Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 07.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Mindestens 300 Todesopfer durch Hurrikan "Matthew" in Haiti:
    Im Karibikstaat Haiti ist die Zahl der Todesopfer durch den Hurrikan "Matthew" weiter angestiegen. Allein in dem am stärksten betroffenen Département Sud kamen nach örtlichen Berichten mindestens 300 Menschen ums Leben. Die Südostküste der USA wappnete sich unterdessen für das Eintreffen des Wirbelsturms. Die Behörden in den Bundesstaaten Florida, Georgia und South Carolina ordneten die Evakuierung küstennaher Regionen an. Drei Millionen Menschen waren aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Präsident Barack Obama verkündete den Ausnahmezustand für die drei Bundesstaaten, was die unmittelbare Freigabe von Bundesmitteln für Notmaßnahmen ermöglicht. "Matthew" ist mit Windgeschwindigkeiten bis zu 230 Kilometer pro Stunde der stärkste Wirbelsturm in der Region seit fast einem Jahrzehnt.
    Technischer Defekt: Flugverbot für Bundeswehr-Tornados:
    Die Tornado-Jets der Bundeswehr in der modernsten Version dürfen wegen eines technischen Defekts vorerst nicht mehr starten. Die Industrie habe einen Mangel an einem Bauteil des Flugzeugs festgestellt, teilte die Bundesluftwaffe mit, ohne Details zu nennen. Um jede Gefährdung für Menschen und Material auszuschließen, sei der Flugbetrieb für die Maschinen in der Version ASST A3 eingestellt worden. Betroffen sind auch die Tornados, die von der türkischen NATO-Luftwaffenbasis Incirlik aus zu Aufklärungsflügen im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" starten. Nach langem Streit mit der türkischen Regierung hatten erst am Mittwoch wieder Bundestagsabgeordnete die deutschen Soldaten auf Incirlik besucht.
    Neue Ermittlungen gegen Brasilien Ex-Präsident Lula:
    Im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal beim staatlichen brasilianischen Ölkonzern Petrobras sind gegen Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva neue Ermittlungen aufgenommen worden. Diesmal geht es um die Mitgliedschaft des 70-jährigen Linkspolitikers in einer kriminellen Vereinigung. Der Oberste Gerichtshof des Landes gab grünes Licht für die Ermittlungen. In den Skandal sind zahlreiche Geschäftsleute und Politiker verwickelt. Von 2004 bis 2014 soll Petrobras zu überteuerten Bedingungen Aufträge an Baukonzerne und andere Firmen vergeben haben. Diese wiederum zahlten Bestechungsgelder an Politiker und Parteien. Allein Lulas Arbeiterpartei soll bis zu 200 Millionen Dollar, das sind umgerechnet 178 Millionen Euro, erhalten haben.
    Friedensnobelpreis wird vergeben:
    In Oslo wird an diesem Freitag der diesjährige Friedensnobelpreisträger verkündet. Nominiert sind 376 Personen und Organisationen, so viele wie noch nie zuvor in der über hundertjährigen Geschichte des prestigeträchtigen Preises. Offiziell bekanntgegeben wurden die Anwärter nicht, einige Namen gelangten jedoch vorab an die Öffentlichkeit. Zu diesen zählen auch griechische Inselbewohner, die sich für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer einsetzen. Als Organisation gehören die Weißhelme dazu, ein Zusammenschluss syrischer Bürger, die nach Bombenangriffen Verletzte aus Trümmern ziehen. Der mit umgerechnet rund 830.000 Euro dotierte Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember in Oslo übergeben.
    Britisches Pfund stürzt in Tokio auf 31-Jahres-Tief:
    Ganz plötzlich ist das britische Pfund im Handel in Japan auf den tiefsten Stand seit 31 Jahren gestürzt. Hatte der Kurs zuvor bei 1,26 Dollar gelegen, sackte er blitzschnell auf 1,18 Dollar ab. Genauso schnell wie sie gefallen war, erholte sich die britische Währung danach wieder. Finanzmarkt-Experten sprechen in solchen Fällen von einem "Flashcrash". Börsianer führten den Kurssturz auf einen automatischen Handel durch Computerprogramme in Kombination mit einem sehr geringen Gesamthandel zurück. Das Pfund steht seit Juni, als die Briten für den Ausstieg aus der EU gestimmt hatten, stark unter Druck.
    8 min
  • 06.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Zehntausende Kolumbianer demonstrieren für Frieden :
    Landesweit haben in Kolumbien zehntausende Menschen für die Umsetzung des Friedensvertrags mit den linksgerichteten FARC-Rebellen demonstriert. Sie riefen Staatschef Juan Manuel Santos und seinen Rivalen, Ex-Präsident Álvaro Uribe auf, sich auf eine gemeinsame Linie zu einigen, um den Vertrag doch noch zu retten. In der Hauptstadt Bogotá zogen mindestens 30.000 Demonstranten mit weißen Hemden und Blumen schweigend zur zentralen Plaza de Bolívar. Uribe ist ein entschiedener Gegner des Abkommens, das Regierung und Rebellen nach vierjährigen Verhandlungen in Havanna geschlossen hatten. Am Sonntag hatte in einem Volksentscheid eine knappe Mehrheit von 50,21 Prozent die Friedensvereinbarung abgelehnt.
    Afghanistan bekommt 15,2 Milliarden Dollar Aufbau-Hilfe:
    Die internationale Gemeinschaft hat dem krisengeschüttelten Afghanistan für die kommenden vier Jahre Finanzhilfen in Höhe von 15,2 Milliarden Dollar (13,6 Milliarden Euro) zugesagt. Das wurde zum Abschluss einer internationalen Geberkonferenz in Brüssel bekanntgegeben. Im Gegenzug werden stärkere Reformanstrengungen verlangt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, man erwarte, dass die Regierung in Kabul bei der Beachtung von Menschenrechten und der Bekämpfung von Korruption ihre Aufgaben erfülle. Er unterstrich auch die Hoffnung, dass Afghanistan in Migrationsfragen kooperieren werde. Auf der Konferenz wies die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini Berichte zurück, die Milliardenhilfe stehe in Verbindung mit einem Abkommen, das die Abschiebung tausender afghanischer Flüchtlinge aus Europa vorsieht. Die EU und ihre Mitgliedstaaten stellen mehr als ein Drittel der Gesamtsumme zur Verfügung.
    Hurrikan Matthew wütet in der Karibik - 14 Tote :
    Mit Windgeschwindigkeiten von 230 Kilometern pro Stunde ist der Wirbelsturm über Haiti, die Dominikanische Republik und Kuba hinweggefegt. Vor allem im Süden Haitis richtete er große Schäden an. Dort kamen mindestens zehn Menschen ums Leben. Häuser stürzten ein, Straßen verwandelten sich in reißende Bäche, Bäume knickten um. Das ärmste Land Amerikas verschob wegen der Katastrophe seine für Sonntag vorgesehene Präsidentenwahl. In der benachbarten Dominikanischen Republik gab es nach ersten Berichten vier Todesopfer. Jetzt wappnen sich Millionen Anwohner im Südosten der USA gegen den Hurrikan. 1,5 Millionen Menschen wurden aufgefordert, die Küstengebiete zu verlassen. Floridas Gouverneur Rick Scott warnte die Bevölkerung: Man müsse sich darauf vorbereiten, direkt von dem Sturm getroffen zu werden.
    Amnesty: Arme Länder tragen Hauptlast der Flüchtlingskrise:
    Zehn vorwiegend arme Länder haben nach einem Bericht von Amnesty International mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge weltweit aufgenommen. Unter diesen Ländern ist kein einziges EU-Mitglied und kein Staat aus der Gruppe der sieben führenden Industrieländer (G-7), wie aus dem Report der Menschenrechtsorganisation hervorgeht. Zuflucht fanden die meisten Menschen demnach im Nahen Osten, Afrika, Asien und der Türkei. Amnesty stützt sich auf UN-Daten und geht von 21 Millionen Flüchtlingen weltweit aus. Binnenflüchtlinge sind nicht berücksichtigt. An der Spitze steht laut dem Bericht Jordanien mit 2,7 Millionen Flüchtlingen, von denen gut zwei Millionen Palästinenser sind und schon seit Jahrzehnten in dem Land leben. Fast genauso viele Menschen, nämlich mehr als zweieinhalb Millionen, nahm die Türkei auf, vor allem aus Syrien. An dritter Stelle steht Pakistan (1,6 Millionen). Es folgen der Libanon, Iran, Äthiopien, Kenia, Uganda, die Demokratische Republik Kongo und der Tschad.
    Portugiese Guterres als neuer UN-Generalsekretär nominiert:
    Der frühere portugiesische Regierungschef António Guterres soll neuer UN-Generalsekretär werden. Der UN-Sicherheitsrat sprach sich in einer geheimen Probeabstimmung mit 13 von 15 möglichen Stimmen für den 67-Jährigen aus. Die Vertreter zweier Mitgliedstaaten enthielten sich. Die UN-Vollversammlung muss die Empfehlung des Sicherheitsrates noch formal bestätigen - und zwar einstimmig. Die Abstimmung ist für den heutigen Donnerstag angesetzt. Guterres war von 2005 bis 2015 Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. - Der bisherige Generalsekretär der Weltorganisation, der Südkoreaner Ban Ki Moon, scheidet Ende Dezember nach zehn Jahren aus dem Amt. :
    8 min
  • 05.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.US-Vizepräsidentschaftkandidaten liefern sich hartes Duell:
    Im US-Wahlkampf haben sich die beiden Vizepräsidentschaftskandidaten Tim Kaine und Mike Pence ihren ersten direkten Schlagabtausch geliefert. Die Politiker gerieten am Dienstagabend in Farmville in ihrer einzigen TV-Debatte heftig aneinander. Beide erhoben den Vorwurf, dass das gegnerische Lager eine auf "Beleidigungen" basierende Kampagne betreibe. Pence und Kaine gelten als erfahrene Politiker, nicht aber als schillernde Persönlichkeiten. Pence saß lange Jahre im Repräsentantenhaus, bevor er Gouverneur von Indiana wurde. Kaine vertritt Virginia im Senat, zuvor war er Gouverneur des Bundesstaates. Während Kaine und Pence sich nur dieses eine TV-Duell lieferten, werden Clinton und Trump noch zweimal gegeneinander antreten. Ihr nächstes Duell steht in der Nacht zum Montag an.
    EU veröffentlicht unter Verschluss gehaltene Abschiebevereinbarung:
    Die Europäische Union hat die bislang unter Verschluss gehaltene Abschiebevereinbarung mit der afghanischen Regierung veröffentlicht. Aus dem online gestellten Dokument geht hervor, dass es die EU-Staaten künftig deutlich einfacher haben werden, abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan in ihre Heimat zurückzuschicken. Die Regierung in Kabul sagt dafür unter anderem die schnelle Ausstellung von Reisedokumenten zu. Am Flughafen in Kabul soll zudem sogar der Bau eines speziellen Terminals für Abschiebeflüge geprüft werden. Die EU verpflichtet sich im Gegenzug, sämtliche Reisekosten zu tragen und Re-Integrationsprogramme zu finanzieren.
    Westliche Staaten besprechen in Berlin Vorgehen in der Syrien-Krise:
    Die USA wollen sich auch nach dem Abbruch direkter Syrien-Gespräche mit Russland weiter mit Partnern um eine Lösung für das Bürgerkriegsland bemühen. Bereits am Mittwoch würden die USA an einem Treffen von Vertretern der Außenministerien Italiens, Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands zu Syrien in Berlin teilnehmen, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, in Washington. Dies sei eine Chance, mit einigen der engsten Partner zusammenzukommen und über die nächsten Schritte zu sprechen. Am Montag hatten die USA die Gespräche mit Russland über die Umsetzung einer Feuerpause mit dem Vorwurf abgebrochen, Russland halte sich nicht an seine Zusagen. Russland wies dies zurück. Vor rund zwei Wochen war eine Waffenruhe in Syrien gescheitert.
    Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong in Thailand festgenommen:
    Der Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong ist in Thailand festgenommen worden. Seine Partei Demosisto teilte auf Facebook mit, dass sie keinen Kontakt zu Wong aufnehmen konnte, seit er am Dienstagabend auf dem Suvarnabhumi-Flughafen in Bangkok angekommen sei. Ein thailändischer Studentenführer, der Wong hätte treffen sollen, hatte mitgeteilt, dass Wong festgenommen worden sei, nachdem thailändische Behörden eine Anfrage von der chinesischen Regierung über Wongs Besuch erhalten hatten. Belege für eine solche Anfrage gab es nicht. Wong, der kommende Woche 20 wird, war das Gesicht der Massenproteste, die vor zwei Jahren die chinesische Regierung herausgefordert hatten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte die sofortige Freilassung Wongs.
    Russische Menschenrechtsorganisation Memorial als "Agent" eingestuft:
    Russlands wichtigste Menschenrechtsorganisation Memorial International ist von der Justiz des Landes in die Liste "ausländischer Agenten" aufgenommen worden. Eine Kontrolle habe ergeben, dass Memorial Geld aus dem Ausland erhalte und sich politisch betätige, teilte das Justizministerium in Moskau mit. Die Organisation kündigte an, den Schritt gerichtlich anzufechten. Ein international kritisiertes Gesetz verpflichtet seit 2012 Nichtregierungsorganisationen (NGOs), sich als "ausländische Agenten" zu kennzeichnen, wenn sie Geld aus dem Ausland erhalten. Viele werten dies als Stigma, das ihre Arbeit behindert.
    Yahoo soll alle Kunden-E-Mails für US-Behörden durchsucht haben:
    Yahoo hat Insidern zufolge auf Anweisung der US-Behörden die eingehenden E-Mails aller Kunden durchsucht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Demnach habe der Internet-Konzern damit im vergangenen Jahr einer geheimen Anordnung der US-Regierung Folge geleistet. Yahoo habe ein spezielles Programm geschrieben, um die einlaufenden Mails von mehreren Hundert Millionen Kunden nach einer bestimmten Zeichenkette zu durchforsten. Unklar blieb, welche Daten Yahoo an die US-Behörden übergab oder ob auch andere Internet-Konzerne beteiligt waren. Yahoo dementierte die Vorwürfe nicht. Der Konzern teilte lediglich mit, er sei ein gesetzestreues Unternehmen und halte sich an die Gesetze der Vereinigten Staaten.
    9 min
  • 04.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.USA brechen Gespräche mit Russland über Syrien ab:
    Die USA haben den Dialog mit Russland über eine Waffenruhe in Syrien abgebrochen. Man habe alles dafür getan, gemeinsam mit Moskau die Gewalt in dem Bürgerkriegsland zu beenden, erklärte Außenamtssprecher John Kirby. Russland sei aber seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest, sagte, es gebe nichts mehr, "worüber die USA und Russland noch sprechen können". Moskau gab dagegen den USA die Schuld am Scheitern der Verhandlungen. Washington habe das Abkommen vom September über eine Waffenruhe nicht erfüllt, erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. Die Waffenruhe war im September nach wenigen Tagen gescheitert. Die nordsyrische Stadt Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Bombardierungen des Regimes und der russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011.
    Afghanistans Streitkräfte gehen gegen Taliban in Kundus vor:
    Mit Unterstützung der USA haben die afghanischen Sicherheitskräfte einen Großeinsatz in Kundus gestartet, um die Taliban-Kämpfer wieder aus der Stadt zu vertreiben. Auch Flugzeuge kamen nach Polizeiangaben zum Einsatz. Dabei seien bislang 25 Islamisten getötet worden, sagte der Polizeichef von Kundus. Auch drei Mitglieder der Sicherheitskräfte kamen bei dem Einsatz ums Leben. Immer noch verharrten jedoch Taliban-Kämpfer in der Stadt. Die Islamisten hatten am Montag die Stadt im Norden des Landes angegriffen und waren tief in ihr Zentrum vorgedrungen.
    Steinmeier: Flüchtlingskrise gemeinsam lösen:
    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein slowakischer Amtskollege Miroslav Lajcak haben nach dem gescheiterten Anti-Asyl-Referendum in Ungarn zu einer "gemeinsamen europäischen Lösung" der Flüchtlingsfrage aufgerufen. Das Problem könne nicht von einem Land allein gelöst werden, sondern nur gemeinsam, sagte Steinmeier. Unterdessen drückt die EU bei der Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan auf's Tempo. Beide Seiten schlossen eine politische Vereinbarung, die weitere Schritte im Bereich "irregulärer Einwanderung" festlegt, wie eine Kommissionssprecherin sagte. Berichte, wonach bis zu 80.000 Afghanen zurückgebracht werden sollen, kommentierte die Kommission nicht. Der Flüchtlingsstrom nach Europa reißt derweil nicht ab: Vor der libyschen Küste wurden allein am Montag mehr als 6000 Bootsflüchtlinge aufgegriffen. Neun Leichen seien aus dem Meer geborgen worden, teilte die italienische Küstenwache mit.
    Bundestagsabgeordnete besuchen Incirlik:
    Sieben Abgeordnete aus allen Bundestagsfraktionen brechen an diesem Dienstag zu einer dreitägigen Reise in die Türkei auf, bei der sie deutsche Soldaten auf der Luftwaffenbasis Incirlik besuchen werden. Die türkische Regierung hatte einen solchen Besuch wegen der Armenien-Resolution des Bundestags monatelang untersagt. Der Delegation gehören sieben Mitglieder des Verteidigungsausschusses an. Auf der Basis Incirlik sind rund 250 deutsche Soldaten stationiert, die mit "Tornado"-Aufklärungsflugzeugen und einem Tankflugzeug die Bombardements von Stellungen der Terrororganisation "Islamischer Staat" in Syrien und im Irak unterstützen. Im Juni hatte das Parlament in Berlin die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren als Völkermord verurteilt. Die Türkei als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs wehrt sich massiv gegen diese Einstufung.
    385 Millionen Kinder leben weltweit in extremer Armut:
    Weltweit leben 385 Millionen Kinder in extremer Armut. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des UN-Kinderhilfswerks UNICEF und der Weltbank. Besonders viele dieser Kinder lebten in Afrika südlich der Sahara sowie im südlichen Asien, heißt es in dem in New York vorgestellten Bericht. Demzufolge lebten im Jahr 2013 fast zwanzig Prozent der Kinder in Entwicklungsländern in Haushalten, die pro Tag maximal einen Euro siebzig zur Verfügung hatten. In dem Bericht heißt es weiter, dass Kinder besonders unter der Armut litten, weil sich die Entbehrungen auf die körperliche und geistige Entwicklung auswirkten. UNICEF und Weltbank forderten die internationale Gemeinschaft auf, mehr in die Versorgung von Kindern zu investieren. Dazu gehörten auch Hilfen für Schwangere sowie frühkindliche Entwicklungsprogramme, Kindergärten und Schulen. Außerdem müsse für sauberes Wasser gesorgt werden, für bessere Sanitäreinrichtungen und eine allgemeine Gesundheitsversorgung.
    9 min
  • 03.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Kolumbianer sagen Nein zum Friedensabkommen mit FARC-Guerilla:
    Überraschend haben die Kolumbianer den Friedensvertrag zwischen der Regierung und der linken Guerillaorganisation FARC abgelehnt, wenn auch äußerst knapp. Das lateinamerikanische Land wird damit in neue Unsicherheiten gestürzt. 50,23 Prozent votierten am Sonntag gegen das Abkommen, wie die Wahlbehörde in Bogota mitteilte. 49,76 Prozent stimmten für den Vertrag. Alle Umfragen waren zuvor von einer Bestätigung des Abkommens ausgegangen. Wie es mit dem kolumbianischen Friedensprozess nun weitergeht, ist völlig unklar. Regierung und FARC hatten den Vertrag nach knapp vierjährigen Verhandlungen am vergangenen Montag unterzeichnet, der den ältesten bewaffneten Konflikt Lateinamerikas mit mehr als 220.000 Toten beilegen sollte. Nach dem negativen Votum kann das Abkommen nun zunächst nicht umgesetzt werden. Die Ablehnung ist auch ein harter Rückschlag für Staatschef Juan Manuel Santos.
    Taliban starten Angriff auf Kundus:
    Ein Jahr nach ihrer Blitzoffensive gegen Kundus haben radikalislamische Taliban-Kämpfer die nordafghanische Provinzhauptstadt abermals angegriffen. Augenzeugen berichten von heftigen Gefechten mit Regierungstruppen. Demnach fielen die militanten Extremisten über die südlichen und östlichen Eingänge in der Stadt ein. Die Taliban hatten Kundus Ende September 2015 in kurzer Zeit besetzt. Die afghanischen Streitkräfte konnten die Stadt erst nach zwei Wochen mit internationaler Unterstützung zurückerobern. In Kundus war bis Ende 2013 auch die Bundeswehr stationiert. Seit März berät wieder eine kleine Gruppe deutscher Soldaten die afghanische Armee, um einen Fall der Stadt und der gleichnamigen Provinz zu verhindern.
    Orban mit Referendum zu EU-Flüchtlingsquoten gescheitert:
    Die ungarische Wahlbehörde hat das umstrittene Referendum über die EU-Flüchtlingsquoten offiziell als ungültig eingestuft. Nur knapp 40 Prozent der Wahlberechtigten haben demnach einen gültigen Wahlzettel abgegeben. Für einen Erfolg wären mehr als 50 Prozent notwendig gewesen. 98,3 Prozent oder umgerechnet 3,2 Millionen Wähler stimmten gegen die EU-Quoten, mit denen Asylbewerber gleichmäßiger auf die Mitgliedstaaten verteilt werden sollen. Der rechtsnationale Ministerpräsident Viktor Orban präsentierte sich vor Anhängern seiner Regierungspartei FIDESZ in Siegerpose. Ohne auf das Scheitern des Referendums einzugehen, sprach er in Budapest von einem klaren Votum gegen die EU-Politik.
    Gabriel kritisiert die Deutsche Bank:
    Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat die angeschlagene Deutsche Bank heftig kritisiert. Die Bank, die das Spekulantentum zum Geschäftsmodell gemacht habe, erkläre sich jetzt zum Opfer von Spekulanten, sagte Gabriel bei einem Besuch im Iran. Er mache sich Sorgen um die Mitarbeiter der Bank. Gabriel reagierte auf Äußerungen von Deutsche-Bank-Chef John Cryan. Dieser hatte Spekulanten für den Absturz des Börsenkurses verantwortlich gemacht, die das Vertrauen in das Institut schwächen wollten. Auslöser für die große Nervosität der vergangenen Tage ist die Drohung der US-Justiz, der Bank für Vergehen mit Hypothekenpapieren eine Strafe von 14 Milliarden US-Dollar aufzubrummen. Am Freitag war der Aktienkurs des Unternehmens erstmals unter die Marke von zehn Euro gesunken.
    De Maizière sieht bei Flüchtlingspakt Griechen in der Pflicht:
    Bundesinnenminister Thomas de Maizière sieht bei der Umsetzung des Flüchtlingsabkommens zwischen EU und Türkei derzeit vor allem Athen in der Verantwortung. Wenn Griechenland mehr Flüchtlinge zurückführe, könnten auch mehr Schutzbedürftige von der Türkei nach Deutschland geholt werden, sagte der CDU-Politiker im Ersten Deutschen Fernsehen. Die Sorge, dass das Abkommen kollabiere, liege auch nicht an fehlenden Beamten aus Europa. De Maizière verwies darauf, dass die EU mehr Beamte anbiete, als Griechenland abgefordert habe. Das im März geschlossene Abkommen sieht vor, dass alle illegal in Griechenland Eingereisten in die Türkei abgeschoben werden. Für jeden Syrer, den die Türkei zurücknimmt, kann sie einen anderen Syrer legal in die EU schicken.
    EU: Hilfskonvoi für Bürgerkriegsstadt Aleppo steht bereit:
    Angesichts der katastrophalen Lage in der umkämpften syrischen Stadt Aleppo bringt die EU eine Nothilfe-Initiative auf den Weg. Es gehe darum, Hilfsorganisationen den Einsatz zu ermöglichen und Zivilisten zu schützen, teilten die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides, in Brüssel mit. Die Vereinten Nationen seien ebenfalls mit im Boot. Aleppo hat in den vergangenen Tagen die heftigsten Kämpfe und Luftangriffe seit Beginn des Krieges vor fünf Jahren erlebt. Ein Hilfskonvoi steht nach EU-Angaben im Westen Aleppos bereit, um medizinische Güter, Wasser und Lebensmittel in den Ostteil der Stadt zu liefern. Der Konvoi könne bis zu 130.000 Menschen versorgen. Gleichzeitig sollen Kranke und Verletzte herausgebracht werden.
    9 min
  • 01.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Merkel: Kein Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einen Kurswechsel in ihrer Flüchtlingspolitik nach dem Sommer 2015 bestritten. Sie habe ihre Politik nicht geändert, sondern Politik gemacht, sagte sie der "Sächsischen Zeitung" aus Dresden. Weder gebe es die Notwendigkeit eines Kurswechsels, noch habe sie einen solchen vollzogen. Sie sehe stattdessen eine "in sich schlüssige Arbeit seit vielen, vielen Monaten", sagte die CDU-Vorsitzende. Es sei ihr immer darum gegangen, den EU-Außengrenzschutz zu verbessern, die Fluchtursachen zu bekämpfen und so zu erreichen, dass sich die Zahl der Flüchtlinge verringere. Sie wolle ihre Flüchtlingspolitik künftig besser erklären. Zudem räumte sie Versäumnisse und einen zeitweiligen Kontrollverlust in der Flüchtlingskrise ein. Besonders die CSU dringt aber auf einen Kurswechsel und fordert eine Obergrenze für die Aufnahme von Schutzsuchenden.:
    Bundesagentur für Arbeit rechnet nicht mit Anstieg der Arbeitslosigkeit durch Flüchtlinge:
    Trotz des Flüchtlingszustroms wird nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit die Erwerbslosigkeit im kommenden Jahr nicht steigen. Dies sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise der "Passauer Neuen Presse". Seine Behörde werde helfen, wo sie es könne. Es gehe darum, die Menschen so zu befähigen, dass sie auf dem Arbeitsmarkt bestehen, fügte er hinzu. Das Wichtigste seien die Sprach- und die Integrationskurse, die aktuell von rund 200.000 Flüchtlingen besucht würden.
    UN leiten Ermittlungen zu Luftangriff auf Hilfskonvoi in Syrien ein:
    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will mit Hilfe einer Sonderkommission den tödlichen Luftangriff auf einen Hilfskonvoi im Norden Syriens aufklären. Das interne UN-Gremium solle die "Fakten zu dem Vorfall" klären und an Ban Bericht erstatten, dieser werde anschließend "über weitere Schritte" entscheiden, hieß es in New York. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen könnte es sich bei dem Angriff am 19. September auf den Hilfskonvoi westlich von Aleppo um ein Kriegsverbrechen handeln. Die USA machten die russische Luftwaffe für den Angriff in Urum al-Kubra verantwortlich, bei dem 21 Menschen getötet und 18 Lastwagen mit Hilfslieferungen zerstört worden waren. Moskau wies die Vorwürfe zurück und kündigte eine eigene Untersuchung an. :
    Keine Annäherung bei Syrien-Gesprächen :
    Russland und die USA haben sich bei Sondierungen über eine Wiederaufnahme der Waffenruhe für Syrien kaum annähern können. US-Außenminister John Kerry und sein russischer Kollege Sergej Lawrow telefonierten den dritten Tag in Folge und erzielten kaum Fortschritte, wie es aus Washington hieß. Die Gespräche würden fortgesetzt, stünden aber weiter auf der Kippe. Erst am Donnerstag hatte Kerry mit dem Abbruch der diplomatischen Zusammenarbeit in Syrien gedroht. Lawrow sagte, die USA hielten sich nicht an ihr Versprechen, die gemäßigten Rebellen von der extremistischen ehemaligen Al-Nusra-Front zu trennen. US-Außenamtssprecher Mark Toner gab zu, dass sich die US-Regierung irgendwann fragen müsse, ob der Glaube an eine diplomatische Lösung nicht umsonst sei, doch sei man noch nicht ganz an diesem Punkt.:
    VW schließt im Abgasskandal 1,2-Milliarden-Vergleich mit US-Händlern:
    Im Abgasskandal kann der deutsche VW-Konzern seinen Streit mit geschädigten US-Vertragshändlern beilegen, muss aber hohe Entschädigungen zahlen. Die bereits im August im Grundsatz ausgehandelte Einigung über bis zu 1,2 Milliarden Dollar (1,1 Mrd Euro) sei beim Gericht in San Francisco eingereicht worden, teilte die Volkswagen Group of America mit. Der Kompromiss muss noch vom zuständigen Richter Charles Breyer genehmigt werden. Dessen nächste Anhörung steht am 18. Oktober an. Bei zahlreichen weiteren US-Zivilklagen, die von Hunderten geschädigten Dieselbesitzern sowie US-Behörden und Staatsanwälten eingereicht wurden, hatte VW bereits einen Vergleich über bis zu 15,3 Milliarden Dollar ausgehandelt. Auch diese Einigung muss noch vom Gericht abgesegnet werden. Der Wolfsburger Autoproduzent hatte im September 2015 nach Vorwürfen des US-Umweltamts EPA eingeräumt, Hunderttausende Dieselwagen in den USA mit Betrugssoftware zum Austricksen von Abgastests ausgerüstet zu haben. :
    8 min
  • 30.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Die Welt nimmt Abschied von Schimon Peres:
    Die Trauerfeierlichkeiten für die Beerdigung von Israels Altpräsident Schimon Peres haben am Morgen begonnen. Sein Sarg wurde zum Friedhof Herzl-Berg in Jerusalem gebracht, wie das israelische Fernsehen zeigte. Zu den Trauerfeierlichkeiten kamen unter anderem Bundespräsident Joachim Gauck, US-Präsident Barack Obama und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Schimon Peres war am Mittwoch mit 93 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben. Peres gehörte zu den Gründervätern Israels. Im Jahr 1994 erhielt er für seine Bemühungen um das Osloer Friedensabkommen den Friedensnobelpreis. Israels Sicherheitskräfte sprechen im Zuge des Staatsaktes von einer nie dagewesenen Sicherheitsoperation. Rund 8000 Polizisten sollen die Sicherheit der erwarteten 95.000 Trauergäste gewährleisten.
    Obama und Merkel verurteilen "barbarische" Angriffe auf Aleppo:
    US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben die Luftangriffe der syrischen und russischen Armee auf Aleppo aufs schärfste verurteilt. Sie seien sich darüber einig, dass es an Russland und dem syrischen Regime liege, die Kämpfe in dem Bürgerkriegsland zu beenden und UN-Hilfslieferungen den Zugang zu ermöglichen, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Obama und Merkel hatten zuvor miteinander telefoniert. Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Angriffe seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011. In den belagerten Rebellengebieten im Osten Aleppos sind bis zu 300.000 Menschen eingeschlossen. Wegen der anhaltenden Angriffe haben die USA Russland mit einem Abbruch der Gespräche über eine neue Waffenruhe in Syrien gedroht.
    Sicherheitskräfte finden Bomben-Attrappe in Dresden:
    Eine Sprengsatz-Attrappe hat in Dresden für Aufregung gesorgt. An einem Pfeiler der Marienbrücke hatten Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens am Donnerstag eine Plastiktüte gefunden. In ihr befanden sich mehrere Gläser, aus denen Drähte ragten. Die angeforderten Spezialisten des Landeskriminalamtes stellten später fest, dass es sich nur um eine Attrappe handelte. Die Polizei prüft nun, ob es einen Zusammenhang zu den Anschlägen von Montag gibt. Vor einer Moschee und auf der Terrasse des Kongresszentrums, wo der Tag der Deutschen Einheit ausgerichtet wird, waren zwei Sprengsätze explodiert - verletzt wurde niemand. Das Einheitsfest am 3. Oktober findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, 2600 Beamte sind im Einsatz.
    Deutsche Bank: "Stehen besser dar als von außen wahrgenommen":
    Nach Medienberichten über zunehmende wirtschaftliche Schwierigkeiten hat die Deutsche Bank ihre stabilen Finanzen betont. Es gebe derzeit keine auffälligen Abflüsse von Kundengeldern, sagte der Chef der Vermögensverwaltung, Fabrizio Campelli, der "Süddeutschen Zeitung". Einige der Kunden würden natürlich fragen, was gerade mit der Deutschen Bank los sei, so Campelli. "Wir erklären ihnen dann, dass wir besser dastehen als es von außen wahrgenommen wird", sagte er. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, dass sich einige Fonds langsam zurückzögen und einige ihrer gelisteten Derivate anderen Firmen übertragen hätten. In den USA gehandelte Titel der Deutschen Bank brachen daraufhin um mehr als sieben Prozent ein, so viele Aktien wie nie zuvor wechselten den Besitzer.
    Zwei Tote bei Großbrand in Bochumer Krankenhaus:
    Ein Großbrand in einem Bochumer Krankenhaus hat in der Nacht mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Nach bisherigem Stand seien weitere 15 Menschen verletzt, sechs von ihnen schwebten in Lebensgefahr, teilten die zuständigen Stellen mit. Mehr als 200 Feuerwehrleute waren am frühen Morgen im Einsatz. Weitere Unterstützung aus dem gesamten Ruhrgebiet war angefordert. Mindestens eines der oberen Stockwerke des Universitätsklinikums Bergmannsheil brannte völlig aus. Augenzeugen berichteten von einem komplett zerstörten Dach. Wegen der enormen Hitze des Feuers seien Fenster und Möbel geschmolzen. Die Brandursache war zunächst unklar. Das Feuer war gegen 2.35 Uhr in einem Patientenzimmer ausgebrochen und breitete sich von dort aus auf die gesamte Station aus. Das Universitätsklinikum Bergmannsheil mit rund 650 Betten ist eines der größten Krankenhäuser des Ruhrgebiets.
    8 min
  • 29.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als Audio-Datei.Amnesty International: Sudan setzt Chemiewaffen ein:
    Amnesty International wirft der Regierung des Sudan vor, Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen. Aus einem Bericht der Menschenrechtsorganisation geht hervor, dass das Giftgas in den vergangenen acht Monaten in der Konfliktregion Darfur verwendet wurde. Demnach sind bei mindestens 30 Luftschlägen mit chemischen Waffen mehr als 200 Zivilisten gestorben, darunter viele Kleinkinder. Wie Jonathan Loeb von Amnesty International der Deutschen Welle sagte, hätten zwei unabhängige Chemiewaffenexperten in den USA Fotos und Aussagen von Überlebenden untersucht. Ohne Zugang zu dem Gebiet im Sudan und die Möglichkeit Proben zu nehmen, sei eine endgültige Aussage aber nicht möglich.
    Türkischer Sicherheitsrat will Ausnahmezustand verlängern:
    In der Türkei soll der Ausnahmezustand nach dem Putschversuch über Oktober hinaus verlängert werden. Nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates unter Vorsitz von Staatschef Recep Tayyip Erdogan empfahl das Gremium den Schritt. Dies solle zum wirksamen Schutz "der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit und der Rechte und Freiheiten" der Bürger geschehen. Die tatsächliche Verlängerung dürfte damit nur noch eine Formsache sein. Zur Dauer machte der Ausschuss keine Angaben. Am 20. Juli hatte Erdogan den Ausnahmezustand für zunächst drei Monate verhängt. In dieser Zeit kann er als Staatspräsident per Notstandsdekret regieren. Damit schuf Erdogan die Voraussetzungen für Massenverhaftungen. Weite Teile der Opposition haben diese Maßnahmen kritisiert. Das Parlament hat unter dem Ausnahmezustand nur noch wenig Mitspracherecht.
    USA entsenden weitere Soldaten in den Irak:
    Der Irak erhält vor der geplanten Rückeroberung der Stadt Mossul zusätzliche Militärhilfe aus den USA. Nach Angaben von US-Verteidigungsminister Ashton Carter wollen die Vereinigten Staaten rund 600 weitere Soldaten schicken. Sie sollen irakische Soldaten und Kräfte der kurdischen Peschmerga ausbilden und beraten. Es geht demnach auch um logistische Unterstützung. Präsident Barack Obama hatte die Aufstockung genehmigt. Er kam damit einer Bitte des irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi nach. Derzeit befinden sich knapp 4600 US-Soldaten im Irak. Die Millionenstadt Mossul wird seit Juni 2014 von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gehalten und ist deren wichtigste Hochburg in dem Land. Die Vorbereitungen zur Rückeroberung laufen seit Monaten. Mossul ist vor allem wegen der Erdölproduktion in der Region von strategischer Bedeutung.
    US-Kongress kassiert Obamas 9/11-Veto:
    US-Präsident Barack Obama hat kurz vor Ende seiner Amtszeit eine innenpolitische Niederlage erlitten. Der US-Kongress hebelte das Veto Obamas gegen das sogenannte 9/11-Gesetz aus. Sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus stimmte die große Mehrheit dafür, das Veto zu annullieren. Das Gesetz ermöglicht es Hinterbliebenen der Terroranschläge vom 11. September 2001, das Land Saudi-Arabien wegen staatlicher Unterstützung von Terrorismus auf Entschädigung zu verklagen. Obama betrachtet das Gesetz als "schädlich für die nationalen Interessen der USA". Die aktuelle Entscheidung des US-Kongresses nannte er einen "Fehler". Obama hat im Laufe seiner fast achtjährigen Amtszeit insgesamt zwölf Mal von seinem Recht Gebrauch gemacht, ein Veto gegen Gesetzesvorhaben einzulegen. Bislang war noch keines dieser Vetos vom Kongress überstimmt worden.
    Opec ringt sich zu Förderkürzung durch - Der Ölpreis steigt:
    Unter dem Druck des Ölpreisverfalls haben sich die Opec-Staaten zum ersten Mal seit acht Jahren auf eine Drosselung ihrer Fördermengen verständigt. Die Energieminister einigten sich bei einem Treffen in Algier darauf, das tägliche Produktionsvolumen auf maximal 33 Millionen Barrel (je 159 Liter) zu beschränken. Die Entscheidung bedeutet eine Absenkung der Produktion um fast 750.000 Barrel täglich gegenüber August dieses Jahres. Zudem beschloss die Organisation Erdöl exportierender Länder, ein Gremium einzusetzen, das bis zur nächsten Opec-Sitzung im November die Förderquoten für jeden Mitgliedsstaat bestimmen soll. Die für die Märkte überraschende Einigung geht offenbar auf eine Annäherung des Iran und seines Erzrivalen Saudi-Arabien zurück. Die Ölpreise zogen inzwischen deutlich an.
    Gladbach und Bayern verlieren in Champions League:
    In der Fußball Champions League haben Borussia Mönchengladbach und der FC Bayern München ihr zweites Gruppenspiel verloren. Die Bayern unterlagen beim Vorjahresfinalisten Atlético Madrid mit 0:1. Die Borussen hatten beim 1:2 gegen den spanischen Meister FC Barcelona das Nachsehen. Damit haben die Gladbacher kaum noch eine Chance auf das Weiterkommen in der Fußball-Königsklasse.
    9 min
  • 28.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Israels früherer Präsident Peres gestorben:
    Der frühere israelische Präsident Schimon Peres ist tot. Er starb im Alter von 93 Jahren, zwei Wochen, nachdem er einen Schlaganfall erlitten hatte. Der Politiker der Arbeitspartei war von 2007 bis 2014 Staatspräsident. Der zweimalige Regierungschef gehört zur Generation der Gründerväter des Staates Israel. 1994 erhielt er als Außenminister den Friedensnobelpreis - gemeinsam mit dem ehemaligen israelischen Regierungschef Jizchak Rabin und Palästinenserführer Jassir Arafat. Sie wurden damit für die Unterzeichnung der Friedensverträge zwischen Israel und den Palästinensern ausgezeichnet. Eine umfassende Friedensregelung und die Einrichtung eines unabhängigen Palästinenserstaates stehen aber bis heute aus.
    International große Betroffenheit und Trauer über den Tod von Peres:
    Der Tod von Schimon Peres hat international große Betroffenheit und Trauer ausgelöst. US-Präsident Barack Obama bezeichnete den früheren israelischen Staatschef als "Genie mit einem großen Herzen". Peres' "unerschütterliches moralisches Fundament" und sein "unermüdlicher Optimismus" seien die Grundlage für sein Engagement für Israels Sicherheit und Frieden gewesen, sagte Obama in Washington. Bundespräsident Joachim Gauck würdigte den "starken Willen" Peres', den Friedensprozess mit den Palästinensern voranzubringen. Zudem habe er Deutschland die Hand gereicht - "trotz der Gräueltaten, die Deutsche an seiner Familie und seinem Volk während des Holocausts verübten". Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier betonte, die Bundesrepublik habe mit Peres "einen hoch geschätzten Freund und Partner verloren". - Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, würdigte Peres als "Mr. Israel". Er sei ein kluger Staatsmann, ein großer Intellektueller und Stratege, ein bewährter Diplomat und ein Friedensstifter gewesen.
    Amnesty International prangert Folter in Thailand an:
    Amnesty International hat systematische Folter in Thailand angeprangert. Soldaten und Polizisten misshandelten Inhaftierte unter anderem mit Schlägen, Elektroschocks und Waterboarding, erklärte die Menschenrechtsorganisation in Bangkok. Bei den Opfern handele es sich meist um mutmaßliche muslimische Aufständische und Regimekritiker. Auch Angehörige ethnischer Minderheiten und Migranten seien im Visier der Sicherheitskräfte. Amnesty kritisierte, dass die Behörden zwar behaupteten, hart gegen Folter vorzugehen, die Taten aber das Gegenteil offenbarten. Obwohl das Land die UN-Konvention gegen Folter unterzeichnet und ratifiziert hat, habe das Militär eigenmächtig Gesetze geschaffen, die die Täter davonkommen ließen. Für den Bericht dokumentierten die Menschenrechtler insgesamt 74 Folter-Fälle aus den Jahren 2014 und 2015. - In dem südostasiatischen Land regiert seit 2014 eine Militärjunta.
    Mehr als 300.000 minderjährige Flüchtlinge in Deutschland:
    In Deutschland leben einem Bericht zufolge gegenwärtig mehr als 300.000 Flüchtlinge unter 18 Jahren. Gut ein Drittel sei jünger als sechs Jahre, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Die jungen Flüchtlinge und ihre Familien kommen demnach vor allem aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Nicht gezählt werden in dieser Statistik die unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden. Aktuell werden in der Bundesrepublik rund 64.000 junge Menschen betreut, die ohne Eltern oder andere Sorgeberechtigte gekommen sind.
    Flüchtling bei Polizeieinsatz in Berlin erschossen:
    In Berlin ist ein Flüchtling bei einem Polizeieinsatz in einer Flüchtlingsunterkunft erschossen worden. Nach ersten Polizei-Informationen stürmte ein 29-Jähriger im Stadtteil Moabit mit einem Messer auf einen Mitbewohner zu, der gerade von Polizisten in Handschellen abgeführt wurde. Die Beamten schossen den Angreifer nieder und verletzten ihn so schwer, dass er Stunden später im Krankenhaus verstarb. Der Mann soll in Rage geraten sein, weil der 27-Jährige, den die Polizisten in Gewahrsam genommen hatten, sich an seiner achtjährigen Tochter vergangen haben soll. Das hatten nach Angaben eines Polizeisprechers Zeugen berichtet und wegen dieser Vorwürfe waren die Polizisten in die Unterkunft gerufen worden. Der mutmaßliche Vergewaltiger blieb bei dem Zwischenfall unverletzt.
    England trennt sich nach Skandal von Fußball-Nationaltrainer:
    Nach nur einem Spiel haben sich Englands Fußball-Verband FA und Nationaltrainer Sam Allardyce im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Das gab der Verband nach einem Krisentreffen mit dem 61-Jährigen bekannt. Auslöser war ein Bericht des "Daily Telegraph". Demnach soll Allardyce bei einem Treffen mit verdeckt recherchierenden Reportern Tipps zur Umgehung von Transferregeln gegeben haben. Die Journalisten hatten sich als Geschäftsleute ausgegeben und filmten heimlich mit. Das Verhalten des erst am 22. Juli verpflichteten Allardyce sei einem englischen Nationaltrainer unangemessen, hieß es in einer FA-Erklärung.
    9 min
  • 27.09.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Umfragen sehen Clinton als klare Siegerin des TV-Duells gegen Trump:
    Hillary Clinton hat die erste TV-Debatte der Präsidentschaftskandidaten in den USA gegen ihren Konkurrenten Donald Trump für sich entschieden. Nach einer teils hitzig geführten Debatte wirkte Clinton für die meisten Beobachter abgeklärter und inhaltlich besser vorbereitet. Eine erste Blitzumfrage des Senders CNN sah Clinton mit 62 Prozent vorn, Trump sahen nur 27 Prozent der Befragten als Gewinner. Inhaltlich gerieten beide unter anderem bei Themen wie dem Kampf gegen den internationalen Terror, dem Außenhandel, Steuern, Arbeitsmarkt, Sexismus und Integration der afroamerikanischen Minderheit aneinander. Immer wieder fielen sich die Kandidaten gegenseitig ins Wort. Die Demokratin warf ihrem Widersacher fehlende Faktenkenntnis und Selbstkontrolle vor. Der Republikaner wiederum bezeichnete die Ex-Außenministerin als "typische Politikerin", die für "viel Gerede und wenig Taten" stehe. - Das Fernsehduell gilt als eines der größten politischen TV-Ereignisse der vergangenen Jahre. Umstritten ist, wie groß der Einfluss von TV-Debatten auf den Wahlausgang am 8. November ist.
    Kolumbien: Regierung und FARC besiegeln Friedensabkommen:
    Nach mehr als 50 Jahren ist der bewaffnete Konflikt zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerilla-Organisation FARC offiziell beigelegt. Präsident Juan Manuel Santos und FARC-Kommandeur Rodrigo Londoño alias "Timochenko" unterzeichneten in Cartagena im Beisein von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und zahlreichen Staatschefs aus Lateinamerika den Friedensvertrag. Das Abkommen muss am kommenden Sonntag noch in einer Volksabstimmung gebilligt werden.
    Flüchtlinge in der Türkei erhalten von der EU Geldkarten:
    Die Europäische Union hat ein spezielles Geldkartenprogramm für Flüchtlinge in der Türkei eingerichtet. Diese Karten werden von Oktober an monatlich mit hundert türkischen Lira (30 Euro) aufgeladen. Die Flüchtlinge können damit Geld am Automaten abheben, Einkäufe erledigen oder Mieten begleichen. Brüssel stellt fast 350 Millionen Euro für das Programm bereit, das Teil des EU-Türkei-Flüchtlings-Abkommens ist. - In der Türkei halten sich rund drei Millionen Flüchtlinge auf, die meisten von ihnen stammen aus Syrien.
    Amnesty prangert Misshandlung von Flüchtlingen in Ungarn an:
    Kurz vor dem ungarischen Referendum über verpflichtende Quoten für die Aufnahme von Flüchtlingen am 2. Oktober erhebt Amnesty International schwere Vorwürfe gegen die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán. Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation werden Flüchtlinge in Ungarn regelmäßig Opfer von Misshandlungen oder grundlos monatelang eingesperrt. Dabei komme es, wie Zeugen berichten, zu Schlägen, Tritten oder Angriffen durch Hunde. Für den Bericht hat Amnesty 143 Zeugen befragt, die meisten von ihnen waren Flüchtlinge und Migranten. - Das EU-Land ist von anderen Mitgliedern der Gemeinschaft in den vergangenen Monaten immer wieder für sein rigides Vorgehen in der Flüchtlingspolitik kritisiert worden.
    Bericht: Commerzbank streicht 9000 Jobs:
    Die Commerzbank will einem Zeitungsbericht zufolge in den nächsten Jahren rund 9000 Arbeitsplätze streichen. Das sehe die Strategie des neuen Vorstandschefs Martin Zielke vor, über die der Aufsichtsrat in dieser Woche berät, berichtete das "Handelsblatt". Das wäre weit mehr, als erwartet worden war. Noch unklar sei, ob es dabei auch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen werde. Für die Commerzbank arbeiten derzeit mehr als 50.000 Menschen. Zielke will die neue Strategie, die neben Einsparungen auch Investitionen in Digitalisierung und Wachstum vorsieht, am Freitag präsentieren.
    8 min

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