Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 10.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Viele Opfer bei Busunglück in Kenia
    Bei einem schweren Busunfall sind im Westen Kenias nach Angaben der Behörden mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten noch steigt. Im Fahrzeugwrack seien noch Opfer eingeklemmt, zitiert die Zeitung "Daily Nation" einen örtlichen Polizeichef. Der Bus mit 52 Insassen war auf dem Weg von der Hauptstadt Nairobi in die westliche Stadt Kakamega, als er laut Augenzeugen bergab von der Straße abkam. Das Fahrzeug durchbrach die Leitplanke und stürzte etwa 20 Meter tief einen Abhang hinunter.
    Marinowas mutmaßlicher Mörder in Deutschland gefasst
    Nach dem Mord an der bulgarischen Fernsehmoderatorin Viktoria Marinowa ist ein Tatverdächtiger in Deutschland festgenommen worden. Der in die Bundesrepublik geflohene Mann sei am Dienstagabend in Polizeigewahrsam genommen worden, teilten die Behörden in Sofia mit. Nach Angaben der bulgarischen Generalstaatsanwaltschaft besteht nach derzeitigem Ermittlungsstand kein Zusammenhang zwischen der Tat und der Arbeit der 30-jährigen Journalistin. Sie war vergewaltigt, geschlagen und dann erstickt worden. Ihre Leiche wurde am Samstag in einem Park am Donauufer der Stadt Russe entdeckt.
    Kompromiss bei CO2-Emissionen
    Die Mitgliedsländer der Europäischen Union haben sich auf eine Senkung der Kohlendioxid-Grenzwerte für neue Autos verständigt. Wie die österreichische EU-Ratspräsidentschaft in Luxemburg mitteilte, soll der CO2-Ausstoß von 2020 bis 2030 um 35 Prozent sinken. Das Europaparlament hatte eine Verringerung um 40 Prozent verlangt, Deutschland dagegen wollte 30 Prozent als Höchstgrenze durchsetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte darauf gedrungen, die deutsche Autoindustrie nicht zu stark zu belasten. Bevor die Regel umgesetzt wird, müssen noch Kommission und Europaparlament zustimmen.
    Hurrikan "Michael" vor der Küste Floridas
    Der US-Bundesstaat Florida wappnet sich gegen den schweren Wirbelsturm "Michael". Meteorologen stuften ihn zu einem Hurrikan der Stufe vier auf der fünfteiligen Skala herauf - mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde. "Das ist ein lebensbedrohliches Ereignis für den Nordosten der Golfküste", schrieb das Nationale Hurrikan-Zentrum auf Twitter. "Michael" soll in wenigen Stunden auf Land treffen. Für die Stadt Panama City Beach und andere tiefer gelegene Gebiete am nordwestlichen Zipfel von Florida wurden Zwangsevakuierungen angeordnet.
    Haley tritt zurück
    Die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, gibt ihren Posten zum Jahresende auf. US-Präsident Donald Trump bestätigte ihren Rücktritt nach einem Treffen mit der Botschafterin im Weißen Haus. Wer Haley nachfolgt steht noch nicht fest. Trump sagte, es gebe mehrere Anwärter. Voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen werde er einen Nachfolger verkünden.
    Weniger Migranten in Deutschland
    Die Bundesregierung geht in diesem Jahr von deutlich weniger Migranten aus als erwartet. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte laut Medienberichten auf einer Unionssitzung, seit Januar seien bislang rund 100.000 Flüchtlinge und Migranten nach Deutschland gekommen. Da es im November und Dezember traditionell weniger Neuankömmlinge gebe, rechne er damit, dass die Zahl weit unterhalb der Marke von 200.000 bleibe. Noch im Juni hatte der Innenminister gesagt, dass der von der Großen Koalition festgelegte "Korridor" von 180.000 bis 220.000 Flüchtlingen 2018 erreicht oder sogar überschritten werden könnte.
    Hunderte "Reichsbürger" nach wie vor bewaffnet
    NDR und "Süddeutsche Zeitung" berichten, dass immer noch mehr als 600 Personen, die den sogenannten Reichsbürgern zugeordnet werden, Pistolen und Gewehre besitzen. Vor zwei Jahren hatten die Landesinnenminister die Kommunen angewiesen, Reichsbürgern die Waffenerlaubnis zu entziehen und ihnen damit den Waffenbesitz zu verbieten. Die Kommunen klagen aber über Personalmangel und langwierige Widerrufsprozesse, die die Entwaffnungen verzögerten. Auslöser für die Maßnahmen war 2016 der Angriff eines Reichsbürgers auf eine Gruppe Polizisten in Bayern: Ein Polizist wurde dabei getötet, drei weitere wurden verletzt.
    8 min
  • 09.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.IWF senkt Prognose für Weltwirtschaft
    Die weltweite Konjunktur verliert an Fahrt. Angesichts wachsender Risiken und Handelskonflikte erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2018 und 2019 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,7 Prozent. Zuletzt waren die Ökonomen noch von jeweils 3,9 Prozent ausgegangen. Auch für Deutschland wurde der Ausblick abgesenkt. Für die Bundesrepublik sagt der IWF in seiner aktuellen Prognose ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,6 Prozent sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr voraus. Gründe dafür seien ein sich abkühlendes Exportgeschäft und eine schwächere Industrieproduktion.
    Zweiter Verdächtiger im Fall Skripal identifiziert
    Investigativ-Journalisten haben nach eigenen Angaben die Identität des zweiten mutmaßlichen Skripal-Attentäters enthüllt. Das berichtet die Recherche-Webseite Bellingcat. Demnach soll es sich bei dem Verdächtigen, der unter dem Namen Alexander Petrow nach Großbritannien eingereist war, um Alexander Jewgeniwitsch Mischkin handeln, einen Militärarzt des russischen Geheimdienstes GRU. Die britische Polizei wollte den Bericht nicht kommentieren. Skripal und seine Tochter waren im März nach dem Kontakt mit dem Nervengift Nowitschok schwer erkrankt. Russland bestreitet eine Verwicklung in den Fall.
    Bund erhöht offenbar Flüchtlingshilfe
    Die Bundesregierung will Ländern und Gemeinden offenbar deutlich mehr Geld für Integration von Flüchtlingen überweisen und gleichzeitig die Verteilung vereinfachen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sollen zwischen 2019 und 2022 insgesamt 15 Milliarden Euro fließen. Die Länder können sich über ein Plus von fünf Milliarden freuen, die Kommunen über eine Milliarde. Abgerechnet werden soll nicht mehr pro einzelnem Flüchtling, sondern über pauschale Anteile am Umsatzsteueraufkommen. Der Bund wolle auch auf sein Kontrollrecht verzichten, ob das Geld tatsächlich für Integration verwendet wird.
    Nach Datenpanne wird Google Plus abgeschaltet
    Der Google-Mutterkonzern Alphabet schließt nach einem Datenleck das soziale Netzwerk Google Plus für private Nutzer. Hintergrund ist eine Sicherheitslücke, von der bis zu 500.000 Nutzerkonten betroffen waren, wie der Konzern mitteilte. Externe Entwickler sollen demnach Zugriff auf Profildaten bekommen haben - allerdings ist unklar, ob die Entwickler das auch gewusst und ausgenutzt hätten. In der Pressemitteilung von Google heißt es, man könne nur für die zurückliegenden zwei Wochen sprechen, da man die entsprechenden Daten nicht länger speichere.
    Berliner Gericht entscheidet über Diesel-Fahrverbote
    Das Verwaltungsgericht Berlin verhandelt an diesem Dienstag über mögliche Diesel-Fahrverbote in Deutschlands Hauptstadt. Die Deutsche Umwelthilfe will als Klägerin erreichen, dass in Berlin künftig der jährliche Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft eingehalten wird. Die Organisation möchte, dass innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings und auf einigen anderen Hauptstadtstraßen Fahrverbote verhängt werden. Mehr als 200.000 Fahrzeughalter wären von möglichen Fahrverboten betroffen. Der Berliner Senat will die Verbote abwenden.
    Hurrikan "Michael" nimmt Kurs auf Florida
    Ein neuer Wirbelsturm namens "Michael" zieht über den Atlantik in Richtung USA. "Michael" wurde zum Hurrikan der Kategorie 1 hochgestuft, während er auf die US-Golfküste zusteuerte. Das teilte das Nationale Hurrikanzentrum mit. Vorhergesagt ist aber eine Abschwächung: Am Mittwoch wird er als Wirbelsturm der Kategorie 3 an der nördlichen Golfküste Floridas erwartet. Das Hurrikanzentrum warnte die Bewohner der betroffenen Regionen vor möglichen Sturmfluten, Starkregen und kräftigen Sturmböen.
    Klimaschützer nehmen Europäische Union in die Pflicht
    Nach dem jüngsten Bericht des Weltklimarats drängen Klimaschützer vor allem die EU zu größeren Anstrengungen, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen. Die EU müsse ihre Ziele deutlich verschärfen, fordert das Climate Action Network in Brüssel. Die EU-Umweltminister wollen am morgigen Dienstag die kommende Weltklimakonferenz in Polen vorbereiten. Zuvor hatte der Weltklimarat in seinem Bericht erklärt, eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad sei nur noch bedingt möglich. Und es erfordere "schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen".
    8 min
  • 08.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sonderbericht zum Weltklima vorgestellt
    Die Erderwärmung erfolgt schneller und mit schwereren Folgen als bisher angenommen. Zu diesem Schluss kommen die 91 Autoren des im südkoreanischen Incheon vorgestellten Sonderberichts des Weltklimarats IPCC zum 1,5-Grad-Ziel. Erforderlich sei daher ein zügiger Umbau der gesamten Weltwirtschaft. Die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau, wie es das Pariser Abkommen als Ziel vorgibt, erfordere "schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen". Dies betreffe den Energiesektor, Landwirtschaft, Bau und Verkehr.
    Rechtpopulist liegt bei Wahl in Brasilien vorne
    Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Brasilien klar gewonnen. Der Ex-Militär erhielt rund 46 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt mitteilte. An zweiter Stelle lag Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei mit 29 Prozent der Stimmen. Damit müssen die beiden am 28. Oktober bei einer Stichwahl gegeneinander antreten. Bolsonaro hat der Korruption in Lateinamerikas größter Volkswirtschaft den Kampf angesagt und will staatliche Unternehmen privatisieren, damit sich Politiker dort nicht länger bedienen können.
    Zahl der Opfer nach Beben in Indonesien steigt weiter
    Nach dem Erdbeben und der Tsunami-Katastrophe auf der indonesischen Insel Sulawesi vor gut einer Woche sind mindestens 1944 Tote geborgen worden. Wie die Behörden mitteilten, werden noch mindestens 5000 Menschen vermisst. Der Katastrophenschutz will noch bis Donnerstag unter den Trümmern verschütteter Häuser suchen. Danach gebe es keinerlei Hoffnung mehr, Überlebende zu finden, hieß es. Am Sonntag wurde auch deutsche Hilfe für die Opfer auf den Weg gebracht. In Frankfurt startete ein Flugzeug in die Region. Die Bundesregierung stellt 1,5 Millionen Euro als Soforthilfe für Indonesien zur Verfügung.
    USA und Nordkorea streben zügig zweiten Gipfel an
    US-Außenminister Mike Pompeo und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un haben ein baldiges zweites Gipfeltreffen der beiden Länder vereinbart. Ein erneutes Treffen von US-Präsident Donald Trump und Kim solle "so schnell wie möglich" stattfinden. Das teilten Vertreter Südkoreas nach einem Gespräch von Präsident Moon Jae In mit Pompeo über dessen Beratungen in Nordkorea mit. Zugleich seien mögliche US-Kontrollen von Atomanlagen in Nordkorea besprochen worden. Zuvor hatte Pompeo nach einem mehr als dreistündigen Treffen mit Kim in Pjöngjang von Fortschritten bei der atomaren Abrüstung gesprochen.
    Referendum in Rumänien zur Homo-Ehe scheitert
    Das Referendum über eine Verschärfung des Verbots der Homo-Ehe in Rumänien ist wegen einer zu geringen Beteiligung gescheitert. Nur 20,4 Prozent der mehr als 18 Millionen Wahlberechtigten gaben nach Angaben des Zentralen Wahlbüros ihre Stimmen ab. Für die Gültigkeit der Befragung wäre eine Beteiligung von mindestens 30 Prozent notwendig gewesen. Die Rumänen waren aufgerufen, darüber abzustimmen, ob das bestehende Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Verfassung verankert wird. Die Initiatoren der Befragung wollten erreichen, dass der Begriff "Ehegatten" durch "Mann und Frau" ersetzt wird.
    Altmaier spricht bei Petersberger Dialog in Moskau
    Angesichts der Spannungen zwischen Deutschland und Russland hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier gemahnt, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen. Die Länder müssten um die gegenseitigen Beziehungen kämpfen, sagte der CDU-Politiker zum Auftakt des Petersburger Dialogs in Moskau. Nur wenn man rede, könne man Probleme lösen. Altmaier sprach von einer "nicht einfachen Zeit" zwischen Deutschland und Russland. Seit der Annexion der ukrainischen Krim durch Russland 2014 und dem Konflikt in der Ostukraine sind die deutsch-russischen Beziehungen belastet. Die EU hat mit Wirtschaftssanktionen reagiert.
    8 min
  • 06.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Umstrittener Richterkandidat Kavanaugh hat Mehrheit zusammen
    US-Präsident Donald Trump und sein umstrittener Richterkandidat Brett Kavanaugh haben es fast geschafft: Zwei bisherige Wackelkandidaten unter den 51 Senatoren der US-Republikaner und ein Senator der Demokraten stellten sich hinter Kavanaugh. Damit gilt eine Mehrheit für den unter Vorwürfen sexueller Übergriffe in die Schusslinie geratenen Juristen bei der entscheidenden Senatsabstimmung an diesem Samstag als praktisch gesichert. US-Kommentatoren betrachteten die Entwicklung als großen innenpolitischen Sieg für Trump.
    Frankreich verlängert Grenzkontrollen
    Als erstes Land des Schengenraums hat Frankreich die Verlängerung seiner Grenzkontrollen bis ins kommende Jahr hinein angekündigt. Die Kontrollen würden wegen akuter Terrorgefahr für weitere sechs Monate bis Ende April 2019 fortgesetzt, heißt es in einem Schreiben der französischen Regierung an die EU. Paris fürchtet demnach Anschläge durch die verstärkte Rückkehr von aus Europa stammenden Dschihadisten aus Syrien. Im Schengenraum sind normalerweise Reisen und Gütertransporte ohne Grenzkontrollen möglich. Frankreich hatte die Kontrollen nach den Anschlägen in Paris vom November 2015 eingeführt.
    Erzbischof aus Chile missbraucht Schutzbefohlenen
    Ein katholischer Erzbischof aus Chile wird nach Informationen der Deutschen Welle beschuldigt, in Deutschland mindestens einen Schutzbefohlenen missbraucht zu haben. Die deutsche Justiz ermittelt demnach gegen den heute 84 Jahre alten Geistlichen, der der Schönstattbewegung angehört. Er lebt seit rund 15 Jahren in Vallendar bei Koblenz. Das haben der Generalobere der Schönstattbewegung, Juan Pablo Catoggio, und der chilenische Provinzobere Fernando Baeza bestätigt. Die deutsche Staatsanwaltschaft und das Bistum Trier wollten sich dem Bericht zufolge noch nicht zu dem Vorgang äußern.
    EU-Kommission kritisiert Italien wegen Neuverschuldung
    Die EU-Kommission hat Italien angesichts der geplanten Neuverschuldung im kommenden Jahr von 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung eine "deutliche Abweichung" von der gemeinsamen Wirtschaftspolitik vorgeworfen. Dies sei ein Grund zu ernsthafter Sorge, schrieben Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis und Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici in einem Brief nach Rom. Zuvor hatte Italien die Haushaltsplanungen für die kommenden drei Jahre veröffentlicht. Nach EU-Regeln ist das Land angesichts seines gewaltigen Schuldenbergs in Höhe von 2,3 Billionen Euro dazu verpflichtet, besser zu haushalten.
    US-Polizist muss wegen tödlicher Schüsse auf schwarzen Teenager ins Gefängnis
    In der US-Metropole Chicago muss ein weißer Polizist ins Gefängnis, der 2014 einen schwarzen Teenager erschossen hat. Er wurde wegen Totschlags und 16-facher gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Videoaufnahmen zeigen, dass der Beamte mehrmals auf den jungen Mann feuerte, als der mit einem Messer in der Hand vor ihm weglaufen wollte. Dem Polizisten droht nun eine jahrzehntelange Gefängnisstrafe. Der Fall hatte zu Massenprotesten in Chicago geführt.
    Tokios Tsukiji-Fischmarkt schließt
    Tokios berühmter Fischmarkt Tsukiji hat nach 83 Jahren den Betrieb eingestellt. Rund 1700 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte wechselten hier täglich die Besitzer. Der Fischumschlagplatz in der japanischen Hauptstadt wird in neue Hallen auf einer künstlichen Insel im nahe gelegenen Stadtteil Toyosu umziehen. Der alte Markt wird abgerissen, um Platz für die Olympischen Spiele 2020 zu schaffen. Die im Tsukiji ansässigen Fischhändler hatten zwei Jahren auf den Umzug gewartet, da das neue Gelände in Toyosu wegen Verseuchung mit Umweltgiften zunächst saniert werden musste.
    7 min
  • 05.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hunderte Festnahmen bei Anti-Kavanaugh-Demo
    Bei Protesten gegen den umstrittenen Richterkandidaten Brett Kavanaugh hat die Polizei in der US-Hauptstadt Washington mehr als 300 Menschen festgenommen. Mehrere tausend Menschen waren dort gegen seine Berufung an den Obersten Gerichtshof auf die Straße gegangen. Zu der Kundgebung hatten feministische Organisationen und Bürgerrechtsverbände aufgerufen. Kavanaugh werden sexuelle Vergehen und Vergewaltigung vorgeworfen. Er weist die Anschuldigungen zurück. Mit den Vorwürfen hatte sich auch das FBI befasst. Eine endgültige Entscheidung über Kavanaughs Berufung könnte am Samstag fallen.
    Weniger unbegleitete Minderjährige beantragen Asyl
    Die Zahl der minderjährigen Flüchtlinge, die ohne Eltern nach Deutschland kommen und Asyl beantragen, ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf einen Bericht des Bundesfamilienministeriums berichten, stellten 2017 etwa 9000 Minderjährige einen Asylantrag. Im Vergleich zu 2016 entspricht das einem Rückgang von 75 Prozent. Damals waren es knapp 36.000. Die meisten Anträge stammten demnach von Jugendlichen aus Afghanistan, Syrien, Irak und Eritrea.
    Demonstrationsverbot im Braunkohlerevier Hambacher Forst
    Eine für diesen Samstag geplante Großdemonstration am Hambacher Forst ist von der Polizei Aachen wegen Sicherheitsbedenken nicht genehmigt worden. Die Polizei argumentierte, das erforderliche Sicherheitskonzept hätte nicht rechtzeitig erstellt werden können, da sich keiner der an den Forst angrenzenden privaten Grundstückseigentümer bereiterklärt habe, eine Fläche zur Verfügung zu stellen. Die Umweltorganisation BUND kündigte einen Eilantrag am Verwaltungsgericht Aachen und am Bundesverfassungsgericht an. Zu der Demo gegen die Rodung und den anschließenden Kohleabbau waren bis zu 20.000 Menschen erwartet worden.
    Regierungsgegner demonstrieren in Wien
    In der österreichischen Hauptstadt haben tausende Menschen mit lauten Parolen gegen Rassismus und Sozialabbau protestiert und vor einer Aufweichung der Demokratie gewarnt. Die Demonstranten kamen vor dem Amtssitz von Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien zusammen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich etwa 20.000 Menschen an dem Protest. Die Polizei sprach von 3000 bis 4000 Demonstranten. In Österreich regiert seit Dezember die konservative Volkspartei von Kanzler Kurz gemeinsam mit den rechtspopulistischen Freiheitlichen.
    Oppositionsbündnis gegen Ortega gegründet
    In Nicaragua formiert sich eine breite politische Front gegen Präsident Daniel Ortega. Insgesamt 43 soziale und politische Organisationen haben sich zu einer großen Oppositionsbewegung zusammengeschlossen. Ziel sei es, den Staatschef und dessen Ehefrau, Vize-Präsidentin Rosario Murillo, auf demokratischem Wege die Macht zu entziehen, teilte das neue Bündnis UNAB mit. Nach eigenen Angaben will die Bewegung bei den kommenden Wahlen verhindern, dass Ortega sich die Macht erneut sichern kann. Die Krise in Nicaragua hatte im April mit inzwischen zurückgezogenen Plänen für eine Rentenreform begonnen.
    Airbus testet erstmals Drohnenschwarm über der Ostsee
    Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein Drohnen getestet, die Kampfflugzeuge begleiten könnten. Laut Airbus geht es um eine moderne Luftkampfstrategie. Ziel ist es demnach, dass die unbemannten Fluggeräte die Besatzung von Kampfflugzeugen unterstützen, indem sie aufklären, gegnerisches Radar und Kommunikation stören und auch selber Ziele bekämpfen, vorausgesetzt sie werden bewaffnet. Noch handelt es sich um militärische Forschung, wie Airbus betonte. Der Projektleiter nannte den ersten realen Test von Drohnen im Formationsflug einen vollen Erfolg.
    Siege für Frankfurt, Leverkusen und Leipzig in der Europa League
    In der Fußball-Europa-League hat Bayer Leverkusen seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel geholt. Die Mannschaft gewann mit 4:2 gegen AEK Larnaka aus Zypern. RB Leipzig feierte mit dem 3:1 im norwegischen Trondheim seinen ersten Erfolg. Außenseiter Eintracht Frankfurt schlug den favorisierten italienischen Club Lazio Rom 4:1. Nach ihrem überzeugenden Auftritt stehen die Hessen nun an der Spitze der Gruppe H.
    8 min
  • 04.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hilfsgüter erreichen Tsunami-Gebiet
    Nach den Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien sind die ersten Hilfsgüter aus dem Ausland in der Stadt Palu angekommen. Vielen Menschen auf der Insel Sulawesi fehlt es weiterhin am Nötigsten. Das ganze Ausmaß der Katastrophe mit mehr als 1400 Toten ist auch nach sechs Tagen noch nicht abzusehen. Die Behörden gehen davon aus, dass noch immer mindestens 150 Menschen unter Trümmern verschüttet sind. Die Suchaktionen sollen bis Freitag weitergehen, danach gibt es nach Behördenangaben kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden.
    Israel über Antisemitismus in Deutschland besorgt
    Vor den deutsch-israelischen Regierungsgesprächen in Jerusalem äußerte sich Israels Botschafter in Deutschland über antisemitische Gewalt. Jedes Vorkommnis mit antisemitischem Hintergrund "beunruhige uns", erklärte Jeremy Issacharoff gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Ob entsprechende Vorfälle bei dem Treffen zur Sprache kommen ist noch unklar. Bei einem ersten Meinungsaustausch verständigten sich Bundeskanzlerin Merkel und der israeliche Premier Netanjahu am Mittwoch darauf, über Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Wissenschaft, Wirtschaft, Cyber und Kultur zu reden.
    USA reagieren auf Iran-Schlappe beim IGH
    Der Internationale Gerichtshof (IGH) hat den USA auferlegt, einen Teil der US-Sanktionen gegen den Iran vorerst aufzuheben. Die Amerikaner sind empört. "Politisch instrumentalisiert und ineffektiv", so das Urteil des Nationalen Sicherheitsberaters von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, über die Rechtsprechung des UN-Gerichts. Laut Bolton überprüft die US-Regierung jetzt sämtliche Verträge, die im Zusammenhang mit dem Gerichtshof stehen. Die USA würden nicht tatenlos zusehen, wie in Den Haag unhaltbare und politisch motivierte Vorwürfe gegen sie erhoben würden.
    Maas stellt bei USA-Besuch humanitäre Hilfe für Idlib in Aussicht
    Bundesaußenminister Heiko Maas hat den USA für den Fall einer Großoffensive der syrischen Armee gegen die Rebellenhochburg Idlib Unterstützung bei der humanitären Hilfe zugesichert. Deutschland sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, sagte Maas nach einem Gespräch mit US-Außenminister Mike Pompeo in Washington. Einem militärischen Eingreifen der Bundeswehr bei einem möglichen Giftgaseinsatz durch die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad erteilte Maas eine klare Absage. Die USA hatten Deutschland Mitte September um militärische Unterstützung im Fall eines Chemiewaffenangriffs gebeten.
    Perus Ex-Präsident muss wieder hinter Gitter
    Perus Oberster Gerichtshof hat die Begnadigung von Ex-Präsident Alberto Fujimori aufgehoben und dessen sofortige Verhaftung angeordnet. Das Gericht stufte die Haftverschonung für den wegen Menschenrechtsverletzungen Verurteilten als verfassungswidrig ein. Der Ex-Präsident verbrachte bisher zehn Jahre im Gefängnis. Ende 2017 war der 80-Jährige vom damaligen Präsidenten Pedro Pablo Kuczynski wegen seines schlechten Gesundheitszustands begnadigt worden. Fujimori war 2007 wegen Bestechung, mehrfachen Mordes und des Einsatzes von Todesschwadronen zu insgesamt 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
    Irische Datenschützer leiten Untersuchung gegen Facebook ein
    Wegen des neuerlichen Hacker-Großangriffs auf die Daten von Facebook-Nutzern hat die irische Datenschutzbehörde Ermittlungen gegen das Online-Netzwerk eingeleitet. Die Untersuchung habe mögliche Versäumnisse von Facebook beim Schutz der Kundendaten zum Inhalt, erklärte die Behörde in Dublin. Facebook hatte am Freitag mitgeteilt, unbekannte Angreifer hätten vollen Zugriff auf fast 50 Millionen Nutzer-Profile erlangt. Die Basis dafür war der Diebstahl sogenannter digitaler Schlüssel, mit denen man in einen Account kommt, ohne das Passwort eingeben zu müssen.
    7 min
  • 03.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bürger und Politiker feiern Tag der Deutschen Einheit in Berlin
    In Berlin finden an diesem Mittwoch die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit statt. Der Regierende Bürgermeister und amtierende Bundesratspräsident Michael Müller empfängt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie Vertreter von Bundesregierung, Bundestag, Bundesrat und Bundesverfassungsgericht im Roten Rathaus. Anschließend stehen ein Gottesdienst im Berliner Dom und ein Festakt in der Staatsoper auf dem Programm. Die Bevölkerung ist eingeladen, auf dem Bürgerfest zwischen Bundestag und Straße des 17. Juni mitzufeiern. Den Abschluss bildet am Abend ein Konzert vor dem Brandenburger Tor.
    Vorwurf der Steuerhinterziehung gegen Trump
    US-Präsident Donald Trump soll nach Angaben der "New York Times" in einen Steuerbetrug verwickelt sein. Nach Angaben der Zeitung haben Trump und seine Geschwister in den 90er Jahren ihren Eltern dabei geholfen, Steuerzahlungen zu umgehen. Sie hätten unter anderem eine Scheinfirma gegründet, um Millionen von Dollar in angebliche Geschenke ihrer Eltern zu stecken. Zudem soll der Wert der Immobilien der Eltern um Hunderte Millionen Dollar herabgesetzt worden sein. Die Zeitung zitiert aus mehr als 200 Steuererklärungen und Finanzunterlagen. Trumps Anwalt wies den Bericht als falsch zurück.
    Macron akzeptiert Rücktritt seines Innenministers
    Frankreichs Staatschef Macron hat nun doch den Rücktritt seines Innenministers Gérard Collomb angenommen. Das teilte der Elysée-Palast in Paris in der Nacht mit. Zugleich habe der Präsident Premierminister Philippe gebeten, sich vorübergehend um das Innenressort zu kümmern. Collomb will wieder Bürgermeister von Lyon werden und hat deswegen die Regierung verlassen. Der frühere Sozialist ist ein Macron-Vertrauter der ersten Stunde: er unterstützte den sozialliberalen Politiker maßgeblich beim Aufbau seiner Bewegung "En Marche" und im Präsidentschaftswahlkampf.
    Polizei räumt letztes Baumhaus im Hambacher Forst
    Im Hambacher Forst hat die Polizei das letzte Baumhaus von Kohlegegnern geräumt. Die Räumungsmaßnahmen seien allgemein beendet, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt seien in den vergangenen knapp drei Wochen 86 Baumhäuser geräumt und abgebaut worden, teilte die Polizei mit. Zur Vorbereitung der ab Oktober geplanten Baumrodungen begann der Energiekonzern RWE mit dem Bau eines kleineren Grabens und anderer Absperrungen rund um den Hambacher Forst. Diese sollten "auch aus Sicherheitsgründen" deutlich machen, wo das Betriebsgelände beginne, sagte ein Unternehmenssprecher in Essen.
    Fußball: Bayern München nur Unentschieden gegen Ajax Amsterdam
    Nach zuletzt zwei Bundesliga-Spielen ohne Sieg ist der FC Bayern München auch in der Champions League nicht über ein 1:1 gegen Ajax Amsterdam hinausgekommen. Die Münchner verpassten damit auch den Sprung an die Tabellenspitze und bleiben hinter den Niederländern Zweiter. Zuvor hatte 1899 Hoffenheim bei seiner Heimpremiere in der Champions League eine Niederlage gegen Manchester City kassiert. Der Bundesligist verlor gegen den englischen Meister 1:2.
    6 min
  • 02.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gefährlicher Zwischenfall mit Kriegsschiffen der USA und Chinas
    Zwischen Kriegsschiffen der USA und Chinas ist es in einem umstrittenen Seegebiet im Südchinesischen Meer beinahe zu einer Kollision gekommen. Der Zwischenfall ereignete sich bereits am Sonntag nahe den von Peking beanspruchten Spratley-Inseln. Das chinesische Schiff hatte nach US-Medienberichten versucht, den amerikanischen Lenkwaffenzerstörer "USS Decatur" abzudrängen. Zuletzt sei dieser ausgewichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Die USA erkennen die Ansprüche Chinas auf die rohstoffreichen Spratley-Inseln nicht an und schicken immer wieder Kriegsschiffe in die Region.
    Gülen-Bruder in Türkei zu langjähriger Haftstrafe verurteilt
    In der Türkei ist der Bruder des Predigers Fethullah Gülen wegen Mitgliedschaft in einer bewaffneten Terror-Organisation zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Justizkreise. Das Urteil gegen Kutbettin Gülen habe das Strafgericht Izmir gefällt. Er sitzt bereits seit zwei Jahren in Untersuchungshaft. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sieht in Fethullah Gülen den Hauptverantwortlichen für den Putschversuch von 2016. Erdogan fordert daher von den USA die Auslieferung Gülens, wo dieser seit 1999 im Exil lebt.
    Union und SPD einig bei Fachkräftekonzept
    Die Spitzen von Union und SPD haben sich auf Details für die Zuwanderung von Fachkräften geeinigt. Das teilte SPD-Chefin Andrea Nahles nach der Sitzung des Koalitionsausschusses in Berlin mit. Damit soll Deutschland erstmals ein Einwanderungsgesetz bekommen, das sich an Vorbildern wie Kanada orientiert. Das Gesetz soll den Zuzug qualifizierter internationaler Fachkräfte ordnen und steuern. Bedarf und Qualifikation sollen zentrale Kriterien sein. Vorgesehen ist auch eine schnellere Anerkennung von Abschlüssen.
    Koalition verständigt sich auf Maßnahmen gegen Diesel-Fahrverbote
    Nach langem Ringen haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD auf Maßnahmen zur Vermeidung von Fahrverboten für Dieselautos geeinigt. Der Koalitionsausschuss verständigte sich auf ein "Konzept für saubere Luft und die Sicherung der individuellen Mobilität in unseren Städten". Nach Angaben von SPD-Chefin Andrea Nahles gibt es auch eine Verständigung zur umstrittenen Hardware-Nachrüstung von älteren Dieselautos. Einzelheiten sollen an diesem Dienstag von den Fachministern verkündet werden. Laut Nahles strebt die Koalition auch eine baldige Einigung über einen schnelleren Ökostrom-Ausbau an.
    Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit begonnen
    In Berlin haben die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit begonnen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller sagte zum Auftakt des dreitägigen Bürgerfests, das Motto "Nur mit Euch" solle deutlich machen, was das Land gemeinsam geschafft habe. Die friedliche Revolution habe es nur gegeben, weil Menschen gemeinsam für Demokratie und Menschenrechte gestritten hätten. Zudem betonte der SPD-Politiker, gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West müssten das Ziel bleiben. Das Bürgerfest findet rund um das Brandenburger Tor und den Reichstag statt. Es werden mehr als eine Million Besucher erwartet.
    Großdemonstration in Barcelona für die Abspaltung von Spanien
    Ein Jahr nach dem verbotenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien haben in Barcelona rund 180.000 Menschen für die Abspaltung der Region von Spanien demonstriert. Im Anschluss an die Kundgebung kam es zu Ausschreitungen radikaler Unabhängigkeitsbefürworter. Hunderte Aktivisten hatten zuvor in Girona nördlich von Barcelona die Gleise einer Hochgeschwindigkeitsstrecke besetzt und mehrere wichtige Straßen blockiert. Der katalanische Regionalpräsident Quim Torra begrüßte die Aktionen als Mittel, um "Druck zu machen".
    Eurogruppe lehnt Italienische Schuldenpläne ab
    Die umstrittenen Schuldenpläne Italiens stoßen bei den Euro-Partnern auf Ablehnung. Die von der neuen Regierung in Rom vergangene Woche vorgelegten Haushaltsziele hätten Fragen und Sorgen ausgelöst, sagte Eurogruppen-Chef Mario Centeno nach einem Treffen der Finanzminister in Luxemburg. Nun sei eine rasche Klärung erforderlich. Italien müsse einen nachhaltigen und glaubhaften Budgetentwurf vorstellen. Dafür sei bis Mitte Oktober Zeit. Die italienische Regierung will im nächsten Jahr entgegen vorheriger Zusagen deutlich mehr Schulden machen, um ihre Wahlversprechen einzulösen.
    8 min
  • 01.10.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA und Kanada einigen sich auf Neuauflage von NAFTA-Abkommen
    Nach zähen Verhandlungen haben sich die USA und Kanada auf eine Neuauflage des gemeinsamen Freihandelsabkommens NAFTA mit Mexiko geeinigt. Das gaben Vertreter der US-Regierung in Washington bekannt. Die Einigung kam kurz vor Ablauf der gesetzten Frist für eine Verständigung zustande. Damit gibt es auch künftig ein Dreier-Abkommen mit Mexiko. Das sogenannte NAFTA-Abkommen war 1994 unter den drei Ländern abgeschlossen worden und regelt eine der größten Freihandelszonen der Welt. US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen infrage gestellt und Neuverhandlungen durchgesetzt.
    Helfer suchen nach Tsunami auf Sulawesi weiter nach Überlebenden
    Die Zahl der Toten nach dem verheerenden Erdbeben und der Tsunamikatastrophe auf der indonesischen Insel Sulawesi steigt weiter. Örtliche Medien nennen inzwischen bereits eine Zahl von mehr als 1200 Toten, die bisher nicht offiziell bestätigt ist. Es werden jedoch noch viel mehr Opfer befürchtet, weil große Teile des betroffenen Gebietes im Norden der Insel wegen der Zerstörungen noch nicht erreicht werden konnten. Dadurch gestaltet sich auch die Suche nach Überlebenden schwierig. Indonesien hat inzwischen um internationale Hilfe gebeten.
    Brexit-Minister Dominic Raab warnt die EU vor überzogenen Forderungen
    Der britische Brexit-Minister Dominic Raab hat die EU vor überzogenen Forderungen in den Austrittsverhandlungen gewarnt. Die Bereitschaft zum Kompromiss sei nicht grenzenlos, heißt es in vorab veröffentlichten Auszügen einer Rede, die Raab auf dem Parteitag der Konservativen in Birmingham halten will. Den Knackpunkt sieht Raab im künftigen Status der britischen Provinz Nordirland: Es dürfe keine neue Zollgrenze zwischen Nordirland und dem Rest Großbritanniens geben, wie sie der EU vorschwebe.
    Deutsche Rüstungsgüter für 254 Millionen Euro nach Saudi-Arabien geliefert
    Trotz der Beteiligung Saudi-Arabiens am Jemen-Krieg hat die neue Bundesregierung seit ihrer Vereidigung im März Rüstungsexporte für 254 Millionen Euro an das Königreich genehmigt. An die anderen acht Länder der von Saudi-Arabien geführten Kriegsallianz gingen im vergangenen halben Jahr Rüstungsgüter für 21,8 Millionen Euro. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Grünen- Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour hervor. Die Zahlen sind brisant, weil laut Koalitionsvertrag ein Exportstopp für alle Länder festgeschrieben ist, die unmittelbar am Jemen-Krieg beteiligt sind.
    Koalitionsausschuss berät über Dieselkrise
    Die Spitzen von CDU, CSU und SPD wollen auf einer Sitzung des Koalitionsausschusses ihr Maßnahmenpaket gegen Diesel-Fahrverbote in deutschen Städten festzurren. Erwartet wird, dass dazu vor allem Anreize für betroffene Fahrzeugbesitzer zum Kauf eines saubereren Autos zählen. Im Vorfeld hatte insbesondere die Debatte über mögliche Hardware-Nachrüstungen und die Kosten dafür die Diskussionen beherrscht. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, dass Verbraucher im Falle von Nachrüstungen nichts dafür bezahlen sollten.
    Weltklimarat beginnt Beratungen zum 1,5-Grad-Ziel
    Forscher aus aller Welt haben in Südkorea mit Beratungen über das ehrgeizige Ziel des Pariser Klimaabkommens begonnen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken. Einig sind sich die meisten Forscher, dass die Welt ohne zusätzliche Anstrengungen zur wesentlichen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen auf drei bis vier Grad Erwärmung zusteuert. Der Weltklimarat hat den Auftrag zu beschreiben, welche Folgen bereits eine Erwärmung von 1,5 Grad hätte. Der Report wird auch Grundlage für den nächsten UN-Klimagipfel im Dezember im polnischen Katowice sein.
    7 min
  • 29.09.2018 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erdogan erhebt auf Staatsbankett Vorwurf der Terroristen-Unterstützung
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Deutschland beim Staatsbankett in Berlin erneut die Unterstützung von "Terroristen" vorgeworfen. Nachdem sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede für die Freilassung von inhaftierten deutschen Staatsangehörigen, aber auch von türkischen Journalisten stark gemacht hatte, sei Erdogan gegen Ende von seiner sehr versöhnlich gehaltenen Tischrede abgewichen, berichteten Teilnehmer. Er habe beklagt, dass die Bundesrepublik Personen aufnehme und nicht ausliefere, die in der Türkei als Terroristen verfolgt würden.
    Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigt Verständnis für Unmut in Ostdeutschland
    Kurz vor dem Tag der Einheit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für mehr Verständnis für manchen Unmut in Ostdeutschland geworben. Insgesamt sei die Deutsche Einheit eine Erfolgsgeschichte, sagte Merkel der "Augsburger Allgemeinen". Die CDU-Vorsitzende gab zu bedenken, dass viele Menschen nach der Wiedervereinigung ihre Arbeit verloren hätten und neu anfangen mussten. Dies sei "niemals eine Rechtfertigung für Hass und Gewalt", betonte die Kanzlerin. Aber es sei eine Erklärung für eine andere Lebensbiografie.
    Mindestens 48 Tote bei Tsunami in Indonesien
    Bei einem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi sind mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen. Wie die indonesische Katastrophenschutzbehörde mitteilte, spülten riesige Wellen in den Orten Palu und Donggala Häuser fort. Mehrere Menschen seien in den Trümmern gestorben. Die Kommunikationsverbindungen in das Krisengebiet seien unterbrochen. Dem Tsunami waren ein Beben der Stärke 7,7 und mehrere schwere Nachbeben vorhergegangen. Das Epizentrum lag knapp 80 Kilometer nördlich von Palu, der Hauptstadt der Provinz Zentralsulawesi.
    Trump ordnet FBI-Überprüfung im Fall Kavanaugh an
    US-Präsident Donald Trump hat im Fall des umstrittenen Richter-Kandidaten Brett Kavanaugh eine Untersuchung durch das FBI angeordnet. Die Bundespolizei solle zusätzliche Ermittlungen aufnehmen, teilte Trump mit. Die Prüfung der Missbrauchsvorwürfe solle begrenzt im Umfang sein und müsse in weniger als einer Woche erledigt sein. Der Justizausschuss im US-Senat hatte sich zuvor für die Berufung Kavanaughs an den Obersten Gerichtshof ausgesprochen. Die elf Republikaner in dem Gremium stimmten am Freitag für den Wunschkandidaten von Präsident Donald Trump, die zehn Demokraten dagegen.
    Fast 50 Millionen Facebook-Konten gehackt
    Facebook ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Betroffen seien etwa 50 Millionen Nutzer, teilte das Unternehmen mit. Die Angreifer hätten die Zugangsdaten über eine Funktion erbeutet, über die Nutzer sich anzeigen lassen könnten, wie ihr eigenes Profil für Betrachter aussehe. Die Ermittlungen hätten gerade begonnen. Ob die Konten gehackt und missbraucht wurden, müsse noch geprüft werden, erklärte Facebook. Die Ermittlungsbehörden seien eingeschaltet worden. Die Facebook-Aktien gaben drei Prozent nach.
    Der amerikanische Rockmusiker Marty Balin ist tot
    Der amerikanische Rockmusiker Marty Balin, Mitbegründer der Band Jefferson Airplane, ist tot. Der Musiker starb im Alter von 76 Jahren, wie sein Sprecher Ryan Romenesko mitteilte. Balins Frau Susan Joy sei an seiner Seite gewesen. Die Todesursache wurde zunächst nicht bekannt. Balin hatte Mitte der 1960er Jahre zusammen mit Musikern wie dem 2016 gestorbenen Paul Kantner und Grace Slick die legendäre Band Jefferson Airplane in San Francisco gegründet. Beim Rockfestival von Woodstock trat die Band 1969 neben Musikgrößen wie Janis Joplin, Jimi Hendrix, Joan Baez und The Who auf.
    Fußball: Bayern München verliert in Berlin
    Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat Titelverteidiger Bayern München unter Trainer Niko Kovac die erste Bundesliga-Niederlage zugefügt. Die Berliner gewannen nach einer starken Leistung mit 2:0 und schlossen in der Tabelle zu Spitzenreiter München auf. Vedad Ibisevic per Strafstoß mit seinem vierten Saisontreffer und Ondrej Duda trafen für Hertha zum ersten Sieg über die Bayern seit 2009.
    8 min

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