Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 24.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.China sagt Merkel weitere Öffnung der Wirtschaft zu
    China und Deutschland wollen ihre wirtschaftliche Kooperation ausbauen und auf eine neue Stufe heben. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Ministerpräsident Li Keqiang kündigten in Peking an, künftig auch enger im High-Tech-Bereich zusammenzuarbeiten. Li sprach von "freundschaftlichen Beziehungen". Wo immer deutsche Unternehmen Probleme mit den Investitionsbedingungen hätten, werde sich China um eine Verbesserung bemühen. Beide bekräftigen, dass sie an multilateralen Handelsordnungen festhalten wollen und einen Abschluss des EU-China-Investitionsabkommens wünschen.
    USA prüfen Schutzzölle auf Import-Autos
    US-Präsident Donald Trump hat sein Handelsministerium angewiesen, Importzölle auf Autos, LKW und Autoteile zu prüfen. Es müsse geklärt werden, ob ihre Einfuhr eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA darstelle. Mit dem Argument hatte er im März schon die Schutzzölle auf Stahl und Aluminium begründet. Nach Informationen des "Wall Street Journal" könnte der Aufschlag auf eingeführte Fahrzeuge bis zu 25 Prozent betragen. Betroffen wären vor allem deutsche und europäische Hersteller. Sie produzieren nur rund 30 Prozent ihrer Fahrzeuge in den USA, asiatische Autobauer dagegen 70 Prozent.
    Außenminister Maas ohne Verhandlungserfolg bei Antrittsbesuch in Washington
    Nach dem Treffen mit US-Außenminister Mike Pompeo sagte Heiko Maas, man sei in Sachen Atomabkommen mit dem Iran auf völlig unterschiedlich eingeschlagenen Wegen und weit von einem Kompromiss entfernt. Die USA haben den Vertrag aufgekündigt und Sanktionen gegen Teheran wieder in Kraft gesetzt. Die EU und Deutschland wollen den Atomdeal dagegen retten, wie der Bundesaußenminister erneut betonte. Maas zeigte sich aber bereit, an dem von Pompeo vorgeschlagenen Außenministertreffen der europäischen Vertragsstaaten Frankreich, Großbritannien und Deutschland sowie den USA teilzunehmen.
    Iran stellt Bedingungen für Verbleib im Atomabkommen
    Der geistliche und politische Führer der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Chamenei, hat sieben Bedingungen formuliert, unter denen sein Land nach dem Ausstieg der USA an dem Atom-Deal festhalten könnte. So müsse Europa garantieren, dass der Iran weiter Öl verkaufen könne, schreibt Chamenei auf seiner Internetseite. Außerdem fordert er reibungslose Transaktionen mit europäischen Banken. Verhandlungen über die Rolle des Irans im Nahen Osten und sein Raketenprogramm, die sowohl von den USA als auch von Deutschland, Frankreich und Großbritannien angestrebt werden, lehnt der Ajatollah ab.
    Deutsche Bank will sich gesundschrumpfen
    Die Deutsche Bank setzt unter ihrem neuen Chef Christian Sewing den Rotstift an. Wie das größte heimische Geldhaus vor Beginn der Hauptversammlung in Frankfurt mitteilte, soll die Zahl der Vollzeitstellen nach drei Verlustjahren in Folge global um rund 7000 in wenigen Monaten auf "deutlich unter 90.000" sinken. Der Stellenabbau sei bereits im Gange. Im Zuge der geplanten Neuausrichtung der Bank soll allein im Handel mit Aktien, wo zuletzt die Erträge eingebrochen waren, rund ein Viertel der Jobs wegfallen.
    Bericht: Vielen Ausländerbehörden fehlt der Fingerabdruckscanner
    Etwa 40 Prozent der 494 deutschen Ausländerbehörden sind nicht in der Lage, Fingerabdrücke von Asylsuchenden oder anerkannten Asylbewerbern elektronisch zu vergleichen. Das erklärte das Innenministerium auf Anfrage der "Welt" und der "Nürnberger Nachrichten". Damit haben mehr als 200 Behörden Probleme, Mehrfachidentitäten und einen möglichen Sozialmissbrauch festzustellen, sofern die Personen vor 2016 eingereist sind. Erst ab 2016 nahm das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Regel von allen Asylsuchenden den Fingerabdruck und verglich ihn mit gespeicherten Identitäten.
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    Computer von ermordeter maltesischer Journalistin an deutsche Polizei übergeben
    Die Familie von Daphne Caruana Galizia hat offenbar kein Vertrauen zu den Behörden in Malta. Die Staatsanwaltschaft in Wiesbaden teilte mit, es seien Ende April zwei Laptops und drei Festplatten aus dem Besitz der Journalistin übergeben worden. Die maltesischen Behörden seien informiert und könnten die Informationen per Rechtshilfeersuchen als Kopie erhalten. Ein solcher Antrag sei aber noch nicht gestellt worden. Die regierungskritische Journalistin Caruana Galizia hatte über Korruption in der maltesischen Politik berichtet und war im Oktober 2017 durch eine Autobombe getötet worden.
    9 min
  • 23.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Ermittlungen gegen Behörden-Chefin?:
    Die Affäre um unzulässige Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge spitzt sich zu. Nach Medienberichten ist bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg eine Anzeige gegen die Behördenchefin Jutta Cordt eingegangen. Allerdings werde gegenwärtig noch geprüft, ob Ermittlungen einzuleiten seien. Bei der Anzeige gegen Cordt gehe es um den Verdacht der Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt. Bundesinnenminister Seehofer (CSU) hatte zuvor gesagt, er erwäge "personelle Konsequenzen".
    EU-Parlamentarier enttäuscht über Zuckerbergs Befragung:
    Die Abgeordneten im Europaparlament sind unzufrieden mit der Befragung von Facebook-Chef Zuckerberg. Zuckerberg sei bei seiner Anhörung fast allen unangenehmen Fragen problemlos ausgewichen, heißt es aus Brüssel. Das lag auch an dem Format des Treffens: alle Fragen sollten gesammelt am Ende beantwortet werden. Dies ermöglichte Zuckerberg, zu den Themen mit allgemeinen Einlassungen zu reagieren. Die EU-Fraktionsspitzen wollten wissen, warum Facebook die vom Datenskandal um Cambridge Analytica Betroffenen nicht bereits 2015 informierte, und ob Zuckerberg an dieser Entscheidung beteiligt war.
    Trump stellt Nordkorea-Gipfel in Frage:
    US-Präsident Donald Trump hat eine Verschiebung oder gar eine Absage seines Gipfeltreffens mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un nicht ausgeschlossen. Wenn es nicht passiere, passiere es "vielleicht später", sagte Trump in Washington über den Gipfel mit Kim. Das Treffen ist für den 12. Juni in Singapur geplant. Nach Wochen der plötzlichen Entspannung und des überraschenden Einlenkens von Pjöngjang hatte zuletzt Nordkorea wieder damit gedroht, die Begegnung platzen zu lassen.
    Nach Präsidentschaftswahlen: EU droht Venezuela mit neuen Sanktionen:
    Nach der umstrittenen Wiederwahl von Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro erwägt die EU neue Sanktionen gegen das krisengeschüttelte Land. Die Wahl am Sonntag habe internationale Mindeststandards nicht erfüllt, erklärte die EU-Außenbeauftragte Mogherini in Brüssel. Die Europäische Union werde daher über "angemessene Maßnahmen" beraten. Die USA hatten bereits am Tag nach der Wahl neue Sanktionen gegen Venezuela angekündigt. Maduro verurteilte die Reaktion und wies ranghhohe US-Diplomaten aus.
    US-Kongress stimmt für lockereres Bankengesetz:
    Der US-Kongress hat in Washington für eine Rücknahme wesentlicher Teile des im Zuge der letzten großen Finanzkrise beschlossenen "Dodd-Frank"-Gesetzes gestimmt. Die Regelung wurde 2010 vom damaligen US-Präsidenten Barack Obama verabschiedet, um die Steuerzahler vor Bankenpleiten zu schützen. Im Zuge der Finanzkrise waren US-Banken mit über 700 Milliarden Dollar an Steuergeldern und Liquiditätsgarantien vor dem Bankrott gerettet geworden. Trump hatte "Dodd-Frank" als "Desaster" bezeichnet, das Banken die Kreditvergabe erschwere. Kritiker warnen nun vor höheren Risiken für Verbraucher.
    US-Bürgerrechtler warnen vor Überwachungsstaat:
    Mehrere US-Bürgerrechtsgruppen haben den Online-Händler Amazon aufgefordert, seine Technologie zur Gesichtserkennung nicht mehr den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung zu stellen. Sie warnen, die Behörden könnten riesige biometrische Datenbanken anlegen und damit einen Überwachungsstaat aufbauen. Eine Untersuchung im Jahr 2016 ergab, dass in den USA bereits jeder zweite Erwachsene, also 117 Millionen Menschen, in einer Gesichtserkennungsdatenbank der Strafverfolgungsbehörden auftaucht. Meist ohne sein Wissen und ohne klare Regelung für die Speicherung dieser Daten.
    8 min
  • 22.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump könnte Treffen mit Kim Jong Un platzen lassen:
    US-Präsident Donald Trump ist nach Worten seines Vizes Mike Pence jederzeit bereit, das geplante Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un platzen zu lassen. Kim begehe einen großen Fehler, wenn er glaube, Trump ausspielen zu können, so Pence. Nordkorea ist mit den amerikanischen Verhandlungszielen nicht einverstanden. Die USA verlangen eine vollständige, überprüfbare und unumkehrbare atomare Abrüstung Nordkoreas. Der Gipfel steht nicht zum ersten Mal auf der Kippe. Vergangene Woche bereits hatte Kim wegen US-Militärmanövern mit südkoreanischen Streitkräften mit einer Absage gedroht.
    Lebenslange Haft für 104 Angeklagte wegen Putschversuchs:
    Ein Gericht in der türkischen Stadt Izmir hat gegen 104 Angeklagte verschärfte lebenslange Haftstrafen wegen versuchten Umsturzes der Verfassungsordnung verhängt. Das ist die höchste Strafe, die das türkische Recht vorsieht. 21 weitere Angeklagte wurden wegen versuchter Ermordung von Präsident Recep Tayyip Erdogan in der Nacht des Militärputsches vom Juli 2016 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Insgesamt mussten sich 280 Menschen vor Gericht verantworten. Bei dem gescheiterten Putsch wurden fast 250 Menschen getötet, 2200 wurden verletzt.
    Australischer Erzbischof schuldig gesprochen:
    Der oberste Geistliche des australischen Erzbistums Adelaide ist wegen der Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen schuldig gesprochen worden. Erzbischof Philip Wilson drohen bis zu zwei Jahre Haft; das Strafmaß wird erst später verkündet. Nach Überzeugung der Richter in Newcastle verhinderte Wilson in den 70er Jahren, dass ein pädophiler Priester zur Rechenschaft gezogen wurde. Dieser Geistliche soll sich an mindestens vier Jungen vergangen haben. Der Erzbischof behauptete, keine Erinnerung an ein Gespräch mehr zu haben, in dem sich damals einer der Jungen offenbarte.
    Malaysias Ex-Premier in Korruptionsskandal verhört:
    Wegen Korruptionsvorwürfen in Milliardenhöhe ist Malaysias ehemaliger Premierminister Najib Razak vernommen worden. Knapp zwei Wochen nach seiner Niederlage bei der Parlamentswahl musste sich der langjährige Regierungschef erstmals dem Verhör durch eine Anti-Bestechungs-Kommission stellen. Dem 64-Jährigen drohen strafrechtliche Ermittlungen. Zuvor hatte die neue Regierung gegen Najib bereits ein Ausreiseverbot verhängt. Dem Ex-Premier wird vorgeworfen, während seiner Amtszeit mehr als 3,7 Milliarden Euro aus einem Staatsfonds zweckentfremdet zu haben. Najib weist die Vorwürfe zurück.
    Wähler in Burundi stimmen für Verfassungsreform:
    73 Prozent der Wähler im zentralafrikanischen Staat Burundi haben offiziellen Angaben zufolge für eine Verfassungsänderung gestimmt, die es Präsident Pierre Nkurunziza ermöglicht, 16 weitere Jahre im Amt zu bleiben. Der als repressiv geltende 54-Jährige ist seit 2005 Staatschef. Das Referendum könnte die seit 2015 andauernde Krise in dem Land weiter verschärfen. Das Klima in Burundi ist laut dem deutschen Außenministerium von schweren Menschenrechtsverletzungen und Unterdrückung der Opposition geprägt. Rund 1000 Menschen wurden bei Unruhen getötet, etwa 500.000 sind außer Landes geflohen.
    7 min
  • 21.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump möchte angebliche FBI-Unterwanderung prüfen lassen:
    US-Präsident Donald Trump will eine Untersuchung einleiten, um herauszufinden, ob die Bundespolizei FBI oder das Justizministerium sein Wahlkampfteam 2016 unterwandert oder überwacht haben. Er werde eine entsprechende Untersuchung offiziell beantragen, kündigte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter an. Außerdem solle geprüft werden, ob ein solcher Vorgang von Mitgliedern der Regierung seines Vorgängers Barack Obama angeordnet worden sei. Für Trump ist die angebliche Überwachung seines Wahlkampfteams immer wieder ein Thema. Belege dafür blieb er bisher schuldig.
    Maduro gewinnt Präsidentenwahl in Venezuela:
    Nicolás Maduro hat die umstrittene Präsidentenwahl in Venezuela gewonnen. Offiziellen Angaben zufolge entfielen auf den Amtsinhaber 5,8 Millionen Stimmen, das entspricht einem Anteil von rund 68 Prozent. Maduros schärfster Konkurrent Henri Falcón erhielt laut Wahlkommission lediglich 1,8 Millionen Stimmen. Über die Wahlbeteiligung gibt es unterschiedliche Angaben: Offiziell lag sie bei 46 Prozent, die Opposition, die zu einem Boykott der Wahl aufgerufen hatte, bezifferte sie mit weniger als 30 Prozent.
    Europakritiker in Italien finden Regierungschef:
    In Italien haben sich die Fünf-Sterne-Bewegung und die rechtspopulistische Lega bei ihren Regierungsverhandlungen auf einen Ministerpräsidenten geeinigt. Beide Parteien wollten aber keinen Namen nennen. Lega-Chef Matteo Salvini sagte lediglich, weder er noch der Spitzenkandidat der Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi di Maio, würden die nächste Regierung führen. Sie wollen ihren Vorschlag an diesem Montag zunächst Staatspräsident Sergio Mattarella vorlegen. Laut Salvini haben sich beide Parteien auch auf ein Kabinett verständigt.
    China startet Mondsatelliten:
    Zur Vorbereitung der ersten Landung auf der Rückseite des Mondes hat China einen Übertragungssatelliten gestartet. Eine Rakete vom Typ "Langer Marsch" hob vom Raumfahrtzentrum in Xichang in der Provinz Sichuan in Südwestchina ab. Rund 25 Minuten nach dem Start sei der Satellit erfolgreich ausgesetzt und auf den Weg zum Mond gebracht worden, teilte die chinesische Raumfahrtbehörde CNSA mit. Als erste Nation will die Volksrepublik in einem halben Jahr auf der Rückseite des Erdtrabanten landen. Bis 2030 soll erstmals ein chinesischer Astronaut den Mond betreten.
    Schweden gewinnt Eishockey-WM:
    Schweden ist Eishockey-Weltmeister. Die Skandinavier besiegten bei der WM in Dänemark den Überraschungsfinalisten Schweiz mit 3:2 nach Penaltyschießen. Es ist der elfte WM-Titel für Schweden. Für die Eidgenossen ist es nach 2013 das zweite Mal Silber. Im Spiel um Platz drei konnte sich der 26-malige Weltmeister Kanada nicht für das überraschende Halbfinal-Aus gegen die Schweiz entschädigen. Im Prestigeduell der Nordamerikaner sicherten sich die USA mit dem 4:1 wie zuletzt vor drei Jahren Bronze.
    6 min
  • 19.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.107 Tote bei Flugzeugabsturz in Kuba:
    Bei einem Flugzeugabsturz in Kuba sind 107 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Boeing 737 zerschellte am Freitag kurz nach ihrem Start vom Flughafen der Hauptstadt Havanna aus noch ungeklärter Ursache auf einem Feld. Drei Frauen konnten lebensgefährlich verletzt aus dem Wrack geborgen werden. Kubas neuer Staatschef Miguel Diaz-Canel besuchte die Absturzstelle. Der Inlandsflug sollte ins 670 Kilometer östlich gelegene Holguín gehen. Die staatliche Fluggesellschaft Cubana de Aviación hatte die fast 40 Jahre alte Maschine samt Besatzung von der mexikanischen Airline Global Air gechartert.
    Zehn Tote bei Schulmassaker in Texas:
    Im US-Bundestaat Texas sind bei einem Schulmassaker an einer High School bei Houston zehn Menschen erschossen worden, neun Schüler und ein Lehrer. Zehn weitere Menschen wurden verletzt, als der Täter das Feuer eröffnete. Nach dem Amoklauf entdeckte die Polizei in und bei der Schule mehrere Sprengsätze. Der mutmaßliche Todesschütze, ein 17-jähriger Schüler, wurde festgenommen. Er benutzte laut Gouverneur Greg Abbott zwei Waffen aus dem Besitz seines Vaters und soll Selbstmordabsichten gehabt haben. Allein in diesem Jahr gab es bereits 22 Schießereien an US-Schulen.
    EU wappnet sich für Handelsstreit mit USA:
    Im Zollstreit mit den USA bereitet die EU ihre Gegenmaßnahmen vor. Bei der Welthandelsorganisation WTO reichten die Europäer eine Liste mit US-Produkten ein, die mit Strafzöllen belegt werden könnten. Der Schritt ist eine Reaktion auf die im März von den Vereinigten Staaten verhängten Importzölle auf Stahl und Aluminium, von denen die Europäische Union bis Anfang Juni vorläufig ausgenommen ist. In der Liste sind Produkte wie Orangensaft, Whiskey, Mais, Tabak und Motorräder erfasst. Auch Indien legte entsprechende Listen mit US-Produkten bei der WTO vor.
    Islamische Staaten fordern Schutztruppe für Palästinenser:
    Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) hat bei einem Sondergipfel in Istanbul das gewaltsame Vorgehen israelischer Soldaten gegen demonstrierende Palästinenser an der Gaza-Grenze verurteilt. Die 57 Staaten fordern den Einsatz einer internationalen Truppe zum Schutz der Palästinenser. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, eine solche Friedenstruppe könne nach dem Vorbild der Einsätze in Bosnien oder dem Kosovo gebildet werden. Zuvor griff Erdogan Israel scharf an. Er verglich den Umgang Israels mit den Palästinensern im Gazastreifen mit Nazi-Methoden im Dritten Reich.
    Endergebnis: Geistlicher al-Sadr gewinnt Parlamentswahl im Irak:
    Im Irak haben die Behörden eine Woche nach der Parlamentswahl den Sieg des Bündnisses um den einflussreichen schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr offiziell bestätigt. Laut dem in Bagdad veröffentlichten amtlichen Endergebnis erhält seine Liste "Sairun" (Wir marschieren) 54 der 329 Sitze im Abgeordnetenhaus. Für eine Regierungsbildung ist er damit auf Koalitionspartner angewiesen. Al-Sadr will mit einem Kabinett aus Fachleuten die ausufernde Korruption im Land bekämpfen. Er selbst kann nicht Regierungschef werden, da er bei der Wahl nicht angetreten war.
    7 min
  • 18.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump droht Kim Jong Un:
    US-Präsident Donald Trump hat Nordkorea im Falle eines erfolgreichen Atomabkommens umfangreiche Sicherheiten in Aussicht gestellt. Käme der Vertrag jedoch nicht zustande, könne der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un ein ähnliches Ende finden wie der libysche Machthaber Muammar al-Gaddhafi. Dieser war 2011 in einer Revolution entmachtet und getötet worden. Dies sei allerdings nicht der Plan für Nordkorea, sagte Trump. Er hoffe stattdessen auf ein prosperierendes Nordkorea.
    Trump kritisiert Deutschland erneut wegen zu geringer Militärausgaben:
    US-Präsident Donald Trump hat der Bundesrepublik erneut zu geringe Militärausgaben vorgeworfen. Der NATO-Partner Deutschland kaufe von Russland Gas im Wert von Milliarden Dollar, gebe aber nicht genug für seine Streitkräfte aus, sagt Trump anlässlich eines Besuchs von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Trump bezog sich damit auf das NATO-Ziel, wonach alle Mitgliedsländer des Verteidigungsbündnisses zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für das Militär ausgeben sollten. Deutschland will nächstes Jahr voraussichtlich 1,3 Prozent für den Wehretat ausgeben. Das sind rund 41,5 Milliarden Euro.
    Neue Chefin für US-Geheimdienst CIA:
    Der US-Senat hat der Ernennung der umstrittenen Kandidatin Gina Haspel zur neuen Chefin des Geheimdienstes CIA zugestimmt. Gegen die von Präsident Donald Trump nominierte 61-Jährige hatte es im Senat erhebliche Vorbehalte gegeben. Die langjährige CIA-Mitarbeiterin ist umstritten, weil sie 2002 ein US-Geheimgefängnis in Thailand geleitet haben soll. In diesem sollen Terrorverdächtige gefoltert worden sein.
    Fortschritte im Namensstreit um Mazedonien:
    Mazedoniens Ministerpräsident Zoran Zaev hat sich nach eigenen Angaben mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras auf eine Lösung im Namensstreit der beiden Länder geeinigt. Man habe viele Optionen diskutiert und eine sei annehmbar für beide Seiten, sagte Zaev am Rande des Balkangipfels in Sofia. Tsipras hingegen sagte, er sei "noch nicht in der Lage", eine Einigung zu verkünden. Der Streit um den Namen Mazedonien belastet die Beziehungen beider Länder seit über 25 Jahren. Aus griechischer Sicht gehört der Name Mazedonien zum eigenen Nationalerbe.
    Fußball-Relegation: Wolfsburg bezwingt Kiel:
    Der VfL Wolfsburg hat im ersten Relegationsspiel um Klassenerhalt oder Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga den Zweitligisten Holstein Kiel mit 3:1 besiegt. Für Wolfsburg trafen Origi, Brekalo und Malli. Schindler erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für Kiel. Das Rückspiel in Kiel findet am 21. Mai statt.
    6 min
  • 17.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU will Beitrittsaspiranten auf Balkangipfel zu Reformen ermuntern:
    In der bulgarischen Hauptstadt Sofia wird an diesem Donnerstag der EU-Gipfel fortgesetzt. Am zweiten Tag des Treffens nehmen die Staats- und Regierungschefs der sechs Länder des westlichen Balkans teil, die eine EU-Mitgliedschaft anstreben. Beschlüsse zu den EU-Perspektiven der Länder sind jedoch nicht geplant. Ziel des Gipfels ist es, Serbien, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und das Kosovo zu weiteren Reformen zu ermuntern. Im Zentrum steht Unterstützung der EU beim Ausbau der Infrastruktur in der Region des ehemaligen Jugoslawien.
    BND beschaffte Informationen über Nervengift:
    Nach Medieninformationen hat sich der Bundesnachrichtendienst in den 1990er Jahren eine Probe des in der Sowjetunion entwickelten Nervengifts Nowitschok beschafft. Dies berichten "Süddeutsche Zeitung", NDR, WDR und "Die Zeit". Einige NATO-Staaten produzierten in der Folge kleine Mengen des Giftes für Testzwecke. Im März waren der ehemalige russische Doppelagent Skripal und seine Tochter in England durch einen Anschlag mit Nowitschok vergiftet worden. Westliche Staaten machen Russland dafür verantwortlich, das alle Vorwürfe zurückweist.
    Israel fliegt Luftangriffe im Gazastreifen:
    Israel hat Angriffe auf Ziele im Norden des Gazastreifens geflogen. Palästinensischen Behörden zufolge gab es einen Verletzten. Die Angriffe seien die Reaktion auf Maschinengewehrfeuer, das zuvor Häuser in der israelischen Stadt Sderot getroffen habe, teilte das Militär mit. Aus Sderot wurden keine Opfer gemeldet. Am Montag hatte die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem Proteste von Palästinensern an der Grenze des Gazastreifens ausgelöst. Dabei waren 60 Menschen von israelischen Soldaten getötet worden. Nach Hamas-Angaben waren 50 davon Mitglieder der radikalislamischen Organisation.
    Bund gibt 21 Milliarden Euro für Flüchtlingskrise aus:
    Für die Bewältigung der Flüchtlingskrise hat der Bund nach einem Bericht des Handelsblatts im vergangenen Jahr knapp 21 Milliarden Euro ausgegeben. Das Blatt bezieht sich auf Informationen des Finanzministeriums, wonach zwei Drittel der Summe auf die Bekämpfung von Fluchtursachen entfielen. Länder und Kommunen erhielten etwa sechseinhalb Milliarden Euro für Asylkosten und Integrationsleistungen. Diese Summe könne sich allerdings noch erhöhen, heißt es. Einige Bundesländer forderten zusätzliches Geld vom Bund.
    Atlético Madrid gewinnt Europa-League:
    Der französische Nationalstürmer Antoine Griezmann hat Atlético Madrid zum Europa-League-Titel geführt. Mit zwei Toren war Griezmann maßgeblich am 3:0-Erfolg über Olympique Marseille beteiligt. Den dritten Treffer im Finale von Lyon erzielte Atlético-Kapitän Gabi in der Schlussphase. Für die Spanier war es der dritte Euro-League-Sieg nach 2010 und 2012.
    6 min
  • 16.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nordkorea stellt Gipfel mit Trump in Frage:
    Wegen neuer Militärübungen der USA und Südkoreas droht Nordkorea damit, das für Juni geplante Gipfeltreffen von Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump abzusagen. Die USA müssten sich genau überlegen, was dieser "militärische Krawall" für den Gipfel bedeute, so die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Das Manöver sei eine Provokation. Bereits von Nordkorea abgesagt wurden für diesen Mittwoch geplante hochrangige Versöhnungsgespräche mit Vertretern des Südens. Das Weiße Haus reagierte zurückhaltend auf die Berichte. Man treibe die Planungen für den Gipfel weiter voran, hieß es aus Washington.
    Iran optimistisch nach Atomgesprächen mit EU:
    Die Europäische Union und der Iran haben sich auf einen Arbeitsplan verständigt, um einen Erhalt des von den USA einseitig aufgekündigten Atomabkommens zu ermöglichen. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sprach nach einem Treffen mit EU-Kollegen in Brüssel von einem "guten Start". Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte, die Europäer suchten nach Wegen, um den "Investitionsstrom" in Gang zu halten. Es gehe darum, dem Iran weiterhin Ölexporte und europäischen Banken ihre Geschäfte zu ermöglichen.
    PLO zieht Spitzenvertreter aus Washington ab:
    Aus Protest gegen das Vorgehen der israelischen Armee an der Grenze des Gazastreifens hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas seinen höchsten Vertreter aus den USA zurückbeordert. Husam Somlot, der Leiter des Washingtoner Büros der Palästinensischen Befreiungsorganisation, habe die Hauptstadt bereits verlassen, hieß es aus Ramallah. Bei den Zusammenstößen waren am Montag rund 60 Palästinenser getötet worden. Die Proteste hatten sich an der umstrittenen Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem entzündet.
    Malaysischer Oppositionspolitiker Anwar vorzeitig aus Haft entlassen:
    Nach dem Wahlsieg der Opposition in Malaysia ist einer ihrer prominentesten Politiker vorzeitig aus dem Gefängnis freigekommen. Der frühere Vize-Ministerpräsident Anwar Ibrahim wurde von König Sultan Muhammad V. begnadigt. Der 70-Jährige war seit 2015 wegen homosexueller Handlungen in Haft, die in Malaysia strafbar sind. Seine Strafe hätte regulär bis zum 8. Juni angedauert. Anwar gilt als möglicher Nachfolger des neuen Premiers Mahathir Mohamad, der bereits 92 Jahre alt ist. Bekannt wurden Absprachen, nach denen Anwar in ein bis zwei Jahren das Amt des Premiers von Mahathir übernehmen soll.
    Bayerischer Landtag verabschiedet Polizeigesetz:
    In Bayern bekommt die Polizei so weitreichende Überwachungsrechte wie noch nie in der Nachkriegsgeschichte. Nach kontroverser Debatte beschloss der Landtag das umstrittene Polizeiaufgabengesetz. Demnach darf die bayerische Polizei künftig schon bei "drohender Gefahr" Überwachungs- und andere polizeiliche Maßnahmen einleiten. Bisher musste es dafür einen konkreten Verdacht auf eine geplante Straftat geben. Kritiker halten die neue Regelung für verfassungswidrig. In der Landeshauptstadt München hatten vergangene Woche Zehntausende Menschen gegen das Gesetz demonstriert.
    7 min
  • 15.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Sicherheitsrat berät über Gaza-Gewalt:
    Nach den Protesten mit zahlreichen Toten an der Grenze des Gazastreifens zu Israel soll der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen an diesem Dienstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Sie wurde vom arabischen Golfstaat Kuwait beantragt, der derzeit einen Sitz im höchsten UN-Gremium innehat. Auslöser des Aufruhrs am Montag war die umstrittene Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem. Nach jüngsten Angaben der Palästinenser wurden 59 Menschen an der Grenze des Gazastreifens von israelischen Soldaten erschossen, mehr als 2000 Demonstranten sollen verletzt worden sein. Die USA machten die radikal-islamische Hamas für die Gewalt verantwortlich.
    EU richtet Appell an Nahost-Konfliktparteien:
    Nach der blutigen Konfrontation an der Grenze des Gazastreifens hat die Europäische Union Israelis und Palästinenser zu "allergrößter Zurückhaltung" aufgerufen. Israel müsse bei der Anwendung von Gewalt den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wahren, erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Die Hamas müsse ihrerseits sicherstellen, dass Proteste absolut friedlich blieben. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin betonte, im Konflikt um den Status von Jerusalem könne es nur eine einvernehmliche Verhandlungslösung geben.
    Europäer halten an Atomabkommen mit Iran fest:
    Unmittelbar vor dem Treffen europäischer Außenminister mit ihrem Kollegen aus dem Iran hat sich der deutsche Chefdiplomat Heiko Maas nochmals zum Atomabkommen mit der Regierung in Teheran bekannt. Solange sich der Iran an das Abkommen halte, werde Europa das auch tun, unabhängig von der Entscheidung der USA, erklärte Maas. Man dürfe nichts unversucht lassen, "diesen wichtigen Baustein der internationalen Abrüstungsordnung zu bewahren", so der deutsche Außenminister weiter. US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche den einseitigen Ausstieg seines Landes aus dem Abkommen verkündet.
    Rückbau nordkoreanischer Atomtestanlage hat begonnen:
    Nordkorea hat offenbar begonnen, sein Atomtestgelände abzubauen. Dies berichteten Experten des US-Korea-Instituts der Johns Hopkins University. Einige wichtige Einrichtungen an den Eingängen des weitläufigen Testgeländes im Nordosten des Landes seien abgerissen worden, hieß es auf der Website "38 North" des Instituts unter Berufung auf Satellitenbilder. Vor dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un will Nordkorea mit der Schließung seine Bereitschaft zum Abbau seines Atomwaffenprogramms demonstrieren.
    Amerikanische First Lady im Krankenhaus:
    Melania Trump hat sich einer Operation an den Nieren unterzogen. Es habe sich um eine "gutartige" Erkrankung gehandelt, teilte die Kommunikationschefin der First Lady mit. Der Eingriff sei ohne Komplikationen und erfolgreich verlaufen. Die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich noch die ganze Woche in einem Militärkrankenhaus nahe Washington bleiben. Wie es heißt, wurde bei der 48-jährigen eine sogenannte Embolisation vorgenommen. Dabei handelt es sich um den künstlichen Verschluss von Blutgefäßen. Mit der Prozedur wird in der Regel die Blutzufuhr an Tumoren gestoppt.
    Wirtschaft kühlt sich etwas ab:
    Die deutsche Wirtschaft hat zum Jahresbeginn etwas an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2018 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden in einer ersten Schätzung mitteilte. Im vierten Quartal 2017 hatte sich die Wirtschaftsleistung noch um 0,6 Prozent erhöht, im dritten Vierteljahr um 0,7 Prozent. Die Statistiker wiesen aber auch darauf hin, dass das BIP damit das 15. Mal in Folge gegenüber dem Vorquartal gestiegen sei. Das sei die längste Aufschwungphase seit 1991.
    8 min
  • 14.05.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA eröffnen Botschaft in Jerusalem:
    In Jerusalem wird an diesem Montag - dem 70. Jahrestag der Gründung Israels - die neue US-Botschaft eingeweiht. US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember mit der jahrzehntelangen außenpolitischen Praxis seines Landes gebrochen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Während Israel die Entscheidung begrüßt, löst sie unter den Palästinensern wütende Proteste aus. Sie wollen das seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 von Israel besetzte Ost-Jerusalem zur Hauptstadt ihres künftigen Staates machen.
    USA wollen Nordkorea Zugeständnisse machen:
    Die USA wollen dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un Sicherheiten anbieten, sollte dieser auf Atomwaffen verzichten. Das kündigte US-Außenminister Mike Pompeo an. Er war in den vergangenen Wochen zweimal in Nordkorea und traf dort Machthaber Kim persönlich. Die Besuche dienten auch der Vorbereitung des geplanten Gipfeltreffens zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump am 12. Juni in Singapur.
    Iran setzt EU Frist für Atomdeal-Garantien:
    Der Iran hat der Europäischen Union eine Frist von 60 Tagen gesetzt, die Umsetzung des Atomabkommens auch nach dem Ausstieg der USA zu garantieren. Nach Informationen aus Teheran beansprucht das EU-Trio Deutschland, Frankreich und Großbritannien jedoch 90 Tage. Das Thema soll deshalb beim Treffen der Außenminister am Dienstag in Brüssel erörtert werden. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif drohte erneut, sein Land werde die Urananreicherung in "industriellem Ausmaß" vorbereiten, sollte Europa keine Zusagen für den Erhalt seiner Handelsbeziehungen mit Teheran geben.
    Familie verübt Selbstmordanschlag in Indonesien:
    Einen Tag nach den Anschlägen auf drei christliche Kirchen hat es in Indonesiens Großstadt Surabaya auf der Insel Java einen weiteren Bombenanschlag gegeben, dieses Mal auf das Polizeihauptquartier. Wie ein Sprecher bestätigte, wurde auch dieses Attentat von einer Familie verübt. Insgesamt fünf Personen auf zwei Motorrädern rasten auf die Station zu und zündeten vor dem Gebäude ihre Sprengstoffgürtel. Ein achtjähriges Familienmitglied überlebte den Anschlag. Zehn Menschen wurden verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" reklamierte die Tat für sich.
    Geistlicher liegt bei Wahl im Irak vorn:
    Bei der Parlamentswahl im Irak führt nach ersten Ergebnissen das Bündnis des einflussreichen schiitischen Geistlichen Muktada al-Sadr. Seine Liste Sairun kommt in vier von bislang zehn ausgezählten Provinzen auf den ersten Platz, darunter in der Hauptstadt Bagdad, wie die Wahlkommission mitteilte. Auf Platz zwei liegt derzeit ein Bündnis, das eng mit den schiitischen Milizen verbunden ist und gute Beziehungen zum Iran hat. Dem Wunschkandidaten des Westens, dem schiitischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi und seiner "Koalition des Sieges" droht dagegen eine Niederlage.
    DEB-Team bezwingt Ex-Weltmeister Finnland:
    Zum Sport: Mit dem ersten WM-Sieg gegen Finnland seit 25 Jahren hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in Dänemark für eine Überraschung gesorgt. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm bezwang den zweimaligen Weltmeister 3 zu 2 nach Verlängerung. Die letzte Chance auf das Viertelfinale hatten die Deutschen aber bereits mit dem 1 zu 3 am Samstag gegen Lettland verspielt.
    7 min

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