Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 23.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Lufthansa-Piloten im zweitägigen Streik:
    Um Mitternacht haben 5400 Piloten der Lufthansa mit ihrem Arbeitskampf begonnen. Die Gewerkschaft Cockpit kündigte außerdem an, den Ausstand auf Donnerstag auszuweiten. Für diesen Mittwoch strich Lufthansa bereits rund 880 Verbindungen. Etwa 100.000 Passagiere dürften somit ihre Flüge verpassen. Mit dem 14. Streik im laufenden Tarifstreit will die Pilotenvereinigung die Forderung nach höheren Löhnen bekräftigen. Zuvor hatte das Landesarbeitsgericht Hessen eine Klage des Flugunternehmens gegen den Ausstand seiner Piloten abgewiesen. Im Rahmen eines Eilverfahrens habe man keine Entscheidung über den Sachverhalt treffen können, erklärte der vorsitzende Richter. Bereits in erster Instanz war Lufthansa vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main gescheitert, ging daraufhin jedoch in Berufung.
    Trump schwächt Wahlkampfparolen ab:
    Der künftige US-Präsident Donald Trump hat einige seiner Wahlkampfpositionen relativiert. In einem Interview mit der "New York Times" räumte er ein, dass der Klimawandel auch mit menschlichen Aktivitäten zusammenhänge. Trump kündigte an, genau prüfen zu wollen, ob sich die USA unter seiner Führung aus dem internationalen Klimaabkommen zurückziehen werden. Er denke dabei vor allem an die Kosten für US-Unternehmen und die Konsequenzen für die Wettbewerbsfähigkeit. Im Wahlkampf hatte Trump den Klimawandel mehrfach als "Erfindung der Chinesen" bezeichnet. Auch gegenüber Hillary Clinton zeigte sich der künftige US-Präsident moderater. Er machte klar, keinen Sonderermittler gegen Clinton einsetzen zu wollen. Trump hatte seiner Konkurrentin im Rennen um das Weiße Haus mehrfach kriminelles Verhalten und Korruption vorgeworfen.
    UN-Hifskonvoi erreicht syrische Stadt:
    Ein Hilfskonvoi der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes hat die Stadt Rastan in Syrien erreicht, die von Rebellen gehalten wird. Es sei die erste Hilfslieferung im November, die die Frontlinien in dem Bürgerkriegsland überqueren durfte, teilten die UN mit. Die knapp 110.000 Menschen in Rastan und den umliegenden Dörfern in der Region Homs hätten zum letzten Mal Ende Juli humanitäre Güter erhalten. Die UN forderten die Konfliktparteien auf, Hilfslieferungen zu allen bedürftigen Menschen in Syrien zu erlauben. Knapp eine Million Männer, Frauen und Kinder harren nach Angaben der Vereinten Nationen in belagerten Orten aus. Die meisten Städte werden von Truppen des Regimes des Machthabers Baschar al-Assad abgeriegelt.
    Kolumbiens Regierung und FARC-Rebellen unterschreiben Donnerstag neuen Friedensvertrag:
    Sechs Wochen nach Ablehnung des Friedensvertrages zwischen Regierung und linken FARC-Rebellen soll ein neuer Pakt besiegelt werden. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos sagte, das neue Abkommen solle am Donnerstag unterzeichnet und dann dem Kongress vorgelegt werden. Eine Volksabstimmung werde es aber nicht geben. Mit dem Pakt soll nach mehr als 50 Jahren blutiger Kämpfe, bei denen mehr als 220.000 Menschen getötet und Millionen vertrieben wurden, der längste Konflikt in der Geschichte Lateinamerikas enden. Für seinen Einsatz dafür wird Santos 2016 mit dem Friedensnobelpreis geehrt.
    Haushaltswoche im Bundestag geht mit der Generaldebatte weiter:
    Der Bundestag setzt die Schlussberatungen über den Haushalt 2017 mit der sogenannten Generaldebatte fort. Sie ist der Höhepunkt der viertägigen Haushaltswoche des Parlaments. Traditionell nutzt die Opposition den Termin zu einer Aussprache über die Politik der Regierung. Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte sich in ihrer Rede nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten zu den künftigen transatlantischen Beziehungen äußern. Mit Spannung wird zudem erwartet, wie sich Union und SPD rund zehn Monate vor der nächsten Bundestagswahl positionieren werden. Der Etat für 2017 ist der letzte Haushalt der amtierenden großen Koalition. Er soll an diesem Freitag im Parlament verabschiedet werden.
    Osram-Belegschaft macht gegen Verkauf mobil:
    Die Arbeitnehmervertreter von Osram wollen einen drohenden Verkauf des Münchener Leuchtenkonzerns verhindern. Eine Übernahme durch den chinesischen Halbleiterkonzern San'an Optoelectronics könne nicht im Sinne der Arbeitnehmer sein, sagte Betriebsratschef Werner Leyer. Man werde sich gegen jeden 'feindlichen' Übernahmeversuch vehement zur Wehr setzen. Die Arbeitnehmervertreter forderten die einstige Muttergesellschaft Siemens, die mit 17,5 Prozent an Osram beteiligt ist, sowie Osram-Konzernchef Olaf Berlien auf, sich klar für eine Unabhängigkeit auszusprechen. San'an Optoelectronics hat offiziell bereits Interesse an Osram angemeldet, eine Übernahmeofferte steht aber noch aus.
    10 min
  • 22.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-DateiWeitere Massenentlassungen von Staatsbediensteten in der Türkei:
    Mit einem weiteren Notstandsdekret hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nochmals rund 10.000 Sicherheitskräfte entlassen. Zudem wurden 500 Institute, Wohltätigkeitseinrichtungen und Medien geschlossen. Das Vorgehen stehe in Zusammenhang mit den Ermittlungen nach dem gescheiterten Militärputsch am 15. Juli, heißt es aus Staatskreisen. Der Grund sind angebliche Verbindungen zu Terrororganisationen. In den Ministerien kommt es ebenfalls zu weiteren Massenentlassungen von Beamten. Seit Verhängung des Ausnahmezustands in Folge des Putschversuches Mitte Juli kann Erdogan per Dekret regieren. Der bereits einmal verlängerte Notstand gilt mindestens bis Mitte Januar. Nach dem Umsturzversuch sind bislang mehr als 110.000 Staatsbedienstete entlassen worden, mehrere tausend wurden festgenommen.
    Trump kündigt Ausstieg aus Pazifik-Handelsabkommen TPP an:
    Der designierte US-Präsident Donald Trump will bereits am ersten Tag seiner Amtszeit den Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP erklären. Dies kündigte Trump in einer Videobotschaft an. Trump wird am 20. Januar als Präsident vereidigt. Der Ausstieg aus TPP zählte zu Trumps Wahlkampfversprechen. Das transpazifische Handelsabkommen TPP zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten, darunter Japan und Australien, sollte nach bisherigem Stand eigentlich noch vor Ende der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama im Januar vom Kongress in Washington ratifiziert werden.
    UN: Fast eine Million Menschen in Syrien unter Belagerungszustand:
    Aufgrund der anhaltenden Kämpfe hat sich die Zahl der Syrer, die von der Außenwelt abgeschnitten sind, innerhalb von sechs Monaten verdoppelt. Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe, Stephen O'Brien, sagte in New York, derzeit lebten fast eine Million Menschen in belagerten Städten und Dörfern. Vor sechs Monaten betrug die Zahl demnach weniger als eine halbe Million. Nach seinen Angaben kamen seitdem neue Orte hinzu, in die weder Lebensmittel noch Hilfe gelangen. Die Bewohner in diesen Gebieten seien, so O'Brien, "isoliert, ausgehungert, bombardiert und von medizinischer und humanitärer Hilfe ausgeschlossen, um sie zu zwingen, sich unterzuordnen oder zu fliehen". Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe macht für diese Situation in erster Linie das Regime von Machthaber Baschar al-Assad in Damaskus verantwortlich.
    Bundestag beginnt mit Schlussberatungen für Bundeshaushalt 2017:
    Der Bundestag beginnt heute mit den Schlussberatungen über den Bundeshaushalt für das kommende Jahr. Der Etatentwurf sieht für das Wahljahr Ausgaben des Bundes von 329,1 Milliarden Euro vor. Das sind 3,8 Prozent mehr als in diesem Jahr. Einen Schwerpunkt setzt die große Koalition bei der inneren Sicherheit. Außerdem wollen Union und SPD mehr Geld in die Vor-Ort-Hilfe für Flüchtlinge stecken und etwa die humanitäre Hilfe in den Nachbarländern Syriens aufstocken. Am Freitag findet dann die Schlussabstimmung über den Bundeshaushalt statt.
    Armutsgefährdung in Deutschland deutlich gestiegen:
    In Deutschland sind laut einer EU-Statistik immer mehr Menschen von Armut bedroht. Immer häufiger sind auch Leute betroffen, die über einen Job verfügen. Das berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf aktuelle Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat, die die Linksfraktion im Bundestag ausgewertet hat. Demnach lag der Anteil der von Armut bedrohten Beschäftigten hierzulande im Jahr 2015 bei 9,7 Prozent. Vor zehn Jahren habe er noch 5,5 Prozent betragen. Das Armutsrisiko für Vollzeitbeschäftigte stieg den Angaben zufolge gegenüber 2006 von vier auf 7,1 Prozent. Bei Teilzeitbeschäftigten sei das Armutsrisiko doppelt so hoch und liege bei 14,5 Prozent, sechs Punkte höher als vor zehn Jahren. Am größten sei mit 18,1 Prozent die Gefahr für befristet Beschäftigte. Als armutsgefährdet gilt nach EU-Definition, wer über weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens verfügt. In Deutschland lag die Schwelle 2015 bei einem Jahresnettoeinkommen von 12.401 Euro für eine Einzelperson.
    Drei Emmys für Deutschland:
    Die RTL-Serie "Deutschland 83" hat den International Emmy als beste Dramaserie und damit einen der begehrtesten TV-Preise der Branche gewonnen. "Unsere Show handelt von einer geteilten Nation", sagte Produzent Jörg Winger bei Entgegennahme des Preises in New York. Die Serie begleitet den ostdeutschen Soldaten Martin Rauch im geteilten Deutschland, der sich als Spion für die Stasi behaupten muss. Als beste Hauptdarstellerin bekam die deutsche Schauspielerin Christiane Paul einen Emmy für ihre Rolle im ARD-Film "Unterm Radar". Der Film "Krieg der Lügen" vom deutschen Regisseur Matthias Bittner zur Vorgeschichte des Irakkriegs von 2003 erhielt den International Emmy als bester Dokumentarfilm.
    11 min
  • 21.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Angela Merkel strebt vier weitere Jahre als Bundeskanzlerin an:
    Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel kandidiert für eine vierte Amtszeit. Die 62-Jährige kündigte in Berlin an, sie wolle bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 als Kandidatin für die CDU antreten und werde sich auch wieder um den Parteivorsitz bewerben. Zuvor war über eine erneute Kandidatur monatelang spekuliert worden. Merkel warnte vor überzogenen Erwartungen an sie. Kein Mensch alleine, auch nicht mit größter Erfahrung, könne die Dinge in Deutschland, in Europa und in der Welt zum Guten wenden. Als eine ihrer wichtigsten Aufgaben nannte sie neben Sicherheitsfragen und Integration auch die Bewältigung der Digitalisierung in der Wirtschaft. Spitzenpolitiker der CDU äußerten sich durchweg erleichtert über Merkels Ankündigung. Horst Seehofer, Vorsitzender der CSU, signalisierte Unterstützung durch die Schwesterpartei. Merkel ist seit April 2000 CDU-Vorsitzende und seit November 2005 Kanzlerin.
    Frankreich: Fillon gewinnt erste Runde der Kandidatenkür:
    Die erste Runde der Vorwahl bei Frankreichs Konservativen über deren Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2017 brachte eine Überraschung. Die Abstimmung der Republikaner konnte Ex-Regierungschef François Fillon unerwartet klar für sich entscheiden. Er bekam rund 44 Prozent der Stimmen. Alain Juppé, ebenfalls früherer Premierminister, kam auf rund 28 Prozent. Die beiden gehen damit kommenden Sonntag in die Stichwahl. Der hochgehandelte frühere Staatspräsident Nicolas Sarkozy kam nur auf etwa 20 Prozent der Stimmen und kündigte daraufhin seinen Rückzug aus der Politik an. Die vier weiteren Bewerber erzielten Ergebnisse im einstelligen Prozentbereich. Frankreichs bürgerliche Rechte kürt ihren Kandidaten erstmals mit einer offenen Vorwahl, an der alle Anhänger teilnehmen können. Bei der Präsidentschaftswahl im April und Mai tritt der Kandidat, der jetzt das Rennen macht, aller Voraussicht nach gegen die Chefin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen an.
    Pazifikstaaten warnen Trump vor Abschottung der US-Wirtschaft:
    Die Pazifik-Anrainerstaaten haben angesichts der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten vor einer möglichen Abschottung der US-Wirtschaft gewarnt. In der Abschlusserklärung des APEC-Gipfels in Peru werden "offene Märkte" und der "Kampf gegen jede Art des Protektionismus" gefordert. Protektionismus werde den Handelsaustausch schwächen und damit die wirtschaftliche Entwicklung verlangsamen. Das lose Wirtschaftsbündnis der 21 Pazifik-Anrainer, dem neben den USA auch China und Russland als wichtige Mitglieder angehören, basiert auf offenen Märkten und wirtschaftlicher Kooperation. Fernziel ist eine umfassende pazifische Freihandelszone. Den Anfang soll die bereits ausgehandelte Transpazifische Partnerschaft TPP zwischen zwölf Pazifikstaaten machen, die Trump stoppen will.
    Österreichs Präsidentschaftskandidaten streiten über Flüchtlingsfrage:
    Zwei Wochen vor der Präsidentenwahl in Österreich haben die zwei Kandidaten ihre völlig unterschiedliche Haltung zur Flüchtlingspolitik bekräftigt. Während der Grünen-nahe Alexander Van der Bellen das Motto von Bundeskanzlerin Angela Merkel "Wir schaffen das" verteidigte, bezeichnete Norbert Hofer von der rechtspopulistischen FPÖ den Slogan als "kapitalen Fehler". Im zweiten von insgesamt vier TV-Duellen spielte erneut die Frage eines Austritts aus der Europäischen Union eine wichtige Rolle. Hofer betonte, dass er nur bei einer weiteren Fehlentwicklung der EU für einen Austritt Österreichs, einen sogenannten Öxit, wäre. Der 72-jährige Van der Bellen bezweifelte die Glaubwürdigkeit dieser Aussage seines Kontrahenten. Die Wahl in Österreich am 4. Dezember ist der dritte Anlauf im Rennen um das höchste Staatsamt. Prognosen gehen von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Bewerbern aus.
    Nach Zugunglück in Indien steigt die Zahl der Toten:
    Nach einem der schwersten Zugunglücke in der indischen Geschichte ist die Zahl der Toten auf 142 gestiegen. Mindestens 200 Menschen wurden verletzt. Am frühen Sonntagmorgen war ein Fernzug im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh entgleist. Dabei sprangen 14 der 23 Waggons von den Schienen, einige wurden vollständig zerstört. Nach Angaben eines Sprechers der indischen Bahngesellschaft befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 2500 Menschen an Bord. Warum der Zug entgleiste, ist unklar. Mitarbeiter des Bahnministeriums nannten jedoch lokalen Medien gegenüber baufällige Schienen als mögliche Ursache.
    10 min
  • 19.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Marrakesch: UN-Klimakonferenz beschließt Fahrplan:
    Bei der UN-Klimakonferenz in Marrakesch haben die Delegierten einen Fahrplan zur Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris beschlossen. In dem Papier verpflichten sich die Teilnehmerstaaten, im Jahr 2017 erneut zusammenzukommen, um ihre Fortschritte beim Klimaschutz zu "überprüfen". Die Chefin des UN-Klimasekretariats, Patricia Espinosa, rief zum Abschluss der Konferenz in Marokko die Weltgemeinschaft auf, im Kampf gegen die Erderwärmung nicht nachzulassen. Der Schlüssel zum Erfolg sei eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Im Mittelpunkt der knapp zweiwöchigen Gespräche stand die Ausgestaltung des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015, dazu zählten auch Finanzhilfen reicher Staaten für die Bewältigung des Klimawandels in armen Ländern. Ziel ist es, die Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter 2 Grad und möglichst unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.
    Appell für freien Welthandel beim APEC-Gipfel:
    Mit einem Plädoyer für freien Handel hat der gastgebende peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski das Gipfel-Treffen der 21 Staaten der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APEC eröffnet. Es sei entscheidend, dass der Welthandel wachse, sagte Kuczynski in Lima. Leider seien in den USA und in Großbritannien protektionistische Kräfte auf dem Vormarsch. Er warb zudem für das transpazifische Handelsabkommen TTP. Der Vertrag zwischen den USA und zwölf Pazifik-Anrainerstaaten soll noch vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Barack Obama im Januar vom Kongress in Washington ratifiziert werden. Sein Nachfolger Donald Trump lehnt das Abkommen ab. Die TTP-Unterzeichnerstaaten repräsentieren rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Obama wird morgen beim APEC-Gipfel erwartet, ebenso der russische Präsident Wladimir Putin.
    Rechtsstreit: Trump zahlt 25 Millionen Dollar an Studenten:
    Der künftige US-Präsident Donald Trump hat einen Rechtsstreit um dubiose Geschäftspraktiken seiner "Trump University" mit einem Millionenvergleich beigelegt. Er erklärte sich zu einer Zahlung von 25 Millionen US-Dollar Entschädigung an Ex-Studenten im Rahmen einer außergerichtlichen Einigung bereit, wie die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. In den drei Verfahren warfen rund 6000 ehemalige Studenten dem Immobilienmogul vor, sie mit falschen Versprechungen gelockt und dafür bis zu 35.000 US-Dollar Studiengebühren pro Kurs kassiert zu haben. Trump hatte seine "Universität", eine kommerzielle Einrichtung, die niemals als Hochschule anerkannt wurde, im Jahr 2004 gegründet. Die mittlerweile wieder geschlossene Einrichtung warb damit, Studenten zu erfolgreichen Immobilienprofis und Geschäftsleuten auszubilden.
    Zweitägige Waffenruhe im Jemen angekündigt:
    Das von Saudi-Arabien angeführte Militärbündnis hat eine 48-stündige Feuerpause für den Jemen angekündigt. Die Waffenruhe werde an diesem Samstagmittag beginnen, meldet die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA. Wenn auch die Huthi-Rebellen die Kämpfe unterbrächen und Hilfslieferungen zuließen, könne die Feuerpause verlängert werden. Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, gegen den Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi, an dessen Seite Saudi-Arabien und weitere Verbündete stehen. Seit Beginn der saudischen Luftangriffe auf die Rebellen im März 2015 sind nach Angaben der Vereinten Nationen fast 7000 Menschen getötet worden.
    IS soll selbst hergestelltes Senfgas eingesetzt haben:
    Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat nach Erkenntnissen der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) möglicherweise selbst Senfgas hergestellt. Es wurde vermutlich bei Angriffen in Syrien und im Irak eingesetzt. Das lege die Untersuchung von Proben durch OPCW-Experten nahe, sagte der Leiter der Organisation, Ahmet Üzümcü, in Den Haag in einem AFP-Interview. Die Auswertung der Proben sei "äußerst besorgniserregend", sagte Üzümcü. Das Senfgas sei zwar von "ziemlich schlechter Qualität, aber trotzdem schädlich". Derzeit prüfe die OPCW mehr als 20 Berichte über Giftgasangriffe in Syrien seit August. Erst am Donnerstag seien Berichte der syrischen Regierung über solche mutmaßlichen Angriffe ihrer Gegner eingegangen. Senfgas verätzt Schleimhäute, Augen und Atemwege. Auch neurologische Störungen sind möglich.
    Aufsteiger Leipzig Tabellenführer in der Fußball-Bundesliga:
    In der Fußball-Bundesliga ist Aufsteiger RB Leipzig erstmals Tabellenführer. Zum Auftakt des 11. Spieltags setzte sich die Mannschaft durch den 3:2-Sieg bei Bayer 04 Leverkusen mit 27 Punkten in der Tabelle an die Spitze. Mit elf Partien ohne Niederlage seit Saisonbeginn stellte Leipzig außerdem einen Rekord für Bundesliga-Aufsteiger auf. Der bisherige Tabellenerste FC Bayern München kann am Samstagabend mit einem Sieg bei Borussia Dortmund aber wieder an den Sachsen vorbeiziehen.
    9 min
  • 18.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Obama und Merkel zelebrieren politische Freundschaft:
    Beim Abschiedsbesuch von Barack Obama in Berlin haben der scheidende US-Präsident und Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre politische Freundschaft zelebriert und das transatlantische Bündnis beschworen. Beide mühten sich, Sorgen über eine mögliche Verschlechterung der Beziehungen unter Obamas Nachfolger Donald Trump entgegenzutreten. Obama sagte, er hätte sich keine "standfestere und verlässlichere Partnerin" auf der internationalen Bühne wünschen können. Dabei hob der Präsident erneut die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin hervor. Obama forderte Trump auf, eine "konstruktive Beziehung" zu Moskau aufzubauen, Präsident Wladimir Putin aber auch - wenn nötig - die Stirn zu bieten. An diesem Freitag treffen Obama und Merkel mit Frankreichs Präsident Francois Hollande sowie den Regierungschefs Italiens und Spaniens, Matteo Renzi und Mariano Rajoy zusammen.
    Trump könnte Widersacher Romney zum US-Außenminister machen:
    Der künftige US-Präsident Donald Trump könnte laut Medienberichten einen seiner ärgsten innerparteilichen Widersacher im Wahlkampf, Mitt Romney, zum Außenminister machen. Der frühere Gouverneur solle dazu am Sonntag von Trump empfangen werden, berichteten die Sender CNN und NBC sowie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf enge Mitarbeiter des Trump-Teams. Der 69-jährige Romney war einer der schärfsten Kritiker Trumps im Wahlkampf. So warf er dem Rechtspopulisten vor, Muslime und mexikanische Einwanderer zu "Sündenböcken" zu machen und nannte ihn einen "Angeber" und "Hochstapler". - Romney hatte bei der Präsidentschaftswahl 2012 für die Republikaner kandidiert, unterlag damals aber Amtsinhaber Barack Obama. Als Außenminister werden auch der New Yorker Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani, der frühere UN-Botschafter der USA, John Bolton, und South Carolinas Gouverneurin Nikki Haley gehandelt.
    Klimaschutz soll mit oder ohne Trump verstärkt werden:
    Die Vertreter von fast 200 Staaten haben bei der UN-Klimakonferenz in Marokko dazu aufgerufen, mit "maximalem politischen Engagement" gegen die Erderwärmung vorzugehen. In der verabschiedeten "Proklamation von Marrakesch" heißt es, der Kampf gegen den Klimawandel habe "dringende Priorität". Zugleich wird das Versprechen der Industriestaaten erneuert, für dieses Ziel die Entwicklungsländer bis 2020 mit jährlich 100 Milliarden Dollar zu unterstützen. Der Repräsentant Chinas erklärte, man werde die Zusagen des Pariser Abkommen erfüllen, unabhängig davon, wer in den USA gerade regiere. Der neugewählte US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, die internationalen Klimaverträge aufzukündigen.
    VW streicht 30.000 Stellen:
    Der Autobauer Volkswagen hat sich mit dem Betriebsrat auf den Abbau von weltweit bis zu 30.000 Arbeitsplätzen in den kommenden Jahren geeinigt. Gut 20.000 Jobs sollen allein in Deutschland gestrichen werden, um die angeschlagene Kernmarke VW wieder flott zu machen, wie in Wolfsburg mitgeteilt wurde. Betriebsbedingte Kündigungen sind demnach nicht vorgesehen, der Abbau soll etwa mit Hilfe von Altersteilzeit geregelt werden. Für diesen Freitag ist eine Pressekonferenz angekündigt. Der Abgas-Skandal zwingt den Autobauer zum Sparen, zugleich muss der Konzern viel Geld in zentrale neue Trends der Branche stecken: Digitalisierung und Vernetzung sowie alternative Antriebe. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 624.000 Menschen, 282.000 davon in Deutschland.
    Viele Tote bei Selbstmordanschlag auf Hochzeit im Irak:
    Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft im Irak sind mindestens 30 Menschen getötet und viele verletzt worden. Der Anschlag im Distrikt Ameriyat-al-Falludscha in der Provinz Anbar sei mit einem sprengstoffbeladenen Auto ausgeführt worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu dem Blutbad, das sich gegen lokale sunnitische Repräsentanten gerichtet habe. Schon vor Tagen hatte der IS ein Attentat für sich reklamiert. Im Juni hatte die Armee nach wochenlangen Kämpfen erklärt, die Stadt Falludscha sei "völlig befreit" von den Dschihadisten. - Der IS steht nicht erst seit dem Beginn der Offensive auf seine Bastion Mossul vor einem Monat massiv unter Druck.
    8 min
  • 17.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Obama auf Abschiedstour in Berlin:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Auftakt des Abschiedsbesuches von Barack Obama in Berlin knapp drei Stunden bei einem Abendessen mit dem scheidenden US-Präsidenten über die aktuelle politische Lage beraten. Nach dem Treffen in privater Atmosphäre im Hotel Adlon, wo Obama mit seiner Delegation für den bis Freitag dauernden Deutschland-Besuch abgestiegen war, wurden keine Details mitgeteilt. Bei dem Gespräch dürfte es auch um den im Januar anstehenden Machtwechsel im Weißen Haus und den zu erwartenden Kurs des republikanischen Präsidenten Donald Trump gegangen sein. Offiziell wird Obama an diesem Donnerstag im Kanzleramt empfangen. In Griechenland hatte Obama in einer Grundsatzrede beteuert, die USA würden auch unter Trump ihren Bündnispflichten nachkommen.
    EU sagt Besuch von Parlamentariern in der Türkei ab:
    EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat einen Besuch von EU-Parlamentariern in der Türkei vorerst abgesagt. Der Besuch des Vorsitzenden des Außenausschusses Elmar Brok und der Türkei-Berichterstatterin Kati Piri werde verschoben, bis Ankara "das Vorrecht des Parlaments" respektiere, erklärte Schulz in Brüssel. Ankara hatte Piri wegen ihrer Kritik am massiven Vorgehen der türkischen Führung gegen die Opposition nicht einreisen lassen. Die Niederländerin war bereits im Februar nach einem Aufenthalt im Kurdengebiet scharf von Ankara angegriffen worden. Brok und Piri seien beide Repräsentanten des EU-Parlaments, erklärte Schulz nun. Es gehe nicht an, dass sich Ankara aussuche, mit wem es spreche.
    Zentralafrikanische Republik hofft auf internationale Hilfe:
    Die Zentralafrikanische Republik hofft auf milliardenschwere Hilfszusagen der internationalen Gemeinschaft bei einer Geberkonferenz an diesem Donnerstag in Brüssel. Für Wiederaufbau und Stabilisierung würden fünf Milliarden Dollar (rund 4,7 Milliarden Euro) benötigt, sagte Präsident Faustin-ArchangeTouadera. Zentralafrika war im Chaos versunken, als muslimische Séléka-Rebellen 2013 nach dem Sturz des christlichen Präsidenten François Bozizé die Macht übernommen hatten. Bei Massakern konkurrierender Milizen wurden tausende Menschen getötet.
    Bundesregierung will Tausende Afghanen abschieben:
    Trotz der unsicheren Lage in Afghanistan will Deutschland gut 12.500 Afghanen in ihr Heimatland zurückschicken. Das gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegt. Demnach müssen nach Einschätzung des Innenministeriums fünf Prozent der nach Deutschland eingereisten Afghanen wieder zurückkehren. Zur Begründung hieß es, in den großen Zentren Afghanistans sei die Sicherheit garantiert. Abschiebungen von Asylbewerbern aus dem Land sind umstritten, weil es am Hindukusch immer wieder zu Anschlägen der radikal-islamischen Taliban kommt, so etwa in der vergangenen Woche auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif.
    Stein-Inschrift der Zehn Gebote versteigert :
    Im US-Bundesstaat Kalifornien ist die vermutlich älteste bekannte Inschrift der biblischen Zehn Gebote auf Stein versteigert worden. Das Höchstgebot für die Marmorplatte aus dem 4. Jahrhundert betrug 850.000 Dollar, wie das Auktionshaus Heritage Auctions mitteilte. Die Versteigerung war mit einem Mindestgebot von 250.000 Dollar eröffnet worden. Der Käufer wollte anonym bleiben. Die Marmortafel ist 90 Kilogramm schwer und 61 Zentimeter hoch. Sie war 1913 im damaligen Palästina bei Erdarbeiten für eine Bahnstrecke entdeckt worden. Der Rabbi Shaul Deutsch hatte sie 2005 für sein Museum in New York erworben und stellte sie nun zum Verkauf.
    7 min
  • 16.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Obama zu Abschiedsbesuch in Berlin:
    US-Präsident Barack Obama trifft an diesem Mittwoch zu einem zweitägigen Abschiedsbesuch in Berlin ein. Im Kanzleramt wird er von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem gemeinsamen Abendessen empfangen. Am Freitag treffen sich beide mit dem französischen Präsidenten François Hollande, dem italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi, dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und der britischen Premierministerin Theresa May. Bei dem Sechser-Gespräch soll es nach Angaben von Diplomaten auch um das Verhältnis zu Russland gehen. Das Treffen wird von der Wahl des Republikaners Donald Trump zum neuen US-Präsidenten überlagert. Dieser hatte im Wahlkampf eine Reihe von Kursänderungen angekündigt. Obamas Amtszeit endet im Januar.
    Oettinger soll gegen Ethikregeln der EU-Kommission verstoßen haben:
    Rund zwei Wochen nach seinen abfälligen Äußerungen über Chinesen steht EU-Kommissar Günther Oettinger erneut unter Druck. Hintergrund ist ein Bericht der Website "EU Observer", wonach Oettinger im Privatjet eines deutschen Lobbyisten zu einem Treffen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban nach Budapest geflogen sei und damit gegen die Ethikregeln der EU-Kommission verstoßen habe. Oettingers Pressestelle erklärte, aufgrund eines dichten Terminkalenders habe Oettinger den geplanten Flug nicht erreicht. Daraufhin habe Ungarn vorgeschlagen, dass der EU-Politiker bei dem deutschen Geschäftsmann mitfliegen solle, um rechtzeitig zu dem Arbeitsessen mit Orban zu kommen. Die Ethikregeln der Kommission verbieten die Annahme von Geschenken, deren Wert 150 Euro übersteigt. Diese Schwelle wäre mit dem Flug überschritten worden, heißt es dazu beim "EU Observer".
    Röttgen: Merkel wird erneut als Bundeskanzlerin antreten:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird nach Einschätzung ihres Parteikollegen Norbert Röttgen für eine weitere Amtszeit antreten. Sie werde 2017 als Kanzlerin kandidieren, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag dem US-Fernsehsender CNN. Er antwortete damit auf die Frage des Moderators, ob Merkel angesichts der bevorstehenden Präsidentschaft von Donald Trump in den USA bereit sei, im transatlantischen Raum "die liberale Ordnung" zusammenzuhalten. Regierungssprecher Steffen Seibert wollte Röttgens Aussage weder bestätigen noch dementieren. Zur Frage, ob die Kanzlerin noch einmal antrete, werde sie sich zum geeigneten Zeitpunkt äußern, erklärte Seibert.
    Özoguz relativiert ihre Kritik an Razzien gegen Salafisten:
    Nach der Empörungwelle nach ihrer Kritik am Vorgehen gegen Salafisten sieht sich die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, zu einer Klarstellung veranlasst. Sie habe großes Vertrauen in die Arbeit der Sicherheitsbehörden, sagte die SPD-Politikerin. Jeder erfolgreiche Schlag gegen radikale Salafisten sei ein Erfolg im Kampf gegen religiösen Extremismus. Razzien allein könnten die Radikalisierung junger Leute aber nicht verhindern. Nach dem Verbot der Salafisten-Vereinigung "Die wahre Religion" und Razzien in zehn Bundesländern hatte Özoguz gesagt, man müsse bei der Verfolgung von Islamisten mit "sehr großem Augenmaß" vorgehen. Dabei hatte sie auch vor dem "Eindruck von Willkür" gewarnt. CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt warf ihr "falsch verstandene Toleranz" vor. Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach und der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, kritisierten, Özoguz sei dem Bundesinnenminister und den Behörden in den Rücken gefallen.
    Hollande will Ausnahmezustand bis zu französischer Präsidentenwahl verlängern:
    Frankreichs Staatschef François Hollande will den Ausnahmezustand bis zur Präsidentenwahl im kommenden Frühjahr verlängern. Dies sagte Hollande am Rande der UN-Klimakonferenz im marokkanischen Marrakesch. Zuvor hatte bereits Premierminister Manuel Valls angekündigt, seine Regierung werde die Verlängerung beim Parlament beantragen. Der jetzige Ausnahmezustand läuft Ende Januar aus. Eine erneute Verlängerung wäre die fünfte nach den Anschlägen von Paris im November 2015. Der Ausnahmezustand ermöglicht den Behörden unter anderem Ausgangssperren, Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss und Hausarrest für mutmaßliche Dschihadisten.
    Seltener Diamant für 17 Millionen Euro versteigert:
    Einer der begehrtesten rosafarbenen Diamanten der Welt ist für knapp 17 Millionen Euro an einen anonymen Bieter versteigert worden. Dies sei der zweithöchste Preis, der je für einen Stein seiner Art gezahlt worden sei, teilte das Auktionshaus Christie's in Genf mit. Der Diamant hat die seltenste und gefragteste Farbausprägung "Fancy Vivid", die nach Angaben des Auktionshauses nur ein Prozent aller Diamanten weltweit besitzen.
    8 min
  • 15.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großrazzia gegen Salafisten-Vereinigung "Die wahre Religion":
    Mit einer Großrazzia in zehn Bundesländern ist die Polizei gegen mutmaßliche Unterstützer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vorgegangen. Hunderte Polizisten durchsuchten nach Informationen aus Sicherheitskreisen mehr als 200 Wohnungen und Büros von Organisatoren und Anhängern der radikal-salafistischen Vereinigung "Die wahre Religion", die hinter umstrittenen Koran-Verteilaktionen in deutschen Städten steht. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte die Gruppierung kurz zuvor verboten. Die Behörden halten die Organisation für verfassungswidrig und gegen den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet. Der Verfassungsschutz wirft führenden Akteuren und Sympathisanten vor, den bewaffneten Dschihad und Terroranschläge zu verherrlichen. Zudem habe die Vereinigung ein bundesweit einzigartiges Rekrutierungs- und Sammelbecken für Dschihadisten aufgebaut. Salafisten vertreten einen am Koran orientierten besonders konservativen Ur-Islam, lehnen westliche Demokratien ab und wollen eine Ordnung mit islamischer Rechtsprechung, der Scharia.
    Gabriel: SPD wird auch den künftigen Außenminister stellen:
    SPD-Chef Sigmar Gabriel beharrt darauf, dass die Sozialdemokraten nach der Wahl von Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidenten weiterhin den Außenminister stellen. Dies stehe so im Koalitionsvertrag, sagte Gabriel im ZDF. Zur Frage, wer Steinmeier als Außenminister nachfolgen könnte, wollte sich Gabriel nicht äußern. Für das Außenministerium gilt EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) als Favorit. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erklärte, die Entscheidung für Steinmeier sei kein Signal für eine Fortsetzung der großen Koalition nach der Bundestagswahl. Auch wenn die Koalition viel erreicht habe, solle sie kein Dauerzustand sein, sagte Oppermann den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die Union hatte am Montag nach wochenlangem Tauziehen eingelenkt und Steinmeier als gemeinsamen Kandidaten für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck akzeptiert.
    Trump telefoniert mit Putin:
    Der künftige US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin haben sich in ihrem ersten Telefonat für ein besseres Verhältnis zwischen beiden Ländern ausgesprochen. Trumps Seite teilte mit, der Republikaner habe Putin versichert, dass er sich auf eine starke und dauerhafte Beziehung mit Russland freue. In der Erklärung des Kremls hieß es, Putin und Trump seien sich einig gewesen, dass das gegenwärtige Verhältnis zwischen beiden Ländern äußerst unzufriedenstellend sei. Den Angaben nach vereinbarten beide, ihre Kontakte fortzusetzen. Unterdessen bemühte sich der scheidende US-Präsident Barack Obama, den NATO-Partnern die Angst vor seinem Nachfolger zu nehmen. Trump habe "ein großes Interesse gezeigt", den Kern der strategischen Beziehungen zu erhalten, sagte Obama vor seiner letzten Europareise als Präsident. Eine der Botschaften, die er überbringen könne, sei Trumps Bekenntnis zur NATO und der transatlantischen Allianz.
    Foltervorwürfe gegen US-Militär und CIA:
    Mitglieder der US-Streitkräfte und der CIA haben in Afghanistan möglicherweise Kriegsverbrechen begangen, indem sie Gefangene folterten. Zu diesem Schluss kommt ein vorläufiger Bericht der Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, Fatou Bensouda. Mitglieder des US-Militärs und der CIA hätten womöglich mindestens 88 Häftlinge gefoltert oder brutal behandelt, heißt es darin. Die USA lehnen einen Beitritt zum Internationalen Strafgerichtshof ab. US-Bürgern könnte theoretisch aber eine Anklage drohen, wenn ihnen Taten in einem Land vorgeworfen werden, das Mitglied ist. Afghanistan hat den Grundlagenvertrag, das sogenannte Römische Statut, ratifiziert. Die Ermittler erklärten, sie wollten möglichst rasch darüber entscheiden, ob sie einen Antrag auf eine vollständige Untersuchung der Fälle in Afghanistan stellen.
    Russischer Wirtschaftsminister wegen Bestechung verhaftet:
    Der russische Wirtschaftsminister Alexei Uljukajew ist wegen Bestechlichkeit verhaftet worden. Er habe zwei Millionen Dollar Schmiergeld für eine "positive" Bewertung erhalten, teilte die staatliche Untersuchungskommission mit. Dies habe zur Übernahme von 50 Prozent am staatlichen Ölkonzern Bashneft durch den Energieriesen Rosneft geführt. Uljukajew ist der hochrangigste Politiker, der seit 1991 verhaftet wurde. Die Untersuchungskommission, die direkt an Präsident Wladimir Putin berichtet, erklärte, sie werde die Anklagepunkte bald veröffentlichen.
    9 min
  • 14.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump macht Parteichef Priebus zu seinem Stabschef:
    Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den Chef der Republikanischen Partei, Reince Priebus, zum Stabschef im Weißen Haus ernannt. Der Stabschef ist der zweitwichtigste Mann im Weißen Haus. Er leitet den Mitarbeiterstab und entscheidet, wer Zugang zum Präsidenten bekommt. Sein Wahlkampfmanager Steve Bannon werde sein Chefstratege und Berater, teilte Trump weiter mit. Bannon, konservativer Provokateur und ehemaliger Chef der radikalkonservativen Webseite Breitbart News, hetzt seit Jahren gegen das Establishment der Republikaner. Priebus kennt den Politikbetrieb in Washington aus dem Effeff. Er war einer der ersten führenden Republikaner, die ihren Frieden mit dem in der Partei umstrittenen Präsidentschaftskandidaten Trump schlossen.
    Xi telefoniert mit Trump:
    Chinas Präsident Xi Jinping setzt auch nach dem Wahlerfolg von Donald Trump auf gute Beziehungen zu den USA. In einem Telefonat zwischen beiden Politikern sagte Xi laut dem staatlichen TV-Sender CCTV, die USA und China sollten wirtschaftlich und auch in allen anderen Bereichen weiterhin eng zusammenarbeiten. Trump erklärte, er sei bereit, die Kooperation zwischen Washington und Peking zu stärken. Beide vereinbarten demnach, eng in Kontakt zu bleiben und sich bald zu treffen. In seinem Wahlkampf hatte Trump China hart kritisiert und behauptet, dass Peking seine Währung manipuliere und Jobs in den USA stehle.
    Europa sucht seine Linie zum künftigen Präsidenten Trump:
    Nach dem ersten Schock will Europa nicht auf Donald Trump warten: Die EU-Außenminister betonten ihre Absicht, selbstbewusst auf den neuen US-Präsidenten zuzugehen. Europa könne sich "keine abwartende Haltung" leisten, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Brüssel. Dennoch mangelte es den Europäern an Geschlossenheit: Die Chefdiplomaten Großbritanniens, Ungarns und Frankreichs fehlten bei dem Treffen. Mogherini hatte die Außenminister nach Trumps Wahlsieg zu einem Sondertreffen zu den künftigen Beziehungen mit den USA eingeladen, denn Trumps künftiger außenpolitischer Kurs gilt als ungewiss. Im Wahlkampf hatte er wiederholt die Führungsstärke von Russlands Präsident Wladimir Putin gelobt, den Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran angekündigt und die Beistandsgarantie der NATO für Mitglieder in Frage gestellt, die nicht genug in Verteidigung investieren.
    Studie: Trotz Arbeit von Armut bedroht:
    Der Anteil der Menschen, die trotz eines Vollzeitjobs von Armut bedroht sind, ist in Europa laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung gewachsen. Wie aus dem "Social Justice Index 2016" hervorgeht, stieg ihr Anteil im vergangenen Jahr auf 7,8 Prozent; 2013 lag er noch bei 7,2 Prozent. Auch wenn die EU-Staaten sich langsam von den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise erholten, komme der Aufschwung am Arbeitsmarkt nicht bei allen Menschen an, teilte die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh mit. Noch immer sei mit 118 Millionen Menschen jeder vierte EU-Bürger von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Gründe sehen die Autoren der Studie im wachsenden Niedriglohnsektor und einer Spaltung der Arbeitsmärkte in reguläre und atypische Formen von Beschäftigung. Deutschland liegt in der Rangliste auf Platz sieben im EU-Vergleich.
    Bulgariens Regierungschef Borissow tritt nach Niederlage seiner Kandidatin zurück:
    Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow hat nach der Niederlage der Regierungskandidatin Zezka Zatschewa bei der Präsidentenwahl wie erwartet den Rücktritt seines bürgerlichen Mitte-Rechts-Kabinetts angekündigt. Er werde am ersten Werktag des Parlaments den Rücktritt einreichen, sagte Borissow in Sofia. Aus den Ergebnissen der Präsidentenwahl werde klar, dass die Regierungskoalition keine Mehrheit mehr habe, begründete Borissow seine Entscheidung. Nach Angaben der Wahlkommission stimmten mehr als 59 Prozent der Wähler für den russlandfreundlichen Oppositionskandidaten Rumen Radew. Zatschewa kam demnach lediglich auf gut 36 Prozent.
    8 min
  • 12.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Großdemo von Aleviten und Kurden in Köln:
    Bis zu 30.000 Aleviten und Kurden werden an diesem Samstag zu einer Großkundgebung in Köln gegen die türkische Regierungspartei AKP und Staatschef Recep Tayyip Erdogan erwartet. Die von Aleviten angemeldete Demonstration steht unter dem Motto "Für Demokratie, Frieden und Freiheit". Die Protestversammlung richtet sich vor allem gegen die jüngsten Festnahmen führender Kurdenpolitiker und regierungskritischer Journalisten in der Türkei. In ihrem Aufruf zu der Kundgebung wirft die Alevitische Gemeinde der AKP vor, diese habe die Türkei "in einem atemberaubenden Tempo" zu einer Diktatur gemacht.
    Taliban verüben Anschlag auf US-Stützpunkt in Afghanistan:
    Die radikal-islamischen Taliban haben bei einem Anschlag auf den US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Afghanistan mindestens vier Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Dies teilte die NATO-Mission "Resolute Support" mit. Ein Taliban-Sprecher erklärte, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt. Gegenwärtig sind noch knapp 10.000 US-Soldaten in Afghanistan. Erst vor wenigen Tagen hatten Taliban das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans angegriffen. Unterdessen erklärte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), Deutschland wolle an seinem Engagement in Afghanistan festhalten. Man könne das Land nicht einfach im Stich lassen, sagte Müller der "Passauer Neuen Presse".
    Trump: Teile von "Obamacare" sollen bleiben:
    Donald Trump will anscheinend zumindest Teile der von US-Präsident Barack Obama durchgesetzten Gesundheitsreform aufrechterhalten, die unter dem Namen "Obamacare" bekanntgeworden ist. Die Regelung, dass Versicherer Patienten nicht wegen Vorerkrankungen ablehnen können, halte er für richtig, sagte Trump dem "Wall Street Journal" in seinem ersten Interview seit der Präsidentschaftswahl. Die Zeitung stellte Teile des Interviews am Freitag online. Außerdem will Trump die Regelung aufrechterhalten, dass Kinder für bestimmte Zeit bei ihren Eltern mitversichert bleiben können. Aus Respekt für Obama wolle er darüber nachdenken, die Reform nicht vollends rückgängig zu machen. Der Meinungsumschwung des Republikaners kam nach Einschätzung der Zeitung wohl durch den Einfluss Obamas bei einem Gespräch mit Trump am Donnerstag zustande.
    Zehntausende demonstrieren am Unabhängigkeitstag in Warschau:
    Zehntausende Nationalisten sind am polnischen Unabhängigkeitstag durch Warschau gezogen. An dem Marsch unter dem Motto "Polen als Bastion Europas" nahmen etwa 75.000 Menschen teil, wie Innenminister Mariusz Blaszczak sagte. Die Veranstalter sprachen sogar von bis zu 100.000 Teilnehmern. Während des Zuges waren tausende weiß-rote Nationalflaggen zu sehen, immer wieder knallten Feuerwerkskörper, bengalische Lichter hüllten die Menschenmassen in roten Rauch. Dennoch verlief die Veranstaltung Polizeiangaben zufolge ohne Zwischenfälle. In den Vorjahren war es wiederholt zu schweren Ausschreitungen gekommen, gewaltbereite Hooligans griffen die Beamten an. Dieses Jahr waren rund 7000 Polizisten im Einsatz.
    Türkische Polizei nimmt französischen Journalisten fest:
    In der Türkei ist am Freitag ein Journalist der französischen Online-Zeitung "Les Jours" festgenommen worden. Nach Angaben von Chefredakteurin Isabelle Roberts war Olivier Bertrand gemeinsam mit einem türkischen Fotografen für eine Reportage in der anatolischen Provinz Gaziantep unterwegs, als er von Polizisten festgehalten wurde. Die französische Botschaft in Ankara erklärte, sie stehe mit Bertrand und den türkischen Behörden in Kontakt. Ein Vertreter der Organisation "Reporter ohne Grenzen" sprach in einer Twitter-Mitteilung von einer "illegalen Festnahme", die der "Einschüchterung" diene. Die türkischen Behörden gehen seit dem Putschversuch vom 15. Juli massiv gegen Regierungsgegner und kritische türkische Journalisten vor. Zugleich haben sich auch die Arbeitsbedingungen für ausländische Reporter in der Türkei erschwert.
    US-Schauspieler Robert Vaughn gestorben:
    Der amerikanische Schauspieler Robert Vaughn ist im Alter von 83 Jahren an Leukämie gestorben. Vaughn spielte in Filmen wie "Bullitt", "Die Brücke von Remagen" und "Die glorreichen Sieben". Der gebürtige New Yorker wurde einem breiteren Publikum durch seine Rolle als Napoleon Solo in der Fernsehserie "Solo für O.N.C.L.E." bekannt. Die Agenten-Serie war in den 60er Jahren in den USA ein großer TV-Hit. Für seine Nebenrolle in "Der Mann aus Philadelphia" war er 1959 für einen Oscar nominiert worden. 1992 war er in dem saarländischen "Tatort"-Krimi mit dem Titel "Camerone" in der Rolle eines ehemaligen Geheimdienstmannes auf den deutschen Bildschirmen zu sehen.
    9 min

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