Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Download on the App Store
  • Favorites

    666

    Followers

  • Typical duration

    9 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen episodes

  • 10.08.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Brasiliens Senat beschließt Verfahren zu Rousseffs Amtsenthebung:
    Das Amtsenthebungsverfahren gegen Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff geht in die entscheidende Phase. In der Nacht stimmte der Senat mit deutlicher Mehrheit einem Kommissionsbericht zu, der die Absetzung Rousseffs empfiehlt. Die Präsidentin steht damit formal unter Anklage und muss sich voraussichtlich Ende August einer endgültigen Abstimmung stellen. Für eine Amtsenthebung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Dann könnte Brasilien mit Michel Temer endgültig einen neuen Präsidenten haben. Der bisherige Vizepräsident wurde Anfang Mai nach Rousseffs Suspendierung für 180 Tage Interimspräsident. Führende Vertreter von Rousseffs Arbeiterpartei sind in einen milliardenschweren Korruptionsskandal um den staatlich geführten Erdölkonzern Petrobras verwickelt. Die Justiz ermittelt aber auch gegen zahlreiche Oppositionspolitiker und Unternehmer, von denen einige bereits verurteilt wurden.
    Zwei Millionen Menschen in Aleppo ohne Trinkwasser:
    Wegen anhaltender Kämpfe sind im syrischen Aleppo nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF zwei Millionen Menschen von Trinkwasser abgeschnitten. Die ganze Stadt sei seit vier Tagen ohne fließendes Wasser, und dies mitten in einer Hitzewelle, berichtete UNICEF-Syrien. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte, auch die medizinische Versorgung werde immer schwieriger. Die Vereinten Nationen forderten erneut, einmal pro Woche eine 48-stündige Feuerpause einzuhalten, um humanitäre Hilfsleistungen zu ermöglichen. Russland und die USA diskutierten derzeit über einen Plan, der regelmäßige Hilfslieferungen über die "Castello"-Nachschubroute im Norden von Aleppo möglich machen solle, sagte Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin.
    Fantasierte Trump über Waffengewalt gegen Clinton?:
    Donald Trump hat im Wahlkampf erneut für Empörung und Kontroversen gesorgt, diesmal mit einer zweideutigen Äußerung, die als indirekter Aufruf zur Gewalt gegen seine Konkurrentin Hillary Clinton gedeutet werden könnte. In Wilmington/North Carolina beklagte der republikanische Präsidentschaftsbewerber, Clinton wolle das Verfassungsrecht auf Waffenbesitz, den sogenannten Zweiten Zusatzartikel, abschaffen. Vielleicht könnten ja die Verfechter dieses Verfassungszusatzes etwas tun, "ich weiß ja auch nicht", fügte er hinzu. Von Kritikern wurde dieser Satz so verstanden, dass Trump über die Anwendung von Schusswaffen gegen Clinton fabulierte. "Was Trump sagt, ist gefährlich", meinte Clintons Wahlkampfmanager Robby Mook dazu. In sozialen Netzwerken entbrannte eine Debatte über die Äußerung. Die Trump-Kampagne wies die Vorwürfe zurück. Es gehe nur um die Einigkeit der Waffenlobby, die eine große politische Macht entfalte, sagte ein Trump-Sprecher.
    Putin und Erdogan beenden Eiszeit:
    Russlands Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan haben nach monatelanger Eiszeit einen Neuanfang der bilateralen Beziehungen besiegelt. Die beiden Staatschefs bekräftigten bei einem Treffen in St. Petersburg vor allem ihren Willen zur Wiederbelebung der Handelsbeziehungen. Es liege aber noch "viel Arbeit" vor den beiden Regierungen, sagte Putin. Das Pipeline-Projekt TurkStream soll nach Angaben der beiden Staatschefs nun zügig umgesetzt werden. Das Treffen in Putins Heimatstadt war das erste der beiden seit dem Abschuss des Kampfflugzeugs im syrischen Grenzgebiet im November. Der Zwischenfall hatte zu einer schweren Krise zwischen den beiden Ländern geführt. Bei ihrer Pressekonferenz sparten Putin und Erdogan ihre gegensätzlichen Positionen im Syrien-Konflikt weitgehend aus.
    In Rio erste Medaillen für Deutschland - Phelps holt 20. und 21. Gold:
    Am vierten Wettkampftag der Olympischen Spiele in Rio durfte auch die deutsche Mannschaft ihre ersten Medaillen bejubeln: Vielseitigkeitsreiter Michael Jung gewann Gold, nachdem er zwei Stunden zuvor bereits mit der Equipe Silber geholt hatte. Schützin Monika Karsch wurde im Wettbewerb mit der Sportpistole Zweite. US-Schwimmstar Michael Phelps konnte sich nach seinem Sieg über 200-Meter-Schmetterling die 20. Goldmedaille umhängen lassen. Sein 21. Olympia-Gold gewann der Superstar mit der US-Staffel über viermal 200 Meter Freistil.
    10 min
  • 09.08.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Trump kündigt "Steuerrevolution" in den USA an:
    Mit der Präsentation eines radikalen Reformprogramms für die US-Wirtschaft hat der schwer ins Straucheln geratene Präsidentschaftskandidat Donald Trump wieder Tritt zu fassen versucht. In seiner Rede in Detroit, dem krisengeschüttelten Zentrum der Automobilindustrie, kündigte der Immobilienmilliardär die "größte Steuer-Revolution" seit der Präsidentschaft von Ronald Reagan in den 80er Jahren an. Damit meint er eine drastische Senkung der Unternehmens- und Einkommensteuer. "Ich will Amerika wieder in Fahrt bringen", verkündete Trump, der sein Land entgegen der offiziellen Indikatoren inmitten einer tiefen Wirtschaftsmisere sieht. Zuletzt hatte der Republikaner sich mit diversen Fehltritten selbst beschädigt und in den Umfragen deutlich an Boden gegenüber seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton verloren.
    Protest gegen Trump: Ex-CIA-Mann tritt als unabhängiger Kandidat an:
    Weil er den Republikaner Donald Trump als US-Präsidenten verhindern will, tritt der ehemalige CIA-Offizier Evan McMullin als unabhängiger Kandidat an. Das erklärte der 40-Jährige auf seiner Homepage und in Interviews. Auch von der demokratischen Bewerberin Hillary Clinton fühlten sich Millionen Amerikaner nicht repräsentiert, weshalb er nun selbst antrete. McMullin gilt allerdings als chancenlos. Vielerorts sind die Fristen bereits abgelaufen, für eine Kampagne benötige er zudem sehr schnell sehr viel Geld. Allerdings könnte McMullin Trump in traditionell konservativen Bundesstaaten schaden. Als weiteres Indiz für die tiefe Spaltung der Repubikaner gilt ein gemeinsamer Brief 50 einflussreicher Republikaner in der "New York Times", in dem sie vor Trump "als gefährlichstem Präsidenten der amerikanischen Geschichte" warnen.
    Versöhnungstreffen zwischen Erdogan und Putin in St. Petersburg :
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan reist an diesem Dienstag zu Gesprächen mit Kremlchef Wladimir Putin nach St. Petersburg. Bei dem Besuch werde eine neues Kapitel in den russisch-türkischen Beziehungen aufgeschlagen, sagte Erdogan der russischen Nachrichtenagentur TASS. Das betreffe die militärische, wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit, sagte er. Erdogan und Putin bemühen sich seit einigen Wochen um eine Wiederannäherung. Die Beziehungen waren nach dem türkischen Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs nahe der türkischen Grenze in Syrien im November auf einem Tiefpunkt angekommen. Zugleich ist das Verhältnis Erdogans zu seinen westlichen Partnern deutlich abgekühlt. Der türkische Staatschef wirft ihnen unter anderem vor, sie zeigten zu wenig Solidarität für seinen Kampf gegen Putschisten im eigenen Land.
    Neue Kämpfer für die Schlacht um Aleppo:
    Die Kriegsparteien in Syrien rüsten sich mit zusätzlichen Kämpfern und Waffen für den womöglich entscheidenden Kampf um die Großstadt Aleppo. Zur Verstärkung der Regierungstruppen seien rund 2000 syrische, irakische und iranische Kämpfer sowie Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz in Aleppo eingetroffen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Auch die Rebellen hätten hunderte Kämpfer in Aleppo zusammengezogen. Die regierungsnahe Zeitung "Al-Watan" berichtete, die Truppen von Präsident Baschar al-Assad hätten Verstärkung bekommen, "um die Schlacht zur Rückeroberung von Gebieten zu beginnen", aus denen sie vertrieben wurden. Militärflugzeuge würden die Rebellen aus der Luft angreifen.
    Viele Tote bei Protesten in Äthiopien:
    In Äthiopien sind bei Demonstrationen gegen die Regierung nach Angaben von Amnesty International fast 100 Menschen ums Leben gekommen. Sicherheitskräfte hätten in der Oromia-Region nahe der Hauptstadt Addis Abeba sowie in der nördlichen Amhara-Region mit scharfer Munition auf die Demonstranten geschossen, berichtete die Menschenrechtsorganisation. Hunderte Menschen seien bei den Kundgebungen am Wochenende verletzt worden. Bei den Aufmärschen waren politische Reformen gefordert worden, vor allem auch Unabhängigkeit für die Justiz.
    Pogba teuerster Fußballer der Geschichte: ManU bestätigt Transfer:
    Die Rückkehr von Paul Pogba zu Manchester United für eine Transfer-Rekordsumme im Fußball ist perfekt. Der 23-jährige französische Profi von Juventus Turin unterschrieb einen Fünfjahresvertrag mit der Option auf eine weitere Saison, wie United jetzt bestätigte. Der englische Rekordmeister bezahlt nach Juve-Angaben 105 Millionen Euro, abhängig vom Erfolg kann sich die Ablöse auf 110 Millionen erhöhen. 2013 hatte der Waliser Gareth Bale die bislang gültige Bestmarke aufgestellt. Real Madrid bezahlte damals kolportierte 100 Millionen Euro an Tottenham Hotspur.
    10 min
  • 08.08.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Erdogan stellt Wiedereinführung der Todesstrafe in Aussicht:
    Drei Wochen nach dem Putschversuch in der Türkei hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erneut die Wiedereinführung der Todesstrafe in Aussicht gestellt. Wenn das Parlament diese Entscheidung treffe, werde er dieser zustimmen, sagte Erdogan vor mehr als einer Million Anhängern bei einer Großkundgebung in Istanbul. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Demokratie und Märtyrer". Auch die Oppositionsparteien CHP und MHP nahmen daran teil, die pro-kurdische HDP war jedoch nicht eingeladen. Bei dem gescheiterten Putsch am 15. Juli waren mindestens 273 Menschen getötet worden. Schon mehrfach schloss Erdogan seither die Einführung der Todesstrafe nicht aus. Die Europäische Union hatte wiederholt davor gewarnt, dass eine Einführung der Todesstrafe in der Türkei ein Ende der Beitrittsverhandlungen bedeuten würde.
    EU-Kommissionschef Juncker verteidigt Flüchtlingspakt mit der Türkei:
    EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker verteidigt die Flüchtlingsvereinbarung zwischen der Europäischen Union und der Türkei. Die EU müsse auch mit schwierigen Nachbarn wie der Türkei zusammenarbeiten, sagte Juncker der Berliner Zeitung "Tagesspiegel". Zugleich erklärte er im Streit um die Visa-Freiheit, dass die Türkei dafür zunächst Bedingungen erfüllen müsse. So dürften Grundrechte wie etwa die Pressefreiheit nicht einfach mit dem Hinweis auf die Anti-Terror-Gesetzgebung ausgehebelt werden. Vor einer Einführung der Visafreiheit verlangt die EU von der Türkei unter anderem eine Änderung der Anti-Terror-Gesetzgebung.
    Viele Tote bei Bombenattentat in Pakistan:
    Einem Bombenanschlag im Südwesten Pakistans sind zahlreiche Menschen zum Opfer gefallen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sprach von 20 Toten, die Agentur AP meldet sogar 30 Tote. Nach Polizeiangaben explodierte ein Sprengsatz vor einer Klinik der Stadt Quetta. Getroffen wurde demnach eine Gruppe von Anwälten und Polizisten, die sich dort versammelt hatte, nachdem am Morgen ein prominenter Rechtsanwalt ermordet worden war. Zu beiden Angriffen bekannte sich bislang niemand. Quetta ist die Hauptstadt der Provinz Belutschistan, die an Afghanistan und den Iran an!!grenzt. In dem Unruhegebiet verüben islamistische Gruppen immer wieder Anschläge auf die schiitische Bevölkerungsminderheit. Zudem kämpfen bewaffnete Separatisten gegen die Sicherheitskräfte.
    US-Bürger und Australier in Afghanistan gekidnappt:
    In der afghanischen Hauptstadt Kabul sind ein US-Bürger und ein Australier entführt worden. Unklar ist noch, ob es sich bei den Geiseln um Männer oder Frauen handelt. Unbekannte hätten die Gastprofessoren der Amerikanischen Universität mit vorgehaltener Waffe gekidnappt, teilte ein Vertreter der Sicherheitskräfte mit. Die Regierungen in Washington und Canberra bestätigten die Entführung, machten aber keine weiteren Angaben. In Afghanistan werden immer wieder Ausländer von Rebellengruppen oder kriminellen Banden verschleppt. Erst vor kurzem war eine indische Mitarbeiterin der Aga-Khan-Stiftung befreit worden, die Anfang Juni im Zentrum von Kabul entführt worden war.
    Syrische Rebellen wollen ganz Aleppo einnehmen:
    Nachdem syrische Rebellenbündnisse nach eigenen Angaben den Belagerungsring der Regierungstruppen in Aleppo durchbrochen haben, wollen sie die ganze Stadt einnehmen. Wie das Bündnis "Armee der Eroberung" in einer Erklärung mitteilte, soll dazu die Zahl der Kämpfer verdoppelt werden. Zuvor erklärte eine andere islamistische Miliz, die Rebellen hätten das Viertel Ramussa im Süden Aleppos erobert und damit den Belagerungsring durchbrochen. Syrische Regierungstruppen und ihre Verbündeten hatten vor drei Wochen die letzte Versorgungsroute der Rebellen nach Aleppo gekappt. Bei der Schlacht um Aleppo wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungstelle für Menschenrechte in einer Woche mehr als 700 Kämpfer auf beiden Seiten sowie mindestens 130 Zivilisten getötet.
    Gabriel kritisiert Merkels Flüchtlingspolitik:
    SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel hat die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Teilen bemängelt. Die Unionsparteien hätten nach der Aufnahme so vieler Menschen nicht die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, sagte Gabriel in einem Fernsehinterview. Dies gelte etwa für die Integration der Ankömmlinge, aber auch für Nachbesserungen bei der inneren Sicherheit. Die SPD habe beim Koalitionspartner um jede Polizeistelle, um jeden Kurs für Flüchtlingsintegration, um jede Sprachförderung monatelang, manchmal über ein Jahr verhandeln und ringen müssen, so der Wirtschaftsminister. Dadurch habe man "Zeit vergeudet". Merkel hatte jüngst in einer Pressekonferenz ihren Kurs in der Flüchtlingsfrage verteidigt.
    10 min
  • 06.08.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Olympische Spiele in Rio de Janeiro sind eröffnet:
    In Rio de Janeiro sind die 31. Olympischen Sommerspiele offiziell eröffnet worden. 80.000 Zuschauer nahmen im ausverkauften Maracanã-Stadion an der Eröffnungs-Show teil, die mehrere Stunden dauerte. Mehr als 11.000 Sportler aus über 200 Ländern werden bis zum 21. August um die Medaillen kämpfen. Erstmals werden auch zehn Flüchtlinge dabei sein, für die das Internationale Olympische Komitee zuvor ein eigenes Team gegründet hatte. In 28 Sportarten stehen 306 Entscheidungen auf dem Programm. Kurz vor der Eröffnungsfeier hatten mehrere Tausend Menschen in Rio de Janeiro gegen das neun Milliarden Euro teure Sport-Großereignis protestiert. Ihr Protest richtete sich auch gegen Brasiliens Interimspräsidenten Michel Temer, der die Olympischen Sommerspiele mit der traditionellen Begrüßungsformel eröffnete.
    Feuer bei Geburtstagsfeier in Rouen - mindestens 13 Tote:
    Bei einem Feuer in einer Bar im nordfranzösischen Rouen sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere Personen wurden sehr schwer verletzt, wie Innenminister Bernard Cazeneuve sagte. Die Ermittler gingen von einem Unfall aus. Die genaue Ursache für den Brand, der gegen Mitternacht im Untergeschoss der Bar "Cuba Libre" ausgebrochen war, blieb aber zunächst unklar. - Die Stadt steht noch unter dem Schock des Mordes an einem Priester in der nahegelegenen Kleinstadt Saint-Etienne-du-Rouvray durch zwei Islamisten. Am Dienstag hatten 2000 Menschen in der Kathedrale von Rouen dem Pater das letzte Geleit gegeben.
    Attentäter von Würzburg und Ansbach hatten offenbar Kontakte nach Saudi-Arabien:
    Die Attentäter von Würzburg und Ansbach haben offenbar Anweisungen von mutmaßlichen IS-Mitgliedern in Saudi-Arabien erhalten. Das berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Chat-Protokolle, die Bundesbehörden vorlägen. Demnach standen die jungen Männer über mehrere Telefonnummern in Kontakt mit der Terrormiliz "Islamischer Staat". Sie sollen konkrete Anweisungen für ihre Anschläge erhalten haben. So soll der Attentäter von Würzburg dazu aufgefordert worden sein, mit einem Auto in eine Menschenmenge zu fahren. Dies lehnte er mit der Begründung ab, er habe keinen Führerschein. Wie aus weiteren Chats hervorgeht, soll der Ansbacher Selbstmordattentäter möglicherweise weitere Anschläge geplant haben.
    Deutsche Staatsbürgerin in der Türkei festgenommen:
    Türkische Sicherheitsbehörden haben bei der Fahndung nach mutmaßlichen Putschisten erstmals eine deutsche Staatsbürgerin festgenommen. Bei der Frau seien Bücher gefunden worden, die auf Kontakte oder eine Mitgliedschaft zur Gülen-Bewegung hinwiesen, berichten WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Regierungskreise. Weiter heißt es, die deutsche Botschaft in Ankara bemühe sich seit Tagen vergeblich um Kontakt zu der Frau. Das bestätigte auch ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Die türkische Regierung macht die Gülen-Bewegung für den gescheiterten Staatsstreich vor drei Wochen verantwortlich. Seither wurden Zehntausende Militärangehörige, Lehrer und andere Staatsbedienstete entlassen, die im Verdacht stehen, der Gülen-Bewegung nahe zu stehen. 26.000 mutmaßliche Gülen-Anhänger wurden festgenommen, 13.000 sitzen bereits in Haft.
    Steinmeier gegen Ende der EU-Beitrittsgespräche mit Türkei:
    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Forderung Österreichs nach einem Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zurückgewiesen. Das Problem sei größer als die Frage, wann, wie und in welcher Geschwindigkeit Beitrittsverhandlungen geführt würden, sagte Steinmeier in Vaduz. Dort traf er sich mit den Außenministern von Liechtenstein, Österreich, Luxemburg und der Schweiz. Steinmeier warnte die türkische Regierung erneut, die Todesstrafe wieder einzuführen. Bei aller Kritik müsse der Gesprächsfaden mit Ankara erhalten bleiben. Die Türkei werde ein Nachbar bleiben, so der Außenminister weiter. Zuvor hatte Österreich einen Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen gefordert. Grund ist vor allem das umstrittene Vorgehen der türkischen Regierung nach dem gescheiterten Putsch vor drei Wochen.
    ANC erleidet herbe Verluste bei Kommunalwahlen in Südafrika:
    Bei den Kommunalwahlen in Südafrika hat der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) starke Verluste hinnehmen müssen. Nach Auszählung fast aller Stimmen kommt der ANC landesweit auf 54 Prozent der Stimmen. Damit bleibt der ANC zwar stärkste politische Kraft, erzielt aber das schlechteste Ergebnis in der Geschichte der Partei. Die größte Oppositionspartei Demokratische Allianz (DA) lag mit 26 Prozent auf dem zweiten Platz. Die Kommunalwahl wurde auch als Schlappe für Präsident Jacob Zuma gewertet, der wegen Korruption und Misswirtschaft in der Kritik steht.
    9 min
  • 05.08.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Bundesregierung: Kein Grund für Plan B bei Flüchtlingsdeal:
    Trotz Zweifeln auch in der Koalition hält die Bundesregierung am Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei fest. Es gebe "keinen Grund für einen Plan B", sagte Kanzleramtsminister Peter Altmaier der "Berliner Zeitung". Das Abkommen, mit dem Flüchtlinge vor allem aus Syrien an der Weiterreise in die EU gehindert werden, werde von den Nachwirkungen des gescheiterten Militärputsches in der Türkei derzeit nicht tangiert. Man habe "keinen Anhaltspunkt, dass die Menschen, die von der Türkei aufgenommen worden sind oder dorthin zurückgeschickt werden, schlecht behandelt" würden, sagte der CDU-Politiker. Ungeachtet der Drohungen der türkischen Regierung, das Abkommen zu kündigen, wenn die EU keine Visaerleichterungen für Türken beschließt, zeigte sich Altmaier "überzeugt, dass das Abkommen Bestand haben" werde. In ihrer Flüchtlingspolitik erhält Bundeskanzlerin Angela Merkel von den Deutschen derzeit so wenig Zustimmung wie nie zuvor. Rund zwei Drittel der Bundesbürger seien mit Merkels Kurs unzufrieden, so eine Umfrage des Forschungsinstituts Infratest dimap.
    Steinmeier nennt Trump "Hassprediger":
    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump als "Hassprediger" bezeichnet. Der SPD-Politiker erklärte bei einem Auftritt in Rostock, er schaue mit großer Sorge auf das "Ungeheuer des Nationalismus", das sich weltweit ausbreite. Es gebe Rechtspopulisten und Hassprediger wie Trump, die mit den Ängsten der Menschen spielten. Dies sei ein "Brandsatz für die Gesellschaft". Zuvor war auch Frankreichs Staatspräsident François Hollande ungewöhnlich deutlich auf Distanz zu Trump gegangen. Hollande beklagte laut französischen Medienberichten "Exzesse" Trumps, die in ihm ein "Gefühl des Brechreizes" erzeugten.
    Obama kritisiert militärisches Vorgehen Russlands in Syrien:
    US-Präsident Barack Obama hat in ungewöhnlicher scharfer Form das militärische Vorgehen Russlands in Syrien kritisiert. Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad griffen weiterhin die Zivilbevölkerung an und blockierten humanitäre Lieferungen. Russland sei direkt an diesen "bedauerlichen" Aktionen beteiligt, sagte Obama im Weißen Haus. Dies wecke Zweifel an dem Willen Moskaus, zu einer Deeskalation beizutragen. In der heftig umkämpfen Stadt Aleppo sind derzeit rund 300.000 Menschen eingekesselt. Hilfsorganisationen schlagen Alarm. Bei ihrer Offensive auf Aleppo werden die Regierungsgruppen durch russische Luftangriffe unterstützt.
    Ägyptische Anti-Terror-Einheiten töten IS-Anführer auf dem Sinai:
    Ägyptische Anti-Terror-Einheiten haben nach eigenen Angaben den Anführer des Ablegers der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf der Sinai-Halbinsel getötet. Bei der Aktion seien mehr als 45 Terroristen getötet und mehr als 20 verletzt worden, teilte das ägyptische Militär mit. Wann die Operation durchgeführt wurde, ist unklar. Den Angaben aus Kairo zufolge attackierten die Anti-Terror-Einheiten gemeinsam mit der Luftwaffe Stellungen der Terrormiliz in der Nähe von Al-Arisch, der Provinzhauptstadt des Nord-Sinai. Dabei sei der Anführer Abu Dua al-Ansari zusammen mit zahlreichen seiner Anhänger getötet worden.
    Russland startet mit 271 Athleten bei den Rio-Spielen:
    Russlands vom Dopingskandal dezimierte Olympia-Mannschaft kann 271 Athleten bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro an den Start schicken. Kurz vor der Eröffnungsfeier an diesem Freitag bekam das Land vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) die Liste der für sauber erklärten Sportler. In einer Erklärung des IOC heißt es: "271 der ursprünglich 389 Athleten auf der Liste des Russischen Nationalen Olympischen Komitees werden die Mannschaft bilden." Ausgeschlossen von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen sind die Leichtathleten und Gewichtheber Russlands. Dagegen lehnte der Internationale Sportgerichtshof CAS den Ausschluss von früher gedopten russischen Athleten als "nicht durchsetzbar" ab.
    Deutsche Fußballer starten mit 2:2 gegen Mexiko:
    Das Olympia-Abenteuer hat für die deutschen Fußballer vielversprechend begonnen. Gegen Mexiko erkämpfte sich das Team von DFB-Trainer Horst Hrubesch ein 2:2. Deutschland konnte im Stadion von Salvador zwar nicht glänzen, doch der Punktegewinn war alles andere als unverdient. 28 Jahre nach dem letzten Olympia-Auftritt einer deutschen Mannschaft hat die DFB-Elf in der Gruppe C nun gute Chancen auf das Weiterkommen. Nächste Gegner sind Südkorea und Fidschi.
    Zika-Impfstoffe erfolgreich an Affen getestet:
    Die Hoffnungen auf einen Impfstoff gegen das Zika-Virus haben durch Experimente an Affen Auftrieb bekommen. Wie das US-Wissenschaftsmagazin "Science" berichtet, wurden drei verschiedene Seren erfolgreich an Rhesusaffen erprobt. Die Tiere seien nach den Impfungen komplett gegen das Virus geschützt gewesen. Man sei optimistisch, einen "sicheren und effektiven Impfschutz für Menschen entwickeln zu können", sagte Studienleiter Dan Barouch. Das Zika-Virus ist derzeit vor allem in Lateinamerika, der Karibik und dem US-Bundesstaat Florida verbreitet. Es wird von Mücken und in seltenen Fällen auch durch Geschlechtsverkehr übertragen.
    11 min
  • 04.08.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    China blockiert Verurteilung Nordkoreas im UN-Sicherheitsrat:
    Nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest hat der UN-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung über die neuesten Entwicklungen beraten. Das Gremium konnte sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Die UN-Botschafterin der USA, Samantha Power, forderte "eine umgehende und harte Reaktion". Die Veto-Macht China stellte sich aber gegen eine schnelle Verurteilung Nordkoreas. Momentan dürfe "nichts unternommen werden, was die Situation auf der koreanischen Halbinsel verschärfen könnte", sagte der chinesische UN-Botschafter Liu Jieyi. China ist der einzige Verbündete der nordkoreanischen Führung. Mit einem neuen Raketenstart hatte Nordkorea zuvor erneut den Zorn des Westens erregt. Die Mittelstreckenrakete schlug 250 Kilometer nördlich der japanischen Küste im Meer ein.
    Österreich für Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei:
    Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Türkei will Österreich über einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen diskutieren. Bundeskanzler Christian Kern kündigte an, er wolle das Thema am 16. September im Europäischen Rat auf den Tisch legen. Es brauche ein "alternatives Konzept", fügte der sozialdemokratische Politiker im ORF hinzu. Die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei seien "nur noch diplomatische Fiktion". Zuvor hatte Kern bereits in einem Zeitungsinterview die demokratischen Standards der Türkei infrage gestellt. Allerdings sei die Türkei in sicherheitspolitischen Fragen weiterhin ein wichtiger Partner, etwa beim Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat", sagte Kern.
    Londons Bürgermeister ruft nach Messerattacke zu Ruhe auf:
    Nach der Messerattacke eines 19-Jährigen in der Londoner Innenstadt hat Bürgermeister Sadiq Kahn die Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Der junge Mann war im Stadtteil Bloomsbury auf mehrere Menschen losgegangen. Eine Frau wurde getötet, fünf weitere Menschen verletzt. Die Polizei setzte den Täter mit einem Elektroschocker außer Gefecht. Der Hintergrund des Angriffs ist noch unklar. Laut Polizei könnten psychische Probleme ein Motiv gewesen sein. Die Beamten schließen aber andere Motive nicht aus und daher werde auch überprüft, ob es einen terroristischen Hintergrund gebe. Mark Rowley, der ranghöchste britische Polizeibeamte für die Terrorismus-Abwehr, hatte davor gewarnt, dass die IS-Terrormiliz versuche, Personen mit psychischen Erkrankungen zu radikalisieren und für Anschläge einzusetzen.
    Obama verfügt größte Freilassung von Häftlingen seit mehr als hundert Jahren:
    US-Präsident Barack Obama entlässt mehr als 200 verurteilte Straftäter vorzeitig aus dem Gefängnis. Wie das Weiße Haus mitteilte, sind unter den insgesamt 214 Häftlingen auch 67 Straftäter, die lebenslange Haftstrafen verbüßten. Es handle sich um die größte Entlassungsaktion dieser Art durch einen US-Präsidenten seit mehr als hundert Jahren, erklärte der Rechtsberater des Weißen Hauses, Neil Eggleston. Viele der Häftlinge wurden wegen Drogendelikten verurteilt. Die massenhaften vorzeitigen Entlassungen sind Teil von Obamas Bemühungen zur Reform des US-Strafrechtssystems, das unter Problemen wie der Diskriminierung von Minderheiten, überbelegten Gefängnissen und unverhältnismäßig langen Haftstrafen leidet.
    Zika-Infektionen auch in der US-Armee:
    Nachdem sich das Zika-Virus vor allem in Lateinamerika ausgebreitet hat, nimmt nun auch in den USA die Sorge vor einer größeren Infektionswelle zu. Wie das Verteidigungsministerium in Washington mitteilte, haben sich schon 33 Angehörige der US-Armee mit dem Virus infiziert. Darunter sei auch eine schwangere Frau. Die Ansteckung sei vermutlich außerhalb der USA geschehen. Der genaue Übertragungsweg lasse sich aber nur schwer rekonstruieren. In einem Brief an führende Kongressabgeordnete warnte das Gesundheitsministerium, dass sich die vorhandenen Gelder zur Zika-Bekämpfung dem Ende zuneigen. Das nationale Gesundheitsinstitut habe nur noch bis Ende des Monats Geld. Ohne zusätzliche Finanzmittel werde sich die Erforschung eines Impfstoffes verzögern.
    Olympia in Rio ohne russische Gewichtheber:
    Die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro finden ohne die russichen Gewichtheber statt. Der Internationale Sportgerichtshof CAS wies einen Einspruch gegen die vom Weltverband IWF ausgesprochene Sperre zurück. Von der Sanktion sind acht nominierte russische Athletinnen und Athleten betroffen. Die IWF hatte beschlossen, wegen Verstößen gegen die Doping-Richtlinien keinem nominierten russischen Gewichtheber eine Startberechtigung für die Rio-Spiele zu erteilen.
    Fünf neue Sportarten bei Olympia 2020 in Tokio:
    Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Zulassung von fünf weiteren Sportarten für die Sommerspiele 2020 in Tokio beschlossen. In vier Jahren gehören auch Basketball/Softball, Karate, Skateboard, Sportklettern und Surfen zum Programm der Spiele. Das entschied das IOC auf seiner Session in Rio de Janeiro einstimmig. Damit werden 2020 in insgesamt 33 Sportarten Medaillen vergeben.
    11 min
  • 03.08.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Flüchtlingskrise nimmt wieder an Brisanz zu:
    Griechenland dringt angesichts der Flüchtlingskrise auf einen Alternativplan der Europäischen Union, sollte die Türkei wie angedroht den Pakt zur Aufnahme der Flüchtlinge aufkündigen. Der griechische Migrationsminister Yiannis Mouzalas sagte der "Bild"-Zeitung, die EU müsse sich Gedanken machen für den Fall, dass die Türkei ihre Grenzen wieder öffne. Athen sei sehr beunruhigt. Zuvor hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) bekanntgegeben, dass seit Jahresbeginn mehr als 3.100 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind.
    Japan fühlt sich durch neuen Raketentest Nordkoreas bedroht:
    Nordkorea hat abermals eine ballistische Rakete getestet. Die Mittelstreckenrakete ging am Mittwoch nur 250 Kilometer nördlich der Küste Japans nieder, wie die Regierung in Tokio mitteilte. Ministerpräsident Shinzo Abe sprach von einer ernsthaften Bedrohung der japanischen Sicherheit. Es handle sich um einen "empörenden Akt", der nicht toleriert werden könne. Die USA verurteilten den Raketenabschuss scharf und sagten den Verbündeten Japan und Südkorea Unterstützung zu. Mit den wiederholten Raketentests stellt sich das isolierte Nordkorea gegen internationale Warnungen und Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, mit denen das Land von der Entwicklung ballistischer Raketen abgehalten werden soll.
    USA: Republikanischer Kandidat Trump unter Druck:
    US-Präsident Barack Obama hat erneut direkt in den Wahlkampf eingegriffen und an Führungspolitiker der gegnerischen Republikaner appelliert, ihre Unterstützung für Präsidentschaftskandidat Donald Trump aufzugeben. Dieser sei ungeeignet und - Zitat - "beklagenswert unvorbereitet" für das höchste Staatsamt, erklärte Obama in Washington. Unterdessen treten zwischen Trump und namenhaften Führungsfiguren der Republikanischen Partei Gräben zutage. Der Immobilienmilliardär kündigte an, er werde den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, und Senator John McCain nicht in deren Kampagnen unterstützen, wieder in den Kongress einzuziehen. Beide hatten Trump dafür kritisiert, dass er sich auf einen Streit mit den muslimischen Eltern eines im Irak getöteten US-Soldaten eingelassen hatte.
    Bundeswehr: Höhere Sicherheitsstandards im türkischen Incirlik:
    Die Bundeswehr hat die Sicherheitsvorkehrungen für die im türkischen Incirlik stationierten deutschen Soldaten verstärkt. Die Nato-Basis werde "kurzfristig und präventiv" nur noch mit Flugzeugen angeflogen, die mit Systemen zur Verteidigung gegen Raketenangriffe ausgerüstet seien, bestätigte das Einsatzführungskommando in Potsdam. Die Bundeswehr habe sich damit entsprechenden Maßnahmen der USA und anderer Partner angeschlossen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, eine akute Gefahr für die 238 in Incirlik stationierten deutschen Soldaten bestehe nicht.
    Erdogan erbost über italienische Justiz:
    Ermittlungen der italienischen Justiz gegen den Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sorgen für Verstimmung zwischen Rom und Ankara. Italienische Medien zitieren Erdogan mit den Worten: "Wenn mein Sohn heute nach Italien zurückkehren würde, könnte er festgenommen werden." Die italienische Justiz solle sich lieber um die Mafia kümmern. Gegen Bilal Erdogan wird in Bologna wegen möglicher Geldwäsche ermittelt. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtet, der Sohn des türkischen Staatschefs habe Italien im März aus Sicherheitsgründen verlassen. Er war vergangenen Sommer nach Bologna zurückgekehrt, um sein Studium zu beenden. Zugleich besitzt er aber auch Anteile in der Schifffahrtsbranche. Italiens Regierungschef Matteo Renzi verwies darauf, dass die Richter in Italien dem Gesetz und der Verfassung folgten, nicht dem türkischen Präsidenten.
    Chinesischer Menschenrechtler zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt:
    Ein chinesisches Gericht in der Stadt Tianjin hat im Zuge der Verfolgung von Bürgerrechtsanwälten und Menschenrechtlern den Aktivisten Hu Shigen wegen "Untergrabung der Staatsgewalt" zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Hu war demnach von der Anklage vorgeworfen worden, eine "Untergrundorganisation" geführt zu haben, die sich als religiöse Gruppe ausgegeben habe. Laut staatlicher Nachrichtenagentur Xinhua ist der 61-Jährige geständig. Der ehemalige Literatur-Professor gehört zu mehr als 300 Anwälten, Kanzleimitarbeitern, Aktivisten und Angehörigen, die seit Juli vergangenen Jahres verfolgt worden sind. Hu Shigen war 2008 aus dem Gefängnis entlassen worden, nach 16 Jahren Haft wegen Beteiligung an den 1989 blutig niedergeschlagenen Tiananmen-Protesten.
    10 min
  • 02.08.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Kritik aus Berlin an Drohung der Türkei :
    Führende CDU-Politiker haben die Drohung der Türkei, das Flüchtlingsabkommen mit der EU platzen zu lassen, wenn diese kein Datum für die Einführung der Visafreiheit zusagt, als Erpressung zurückgewiesen. So hätten Staaten nicht miteinander umzugehen, sagte CDU-Vize Thomas Strobl der "Rheinischen Post". Der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Bundestag, Gunther Krichbaum, erklärte, mit derlei Drohungen setze die Türkei weitaus mehr aufs Spiel als ein Flüchtlingsabkommen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte ebenfalls in der "Rheinischen Post", Ankara habe die Kriterien für eine Visafreiheit noch nicht erfüllt. Es bringe nichts, sich gegenseitig Ultimaten zu stellen und zu drohen, so Steinmeier.
    Weiterer Terrorverdächtiger nach Nizza-Anschlag festgenommen:
    Die französische Justiz hat zweieinhalb Wochen nach dem Terroranschlag von Nizza einen weiteren Verdächtigen angeklagt und in Untersuchungshaft genommen. Der 36-Jährige sei auf Handy-Bildern mit dem mutmaßlichen Angreifer Mohamed Lahouaiej Bouhlel zu sehen, berichten mehrere französische Medien. Dem Mann werde vorgeworfen, an einer kriminellen Vereinigung teilgenommen zu haben, die im Zusammenhang mit einem Terror-Vorhaben stehe. Er soll mit Bouhlel mindestens seit einem Jahr in Kontakt gewesen sein. Bouhlel hatte in Nizza mit einem Lastwagen 84 Menschen getötet, bevor die Polizei ihn erschoss.
    US-Luftwaffe bombardiert IS-Hochburg in Libyen :
    Die US-Luftwaffe hat die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in deren libyscher Hochburg Sirte angegriffen. Libyen habe die USA um den Einsatz der Flugzeuge gebeten, sagte Ministerpräsident Fajes Seradsch im Staatsfernsehen. Dem Feind seien schwere Verluste zugefügt worden. Ein US-Regierungssprecher erklärte, die Aktion sei von Präsident Barack Obama gebilligt worden. Zuletzt hatten die USA Luftangriffe in Libyen im Februar bestätigt. Die von den Vereinten Nationen (UN) anerkannte libysche Regierung kämpft seit Mai gegen den IS in Sirte. Die Islamisten-Miliz hatte die Hafenstadt im vergangenen Jahr eingenommen und sie zu ihrer wichtigsten Hochburg außerhalb des Irak und Syriens gemacht.
    Obama schaltet sich in Streit um Trump-Äußerungen ein :
    US-Präsident Barack Obama hat sich in die Debatte um abfällige Äußerungen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump über die muslimische Familie eines im Irak getöteten Soldaten eingeschaltet. Als Oberster Kommandierender sei er den Blödsinn leid, den manche Leute über Amerikas Militär und Soldaten erzählten, sagte Obama, ohne Trump namentlich zu nennen. Auch führende Republikaner wie Senator John McCain gingen auf Distanz zu Trump. Der Vater eines toten Soldaten, der gebürtige Pakistaner Khizr Khan, hatte Trump vergangene Woche auf dem Parteitag der US-Demokraten heftig attackiert. Trump reagierte daruafhin beleidigt.
    Südkorea stoppt Verkauf von VW-Diesel:
    Vor dem Hintergrund der Ermittlungen zum Abgas-Skandal bei Volkswagen hat Südkorea den Verkaufsstopp von 80 Modellen des deutschen Autobauers im Land angeordnet. Die Zulassungszertifikate von 83.000 Autos der Marken Volkswagen, Audi und Bentley seien zurückgezogen worden, teilte das Umweltministerium mit. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Dokumente über Emissionswerte und Lärmtests geschönt zu haben. Die Behörden des Landes hatten zuvor ihre Ermittlungen gegen VW wegen des Skandals um manipulierte Diesel-Abgaswerte deutlich ausgeweitet. Zudem muss der Konzern erneut eine Strafe in dem Land zahlen. Das Umweltministerium erhob eine Geldbuße von umgerechnet 14,3 Millionen Euro. VW hatte im Juli bereits freiwillig den Verkauf von 79 Modellen in Südkorea ausgesetzt. Für Dieselfahrzeuge ist Südkorea der zweitstärkste Absatzmarkt in Asien.
    Abwahl-Referendum in Venezuela rückt näher:
    Das von der Opposition im sozialistischen Venezuela geplante Referendum zur Abwahl von Präsident Nicolás Maduro hat nach wochenlangem Streit eine wichtige Hürde genommen. Wie der Nationale Wahlrat (CNE) in der Hauptstadt Caracas mitteilte, ergab die Prüfung von eingereichten Unterschriften, dass in allen 24 Bundesstaaten das notwendige Quorum von einem Prozent der Wahlberechtigten erreicht worden ist. Nun muss der CNE einen Zeitraum festlegen, in dem innerhalb von drei Tagen überall im Land erneut Unterschriften gesammelt werden müssen. Kommt die Zahl von knapp vier Millionen - 20 Prozent der Wahlberechtigten - zusammen, folgt ein Referendum. Venezuela leidet seit Monaten unter einer dramatischen Versorgungskrise und unter politischer Polarisierung.
    Taifun fegt über Hongkong :
    Mit heftigen Sturmböen und schweren Niederschlägen ist Taifun "Nida" über die südchinesische Küste gefegt. In Hongkong wurden Windgeschwindigkeiten zwischen 80 und 150 Stundenkilometer gemessen, so dass die höchste Taifun-Alarmstufe galt. Das Leben in der Wirtschaftsmetropole Hongkong und anderen Millionenstädten kam weitgehend zum Stillstand. Schulen und Fabriken blieben geschlossen. Mehrere Millionen Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen. Hunderte Flüge und der Fährverkehr wurden gestrichen. Auch in den anderen südchinesischen Provinzen Hunan, Yunnan und der Region Guizhou wurde Sturmwarnung gegeben und vor heftigen Überschwemmungen gewarnt.
    11 min
  • 01.08.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Türkei droht der EU - Flüchtlingspakt auf der Kippe?:
    Wegen neuer Drohungen der türkischen Regierung könnte das Flüchtlingsabkommen mit der EU auf der Kippe stehen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu drohte der Europäischen Union ultimativ mit der Aufkündigung des Pakts, wenn türkischen Reisenden nicht zügig Visumfreiheit gewährt wird. Seine Regierung erwarte einen konkreten Termin. "Es kann Anfang oder Mitte Oktober sein - aber wir erwarten ein festes Datum", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Wenn es nicht zu einer Visaliberalisierung komme, sei man gezwungen, vom Rücknahmeabkommen und der Vereinbarung vom 18. März "Abstand zu nehmen". Die EU-Kommission reagierte zunächst reserviert und erklärte, man werde sich von den Drohungen aus Ankara nicht beeinflussen lassen. Die Visumfreiheit werde es nur geben, wenn alle Bedingungen dazu erfüllt seien, sagte eine Sprecherin der Brüsseler Behörde der Deutschen Presse-Agentur.
    Türkische Regierung empört über Verbot von Erdogan-Schalte nach Köln:
    Das Verbot der Live-Zuschaltung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan auf der Pro-Erdogan-Demonstration in Köln sorgt bei der türkischen Regierung für große Empörung. Nach Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin hat auch Justizminister Bekir Bozdag die Entscheidung scharf kritisiert. Zudem warf der Justizminister Deutschland eine ungerechte Behandlung der dort lebenden Türken vor. Die Veranstalter der Demonstration in Köln waren gerichtlich gegen das Verbot vorgegangen, am Samstag aber vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Nach Angaben der Polizei nahmen am Sonntag bis zu 40.000 Deutschtürken an der Kundgebung teil. Anstelle der geplanten Übertragung einer Erdogan-Rede war eine Botschaft des Präsidenten verlesen worden.
    Islamisten starten Offensive im Süden Aleppos:
    Islamistische Aufständische in Syrien haben eine Offensive gestartet, um die Belagerung Aleppos durch die Armee zu durchbrechen und blockierte Versorgungsrouten wieder freizukämpfen. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von heftigen Gefechten. Rebellen hätten südliche Stadtviertel der Metropole beschossen, die von Soldaten des Präsidenten Baschar al-Assad kontrolliert werden. Im Gegenzug hätten Kampfflugzeuge Wohngegenden bombardiert, die von Aufständischen beherrscht werden. Vor gut zwei Wochen hatten die Armee und ihre Verbündeten die letzte Versorgungsroute in die Rebellenviertel Aleppos gekappt. Zwischen 250.000 und 300.000 Einwohner sitzen nach UN-Angaben fest.
    Angriff auf Wohnanlage für Ausländer in Kabul:
    Kämpfer der radikal-islamischen Taliban haben in der Nacht ein von Ausländern bewohntes Gebäude in der afghanischen Hauptstadt Kabul überfallen. Nach Angaben der Polizei wurden drei Angreifer und ein Polizist getötet. Die Taliban hätten versucht, die Zufahrt zu der Hotelanlage zu durchbrechen, indem sie einen mit Sprengstoff beladenen Kleinlastwagen zur Explosion brachten. Die schwer geschützte Wohnanlage "Northgate" liegt in der Nähe der Luftwaffenbasis Bagram, die von den US-Truppen betrieben wird. Sie war bereits wiederholt Ziel von Taliban-Angriffen.
    Priestermord in Frankreich: Möglicher Mitwisser inhaftiert:
    Fünf Tage nach der Ermordung eines 85-jährigen Priesters in Frankreich ist ein Cousin eines der beiden islamistischen Attentäter in Untersuchungshaft genommen worden. Der 30-Jährige aus Nancy habe von den Plänen von Abdel Malik Petitjean gewusst, teilte die Staatsanwaltschaft von Paris mit. Die Auswertung seines Computers und seines Telefons hätten gezeigt, dass er "mehr wusste, als er den Ermittlern sagte", sagte ein Polizist. Ebenfalls in Haft kam ein 20-Jähriger, der im Juni vergeblich versucht hatte, gemeinsam mit Petitjean nach Syrien zu reisen. Der 19-jährige Petitjean und ein Komplize hatten am Dienstag während der Messe die Kirche der Gemeinde Saint-Étienne-de-Rouvray unweit von Rouen gestürmt, den Pfarrer Jacques Hamel ermordet und drei Frauen als Geiseln genommen. Das Duo wurde beim Verlassen der Kirche von der Polizei erschossen.
    Fahrdienste Didi Chuxing und Uber fusionieren in China:
    Die Fahrdienstvermittler Didi Chuxing und Uber wollen nach Insider-Informationen ihre Aktivitäten auf dem heiß umkämpften chinesischen Markt zusammenlegen. Die US-Firma Uber werde an dem fusionierten Unternehmen einen Anteil von 20 Prozent halten, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Der neue Fahrdienst werde mit 35 Milliarden Dollar bewertet. Der dominierende chinesische Konkurrent Didi Chuxing werde derweil eine Milliarde Dollar (895 Millionen Euro) bei Uber investieren. Auch die "New York Times" und das "Wall Street Journal" berichten von dem geplanten Zusammenschluss. Es wäre eine Kehrtwende für die beiden Unternehmen, die sich in China bislang einen erbitterten und sehr teuren Kampf um Marktanteile bei Fahrtenvermittlungen per App liefern.
    11 min
  • 30.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Erdogan will Klagen wegen Beleidigungen fallen lassen:
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat angekündigt, alle Klagen wegen Beleidigung zurückzuziehen. Dies sei ein Zeichen des guten Willens, sagte Erdogan im Präsidentenpalast in Ankara. Vor einigen Monaten hatte der Justizminister berichtet, dass in der Türkei gut 1800 solcher Verfahren anhängig sind, darunter gegen eine Reihe von Oppositionspolitikern. Es ist unklar, ob auch Fälle im Ausland eingeschlossen sind. In Frage käme etwa Erdogans Klage gegen den deutschen Satiriker Jan Böhmermann wegen dessen Gedichts "Schmähkritik". Angesichts der scharfen Kritik des Westens an seinem Vorgehen rief Erdogan die EU und die USA auf, sich "um ihre eigenen Angelegenheiten" zu kümmern, statt seinem Land Ratschläge zu erteilen. Er beklagte zudem mangelnde Anteilnahme und Solidarität nach dem Umsturzversuch vor zwei Wochen. So seien etwa aus der EU und anderen westlichen Staaten keine Repräsentanten angereist, um zu kondolieren. Kritikern hielt er vor, auf der Seite der Putschisten zu stehen.
    Steinmeier ruft Türken in Deutschland zur Mäßigung auf:
    Vor den Demonstrationen von Anhängern und Gegnern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Teilnehmer zur Mäßigung aufgerufen. Steinmeier sagte der "Süddeutschen Zeitung", es gehe nicht, "innenpolitische Spannungen aus der Türkei nach Deutschland zu tragen und Menschen mit anderen politischen Überzeugungen einzuschüchtern". In Deutschland gebe es dafür keinen Platz. Man werde das auch nicht zulassen. Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei wollen an diesem Sonntag in Köln bis zu 30.000 Erdogan-Anhänger demonstrieren. Es sind vier Gegenkundgebungen angemeldet. Die Polizei kündigte an, gegen jede Form von Gewalt hart vorzugehen. 2300 Polizisten sollen Ausschreitungen verhindern.
    Banken-Stresstest: Monte dei Paschi ist Schlusslicht:
    Beim Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht hat die italienische Banca Monte dei Paschi de Siena mit Abstand am schlechtesten abgeschnitten. Sie würde von allen 51 untersuchten Geldhäusern am stärksten von einer starken Konjunktureintrübung getroffen. Die drittgrößte Bank Italiens hat, wie viele inländische Konkurrenten, viele Kredite vergeben, die wahrscheinlich nie zurückgezahlt werden. Die neun deutschen Institute im Test erwiesen sich als ausreichend ausgestattet, wenn auch in einigen Fällen nur knapp. Die Großbanken aus 15 europäischen Ländern sollten beim Stresstest beweisen, dass sie mit ihren Kapitalpolstern eine neue Finanzkrise überstehen würden. Insgesamt erhielten die Institute ein recht ordentliches Zeugnis für ihre Krisenfestigkeit. Demnach erwiesen sich die zuletzt deutlich erhöhten Kapitalpuffer als relativ stabil. Anders als bei früheren Prüfungen konnte diesmal keine Bank durchfallen, weil diese Kategorie abgeschafft wurde.
    UN-Sicherheitsrat will Polizisten nach Burundi schicken:
    Der UN-Sicherheitsrat hat beschlossen, wegen der anhaltenden Krise in Burundi 228 Polizisten dorthin zu schicken. Sie sollen für mehr Sicherheit sorgen und die Einhaltung der Menschenrechte überwachen. Elf der 15 Mitgliedsländer stimmten für den französischen Resolutionsentwurf. China, Angola, Ägypten und Venezuela enthielten sich. Das ostafrikanische Land hatte im Vorfeld erklärt, dass es nur 50 unbewaffnete UN-Polizisten einreisen lassen wolle. Die Lage in Burundi hat sich zugespitzt, als im April 2015 Präsident Pierre Nkurunziza ankündigte, für eine dritte Amtszeit anzutreten. Die Verfassung erlaubt aber nur zwei Amtszeiten. Nach UN-Angaben wurden seither mehr als 500 Menschen getötet, viele von ihnen durch außergerichtliche Tötungen durch Sicherheitskräfte und Milizen. Mindestens 250.000 Einwohner flohen in Nachbarländer.
    Lula muss wegen Behinderung der Justiz vor Gericht:
    Der brasilianische Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva muss sich wegen Behinderung der Justiz vor Gericht verantworten. Dem linken Politiker werde vorgeworfen, die Ermittlungen zur Korruptionsaffäre um den staatlichen Ölkonzern Petrobras behindert zu haben, erklärte das Justizministerium. Gegen Lula wird unter anderem wegen des Verdachts auf Begünstigung durch einen Baukonzern ermittelt. Der Skandal um den Ölkonzern erschüttert die brasilianische Politik seit Jahren. Neben Lulas Arbeiterpartei sind auch diverse andere Parteien verwickelt. Von 2004 bis 2014 sollen mehr als zwei Dutzend Firmen, zumeist große Baukonzerne, Schmiergelder an Petrobras gezahlt haben, um an lukrative Aufträge zu kommen. Petrobras wiederum zahlte ebenfalls Bestechungsgeld an Politiker. Allein Lulas Arbeiterpartei soll bis zu 200 Millionen Dollar erhalten haben.
    9 min

About Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

From the publisher's feed

B2 | Deutsch für Fortgeschrittene: Verbessert euer Deutsch mit aktuellen Tagesnachrichten der Deutschen Welle – für Deutschlerner besonders langsam und deutlich gesprochen.

Best of Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Ranked by our users in the last 21 days

More shows like Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

Coffee Break German by Coffee Break Languages

Coffee Break German

1,463 Listeners

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Deutsche im Alltag – Alltagsdeutsch | Audios | DW Deutsch lernen

98 Listeners

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Top-Thema mit Vokabeln | Audios | DW Deutsch lernen

126 Listeners

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Wort der Woche | Audios | DW Deutsch lernen

37 Listeners

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen by DW

Das sagt man so! | Audios | DW Deutsch lernen

75 Listeners

News in Slow German (Intermediate) by Linguistica 360

News in Slow German (Intermediate)

221 Listeners

Slow German by Annik Rubens

Slow German

450 Listeners

Auf Deutsch gesagt! by Robin Meinert

Auf Deutsch gesagt!

107 Listeners

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern by Cari, Manuel und das Team von Easy German

Easy German: Learn German with native speakers | Deutsch lernen mit Muttersprachlern

945 Listeners

Deutsch Podcast - Deutsch lernen by Deutsch-Podcast

Deutsch Podcast - Deutsch lernen

144 Listeners

Deutsch lernen durch Hören by www. einfachdeutschlernen.com

Deutsch lernen durch Hören

82 Listeners

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast by expertlygerman.com

Learn German | Deutsch lernen | ExpertlyGerman Podcast

98 Listeners

German Stories - Learn German with Stories by german-stories.com

German Stories - Learn German with Stories

184 Listeners

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene by Patrick Thun und Jan Kruse

14 Minuten - Deine tägliche Portion Deutsch - Deutsch lernen für Fortgeschrittene

47 Listeners

Slow German listening experience by Teja D.

Slow German listening experience

97 Listeners