Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 13.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Blutiges Attentat in US-Nachtclub löst Entsetzen aus:
    Der blutige Anschlag auf eine Diskothek in Florida hat in den USA Entsetzen ausgelöst. Präsident Barack Obama sprach von einem "Akt des Terrors und des Hasses". Der voraussichtliche republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump nahm die Tat zum Anlass, seine Forderung nach einem Einreiseverbot für Muslime in die USA zu bekräftigen. Zudem verlangte Trump den Rücktritt von Präsident Barack Obama und den Rückzug der wahrscheinlichen Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton. Nach US-Polizeiangaben war der mutmaßliche Attentäter den Behörden bekannt, weil er Sympathien für den IS geäußert haben soll. Bei der Geiselnahme und Schießerei in einem Nachtclub für Homosexuelle in Florida waren in der Nacht zu Sonntag 50 Menschen getötet und 53 verletzt worden.
    Sipri: Zahl der Atomwaffen geht weltweit zurück:
    Die Zahl der Atomwaffen geht laut einem Bericht des Friedensforschungsinstituts Sipri weltweit weiter zurück. Dies ist nach Angaben des Stockholmer Instituts vor allem eine Folge der fortlaufenden Reduzierung der Atomwaffenarsenale der USA und Russlands seit Beginn der neunziger Jahre. Zugleich, so der Bericht weiter, investieren beide Länder aber Milliarden in die Modernisierung ihrer Bestände. Zusammengenommen besitzen die USA und Russland mehr als 90 Prozent aller Nuklearwaffen. Alle neun Atomwaffenstaaten – die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea – hatten dem Bericht zufolge Anfang des Jahres rund 4100 Atomwaffen einsatzbereit und verfügten über knapp 15.400 atomare Sprengköpfe.
    Merkel und Li wollen Handelskrieg EU-China abwenden:
    China und Deutschland wollen einen Handelskrieg zwischen der Volksrepublik und der EU vermeiden. Bis Jahresende müsse eine Lösung im Streit um die Einstufung Chinas als Marktwirtschaft gefunden werden, forderten Chinas Ministerpräsident Li Keqiang und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Treffen in Peking im Rahmen der 4. deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen. Li betonte, China erfülle bereits alle Bedingungen. Dagegen mahnte Merkel erneut chinesische Maßnahmen gegen die Überkapazitäten für Stahl an. Der sich anbahnende Streit zwischen der EU und China überschattete die bilateralen Konsultationen, zu denen Merkel mit sechs Ministern und einer Wirtschaftsdelegation nach Peking angereist war. Es wurden 24 Vereinbarungen geschlossen, darunter Wirtschaftsabkommen mit einem Wert von 2,73 Milliarden Euro.
    England und Russland droht nach Fan-Gewalt Rauswurf aus EM:
    Die Ausrichter der Fußball-Europameisterschaft versuchen, der ausufernden Fan-Gewalt mit Warnungen Herr zu werden. Der Verband Uefa drohte England und Russland den Ausschluss von dem Turnier an, sollten Hooligans aus diesen Ländern erneut Krawalle lostreten. Das französische Innenministerium in Paris verbot den Verkauf von Alkohol in Stadion-Nähe. Die Zahl der Festgenommenen gab es mit 116 an. In Lille waren am Sonntag zudem deutsche und ukrainische Fans aneinander geraten. Sie warfen Flaschen und traktierten sich mit Fußtritten. Nach Informationen deutscher Polizeikräfte in Lille waren rund 50 Deutsche an den Krawallen beteiligt.
    Aktivisten: Mehr als 20 Tote bei Luftangriffen auf Markt in Syrien:
    Bei mehreren Luftangriffen auf einen Markt in der syrischen Stadt Idlib sind nach Angaben von Aktivisten am Sonntag mindestens 21 Menschen getötet worden. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte veröffentlichte ein Video, das ausgebrannte Autowracks, Trümmer und Feuerwehrleute bei Löscharbeiten zeigte. In der Erklärung der Beobachtungsstelle hieß es, dass "Militärmaschinen ein Massaker angerichtet haben". Keine Angaben werden in der Erklärung dazu gemacht, ob es sich um russische oder syrische Kampfflugzeuge handelte. Russische Kampfjets greifen nahezu täglich Ziele in der Region an. Idlib und die gleichnamige Provinz werden von dem syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida und anderen dschihadistischen Gruppen kontrolliert.
    9 min
  • 11.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als Audio-Datei.
    Fußball-EM: Frankreich - Rumänien 2:1:
    Gastgeber Frankreich ist mit einem Sieg in die Europameisterschaft gestartet. Die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps gewann gegen Rumänien im Stade de France in St. Denis mit 2:1. Vor dem EM-Spiel zwischen England und Russland am Samstag ist es in der südfranzösischen Mittelmeerstadt Marseille auch am Freitag zu Ausschreitungen gekommen. Wie die Nachrichtenagentur AFP meldete, warfen englische Fans in der Gegend um den Hafen Flaschen und andere Gegenstände auf Polizisten. Die Beamten setzten Tränengas gegen die Randalierer ein.
    Zehntausende begleiten Muhammad Alis Trauerzug:
    Tausende Menschen haben in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky dem verstorbenen legendären Boxer und Bürgerrechtsaktivisten Muhammad Ali die letzte Ehre erwiesen. Mehr als zwei Stunden lang fuhr der Wagen mit dem Sarg des mehrfachen Schwergewichtsweltmeisters durch die Straßen seiner Heimatstadt. Bei einer anschließenden Trauerfeier nannte der frühere US-Präsident Bill Clinton als letzter von mehreren Rednern den vor einer Woche im Alter von 74 Jahren verstorbenen Ali einen tollen Burschen. Das Boxidol habe sich für die ganze Menschheit eingesetzt. Er sei für alle offen gewesen, betonte der Ex-Präsident. Beigesetzt wurde Ali im engsten Familienkreis. Sargträger waren die ehemaligen Weltmeister Mike Tyson, Lennox Lewis, Evander Holyfield und Larry Holmes sowie Hollywood-Schauspieler Will Smith.
    USA kritisieren Fassbombenabwurf auf syrische Stadt Daraja:
    Die USA haben die syrische Regierung für den Abwurf von Fassbomben auf die belagerte Stadt Daraja kritisiert. Der Angriff war kurz nach der Zustellung der ersten Hilfslieferung erfolgt. Angriffe mit Fassbomben seien nicht hinnehmbar und schändlich, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Die syrische Regierung hatte erstmals seit dreieinhalb Jahren einen Konvoi mit Nahrungsmitteln nach Daraja durchgelassen. Neun Lastwagen mit Nahrung, Medikamenten und anderen Hilfsgütern trafen nach Angaben des Syrischen Roten Halbmonds in der Stadt südwestlich von Damaskus ein. Die Hilfsgüter sollten die Versorgung der rund 8000 Menschen, die in Daraja eingeschlossen sind, für einen Monat sicherstellen. Die syrische Armee belagert die Stadt seit mehr als drei Jahren.
    Fujimori verspricht verantwortliche Opposition in Peru:
    In Peru hat Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori hat den Sieg ihres Rivalen Pedro Pablo Kuczynski in der Stichwahl anerkannt. Die rechtspopulistische Politikerin kündigte an, eine "verantwortungsvolle Opposition" bilden zu wollen. Der neoliberale Wirtschaftsexperte Kuczynski hatte die Wahl hauchdünn mit 50,1 Prozent der Stimmen. Die Partei der Tochter des eine Gefängnisstrafe absitzenden ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori verfügt im ebenfalls neu gewählten Parlament jedoch mit 73 der insgesamt 130 Abgeordneten über die absolute Mehrheit. Kuczynskis Bündnis hat indessen nur 18 Mandate gewonnen, weniger noch als die Linke mit 20. Der 77-Jährige rief die Opposition zum Dialog auf.
    Venezuela: Unterschriften für Referendum gegen Maduro werden geprüft:
    In Venezuela geht das von der Opposition eingeleitete Verfahren zur Amtsenthebung des sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro in die nächste Etappe. Das nationale Wahlamt kündigte an, die von der Opposition gesammelten 1,3 Millionen Unterschriften für eine Abwahl Maduros würden vom 20. bis 24. Juni überprüft. Falls die Behörde die Echtheit bestätigt, muss die Opposition in einem zweiten Schritt vier Millionen Unterschriften sammeln. Dann wäre der Weg zum Referendum für eine Abwahl Maduros frei. Die Regierungsgegner stehen unter Zeitdruck: Findet die Volksabstimmung nach dem 10. Januar 2017 statt, würde im Falle einer Niederlage Maduros laut Verfassung sein Vizepräsident die Macht übernehmen.
    8 min
  • 10.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Startschuss für die Fußball-EM in Frankreich:
    Nach einer kurzen Eröffnungsfeier und Musik von Star-DJ David Guetta bestreiten Gastgeber Frankreich und Rumänien am Abend das Eröffnungsspiel der Fußball-EM. Im Stade de France vor den Toren von Paris soll nach dem Terror im November wieder der Sport im Mittelpunkt stehen. Es ist die bislang größte Fußball-EM: In den nächsten 30 Tagen spielen die Mannschaften von 24 Ländern Europas vor 2,5 Millionen Zuschauern in zehn Stadien. Vom Eröffnungsspiel bis zum Finale werden insgesamt 51 Partien ausgetragen.
    Nothilfe erreicht eingekesselte syrische Stadt:
    Nach jahrelanger Belagerung hat erstmals ein Konvoi mit Nahrungsmitteln die syrische Rebellenhochburg Daraja erreicht. Neun Lastwagen mit Essen und Medikamenten seien in der Stadt eingetroffen, sagte ein Vertreter des syrischen Roten Halbmondes der Nachrichtenagentur AFP. Damit könne die Versorgung für etwa einen Monat sichergestellt werden. Das südöstlich von Damaskus gelegene Daraja wird seit 2012 von Regierungstruppen belagert. Die Stadt hatte sich als eine der ersten dem Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad angeschlossen. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben in Syrien knapp 600.000 Menschen in eingeschlossenen Gebieten ohne ausreichenden Zugang zu Nahrung, Trinkwasser und Medikamenten. Hilfslieferungen sind ohne Einverständnis der Regierung kaum möglich.
    Obama stellt sich im Wahlkampf hinter Clinton:
    US-Präsident Barack Obama hat Hillary Clinton offiziell seine Unterstützung für deren Präsidentschaftskandidatur ausgesprochen. "Ich bin auf ihrer Seite", erklärte Obama in einer Videobotschaft. Noch nie sei jemand so qualifiziert für das höchste Staatsamt gewesen wie seine ehemalige Außenministerin. Er habe ihr Urteilsvermögen, ihre Zähigkeit und ihr Engagement für amerikanische Werte aus der Nähe erlebt. Kurz zuvor hatte der Präsident im Weißen Haus Clintons innerparteilichen Rivalen Bernie Sanders von der Parteilinken getroffen. Dieser will nach eigener Aussage auch bei der letzten Vorwahl in Washington antreten, obwohl er praktisch keine Chance mehr hat, als Kandidat der Demokraten nominiert zu werden. Für die Republikaner wird voraussichtlich der Immobilienmilliardär Donald Trump ins Rennen gehen.
    Israel riegelt Westjordanland und Gaza ab:
    Nach dem tödlichen Anschlag in Tel Aviv hat das israelische Militär die Übergänge zum Gazastreifen und dem Westjordanland geschlossen. Wie die israelische Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf die Streitkräfte meldete, soll die Abriegelung bis einschließlich Sonntag gelten. Dann endet das jüdische Shawuot-Fest. Bis dahin werde die Einreise nach Israel nur aus humanitären oder medizinischen Gründen erlaubt. Gläubige dürften zum Freitagsgebet auf den Tempelberg, schrieb das Blatt weiter. Am Mittwochabend hatten im Sarona-Park im Zentrum Tel Avivs zwei palästinensische Attentäter vier Israelis erschossen. Israel drohte daraufhin harte Maßnahmen an. Am Donnerstag legte die Armee einen Blockadering um das Dorf Jata im südlichen Westjordanland, aus dem die Angreifer stammen.
    Ban wirft Saudi-Arabien unzulässigen Druck wegen Nennung auf Schwarzer Liste vor:
    Im Streit um die Erwähnung Saudi-Arabiens in einer Liste zu Gewalt gegen Kinder sieht UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sich unangemessen unter Druck gesetzt. Mitgliedstaaten hätten gedroht, UN-Behörden die Mittel zu kürzen, wenn die von den Saudis geführte Militärkoalition nicht von der UN-Liste gestrichen werde. In der jüngst veröffentlichten Ausgabe des jährlich erscheinenden Berichts zu Kindern in Konfliktgebieten hatten die UN die Koalition bezichtigt, Kinder im Jemen getötet und verstümmelt sowie Schulen und Krankenhäuser angegriffen zu haben. Die Koalition sei vergangenes Jahr für den Tod von 510 Kindern verantwortlich und damit für mehr als 60 Prozent der in dem Konflikt getöteten Kinder. Es sei inakzeptabel, dass Mitgliedstaaten unnötigen Druck ausüben, sagte Ban. Saudi-Arabiens UN-Botschafter Abdallah al-Mouallimi bestritt die Vorwürfe und sagte, seine Delegation habe keinen Druck ausgeübt.
    Studie: Trotz Jobrekord bleibt Langzeitarbeitslosigkeit hartnäckig:
    Obwohl in Deutschland noch nie so wenige Menschen ohne Arbeit waren, profitieren Langzeitarbeitslose einer aktuellen Studie zufolge bislang wenig von der guten Wirtschaftslage. Zwar ist der Anteil der langfristig Erwerbslosen nirgendwo in der EU so deutlich gesunken wie in der Bundesrepublik, wie eine Vergleichsstudie der Bertelsmann-Stiftung zeigt. Die Langzeitarbeitslosenquote sank demnach hierzulande von 3,7 im Krisenjahr 2008 auf 1,9 Prozent 2015. Der Rückgang der Quote sei jedoch seit 2012 lediglich insgesamt steigender Beschäftigung in Deutschland geschuldet. Tatsächlich halte sich Langzeitarbeitslosigkeit hartnäckig: Mehr als 43 Prozent aller Arbeitslosen in Deutschland suchen schon länger als ein Jahr nach einem neuen Job, knapp ein Drittel ist sogar mehr als zwei Jahre arbeitslos. Vergleichsweise häufig trifft lange Erwerbslosigkeit in Deutschland Geringqualifizierte und Menschen über 55 Jahre.
    11 min
  • 09.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Israel will entschieden gegen Terroristen vorgehen :
    Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat nach dem tödlichen Anschlag in Tel Aviv "offensive und defensive" Maßnahmen gegen Terroristen angekündigt. Polizei, Streitkräfte und Sicherheitsbehörden würden entschlossen handeln, um alle Mittäter zu finden und künftige Anschläge zu verhindern. Am Mittwochabend hatten zwei palästinensische Hamas-Aktivisten in einem belebten Park mitten in Tel Aviv das Feuer eröffnet, vier Israelis erschossen und mehrere Menschen verletzt. Sicherheitskräfte fassten die Angreifer. Sie stammen laut Polizei aus einem Dorf bei Hebron im südlichen Westjordanland. Die im Gazastreifen herrschende Hamas drohte mit weiteren Anschlägen im muslimischen Fastenmonat Ramadan.
    Obama empfiehlt Bernie Sanders Verzicht auf Kandidatur :
    US-Präsident Barack Obama hat sich nun doch in den Wahlkampf eingeschaltet und seine Partei zum Ende der Vorwahlen zur Geschlossenheit aufgerufen. Bei einem Auftritt im Fernsehsender NBC legte er dem demokratischen Senator Bernie Sanders nahe, die Kandidatur gegen die mutmaßliche Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton aufzugeben. Obama zollte Sanders Respekt für den harten Kampf gegen Clinton. Er habe eine enorme Energie und neue Ideen eingebracht und die Partei vorangetrieben, sagte der Präsident. Nun müssten sich die Demokraten aber ganz auf die Herausforderung durch den wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump konzentrieren. Obama will Sanders an diesem Donnerstag im Weißen Haus empfangen. Bislang hatte Sanders erklärt, seine Kandidatur bis zum Parteitag im Juli fortzuführen.
    Bundestag debattiert Erdogans Angriffe auf Abgeordnete:
    In einer Aktuellen Stunde beschäftigt sich der Bundestag mit den verbalen Attacken des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan auf türkischstämmige Abgeordnete in Deutschland. Beantragt wurde die Debatte von der Fraktion "Die Linke". Der Bundestag hatte die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs vor einer Woche fast einstimmig als Völkermord verurteilt. Daraufhin hatte Erdogan die türkischstämmigen Abgeordneten als verlängerten Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK bezeichnet und polemisiert, sie sollten ihr Blut testen lassen. Bei den Massakern waren vor rund 100 Jahren bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet worden.
    Medien: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Juristen:
    Kurz vor dem Auffliegen der Abgasaffäre ist bei Volkswagen möglicherweise versucht worden, belastende Dokumente zu beseitigen. Wie der Rechercheverbund des Westdeutschen und Norddeutschen Rundfunks sowie der "Süddeutschen Zeitung" berichtet, geht die Staatsanwaltschaft Braunschweig einem entsprechenden Verdacht nach. Ein Sprecher habe bestätigt, dass ein Ermittlungsverfahren gegen einen Volkswagen-Mitarbeiter wegen Urkundenunterdrückung und versuchter Strafvereitelung eröffnet worden sei. Demnach soll es sich um einen leitenden VW-Juristen handeln, der inzwischen beurlaubt ist. Der Beschuldigte habe Kollegen indirekt aufgefordert, Daten zu löschen oder beiseite zu schaffen, berichtet der Rechercheverbund. Der VW-Konzern wollte sich wegen der andauernden Ermittlungen um die Diesel-Manipulationen nicht zu dem Bericht äußern.
    Libysches Militär meldet Vorrücken gegen IS-Hochburg:
    Truppen der libyschen Einheitsregierung haben sich nach Angaben der neuen Führung in Tripolis in Teile der IS-Hochburg Sirte vorgekämpft. Verbündete Milizen seien in eine Reihe von Vierteln der Küstenstadt eingedrungen, sagte ein Militärsprecher. Die Nachrichtenseite Al-Wasat berichtete unter Berufung auf das Militär von heftigen Kämpfen vor der Stadt. In Sirte sollen sich tausende Kämpfer der Extremisten des "Islamischen Staats" (IS) aufhalten. Die libysche IS-Miliz gilt als mächtigster Ableger der Terrorgruppe jenseits ihres Kerngebiets in Syrien und dem Irak. Die Dschihadisten machten sich das Machtvakuum in Libyen nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 zunutze, um sich in dem Land auszubreiten.
    9 min
  • 08.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Clinton erklärt sich zur Siegerin bei den Demokraten:
    Hillary Clinton wird aller Voraussicht nach als erste Frau für die Demokraten in den US-Präsidentschaftswahlkampf gehen. Nach Vorwahlen in sechs weiteren Staaten sprach sie von einem "Meilenstein in der US-Geschichte". Clinton gewann in New Jersey, New Mexico und South Dakota. Ihr Gegenkandidat Bernie Sanders siegte in Montana und North Dakota. In Kalifornien steht das Ergebnis noch aus. Die offizielle Kandidatenkür findet auf einem Parteitag Ende Juli statt. Sanders will nach eigener Aussage noch nicht aufgeben, sondern um die Führung in Washington ringen, wo am kommenden Dienstag gewählt wird. Bei den Republikanern hat Donald Trump die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten bereits faktisch sicher.
    Erdogan signiert Gesetz zur Aufhebung der Abgeordneten-Immunität:
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat das von ihm betriebene Gesetz zur Aufhebung der Immunität von mehr als einem Viertel der Parlamentsabgeordneten unterzeichnet. Das meldet die Nachrichtenagentur Anadolu. Dem Gesetz hatten im Mai mehr als zwei Drittel der Parlamentarier zugestimmt. Die Maßnahme betrifft zwar 138 Abgeordnete aus allen vier Parteien im Parlament, richtet sich aber vor allem gegen die pro-kurdische HDP. Erdogan wirft der HDP vor, der "verlängerte Arm" der kurdischen Untergrundorganisation PKK zu sein. Erdogan hatte dazu aufgerufen, die Immunität der HDP-Abgeordneten aufzuheben, denen nun Untersuchungshaft drohen könnte. Der Entzug der Immunität stieß international auf Protest. Kritiker werfen Erdogan vor, er wolle die prokurdische Partei aus dem Parlament drängen und seine eigene AKP stärken, um ein Präsidialsystem einführen zu können.
    Polizei löst Anti-Maduro-Demo mit Tränengas auf:
    Mit Tränengas und Pfefferspray hat die Polizei in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eine Demonstration der Opposition aufgelöst. An der Spitze einer Gruppe lief Oppositionsführer Henrique Capriles. Die Regierungsgegner wollten zum Sitz des Wahlamtes marschieren, um eine rasche Überprüfung der Unterschriften für ein Referendum gegen Präsident Nicolás Maduro zu fordern. Die Opposition hat 1,85 Millionen Unterschriften für ein Abwahlverfahren gegen Maduro gesammelt. Derweil erklärte das Wahlamt 1,3 Millionen dieser Stimmen für gültig, wie die Opposition mitteilte. Nun müssen die Unterzeichner des Volksbegehrens persönlich die Echtheit ihrer Unterschrift bezeugen und sich mit Fingerabdruck registrieren lassen. In einem zweiten Schritt muss die Opposition vier Millionen Unterschriften sammeln. Dann wäre der Weg zum Referendum frei.
    Zehntausende fliehen in Niger vor Boko Haram:
    Nach einem Angriff der radikalislamischen Terrororganisation Boko Haram im Grenzgebiet von Niger sind Zehntausende auf der Flucht. Bis zu 50.000 Menschen seien seit Samstag aus der Stadt Bosso an der Grenze zu Nigeria geflohen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mit. Viele Menschen seien traumatisiert und hätten Angst. Kämpfer von Boko Haram hatten die Stadt in der Nacht zum Samstag unter ihre Kontrolle gebracht. Einwohner berichteten von stundenlangen Brandschatzungen und Plünderungen, bevor die Armee die Angreifer wieder aus Bosso vertreiben konnte. Nach Behördenangaben wurden bei den Kämpfen 26 Soldaten und 55 Islamisten getötet. Bosso liegt in der Nähe des Tschad-Sees. Boko Haram hat die Stadt und das Gebiet seit Februar 2015 wiederholt vom benachbarten Nigeria aus angegriffen. Seitdem sind dort mindestens 240.000 Menschen auf der Flucht.
    Libysche Küstenwache fängt Boot mit mehr als 100 Migranten ab:
    Die libysche Küstenwache hat ein mit mehr als 100 Menschen besetztes Flüchtlingsboot auf dem Weg nach Europa abgefangen und die Insassen zurück an Land gebracht. An Bord seien 117 Flüchtlinge gewesen, darunter sechs Schwangere, sagte ein Sprecher der Küstenwache. Das Boot sei von einem Strand nahe Garabulli östlich von Tripolis gestartet. Die Menschen seien in eine Flüchtlingsunterkunft in Tripolis gebracht worden. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sind nach UN-Angaben bereits mehr als 2800 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Insgesamt kamen seit 2014 bereits mehr als 10.000 Flüchtlinge bei der Überfahrt ums Leben.
    10 min
  • 07.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Bombenanschlag auf Polizeifahrzeug in Istanbul:
    Bei einem Bombenanschlag auf einen Polizeibus sind in der türkischen Metropole Istanbul nach ersten Berichten lokaler Medien mindestens fünf Menschen verletzt worden. Zahlreiche Rettungskräfte und Feuerwehrwagen eilten zum Ort des Geschehens im Bezirk Beyazit. Die Behörden in der Türkei sind in höchster Alarmbereitschaft. Zwei Mal hatten in diesem Jahr bereits Anschläge, die der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zugerechnet wurden, Istanbul erschüttert. Außerdem gab es mehrere Angriffe militanter Kurden in Ankara.
    Polen und NATO-Partner üben Verteidigung der Ostflanke:
    Bei ihrem bislang größten Manöver spielen die polnischen Streitkräfte gemeinsam mit 24 NATO-Partnern einen verdeckten Angriff aus dem Osten durch. Ziel sei es, "die Fähigkeit der Allianz zu testen, ihre Ostflanke zu verteidigen", sagte Polens Verteidigungsminister Antoni Macierewicz zum Auftakt der Militärübung "Anakonda 2016". Angesichts der Spannungen mit Russland wegen der Ukraine-Krise und der Krim-Annexion kommt dem Manöver besondere Bedeutung zu - insbesondere mit Blick auf den NATO-Gipfel am 8. und 9. Juli in Warschau. Parallel zu seinem Säbelrasseln bemüht sich der Nordatlantikpakt, den Kontakt zu Moskau wieder zu verbessern. An "Anakonda" nehmen 31.000 Soldaten, 3000 Fahrzeuge und Panzer, 105 Flugzeuge und Hubschrauber sowie zwölf Schiffe teil. Deutschland stellt 400 Soldaten zu der auf zehn Tage angelegten Übung. Auch ukrainische Verbände wurden eingeladen.
    EU sucht Flüchtlingsabkommen auch mit Afrika:
    Nach dem Vorbild des Flüchtlingspakts mit der Türkei will die EU-Kommission mit mehreren Ländern in Afrika und im Nahen Osten Migrationsabkommen abschließen. Das Ziel sei "eine Bekämpfung von Fluchtursachen und ein Rückgang der irregulären Migration nach Europa", sagte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos der deutschen Tageszeitung "Die Welt". Mit wirtschaftlichen Anreizen sollen die Partnerstaaten dazu ermuntert werden, geflüchtete Bürger zurückzunehmen. Mangelnde Kooperation solle negative Konsequenzen nach sich ziehen. Als erstes strebe die EU so genannte "Migrationspartnerschaften" mit den afrikanischen Ländern Tunesien, Niger, Äthiopien, Mali, Senegal, Nigeria und Libyen sowie mit den Nahoststaaten Jordanien und Libanon an. Mit jedem dieser Länder solle eine eigene Vereinbarung geschlossen werden, sagte Avramopoulos.
    Firmen aus EU und USA klagen über Hindernisse in China:
    Die Stimmung bei europäischen und amerikanischen Unternehmen in China ist so schlecht wie nie zuvor. Ihr Pessimismus habe "einen neuen Höchstwert" erreicht, heißt es in einer Umfrage der Europäischen Handelskammer in Peking. Demnach gaben 15 Prozent der befragten Firmen aus der EU an, negativ auf ihre künftigen Wachstumschancen in der zweitgrößten Volkswirtschaft zu blicken. Noch vor einem Jahr hatte dieser Wert bei acht Prozent gelegen. An der Spitze der Klagen stehen: Beliebige Auslegung von Vorschriften und Diskriminierung im Vergleich zu chinesischen Konkurrenten. Auch US-Finanzminister Jack Lew kritisierte beim Strategischen und wirtschaftlichen Dialog (SED) in Peking die vielen Hindernisse für ausländische Unternehmen. Im Streit um die Einstufung Chinas als Marktwirtschaft wurde die EU in amtlichen Pekinger Medien vor einem Handelskonflikt gewarnt.
    Clinton hat genug Delegiertenstimmen:
    Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hat Hillary Clinton genug Delegiertenstimmen für ihre Nominierung. Die demokratische Präsidentschaftsbewerberin hat demnach 2383 Stimmen zusammen - genug, um auf dem Parteitag im Juli als offizielle Kandidatin ernannt zu werden. AP zufolge kommt die Berechnung zustande, wenn die sogenannten Superdelegierten mitgezählt werden. Diese sind aber nicht an den Willen der Wähler gebunden und können ihre Meinung noch einmal ändern. Das ist auch der Grund, weshalb Mitbewerber Bernie Sanders noch nicht aufgeben will, wie ein Sprecher mitteilte. Sanders werde versuchen, diese Superdelegierten davon zu überzeugen, dass er der stärkste Kandidat gegen Donald Trump sei. Dafür müsste Sanders aber Hunderte dieser Superdelegierten für sich gewinnen. Unabhängig davon wird Hillary Clinton bei den Vorwahlen am Dienstag in sechs Bundesstaaten vermutlich die erforderlichen Delegiertenstimmen erringen.
    Florida bereitet sich auf Tropensturm vor:
    Der US-Bundesstaat Florida bereitet sich auf einen Tropensturm vor. Der Gouverneur Rick Scott rief für 34 Landkreise den Notstand aus. Einige Schulen blieben geschlossen und Flüge fielen aus oder waren verspätet. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) erwartet heftige Winde, Starkregen und möglicherweise Tornados. Starke Regenfälle haben bereits den Norden Floridas und Süden Georgias erreicht. In einigen Gebieten fiel der Strom aus und Straßen wurden überschwemmt. Nach Informationen des NHC hatte sich der Tropensturm "Colin" vor einem Tag über dem Golf von Mexiko gebildet. Es wird erwartet, dass der Sturm von Florida die Ostküste der USA nach Norden hinaufzieht. Die Saison für Tropenstürme geht noch bis Ende November.
    11 min
  • 06.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Stichwahl in Peru: Kuczynski liegt vorn:
    Bei der Präsidentenwahl in Peru hat sich der ehemalige Bankier Pedro Pablo Kuczynski nach ersten Auszählungsergebnissen leicht in Führung gesetzt. Nach Auszählung von rund einem Drittel der Stimmen lag der 77-Jährige in der Stichwahl mit 50,6 Prozent der Stimmen knapp vor seiner Konkurrentin Keiko Fujimori, die auf 49,4 Prozent kam. Dies teilte die Nationale Wahlkommission in der Nacht zu Montag mit. Beide Kandidaten sind rechtsgerichtet. Kuczynski verwies im Wahlkampf auf seine Erfahrungen als ehemaliger Wallstreet-Banker und Wirtschaftsminister. Fujimori, die Tochter von Ex-Präsident Alberto Fujimori, hatte lange als Favoritin gegolten. Sie hatte im April den ersten Wahlgang klar gewonnen. Viele Peruaner befürchten, dass Fujimori den autoritären Regierungsstil ihres Vaters übernehmen könnte.
    Irakische Armee entdeckt Massengrab bei Falludscha:
    Irakische Sicherheitskräfte haben bei Falludscha ein Massengrab gefunden. Ein hochrangiger Polizist sagte, es handele sich um schätzungsweise 400 Leichen. Die meisten Toten seien irakische Soldaten, aber auch Zivilisten befänden sich darunter. Nach bisherigem Stand wurde den meisten Opfern in den Kopf geschossen. Der Polizist vermutet, die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) habe die Menschen vor ungefähr eineinhalb Jahren getötet. Am Tag vor dem Fund hatten die Armee und Verbündete den Vorort Saklawija vom IS zurückerobert. Zivilisten versuchen, aus der eingekesselten Stadt Falludscha zu fliehen. Mindestens vier Menschen sind nach offiziellen Angaben ertrunken, als sie den Fluss Euphrat überqueren wollten. Neun weitere werden vermisst.
    Erdogan verschärft Kritik an Deutschland wegen Armenien-Resolution:
    Nach der Völkermord-Resolution des Bundestags hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen Ton gegenüber Deutschland nochmal verschärft. Deutschland sei das letzte Land, das über einen "sogenannten Völkermord" der Türkei abstimmen dürfte, sagte Erdogan nach Meldungen der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Zunächst müsse die Bundesrepublik Rechenschaft über den Holocaust und über die Vernichtung von mehr als 100.000 Herero in Südwestafrika Anfang des 20. Jahrhunderts ablegen. Bereits am Samstag hatte Erdogan harte Kritik an der Einstufung der Massaker an den Armeniern als Völkermord geübt und besonders die türkischstämmigen Bundestagsabgeordneten angegriffen, die für die Resolution stimmten. Ihnen warf er laut Anadolu vor, der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK als verlängerter Arm zu dienen.
    Außenminister Steinmeier hofft auf friedensstiftende Wirkung des Ramadans:
    Zu Beginn des muslimischen Fastenmonats hat sich Bundesaußenminister Frank-Walter-Steinmeier über die friedensstiftende Wirkung des Ramadans geäußert. Angesichts der zahlreichen Krisen und Konflikte gerade in der islamischen Welt wünsche er sich, dass von diesem Fest ein Zeichen der Hoffnung, des Friedens, des Respekts und der Toleranz ausgehe. Für Muslime sei es eine wichtige Zeit des Nachdenkens, der Einkehr und der Gemeinschaft, so der Minister. Steffen Seibert übermittelte muslimischen Mitbürgern die guten Wünsche der Bundesregierung. Nach Sichtung der Mondsichel beginnt für Hunderte Millionen Muslime weltweit der Fastenmonat.
    14 Tote bei Busunglück in Türkei – Drei Tote bei Zugkollision in Belgien:
    Bei einem Busunglück im Süden der Türkei sind mindestens 14 Menschen getötet und 24 verletzt worden. Der mit Schülern besetzte Bus kam nahe der Stadt Osmaniye von der Straße ab und stürzte in einen Kanal, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete. Offenbar hatte der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Die Schülergruppe war auf dem Rückweg von einem Ausflug an die archäologischen Stätten von Karatepe. In Belgien starben bei einem Zugunglück mindestens drei Menschen, neun erlitten Verletzungen. Nach Behördenangaben war ein Personenzug nahe der Stadt Lüttich mit rund 90 Stundenkilometern auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. Zwei der insgesamt sechs Waggons kippten um. Die Unglücksursache ist noch nicht bekannt.
    Djokovic gewinnt French Open:
    Im vierten Anlauf hat es für den Weltranglistenersten im Tennis geklappt: Novak Djokovic hat die French Open gewonnen. Im Finale schlug der Serbe den Schotten Andy Murray in vier Sätzen. Damit ist Djokovic der achte Spieler in der Tennis-Geschichte, der jedes der vier Grand-Slam-Turniere gewonnen hat.
    8 min
  • 04.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Muhammad Ali im Alter von 74 Jahren gestorben:
    Muhammad Ali ist tot. Der größte Boxer der Geschichte starb in einem Krankenhaus bei Phoenix im US-Bundesstaat Arizona, wie ein Sprecher der Familie mitteilte. Der Sportler wurde 74 Jahre alt. Der dreimalige Schwergewichtsweltmeister war am Donnerstag wegen Atemproblemen in die Klinik gebracht worden. Der seit mehr als 30 Jahren an Parkinson leidende Ali, dreifacher Weltmeister im Schwergewicht und Olympiasieger im Halbschwergewicht, hatte seine Karriere im Jahr 1981 beendet. In den vergangenen Jahren hatte er bereits mehrfach wegen gesundheitlicher Beschwerden im Krankenhaus behandelt werden müssen.
    "Bild": Bundespräsident Gauck will keine zweite Amtszeit:
    Bundespräsident Joachim Gauck will einem Zeitungsbericht zufolge nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren. Der 76-Jährige wolle sich am Montag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen, um ihr die Gründe für seine Entscheidung mitzuteilen, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf politische Kreise in Berlin. Am Dienstag wolle Gauck seine Entscheidung der Öffentlichkeit bekannt geben. Zu den Gründen für den Verzicht zählen demnach Gaucks Alter und gesundheitliche Beschwerden. Eine Sprecherin des Bundespräsidenten wollte den Bericht nicht kommentieren. Gauck ist seit 2012 Bundespräsident. Im kommenden Jahr endet seine Amtszeit.
    Merkel warnt vor Schließung des Brenner-Passes:
    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts steigender Flüchtlingszahlen in Italien davor gewarnt, als Reaktion den Brenner-Pass nach Österreich zu schließen. Auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow sagte Merkel wörtlich: "So einfach geht das nicht. Dann ist Europa zerstört." Sie betonte erneut die Notwendigkeit, die EU-Außengrenzen besser zu schützen und damit die Reisefreiheit in der Europäischen Union zu erhalten. Gelinge dies nicht, werde jedes Land auf seinen eigenen Grenzschutz zurückfallen, mit Folgen für Währung und Wirtschaft. Als zentrales Ziel hob Merkel hervor, in Europa zu einer vernünftigen Solidarität zu gelangen. Dies dauere aber länger als gedacht, sagte sie mit Blick auf die Flüchtlingskrise. Nötig seien zudem Abkommen mit den Staaten am Rande der Krisenregionen. Man müsse mit mehr Entwicklungshilfe und humanitärer Unterstützung erreichen, dass die Menschen dort "nicht mehr an Anreiz haben zu uns zu kommen".
    Syrien genehmigt Hilfskonvois in belagerte Städte:
    Unter internationalem Druck hat die syrische Regierung die Lieferung von Hilfsgütern in zwölf belagerte Städte und Gebiete auf dem Landweg erlaubt. Im Fall von drei weiteren Städten habe die Führung zugestimmt, zumindest gewisse Hilfsgüter hereinzulassen, teilte das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (Ocha) mit. Zu zwei umkämpften Städten gebe es aber weiterhin keinen Zugang. Der Leiter der UN-Hilfseinsätze, Stephen O'Brien, bezeichnete bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats die Ankündigung Syriens als unzureichend und forderte vollständigen Zugang zu allen belagerten Städten. Wenn dies nicht passiere, wolle man Hilfsgüter aus der Luft abwerfen. Bei neuen Luftangriffen des syrischen Militärs in und um Aleppo wurden mindestens 57 Zivilisten getötet.
    Kroatische Regierung nach wenigen Monaten zerbrochen:
    Nur fünf Monate nach ihrem Amtsantritt ist die Regierung in Kroatien auseinandergebrochen. Die große Regierungspartei HDZ hat dem parteilosen Regierungschef Tihomir Oreskovic die Unterstützung entzogen. Oreskovic genieße nicht mehr das Vertrauen seiner Partei, sagte der HDZ-Vorsitzende und stellvertretende Regierungschef Tomislav Karamarko in Zagreb. In Zukunft werde es auch keine Zusammenarbeit mehr mit der Reformpartei Most geben. Die war bislang als Juniorpartner Teil der Regierung. Die HDZ-Parteispitze will am Samstag entscheiden, ob es Neuwahlen gibt.
    Polen will Streitkräfte um die Hälfte vergrößern:
    Aus Sorge vor Russland will die polnische Regierung die Streitkräfte deutlich vergrößern. Verteidigungsminister Antoni Macierewicz sagte, die Streitkräfte würden im kommenden Jahr von 100.000 auf 150.000 Soldaten aufgestockt. Bei den zusätzlich 50.000 Soldaten würden die 35.000 Mann einer neuen paramilitärischen Truppe mitgezählt, die ab September aufgestellt werden soll. Die Truppe soll sich aus Zivilisten rekrutieren, die eine militärische Ausbildung erhalten. Seit Beginn der Ukraine-Krise haben Bürgerwehren und paramilitärische Gruppen in Polen regen Zulauf. Die Zahl ihrer Mitglieder wird auf 12.000 geschätzt.
    9 min
  • 03.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Frankreich nennt Einzelheiten zur IS-Schläferzelle:
    Die Französische Justiz hat bestätigt, dass ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) der Polizei in Paris den Plan für einen Anschlag in Düsseldorf verraten hat. Der 28-jährige Syrer Saleh A. hatte sich danach am 1. Februar freiwillig auf einem Kommissariat im Viertel La Goutte d'Or gemeldet. Er habe erklärt, "Informationen über eine Schläferzelle" zu haben, die bereit sei, "in Deutschland zuzuschlagen". Nach Europa kam der Syrer A. 2015 mit einer zweiten Person über die sogenannte Balkan-Route. Die deutschen Sicherheitsbehörden hatten nach Hinweisen aus Frankreich am Donnerstag drei mutmaßliche IS-Kämpfer aus Syrien festgenommen. Sie sollen sich als Flüchtlinge getarnt haben. Das Quartett hatte vom IS den Auftrag bekommen, in der Düsseldorfer Altstadt einen Anschlag zu verüben.
    Wütende Reaktionen in der Türkei auf Armenien-Resolution:
    Die Armenien-Resolution des Bundestages hat in der Türkei wütende Reaktionen hervorgerufen. Zum Schutz vor anti-deutschen Protesten riegelte die türkische Polizei die Umgebung vor dem deutschen Generalkonsulat in Istanbul ab. Mehrere Dutzend vorwiegend nationalistische Demonstranten protestierten in Sichtweite des Konsulats, auf Transparenten wurde Deutschland als "faschistisch" bezeichnet. Mit überwältigender Mehrheit hatten die Bundestagsabgeordneten die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich am Donnerstag als Völkermord verurteilt. Die türkische Regierung reagierte empört und rief sofort ihren Botschafter aus Berlin zurück. Präsident Recep Tayyip Erdogan sprach von "ernsten Folgen" für die Beziehungen. - Bei Massenmorden und Deportationen von Armeniern waren 1915 nach Schätzungen bis zu 1,5 Millionen Angehörige der christlichen Minderheit ums Leben gekommen.
    Noch immer Vermisste nach Flut in Niederbayern:
    Nach dem Hochwasser in Niederbayern mit mindestens sechs Toten sind die Aufräumarbeiten fortgesetzt worden. Zugleich dauern die Such- und Rettungseinsätze im Landkreis Rottal-Inn an. Am Morgen wurden noch immer Personen vermisst. Am Vorabend war das sechste Todesopfer geborgen worden. Bis zum Donnerstagabend gelang es den Helfern, für die betroffenen Orte Simbach am Inn, Triftern und Tann eine fast umfassende Stromversorgung einzurichten. Im Hochwassergebiet am Niederrhein entspannte sich die Lage in der Nacht ein wenig. Die Deiche hielten auch nach den erneuten schweren Regenfällen. Die Stadt Hamminkeln und das benachbarte Isselburg blieben von den Fluten verschont. Der Deutsche Wetterdienst warnte aber vor neuen Niederschlägen mit Unwetterpotenzial.
    Clinton greift Trump schwer an :
    Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur hat die demokratische Bewerberin Hillary Clinton bei einem Wahlkampfauftritt in Kalifornien gegen ihren republikanischen Konkurrenten Donald Trump schwerste Geschütze aufgefahren. Die ehemalige Außenministerin wies in San Diego - Sitz eines großen US-Marinestützpunktes - darauf hin, dass der US-Präsident gleichzeitig Oberbefehlshaber der Streitkräfte sei. Trump könne "den Job nicht machen", sagte sie. Seine außenpolitischen Vorstellungen seien "gefährlich unzusammenhängend" und ohnehin eher "eine Serie von bizarren Wutreden". Ein so dünnhäutiger und schnell zu verärgernder Mann dürfe niemals an die Atomwaffen-Codes der USA gelangen. Trump zum Präsidenten zu machen, wäre "ein historischer Fehler".
    Prince starb an versehentlicher Schmerzmittel-Überdosis:
    Der US-Popstar Prince ist an der versehentlichen Einnahme einer Überdosis des starken Schmerzmittels Fentanyl gestorben. Das teilte der zuständige Gerichtsmediziner im US-Bundesstaat Minnesota mit. Zuvor hatten Medien bereits von einer Überdosis berichtet. Der Sänger habe die Substanz selbst eingenommen, hieß es nun von offizieller Seite. Die Todesursache wurde in der Mitteilung als Unfall deklariert. Das synthetische Opioid Fentanyl wird als Schmerzmittel etwa für Krebspatienten und bei Narkosen verwendet. Die Gefahr einer Überdosierung ist sehr groß. Prince, der als einer der bedeutendsten Popmusiker seiner Zeit galt, war am 21. April im Alter von 57 Jahren gestorben.
    9 min
  • 02.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Bundestag beschließt Armenien-Resolution:
    Der Deutsche Bundestag wird am Vormittag die Resolution über die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich verabschieden. In dem von Union, SPD und Grünen eingebrachten und von der Linkspartei unterstützten Antrag wird die Tötung von bis zu 1,5 Millionen Armeniern sowie Aramäern und Angehörigen weiterer christlicher Minderheiten als Völkermord bezeichnet. Die türkische Regierung, die diese Einstufung ablehnt, reagiert mit Empörung. Sie hat die Gräueltaten zwar bedauert, bestreitet aber, dass es sich um einen Völkermord gehandelt habe. - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) haben zwar ihre Unterstützung für die Resolution zum Ausdruck gebracht, sind aber bei der Abstimmung nicht im Bundestag anwesend.
    Amnesty International kritisiert Polizeigewalt in der Olympiastadt Rio:
    Zwei Monate vor den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wirft Amnesty International den brasilianischen Sicherheitskräften zunehmende Gewalt mit tödlichen Folgen vor. Trotz des Versprechens, die Sicherheitspolitik zu verbessern, seien seit dem Zuschlag durch das IOC im Jahr 2009 rund 2500 Menschen durch Polizeigewalt ums Leben gekommen, erklärte die Menschenrechtsorganisation. Wie schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 setze der Staat in übertriebenem Maß auf Gewalt, heißt es in dem Bericht "Gewalt gehört nicht zu diesem Spiel. Das Risiko von Menschenrechtsverletzungen bei den Olympischen Spielen 2016".
    Sicherheitsrat verurteilt nordkoreanische Raketentests:
    Der Weltsicherheitsrat hat die jüngsten nordkoreanischen Raketentests verurteilt. Die Regierung in Pjöngjang wurde vom höchsten UN-Gremium aufgefordert, von weiteren Verstößen gegen entsprechende Resolutionen des Sicherheitsrates Abstand zu nehmen. Die Mitglieder des Rats bedauerten, dass Nordkorea "Ressourcen für den Bau von ballistischen Raketen verschwendet, während die Bürger große, unerfüllte Bedürfnisse haben". Erst am Dienstag war ein neuer nordkoreanischer Raketentest misslungen, wie südkoreanische Militärs mitteilten. Im April waren dem Land nach Angaben des südkoreanischen Militärs drei Tests von Musudan-Raketen mit einer geschätzten Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometern missglückt. Nordkorea arbeitet an der Entwicklung von Mittelstrecken- und Langstreckenraketen, die einen atomaren Sprengkopf tragen können.
    Franzosen und Briten fordern Luftbrücke für belagerte Syrer:
    Frankreich und Großbritannien haben die Vereinten Nationen aufgefordert, die Menschen in den belagerten Städten in Syrien ab sofort aus der Luft zu versorgen. Es sei offensichtlich, dass kein freier Zugang zu den Städten gewährt werde, erklärte der Pariser UN-Botschafter François Delattre. Deswegen solle das UN-Ernährungsprogramm (WFP) eine Versorgung aus der Luft einrichten, vordringlich für die Städte Daraja, Madaja und Moadamij. - Der UN-Sicherheitsrat wird am Freitag in einer Dringlichkeitssitzung über die Einrichtung von Luftbrücken beraten. Am Mittwoch hat zwar ein erster Hilfskonvoi seit vier Jahren die Stadt Daraja erreicht, er brachte aber nur Medikamente.
    Terroristen erstürmen Hotel in Somalia:
    Mindestens 20 Menschen sind bei einem Terroranschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu ums Leben gekommen. Ein Selbstmordattentäter hatte sich am Eingang des Hotels Ambassador mit einem Auto in die Luft gesprengt. Danach stürmten drei Bewaffnete das Gebäude. Unter den Toten sollen auch zwei Terroristen sein. Zu dem Angriff bekannte sich die extremistische Al-Shabaab-Miliz. Die sunnitischen Extremisten wollen in dem ostafrikanischen Land einen sogenannten Gottesstaat errichten.
    Kroaten demonstrieren für Bildungsreform:
    Mehrere zehntausend Menschen haben in Zagreb und zwölf weiteren kroatischen Städten für eine Bildungsreform demonstriert. Sie werfen der rechtsgerichteten Koalitionsregierung vor, die Arbeit eines Expertengremiums untergraben zu haben, das seit einem Jahr an dem Entwurf für eine umfassende Bildungsreform in dem Balkanstaat gearbeitet hatte. Lehrerverbände hatten die Eltern aufgerufen, mit ihren Schulkindern auszuwandern.
    Vier Tote nach Überschwemmungen in Niederbayern:
    Bei dem Blitzhochwasser in Niederbayern sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Tote fanden Rettungstaucher in einem überschwemmten Haus in Simbach am Inn. An einem Bach bei Julbach wurde die Leiche einer Frau gefunden. Nach weiteren Vermissten im Landkreis wird noch gesucht. - Nach heftigen Regenfällen hatten Hochwasserfluten den Südosten Bayerns binnen kurzer Zeit überschwemmt. Die Behörden riefen den Katastrophenfall aus.
    10 min

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