Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 19.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Christen feiern Befreiung von irakischer Stadt Karakosch:
    Hunderte Christen aus der Stadt Karakosch haben den Einsatz der irakischen Regierungstruppen zur Befreiung ihres Heimatorts von der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) gefeiert. Sie kamen dazu in einer Kirche der kurdischen Regionalhauptstadt Erbil zusammen. Die irakischen Regierungstruppen hatten zuvor mehrere Viertel von Karakosch zurückerobert. Die Stadt 15 Kilometer südöstlich von Mossul war die größte christliche Stadt des Irak und wurde seit August 2014 von den Islamisten kontrolliert. Es ist unklar, ob sich noch IS-Kämpfer in der Stadt befinden. Vor ihrem Einmarsch lebten rund 50.000 Menschen in Karakosch, überwiegend Christen, von denen die meisten flüchteten. Die irakische Armee hatte in der Nacht zu Montag mit der Unterstützung kurdischer und schiitischer Milizen eine seit langem erwartete Großoffensive zur Rückeroberung von Mossul gestartet. Es wird ein langwieriger Kampf um die Großstadt erwartet.
    Rebellen lehnen Angebot zum Verlassen von Aleppo ab:
    Trotz einer Feuerpause in der syrischen Stadt Aleppo wollen Rebellen die umkämpfte Großstadt nicht verlassen. Sie betrachteten das von ihnen gehaltene Territorium als ihr Land, das sie niemals aufgeben würden, sagte ein Berater der moderaten Rebellengruppe Freie Syrische Armee (FSA) im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Russland und Syrien hatten am Dienstag überraschend ihre Luftangriffe auf die einstige Wirtschaftsmetropole ausgesetzt. Russlands Außenminister Sergej Lawrow forderte, die Zeit solle genutzt werden, um moderate Rebellen und Terroristen in der Stadt zu entflechten. In den Rebellengebieten im Osten der Stadt sollen rund 250.000 Menschen leben. Sie leiden unter einem massiven Mangel an Nahrungsmitteln, Trinkwasser und medizinischer Versorgung. In einer Sondersitzung will sich am Freitag der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen mit der humanitären Situation in Aleppo befassen.
    Kiew und Moskau: Geringe Erwartungen an Ukraine-Gipfel:
    Vor dem Ukraine-Gipfel an diesem Mittwochabend in Berlin hat sich der ukrainische Präsident Petro Poroschenko zurückhaltend über die Erfolgsaussichten geäußert. Er habe keine überhöhten Erwartungen für eine Lösung des Konflikts im Osten seines Landes, sagte Poroschenko. In Moskau teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow mit, Russland habe dem Treffen in Berlin zugestimmt, obwohl die Voraussetzungen nicht die besten seien. Gespräche von Unterhändlern seien ergebnislos verlaufen. An dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten Treffen nimmt auch der französische Präsident Francois Hollande teil. Er und Merkel wollen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch über den Krieg in Syrien sprechen, in dem Russland das Regime von Präsident Baschar al-Assad unterstützt.
    SPD-Chef Gabriel bei rot-rot-grünem Treffen:
    Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl haben Vertreter von SPD, Linken und Grünen Möglichkeiten für ein rot-rot-grünes Bündnis ausgelotet. An den Beratungen nahmen rund 90 Bundestagsabgeordnete und Funktionäre teil, unter ihnen zeitweise auch SPD-Chef Sigmar Gabriel. Der Wirtschaftsminister habe das Eingangsreferat des Philosophen Oskar Negt verfolgt und dann die Versammlung vor Beginn der Aussprache wieder verlassen, berichteten Teilnehmer. Zwischen den drei Parteien gibt es große Differenzen, insbesondere in der Außenpolitik. Von den Unionsparteien wurde das Treffen scharf kritisiert.
    Buchmesse startet mit Bekenntnis zur Freiheit :
    Mit einem Bekenntnis zur Meinungsfreiheit und der Warnung vor Nationalismus und Intoleranz in Europa hat die 68. Frankfurter Buchmesse begonnen. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, SPD, sagte bei der Eröffnungsfeier, es gelte das europäische Gesellschaftsmodell gegen die Feinde der Freiheit zu verteidigen. Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, verlas einen Brief der türkischen Schriftstellerin Asli Erdogan aus dem Gefängnis in Istanbul. Riethmüller warf der Politik vor, zur Menschenrechtslage in der Türkei zu schweigen, um das Flüchtlingsabkommen nicht zu gefährden. An der Eröffnungsfeier nahmen auch die Könige Philippe von Belgien und Willem-Alexander der Niederlande teil. Flandern und die Niederlande sind in diesem Jahr Ehrengast der Messe.
    9 min
  • 18.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN: Neue Waffenruhe im Jemen:
    Die Vereinten Nationen haben eine neue Waffenruhe im Bürgerkrieg im Jemen angekündigt. Sie werde in der Nacht zum Donnerstag beginnen und zunächst 72 Stunden dauern, teilte der UN-Sonderbeauftragte für den Jemen, Ismail Ould Sheikh Ahmed, mit. Im Krieg zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten sunnitischen Regierung und den schiitischen Huthi-Rebellen sind seit März 2015 mehr als 4000 Zivilisten getötet worden.
    Russland kündigt achtstündige Feuerpause in Aleppo an:
    Russland hat eine achtstündige Feuerpause für die belagerte syrische Großstadt Aleppo angekündigt. Die syrische und die russische Armee würden am Donnerstag um acht Uhr Ortszeit ihre Angriffe vorübergehend einstellen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Damit solle Bewohnern und Rebellen ermöglicht werden, die Stadt zu verlassen. Die syrischen und russischen Streitkräfte greifen in Aleppo seit Wochen Stadtviertel an, die von Rebellen beherrscht werden. Westliche Staaten wie die USA haben der Regierung in Moskau vorgeworfen, Gräueltaten zu begehen.
    Rotes Kreuz fordert Rücksicht auf Zivilisten beim Kampf um Mossul:
    Die Hilfsorganisationen Rotes Kreuz und Roter Halbmond haben gefordert, beim Kampf um die Stadt Mossul im Irak die Zivilisten zu schonen. Es sei besonders wichtig, die Gesundheitseinrichtungen und deren Personal zu schützen, betonte das Rote Kreuz. Außerdem müsse allen Bewohnern, die aus der Stadt fliehen wollten, ein sicherer Korridor offenstehen. Die irakische Armee hat am Montag eine Offensive gegen Mossul begonnen, um die Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" aus der Millionenstadt zu vertreiben. Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef sind in Mossul mehr als eine halbe Million Kinder und deren Familien in großer Gefahr.
    Bodo Kirchhoff gewinnt Deutschen Buchpreis 2016:
    Der Schriftsteller Bodo Kirchhoff wird für seinen Roman "Widerfahrnis" mit dem Deutschen Buchpreis 2016 ausgezeichnet. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Vorabend der Frankfurter Buchmesse mit. Der Roman des 68-jährigen Kirchhoff, so die Begründung der Jury, sei ein vielschichtiger Text, der auf meisterhafte Weise existentielle Fragen des Privaten und des Politischen miteinander verwebe. In dem Buch brechen zwei Menschen zu einer spontanen Reise nach Italien auf, wo sie mit der Flüchtlingskrise konfrontiert werden. Der Deutsche Buchpreis ist mit 25.000 Euro dotiert und gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche.
    Wikileaks: Assage hat keinen Internet-Zugang mehr:
    Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat Ecuador vorgeworfen, die Internetverbindung ihres Gründers Julian Assange unterbrochen zu haben. Assange lebt seit Juni 2012 in Ecuadors Botschaft in London, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen, wo ihn die Justiz zu Vorwürfen der Vergewaltigung befragen will. Wikileaks teilte über Twitter mit, die Verbindung sei am Samstag kurz nach der Veröffentlichung von Reden von Hillary Clinton gekappt worden. Wikileaks hatte zuletzt eine Reihe von Dokumenten vom E-Mail-Konto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta publiziert, darunter drei bezahlte Reden, die die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin für die Investmentbank Goldman Sachs gehalten hatte. Clintons Team wirft Russland vor, hinter dem Hackerangriff auf das Mailkonto Podestas zu stecken. Zugleich beschuldigt es Wikileaks, mit der Veröffentlichung der Dokumente Clintons republikanischen Rivalen Donald Trump zu begünstigen.
    Raumtransporter "Cygnus" zur Internationalen Raumstation gestartet:
    Der private Raumfrachter "Cygnus" ist zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Die US-Raumfahrtbehörde NASA teilte mit, der Frachter sei an Bord einer Antares-Rakete von der Wallops Flight Facility im Bundesstaat Virginia gestartet. Der Frachter des privaten Raumfahrtunternehmens Orbital transportiert rund 2300 Kilogramm Nachschub. "Cygnus" wird am Sonntag an der ISS erwartet und soll rund fünf Wochen dort bleiben. Es war das erste Mal seit zwei Jahren, dass die Antares-Rakete ins All startete. Im Oktober 2014 war eine Rakete dieses Typs wenige Sekunden nach dem Start explodiert. Die Betreiberfirma machte für das Unglück einen Fehler im Triebwerk verantwortlich, das noch in der Sowjetunion entworfen worden war.
    9 min
  • 17.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Hilfsorganisationen sehen mehr als eine Million Zivilisten in Mossul in Gefahr:
    Nach dem Beginn der Offensive auf die nordirakische IS-Hochburg Mossul sieht die Hilfsorganisation Norwegian Refugee Council (NRC) rund 1,2 Millionen Zivilisten in Gefahr. Es sei zu befürchten, dass die humanitären Konsequenzen dieser Operation massiv sein werden, sagte der NRC-Direktor im Irak, Wolfgang Gressmann. Die Hilfsorganisation UNHCR rechnet mit bis zu einer Million Flüchtlingen aus Mossul, von denen bis zu 700.000 humanitäre Hilfe benötigen könnten. Die Einrichtung von sicheren Fluchtrouten für Zivilisten muss nach Ansicht von Gressmann höchste Priorität haben. Die irakische Zentralregierung hatte in der Nacht den Beginn der Rückeroberung durch ihre Truppen verkündet. Auch kurdische Peschmerga-Einheiten rückten auf Mossul vor. - Die Dschihadisten würden von drei Fronten aus angegriffen, erklärte das Generalkommando der Peschmerga. Nach Einschätzung der USA ist mit einem schnellen Erfolg der Regierungstruppen nicht zu rechnen. Die Rückeroberung werde Wochen oder "womöglich länger" dauern, teilte der US-Generalstab mit.
    USA und Großbritannien für neue Sanktionen gegen Russland und Syrien:
    Großbritannien und die USA erwägen weitere Sanktionen gegen den syrischen Machthaber Baschar al-Assad und seinen Unterstützer Russland. US-Außenminister John Kerry und sein britischer Amtskollege Boris Johnson machten aber deutlich, dass sie derzeit wenig Chancen für ein militärisches Eingreifen des Westens gegen die Belagerung der syrischen Stadt Aleppo sehen. Kerry sagte, US-Präsident Barack Obama habe zwar "keine Option vom Tisch genommen", doch in Europa gebe es "keinen großen Appetit, in den Krieg zu ziehen". Boris Johnson nannte als wirkungsvollste Waffe Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin "die Konsequenz ihres Handelns spüren zu lassen". Kerry hatte sich am Sonntag in London mit Johnson und Vertretern Frankreichs, Deutschlands und Italiens getroffen, um über die jüngsten Entwicklungen in den Syrien-Gesprächen zu beraten.
    Brandanschlag auf Parteibüro der Republikaner:
    Im US-Bundesstaat North Carolina ist ein Parteibüro der Republikaner mit einem Brandsatz angegriffen worden. Es entstand Sachschaden, doch wurde bei dem nächtlichen Angriff in Hillsborough niemand verletzt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Demnach wurde bei der Attacke in der Nacht zu Sonntag auf ein benachbartes Gebäude "Nazi-Republikaner, verlasst die Stadt oder sonst" gesprüht. Die örtliche Parteiführung sprach von "politischem Terrorismus" und erklärte, es hätte "sehr wohl" jemand getötet werden können. Das Büro sei ein Totalschaden. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump gab Anhängern seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton die Schuld. Clinton verurteilte den Angriff als entsetzlich und inakzeptabel. Sie sei erleichtert, dass niemand verletzt worden sei.
    Höchste Geburtenziffer seit 1982:
    Die Frauen in Deutschland bekommen so viele Kinder wie seit 33 Jahren nicht mehr. Die durchschnittliche Kinderzahl stieg im vergangenen Jahr auf 1,50 Kinder je Frau, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das ist nach Angaben der Behörde der bislang höchste Wert der so genannten Geburtenziffer im wiedervereinigten Deutschland. Ein ähnlich hoher Wert sei zuletzt 1982 für das Gebiet des heutigen Deutschlands mit 1,51 Kindern je Frau registriert worden. 2014 lag die Zahl bei 1,47. Wesentlich zum Anstieg der Geburtenziffer trugen demnach Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bei, bei denen der Wert im Jahresvergleich deutlich von 1,86 auf 1,95 stieg. Bei Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit erhöhte er sich von 1,42 auf 1,43.
    Mindestens 25 Tote bei Bandenkrieg in brasilianischem Gefängnis:
    Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Banden sind in einem brasilianischen Gefängnis mindestens 25 Insassen getötet worden. Sieben von ihnen wurden enthauptet und sechs verbrannt, wie das Nachrichtenportal "O Globo" unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete. Zudem wurden bei den Ausschreitungen in der Haftanstalt in der Stadt Boa Vista im nordbrasilianischen Amazonas-Gebiet demnach 100 Angehörige von Häftlingen in der Anstalt als Geiseln genommen. Die Geiselnehmer hätten verlangt, mit einem Vertreter der Justizbehörden zu sprechen. Die Geiseln, bei denen es sich den Angaben zufolge hauptsächlich um Frauen handelte, wurden von einer Spezialeinheit befreit. - Brasilien ist eines der Länder mit der höchsten Zahl von Gefängnisinsassen weltweit. Die Haftanstalten sind meist überfüllt, die Zustände schlecht. Wegen der schlechten Haftbedingungen ist es in der Vergangenheit schon mehrfach zu Ausschreitungen in den Gefängnissen gekommen.
    10 min
  • 15.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Internationale Gemeinschaft erzielt Abkommen zu Treibhausgasen:
    Bei den Verhandlungen der internationalen Staatengemeinschaft über ein Verbot der klimaschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) ist ein Durchbruch erzielt worden. Vertreter von nahezu 200 Ländern einigten sich in der ruandischen Hauptstadt Kigali auf ein Abkommen zur schrittweisen Abschaffung der etwa in Kühlschränken oder Klimaanlagen zum Einsatz kommenden Gasverbindungen, wie der Rohstoffminister des afrikanischen Landes, Vincent Biruta, mitteilte. Bei den Verhandlungen ging es um eine Erweiterung des Protokolls von Montreal, in dem 1987 ein Verzicht auf Fluorchlorkohlenwasserstoffe zum Schutz der Ozonschicht vereinbart worden war. :
    Bericht: USA erwägen Cyber-Angriff auf Russland:
    Nach den jüngsten Hackerattacken auf politische Institutionen in den USA erwägt die US-Regierung angeblich, sich mit einer großangelegten Cyber-Attacke auf Russland zu revanchieren. Damit könnte der Führung in Moskau ein Denkzettel für die ihr vorgeworfene Manipulation des US-Wahlkampfes erteilt werden, berichtete der Sender NBC-News unter Berufung auf mehrere Geheimdienstquellen. In einem Interview mit dem Fernsehsender hatte US-Vizepräsident Joe Biden außerdem spürbare Konsequenzen angedroht. Auf die Frage, wieso die USA bislang nicht auf Russlands mutmaßliche Einmischung reagiert hätten, sagte er, die USA würden "eine Botschaft" senden. :
    FBI vereitelt Anschlag auf Muslime in Kansas:
    In den USA sind drei Verdächtige festgenommen worden, die laut Justizministerium einen Bombenanschlag auf einen Wohnkomplex im Bundesstaat Kansas geplant hatten. Den drei Männern im Alter von 47 bis 49 Jahren wird eine Verschwörung zur Nutzung einer Massenvernichtungswaffe vorgeworfen. Sie sollen Schlüsselfiguren einer gewaltbereiten Gruppierung namens "Die Kreuzfahrer" sein, die einen Angriff auf Muslime durchführen wollte, erklärte die US-Bundespolizei FBI. In der von ihnen als Anschlagsziel ausgewählten Wohnanlage im Westen von Kansas leben viele Somalier.:
    Argentinien protestiert gegen britische Manöver auf den Falklands:
    Wegen eines geplanten bevorstehenden britischen Militärmanövers auf den Falkland-Inseln hat die Regierung Argentiniens offiziell Protest eingelegt und den Botschafter Großbritanniens einbestellt. Die 400 Kilometer vom argentinischen Festland entfernten Falklandinseln befinden sich seit 1833 unter der Kontrolle Großbritanniens. Argentinien beansprucht die dort Las Malvinas genannte Inselgruppe für sich. 1981 führten beide Staaten einen kurzen Krieg um die Falklands, der mit einer Niederlage Argentiniens endete. Großbritannien will vom 19. bis 28. Oktober eine Militärübung auf der Inselgruppe veranstalten.:
    Eurojackpot: 90 Millionen Euro gehen nach Baden-Württemberg :
    Ein Tipper aus Württemberg hat beim Eurojackpot mit 90 Millionen Euro den für Deutschland bislang höchsten Lotteriegewinn abgeräumt. Die Zahlen 7-10-25-39-42 plus die zwei Zusatzzahlen 3 und 6 machten den Tipper oder die Tippgemeinschaft zum Multimillionär. Zuvor war der Topf zehnmal in Folge nicht geknackt worden. Beim Eurojackpot liegt die Gewinnwahrscheinlichkeit für den Hauptgewinn bei 1 zu 95 Millionen. Dazu müssen 5 aus 50 sowie 2 aus 10 Zahlen richtig getippt werden. Die Chance für sechs Richtige plus Superzahl im klassischen "6 aus 49" ist noch geringer und liegt bei 1 zu 140 Millionen. Teilnehmen könnten beim Eurojackpot nach Angaben der Veranstalter theoretisch rund 269 Millionen Spieler in 17 Nationen.:
    8 min
  • 14.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.DNA-Spuren von NSU-Mitglied am Fundort der Mädchenleiche entdeckt:
    Ermittler haben am Fundort des ermordeten Mädchens Peggy DNA-Spuren des NSU-Mitglieds Uwe Böhnhardt gefunden. Das teilten die Behörden in Bayern mit, nachdem diverse Medien über die Entdeckung berichtet hatten. Die Gen-Spur soll eine von "zahlreichen Spurenträgern" sein, die am Fundort der Leiche gefunden wurden, hieß es. Noch ist unklar, in welchem Zusammenhang die dabei gefundene DNA Böhnhardts steht und ob sie mit dem Tod von Peggy in Verbindung gebracht werden kann. Die damals Neunjährige war im Jahr 2001 im bayrischen Lichtenberg verschwunden. Anfang Juli dieses Jahres wurde ihr Skelett in einem Waldstück in Thüringen gefunden. Da Teile ihres Skelettes jedoch fehlten, suchten Ermittler den Fundort mehrfach ab. Bisher war nie eine Verbindung zu der Mordserie der rechtsextremen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) gezogen worden. Böhnhardt hatte sich im Sommer 2011 mit seinem Komplizen Uwe Mundlos das Leben genommen.
    Viele Tote bei Anschlag auf Rebellen-Posten im Norden Syriens:
    Bei einem Autobombenanschlag im türkisch-syrischen Grenzgebiet sind mindestens 17 Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Das meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolou unter Berufung auf örtliche Sicherheitskräfte. Das Attentat galt einem Kontrollposten von Rebellen in der Nähe der Stadt Asas. Diese liegt in der Provinz Aleppo, dem am stärksten umkämpften Gebiet im syrischen Bürgerkrieg. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Häufig werden die Kontrollposten aber von der Terrormiliz "Islamischer Staat" angegriffen. Vor dem Syrien-Treffen im schweizerischen Lausanne am Wochenende hieß es derweil aus US-Regierungskreisen, die USA wollten über weitere Militär-Optionen in Syrien beraten. Nach den jüngsten heftigen Angriffen auf Aleppo seien Stimmen laut geworden, die USA müssten sich stärker militärisch engagieren, sagte ein namentlich nicht genannter Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
    Kolumbien verlängert Waffenstillstand mit FARC bis Jahresende:
    Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat den Waffenstillstand mit der FARC-Guerilla bis zum Jahresende verlängert. In einer Fernsehansprache sagte Santos, die Verlängerung sei weder ein Ultimatum, noch eine Frist. Er hoffe aber, dass die Verhandlungen über Änderungen am Friedensabkommen deutlich früher beendet sein würden. Die linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und die kolumbianische Regierung hatten sich Ende August nach vierjährigen Verhandlungen auf ein Friedensabkommen geeinigt. Anfang Oktober stimmten die Kolumbianer in einem Referendum aber mit einer knappen Mehrheit gegen das Abkommen. Der vereinbarte Waffenstillstand würde deshalb normalerweise Ende Oktober enden. Santos bemüht sich nach dem gescheiterten Referendum nun um eine Überarbeitung des Friedensvertrags. Ende des Monats will die kolumbianische Regierung außerdem Verhandlungen mit der zweitgrößten Rebellengruppe ELN beginnen.
    EU-Ratspräsident Tusk: "harter Brexit" oder "kein Brexit":
    EU-Ratspräsident Donald Tusk hält Spekulationen über einen "weichen Brexit" für nutzlos. Bei einer Diskussionsveranstaltung in Brüssel sagte Tusk, er gehe nicht davon aus, dass Großbritannien sich bei einem Austritt aus der EU einen freien Zugang zum Binnenmarkt sichern könne. Er bezeichnete dies als "rein theoretische Spekulationen". Die einzige Alternative zu einem "harten Brexit" sei seiner Ansicht nach "kein Brexit". Ob die Briten weiter Zugang zum Binnenmarkt mit zollfreiem Warenverkehr bekommen, muss in den Verhandlungen geklärt werden. Sollte dies nicht gelingen, spricht man von einem "harten Brexit". Tusk sagte außerdem, die Austrittsverhandlungen Großbritanniens könnten seiner Ansicht nach jederzeit wieder abgebrochen werden. Er habe keinerlei Zweifel, dass ein solches Szenario für alle europäischen Partner akzeptabel wäre. Großbritannien hatte zuletzt angekündigt, dass es die Austrittsverhandlungen mit der EU spätestens Ende März 2017 einleiten will.
    Sarkozy warnt in TV-Debatte vor neuem Terroranschlag:
    Nach den verheerenden Attentaten in Frankreich hat der konservative Ex-Präsident Nicolas Sarkozy vor einem neuen Anschlag gewarnt. Die Frage sei nicht, ob es ein nächstes Attentat geben werde, sondern wann, sagte Sarkozy in der ersten TV-Debatte mit seinen sechs Konkurrenten für die Präsidentschafts-Vorwahl bei den Konservativen. Sarkozy tritt wegen der Terrorgefahr dafür ein, besonders gefährliche mutmaßliche Terroristen vorsorglich einzusperren, auch wenn sie sich nicht strafbar gemacht haben. Der Kampf gegen den Terrorismus ist eines der Hauptthemen des beginnenden Präsidentschafts-Wahlkampfes. Gut einen Monat vor der Vorwahl lieferten sich die Kandidaten der bürgerlichen Rechten einen ersten Schlagabtausch. Auch der ehemalige Premierminister Alain Juppé nahm an der Diskussion teil. Der 71-Jährige fährt einen gemäßigten Mitte-Rechts-Kurs und liegt in Umfragen deutlich vor seinem jüngeren Rivalen Sarkozy, der einen scharf rechten Kurs fährt. Die Vorwahl dürfte auf einen Zweikampf der beiden Politiker hinauslaufen.
    11 min
  • 13.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Terrorverdächtiger Al-Bakr erhängt in Zelle aufgefunden:
    Der syrische Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr hat sich in seiner Zelle das Leben genommen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde der 22-Jährige erhängt in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Leipzig gefunden. Die Staatsregierung in Dresden bestätigte seinen Tod. Dem Magazin "Der Spiegel" zufolge soll al-Bakr sich im Hungerstreik und wegen Suizidgefahr unter ständiger Beobachtung befunden haben. Die Behörden in Dresden kündigten für Donnerstagmorgen eine Pressekonferenz an. Die Polizei hatte al-Bakr am Montag in Leipzig festgenommen, nachdem er von drei Landsleuten in einer Wohnung überwältigt und gefesselt worden war. Nach Angaben des Verfassungsschutzes hatte er einen Sprengstoffanschlag auf einen Berliner Flughafen geplant. Die Ermittler gehen davon aus, dass er Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" hatte. Al-Bakr war Anfang 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen.
    Österreichs Innenminister fordert schnellere Abschiebungen:
    Vor dem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg hat Österreichs Innenminister Wolfgang Sobotka eine schnellere Abschiebung von Flüchtlingen gefordert, die kein Recht auf Asyl haben. Man brauche ein klares Umdenken und Voraussetzungen für eine rasche Rückführung. Solange eine Seerettung im Mittelmeer gleichbedeutend mit einem Zugang zu Europa sei, werde der Zustrom an Menschen in Italien und Griechenland nicht abreißen, sagte der ÖVP-Politiker der "Welt". Den Ausbau der EU-Grenzschutzagentur Frontex bezeichnete er als ersten Schritt in die richtige Richtung. Diesem müssten aber weitere folgen, um die EU-Außengrenzen schützen zu können. Das Treffen der EU-Innenminister steht im Zeichen der Flüchtlingskrise. Neben einem gemeinsamen europäischen Asylsystem steht auch die Kooperation mit Drittstaaten auf der Tagesordnung. Außerdem soll über die gerechte Verteilung von Flüchtlingen gesprochen werden.
    Verfassungsgericht entscheidet über Stopp von Ceta:
    Das Bundesverfassungsgericht verkündet an diesem Donnerstag seine Entscheidung darüber, ob Deutschland dem Freihandelsabkommen Ceta zustimmen darf oder nicht. Die Links-Partei und mehrere Bürgerinitiativen hatten Eilanträge gestellt, um die Zustimmung vorläufig zu stoppen. Das Abkommen zwischen der EU und Kanada soll am 27. Oktober unterzeichnet werden. Vorgesehen ist, dass Ceta in Teilen schon vorläufig in Kraft treten kann, noch bevor der Bundestag zugestimmt hat. Die Kläger wollen erreichen, dass der Bundesregierung untersagt wird, diesem Verfahren am 18. Oktober bei einem EU-Ministertreffen zuzustimmen. Wenn sie Recht bekommen, könnte Ceta nicht wie geplant unterzeichnet werden.:
    Neue Vorwürfe gegen Trump wegen sexueller Belästigung:
    In einem Interview mit der "New York Times" haben zwei Frauen Donald Trump vorgeworfen, sie vor Jahren sexuell belästigt zu haben. Die heute 74-jährige Jessica Leeds sagte, Trump habe sie vor mehr als 35 Jahren während eines Fluges begrapscht und versucht, ihr unter den Rock zu fassen. Er sei wie eine "Krake" gewesen. Eine zweite Frau erzählte, Trump habe sie im Jahr 2005 als damals 22-Jährige im New Yorker Trump Tower "direkt auf den Mund" geküsst, nachdem sie sich zufällig vor einem Fahrstuhl begegnet waren. Trumps Wahlkampfteam erklärte, der gesamte Artikel sei "Fiktion". Kampagnensprecher Jason Miller sprach von einem koordinierten Angriff auf Trumps Charakter. Der Präsidentschaftskandidat selbst sagte in einem Telefonat mit der Zeitung, dass die Vorwürfe unwahr seien.
    US-Zerstörer attackiert Radaranlagen im Jemen :
    Nach dem erneuten Beschuss eines US-Kriegsschiffes vor der Küste des Jemen hat das US-Militär drei Radaranlagen angegriffen, die in einem Gebiet unter Kontrolle der Rebellen liegen. Nach Angaben des Pentagon ordnete Präsident Barack Obama den Einsatz an. Die Tomahawk-Marschflugkörper seien vom US-Zerstörer "USS Nitze" abgefeuert worden. Die getroffenen Radaranlagen seien bei Angriffen auf amerikanische Kriegsschiffe genutzt worden. Am Mittwoch war zum zweiten Mal binnen weniger Tage ein Schiff der US-Marine vor der Küste des Jemen mit einer Rakete beschossen worden. Sie verfehlte allerdings ihr Ziel. Bereits am Sonntag waren zwei Raketen von Gebieten unter Kontrolle der schiitischen Huthi-Rebellen auf zwei US-Kriegsschiffe im Roten Meer abgefeuert worden. Die USA unterstützen die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Kampf gegen die Huthis und ihre Verbündeten in der Armee. Inzwischen dementierten die Huthis eine Beteiligung an den Raketenangriffen.
    11 min
  • 12.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Clintons Wahlkampfchef beschuldigt Trump und Moskau:
    Der Wahlkampfmanager der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, John Podesta, erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland und das Lager des republikanischen Rivalen Donald Trump. Podesta beschuldigte russische Geheimdienste, hinter einem Hackerangriff auf sein E-Mail-Konto zu stecken. Russland versuche, die Wahl zugunsten von Trump zu beeinflussen. Die Bundespolizei FBI ermittle in dem Fall. Er warf zudem dem Wahlkampfteam Trumps vor, von Wikileaks vorab über die Publikation der gehackten E-Mails informiert worden zu sein. Die Enthüllungsplattform hatte am Freitag eine E-Mail-Sammlung ins Netz gestellt, bei der es sich um Korrespondenz Podestas handeln soll. Bereits im August hatte Wikileaks gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der Demokraten veröffentlicht. Dies führte zum Rücktritt der Parteichefin Debbie Wasserman Schultz. Am Freitag beschuldigte die US-Regierung Russland, mit Hackerangriffen die Wahl beeinflussen zu wollen.
    Zeitung: Innenminister will Duldung von straffälligen Ausländern lockern:
    Bundesinnenminister Thomas de Maizière will einem Zeitungsbericht zufolge härter gegen straffällige sogenannte Gefährder vorgehen. Ziel sei es, das Instrument der Duldung zu lockern und die betroffenen Personen einzusperren und abzuschieben, berichtet die "Rheinische Post" unter Berufung auf den ihr vorliegenden Gesetzentwurf. Für ausreisepflichtige Ausländer, die straffällig geworden seien und von denen eine erhebliche Gefahr ausgehe, werde ein neuer Abschiebungshaftgrund geschaffen, sagte der Minister. In diesen Fallgruppen bestehe ein besonders hohes öffentliches Interesse an der Sicherung der Rückführung. De Maizière verweist demnach in dem Entwurf darauf, dass die Zahl der Ausreisepflichtigen in diesem Jahr um "mindestens 100.000 ansteigen dürfte". Zum Stichtag 31. August hätten sich 210.209 "vollziehbar ausreisepflichtige Ausländer" in Deutschland aufgehalten. 158.190 von ihnen hätten aber eine Duldung erhalten.
    VW will realistischere Werte für CO2-Ausstoß vorlegen:
    Als Konsequenz aus der Abgas-Affäre bei Dieselfahrzeugen will VW künftig bei seinen Modellen realistischere Verbrauchs- und Emissionswerte vorlegen. Das teilte der Autobauer am Dienstagabend mit. Die "Süddeutsche Zeitung" sowie die Rundfunksender WDR und NDR hatten zuerst über die Pläne berichtet. Der Recherche-Kooperation zufolge werden die Werte dadurch deutlich höher ausfallen als bisher angegeben. Im Schnitt werde sich der Kohlendioxid-Ausstoß um zwei Gramm pro gefahrenem Kilometer erhöhen. Um sein Image aufzupolieren, will der Konzern demnach auf bisherige legale Tricksereien bei Emissionstests im Labor verzichten. Mit denen konnten die CO2-Werte im Vergleich zum "realen Fahrbetrieb" deutlich gesenkt werden. Die Änderungen könnten mittelfristig ziemlich kostenintensiv werden. Ab 2020 muss EU-weit jedes Gramm CO2, das über einem Verbrauchshöchstwert liegt, mit Strafzahlungen ausgeglichen werden.
    Anwälte des Paris-Attentäters Abdeslam legen Mandat nieder:
    Die Anwälte des mutmaßlichen Paris-Attentäters Salah Abdeslam legen ihr Mandat nieder. Dem französischen Sender BFM TV sagten Frank Berton und Sven Mary, sie seien überzeugt, dass Abdeslam sich nicht äußern und das Recht auf Aussageverweigerung wahrnehmen werde. Dies habe er ihnen auch gesagt. Abdeslam gilt als der einzige überlebende Attentäter vom 13. November 2015. Bisher verweigerte er jede Aussage zu dem Terrorakt. Islamistische Selbstmordattentäter hatten bei den Anschlägen in Paris 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt. Zu den Attentaten bekannte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat". Gegen Abdeslam wird wegen Mordes und versuchten Mordes, Freiheitsberaubung und Besitzes von Sprengstoff und Waffen ermittelt. Erst nach monatelanger Fahndung war der Franzose am 18. März im Brüsseler Stadtviertel Molenbeek gefasst worden. Gut einen Monat später wurde er an Frankreich ausgeliefert.
    WHO bekämpft Cholera in Haiti:
    Nach dem schweren Hurrikan "Matthew" schickt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Million Impfdosen gegen Cholera in das Katastrophengebiet. Die Impfdosen reichen aus, um 500.000 Menschen lebenslang vor der Krankheit zu schützen oder eine Million Menschen für ein halbes Jahr. Haiti war bereits vor dem Hurrikan von einer schweren Cholera-Epidemie betroffen. Hochwasser und Überschwemmungen verunreinigen nach dem Wirbelsturm nun das Trinkwasser. Dadurch droht eine weitere Ausbreitung der Krankheit. Bei einer Cholera-Epidemie nach dem schweren Erdbeben 2010 waren mehr als 8500 Menschen an der Seuche gestorben. Die WHO rief nach dem Hurrikan dazu auf, die bestehenden Institutionen des Gesundheitssystems zu stärken. Nach UN-Angaben benötigen aktuell 1,4 Millionen Menschen dringend Unterstützung.
    11 min
  • 11.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Terrorverdächtiger plante Anschläge auf Züge und Flughäfen:
    Der festgenommene mutmaßliche Terrorist Dschabar al-Bakr wollte nach Angaben von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg-Maaßen Züge und Flughäfen in Deutschland angreifen. Maaßen sagte der ARD, es habe nachrichtendienstliche Hinweise darauf gegeben, zuletzt vor allem auf Anschläge auf Flughäfen in Berlin. Die Sicherheitsbehörden gehen von einem Bezug zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) aus. Laut Maaßen lag seit Anfang September ein Hinweis vor, dass der IS in Deutschland einen Anschlag auf die Infrastruktur plane. Nach Ermittlungen des Verfassungsschutzes wurde der 22-Jährige al-Bakr schließlich observiert. Seine Festnahme missglückte am Freitag in Chemnitz zunächst. In einer Wohnung fanden die Ermittler eineinhalb Kilogramm hochexplosiven Sprengstoff sowie weiteres Material, das zur Herstellung einer Sprengstoffweste geeignet war. Al-Bakr konnte am Montagmorgen in Leipzig festgenommen werden und sitzt nun in Untersuchungshaft. Der Syrer wurde im Februar 2015 als Flüchtling in München registriert und einen Tag später nach Chemnitz überwiesen.
    Samsung stoppt weltweiten Verkauf des Galaxy Note 7:
    Mit sofortiger Wirkung hat der südkoreanische Smartphone-Marktführer Samsung den weltweiten Verkauf seines Galaxy Note 7 eingestellt. In einer Mitteilung rief der Konzern alle Kunden außerdem dazu auf, ihre Geräte des Typs abzuschalten und in die Geschäfte zurückzubringen. Dort bekämen sie ihr Geld zurück oder ein anderes Smartphone-Modell. Anlass sind immer mehr Berichte von Nutzern über brennende oder explodierende Galaxy Note 7. Samsung hatte Anfang September eine weltweite Umtauschaktion für rund 2,5 Millionen Geräte des Modells wegen Brandgefahr bei den Akkus bekanntgegeben. In den vergangenen Tagen wurden allerdings neue Fälle bekannt, in denen auch die Austauschgeräte in Brand gerieten.
    Kolumbien und ELN-Guerilla nehmen Friedensverhandlungen auf:
    Nach den Friedensverhandlungen mit den FARC-Rebellen strebt die kolumbianische Regierung auch mit der ELN-Guerillagruppe eine ähnliche Vereinbarung an. Delegationen beider Seiten kündigten in Venezuelas Hauptstadt Caracas an, am 27. Oktober in Quito die Gespräche aufnehmen zu wollen. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos sagte, nur mit der ELN werde ein Friede vollständig sein. Die sozialistisch orientierte ELN hat mit geschätzten 1500 Kämpfern ungefähr ein Viertel der Stärke der FARC. Die FARC und die kolumbianische Regierung hatten sich am 24. August nach jahrelangen Verhandlungen in Havanna auf einen Friedensvertrag geeinigt. Der wurde Anfang Oktober aber mit knapper Mehrheit von der Bevölkerung abgelehnt. Santos bemüht sich nun um eine Überarbeitung des Abkommens. Am Freitag war er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.
    Immer mehr Mädchen werden als Kinder verheiratet:
    Die Kinderrechtsorganisation "Save the Children" warnt vor einer wachsenden Zahl von Mädchen, die bereits im Kindesalter verheiratet werden. Das geht aus einem Bericht hervor, der anlässlich des heutigen Weltmädchentags veröffentlicht wurde. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben derzeit weltweit rund 700 Millionen Frauen und Mädchen in Ehen, die sie vor ihrem 18. Lebensjahr eingehen mussten. Im Jahr 2050 könnten es bis zu 1,2 Milliarden sein, schätzt "Save the Children". Den höchsten Anteil an Kinderehen hat demnach Indien, wo fast die Hälfte aller Mädchen (47 Prozent) unter 18 Jahren betroffen sind. Dort werden sie ebenso wie in Ländern wie Afghanistan, dem Jemen oder Somalia teilweise bereits schon im Alter von zehn Jahren verheiratet. Die Menschenrechtler rufen die Politik zu entschlossenem Handeln auf.
    Tote bei Schießerei in Favela in Brasilien :
    Nur wenige Monate nach dem Ende der Olympischen Spiele in Brasilien hat es in einem Touristenviertel von Rio de Janeiro stundenlange Schießereien gegeben. Bei den Schusswechseln zwischen Drogenhändlern und der Militärpolizei UPP wurden mindestens drei Verdächtige getötet und der Chef der lokalen Polizeieinheit UPP verletzt, wie ein Sprecher mitteilte. Augenzeugen berichteten auch von Bombenexplosionen in dem oberhalb von Copacabana gelegenen Armenviertel Pavão-Pavãozinho. Ausgangspunkt der Zusammenstöße war laut Polizeiangaben ein Angriff einer Drogenbande auf das UPP-Gebäude. Die Favela mit knapp 10.000 Bewohnern liegt auf einem steilen Bergrücken am Rand der berühmten Touristenviertel Copacabana und Ipanema.
    10 min
  • 10.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Gesuchter syrischer Terrorverdächtiger in Chemnitz festgenommen:
    Der flüchtige Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr ist in der Nacht zum Montag von der Polizei in Leipzig festgenommen worden. Der 22-jährige Syrer war seit Samstag auf der Flucht. Er steht unter dem dringenden Verdacht, einen islamistisch motivierten Anschlag geplant zu haben. In einer von Al-Bakr genutzten Wohnung im sächsischen Chemnitz hatte die Polizei mehrere hundert Gramm eines hochexplosiven Sprengstoffs gefunden. Die Polizeibehörden hatten bundesweit mit Hochdruck nach dem Verdächtigen gesucht, der Kontakte zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) haben soll. - Ein am Wochenende festgenommener mutmaßlicher Komplize, ebenfalls Syrer, wurde inzwischen in Untersuchungshaft genommen. Gegen den 33-Jährigen wurde Haftbefehl wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erlassen. Beide Männer sind in Deutschland als Flüchtlinge registriert.
    Zweites TV-Duell: Umfrage sieht Clinton als Siegerin der Schlammschlacht:
    Die zweite Fernsehdebatte zwischen den US-Präsidentschaftskandidaten hat nach einer Blitzumfrage des Fernsehsenders CNN die Demokratin Hillary Clinton gewonnen. Demnach erreichte sie 57 Prozent Zustimmung, der Republikaner Donald Trump nur 34 Prozent. Beide Kandidaten überhäuften sich mit heftigen persönlichen Vorwürfen. Trump musste sich zu Beginn der Debatte in St. Louis für seine frauenverachtenden Bemerkungen rechtfertigen und versicherte, er habe sich niemals an Frauen vergangen. Der Republikaner erwähnte in diesem Zusammenhang Misshandlungsvorwürfe, die Frauen dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton bis heute machen. Dann ging er Clinton wegen ihrer E-Mail-Affäre an. Im Falle seines Wahlsieges wolle er deswegen einen Sonderermittler einsetzen. Trump warf Clinton mehrfach vor, sie sage nicht die Wahrheit. An politischen Themen standen bei diesem Duell, bei dem Zuschauer Fragen stellen konnten, die Situation in Syrien und der Umgang mit Einwanderern im Mittelpunkt.
    Kanzlerin Merkel sagt Mali Unterstützung zu:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem afrikanischen Land Mali mehr Unterstützung im Kampf gegen Drogen- und Menschenschmuggler versprochen. Deutschland wolle seinen Beitrag leisten, dass Mali stabilisiert werde, sagte Merkel in der Hauptstadt Bamako nach einem Treffen mit Präsident Ibrahim Boubacar. Mali ist die erste Station der dreitägigen Reise der Kanzlerin. Die Bundeswehr hat die Zahl der in Mali stationierten Soldaten auf derzeit 540 aufgestockt. Merkel ließ offen, ob Deutschland auch mehr Hubschrauber für die UN-Stabilisierungsmission zur Verfügung stellen wird. Die Kanzlerin will auf ihrer Reise auch die Bedingungen für EU-Migrationsabkommen ausloten.
    Medien: Samsung stoppt Produktion von Galaxy Note 7:
    Smartphone-Marktführer Samsung setzt nach Medienberichten die Produktion seines problembehafteten Galaxy Note 7 aus, nachdem US-Verbraucher Brände auch bei Austauschgeräten gemeldet hatten. Inzwischen wurden vier Fälle allein in den USA bekannt, in denen ein Ersatzgerät in Flammen aufgegangen sein soll. Das "Wall Street Journal" und die "New York Times" berichteten unter Berufung auf informierte Personen, Samsung habe die Fertigung vorläufig gestoppt. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap schrieb das auch und nannte den Manager eines Zulieferers als Quelle. Samsung selbst äußerte sich dazu zunächst nicht. Anfang September löste Samsung eine Umtauschaktion für 2,5 Millionen Smartphones vom Typ Galaxy Note 7 aus, weil deren Akkus akut brandgefährdet sind.
    Welthungerhilfe: Gauck ruft zu weiteren Spenden auf:
    Bundespräsident Joachim Gauck hat in einer Fernsehansprache die Hilfsbereitschaft der Deutschen gelobt und zu weiterer Unterstützung notleidender Menschen aufgerufen. Anlässlich der Woche der Welthungerhilfe sagte Gauck, die Solidarität mache Mut, auch für andere Teile der Welt um Hilfe zu bitten. Der Präsident verwies darauf, dass die große Mehrzahl der Flüchtlinge nicht nach Deutschland, auch nicht nach Europa kommen werde. "Die meisten suchen in ihren Heimatländern oder den Nachbarländern Schutz", sagte Gauck. Mit Hilfe von Spenden könne die Welthungerhilfe Saatgut ausgeben und beim Bau von Schulen helfen.
    9 min
  • 08.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Trump entschuldigt sich für Video:
    Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat sich für obszöne und sexistische Äußerungen über Frauen vor rund zehn Jahren entschuldigt. Er bedauere die Äußerungen und verspreche, sich zu bessern, sagte Trump in einer Erklärung, die auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht wurde. In der Aufnahme, die von der Washington Post veröffentlicht wurde, spricht der Milliardär mit vulgären Worten darüber, Frauen zu küssen, zu begrabschen und zu verführen. Wenn man ein Star sei, ließen die Frauen es zu, sagte er in einem Video. Zwei Tage vor dem nächsten TV-Duell im Wahlkampf sorgten die Äußerungen in den USA für große Empörung. Trumps Rivalin Hillary Clinton twitterte, das Video sei erschreckend. Man dürfe nicht zulassen, dass dieser Mann Präsident werde. Auch in seiner republikanischen Partei wurde Trump scharf kritisiert. Der republikanische Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, hat eine gemeinsame wichtige Wahlkampfveranstaltung mit Trump für diesen Abend abgesagt.
    Steinmeier warnt vor Konfrontation zwischen USA und Russland:
    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat angesichts zunehmender Spannungen zwischen Russland und den USA vor einem Rückfall in Zeiten der Konfrontation gewarnt. Steinmeier sagte der "Bild"-Zeitung, der Konfliktstoff zwischen beiden Staaten wachse an. Reste an Vertrauen schienen aufgebraucht. Die Situation mit dem alten Kalten Krieg gleichzusetzen, sei allerdings falsch. Seinerzeit hätten Moskau und Washington ihre "roten Linien" gekannt und sie respektiert. Die neuen Zeiten seien gefährlicher, so Steinmeier. Auch der ehemalige Botschafter in den USA, Wolfgang Ischinger, warnte, die Gefahr einer militärischen Konfrontation sei in Jahrzehnten nie so groß, und das Vertrauen zwischen West und Ost nie so gering wie jetzt gewesen. Bereits im Juni hatte Ischinger auf die Gefahr eines Krieges mit Russland hingewiesen.
    USA machen Russland für Hackerangriffe verantwortlich:
    Die USA haben Russlands Regierung vorgeworfen, mit Hackerangriffen Einfluss auf den Präsidentschaftswahlkampf zu nehmen. Das Heimatschutzministerium und das Büro des nationalen Geheimdienstdirektors erklärten, die Veröffentlichung der gehackten Botschaften auf Websites wie WikiLeaks stimme "mit den Methoden und Motivationen bei von Russland geleiteten Vorgängen" überein. Aufgrund des Ausmaßes sei davon auszugehen, dass "höchstrangige Regierungsverantwortliche" dahinter steckten. Russland soll demnach hinter den Hacker-Angriffen auf die Demokratische Partei stecken, die zum Rücktritt der Parteivorsitzenden führten. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge bezeichnete ein Kreml-Sprecher die Vorwürfe als "Unsinn".
    Hunderttausende wegen Hurrikan "Matthew" in Florida ohne Strom :
    Der Hurrikan "Matthew" hat die Südostküste der USA erreicht. Das Zentrum des Wirbelsturms blieb bisher über dem Meer, die Ausläufer sind dennoch spürbar. Drei Menschen starben. Bis zu eine Million Menschen waren im US-Bundesstaat Florida zeitweise ohne Strom. Auf einer Skala mit fünf Kategorien stufte das nationale Hurrikan-Zentrum "Matthew" inzwischen auf einen sehr starken Sturm der Kategorie zwei herab. Es warnte dennoch davor, die Situation zu unterschätzen. Experten rechnen damit, dass das Zentrum des Wirbelsturms am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) den Bundesstaat South Carolina erreicht. "Matthew" ist der schwerste Hurrikan in der Region seit ungefähr einem Jahrzehnt. Im Karibikstaat Haiti ist die Zahl der Todesopfer durch den Sturm auf mehr als 870 gestiegen.
    Türkische Diplomaten beantragen Asyl in Deutschland:
    Die angespannten Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland könnten vor einer neuen Belastungsprobe stehen. Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei haben Medienberichten zufolge mindestens drei türkische Diplomaten in Deutschland Asyl beantragt. Nach Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" zusammen mit den Sendern NDR und WDR hat das Bundesinnenministerium diese Zahl Bundestagsabgeordneten genannt. Laut Recherchenetzwerk hat die türkische Regierung nach dem Putsch die Pässe von acht in Deutschland tätigen Diplomaten für ungültig erklärt. Sie würden offenbar verdächtigt, der Gülen-Bewegung nahezustehen, die die türkische Regierung für den Umsturzversuch verantwortlich macht. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge habe über die Asylanträge noch nicht entschieden, hieß es unter Berufung auf Regierungskreise weiter.
    9 min

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