Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 29.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Clinton will als Präsidentin Jobs schaffen:
    Die Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten, Hillary Clinton, will sich im Falle ihrer Wahl vor allem um die Schaffung von Arbeitsplätzen kümmern. Ihre wichtigste Mission seien gute Jobs mit steigenden Löhnen, sagte Clinton auf dem Parteitag der Demokraten in Philadelphia, wo sie zuvor ihre Nominierung zur Präsidentschaftskandidatin angenommen hatte. Die 68-Jährige dankte ihrem partei-internen Gegenkandidaten Bernie Sanders. Er habe wirtschaftliche und soziale Fragen wieder in den Mittelpunkt gestellt. Außenpolitisch sicherte Clinton den NATO-Staaten Beistand gegen Bedrohungen zu, auch aus Russland. Mit Blick auf ihren republikanischen Konkurrenten Donald Trump sagte Clinton, dieser verbreite Angst vor der Zukunft. Er wolle die USA in der Welt isolieren und die Gesellschaft spalten. Bei einem Sieg gegen ihn würde Clinton die erste Frau an der Spitze der USA.
    Vermögen von tausenden Richtern in der Türkei soll beschlagnahmt werden:
    In der Türkei hat die Staatsanwaltschaft in Ankara die Beschlagnahmung aller Vermögenswerte von mehr als 3000 Richtern und Staatsanwälten beantragt. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die betroffenen Juristen würden verdächtigt, Verbindungen zur Bewegung des Predigers Fetullah Gülen zu haben und seien bereits vom Dienst suspendiert worden. Beschlagnahmt werden sollen demnach unter anderem Immobilien, Bankkonten oder Fahrzeuge. Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden Gülen für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich.
    Jemens Regierung bricht Friedensgespräche ab:
    Im Bürgerkriegsland Jemen hat die Regierung den Abbruch der Friedensgespräche mit den Huthi-Rebellen verkündet. Diese hatten zuvor erklärt, sie hätten einen "Obersten Rat" zur Regierung des Landes eingesetzt. Die Friedensverhandlungen zwischen der international anerkannten Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthis kommen bereits seit Wochen nicht mehr voran. Sie sollen einen Ausweg aus dem Konflikt finden, in welchem die Regierungstruppen mit Unterstützung einer sunnitischen Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens gegen die schiitischen Huthis und ihre Verbündeten in der Armee kämpfen. Die Rebellen hatten im September 2014 Jemens Hauptstadt Sanaa besetzt und im März 2015 Präsident Hadi zur Flucht ins Ausland gezwungen.
    Papst Franziskus wünscht sich rebellische Jugend:
    Papst Franziskus hat die Jugend zur Rebellion für eine bessere Welt aufgerufen. "Habt Ihr die Kraft, Euch jenen entgegenzustellen, die nicht wollen, dass sich etwas ändert?", rief das katholische Kirchenoberhaupt den schätzungsweise 600.000 Besuchern des Weltjugendtages in Krakau zu. An diesem Freitag wird der Papst das ehemalige Nazi-Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz besuchen.
    Afghanistan tritt WTO-Mitgliedschaft an:
    Als 164. Mitglied ist Afghanistan der Welthandelsorganisation (WTO) beigetreten. Die WTO hatte Ende Juni bestätigt, dass der Staat alle Hürden für eine Aufnahme genommen hat. Afghanistan hatte sich nach WTO-Angaben zum ersten Mal im Jahr 2004 um die Mitgliedschaft beworben. Das Land ist eines der ärmsten der Welt, seine Wirtschaft basiert vor allem auf der Landwirtschaft. Die stärkste Industrie ist der illegale milliardenschwere Mohnanbau und die Drogenproduktion. Afghanistan ist reich an Bodenschätzen aber die sich rapide verschlechternde Sicherheitslage schreckt Investoren ab. Durch die Mitgliedschaft in der WTO will Afghanistan laut Handelsminister Humajun Rasa, seine Rechtsstaatlichkeit stärken und die Basis für mehr Wirtschaftswachstum legen.
    Indonesien richtet Rauschgifthändler hin:
    Indonesien hat ungeachtet internationaler Proteste vier zum Tode verurteilte Drogenhändler hingerichtet, unter ihnen drei Ausländer. Die drei Nigerianer und ein Indonesier wurden auf der Gefängnisinsel Nusakambangan erschossen, wie die Behörden mitteilten. Zehn weitere Todeskandidaten, unter ihnen Bürger aus Pakistan, Indien und Simbabwe, blieb die Exekution zunächst erspart. Möglicher Grund war ein heftiger Sturm am Ort der Hinrichtungen. Erst vor wenigen Tagen hatten die Bundesregierung, die EU und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon Indonesien aufgefordert, auf die angekündigten Hinrichtungen zu verzichten.
    Hertha gewinnt in Europa-League-Qualifikation gegen Bröndby:
    FUSSBALL: Bundesligist Hertha BSC Berlin hat den ersten Schritt zur Qualifikation für die Europa League getan. Im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde setzte sich das Team von Trainer Pal Dardai mit 1:0 gegen Bröndby IF aus Dänemark durch. Den Siegtreffer erzielte Torjäger Vedad Ibisevic per Seitenfallzieher.Das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag in Kopenhagen statt.
    11 min
  • 28.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Obama empfiehlt Clinton als Nachfolgerin:
    Auf dem Parteitag der Demokraten hat US-Präsident Barack Obama seiner früheren Außenministerin Hillary Clinton die Qualifikation für seine Nachfolge bescheinigt. Es habe nie einen Mann oder eine Frau gegeben, die besser für das Präsidentenamt gerüstet gewesen sei, sagte Obama vor den Delegierten in Philadelphia. Clinton sei bei seinen wichtigsten Entscheidungen im Oval Office gewesen und wisse, weltweite Krisen zu managen. Der Präsident hob hervor, dass Clinton konkrete Pläne habe, um gesellschaftliche Barrieren abzubauen und die Chancen für alle US-Bürger zu verbessern. Dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump warf er hingegen vor, keine Konzepte für die Präsidentschaft zu haben. Zuvor hatten namhafte Demokraten, wie etwa Vizepräsident Joe Biden, scharfe Kritik an Trump geübt. In der kommenden Nacht will Clinton in ihrer Rede offiziell die Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der demokratischen Partei annehmen.
    Trump ruft Russland zu Hackerangriff auf Clinton auf :
    Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Donald Trump, hat mit einem Aufruf an die russischen Geheimdienste, verschwundene E-Mails seiner Rivalin Hillary Clinton von den Demokraten aufzuspüren, für Wirbel im Wahlkampf gesorgt. Der 70-Jährige erklärte bei einem Wahlkampfauftritt wörtlich: "Russland, wenn Du zuhörst, ich hoffe, dass Du es schaffst, die 30.000 fehlenden E-Mails zu finden." Die Mail-Affäre der Ex-Außenministerin ist eines der Hauptthemen von Trumps Wahlkampf. Clinton hatte als Ministerin von 2009 bis 2013 private Server für ihre dienstliche Kommunikation genutzt und damit gegen die Sicherheitsregeln verstoßen. Nachträglich übergab sie zwar einen Großteil der Mails an das Außenministerium, löschte aber mehr als 30.000 E-Mails, die ihren Angaben zufolge persönlichen Inhalts waren.
    Ankara ordnet Schließung von 45 Zeitungen und 16 TV-Sendern an:
    In der Türkei hat die Regierung die Schließung von 45 Zeitungen und 16 Fernsehsendern angeordnet. Nach dem gescheiterten Militärputsch vom 15. Juli hatte die Regierung bereits viele kritische Journalisten ins Visier genommen und zahlreiche Haftbefehle ausgestellt. Gemäß dem im Amtsblatt veröffentlichten Regierungsdekret werden zudem drei Nachrichtenagenturen, 23 Radiosender, 15 Zeitschriften und 29 Verlagshäuser geschlossen. Die Namen der betroffenen Medien wurden nicht veröffentlicht. Auch gegen mutmaßliche Putschisten in der Armee geht Ankara weiter vor: Wegen ihrer mutmaßlichen Verwicklung in den Umsturzversuch wurden 149 Generäle und Admiräle unehrenhaft aus der Armee entlassen. Insgesamt wurden nach dem gescheiterten Militärputsch vor knapp zwei Wochen mehr als 15.000 Menschen festgenommen, unter ihnen viele Armeezugehörige, mindestens 8000 sind immer noch in Gewahrsam.
    Polens Regierungspartei kritisiert EU-Kommission :
    Der Chef der nationalkonservativen polnischen Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, hat das Rechtsstaatsverfahren der EU-Kommission gegen sein Land kritisiert. Es bewege sich völlig außerhalb der EU-Verträge, sagte der frühere Ministerpräsident der "Bild"-Zeitung. Im Streit um die Beschneidung der Befugnisse des polnischen Verfassungsgerichts hatte die EU-Kommission Warschau am Mittwoch ein Ultimatum gestellt. Die Regierung hat drei Monate Zeit, um von Brüssel beschlossene Empfehlungen umzusetzen. Die Kommission wirft der Warschauer Regierung vor, rechtswidrig die Ernennung mehrerer Verfassungsrichter rückgängig gemacht, die Unabhängigkeit des Gerichts eingeschränkt und seine Beschlüsse missachtet zu haben. In dem "Bild"-Interview warf Kaczynski Deutschland indirekt ein Vormachtstreben in der EU vor.
    Amokläufer von München soll Rechtsextremist gewesen sein:
    Der Amokläufer von München war nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ein Rassist mit rechtsextremistischem Weltbild. Er habe es als "Auszeichnung" verstanden, dass er am selben Tag Geburtstag hatte wie Adolf Hitler, nämlich am 20. April, berichtet das Blatt unter Berufung auf Sicherheitskreise. Auch sei der aus einer iranischen Familie stammende 18-Jährige stolz darauf gewesen, als Iraner und als Deutscher "Arier" zu sein. Die Staatsanwaltschaft München widersprach allerdings der Darstellung, die Ermittlungsbehörden gingen von rechtsextremistischen Motiven des Amokläufers aus. Das Landeskriminalamt in München wollte den FAZ-Bericht weder bestätigen, noch dementieren. Ali David S. hatte am Freitagabend neun Menschen und später sich selbst getötet.
    10 min
  • 27.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    US-Demokraten nominieren Clinton als Präsidentschaftskandidatin:
    Hillary Clinton ist offiziell zur Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen in den USA nominiert worden - und damit die bislang erste Frau mit realistischen Aussichten auf das höchste Staatsamt. Als Präsidentin wolle sie Frauen den Weg ebnen, kündigte sie in einer Videobotschaft an: "Sollten da draußen einige kleine Mädchen sein, die lange aufbleiben und zuschauen durften, lasst mich nur sagen: Ich könnte die erste Präsidentin sein - aber eine von Euch ist die nächste." Der unterlegene Bewerber, Vermonts Senator Bernie Sanders, verkündete auf dem Treffen in Philadelphia den Sieg der früheren US-Außenministerin. Zuvor hatten alle 50 Staaten in alphabetischer Reihenfolge ihre Delegiertenstimmen abgegeben. Clinton tritt im November gegen den Republikaner Donald Trump an.
    Anschlag auf Kirche bei Rouen: Terror trotz Fußfessel:
    In Frankreich laufen die Ermittlungen zu dem islamistischen Anschlag auf eine katholische Kirche in der Normandie. Die zuständige Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat weitere Einzelheiten zu einem der Attentäter bekannt gegeben. Demnach war der 19-Jährige den Behörden seit mehr als einem Jahr als Islamist bekannt. In Deutschland und in der Türkei wurde er festgenommen, weil er nach Syrien ausreisen wollte. Nach der Untersuchungshaft kam er im März frei, musste aber eine elektronische Fußfessel tragen und wurde unter Hausarrest gestellt. Zu dem zweiten Angreifer gibt es noch keine offiziellen Angaben. Die beiden hatten gestern Vormittag während einer Messe den 85-jährigen Priester getötet und ein Gemeindemitglied lebensgefährlich verletzt, bevor sie von Polizisten erschossen wurden.
    Neuer BKA-Lagebericht zur Cyberkriminalität:
    Das Bundeskriminalamt (BKA) stellt seinen Lagebericht zur Cyberkriminalität 2015 vor. BKA-Präsident Holger Münch will dabei auch Informationen zum Waffenhandel im Darknet geben. Nach dem Amoklauf in München streiten Experten zunehmend über anonyme Marktplätze im Internet. Hintergrund ist, dass der Amokläufer von München nach bisherigen Erkenntnissen seine Waffe im Darknet gekauft hatte. Der Chaos Computer Club (CCC) warnt davor, die anonymen Bereiche des Internets zu verteufeln. Das Bedrohungsszenario, das von deutschen Behörden gezeichnet würde, sei nicht sehr realistisch, sagte Linus Neumann vom CCC. Tatsächlich habe der Amokläufer für den Kauf der Waffe über das "Darknet" laut Medienberichten Monate gebraucht, sagte Neumann. In der realen Welt wäre dies wahrscheinlich sehr viel schneller gegangen.
    US-Richter gibt grünes Licht für VW-Vergleich:
    Volkswagen kann den Abgasskandal in den USA beilegen. Ein Bezirksgericht in San Francisco stimmte einem Vergleich zu, der nach monatelangen Verhandlungen mit US-Behörden und Hunderten Privatklägern zustande gekommen war - allerdings erst einmal nur vorläufig. Der Kompromiss sieht vor, dass rund eine halbe Million Dieselbesitzer ihre Autos an VW zurückgeben oder reparieren lassen können. Ingesamt entstehen dem VW-Konzern dabei voraussichtlich Kosten in Höhe von umgerechnet bis zu 13,9 Milliarden Euro. Es ist die höchste Wiedergutmachung, die ein Autobauer in den USA jemals leisten musste. Die Kläger haben nun mehrere Wochen Zeit, um den Vergleich zu akzeptieren. Danach will das Bezirksgericht endgültig entscheiden.
    Gewinn-Rückgang bei Apple:
    Die sinkende Nachfrage nach dem iPhone hat den Gewinn des US-Elektronikkonzerns Apple deutlich einbrechen lassen. Der Netto-Gewinn des Unternehmens schrumpfte in den vergangenen drei Monaten um 27 Prozent auf umgerechnet 7,1 Milliarden Euro, wie der Konzern mitteilte. Apple verkaufte demnach von April bis Ende Juni rund 40,4 Millionen iPhones. Damit machte der IT-Riese nur noch gut 56 Prozent seines Gesamtumsatzes mit dem Smartphone. Zuletzt hatte der Anteil der iPhone-Verkäufe am Gesamtumsatz bei rund 75 Prozent gelegen. Die Apple-Aktie stieg dennoch nach Börsenschluss um 6,1 Prozent, weil Analysten von noch schlechteren Entwicklungen ausgegangen waren.
    Junge Katholiken erwarten den Papst:
    Papst Franziskus wird heute beim Weltjugendtag in der polnischen Stadt Krakau erwartet. Dort will er gemeinsam mit den jungen Gläubigen beten und feiern. Bis zu anderthalb Millionen Menschen kommen in den nächsten Tagen zum weltgrößten Katholikentreffen. Wegen der Gewaltakte der vergangenen Tage wie in Nizza, München, Ansbach und in einer Kirche in der Normandie wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Mindestens 25.000 Polizisten, Soldaten und Rettungskräfte sollen für Sicherheit sorgen. Der Papst wird während seiner fünftägigen Polen-Reise auch das frühere Konzentrationslager Auschwitz besuchen und dort Überlebende treffen.
    11 min
  • 26.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    US-Demokraten: Sanders dominiert Parteitagsauftakt:
    Zum Auftakt des Nominierungsparteitags für die US-Präsidentschaftswahl haben sich die Demokraten um Einigkeit und Geschlossenheit der Partei bemüht. Der im Vorwahlkampf unterlegene Bewerber Bernie Sanders stellte sich in einem flammenden Appell hinter seine parteiinterne Rivalin Hillary Clinton. Die frühere Außenministerin müsse die nächste Präsidentin der USA werden, rief Sanders den über 4700 Parteitagsdelegierten zu. Zuvor hatte es einen Eklat um Sanders gegeben, der schließlich zum Rücktritt von Parteichefin Debbie Wasserman Schultz geführt hatte. Gehackte und von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichte E-Mails der Demokraten hatten gezeigt, dass die Parteiführung im Vorwahlkampf einseitig auf der Seite Clintons stand. Die Bundespolizei FBI leitete wegen des Hackerangriffs auf die Computer der Partei Ermittlungen ein.
    Viele Tote bei Amoklauf in Japan:
    In der Nähe der japanischen Hauptstadt Tokio hat ein Mann in einem Behindertenheim mindestens 19 Menschen erstochen. Nach Medienberichten wurden bis zu 45 weitere Menschen verletzt, viele von ihnen schwer. Der 26-jährige Täter habe sich kurz nach dem Verbrechen auf einer Polizeistation gestellt. Den Berichten zufolge behauptete der Mann, er habe früher in dem Behindertenwohnheim in der Stadt Sagamihara gearbeitet. Als Motiv soll er Hass auf Behinderte angegeben haben. Japan gilt im internationalen Vergleich weiterhin als Land mit relativ geringer Gewaltkriminalität. Doch haben dort in den vergangenen Jahren die Übergriffe mit Messern zugenommen.
    Generalbundesanwalt ermittelt zu Selbstmordanschlag in Ansbach:
    Nach dem Selbstmordanschlag von Ansbach hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Sie will unter anderem prüfen, ob der Täter Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte. Auf dem Handy des 27-jährigen Flüchtlings aus Syrien hatten die Ermittler ein Bekennervideo gefunden, in dem er einen Terroranschlag "im Namen Allahs" gegen Deutsche androht und sich zum IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi bekennt. Das IS-Sprachrohr "Amak" behauptete, der Attentäter sei ein IS-Soldat. Bei der Explosion nahe dem Gelände eines Musikfestivals in Ansbach waren mindestens zwölf Menschen verletzt worden, einige von ihnen schwer. Der Syrer hatte offenbar kurz zuvor einen Bescheid erhalten, dass er nach Bulgarien abgeschoben werden sollte. Er war wegen zwei Suizidversuchen in Behandlung. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer kündigte nach der Tat einen massiven Personalaufbau bei der bayerischen Polizei an und forderte eine härtere Linie bei Abschiebungen.
    Südsudans Präsident Kiir setzt Rivalen Machar ab:
    Der Konflikt im Südsudan droht sich wieder zuzuspitzen. Präsident Salva Kiir setzte seinen Stellvertreter und Erzrivalen Riek Machar ab und ersetzte ihn durch einen General. Anhänger Kiirs und Machars hatten sich vor kurzem massive Kämpfe geliefert, bevor schließlich eine Waffenruhe ausgerufen wurde. Kiir hatte seinem geflohenen Widersacher ein Ultimatum gestellt, innerhalb 48 Stunden in die Hauptstadt Juba zurückzukehren, um ein im vergangenen Jahr geschlossenes Friedensabkommen zu retten. Sollte Machar dem Aufruf nicht folgen, werde er seines Postens enthoben. Der Staatschef und sein ehemaliger Vize gehören unterschiedlichen Volksgruppen an und bekämpfen sich schon lange politisch und militärisch. Rund 2,5 Millionen Menschen flohen bis jetzt vor den Kämpfen. Der Südsudan hatte sich erst vor fünf Jahren vom Sudan losgelöst.
    Selbstmordanschläge auf afrikanische Soldaten in Somalia:
    In der somalischen Hauptstadt Mogadischu hat es zwei schwere Explosionen gegeben. Nach Polizeiangaben hatte ein Selbstmordattentäter eine Autobombe vor dem Stützpunkt der Truppen der Afrikanischen Union gezündet. Ein zweiter Angreifer versuchte die Gebäude zu stürmen. Er zündete seinen Sprengstoff im Eingangsbereich der Kaserne, die sich in der Nähe des Flughafens befindet. Weitere Einzelheiten sind bislang nicht bekannt. Bislang bekannte sich niemand zu dem Angriff. Die sunnitische Fundamentalisten-Miliz Al-Shabaab hatte in der Vergangenheit vergleichbare Anschläge verübt.
    10 min
  • 25.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Sprengstoffanschlag eines syrischen Asylbewerbers in Ansbach:
    Bei einem Sprengstoffanschlag im fränkischen Ansbach hat sich ein Asylbewerber aus Syrien selbst getötet und mindestens zwölf Menschen verletzt. Die Hintergründe sind noch unklar, ein islamistischer Terrorangriff wird nicht ausgeschlossen. Der Täter, den die Behörden als 27-jährigen Flüchtling identifizierten, hatte zuvor offenbar vergeblich versucht, auf ein Musikfestival vorzudringen. Der Sprengstoff mit Metallstücken war in einer Rucksackbombe. Es sei "glücklichen Umständen" zu verdanken, "dass nicht weitere Menschen zu Tode gekommen sind", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Der Syrer, ein abgelehnter, aber geduldeter Asylbewerber, soll der Polizei strafrechtlich bekannt sein, unter anderem wegen Drogen- und Nötigungsdelikten. Er war nach Angaben des Ministers wegen zweier Suizidversuche in Behandlung. Eine Sonderkommission prüft ungeachtet dessen, ob der Angreifer Verbindungen ins islamistische Milieu gehabt haben könnte.
    Amoklauf in München: Freund als Mitwisser festgenommen:
    Im Zuge der Ermittlungen zum Amoklauf in München ist ein Freund des 18-jährigen Täters als mutmaßlicher Mitwisser festgenommen worden. Gegen den 16-jährigen Afghanen werde wegen Nichtanzeigens einer Straftat ermittelt, teilte die bayerische Polizei mit. Der Jugendliche hatte sich nach dem Blutbad mit neun Todesopfern bei den Behörden gemeldet, weil er den Täter kannte, sich bei seinen Aussagen aber in Widersprüche verwickelt. Gegen ihn soll Haftbefehl beantragt werden.
    Amnesty: Folterungen in der Türkei:
    Nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International werden in der Türkei Häftlinge misshandelt und gefoltert. Dafür gebe es glaubwürdige Hinweise, so die Organisation. Diese bezögen sich auf Informationen über die Behandlung der mehr als 10.000 inhaftierten Verdächtigen, denen eine Beteiligung an dem gescheiterten Putschversuch von Teilen der türkischen Armee vorgeworfen werde. Amnesty forderte die Regierung in Ankara auf, unabhängigen Beobachtern Zugang zu allen Einrichtungen zu gewähren, in denen Verdächtige festgehalten werden. Die Regierung müsse diese Praktiken sofort beenden, sagte Europa-Direktor John Dalhuisen. Seit dem gescheiterten Putsch vor über einer Woche wurden in der Türkei rund 60.000 Soldaten, Polizisten, Beamte und Lehrer suspendiert oder festgenommen.
    Parteichefin der US-Demokraten kündigt Rücktritt an:
    Die Vorsitzende der US-Demokraten, Debbie Wasserman Schultz, hat im Zusammenhang mit der Wikileaks-E-Mail-Affäre ihren Rückzug aus dem Amt angekündigt. Sie will ihren Posten nach dem viertägigen Parteikonvent, der heute beginnt, räumen. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte 19.000 E-Mails aus dem Wahlkampfteam der Partei der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In ihnen wird die Schärfe deutlich, die im Vorwahlkampf zwischen Bernie Sanders und Hillary Clinton herrschte. Die E-Mails zeigen, dass Spitzenpolitiker der Partei Clinton den Vorzug vor Sanders gaben.
    Welt-Anti-Doping-Agentur enttäuscht über IOC-Urteil:
    Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA ist über die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) enttäuscht, russische Sportler zur Olympiade in Rio de Janeiro zuzulassen. Ein Ausschluss der russischen Athleten hätte eine ganz klare zukunftsorientierte Linie aufgezeigt, wird WADA-Chef Craig Reedie in einem Statement zitiert. Der sogenannte McLaren-Report habe schließlich jenseits aller Zweifel ein staatlich gestütztes Doping-Programm in Russland dargelegt, das die Prinzipien eines sauberen Sports im Einklang mit dem WADA-Code ernsthaft untergrabe. Sehr betroffen sei die WADA auch von der Nachricht, dass Whistleblowerin Julia Stepanowa in Rio nicht starten darf. Stepanowa habe mit viel Mut den größten Dopingskandal der Geschichte aufgedeckt, heißt es. Die Botschaft, die ihr Startverbot an alle Whistleblower der Zukunft aussende, bereite der WADA große Sorgen.
    Eklat bei Eröffnung des Olympischen Dorfes:
    Bei der Eröffnung des Olympischen Dorfes im brasilianischen Rio de Janeiro hat es einen Eklat wegen des mangelhaften Zustands der Unterkünfte gegeben. Die Delegation Australiens weigerte sich, ihr Quartier zu beziehen. Das Australische Olympische Komitee beschwerte sich unter anderem über defekte Wasserleitungen und verstopfte Toiletten. Die "Vila dos Atletas" war am Sonntag offiziell eröffnet worden - weniger als zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele. Das Organisationskomitee von Rio 2016 räumte die Probleme ein und versprach eine rasche Lösung.
    11 min
  • 23.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Attentäter von München war 18-jähriger Deutsch-Iraner:
    Bei dem Todesschützen von München handelt es sich laut Polizei um einen 18-jährigen Deutsch-Iraner. Er habe allein gehandelt, hieß es weiter. Der mutmaßliche Täter hatte in einem Münchner Einkaufszentrum neun Menschen erschossen und 16 weitere verletzt, drei von ihnen schwer. Seine Leiche wurde in der Nähe des Einkaufszentrums am Olympiapark aufgefunden. Er soll sich selbst getötet haben. Über die Hintergründe der Tat, die die bayerische Landeshauptstadt den ganzen Freitagabend lahmgelegt hatte, machte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä keine Angaben. Dazu seien weitere Ermittlungen nötig. Am Morgen durchsuchte die Polizei eine Wohnung im Stadtteil Maxvorstadt. Ein mehrstöckiges Wohnhaus wurde weiträumig abgesperrt, Ermittler trugen Kartons aus dem Haus.
    Bundessicherheitskabinett kommt nach Münchner Anschlag zusammen:
    Nach dem Anschlag in München kommt an diesem Samstag das Bundessicherheitskabinett in Berlin zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Dem Gremium unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gehören auch Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Innenminister Thomas de Maizière (CDU), Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) an. Gegebenenfalls können weitere Minister und Vertreter der Sicherheitsbehörden hinzukommen. De Maizière unterbrach nach Angaben seines Ministeriums bereits zum zweiten Mal in dieser Woche seinen Urlaub und flog aus den USA zurück nach Berlin.
    Offenbar starker Anstieg der Asylanträge von unbegleiteten Jugendlichen:
    Die Zahl der Asylanträge von unbegleiteten Jugendlichen ist deutlich gestiegen. Bis Ende Juni seien bundesweit schon mehr als 17.000 Asylanträge aus dieser Gruppe registriert worden, berichtet der Hessische Rundfunk (hr). Dies geht laut hr auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine "Kleine Anfrage" der Grünen-Fraktion hervor. Das seien rund sechs Mal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Demnach wurde in diesem Jahr aber erst über knapp 3000 Anträge entschieden - in den meisten Fällen positiv. In 89,2 Prozent der Fälle wurde den Jugendlichen Asyl gewährt. Die Bearbeitung der Anträge dauert laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge derzeit mehr als sieben Monate.
    Seehofer: "Zuwanderer in Deutschland stärker kontrollieren":
    Nach dem Axt-Angriff auf Zugreisende in Würzburg hat der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer gefordert, Flüchtlinge stärker zu kontrollieren. "Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern müssen sich die Flüchtlinge genauer anschauen, damit sich solche schlimmen Dinge wie in Würzburg nicht wiederholen", sagte Seehofer den Zeitungen der Funke Mediengruppe noch vor der Schießerei in einem Münchner Einkaufszentrum. "Wir müssen uns sicher sein, dass keine Verbindungen zum 'Islamischen Staat' bestehen", sagte der bayerische Ministerpräsident. Am Montagabend hatte ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan mehrere Menschen schwer verletzt. Er wurde auf der Flucht von der Polizei erschossen.
    Clinton beruft Tim Kaine zum Kandidaten für Vizepräsidentschaft:
    Die voraussichtliche Kandidatin der US-Demokraten für die Präsidentschaftswahl, Hillary Clinton, hat Tim Kaine als Bewerber für den Posten als Vizepräsident benannt. Der frühere Gouverneur des Bundesstaates Virginia gilt als erfahrener Polit-Profi, der wegen seiner Spanisch-Kenntnisse auch die bedeutende Wählergruppe mit lateinamerikanischer Abstammung erreichen kann. "Ich bin geehrt, ihr Vize zu sein", erklärte Kaine über Twitter. Die Demokraten werden in der kommenden Woche in Philadelphia offiziell entscheiden, wer gegen den republikanischen Kandidaten Donald Trump im November antreten wird.
    Türkische Regierung erklärt 11.000 Pässe für ungültig:
    Nach dem Putschversuch in der Türkei geht die Regierung in Ankara weiter rigoros gegen Militärs und Beamte vor, denen sie eine Unterstützung der Revolte vorwirft. Die Reisepässe von fast 11.000 Verdächtigen wurden für ungültig erklärt. Betroffen seien vor allem Pässe von Staatsbediensteten, sagte Innenminister Efkan Ala im Sender CNN Türk. Viele Inhaber der Pässe seien untergetaucht oder bereits in Polizeigewahrsam, verlautete aus Regierungskreisen. Außerdem wurden knapp 300 Soldaten der Präsidentengarde festgenommen. Die Soldaten sind Teil des Spezialkräfte-Regiments am Präsidentenpalast in Ankara.
    9 min
  • 22.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Trump verspricht Amerikanern Wohlstand und Sicherheit:
    Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Donald Trump, zieht mit dem Versprechen von mehr Arbeitsplätzen und einem harten Kurs gegen Kriminalität in die heiße Phase des Wahlkampfs. "Kriminalität und Gewalt, die heute unsere Nation heimsuchen, werden bald ein Ende haben", sagte er in Cleveland, nachdem er die Nominierung der Republikaner für die Wahl angenommen hatte. Trump betonte, dass er Amerika an die erste Stelle setzen werde anstelle der Globalisierung. Der Immobilienmogul kündigte außerdem Steuerentlastungen an. Seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton warf er vor, die Probleme des Landes nicht in den Griff bekommen zu können. In den USA wird am 8. November der Nachfolger von Präsident Barack Obama gewählt.
    Erdogan will nach Putschversuch türkisches Militär umbauen:
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat knapp eine Woche nach dem gescheiterten Putschversuch eine Neustrukturierung des Militärs angekündigt, da weitere Revolten aus den Reihen der Armee möglich seien. "Wir sind wachsamer geworden", betonte das Staatsoberhaupt in einem Reuters-Interview. Nach dem Umsturzversuch sind Tausende Soldaten und Offiziere festgenommen worden. Die Regierung in Ankara wirft den Putschisten vor, zum Netzwerk des im US-Exil lebenden türkischen Predigers Fethullah Gülen zu gehören.
    U-Haft für mutmaßliche Komplizen des Nizza-Attentäters:
    Gegen fünf mutmaßliche Unterstützer des Attentäters von Nizza ist Untersuchungshaft (U-Haft) angeordnet worden. Drei der Verdächtigen wird Beihilfe zum Mord im Zusammenhang mit einem Terrorakt vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft in Paris mitteilte. Einer der drei soll gemeinsam mit einem Paar aus Albanien dem 31-jährigen Tunesier Mohamed Lahouaiej Bouhlel die Waffe besorgt haben, mit der der Attentäter geschossen haben soll. Bouhlel war am 14. Juli in eine Menschenmenge auf der Strandpromenade von Nizza gerast und hatte 84 Menschen getötet, bevor die Polizei ihn erschoss. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) beanspruchte den Anschlag für sich.
    BKA warnt nach Axt-Attacke vor weiteren Anschlägen:
    Nach der Axt-Attacke in einem Regionalzug warnt das Bundeskriminalamt (BKA) vor weiteren Anschlägen in der Bahn. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Demnach schreibt das BKA in einem aktuellen Lagebild, das Verkehrsmittel Bahn unterliege einer "hohen Bedrohungsqualität", die sich jederzeit in einem erfolgreichen Anschlag manifestieren könne. - Ein aus Afghanistan stammender Flüchtling hatte am Montagabend in einem Regionalzug bei Würzburg fünf Menschen mit Axt- und Messerhieben verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich. Das BKA erwartet dem "Focus"-Bericht zufolge, dass der Anschlag die rechte Szene "bestärken" wird. Asylbewerber könnten nach dem Würzburger Vorfall "verstärkt in den Zielfokus von Gewaltstraftaten rücken", heißt es demnach in dem BKA-Lagebild.
    Teilniederlage für Tsipras bei Wahlgesetzänderung:
    Mit einer Änderung des Wahlgesetzes hat das griechische Parlament den 50-Stimmen-Bonus der stärksten Partei abgeschafft. Nicht durchsetzen konnte sich der linke Ministerpräsident Alexis Tsipras allerdings mit seinem Plan, die Reform bereits zur nächsten Wahl in Kraft zu setzen. Die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit dafür kam nicht zustande. Damit gilt bei der nächsten Wahl noch einmal das Gesetz, das die stärkste Partei begünstigt: Sie bekommt einen Bonus von 50 Abgeordneten im 300 Sitze zählenden Parlament. Der Bonus soll zur Bildung stabiler Regierungen beitragen. Bei der vergangenen Wahl hatte Tsipras mit seiner Linkspartei Syriza davon profitiert. Aktuell liegt in den Umfragen die konservative Nea Dimokratia (ND) mit vier bis sechs Prozentpunkten vorn.
    9 min
  • 21.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Erdogan verhängt Ausnahmezustand über Türkei:
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat einen dreimonatigen Ausnahmezustand für sein Land verkündet. Die Entscheidung sei notwendig, um schnell "alle Elemente entfernen zu können", die in den Putschversuch verstrickt seien. Gleichzeitig kündigte er weitere Verhaftungen und Entlassungen an. Nachdem am Wochenende vor allem Richter, Polizisten und Soldaten vom Dienst suspendiert wurden, stand in den vergangenen beiden Tagen der Bildungssektor im Fokus des Präsidenten. Seit dem Putschversuch am Freitag wurden mittlerweile etwa 60.000 Staatsbedienstete suspendiert oder verhaftet, weil sie der Gülen-Bewegung nahestehen sollen. Erdogan macht den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Bei dem gescheiterten Staatsstreich wurden nach offiziellen Angaben mindestens 290 Menschen getötet.
    Cruz verweigert Trump seine Unterstützung:
    Am dritten Tag des Parteitags der US-Republikaner sind erneut die Spannungen zwischen Anhängern und Gegnern des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump offen zutage getreten. Der erzkonservative Senator Ted Cruz, der Trump in den Vorwahlen unterlegen war, verweigerte in seiner Rede vor den Delegierten dem Milliardär seine Unterstützung. Stattdessen rief er die Republikaner auf, im November frei nach ihrem Gewissen zu wählen. In der Veranstaltungshalle in Cleveland kam es daraufhin zu tumultartigen Szenen. Trump-Anhänger buhten den Texaner aus. Aus Sicherheitsgründen musste Cruz' Ehefrau aus der Arena eskortiert werden. Trump warf Cruz über Twitter vor, ein Versprechen gebrochen zu haben, dass sie sich beide während der Vorwahlen gegeben hätten - nämlich denjenigen, der die Präsidentschaftskandidatur gewinne, zu unterstützen.
    Gericht spricht Wortführer der Hongkonger Demokratie-Proteste schuldig:
    In einem Prozess gegen die Wortführer der Demokratiebewegung in Hongkong hat ein Gericht den Studentenführer Joshua Wong schuldig gesprochen. Das Gericht sah es in dem Urteil als erwiesen an, dass Wong 2014 an einer "unrechtmäßigen Versammlung" teilnahm, die den Anstoß für wochenlange Großdemonstrationen von Demokratiebefürwortern gab. Das Strafmaß soll Mitte August verkündet werden, ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft. Wong war im September 2014 mit Mitstreitern in das Gelände eines Regierungskomplexes in Hongkong eingedrungen, um für Demokratie zu demonstrieren. Der Kundgebung schlossen sich weitere Protestmärsche an. Nach einem Versuch der Polizei, die Demonstranten mit Tränengas auseinanderzutreiben, gerieten sie zeitweilig außer Kontrolle. In den anschließenden zwei Monaten folgten zahlreiche Großdemonstrationen.
    Internationale Hilfe für den Irak:
    In Washington wurden bei einer internationalen Geberkonferenz für den Irak Hilfszusagen in Höhe von mehr als 1,8 Milliarden Euro gemacht. Ein Sprecher des US-Außenministeriums erklärte, weitere Zusagen würden derzeit noch finalisiert. Deutschland hat nach Angaben des Auswärtigen Amts zugesagt, bis Ende nächsten Jahres 160 Millionen Euro zusätzlich bereitzustellen. Damit summiert sich die deutsche Irak-Hilfe auf annähernd eine halbe Milliarde Euro. Mit dem Geld will die internationale Gemeinschaft dem Irak helfen, die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zurückzudrängen. Zudem soll in Gebieten, die einst vom IS besetzt waren, die humanitäre Hilfe aufgestockt und die Infrastruktur wiederhergestellt werden. Die Geberkonferenz mit 24 teilnehmenden Ländern war von den USA, Deutschland, Kanada, den Niederlanden, Japan und Kuwait initiiert worden. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums konnte die Anti-IS-Koalition im Irak bis zum April 45 Prozent des vom IS gehaltenen Territoriums zurückerobern. Im Nachbarland Syrien waren es demzufolge 20 Prozent.
    Saudi-Arabien: Fatwa gegen Pokémon erneuert:
    In Saudi-Arabien hat das Ständige Komitee für Rechtsfragen Stellung zur beliebten Smartphone-App "Pokémon Go" bezogen. Die oberste religiöse Instanz verwies dabei auf eine von ihr erstellte Fatwa aus dem Jahr 2001. In dem islamischen Rechtsgutachten wird ein Pokémon-Spiel für den Computer als nicht mit dem Islam vereinbar bezeichnet, da es sich dabei um ein Glücksspiel handele und die Figuren auf der Evolutionstheorie von Charles Darwin zu basieren scheinen. Da die neue Version für Smartphones im Grundsatz mit dem alten Computerspiel übereinstimme, gelte die Fatwa von 2001 auch weiterhin. Die beliebte App "Pokémon Go" animiert die Spieler, mit ihrem Smartphone durch die Gegend zu laufen und in der echten Welt versteckte virtuelle Pokémon-Figuren einzufangen. In Saudi-Arabien ist die Anwendung noch nicht verfügbar, sie wurde aber von zahlreichen Menschen bereits illegal heruntergeladen. Am Flughafen der Stadt Dschasan im Südwesten des Landes wurden bereits drei junge Männer festgenommen, die mit der App gespielt haben sollen.
    11 min
  • 20.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Trump von Republikanern als Präsidentschaftskandidat nominiert:
    Der Immobilienmilliardär Donald Trump ist von den US-Republikanern offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert worden. Beim Parteitag in Cleveland im Bundesstaat Ohio erhielt der 70-Jährige die erforderliche absolute Mehrheit der Delegiertenstimmen. Trump wird bei der Wahl im November gegen die Ex-Außenministerin Hillary Clinton antreten, die kommende Woche von einem Parteitag der Demokraten nominiert werden soll.
    Frankreich verlängert Ausnahmezustand um sechs Monate:
    Als Reaktion auf den Anschlag von Nizza hat die französische Nationalversammlung den Ausnahmezustand um sechs Monate verlängert. Premierminister Manuel Valls erklärte in der Debatte, es werde wahrscheinlich weitere Anschläge geben. Es sei hart, dies zu sagen, aber es sei seine Pflicht, sagte der sozialistische Politiker. Der Ausnahmezustand war nach den islamistischen Anschlägen von Paris im November 2015 mit 130 Toten verhängt und bereits drei Mal verlängert worden. Er ermöglicht unter anderem Ausgangssperren, Wohnungsdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss auch in der Nacht und Hausarrest für Menschen, die als Gefahr für die Sicherheit und öffentliche Ordnung angesehen werden.
    WikiLeaks veröffentlicht Tausende E-Mails der türkischen Regierung:
    Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat wie angekündigt Hunderttausende E-Mails der türkischen Regierungspartei AKP veröffentlicht. Die Organisation postete auf Twitter einen Link, der zu einer Art Suchmaschine auf ihrer Webseite führt. Dort können die E-Mails nach einzelnen Begriffen oder Sätzen durchsucht werden. Wikileaks veröffentliche den ersten Teil der AKP-E-Mails, war auf der Seite zu lesen. Die Datenbank bestehe aus 762 Posteingängen und insgesamt 294.548 E-Mails. Der Inhalt solcher Mails beziehe sich aber meist nicht auf Interna der Regierung, sondern auf "Beziehungen mit der Welt", also vermutlich auf außenpolitische Themen. Die aktuellste Mail sei am 6. Juli verschickt worden, die älteste stamme aus dem Jahr 2010. Das Material sei eine Woche vor dem Putschversuch in der Türkei erlangt worden.
    Obama sichert Türkei Unterstützung bei Aufklärung des Putschversuchs zu:
    Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei hat US-Präsident Barack Obama seinem Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan Unterstützung bei der Aufklärung der Hintergründe zugesichert. In einem Telefongespräch mit Erdogan habe Obama den Putschversuch verurteilt und eine Untersuchung der Vorfälle gefordert, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Thema des Gesprächs war auch die von Erdogan geforderte Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen, der in den USA lebt. US-Außenminister John Kerry hatte von der türkischen Regierung zuvor "Beweise" für die angebliche Verstrickung Gülens in den Putschversuch gefordert.
    Deutschland gibt 160 Millionen Euro extra für den Irak:
    Deutschland will dem Irak zum Wiederaufbau und zum Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bis Ende 2017 zusätzlich 160 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dies kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor der Abreise zu einer Geberkonferenz in den USA an. Bei dem Treffen in Washington will die internationale Gemeinschaft insgesamt mehr als zwei Milliarden Dollar für die Menschen im Irak sammeln. Das Geld soll unter anderem für humanitäre Hilfe und die Minenräumung in Städten und Gegenden ausgegeben werden, die einst vom IS besetzt waren. Von dem deutschen Geld sollen zehn Millionen Euro in die Stadt Mossul fließen, die derzeit noch vom IS gehalten wird. Insgesamt summiert sich die deutsche Hilfe nun auf knapp eine halbe Milliarde Euro. Hinzu kommt ein ungebundener Kredit von nochmals 500 Millionen Euro.
    Israels Parlament verabschiedet Gesetz zu Ausschluss von Abgeordneten:
    Nach einer scharf geführten Debatte hat das israelische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das den Ausschluss von Abgeordneten aus der Volksvertretung per Mehrheitsbeschluss ermöglicht. Die von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unterstützte Vorlage richtet sich gegen Knesset-Mitglieder, die sich der "Anstachelung zum Rassismus" schuldig machen oder die "den bewaffneten Kampf gegen den Staat Israel unterstützen". Mit der Vorlage hatte die Regierungskoalition auf den Besuch dreier arabischer Abgeordneter bei den Hinterbliebenen mutmaßlicher palästinensischer Angreifer reagiert, die von israelischen Sicherheitskräften erschossen worden waren. Die arabischen Abgeordneten bestreiten allerdings eine politische Motivation des Besuchs. Die Opposition sieht in dem Gesetz einen Einschüchterungsversuch vor allem gegen arabische Abgeordnete.
    Gauck spricht sich gegen Volksentscheide auf Bundesebene aus:
    Bundespräsident Joachim Gauck hat sich dagegen ausgesprochen, den Bürgern politische Fragen auf Bundesebene zur Abstimmung in Referenden vorzulegen. Es gebe eine ganze Reihe von Themen wie etwa Sicherheit, Steuern und Währungspolitik, bei denen einfache Antworten wie Ja oder Nein nicht ausreichten, sagte Gauck der "Bild"-Zeitung. Oft müssten schwierige Kompromisse gefunden werden, die mit Volksentscheiden nicht möglich seien. Gauck äußerte sich auch zu den Konsequenzen aus dem Brexit-Referendum der Briten. Eine harte Haltung gegenüber Großbritannien bei den bevorstehenden Verhandlungen über den Austritt halte er nicht für den geeigneten Weg, erklärte das deutsche Staatoberhaupt.
    12 min
  • 19.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Herrmann: Handgemalte IS-Flagge bei Angreifer von Würzburg gefunden:
    Nach der Axt- und Messerattacke in einem Regionalzug bei Würzburg verdichten sich die Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund. Im Zimmer des Flüchtlings sei eine "handgemalte IS-Flagge" gefunden worden, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) im ZDF-"Morgenmagazin". Der 17-Jährige soll laut einer Zeugenaussage "Allahu Akbar", arabisch für "Gott ist groß" gerufen haben. Bei dem Angriff waren am Montagabend mehrere Menschen schwer verletzt worden - der aus Afghanistan stammende Angreifer wurde erschossen.
    26 Tote bei Busunglück in Taiwan:
    Bei einem Busunglück in Taiwan sind 26 Menschen ums Leben gekommen. Der Reisebus mit Touristen aus Festlandchina war nach Angaben der taiwanesischen Regierung auf dem Weg zum Flughafen der Hauptstadt Taipeh von der Straße abgekommen und in Flammen aufgegangen. Die Touristengruppe kam demnach aus der nordchinesischen Stadt Dalian. Auch der Busfahrer und der Reiseführer kamen bei dem Unfall ums Leben.
    Offener Streit um Nominierung Trumps bei Parteitag:
    Zum Auftakt des Parteitags der US-Republikaner ist es zum Streit über die anstehende Nominierung des Immobilienmilliardärs Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten gekommen. Gegner und Anhänger Trumps lieferten sich bei der Convention in Cleveland im Bundesstaat Ohio heftige Wortgefechte. Die Gegner Trumps verlangten eine namentliche Abstimmung über das Verfahren zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten. Die Parteitagsleitung ließ aber nur per Akklamation entscheiden. Bestätigt wurde dabei die Regel, dass die Delegierten in ihrem Votum über den Kandidaten an die Ergebnisse der Vorwahlen gebunden sind. Trump hatte die Vorwahlen mit klarer Mehrheit gewonnen. Er soll an diesem Dienstag nominiert werden.
    China startet neue Manöver im Südchinesischen Meer:
    China startet neue Militärmanöver im Südchinesischen Meer. Eine Woche nach dem Urteil des internationalen Schiedsgerichts, dass die weit reichenden chinesischen Ansprüche in dem Seegebiet ohne rechtliche Grundlage seien, wird ein Sektor östlich der Südspitze der Insel Hainan bis Donnerstag jeweils am Tage für die Schifffahrt gesperrt. Das teilte die chinesische Meeresverwaltung mit. Die Ankündigung der Manöver erfolgte während des Besuches des Marinechefs der USA, John Richardson, in Peking. Sein chinesischer Kollege Wu Shengli sagte dem US-Admiral, China werde "niemals seine Souveränität und Interessen im Südchinesischen Meer opfern".
    Von der Leyen unzufrieden mit Abbrecherquote bei Bundeswehr:
    Wegen der hohen Abbrecherquote im freiwilligen Wehrdienst sieht Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen Nachbesserungsbedarf bei der Bundeswehr. "Da müssen wir uns als Arbeitgeber noch mehr anstrengen", sagte die Ministerin der "Rheinischen Post". Sie sei "unzufrieden" damit, dass jeder Vierte den freiwilligen Wehrdienst abbreche. "Die hoch motivierten jungen Leute wollen bei der Bundeswehr gefordert werden", sagte sie. Positiv hob die Ministerin hervor, dass sich gut 20 Prozent nach dem Freiwilligendienst als Zeit- oder Berufssoldat verpflichteten. Von der Leyen bekräftigte, die Bundeswehr müsse ein "Spiegel der Gesellschaft" werden. Nach ihren Angaben hat inzwischen jeder Sechste in der Bundeswehr einen Migrationshintergrund. Zudem gebe es 9000 Menschen mit Behinderung in der Truppe. Unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen der Soldaten würden auch in den weltweiten Einsätzen helfen, wo sich die Bundeswehr auf andere Kulturen einstellen und sensibel mit den unterschiedlichsten Gruppen umgehen müsse.
    Charlize Theron: Rassismus behindert Kampf gegen Aids:
    Die aus Südafrika stammende Hollywood-Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Charlize Theron hat auf der Welt-Aids-Konferenz in Durban Rassismus, Sexismus und Ungleichheit für das Andauern der weltweiten Aids-Epidemie verantwortlich gemacht. Die Welt habe alle Mittel zur Verfügung, die Epidemie zu beenden und doch habe es allein 2015 rund 2,1 Millionen HIV-Neuinfektionen gegeben, sagte die 40-Jährige unter tosendem Beifall vor Tausenden Delegierten. Weltweit starben im vergangenen Jahr 1,1 Millionen Menschen an den Folgen der Immunschwächekrankheit Aids, 800.000 von ihnen in Afrika.
    Medwedew suspendiert stellvertretenden russischen Sportminister :
    Der russische Ministerpräsident Dimitri Medwedew hat nach der Veröffentlichung des McLaren-Reports zu jahrelangem systematischem Doping in seinem Land den stellvertretenden Sportminister Juri Nagornich suspendiert. Staatspräsident Wladimir Putin hatte zuvor angekündigt, sämtliche Offizielle zu suspendieren, die laut Bericht an den Manipulationen beteiligt waren. Sportminister Witali Mutko, der in dem Report an vielen Stellen genannt wurde, bleibt dagegen weiter im Amt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA forderte, Russland von den bevorstehenden Olympischen Spielen in Brasilien auszuschließen. Die Spitze des Internationalen Olympischen Komitees will in einer Telefonkonferenz an diesem Dienstag erste Entscheidungen treffen.
    12 min

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