Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 20.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sondierung in Berlin gescheitert - FDP bricht Jamaika-Gespräche ab:
    Nach über vier Wochen Dauerverhandlungen ist Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Sondierungsgesprächen für eine sogenannte Jamaika-Koalition gescheitert. Die Liberalen brachen die Gespräche mit CDU, CSU und Grünen in der Nacht zu Montag ab. Es sei nicht gelungen, eine Vertrauensbasis oder eine gemeinsame Idee für die Modernisierung Deutschlands zu finden, sagte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner. Es sei besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren. FDP-Verhandlungsteilnehmer beklagten eine chaotische Organisation der Gespräche. Es folgten gegenseitige Schuldzuweisungen. CDU, CSU und Grüne bedauerten das Scheitern und erklärten, auch beim wichtigsten Streitthema Zuwanderung sei eine Einigung durchaus möglich gewesen. Zwei Monate nach der Bundestagswahl sehen Beobachter die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Merkel stark geschwächt.
    Jetzt Schlüsselrolle für Steinmeier:
    Wegen des Scheiterns der Sondierungsgespräche über eine neue Regierungskoalition in Berlin hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seinen für Montag und Dienstag geplanten Antrittsbesuch in Nordrhein-Westfalen verschoben. Dem Bundespräsidenten kommt in der schwierigen innenpolitischen Lage jetzt eine Schlüsselrolle zu. Er muss dem Bundestag einen Kandidaten für das Amt des Bundeskanzlers vorschlagen. Es wird erwartet, dass Steinmeier noch an diesem Montag mit Kanzlerin Angela Merkel zusammentrifft, um das weitere Vorgehen zu beraten. Nachdem die SPD ihre Absage an eine neue große Koalition mit der Union bekräftigt hat, sind vor allem zwei Szenarien denkbar: Eine Minderheitsregierung unter Merkel und Neuwahlen, die von vielen Teilnehmern der Sonderierungsgespräche als wahrscheinlichste Lösung genannt wurde.
    Simbabwes Präsident Mugabe klammert sich an die Macht:
    Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat sich in einer vom staatlichen Fernsehen übertragenen Rede an die Nation gewandt. Dabei kündigte der 93-Jährige nicht wie erwartet seinen Rücktritt an, sondern bekräftigte seinen Anspruch auf das Amt. Dass ihm seine Regierungspartei ZANU-PF nur wenige Stunden zuvor den Parteivorsitz entzogen und ein Ultimatum für den Rücktritt vom Präsidentenamt gestellt hatte, erwähnte Mugabe mit keinem Wort. Im Gegenteil, Mugabe kündigte in seiner TV-Rede an, er werde den Parteikongress der ZANU-PF im Dezember leiten und dabei die Weichen für die Zukunft stellen. Die ZANU-PF hatte dem Staatschef eine 24-stündige Frist gesetzt. Sollte Mugabe nicht bis Montagmittag freiwillig vom Präsidentenamt zurücktreten, würden die Abgeordneten der Regierungspartei ihn am Dienstag mit einem Misstrauensvotum abwählen.
    Piñera gewinnt Präsidentenwahl in Chile - muss aber in Stichwahl:
    In Chile hat der konservative Ex-Präsident Sebastián Piñera die Präsidentenwahl nach Auszählung fast aller Stimmen gewonnen, mit knapp 37 Prozent der Stimmen allerdings die absolute Mehrheit verfehlt. Damit wird es in dem südamerikanischen Land zu einer Stichwahl um das höchste Staatsamt kommen, in der Piñera gegen den unabhängigen Journalisten Alejandro Guillier antreten muss. Für den zweitplatzierten Guillier, der von Sozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten unterstützt wird, votierten fast 23 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp 50 Prozent. Die zweite Wahlrunde soll am 17. Dezember stattfinden. Der 67-jährige Geschäftsmann und Milliardär Piñera war bereits von 2010 bis 2014 Präsident Chiles. Die scheidende Staatschefin Michelle Bachelet durfte gemäß der Verfassung nicht kandidieren.
    US-Serienmörder Charles Manson tot:
    Der berüchtigte US-Sektenführer und Serienmörder Charles Manson ist tot. Er sei im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Kern County eines natürlichen Todes gestorben, teilte die kalifornische Gefängnisbehörde mit. Vor einigen Tagen war Manson ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. Er saß mehr als 40 Jahre hinter Gittern, seine zahlreichen Gnadengesuche waren stets abgelehnt worden. Der Anführer der "Manson Family" hatte im August 1969 eine Handvoll seiner Anhänger zu einer brutalen Mordserie in Los Angeles angestiftet. Zu den Opfern zählte die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau von Regisseur Roman Polanski. Manson war nicht selbst am Tatort, wurde aber nach einem langen, spektakulären Mordprozess als Drahtzieher der Verbrechen verurteilt. 1971 erhielten Manson und seine engsten Gefolgsleute die Todesstrafe. Das Strafmaß wurde später - nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien - in lebenslange Haft umgewandelt.
    Bundesliga: Schalke rückt auf Platz zwei der Tabelle:
    In den Sonntagsspielen der Fußball-Bundesliga gab es folgende Ergebnisse: Schalke - Hamburg 2:0 und Bremen - Hannover 4:0.
    10 min
  • 18.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Klimagipfel beschließt Schritte zur Umsetzung des Paris-Abkommens:
    Nach zweiwöchigen Verhandlungen haben sich die 195 Teilnehmerstaaten der Weltklimakonferenz auf weitere Schritte zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verständigt. Zum Ende des Treffens in Bonn legten sie unter anderem einen Plan zur Erarbeitung von Transparenzregeln und Berichtspflichten vor. Dabei geht es etwa um die Frage, wie der CO2-Ausstoß der einzelnen Staaten gemessen werden soll. Beschlüsse dazu stehen beim nächsten Klimagipfel 2018 im polnischen Kattowitz an. Zudem stellten die Teilnehmer die Weichen für eine Überprüfung der globalen Klimaschutz-Maßnahmen. Das Pariser Abkommen von 2015 setzt das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Dazu reichen aber die bisherigen freiwilligen Zusagen der Länder zur Minderung von Treibhausgasen nicht aus. Nach der Überprüfung im kommenden Jahr sollen die Staaten bis 2020 verschärfte nationale CO2-Ziele vorlegen.
    Saudis rufen Botschafter aus Berlin wegen Libanon zurück:
    Saudi-Arabien ruft nach kritischen Aussagen von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel seinen Botschafter aus Deutschland zu Konsultationen zurück nach Riad. An den deutschen Botschafter in Saudi-Arabien werde eine Protestnote überreicht. Unter anderem angesichts der Spekulationen um das Schicksal des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri hatte Gabriel die Politik Riads in der Region als "Abenteurertum" bezeichnet, das man nicht mehr sprachlos hinnehmen könne. Zudem befürchte Deutschland nach dem Rückzug Hariris neue Gewalt im Libanon. Hariri hatte vor zwei Wochen mit einer völlig überraschenden Rücktrittserklärung von Saudi-Arabien aus eine politische Krise in seiner Heimat ausgelöst. Seitdem gab es immer wieder Gerüchte über eine mögliche Geiselhaft Hariris im sunnitischen Saudi-Arabien, um im Libanon Spannungen mit der einflussreichen Schiitenmiliz Hisbollah zu erzeugen. An diesem Samstag wird Hariri auf Einladung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zu Gesprächen in Paris erwartet.
    Jamaika-Sondierungen bis Sonntag verlängert:
    Die Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierungskoalition aus CDU, CSU, FDP und Grünen werden an diesem Samstag fortgesetzt. Zuvor hatten die Unterhändler die selbstgesetzte Verhandlungsfrist, die eigentlich am Donnerstag abgelaufen war, bis Sonntagabend verlängert. Hauptstreitpunkte bei den Gesprächen über ein sogenanntes Jamaika-Bündnis sind Klimaschutz und Flüchtlingspolitik. Beim Klimaschutz pochen die Grünen auf massive Verringerungen der Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid. Sie fordern deshalb die Abschaltung von Kohlekraftwerken. Dies stößt vor allem bei CDU-Ministerpräsidenten und der FDP auf massiven Widerstand. Im Bereich Migration konzentriert sich der Streit auf den Familiennachzug für Flüchtlinge, den die Grünen fordern, der jedoch von der CSU abgelehnt wird.
    Simbabwes Regierungspartei fordert Rücktritt Mugabes:
    Simbabwes Regierungspartei hat den vom Militär entmachteten Präsidenten Robert Mugabe aufgefordert, den Parteivorsitz der ZANU-PF niederzulegen. Alle zehn Regionalverbände hätten entsprechende Resolutionen gebilligt, berichtete der staatliche Sender ZBC. Zur Begründung hieß es, der 93-jährige Staatschef sei zu senil für die Führung von Partei und Regierung. Viele der Parteigliederungen sprachen sich demnach dafür aus, dass der von Mugabe jüngst entlassene Vizepräsident Emmerson Mnangagwa Nachfolger an der Parteispitze wird. Beobachter glauben, dass die Militärführung Mnangagwa, der als ihr Wunschnachfolger an der Staatspitze gilt, als Übergangspräsidenten installieren will.
    Argentinisches Marine-U-Boot im Atlantik verschollen:
    Ein U-Boot der argentinischen Marine mit 44 Besatzungsmitgliedern wird laut amtlichen Angaben seit mehr als 48 Stunden vermisst. Eine umfangreiche Suchaktion mit zwei Korvetten und einem Zerstörer wurde laut Marineangaben eingeleitet. Es habe noch nicht geklärt werden können, was passiert sei. Eine Hypothese sei technisches Versagen bei der Stromversorgung. Das U-Boot sei im Atlantik auf dem Weg von der Stadt Ushuaia auf Feuerland nach Mar del Plata knapp 250 Kilometer südlich von Buenos Aires unterwegs gewesen.
    Fußball: Stuttgart gewinnt gegen Dortmund :
    Im Freitagsspiel der 1. Fußball-Bundesliga hat der VfB Stuttgart vor heimischem Publikum Borussia Dortmund 2:1 geschlagen. Mit der Pleite bei Aufsteiger Stuttgart warten die Dortmunder nun seit fünf Ligaspielen auf einen Sieg.
    8 min
  • 17.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Jamaika-Sondierungen gehen in die Verlängerung:
    In Berlin haben auch die nächtlichen Gespräche über eine mögliche Jamaika-Koalition keinen Durchbruch gebracht. Die Spitzenpolitiker von CDU/CSU, FDP und Grünen wollen die Sondierungen am Mittag fortsetzen. Nach rund 15 Stunden standen die Unterredungen nach Angaben von Teilnehmern zeitweise auf der Kippe. Unions-Fraktionschef Volker Kauder kündigte an, man gehe davon aus, dass das ganze Wochenende weiter verhandelt werde. Streitpunkt ist vor allem die Flüchtlingspolitik, wo die Grünen auf eine Regelung zum Familiennachzug von Migranten beharren. Auch in der Finanz- sowie in der Klima- und Energiepolitik wurde zuletzt intensiv gerungen. Spitzenvertreter der beteiligten Parteien formulierten am Morgen dennoch die Hoffnung, dass die Gespräche noch zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden könnten. Im Anschluss an die Sondierungen stehen noch formelle Koalitionsverhandlungen. Davor benötigt die Grünen-Spitze die Zustimmung eines Parteitags am 25. November.
    6900 Jobs bei Siemens fallen weg - drei Standorte vor dem Aus:
    Der Münchner Elektrokonzern Siemens will in den nächsten Jahren weltweit knapp 6900 Arbeitsplätze streichen, davon die Hälfte in Deutschland. Grund seien die Probleme in der Kraftwerks- und in der Antriebssparte, teilte der Konzern mit. Dabei könnte es zum ersten Mal seit zehn Jahren zu Entlassungen bei Siemens auf dem Heimatmarkt kommen - etwa an den Standorten Görlitz, Leipzig und Erfurt. Der Großteil - 6100 Stellen - soll in der Kraftwerkssparte gestrichen werden, die unter der Energiewende leidet, der Rest in der Antriebssparte, die etwa Elektromotoren und sonstige Ausrüstungen für den Bergbau sowie die Öl- und Gasindustrie herstellt. Die Gewerkschaft IG Metall will das verhindern. Die geschäftsführende Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries appelliert an Siemens, beim Stellenabbau fair mit den Mitarbeitern umzugehen. Vor allem Standorte in strukturschwachen Regionen müssten erhalten bleiben oder andere Arbeitsplätze geschaffen werden.
    USA warnen Bürger vor Reisen nach Europa:
    Wegen einer erhöhten Terrorgefahr haben die USA ihre Bürger vor Reisen nach Europa gewarnt. "Das Außenministerium ist weiterhin besorgt hinsichtlich möglicher künftiger Terrorattacken", hieß es in einer in Washington veröffentlichten Mitteilung. US-Bürger sollten grundsätzlich wachsam sein, besonders bei Festen an Weihnachten und Silvester. "Terrorsympathisanten" oder "sich selbst radikalisierende Extremisten" könnten ohne Vorwarnung zuschlagen, wie etwa im vergangenen Jahr auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz oder bei dem Angriff in der Neujahrsnacht auf den Istanbuler Nachtclub "Reina". Die jüngsten Anschläge in Großbritannien, Finnland, Frankreich, Russland, Spanien und Schweden zeigten, dass die Islamisten sowohl von Al-Kaida als auch des "Islamischen Staates" (IS) weiterhin aktiv und in der Lage seien, Angriffe auf Zivilisten zu verüben, hieß es in Washington.
    Simbabwes Präsident Mugabe lehnt Rücktritt ab:
    Nach der mutmaßlichen Machtübernahme durch das Militär im südafrikanischen Simbabwe schließt der langjährige Präsident Robert Mugabe einen Rücktritt aus. Das verlautete aus Armeekreisen nach einem Treffen Mugabes mit Generälen in der Hauptstadt Harare. Der 93-Jährige war am Mittwoch unter Hausarrest gestellt worden, nachdem das Militär strategische Orte in der Hauptstadt blockiert und das Staatsfernsehen unter seine Kontrolle gebracht hatte. Ex-Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, ein langjähriger Gegner Mugabes, forderte den Staatschef zum Rücktritt auf. Mugabe müsse "im Interesse des Volkes" zurücktreten, sagte er. Der Machtkampf um die Nachfolge von Mugabe hatte sich zuletzt zugespitzt, nachdem der Präsident seinen Stellvertreter Emmerson Mnangagwa entlassen hatte. Mnangagwa unterhält enge Verbindungen zum Militär und war als Nachfolger im Präsidentenamt gehandelt worden.
    Leck in Pipeline: Rund 795.000 Liter Öl ausgetreten:
    Ein riesiges Leck in der Keystone Pipeline hat im US-Bundesstaat South Dakota für eine Umweltkatastrophe gesorgt. Wie die Betreiberfirma TransCanada mitteilte, seien rund 795.000 Liter Öl ausgetreten. Nachdem ein Druckabfall in der Pipeline bemerkt worden war, sei sie abgeschaltet und der betroffene Abschnitt innerhalb von 15 Minuten isoliert worden. Derzeit sei ein Krisenteam vor Ort, um die Lage zu beurteilen, hieß es in der Stellungnahme weiter. Was das Leck verursachte, ist bisher nicht geklärt. Ein Mitarbeiter des Umweltministerium des Bundesstaates sagte dem Sender NBC, es sehe so aus, als sei das Öl auf eine landwirtschaftliche Fläche geflossen und habe keine Gewässer erreicht.
    Mafia-Boss "La Belva" stirbt im Alter von 87 Jahren in Parma:
    In Italien ist mit Toto Riina einer der gefürchtetsten Bosse der sizilianischen Mafia tot. Der 87-Jährige starb im Häftlingstrakt eines Krankenhauses in Parma, wie italienische Zeitungen und die Nachrichtenagentur ANSA berichten. Riina wurde für mehr als 150 Auftragsmorde verantwortlich gemacht und 26 Mal zu lebenslanger Haft verurteilt. Seiner Frau und seinen drei jüngeren Kindern war am Donnerstag noch erlaubt worden, den Greis zu besuchen. Normalerweise waren Besuche bei dem Mann, den man in Italien "La Belva" - also "die Raubkatze" - nannte, streng untersagt. Auch sein ältester Sohn sitzt wegen vierfachen Mordes im Gefängnis.
    11 min
  • 16.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.AU-Präsident Condé verurteilt Putsch in Simbabwe:
    Der Präsident der Afrikanischen Union (AU), Guineas Staatspräsident Alpha Condé, hat die Machtübernahme des Militärs in Simbabwe verurteilt. Die Afrikanische Union sei "gegen jegliche Machtübernahme mit Gewalt", sagte Condé in einem Interview mit der Deutschen Welle. Der Staatenbund fordere die Soldaten auf, "in die Kasernen zurückzukehren und die Verfassung zu respektieren". Condé kündigte an, sich mit Südafrikas Präsident Jacob Zuma abzustimmen und Kontakt zu Robert Mugabe aufzunehmen. Eine Vermittlerrolle lehnte Condé ab. Derweil rief UN-Generalsekretär António Guterres alle Beteiligten zu "Ruhe, Gewaltfreiheit und Zurückhaltung" auf. Simbabwes Militär hatte in der Nacht zum Mittwoch die Macht übernommen und den 93-jährigen Mugabe unter Hausarrest gestellt. Gerechnet wird nun mit einer Machtübernahme des 71-jährigen Emmerson Mnangagwa, der nach seiner Absetzung ins Ausland geflohen war und enge Kontakte zum Militär haben soll.
    Merkel nennt Klimawandel "Schicksalsfrage":
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zu größeren Anstrengungen gegen den Klimawandel aufgerufen. Die Erderwärmung sei eine "Schicksalsfrage" für die Menschheit, betonte sie bei der Weltklimakonferenz in Bonn. Merkel blieb jedoch unkonkret, wie und wann Deutschland aus der klimaschädlichen Kohlenutzung aussteigen werde. Das Thema gilt als Streitpunkt bei den Jamaika-Sondierungen von CDU, CSU, FDP und Grünen. Mit den bisher beschlossenen Maßnahmen könnten die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht erreicht werden, betonte Merkel. Deshalb bedürfe es zusätzlicher Anstrengungen. Bis 2020 will Deutschland 40 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als 1990. Die Worte der Kanzlerin genügten Klimaschützern allerdings nicht. "Angela Merkel hat sich heute vor der einzigen Antwort gedrückt, die sie in Bonn geben musste: Bis wann steigt Deutschland aus der Kohle aus?", kritisierte die Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, Sweelin Heuss. die Erklärung Merkels.
    Vier Anschläge durch Selbstmordattentäter im Nordosten Nigerias:
    In der Regionalhauptstadt Maiduguri haben vier Selbstmordattentäter zwölf Menschen mit in den Tod gerissen. Dies teilten die Behörden des nordöstlich gelegenen Bundesstaates Borno mit. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand, doch vermuten die Behörden, dass die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hinter den Taten steckt. Die Gruppe kämpft seit 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. Die Islamisten verübten unter anderem Angriffe auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen vertrieben.
    EU setzt Ausbildung der libyschen Küstenwache fort:
    Die EU will ihr Ausbildungsprogramm für die libysche Küstenwache trotz der vernichtenden Kritik des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, fortsetzen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel verteidigte das EU-Engagement. Wenn man die Küstenwache Libyens nicht mehr unterstütze, habe das nur zur Folge, dass wieder Tausende von Menschen im Mittelmeer ertrinken werden, sagte der SPD-Politiker nach einem Treffen mit seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano in Rom. Said Raad al-Hussein hatte die Libyen-Politik der EU als "unmenschlich" bezeichnet. Er kritisierte, dass die Unterstützung für die libysche Küstenwache dazu führe, dass noch mehr Menschen unter entsetzlichen Bedingungen in libyschen Haftzentren eingepfercht würden. Nach libyschen Angaben befanden sich in den Lagern zuletzt 19.900 Menschen. Im September waren es erst 7000 Personen.
    Peru löst letztes WM-Ticket:
    Mit Peru hat sich die letzte Nationalmannschaft für die Fußballweltmeisterschaft in Russland qualifiziert. Das südamerikanische Team konnte sich in Lima im Play-Off gegen Neuseeland durchsetzen, es gewann 2:0. Die Tore für den Gastgeber erzielten Farfan in der 27. und Christian Ramos in der 65. Minute. Das Hinspiel war 0:0 ausgegangen. Für Peru ist es die erste WM-Teilnahme seit 1982. Zahlreiche renommierte Fußballnationen wie Italien und Chile konnten sich dagegen nicht qualifizieren. Zur Weltmeisterschaft im kommenden Jahr werden 32 Mannschaften anreisen, die Gruppenlosung findet am ersten Dezember in Moskau statt.
    9 min
  • 15.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Militär von Simbabwe riegelt Amtssitz Mugabes ab:
    In Simbabwe eskaliert der Kampf um die Nachfolge des greisen Langzeitpräsidenten Robert Mugabe: Soldaten riegelten am Morgen den Amtssitz Mugabes sowie das Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Harare ab. Generalmajor Sibusiso Moyo hatte zuvor in einer Fernsehansprache gesagt, Verbrechen der "Kriminellen" um Mugabe hätten soziales und wirtschaftliches Leid verursacht. Die Verantwortlichen müssten vor Gericht gestellt werden. Sobald das Militär seine Mission erfüllt habe, erwarte es eine Rückkehr zur Normalität, sagte der Militärvertreter weiter. Der 93-jährige Präsident und seine Familie seien in Sicherheit. Am Dienstag hatte der Oberkommandeur der Streitkräfte, General Constantino Chiwenga, der Regierung Mugabes gedroht. Angesichts der Krise in Simbabwe sei die Armee bereit "einzuschreiten". Mugabe hatte vergangene Woche seinen Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa entlassen, einen Verbündeten Chiwengas. Die beiden gelten als Kritiker von First Lady Grace Mugabe. Die 52-Jährige hofft, die Nachfolge ihres Mannes antreten zu können.
    Global Terrorism-Index: Zahl der Terroropfer geht zurück:
    Die Zahl der weltweiten Terroropfer ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das geht aus dem Global Terrorism Index des Londoner Institute for Economics and Peace (IEP) hervor. Demnach starben im vergangenen Jahr weltweit rund 26.000 Menschen bei terroristischen Anschlägen, 13 Prozent weniger als noch 2015. Der größte Teil der terroristischen Aktivitäten spielt sich in Afrika, dem Nahen Osten und Asien ab. Dort ging die Zahl der Toten in vier der fünf am stärksten betroffenen Länder teils drastisch zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete Nigeria mit 80 Prozent. Grund dafür sei vor allem eine internationale Militäroperation gegen die Terrormiliz Boko Haram, heißt es in dem Bericht. Auch in Pakistan, Syrien und Afghanistan sank die Zahl der Toten. Im Irak dagegen gab es etwa 40 Prozent mehr Terroropfer. Verantwortlich dafür ist vor allem die IS-Miliz. Auch in Europa waren 2016 mit 826 Opfern so viele Terrortote zu beklagen wie seit 2002 nicht mehr, die meisten davon in der Türkei.
    Merkel, Macron & Co sprechen auf der Weltklimakonferenz:
    Die Weltklimakonferenz geht an diesem Mittwoch in die entscheidende Phase. Am Nachmittag legt Kanzlerin Angela Merkel Deutschlands Position im Klimaschutz vor den Delegierten aus rund 200 Ländern dar. Im Anschluss werden auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowie eine Reihe anderer Staats- und Regierungschefs sprechen. Bis Freitag sollen die Staaten sich auf Regeln verständigen, wie ihre Beiträge zum Klimaschutz berechen- und vergleichbarer werden. Ein Streitpunkt ist bislang noch die Klimafinanzierung. Viele Entwicklungsländer haben kein Geld für Klimaschutz, deshalb haben ihnen die reichen Länder Milliarden an Unterstützung zugesagt.
    UN wollen Kinderarbeit bis 2025 beseitigen:
    Die Vereinten Nationen wollen bis zum Jahr 2025 ein Ende der Kinderarbeit erreichen. Eine regelmäßige Arbeit für Jungen und Mädchen gehöre in "den Mülleimer der Geschichte", erklärte die Internationale Arbeitsorganisation der UN, ILO, in Buenos Aires. Weltweit müssten noch immer 152 Millionen Mädchen und Jungen von fünf bis 17 Jahren unter teilweise sehr harten Bedingungen arbeiten. Die ILO forderte eine freie und qualitativ hochwertige Schul- und Ausbildung für alle Kinder. Dies sei die beste Versicherung gegen Kinderarbeit. Die ILO appellierte an alle Staaten, die Konvention gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit von 1999 zu ratifizieren. Danach sind körperlich und gesundheitlich gefährliche Arbeiten wie in Bergwerken für Minderjährige verboten. Zudem ist Prostitution und der Dienst in den Streitkräften für Kinder untersagt.
    Tote bei Schießerei an kalifornischer Grundschule:
    In Kalifornien sind bei einem Amoklauf nach Medienberichten mindestens fünf Menschen erschossen worden. Unter den Toten ist auch der Täter, der nach Angaben eines Polizeisprechers von Einsatzkräften erschossen wurde. Über die Motive der Tat in einer ländlichen Gegend Nordkaliforniens wurde zunächst nichts bekannt. Bei dem Schützen soll es sich nach Zeugenaussagen um einen polizeibekannten Straftäter handeln. Erst vor einer Woche hatte ein Schütze ein Blutbad in einer Kirche in Texas angerichtet. Er erschoss 25 Gottesdienstbesucher. Vor fünf Wochen hatte ein Heckenschütze in Las Vegas das schlimmste Massaker der jüngeren US-Geschichte begangen. Er feuerte bei einem Countrymusik-Festival in die Besuchermenge und tötete 58 Menschen.
    Australier stimmen für gleichgeschlechtliche Ehe:
    Die Australier haben mit einer deutlichen Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt. In einer Volksbefragung per Briefwahl sprachen sich 61,6 Prozent der Teilnehmer für die Ehe für alle aus, wie das Australische Statistikamt mitteilte. An der Abstimmung hatten sich knapp 80 Prozent der Stimmberechtigten beteiligt. Die Volksbefragung ist allerdings nicht verbindlich, die endgültige Entscheidung liegt beim Parlament.
    11 min
  • 14.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Präsidentensohn Trump junior stand im Wahlkampf in Kontakt mit Wikileaks:
    In der Russland-Affäre um US-Präsident Donald Trump ist bekannt geworden, dass dessen ältester Sohn Kontakt mit der Enthüllungsplattform Wikileaks hatte. Diese hatte während des Wahlkampfs Trumps Gegnerin Hillary Clinton mit Enthüllungen zugesetzt. Donald Trump junior veröffentlichte jetzt das Protokoll seiner Online-Kommunikation mit Wikileaks im Wahljahr 2016; er reagierte damit auf einen Medienbericht über geheime Kontakte. Dem Protokoll ist zu entnehmen, dass Wikileaks den Sohn des damaligen Präsidentschaftskandidaten rund ein Dutzend mal kontaktierte; von Trump junior liegen drei kurze Antworten vor. Die Dokumente zeigen eine eher einseitige Kommunikation: Trump junior ignorierte die meisten Anfragen. Allerdings verwahrte er sich nicht grundsätzlich gegen Kontakte mit der Plattform. Unter anderem bat Wikileaks Trump junior, die Öffentlichkeit auf die von der Enthüllungsplattform veröffentlichten internen Clinton-Unterlagen hinzuweisen.
    Mehr als 8000 Iraker seit 2016 freiwillig aus Deutschland ausgereist:
    Mehr als 8000 Iraker sind seit 2016 aus Deutschland über die geförderten freiwilligen Ausreisen in ihre Heimat zurückgekehrt. Wie die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge berichtet, wurden im vergangenen Jahr mehr als 5600 freiwillige Ausreisen bewilligt und im laufenden Jahr bis Ende September knapp 2500. Demnach sieht die Behörde darin erste Anzeichen für eine Normalisierung der Lage im Irak. Allerdings bilde dies noch "keine ausreichende Basis", um die Schutzgründe der rund 120.000 Iraker zu widerrufen, die zurzeit in Deutschland schutzberechtigt sind. Das Amt muss die Schutzgründe gemäß den Vorschriften innerhalb von drei Jahren noch einmal prüfen. Wenn die Gründe nicht fortbestehen, muss die Anerkennung zurückgenommen werden. Geschieht dies innerhalb der Frist nicht, erhalten die Asylsuchenden einen Rechtsanspruch auf einen unbefristeten Aufenthalt.
    Trump und Duterte veröffentlichen Menschenrechtserklärung:
    In einer gemeinsamen Erklärung haben US-Präsident Donald Trump und sein philippinischer Amtskollege Rodrigo Duterte die Bedeutung der Menschenrechte betont. Die Menschenrechte und die Würde des menschlichen Lebens seien "essentiell", hieß es darin. Zuvor hatte es im Weißen Haus und der philippinischen Regierung widersprüchliche Angaben darüber gegeben, ob das Thema Menschenrechte bei dem Treffen eine Rolle spielte. Trumps Sprecherin behauptete, das Thema sei "kurz" zur Sprache gekommen. Dutertes Sprecher erklärte, es sei überhaupt nicht darüber gesprochen worden. Duterte wird wegen seines brutalen Vorgehens gegen Drogenkriminelle international scharf kritisiert. Seit seinem Amtsantritt wurden mehr als 13.000 angebliche Drogenkriminelle von Polizei und Todesschwadronen erschossen. Menschenrechtsgruppen hatten Trump daher aufgefordert, den Drogenkrieg klar zu verurteilen. Trump sprach bei seinem Besuch am Rande des ASEAN-Gipfels von einer "tollen Beziehung" zu Duterte.
    Italien verpasst erstmals seit 60 Jahren WM-Qualifikation:
    Der viermalige Weltmeister Italien hat erstmals seit 60 Jahren die Endrunde einer Fußball-WM verpasst. Nach einem 0:0 gegen Schweden wird die Squadra Azzurra bei der WM 2018 in Russland fehlen. Das Playoff-Hinspiel am Freitag in Stockholm hatten die Italiener mit 0:1 verloren. Zuletzt fand eine WM im Jahr 1958 ohne Italien statt. Für Kapitän und Welttorhüter Gianluigi Buffon war es das letzte Spiel mit der Nationalmannschaft. Der 39-Jährige gab nach der Niederlage seinen Rücktritt aus dem Nationalteam bekannt. Die Schweden lösten zum zwölften Mal das WM-Ticket und sind erstmals seit 2006 wieder dabei. 29 der insgesamt 32 WM-Teilnehmer stehen damit fest. Die Gruppenauslosung findet am 1. Dezember in Moskau statt.
    Barbie kommt mit Hidschab auf den Markt:
    Barbie bekommt einen muslimischen Hidschab. Die Puppe wurde in Anlehnung an die amerikanische Säbelfechterin Ibtihaj Muhammad gefertigt, wie der Hersteller Mattel auf seiner Website erklärte. Muhammad war im vergangenen Jahr in Rio die erste muslimische US-Athletin, die bei den Olympischen Spielen mit Hidschab antrat. Der Hidschab bezeichnet das traditionelle islamische Kopftuch. Es bedeckt Haar, Ohren, Hals und Schultern und lässt das Gesicht frei. Auf Twitter fielen die ersten Reaktionen auf die Ankündigung gemischt aus. Manche Nutzer schrieben, sie erwarteten dazu klare Worte von jenen Feministinnen, die in der Vergangenheit das unrealistische Körperbild von Barbie kritisiert hatten. Andere sehen in der neuen Puppe einen Schritt hin zu mehr Offenheit. Die Sportlerin selbst zeigte sich auf Twitter begeistert von der neuen Puppe.
    11 min
  • 13.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Viele Tote bei heftigem Erdbeben in Kurdengebiet:
    Bei einem schweren Erdbeben in der Grenzregion zwischen Iran und Irak sind nach jüngsten Angaben mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Bewohner des Kurdengebiets wurden verletzt. Etliche Personen seien noch unter Trümmern verschüttet, hieß es. Das Erdbeben der Stärke 7,3 hatte die Region am Sonntagabend erschüttert. Aus Furcht vor Nachbeben flohen die Menschen trotz Kälte auf die Straßen und in Parks. Die Türkei brachte einen ersten Hilfskonvoi vor allem mit Medizin und Lebensmitteln auf den Weg in die Erdbebenregion.
    Entscheidende Woche bei der Weltklimakonferenz:
    Die Bonner Weltklimakonferenz geht in ihre zweite und entscheidende Woche. Bis kommenden Freitag wollen sich die Delegationen aus aller Welt darauf verständigen, wie das Pariser Klimaabkommen umgesetzt werden kann. Die Konferenzteilnehmer sollen Textentwürfe für ein Regelwerk erarbeiten. Festgelegt werden muss beispielsweise, wie der CO2-Ausstoß künftig gemessen und angegeben werden soll. Ab Mittwoch finden die Gespräche auf Ministerebene statt. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron werden noch in dieser Woche in Bonn erwartet.
    Trump rühmt Asien-Reise für Fortschritte in Handelspolitik:
    US-Präsident Donald Trump hat eine positive Bilanz seiner Asien-Reise gezogen. Ihm sei überall auf beispiellose Weise "der rote Teppich ausgerollt" worden, sagte Trump in der philippinischen Hauptstadt Manila, wo er am Gipfel der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean teilnimmt. Im Bereich der Handelspolitik habe es sehr große Fortschritte gegeben, berichtete Trump. Einzelheiten nannte er nicht. Die Handelspolitik und der Konflikt mit Nordkorea waren die beiden zentralen Themen der Asien-Reise des US-Präsidenten, auf der er Japan, Südkorea, Vietnam und nun die Philippinen besuchte. Dort wurde Trump von Staatschef Rodrigo Duterte empfangen, der wegen seiner autoritären Politik und des brutalen Vorgehens gegen Drogenkriminelle höchst umstritten ist. Ungeachtet dessen lobte Trump ausdrücklich sein gutes Verhältnis zu Duterte.
    Hariri will rasch in den Libanon zurückkehren:
    Eine Woche nach seiner überraschenden Rücktrittserklärung hat der ehemalige libanesische Ministerpräsident Saad Hariri angekündigt, "sehr bald" in den Libanon zurückzukehren. Ein genaues Datum nannte er in einem Interview mit dem Fernsehsender "Future TV" aber nicht. Hariri hält sich derzeit in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad auf. In dem Interview bekräftigte er, dass er aus freien Stücken handele und jederzeit abreisen könne. Nach Hariris Rücktrittserklärung war über die Umstände seines Rückzuges spekuliert worden. Hariri selbst nannte ein Mordkomplott der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah und deren Schutzmacht Iran als Grund. Damit löste der 47-Jährige Vermutungen aus, dass sein Rückzug von Saudi-Arabien erzwungen wurde, um Spannungen mit der Hisbollah zu erzeugen. Riad und Teheran sind Erzfeinde und kämpfen um die Vormachtstellung im Nahen Osten.
    Slowenischer Präsident sichert sich zweite Amtszeit:
    Im EU-Land Slowenien ist Staatspräsident Borut Pahor für weitere fünf Jahre wiedergewählt worden. Bei der Stichwahl vom Sonntag entfielen gut 53 Prozent der Stimmen auf den früheren Regierungschef, wie die Wahlkommission in Ljubljana mitteilte. Sein Kontrahent, der frühere Komiker und jetzige Bürgermeister der Stadt Kamnik, Marjan Sarec, kam auf knapp 47 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 42 Prozent - die niedrigste bei einer Präsidentenwahl seit der Unabhängigkeit Sloweniens 1991. In Slowenien hat der Präsident überwiegend repräsentative Aufgaben.
    9 min
  • 11.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Klimaschützer und neue Proteste in Bonn:
    Zur Halbzeit der Weltklimakonferenz werden an diesem Samstag bekannte Klimaschützer aus den USA in Bonn erwartet. Unter anderem sollen der ehemalige Bürgermeister New Yorks, Michael Bloomberg, und der kalifornische Gouverneur Jerry Brown kommen. Am Sonntagabend besucht Hollywoodstar Arnold Schwarzenegger die Großveranstaltung. Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore hatte bereits am Freitag gesprochen. Er sei optimistisch, dass man den Klimawandel stoppen könne, so Al Gore. Indessen sind in Bonn auch neue Demonstrationen für Samstag angekündigt. Die Polizei rechnet insgesamt mit circa 8000 Aktivisten. Die Verhandlungen der sogenannten "COP 23" laufen seit einer Woche und gehen noch bis zum 17. November. Ziel ist, das Pariser Klimaabkommen von 2015 zu konkretisieren.
    Medien: Bundesregierung akzeptiert strengere Auflagen für Kohlekraftwerke:
    Die Bundesregierung verzichtet einem Medienbericht zufolge auf eine EU-Klage gegen strengere Umweltauflagen für Kohlekraftwerke. Nach Informationen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) will demnach das federführende Bundesumweltministerium nicht gegen die im Juli beschlossenen Auflagen der Europäischen Union (EU) vorgehen. Diese sehen strengere Grenzwerte für Quecksilber, Stickoxid und Feinstaub vor. Bislang hatte Deutschland gemeinsam mit anderen Staaten wie Polen und Tschechien gegen die neuen Grenzwerte gestimmt. - Die vier Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg hatten die Bundesregierung im August zu einer EU-Klage gedrängt. Die strengeren Auflagen betreffen vor allem Braunkohlekraftwerke. Einer Studie zufolge muss demnach rund ein Drittel der Kohlekraftwerke entweder aufwändig nachgerüstet oder geschlossen werden.
    TPP soll auch ohne USA kommen:
    Nach dem Rückzug der USA aus dem bereits ausgehandelten transpazifischen Freihandelsabkommen TPP haben sich die verbleibenden elf Partner darauf geeinigt, jetzt allein weiterzumachen. Dies bekräftigten mehrere Regierungsvertreter am Rande des Asien-Pazifik-Gipfels (APEC) in der vietnamesischen Stadt Da Nang. Allerdings soll den Mitgliedsländern erlaubt werden, verschiedene Klauseln des Abkommens auszusetzen. US-Präsident Donald Trump hatte die Vereinbarungen nach seinem Amtsantritt im Januar aufgekündigt. Die Vereinigten Staaten wollen stattdessen nun mit einzelnen Ländern bilaterale Handelsabkommen schließen. - TPP hatte zum Ziel, rund um den Pazifik die größte Freihandelszone der Welt zu schaffen. Der APEC gehören insgesamt 21 Pazifik-Anrainerstaaten an. An dem Gipfel nehmen unter anderem die Präsidenten der USA, Chinas und Russlands teil.
    Burundi will nicht mit Weltstrafgericht kooperieren:
    Bei der Ermittlung möglicher Verbrechen im eigenen Land will Burundi nicht mit dem Weltstrafgericht kooperieren. Die Einleitung der Untersuchung sei dem ostafrikanischen Land nicht rechtzeitig kommuniziert worden, so die Justizministerin am Freitag. Dagegen erklärten Richter des Weltstrafgerichts, es gebe eine angemessene Grundlage, um mit einer Untersuchung möglicher Verbrechen gegen die Menschheit fortzufahren. Die Entscheidung sei bereits Ende Oktober gefallen - wenige Tage, bevor Burundi als erster Staat das Weltstrafgericht verlassen hat. Schätzungen zufolge seien seit April 2015 in Burundi mindestens 1200 Menschen mutmaßlich getötet, Tausende weitere unrechtmäßig festgenommen und gefoltert worden. Als mutmaßlich verantwortlich gelten staatliche Akteure und Gruppen. In Burundi war 2015 eine Krise ausgebrochen, als sich Präsident Pierre Nkurunziza entgegen der Verfassung eine dritte Amtszeit sicherte.
    Tausende Brasilianer protestieren gegen Arbeitsgesetz:
    In Brasilien sind am Freitag Tausende Menschen gegen eine Reihe von Sparmaßnahmen der Regierung auf die Straße gegangen, darunter ein neues Arbeitsgesetz und eine Rentenreform. Allein in der Wirtschaftsmetropole São Paulo demonstrierten nach Schätzungen eines AFP-Reporters rund 10.000 Brasilianer, weitere Proteste gab es in Rio de Janeiro und Brasília. Das neue Arbeitsgesetz tritt am Samstag in Kraft. Es sieht flexiblere Verträge vor und hebt Pflichtzahlungen an die Gewerkschaften auf. Die Regierung von Präsident Michel Temer will ein drastisches Sparprogramm durchsetzen und öffentliche Ausgaben für 20 Jahre einfrieren. Dabei gelten das brasilianische Bildungs- und das Gesundheitswesen schon jetzt als unterfinanziert. Das Land steckt in einer schweren Wirtschaftskrise mit mehr als 14 Millionen Arbeitslosen.
    8 min
  • 10.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump: Asien darf nicht durch Nordkorea in "Geiselhaft" kommen:
    US-Präsident Donald Trump hat beim Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) Nordkorea scharf attackiert. Asien dürfe nicht von einem "Diktator mit perversen Phantasien über gewaltsame Eroberung und atomare Erpressung in Geiselhaft genommen werden", sagte Trump in Da Hang in Vietnam. Das kommunistische Nordkorea hatte in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests die Weltgemeinschaft und insbesondere die USA herausgefordert. Trump und Machthaber Kim Jong Un lieferten sich heftige Verbalgefechte. Trump lobte bei der APEC-Konferenz aber die Zusammenarbeit in der Region. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeige, was möglich sei, wenn die Menschen die Zukunft selbst in die Hand nähmen. Das Verhältnis zum Gastgeberland Vietnam, einem ehemaligen Kriegsgegner der USA, nannte er freundschaftlich.
    Kataloniens Parlamentspräsidentin kann U-Haft gegen Kaution vermeiden:
    Das Oberste Gericht in Spanien hat Untersuchungshaft für die katalanische Parlamentspräsidentin Carme Forcadell angeordnet, aber zugleich eine vorläufige Freilassung gegen Kaution möglich gemacht. Demnach muss die 61-Jährige 150.000 Euro hinterlegen, um auf freien Fuß zu kommen, wie das spanische Fernsehen und die Nachrichtenagentur Europa Press unter Berufung auf Gerichtsquellen berichteten. Forcadell und weitere fünf Ex-Abgeordnete des Regionalparlaments waren zuvor vom Gericht befragt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte für sie und drei weitere Angeklagte Untersuchungshaft ohne Möglichkeit einer vorläufigen Freilassung gegen Kaution gefordert. Allen Politikern werden nach dem Unabhängigkeitsbeschluss des Regionalparlaments von Ende Oktober Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen.
    Internationaler Strafgerichtshof ermittelt trotz Austritts zu Burundi:
    Kurz nach dem Austritt Burundis nimmt der Internationale Strafgerichtshof Ermittlungen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit in dem ostafrikanischen Staat auf. Eine Kammer des Gerichts gab nach Vorermittlungen grünes Licht, Morde, Folter, Vergewaltigungen und andere Taten zu verfolgen, wie das Tribunal in Den Haag mitteilte. Untersucht werden Verbrechen, die von 2015 bis 2017 während der Mitgliedschaft Burundis begangen wurden. Aus diesem Grund erklärte sich der Gerichtshof für weiter zuständig. Die Entscheidung fiel nach Angaben des Gerichts bereits kurz vor Burundis Austritt, wurde aber zum Schutz von Opfern und möglichen Zeugen bislang geheim gehalten. Nach Einschätzung der Richter handelt es sich um besonders schwerwiegende Verbrechen: Zwischen April 2015 und Mai 2017 wurden offenbar mehr als 1.200 Menschen getötet, Tausende widerrechtlich inhaftiert und mehr als 400.000 vertrieben. Im Visier der Ermittlungen steht die Regierung von Präsident Pierre Nkurunziza. Ihr wird eine systematische Terrorkampagne gegen die Zivilbevölkerung vorgeworfen.
    Brexit-Minister: Großbritannien verlässt EU am 29.3.2019 um Mitternacht:
    Großbritannien will die Europäische Union am 29. März 2019 um 23.00 Uhr Ortszeit und 00.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit verlassen. Das exakte Austrittsdatum werde in einem Zusatzartikel zum Austrittsgesetz verankert, das derzeit vom Parlament in London beraten wird, erklärte der britische Brexit-Minister David Davis über den Kurzmitteilungsdienst Twitter. Der Austritt soll genau zwei Jahre nach dem Tag erfolgen, an dem Premierministerin Theresa May offiziell den Scheidungsprozess von der EU gestartet hatte. Die Briten hatten sich in einer Volksabstimmung im Juni vergangenen Jahres mehrheitlich für den Austritt aus der Europäischen Union ausgesprochen.
    May beruft Brexit-Befürworterin zur Entwicklungshilfeministerin:
    Nach dem Rücktritt von Priti Patel hat die britische Premierministerin Theresa May die konservative Abgeordnete Penny Mordaunt zur Entwicklungshilfeministerin berufen. Das teilte die britische Regierung mit. Mordaunt gilt wie ihre Vorgängerin Patel als Befürworterin eines harten Brexits und hatte sich vor dem Referendum im vergangenen Jahr für den EU-Ausstieg ihres Landes eingesetzt. Sie war zuletzt als Staatssekretärin für Menschen mit Behinderungen im Arbeitsministerium tätig. Patel musste wegen nicht abgesprochener Treffen mit israelischen Regierungsvertretern ihren Hut nehmen. Sie war bereits das zweite Kabinettsmitglied, das innerhalb einer Woche zurücktrat.
    Republikaner Moore durch Sex-Vorwurf unter Druck:
    Der ultrakonservative Kandidat für den US-Senat, Roy Moore, soll vor mehreren Jahrzehnten ein 14-jähriges Mädchen sexuell belästigt haben. Die von der Frau geschilderten Kontakte zu Moore sollen 1979 stattgefunden haben, als Moore 32 Jahre alt war. Moore wies die Anschuldigungen zurück. Der 70-jährige ehemalige Richter ist ein Vertreter der religiösen Rechten und tritt im Dezember bei einer Nachwahl zum Senat an. Moore hatte zuvor internationale Aufmerksamkeit erregt. Zwei Mal wurde der Jurist von seinem Posten am Obersten Gericht von Alabama verbannt: das erste Mal, weil er sich geweigert hatte, ein Monument für die alttestamentarischen Zehn Gebote aus einem Justizgebäude zu entfernen; das zweite Mal, weil er sich über ein Urteil des Obersten Gerichts zur Homo-Ehe hinwegsetzte.
    12 min
  • 09.11.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China und USA schließen milliardenschwere Handelsvereinbarungen:
    US-Präsident Donald Trump und der chinesische Staatschef Xi Jinping haben gemeinsame Handelsvereinbarungen mit einem Gesamtumfang von 253,4 Milliarden Dollar (das sind 218,7 Milliarden Euro) verkündet. Die Abkommen, die sich unter anderem auf die Branchen Energie, Luftfahrt und Elektronik erstrecken, wurden im Zuge eines Treffens der beiden Staatschefs in Peking unterzeichnet. Auch Autobauer und Nahrungsmittelkonzerne profitieren von den Deals. Zum Teil handelt es sich allerdings um nicht verbindliche Vereinbarungen. Auch der Abschluss eines Abkommens mit drei chinesischen Staatsunternehmen zur Förderung von Flüssiggas im US-Bundesstaat Alaska wurde verkündet. Xi erklärte, eine Öffnung der chinesischen Wirtschaft sei seine "Langfriststrategie". Am Vortag waren bereits Abkommen mit einem Umfang von neun Milliarden US-Dollar unterschrieben worden.
    UN-Sicherheitsrat verlangt offenen Zugang für Hilfslieferungen im Jemen:
    Angesichts der humanitären Lage im Jemen hat der UN-Sicherheitsrat das von Saudi-Arabien geführte Militärbündnis aufgefordert, alle Flughäfen und Häfen in dem Krisenland für Hilfslieferungen offen zu halten. Dies sei angesichts der "schrecklichen humanitären Lage" dringend notwendig, sagte der derzeitige Ratsvorsitzende in New York. Im Jemen sind nach UN-Einschätzung die Leben von Millionen Menschen bedroht. UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock warnte vor einer riesigen Hungersnot im Jemen. Insidern zufolge hat die Militärallianz den wichtigen Seehafen in Aden wieder geöffnet. Die Sperre sei aufgehoben, so dass wieder normal gearbeitet werden könne, sagte ein Hafenvertreter. Aden ist weitgehend in den Händen der Kräfte, die gegen die Huthi-Rebellen kämpfen und die auch Saudi-Arabien unterstützt. Im bettelarmen Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel tobt seit 2014 ein Bürgerkrieg.
    Premierministerin Theresa May verliert weiteres Kabinettsmitglied:
    Die britische Entwicklungsministerin Priti Patel ist zurückgetreten. Sie hatte Kritik auf sich gezogen, weil sie sich ohne Kenntnis der britischen Regierung mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu und weiteren Regierungsvertretern getroffen hatte. Bei den insgesamt zwölf Treffen im August und September hat sie mit einem Besuch der besetzten Golanhöhen zudem gegen das Protokoll verstoßen. Großbritanniens Premierministerin May verliert damit binnen einer Woche bereits das zweite Kabinettsmitglied. Zuvor hatte Verteidigungsminister Michael Fallon vergangene Woche nach Vorwürfen sexueller Belästigung sein Amt niedergelegt.
    EU plant Sanktionen gegen Venezuela:
    Die Staaten der Europäischen Union haben Sanktionen gegen die venezolanische Regierung zugestimmt. Am Montag wollen die EU-Außenminister die Strafmaßnahmen offiziell beschließen. Aus diplomatischen Kreisen hieß es, mit den Maßnahmen solle die Regierung von Staatschef Nicolás Maduro an den Verhandlungstisch mit der Opposition gebracht werden, damit die derzeitige politische Krise in Venezuela beigelegt werden könne. Die von den Botschaftern der 28 EU-Staaten genehmigten Strafmaßnahmen sehen demnach vor, die Lieferung von Waffen und elektronischem Überwachungsmaterial an die Regierung in Caracas zu verbieten, da diese gegen die Opposition eingesetzt werden könnten. Die EU will außerdem eine Schwarze Liste mit an der Repression gegen Oppositionelle in Venezuela beteiligten Personen und Einrichtungen erstellen. Vorerst soll die Liste allerdings leer bleiben.
    Nach Kompromissen fordern Grüne Gegenangebote:
    In Berlin werden die Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition zwischen der Union, FDP und den Grünen fortgesetzt. Grünen-Chef Cem Özdemir forderte vor dem Beginn der Treffen von Union und FDP mehr Entgegenkommen bei den Sondierungen. Die Verhandlungspartner sollten konstruktive Vorschläge machen, um die von verschiedenen Bundesregierungen ohne grüne Beteiligung eingegangenen Klimaschutzziele zu erreichen, sagte Özdemir der "Bild"-Zeitung. Anfang der Woche hatten die Grünen vor der entscheidenden Phase der Sondierungsgespräche über ein Jamaika-Bündnis ihre Kompromissbereitschaft beim Streitthema Kohleausstieg signalisiert.
    9 min

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