Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 26.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.UN-Sicherheitsrat zeigt sich ohnmächtig angesichts des Kriegs in Aleppo :
    Russland und die westlichen Staaten haben sich nach dem Bombenhagel über der syrischen Stadt Aleppo in den vergangenen Tagen gegenseitig die Schuld für die Eskalation zugewiesen. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon beklagte während der Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats in New York, was in Aleppo geschehe, seien "Barbarei" und "Kriegsverbrechen". Er rief die Weltmächte auf, dem "Albtraum" endlich ein Ende zu machen. Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin erklärte, Frieden nach Syrien zu bringen, sei inzwischen fast unmöglich. Die Rebellengebiete im belagerten Ostteil Aleppos, wo noch 250.000 Menschen ausharren, waren von Kampfjets des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und russischen Maschinen nahezu ununterbrochen bombardiert worden. Mehr als 230 Zivilisten wurden getötet, Hunderte verletzt.
    Hilfskonvois erreichen eingekesselte syrische Städte :
    Erstmals seit fast sechs Monaten sind vier eingeschlossene Städte in Syrien nach Angaben des Roten Kreuzes wieder mit Hilfsgütern beliefert worden. Dabei handelt es sich um Madaja und Sabdani in der Nähe der Hauptstadt Damaskus sowie um Fua und Kefraja in der nordwestlichen Provinz Idlib, wie ein Sprecher mitteilte. Die Güter seien von insgesamt 70 Lastwagen transportiert worden. Madaja mit einer Bevölkerung von rund 40.000 Menschen ist seit einem halben Jahr von Verbündeten der syrischen Armee eingekesselt. In Sabdani leben noch 1000 Menschen. Kefraja und Fua mit rund 20.000 Einwohnern werden seit April 2015 von Aufständischen belagert.
    Entführter mexikanischer Priester tot aufgefunden:
    In Mexiko ist ein entführter Priester tot aufgefunden worden. Die Leiche war am Sonntag in der Stadt Junamuato im Bundesstaat Michoacan entdeckt worden, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Priester Jose Alfredo Lopez Guillen war am vergangenen Montag aus seiner Pfarrwohnung entführt worden. Einen Tag später wurde sein Auto gefunden, das Unfall-Spuren aufwies. Anfang vergangener Woche hatte die Polizei zudem im Bundesstaat Veracruz die Leichen von zwei Priestern am Rand einer Landstraße entdeckt. Auch sie waren aus dem Pfarrhaus verschleppt worden. Laut Medienberichten wiesen die Leichen Folterspuren und Schussverletzungen auf. Veracruz und Michoacan gelten als besonders gefährliche Bundesstaaten, in denen rivalisierende Drogenkartelle um die Macht kämpfen.
    Trump würde als Präsident Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen:
    US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump will im Falle seines Wahlsiegs Jerusalem als "unteilbare Hauptstadt" Israels anerkennen. Trump habe im Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu angekündigt, dass er ein entsprechendes, seit 1995 bestehendes Mandat des US-Kongresses akzeptieren würde, erklärte sein Wahlkampfteam. Der Republikaner hatte sich privat mit Netanjahu für eineinhalb Stunden in New York getroffen. - Israel hatte im Sechstagekrieg 1967 den palästinensischen Ostteil Jerusalems erobert und 1980 annektiert, seitdem bezeichnet es Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. Wie die meisten UN-Mitglieder erkennen die USA die Annexion nicht an - Jerusalems endgültiger Status soll demnach erst im Rahmen von Nahost-Friedensverhandlungen bestimmt werden.
    Drastischer Stellenabbau bei Air Berlin :
    Die schwer in den roten Zahlen steckende Fluggesellschaft Air Berlin will laut "Süddeutscher Zeitung" (SZ) die Zahl ihrer Flotte halbieren. Das Blatt schreibt, deshalb wolle sich das Unternehmen wohl auch von 1000 seiner insgesamt 8600 Mitarbeiter trennen. Air Berlin-Hauptaktionär Etihad Airways verhandelt demnach mit dem Touristikkonzern Tui darüber, Teile von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft mit Tuifly zusammenzulegen und in einer eigenen Feriengesellschaft fortzuführen. Außerdem werden möglicherweise 40 Air Berlin-Jets an Eurowings vermietet, den Billigableger der Lufthansa. Enden die Gespräche mit Tui und Lufthansa erfolgreich, würde Air Berlin laut SZ künftig nur noch etwa 70 Maschinen betreiben. In den letzten drei Jahren hat die Fluggesellschaft Verluste von knapp 1,2 Milliarden Euro angehäuft.
    8 min
  • 24.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Tauziehen um Waffenruhe für Syrien :
    Bei weiteren Gesprächen der USA und Russlands über eine neue Waffenruhe in Syrien hat es nach Angaben von Außenminister John Kerry "ein kleines bisschen Fortschritt" gegeben. Kerry sagte nach dem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow am Rande der UN-Generaldebatte in New York, man prüfe gegenseitige Ideen auf konstruktive Weise. Eine mühsam von beiden Seiten ausgehandelte Feuerpause war am Montag nach nur einer Woche von der syrischen Armee aufgekündigt worden. Seitdem sind die Kämpfe mit voller Wucht entbrannt. Der von Rebellengruppen gehaltene Ostteil Aleppos wurde am Freitag von der syrischen Luftwaffe mit einem Bombenhagel überzogen, wie Augenzeugen berichteten. Mehr als 90 Menschen wurden getötet. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von der Vorbereitung einer Bodenoffensive auf Rebellengebiete.
    Steinmeier: Russland muss Einfluss auf Assad nehmen :
    Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat Russland aufgerufen, seinen Einfluss auf Syriens Machthaber Baschar al-Assad für eine Waffenruhe geltend zu machen. Gelinge dies nicht, würden alle Bemühungen um eine politische Lösung im Bombenhagel untergehen, sagte Steinmeier in einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York. "Während die Welt um eine Feuerpause ringt, bombt Assad Aleppo weiter zu Trümmern. Das zeigt einmal mehr: Das Assad-Regime kann und darf die Zukunft Syriens nicht bestimmen", erklärte Steinmeier. Der Außenminister plädierte ebenso wie sein US-Kollege John Kerry für ein zeitlich befristetes Flugverbot über Syrien, um für Deeskalation zu sorgen.
    Mindestens drei Tote bei Schießerei in US-Einkaufszentrum :
    In einem Einkaufszentrum in Burlington im US-Bundesstaat Washington sind nach Polizeiangaben drei Menschen getötet worden. Der mutmaßliche Täter sei noch auf der Flucht, teilte die Polizei mit. Sie hatte zuvor von vier Toten gesprochen. Mehrere Menschen seien bei dem Vorfall verletzt worden. Ein Augenzeuge berichtete, der Schütze habe ein Kaufhaus betreten und dort das Feuer eröffnet. Zum Zeitpunkt der Tat war das Einkaufszentrum gut besucht.
    Witwe veröffentlicht Handyaufnahme zu Todesschüssen in Charlotte:
    Die Witwe des in der US-Stadt Charlotte erschossenen schwarzen Familienvaters Keith Lamont Scott hat ihre Smartphone-Aufnahmen zu der tödlichen Auseinandersetzung mit der Polizei veröffentlicht. Das Video wurde von den Anwälten von Rakeyia Scott an die "New York Times", den Sender NBC News und die Nachrichtenagentur AFP weitergegeben. Die zwei Minuten und 16 Sekunden lange Aufnahme zeigt die Momente um die tödlichen Schüsse, nicht aber den konkreten Tathergang. Seit dem tödlichen Vorfall am Dienstag im US-Bundesstaat North Carolina steht die Frage im Raum, ob Scott bewaffnet war. Nach Polizeiangaben trug der 43-Jährige eine Handfeuerwaffe und stellte eine Bedrohung dar. Nach Angaben seiner Familie und seiner Nachbarn trug Scott ein Buch und wollte seinen kleinen Sohn abholen.
    Flüchtlingsgipfel in Wien :
    Die Regierungschefs von zehn Staaten der sogenannten Balkanroute wollen an diesem Samstag in Wien über ihr weiteres Vorgehen in der Flüchtlingskrise beraten. Das Treffen, an dem auch Kanzlerin Angela Merkel und EU-Ratspräsident Donald Tusk teilnehmen, sei ein Versuch, den Entscheidungsprozess in der EU zu beschleunigen, sagte der österreichische Bundeskanzler und Gastgeber Christian Kern. Zudem gehe es um eine Abstimmung darüber, wo eine rigide Sicherung der EU-Außengrenzen nötig sei. Auch die Lage in Griechenland werde ein Thema sein. Seit Schließung der sogenannten Balkanroute und dem EU-Türkei-Abkommen ist die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge in Österreich und Deutschland erheblich zurückgegangen. In Griechenland strandeten deswegen Tausende Flüchtlinge, die Aufnahmelager sind überfüllt.
    8 min
  • 23.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Gespräche über Waffenruhe in Syrien gescheitert:
    Die Verhandlungen über eine Rückkehr zur Waffenruhe in Syrien sind vorerst gescheitert. Die USA und Russland konnten sich bei einem Treffen der Internationalen Syrien-Unterstützergruppe am Rande der UN-Vollversammlung in New York in wesentlichen Punkten nicht einigen. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, sprach anschließend von einer "schwierigen und enttäuschenden" Zusammenkunft. Dennoch hätten die USA und Russland zugesagt, weiter intensiv nach einer Lösung zu suchen. US-Außenminister John Kerry beschuldigte das Assad-Regime, während der amerikanisch-russischen Gespräche die Stadt Aleppo unter Beschuss genommen zu haben. Eine von den den USA und Russland zuletzt ausgehandelte Feuerpause hatte zwar mehrere Tage weitgehend gehalten, war Anfang der Woche aber endgültig gescheitert. - Seit Mittwoch toben wieder heftige Kämpfe. In der Nacht zum Donnerstag wurden Rebellenstellungen im Osten der Stadt Aleppo offenbar von den schwersten Luftangriffen seit Monaten getroffen.
    Ausgangssperre nach Ausschreitungen in US-Stadt Charlotte:
    In der dritten Nacht mit Protesten in der US-Großstadt Charlotte ist um Mitternacht (Ortzszeit) eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Trotz der sechsstündigen Sperre waren Medienberichten zufolge Hunderte Menschen auf den Straßen unterwegs. Die Demonstrationen seien weitgehend friedlich verlaufen. Sicherheitskräfte waren mit massivem Aufgebot vor Ort, griffen zunächst aber nicht ein. Kurz vor Inkrafttreten der Sperre gab es neuerliche Zusammenstöße zwischen Polizisten und Demonstranten, in deren Verlauf die Sicherheitskräfte Tränengas einsetzten. Mehrere Hundert Protestteilnehmer hatten eine wichtige Stadtautobahn in der Nähe des Stadions von Charlotte blockiert. Es war die dritte Nacht in Folge mit Zusammenstößen, seit ein Polizist am Dienstagabend auf dem Parkplatz eines Reihenhauskomplexes in Charlotte einen Afroamerikaner erschossen hatte. Dies hatte die Proteste in der Stadt ausgelöst. Am Mittwoch wurde der Notstand für Charlotte ausgerufen, die Nationalgarde wurde mobilisiert.
    500 Millionen Nutzerdaten von Yahoo gestohlen:
    Dem Internetunternehmen Yahoo sind Daten von mehr als 500 Millionen Nutzern gestohlen worden. Verglichen mit früheren Informationen könnte somit jeder zweite Yahoo-Nutzer betroffen sein. Wie Yahoo mitteilte, fand der Datenklau bereits Ende 2014 statt. Es gehe um Namen, E-Mail-Adressen, Geburtstage, Telefonnummern und verschlüsselte Passwörter. Es seien aber keine Passwörter im Klartext oder Kreditkarten- und Bankkonto-Informationen gestohlen worden. Der Verschlüsselungsexperte Bruce Schneier bezeichnete es als die "größte bisher dagewesene Datenpanne". Yahoo vermutet einen "Angreifer mit staatlichem Hintergrund". So werden in den USA meist Hackergruppen mit Nähe zu russischen oder chinesischen Geheimdiensten bezeichnet.
    Bundeswehr weitet Ausbildungsmission im Nordirak aus:
    Die Bundeswehr rückt bei der Ausbildung der kurdischen Peschmerga künftig näher an die Front im Nordirak heran. Das kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen während ihres Besuchs im nordirakischen Erbil nur etwa 80 Kilometer von der Millionenstadt Mossul entfernt an. Das Heranrücken bis auf wenige Kilometer an die Front sei eine Frage der Effizienz sagte von der Leyen. Die Peschmerga sollten so gut wie möglich ausgebildet werden, damit sie die Terrormiliz "Islamischer Staat" auch in Mossul schlagen könnten. Die Sicherheit der deutschen Soldaten habe dabei aber absolute Priorität. Die Ministerin will am Freitag die 140 in Erbil stationierten deutschen Soldaten besuchen. Die Bundeswehr schult dort seit Januar 2015 Kämpfer der kurdischen Peschmerga-Armee sowie der religiösen Minderheiten der Jesiden und Kakai.
    Gespräche über Kaiser's Tengelmann ergebnislos:
    Die Zukunft der angeschlagenen Supermarkt-Kette Kaiser's Tengelmann ist weiter ungewiss. Nachdem ein Krisengipfel keinen Durchbruch brachte, will der Aufsichtsrat von Tengelmann an diesem Freitag die Lage beraten. Das Gremium könnte dann die Weichen für eine Zerschlagung des hoch defizitären Unternehmens stellen, hieß es zuletzt in informierten Kreisen. Nach Einschätzung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel wären damit bis zu 8000 Arbeitsplätze gefährdet. Am Donnerstagabend hatten sich die Chefs der Handelsketten Edeka, Tengelmann und Rewe mit Vertretern der Gewerkschaft getroffen, um über die Zukunft der Kette mit über 15.000 Arbeitsplätzen zu beraten. Nach drei Stunden vertagte sich die Runde. Das Gespräch sei konstruktiv gewesen, hieß es.
    9 min
  • 22.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Mindestens 20 Zivilisten im Jemen durch Luftangriffe getötet:
    Im Jemen sind bei Luftschlägen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition mindestens 20 Zivilisten getötet worden. Ziel des Angriffs war nach Regierungsangaben ein von schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliertes Viertel der Hafenstadt Hodeida im Westen des Landes. Wenige Stunden zuvor hatten die Aufständischen dort den zweiten Jahrestag der Einnahme der Hauptstadt Sanaa gefeiert. - Das arabische Militärbündnis geht seit März 2015 gegen die Huthi-Rebellen und ihre Verbündeten in der Armee vor. Diese hatt en zuvor Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht nach Riad gezwungen. Der Militärkoalition werden immer wieder Angriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser vorgeworfen.
    Viele Tote nach Untergang von Flüchtlingsboot:
    Die Zahl der Toten nach dem Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der ägyptischen Küste ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf mindestens 42 gestiegen. 150 Flüchtlinge seien nach dem Bootsunglück nahe der Hafenstadt Rosetta gerettet worden. Über die Zahl der Passagiere auf dem Boot gab es widersprüchliche Angaben. Es könnten bis zu 600 gewesen sein. Die Opfer kamen dem Gesundheitsministerium zufolge aus Ägypten, dem Sudan und anderen afrikanischen Ländern. Die Internationale Organisation für Migration teilte mit, dass in diesem Jahr bereits mehr als 3000 Menschen auf der sogenannten mittleren und östlichen Mittelmeerroute gestorben seien.
    Doch wieder Hilfslieferungen für Syrien:'
    Nach dem tödlichen Angriff auf einen Hilfskonvoi in Syrien wollen die Vereinten Nationen (UN) ihre Hilfslieferungen rasch wieder aufnehmen. Nach Aussage eines Sprechers von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon laufen die Vorbereitungen für Konvois bereits. Die UN warteten auf Freigaben, damit die LKW bewegt werden können. Die UN hatten nach der Attacke vom Montagabend, bei der 18 von 31 Lastwagen mit Hilfsgütern zerstört und zahlreiche Zivilisten getötet wurden, ihre Transporte vorerst eingestellt. Die USA und Russland weisen sich unterdessen weiter gegenseitig die Verantwortung für den Luftschlag zu. Das russische Verteidigungsministerium behauptet, zum Zeitpunkt des Angriffs sei eine US-Kampfdrohne in der Nähe gewesen. Das dementierten die USA.
    Neues Abkommen bringt Bewegung in Ukraine-Konflikt:
    Knapp eine Woche nach Inkrafttreten einer neuen Waffenruhe im Osten der Ukraine haben sich die Konfliktparteien auf einen ersten Rückzug ihrer Einheiten geeinigt. Wie Martin Sajdik, Chefunterhändler der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), mitteilte, unterzeichneten Vertreter Russlands und der Ukraine das Abkommen. Vertreter der prorussischen Separatisten aus Donezk und Luhansk hätten die Entscheidung gebilligt. Dem Papier zufolge sollen sich in drei Regionen die Einheiten von der Front zurückziehen. Der vereinbarte Schritt muss innerhalb eines Monats umgesetzt werden. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bezeichnete das sogenannte Entflechtungsabkommen als ein "neues Instrument" zur Beruhigung der Lage.
    Landesweiter Streik der Seeleute in Griechenland hat begonnen:
    In Griechenland hat am Morgen ein landesweiter Streik der Seeleute begonnen. Für zwei Tage sollen alle Fähren in den Häfen bleiben. Nach Angaben der Gewerkschaft PNO soll mit dem Ausstand unter anderem gegen Rentenkürzungen und die in ihrer Branche weit verbreitete Schwarzarbeit protestiert werden. Als Folge des Streiks sind zahlreiche griechische Inseln von der Außenwelt abgeschnitten, sofern sie nicht über einen Flughafen verfügen.
    Pariser Klimavertrag kurz vor Durchbruch:
    Am Rande der UN-Generaldebatte in New York sind weitere 31 Staaten dem Klimaabkommen von Paris beigetreten. Damit steht das Abkommen kurz vor seinem Inkrafttreten. Dafür müssen es mindestens 55 Staaten ratifiziert haben, die für 55 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Die 60 bislang beigetretenen Staaten decken nach UN-Angaben nur 48 Prozent der Emissionen ab. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, eine Vielzahl von Staats- und Regierungschefs habe ihn aber darüber informiert, dass sie das Abkommen bis zum Jahresende ratifizieren. Auch Deutschland steht kurz vor diesem Schritt. Der Bundestag stimmt am heutigen Donnerstag abschließend über den Gesetzentwurf zum Pariser Klimaabkommen ab. Am Freitag wird sich dann der Bundesrat zum letzten Mal damit befassen.
    9 min
  • 21.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    USA: Moskau an Konvoi-Angriff in Syrien schuld:
    Die USA haben Russland die eindeutige Verantwortung für den tödlichen Angriff auf einen Hilfskonvoi in Syrien zugewiesen. Für eine derartige Attacke kämen nur zwei Urheber in Frage, die russische oder die syrische Luftwaffe, sagte der Berater des Weißen Hauses, Ben Rhodes, in New York. In jedem Fall sei die russische Regierung für Luftangriffe in dieser Region verantwortlich, erklärte Rhodes. Ein US-Vertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, ergänzte, zum Zeitpunkt des Beschusses hätten sich zwei russische SU-24-Bomber im Luftraum über der Region befunden. Der Attacke auf den Konvoi waren am Montag nahe Aleppo zahlreiche Zivilisten zum Opfer gefallen.
    Obama dankt Merkel für Grenzöffnung:
    Die am Flüchtlingsgipfel in New York teilnehmenden Staaten haben Zusagen zur Aufnahme von mehr als 360.000 Schutzsuchenden gemacht. US-Präsident Barack Obama sagte, gemeinsam wollten die rund 50 Länder ihre Anstrengungen in diesem Jahr verdoppeln. Im Vergleich zu 2015 würden die finanziellen Zuwendungen um umgerechnet vier Milliarden Euro erhöht. Obama dankte zu Beginn des Staatentreffens Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Öffnung der Grenzen. Deutschland habe ebenso wie Kanada sein Äußerstes gegeben, um Flüchtlinge zu unterstützen. Diese könnten ihre jeweiligen Aufnahmeländer bereichern, erklärte der Präsident. Auch die USA seien einst von Flüchtlingen und Migranten aufgebaut worden.
    Fremdenfeindlichkeit im Osten bereitet Bundesregierung große Sorge:
    Die Bundesregierung befürchtet, dass wachsender Fremdenhass den gesellschaftlichen Frieden in Ostdeutschland gefährdet. Bei den Protesten gegen die Aufnahme von Flüchtlingen sei deutlich geworden, dass die Grenzen zwischen bürgerlichen Protesten und rechtsextremistischen Agitationsformen zunehmend verschwömmen, heißt es nach Informationen des "Handelsblatts" im aktuellen Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit. Die Zahl rechtsextremer und fremdenfeindlicher Übergriffe habe stark zugenommen. Die Regierung spricht von "besorgniserregenden Entwicklungen", die das Potenzial hätten, den gesellschaftlichen Frieden in Ostdeutschland zu gefährden".
    Papst: "Es gibt keinen Gott des Krieges":
    Papst Franziskus hat Gewalt im Namen Gottes scharf verurteilt. Es gebe keinen "Gott des Krieges", sagte der Papst bei einem Treffen mit Vertretern der Weltreligionen im italienischen Assisi. Die Welt habe einen "brennenden Durst nach Frieden". Mit scharfen Worten prangerte Franziskus Gleichgültigkeit gegenüber Flüchtlingen an. Diese begegneten zu oft kaltherzigen Menschen, die ihren Hilfeschrei ignorierten, erklärte das geistliche Oberhaupt der katholischen Kirche. - Das Welttreffen für den Frieden wurde 1986 von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen. In diesem Jahr nahmen rund 500 Würdenträger aus Christentum, Islam, Judentum und anderen Religionen teil.
    UN: Schwere Menschenrechtsverstöße in Burundi:
    Ermittler der Vereinten Nationen werfen der Regierung von Burundi schwere Menschenrechtsverletzungen vor. In ihrem Abschlussbericht beschreiben die Experten hunderte Fälle von Erschießungen, willkürlichen Verhaftungen, Folter und sexuellem Missbrauch. Es bestehe die Gefahr eines Völkermordes. Vieles deute darauf hin, dass die Regierung Gewalt als gezieltes Mittel einsetze, erklärten die UN-Vertreter. Demnach wurden 564 Hinrichtungen seit April 2015 dokumentiert. - Burundi steht am Rande eines Bürgerkrieges. Die Kämpfe in dem ostafrikanischen Land waren ausgebrochen, als Präsident Pierre Nkurunziza 2015 bekanntgab, verfassungswidrig für eine weitere Amtszeit zu kandidieren.
    Terroranklage wegen Bomben von New York:
    Die US-Justiz hat den mutmaßlichen Bombenleger von New York wegen terroristischer Straftaten angeklagt. Dem 28-jährigen US-Bürger, der aus Afghanistan stammt, wird der Einsatz einer Massenvernichtungswaffe vorgeworfen. Polizisten hatten den Verdächtigen am Montag in New Jersey festgenommen, nachdem er sich mit ihnen einen Schusswechsel geliefert hatte. Bei dem Bombenanschlag im New Yorker Ausgehviertel Chelsea waren am Samstag 31 Menschen verletzt worden. Wenige Stunden zuvor war im benachbarten New Jersey eine Rohrbombe explodiert. Hierbei entstand lediglich Sachschaden. Beide Taten werden dem Festgenommenen zugeschrieben.
    8 min
  • 20.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Kämpfe in Syrien wieder aufgeflammt:
    Durch eine Serie heftiger Luftangriffe auf Rebellengebiete im Norden Syriens sind laut Aktivisten mindestens 32 Menschen getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von mehr als 40 Bombardements in der Metropole Aleppo und deren Umland. Im nahegelegenen Ort Orem al-Kubra wurden auch Lastwagen mit Hilfsgütern getroffen. Unter den Todesopfern seien mehrere Fahrer und Mitarbeiter des Syrischen Roten Halbmondes, meldete die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien. Die Vereinten Nationen verurteilten die Attacke auf den Konvoi. Zuvor hatte die syrische Armee die Waffenruhe für beendet erklärt, die offiziell seit einer Woche galt, jedoch vielfach gebrochen wurde.
    Brand in Flüchtlings-Hotspot auf Lesbos:
    Vor einem Feuer sind tausende Flüchtlinge aus einem Auffanglager der griechischen Insel Lesbos geflohen. Durch die Flammen wurden Zelte und Container zerstört, Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei geht von gezielter Brandstiftung aus. Zuvor hatte es im sogenannten Hotspot Moria Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern verschiedener Nationalitäten gegeben. Gerüchte über eine drohende Abschiebung von Migranten in die Türkei hätten zur Eskalation beigetragen, berichteten mehrere Medien. - Die griechischen Auffanglager für Flüchtlinge sind stark überfüllt. Insgesamt leben nach Angaben der Behörden mehr als 13.000 Menschen auf den Inseln Lesbos, Kos, Chios, Leros und Samos.
    Müller schlägt UN-Flüchtlingsfonds vor:
    Deutschland fordert bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise mehr internationale Solidarität. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller schlug anlässlich des UN-Flüchtlingsgipfels in New York vor, einen ständigen Fonds einzurichten. Nur so komme man vom "Bettlerstatus" weg, erklärte Müller. Einzahlungen der Mitgliedsstaaten sollten sich nach deren Leistungsfähigkeit richten und nach der Bereitschaft, Menschen in Not aufzunehmen. Um das Überleben der weltweit 65 Millionen Flüchtlinge zu sichern, seien 20 Milliarden Dollar - umgerechnet knapp 18 Milliarden Euro - notwendig. - In der sogenannten New Yorker Erklärung hatten sich die 193 UN-Mitgliedstaaten am Montag verpflichtet, die Lebensbedingungen von Flüchtlingen zu verbessern.
    Bombenleger in New York angeklagt:
    Der nach dem Bombenanschlag in New York festgenommene Verdächtige wird des fünffachen Mordversuches beschuldigt. Die Staatsanwaltschaft von Union County erhob Anklage wegen eines Schusswechsels, den sich der 28-Jährige mit Polizisten geliefert hatte, als diese ihn festnehmen wollten. Eine Anklage wegen des Anschlags selbst und weiterer gefundender Sprengsätze steht noch aus. Die Ermittler halten den US-Amerikaner afghanischer Herkunft für den alleinigen Täter. - Bei der Bombenexplosion im New Yorker Stadtteil Chelsea waren am Samstag 29 Menschen verletzt worden. Am gleichen Tag ging in New Jersey eine Rohrbombe hoch. Eine von fünf weiteren Bomben detonierte bei einem Entschärfungsversuch.
    Viele Demonstranten im Kongo getötet:
    Bei Protesten gegen die Regierung der Demokratischen Republik Kongo hat die Polizei nach Oppositionsangaben wesentlich mehr Menschen getötet als von den Behörden zugegeben. Über 50 Demonstranten seien erschossen worden, teilte das Bündnis Rassemblement in Kinshasa mit. Die Regierung hatte zuvor von 17 Toten gesprochen, darunter drei Polizisten. Die Kundgebung richtete sich gegen Präsident Joseph Kabila, dessen Amtszeit im Dezember endet. Nachdem die ursprünglich für November geplante Wahl verschoben wurde, befürchten Kabilas Gegner, dass der Staatschef verfassungswidrig an der Macht festhält. Für diesen Dienstag rief die Opposition zu Massenprotesten auf.
    SPD gibt grünes Licht für CETA:
    Auf einem Parteikonvent in Wolfsburg haben sich nach Angaben von SPD-Chef Sigmar Gabriel mindestens zwei Drittel der Delegierten hinter das Freihandelsabkommen CETA gestellt. Gabriel sprach von einem "richtig guten Tag für die SPD". Der Bundeswirtschaftsminister hatte sich vehement für das auch innerhalb der Partei umstrittene EU-Freihandelsabkommen mit Kanada eingesetzt. Auch Wirtschaftsverbände begrüßten den Beschluss. CETA-Gegner wie etwa die Grünen zeigten sich hingegen enttäuscht. Das Abkommen soll durch den Wegfall von Zöllen und Handelsbeschränkungen das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen. Kritiker befürchten eine Aushöhlung von Sozial- und Umweltstandards.
    8 min
  • 19.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Berliner Wahlsieger SPD braucht zwei Bündnispartner:
    Nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl mit Einbußen für die Regierungsparteien SPD und CDU beraten die Parteigremien an diesem Montag über die Folgen. Zwar kann der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) wohl weiter regieren, er muss als Wahlsieger mit dem schlechtesten SPD-Ergebnis aber zwei Partner suchen, da Zweierbündnisse keine Mehrheit mehr haben. Nun zeichnet sich eine Koalition aus SPD, Linkspartei und Grünen ab - die bundesweit erste unter SPD-Führung. Davon könnte ein Signal für die Bundestagswahl ausgehen. Nach dem vorläufigen Endergebnis erhielt die SPD 21,6 Prozent (2011: 28,3). Die Union kam mit 17,6 Prozent auf Platz zwei (2011: 23,3). Die Linkspartei überflügelte mit 15,6 Prozent knapp die Grünen, die 15,2 Prozent verbuchten. Die AfD erreichte 14,2 Prozent und sitzt nun in 10 von 16 Landesparlamenten. Die FDP kehrt mit 6,7 Prozent ins Parlament zurück, die Piratenpartei fiel mit 1,7 Prozent heraus. Die Beteiligung war mit 66,9 Prozent deutlich höher als 2011, als sie bei 60,2 Prozent lag.
    Putins Partei siegt überlegen bei der Wahl zur Duma:
    Trotz der geringen Wahlbeteiligung hat die Partei Einiges Russland von Staatspräsident Wladimir Putin die Parlamentswahl überlegen gewonnen. Die Partei kam nach Teilergebnissen auf mehr als 53 Prozent. Bei den Wahlen 2011 hatte sie 49 Prozent der Stimmen erhalten. Auf Platz zwei und drei kamen die Kommunistische Partei und die rechtsextreme LDPR von Wladimir Schirinowski mit jeweils rund 14 Prozent der Stimmen. Die Partei Gerechtes Russland erhielt gut 6 Prozent. Die vier Parteien unterstützen die Politik von Präsident Wladimir Putin. Erwartungsgemäß lagen Oppositionsparteien wieder unter der Fünf-Prozent-Hürde. So erreichte die Mitte-Links-Partei Jabloko nur 3,5 Prozent. Die liberale Parnas, deren Gründer der 2015 ermordete Boris Nemzow war, kam auf 1,2 Prozent. Überschattet wurde die Wahl von Manipulationsvorwürfen.
    Weidmann schlägt für EU mehr Verantwortung für Einzelstaaten vor:
    Bundesbankpräsident Jens Weidmann sieht die Zukunft der EU in einer Verlagerung von Verantwortung auf die Einzelstaaten. "Da eine Politische Union nicht mehrheitsfähig ist, muss die Eigenverantwortung der Mitgliedsländer gestärkt werden", sagte Weidmann wörtlich in einem Interview mit vier großen europäischen Zeitungen. Die übliche Reaktion der EU-Institutionen, Krisen mit "mehr Brüssel" und mehr Integration zu beantworten, verfange nicht mehr. Konkret schlug Weidmann eine Insolvenzordnung für Staaten vor und eine unabhängige Behörde, die die Einhaltung der Haushaltsregeln strikter überwache als es die EU-Kommission derzeit tue.
    Paralympics in Rio mit großer Feier beendet:
    Die XV. Sommer-Paralympics in Brasilien sind offiziell beendet. Rio de Janeiro verabschiedete sich im voll besetzten Maracana Stadion mit einer bunten Party bei teils strömendem Regen von der großen Sport-Bühne. Nur kurz hielten Athleten, Verantwortliche und 45.000 Fans bei der Feier inne, als an den am Samstag beim Radrennen tödlich verunglückten Iraner Bahman Golbarnezhad mit einer Schweigeminute gedacht wurde. Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, bewertete die Paralympics als "exzellente Spiele". Deutschland belegte Rang sechs des Medaillenspiegels. Die deutsche Fahne bei der Schlussfeier trug Rollstuhl-Basketballerin Annika Zeyen. Rios Bürgermeister Eduardo Paes übergab die Paralympics-Fahne an Tokios Gouverneurin Yuriko Koike. In Japans Hauptstadt finden 2020 nach den Olympischen Sommerspielen die 16. Paralympics statt.
    Fantasy-Serie "Game of Thrones" wird zum Rekord-Emmy-Gewinner:
    Die Fantasy-Serie "Game of Thrones" räumt erneut reihenweise Preise ab: Bei der Gala zur Verleihung des US-Fernsehpreises Emmy, gewann die TV-Serie in Los Angeles gleich zwölf Auszeichnungen. Mit den Preisen aus früheren Jahren kommt "Game of Thrones" damit auf insgesamt 38 Emmys - mehr als jede andere Fernsehserie in der fast 70-jährigen Emmy-Geschichte. Die Emmy Awards gelten als wichtigster Fernsehpreis der Welt. Erneut bekam "Game of Thrones" den wichtigsten Preis in der Kategorie "beste Drama-Serie". Zudem gab es Preise für das beste Drehbuch, die beste Regie sowie in neun technischen Kategorien.
    9 min
  • 17.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    EU-Staaten einigen sich auf "Agenda von Bratislava":
    Die EU will drei Monate nach dem Brexit-Votum der Briten einen Neustart wagen. Die ohne Großbritannien tagenden Staats- und Regierungschefs einigten sich bei ihrem Gipfel in Bratislava auf einen "Fahrplan" für konkrete Projekte in den kommenden Monaten. Dazu gehören engere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus, ein wirksamerer Grenzschutz und die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen insbesondere für junge Menschen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete das Treffen als möglichen Ausgangspunkt für eine bessere Kooperation in der EU. Der Geist von Bratislava sei ein Geist der Zusammenarbeit gewesen, sagte sie.
    Müller startet Flüchtlingsrückführungs-Programm:
    Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat 25 Millionen Euro im Rahmen eines Rückführungsprogramms für Flüchtlinge freigegeben. Für die erste Phase seien insgesamt 100 Millionen Euro nötig, sagte Müller im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". Ziel sei es, Flüchtlingen auf freiwilliger Basis die Rückkehr in ihre Heimatländer zu ermöglichen. Das Programm richtet sich an Asylsuchende, die in Deutschland keine Aussicht auf Anerkennung haben. Diesen Menschen werde vor ihrer Heimreise eine handwerkliche Grundausbildung als Schlosser, Installateur, Elektriker oder Maurer angeboten, sagte Müller. In fast allen Herkunftsländern stünden Mitarbeiter seines Ministeriums zur Verfügung, um den Rückkehrern zu helfen.
    Mordverdacht gegen Ex-Premier in Burkina Faso:
    In Burkina Faso sitzt der letzte Regierungschef des gestürzten Präsidenten Blaise Compaoré in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft Luc Alphonse Tiao Mord und weitere Gewalttaten vor. Die Taten seien beim Militäreinsatz gegen Demonstranten im Oktober 2014 verübt worden. Bei den schweren Unruhen, die zum Sturz Compaorés führten, waren laut offiziellen Angaben 33 Menschen getötet worden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP unterzeichnete Tiao den Befehl, wonach die Armee die Proteste mit Waffengewalt beenden sollte. Gegen Ex-Präsident Compaoré liegt bereits seit Ende 2015 ein internationaler Haftbefehl vor. Ihm wird vorgeworfen, für die Ermordung seines Vorgängers Thomas Sankara im Zuge eines Putsches 1987 verantwortlich zu sein.
    Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zu Syrien abgesagt:
    Eine für Freitagabend geplante Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Syrien-Konflikt ist kurzfristig abgesagt worden. Das Treffen wurde auf Bitten der USA und Russlands gestrichen, wie Diplomaten in New York mitteilten. Eine Begründung gab es nicht. Die beiden Veto-Mächte hatten über ihre Pläne zur gemeinsamen Bekämpfung von Extremisten im Falle eines Bestands der Waffenruhe informieren wollen. Seit Anfang der Woche gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Am Freitag gab es nach syrischen Armeeangaben "schwere Kämpfe und Raketenfeuer" am Stadtrand von Damaskus.
    Ehemalige IS-Gefangene wird UN-Sonderbotschafterin:
    Die Vereinten Nationen haben die ehemalige IS-Gefangene Nadia Murad zur Sonderbotschafterin für Opfer des Menschenhandels ernannt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete die 23-jährige Jesidin in New York als "kämpferische und rastlose Verfechterin des jesidischen Volkes". Die Irakerin habe in Händen der Terrormiliz unsäglichen Missbrauch und Menschenrechtsverletzungen erlitten und großen Mut dabei bewiesen, nun gegen solche Verbrechen anzukämpfen. In ihrer neuen Rolle soll Murad vor allem auf das Leid der zahllosen Opfer von Menschenhandel aufmerksam machen, darunter besonders Flüchtlinge, Frauen und Mädchen. Die 23-Jährige forderte die Freilassung von schätzungsweise 3200 jesidischen Frauen und Mädchen, die weiter als Sexsklavinnen vom IS festgehalten werden.
    US-Dramatiker Edward Albee 88-jährig gestorben:
    Der US-Dramatiker Edward Albee ist tot. Der 88 Jahre alte Pulitzer-Preisträger sei am Freitag in seinem Haus in Montauk im Bundesstaat New York nach kurzer Krankheit gestorben, erklärte sein persönlicher Assistent. Mit dem Ehedrama "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" feierte Albee 1962 seinen Durchbruch. Das Stück wurde zwei Jahre lang am Broadway in New York aufgeführt, 1966 wurde es mit Elizabeth Taylor und Richard Burton in den Hauptrollen verfilmt.
    Fußball-Bundesliga – Köln nach Sieg gegen Freiburg an Tabellenspitze:
    Der 1. FC Köln hat zum Auftakt des dritten Spieltags der Bundesliga die Tabellenführung übernommen. Das Team sicherte sich im Freitagsspiel durch ein 3:0 gegen Aufsteiger SC Freiburg den zweiten Sieg im dritten Saisonspiel. Mit sieben Punkten überholt der erste Bundesliga-Meister zumindest für eine Nacht Rekordmeister Bayern München und Hertha BSC. Es ist das erste Mal seit 20 Jahren, dass die Kölner wieder an der Tabellenspitze stehen.
    9 min
  • 16.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Gipfel in Bratislava berät über Zukunft der EU :
    Die Staats- und Regierungschefs der EU beraten an diesem Freitag in Bratislava ohne das scheidende Mitglied Großbritannien über ihre künftige Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen die Folgen der britischen Entscheidung zum Austritt aus der Europäischen Union. Hauptziel ist ein Fahrplan für konkrete Projekte, um das Vertrauen der Bürger in die EU zurückzugewinnen. Nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel sollte am Ende des Sondergipfels in der slowakischen Hauptstadt eine "Agenda von Bratislava" stehen. Die Staaten müssten deutlich machen, dass sie gemeinsam auf die Schwächen der EU reagieren und die anstehenden Aufgaben angehen wollten. EU-Ratspräsident Donald Tusk sieht vor allem Handlungsbedarf bei Flüchtlingskrise und Grenzsicherung, Terrorismusabwehr und den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Globalisierung. Deutschland und Frankreich haben im Vorfeld gemeinsame Vorschläge zur Stärkung der europäischen Verteidigung eingebracht.
    Rechte Gruppen mobilisieren nach Bautzen:
    Nach den Krawallen von Bautzen setzt die Polizei auf massive Präsenz. Man werde in den kommenden Tagen mit zusätzlichen Kräften vor Ort sein, erklärte die Bautzener Polizei. Rechte Gruppen haben für Freitag und Sonntag Demonstrationen in der sächsischen Stadt angekündigt. Bereits am Donnerstagabend versammelten sich nach Polizeiangaben etwa 350 Personen auf dem Kornmarkt und in den angrenzenden Straßen. Es handelte sich überwiegend um Einheimische, etliche von ihnen waren augenscheinlich der rechten Szene zuzuordnen. In Bautzen waren am Mittwochabend rund 80 Rechtsradikale und 20 Flüchtlinge auf dem zentralen Kornmarkt aneinandergeraten. - Laut Polizei gab es zwischen beiden Lagern sowohl verbale als auch tätliche Übergriffe. Etwa hundert Polizisten waren im Einsatz, um die Gruppen zu trennen. Die Linken sprachen von einer "Pogromstimmung" in Bautzen.
    Mehr als jeder fünfte Einwohner Deutschlands hat Migrationshintergrund:
    Noch nie haben in Deutschland so viele Menschen mit einem Migrationshintergrund gelebt. Mehr als jeder fünfte Einwohner (21 Prozent) gehörte 2015 zu dieser Gruppe, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt lebten 17,1 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik. Das waren 4,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der größte Teil der Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr nach Deutschland kamen, ist in dieser Erhebung noch nicht erfasst. Für die Statistiker hat ein Mensch einen Migrationshintergrund, "wenn er selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde". Dazu zählen Ausländer, Eingebürgerte und Spätaussiedler und ihre als Deutsche geborenen Nachkommen.
    US-Justiz fordert 14 Milliarden Dollar von Deutscher Bank:
    Die US-Justiz will die Deutsche Bank wegen fauler Hypothekenpapiere auf 14 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) verklagen. Mit dem Geld sollten Ansprüche aus der Zeit der Finanzkrise 2008 beglichen werden, als viele Investoren mit diesen Papieren hohe Verluste machten, heißt es bei der Justiz in New York. Wie viele andere Institute hatte die Deutsche Bank faule Hypotheken in komplexe Wertpapiere gebündelt und diese weltweit weiterverkauft. In der Finanzkrise erwiesen sich die Bonds als wertlos. 14 Milliarden Dollar wäre die höchste Strafsumme, die in den USA je gegen eine ausländische Bank verhängt wurde.
    Clinton steigt wieder in den Wahlkampf ein:
    Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ist nach ihrer Lungenentzündung wieder im Wahlkampf aktiv. Es sei ein Geschenk gewesen, mal eine Auszeit zu haben, sagte Clinton in Greensboro im Bundesstaat North Carolina. Ein wenig Ruhe tue wahrscheinlich gut. Sie habe die Zeit zum Nachdenken genutzt. Clinton sagte in der Rede, Millionen Amerikaner könnten es sich nicht leisten, krankheitsbedingt der Arbeit fernzubleiben. Viele hätten noch immer keine Krankenversicherung, weil dies zu teuer sei. Bei der 68-Jährigen war am Freitag eine Lungenentzündung diagnostiziert worden. Sie musste deswegen am Sonntag eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York vorzeitig verlassen. Der Schwächeanfall entfachte eine Diskussion über den Gesundheitszustand beider Kandidaten für das Amt des US-Präsidenten. Nach Clinton gewährte ihr republikanischer Widersacher Donald Trump Einblicke in seine Gesundheitsakte.
    9 min
  • 15.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    USA und Russland verlängern Waffenruhe in Syrien um 48 Stunden:
    Die USA und Russland haben sich auf eine Verlängerung der Waffenruhe in Syrien verständigt. Die Außenminister John Kerry und Sergej Lawrow sind sich einig, dass die seit Montagabend geltende Feuerpause weitgehend halte und deswegen um 48 Stunden ausgeweitet werden solle. Das teilte das Außenministerium in Washington mit. Sollte die Waffenruhe auch in dieser Zeit befolgt werden, würden die USA und Russland über eine Fortsetzung beraten. Ziel ist eine Feuerpause von sieben Tagen. Danach wollen beide Länder zu gemeinsamen Luftangriffen auf Islamistenmilizen wie den "Islamischen Staat" übergehen. Nach Angaben eines russischen Generals wurde die Waffenruhe seit Montag 60 Mal verletzt, zumeist durch die islamistische Gruppe Ahrar al-Scham. Die Opposition registrierte 28 Verletzungen der Feuerpause durch Kräfte des Regimes. In dem vor fünf Jahren ausgebrochenen Bürgerkrieg unterstützt Russland Präsident Baschar al-Assad, während die USA den moderaten Rebellen helfen.
    Deutsche Botschaft in Türkei erneut geschlossen:
    Die deutschen Vertretungen in der Türkei sind wegen Hinweisen auf geplante Anschläge geschlossen worden. In der Türkei verlautete, es gebe Sicherheitsbedenken. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, in der laufenden Woche, in der das islamische Opferfest gefeiert werde, seien die deutschen Auslandsvertretungen "eingeschränkt erreichbar und für den Publikumsverkehr geschlossen". Das solle noch bis Freitag so bleiben. Zu den wichtigsten Vertretungen in der Türkei gehören die deutsche Botschaft in Ankara und das Generalkonsulat in Istanbul. - Die Türkei wirft dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" eine verzerrte und voreingenommene Darstellung ihres Landes vor. Besonders die Titelseite des Sonderhefts "Brennpunkt Türkei" sei "hochgradig provokativ", erklärte das Außenministerium. Sie zeichne nicht nur ein negatives Bild der Türkei, sondern des gesamten Islam. Das Hamburger Magazin wies die Kritik umgehend zurück.
    Umweltschützer wollen Bayer-Monsanto-Übernahme verhindern:
    Umweltschützer und Hilfsorganisationen befürchten von der angekündigten Monsanto-Übernahme durch Bayer negative Folgen für Natur und Kleinbauern. Deshalb rufen sie die Kartellbehörden auf, solche "Megazusammenschlüsse" zu verhindern. Zudem wollen sie alle juristischen Mittel gegen den Deal ausschöpfen. Die Fusion von Monsanto und Bayer zur globalen Nummer 1 im Saatgut- und Agrarchemie-Geschäft sei eine "schlechte Nachricht" für Bauern weltweit, heißt es in einer Erklärung von Misereor, Fian Deutschland, dem Inkota-Netzwerk und Brot für die Welt. Von Privatisierung und Deregulierung profitierten seit Jahrzehnten nur die großen Akteure des Agrarbusiness. Mit der Fusion rolle nun eine weitere Welle der Machtkonzentration. Bayer will den US-Konzern für 66 Milliarden Dollar kaufen. Die "großen Sechs" - Monsanto, Syngenta, Bayer, DuPont, Dow und BASF - kontrollierten schon heute 75 Prozent des globalen Agrarchemiemarktes und über 60 Prozent des Saatgutmarktes.
    Taifun fegt über südchinesische Küste :
    Mit schweren Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern ist der Taifun "Meranti" am Donnerstag über die südchinesische Küste gefegt. Der stärkste Wirbelsturm seit sechs Jahrzehnten richtete in den südlichen Provinzen schwere Schäden und Überschwemmungen an. Das genaue Ausmaß der Verwüstungen ist noch nicht bekannt. Die Behörden hatten im Vorfeld bereits die höchste Alarmstufe "Rot" ausgerufen. Besonders betroffen waren die Küstenprovinzen Fujian, Guangdong und Zhejiang. Mindestens 175 Flüge in der Provinz Fujian fielen aus. Zahlreiche Züge in die süd- und ostchinesischen Metropolen wurden gestrichen.
    Mexiko: Chefermittler im Fall der vermissten Studenten tritt zurück:
    Im Fall der seit rund zwei Jahren vermissten 43 Lehramtsstudenten in Mexiko ist der Chefermittler der Generalstaatsanwaltschaft zurückgetreten. Tomás Zerón, Leiter der Einheit für kriminalistische Ermittlungen, habe seinen Rücktritt eingereicht, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Zu den Gründen für den Rücktritt äußerte sich die Behörde nicht. Die Studenten des linken Lehrerseminars Ayotzinapa waren im September 2014 von Polizisten verschleppt und Zeugenaussagen zufolge einer kriminellen Gruppe übergeben worden. Mitglieder der Bande räumten ein, die jungen Männer getötet und verbrannt zu haben. Die Version wird allerdings aufgrund der mangelhaften Beweislage offiziell bezweifelt.
    10 min

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