Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Download on the App Store
  • Favorites

    666

    Followers

  • Typical duration

    9 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen episodes

  • 01.12.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Senat muss Abstimmung über Steuerreform verschieben:
    Der US-Senat hat nach stundenlangem Ringen seine Abstimmung über die republikanische Steuerreform vertagt. An diesem Freitag sollen die Senatoren einen neuen Anlauf nehmen. US-Präsident Donald Trump stieß mit seinen Plänen für eine historische Steuerreform auch auf Widerstand in den eigenen Reihen. Eine neue Berechnung des Haushaltsbüros des Kongresses hatte ergeben, dass die anvisierten Steuersenkungen die nationalen Schulden um rund eine weitere Billion Dollar erhöhen würden. Nach den neuen Daten meldeten einige republikanische Senatoren Bedenken an und forderten weitere Änderungen an dem Reformgesetz. Um die Reform durch den Senat zu bringen, reicht eine einfache Mehrheit. 52 der 100 Senatoren sind Republikaner. Die Partei kann sich maximal zwei Abweichler in den eigenen Reihen erlauben, bei einem Patt entscheidet die Stimme von Vizepräsident Mike Pence.
    Steinmeier lotet mit Parteichefs Chancen für große Koalition aus:
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD empfangen, um die Chancen auf eine Regierungsbildung auszuloten. Das Treffen des Präsidenten mit der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Parteichefs Horst Seehofer und Martin Schulz in Schloss Bellevue galt als eine Art Vor-Sondierung für eine mögliche Neuauflage der großen Koalition. Die Unionsspitze befürwortet dies, um rasch eine stabile Regierung zu bilden. Die SPD hatte sich nach ihren dramatischen Verlusten bei der Bundestagswahl zunächst auf die Oppositionsrolle festgelegt. Inzwischen schließt sie die Duldung einer Minderheitsregierung der Union oder eine neue große Koalition nicht mehr aus. Über den Inhalt der Beratungen hatten alle Seiten Stillschweigen vereinbart. Die Vorsitzenden wollten an diesem Freitag zunächst ihre Parteigremien informieren.
    Berlusconi muss wegen mutmaßlicher Zeugenbestechung wieder vor Gericht:
    Der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi muss wegen des Vorwurfs der Zeugenbestechung erneut vor Gericht. Eine erste Anhörung sei von einem Gericht in Siena für den 1. Februar 2018 festgelegt worden, berichteten Medien. Demnach wird dem Ex-Regierungschef vorgeworfen, einen Pianisten für eine Falschaussage im ersten Prozess bezahlt zu haben, in dem es um Sex-Partys in Berlusconis Villa ging. Der Pianist Danilo Mariani hatte bei den als Bunga-Bunga-Partys bekannt gewordenen Festen nahe Mailand für musikalische Unterhaltung gesorgt. Strittig war bei der juristischen Aufarbeitung der Partys vor allem, ob Berlusconi wusste, dass die marokkanische Tänzerin Karima al-Mahrough alias Ruby damals noch nicht volljährig war. Dem heute 81-Jährigen war vorgeworfen worden, er habe Ruby für Sex bezahlt.
    Saudi Arabien fängt Rakete aus dem Jemen ab:
    Die saudische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben eine aus dem Jemen abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen. Der Flugkörper sei zerstört worden, es sei niemand zu Schaden gekommen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen meldeten dagegen, die Rakete habe ein militärisches Ziel im Südwesten Saudi-Arabiens getroffen. Anfang November hatten die Huthis eine Rakete auf die saudische Hauptstadt Riad abgefeuert. Als Reaktion darauf wurde eine Blockade über Jemens Flug- und Seehäfen verhängt, die inzwischen gelockert worden ist. Das sunnitische Königreich führt eine Militärkoalition an, die mit Luftangriffen die Huthi-Rebellen im Jemen bekämpft. Der Konflikt entwickelt sich immer mehr zu einem Stellvertreterkrieg zwischen den Regionalmächten Iran und Saudi Arabien um die Vorherrschaft im Mittleren Osten.
    Argentiniens Marine erklärt U-Boot-Besatzung für tot:
    Die argentinische Marine hat die 44 Besatzungsmitglieder des seit 15 Tagen im Südatlantik vermissten U-Boots "ARA San Juan" für tot erklärt. Die Suche nach Überlebenden werde eingestellt, sagte ein Sprecher in Buenos Aires. Nach dem Boot wird aber weiter gesucht, um das Unglück aufzuklären. In der letzten Funkverbindung am 15. November hatte der Kapitän einen Kurzschluss und Schwelbrand im Batteriesystem gemeldet. Mehrere Spezialschiffe und Flugzeuge mit speziellen Suchgeräten waren in einem Gebiet mit einem Durchmesser von etwa 125 Kilometern vor der Küste Patagoniens im Einsatz. Das Verschwinden der "ARA San Juan" gilt als größte Tragödie in der Geschichte der Marine des südamerikanischen Landes.
    9 min
  • 30.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump-Schwiegersohn soll zu Russlandaffäre befragt worden sein:
    Der Schwiegersohn und Berater von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, soll in diesem Monat von Ermittlern zu der Russlandaffäre befragt worden sein. Das berichten US-Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise. Dabei sei es um ein Treffen Kushners mit dem russischen Botschafter und Trumps ehemaligem Sicherheitsberater Michael Flynn in der Übergangsphase nach der US-Präsidentenwahl gegangen. Das Team um Sonderermittler Robert Mueller versucht herauszufinden, ob Personen aus Trumps Umfeld mit Russland zusammengearbeitet haben, um die US-Präsidentenwahl zu seinen Gunsten zu beeinflussen.
    Trump sendet Wut-Tweet Richtung Großbritannien:
    Nach der Kritik Londons an der Weiterverbreitung islamfeindlicher Videos durch US-Präsident Donald Trump hat dieser die britische Premierministerin Theresa May angegriffen. May solle sich nicht auf ihn konzentrieren, sondern auf den "zerstörerischen radikalen islamischen Terrorismus" im Vereinigten Königreich, schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zuvor hatte ein Sprecher Mays Trump scharf kritisiert, nachdem dieser bei Twitter kommentarlos drei islamophobe Videos geteilt hatte, die auch von der rechtsextremistischen Gruppierung Britain First verbreitet und mit islamfeindlichen Texten unterlegt worden waren. "Es ist falsch vom US-Präsidenten, das getan zu haben", sagte Mays Sprecher. Britain First versuche, die britische Gesellschaft durch den Gebrauch "hasserfüllter Erzählungen" zu spalten.
    Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen zu Suizid in Haager UN-Tribunal ein:
    Nach dem Suizid des früheren bosnisch-kroatischen Militärkommandeurs Slobodan Praljak vor dem UN-Tribunal für das ehemalige Jugoslawien hat die niederländische Staatsanwaltschaft Ermittlungen eingeleitet. Dabei sollten unter anderem die Fragen beantwortet werden, woran Praljak starb und ob er bei der Beschaffung des mutmaßlichen Gifts Hilfe von außen gehabt habe, erklärte die Staatsanwaltschaft in Den Haag. Gerätselt wird derzeit, wie es dem zu 20 Jahren Haft Verurteilten gelingen konnte, das Fläschchen mit dem mutmaßlichen Gift trotz der strengen Sicherheitsauflagen in das Gericht zu schmuggeln. Auch ist unklar, wie Praljak womöglich in dem Haager UN-Haftzentrum die fragliche Flüssigkeit erhalten konnte.
    USA fordern Abbruch aller Kontakte zu Nordkorea:
    Die USA haben nach dem nordkoreanischen Raketentest vom Mittwoch alle Länder aufgerufen, ihre diplomatischen Beziehungen und Handelskontakte zu Pjöngjang zu beenden. In einer Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats warnte die US-Botschafterin bei den UN, Nikki Haley, zudem, im "Falle eines Krieges" werde die Führung in Nordkorea "vollkommen zerstört" werden. Sie berichtete, US-Präsident Donald Trump habe in einem Telefonat mit seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping darauf gedrängt, dass Peking sämtliche Öllieferungen an Nordkorea stoppen solle. Die Führung in Pjöngjang hatte nach dem Versuch erklärt, das gesamte US-Festland liege nun in Reichweite nordkoreanischer Raketen.
    Gabriel wirbt in USA für Atomabkommen mit dem Iran:
    Außenminister Sigmar Gabriel ist nach Washington geflogen, um dort für die Beibehaltung des historischen Atomabkommens mit dem Iran zu werben. Falls das Nuklearabkommen scheitern sollte, wäre dies ein verheerendes Signal in Richtung Aufrüstung in der Region und weltweit, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur vor seiner Abreise. Der jüngste nordkoreanische Raketentest zeige einmal mehr, welches Eskalationspotenzial von ungeregelten Konflikten ausgehe. Gleichzeitig kritisierte Gabriel aber auch das Agieren Teherans als Regionalmacht und das iranische Raketenprogramm, das Sorge bereite. Der US-Kongress muss bis Mitte Dezember entscheiden, ob die ausgesetzten Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt werden sollen.
    48 Militärs aus Diktaturzeit in Argentinien verurteilt:
    Im größten Prozess der argentinischen Geschichte sind 48 ehemalige Militärs wegen Menschenrechtsverletzungen zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt worden. 29 von ihnen erhielten lebenslange Haftstrafen, weitere 19 Angeklagte müssen zwischen 8 und 25 Jahre ins Gefängnis, wie ein Gericht in Buenos Aires mitteilte. Sie wurden für die Verschleppung, Folter und in den meisten Fällen auch Ermordung von 789 Menschen während der Militärdiktatur (1976-1983) schuldig befunden. Sechs der 54 Angeklagten wurden freigesprochen, unter ihnen der ehemalige Schatzsekretär der Diktatur, Juan Alemann. Der fünfjährige Prozess arbeitete Menschenrechtsverletzungen in der berüchtigten Mechanikschule der Marine (ESMA) auf, dem größten Lager der Militärdiktatur, in dem über 4000 Menschen getötet wurden. Unter den Opfern der Verurteilten waren auch zwei französische Nonnen. Acht weitere Opfer waren betäubt aus Flugzeugen in den La-Plata-Fluss geworfen worden.
    Hamas und Fatah verschieben Machtübergabe:
    Die für Freitag geplante Machtübergabe im Gazastreifen von der radikalislamischen Hamas an die international anerkannte Palästinenserbehörde verzögert sich. Als neuer Termin sei nun der 10. Dezember vorgesehen, teilten Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, der der gemäßigteren Fatah angehört, und ein Hamas-Vertreter mit. Zuvor hatten der Hamas nahestehende Gewerkschafter Mitarbeiter der Palästinenserbehörde daran gehindert, ihre alten Büros im Gazastreifen zu beziehen. Dieser Schritt war im Versöhnungsabkommen vom Oktober vereinbart worden. Es geht um 17.000 Arbeitsplätze. Nicht geklärt ist allerdings, was mit rund 43.000 Hamas-Angestellten geschehen soll. Ein hochrangiger Fatah-Vertreter warf der Hamas vor, das Abkommen zu ignorieren. Dies wiesen die Islamisten zurück.
    11 min
  • 29.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China verurteilt Nordkoreas Raketentest:
    China hat sich besorgt über Nordkoreas neuen Raketentest gezeigt und Nordkorea und die USA zu Verhandlungen aufgerufen. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums äußerte in Peking "große Sorge" über den Test. China fordere Nordkorea eindringlich auf, sich an die UN-Resolutionen zu halten, die dem Land solche Raketenstarts untersagen. Pjöngjang solle nichts tun, was die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel noch verschärfe. Nordkorea hatte in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) seine bisher weitreichendste Rakete getestet. Der neue Waffentest stieß international auf scharfe Kritik.
    Bengasi-Angreifer in US-Verfahren verurteilt:
    Einer der Hauptverdächtigen der tödlichen Attacke auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi vor fünf Jahren ist in den USA vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Der Angeklagte wurde aber in vier von 18 Punkten schuldig gesprochen, darunter der Vorwurf "Vereinigung mit terroristischem Ziel". Das Strafmaß für den 46-Jährigen soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Bei dem Angriff auf das US-Konsulat im Jahr 2012 waren der Botschafter Chris Stevens, einer seiner Mitarbeiter und zwei Sicherheitskräfte getötet worden.
    Papst feiert erste öffentliche Messe in Myanmar:
    Bei seinem Besuch in Myanmar hat Papst Franziskus vor rund 150.000 Gläubigen eine Messe unter freiem Himmel zelebriert. Das Kirchenoberhaupt begrüßte die Menge in Rangun mit "Minglabar", was "Hallo" in der Landessprache bedeutet. Zuvor hatte er vom Papamobil aus den zahlreichen Gläubigen zugewinkt. Von den rund 51 Millionen Einwohnern von Myanmar sind nur etwa 700.000 Menschen katholisch. Die Mehrheit der Bevölkerung ist buddhistisch. Zu der Papst-Messe waren Katholiken aus dem ganzen Land angereist.
    WHO: Malaria breitet sich wieder stärker aus:
    Die Vereinten Nationen melden Rückschläge im Kampf gegen die Malaria. Die Zahl der Erkrankungen sei 2016 erstmals seit Jahren wieder gestiegen, heißt es in dem Malaria-Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Im vergangenen Jahr wurden demnach weltweit rund 216 Millionen Fälle gezählt, im Jahr davor waren es fünf Millionen weniger. Als eine Ursache für die mangelnden Erfolge in der Malaria-Bekämpfung nennen die WHO-Experten zunehmende Resistenzen der Malaria-Erreger.
    Berichte: Einigung zu Brexit-Rechnung in Aussicht:
    Großbritannien und die EU haben sich britischen Medienberichten zufolge im Streit um die Brexit-Schlussrechnung angenähert. Der "Telegraph" berichtete unter Berufung auf Verhandlungskreise, beide Seiten hätten sich im Grundsatz geeinigt. Eine genaue Summe sei noch nicht festgelegt worden, sie werde aber je nach Auslegung einer vereinbarten Berechnungsmethode zwischen 45 und 55 Milliarden Euro liegen. Auch die "Financial Times" sowie der "Guardian" berichteten von einer Einigung. Die EU-Kommission kommentierte die Berichte nicht. Aus EU-Kreisen hieß es allerdings, in der Finanzfrage gebe es Bewegung. Auch aus London gab es keine offizielle Bestätigung, Fortschritte wurden aber angedeutet. Großbritannien will im März 2019 aus der EU austreten.
    Kanada entschuldigt sich offiziell für Diskriminierung von Homosexuellen:
    Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat sich offiziell bei den Schwulen und Lesben des Landes für die jahrzehntelange Diskriminierung durch den Staat entschuldigt. Mit der Entschuldigung wandte sich Trudeau an Kanadier, die zwischen den 1950-er und 1990-er Jahren in Kanadas Bundesbehörden, der Armee, der Bundespolizei und den Geheimdiensten wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert und teilweise aus dem Staatsdienst entlassen worden waren. Der Premierminister kündigte die Zahlung von umgerechnet mehr als 67 Millionen Euro an, um eine Sammelklage tausender Kanadier wegen ihrer Entlassung aus Gründen der sexuellen Orientierung beizulegen.
    Internationaler Flughafen auf Bali nimmt Betrieb wieder auf:
    Der internationale Flughafen auf der indonesischen Ferieninsel Bali hat seinen Betrieb wieder aufgenommen. Das sagte ein Sprecher des Flughafens. Der Airport in der Inselhauptstadt Denpasar war wegen der Aschewolke des Vulkans Agung am Montag geschlossen worden. Mittlerweile werde die Vulkanasche in eine andere Richtung geweht, sagte der Sprecher. Der Flughafen könne jedoch jederzeit wieder geschlossen werden. Die Lage vor Ort werde "ständig beobachtet". Wegen der Flughafensperrung hatten tausende Touristen auf Bali festgesessen. Der Vulkan Agung auf Bali droht auszubrechen und stößt seit einigen Tagen eine Rauch- und Aschewolke aus.
    9 min
  • 28.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zustimmung zu Glyphosat sorgt für Eklat zwischen Union und SPD:
    Die Zustimmung von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) zu einer weiteren Zulassung des umstrittenen Unkrautgifts Glyphosat in der EU hat zu einem Eklat in der geschäftsführend regierenden Koaltion aus Union und SPD geführt. Schmidts Votum sei ein "glatter Vertrauensbruch" und widerspreche auch der Geschäftsordnung der Bundesregierung, sagte SPD-Vize Ralf Stegner in den ARD-"Tagesthemen". Da die SPD vorher klar Nein zu einer weiteren Zulassung gesagt habe, hätte Schmidt sich in dem EU-Gremium enthalten müssen. Der Vertrauensbruch diene nicht den laufenden Gesprächen, die jetzt auf Wunsch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zwischen den Parteien geführt werden, um eine Regierungsbildung zu ermöglichen.
    Syrische Regierung boykottiert Friedensgespräche in Genf:
    In Genf beginnt die achte Runde der Gespräche zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien. Die bisherigen Runden waren ohne greifbares Ergebnis geblieben. Auch die Stimmung vor den neuen Gesprächen ist angespannt. So ist bislang noch unklar, ob auch die syrische Regierungsdelegation überhaupt teilnehmen wird. Aus Kreisen der Delegation hieß es, die Vertreter der Regierung von Präsident Baschar al-Assad würden erst nach Genf reisen, wenn es "eine Einigung über die Tagesordnung" gebe. Die Delegierten der Assad-Regierung weigern sich offenbar, über eine neue Verfassung und Wahlen für Syrien zu sprechen -dies fordert die syrische Opposition. Auch die UN-Vermittler streben Gespräche zu diesen Themen an.
    Libanons Regierungschef Hariri fordert von Hisbollah Neutralität:
    Der libanesische Ministerpräsident Saad al-Hariri hat von der schiitischen Hisbollah Neutralität gefordert. Er wolle keine politische Partei in seiner Regierung, die sich in Konflikte zwischen arabischen Staaten einmische, sagte Hariri im französischen Fernsehen. Hariri machte die Neutralität der Hisbollah zur Bedingung für seinen Verbleib im Amt. Die Hisbollah, die im Libanon mitregiert, wird vom Iran unterstützt und kämpft in Syrien an der Seite von Präsident Baschar al-Assad sowie im Irak gegen die radikal-islamische IS-Miliz. Hariri wiederum wird vom sunnitischen Saudi-Arabien gestützt, das sich selbst in regionale Konflikte wie den im Jemen einmischt und dort mit seinem Erzfeind Iran einen Stellvertreterkrieg führt.
    Rechte wollten "Washington Post" mit fingierter Geschichte in die Falle locken:
    Rechtsgerichtete Aktivisten haben offenbar die "Washington Post" mit einer fingierten Geschichte in die Falle locken wollen. Ziel der Aktion sei es gewesen, die Zeitung "zu täuschen und zu diskreditieren", erklärte Chefredakteur Martin Baron. Eine Frau habe sich an die Redaktion gewandt, um angebliche Enthüllungen über den republikanischen Senatskandidaten Roy Moore anzubieten, der wegen sexuellen Fehlverhaltens unter Druck geraten ist. Die Frau habe angegeben, Moore habe sie vor 25 Jahren, als sie noch ein Teenager gewesen sei, geschwängert. Die Schwangerschaft habe sie durch eine Abtreibung beendet. In mehreren Interviews mit der Redaktion habe sich die Frau dann aber in Widersprüche verstrickt, weswegen sich die Zeitung gegen eine Veröffentlichung entschieden habe.
    Juncker: Flüchtlinge haben "in Libyen die Hölle gefunden":
    EU-Kommissions-Chef Jean-Claude Juncker hat sich für mehr legale Zuwanderung in die EU starkgemacht. Europa habe einen offensichtlichen Bedarf an Migration in den kommenden Jahrzehnten, daher müsse man legale Einreisewege nach Europa schaffen, sagte Juncker der Deutschen Welle in einem Interview. Er betonte, die EU müsse dem Sklavenhandel in Libyen energisch begegnen. Er sei entsetzt von den Informationen, die ihn aus Afrika erreichten, sagte der EU-Kommissions-Chef. Kinder, Frauen und Männer, die versuchten, nach Europa zu gelangen, hätten in Libyen "die Hölle gefunden" und würden in Lagern gehalten, die Gefängnissen statt Flüchtlingslagern glichen.
    Karsai: Die Jugend muss Afghanistans Zukunft gestalten:
    Afghanistans Ex-Präsident Hamid Karsai hat die afghanische Jugend aufgerufen, in ihrem Land zu bleiben. Nur sie könne das Land wieder aufbauen und es zu einem besseren Ort machen, sagte Karsai der Deutschen Welle in einem Interview. Für die Verschlechterung der Sicherheitslage machte er unter anderem das Nachbarland Pakistan verantwortlich. Dort erhielten in Afghanistan operierende Terrorgruppen Unterstützung. Auch sei mit dem "Islamischen Staat" (IS) eine neue Terrororganisation auf den Plan getreten. Zudem habe das "unsensible" Vorgehen der US-Truppen Wut und Hass in der Bevölkerung geschürt.
    China verurteilt taiwanesischen Menschenrechtler:
    Im ersten Prozess gegen einen taiwanesischen Menschenrechtsaktivisten in China ist das Urteil gefallen: Der Hochschullehrer Lee Ming-che muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Die Anklage lautete auf "Untergrabung der Staatsgewalt". Der 42-Jährige hatte sich schuldig bekannt, doch sahen internationale Menschenrechtsgruppen ein erzwungenes Geständnis und sprachen von einem Schauprozess. Sein Fall hatte in der demokratischen Inselrepublik Taiwan und auch international hohe Wellen geschlagen.
    10 min
  • 27.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Religiöse Proteste in Pakistan enden mit Rücktritt von Justizminister:
    Eine wochenlange Blockade der pakistanischen Hauptstadt Islamabad durch Tausende islamistische Demonstranten ist nach Medienberichten mit dem Rücktritt von Justizminister Zahid Hamid zu Ende gegangen. Diesen Rücktritt hatten die Protestierer, die seit dem 8. November an der wichtigsten Einfallstraße der Stadt ein "Sit-In" veranstaltet hatten, verlangt. Sie warfen ihm Gotteslästerung vor: Er hatte den Text des Eides, den Parlamentarier ablegen müssen, ihrer Meinung nach zugunsten einer umstrittenen religiösen Minderheit, der Ahmadi, abgeändert. Ahmadis sind eine islamische Sondergemeinschaft, die in Pakistan nicht als Muslime anerkannt werden.
    Papst Franziskus zu Besuch in Myanmar:
    Papst Franziskus ist als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche zu einem Besuch nach Myanmar gereist. Angesichts von Myanmars Umgang mit der muslimischen Rohingya-Minderheit ist der zweitägige Besuch des Pontifex besonders heikel. Mit Spannung wird erwartet, ob und wie der Papst dazu Stellung nehmen wird. Als Höhepunkt der Reise gilt ein Treffen des argentinischen Papstes mit Myanmars Friedensnobelpreisträgerin und de-facto Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Sie war international in der Rohingya-Krise stark in die Kritik geraten, weil sie sich nach Meinung von Beobachtern nicht gegen die Verfolgung positioniert hatte. Am Donnerstag reist Franziskus weiter nach Bangladesch und trifft sich am folgenden Tag mit einer kleinen Gruppe von Rohingya-Flüchtlingen.
    Drohender Vulkanausbruch auf Bali:
    Auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali wächst die Furcht vor einem Ausbruch des Vulkans Agung. Weil fortwährend Erschütterungen zu spüren sind, riefen die Behörden die höchste Warnstufe aus. 100.000 Menschen sind aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Der Vulkan Agung stößt seit einigen Tagen Rauch und Asche aus. Am Sonntag erreichten diese eine Höhe von mehr als 4000 Metern. Im Flugverkehr kam es zu Ausfällen und Verspätungen, tausende Urlauber sitzen auf der Insel fest. Beim bislang letzten Ausbruch des Vulkans waren 1963 knapp 1600 Menschen ums Leben gekommen.
    CDU strebt nach Führungstreffen große Koalition an:
    Die CDU-Spitze strebt klar eine große Koalition mit der SPD an und hat einer Minderheitsregierung eine Absage erteilt. Man habe die feste Absicht, dass es eine handlungsfähige Regierung gebe, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther nach vierstündigen Beratungen des CDU-Präsidiums in Berlin. Dies sei keine Minderheitsregierung, sondern die große Koalition. Nur wenn die Verhandlungen mit der SPD scheiterten, müsse man neu nachdenken, sagte Günther weiter. Die CDU-Spitze hatte am Abend zusammen mit Parteichefin Angela Merkel über das weitere Vorgehen beraten. Allerdings wolle man sich erst nach dem SPD-Parteitag auf eine Verhandlungslinie festlegen, hieß es aus Parteikreisen. Der für Dezember geplante CDU-Bundesparteitag finde nicht statt. Zunächst müssten die Sozialdemokraten sagen, wozu sie bereitstünden. Die Sozialdemokraten wollen vom 7. bis 9. Dezember in Berlin zusammenkommen. Die SPD hatte die Große Koalition zunächst abgelehnt, zeigt sich nun aber gesprächsbereit. Führende Sozialdemokraten stellten am Wochenende eine Reihe inhaltlicher Bedingungen.
    Ein Jahr nach Anschlag: Weihnachtsmarkt an Gedächtniskirche öffnet:
    Knapp ein Jahr nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche öffnen dort an diesem Montag wieder die Stände und Buden. Fast alle Schausteller seien auch in diesem Jahr wieder dabei, hatte der Schausteller-Verband im Vorfeld angekündigt. Am 19. Dezember 2016 war ein Attentäter mit einem Lastwagen in den Markt gerast, hatte 12 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt. Zum Schutz vor ähnlichen Angriffen werden Betonklötze rund um das Marktgelände aufgestellt. Die Polizei hat verstärkte Präsenz und weitere, teils unsichtbare Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Am Jahrestag des Anschlags, dem 19. Dezember, bleibt der Markt zum Gedenken an die Opfer geschlossen. Dann wird dort die offizielle Gedenkstätte eröffnet, ein mit einer goldenen Metalllegierung gefüllter Riss im Boden.
    9 min
  • 25.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ägyptische Luftwaffe bombardiert nach Anschlag "Terroristen"-Verstecke:
    Nach dem Anschlag auf eine Moschee hat die ägyptische Luftwaffe nach Armeeangaben Angriffe auf mutmaßliche "Terroristen"-Verstecke geflogen. Dabei seien mehrere Fahrzeuge zerstört worden, die bei dem Anschlag benutzt worden seien, erklärte die Armee. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hatte zuvor eine "harte Antwort" auf den Anschlag auf der Sinai-Halbinsel angekündigt. Militär und Polizei würden die Opfer mit aller Kraft rächen. Bei einem der schwersten Anschläge in Ägypten seit Jahren starben nach Angaben des Staatsfernsehens mindestens 235 Menschen. 109 weitere wurden demnach verletzt. Zunächst explodierte eine Bombe in dem Gotteshaus. Als die Gläubigen dann aus dem Gebäude flüchteten, gerieten sie in den Kugelhagel von etwa 40 Bewaffneten. Die Moschee war als Versammlungsort für Sufis bekannt. Der Sufismus ist eine mystische Richtung des Islam. Die Tat reklamierte zunächst niemand für sich. Der Verdacht fiel jedoch auf Extremisten, die Verbindungen zur Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) haben. Die Tat löste weltweit Entsetzen aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel versicherte Al-Sisi in einem Telegramm, Deutschland werde im Kampf gegen den Terror an der Seite Ägyptens stehen.
    Grüne diskutieren Jamaika-Aus:
    Die Grünen wollen an diesem Samstag auf einem Bundesparteitag in Berlin die Bundestagswahl und die geplatzten Jamaika-Sondierungen aufarbeiten. Die 14 Mitglieder des Sondierungsteams bekommen Gelegenheit, den rund 850 Delegierten aus ganz Deutschland von den Verhandlungen mit Union und FDP zu berichten. Eigentlich wollte der Parteitag entscheiden, ob die Grünen auf Basis der Sondierungsergebnisse Koalitionsverhandlungen aufnehmen - nach dem Abbruch der Gespräche durch die FDP hat sich das erledigt. Personalentscheidungen werden in Berlin erst einmal keine fallen. Ihren neuen Bundesvorstand wollen die Grünen voraussichtlich Ende Januar wählen.
    Debatte um Fortsetzung der großen Koalition überschattet Juso-Kongress:
    Die Jusos setzen an diesem Samstag die Diskussion über den künftigen Kurs der SPD fort. Zu dem Bundeskongress des SPD-Parteinachwuchses wird am Nachmittag unter anderem SPD-Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles erwartet. Beim Auftakt des Treffens am Freitagabend hatte die scheidende Bundesvorsitzende der Jungsozialisten, Johanna Uekermann, eine Neuauflage der großen Koalition mit Nachdruck abgelehnt. SPD-Chef Martin Schulz hatte bei dem Treffen seine Bereitschaft zu Gesprächen mit der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer verteidigt. Allerdings strebe er keine Koalition aus SPD und Union an. Über eine mögliche Regierungsbeteiligung will Schulz die Parteimitglieder abstimmen lassen. Am Sonntag waren die Sondierungen für eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen gescheitert. Seither werden auch in der SPD Stimmen laut, die große Koalition fortzusetzen. Die SPD-Parteispitze hatte dies zunächst ausgeschlossen.
    EU gibt Briten zehn Tage für Brexit-Durchbruch:
    Die Europäische Union gibt Großbritannien weitere zehn Tage Zeit für Zugeständnisse beim Brexit. Der Start der zweiten Verhandlungsphase Mitte Dezember sei immer noch möglich, erklärte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach einem langen Gespräch mit der britischen Premierministerin Theresa May auf Twitter. May äußerte sich wie stets positiv zu den Verhandlungen, nannte aber keine Details. Am 4. Dezember will EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit May Bilanz der bisherigen Verhandlungen ziehen. Großbritannien will die EU 2019 verlassen. In den Gesprächen wird seit Monaten um die finanziellen Verpflichtungen Großbritanniens, die Rechte von EU-Bürgern und die künftige Gestalt der irischen Landgrenze zum britischen Nordirland gestritten. Die EU hatte Großbritannien für neue Angebote ursprünglich eine zweiwöchige Frist gesetzt, die am Freitag ablief.
    Entwarnung nach Terror-Panik in London:
    Die Londoner Polizei hat nach einer Massenpanik in der Innenstadt Entwarnung gegeben. Nach Berichten über Schüsse waren vorübergehend die U-Bahnhöfe Bond Street und Oxford Circus gesperrt worden. Die Polizei schloss einen Terroranschlag zunächst nicht aus, fand jedoch keine Spuren mutmaßlicher Verdächtiger und auch keine Hinweise auf abgegebene Schüsse oder Opfer, wie die Metropolitan Police später mitteilte. Am Abend gab sie Entwarnung und erklärte den Polizeieinsatz für beendet. Die Warnung hatte teils Panik ausgelöst, Augenzeugen berichteten von rennenden und schreienden Menschen. Zur Aufregung scheinen auch Berichte in sozialen Medien beigetragen zu haben. Wegen des weltweiten Schnäppchen-Tages "Black Friday" waren die Geschäfte stark besucht. Der Fehlalarm wurde nach Erkenntnissen der Polizei durch den Streit zweier Männer auf einem U-Bahnsteig ausgelöst.
    Macron will Frauen besser vor sexueller Gewalt schützen:
    Frankreich will Frauen besser vor sexueller Belästigung und Gewalt schützen. Präsident Emmanuel Macron will dazu an diesem Samstag in Paris einen Aktionsplan vorstellen. Im kommenden Jahr solle es beispielsweise ein neues Gesetz geben, um Belästigung auf der Straße zu bestrafen, hieß es aus Élyséekreisen vor der Rede zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Zudem erwägt die Regierung, erstmals ein Schutzalter für einvernehmlichen Sex einzuführen. In Deutschland ist dieses Alter gesetzlich bei 14 Jahren festgelegt, in Frankreich gibt es dazu bisher keine Regelung. 53 Prozent der Französinnen waren laut einer Umfrage des Instituts Odoxa schon einmal von sexueller Belästigung betroffen.
    9 min
  • 24.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Heil nach Spitzentreffen: SPD verschließt sich Gesprächen nicht:
    Die SPD hat nach dem Treffen von Parteichef Martin Schulz mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihre Gesprächsbereitschaft zur Lösung der Regierungskrise unterstrichen. Generalsekretär Hubertus Heil sagte in der Nacht zu Freitag nach achtstündigen Beratungen der SPD-Führung, gemeinsam habe man das Gespräch mit dem Bundespräsidenten ausgewertet. Die SPD sei der festen Überzeugung, dass gesprochen werden müsse. Man werde sich Gesprächen nicht verschließen, sagte Heil. Nun warte man das weitere Verfahren ab, das Steinmeier vorschlagen werde. Nach Darstellung von Heil lief die Spitzenrunde im Willy-Brandt-Haus, an der auch Ex-Parteichef Sigmar Gabriel und mehrere Ministerpräsidenten teilnahmen, sehr sachlich und konstruktiv ab. Zuvor hatten Heil und Justizminister Heiko Maas Rücktritts-Spekulationen um SPD-Chef Schulz zurückgewiesen.
    Deutsche und Türken gedenken der Anschlagsopfer von Mölln:
    Bürger und Politiker aus Deutschland und der Türkei haben 25 Jahre nach den rassistisch motivierten Brandanschlägen von Mölln der Opfer gedacht. Bei Gebeten in der Moschee und in der St. Nicolaikirche, Kranzniederlegungen und einer Gedenkveranstaltung in der südlich von Lübeck gelegenen Kleinstadt erinnerten sie an die drei Todesopfer und neun Verletzten. Neonazis hatten am 23. November 1992 Molotowcocktails auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser geworfen. Es war das erste Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, dass in Deutschland Menschen bei fremdenfeindlichen Anschlägen getötet worden waren.
    Merkel fordert "ehrliche Diskussion" mit Russland:
    Zum Auftakt des deutsch-russischen Petersburger Dialogs haben sich beide Seiten für eine offene Auseinandersetzung auch über ihre tiefgreifenden Differenzen ausgesprochen. Deutschland sei an vielfältigen und verlässlichen Beziehungen mit Russland gelegen, schrieb Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Grußwort für das zweitägige Gesprächsforum in Berlin. Dafür brauche es eine ehrliche Diskussion, gerade in schwierigen Zeiten. Ähnlich äußerte sich der russische Präsident Wladimir Putin. Die Grußworte Merkels und Putins wurden zum Auftakt der Veranstaltung verlesen. Früher nahmen die beiden Staats- und Regierungschefs stets persönlich an den Veranstaltungen teil.
    Russischer General:Truppenabbau in Syrien wohl noch 2017:
    Russland will seine Militärpräsenz in Syrien nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerasimow zum Jahresende zurückfahren. Die Truppenpräsenz in dem Bürgerkriegsland werde reduziert, da die militärischen Ziele fast erfüllt seien, sagte Gerasimow in Sotschi. Es sei nur noch wenig zu tun. Der Umfang der Truppenreduzierung werde "erheblich" sein. Russland werde jedoch weiter mit zwei Militärbasen und einem Zentrum zur Feuerpausen-Überwachung präsent bleiben. Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat in dem seit mehr als sechs Jahren anhaltenden Konflikt dank des militärischen Beistands Russlands klar die Oberhand gewonnen. Seine Truppen kontrollieren abgesehen von einigen wenigen Rebellenbastionen wieder nahezu das gesamte Land. Nur der Norden wird von überwiegend kurdischen Einheiten gehalten, die von den USA unterstützt werden. Die Islamisten-Miliz IS ist nach schweren Niederlagen massiv geschwächt.
    Interpol-Operation rettet 500 Opfer von Menschenhandel in Afrika:
    Bei einer Operation von Interpol in Westafrika sind 500 Opfer von Menschenhandel gerettet worden. Darunter seien 236 Minderjährige, teilte die internationale Polizeiorganisation mit. Ermittler hätten zeitgleich im Tschad, in Mali, Mauretanien, Niger und im Senegal zugegriffen. 40 mutmaßliche Schlepper seien festgenommen worden, ihnen drohten nun Verfahren wegen Vorwürfen wie Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kindesausbeutung. Die Internationale Organisation für Migration und mehrere Hilfsorganisationen seien beteiligt gewesen, um die Versorgung der Opfer nach ihrer Rettung sicherzustellen.
    Explosion am Tag des Verschwindens des U-Bootes im Südatlantik:
    Gut eine Woche nach dem Verschwinden eines argentinischen U-Bootes im Südatlantik mehren sich die Anzeichen einer Tragödie. Auf der vermuteten Position des U-Boots "ARA San Juan" soll es kurz nach der letzten Funkverbindung eine Explosion gegeben haben. Dies teilte die argentinische Marine in Buenos Aires unter Berufung auf Berichte von US-Behörden und der in Wien ansässigen internationalen Atomteststoppbehörde CTBTO mit. An Bord befand sich eine 44-köpfige Besatzung, unter ihnen eine Frau. Das U-Boot war von Ushuaia in Feuerland ausgelaufen und gilt seit acht Tagen als vermisst.
    10 min
  • 23.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Washington nennt Vorgehen Myanmars gegen Rohingya "ethnische Säuberungen":
    Wochen nach der Flucht hunderttausender Rohingya haben die USA ihren Ton gegenüber Myanmar deutlich verschärft. Außenminister Rex Tillerson verurteilte die Verfolgung der muslimischen Minderheit in dem südostasiatischen Land als "ethnische Säuberungen". Den Sicherheitskräften Myanmars warf er vor, "entsetzliche Gräueltaten" zu begehen. Die USA hatten die Rohingya-Krise bislang kaum kommentiert und keine direkte Kritik geäußert. Tillerson war vergangene Woche nach Myanmar gereist, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Auch die Vereinten Nationen hatten die Gräueltaten an den Rohingya als "ethnische Säuberungen" bezeichnet.
    Amnesty: Lage in Kolumbien spitzt sich wieder zu:
    Ein Jahr nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla nimmt die Gewalt in dem südamerikanischen Land wieder zu. In den von der FARC verlassenen Gebieten kämpften jetzt andere Guerillagruppen und Paramilitärs um die Vorherrschaft, heißt es in einem Bericht von Amnesty International. Die Hauptleidtragenden seien indigene und afrokolumbianische Gemeinden sowie Menschenrechtsaktivisten. Diese würden Opfer von Einschüchterung, Überfällen und Morden. In Teilen des Landes wie etwa der Region Choco seien Behörden und staatliche Sicherheitskräfte praktisch nicht präsent. Allerdings trage auch die FARC, die sich zu einer politischen Partei umgeformt hat, eine Mitverantwortung für den Friedensprozess, erklärte Amnesty.
    Bericht: Regierung will Kinder deutscher IS-Kämpfer zurückholen:
    Die Bundesregierung will Kinder von deutschen Anhängern der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) nach Deutschland zurückholen. Das berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Demnach baten Diplomaten des Auswärtigen Amtes bei der irakischen Regierung um Ausreisegenehmigungen für die Kinder. Eine Antwort soll bisher nicht eingegangen sein. Mindestens sechs deutsche Minderjährige sitzen den Medien zufolge in Haftanstalten und Verhörzentren im Irak ein - gemeinsam mit ihren Müttern, die nach dem Zerfall des IS im Kriegsgebiet aufgespürt und verhaftet worden seien.
    Festgenommene Syrer kommen frei:
    Die sechs am Dienstag wegen Terrorverdachts festgenommenen Syrer sind wieder auf freiem Fuß. Der Verdacht habe sich nicht erhärtet, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Es gebe keine dringenden Hinweise auf die Vorbereitung eines Anschlags oder eine IS-Mitgliedschaft. Daher seien keine Haftbefehle beantragt worden. Die sechs Männer waren am Dienstag in Essen, Kassel, Hannover und Leipzig festgenommen worden. Sie wurden verdächtigt, einen Anschlag in Deutschland geplant zu haben und der IS-Terrormiliz anzugehören.
    Polizei räumt aufgelöstes Flüchtlingslager in Manus:
    Die Polizei von Papua-Neuguinea hat mit der gewaltsamen Räumung des aufgelösten Flüchtlingslagers auf der Insel Manus begonnen. Die rund 400 Bewohner wurden aufgerufen, das Lager umgehend zu verlassen. Australiens Immigrationsminister Peter Dutton bestätigte den Einsatz. Australien weigert sich, Flüchtlinge aufzunehmen, die versuchen, auf eigene Faust oder mit Hilfe von Menschenschmugglern per Boot nach Australien zu gelangen. Die Regierung fing die Boote auf hoher See ab und bezahlte das bitterarme Nachbarland Papua-Neuguinea dafür, auf der Insel Manus ein Auffanglager einzurichten. Im vergangenen Jahr erklärte das oberste Gericht Papua-Neuguineas das Lager aber für illegal. Australien beschloss deshalb die Schließung zum 31. Oktober. Die Insassen sind seitdem sich selbst überlassen. Auch Papua-Neuguinea will die Flüchtlinge nicht permanent aufnehmen.
    Wahlen in Palästinensergebieten bis Ende 2018 geplant:
    In den Palästinensergebieten soll es bis Ende 2018 Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geben. Darauf verständigten sich die beiden rivalisierenden Palästinenser-Organisationen Fatah und Hamas sowie elf weitere Gruppierungen. Das genaue Datum soll die palästinensische Regierung von Präsident Mahmud Abbas festlegen. Seit 2006 gab es in den Palästinensergebieten keine Parlamentswahlen mehr. Hamas und Fatah hatten am Dienstag in Kairo Versöhnungsgespräche aufgenommen. Im September hatte die Hamas überraschend erklärt, sie wolle die Verwaltung des Gazastreifens abgeben und sich nach zehn Jahren der Spaltung wieder mit der Fatah versöhnen.
    Bayern München gewinnt Champions-League-Spiel gegen RSC Anderlecht:
    Der FC Bayern München hat sich im vorletzten Gruppenspiel in der Fußball-Champions-League mit 2:1 beim RSC Anderlecht durchgesetzt. Für die Bayern trafen Top-Torjäger Robert Lewandowski in der 51. Minute und Corentin Tolisso in der 77. Minute. Das zwischenzeitliche 1:1 für den Club aus Brüssel schoss der Algerier Sofiane Hanni in der 63. Minute. In zwei Wochen spielen die Bayern beim Tabellenführer Paris St. Germain. Um den Gruppensieg zu erringen, müssten die Münchener dort mit mindestens vier Toren Unterschied gewinnen. Den Einzug ins Achtelfinale hatte sich der deutsche Rekordmeister bereits gesichert.
    10 min
  • 22.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Tribunal urteilt über Ex-General Mladic wegen Völkermordes:
    Rund 22 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica wird das UN-Kriegsverbrechertribunal für das frühere Jugoslawien das Urteil über den bosnisch-serbischen Ex-General Ratko Mladic fällen. Der 74-Jährige gilt als militärisch Hauptverantwortlicher für die Kriegsgräuel auf dem Balkan von 1992 bis 1995. Dafür bekam er den Beinamen "Schlächter vom Balkan". Mladic ist unter anderem wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Die Staatsanwaltschaft in Den Haag fordert lebenslange Haft, die Verteidigung Freispruch. Mladic wurde bereits seit 1996 mit internationalem Haftbefehl gesucht, aber erst 2011 festgenommen.
    Hariri erstmals seit Rücktrittserklärung wieder im Libanon:
    Knapp drei Wochen nach seinem überraschenden Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten ist Saad Hariri in den Libanon zurückgekehrt. Das Fernsehen sendete live vom Flughafen in Beirut, wo Hariri beim Verlassen eines Flugzeugs von Sicherheitskräften begrüßt wurde. Nach eigenen Angaben will der 47-Jährige an diesem Mittwoch in Beirut an den Feierlichkeiten zum libanesischen Unabhängigkeitstag teilnehmen und sich zu seiner politischen Zukunft äußern. Hariri hatte Anfang November von der saudi-arabischen Hauptstadt Riad aus in einer Fernsehansprache überraschend seinen Rücktritt verkündet. Die genauen Umstände sind nach wie vor unklar. Bei seiner Rücktrittserklärung hatte Hariri ein angebliches Mordkomplott der vom Iran unterstützten libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah angedeutet. Es kamen Befürchtungen auf, im Libanon könne ein neuer Stellvertreterkonflikt zwischen den beiden rivalisierenden Regionalmächten Saudi-Arabien und dem Iran entstehen.
    Putin und Trump sprechen über Syrien:
    US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben in einem Telefongespräch über die Lage in Syrien diskutiert. Nach Angaben des Weißen Hauses betonten die Präsidenten die Bedeutung eines "stabilen und geeinten Syriens". Ziel sei es, den Bürgerkrieg beizulegen und die humanitäre Krise zu beenden. Das Weiße Haus erklärte, das Gespräch habe etwa eine Stunde gedauert. Weitere Themen - über die keine Details verbreitet wurden - waren Nordkorea, die Ukraine, Iran und Afghanistan. Zuvor hatte Putin den syrischen Machthaber Baschar al-Assad in Sotschi am Schwarzen Meer empfangen. Anschließend erklärte Putin, dass der russische Militäreinsatz in Syrien "jetzt tatsächlich" beendet werden solle. An diesem Mittwoch werden die Präsidenten der Türkei und des Iran, Recep Tayyip Erdogan und Hassan Rohani, zu einem Treffen mit Putin in Russland erwartet, um ebenfalls über Syrien zu beraten.
    Anklage gegen Attentäter von New York:
    Der Attentäter, der Ende Oktober in New York acht Menschen getötet hatte, ist wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs angeklagt worden. Der 29-Jährige müsse sich in insgesamt 22 Anklagepunkten verantworten, teilte die New Yorker Bundesstaatsanwaltschaft mit. Ihm drohe damit lebenslange Haft oder die Todesstrafe. Der Mann hatte mit einem Kleintransporter im New Yorker Stadtteil Manhattan acht Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Er bekennt sich zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat", die den Anschlag für sich reklamierte. Der mutmaßliche Täter war kurz nach dem Angriff wegen der Zerstörung von Fahrzeugen und der Unterstützung einer Terrororganisation angeklagt worden. Nun wurde die Anklage erweitert.
    Chinas früherer Internetwächter festgesetzt:
    Der vormals oberste Internetzensor in China ist unter dem Verdacht der Bestechlichkeit festgesetzt worden. Lu Wei werden "ernste disziplinarische Verstöße" vorgeworfen, wie chinesische Staatsmedien berichten. Mit dem Vorwurf umschreibt die Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei in der Regel Korruptionsvorwürfe. Der 57-Jährige hatte bereits 2016 seinen Posten als Leiter der Cyberverwaltung verloren, er blieb aber stellvertretender Propagandachef. Lu ist der erste hohe Funktionär, der seit dem Parteitag im Oktober dem Anti-Korruptions-Kampf von Präsident Xi Jinping zum Opfer fällt. Bei Korruptionsvorwürfen gegen Parteimitglieder ermittelt in China zuerst die Disziplinarkommission der Partei, die den Beschuldigten festhalten darf. Erst danach werden Angeklagte den Justizbehörden übergeben.
    UNC: Nordkorea hat Grenze zum Süden verletzt:
    Nach der dramatischen Flucht eines nordkoreanischen Soldaten hat das UN-Kommando in Südkorea UNC der Gegenseite Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen von 1953 vorgeworfen. Das Kommando veröffentlichte ein Video, in dem zu sehen ist, wie nordkoreanische Soldaten ihren Kameraden in der vergangenen Woche an der Landesgrenze bei Panmunjom verfolgen. Die Volksarmee habe das Abkommen zweifach verletzt, hieß es: einmal, als Soldaten über die militärische Demarkationslinie hinweg auf den Flüchtenden geschossen hätten, das andere Mal, als einer der Soldaten bei der Verfolgung für kurze Zeit die Linie überschritten habe. Der Geflohene wurde schwer verletzt von südkoreanischen Soldaten in Sicherheit gebracht.
    10 min
  • 21.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bundespräsident lotet Chancen für Jamaika-Koalition aus:
    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will an diesem Dienstag mit FDP-Chef Christian Lindner darüber sprechen, ob es noch Chancen für eine Jamaika-Koalition mit Union und Grünen gibt. Nach dem Scheitern der Sondierungen für ein schwarz-gelb-grünes Bündnis hatte Steinmeier die Parteien aufgerufen, sich weiter um eine Regierungsbildung zu bemühen. Lindner widersprach in der ARD der Darstellung, man sei kurz vor einer Einigung gewesen. Nach seiner Perspektive habe es "nach 50 Tagen noch 237 Konflikte" gegeben. Dem Vernehmen nach empfängt Steinmeier noch vor Lindner die Grünen-Vorsitzenden Simone Peter und Cem Özdemir in seinem Amtssitz Schloss Bellevue. Zu einer Minderheitsregierung hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel eher skeptisch geäußert. Sollten die Jamaika-Sondierungen nicht wieder aufgenommen werden, gelten daher Neuwahlen als wahrscheinlichste Lösung.
    Keine weitere EU-Agentur mit Sitz in Deutschland:
    Für die Bankenaufsicht der EU und die europäische Arzneimittelbehörde stehen neue Standorte fest. Während die Bankenaufsicht ihren Sitz künftig in Paris haben wird, zieht die Arzneimittelbehörde nach Amsterdam. Beide Städte erhielten den Zuschlag nach jeweils drei Abstimmungen im Losverfahren. Deutschland konnte sich mit seinen Bewerbern Frankfurt und Bonn nicht durchsetzen. Beide EU-Agenturen hatten ihren Sitz bisher in London. Sie müssen wegen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union umziehen.
    Putin deutet Ende des Syrien-Einsatzes an:
    Syriens Präsident Baschar al-Assad hat im russischen Badeort Sotschi überraschend Kremlchef Wladimir Putin getroffen. Putin erklärte in dem Gespräch, der Militäreinsatz in Syrien komme "jetzt tatsächlich zu einem Ende", wie staatliche russische und syrische Nachrichtenagenturen berichten. Nun gehe es darum, politische Prozesse einzuleiten. Putin will am Mittwoch bei einem Dreiergipfel mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan und dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani ebenfalls in Sotschi über Syrien beraten. Zudem werde der russische Präsident noch am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump am Telefon über die Lage in dem Bürgerkriegsland sprechen, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax.
    Simbabwe: Designierter Nachfolger Mnangagwa fordert Rücktritt Mugabes:
    Der von Simbabwes Regierungspartei und dem Militär als Nachfolger von Präsident Robert Mugabe aufgebaute Politiker Emmerson Mnangagwa hat den sofortigen Rücktritt des greisen Staatschefs gefordert. Aus Angst um seine Sicherheit bleibe er zunächst weiter im Ausland, erklärte der Anfang November von Mugabe geschasste frühere Vizepräsident. Er habe mit Mugabe gesprochen und ihm geraten, aus freien Stücken zu weichen, denn sonst drohe ihm ein "demütigender" Abgang. Die Armee hatte Mitte vergangener Woche die Macht übernommen und Mugabe unter Hausarrest gestellt. Die Regierungspartei Zanu-PF wählte Mugabe am Sonntag als Vorsitzenden ab und schloss ihn aus der Partei aus. Als Nachfolger wurde - in Abwesenheit - Mnanagagwa gewählt. Im Parlament wollten die Abgeordneten der Zanu-PF an diesem Dienstag ein formelles Amtsenthebungsverfahren gegen den 93-jährigen Langzeitherrscher Mugabe einleiten.
    US-Regierung blockt Geschäft zwischen AT&T und Time Warner:
    Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, hat das US-Justizministerium wegen kartellrechtlicher Bedenken eine Klage gegen die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomkonzern AT&T eingereicht. David McAtee, Anwalt bei AT&T, sagte, bisher seien Fusionen von Unternehmen, die keine direkten Konkurrenten seien, routinemäßig genehmigt worden. Es gebe keinen legitimen Grund dafür, dass diese Übernahme anders behandelt werde. Ursprünglich hatten die Unternehmen geplant, den im Oktober 2016 angekündigten und über 85 Milliarden Dollar (das sind 73 Milliarden Euro) schweren Deal bis Ende 2017 abzuschließen. US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, unter seiner Präsidentschaft werde das Justizministerium das Geschäft blockieren. Er befürchtet eine zu große Machtfülle für AT&T, was auch manche Verbraucherschützer so sehen. Zu Time Warner gehören unter anderem der Sender HBO, die Filmstudios Warner Bros. und der Nachrichtensender CNN.
    EuGH droht Polen wegen Abholzung des Urwalds:
    Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat Polen angewiesen, das Abholzen des geschützten Urwalds Bialowieza sofort einzustellen. Andernfalls droht dem EU-Land ein Zwangsgeld von 100.000 Euro pro Tag. Die Richter ließen nur Ausnahmen zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit zu. Damit bestätigte das Gericht eine Anordnung der EU-Kommission. Die polnische Regierung hatte den Holzeinschlag im Schutzgebiet 2016 erlaubt und dies mit dem Kampf gegen den Borkenkäfer begründet. Die EU-Kommission sieht darin indes einen Verstoß gegen EU-Schutzrichtlinien und verklagte Polen vor dem EuGH, weil es sich nicht an eine Aufforderung zum Stopp des Abholzens hielt. Der Wald von Bialowieza erstreckt sich über 150.000 Hektar entlang der Grenze zwischen Polen und Weißrussland. Ein Teil des Waldes ist Schutzgebiet und zählt zum Weltnaturerbe der UNESCO.
    11 min

About Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

From the publisher's feed

B2 | Deutsch für Fortgeschrittene: Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

Best of Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Coffee Break German by Coffee Break Languages

Coffee Break German

1,463 Listeners

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen

98 Listeners

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen

126 Listeners

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen

37 Listeners

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen

75 Listeners

News in Slow German (Intermediate) by Linguistica 360

News in Slow German (Intermediate)

221 Listeners

Slow German by Annik Rubens

Slow German

451 Listeners

Auf Deutsch gesagt! by Robin Meinert

Auf Deutsch gesagt!

107 Listeners

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern by Cari, Manuel und das Team von Easy German

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

945 Listeners

Deutsch Podcast - Deutsch lernen by Deutsch-Podcast

Deutsch Podcast - Deutsch lernen

144 Listeners

Deutsch lernen durch Hören by www. einfachdeutschlernen.com

Deutsch lernen durch Hören

82 Listeners

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast by expertlygerman.com

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast

98 Listeners

German Stories - Learn German with Stories by german-stories.com

German Stories - Learn German with Stories

184 Listeners

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene by Patrick Thun und Jan Kruse

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene

47 Listeners

Slow German listening experience by Teja D.

Slow German listening experience

98 Listeners