Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 18.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Türkei verstärkt Polizeipräsenz in Istanbul:
    Nach dem gescheiterten Putsch von Teilen des Militärs hat die türkische Regierung 1800 zusätzliche Spezialkräfte der Polizei in Istanbul zusammengezogen. Diese Kräfte mit gepanzerten Fahrzeugen würden an strategisch wichtigen Einrichtungen und Straßen der größten Stadt des Landes eingesetzt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Unterdessen bezeichnete der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim den vergangenen Freitag, an dem der Putschversuch begann, als "Feiertag der Demokratie". In einer Rede vor Demonstranten in der Hauptstadt Ankara sagte Yildirim, dass "nichts mehr wie früher" sein werde. Wie zuvor Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan forderte auch Yildirim das Volk auf, sich weiterhin zu versammeln und gegen den Umsturzversuch zu demonstrieren. Die Regierung hat inzwischen mit den angedrohten "Säuberungen" in Militär und Justiz begonnen. Rund 3000 Militärangehörige wurden festgenommen, fast ebenso viele Richter und Staatsanwälte abgesetzt und in Gewahrsam genommen.
    EU besorgt über Lage in der Türkei:
    Die EU hat sich beunruhigt über die Lage in der Türkei nach dem gescheiterten Militärputsch gezeigt. Das Vorgehen der Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan gegen ihre Gegner mache ihn sehr besorgt, sagte EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn in Brüssel. Offenbar seien Listen für Verhaftungen bereits vorbereitet gewesen. Dass sie schon nach dem Ereignis verfügbar waren, weise darauf hin. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sagte, Rechtsstaatlichkeit und demokratische Grundsätze müssten eingehalten werden - auch "zum Wohle des Landes selbst". Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nannte den gescheiterten Militärputsch einen "Weckruf für die türkische Demokratie". Zugleich forderte Steinmeier die Türkei auf, bei der Aufarbeitung des Putschversuchs "alle rechtsstaatlichen Grundsätze" zu achten. Alle Beteiligten müssten sich ihrer Verantwortung für die Demokratie und ihre Verfassungsordnung bewusst bleiben, betonte der deutsche Außenminister.
    Mutmaßlicher Schütze von Baton Rouge wähnte sich wohl in Rassen-Kampf:
    Nach den tödlichen Schüssen auf Polizisten im US-Bundesstaat Louisiana sind mehr Details über den mutmaßlichen Täter bekannt geworden. Die Polizei identifizierte den Schützen, der nach der Attacke selbst getötet worden war, als einen 29 Jahre alten afroamerikanischen Irak-Veteranen. In sozialen Netzwerken hatte er zur Gegenwehr gegen Übergriffe weißer US-Bürger auf Schwarze aufgerufen. "Gewalt ist nicht die Antwort (es ist eine Antwort)", schrieb er auf Twitter. Weiter hieß es: "Wann erhebt Ihr Euch endlich, damit Eure Leute nicht wie die Ureinwohner ausgerottet werden?" US-Präsident Barack Obama verurteilte die Tat als feige. Der Schütze hatte drei Polizisten in der Stadt Baton Rouge getötet und mehrere verletzt.
    Attentäter von Nizza bereitete Anschlag gezielt vor :
    Frankreich stellt sich nach dem Anschlag in Nizza mit mindestens 84 Todesopfern auf weitere Angriffe ein. Gegen Terrorismus gebe es keine absolute Sicherheit, sagte Ministerpräsident Manuel Valls. Nach Erkenntnissen der Ermittler hatte der Attentäter den Anschlag vom Donnerstagabend gezielt vorbereitet. So habe der 31-Jährige die Strandpromenade, auf der er mit einem Lastwagen in die Menschenmenge raste, bereits Tage vorher ausgespäht. Mittlerweile zeichnet sich immer deutlicher ein islamistischer Hintergrund der Tat ab, nachdem der Tunesier zunächst als nicht religiös beschrieben worden war. Womöglich hatte er auch Helfer. Ein Albaner, der am Sonntag festgenommen wurde, könnte dem Täter eine Pistole besorgt haben.
    Immer noch Milliarden D-Mark in Umlauf:
    Mehr als 14 Jahre nach der Einführung des Euro-Bargeldes horten die Menschen in Deutschland weiterhin Mark und Pfennig im Milliarden-Wert. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank waren Ende Juni Scheine und Münzen im Wert von 12,76 Milliarden D-Mark im Umlauf. Das entspricht 6,53 Milliarden Euro. 167,3 Millionen Banknoten und 23,5 Milliarden Münzen wurden bisher nicht zurückgegeben. Von den Banknoten wird vor allem der 10-DM-Schein gehortet - noch 72 Millionen Stück sind im Umlauf. Bei den Münzen ist der Glückspfennig mit 9,7 Milliarden Stück am beliebtesten. Ein größerer Teil der Münzen und Scheine werde aus nostalgischen Gründen aufbewahrt oder sei bei Sammlern zu finden, vermutet die Bundesbank. Andere dürften verloren gegangen oder zerstört worden sein. Jährlich werden der Notenbank zufolge im Schnitt 100 Millionen Mark umgetauscht.
    10 min
  • 16.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Putschversuch des Militärs in der Türkei:
    Bei einem Putschversuch von Streitkräften in der Türkei gegen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat es nach Regierungsangaben mindestens 60 Tote und zahlreiche Verletzte gegeben. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim erklärte, man habe die Situation wieder unter Kontrolle. Nach Angaben aus Regierungskreisen sind 754 Militärangehörige festgenommen worden. Es gab schwere Explosionen, darunter am Parlament in der Hauptstadt Ankara. Die Lage im Land ist weiter unübersichtlich. In Istanbul waren auch am Morgen noch Schüsse und Explosionen zu hören. Dort waren ebenso wie in Ankara Kampfflugzeuge und Hubschrauber im Einsatz. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte die Bewegung seines in den USA lebenden Erzfeindes Fethullah Gülen, hinter dem Putschversuch zu stecken, was dieser aber dementierte. Er verurteile den Putschversuch, erklärte Gülen. Erdogan sprach von einem Akt von Landesverrat, für den eine Minderheit innerhalb des Militärs verantwortlich sei. Dies werde Anlass für eine Säuberung der Armee sein.
    Bundesregierung stellt sich hinter türkische Regierung:
    Angesichts des Putschversuchs in der Türkei haben sich politische Anführer und Organisationen weltweit hinter die gewählte Regierung gestellt. Regierungssprecher Steffen Seibert sicherte im Namen der Bundesregierung der Führung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan die Unterstützung Deutschlands zu. Er betonte, die demokratische Ordnung der Türkei müsse respektiert werden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief die Konfliktparteien in der Türkei zum Gewaltverzicht auf. Die EU forderte eine schnelle Rückkehr zur verfassungsgemäßen Ordnung. EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte, Militärputsche hätten keinen Platz in der modernen Türkei. Auch die NATO und US-Präsident Barack Obama stellten sich hinter die türkische Regierung. Das Auswärtige Amt riet allen Deutschen in Istanbul und Ankara zu äußerster Vorsicht, vor allem auf öffentlichen Plätzen und in Menschenansammlungen. Sie sollten Wohnungen und Hotels im Zweifel nicht verlassen und die Berichterstattung aufmerksam verfolgen.
    Motiv des Attentäters von Nizza noch unbekannt:
    Nach dem Attentat in Nizza ist das Motiv des Täters weiter unklar. Der 31 Jahre alte Tunesier war den Behörden nicht als Islamist bekannt, hatte aber in den vergangenen Jahren zahlreiche Straftaten begangen. Wie der Pariser Staatsanwalt François Molins mitteilte, war der Täter im März zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, unter anderem wegen Bedrohung, Diebstahls und Sachbeschädigung. Nach Angaben seines Vaters war der Tunesier psychisch krank. Am späten Donnerstagabend hatte der Mann in Nizza auf der Flaniermeile am Strand ein Blutbad angerichtet. Er war während eines Feuerwerks zum französischen Nationalfeiertag mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Die Polizei erschoss ihn bei dem Angriff. Nach jüngsten Angaben kamen mindestens 84 Menschen ums Leben, mehr als 200 wurden verletzt. Unter den Opfern sind mehrere Ausländer, darunter mindestens drei Deutsche.
    Trump benennt Gouverneur Pence als Vize:
    Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Donald Trump, hat den Gouverneur des Bundesstaates Indiana, Mike Pence, zu seinem Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten ernannt. Mit einer Nachricht im Kurzmitteilungsdienst Twitter bestätigte Trump entsprechende Medienberichte. Der 57-jährige Pence regiert seit dreieinhalb Jahren in Indiana. Zuvor war er zwölf Jahre lang Abgeordneter im Repräsentantenhaus in Washington. Der Gouverneur vertritt bei vielen Themen sehr konservative Ansichten. So lehnt er gleichgeschlechtliche Ehen und das Recht auf Abtreibungen ab. Seine Ernennung gilt als starkes Signal an den rechten Flügel der Republikaner. An diesem Samstag will Trump seinen Vize bei einer Pressekonferenz offiziell vorstellen.
    USA und Russland wollen Waffenruhe in Syrien retten:
    Die USA und Russland haben sich offenbar auf konkrete Schritte geeinigt, um die Waffenruhe in Syrien vor dem Scheitern zu bewahren. Das gab US-Außenminister John Kerry nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau bekannt. Zu Einzelheiten der getroffenen Vereinbarung wollte sich Kerry nicht äußern. Dies solle die Fortsetzung der Arbeit an einer friedlichen Lösung abseits der Öffentlichkeit erlauben. Kerry hatte insgesamt zwölf Stunden lang mit Lawrow gesprochen. Zuvor war er bereits mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengekommen. Auf Vermittlung der USA und Russlands war Ende Februar eine Waffenruhe zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Syrien vereinbart worden. Sie wurde jedoch wiederholt gebrochen. Während die USA im Syrien-Konflikt die gemäßigten Aufständischen unterstützen, steht Russland hinter Machthaber Baschar al-Assad.
    9 min
  • 15.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    LKW rast in Menschenmenge: Mindestens 84 Tote bei Anschlag in Nizza:
    Bei einem mutmaßlichen Anschlag in Nizza sind mindestens 84 Menschen getötet worden. 18 weitere Menschen seien schwer verletzt worden, erklärte das französische Innenministerium. Ein Lastwagen raste am späten Donnerstagabend auf der Uferpromenade der südfranzösischen Küstenstadt ungebremst in eine Menschenmenge, die dort das Feuerwerk zum Abschluss des Nationalfeiertags verfolgt hatte. Der Angreifer wurde erschossen. Im Lastwagen seien Ausweispapiere eines 31-jährigen Franko-Tunesiers gefunden worden, hieß es aus Polizeikreisen. Nach ersten Erkenntnissen der französischen Polizei soll der Mann nicht politisch radikalisiert gewesen sein. Das berichtete der Nachrichtensender BFMTV am Freitag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Präsident François Hollande hatte zuvor von dem "terroristischen Charakter" des Angriffs gesprochen. In einer Fernsehansprache kündigte er an, den wegen Terroranschlägen verhängten Ausnahmezustand um weitere drei Monate zu verlängern.
    Politiker weltweit zeigen sich solidarisch mit Frankreich:
    Nach dem Anschlag von Nizza haben Politiker weltweit ihre Solidarität mit Frankreich erklärt. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Rande des ASEM-Gipfels im mongolischen Ulan Bator: "Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs." Sie sei überzeugt, dass man den Kampf trotz aller Schwierigkeiten gewinnen werde. Bundespräsident Joachim Gauck sprach von "einem Angriff auf die gesamte freie Welt". Der Anschlag gelte den Werten der französischen Revolution, "die auch unsere Werte sind", teilte der Bundespräsident während eines Staatsbesuchs in Uruguay mit. US-Präsident Barack Obama betonte laut einer Mitteilung des Weißen Hauses: "Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten." Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den Lastwagen-Anschlag in Nizza als "barbarischen und feigen terroristischen Anschlag" scharf verurteilt.
    Merkel und Medwedew beraten über Umsetzung des Ukraine-Abkommens:
    Am Rande des ASEM-Gipfels haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew über die Umsetzung des Minsker Friedensabkommens für die Ostukraine gesprochen. Dabei hätten sich beide Seiten entschlossen gezeigt, die Vereinbarung zügig umzusetzen, erklärte Merkel nach dem Treffen im mongolischen Ulan Bator. Das Minsker Friedensabkommen war im Februar 2015 abgeschlossen worden, hat die Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und Regierungstruppen aber bis heute nicht beenden können. An dem zweitägigen Treffen in der mongolischen Hauptstadt nehmen Vertreter aus 51 Ländern teil. Im Mittelpunkt des informellen Dialogforums stehen die schwierige Lage der Weltwirtschaft und der Konflikt um Chinas Streben nach Vorherrschaft im Südchinesischen Meer. Peking will die jüngste Entscheidung des internationalen Schiedshofes in Den Haag nicht anerkennen, wonach Chinas weitreichende Ansprüche ohne rechtliche Grundlage sind.
    Deutsch-russischer "Petersburger Dialog" tagt:
    In der russischen Stadt St. Petersburg wird an diesem Freitag das Treffen des deutsch-russischen Diskussionsforums "Petersburger Dialog" fortgesetzt. Mehr als 250 Politiker und Aktivisten aus beiden Ländern wollen in zehn Arbeitsgruppen unter anderem über Menschenrechte und die Flüchtlingskrise sprechen. Der "Petersburger Dialog" war früher an ein Treffen der Regierungen aus Berlin und Moskau gekoppelt. Deutschland setzte die Diskussionen wegen der russischen Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 aus. Beide Seiten kamen erst 2015 in Potsdam wieder zusammen. Der Petersburger Dialog soll einen Rahmen bieten für den Austausch zwischen deutschen und russischen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Das Forum war 2001 vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in der ehemaligen Zarenstadt St. Petersburg gegründet worden.
    Kerry drängt bei Treffen mit Putin auf Zusammenarbeit in Syrien:
    US-Außenminister John Kerry hat bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin auf eine engere Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland im Syrien-Konflikt gedrängt. Er hoffe auf einen echten Fortschritt, sagte er in Moskau. Die USA und Russland könnten sehr viel erreichen, was dem Frieden diene. Zuvor hatte die "Washington Post" berichtet, Kerry wolle Putin vorschlagen, die Kräfte im Kampf gegen Terroristen in Syrien zu vereinen. Die Idee der USA sei es, eine gemeinsame Kommandozentrale für massive Luftangriffe einzurichten. Kerry dementierte die Angaben nicht, wollte sich aber nicht näher dazu äußern. Für Freitag sind ausführliche Gespräche zwischen Kerry und Außenminister Sergej Lawrow geplant.
    11 min
  • 14.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Theresa May beginnt mit Regierungsarbeit:
    Die neue britische Premierministerin Theresa May beginnt an diesem Donnerstag mit der Regierungsarbeit. Ihre wichtigste Aufgabe sei der Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit, sagte sie kurz nach ihrer offiziellen Ernennung durch Königin Elizabeth II. Am Mittwochabend besetzte sie wichtige Posten in ihrem Kabinett neu, um die Weichen für den geplanten Austritt aus der Europäischen Union zu stellen. Boris Johnson, einer der wichtigsten Befürworter des EU-Austritts, wurde überraschend zum Außenminister ernannt. Der Londoner Ex-Bürgermeister galt zunächst als Favorit im Rennen um den Premierposten, verzichtete aber auf eine Kandidatur. Der Abgeordnete David Davis ist als Minister für den geplanten Brexit zuständig. Mays Amtsvorgänger David Cameron war wegen der schweren Niederlage beim Brexit-Referendum zurückgetreten. 52 Prozent der Wähler hatten für den Austritt aus der EU gestimmt.
    NATO-Russland-Rat bringt keine Entspannung:
    In den festgefahrenen Konflikt zwischen Russland und der NATO ist auch durch ein neues Treffen des NATO-Russland-Rats keine spürbare Bewegung gekommen. Beide Seiten beschrieben die Atmosphäre bei den Gesprächen in Brüssel zwar als gut. Gleichzeitig betonten sie, sich nicht einig zu sein. Es sei eine gute Gelegenheit gewesen, um sich gegenseitig die Positionen zu erklären, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Der russische NATO-Botschafter Alexander Gruschko nannte den Austausch "offen und ehrlich". Topthema des Treffens waren die Ergebnisse des NATO-Gipfels in Warschau. Moskau kritisiert die jüngsten Aufrüstungsbeschlüsse des Militärbündnisses, die eine Verlegung mehrerer Tausend Soldaten in das östliche NATO-Gebiet vorsehen. Die NATO begründet sie mit der Ukraine-Krise und der Angst östlicher Mitgliedsländer vor einem russischen Angriff. Vor allem Litauen, Lettland, Estland und Polen fühlen sich bedroht.
    Evakuierungsmission der Bundeswehr im Südsudan beendet:
    Die Bundeswehr hat die Evakuierung deutscher Staatsbürger aus dem afrikanischen Krisenstaat Südsudan abgeschlossen. Der letzte von insgesamt vier Transall-Flügen der Bundeswehr aus der Hauptstadt Juba sei in Uganda gelandet, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. Mit dem letzten Flug seien auch die Mitarbeiter der deutschen Botschaft ausgereist. Angesichts der Eskalation des Konflikts im Südsudan hatte die Bundeswehr am Mittwoch 32 Bundesbürger und 122 weitere Ausländer ausgeflogen. Die USA entsenden unterdessen 47 Soldaten zum Schutz ihrer Botschaft und Diplomaten in den Südsudan. Dies kündigte Präsident Barack Obama an. - Südsudans Hauptstadt war von heftigen Kämpfen zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Stellvertreter Riek Machar erschüttert worden. Die Gefechte ließen ein Wiederaufflammen des Bürgerkriegs befürchten. Allein am Freitag, dem ersten Tag der Gefechte, wurden laut Regierungsangaben mehr als 300 Menschen getötet.
    Gericht kassiert Amnestiegesetz in El Salvador: :
    Der Oberste Gerichtshof von El Salvador hat das Amnestiegesetz für Verbrechen, die im Bürgerkrieg begangen wurden, für verfassungswidrig erklärt. Nach Ansicht der Richter steht der allgemeine Straferlass aus dem Jahr 1993 im Widerspruch zum Schutz der Menschenrechte und vereitelt Ermittlungen. Zudem verhindere er eine Entschädigung der Opfer. Im Bürgerkrieg zwischen linken Rebellen, rechten Todesschwadronen und den Streitkräften wurden zwischen 1980 und 1992 mehr als 70.000 Menschen getötet. Viele Verbrechen wie der Mord an dem zuletzt seliggesprochenen Erzbischof Óscar Romero oder das Massaker an 1000 Bauern in El Mozote wurden wegen der Amnestie nie vor Gericht verhandelt. Beobachter befürchten, dass das Urteil des Obersten Gerichtshofs die Konflikte in der tief gespaltenen Gesellschaft wieder anfacht. Denn es ermöglicht Strafverfolgern, neue Ermittlungen wegen Gräueltaten im Krieg aufzunehmen.
    Gauck beginnt Staatsbesuch in Uruguay:
    Bundespräsident Joachim Gauck beginnt an diesem Donnerstag einen Staatsbesuch in Uruguay. In Montevideo wird unter anderem eine Ausstellung zu 160 Jahren deutsch-uruguayischer Beziehungen eröffnet. Auch eine Diskussion zum Thema Jugendarbeitslosigkeit und soziale Spannungen ist angesetzt. Gauck hatte zuvor Chile einen Staatsbesuch abgestattet. Dabei waren die Aufarbeitung der Militärdiktatur von 1973 bis 1990 und die Verbrechen der deutschen Sekte "Colonia Dignidad" zentrale Themen. Gauck wies eine juristische Mitverantwortung Deutschlands für die Taten der "Colonia Dignidad" zurück. Die Verantwortung des chilenischen Staates könne nicht auf Deutschland übertragen werden, wenn in Chile eine Gruppe von kriminellen Deutschen sich an Landsleuten und Chilenen vergangen habe.
    10 min
  • 13.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Obama fordert rassenübergreifenden Respekt:
    US-Präsident Barack Obama hat bei einer Gedenkfeier für die fünf getöteten Polizisten im texanischen Dallas an die Einheit der Nation appelliert. Er rief seine Landsleute dazu auf, über Rassengrenzen hinweg zusammenzustehen. Die Bürger müssten "der Verzweiflung entgegentreten" und sich als "amerikanische Familie" betrachten, in der alle den gleichen Respekt verdienten. Noch immer gebe es Gräben zwischen den Ethnien in Amerika. Die Diskriminierung habe sich nicht einfach in Luft aufgelöst, sagte Obama. Gleichwohl habe sich das Verhältnis von Schwarz und Weiß in seiner Lebensspanne dramatisch verbessert. In Dallas hatte am Donnerstag ein Attentäter während einer Demonstration gegen den Tod von Afroamerikanern durch Polizeigewalt fünf weiße Polizisten aus dem Hinterhalt erschossen.
    Machtkampf bei Labour vor Cameron-Abgang:
    Die britische Oppositionspartei Labour steuert auf ein Duell um ihren Vorsitz zu. Dabei dürfte Amtsinhaber Jeremy Corbyn der Parlamentarierin Angela Eagle gegenüberstehen. Das Exekutivkomitee der Partei entschied, dass Corbyn als Vorsitzender automatisch zur Wahl steht. Seine Konkurrentin benötigt hingegen die Unterstützung von 51 Labour-Abgeordneten. Anschließend muss die Parteibasis per Urwahl abstimmen. Corbyn war nach dem Referendum für einen EU-Austritt Großbritanniens unter Druck geraten. In einer nicht bindenden Vertrauensabstimmung hatten die Labour-Abgeordneten im Unterhaus mehrheitlich gegen ihn votiert. Königin Elisabeth II. wird an diesem Mittwoch das Rücktrittsgesuch des konservativen Premierministers David Cameron annehmen. Anschließend soll dessen Nachfolgerin Theresa May von der Queen empfangen werden.
    Gauck verurteilt Schweigen über "Colonia Dignidad":
    Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem Staatsbesuch in Chile das lange Schweigen Deutschlands zu den Verbrechen in der Siedlung "Colonia Dignidad" verurteilt. Auch demokratisch verfasste Staaten machten Fehler, und bisweilen lüden sie Schuld auf sich, sagte Gauck in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Deutsche Diplomaten hätten jahrelang weggeschaut, wenn Menschen in dem Lager "entrechtet, brutal unterdrückt und gefoltert" worden seien. Der Präsident warnte indes davor, die Verbrechen des Siedlungsgründers und seiner Helfer mit der dort praktizierten Folter der Militärdiktatur zu vermischen. Das streng abgeriegelte Lager "Colonia Dignidad" war 1961 von einem Deutschen errichtet worden. Unter religiösem Deckmantel gab es auf dem Gelände Zwangsarbeit und systematischen Kindesmissbrauch. Der chilenische Geheimdienst betrieb in der Kolonie ein Folterzentrum.
    Bericht: Berlin stuft Herero-Massaker als Völkermord ein:
    Zum ersten Mal hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge die Massaker an den Herero und Nama in der früheren Kolonie Deutsch-Südwestafrika in einem offiziellen Dokument als Völkermord eingestuft. In einer Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion schreibt sie, diese Einstufung der Ereignisse von 1904 bis 1908 im heutigen Namibia spiegele die Position der Bundesregierung wider. Dies berichtet die "Frankfurter Rundschau". Damit ändert die Regierung ihre Bewertung der Gräueltaten deutscher Truppen in der damaligen Kolonie, wo nach Schätzungen rund 100.000 Herero und Nama getötet wurden. Bisher hatte Deutschland stets betont, dass die "historischen Ereignisse" erst seit Inkrafttreten der UN-Völkermord-Konvention 1951 als Genozid eingestuft werden könnten. In diesem Jahr hatte allerdings der Bundestag bereits die Massaker an den Armeniern von 1915 und 1916 im Osmanischen Reich als Völkermord verurteilt.
    Amnesty: Ägypten lässt Menschen foltern und verschleppen:
    Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen Sicherheitsbehörden in Ägypten. Die Regierung gehe rücksichtslos gegen Anhänger des 2013 gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi, gegen Mitglieder der Muslimbruderschaft und andere Oppositionelle vor, heißt es in einem Bericht der Organisation. In den vergangenen drei Jahren seien mindestens 34.000 Menschen ohne rechtsstaatlichen Prozess inhaftiert worden. Nach Angaben lokaler Nichtregierungsorganisationen verschleppten die Sicherheitsdienste pro Tag durchschnittlich drei bis vier Menschen und hielten sie zum Teil monatelang fest. Viele Gefangene berichteten von Folter mit Schlagstöcken und Elektroschocks, manche würden von Vernehmungsoffizieren vergewaltigt, so Amnesty. Zu den Opfern gehörten auch Kinder.
    10 min
  • 12.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Wieder Proteste gegen Polizeigewalt in den USA:
    Die Proteste gegen Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten reißen nicht ab. Auch am Montagabend gingen in zahlreichen Städten wieder Hunderte Menschen auf die Straße. In Chicago blockierten Demonstranten eine wichtige Verkehrsstraße. Eine größere Protestkundgebung gab es auch im kalifornischen Sacramento. Anlass für die Protestserie sind tödliche Polizeischüsse auf zwei Schwarze in der vergangenen Woche. Danach waren in der Nacht zu Freitag während einer Kundgebung in Dallas fünf Polizisten von einem Afroamerikaner erschossen worden. - Präsident Barack Obama beriet unterdessen mit führenden Polizeivertretern über Konsequenzen aus den gewaltsamen Vorfällen. Am Dienstag will Obama in Dallas auf einer Gedenkfeier für die getöteten Beamten sprechen.
    US-Republikaner hegen Meineid-Verdacht gegen Clinton:
    In der E-Mail-Affäre steht die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton weiter unter Druck. Zwei führende Republikaner im US-Repräsentantenhaus wollen untersuchen lassen, ob Clinton vor dem Kongress einen Meineid geschworen hat. Die vom FBI gesammelten Beweise schienen ihrer beeideten Aussage zu widersprechen, schrieben die Ausschussvorsitzenden Jason Chaffetz und Bob Goodlatte an die Staatsanwaltschaft. - Clinton hatte als Außenmininsterin von 2009 bis 2013 einen privaten E-Mail-Server für dienstlichen Mailverkehr genutzt und damit gegen Sicherheitsregeln verstoßen. Justizministerin Loretta Lynch hatte in der vergangenen Woche den Verzicht auf ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen Clinton bekanntgegeben. Sie folgte damit einer Empfehlung der Bundespolizei FBI.
    UN-Generalsekretär verlangt Waffenembargo gegen Südsudan:
    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat an den Sicherheitsrat appelliert, umgehend ein Waffenembargo gegen den Südsudan zu verhängen. Angesichts der Kämpfe zwischen dem Militär und rivalisierenden Milizen des Vizepräsidenten und früheren Rebellenführers Riek Machar müsse auch die UN-Friedensmission verstärkt werden, sagte Ban in New York. Gegen alle, die die Umsetzung des vor einem Jahr unterzeichneten Friedensabkommens behinderten, seien weitere Sanktionen zu verhängen. Über einen möglichen Rücktritt von Präsident Salva Kiir und von dessen Stellvertreter, die beide zu einer Waffenruhe aufriefen, müsse aber das Volk entscheiden. - Bei den Kämpfen, die zum fünften Jahrestag der Unabhängigkeit im Südsudan ausgebrochen waren, wurden am Wochenende laut Regierungsangaben rund 270 Menschen getötet.
    Juncker und Tusk zu EU-China-Gipfel in Peking:
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk sind zu Gesprächen in Peking eingetroffen. Zum Auftakt des zweitägigen EU-China-Gipfels wollen sie mit dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang zusammenkommen. Auf der Agenda stehen vor allem Wirtschaftsfragen. Beobachter erwarten, dass auch der Konflikt um die Einstufung Chinas als Markwirtschaft eine Rolle spielen wird. Die Welthandelsorganisation hatte China diesen Status bis 2016 in Aussicht gestellt. Dieser würde das Land vor Klagen bewahren, weil es seine Produkte unter Marktpreis verkauft. In der EU dominiert allerdings die Auffassung, es müssten zunächst weitere Schutzmechanismen gegen Billigprodukte aus China geschaffen werden. So wirft Brüssel Peking vor, den europäischen Markt mit billigem Stahl zu fluten, wodurch in Europa Arbeitsplätze gefährdet würden.
    Knesset verabschiedet Gesetz zu Kontrolle von Nichtregierungsorganisationen:
    Das israelische Parlament hat ein umstrittenes Gesetz zur strengeren Kontrolle von Nichtregierungsorganisationen (NGO) verabschiedet. Die Neuregelung sieht eine Meldepflicht für jene NGOs vor, die den Großteil ihrer Finanzmittel aus dem Ausland beziehen. Die rechtsorientierte Justizministerin Ajelet Schaked erklärte, das Gesetz solle die Einmischung ausländischer Staaten in Israels Angelegenheiten unterbinden. Linke Parteien und arabische Gruppierungen werfen der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hingegen vor, mit der Vorlage vor allem Organisationen ins Visier zu nehmen, die deren Palästinenserpolitik kritisch gegenüber stehen. Linke oder pro-palästinensische NGOs dürften am stärksten von dem neuen Gesetz betroffen sein, weil sie häufig Gelder aus dem Ausland erhalten, etwa von europäischen Regierungen. Rechtsgerichtete Organisationen finanzieren sich stärker aus privaten Spenden, für welche die neue gesetzliche Nachweispflicht nicht gilt.
    10 min
  • 11.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Portugal ist Fußball-Europameister:
    Portugal ist nach einem 1:0-Sieg über Frankreich Fußball-Europameister. Den entscheidenden Treffer erzielte Eder in der 109. Minute. Portugals Mannschaftskapitän Cristiano Ronaldo war bereits in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt worden. Während in Portugal zehntausende Menschen den ersten Europameistertitel des Landes feierten, kam es in Paris nach Spielende zu Zusammenstößen zwischen enttäuschten Fans und der Polizei. Mehrere Personen wurden festgenommen.
    UN-Sicherheitsrat fordert sofortigen Stopp der Kämpfe im Südsudan:
    Der UN-Sicherheitsrat hat die Bürgerkriegsparteien im Südsudan zur sofortigen Einstellung der Kämpfe aufgefordert. In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung zeigten sich die 15 Ratsmitglieder bereit, die Blauhelmmission in dem Land weiter aufzustocken. Sie riefen die anderen Länder in der Region auf, wenn nötig, weitere Soldaten für die UN-Mission zur Verfügung zu stellen. Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit waren in der Hauptstadt Juba erneut Kämpfe zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem Rivalen, Vize-Präsident Riek Machar, ausgebrochen. Dabei geriet auch die UN-Mission unter Beschuss. Seit Freitag wurden mehr als 270 Menschen getötet.
    Steinmeier: Bundeswehr-Einsatz in Mali wird nicht ausgeweitet:
    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat Spekulationen über eine Ausweitung des Bundeswehreinsatzes im gefährlichen Norden Malis zurückgewiesen. Der überraschende Abzug niederländischer Rettungs- und Kampfhubschrauber von dem gemeinsamen Stützpunkt in der früheren Rebellenhochburg Gao müsse von anderen Verbündeten kompensiert werden, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Nicht Deutschland stehe in der Pflicht und schon gar nicht in der ersten Reihe, die bisher von den Niederländern gestellten Hubschrauber zu ersetzen. Die Vereinten Nationen, die den Einsatz führen, müssten vorrangig andere Mitgliedstaaten für einen qualifizierten Beitrag zu dieser wichtigen Mission gewinnen. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen sind die UN bereits in Kontakt mit Ländern, die einspringen könnten. Die Bundeswehr ist seit fünf Monaten im Norden des westafrikanischen Krisenstaats im Einsatz.
    Italien nimmt Guantanamo-Häftling auf:
    Die USA haben einen 41-jährigen Mann aus dem Gefangenenlager Guantánamo Bay nach Italien entlassen. Wie das Washingtoner Verteidigungsministerium mitteilte, ging dem Schritt eine eingehende Sicherheitsüberprüfung voraus. Nach einem Bericht der Zeitung "Miami Herald" stammt der Mann aus dem Jemen und befand sich seit 2002 in dem Lager auf Kuba. Dort werden dem Pentagon zufolge nun noch 78 Gefangene festgehalten. Präsident Barack Obama will das Lager schließen, ist aber bisher am Widerstand des Kongresses gescheitert. Dieser sperrt sich gegen eine Verlegung von jenen Häftlingen in die USA, die nicht in andere Länder geschickt werden können oder sollen.
    Fast 900 Sexualdelikte mit 1.200 Opfern an Silvester:
    Bei den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht hat es nach Angaben des Bundeskriminalamtes deutschlandweit insgesamt knapp 900 Sexualdelikte mit mehr als 1200 Opfern gegeben. Es seien aber nur 120 Verdächtige ermittelt worden, heißt es in einer Bilanz des BKA, die dem Rechercheverbund von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR vorliegt. Man müsse davon ausgehen, dass viele dieser Taten auch im Nachgang nicht mehr ermittelt werden könnten, sagte BKA-Präsident Holger Münch. Da es um Übergriffe in Gruppen geht, seien nach Schätzungen wohl mehr als 2000 Männer an den Taten beteiligt gewesen. Die meisten sollen aus Nordafrika stammen, Syrer seien nicht beteiligt gewesen. Rund 650 Übergriffe erfolgten in Köln, mehr als 400 in Hamburg sowie weitere in Stuttgart, Düsseldorf und an anderen Orten. Bislang habe es bundesweit nur vier Verurteilungen gegeben.
    Mehr Megacitys in Afrika:
    Afrikas Städte stehen in den kommenden Jahren vor einem dramatischen Anstieg der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, BiB, nach der Auswertung von UN-Daten. Während es in Afrika gegenwärtig nur sieben Städte mit mehr als fünf Millionen Einwohnern gebe, werden es laut BiB im Jahr 2030 bereits 18 sein. Die Metropolen Kairo und Lagos dürften nach Einschätzung des Instituts mit rund 25 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichsten Städte Afrikas werden. Im selben Zeitraum werde sich auch die Zahl der kleineren Großstädte mit zwischen 500.000 und fünf Millionen Einwohnern von 104 auf 199 fast verdoppeln.
    11 min
  • 09.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Polizei findet in Wohnung des Schützen von Dallas Material zum Bombenbau:
    Bei dem mutmaßlichen Heckenschützen von Dallas, einem 25-jährigen Armee-Veteranen, hat die Polizei ein beträchtliches Kampfarsenal gefunden. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in einem Vorort der texanischen Metropole fanden die Ermittler Material zum Bau von Bomben, kugelsichere Westen, Gewehre, Munition sowie eine Art Tagebuch zu Kampftechniken. Laut Polizeiangaben war der Ex-Soldat nicht vorbestraft. Heimatschutzminister Jeh Johnson bestätigte, dass es sich offenbar um einen Einzeltäter handelte, der das Verbrechen ohne Verbindung oder Inspiration durch irgendeine internationale terroristische Gruppe beging.
    USA weisen zwei Russen aus:
    Als Reaktion auf die Attacke auf einen US-Diplomaten in Moskau durch einen russischen Polizisten haben die USA zwei russische Staatsbürger ausgewiesen. Dies teilte das US-Außenministerium mit. Welche Aufgabe oder Position die Russen in den USA hatten, ist nicht bekannt. Nach Angaben des US-Außenministeriums hatte der Polizist den US-Diplomaten am 6. Juni am Eingang des Botschaftsgeländes attackiert, obwohl sich dieser ausgewiesen hatte. Bereits Ende Juni hatte eine US-Außenamtssprecherin Berichte der Zeitung "Washington Post" bestätigt, wonach US-Diplomaten in Moskau seit der russischen Annexion der Krim-Halbinsel vor zwei Jahren vermehrt von Sicherheitsbeamten und Verkehrspolizisten observiert und attackiert werden. Russland warf seinerseits den USA die Behinderung seiner eigenen Diplomaten vor. Diese Vorwürfe wies Washington als unbegründet zurück.
    Trotz Waffenruhe Kämpfe in Syrien:
    Trotz der von der Regierung ausgerufenen Waffenruhe sind bei Rebellenangriffen im nordsyrischen Aleppo nach Angaben von Aktivisten mindestens 25 Zivilisten getötet worden. Rebellen hätten vom syrischen Regime kontrollierte Bezirke der Stadt mit Raketen beschossen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Unter den getöteten Zivilisten seien sechs Kinder, 120 weitere Menschen seien verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete von 23 Toten und 140 Verletzten. Die Waffenruhe war insbesondere in und um Aleppo wiederholt gebrochen worden. Bei Luftangriffen der syrischen oder der russischen Armee in der nordwestlichen Provinz Idlib wurden laut Beobachtungsstelle mindestens 22 Zivilisten getötet und Dutzende weitere verletzt. Idlib wird von einem Bündnis kontrolliert, zu dem die islamistische Al-Nusra-Front gehört. Die syrische Regierung hatte den Kampf gegen die Al-Nusra-Front sowie die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) von der dreitägigen Waffenruhe ausgenommen.
    Nordkorea feuert wieder Rakete ab:
    Nach der Ankündigung der USA, in Südkorea ein modernes Raketenabwehrsystem zu installieren, hat Nordkorea einen neuen Raketentest durchgeführt. Nahe dem Hafen Sinpo habe das Militär des kommunistischen Nachbarn von einem U-Boot aus eine ballistische Rakete abgeschossen teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium in Seoul mit. Der Versuch sei aber vermutlich in einer frühen Flugphase fehlgeschlagen. Das US-Außenministerium in Washington verurteilte die Aktion und erklärte, Nordkorea verletze damit erneut die Auflagen der Vereinten Nationen. Erst Mitte Juni hatte das international isolierte Land zwei Mittelstreckenraketen getestet.
    Schüsse am Präsidentenpalast in Südsudans Hauptstadt Juba:
    Kurz vor dem fünften Jahrestag der Unabhängigkeit Südsudans an diesem Samstag sind am Präsidentenpalast in der Hauptstadt Juba Schüsse gefallen. Wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete, sollen am Abend eine halbe Stunde lang Schüsse und Artilleriefeuer zu hören gewesen sein. Im Präsidentenpalast hielten sich zu dem Zeitpunkt Präsident Salva Kiir und sein Stellvertreter Riek Machar auf. Später beruhigte sich die Lage vor dem Präsidentenpalast, in der Stadt waren aber weiter Schüsse zu hören. Bereits vor einigen Tagen waren in Juba fünf Regierungssoldaten in einem Schusswechsel mit Rebellen getötet worden.
    Bußgeldverfahren gegen VW eröffnet:
    Wegen der Manipulation von Abgaswerten hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Bußgeldverfahren gegen Volkswagen eröffnet. Es geht um die Ahndung eventueller Ordnungswidrigkeiten durch Geldbußen und gegebenenfalls auch "um die Abschöpfung des wirtschaftlichen Vorteils", den VW durch den weltweiten Verkauf von elf Millionen Fahrzeugen mit mutmaßlich manipulierten Schadstoffwerten gehabt haben könnte. Dies berichten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung. Ausgangspunkt des neuen Verfahrens ist demnach die Aufsichtspflicht einer Unternehmensführung. Die Staatsanwaltschaft muss laut den Berichten prüfen, ob der Einsatz der Betrugssoftware in elf Millionen Dieselfahrzeugen vom Volkswagen-Management zumindest fahrlässig ermöglicht wurde, weil es seine Aufsichtspflichten vernachlässigte. Sollte das der Fall sein, muss als nächstes ermittelt werden, wie hoch der dadurch erzielte Gewinn war. Zur möglichen Höhe eines Bußgeldes machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben.
    10 min
  • 08.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Vier Tote bei Schüssen auf Polizei in Dallas:
    Nach den tödlichen Schüssen auf Polizisten in Dallas suchen Sicherheitskräfte nach mehreren Sprengsätzen. Ein Verdächtiger habe angegeben, in der Stadt im US-Bundesstaat Texas Bomben gelegt zu haben, teilte die Polizei mit. Nach einem längeren Schusswechsel verhandelten Beamte mit dem Mann. Bei Protesten gegen den gewaltsamen Tod zweier Afroamerikaner bei Polizeieinsätzen in den USA waren am Donnerstagabend vier Polizisten gezielt erschossen und weitere Menschen verletzt worden. Mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen. Präsident Barack Obama hatte zuvor rasche Reformen bei der Polizei gefordert. Mehrere Statistiken belegten die Benachteiligung von Schwarzen im US-Alltag, sagte Obama.
    Stoltenberg erwartet "wegweisenden" NATO-Gipfel:
    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erwartet, dass von dem Gipfeltreffen des Bündnisses in Warschau eine wegweisende Wirkung ausgeht. Es gelte, sowohl angesichts neuer Bedrohungen im Osten wie auch im Süden des Bündnisses Präsenz und Entschlossenheit zu zeigen. Die Botschaft sei, wer ein Mitglied angreife, greife die gesamte Allianz an, erklärte Stoltenberg. Der Generalsekretär sagte der Nachrichtenagentur AP, die NATO wolle an den Kreml ein deutliches Zeichen senden, dass sie keine Konfrontation suche. An diesem Freitag kommen die Staats- und Regierungschefs der 28 NATO-Staaten zu einem zweitägigen Gipfeltreffen in der polnischen Hauptstadt zusammen. Im Zentrum der Gespräche steht die Verstärkung der Präsenz des Bündnisses in Osteuropa als Reaktion auf das russische Vorgehen im Ukraine-Konflikt und die Annexion der Krim.
    Polens Parlament verabschiedet neues Gesetz zu Verfassungsgericht :
    Das polnische Parlament hat ein neues Gesetz zum Verfassungsgericht des Landes verabschiedet, mit dem der Streit mit der EU über eine umstrittene Justizreform entschärft werden soll. Das von der rechtskonservativen Regierungspartei PiS eingebrachte Gesetz sieht unter anderem vor, dass alle vor dem Gericht derzeit anhängigen Verfahren nach dem Inkrafttreten des Gesetzes neu begonnen werden müssen. Die Opposition hält die Änderungen für völlig unzureichend und kritisiert, die Blockade des Gerichts sei damit nicht behoben. Das von der PiS dominierte Parlament hatte im Dezember eine Justizreform verabschiedet, die das Verfassungsgericht erheblich schwächt. Wegen der Justizreform und einer Medienreform leitete die EU im Januar ein Verfahren zur Prüfung der Rechtsstaatlichkeit in Polen ein.
    Widerstand Chinas gegen US-Raketen in Südkorea:
    China hat scharf gegen die Entscheidung Südkoreas protestiert, gemeinsam mit den USA ein Raketenabwehrsystem zu installieren. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking erklärte "den entschiedenen Widerstand Chinas". Die geplante Stationierung gefährde das strategische Gleichgewicht in der Region. Zuvor hatten die USA angekündigt, bei ihren Streitkräften in Südkorea ein Raketenabwehrsystem einzurichten. Die Entscheidung werde die Sicherheit der Bevölkerung vor nordkoreanischen Atomwaffen und Massenvernichtungswaffen garantieren, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Verteidigungsministerien in Washington und Seoul. Die Verhandlungen über das System, das bis Ende kommenden Jahres einsatzbereit sein soll, hatten vor fünf Monaten begonnen, nachdem Nordkorea eine Langstreckenrakete getestet hatte.
    Bundestag beschließt Integrationsgesetz:
    Der Bundestag hat das Integrationsgesetz der großen Koalition beschlossen. Die gegen die Stimmen der Opposition verabschiedete Neuregelung enthält Maßnahmen zur besseren Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt, aber auch Auflagen und Sanktionen. Soweit Flüchtlinge auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind, können ihnen die Behörden den Wohnort vorschreiben - oder bestimmte Orte für tabu erklären. Damit soll der Bildung sozialer Brennpunkte entgegen gewirkt werden. Zugleich werden Integrationskurse verpflichtend, sonst drohen den Migranten Leistungskürzungen. Flüchtlinge erhalten außerdem eine Bleibegarantie während einer dreijährigen Ausbildung sowie ein Aufenthaltsrecht für zwei weitere Jahre bei einer Beschäftigung nach dem Berufsabschluss.
    Frankreich steht nach Sieg gegen Deutschland im EM-Finale:
    Bei der Fußball-Europameisterschaft steht Gastgeber Frankreich im Endspiel und trifft am Sonntag in Paris auf Portugal. Die Franzosen gewannen das Halbfinale gegen Deutschland in Marseille mit 2:0. Beide Tore erzielte Antoine Griezmann, eines davon durch Elfmeter. Für die Equipe tricolore ist es nach 1984 und 2000 das dritte EM-Finale.
    9 min
  • 07.07.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Fußball-EM: Portugal nach Sieg gegen Wales im Finale:
    Die portugiesische Fußball-Nationalelf steht im Finale der EURO 2016. Im ersten EM-Halbfinale gewann das Team gegen die Überraschungsmannschaft Wales mit 2:0. Die Tore für Portugal schossen in Lyon Cristiano Ronaldo und Nani. - Im zweiten Halbfinale trifft Weltmeister Deutschland an diesem Donnerstag in Marseille auf Gastgeber Frankreich. Erstmals bei diesem Turnier soll der mit Verletzungsproblemen kämpfende Kapitän der deutschen Elf, Bastian Schweinsteiger, in der Startaufstellung stehen. Das teilte Bundestrainer Joachim Löw mit.
    Bundeswehrpatrouille in Mali angegriffen:
    Erstmals sind Bundeswehrsoldaten bei ihrem Einsatz in Mali direkt beschossen worden. Der Angriff auf eine Patrouille der UN-Mission MINUSMA erfolgte am Mittwoch nördlich von Gao während eines Stopps, wie die Bundeswehr erst jetzt mitteilte. Verletzte gab es demnach nicht. Auch Fahrzeuge seien nicht beschädigt worden. Zu dem Angriff bekannte sich bisher niemand. Die Bundeswehr ist seit drei Jahren in dem westafrikanischen Krisenstaat im Einsatz. Im Rahmen der EU-Trainingsmission EUTM Mali bildet sie einheimische Soldaten aus. Als Teil der MINUSMA-Unterstützungsmission übernimmt die Bundeswehr vor allem Aufklärungsaufgaben. Der Einsatz gilt als die gefährlichste UN-Mission weltweit.
    Lebenslange Haft für zwei Ruander wegen Völkermord:
    Mehr als 20 Jahre nach dem Völkermord in Ruanda sind zwei frühere Bürgermeister der ruandischen Ortschaft Kabarondo wegen Beteiligung an den Gräueltaten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein französisches Gericht befand die beiden Männer des Völkermords und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sie für ein Massaker mit 2000 Toten verantwortlich sind. Zahlreiche Zeugenaussagen hätten dies belegt. Die Opfer in Kabarondo waren Angehörige der Tutsi-Volksgruppe, aber auch moderate Hutu. Sie hatten sich 1994 auf das Gelände der Kirche des Ortes geflüchtet. - Einer der Männer war im französischen Überseegebiet Mayotte festgenommen worden. Der andere wurde in der französischen Stadt Toulouse gefasst. Beide wiesen alle Vorwürfe zurück.
    USA setzen Nordkoreas Staatschef auf schwarze Liste:
    Die USA haben erstmals direkt gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un Sanktionen verhängt. Unter Kim würden Millionen Nordkoreanern weiterhin unerträgliche Grausamkeiten zugefügt, erklärte das Finanzministerium in Washington zur Begründung. Dazu zählten Tötungen ohne vorherigen Prozess, Zwangsarbeit und Folter. Betroffen von den Sanktionen sind auch zehn weitere Verantwortliche der Staatsspitze in Pjöngjang und mehrere Behörden. Sämtliches Vermögen der Betroffenen in den USA wird demnach eingefroren. - Nordkorea ist wegen seines Atom- und Raketenprogramms bereits mit einer Reihe internationaler Sanktionen belegt. Das Land gehört zu den restriktivsten und am stärksten abgeschotteten Staaten der Welt.
    Keine Anklage gegen Hillary Clinton in E-Mail-Affäre:
    Das US-Justizministerium verzichtet in der E-Mail-Affäre um die frühere Außenministerin Hillary Clinton auf offizielle Ermittlungen und eine Anklage. Justizministerin Loretta Lynch gab bekannt, sie folge der Empfehlung der Bundespolizei FBI und schließe den Fall. Das FBI hatte erklärt, es gebe keine klaren Hinweise dafür, dass Clinton oder ihre Mitarbeiter Gesetze hätten brechen wollen. Allerdings sei ihr Verhalten von "besorgniserregender Sorglosigkeit" gewesen, sagte FBI-Direktor James Comey. Die voraussichtliche demokratische Präsidentschaftskandidatin hatte während ihrer Zeit als Außenministerin private Server für ihren dienstlichen E-Mail-Verkehr genutzt. Seit Monaten erweist sich für die 67-Jährige die sogenannte E-Mail-Affäre als Stolperstein im Wahlkampf.
    FARC-Splittergruppe will bewaffneten Kampf fortsetzen:
    In Kolumbien hat eine Einheit der linksgerichteten Guerilla-Organisation FARC die Fortsetzung des bewaffneten Kampfes angekündigt. Die Gruppe "Front Armando Rios" aus der Unruheregion Guaviare erklärte, sie werde das Friedensabkommen der FARC mit der Regierung nicht anerkennen. Die Gespräche hätten nur dem Ziel gedient, die Guerilla zu entwaffnen, jedoch nicht dem Wandel des Wirtschaftssystems, heißt es in einem Flugblatt der Splittergruppe. Staatschef Juan Manuel Santos richtete eine deutliche Warnung an die Abweichler. Sollten die Rebellen diese letzte Gelegenheit nicht ergreifen, würden sie entweder im Gefängnis oder im Grab enden. - Nach über dreijährigen Verhandlungen hatten Kolumbiens Präsident und FARC-Chef Timochenko im Juni eine Waffenstillstandserklärung unterzeichnet, die den jahrzehntelangen Konflikt beenden soll.
    9 min

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