Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 24.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Briten stimmen für Austritt aus der EU:
    Knapp 52 Prozent der Briten haben sich für einen Austritt aus der Europäischen Union entschieden. Insgesamt hätten 17,4 Millionen Menschen bei dem Referendum am Donnerstag für den Brexit votiert, teilten die britischen Behörden nach Auszählung sämtlicher 382 Wahlbezirke mit. 16,1 Millionen Menschen und damit 48,1 Prozent der Beteiligten stimmten dagegen für den Verbleib in dem Staatenbund. Der britische Premierminister David Cameron hatte die Volksabstimmung unter Druck des europakritischen Flügels seiner konservativen Partei angesetzt. In der Kampagne vor dem Referendum hatte er jedoch vehement für den Verbleib geworben. Das Referendum spaltete das Königreich: Während Engländer und Waliser mehrheitlich für den Austritt stimmten, bevorzugten Schotten und Nordiren den Verbleib.
    Entsetzen in Europa nach Brexit-Referendum:
    Vertreter von EU und Bundesregierung haben sich bestürzt geäußert, dass die Brexit-Anhänger beim Referendum in Großbritannien die Mehrheit erlangt haben. Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: "Damn! Ein schlechter Tag für Europa." Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von ernüchternden Nachrichten aus Großbritannien. Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sagte, das Ergebnis sei "traurig für Großbritannien". Europa werde weitermachen, aber es müsse reagieren, um das Vertrauen der Menschen wiederzugewinnen. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz forderte eine rasche Aufnahme der Austrittsverhandlungen. Die EU habe sich auf einen Brexit vorbereitet, der nicht ganz unerwartet komme.
    Finanzmärkte nach Brexit in Turbulenzen:
    Der sich abzeichnende Brexit hat die Finanzmärkte unter starken Druck gesetzt. Das britische Pfund rutschte von 1,50 Dollar auf 1,33 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit 1985. Der Wert des Euro sank um fünf Cent auf gut einen Dollar. Experten rechnen im Handelsverlauf mit weiter starken Bewegungen. An den Aktienmärkten in Asien ging es stark nach unten. Der Nikkei-Index in Tokio rutschte bis 13 Uhr (Ortszeit) um mehr als sieben Prozent auf 15.121 Punkte ab. Die Börsen in London werden aktuell mit einem Abschlag von 8 Prozent erwartet, der Dax dürfte 6 Prozent einbüßen. Wegen der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen eines EU-Austritts Großbritanniens verbilligte sich das Öl. Gesucht waren dagegen sichere Häfen wie Gold und Staatsanleihen. Da sich viele Marktteilnehmer in den vergangenen Handelstagen auf einen Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union eingerichtet hatten, waren die Ausschläge ungewöhnlich hoch.
    Waldbrände in Kalifornien noch nicht unter Kontrolle:
    Die Waldbrände im Westen der USA sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Am Donnerstag brach im Bundesstaat Kalifornien ein Feuer aus, das mehr als 60 Häuser in der Region Kern County nahe dem Lake Isabella zerstörte. Weitere 1000 Häuser sind von dem Waldbrand bedroht. In anderen Teilen des Bundesstaates kam den Einsatzkräften das kühlere Wetter zu Hilfe. So seien 15 Prozent der Brände in der Region um Los Angeles unter Kontrolle. Auch in den Staaten Utah, New Mexico, Colorado und Arizona kämpfen die Feuerwehren mit allen verfügbaren Kräften gegen die Flammen. Die meisten Brände sind durch Blitzschlag verursacht worden.
    Bericht: VW zahlt US-Dieselbesitzern bis zu 7000 Dollar Entschädigung:
    Der VW-Konzern will Medienberichten zufolge im Abgasskandal zehn Milliarden US-Dollar als Entschädigung zahlen. Demzufolge soll jeder Besitzer eines betroffenen VW-Fahrzeugs bis zu 7000 Dollar als Wiedergutmachung erhalten. Durch den Vergleich sollen Hunderte Zivilklagen beigelegt werden. Zudem habe sich der deutsche Autohersteller gegenüber US-Behörden und Klägeranwälten bereiterklärt, in den Vereinigten Staaten einen Umweltfonds gegen Luftverschmutzung zu finanzieren, meldete der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf eingeweihte Quellen. Der US-Richter Charles Breyer hat VW bis Dienstag Zeit gegeben, um einen detaillierten Kompromiss zu finden.
    9 min
  • 23.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Briten stimmen über Verbleib in der EU ab:
    Rund 46,5 Millionen Briten sind aufgerufen, über den Verbleib ihres Landes in der EU abzustimmen. Bis zuletzt lagen Befürworter und Gegner eines "Brexit" gleichauf. Weltweit wird der Ausgang des Referendums mit großer Spannung erwartet. Bei einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union fürchten Experten Schockwellen an den Börsen. Seit Wochen warnen EU-Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, aber auch US-Präsident Barack Obama vor einem Ausscheiden der Briten. Im Endspurt des Wahlkampfs verschärften beide Lager ihre Tonart: Während die Brexit-Befürworter vor der ungebremsten Einwanderung von Ausländern warnten, konterten die EU-Befürworter mit dem Schreckensbild einer Rezession und des massenhaften Verlustes von Arbeitsplätzen.
    Waffenstillstandsabkommen für Kolumbien:
    Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg haben sich die kolumbianische Regierung und die FARC-Rebellen auf ein Waffenstillstandsabkommen geeinigt. An diesem Donnerstag sollen Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos und FARC-Kommandeur Rodrigo Londoño alias "Timochenko" den Vertrag unterzeichnen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier begrüßte den Fortschritt und erklärte, Deutschland werde Kolumbien bei dem Friedensprozess weiter unterstützen. Der Waffenstillstand gilt als Voraussetzung für einen Friedensvertrag, über den beide Seiten seit Ende 2012 verhandeln. Präsident Santos sagte zuletzt, die Verhandlungen könnten bis zum kolumbianischen Unabhängigkeitstag am 20. Juli abgeschlossen sein. Der Bürgerkrieg zwischen linken Guerillagruppen, rechten Paramilitärs und dem kolumbianischen Militär begann Anfang der 1960er Jahre. Seitdem starben in dem südamerikanischen Land etwa 220.000 Menschen. Millionen wurden aus ihren Heimatorten vertrieben.
    US-Demokraten wollen mit Sitzstreik schärferes Waffengesetz erzwingen:
    Mit einem Sitzstreik im Repräsentantenhaus in Washington haben Abgeordnete der Demokraten für eine Verschärfung der Waffengesetze in den USA demonstriert. Wie es hieß, wollten die Abgeordneten so lange sitzen bleiben, bis eine Abstimmung über eine Gesetzesinitiative angesetzt wird. Darin soll nach dem Willen der Demokraten festgelegt werden, dass jemand, der auf einer Terror- oder Flugverbotsliste steht, keine Waffe kaufen darf. Zuvor hatte sich die republikanische Mehrheit geweigert, über Gesetzesentwürfe zur Einschränkung des Rechts auf Waffenbesitz abstimmen zu lassen.
    VW-Vorstand mit großer Mehrheit entlastet:
    Auf der VW-Hauptversammlung haben die Aktionäre der Unternehmensspitze mit großer Mehrheit ihr Vertrauen ausgesprochen. Obwohl in der Abgas-Affäre strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts der Marktmanipulation laufen, wurden sowohl Aufsichtsratschef Dieter Pötsch als auch Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn und VW-Markenchef Herbert Diess entlastet. Lediglich der VW-Großaktionär Niedersachsen trug die komplette Entlastung nicht mit. Das Land mit seinem 20-Prozent-Anteil an Volkswagen enthielt sich bei der Abstimmung über Winterkorn und Diess. Auch Vertreter der Kleinaktionäre hatten zuvor scharfe Kritik am Vorgehen von Aufsichtsrat und Vorstand geäußert. Sie forderten in Hannover eine vollständige Aufklärung der Vorwürfe. VW hatte im Herbst zugegeben, die Emissionswerte von weltweit mehr als elf Millionen Diesel-Fahrzeugen mit einer Software manipuliert zu haben.
    Solarflugzeug landet nach Atlantiküberquerung in Spanien:
    Das sonnengetriebene Flugzeug Solar Impulse 2 ist in Spanien gelandet. Nach einem fast drei Tage langen Flug landete die Maschine in Sevilla, wie das Team mitteilte. Damit hat erstmals ein Solarflugzeug den Atlantik überquert. Das aus Karbonfasern gebaute Flugzeug der beiden Schweizer Wissenschaftler und Abenteurer Bertrand Piccard und André Borschberg war in Abu Dhabi gestartet und soll - allein von Sonnenenergie angetrieben - den gesamten Erdball umrunden.
    8 min
  • 22.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Nordkorea schießt erneut Mittelstreckenrakete ab:
    Nordkorea hat nach Angaben Südkoreas zwei Raketen abgefeuert. Wie bereits bei der ersten Rakete nur wenige Stunden zuvor sei auch der zweite Start offensichtlich ebenfalls an der Ostküste erfolgt, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Das südkoreanische Militär vermutet, dass es sich bei dem ersten Geschoss um eine Musudan-Mittelstreckenrakete handelte. Auch das US-Militär bestätigte die Angaben. Zuvor hatte Japan sein Militär wegen eines möglichen Raketenstarts in Nordkorea in Alarmbereitschaft versetzt. Japanische Medien berichteten zudem, die Marine sei zum Abschuss jeglicher Geschosse angewiesen worden, die in Richtung des Landes fliegen würden. Gleiches gelte für die Soldaten an den Patriot-Systemen zur Raketenabwehr. Mehrere UN-Resolutionen verbieten dem kommunistischen Regime in Pjöngjang Versuche mit ballistischen Raketen. Nordkorea arbeitet an der Entwicklung von Mittelstrecken- und Langstreckenraketen, die einen atomaren Sprengkopf tragen können. Der UN-Sicherheitsrat hatte die Sanktionen gegen Pjöngjang Anfang März verschärft.
    EU-Kommissionspräsident äußert sich zu Brexit:
    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Briten zwei Tage vor ihrer Abstimmung über den Verbleib in der EU vor einer "Selbstbeschädigung" gewarnt. Den europäischen Nachbarn "den Rücken zuzuwenden" und sich in "Isolation zurückzuziehen" würde allem widersprechen, "wofür Europa und das Vereinigte Königreich stehen", sagte Juncker bei einer Versammlung griechischer Unternehmer in Athen. "Auszutreten wäre ein Akt der Selbstbeschädigung." Juncker, der sich in den vergangenen Monaten mit Meinungsäußerungen zum EU-Referendum in Großbritannien zurückgehalten hatte, hielt bei der Rede in Athen ein Plädoyer für den Verbleib Großbritanniens in der EU. "Allzuoft halten wir das für selbstverständlich, was wir aufgebaut haben", sagte der EU-Kommissionspräsident.
    EU will Migration nach Europa durch Investitionen bremsen:
    Die EU will den Zustrom von Flüchtlingen nach Europa mithilfe neuer Milliarden-Investitionen bremsen. Die Europäische Investitionsbank (EIB) schlägt dazu laut Zeitungsberichten vor, Projekte außerhalb der EU mit doppelt so viel Geld wie bisher geplant zu fördern. Zusätzliche sechs Milliarden Euro sollen demnach in den kommenden fünf Jahren dabei helfen, die Fluchtursachen vor Ort zu bekämpfen, sagte EIB-Präsident Werner Hoyer der "Süddeutschen Zeitung". Es gehe beispielsweise darum, den Bau von Schulen zu finanzieren, das Gesundheitssystem zu verbessern und den Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen. Das Geld solle vor allem für Investitionen in Jordanien, Ägypten, dem Libanon und den Maghreb-Staaten dienen. Auch Westbalkanländer wie Serbien und Albanien sollen demnach profitieren.
    Oman meldet Freilassung eines deutschen Staatsbürgers im Jemen:
    Nach mehreren Wochen ist ein im Jemen gefangen gehaltener Deutscher freigelassen worden. Das Entführungsopfer sei aus der von der pro-iranischen Huthi-Miliz kontrollierten jemenitischen Hauptstadt Sanaa ausgeflogen worden. Der Mann befinde sich jetzt in der omanischen Hauptstadt Maskat in Sicherheit und solle in die Heimat zurückkehren, erklärte das Außenministerium des Sultanats nach Angaben der staatlichen Oman News Agency. In dem Bericht der Nachrichtenagentur hieß es weiter, die deutschen Behörden hätten das Sultanat Oman um Verhandlungen ersucht, um eine Freilassung aus "humanitären Gründen" zu erreichen. Keine Angaben wurden zur Identität des Mannes gemacht. Der Oman ist auch bei den Bemühungen um ein Ende des Bürgerkriegs im Jemen aktiv. Nach der Eroberung Sanaas durch die Huthi-Miliz 2014 hatte Saudi-Arabien eine Militärallianz geschmiedet, die seitdem massive Luftangriffe in dem arabischen Land fliegt.
    Gauck erinnert an Opfer der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg:
    Bundespräsident Joachim Gauck hat zum 75. Jahrestag des Überfalls von Nazi-Deutschland auf die Sowjetunion an die Leiden sowjetischer Soldaten und Zivilisten erinnert. Kein Land habe im Zweiten Weltkrieg so große Opfer gebracht wie die Sowjetunion, in der fast 27 Millionen Menschen ihr Leben verloren, betonte Gauck in einer Erklärung. Beim Vormarsch der Roten Armee und später im sowjetischen Machtbereich sei neues Unrecht begangen worden, sagte der Bundespräsident. Dies änderte aber nichts an der Tatsache, dass die Völker der Sowjetunion einen großen und unvergesslichen Anteil am Sieg über den Nationalsozialismus gehabt haben. Auch im Bundestag ist eine Debatte zum Jahrestag des Kriegsbeginns gegen die Sowjetunion vorgesehen.
    Deutschland steht als Gruppensieger im Achtelfinale:
    Weltmeister Deutschland hat als Gruppensieger das Achtelfinale der EURO 2016 erreicht. Im letzten Vorrundenspiel der Gruppe C gelang im Pariser Prinzenpark ein 1:0 gegen Nordirland. Ebenfalls vorzeitig qualifiziert für die nächste Runde sind die Slowakei, Ungarn und Kroatien. Trotz der Niederlage gegen Deutschland ist auch Nordirland weiter. Die polnische Nationalmannschaft sicherte sich den zweiten Platz in der Gruppe C. Im letzten Vorrundenspiel in Marseille kamen die Polen zu einem 1:0 gegen die bereits ausgeschiedene Ukraine. Vor dem Anpfiff der EM-Partie zwischen Polen und der Ukraine kam es wieder zu Ausschreitungen. Kroatien sorgte für eine Überraschung: Das Land gewannn mit 2:1 gegen Titelverteidiger Spanien. Die türkische Nationalmannschaft erreichte doch noch den dritten Tabellenplatz in der EM-Vorrunden-Gruppe D. Die Türkei gewann in Lens mit 2:0 gegen Tschechien.
    11 min
  • 21.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Tote und Verletzte bei Terrorangriff auf jordanische Armee:
    Bei einem Terrorangriff auf das jordanische Militär an der Grenze zu Syrien sind mehrere Soldaten oder Grenzwächter getötet worden. Nahe eines Flüchtlingslagers für Syrer im Gebiet des Ortes Rukban sei am frühen Morgen ein mit Sprengstoff beladenes Auto explodiert, teilte die jordanische Armee mit. Man habe einige "feindliche" Fahrzeuge zerstört. Unklar war zunächst, wer für den Anschlag verantwortlich ist. Jordanien ist an der internationalen Koalition beteiligt, die in Syrien und im Irak die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekämpft. Trotz der Konflikte in den beiden Nachbarländern war die Lage in Jordanien bisher relativ stabil. Jordanische Sicherheitskräfte gehen hart gegen IS-Sympathisanten vor.
    Blockade im US-Senat: Keine Verschärfung des Waffenrechts in Sicht:
    Wenige Tage nach dem verheerenden Terrorattentat in Orlando sind im US-Senat mehrere Entwürfe zur Verschärfung des Waffenrechts gescheitert. Mithilfe der neuen Regeln hätte auch verhindert werden sollen, dass Menschen, die auf einer Terror- oder Flugverbotsliste geführt werden, Waffen kaufen können. Zur Abstimmung standen insgesamt vier Vorschläge zur Änderung bestehender Gesetze. Sie verfehlten wie erwartet jeweils die nötige Mehrheit von 60 Stimmen. Den Demokraten gingen die Vorschläge der Republikaner nicht weit genug; die Konservativen kritisierten die Maßnahmen der anderen Seite als zu strikt. Es gilt als äußerst unwahrscheinlich, dass es im laufenden Wahljahr noch zu einer Verschärfung des Waffenrechts kommt.
    19-jähriger Brite wollte Trump in Las Vegas erschießen:
    Die US-Justiz ermittelt gegen einen britischen Teenager, der den republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump offenbar ermorden wollte. Der 19 Jahre alte Michael S. habe bei einem Wahlkampfauftritt Trumps am Samstag in einem Kasino in Las Vegas versucht, einem Mitarbeiter des Secret Service die Waffe zu entreißen, um damit den Politiker zu erschießen, hieß es in Gerichtsakten des Bundesstaats Nevada. Der junge Mann habe nach seiner Festnahme ausgesagt, er sei eigens aus Kalifornien angereist, "um Trump zu töten". Unklar blieb zunächst, wie weit er von dem Politiker entfernt war, als er nach der Pistole des Beamten griff.
    Stoltenberg weist Kritik an Aufrüstung der Nato im Osten zurück:
    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Kritik an der Aufrüstung der Allianz im Osten zurückgewiesen. Die NATO suche intensiv nach Wegen, eine Eskalation zu verhindern, sagte Stoltenberg der "Süddeutschen Zeitung". Russland sei jedoch "viel aggressiver" geworden und habe "mit militärischer Gewalt Grenzen in Europa verändert". Zuvor hatte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in der "Bild am Sonntag" gewarnt, die Lage in Europa "durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul weiter anzuheizen". Die von der NATO geplante rotierende Stationierung in Polen und den drei baltischen Staaten sei nur eine "begrenzte Militärpräsenz", sagte Stoltenberg. "Wir entsenden sie nicht, um einen Konflikt zu provozieren, sondern um einen Konflikt zu verhindern." Die NATO hatte in den vergangenen Tagen in Polen mit dem Großmanöver "Anakonda 2016" ihre Verteidigungsfähigkeit demonstriert.
    Fingerabdrücke gegen Venezuelas Präsident Maduro:
    In Venezuela droht dem sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro ein Abwahlreferendum. Am Montag begann die Überprüfung von mehr als einer Million Unterschriften, mit denen ein Volksentscheid zur Absetzung Maduros durchgesetzt werden soll. Lange Schlangen bildeten sich vor den Regionalzentren der Wahlbehörde. Bis Freitag wollen die Sozialisten anhand von Fingerabdrücken und Ausweisen die Echtheit der Unterschriften gegen Präsident Maduro in 128 Prüfzentren analysieren. Wenn rund 200.000 Unterschriften als echt eingestuft werden, müssten Unterschriften von vier Millionen Bürgern gesammelt werden, damit das Referendum gegen Maduro angesetzt wird. Venezuela befindet sich seit dem Verfall des Ölpreises in einer massiven Wirtschaftskrise. Wegen der gravierenden Versorgungsengpässe gibt es immer wieder Unruhen und Plünderungen.
    Wales stürmt ins Achtelfinale:
    Der EM-Neuling Wales hat die K.o.-Runde bei einer Fußball-EM erreicht. Die Mannschaft um Superstar Gareth Bale zog am Abend durch ein 3:0 in Toulouse gegen Russland als Sieger der Gruppe B vor England ins Achtelfinale ein. Bisher war dieses Kunststück zuletzt Kroatien bei der EM 1996 in England gelungen. Der russische Fußball-Nationaltrainer Leonid Sluzki stellte nach dem EM-Aus sein Amt zur Verfügung. England spielte zeitgleich gegen die Slowakei. Beide Mannschaften trennten sich in Saint-Étienne mit einem Unentschieden. EM-Debütant Slowakei muss als Gruppendritter noch um den Sprung ins Achtelfinale bangen.
    10 min
  • 20.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Zahl der Flüchtlinge so hoch wie nie zuvor:
    Bewaffnete Konflikte und Verfolgung haben weltweit mehr Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben, als jemals zuvor von den Vereinten Nationen (UN) verzeichnet wurde. Zum ersten Mal sei 2015 die "60-Millionen-Marke" überschritten worden, erklärte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in seinem neuen Weltbericht. Demnach mussten 65,3 Millionen Menschen ihre Heimat verlassen. Rein rechnerisch war laut UNHCR weltweit jeder 113. Mensch asylsuchend oder auf der Flucht. Die Gefahren auf Fluchtrouten hätten sich vervielfacht, erklärte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi. Auf dem Meer verlören erschreckend viele Menschen ihr Leben. Der Landweg sei durch geschlossene Grenzen zunehmend blockiert, und in einigen Ländern werde gegen Asyl "politisch Stimmung gemacht", sagte Grandi.
    "Fünf Sterne"-Kandidatin siegt bei Bürgermeisterwahl in Rom:
    Die Kandidatin der italienischen Protestpartei "Fünf Sterne", Virginia Raggi, ist zur ersten Bürgermeisterin Roms gewählt worden. Raggi kam bei der zweiten Runde der Kommunalwahl in der Hauptstadt auf mehr als 60 Prozent der Stimmen und lag damit deutlich vor ihrem Konkurrenten Roberto Giachetti von der Demokratischen Partei (PD) des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi. Kommunalwahlen fanden in insgesamt 126 italienischen Gemeinden statt, darunter neben Rom auch Mailand, Neapel, Turin und Bologna. Die Kommunalwahlen sind ein wichtiger Stimmungstest für Renzi. Die ursprünglich als Protestbewegung gegründete Partei "Fünf Sterne" des Kabarettisten Beppe Grillo erhoffte sich von den Wahlen und insbesondere dem Ergebnis in Rom einen Schub für ihre Festigung als größte Oppositionspartei. Spätestens im Juni 2018 finden in Italien Parlamentswahlen statt.
    Zehntausende gedenken in Orlando der Attentatsopfer:
    Eine Woche nach dem verheerenden Attentat auf einen Nachtclub im amerikanischen Orlando sind zehntausende Menschen in der Stadt zu einer Mahnwache zusammengekommen. Viele Teilnehmer trugen die US-Flagge oder die Regenbogenfahne der Schwulen- und Lesbenbewegung. Mit einer Schweigeminute gedachten die Menschen der Todesopfer in der überwiegend von Homosexuellen besuchten Diskothek. Bei dem Angriff auf den Club durch den radikalen Muslim Omar Mateen waren 49 Menschen getötet worden. An diesem Montag will das US-Justizministerium Protokolle von Gesprächen veröffentlichen, die Mateen während der Geiselnahme mit Polizeibeamten führte. Ermittlungsergebnisse legen nahe, dass der von der Polizei getötete Schütze mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" sympathisierte.
    Polizei löst Transsexuellen-Marsch in Istanbul mit Tränengas auf:
    Die türkische Polizei hat einen Marsch von Transsexuellen in Istanbul mit Tränengas aufgelöst. Elf Menschen seien festgenommen worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA. Der Marsch fand im Rahmen der sogenannten "Pride Week", einer Veranstaltungsreihe von Homo- und Transsexuellen, statt. Der Istanbuler Gouverneur hatte Demonstrationen anlässlich der "Pride Week" für die gesamte Woche aus Sicherheitsgründen verboten. Der Beschluss zielt vor allem auf die Abschlussveranstaltung der jährlichen Schwulen- und Lesbenparade am kommenden Sonntag ab. Sie findet seit mehr als zehn Jahren statt und wurde im vergangenen Jahr erstmals verboten.
    Umstrittenes Großprojekt in Tansania bewilligt:
    Die Weltbank setzt mit Unterstützung der Bundesregierung in Tansania ihre eigenen Vorgaben zum Schutz von Ureinwohnern außer Kraft. Das berichten NDR, WDR, "Süddeutsche Zeitung" und das Journalistennetzwerk ICIJ. Es geht um einen Millionenkredit, den die Weltbank für ein landwirtschaftliches Großprojekt in Tansania bewilligt hat. Mit dem Projekt will die Regierung in Daressalam erreichen, dass Konzerne wie Nestlé und Bayer in das ostafrikanische Land investieren. Den Recherchen zufolge hat Deutschland bei der Weltbank dafür plädiert, gegen Standards der Organisation zum Schutz der Ureinwohner in Tansania zu verstoßen. Menschenrechtler hatten zuvor angeprangert, dass bereits vor der Umsetzung des Agrarprojekts tausende Ureinwohner vertrieben wurden.
    UEFA Euro 2016: Frankreich und Schweiz im EM-Achtelfinale:
    Bei der Fußball-Europameisterschaft ist Gastgeber Frankreich als Sieger der Gruppe A ins Achtelfinale eingezogen. Dazu reichte den Franzosen ein 0:0 gegen die Schweizer, die damit Gruppenzweiter wurden. Im zweiten Spiel der Gruppe A hat sich Albanien die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale gesichert. Rumänien verlor gegen den EM-Neuling 0:1. Rumänien ist damit aus dem Turnier ausgeschieden. Die Albaner können noch als einer der besten Gruppendritten weiterkommen.
    8 min
  • 18.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Bundesaußenminister Steinmeier kritisiert NATO-Manöver in Osteuropa:
    Angesichts der Militärmanöver in Osteuropa hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier vor militärischen Drohgebärden gegen Russland gewarnt. Vor dem NATO-Gipfel in Polen sagte Steinmeier, man sollte nicht durch "lautes Säbelrasseln" die Lage weiter anheizen. Es wäre "fatal, jetzt den Blick auf das Militärische zu verengen", sagte er gegenüber der Wochenzeitung "Bild am Sonntag". Neben dem gemeinsamen Willen zur Verteidigungsbereitschaft müsse es auch die Bereitschaft zum Dialog geben, so der Außenminister. Am Dienstag hatte die NATO beschlossen, je 1000 Soldaten in Polen und den baltischen Ländern Lettland, Estland und Litauen zu stationieren.
    Weiterer Terrorverdächtiger in Belgien in Haft genommen:
    Knapp drei Monate nach den verheerenden Brüsseler Terroranschlägen haben die Behörden in Belgien einen 30 Jahre alten Mann in Haft genommen. Im Zusammenhang mit den Attentaten am Flughafen sowie in einer Metrostation in der Innenstadt werden ihm terroristische Morde und Mordversuche vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft am Abend mit. Zudem werde er verdächtigt, an einer terroristischen Vereinigung beteiligt zu sein.
    Mordanklage gegen Tatverdächtigen im Fall Cox:
    Die britische Justiz hat gegen den mutmaßlichen Mörder der Labour-Politikerin Jo Cox, Thomas Mair, Haftbefehl erlassen. Der 52-Jährige hatte Cox im nordenglischen Birstall auf offener Straße angeschossen und mit einem Messer auf sie eingestochen. Die Unterhaus-Abgeordnete erlag ihren Verletzungen wenig später im Krankenhaus. Dem Tatverdächtigen werden Verbindungen in die rechtsextreme Szene nachgesagt. Zudem soll er auch die US-Neonazi-Gruppe National Alliance unterstützt haben.
    Ban Ki Moon trifft Flüchtlinge auf griechischer Insel Lesbos:
    Am zweiten Tag seiner Griechenland-Reise besucht UN-Generalsekretär Ban Ki Moon das Registrierzentrum für Flüchtlinge auf der Insel Lesbos. Nach einem Treffen mit Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos ist ein Gespräch mit Regierungschef Alexis Tsipras geplant. Ban war am Freitag in Athen eingetroffen, um sich dort ein Bild von der Flüchtlingskrise zu machen. Bei den Gesprächen geht es vor allem um die Frage, wie die Vereinten Nationen den mehr als 57.000 Menschen helfen können, die nach Schließung der Balkanroute in Griechenland festsitzen.
    Spanien und Italien im EM-Achtelfinale:
    Italien und Spanien haben vorzeitig das Achtelfinale der Fußball-EM erreicht. Italien besiegte Schweden 1:0, Spanien ließ der Türkei beim 3:0 keine Chance. Schweden und der Türkei droht nun das vorzeitige Aus. Tschechien erreichte gegen Kroatien nach 2:0-Rückstand ein 2:2. Dabei kam es zu Ausschreitungen kroatischer Fans. Sie warfen Böller und Leuchtraketen auf das Spielfeld und prügelten sich untereinander. Mit den Vorfällen auf den Rängen wird sich die Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union UEFA befassen.
    Russland will gegen Olympia-Sperre in Rio vorgehen:
    Russland will die Sperre seiner Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio nicht hinnehmen. Präsident Putin bezeichnete es als unfair, dass die Sperre gegen den russischen Leichtathletik-Verband verlängert wurde. Er hoffe auf eine Reaktion des Internationalen Olympischen Komitees. Sowohl der russische Leichtathletik-Verband als auch ein Kreml-Sprecher kündigten an, juristische Schritte zu prüfen. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte zuvor die seit November 2015 wirksame Sperre für den nationalen russischen Verband wegen systematischen Dopings bestätigt. Kein Sportler unter russischer Flagge werde an den Spielen in Rio teilnehmen dürfen, hieß es.
    7 min
  • 17.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Mörder von Labour-Politikerin soll psychisch krank sein:
    Nach dem tödlichen Angriff auf die Labour-Abgeordnete Jo Cox im nordenglischen Birstall sind weitere Einzelheiten über den mutmaßlichen Täter bekanntgeworden. Der 52-Jährige war nach Angaben seines Bruders wegen psychischer Probleme in Behandlung. Die Anti-Rassismus-Organisation Southern Poverty Law Center mit Sitz in den USA teilte mit, der Verdächtige habe die US-Neonazi-Gruppierung National Alliance (NA) jahrzehntelang unterstützt und mehrere hundert Dollar für Schriftgut der NA ausgegeben. Laut Polizei ist das Motiv für den Angriff bisher unklar. Wie Medien berichteten, hatte der Mann auf die 41-jährige EU-Befürworterin Cox geschossen und auf sie eingestochen. Wegen der Tat haben sowohl Brexit- als auch EU-Befürworter ihre Kampagnen vor dem EU-Referendum in der kommenden Woche ausgesetzt.
    US-Diplomaten kritisieren Syrien-Politik der Regierung:
    Mehr als 50 Diplomaten der USA haben der Regierung eine interne Protestnote zur Syrien-Politik des Landes übermittelt. Außenamtssprecher John Kirby bestätigte eine entsprechende Eingabe, ohne auf den Inhalt einzugehen. Laut US-Medien fordern die Diplomaten den Einsatz von Raketen, Drohnen und notfalls auch der Luftwaffe der Vereinigten Staaten gegen Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die bisherige Strategie trage nicht dazu bei, den Krieg zu beenden, heißt es demnach in dem Schreiben. Offiziell fliegt die US-geführte Koalition in Syrien bisher nur Luftangriffe gegen Stellungen der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" und andere Terrorgruppen. - Die Protestnote wurde auf einem eigens hierfür eingerichteten Kommunikationskanal eingereicht, über den Diplomaten die Linie der Regierung kritisieren dürfen.
    Sanders will weiter um Präsidentschaftskandidatur werben:
    Bernie Sanders will trotz praktisch aussichtslosen Rückstandes auf Konkurrentin Hillary Clinton seine Bewerbung als Präsidentschaftskandidat der Demokraten nicht niederlegen. Die Revolution müsse weitergehen, sagte Sanders in einer Videobotschaft. Mit bis zu 1900 Delegierten im Rücken wolle er auf dem Parteitag Ende Juli in Cleveland die Demokratische Partei programmatisch reformieren. Das wichtigste Ziel sei es, den mutmaßlichen republikanischen Kandidaten Donald Trump als nächsten Präsidenten zu verhindern, erklärte Sanders. Daran wolle er mitwirken.
    Bundesrats-Entscheidung über Maghreb-Staaten vertagt:
    Die Abstimmung im Bundesrat über die umstrittene Einstufung von Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsländer wird verschoben. Das kündigte Bremens Bürgermeister Carsten Sieling nach Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel an. Union und SPD sind auf die Zustimmung von mindestens drei Ländern mit grüner Regierungsbeteiligung angewiesen. Wegen der Menschenrechtslage in den Maghreb-Staaten gibt es bei den Grünen jedoch Widerstand gegen die Pläne der Bundesregierung, Asylbewerber aus Algerien, Marokko und Tunesien schneller abzuschieben. Die Entscheidung des Bundesrats, die ursprünglich für diesen Freitag geplant war, soll nun in drei Wochen fallen. Lehnt die Länderkammer auch dann das Gesetz ab, kann die Regierung den Vermittlungsausschuss anrufen, um doch noch eine Einigung herbeizuführen.
    Dritter Minister in Brasilien lässt sein Amt ruhen:
    In Brasilien ist Tourismusminister Henrique Eduardo Alves wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten. Er ist bereits der dritte Minister, der seit dem Amtsantritt der Regierung von Interimspräsident Michel Temer Mitte Mai das Amt ruhen lässt. Alves begründete den Schritt mit den jüngsten Ermittlungen gegen ihn im Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal um den halbstaatlichen Ölkonzern Petrobras. Ein früherer Manager des Konzerns hatte auch Temer selbst der Korruption bezichtigt. Dieser hatte im Mai nach der Suspendierung von Staatschefin Dilma Rousseff übergangsweise die Amtsgeschäfte übernommen. Gegen Rousseff läuft im Zusammenhang mit den Petrobras-Ermittlungen ein Amtsenthebungsverfahren.
    Gelbfieber breitet sich weiter im Kongo aus:
    Eine aus Angola eingeschleppte Gelbfieber-Epidemie breitet sich rasant im nördlichen Nachbarland Kongo aus. Seit Ende März gebe es in der Demokratischen Republik Kongo mehr als 1000 Verdachts- und 71 Todesfälle, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Experten gehen davon aus, dass nur ein Teil der Infektionen in der offiziellen Statistik erfasst wird. In Angola, wo das Gelbfieber im vergangenen Dezember ausgebrochen war, gibt es bislang mehr 3000 Fälle, 345 Menschen starben an dem Virus. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, wurden mittlerweile rund acht der über 24 Millionen Einwohner Angolas gegen Gelbfieber geimpft. Übertragen wird das Virus von Aedes-Stechmücken, die auch Zika verbreiten.
    11 min
  • 16.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Einigung auf befristete Waffenruhe in Aleppo:
    Die Konfliktparteien im syrischen Bürgerkrieg haben eine Waffenruhe für die heftig umkämpfte Stadt Aleppo beschlossen. Sie solle ab Mitternacht für zwei Tage gelten, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Außenministerium in Moskau. Wer an der Vereinbarung beteiligt ist, war zunächst noch unklar. Ebenso ist noch ungeklärt, ob die Waffen auch im Rest Syriens schweigen sollen. US-Außenminister John Kerry hatte Russland kurz vor Bekanntgabe der neuen Waffenruhe aufgefordert, das syrische Regime zur Umsetzung einer landesweiten Feuerpause zu drängen. Washington und Moskau hatten sich schon Ende Februar mit anderen Staaten auf einen solchen Schritt geeinigt. Die Waffenruhe war allerdings immer wieder gebrochen worden.
    Wrackteile von EgyptAir-Maschine entdeckt:
    Vier Wochen nach dem Absturz einer EgyptAir-Maschine hat ein französisches Spezialschiff Teile des Flugzeugrumpfes im Mittelmeer entdeckt. Dies teilte die ägyptische Ermittlungsbehörde mit. Die Ermittler hoffen besonders, dass die Flugschreiber der Maschine gefunden und geborgen werden können. Die französische Marine hatte bereits Signale von einem der Geräte auffangen können. Wo es liegt, ist aber noch unklar. Dabei drängt die Zeit, denn der Datenschreiber und der Stimmenrekorder senden ihre Ortungssignale nur rund einen Monat lang aus. Das EgyptAir-Flugzeug war am 19. Mai mit 66 Personen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Die Behörden erhoffen sich durch die Daten der Blackboxes Aufschluss über die Absturzursache, die derzeit noch unklar ist.
    Duterte verhandelt mit maoistischen Rebellen auf den Philippinen:
    Der neugewählte philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat zugestimmt, mit den maoistischen Rebellen neue Friedensgespräche aufzunehmen. Die neuen Verhandlungen wurden nach zweitägigen Sondierungen in Norwegen vereinbart. Demnach soll schon Ende Juli ein neuer Anlauf genommen werden, einen der längsten Aufstände in Asien zu beenden. Duterte, der am 30. Juni sein Amt offiziell antreten wird, hatte eine Waffenruhe angeboten und versprochen, kranke oder alte kommunistische Gefangene freizulassen. Er unterhält seit langer Zeit gute Beziehungen zur KP und hatte ihr auch Ministerposten offeriert. - KP-Gründer José Maria Sison hatte jüngst angekündigt, nach fast 40 Jahren aus dem niederländischen Exil zurückzukehren und sich für ein Ende des Aufstands einzusetzen.
    Obama empfängt den Dalai Lama und verärgert China:
    Ungeachtet scharfer Kritik aus China hat US-Präsident Barack Obama den Dalai Lama empfangen. Das insgesamt vierte Treffen im Weißen Haus sei rein privat gewesen, betonte das Präsidialamt. Obama habe den religiösen Führer der Tibeter aufgefordert, durch einen Dialog mit den chinesischen Behörden zu einer Entspannung im Tibet-Konflikt beizutragen. Der im indischen Exil lebende Dalai Lama tritt für mehr Autonomie Tibets von China ein. Die chinesische Regierung reagierte empört: In einem Kommentar der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hieß es, die US-Regierung habe ihr Versprechen gebrochen, die Bestrebungen Tibets nach Unabhängigkeit nicht zu unterstützen. Die Beziehungen zwischen Washington und Peking sind derzeit angespannt, unter anderem wegen territorialer Ansprüche Chinas im Südchinesischen Meer.
    Tränengas und Schlagstöcke gegen Fan-Randale in Lille:
    Im französischen Lille hat es bis tief in die Nacht Auseinandersetzungen zwischen Fußball-Fans und der Polizei gegeben. Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas und Schlagstöcken gegen etwa 200 Fans vor, von denen ein Teil aus England kam und zum zweiten EM-Gruppenspiel ihrer Mannschaft gegen Wales im nur 40 Kilometer entfernten Lens angereist war. In Lille, wo die Partie zwischen Russland und der Slowakei stattfand, mussten nach Behördenangaben 50 Menschen von Rettungskräften behandelt und 16 in Krankenhäuser gebracht werden. Insgesamt seien 36 Menschen festgenommen worden, unter ihnen auch sechs Russen, die an den Ausschreitungen am vergangenen Samstag in Marseille beteiligt waren, teilten die Behörden mit.
    Frankreich als erstes Team im EM-Achtelfinale:
    Gastgeber Frankreich hat als erste Mannschaft das Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft erreicht. Am zweiten Spieltag der Gruppe A setzte sich das Team gegen Albanien mit 2:0 durch. Im ersten Spiel der Gruppe hatten sich zuvor die Schweiz und Rumänien 1:1 getrennt. Russlands Nationalmannschaft droht indes ein K.o. in der Vorrunde. Am zweiten Spieltag der Gruppe B verlor das russische Team gegen die Slowakei mit 1:2. Der künftige WM-Gastgeber Russland hat bisher nur einen Punkt geholt und muss nun das letzte Gruppenspiel gegen Wales gewinnen, um noch eine Chance auf das Achtelfinale zu haben.
    10 min
  • 15.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Obama geht Trump nach Anschlag von Orlando hart an:
    Nach dem Anschlag von Orlando mit 49 Todesopfern hat sich die politische Debatte in den USA über die Bekämpfung des Terrorismus weiter verschärft. Präsident Barack Obama griff den voraussichtlichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner, Donald Trump, wegen dessen Forderung nach einem generellen Einreiseverbot für Muslime hart an. Dies widerspreche den demokratischen Idealen der USA, sagte Obama. Derartige Forderungen machten das Land unsicherer, indem sie der Behauptung der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), der Westen würde Muslime hassen, Nahrung gäben. Mit Frankreichs Präsident Francois Hollande vereinbarte Obama eine noch engere Zusammenarbeit bei der Terrorabwehr und der Zerstörung des IS.
    Orlando-Massaker: Ermittler nehmen Ehefrau des Attentäters ins Visier:
    In den USA setzen FBI und Justiz die mühsame Suche nach dem Motiv des Todesschützen von Orlando fort. Ins Visier der Ermittler ist auch die zweite Frau des Täters geraten. Sie wusste nach TV-Berichten von den Anschlagsplänen ihres Mannes und will versucht haben, ihn davon abzubringen. Nach anderen Meldungen hatte Omar Mateen in Orlando auch das berühmte Disneyland im Blick. Der Sender NBC berichtete, die Frau habe dem FBI gesagt, dass sie ihren Mann mindestens einmal ins "Pulse" gefahren habe. Er habe diesen Club, sein späteres Anschlagsziel, offenbar auskundschaften wollen. In dem Club für Homosexuelle erschoss Mateen in der Nacht zum Sonntag 49 Menschen und verletzte 53.
    Clinton gewinnt die letzte Vorwahl der Demokraten:
    Hillary Clinton hat die letzte US-Vorwahl im Rennen um das Weiße Haus gewonnen. Bei der Abstimmung der Demokraten in Washington erhielt die ehemalige Außenministerin nach Berichten mehrerer US-Medien etwa 80 Prozent der Stimmen. Nachdem sich ihr weiterer Sieg abzeichnete traf sich Clinton mit ihrem Konkurrenten Bernie Sanders von der Parteilinken. Dem Vernehmen nach ging es um die Einheit der Demokraten und eine gemeinsame Strategie gegen den Kandidaten der Republikaner, Donald Trump. Clinton hatte die meisten der seit Februar laufenden Vorwahlen für sich entschieden. Die Ehefrau des früheren Präsidenten Bill Clinton soll für die Demokraten am 8. November das höchste Staatsamt erobern.
    Viele Festnahmen bei Krawallen in Paris:
    Bei Krawallen am Rande einer Großdemonstration gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform in Frankreich sind mehr als 70 Menschen festgenommen worden. Bei der Randale waren mehr als 40 Menschen verletzt worden. Die Behörden sprachen von "hunderten vermummten Personen", die Polizisten attackiert hätten. Zehntausende Menschen hatten in Paris gegen die Reformpläne demonstriert, mit denen die sozialistische Regierung Unternehmen mehr Flexibilität gewähren und so Arbeitsplätze schaffen will. Meinungsumfragen zufolge sind etwa 80 Prozent der Franzosen gegen die Arbeitsmarktreform. Eine Mehrheit findet aber auch die Proteste nicht in Ordnung.
    Plünderungen und Proteste in Venezuela wegen Nahrungsmittelkrise:
    In Venezuela ist es angesichts des Mangels an Lebensmitteln erneut zu Plünderungen und Protesten gekommen, auch in Hochburgen der Sozialisten. "Wir haben Hunger" skandierten nach Angaben der Opposition aufgebrachte Demonstranten zum Beispiel in Caracas und Cumana. Laut der Oppositionspolitikerin Milagros Paz kam dabei in der Küstenstadt Cumana ein Mensch ums Leben. Damit wären bei den andauernden Unruhen allein in diesem Monat bereits vier Menschen umgekommen. Venezuela ist durch den Ölpreisverfall und eine fehlgeschlagene Wirtschaftspolitik in eine tiefe Rezession abgeglitten. Staatschef Nicolas Maduro hatte sich am Vortag erstmals bereit erklärt, die Beziehungen zu den USA wieder zu normalisieren und wieder Botschafter auszutauschen.
    UN-Sicherheitsrat weitet EU-Mandat für Libyen aus:
    Die EU soll vor Libyen nun auch gegen Waffenschmuggler vorgehen. Der UN-Sicherheitsrat hat das Mandat für den Militäreinsatz im Mittelmeer dementsprechend ausgeweitet. Verdächtige Schiffe dürften nun abgefangen und Waffenschmuggler verhaftet werden, entschieden die 15-Ratsmitglieder in New York einstimmig. Das vorerst auf ein Jahr begrenzte Mandat zielt darauf ab, Waffen- und Munitionslieferungen an die verschiedenen Milizen zu unterbinden, die in Libyen gegen die neue Einheitsregierung, die von den Vereinten Nationen unterstützt wird, kämpfen.
    Brasiliens Nationaltrainer Dunga nach Copa-Aus entlassen:
    Nach dem blamablen Vorrunden-Aus bei der Copa America ist Brasiliens Fußball-Nationaltrainer Carlos Dunga entlassen worden. Dies teilte der brasilianische Verband CBF mit. Auch der technische Direktor der Auswahl, Gilmar Rinaldi, sei seines Postens enthoben worden. Zuvor war der fünffache Weltmeister bei der Copa nach einer 0:1-Niederlage gegen Peru schon in der Gruppenphase ausgeschieden. Dunga hatte die brasilianische Nationalelf erst Mitte 2014 nach der WM im eigenen Land zum zweiten Mal übernommen.
    11 min
  • 14.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Medien: Polizistenmörder wegen Terrorismus vorbestraft:
    In einem Pariser Vorort ist ein französischer Polizist vor seinem Haus mit mehreren Messerstichen getötet worden. Der Angreifer, der sich nach der Tat im Haus des Opfers verschanzte, wurde später von Mitgliedern einer Spezialeinheit erschossen, wie das französische Innenministerium mitteilte. Die Sicherheitskräfte hätten nach der Erstürmung die Leiche der Lebenspartnerin des Polizisten im Haus gefunden. Ihr dreijähriges Kind habe die Attacke überlebt. Nach Berichten der französischen Nachrichtenagentur AFP soll sich der Mann in Telefonaten mit der Polizei auf die Terror-Organisation "Islamischer Staat" (IS) berufen haben. Laut Medien war der 25-Jährige 2013 wegen Terrorismus zu drei Jahren Haft verurteilt worden, sechs Monate der Strafe wurden demnach zur Bewährung ausgesetzt.
    Orlando-Attentäter früher selbst Gast im "Pulse"-Nachtclub:
    Der Attentäter von Orlando ist nach Augenzeugenberichten früher selbst Gast in dem Nachtclub "Pulse" für Homosexuelle gewesen und hat über einschlägige Handy-Apps Kontakte zu anderen Männern gesucht. Medien zitieren Gäste des Clubs, die Omar Mateen dort regelmäßig sahen. Andere Gäste gaben an, sie hätten über Dating-Apps für Schwule Kontakt mit Mateen gehabt. Der 29-Jährige hatte in der Nacht zum Sonntag den Club "Pulse" in Orlando im US-Staat Florida mit Schusswaffen angegriffen und Gäste als Geiseln genommen. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei griff später ein und erschoss den Attentäter. Insgesamt wurden 50 Menschen getötet und mehr als 50 verletzt. Der Weltsicherheitsrat verurteilte am Montagabend in einer einstimmig verabschiedeten Erklärung den "Terrorangriff", dem "Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung" zum Opfer gefallen seien.
    Trump entzieht "Washington Post" Akkreditierung für Wahlkampf :
    Aus Verärgerung über kritische Artikel hat der designierte US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump die "Washington Post" von der Berichterstattung über seine Wahlkampfauftritte ausgeschlossen. In einer Botschaft im Internetdienst Twitter bezeichnete der Republikaner die renommierte Tageszeitung als "unehrlich und verlogen". Wegen ihrer "unglaublich fehlerhaften Berichterstattung" werde der Zeitung umgehend die Akkreditierung für seine Wahlkampfveranstaltungen entzogen. Der Chefredakteur des Blattes, Martin Baron, wies die Anschuldigungen zurück und warf Trump einen "Verstoß gegen die Arbeit einer freien und unabhängigen Presse" vor. Seine Zeitung werde weiter über Trumps Wahlkampf berichten, "und zwar wie bisher: ehrlich, wahrhaftig, präzise, energisch und furchtlos".
    Abu Sayyaf-Islamisten ermorden weitere Geisel:
    Auf den südlichen Philippinen hat die Terrormiliz Abu Sayyaf eine weitere kanadische Geisel ermordet. Das bestätigten die Regierungen beider Länder. Bereits im April hatten die Extremisten einen Kanadier getötet. Die beiden Männer sowie eine Philippinerin und ein Norweger waren im September vorigen Jahres von der Terrorgruppe verschleppt worden. Für jeden der Gekidnappten verlangten die Islamisten ein Lösegeld in Höhe mehrerer Millionen Dollar. Zuletzt war laut Medienberichten ein weiteres Ultimatum der Entführer verstrichen. Kanadas Regierungschef Justin Trudeau betonte, seine Regierung werde niemals Lösegeld an Terroristen zahlen.
    Amnesty wirft Libyen Misshandlung von Flüchtlingen vor:
    Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft der libyschen Küstenwache schwere Vergehen im Umgang mit Bootsflüchtlingen im Mittelmeer vor. Diese würden auf dem Meer aufgegriffen, geschlagen und beschossen, teilte Amnesty mit. Dies habe eine jüngste Befragung von 90 Flüchtlingen auf Sizilien und in Apulien durch ein Amnesty-Team ergeben. Viele der Geflüchteten würden zudem in libysche Haftzentren gebracht, wo ihnen Folter und Misshandlung drohten. In einem Fall habe die libysche Küstenwache sogar ein sinkendes Boot mit etwa 120 Flüchtlingen verlassen, ohne den Notleidenden zu helfen, so Amnesty. Die Menschenrechtsorganisation kritisierte auch die EU-Pläne für eine engere Zusammenarbeit mit Libyen. Diese würden die Menschenrechtsverletzungen weiter befeuern.
    9 min

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