga beendet. Die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich gewann zum Auftakt des 15. Spieltags am Freitagabend beim Aufsteiger mit 2:0 und rückte zumindest über Nacht auf den vierten Tabellenplatz vor.
    8 min
  • 08.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Kommission empfiehlt zweite Phase der Brexit-Gespräche:
    Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen: Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten am Freitagmorgen empfohlen, in die zweite Phase der Brexit-Gespräche einzusteigen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und die britische Premierministerin Theresa May haben sich laut einer gemeinsamen Erklärung in allen drei Schlüsselfragen zum Brexit geeinigt. Demnach verständigten sich die Verhandlungspartner bezüglich der Beitragszahlungen Großbritanniens, der Rechte der in dem Inselstaat lebenden EU-Bürger und bei der Grenzregelung zwischen Irland und Nordirland. Am Montag scheiterte der Versuch, erste Kompromisse festzuzurren am Widerstand der britischen Provinz Nordirland. Ein wichtiger Streitpunkt war die Frage, wie Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können. Die Chefin der nordirischen Partei DUP erklärte, Großbritannien habe hier substanzielle Änderungen an den Vorschlägen für die EU vorgenommen. Die EU und Großbritannien verhandeln seit Juni über die Bedingungen des für 2019 geplanten britischen EU-Austritts.
    Auftakt im Strafprozess zum Loveparade-Unglück:
    Mehr als sieben Jahre nach der Katastrophe bei dem Duisburger Technofestival Loveparade beginnt heute in Düsseldorf der Strafprozess gegen zehn Angeklagte. Die Staatsanwaltschaft legt sechs Mitarbeitern der Stadt Duisburg und vier des Loveparade-Veranstalters fahrlässige Tötung beziehungsweise fahrlässige Körperverletzung zur Last. Sie hätten durch Fehler bei der Planung oder Genehmigung des Technofestivals zur Entstehung einer Massenpanik beigetragen. Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 wurden im Gedränge 21 Menschen getötet, Hunderte verletzt. Es ist einer der größten Prozesse in der deutschen Rechtsgeschichte. Rund 60 damals Verletzte und Angehörige der Todesopfer treten als Nebenkläger auf. Zunächst sind 111 Prozesstage bis Ende 2018 angesetzt. Damit die Vorwürfe nicht verjähren, muss bis Mitte 2020 ein Urteil fallen.
    SPD gibt grünes Licht für Gespräche mit Union:
    Die SPD hat grünes Licht für ergebnisoffene Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung gegeben und zugleich Parteichef Martin Schulz für zwei Jahre im Amt bestätigt. Die SPD fühle sich "verpflichtet, in Gesprächen auszuloten, ob und in welcher Form die SPD eine neue Bundesregierung mittragen kann", heißt es in dem vom Parteitag in Berlin mit großer Mehrheit beschlossenen Papier, das der Linie der Parteiführung entspricht. Anschließend wählten die Delegierten Schulz mit 81,9 Prozent erneut zum Vorsitzenden. Das Ergebnis war nach dem historisch schlechten Abschneiden bei der Bundestagswahl im September mit Spannung erwartet worden. Schulz, der im März noch mit 100 Prozent der Stimmen zum SPD-Chef gewählt worden war, übernahm dafür in seiner Rede die Verantwortung.
    Israels Militär meldet Raketenangriff aus dem Gazastreifen:
    Nach der Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump hat das israelische Militär einen Raketenangriff aus dem Gazastreifen gemeldet. Die zwei Geschosse hätten jedoch Israel nicht erreicht. Zuvor hatte die radikalislamische Palästinenser-Organisation Hamas zu einer neuen Intifada aufgerufen. Bei Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften im Westjordanland und im Gazastreifen wurden mehr als 30 Menschen durch Gummigeschosse verletzt. Der US-Präsident hatte sich am Mittwoch über alle Warnungen der internationalen Gemeinschaft hinweggesetzt und Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Ein hochrangiger Fatah-Anführer und Vertrauter von Präsident Mahmud Abbas sagte, US-Vize-Präsident Mike Pence sei in der Region nicht erwünscht. Dieser hatte sich eigentlich am 19. Dezember mit dem als gemäßigt geltenden Abbas in Bethlehem treffen wollen.
    Polens Finanzminister Morawiecki soll neuer Regierungschef in Warschau werden:
    Der polnische Finanzminister Mateusz Morawiecki wird neuer Regierungschef des osteuropäischen Landes. Der 49-Jährige solle Ministerpräsidentin Beata Szydlo ablösen, bestätigte eine Sprecherin der regierenden Partei für Recht und Gerechtigkeit (PiS). Die 54-jährige Szydlo ist seit zwei Jahren im Amt. Im November hatte sie angekündigt, dass zur Mitte der Legislaturperiode die Regierung umgebildet werde. Die PiS-Regierung hat Polen auf Kollisionskurs zur EU gebracht. Wegen der umstrittenen Justizreform hat die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Auch in der Flüchtlingspolitik sperrt sich die Regierung in Warschau gegen die Umsetzung von EU-Beschlüssen.
    Hoffenheim verabschiedet sich mit Remis als Gruppenletzter:
    ZUM FUSSBALL: Mit einem glanzlosen 1:1 Remis gegen den mehrfachen bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad hat die TSG 1899 Hoffenheim sich als Schlusslicht der Gruppe C von der Europa League verabschiedet. Der Fußball-Bundesligist hatte bereits vor dem letzten Gruppenspiel die Chancen auf ein Erreichen der K.-o.-Runden verpasst und war mit einer B-Elf angetreten. Hertha BSC Berlin kam gegen Östersunds FK aus Schweden zu einem 1:1. Der 1. FC Köln verlor unter dem neuen Interimscoach Stefan Ruthenbeck bei Roter Stern Belgrad mit 0:1.
    11 min
  • 07.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Palästinenser protestieren mit Generalstreik gegen Trumps Entscheidung:
    Aus Protest gegen die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, haben die Palästinenser einen Generalstreik begonnen. Im Westjordanland sowie in Ost-Jerusalem blieben öffentliche Einrichtungen, Geschäfte, Schulen und Banken geschlossen. Die radikal-islamische Hamas rief zu einem neuen Aufstand auf. Trump hatte am Mittwoch Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt und den baldigen Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv dorthin angekündigt. Die Weltgemeinschaft reagierte zutiefst besorgt - es gibt Ängste vor einem neuen Flächenbrand in Nahost. Dagegen sprach Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu von einem historischen Tag. Die Israelis beanspruchen ganz Jerusalem als ihre unteilbare Hauptstadt. Dies wird international nicht anerkannt. Israel hatte 1967 während des Sechstagekriegs den arabischen Ostteil der Stadt erobert und später annektiert. Die Palästinenser sehen in Ost-Jerusalem die künftige Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenserstaates. Der UN-Sicherheitsrat befasst sich am Freitag in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Beschluss des US-Präsidenten.
    Australisches Parlament beschließt Ehe für alle:
    In Australien werden die ersten schwulen und lesbischen Paare vermutlich schon im Januar heiraten können. Nach langen Debatten beschloss das Unterhaus des australischen Parlaments in der Hauptstadt Canberra die Ehe für alle. Von 150 Abgeordneten stimmten letztlich nur vier dagegen. Das Oberhaus, der Senat, hatte bereits vor einigen Tagen grünes Licht gegeben. Der konservative Premierminister Malcolm Turnbull, der selbst mit Ja stimmte, sagte: "Australien hat es geschafft!" In einer Volksbefragung sprachen sich kürzlich fast 62 Prozent der Australier für die Homo-Ehe aus. Mittlerweile ist homosexuellen Paaren die Eheschließung in mehr als 20 westlichen Demokratien möglich. In Deutschland ist sie seit dem 1. Oktober erlaubt.
    Trump fordert Saudis zur Zulassung von Hilfen für den Jemen auf:
    US-Präsident Donald Trump hat Saudi-Arabien aufgefordert, uneingeschränkte humanitäre Hilfslieferungen in den Jemen zuzulassen. Die Menschen in dem Land bräuchten dringend Nahrung, Trinkwasser, Treibstoff und Arzneimittel. Dies müsse aus humanitären Gründen sofort passieren, heißt es in einer Stellungnahme des Präsidenten. Bereits im November hatten die USA Druck auf Saudi-Arabien ausgeübt, Häfen und Flughäfen im Jemen für Hilfslieferungen zu öffnen. Seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jemen vor zwei Jahren schlingert das Land immer weiter in eine humanitäre Katastrophe. Von den 27 Millionen Einwohnern sind nach UN-Angaben zwei Drittel auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Neben einer Hungerkatastrophe droht auch eine Cholera-Epidemie.
    Achter Abschiebeflug erreicht Kabul - erstmals sogenannte Gefährder dabei:
    Die deutschen Behörden haben ein weiteres Mal abgelehnte afghanische Flüchtlinge in ihre Heimat abgeschoben. Das in Frankfurt am Main gestartete Flugzeug landete in Kabul, wie ein Sprecher bestätigte. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur waren 27 Passagiere an Bord, darunter erstmals auch zwei sogenannte Gefährder - Menschen, denen die Behörden terroristische Taten zutrauen. Der Großteil der Gruppe kam demnach aus Bayern. Es ist die achte Sammelabschiebung seit Dezember 2016. Mit den ersten sieben Flügen hatte die Bundesregierung nach offiziellen Angaben 128 zumeist junge Männer nach Afghanistan zurückfliegen lassen. Die Abschiebungen sind umstritten, weil sich in Afghanistan der Konflikt zwischen Regierung und islamistischen Taliban verschärft hat.
    US-Gericht verurteilt VW-Manager zu sieben Jahren Gefängnis:
    Wegen Vertuschung der Abgasmanipulationen bei Volkswagen ist ein Manager des Konzerns in den USA zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Wie ein Sprecher des Bundesgerichts in Detroit mitteilte, wurde gegen den Angeklagten außerdem eine Geldstrafe von 400.000 Dollar verhängt. Der Manager hatte sich schuldig bekannt, sonst hätte ihm womöglich eine noch härtere Strafe gedroht. Anfangs hatte wegen der ihm zur Last gelegten elf Straftaten eine Gesamtstrafe von 169 Jahren im Raum gestanden. Von der Manipulation waren in den USA fast 600.000 Fahrzeuge betroffen. Der VW-Mitarbeiter leitete von 2012 bis 2015 das Umweltbüro des Volkswagen-Konzerns in Michigan.
    8 min
  • 06.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump hält Rede zu Status von Jerusalem - Botschaftsverlegung erwartet:
    Die USA wollen Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. US-Präsident Donald Trump werde diese Entscheidung im Laufe des Mittwochs bekanntgeben und das Außenministerium mit den Vorbereitungen zum Verlegen der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem beauftragen, heißt es im Weißen Haus. Trump telefonierte am Dienstag mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas, Jordaniens König Abdullah und Ägyptens Staatsoberhaupt Abdel Fattah al-Sissi, um sie von seiner Absicht zu unterrichten. Abbas und Abdullah warnten vor "gefährlichen Folgen" eines solchen Schrittes. Der Status Jerusalems ist umstritten. Israel bezeichnet die Stadt als seine Hauptstadt. Dagegen beanspruchen die Palästinenser den von Israel annektierten Ostteil als Hauptstadt eines künftigen Staates. Die meisten ausländischen Staaten haben ihre Botschaften in Tel Aviv, darunter auch Deutschland. Seit Jahrzehnten haben die USA die Politik vertreten, dass der Status Jerusalems bei Verhandlungen bestimmt werden müsse.
    ZDF: IS-Kontakte in Amri-Handy gespeichert:
    In einem beschlagnahmten Mobiltelefon des Attentäters vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, haben sich nach Recherchen des ZDF womöglich genügend Anhaltspunkte für eine frühzeitige Festnahme befunden. Dort gespeicherte Nummern seien der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zuzuordnen, berichtete das Magazin "Frontal 21". Für die Auswertung sei das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen zuständig gewesen. Ein Sprecher des Landesinnenministeriums sagte, man prüfe die Informationen. Der Tunesier Amri war vor einem Jahr mit einem gestohlenen Lastwagen in eine Menschenmenge an der Berliner Gedächtniskirche gerast und hatte zwölf Menschen getötet. Auf der Flucht wurde er in Italien von Polizisten erschossen.
    Drei Verdächtige des Mordes an Journalistin in Malta angeklagt:
    Nach der Ermordung der regierungskritischen Enthüllungsjournalistin Daphne Caruana Galizia auf Malta sind drei Verdächtige angeklagt worden. Sie plädierten vor Gericht auf nicht schuldig. Die drei Männer, darunter zwei Brüder, sollen den Anschlag mit einer Autobombe am 16. Oktober ausgeführt haben. Am Montag waren zehn Verdächtige wegen des Attentats auf die 53-jährige Bloggerin festgenommen worden. Sieben Personen wurden inzwischen gegen Kaution freigelassen. Die drei Angeklagten sollen polizeibekannt und in frühere Straftaten verwickelt gewesen sein. Dazu gehöre auch ein gescheiterter Banküberfall und ein versuchter Mord an einem Polizisten, schreiben örtliche Zeitungen. Die Bloggerin hatte unter anderem über Korruption und kriminelle Unterwanderung des Landes berichtet. Auch hatte sie über Offshore-Firmen von Regierungsmitarbeitern geschrieben.
    Viele Verletzte bei Zugunglück in Nordrhein-Westfalen:
    Bei einem Zugunglück auf offener Strecke sind bei der nordrhein-westfälischen Stadt Neuss 47 Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Ein Regionalzug war auf einen stehenden Güterzug geprallt und zum Teil entgleist. Unklar ist, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Nach Angaben der Feuerwehr waren 155 Menschen im Zug. Bei dem Unglück verkeilte sich der vordere Wagen des Personenzugs stärker, die weiteren Waggons entgleisten oder standen weitgehend unbeschädigt auf den Schienen. "Wir haben großes Glück gehabt", sagte ein Sprecher der Firma National Express Rail, die den Regionalzug betreibt. Fahrgäste berichteten von einem "großen Knall" und einer Vollbremsung. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit mehr als 200 Einsatzkräften vor Ort.
    Russland von Winterspielen wegen Dopings ausgeschlossen:
    Wegen des Dopingskandals wird Russland von den Olympischen Winterspielen im kommenden Jahr in Südkorea ausgeschlossen. Zugelassen würden nur einige russische Athleten unter neutraler Flagge, teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Lausanne mit. Der Verband sprach von Beweisen, die eine "beispiellose und systematische Manipulation" des Anti-Doping-Systems in Russland auch während der Winterspiele 2014 in Sotschi belegten. IOC-Präsident Thomas Bach äußerte sein Bedauern über dopingfreie Sportler, die nun leiden müssten. Dem Verband zufolge dürfen die Athleten nur teilnehmen, wenn sie keine leistungssteigernden Mittel nahmen und dies nachgewiesen wird. Das IOC suspendierte zudem den Chef des russischen Olympiaverbandes, Alexander Schukow, vom Weltverband. Laut Bach bat der russische Verband bei einem Treffen um Entschuldigung. Schukow kündigte an, gegen die Entscheidung des IOC Beschwerde beim Internationalen Sportgerichtshof einzulegen.
    9 min
  • 05.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gabriel fordert neue Politik Deutschlands gegenüber den USA:
    Bundesaußenminister Sigmar Gabriel will die deutsche US-Politik neu justieren. Die USA kämen unter ihrem Präsidenten Donald Trump ihrer Rolle als weltpolitische Gestaltungskraft nur noch "geschwächt" nach, kritisierte der SPD-Politiker laut einem der "Süddeutschen Zeitung" vorliegenden Manuskript für eine Grundsatzrede, die er an diesem Dienstag beim Berliner Forum Außenpolitik der Körberstiftung halten will. Deutschland müsse künftig selbstbewusster seine Interessen vertreten. "Wir müssen selbst unsere Positionen beschreiben und notfalls rote Linien ziehen - unter Partnern, aber an unseren eigenen Interessen orientiert."
    Oberster Gerichtshof billigt zunächst Trumps Einreiseverbot:
    Weiterer Etappenerfolg für US-Präsident Donald Trump im erbitterten Rechtsstreit um seine Einreiserestriktionen: Das Oberste Gericht setzte die jüngste Version seines Dekrets vollumfänglich in Kraft. Allerdings gilt die Entscheidung nur vorübergehend, bis über die noch laufenden Berufungen gegen den Erlass entschieden ist. Das Oberste Gericht will sich also noch eingehender mit dem Thema befassen. Trump hatte die dritte Fassung des Dekrets am 25. September in Kraft gesetzt. Es enthält Einreisebeschränkungen für Bürger der mehrheitlich muslimischen Staaten Iran, Jemen, Libyen, Somalia, Syrien und Tschad. Zudem wird allen Bürgern von Nordkorea und Regierungsvertretern aus Venezuela die Einreise untersagt. Bundesrichter in den Bundesstaaten Hawaii und Maryland setzten das Dekret großenteils außer Kraft. Trump begründet die Maßnahmen vor allem mit dem Schutz gegen Terrorgefahren, seine Kritiker sehen darin eine Diskriminierung.
    Kein Durchbruch bei Brexit nach Spitzentreffen in Brüssel:
    Ein Spitzentreffen zwischen der britischen Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel hat keinen Durchbruch in den Brexit-Fragen gebracht. Beide kündigten weitere Beratungen an, um die erste Phase der Austrittsverhandlungen abschließen zu können. Dabei zeigten sie sich "zuversichtlich", bis Ende der Woche zu einem greifbaren Ergebnis zu kommen. Eine Einigung scheiterte offenbar vor allem an der künftigen Gestaltung der Grenze zwischen Irland und Nordirland. Die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 Mitgliedstaaten wollen beim EU-Gipfel nächste Woche entscheiden, ob es "ausreichende Fortschritte" bei den drei wichtigen Austrittsfragen gibt. Dies sind die künftigen Rechte der EU-Bürger in Großbritannien, die Finanzforderungen an London und die Nordirland-Frage.
    EU-Finanzminister wollen "Schwarze Liste" mit Steueroasen beschließen:
    Die EU-Finanzminister wollen an diesem Dienstag in Brüssel erstmals eine gemeinsame Liste mit Steueroasen verabschieden. Auf der "Schwarzen Liste" werden nach Angaben aus EU-Kreisen voraussichtlich zehn bis zwanzig Länder und Gebiete stehen, die gegen Standards einer fairen Steuerpolitik verstoßen. Der geschäftsführende Bundesfinanzminister Peter Altmaier sagte, er erhoffe sich "ein klares Signal gegen Steuerbetrug und Steuerumgehung". Die EU arbeitet schon seit April 2016 an der Liste, nachdem über die "Panama Papers" weltweit verbreitete Praktiken zu Steuerflucht und -vermeidung enthüllt wurden. Sanktionen sind vorerst nicht vorgesehen - die EU setzt auf die "Prangerwirkung" durch die Aufnahme in die Liste. Bei dem Ministertreffen geht es zudem um die Besteuerung von Digitalkonzernen sowie das Thema Online-Mehrwertsteuerbetrug.
    Ranghoher UN-Vertreter Feltman reist nach Nordkorea:
    Der UN-Untergeneralsekretär Jeffrey Feltman reist für politische Gespräche nach Nordkorea. Feltman werde von Dienstag bis Freitag in der Hauptstadt Pjöngjang sein, teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Nordkorea habe den UN-Diplomaten im September am Rande der UN-Vollversammlung eingeladen. Feltman werde mit dem Außenminister und anderen Vertretern des Landes "Themen von gemeinsamem Interesse und gemeinsamer Sorge" besprechen. Ein Treffen mit Machthaber Kim Jong Un sei derzeit nicht geplant. Erst am Mittwoch hatte Nordkorea eine Interkontinentalrakete getestet, die angeblich das gesamte US-Territorium erreichen kann.
    Bundesweite Razzien wegen Hamburger G20-Krawallen:
    Fünf Monate nach den schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg haben Ermittler in mehreren Bundesländern Wohnungen von Linksautonomen durchsucht. Wie die Hamburger Polizei mitteilte, geht es um den Verdacht des schweren Landfriedensbruchs. Laut der Zeitung "Die Welt" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 21 Männer und Frauen, die bei dem Gipfel im Juli an gewaltsamen Aktionen in der Hamburger Straße Rondenbarg beteiligt gewesen sein sollen.
    8 min
  • 04.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ferber bestätigt Berichte über Seehofers Abgang als Ministerpräsident:
    Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer will dieses Amt nach Informationen aus der Partei aufgeben. Seehofer werde bei der Landtagswahl im kommenden Jahr nicht mehr als Spitzenkandidat antreten, bestätigte der CSU-Europaabgeordenete Markus Ferber entsprechende Zeitungsberichte. Den Vorsitz der CSU wolle Seehofer aber behalten. Nach massiven Verlusten bei der Bundestagswahl hatte sich der Druck auf den Parteichef deutlich erhöht. Parteiintern waren zuletzt immer mehr Stimmen laut geworden, die einen Machtwechsel an der Spitze anmahnten.
    Brexit: Treffen von May mit EU-Kommissionschef Juncker:
    Die britische Premierministerin Theresa May kommt an diesem Montag in Brüssel mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zusammen. Bei dem Mittagessen soll klargestellt werden, zu welchen Zugeständnissen Großbritannien beim Austritt aus der EU 2019 bereit ist. Bislang hat es angesichts des Streits um Finanzforderungen bei den Brexit-Verhandlungen kaum Fortschritte gegeben. Beobachter rechnen damit, dass die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kommende Woche die Ausweitung der Verhandlungen einläuten könnten, sofern die Klarstellungen Mays als ausreichend angesehen werden.
    Eurogruppe bestimmt neuen Vorsitzenden:
    Die Finanzminister der Eurozone wählen an diesem Montag einen neuen Vorsitzenden. Vier Kandidaten haben sich für die Nachfolge von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem aus den Niederlanden beworben, dessen Mandat Mitte Januar ausläuft. Es handelt sich um den portugiesischen Finanzminister Mário Centeno, den Slowaken Peter Kazimir, den Luxemburger Pierre Gramegna und die Lettin Dana Reizniece-Ozola. Abgestimmt wird in geheimer Wahl. Nötig ist die Unterstützung durch mindestens zehn der 19 Euro-Staaten. Daneben beraten die Euro-Finanzminister über Reformen Griechenlands, die Voraussetzung für weitere Hilfsgelder sind. Eine Entscheidung über die Auszahlung weiterer Mittel aus dem bis zu 86 Milliarden Euro schweren dritten Hilfspaket ist aber erst Anfang 2018 geplant.
    Deutschland liegt bei Asylentscheiden weiter an der Spitze:
    Im ersten Halbjahr 2017 sind in Deutschland nach Informationen der Zeitung "Die Welt" mehr Asylentscheidungen getroffen worden als in den übrigen 27 EU-Staaten zusammen. Das Blatt berichtet unter Hinweis auf das EU-Statistikamt Eurostat, den etwa 358.000 Entscheidungen in Deutschland stünden rund 199.000 Entscheidungen in den anderen 27 EU-Staaten gegenüber. Die Angaben der europäischen Statistiker weichen ab von denen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das im ersten Halbjahr sogar 388.201 Entscheidungen über Erstanträge gezählt habe. Viele Migranten reisten unerlaubt in ihre bevorzugten Staaten weiter, vor allem nach Deutschland. Seit April 2016 kommen dem Bericht zufolge monatlich rund 15.000 neue Schutzsuchende an. Damit sei Deutschland bis heute das mit Abstand wichtigste Zielland geblieben.
    Südkorea und USA starten bisher größte Luftwaffenübung:
    Südkoreanische und US-Streitkräfte haben ihre bisher größte Luftwaffenübung begonnen, was die Zahl der Flugzeuge angeht. An dem Manöver "Vigilant Ace" sollen nach Militärangaben mehr als 230 US-Kampfflugzeuge sowie etwa 12.000 Soldaten teilnehmen. Die fünftägige Übung soll die "Bereitschaft" der beiden verbündeten Länder stärken. Nach unbestätigten südkoreanischen Medienberichten könnten daran auch US-Langstreckenbomber des Typs B-1B teilnehmen. Im November 2016 nahmen gut 16.000 Soldaten und mehr als 200 Flugzeuge an der alljährlichen Übung teil. Vor wenigen Tagen hatte Nordkorea eine weitere Interkontinentalrakete gestartet, der Test war international scharf kritisiert worden. Das diplomatisch isolierte Land erklärte kurz danach, es könne jetzt das gesamte Festland der USA mit Atomsprengköpfen angreifen. Pjöngjang wirft den USA regelmäßig vor, durch ihre Militärmanöver mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder bestreiten.
    Venezuelas Staatschef will neue Kryptowährung:
    Das hochverschuldete Venezuela hat die Einführung einer Kryptowährung angekündigt. Die neue Währung "Petro" sei eine Antwort auf die finanzielle Blockade seines Landes im Zuge der US-Sanktionen, sagte Präsident Nicolas Maduro. Die Währung werde gestützt durch die natürlichen Ressourcen des ölreichen Landes. Die USA hatten im August ihre Sanktionen gegen Venezuela verschärft und erklärt, damit solle die "Tyrannei" Maduros gestoppt werden. Dieser kündigte dann im November angesichts der katastrophalen Wirtschaftslage an, venezolanische Schulden nicht wie vereinbart zurückzuzahlen. Vielmehr solle zunächst die Lage der Bevölkerung in dem einst wohlhabenden Land verbessert werden. Es fehlt vielerorts an Nahrungsmitteln und Medikamenten. Hinzu kommt eine extrem hohe Inflation, die nach Angaben der Opposition Ende des Jahres bei 1400 Prozent liegen könnte.
    10 min
  • 02.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Senat billigt Steuerreformpläne von Trumps Republikanern:
    Der US-Senat hat mit der Mehrheit der Republikaner einen Gesetzentwurf über eine umfassende Steuerreform gebilligt. Nach einer Marathonsitzung gab es 51 Ja- und 49 Nein-Stimmen. Zuvor war es den Republikanern gelungen, mehrere Skeptiker in den eigenen Reihen durch Zugeständnisse umzustimmen. Die Demokraten votierten geschlossen mit Nein. Das Repräsentantenhaus hatte jüngst eine eigene Vorlage beschlossen. Nun müssen beide Parlamentskammern ihre Entwürfe unter einen Hut bringen. Die gemeinsame Fassung soll Präsident Donald Trump bis Weihnachten vorgelegt werden. Beide Vorlagen zielen im Kern auf massive Steuersenkungen für Unternehmen ab. Generell kommen Reiche erheblich besser weg als Ärmere und die Mittelschicht. Nach unabhängigen Schätzungen dürfte die Reform das Haushaltsdefizit deutlich erhöhen. Kommt die Steuerreform durch, wäre es Trumps erster großer Gesetzeserfolg nach zehn Monaten Amtszeit.
    Russland-Affäre: Druck auf Trump steigt :
    US-Präsident Donald Trump gerät in der Affäre um mögliche Verbindungen nach Russland stärker unter Druck. Der frühere Sicherheitsberater des Präsidenten, Michael Flynn, ist offenbar bereit, gegen Trump auszusagen. Flynn räumte ein, dass er die Ermittlungsbehörden bisher bewusst angelogen hat. Es geht dabei um Kontakte zum russischen Botschafter in Washington. Flynn hatte bisher behauptet, dabei nicht über US-Sanktionen gegen Russland gesprochen zu haben. Jetzt heißt es, dass es solche Gespräche doch gegeben hat. Flynn soll zudem von einer Person aus dem direkten Umfeld Trumps darum gebeten worden sein. Nach Medienberichten handelt es sich um Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Brisant ist der Fall, weil Trump zum Zeitpunkt der Gespräche zwar gewählt, aber noch nicht im Amt war, er hätte den damaligen Präsidenten Barack Obama damit hintergangen.
    SPD will noch keine Entscheidung über Große Koalition treffen:
    Bis Deutschland eine neue Bundesregierung hat, wird es wohl noch eine Weile dauern. Im Hinblick auf eine mögliche Neuauflage der Großen Koalition zwischen Union und SPD bremsen derzeit vor allem die Sozialdemokraten. Von Seiten der CDU heißt es, man sei zu "ernsthaften Gesprächen" bereit und habe auch die Absicht, diese Gespräche "zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen." SPD-Parteichef Martin Schulz will sich aber nicht unter Druck setzen lassen. Er betont, man werde sich für eine Diskussion innerhalb der Partei Zeit nehmen. Vor allem die Jugendorganisation der SPD macht zur Zeit Stimmung gegen eine Fortsetzung der Großen Koalition. Eine Entscheidung könnte beim Parteitag der SPD am 10. und 11. Dezember fallen.
    Tusk: Irland wird zum Knackpunkt für Brexit-Gespräche:
    Im Streit über die künftige Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland hat sich EU-Ratspräsident Donald Tusk hinter die Republik Irland gestellt. Tusk sagte, der Umgang Großbritanniens mit der Grenze auf der irischen Insel sei ein Knackpunkt für die Brexit-Verhandlungen. Diese Grenze wird künftig eine Außengrenze der EU sein, weil die Republik Irland Mitglied der Europäischen Union bleibt, während Nordirland als Teil Großbritanniens aus der Gemeinschaft austreten wird. Die Republik Irland fordert jetzt eine schriftliche Zusage, dass es zwischen den beiden Teilen der Insel keine Grenzkontrollen geben wird. Die Briten haben eine solche Zusage bisher nicht geliefert. Tusk sagte dazu, wenn das britische Angebot inakzeptabel für Irland sei, dann werde es auch inakzeptabel für die EU sein.
    Alternative Nobelpreise in Schweden überreicht:
    In Schweden ist der "Right Livelihood Award" - besser bekannt als "Alternativer Nobelpreis" - an die Preisträger überreicht worden. Vier Menschenrechtsaktivisten teilen sich die Auszeichnung. Preisträger sind der indische Menschenrechtsanwalt Colin Gonsalves, der ein "Recht auf Nahrung" erstritten hat, die Äthiopierin Yetnebersh Nigussie, die für ihr Engagement für Menschen mit Behinderung in Afrika ausgezeichnet wurde, und die investigative Journalistin Khadija Ismayilova aus Aserbaidschan. Sie wurde geehrt, weil sie Korruption in ihrem Heimatland aufgedeckt hat. Einen undotierten Ehrenpreis erhielt zudem der amerikanische Umweltrechtler Robert Bilott. Er hat Bürger im US-Bundesstaat West Virginia vertreten, deren Trinkwasser chemisch verseucht worden war.
    8 min

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