Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 31.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei."Cumhuriyet"-Chefredakteur in der Türkei festgenommen:
    Der Chefredakteur der regierungskritischen türkischen Tageszeitung "Cumhuriyet", Murat Sabuncu, ist festgenommen worden. Wohnungen von Managern und Journalisten des Blatts würden durchsucht, berichten mehrere türkische Medien. Insgesamt seien 13 Haftbefehle gegen Mitarbeiter der Zeitung ausgestellt worden. Nach Angaben regierungsnaher Zeitungen werden "Cumhuriyet" Verbindungen zur verbotenen "Arbeiterpartei Kurdistans" (PKK) und zum islamischen Prediger Fethullah Gülen vorgeworden, den Präsident Recep Tayyip Erdogan für den Putschversuch vom Juli verantwortlich macht. Im November 2015 waren der damalige "Cumhuriyet"-Chefredakteur Can Dündar und der Büroleiter des Blattes in Ankara, Erdem Gül, nach Enthüllungen der Zeitung über Waffenlieferungen des türkischen Geheimdienstes an die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Syrien festgenommen und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Bis zum Berufungsverfahren sind sie auf freiem Fuß. Dündar lebt inzwischen in Deutschland.
    US-Demokraten greifen FBI-Chef an:
    Parteifreunde der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton haben den Chef der US-Bundespolizei FBI, James Comey, wegen der wieder aufgenommenen Ermittlungen in der E-Mail-Affäre der früheren Außenministerin scharf kritisiert. Der Fraktionschef der Demokraten im Senat, Harry Reid, warf Comey, einem Republikaner, ein parteipolitisch motiviertes Vorgehen gegen Clinton vor. Ihr Wahlkampf-Leiter John Podesta warf dem FBI-Chef vor, viele Anspielungen und nur wenige Fakten zu verbreiten. US-Medien berichteten, das FBI habe einen Durchsuchungsbefehl für die neu aufgetauchten E-Mails erwirkt. In der Affäre geht es im Kern darum, dass Clinton als Außenministerin einen privaten Server auch für dienstliche Korrespondenz benutzt hat.
    Regierung und Opposition in Venezuela beginnen Dialog:
    Im krisengeschüttelten Venezuela haben Regierung und Opposition unter Vermittlung der katholischen Kirche einen Dialog aufgenommen. Beide Seiten hätten sich auf einen Fahrplan für weitere Gespräche geeinigt, teilte der Vatikan nach dem Treffen mit. Papst Franziskus hatte die sozialistische Regierung und die Mitte-Rechts-Opposition in einer Botschaft aufgerufen, ihre Konflikte ohne Gewalt zu lösen. Die Opposition will Präsident Nicolas Maduro mit einem Referendum aus dem Amt drängen, wogegen dieser mit allen Mitteln kämpft. Venezuela leidet seit dem Verfall des Ölpreises auf dem Weltmarkt unter einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen der Versorgungsengpässe gab es zuletzt immer wieder Unruhen und Plünderungen, bei Protesten wurden mehrere Menschen getötet.
    Eurowings und Gewerkschaft einigen sich nicht auf Schlichtung:
    Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings ist ein weiterer Versuch gescheitert, in eine Tarifschlichtung zu kommen. Die Kabinengewerkschaft UFO habe bei Gesprächen in Frankfurt ein entsprechendes Angebot nicht angenommen, erklärte das Unternehmen. UFO-Tarifvorstand Nicoley Baublies zeigte sich überrascht. Die Stellungnahme des Unternehmens sei sachlich falsch. Am vergangenen Donnerstag waren wegen eines Streiks der Flugbegleiter bei Eurowings und Germanwings 393 Flüge ausgefallen. UFO hat für diese Woche mit zwei Streiktagen gedroht, falls es keine Einigung geben sollte. In dem Tarifstreit geht es um die Regelungen zur Teilzeitarbeit bei Germanwings und um die Arbeitsbedingungen sowie den Lohn bei Eurowings.
    Polizei geht gegen "Reichsbürger" in eigenen Reihen vor:
    Knapp zwei Wochen nach den tödlichen Schüssen eines selbsternannten "Reichsbürgers" auf einen Polizisten im bayerischen Georgensgmünd entdecken die Polizeibehörden einem Bericht zufolge weitere Verdachtsfälle in den eigenen Reihen. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, die Zahl der Disziplinarverfahren gegen Polizisten, die im Verdacht stehen, der Szene der so genannten Reichsbürger nahezustehen, habe sich bundesweit in kurzer Zeit vervielfacht. Nach einer Umfrage der Zeitung unter den Landesinnenministerien liege sie derzeit bei 15.
    Unicef: 300 Millionen Kinder leben in extremer Luftverschmutzung:
    Weltweit leben rund 300 Millionen Kinder laut eines Berichts des UN-Kinderhilfswerks Unicef in Regionen mit extremer Luftverschmutzung. Jungen und Mädchen in Südasien, im Mittleren Osten und in Afrika sowie in der ostasiatischen und der Pazifik-Region seien am stärksten gefährdet. Demnach ist jedes siebte Kind auf der Welt einer Luftverschmutzung ausgesetzt, die das Sechsfache oder mehr des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gesetzten Richtwerts überschreitet. Nach weiteren Angaben von Unicef sind insgesamt zwei Milliarden junge Menschen weltweit einer Luft ausgesetzt, die nach den WHO-Richtlinien als verschmutzt gilt. Als Ursachen nennt die UN-Organisation Fahrzeug- und Industrieemissionen, Müllverbrennung und Staub. In vielen Ländern seien auch Belastungen durch offene Feuerstellen zum Kochen und Heizen verantwortlich für Lungenentzündungen und andere Erkrankungen der Atemwege.
    10 min
  • 29.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.EU-Staaten billigen Handelspakt Ceta - Gipfel am Sonntag:
    Der Gipfel zur Unterzeichnung des CETA-Handelsabkommens zwischen EU und Kanada wird am Sonntag nachgeholt. Dies teilte EU-Ratspräsident Donald Tusk über Twitter mit. Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau erklärte, er freue sich, zur Unterzeichnung nach Brüssel zu reisen. Der eigentlich für Donnerstag geplante Gipfel war wegen des Widerstands der belgischen Region Wallonie geplatzt. In Nachverhandlungen wurden schließlich Fortschritte erzielt, die die Parlamente der Wallonie und der Hauptstadtregion Brüssel sowie die Vertretung der französischsprachigen Gemeinschaft am Freitag billigten. Danach stimmten die Regierungen der 28 Mitgliedstaaten schriftlich zu. Die EU und Kanada hatten seit 2009 über den Abbau von Zöllen und die Vereinheitlichung von Standards verhandelt und die Gespräche erfolgreich abgeschlossen. Beide Seiten erhoffen sich davon mehr Wachstum und Arbeitsplätze. Kritiker sehen Sozialstandards in Gefahr und befürchten, Großkonzerne könnten zu viel Macht erhalten.
    Oettinger wird neuer EU-Haushaltskommissar:
    Günther Oettinger steigt in der EU-Kommission auf: Der bisherige Kommissar für digitale Wirtschaft soll zum Jahreswechsel das Haushaltsressort übernehmen. Das teilte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel mit. Oettinger tritt die Nachfolge der bulgarischen Kommissarin und EU-Vizepräsidentin Kristalina Georgiewa an, die als Geschäftsführerin zur Weltbank wechseln wird. Der 63-Jährige ist seit November 2014 EU-Kommissar für digitale Wirtschaft. Zuvor hatte er von Februar 2010 bis Oktober 2014 das Energieressort betreut. Vor seinem Wechsel nach Brüssel war der CDU-Politiker von 2005 bis 2010 Ministerpräsident Baden-Württembergs. Der gelernte Jurist schaltet sich auch von Brüssel aus immer wieder in aktuelle Debatten in Deutschland ein. Georgiewa hatte sich auch Chancen auf die Nachfolge von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ausgerechnet. Sie stieg erst spät in das Rennen um den Posten ein, gewählt wurde der Portugiese António Guterres.
    Clinton: FBI soll Infos zur E-Mail-Affäre veröffentlichen:
    Die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat die Bundespolizei FBI aufgefordert, in der neu aufgeflammten E-Mail-Affäre Klarheit zu schaffen. Die Behörde solle alle Informationen, die sie habe, veröffentlichen, sagte die Ex-Außenministerin nach einer Kundgebung in Iowa. Sie sei sehr zuversichtlich, dass in den E-Mails nichts gefunden werden könne, das die Empfehlung des FBI vom Juli ändern würde, keine Anklage gegen die Demokratin zu erheben. FBI-Chef James Comey hatte in einem Brief an mehrere Kongressabgeordnete erklärt, es seien durch Ermittlungen in einem anderen Fall neue E-Mails aufgetaucht. Es sei aber nicht klar, ob diese signifikante Neuigkeiten enthielten, sagte Comey, der bis vor kurzem Mitglied der republikanischen Partei von Clintons Kontrahent Donald Trump war.
    Zehntausende Thailänder verabschieden sich von König Bhumibol:
    Gut zwei Wochen nach seinem Tod ist der Leichnam des thailändischen Königs Bhumibol Adulyadej in Bangkok aufgebahrt worden. Zehntausende Menschen versammelten sich vor dem Großen Palast, um am Sarg zu defilieren. Viele von ihnen hatten vor der Königsresidenz in Zelten übernachtet. Seit dem Tod des 88-jährigen Monarchen geht eine beispiellose Trauerwelle durch das Land. Millionen Menschen tragen schwarze Kleidung, Webseiten wie die von Thai Airways sind nur in Schwarzweiß dargestellt, Feste sind verboten. Bhumibol war mehr als 70 Jahre lang König und wurde tief verehrt. Er galt als Garant der Einheit des Landes. Thronfolger Maha Vajiralongkorn ist nicht so populär wie sein Vater und will die Nachfolge frühestens in einem Jahr antreten.
    Kolumbiens Regierung und Rebellen arbeiten an neuem Friedensvertrag:
    In Kolumbien nehmen Regierung und FARC-Rebellen einen neuen Anlauf für einen Friedensvertrag. Beide Seiten hätten erste Änderungen an dem von ihnen geschlossenen Abkommen vorgenommen, erklärten sie gemeinsam in Havanna. Ziel sei es, schnell zu einem "neuen endgültigen Vertrag" zu kommen. Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und die kolumbianische Regierung hatten sich Ende August nach vierjährigen Gesprächen in der kubanischen Hauptstadt auf ein Friedensabkommen geeinigt, das sie einen Monat später unterzeichneten. Im Oktober gab es bei einem Volksentscheid in Kolumbien jedoch eine hauchdünne Mehrheit gegen das Abkommen. - Die kolumbianische Regierung unter dem diesjährigen Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos hat derweil in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito auch Verhandlungen mit der ELN-Guerilla aufgenommen.
    9 min
  • 28.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Nach Ringen um CETA: Juncker für neue Zuständigkeiten in EU :
    Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat sich nach dem Gezerre um das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA für neue Entscheidungsstrukturen in der EU ausgesprochen. Künftig müsse bei derartigen Verträgen von vornherein "säuberlich getrennt" werden, "was in europäische Zuständigkeit fällt und was nationalen Parlamenten überlassen sein muss", sagte Juncker im Ersten Deutschen Fernsehen. Dass der EU-Kanada-Gipfel abgesagt werden musste, sei "ein diplomatisches Unding." - Die belgische Zentralregierung hatte sich am Donnerstag schließlich mit den CETA-Gegnern der Regionen Wallonie und Brüssel sowie der französischsprachigen Gemeinschaft auf einen Kompromiss geeinigt. Dieser sieht Zugeständnisse bei den umstrittenen Schiedsgerichten und dem Schutz der Landwirtschaft vor. Der Kompromiss muss an diesem Freitag noch durch die Regionalparlamente abgesegnet werden. :
    Riesige Meeresschutzzone in der Antarktis beschlossen:
    In der Antarktis entsteht eine riesige neue Meeresschutzzone. Darauf einigten sich im australischen Hobart 24 Staaten und die Europäische Union. Das Gebiet im Rossmeer ist mit 1,55 Millionen Quadratkilometern gut vier mal so groß wie Deutschland. Im größten Teil des neuen Schutzgebiets - 1,12 Millionen Quadratkilometern - soll jegliche Fischerei verboten werden. Das antarktische Rossmeer gilt als eines der letzten unberührten maritimen Ökosysteme. Dort leben Wale, Pinguine und Seehunde. Wissenschaftler erforschen dort unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels. :
    Kurdischer Regierungschef: Mossul in drei Monaten befreit:
    Der Ministerpräsident der Kurden im Irak, Nechirvan Barsani, rechnet mit der Befreiung der Millionenstadt Mossul aus den Händen der Terrormiliz "Islamischer Staat", IS, in spätestens drei Monaten. Die Vororte seien von kurdischen Peschmerga-Kämpfern und irakischen Truppen schon recht schnell erobert worden, sagte Barsani der "Bild"-Zeitung. Seit Beginn der Offensive auf Mossul vor gut einer Woche sind nach Angaben eines irakischen Generals 772 IS-Kämpfer getötet worden. :
    Kolumbien verschiebt Friedensgespräche mit ELN-Rebellen:
    Die Regierung in Kolumbien hat den Start der Friedensgespräche mit der linken Guerillaorganisation ELN verschoben. Die Verhandlungen könnten erst beginnen, wenn die Rebellen den entführten Politiker Odín Sánchez freiließen, sagte Präsident Juan Manuel Santos. Er habe die Unterhändler angewiesen, zunächst nicht zu den Verhandlungen nach Quito, der Hauptstadt des Nachbarlandes Ecuador, zu fliegen. Ein Regierungsvertreter sagte kurz nach der Rede von Santos, die Vorbereitungen zur Freilassung von Sánchez hätten begonnen. Das Rote Kreuz und die katholische Kirche seien daran beteiligt. Nach dem Friedensschluss mit den FARC-Rebellen will die kolumbianische Regierung auch den Konflikt mit der zweitgrößten Guerillagruppe des Landes beenden.:
    Vereinte Nationen wollen Verhandlungen über Atomwaffen-Verbot:
    Die Vereinten Nationen haben sich für die Aufnahme von Verhandlungen über ein Verbot aller Atomwaffen ausgesprochen. Per Resolution stimmte ein Unterkomitee der UN-Vollversammlung dafür, im März und im Juni 2017 zwei Konferenzen zum Beginn solcher Verhandlungen einzuberufen. 123 UN-Mitgliedsstaaten votierten dafür, 38 dagegen und 16 enthielten sich. Mehrere Staaten, die Atomwaffen besitzen, hatten sich im Vorfeld deutlich gegen die Entschließung gestellt, vor allem die USA. Die UN-Vollversammlung muss der Resolution noch zustimmen.:
    Michelle Obama und Hillary Clinton gemeinsam im Wahlkampf:
    Zwölf Tage vor der Präsidentenwahl in den USA ist First Lady Michelle Obama erstmals zusammen mit der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton aufgetreten. Gemeinsam riefen sie ihre Anhänger auf, am 8. November zur Wahl zu gehen. Die Wahlbeteiligung sei das, was zähle, sagte Obama. Die 52-jährige Präsidentengattin hat sich in den vergangenen Wochen als effektive Wahlkämpferin gegen den republikanischen Kandidaten Donald Trump erwiesen.:
    Viele Pannen bei Dopingkontrollen in Rio :
    Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat gravierende Pannen bei den Kontrollen während der Olympischen Spiele im August in Rio de Janeiro eingeräumt. Die Kontrollen standen dort unter der Aufsicht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Im Bericht eines unabhängigen Beobachterteams werden "ernste Mängel" beim Einsammeln der Dopingproben und beim Personal beklagt. Nur enormer Einsatz von Mitarbeitern auf Schlüsselpositionen habe verhindert, dass das Kontrollprogramm völlig kollabiert sei. Viele Sportler, die zum Test ausgesucht waren, habe man schlicht nicht gefunden, heißt es in dem Independent Observers Report, der in Montreal vorgelegt wurde. An manchen Tagen sei bis zur Hälfte der geplanten Tests nicht möglich gewesen. :
    10 min
  • 27.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.CETA-Gipfel geplatzt - Trudeau reist nicht nach Brüssel:
    Nach der Reiseabsage der kanadischen Regierung zum CETA-Gipfel in Brüssel vertagt die Europäische Union das Spitzentreffen auf ungewisse Zeit. Eigentlich hätten beide Seiten CETA am Nachmittag gemeinsam in Brüssel unterzeichnen sollen, für Kanada wäre Premier Justin Trudeau angereist. Die kanadische Regierungsdelegation hatte am Abend ihre Reise nach Brüssel zur ursprünglich geplanten Unterzeichnung des Handelsabkommens CETA mit der EU abgesagt. Ein Sprecher von Handelsministerin Chrystia Freeland sagte jedoch, Kanada halte weiter an dem Handelspakt fest. Probleme gibt es vor allem in Belgien, wo die Region Wallonie die Föderalregierung zwingen will, dem Abkommen nicht zuzustimmen. Die Region sieht Gefahren für Sozial- und Umweltstandards sowie für die Landwirtschaft. Belgiens Zustimmung ist Voraussetzung dafür, dass die EU den Pakt unter Dach und Fach bringen kann.
    Ein Toter nach Erdbeben in Italien:
    Mittelitalien ist erneut von zwei schweren Erdbeben heimgesucht worden. Die stärkste Erschütterung hatte am Abend eine Stärke von 6,0, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Nach offiziellen Angaben starb ein Mann, weil er wohl infolge der Beben einen Herzinfarkt erlitten hatte. Berichte über weitere Todesopfer gab es zunächst nicht. Bis in die Morgenstunden gab es Nachbeben. Aus der Ortschaft Visso in der Nähe des Epizentrums wurden mehrere Verletzte gemeldet. Mehrere alte Gebäude stürzten offenbar ein oder wurden beschädigt. Erst im August waren die Regionen Marken, Latium und Umbrien von einem Erdbeben der Stärke 6,2 erschüttert worden. Dabei kamen fast 300 Menschen ums Leben.
    UNICEF: Viele Tote nach Angriff auf syrische Schule:
    In einer Schule im syrischen Idlib sind 22 Kinder und sechs ihrer Lehrer bei einem Bombenangriff aus der Luft getötet worden. Laut des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) handle es sich wahrscheinlich um den schlimmsten Beschuss einer Schule seit Beginn des Syrien-Konflikts vor fünfeinhalb Jahren. UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake sprach von einem "barbarischen" Akt. Ein absichtlicher Angriff auf die Einrichtung im Nordwesten Syriens sei ein Kriegsverbrechen. Der russische UN-Botschafter Tschurkin wollte in New York nicht ausschließen, dass die Luftwaffe seines Landes an den Angriffen beteiligt gewesen sein könnte. In Syriens Bürgerkrieg wurden bereits etliche Schulen und Krankenhäuser attackiert. Die Truppen des Machthabers Baschar al-Assad sind laut Menschenrechtsgruppen für die meisten Angriffe verantwortlich. Im Syrien-Konflikt kämpfen das Assad-Regime, unterstützt durch Russland, sowie Rebellengruppen und Terrormilizen um die Macht.
    USA: Luftschläge gegen Al-Kaida in Afghanistan:
    Die USA haben möglicherweise die zwei einflussreichsten Al-Kaida-Anführer in Afghanistan getötet. Laut einer Stellungnahme des US-Verteidigungsministeriums haben US-Streitkräfte in der ostafghanischen Provinz Kunar "Präzisionsschläge" gegen die Anführer al-Qatani and al-Utabi geführt. Al-Qatani habe in leitender Funktion Anschläge gegen die USA und internationale Truppen in Afghanistan geplant. Al-Utabi sei unter anderem an der Rekrutierung und am Training ausländischer Kämpfer beteiligt gewesen. Das Pentagon untersuche noch die Ergebnisse der Operation. Ihr Tod wäre ein bedeutender Schlag gegen die Terrorgruppe und reduziere die Bedrohung für Afghanistan, die USA und deren Alliierte in der ganzen Welt.
    Venezuelas Opposition ruft zum Generalstreik auf:
    Hunderttausende Anhänger der bürgerlichen Opposition haben in allen großen Städten Venezuelas gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro demonstriert. Sie forderten die Umsetzung eines Abwahlreferendums, das der Nationale Wahlrat vergangene Woche überraschend ausgesetzt hatte. Auch Tausende Regierungsanhänger gingen auf die Straßen, um ihre Solidarität mit Maduro auszudrücken. Sie kündigte zugleich für kommenden Donnerstag einen großen Protestzug zum Präsidentenpalast an. Für Freitag rief das Bündnis zu einem zwölfstündigen Generalstreik auf. Venezuelas Regierung kündigte an, dass Arbeiter und Soldaten die Kontrolle über bestreikte Betriebe übernehmen würden. Die Regierung und Maduro bezichtigen die Unternehmer regelmäßig, Verbündete der Opposition zu sein und das Land in einem "Wirtschaftskrieg" destabilisieren zu wollen. Das ölreiche südamerikanische Land leidet wegen des Ölpreisverfalls unter einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise.
    Deutsche Bank überrascht mit Gewinn:
    Die Deutsche Bank hat das dritte Quartal überraschend mit einem Nettogewinn von 256 Millionen Euro abgeschlossen. Das Unternehmen sei bei seinem Umbau bereits gut vorangekommen, erklärte der Vorstandsvorsitzende John Cryan. Experten hatten zuvor für den Zeitraum Juli bis September mit einem Minus gerechnet. Das Gesamtjahr 2015 endete mit einem Verlust von fast sieben Milliarden Euro. 2016 gab es bislang stets Gewinne. Die Deutsche Bank hat in den vergangenen Monaten wegen zahlreicher Rechtsstreitigkeiten Rückstellungen von knapp sechs Milliarden Euro vorgenommen. Seit Wochen verhandelt die Deutsche Bank mit dem US-Justizministerium über eine Strafzahlung wegen Geschäften mit faulen Hypotheken.
    Flugausfälle bei Germanwings und Eurowings:
    Die Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter Eurowings und Germanwings sind um Mitternacht in den Streik getreten. Er wird 24 Stunden dauern und betrifft sämtliche größeren deutschen Flughäfen mit Ausnahme von Frankfurt und München. Von den üblicherweise über 500 Flügen seien rund 380 gestrichen worden, teilte Eurowings mit. Das Unternehmen hat seinen betroffenen Kunden kostenlose Umbuchungen und Stornierungen angeboten. Einen Sonderflugplan hat Eurowings auf seiner eigenen Homepage veröffentlicht. Insgesamt sind etwa 50.000 Passagiere betroffen.
    12 min
  • 26.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.NATO-Staaten beraten über Einsätze in Osteuropa:
    Die Nato-Verteidigungsminister beraten in Brüssel über Aufrüstungspläne für Osteuropa. Im Juli waren beim Bündnisgipfel Abschreckungsmaßnahmen gegenüber Russland beschlossen worden. Dafür schickten sie mehrere Tausend Soldaten nach Polen und in die baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland. Die Bundeswehr wird in Litauen den NATO-Verband anführen. Weitere Führungsnationen sind Großbritannien, die USA und Kanada, die NATO-Soldaten nach Estland, Lettland, Litauen und Polen schicken. Die Pläne sind eine weitere Reaktion auf die Ukraine-Krise und die Angst östlicher Mitgliedsländer vor einem russischen Angriff. Bei dem Treffen wird auch über einen weiteren Anti-Terroreinsatz gegen den sogenannten "Islamischen Staat" beraten.
    Bürgermeister von Kurdenmetropole festgesetzt:
    Die beiden Bürgermeister der Kurdenmetropole Diyarbakir im Südosten der Türkei sind im Zuge von Anti-Terror-Ermittlungen festgenommen worden. Gültan Kisanak und Firat Anli befänden sich in Polizeigewahrsam, sagten Vertreter der Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur AFP. In Diyarbakir kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen türkischen Einsatzkräften und Anhängern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die Regierung in Ankara hatte im September bereits mehr als 20 Bürgermeister abgesetzt. Die meisten von ihnen wurden wegen mutmaßlicher Kontakte zur PKK aus dem Amt entfernt, weitere wegen unterstellter Verbindungen zum islamischen Prediger Fethullah Gülen. Präsident Recep Tayyip Erdogan macht Gülen für den gescheiterten Militärputsch im Juli verantwortlich.
    Gambia verlässt Internationalen Strafgerichtshof:
    Der westafrikanische Staat Gambia hat seinen Rückzug vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag erklärt. Der Rückzug sei ein Protest gegen die Behandlung von Afrikanern durch den Internationalen Strafgerichtshof. Das Gericht sei faktisch ein internationales Gericht der Weißen zur Verfolgung farbiger Menschen, besonders von Afrikanern, sagte Informationsminister Sheriff Bojang im staatlichen Fernsehen. Dem IStGH ist wiederholt vorgeworfen worden, eine neokoloniale Agenda zu verfolgen. Die "Kriegsverbrechen" westlicher Politiker ignoriere das Gericht hingegen völlig, beklagte der Minister. Bis auf eins stammen alle zehn Ermittlungsverfahren aus Afrika. Vor wenigen Tagen hatte Südafrika ebenfalls seinen Rückzug von dem Gericht erklärt. Auch Burundi hat seinen Rückzug angekündigt. Auch Namibia und Kenia schließen einen solchen Schritt nicht aus.
    30 Zivilisten in Afghanistan von mutmaßlichen IS-Kämpfern getötet:
    In Afghanistan haben mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) nach Regierungsangaben mindestens 30 Zivilisten getötet. Die Opfer, darunter auch Kinder, seien in der Nacht zu Mittwoch getötet worden, sagte der Gouverneur der zentralafghanischen Provinz Ghor. Der IS bekannte sich zunächst jedoch nicht zu der Tat. Nach Angaben des Gouverneurs wurden die Zivilisten entführt und ermordet, um den Tod eines IS-Anführers nördlich der Provinzhauptstadt Firoskoh zu rächen. Neben den radikalislamischen Taliban verübt auch der IS vermehrt Anschläge in Afghanistan - vor allem im Osten des Landes.
    Italien droht EU im Flüchtlingsstreit:
    Der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi hat wegen der Weigerung anderer EU-Mitgliedstaaten zur Aufnahme von Flüchtlingen mit einem Veto gegen den EU-Haushalt gedroht. Renzi sagte im Fernsehsender RAI, sein Land zahle 20 Milliarden Euro an die EU und erhalte zwölf Milliarden zurück. Wenn dann Staaten wie Ungarn, Tschechien und die Slowakei, die eine Umverteilung von Flüchtlingen ablehnten, sein Land belehrten, komme er zu dem Schluss, dass das System nicht funktioniere. Renzi erklärte, wer Mauern gegen Flüchtlinge errichte, könne "das italienische Geld vergessen". Seit Anfang des Jahres wurden nach Regierungsangaben fast 155.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht. Dies sind so viele wie im gesamten Vorjahr.
    Kanada nimmt Jesiden aus Nordirak auf:
    Das kanadische Parlament hat einstimmig einer Resolution zugestimmt, die die Verfolgung von religiösen Minderheit der Jesiden durch den IS als Völkermord bezeichnet. Zugleich will das Land bis Ende Februar die Ansiedlung jesidischer Flüchtlinge aus dem Nordirak organisieren. Dafür arbeite man auch an Plänen für eine Luftbrücke, um die Menschen sicher nach Kanada zu bringen. Auf genauere Angaben, wie viele Flüchtlinge man aufnehmen werde, wollte sich Migrationsminister John McCallum noch nicht festlegen. Die Hilfe für die Menschen in der Region sei "komplex" und mit großen Risiken verbunden, daher müsse man die nächsten Schritte sehr sorgfältig und vorsichtig angehen. Jesiden sind eine religiöse Minderheit unter den Kurden. Weltweit hat die monotheistische Religionsgemeinschaft mehrere Hunderttausend Mitglieder. Das religiöse Zentrum ist Lalisch nahe Mossul.
    11 min
  • 25.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Blutbad bei Geiselnahme in Pakistan:
    Bei einem Angriff auf eine Polizeischule im Westen Pakistans sind mindestens 60 Menschen getötet worden. Die Zahl der Opfer könne noch steigen, teilte das Innenministerium der Provinz Baluchistan mit. Demnach gab es über 120 Verletzte. Mehrere bewaffnete Männer hatten das Gelände in einem Außenbezirk der Stadt Quetta gestürmt und um sich geschossen. Anschließend nahmen sie zahlreiche Kadetten als Geiseln und verschanzten sich mit ihnen. Sicherheitskräfte stürmten das Gebäude. Die Polizei hat die Lage nach eigenen Angaben inzwischen unter Kontrolle. Zu der Attacke bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat". In der Vergangenheit wurde die Polizeischule bereits mehrfach angegriffen. 2006 und 2008 waren Raketen auf dem Gelände eingeschlagen.
    Tote bei Bombenanschlag im Nordosten Kenias:
    Bei einem Bombenanschlag im Nordosten Kenias sind mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die Bombe ging in der Nacht zum Dienstag in einem Gästehaus in der Stadt Mandera nahe der Grenze zu Somalia hoch, wie die Polizei mitteilte. Bis zum Morgen wurden zwölf Leichen gefunden. Die somalische Terrormiliz Al-Shabaab bekannte sich über den ihr nahe stehenden Sender Radio Andalus zu dem Angriff. Die sunnitischen Extremisten versuchen seit Jahren, einen Gottesstaat am Horn von Afrika zu errichten. Erst vor knapp drei Wochen waren Angreifer der Shebab-Miliz in einen Wohnblock in Kenia eingedrungen und hatten sechs Bewohner getötet.
    Venezuelas Opposition widerspricht Angaben zu nationalem Dialog:
    Die Opposition in Venezuela hat Angaben eines Vatikan-Vermittlers dementiert, wonach sie in einen Dialog mit der Regierung zur Beilegung der Krise in dem Land eintreten wolle. Eine solche Vereinbarung sei niemals getroffen worden, teilte das Oppositionsbündnis MUD mit. Bevor ein Dialog mit der Regierung von Präsident Nicolás Maduro beginnen könne, müssten zunächst politische Gefangene freigelassen werden. Zudem müsse das Referendum zu Maduros Amtsenthebung zugelassen werden. Der päpstliche Gesandte Emil Paul Tscherrig hatte zuvor mitgeteilt, dass sich beide Seiten am Sonntag unter Vermittlung des Vatikans auf der Insel Margarita zu einem "nationalen Dialog" treffen wollten. Der Vatikan versucht in dem Konflikt zwischen der Regierung und der Opposition in Caracas zu vermitteln.
    Mehr Hasskommentare und Fremdenfeindlichkeit:
    Hasskriminalität und Fremdenfeindlichkeit haben im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. Das meldet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf den Abschlussbericht zum Bürgerdialog "Gutes Leben in Deutschland". Den Angaben zufolge wurden 2015 mehr als 10.000 Fälle von Hasskriminalität registriert, also Straftaten, die sich etwa gegen politische Einstellungen, Nationalitäten, Hautfarben oder Religionen richten. Das seien 77 Prozent mehr als 2014 und ein Negativrekord seit Beginn der Statistik im Jahr 2001. Der Anstieg der Hasskriminalität im Internet wurde sogar auf 176 Prozent beziffert. Fremdenfeindliche Straftaten haben sich mit 8500 Fällen mehr als verdoppelt. Die Entwicklungen werden in dem Regierungsbericht als "besorgniserregend" bezeichnet.
    VW verteidigt Spitzenplatz bei Forschungsausgaben:
    Trotz der Abgas-Krise hält Volkswagen bei seinen milliardenschweren Forschungsausgaben ein hohes Niveau. In absoluten Zahlen stellte der VW-Konzern wieder so viel Geld für seine Innovationskraft bereit wie kein anderes Unternehmen der Welt. Das geht aus einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungskonzerns PwC hervor . Demnach will VW im Fiskaljahr ab Juli 2016 rund 13,2 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung stecken. Im Vergleich zum Zeitraum davor ist das ein Plus von 400 Millionen Dollar. Allerdings: Wenn man das Verhältnis von Forschungsetat und Umsatz betrachtet, ergibt sich mit einer Quote von 5,6 Prozent lediglich ein Branchen-Spitzenwert. Pharmakonzerne wie Roche mit einer Quote von 19,9 Prozent und Pfizer mit 15,7 Prozent geben, gemessen an ihrem Umsatz, viel mehr Geld für Forschung aus.
    9 min
  • 24.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Räumung des "Dschungels" von Calais beginnt:
    Mit einem spektakulären Kraftakt beginnt Frankreich mit der Räumung des großen Flüchtlingslagers in Calais nahe des Eurotunnels. Vor dem Versammlungspunkt des "Dschungel" genannten Lagers warteten die ersten Bewohner mit Koffern und Kleiderbündeln auf ihre Überstellung in Aufnahmezentren in anderen Teilen des Landes. Viele Flüchtlinge lehnen dies allerdings ab, weil sie fürchten, dann keine Chance mehr auf die gewünschte Weiterreise nach Großbritannien zu bekommen. In der Nacht hatte es erneut gewaltsame Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, die wieder Tränengasgranaten einsetzte. In der Zelt- und Hüttenstadt harrten zuletzt noch etwa 6.500 Migranten aus. Fast 200 minderjährige Flüchtlinge wurden vor der Räumung nach Großbritannien gebracht.
    Wallonie weist Ultimatum der EU bei CETA zurück:
    Im Streit um die Unterzeichnung des Freihandelsabkommens CETA will sich die belgische Region Wallonie keinem Druck beugen. Der wallonische Regierungschef Paul Magnette verbat sich ein Ultimatum der EU, die an diesem Montag mit Kanada über die Unterzeichnung von CETA entscheiden will. Die Festlegung einer solchen Frist sei unvereinbar mit dem demokratischen Prozess, erklärte er. Einen Kompromissvorschlag zum Bereich Investitionsschutz, den die EU-Kommission vorlegte, nannte die Regionalregierung enttäuschend. Sollte die belgische Regierung die Zustimmung zu CETA nicht garantieren können, soll der EU-Kanada-Gipfel abgesagt werden. Die Wallonie blockiert das unterschriftsreife Abkommen, weil sie stärkere Garantien zum Schutz ihrer Bauern und die Abwehr eines übermäßigen Einflusses internationaler Konzerne fordert.
    ZK-Treffen: Chinas Führer Xi zieht die Zügel straffer:
    Die Kommunistische Partei Chinas will den Kampf gegen Korruption verschärfen und die Parteidisziplin verbessern. Ein Jahr vor dem geplanten Personalwechsel im engsten Führungszirkel begann das Zentralkomitee (ZK) in Peking ein wichtiges Vorbereitungstreffen, das die Weichen für die zweite Amtszeit von Staats- und Parteichef Xi Jinping stellen wird. Es soll einen Verhaltenskodex für die 88 Millionen Parteimitglieder und eine strengere parteiinterne Aufsicht beschließen. - Es müssten neue Normen festgelegt werden, hieß es in der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Im Zuge der Anti-Korruptions-Kampagne seit 2013 seien bereits mehr als eine Million Parteimitglieder bestraft worden. Kritiker verwiesen aber darauf, dass Xi mit der Kampagne nicht nur gegen korrupte Funktionäre vorgeht, sondern sich auch seiner Widersacher entledigt und einflussreiche Interessengruppen bekämpft.
    Türkei greift mit Artillerie in Offensive gegen Mossul ein:
    Ungeachtet der Kritik des Irak hat die Türkei in die Offensive zur Rückeroberung der nordirakischen Stadt Mossul von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) eingegriffen. Auf Bitten kurdischer Peschmerga-Kämpfer hätten türkische Truppen Artillerie und Panzer gegen die Dschihadisten eingesetzt, berichtete Ministerpräsident Binali Yildirim laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu. Die Peschmerga seien bei der Eroberung der Stadt Baschika aus dem nahegelegenen Trainingslager der türkischen Armee heraus unterstützt worden. Der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi fordert einen Abzug der türkischen Einheiten und hat ihnen mehrfach untersagt, an dem Vorstoß gegen Mossul teilzunehmen, zuletzt nach einem Treffen mit Pentagon-Chef Ashton Carter.
    Linke lehnt Steinmeier als Bundespräsidenten-Kandidat ab:
    Die Linkspartei würde Außenminister Frank-Walter Steinmeier als SPD-Kandidaten für das Bundespräsidentenamt nicht mitwählen. Steinmeier sei einer der "Architekten der Agenda 2010", die die "Armut in die Mitte der Gesellschaft gebracht und die Spaltung zwischen Arm und Reich vertieft" habe, sagte Linken-Vorsitzender Bernd Riexinger den "Ruhr Nachrichten" zur Begründung. Er ergänzte: "Prädikat: unwählbar". Auch Fraktionschef Dietmar Bartsch zeigte sich zurückhaltend, trotz "positiver Akzente" Steinmeiers in der Außenpolitik.
    13 Tote bei Busunfall in den USA:
    Beim Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Sattelschlepper sind im Süden Kaliforniens 13 Menschen ums Leben gekommen. 31 Passagiere wurden verletzt, für einige besteht Lebensgefahr. Der Unfall ereignete sich auf einer Fernstraße bei Palm Springs. Nach Polizeiinformationen soll der Bus auf der Rückfahrt von einem Kasino nach Los Angeles mit großer Wucht auf den Anhänger des Sattelschleppers aufgefahren sein. Der vordere Teil des Busses und das Heck des Lastwagens wurden völlig zerfetzt.
    10 min
  • 22.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Schulz will CETA-Aus verhindern:
    Angesichts des drohenden Scheiterns der CETA-Verhandlungen will EU-Parlamentspräsident Martin Schulz am Samstag noch einmal zwischen Kanada und der Wallonie vermitteln. Schulz kündigte auf Twitter an, am Vormittag zunächst die kanadische Handelsministerin Chrysta Freeland zu treffen und eineinhalb Stunden später den wallonischen Regierungschef Paul Magnette. Die Gespräche dürften nicht auf der Zielgeraden abgebrochen werden, schrieb Schulz. Kanada sei bereit, "die Uhr anzuhalten, bis die EU ihre internen Probleme gelöst habe", sagte Schulz dem ARD-Studio in Brüssel. Demnach verschob Handelsministerin Freeland ihren geplanten Rückflug bis nach dem Gespräch mit dem Parlamentspräsidenten. Am Freitag hatte Freeland nach zähen Verhandlungen erklärt, sie sehe derzeit keine Chance mehr für das Abkommen. Eigentlich soll CETA am kommenden Donnerstag unterzeichnet werden. Doch weil die Wallonie der belgischen Regierung die Zustimmung versagt, steht das Abkommen auf der Kippe. Es kann nur dann verabschiedet werden, wenn alle 28-EU-Staaten zustimmen.
    UN werfen Damaskus Chemiewaffeneinsatz vor:
    Internationale Ermittler haben das syrische Militär für einen weiteren Einsatz von Chemiewaffen verantwortlich gemacht. Demnach wurde das Dorf Kmenas in der Provinz Idlib Mitte März 2015 mit Chlorgas angegriffen. Alles weise darauf hin, dass ein syrischer Armeehubschrauber über der Ortschaft einen Behälter abgeworfen habe, der beim Auftreffen auf den Boden eine giftige Substanz freigesetzt habe, hieß es in einem dem UN-Sicherheitsrat in New York vorgelegten Bericht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Gemäß den Symptomen der Opfer habe es sich vermutlich um Chlorgas gehandelt. Die Verantwortung für zwei weitere Chemiewaffenangriffe in derselben Provinz im März 2015 sowie im April 2014 habe dagegen nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden können. Die russische Regierung verlängerte die Waffenruhe für Aleppo um weitere 24 Stunden. Sie endet nun am Samstagabend um 19.00 Uhr Ortszeit.
    OAS verurteilt Blockade des Abwahl-Referendums in Venezuela:
    Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hat die Blockade des Referendumsprozesses zur Abwahl des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro kritisiert. Nur Diktaturen entzögen den Bürgern ihre Rechte, erkennten das Parlament nicht an und hielten politische Häftlinge fest. Heute sei man überzeugter denn je, dass Venezuela mit der Demokratie gebrochen habe. Es sei Zeit für konkrete Aktionen, sagte OAS-Generalsekretär Luis Almagro. Zuvor hatte die Nationale Wahlbehörde den nächsten Schritt für ein Referendum gegen Maduro überraschend gestoppt. Die Sammlung der Unterschriften von 20 Prozent der Wahlberechtigten soll nicht wie geplant in der kommenden Woche stattfinden. Damit schwinden die Chancen auf einen Machtwechsel in dem südamerikanischen Land. Nur wenn die Volksabstimmung vor dem 10. Januar 2017 stattfindet, kommt es im Falle einer Niederlage von Maduro zu Neuwahlen. Bei einer Abwahl zu einem späteren Zeitpunkt würde der Vizepräsident laut Verfassung das Mandat zu Ende führen.
    Frankreich räumt Flüchtlingscamp von Calais:
    Die französischen Behörden wollen das Flüchtlingslager in Calais in der kommenden Woche räumen. Rund 6400 Menschen leben in dem inoffiziellen Lager. Hilfsorganisationen sprechen von mehr als 8100 Bewohnern. Die meisten Flüchtlinge sollen mit Bussen in Aufnahmezentren im Land verteilt werden und dort einen Asylantrag stellen. Die Auflösung des Lagers wurde schon vor längerer Zeit beschlossen. Hilfsorganisationen versuchten dies mit juristischen Mitteln zu verhindern, doch ein Verwaltungsgericht erklärte eine Räumung für rechtmäßig. Ziel der Flüchtlinge ist Großbritannien. Auf Fähren über den Ärmelkanal oder durch den Eurotunnel versuchen sie illegal auf die Insel zu gelangen.
    Familie al-Bakrs kündigt Strafanzeige gegen Beamte an:
    Die Familie des toten Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr will nach Medienberichten gegen sächsische Justizbeamte Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung erstatten. Dies habe der deutsche Anwalt der Familie bestätigt, berichteten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR. Der mutmaßliche Terrorist hatte sich in der vergangenen Woche in seiner Zelle in der Untersuchungshaft in Leipzig erhängt. Man müsse prüfen, ob die Behörden fahrlässig handelten, als sie al-Bakr in einem gewöhnlichen Haftraum allein ließen und nur alle 30 Minuten nachsahen, obwohl der Inhaftierte bereits die Lampe in seinem Haftraum zerstört und an den Steckdosen manipuliert hatte, sagte der Leipziger Anwalt der Familie, Alexander Hübner.
    9 min
  • 21.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Drama um CETA: Wallonie lehnt Kompromissvorschlag ab:
    Die Wallonen stellen sich weiter gegen das Freihandelsabkommen mit Kanada. Die Regierung der belgischen Region hat auch einen Kompromissvorschlag der EU-Kommission abgelehnt. Ministerpräsident Paul Magnette bezeichnete die vorgelegten Zusatzdokumente als noch immer unzureichend. Diese sollten eigentlich die Bedenken der Wallonen gegenüber CETA ausräumen und den Weg zur Unterzeichnung am kommenden Donnerstag ebnen. Ohne das Einverständnis der 3,6 Millionen Einwohner zählenden Wallonie muss Belgien seine Zustimmung zu dem Abkommen verweigern. Das könnte letztlich das Aus für CETA bedeuten, da es von allen 28 EU-Staaten unterzeichnet werden muss.
    EU-Flüchtlingsdeals mit Afrika sollen Zuzug bremsen:
    Die Europäische Union (EU) fordert mehr Anstrengungen, um die Zahl illegaler Migranten, vor allem aus Afrika, zu reduzieren. Um das zu erreichen, will die EU weiter an "Migrationspartnerschaften" mit Herkunfts- und Durchgangsländern arbeiten, wie aus einer Erklärung des EU-Gipfels in Brüssel hervorgeht. Vor allem mit den Ländern Niger, Nigeria, Senegal, Mali und Äthiopien sollen Abkommen geschlossen werden. Die afrikanischen Staaten erhalten Hilfsleistungen, wenn sie sich dazu verpflichten, illegale Migration zu unterbinden und abgelehnte Asylbewerber zurückzunehmen. Bei dem Gipfeltreffen entschieden die EU-Mitglieder außerdem, dass sie bis zum Jahresende den Schutz der EU-Außengrenzen stärken wollen.
    EU verzichtet auf Sanktions-Androhung gegen Russland:
    Nach langem Ringen haben die EU-Staats- und Regierungschefs auf eine Sanktionsandrohung gegen Russland im Syrien-Konflikt verzichtet. In der Abschlusserklärung des EU-Gipfeltreffens in Brüssel heißt es nun, die EU ziehe "alle verfügbaren Optionen" in Betracht, sollten die "Gräueltaten" anhalten. Ein konkreter Verweis auf Sanktionen ist aus dem Dokument gestrichen worden. Stattdessen verurteilen die EU-Mitglieder die Angriffe auf Zivilisten durch das syrische Regime und seine Verbündeten, darunter Russland, scharf. Die Europäer fordern ein Ende der Angriffe und ungehinderten Zugang zu der umkämpften Stadt Aleppo. Russland sagte zu, die aktuell geltende Feuerpause in Aleppo bis Samstag zu verlängern.
    USA irritiert über Dutertes Verhalten:
    Die US-Regierung hat mit Befremden auf den Bruch des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte mit dem langjährigen Verbündeten USA reagiert. Man werde eine Erklärung zu Dutertes Äußerung verlangen, sagte Außenamtssprecher John Kirby in Washington. Duterte hatte bei seinem Besuch in Peking am Donnerstag offiziell die "Trennung von den USA" verkündet, sowohl in militärischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Der seit Juni amtierende Staatschef setzt auf eine Annäherung an China. Unlängst beleidigte Duterte US-Präsident Barack Obama als "Hurensohn". Die gemeinsamen Patrouillen mit den USA im Südchinesischen Meer sind bereits vorläufig ausgesetzt. Der für Asien zuständige US-Vize-Außenminister Daniel Russel wird in den nächsten Tagen in Manila erwartet.
    Kampagne zur Absetzung Maduros in Venezuela gestoppt:
    Venezuelas Opposition muss in ihrem Streben nach einer Amtsenthebung des linksgerichteten Präsidenten Nicolás Maduro einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nach der Annullierung einer ersten Unterschriftenaktion vom Juni in mehreren Bundesstaaten stoppte die Wahlbehörde nun eine für kommende Woche geplante Unterschriftensammlung bis auf weiteres. Die Wahlbehörde respektiere die von den Gerichten in mindestens fünf Bundesstaaten verfügten "Maßnahmen", hieß es in Caracas. Demnach stellten die Gerichte "Betrug" vor allem bei der Auszählung der Unterschriften fest und erklärten die Resultate vom Juni für ungültig. Dabei hatte die Opposition mit fast 400.000 Unterschriften doppelt so viele erhalten wie in dieser Etappe erforderlich gewesen wären. Das Oppositionsbündnis Demokratische Einheit warf Justiz und Behörden vor, auf der Seite des Sozialisten Maduro zu stehen.
    9 min
  • 20.10.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.Feuerpause für Aleppo nun in Kraft:
    In der nordsyrischen Großstadt Aleppo herrscht nun offiziell eine Waffenruhe. Die Verbündeten Russland und Syrien hatten die Feuerpause am Montag einseitig verkündet. Sie soll nach russischen Angaben elf Stunden dauern. Bereits am Dienstagmorgen hatten Syrien und Russland überraschend ihre Luftangriffe auf die Rebellengebiete Aleppos eingestellt. Rebellen und Zivilisten sollen damit nach russischen Angaben die Möglichkeit erhalten, den von Regimegegnern kontrollierten Osten der Stadt zu verlassen. Die Rebellen lehnen allerdings einen Abzug ab. Sie werfen Russland und Syrien vor, das Angebot gleiche einer Kapitulation. Derweil flogen türkische Kampfjets nach Angaben von syrischen Aktivisten im Norden von Aleppo mehr als 20 Angriffe auf die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), einen Zusammenschluss moderater Rebellen unter kurdischer Führung. Dabei seien rund 200 Kämpfer der kurdischen Gruppe YPG getötet worden, teilte die türkische Armee mit. Die YPG wird von Ankara als ein Ableger der in der Türkei verbotenen kurdischen Untergrundorganisation PKK betrachtet, was beide Organisationen bestreiten.
    USA: IS-Anführer fliehen aus Mossul:
    Seit dem Beginn der Offensive auf Mossul sind nach Angaben der US-Streitkräfte mehrere Anführer der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) aus der zweitgrößten irakischen Stadt geflohen. Nach Angaben des US-Generalmajors Gary Volesky würden am Ende vermutlich nur die ausländischen IS-Kämpfer in Mossul bleiben. Russlands Militär warnte, dass IS-Kämpfer vom Irak nach Syrien vertrieben werden könnten. Das müsse verhindert und die Terroristen "auf der Stelle zerstört werden", sagte der russische Generalstabschef Waleri Gerasimow. Nach kurdischen Angaben sind in den vergangenen Tagen bereits 5000 bis 6000 Iraker vor den Kämpfen nach Nordsyrien geflohen. Bei ihnen soll es sich hauptsächlich um Frauen, Kinder und Ältere handeln, sagte eine Sprecherin der örtlichen kurdischen Regierung. An der Grenze sollen weitere 3000 Menschen warten. Die Vereinten Nationen befürchten im Zuge der Rückeroberung rund eine Million Flüchtlinge. Am Donnerstag kommen in Paris rund 20 Staaten zusammen, um über die Zukunft Mossuls nach der geplanten Vertreibung des IS zu beraten.
    Ukraine-Gipfel: Einigung auf neuen Fahrplan zur Friedenslösung:
    Beim Ukraine-Gipfel in Berlin haben sich die Teilnehmer auf einen neuen Fahrplan zu einer Friedenslösung geeinigt. Zudem solle im ostukrainischen Donbass eine bewaffnete Polizeimission beginnen, sagte Präsident Petro Poroschenko im Anschluss an die Gespräche. Der Maßnahmenplan zum Frieden solle das Minsker Friedensabkommen als Grundlage nehmen, so Poroschenko. Die Außenminister Russlands, der Ukraine, Frankreichs und Deutschlands sollen das Dokument bis spätestens November ausarbeiten. Der ukrainische Präsident hatte die Gespräche im Bundeskanzleramt als erster verlassen. Im Anschluss verhandelten Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Lage in Syrien. Merkel sagte, es habe harte Gespräche gegeben, auch neue Sanktionen gegen Russland seien nicht vom Tisch. Hollande sagte, Putin habe eine Verlängerung der für Donnerstag geplanten Waffenruhe in Aleppo in Aussicht gestellt. Bereits vor dem Treffen hatte Russland eine Verlängerung der achtstündigen Feuerpause auf elf Stunden angekündigt. Ob diese noch weiter verlängert werden soll, blieb unklar.
    TV-Duell: Trump lässt Anerkennung von etwaiger Wahlniederlage offen:
    In Las Vegas haben sich die beiden Kandidaten für das Amt des US-Präsidenten, die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump, ihr drittes und abschließendes TV-Duell geliefert. Bei Themen wie Abtreibung, Waffengesetze und der Besetzung höchster Richterämter gerieten sie aneinander. Trump attackierte erneut seine Rivalin Clinton sowie die Medien. Zudem wollte er sich nicht festlegen, ob er eine Wahlniederlage anerkennen werde. Beim Thema Einwanderung wiederholte Trump seine Forderung, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen. Er hielt der früheren Außenministerin vor, die USA für Migranten öffnen zu wollen.
    Mars-Sonde "Schiaparelli" gelandet - aber kein Signal:
    Die Testsonde "Schiaparelli" ist auf dem Mars gelandet, sendet aber kein Signal. Die Sonde habe den Boden des Roten Planeten berührt, sagte Thierry Blancquaert von der europäischen Weltraumagentur ESA. Es sei unklar, ob die Sonde intakt sei oder nicht. Möglicherweise habe sie einen Felsen oder einen Krater gerammt oder könne "einfach nicht kommunizieren", sagte Blancquaert. Im Zuge der europäisch-russischen Mission ExoMars hatte sich "Schiaparelli" am Sonntag nach siebenmonatiger Reise von der Atmosphärensonde TGO gelöst, mit der sie Huckepack zum Mars gereist war. Ihre Landung ist die Generalprobe für den ersten europäischen Rover, den die ESA in vier Jahren auf dem Mars absetzen will. Das Aufsetzen auf der Mars-Oberfläche gilt als eines der schwersten Raumfahrtmanöver überhaupt. Nachdem bisher keine Signale gesendet wurden, äußerte die ESA aber erste Zweifel am Gelingen der Aktion.
    10 min

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