Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 11.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Sprengstoffanschlag auf deutsches Konsulat in Masar-i-Sharif:
    Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban-Milizen auf das deutsche Generalkonsulat in der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Etwa 120 Menschen wurden nach Angaben der behandelnden Ärzte verletzt. Ein Selbstmordattentäter hatte einen mit Sprengstoff beladenen Kleinlaster gegen die Mauer des Gebäudes gesteuert. Anschließend berichteten Sicherheitskräfte von Kämpfen. In der Nacht zum Freitag teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit, der Angriff sei beendet. Alle deutschen Konsulatsmitarbeiter seien unverletzt in Sicherheit. Zuvor hatten Soldaten der Schnellen Eingreiftruppe, darunter auch Deutsche, das Gebäude durchkämmt. Die Taliban erklärten, der Angriff sei ein Vergeltungsschlag für einen NATO-Luftangriff vor einer Woche gewesen, bei dem mehr als 30 Zivilisten getötet worden waren.
    Versöhnliche Töne zwischen Obama und Trump im Weißen Haus:
    Betont harmonisch haben US-Präsident Barack Obama und sein designierter Nachfolger Donald Trump die Machtübergabe eingeleitet. Obama empfing den Milliardär zu einem 90-minütigen Treffen im Weißen Haus und bot ihm ungeachtet des von persönlichen Angriffen geprägten Wahlkampfes seine Unterstützung an. Anschließend sprach der US-Präsident von einem "ausgezeichneten Gespräch". Die Themenpalette reichte demnach von der Außen- über die Innenpolitik bis zu organisatorischen Fragen der Amtsübernahme. Obama versprach, seine Regierung werde ihr "Möglichstes" tun, um dem neu gewählten Staatschef zu helfen. Der in Regierungsdingen unerfahrene Trump erklärte, er freue sich auf die Zusammenarbeit und sei offen für Ratschläge. Das Treffen hätte nach seinem Geschmack "noch viel länger" dauern können.
    Trump nennt politische Prioritäten:
    US-Immobilienmilliardär Donald Trump hat erstmals Angaben zu seinen politischen Vorhaben gemacht, ohne allerdings präzise zu werden. Wie im Wahlkampf angekündigt, bekräftigte er jetzt, das von Präsident Barack Obama eingeführte Gesundheitssystem "Obamacare" aufheben zu wollen und stattdessen eine "erschwingliche Krankenversicherung" einführen zu wollen. Außerdem seien die Einwanderungspolitik und der amerikanische Arbeitsmarkt im Fokus seines Teams, sagte Trump, ohne näher darauf einzugehen.
    Singer-Songwriter Leonard Cohen gestorben:
    Der kanadische Sänger, Komponist und Dichter Leonard Cohen ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Cohen sei ein "legendärer Künstler" gewesen, teilte seine Plattenfirma mit. Die Welt habe einen der meistverehrten und produktivsten Visionäre in der Musik verloren. Die Trauerfeier werde in Los Angeles stattfinden. In seiner künstlerischen Karriere übte er sich zunächst als Lyriker, wandte sich dann aber der Musik zu. In den 1960-er Jahren wurde der Singer-Songwriter zu einer der prägenden Figuren der Alternativkultur in den USA. Zu Cohens bekanntesten Liedern zählen "Halleluja", "Suzanne" und "So Long Marianne". Erst im vergangenen Monat hatte Cohen seine letzte Platte herausgebracht, "You Want It Darker". In den Songs setzte er sich mit der eigenen Sterblichkeit auseinander.
    Papst empfängt tausende Obdachlose:
    Zum Abschluss des Heiligen Jahres in der katholischen Kirche hat Papst Franziskus mehrere tausend Obdachlose nach Rom eingeladen. Die insgesamt etwa 6000 Menschen aus 20 europäischen Ländern werden von Freitag bis Sonntag im Vatikan bleiben, wie in Rom mitgeteilt wurde. Mit der Aktion sollen die gesellschaftlich "Schwächsten in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Kirche und Welt" gestellt werden. Unter den sozial Benachteiligten kommen auch 500 aus Deutschland. Am Sonntag geht das außerordentliche "Heilige Jahr der Barmherzigkeit" zu Ende, das am 8. Dezember 2015 von Franziskus ausgerufen worden war.
    8 min
  • 10.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Proteste gegen Trump - Treffen mit Obama :
    Nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl sind Tausende Bürger von der West- bis zur Ostküste auf die Straßen gegangen. In New York protestierten Tausende Menschen mit der Parole "Nicht mein Präsident!" gegen den zukünftigen US-Präsidenten. Viele Demonstranten hatten sich auch vor dem Trump-Tower versammelt, die Polizei war mit massiver Präsenz vor Ort. In Chicago, Seattle und in Kalifornien machten ebenfalls viele Bürger ihrem Unmut über den umstrittenen Republikaner Luft. Nach Angaben des Senders CNN wurden aus mindestens sieben Städten Proteste gemeldet. Der scheidende US-Präsident Barack Obama empfängt an diesem Donnerstag seinen designierten Nachfolger im Weißen Haus. Bei dem Treffen in Washington soll nicht nur eine reibungslose Amtsübergabe vorbereitet werden. Obama will auch darüber sprechen, wie das Land nach dem harten Wahlkampf wieder geeint werden kann. Er zeigte sich "ermutigt" vom versöhnlichen Ton der Siegesrede Trumps. Zugleich appellierte er an seinen Nachfolger, das Regierungssystem und dessen Institutionen zu respektieren.
    Juncker plädiert für europäische Armee :
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker pocht auf eine engere Zusammenarbeit der Europäer in der Sicherheitspolitik. Unabhängig vom Ausgang der US-Präsidentschaftswahl müsse die EU die europäische Verteidigung anders organisieren, sagte Juncker in einer europapolitischen Grundsatzrede in Berlin. "Die Amerikaner, denen wir viel verdanken, die werden nicht auf Dauer für die Sicherheit der Europäer sorgen", mahnte er. Deshalb brauche Europa einen neuen Anlauf in Sachen europäische Verteidigungsunion bis hin zu dem Ziel der Einrichtung einer europäischen Armee. Der Kommissionspräsident betonte zugleich die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen, die nach wie vor wichtig seien. Beide Seiten blieben Partner, weil die Welt den engen Schulterschluss zwischen den USA und der EU brauche.
    Irakische Regierung wegen möglicher Hinrichtungen unter Druck:
    Irakische Sicherheitskräfte sollen nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International nahe Mossul mehrere Menschen hingerichtet haben. Bewaffnete Männer in staatlichen Polizeiuniformen hätten bis zu sechs Menschen kaltblütig erschossen und einige vorher gefoltert, berichtet Amnesty. Die Beamten hätten den Opfern Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) vorgeworfen. Die irakischen Behörden müssten umgehend eine gründliche und unabhängige Untersuchung dieser Vorfälle vornehmen, forderte die stellvertretende Direktorin des Amnesty Büros in Beirut, Lynn Maalouf. - Die Zahl der aus dem irakischen Mossul geflüchteten Menschen hat sich nach Angaben der Entwicklungsorganisation Oxfam binnen weniger Tage verdreifacht. Seit der vergangenen Woche seien mehr als 3.360 Familien geflohen, viele der Lager seien voll und es fehle an Unterkünften, Heizung sowie Trinkwasser, erklärte Oxfam in Berlin.
    Südafrikas Präsident muss sich Vertrauensabstimmung im Parlament stellen:
    Nach neuen Korruptionsvorwürfen steht Südafrikas Staatschef Jacob Zuma schwer unter Druck. An diesem Donnerstag muss er sich einer Vertrauensabstimmung im Parlament stellen. Die Opposition hat sie beantragt. Ermittler einer nationalen Aufsichtsbehörde legten kürzlich Dokumente vor, die auf Korruption in der Regierung hindeuten. Sie empfehlen, dass sich ein Richter des Falls annimmt. Der 74-jährige Zuma von der regierenden ANC-Partei ist seit 2009 im Amt. Zuma soll der indischstämmigen Unternehmerfamilie Gupta unter anderem erlaubt haben, Einfluss auf die Entlassung und Ernennung von Ministern sowie von Vorstandsmitgliedern staatlicher Konzerne zu nehmen.
    Handgranate auf französische Botschaft in Athen geworfen:
    Unbekannte haben am Morgen eine Handgranate auf das Gebäude der französischen Botschaft im Zentrum Athens geschleudert. Dabei sei ein Polizist der Botschaft leicht verletzt worden, berichteten griechische Sender. Die Täter sollen mit einem Motorrad gekommen sein. Anschließend verschwanden sie in den engen Gassen der Stadt. Die Polizei sperrte den Tatort ab und äußerte sich zunächst offiziell nicht dazu, wer hinter dem Anschlag stecken könnte. Es wird jedoch vermutet, dass Mitglieder linksradikaler Gruppierungen dafür verantwortlich sein könnten. Zwei teilweise zerschlagene linksradikale Gruppierungen hatten in den vergangenen Jahren ähnliche Anschläge mit Handgranaten auf Polizeiwachen verübt.
    9 min
  • 09.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Donald Trump gewinnt US-Präsidentschaftswahl:
    Donald Trump wird Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der umstrittene Republikaner gewann überraschend und entgegen den allermeisten Umfragen die Wahl. Hillary Clinton räumte ihre Niederlage in einem Telefonat mit Trump ein. Sie verzichtete in der Nacht auf eine Rede. Ihre politische Karriere dürfte damit zuende sein. Der Milliardär Trump wird am 20. Januar als der 45. Präsident in das Weiße Haus einziehen. Die Wahlnacht war über Stunden eine extreme Zitterpartie. Der Unternehmer konnte die besonders umkämpften Staaten Florida, North Carolina, Ohio und Wisconsin für sich entscheiden. Trump hatte mit populistischen Parolen Wahlkampf gemacht. Er wetterte immer wieder gegen Einwanderung, internationale Handelsabkommen und Globalisierung und machte diese für den Verlust von Arbeitsplätzen in den USA verantwortlich.
    Republikaner verteidigen Mehrheit im Kongress:
    Die Republikaner haben bei der US-Kongresswahl ihre Mehrheit im Senat behauptet. Sie sicherten sich bei der parallel zur Präsidentenwahl abgehaltenen Abstimmung genügend Mandate, um die Kontrolle über die Kammer zu behaupten. Da sie auch ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigten, bleibt der Kongress auch in den kommenden zwei Jahren in republikanischer Hand. Damit wird der Republikaner Donald Trump als Präsident in beiden Parlamentskammern über eine Mehrheit verfügen.
    Trump-Erfolg schickt Börsen auf Talfahrt:
    Der Erfolg von Donald Trump hat die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Der japanische Aktienindex Nikkei verlor bis zum Handelsschluss 5,4 Prozent, auch andere asiatische Börsen lagen im Minus. An der New Yorker Wall Street kündigten sich massive Verluste bei Termingeschäften und Kursstürze an. Europaweit standen Aktien von Bankinstituten am Mittwoch vor Börseneröffnung enorm unter Druck. Experten hatten dies bei einem möglichen Trump-Sieg erwartet. Anleger flüchten sich auch in Bundesanleihen. Vor allem die Deutsche Bank kam unter die Räder: Die Aktie wurde auf der Handelsplattform Tradegate mit minus 8 Prozent gehandelt. Die Commerzbank verlor hier vor Xetra-Handelsstart knapp 7 Prozent. Auch in der Schweiz werden die heimischen Banken sehr schwach erwartet.
    Deutsche Politiker reagieren geschockt auf Trump-Erfolg:
    Politiker in Deutschland haben mit Fassungslosigkeit auf das Ergebnis der US-Wahl reagiert. Dies sei ein "schwerer Schock", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Die Europäer würden fragen, wie Donald Trump als Präsident zum westlichen Verteidigungsbündnis NATO stehen werde. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen erklärte, Trumps Worte seien eine "wahnsinnige Hypothek". Man müsse Trump so nehmen, wie er sich präsentiert habe. Der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir sprach von einem "Bruch mit der bisherigen Tradition, dass der Westen für liberale Werte stehe". Der SPD-Politiker Nils Annen erklärte, er gehe davon aus, dass Trump anders agieren werde als ein konventioneller Kandidat. Der Linke-Vorsitzende Bernd Riexinger prognostizierte, dass Trump "den Leuten, denen er jetzt alles mögliche versprochen hat", nichts werde bieten können. Trump werde sich auf den Weg zu einer autoritären Gesellschaft bewegen.
    Bundeswehr-Einsatz in Türkei soll trotz Bedenken verlängert werden:
    Die Koalition will den Bundeswehr-Einsatz zur Unterstützung der Luftangriffe der US-geführten Koalition gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) trotz der innenpolitischen Entwicklung in der Türkei verlängern. Auf Drängen der SPD gab die Bundesregierung aber eine Erklärung ab, in der sie zusichert, Alternativstandorte für diesen Einsatz zu prüfen. Außerdem wolle sie sich bei der türkischen Regierung mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Abgeordneten weiterhin die deutschen Soldaten auf dem türkischen NATO-Stützpunkt Incirlik besuchen können. Von Incirlik aus beteiligt sich die Bundeswehr mit sechs Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug am internationalen Einsatz gegen die Terrormiliz IS. Über eine Verlängerung und Ausweitung der Mission soll der Bundestag am Donnerstag entscheiden.
    9 min
  • 08.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Clinton liegt nach letzten Umfragen vorn:
    Nach einem beispiellos harten Wahlkampf entscheiden die Bürger in den USA an diesem Dienstag über den nächsten Präsidenten des Landes. Die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die als erste Frau ins Weiße Haus einziehen könnte, gilt nach jüngsten Umfragen als Favoritin. Mehrere landesweite Erhebungen zeigten einen Vorsprung der Demokratin von drei bis vier Prozentpunkten vor ihrem republikanischen Rivalen, dem Milliardär Donald Trump. Für den Sieg werden 270 der 538 Wahlleute benötigt. Formell wird der Präsident von einem Kollegium gekürt, in das die Bundesstaaten ihre Vertreter entsenden. Gewählt werden auch die 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses und ein Drittel der Senatoren. Bisher sind beide Kammern des Kongresses in der Hand der Republikaner.
    Leichen von 100 Enthaupteten bei Mossul entdeckt:
    Bei ihrem Vormarsch gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben die irakischen Streitkräfte nach eigenen Angaben ein Massengrab in der Nähe von Mossul entdeckt. In Hamam al-Alil seien die Leichen von 100 enthaupteten Zivilisten gefunden worden. Die Stadt, die rund 20 Kilometer südlich von Mossul liegt, war am Samstag dem IS entrissen worden. An der Offensive zur Rückeroberung Mossuls, die vor drei Wochen begonnen hatte, sind neben der Armee auch kurdische Peschmerga und weitere Milizen beteiligt. In der mehr als eine Million Einwohner zählenden Metropole werden zwischen 3000 und 5000 IS-Kämpfer vermutet. Mossul gilt als letzte Bastion der IS-Miliz im Irak.
    Auswärtiges Amt legt Türken Asylantrag nahe:
    Das Auswärtige Amt hat sich mit einem ungewöhnlichen Hinweis an politisch verfolgte Türken gewandt und Regierungskritikern indirekt nahegelegt, in Deutschland Asyl zu beantragen. Staatsminister Michael Roth sagte der Zeitung "Die Welt", alle kritischen Geister in dem Land könnten sich der Solidarität der Bundesregierung sicher sein. Auf Nachfrage ergänzte er, Deutschland sei ein weltoffenes Land und stehe allen politisch Verfolgen im Grundsatz offen. Was derzeit in der Türkei geschehe, habe mit europäischen Werten, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Medienfreiheit nichts zu tun. - Die Regierung in Ankara geht seit dem gescheiterten Putsch im Juli massiv gegen Oppositionelle und Kritiker vor.
    Generalbundesanwalt klagt rechtsextreme Gruppe an:
    Ein Jahr nach einer Anschlagsserie von Rechtsextremen in der sächsischen Stadt Freital bei Dresden hat die Bundesanwaltschaft laut Medienberichten sieben Männer und eine Frau angeklagt. Ihnen werde vorgeworfen, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet zu haben, berichten NDR, MDR und "Süddeutsche Zeitung". Eine offizielle Bestätigung hierfür gibt es bisher nicht. Nach früheren Angaben der Bundesanwaltschaft soll die sogenannte "Gruppe Freital" im Jahr 2015 drei Sprengstoffanschläge begangen haben: auf Asylbewerberunterkünfte und ein alternatives Wohnprojekt. Dabei wurde ein Mensch verletzt. Die Ermittlungen waren zunächst von der Generalstaatsanwaltschaft in Dresden geführt worden. Später hatte die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen.
    Medien: Deutscher Klimaschutzplan steht:
    Die Staatssekretäre der Bundesministerien haben sich nach Angaben aus Regierungskreisen auf den Klimaschutzplan 2050 verständigt. Der Plan habe noch nicht das endgültige Ja aller Minister, sagten Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Veto gelte aber als unwahrscheinlich. In dem aktuellen Entwurf, der Reuters nach eigener Aussage vorliegt, seien Zwischenziele für die CO2-Einsparung in allen Sektoren bis 2030 verankert, die in früheren Versionen weggefallen waren. Insgesamt werde so eine Minderung des Treibhausgases von 55 Prozent erreicht. Der Anteil von Wind- und Sonnenenergie bei der Stromproduktion solle deutlich steigen. Falls der Plan am Mittwoch im Kabinett gebilligt würde, könnte Umweltministerin Barbara Hendricks damit zur Weltklimakonferenz im marokkanischen Marrakesch reisen.
    9 min
  • 07.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.FBI gibt Entwarnung bei neuen Clinton-E-Mails:
    In der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton hat die US-Bundespolizei keine Hinweise auf möglicherweise strafbare Handlungen gefunden. Damit bestätigte FBI-Direktor James Comey auch nach der Analyse neu aufgetauchter E-Mails der Präsidentschaftskandidatin seinen Beschluss, kein Ermittlungsverfahren gegen Clinton einzuleiten. Im Juli hatte das FBI bereits entschieden, dass Clinton sich zwar extrem sorglos verhalten, aber nicht nichts getan habe, was eine strafrechtliche Verfolgung rechtfertige. Bei den Untersuchungen ging es darum, dass Clinton in ihrer Zeit als Außenministerin einen privaten Server auch für dienstliche Korrespondenz nutzte. - Unterdessen beginnt in den USA der letzte Tag im Präsidentschaftswahlkampf. Die jüngsten Meinungsumfragen deuten auf einen knappen Ausgang der Wahl am 8. November hin. Clinton liegt demnach nur wenige Prozentpunkte vor ihrem Rivalen Donald Trump.
    China verbannt Kritiker aus Hongkonger Parlament:
    Der chinesische Volkskongress hat zwei neu gewählte Unabhängigkeitsbefürworter aus Hongkongs Parlament verbannt. Er beruft sich dabei auf das Grundgesetz der Sonderverwaltungszone. Wer den Amtseid ablehne oder abändere, disqualifiziere sich von einem öffentlichen Amt, heißt es in dem Beschluss. Die Abgeordneten hatten bei ihrer Vereidigung ein chinakritisches Banner entrollt. Der Fall beschäftigt bereits die Gerichte in Hongkong, deswegen lehnten Kritiker eine Intervention aus Peking ab. Schon die Pläne für den Beschluss hatten am Vortag Demonstrationen von Tausenden Hongkongern ausgelöst, die sich gegen eine Einmischung in die Unabhängigkeit der Justiz der asiatischen Wirtschaftsmetropole wehrten.
    Staatschef Ortega gewinnt Präsidentenwahl in Nicaragua:
    Die Nicaraguaner haben Präsident Daniel Ortega im Amt bestätigt. Der Staatschef erhielt bei der Wahl am Sonntag 71,3 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt nach der Auszählung von einem Fünftel der Stimmen mitteilte. Den zweiten Platz belegt demnach Maximino Rodriguez, der Kandidat der Mitte-Rechts-Partei PLC, mit 16,4 Prozent. Insgesamt waren sechs Kandidaten in die Präsidentenwahl gegangen. Ortega hatte die Opposition bereits zuvor mit juristischen Mitteln ausgeschaltet. Regierungsgegner hatten zum Boykott der Wahl aufgerufen. Neben Ortega wird künftig seine Ehefrau Rosario Murillo als Vizepräsidentin die Regierungsgeschäfte führen.
    Union gegen Steinmeier als Gauck-Nachfolger:
    Bei der Suche nach einem neuen Bundespräsidenten drängen CDU und CSU den Koalitionspartner SPD zum Verzicht auf einen eigenen Kandidaten. Wie die "Bild"-Zeitung erfuhr, appellierten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer an SPD-Chef Sigmar Gabriel, auf eine Kandidatur von Außenminister Frank-Walter Steinmeier zu verzichten. Bei einem Treffen der drei Parteivorsitzenden in Berlin habe Gabriel die Bitte aber abgelehnt, berichtet "Bild" unter Berufung auf Regierungskreise. Merkel und Seehofer wollten am Sonntag erreichen, dass sich die drei Regierungsparteien auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen. Doch das Berliner Spitzentreffen endete ohne Durchbruch.
    Oppositionskandidat bei Präsidentenwahl in Bulgarien vorne:
    In Bulgarien hat der Oppositionskandidat Rumen Radew laut Teilergebnissen die erste Runde der Präsidentschaftswahl gewonnen. Damit ließ der von den Sozialisten unterstützte frühere Luftwaffenkommandeur die konservative Kandidatin der Regierungspartei GERB, Zezka Zatschewa, hinter sich. Wie mehrere Meinungsforschungsinstitute berichteten, stimmten für Radew rund 26 Prozent der Wähler. Zatschewa erhielt demnach lediglich etwa 21 Prozent. Eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten gilt damit als sicher. Der Sieg von Radew gilt als enorme Schlappe für Regierungschef Boiko Borissow. Radew hatte im Wahlkampf vor allem auf seine Forderung nach besseren Beziehungen zu Moskau gesetzt. Zatschewa wiederum vertrat die Linie von Regierungschef Borissow, die eine Anbindung an EU und NATO vorsieht.
    UN-Klimakonferenz beginnt in Marokko:
    Im marokkanischen Marrakesch beginnt die UN-Klimakonferenz. Bis zum 18. November beraten Vertreter aus mehr als 190 Ländern über die Umsetzung des globalen Klimaschutzabkommens, das bei der Vorgängerkonferenz in Paris beschlossen worden war. Dieses sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. In Marrakesch sollen vor allem gemeinsame Regeln für eine regelmäßige Überprüfung der Klimaschutzzusagen ausgehandelt werden. //Die nationalen Minister kommen erst in der zweiten Verhandlungswoche zusammen. Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will zu diesem Zweck nach Marokko reisen.
    Neue Gesprächsrunde zur Zypern-Frage startet:
    In der Schweiz werden die Friedensgespräche über die geteilte Insel Zypern fortgesetzt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon trifft dort den Präsidenten der Republik Zypern, Nicos Anastasiades, und den türkisch-zyprischen Staatschef Mustafa Akinci. Bei den mehrtägigen Gesprächen dürften strittige Themen wie Territorialfragen, Eigentumsrechte und die Präsenz türkischer Truppen auf der Agenda stehen. Die jüngsten Verhandlungen über eine Wiedervereinigung hatten bereits vor 17 Monaten begonnen. Zypern ist seit einem griechisch-zyprischen Putschversuch und einer anschließenden türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Die 1983 ausgerufene "Türkische Republik Nordzypern" wird nur von der Türkei anerkannt. Die Republik Zypern, der griechisch-sprachige Teil der Mittelmeerinsel, trat 2004 der EU bei. Völkerrechtlich ist die ganze Insel Mitglied der Europäischen Union.
    12 min
  • 05.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Bis zu 15.000 Kurden bei Demo in Köln erwartet:
    In Köln wollen Kurden an diesem Samstag gegen die Festnahmen führender kurdischer Politiker in der Türkei demonstrieren. Die Veranstalter erwarten 10.000 bis 15.000 Teilnehmer. Mitorganisiert wird die Demonstration von der Vereinigung Nav-Dem. Diese wird vom Verfassungsschutz als Dachorganisation von Gruppen eingestuft, die der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK nahestehen. Nav-Dem-Sprecherin Ayten Kaplan sagte, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sei dabei, das Land in einen Bürgerkrieg zu manövrieren. Zu den Rednern der Kundgebung gehört ihren Angaben zufolge auch der Vorsitzende der Linken, Bernd Riexinger. In der Nacht zu Freitag hatte die türkische Polizei bei Razzien elf Abgeordnete der pro-kurdischen Partei HDP festgenommen, darunter auch die Parteichefs Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag. In mehreren deutschen Großstädten wie Frankfurt, Hamburg und Stuttgart protestierten bereits am Freitag hunderte Kurden gegen die Festnahmen.
    Dschihadistenmiliz IS bekennt sich zu Anschlag in Diyarbakir:
    Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat sich zu dem am Freitag verübten Anschlag in der südosttürkischen Stadt Diyarbakir bekannt. Dies habe die IS-nahe Agentur Amaq vermeldet, teilte das auf die Überwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte US-Unternehmen "Site" mit. Für den Anschlag auf das Polizeihauptquartier in der Kurdenmetropole mit mindestens acht Toten hatte die türkische Regierung zuvor die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verantwortlich gemacht. Der Anschlag, bei dem auch mehr als hundert Menschen verletzt wurden, war wenige Stunden nach der Festnahme der Chefs der prokurdischen Oppositionspartei HDP erfolgt. Bei Anti-Terror-Razzien waren unter anderen die beiden Ko-Parteivorsitzenden der HDP, Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag, sowie mehrere HDP-Abgeordnete festgenommen worden.
    Tausende bei Protesten nach Tod von Fischverkäufer in Marokko:
    Eine Woche nach dem grausamen Tod eines marokkanischen Fischverkäufers haben erneut tausende Bürger im Norden des Landes gegen soziale Ungerechtigkeit protestiert. König Mohammed VI. ordnete eine sorgfältige und umfassende Untersuchung des Falles an. Elf Verdächtige wurden inzwischen festgenommen. Bislang ist aber noch nicht bekannt, wer die Müllpresse in Gang setzte, in der der Fischverkäufer zerquetscht wurde. Al-Hoceima war eine der Hochburgen der Massenproteste, die es im Zuge des "Arabischen Frühlings" auch in Marokko gegeben hatte. Einer der Auslöser der damaligen Bewegung war die Selbstverbrennung eines Straßenverkäufers in Tunesien, dessen Ware beschlagnahmt worden war.
    Medien: MAD enttarnt 20 Islamisten in der Bundeswehr:
    Islamisten bewerben sich Medienberichten zufolge gezielt bei der Bundeswehr, um dort eine militärische Ausbildung zu erhalten. Unter Berufung auf den Militärgeheimdienst berichten Zeitungen der Funke Mediengruppe, darunter die Berliner Morgenpost, der MAD habe 20 Islamisten in der Truppe enttarnt und verfolge 60 weitere Verdachtsfälle. Demnach sollen sich einzelne Bewerber "in auffälliger Weise" für den Dienst bei der Bundeswehr interessieren, etwa indem sie den Wunsch äußern, nur wenige Monate verpflichtet zu werden oder ausdrücklich nach einer Waffen- und Geräteausbildung fragen. Ganz neu ist das Phänomen einer islamistischen Unterwanderung der Bundeswehr aber nicht. Schon von 2007 bis 2016 hatte die Bundeswehr insgesamt 24 Bundeswehr-Angehörige mit islamistischem Hintergrund erkannt, hieß es Ende August. Damals wurde auch eine Änderung des Soldatengesetzes beschlossen. Die soll 2017 in Kraft treten und es dem MAD erlauben, schon Bewerber einer Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen. Bisher können nur angestellte Soldaten überprüft werden.
    Österreich verlangt Ende von Türkei-Flüchtlingsdeal:
    Angesichts immer neuerer Drohungen der Türkei, den Flüchtlingsdeal platzen zu lassen, fordert Österreichs Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil einen noch besseren Schutz der EU-Außengrenzen. Er habe immer gesagt, dass der EU-Türkei-Deal nur eine Überbrückung sein dürfe, bis die EU selbst in der Lage sei, die Außengrenzen wirksam zu schützen und so den Flüchtlingsstrom einzudämmen. Die Zeit dafür, das zu organisieren, werde immer knapper. Die Türkei befinde sich auf dem direkten Weg in die Diktatur und man wolle sich nicht länger drohen lassen, sagte der Sozialdemokrat gegenüber der Bild-Zeitung. Doskozil hat für Montag und Dienstag die Verteidigungsminister der zentraleuropäischen Staaten nach Österreich eingeladen, um angesichts der Lage in der Türkei über die Flüchtlingskrise zu beraten.
    9 min
  • 04.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schwere Explosion in Diyarbakir nach Festnahmen von Abgeordneten:
    Nach der Festnahme von Abgeordneten der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP hat es in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir eine schwere Explosion gegeben. Dabei sei ein Mensch getötet worden, berichtet der Sender NTV. Mindestens 30 Menschen seien bei dem mutmaßlichen Autobombenanschlag beim Polizei-Hauptquartier verletzt worden. Die Provinzverwaltung legte die Tat der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zur Last. Bei nächtlichen Razzien hatte die Polizei kurz zuvor elf HDP-Abgeordnete festgenommen, darunter die Parteichefs Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag sowie Fraktionschef Idris Baluken. Auf Betreiben von Präsident Recep Tayyip Erdogan war im Mai ihre Immunität aufgehoben worden. In den Kurdengebieten sperrten die Behörden den Zugang zu sozialen Medien. In Istanbul war zeitweise das mobile Internet per Handy nicht zu erreichen. Regierungskritiker in der Türkei nutzen oft soziale Medien, um Informationen auszutauschen.
    Feuerpause in Aleppo in Kraft getreten:
    In der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo ist am Morgen eine neue Waffenruhe in Kraft getreten. Die zehnstündige Feuerpause soll an diesem Freitag bis 19 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) dauern. Das russische Militär hatte die Waffenruhe am Mittwoch einseitig verkündet. Sie soll Kämpfern der Opposition die Möglichkeit geben, den von Rebellen kontrollierten Osten Aleppos über zwei Korridore zu verlassen. Auch für Zivilisten soll es Korridore geben. Die Rebellen lehnen die Feuerpause ab. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kam es in der Nacht an mehreren Fronten in Aleppo zu neuen Kämpfen. Die einstige Wirtschaftsmetropole Aleppo ist seit dem Sommer 2012 zwischen Rebellen und Armee geteilt. Am 18. Oktober setzten Damaskus und Moskau ihre Offensive aus und ließen eine dreitägige "humanitäre Feuerpause" in Kraft treten. Hilfsorganisationen gelang es aber kaum, Zivilisten aus den Kampfgebieten zu bringen.
    Anwalt: BGH verweigert Haftbefehl gegen Terrorverdächtigen:
    Der Bundesgerichtshof (BGH) hat den beantragten Haftbefehl wegen Terrorverdachts gegen den in Berlin gefassten Mann nach Angaben von dessen Anwalt verweigert. Die Bundesanwaltschaft habe dem BGH "nur wenige Indizien vorgelegt, die den Richter offenkundig nicht überzeugt haben", sagte der Pflichtverteidiger Jonathan Burmeister dem Internetportal "Spiegel Online". Sein Mandant habe umfassend ausgesagt und alle Vorwürfe zurückgewiesen. Die Polizei habe ihn noch am späten Abend zum Amtsgericht Karlsruhe gefahren, wo ein Haftbefehl wegen Urkundenfälschung erlassen worden sei. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt Asraf Al-T., Mitglied der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu sein. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte der 27-Jährige Kontakte zu einem IS-Mitglied in Syrien, das für Anschlagsplanungen im Ausland zuständig ist. Das Magazin "Focus" berichtet, der Mann habe ein Messerattentat in Berlin geplant.
    Brüssel und Berlin erwarten Einigung im Streit um Pkw-Maut:
    Nach monatelangem Streit über die Pkw-Maut bahnt sich ein überraschender Durchbruch zwischen Deutschland und der EU-Kommission an. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung äußerte sich Verkehrsminister Alexander Dobrindt zuversichtlich, die Verhandlungen noch in diesem Monat abschließen zu können. "Die Maut kommt", sagte der CSU-Politiker. Zuvor hatte eine EU-Kommissionssprecherin der Zeitung gegenüber von "weitreichenden Fortschritten" gesprochen und ebenfalls gesagt, eine Einigung sei noch im November möglich. Nach Angaben aus EU-Kreisen sehen die bislang getroffenen Absprachen vor, dass das Maut-Gesetz in einigen Punkten geändert wird. Unter anderem soll es darum gehen, günstigere Kurzzeit-Tarife für Pendler und Touristen aus dem EU-Ausland einzuführen. Vor einem Monat hatte die EU-Kommission Deutschland verklagt. Sie hielt die Pkw-Maut für "diskriminierend", weil Fahrzeughalter in Deutschland über Nachlässe bei der Kfz-Steuer im Endeffekt von ihr befreit würden.
    Pariser Klimaschutzabkommen offiziell in Kraft getreten:
    Gut elf Monate nach der Pariser Klimakonferenz ist das dort vereinbarte Abkommen zur Bekämpfung der Erderwärmung in Kraft getreten. 94 Staaten haben sich bislang verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 in den kommenden Jahrzehnten drastisch zu reduzieren. Das gemeinsame Ziel ist es, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Im Interview mit der Deutschen Welle bezeichnete die UN-Klimasekretärin Patricia Espinosa das Abkommen als "historisch". Es lege "den Grundstein für eine Transformation". Am Ende dieser Transformation stehe "eine andere Welt". Das Abkommen sieht auch vor, dass Industriestaaten ärmeren Ländern beim Klimaschutz und der Anpassung an die Folgen des Treibhauseffekts helfen.
    11 min
  • 03.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Polizei nimmt terrorverdächtigen Araber fest:
    Die Berliner Polizei hat einen Terrorverdächtigen festgenommen. Der Mann, der nach eigener Aussage Syrer ist, sei vom Landeskriminalamt in einer Wohnung im Stadtteil Schöneberg gefasst worden, teilten die Ermittler auf Twitter mit. Demnach besteht der Verdacht, dass er Mitglied einer ausländischen terroristischen Vereinigung ist. Er halte sich seit 2015 in Deutschland auf. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Medienberichten zufolge gilt der Festgenommene als hochgefährlich. Es handele sich um den in Tunesien geborenen Ashraf Al-T. Der 27-Jährige sei zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen deutscher Herkunft und gleichen Alters über einen längeren Zeitraum observiert worden. - Es werde in Berliner Sicherheitskreisen von einem "zweiten Dschaber al-Bakr", der möglicherweise einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen geplant hatte, gesprochen. Der mutmaßliche IS-Extremist al-Bakr hatte in einer Chemnitzer Wohnung Sprengstoff gelagert und sich nach seiner Festnahme Mitte Oktober das Leben genommen.
    Türkei droht mit Kündigung des Flüchtlingsabkommens:
    Die Türkei hat der Europäischen Union mit der Aufkündigung des Flüchtlingsabkommens noch vor Ende dieses Jahres gedroht, sollte ihre Forderung nach Visafreiheit für türkische Bürger in der EU nicht bald erfüllt werden. Die Geduld neige sich dem Ende zu, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in einem Interview der "Neuen Zürcher Zeitung". Die türkische Regierung warte auf eine Antwort in diesen Tagen. Wenn die nicht komme, werde man die Vereinbarung kündigen. - Die EU hatte Ankara Visaerleichterungen in Aussicht gestellt, dies allerdings an die Voraussetzung geknüpft, dass die umstrittenen Anti-Terror-Gesetze geändert werden. Kritiker werfen der türkischen Führung vor, mit Hilfe dieser Gesetze politische Gegner und unliebsame Journalisten mundtot zu machen.
    Obama warnt Wähler eindringlich vor einem Sieg Trumps:
    Angesichts der deutlichen Verbesserung des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump in Umfragen, hat der scheidende Präsident den Wählern mit deutlichen Worten ins Gewissen geredet. Die US-Demokratie und das Schicksal der Welt stünden bei einem Sieg Trumps auf der Kippe, sagte Barack Obama bei einem Wahlkampfauftritt für die Demokratin Hillary Clinton in North Carolina. Trump sei "beispiellos unqualifiziert" für die Übernahme des Präsidentenamts. Die Wähler hätten es in der Hand, ihn zu verhindern. - Nachdem Clinton in Umfragen lange klar in Führung lag, fielen ihre Werte nach der Enthüllung neuer FBI-Ermittlungen in ihrem E-Mail-Skandal zwischenzeitlich deutlich ab.
    Weiteres Beben in Mittelitalien:
    Mittelitalien ist innerhalb weniger Tage abermals von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Beben am Morgen erreichte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 5,0. Das Zentrum des Erdbebens lag nach Angaben der US-Geologen rund 50 Kilometer südöstlich der Stadt Perugia. Über Schäden oder mögliche Opfer gab es zunächst keine Berichte. Am Sonntag waren bei einem Beben rund 20 Menschen verletzt worden. Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi hat den Wiederaufbau der zerstörten Gebäude in Mittelitalien versprochen. Italien ist in den vergangenen Tagen von einer Serie von Erdbeben erschüttert worden. - Seit dem verheerenden Erdstoß am Sonntag, der schwere Schäden anrichtete, haben mehr als 1100 Nachbeben die ohnehin schon verwüstete Region erschüttert. Fast 20 davon hatten eine Stärke von über 4, teilte die nationale Erdbebenwarte INGV mit.
    Berühmter Clown Oleg Popow gestorben:
    Der russische Clown Oleg Popow ist im Alter von 86 Jahren während einer Tournee gestorben. Russische Agenturen berichteten, er sei am Abend in Rostow am Don friedlich vor dem Fernseher eingeschlafen. Popow zählte zu den ganz Großen seiner Zunft. Nach ersten Auftritten in der Provinz kam Popow 1955 zum Moskauer Staatszirkus und wurde 1969 mit dem Titel "Volkskünstler der Sowjetunion" geehrt. Er verkörperte in der Manege die Figur des "Iwanuschka", einem Pendant zum deutschen "Hans im Glück". Seit Mitte der 1950er Jahre begeisterte er als "Zirkus-Poet" weltweit das Publikum bei seinen Auftritten in der Manege.
    9 min
  • 02.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Erdogan auf der Liste der "Feinde der Pressefreiheit":
    Journalisten sind nach Recherchen von "Reporter ohne Grenzen" weiterhin in vielen Teilen der Welt durch Zensur, willkürliche Verhaftungen, Folter und auch Mord bedroht. Die Organisation legte in Berlin eine neue Liste von "Feinden der Pressefreiheit" vor. Sie umfasst 35 Staats- und Regierungschefs, Extremisten-Organisationen sowie Geheimdienste. Erstmals steht auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf der Liste. "Reporter ohne Grenzen" verwies darauf, dass mindestens 130 Journalisten in der Türkei inhaftiert und 140 Medien geschlossen seien. Erdogan kontrolliere einen Großteil der relevanten Nachrichtenmedien im Land. Der Deutschen Welle sagte Geschäftsführer Christian Mihr, die Türkei sei auf dem Weg in eine Diktatur. Neu auf der Liste sind auch Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi, Thailands Juntachef Prayut Chan-o-cha, Burundis Präsident Pierre Nkurunziza, Saudi-Arabiens König Salman, Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, die Huthi-Rebellen im Jemen und die Terrormiliz "Islamischer Staat". Anlass der Veröffentlichung ist der Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten an diesem Mittwoch.
    Haftbefehl gegen Park-Vertraute beantragt:
    Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen die Schlüsselfigur eines Skandals um Präsidentin Park Geun Hye beantragt. Der langjährigen Park-Vertrauten Choi Soon Sil würden Machtmissbrauch und versuchter Betrug vorgeworfen, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Zuvor hatte die Regierung mitgeteilt, dass der Ministerpräsident entlassen und das Kabinett umgebildet würde. Die Neubesetzungen stünden "im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Situation", sagte ein Sprecher der Präsidentin. Die Affäre um Parks Freundin sorgt in Südkorea seit mehreren Tagen für Schlagzeilen. Choi soll sich ohne offizielle Funktion massiv in die Regierungsgeschäfte eingemischt haben. Auch steht sie unter Betrugsverdacht. Park stehe praktisch unter der Kontrolle ihrer langjährigen Freundin, hieß es in den Berichten. Park, deren Beliebtheitswerte auf ein Rekordtief gesunken sind, hat bereits eingeräumt, ihre Freundin in begrenztem Maße um Rat gebeten zu haben.
    Weiterer Tiefschlag für Hillary Clinton:
    Eine Woche vor der US-Präsidentenwahl hat das FBI mit der Veröffentlichung eines alten Untersuchungsberichts zu einer Amnestie-Entscheidung von Bill Clinton für einen Paukenschlag gesorgt. Der Ehemann der derzeitigen Kandidatin für das Weiße Haus, Hillary Clinton, hatte am letzten Tag seiner Präsidentschaft, dem 20. Januar 2001, eine Reihe von Personen begnadigt, darunter den ehemaligen umstrittenen Finanzinvestor Marc Rich. Der Steuerflüchtling hatte sich in die Schweiz abgesetzt und war vom FBI gesucht worden. Die Amnestie löste seinerzeit großen Argwohn aus, weil Richs Ex-Frau Denise zuvor großzügige Spenden an die Clintons und die Demokratische Partei gemacht hatte. Hillary Clintons Wahlkampfteam reagierte mit massiver Kritik auf den Zeitpunkt der Veröffentlichung.
    Studie: Dramatische Zunahme von Krebs-Toten unter Frauen:
    Die Zahl der Todesfälle durch Krebs nimmt nach Einschätzung von Experten deutlich zu. Im Jahr 2030 könnten weltweit 5,5 Millionen Frauen an bösartigen Tumoren sterben, wie aus einer Studie hervorgeht, die bei einem internationalen Krebs-Kongress in Paris vorgestellt wurde. Die Autoren fordern eine bessere Aufklärung und Prävention vor allem in Entwicklungsländern sowie mehr Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankte. 2012 starben 3,5 Millionen Frauen an Krebs. Die massive Steigerung der Todesfälle führen die Wissenschaftler der US-Krebsgesellschaft, die für die Untersuchung mit dem deutschen Pharmaunternehmen Merck zusammenarbeiteten, auf die Überalterung der Gesellschaft und das Bevölkerungswachstum zurück. Die meisten Todesfälle werden demnach bei Frauen in armen Ländern und solchen mit mittlerem Einkommen zu verzeichnen sein. Die vier häufigsten Krebsarten sind Brustkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs.
    Lewandowski schießt Bayern ins Achtelfinale der Champions League:
    Fußball-Rekordmeister Bayern München steht vorzeitig im Achtelfinale der Champions League. Am vierten Spieltag der Gruppe D gewann das Team von Trainer Carlo Ancelotti beim niederländischen Meister 2:1. Der polnische Nationalspieler Robert Lewandowski erzielte für die Bayern beide Tore. Borussia Mönchengladbach hat im Kampf um den Verbleib in der Königsklasse einen Rückschlag hinnehmen müssen. Das Team von Trainer André Schubert kam zuhause nicht über ein 1:1 gegen den schottischen Meister Celtic Glasgow hinaus.
    9 min
  • 01.11.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Neue Wikileaks-Enthüllungen sorgen im Clinton-Lager für Unmut :
    Eine Woche vor der Präsidentschaftswahl in den USA belasten neue Enthüllungen den Wahlkampf von Hillary Clinton: Die Plattform Wikileaks veröffentlichte vertrauliche E-Mails von Parteistrategen, die den Verdacht nahelegen, dass Clinton bei TV-Debatten im Vorwahlkampf über anstehende Fragen vorab informiert worden war. Nach Bekanntwerden der neuen gehackten E-Mails trennte sich der Sender CNN umgehend von der prominenten Politikanalystin Donna Brazile, die Fragen an Clintons Team weitergeleitet haben soll. CNN hatte TV-Debatten ausgestrahlt, in denen sich Clinton und ihr damaliger parteiinterner Gegner Bernie Sanders gegenüberstanden. Clintons Gegenkandidat, der Republikaner Donald Trump, hatte im Wahlkampf immer wieder den Vorwurf erhoben, die Demokratin sei vorab über Fragen in TV-Shows informiert worden.
    Washington geißelt "Cumhuriyet"-Festnahmen:
    Die USA haben das Vorgehen der Türkei gegen die Oppositionszeitung "Cumhuriyet" scharf kritisiert. Die Regierung in Washington sei "zutiefst besorgt über das offensichtliche Steigen des staatlichen Drucks auf Oppositionsmedien in der Türkei", sagte Außenamtssprecher John Kirby in Washington. Er rief die Türkei auf, "Rechtstaatlichkeit und Grundrechte zu schützen". Demokratien würden stärker, wenn sie die Äußerung unterschiedlicher Standpunkte zuließen, insbesondere in schwierigen Zeiten. Der Chefredakteur Murat Sabuncu und weitere "Cumhuriyet"-Mitarbeiter waren am Montag verhaftet worden. Ihnen wird Unterstützung des Gülen-Netzwerks und militanter kurdischer Gruppen vorgeworfen. Seit dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli wurden etwa 170 Zeitungen, Magazine, Nachrichtenagenturen und TV-Stationen geschlossen. Zehntausende Menschen wurden zudem verhaftet oder aus dem Staatsdienst entlassen.
    Polizei in Pakistan unterdrückt Massendemonstration mit massiver Gewalt:
    Pakistanische Sicherheitskräfte haben sich eine Schlacht mit rund 4000 Oppositionsanhängern geliefert, um eine massive Demonstration in der Hauptstadt Islamabad zu verhindern. Bei den Kämpfen an einer Autobahn wurden in der Nacht nach Angaben des größten Krankenhauses der Region mehr als 20 Menschen verletzt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief die Regierung auf, die verhafteten Aktivsten freizulassen. Der Oppositionspolitiker und ehemalige Cricket-Star Imran Khan will am Mittwoch Hunderttausende Anhänger in die Hauptstadt bringen, um gegen die Regierung von Ministerpräsident Nawaz Sharif zu protestieren. Khan wirft Sharif Korruption und Amtsmissbrauch vor. - Seit zwei Tagen versuchen Sicherheitskräfte, die Demonstranten auf ihrem Weg nach Islamabad mit aufgestapelten Containern, Zementbarrieren und Erdhaufen aufzuhalten.
    Gabriel zu Gesprächen in China eingetroffen:
    Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist zu einem Besuch in China eingetroffen. In der Hauptstadt Peking will er Gespräche mit Regierungsvertretern führen. Ziel der viertägigen Reise ist es, die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen und für einen fairen Wettbewerb zu werben. Deutschland ist der größte Handelspartner Chinas in Europa. Deutsche Unternehmen haben in dem Land jedoch mit Hindernissen zu kämpfen. Sie beklagen etwa bürokratische Hürden und mangelnde Rechtssicherheit. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International rief Gabriel auf, sich gegen Behördenwillkür in dem Land einzusetzen. Seitdem Präsident und Parteichef Xi Jinping an der Macht sei, beobachte Amnesty vermehrt Übergriffe auf die Zivilgesellschaft, sagte ein Sprecher.
    Kanada will 2017 rund 300.000 Zuwanderer aufnehmen:
    Kanada will auch künftig seine Türen für Einwanderer offen halten: Im kommenden Jahr werde das Land 300.000 Migranten aufnehmen, kündigte Immigrationsminister John McCallum in Ottawa an. Dies entspreche der für dieses Jahr erwarteten Zahl. Allerdings solle sich die Zusammensetzung ändern: 2017 sollen nach Angaben des Ministers mehr Migranten aufgenommen werden, die aus wirtschaftlichen Gründen kommen, und dafür weniger Flüchtlinge, die in erster Linie Schutz vor Krieg suchen. Die Zuwanderung spiele "eine wichtige Rolle beim Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit in einer globalisierten Welt" und wirke der Überalterung der Gesellschaft entgegen, begründete McCallum die Entscheidung. Die Zahl von 300.000 Zuwanderern pro Jahr solle auch in den kommenden Jahren die Orientierungsgröße bleiben, ergänzte der Minister.
    9 min

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