Langsam Gesprochene Nachrichten | Audios | DW Deutsch lernen

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  • 20.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Absturz des EgyptAir-Flugzeuges bleibt rätselhaft :
    Die Suche nach dem Wrack des ins Mittelmeer gestürzten ägyptischen Flugzeuges dauert an. Entgegen früheren Berichten sind nach Angaben der Fluglinie EgyptAir doch noch keine Trümmerteile gefunden worden. Die entdeckten Gegenstände seien "nicht Teile unseres Flugzeuges", sagte Vizechef Achmed Adel dem US-Fernsehsender CNN. Die EgyptAir-Maschine mit 66 Menschen an Bord war in der Nacht zum Donnerstag von den Radarschirmen verschwunden. Möglicherweise wurde der Airbus Ziel eines Anschlags. Ägyptens Luftfahrtminister Scherif Fathy sagte in Kairo, bei genauer Analyse des Vorfalls sei die Wahrscheinlichkeit eines Terrorangriffs höher zu veranschlagen als die eines technischen Versagens. Er warnte aber zugleich vor voreiligen Schlussfolgerungen.
    Taiwan hat erstmals weibliches Staatsoberhaupt:
    In Taiwan ist mit Tsai Ing-wen die erste Präsidentin des Landes ins Amt eingeführt worden. Die 59-Jährige schwor ihren Eid im Präsidentenpalast in der Hauptstadt Taipeh. Die Politikerin der Fortschrittspartei (DPP) löst ihren Vorgänger Ma Ying-jeou an der Staatsspitze ab, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten durfte. Dessen Partei Kuomintang erlebte bei den Wahlen im Januar die schwerste Niederlage ihrer Geschichte. Als Grund dafür gilt die starke Annäherung Taiwans an China. Die neue Präsidentin Tsai distanziert sich von diesem Kurs. Peking betrachtet die Inselrepublik nicht als eigenständigen Staat, sondern als abtrünnige Provinz Chinas.
    Steinmeier: Mehr NATO ist nicht immer die richtige Antwort :
    Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat bei einem NATO-Treffen davor gewarnt, das Bündnis als Allzweckwaffe in internationalen Konflikten zu sehen. "Je mehr NATO, desto besser" sei eine mögliche Antwort, aber es sei "eben nicht immer die richtige Antwort", sagte der SPD-Politiker am Rande von Beratungen in Brüssel. Steinmeier betonte, dass nicht nur er, sondern auch viele andere Kollegen bei den Gesprächen Zweifel an einer "ausdrücklichen formellen NATO-Beteiligung" etwa am Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zum Ausdruck gebracht hätten. Im Bündnis ist insbesondere das Engagement in Libyen und Syrien umstritten. - NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte zuvor mehrfach betont, dass die Allianz das Potenzial habe, mehr zu tun.
    Clinton verkündet Sieg über Sanders :
    Die US-Demokratin Hillary Clinton hat den Sieg im innerparteilichen Kampf um die Präsidentschaftskandidatur für sich beansprucht. "Ich werde die Kandidatin meiner Partei sein, das steht fest", sagte sie dem Sender CNN. Sie habe in den bisherigen Vorwahlen zusammengerechnet drei Millionen Stimmen mehr erhalten als ihr Rivale Bernie Sanders, und dieser Vorsprung sei uneinholbar. Sanders von der Parteilinken hat das Rennen bislang allerdings noch nicht aufgegeben. Die letzte Vorwahlrunde findet am 7. Juni statt, unter anderem wird dann im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien abgestimmt. Clinton rief ihren Herausforderer Sanders dazu auf, seine Kräfte nun gegen den mutmaßlichen republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump zu richten.
    Wikileaks-Informantin Manning legt Berufung gegen Haftstrafe ein:
    Die inhaftierte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning legt Berufung gegen ihre Gefängnisstrafe ein. Die "exzessive" 35-jährige Haftstrafe für die US-Soldatin müsse revidiert oder verkürzt werden, erklärten ihre Anwälte. Zudem habe die Regierung nicht nachweisen können, dass durch Mannings Enthüllungen "die nationale Sicherheit oder diplomatischen Belange" der Vereinigten Staaten wirklich "beschädigt" wurden, kritisierte ihr Verteidiger Vincent Ward. - Die als Mann unter dem Namen Bradley Manning bekannt gewordene Informantin hatte während der Stationierung im Irak hunderttausende Armeedokumente sowie Depeschen der US-Diplomatie von Militärrechnern heruntergeladen und der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt. Nach eigenen Angaben wollte Manning eine öffentliche Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak anstoßen.
    Nigerias Militär: 96 Geiseln und zweite Chibok-Schülerin befreit:
    Nigerias Streitkräfte haben nach eigenen Angaben 97 Geiseln aus der Gewalt islamistischer Terroristen befreit - darunter offenbar auch eine weitere der entführten Schülerinnen aus dem Ort Chibok. Bei dem Einsatz in der Sambisa-Waldregion seien zudem 35 Extremisten der Terrorsekte Boko Haram getötet worden, teilte ein Armeesprecher mit. Bei den befreiten Geiseln handele es sich ausnahmslos um Frauen und Kinder. Eines der Mädchen gehört demnach zu jenen 276 Schülerinnen, die vor mehr als zwei Jahren aus einem Internat in Chibok im Bundesstaat Borno verschleppt worden waren. - Bereits am Dienstag war die 19-jährige Amina Ali Nkeki nahe der Grenze zu Kamerun gefunden worden. Sie wurde von Nigerias Präsident Muhammadu Buhari in der Hauptstadt Abuja empfangen.
    9 min
  • 19.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    EgyptAir-Flugzeug auf Flug nach Kairo vermutlich abgestürzt:
    Ein Passagierflugzeug von EgyptAir ist mit 66 Insassen nach offiziellen Angaben vermutlich über dem Mittelmeer abgestürzt. Die Maschine habe sich auf dem Flug von Paris nach Kairo befunden. Sie sei kurz nach dem Eintritt in den ägyptischen Luftraum vom Radar verschwunden, teilte das Unternehmen auf Twitter mit. Rettungskräfte begannen mit der Suche nach dem Airbus A320. Einen Hilferuf hätten die Piloten nicht abgesetzt, berichtete die Zeitung "Ahram". Die ägyptische Luftfahrtbehörde erklärte, die Maschine sei höchstwahrscheinlich ins Mittelmeer gestürzt. Ein Kapitän eines Handelsschiffes sagte dem Verteidigungsministerium in Athen, er habe 130 Seemeilen südlich der Insel Karpathos Flammen am Himmel gesehen. In dem zwölf Jahre alten Flugzeug befanden sich zehn Besatzungsmitglieder und 56 Passagiere, unter ihnen 30 Ägypter und 15 Franzosen. Laut Fluglinie war kein Deutscher an Bord.
    Bayer bestätigt Gespräche über Übernahme von Monsanto:
    Bayer will den US-Saatgutriesen Monsanto kaufen. Beide Unternehmen gaben vorläufige Übernahmegespräche bekannt. Monsanto sprach von einer unverbindlichen, unerbetenen Offerte, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sei. Sie werde nun vom Verwaltungsrat geprüft. Der deutsche Konzern erklärte, Vertreter von Bayer hätten vor kurzem Mitglieder der Geschäftsführung von Monsanto getroffen, um vertraulich über eine einvernehmliche Übernahme von Monsanto zu sprechen. Ein Zusammenschluss würde Bayer als globales, innovationsgetriebenes Life-Science-Unternehmen mit Spitzenpositionen in den Kerngeschäften stärken und ein führendes integriertes Agrargeschäft schaffen. Monsanto wird an der Börse derzeit mit 42 Milliarden Dollar bewertet. Bayer bringt mehr als das Doppelte auf die Waage. Monsanto geht gerade durch einige Turbulenzen. Der Konzern kappte jüngst die Gewinnprognose für 2016 und baut Stellen ab.
    Venezuelas Präsident Maduro lässt Regierungsgegner niederknüppeln :
    In etwa 20 Städten Venezuelas haben sich Demonstrationen gegen den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro formiert. Es war bereits der dritte Protesttag auf den Straßen in Folge. In der Hauptstadt Caracas ging die Polizei mit Tränengas, Gummigeschossen und Knüppeln gegen die Demonstranten vor. Zu den Aufmärschen hatte das rechte Oppositionsbündnis MUD (Mesa de Unidad Democrática) aufgerufen. Es versucht seit Monaten, Maduro in einem Volksentscheid abzusetzen. Maduro weitete den wirtschaftlichen Ausnahmezustand auf andere Bereiche aus. Das inzwischen veröffentlichte Regierungsdekret bedeutet, dass Soldaten die öffentliche Ordnung durchsetzen können und befugt sind, Lebensmittel zu verteilen oder zu verkaufen. Die Opposition rief Armee und Bevölkerung zum zivilen Ungehorsam auf.
    Türkei bestellt deutschen EU-Diplomaten ein :
    Im Streit um das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU verschärfen sich offenbar die Spannungen: Wie aus Diplomatenkreisen in Ankara verlautete, wurde der deutsche Chef der EU-Delegation in der Türkei, Hansjörg Haber, ins türkische Außenministerium zitiert. Dies sei eine Reaktion auf Presseberichte über heftige Kritik Habers am Verhalten Ankaras während der Verhandlungen über den Flüchtlingsdeal. Derzeit wird vor allem über die dort vereinbarte Visa-Freiheit für türkische Bürger gestritten. Diese hatte die EU eigentlich ab Juli zugesagt - wenn die Türkei bis dahin 72 zuvor festgelegte Bedingungen erfüllt. Derzeit ist unklar, ob Ankara dem nachkommt. Insbesondere die von der EU geforderte Reform des türkischen Anti-Terror-Gesetzes wird abgelehnt.
    Netanjahu holt den alten Rivalen Lieberman in die Regierung :
    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erweitert seine Regierungskoalition durch einen weiteren Partner aus dem ultrarechten Lager, um nicht mehr um seine derzeit hauchdünne Mehrheit im Parlament bangen zu müssen. Der Hardliner Avigdor Lieberman, Führer der nationalistischen Israel Beiteinu-Fraktion, habe ein Angebot Netanjahus angenommen, das Amt des Verteidigungsministers zu übernehmen, berichteten israelische Medien übereinstimmend. Beobachter kommentierten, mit Lieberman als Verteidigungsminister stünden die Chancen auf eine friedliche Lösung des Konflikts mit den Palästinensern noch schlechter als zuvor. Vor den Berichten über eine Einigung Netanjahus mit seinem alten Rivalen Lieberman waren Koalitionsverhandlungen des Regierungschefs mit Oppositionsführer Izchak Herzog von der sozialdemokratischen Arbeitspartei offensichtlich gescheitert.
    9 min
  • 18.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Dämpfer für Clinton - Sanders gewinnt US-Vorwahl in Oregon:
    Bei den Vorwahlen im US-Bundesstaat Oregon hat die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton einen Dämpfer erlitten. Ihr Rivale Bernie Sanders setzte sich in dem Westküstenstaat mit 53 Prozent durch. Clinton kam auf 47 Prozent. Die Wahl in Kentucky konnte Clinton dagegen knapp für sich entscheiden. Nach inoffiziellen Ergebnissen gewann sie mit 46,8 zu 46,3 Prozent. Im Gesamtrennen liegt Clinton fast uneinholbar vor dem Senator von Vermont. Er würde 67 Prozent aller noch zu bestimmenden Delegierten brauchen, um sie einzuholen. Bei den Republikanern ist nur noch Donald Trump als Präsidentschaftsbewerber im Rennen. Der Nachfolger von Präsident Barack Obama wird im November gewählt.
    Erdogan-Partei nimmt prokurdische Parlamentarier ins Visier:
    In der Türkei droht 138 Parlamentariern der Entzug ihrer Immunität und damit die Strafverfolgung. Eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten steht hinter diesem Vorhaben der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP, wie eine erste Abstimmung im Parlament ergab. Die entscheidende Abstimmung soll am Freitag stattfinden. Von der Aufhebung der Immunität wären alle vier im Parlament vertretenen Parteien betroffen - besonders schwer träfe die Maßnahme aber die prokurdische Oppositionspartei HDP. Die AKP strebt zu diesem Zweck sogar eine Verfassungsänderung an, wobei sie die dafür erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit zumindest am Dienstagabend verfehlte. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wirft der HDP vor, "verlängerter Arm" der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zu sein.
    Venezolanisches Parlament stellt sich gegen Staatschef:
    Im erbitterten Machtkampf in Venezuela hat das Parlament neue Sondervollmachten für den sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro und das Militär zurückgewiesen. Maduros Dekret verschlimmere die "tiefe Zerrüttung" von Verfassung und Demokratie im Land noch weiter, befand die konservative Mehrheit im Parlament in Caracas. Für diesen Mittwoch hat die Opposition erneut landesweite Proteste angekündigt, die die neuen Befugnisse der Sicherheitskräfte erstmals auf die Probe stellen dürften. Venezuela durchlebt derzeit eine der schlimmsten Wirtschaftskrisen der vergangenen Jahrzehnte. Das Land ächzt unter einer dreistelligen Inflationsrate, die Konjunktur befindet sich auf Talfahrt, Verbrauchsgüter und Strom sind knapp. Zudem machen Venezuela der Ölpreisverfall und eine lang anhaltende Dürreperiode zu schaffen.
    Mexikos Präsident will landesweite Einführung der Homo-Ehe:
    Die mexikanische Regierung will die Homo-Ehe im ganzen Land zulassen. Er werde eine Initiative für eine entsprechende Verfassungsänderung einbringen, kündigte Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto anlässlich des Tags gegen Homophobie an. Der Staat sollte jede Art von Diskriminierung verhindern und gleiche Rechte für alle garantieren. Im Vorjahr hatte der Oberste Gerichtshof des mehrheitlich katholischen Landes geurteilt, das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen sei verfassungswidrig. Bisher sind Homo-Ehen nur im Hauptstadtbezirk und in drei von 31 Bundesstaaten erlaubt. Die katholische Kirche kritisierte den Vorstoß des Präsidenten. In Lateinamerika war Argentinien 2010 das erste Land, das die Homo-Ehe einführte. Auch in Kolumbien, Uruguay und Brasilien ist sie zugelassen.
    Schlepper machen mit Flüchtlingen Milliardengewinne:
    Die internationalen Polizeibehörden Interpol und Europol haben vor wachsenden Risiken durch Schleppernetzwerke gewarnt. Der Menschenschmuggel nach Europa entwickle sich für die organisierte Kriminalität, aber auch für Terrornetzwerke zu einem einträglichen Geschäft, heißt es in einem gemeinsamen Bericht der beiden Behörden. Sie schätzen, dass im vergangenen Jahr an die Schlepper bis zu 5,3 Milliarden Euro gezahlt wurden - von rund 90 Prozent der in Europa ankommenden Flüchtlinge. Sie sollen in der Regel zwischen 3000 und 6000 Euro pro Person aufgebracht haben.
    Rosa Diamant für Spitzenpreis versteigert:
    Einer der begehrtesten farbigen Diamanten der Welt hat einen neuen Besitzer: Für den "Unique Pink" - den "einzigartigen Rosafarbenen" - erzielte das Auktionshaus Sotheby's in Genf umgerechnet fast 28 Millionen Euro, wie über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt wurde. Bei dem Käufer soll es sich um einen Privatmann aus Asien handeln. Der auf einem Ring eingefasste Diamant in Birnenform ist 15,38 Karat schwer. Der Edelstein war vor weniger als fünf Jahren in einer Mine in Südafrika gefunden worden und gehörte zuletzt einer New Yorker Firma.
    9 min
  • 17.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Waffen sollen Libyens Einheitsregierung stärken:
    Das seit fünf Jahren gegen Libyen bestehende Waffenembargo der Vereinten Nationen soll fallen. Vertreter der fünf Vetomächte des Weltsicherheitsrates, Deutschlands und weiterer Staaten beschlossen in Wien, die vor kurzem gebildete Regierung der Nationalen Einheit in Tripolis im Kampf gegen islamistische Milizen und vor allem die Dschihadisten-Organisation "Islamischer Staat" auch mit Waffenlieferungen zu unterstützen. Das UN-Waffenembargo war 2011 nach dem Beginn der Revolte gegen den jahrzehntelang in Libyen herrschenden Machthaber Muammar al-Gaddafi verhängt worden. Nach dem Sturz Gaddafis versank das nordafrikanische Land im Chaos. IS-Kämpfer nutzten das Fehlen staatlicher Strukturen, um sich in Libyen auszubreiten.
    UN beklagen Lage der Flüchtlinge in Griechenland:
    Die Vereinten Nationen haben die griechische Regierung aufgefordert, die Lage in den Flüchtlingslagern des Landes zu verbessern. Mangelnde Informationen über ihr Schicksal und die Überfüllung der Lager führten bei den Insassen zu Frustration, Gewalt und Angst, beklagte der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte, François Crepeau, in Athen. Besondere Kritik übte er daran, dass in Griechenland auch Minderjährige in geschlossenen Lagern festgehalten würden. In den vergangenen Wochen war es in mehreren griechischen Flüchtlingscamps zu Gewaltausbrüchen gekommen.
    Milchpreis in Deutschland massiv gefallen:
    Der Milchpreis für Bauern ist nach einem Zeitungsbericht erstmals unter 20 Cent pro Liter gefallen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete, ist der Preis, den Landwirte von den Molkereien erhalten, damit innerhalb weniger Wochen um weitere 30 Prozent gesunken. Um kostendeckend wirtschaften zu können, bräuchten die rund 75.000 Milchbauern in Deutschland einen Erzeugerpreis von etwa 40 Cent pro Liter. Die Bundesregierung will ihnen mit Hilfszahlungen helfen, die laut Agrarministerium zwischen 60 und 100 Millionen Euro liegen könnten. Wegen eines Überangebots sind aktuell die Milchpreise in ganz Europa im Keller.
    Krankenhaus in Boston verpflanzt Penis:
    Erstmals in den USA haben Ärzte einen Penis transplantiert. Ein 64-jähriger Mann, dem sein eigenes Geschlechtsteil wegen einer Krebserkrankung fast komplett amputiert werden musste, erhielt in Boston das Organ eines verstorbenen Spenders. Der operierte Patient erhole sich gut, der Blutfluss funktioniere und es gebe bislang keine Anzeichen, dass das Organ abgestoßen werde, teilte die Klinik mit. Ein Team aus einem Dutzend Chirurgen hatte sich mehr als drei Jahre lang auf die 15-stündige Transplantation vorbereitet, die bereits vor gut einer Woche stattfand. Erstmals war eine Penis-Verpflanzung bereits 2006 in China vorgenommen worden. Chirurgisch war der damalige Eingriff zwar ein Erfolg, doch mussten die Mediziner dem Mann das Organ nach zwei Wochen wegen "schwerer psychologischer Probleme des Patienten und seiner Frau" wieder abnehmen. Die erste durchweg erfolgreiche Transplantation gelang Ende 2014 Ärzten in Südafrika.
    Flugleitzentrale vermeldet ISS-Jubiläum:
    Die Internationale Raumstation ISS hat zum 100.000. Mal die Erde umrundet. Das bestätigte die Flugleitzentrale in Moskau. Die ISS ist seit November 1998 im Dienst, als das russische Modul "Sarja" (Morgenröte) als erster Baustein ins All gebracht wurde. Mittlerweile ist der Außenposten der Menschheit auf 15 Module mit einem Gewicht von über 400 Tonnen gewachsen. Die Raumstation umkreist die Erde in rund 400 Kilometern Entfernung. Für eine komplette Umrundung braucht die ISS bei einer Geschwindigkeit von 28.000 Stundenkilometern etwas mehr als 90 Minuten. Noch bis mindestens 2024 soll die Station in Betrieb bleiben.
    9 min
  • 16.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Philippinen: Duterte kündigt Wiedereinführung der Todesstrafe an:
    Der designierte philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat die Wiedereinführung der Todesstrafe angekündigt. Wie die Nachrichtenagentur afp berichtet, gab Duterte bei einer Pressekonferenz bekannt, dass er nach seinem Amtsantritt Ende Juni den Kongress auffordern werde, die Todesstrafe durch den Strang wieder einzuführen. Die Todesstrafe war auf den Philippinen 2006 abgeschafft worden. Nach dem Willen Dutertes soll sie künftig wieder für eine ganze Reihe von Verbrechen, darunter Drogenhandel, Vergewaltigung, Mord und Raub angewendet werden. Zudem werde er der Polizei Schießbefehl gegen Mitglieder des Organisierten Verbrechens sowie gegen Kriminelle erteilen, die sich ihrer Festnahme widersetzten, sagte Duterte. Als weitere Maßnahmen des in seinem im Wahlkampf angekündigten Kampfes gegen Kriminalität kündigte Duterte ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit ab 02.00 Uhr nachts an. Zudem sollen Kinder künftig nachts nicht mehr allein auf der Straße sein.
    Krisendiplomatie zu Syrien und Libyen in Wien:
    Spitzenpolitiker aus mehr als 20 Ländern treffen heute in Wien zu zweitägigen Beratungen über die Konflikte in Syrien und Libyen zusammen. Zu dem Treffen geladen haben US-Außenminister John Kerry und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow. Erwartet werden auch die Chefdiplomaten der in der Konfliktregion rivalisierenden Staaten Iran und Saudi-Arabien. Am ersten Tag steht die Lage in Libyen auf der Tagesordnung. Angestrebt wird eine stärkere Unterstützung für die neue Einheitsregierung in Libyen, die zwei rivalisierende Regierungen ersetzen soll. Am Dienstag stehen dann die Wiederherstellung der Waffenruhe in Syrien und eine politische Lösung des Konfliktes auf der Agenda der Außenminister.
    Weltgrößter Staatsfonds will Volkswagen verklagen:
    Volkswagen droht ein weiteres juristisches Nachspiel im Skandal um manipulierte Abgaswerte. Auch der norwegische Staatsfond will den deutschen Autobauer auf Schadensersatz verklagen. Wie eine Sprecherin des Unternehmens mitteilte, hätten Anwälte dem weltgrößten Staatsfonds zu diesem Schritt geraten. Als Investor sei der Fonds gehalten, seine Ansprüche zu sichern. Die Sprecherin bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Financial Times". Laut dem Finanznachrichtendienst Bloomberg ist der norwegische Staatsfonds der viertgrößte Aktionär bei Volkswagen mit 1,64 Prozent des Kapitals. Gegen VW laufen bereits zahlreiche Klagen von institutionellen Anteilseignern wie Finanzdienstleistern und Versicherungsunternehmen.
    Frankreich: Politikerinnen kämpfen gegen sexuelle Übergriffe:
    In Frankreich haben 17 ehemalige Ministerinnen angekündigt, sexuelle Übergriffe männlicher Politiker künftig rigoros öffentlich zu machen. "Wir werden nicht mehr schweigen", heißt es in dem unter anderen von IWF-Chefin Christine Lagarde und der ehemaligen Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot unterzeichneten Appell in der Wochenzeitung "Journal du Dimanche". Die prominenten Politikerinnen fordern ein "Ende der Straffreiheit" für sexuelle Übergriffe. Die parteiübergreifende Initiative erfolgte wenige Tage nachdem die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung in mehreren Fällen gegen den ehemaligen Vizepräsidenten der Nationalversammlung, Denis Baupin, eingeleitet hat. Baupin war zurückgetreten, nachdem ihm Medien unter Berufung auf mehrere Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. Der 53-jährige Politiker bestreitet die Vorwürfe.
    Manchester: Bombenattrappe führt zu Spielabsage in Premier League:
    In England hat ein Fehler einer privaten Sicherheitsfirma am letzten Spieltag der Premier League zur Absage der Partie zwischen Manchester United und Bournemouth geführt. Nach dem Fund eines "verdächtigen Pakets" war das Old-Trafford-Stadion 20 Minuten vor Anpfiff geräumt und die vermeintliche Bombe kontrolliert gesprengt worden. Nach Angaben der Polizei stellte sich anschließend heraus, dass es sich um eine Übungsbombenattrappe handelte. Sie sei von einer Privatfirma nach einem Training mit Sprengstoffsuchhunden versehentlich im Stadion vergessen worden. Medienberichten zufolge waren zum Zeitpunkt der Evakuierung rund 60.000 Menschen im Stadion. Die abgesagte Partie soll am kommenden Dienstag nachgeholt werden.
    8 min
  • 14.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei
    GIZ koordiniert brisantes Grenzschutzprojekt in Afrika:
    Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) soll laut Medienberichten ein Grenzschutzprojekt in Eritrea und im Sudan leiten. Wegen Menschenrechtsverstößen ist die staatliche Entwicklungszusammenarbeit mit den beiden afrikanischen Staaten offiziell ausgesetzt. Das Bundesentwicklungsministerium teilte auf Anfrage mit, der Plan sei verbindlich. Die Einzelheiten des Projekts würden aber noch erarbeitet. Auch über konkrete Ausrüstung sei bisher keine Entscheidung gefallen. Nach Recherchen der ARD-Redaktion "Report Mainz" und des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ist die Lieferung von Ausrüstungsgegenständen wie Kameras und Scannern geplant. Zudem sollten einheimische Sicherheitskräfte ausgebildet werden. Das Grenzschutzprojekt ist demnach Teil eines Europäischen Fonds zur Bekämpfung von Fluchtursachen.
    Pfizer verbietet Einsatz seiner Produkte bei Exekutionen:
    Der Pharmariese Pfizer unterbindet die Nutzung seiner Mittel bei Hinrichtungen in den USA. Für bestimmte Produkte, die bei Exekutionen mit Giftspritzen genutzt werden, gälten künftig schärfere Lieferbeschränkungen. Das erklärte der Konzern auf seiner Internetseite. Einem Bericht der "New York Times" zufolge ist Pfizer damit der letzte Lieferant, der den Einsatz seiner Produkte bei Hinrichtungen untersagt. Vor Pfizer hätten mehr als zwanzig Pharmaunternehmen aus Europa und den USA diesen Schritt unternommen.
    Boko Haram soll IS mit Kämpfern unterstützen:
    Die beiden islamistischen Terrorgruppen Boko Haram und "Islamischer Staat" arbeiten offenbar immer enger zusammen. Nach Informationen der US-Regierung entsendet Boko Haram inzwischen Kämpfer zur Unterstützung der IS-Miliz nach Libyen. Alles deute darauf hin, dass Kontakte und Kooperation zwischen beiden Gruppen intensiver würden. Die Vereinten Nationen zeigten sich "alarmiert". In einer Erklärung verurteilte der UN-Sicherheitsrat die Gewalt von Boko Haram aufs Schärfste. In Nigeria findet an diesem Samstag ein internationales Gipfeltreffen zum Kampf gegen die Terrorgruppe statt. Boko Haram will im Norden Nigerias einen eigenen islamischen Staat nach den Grundsätzen der Scharia errichten.
    Putin kritisiert NATO-Schutzschild als weltweite Bedrohung:
    Russland hat den Aufbau des NATO-Raketenschutzschirms als weltweite Bedrohung kritisiert. Dabei handele es sich offensichtlich um erste Schritte der USA, das strategische Gleichgewicht der Kräfte zu stören, sagte Präsident Wladimir Putin in Moskau. In einen neuen Rüstungswettlauf mit den USA wolle man nicht eintreten, notfalls aber seine Verteidigungsausgaben anpassen. Dagegen sagte US-Präsident Barack Obama in Washington, es gebe eine aggressive russische Militärpräsenz im baltischen Raum. Dennoch werde man an Dialog und Zusammenarbeit festhalten. Die NATO hatte in dieser Woche in Rumänien eine Raketenabwehrbasis in Betrieb genommen und den Bau einer weiteren in Polen begonnen.
    Wien verzichtet vorerst auf Kontrollen am Brenner:
    Österreich verzichtet vorerst auf Grenzkontrollen am Brenner. An dem Alpenpass kämen kaum noch Flüchtlinge an, sagte Innenminister Wolfgang Sobotka. Erreicht worden sei dies durch schärfere Kontrollen durch Italien. Die Regierung in Wien hatte in den vergangenen Wochen erste Vorkehrungen für Überprüfungen an dem Grenzübergang getroffen. Die EU-Kommission hatte deshalb vor einem schweren Schaden für ganz Europa gewarnt. Der Brenner ist ein wichtiges Nadelöhr für den Straßenverkehr zwischen Süd- und Nordeuropa. Täglich wird der Grenzübergang von rund 5500 Lkw passiert.
    Gewalt gegen Flüchtlinge erreicht laut BKA neue Qualität:
    Das Bundeskriminalamt hat vor einer neuen Qualität der Gewalt gegen Flüchtlinge gewarnt. In diesem Jahr habe es bereits 45 Brandstiftungen bei Asylunterkünften gegeben, sagte BKA-Präsident Holger Münch der Funke-Mediengruppe. Aktuell gebe es jedoch keine Hinweise auf überregionale rechtsextreme Strukturen, die gezielt Anschläge auf Flüchtlinge organisierten. Die Gewalttäter agierten eher lokal. Im Kampf gegen Islamisten forderte Münch einen stärkeren Einsatz der Imame in Deutschland. Einige Gemeinden täten sich schwer damit, anzuerkennen, dass ihr Glaube von Radikalen missbraucht wird.
    Untreueverfahren gegen Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner:
    Die argentinische Justiz hat ein Verfahren gegen die frühere Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner wegen Untreue im Amt eingeleitet. Wie Bundesrichter Claudio Bonadío mitteilte, geht es dabei um verlustreiche Wechselkursspekulationen der argentinischen Zentralbank in den letzten Monaten von Kirchners Amtszeit. Auch gegen Ex-Wirtschaftsminister Axel Kiciloff, den ehemaligen Zentralbankchef Alejandro Vanoli und zwölf weitere Personen wurde Anklage erhoben. Das Bundesgericht ordnete an, Vermögenswerte Kirchners in Höhe von 15 Millionen Pesos - umgerechnet rund 930.000 Euro - einzufrieren. Nach Angaben der Regierung verlor der Staat durch die Spekulationen mehrere hundert Millionen Euro.
    10 min
  • 13.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Brasilianischer Übergangspräsident Temer hält erste Rede:
    Der neue brasilianische Übergangspräsident Michel Temer hat versprochen, dem Land wieder Glaubwürdigkeit zu verschaffen. In seiner ersten Rede betonte Temer, genauso dringend sei es, den Frieden wiederherzustellen und Brasilien zu vereinen. Der Senat hatte zuvor die Amtsenthebung von Brasiliens Staatschefin Dilma Rousseff für zunächst 180 Tage beschlossen. In dieser Zeit muss sich der Senat ausführlich mit den Vorwürfen gegen Rousseff befassen, um dann eine endgültige Entscheidung über ihre Amtsenthebung zu treffen. Rousseff wird vorgeworfen, Haushaltszahlen geschönt zu haben, um so vor der Präsidentschaftswahl 2014 ihre Chancen zu verbessern.
    Hisbollah-Kommandeur Mustafa Badreddine in Syrien getötet:
    In Syrien ist ein hochrangiger Kommandeur der Schiiten-Miliz Hisbollah bei einem israelischen Luftangriff getötet worden. Mustafa Badreddine sei bereits am Dienstag bei einer schweren Explosion in der Nähe des Flughafens der Hauptstadt Damaskus umgekommen, teilte die vom Iran unterstützte Miliz mit. Badreddine ist einer der Hauptverdächtigen im Mordfall des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri 2005. Er wurde zudem wegen seiner Beteiligung an Bombenattentaten 1983 in Kuwait zum Tode verurteilt, konnte aber nach dem Einmarsch irakischer Truppen 1990 in Kuwait aus dem Gefängnis entkommen. Die Hisbollah-Miliz kämpft in Syrien auf der Seite von Machthaber Baschar al-Assad und ist einer der schärfsten Gegner Israels.
    Italiens Küstenwache rettet 800 Bootsflüchtlinge:
    Die italienische Küstenwache hat nach eigenen Angaben rund 800 Flüchtlinge aus Seenot gerettet. Die zum großen Teil aus Syrien oder dem Irak stammenden Menschen seien auf zwei Schiffe verteilt gewesen und vor Sizilien aufgegriffen worden, teilte ein Sprecher mit. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) zufolge haben seit einem Jahr nicht mehr so viele Menschen aus Syrien und dem Irak gemeinsam die Überfahrt nach Europa gewagt. Die Boote seien vermutlich in Ägypten gestartet. Oft ist auch Libyen der Ausgangspunkt für die Flucht über das Mittelmeer nach Italien. Dort sollen nach Informationen des UNHCR im April mehr als 9000 Ankömmlinge registriert worden sein – gut zweieinhalb mal so viele wie in Griechenland. Seit der Vereinbarung der Europäischen Union (EU) mit der Türkei, Flüchtlinge aus dem benachbarten Griechenland zurückzunehmen, scheint das Land nicht mehr Hauptziel der Migranten zu sein.
    Deutsche Wirtschaft mit stärkstem Wachstum seit zwei Jahren:
    Kauffreudige Verbraucher, höhere Staatsausgaben und steigende Investitionen haben der deutschen Wirtschaft das kräftigste Wachstum seit zwei Jahren beschert. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von Januar bis März im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt bekanntgab. In den beiden Quartalen zuvor hatte das Plus bei jeweils 0,3 Prozent gelegen. Der Außenhandel bremste dagegen, weil die Importe stärker stiegen als die Exporte. Letztere hätten vor allem unter der schwächelnden Nachfrage aus großen Schwellenländern wie China und Russland gelitten, so die Statistiker weiter. Deutschland hat sich angesichts der jüngsten Zahlen besser geschlagen als andere Industriestaaten: Die US-Wirtschaft wuchs zu Jahresbeginn nur um rund 0,1 Prozent, Großbritannien kam auf 0,4, Frankreich auf 0,5 Prozent. In der deutschen Metall- und Elektroindustrie konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf einen neuen Tarifabschluss einigen. Demnach erhalten die Beschäftigten 4,8 Prozent mehr Lohn.
    Kuba will Investoren anlocken:
    Der kubanische Außenminister Bruno Rodriguez hat bessere Bedingungen für Investoren angekündigt. Sein Land werde die Entwicklung des nichtstaatlichen Teils der Wirtschaft weiter fördern und die Marktwirtschaft werde präsenter sein, sagte Rodriguez der "Süddeutschen Zeitung". Die wichtigsten Produktionsmittel sollten aber beim Staat bleiben. Kuba wolle ausländische Investoren anlocken, aber im Kern sozialistisch bleiben, betonte Rodriguez. Die Regierung wolle keine Schocktherapie. Bisher waren Investitionen auf Kuba fast nur über Joint Ventures mit dem kubanischen Staat möglich. Es soll spezielle Angebote für Hightech-Firmen geben. Aber auch erneuerbare Energien, Tourismus, Landwirtschaft und Flughäfen stehen Investoren offen.
    Olympia ohne kenianische Leichtathleten?:
    Kenias Leichtathleten müssen nach einer Entscheidung der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA um einen Start bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro bangen. Die WADA entschied, dass die Doping-Bekämpfung in dem ostafrikanischen Land nicht regelkonform sei. Vor einem Monat hatte Kenias Präsident Uhuru Kenyatta zwar ein Anti-Doping-Gesetz unterzeichnet. Das von der WADA geforderte Gesetz erfülle aber nicht alle Anforderungen, sagte René Bouchard, Vorsitzender des zuständigen WADA-Komitees. Mit dem neuen Gesetz sollten internationale Standards bei Dopingtests in Kenia gewährleistet werden. Sie sind Voraussetzung für die Teilnahme an Olympischen Spielen. Kenia steht seit Jahren unter dem Verdacht, keine ausreichenden Doping-Kontrollen durchzuführen. 2015 war das Land bei der Leichtathletik-WM das erfolgreichste Land. Seit 2012 sind mehr als 40 kenianische Leichtathleten wegen Dopings gesperrt worden.
    12 min
  • 12.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff vor der Amtsenthebung:
    Die Amtsenthebung der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff durch den Senat steht offenbar unmittelbar bevor. Bei einer Marathonsitzung im Senat deutete sich eine klare Mehrheit gegen die Staatschefin an: Mehr als die Hälfte der 81 Senatoren sprachen sich für eine Amtsenthebung aus. Zuvor hatte Rousseffs Anwalt noch versucht, per Eilantrag das Amtsenthebungsverfahren zu stoppen. Der Oberste Gerichtshof gab dem Antrag allerdings nicht statt. Rousseff wird vorgeworfen, die Lage im Staatshaushalt verschleiert zu haben, um ihre Chancen bei der Präsidentschaftswahl 2014 zu verbessern. Diese Vorwürfe können durch die Suspendierung der 68-Jährigen nun erstmals juristisch geprüft werden. Rousseffs Mitte-Links-Regierung steht aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise seit Monaten unter Druck. Zudem sind laut Ermittlern zahlreiche Mitglieder ihrer linken Arbeiterpartei in den Korruptionsskandal rund um den staatlich kontrollierten Ölkonzern Petrobras verwickelt.
    IWF-Chefin warnt vor weltweit grassierender Korruption:
    Kurz vor Beginn des internationalen Anti-Korruptions-Gipfels in London hat die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, vor den negativen Effekten der Korruption gewarnt. Pro Jahr würden weltweit Bestechungsgelder in Höhe von 1,3 bis 1,75 Billionen Euro gezahlt, erklärte Lagarde. Dies schwäche die weltweite Wachstumskraft um rund zwei Prozent. Korruption habe aber nicht nur wirtschaftliche Konsequenzen, so die IWF-Chefin. Durch die Betrügereien fehle Geld für soziale Programme. Zudem würden Umweltschutzstandards aufgeweicht oder direkt umgangen. Lagarde äußerte sich im Vorfeld des Gipfels in London, an dem Vertreter aus rund 40 Ländern teilnehmen werden. - Der Gastgeber, der britische Premierminister David Cameron, hofft, dass die Teilnehmer zum Abschluss eine internationale Erklärung unterzeichnen, in der sich die einzelnen Staaten zur Zusammenarbeit verpflichten und anerkennen, dass Korruption die Bemühungen im Kampf gegen Armut wie auch gegen den Terrorismus untergräbt
    Bundesweit 155.000 Plätze in Flüchtlingsunterkünften frei:
    Wegen sinkender Flüchtlingszahlen leeren sich die Unterkünfte in Deutschland. In den Flüchtlingsunterkünften der Länder sind derzeit insgesamt mehr als 155.000 Plätze frei, wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf die Landesregierungen berichtete. Allein in Nordrhein-Westfalen stünden aktuell mehr als 40.000 der etwa 65.000 Betten in den Erstaufnahmen leer. Einige Bundesländer wie Baden-Württemberg haben bereits damit begonnen, ihre Kapazitäten abzubauen. - Nach Deutschland kommen derzeit weniger Flüchtlinge. Im April wurden nur noch rund 15.900 Neuzugänge im so genannten Easy-System erfasst. Dies entsprach einem Rückgang um ein knappes Viertel gegenüber dem Vormonat März. Im Easy-System werden die Flüchtlinge nach ihrer Ankunft zur Verteilung auf die Bundesländer registriert.
    Kaum Fortschritte beim Ukraine-Krisentreffen:
    Das Vierer-Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine in Berlin hat keine konkreten Vereinbarungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts gebracht. Nach Angaben von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier gab es aber zumindest Fortschritte in Sicherheitsfragen. Zu den vereinbarten Maßnahmen zähle unter anderem die "Entflechtung der militärischen Verbände entlang der Kontaktlinie einschließlich der Einrichtung demilitarisierter Zonen", so Steinmeier. Hierzu gebe es sowohl von ukrainischer als auch von russischer Seite konkrete Koordinaten und Fristen. Um eine erneute Eskalation zu vermeiden, sei außerdem ein besserer Informationsaustausch zwischen den Konfliktparteien sowie ein Verbot von Militärübungen nahe der Frontlinie vereinbart worden. Seit Beginn der Kämpfe in der Ostukraine vor rund zwei Jahren wurden mehr als 9300 Menschen getötet. Zwar gilt seit September offiziell ein Waffenstillstand, doch der Konflikt schwelt weiter.
    Italien räumt homosexuellen Paaren mehr Rechte ein:
    In Italien können sich homosexuelle Paare künftig von einem Beamten trauen lassen und eine offiziell eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Die Abgeordnetenkammer in Rom verabschiedete mit großer Mehrheit ein entsprechendes Gesetz der Regierung von Ministerpräsident Matteo Renzi. Die Neuregelung sieht unter anderem eine Rente für den Partner im Todesfall vor, außerdem darf der Name des jeweiligen Partners übernommen werden. Das im ursprünglichen Gesetzentwurf vorgesehene Adoptionsrecht wurde nach parteiübergreifendem Widerstand wieder gestrichen. Das bedeutet, dass ein Partner nicht die Kinder des anderen adoptieren kann. Italien war bislang das einzige Land in Westeuropa, in dem gleichgeschlechtliche Partnerschaften rechtlich nicht anerkannt waren. - Mehrere Anläufe, das zu ändern, waren in den vergangenen Jahren gescheitert. Vor allem die katholische Kirche, aber auch zahlreiche Vertreter der früheren Mitte-Rechts-Koalition hatten sich dagegen ausgesprochen.
    12 min
  • 11.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Zahl der Binnenflüchtlinge 2015 so hoch wie nie:
    Im vergangenen Jahr waren mehr Menschen denn je in ihrem eigenen Land auf der Flucht vor Krieg und Gewalt. Mit 41 Millionen sei die Zahl der Binnenflüchtlinge doppelt so hoch wie die der Flüchtlinge weltweit, erklärte das in Genf ansässige Beobachtungszentrum für Binnenvertriebene. Im Laufe des Jahres 2015 flüchteten zusätzlich 8,6 Millionen Menschen innerhalb von 28 Ländern. Die Zahl sei durch den Arabischen Frühling 2011 und den Aufstieg der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in die Höhe geschnellt, sagte Jan Egeland, Generalsekretär des norwegischen Flüchtlingsrats, der das Beobachtungszentrum betreibt. Mehr als die Hälfte der Vertriebenen stammten aus dem Jemen, Syrien und dem Irak. Binnenflüchtlinge im Sinne des Völkerrechts suchen im eigenen Land Zuflucht vor Gewalt und Krieg. Flüchtlinge hingegen überwinden die Grenze ihres Heimatlandes um sich in einem anderen Land in Sicherheit zu bringen.
    EU-Parlament droht Erdogan mit Blockade der Visumfreiheit:
    Die von der Türkei gewünschte Visa-Liberalisierung kann es nach Ansicht des Europaparlaments nur geben, wenn Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan zuvor die umstrittenen Anti-Terrorgesetze seines Landes ändern lässt. Der zuständige Parlamentsausschuss für bürgerliche Freiheiten und Justiz verweigerte in Straßburg die von der EU-Kommission erbetene rasche Beratung über das Thema. Man werde sich damit erst dann befassen, wenn die Türkei alle 72 Vorbedingungen für eine visumfreie Einreise erfüllt habe, und dazu zähle man auch die Anti-Terrorgesetze. Erdogan hatte erst am Montag erneut die EU-Forderungen nach Änderungen daran zurückgewiesen. Die visumfreie Einreise für Türken in die EU ist eine wichtige Voraussetzung für den Flüchtlingspakt zwischen der EU und der Türkei.
    Antidiskriminierungsbeauftragte fordert Rehabilitierung homosexueller Justizopfer:
    Die Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, Christine Lüders, fordert die Regierung auf, Urteile nach dem früheren Homosexuellen-Paragrafen 175 per Gesetz aufzuheben. Der Gesetzgeber müsse handeln, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Mehr als 50.000 Männer seien in der Bundesrepublik nach dem schwulenfeindlichen Paragrafen verfolgt und verurteilt worden. Sie seien im Kernbestand ihrer Menschenwürde verletzt worden. Bürgerliche Existenzen, Partnerschaften und Familien seien zerstört worden. Ein Rechtsgutachten im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle kommt zu dem Schluss, dass die Rehabilitierung der Opfer nicht nur mit dem Grundgesetz vereinbar sei, sondern auch eine gesetzgeberische Pflicht darstelle.
    Sanders siegt in West Virginia - Trump sucht Vize:
    Der US-Demokrat Bernie Sanders hat erneut Ex-Außenministerin Hillary Clinton geschlagen. Bei den Vorwahlen für die demokratische Präsidentschaftskandidatur im Bundesstaat West Virginia landete Sanders mit gut 51 Prozent deutlich vor seiner Rivalin, die nur auf gut 36 Prozent kam. Sanders war als Favorit in diese Abstimmung gegangen. Clinton hatte sich zuletzt mit Äußerungen über die Zukunft des Kohlebergbaus Feinde in West Virginia gemacht. Sie trat für einen Strukturwandel ein, als dessen Folge arbeitslose Bergarbeiter Jobs in anderen Branchen finden müssten. Die frühere First Lady liegt aber gemessen an sämtlichen Delegiertenstimmen weit vor dem Parteilinken Sanders. Bei den Republikanern, die neben West Virginia auch in Nebraska wählen, ist der Milliardär Donald Trump der einzige verbliebene Bewerber. Auf der Suche nach einem Vize im Rennen um das Präsidentenamt teilte Trump mit, er habe die Auswahl auf fünf bis sechs Kandidaten eingegrenzt. Darunter sei auch der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie.
    Woody Allens "Café Society" eröffnet Festival in Cannes:
    Mit einem großen Staraufgebot beginnen an diesem Mittwoch die internationalen Filmfestspiele von Cannes. Bei der 69. Ausgabe des legendären Filmfestivals an der südfranzösischen Côte d'Azur konkurrieren 21 Wettbewerbsbeiträge um die begehrte Goldene Palme. Chancen hat unter anderem auch die Tragikomödie "Toni Erdmann" der deutschen Regisseurin Maren Ade. Eröffnet wird das Spektakel an der Croisette erneut mit einem Werk von Regie-Altmeister Woody Allen, diesmal mit "Café Society", einer Hommage an das Hollywood der 1930er Jahre. Nach den Anschlägen von Paris mit 130 Toten findet das Filmfestival unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen statt.
    10 min
  • 10.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten
    Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.
    Regime verlängert Feuerpause in Aleppo um zwei Tage:
    Kurz vor Ablauf der Waffenruhe in der nordsyrischen Stadt Aleppo hat das Regime die Feuerpause um zwei Tage verlängert. Die USA und der enge Regime-Verbündete Russland hatten sich auf die lokale Waffenruhe geeinigt, nachdem eine landesweite Kampfpause immer brüchiger geworden war. Aleppo gilt als das wichtigste Schlachtfeld in dem seit mehr als fünf Jahren andauernden Konflikt. Die Stadt wird teilweise von Einheiten des Präsidenten Baschar al-Assad, teils von Rebellen kontrolliert. Die Sicherung der Waffenruhe war auch Thema bei einer Außenminister-Konferenz in Paris. Dabei kamen die Ressortchefs aus dem Gastgeberland Frankreich, den USA und Deutschland überein, ihre diplomatischen Anstrengungen zu verstärken. Unter anderem soll es kommende Woche ein Treffen der aus 17 Staaten bestehenden Syrien-Kontaktgruppe geben. Ihr gehören auch Russland und der Iran an, die Assad unterstützen.
    Duterte wird neuer Präsident der Philippinen:
    Der umstrittene Politiker Rodrigo Duterte hat die Präsidentenwahlen auf den Philippinen mit großem Abstand vor seinen Rivalen gewonnen. Für ihn votierten etwa 38 Prozent der Wähler. Duterte, der Bürgermeister der Millionenstadt Davao ist, hatte sich im Wahlkampf mit markigen Sprüchen profiliert. Er prahlte damit, dass seit den 80er Jahren in der von ihm regierten Metropole rund 1700 angebliche "Kriminelle" getötet worden seien. Gesetze und Menschenrechte solle man vergessen, betonte er wiederholt. Auch drohte Duterte damit, im Falle eines Wahlsiegs das Parlament aufzulösen und das Kriegsrecht zu verhängen, sollten ihm die Abgeordneten nicht gehorchen. Der 71-Jährige prahlte zudem mit angeblichen sexuellen Leistungen und beschimpfte den Papst - und das im einzigen mehrheitlich katholischen Land Asiens.
    Politischer Streit um Amtsenthebungsverfahren gegen Rousseff:
    In Brasilien sorgt das Amtsenthebungsverfahren gegen Staatspräsidentin Dilma Rousseff für politische Verwerfungen. Zwischen den Präsidenten der Parlamentskammern, des Senats und des Abgeordnetenhauses, gibt es einen Streit über das weitere Vorgehen. Senatspräsident Renan Calheiros kündigte an, er werde das Amtsenthebungsverfahren wie geplant fortsetzen. Er stellte sich damit gegen den Übergangspräsidenten des Abgeordnetenhauses, Waldir Maranhao, der das Verfahren zum Sturz der Staatschefin am Montag gestoppt hatte. Präsidentin Rousseff wird Korruption vorgeworfen. Zudem soll die Politikerin der Arbeiterpartei vor ihrer Wiederwahl 2014 Haushaltszahlen geschönt haben. Rousseff selbst sieht sich als Opfer einer Verschwörung.
    Eurogruppe bereitet Weg für weitere Hilfsmilliarden an Griechenland:
    Griechenland ist der Auszahlung neuer Milliardenkredite durch die internationalen Gläubiger ein Stück näher gekommen. Ein Abkommen zur weiteren finanziellen Unterstützung des Landes solle "in den kommenden Tagen" fertiggestellt werden, erklärten die Euro-Finanzminister. Gleichzeitig stellten sie Schuldenerleichterungen in Aussicht. Die Euro-Staaten hatten Griechenland im vergangenen Sommer mit einem dritten Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro erneut vor dem Bankrott gerettet. Bisher ist ein Fünftel des Geldes ausgezahlt. Athen braucht spätestens bis Juli frisches Geld, wenn es rund 2,3 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen muss. Sonst droht erneut die Pleite.
    Erdogan verklagt Springer-Chef Döpfner:
    Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan versucht jetzt auch, gegen den Chef des deutschen Medienkonzerns Springer juristisch vorzugehen. Er beantragte eine einstweilige Verfügung gegen Springer-Chef Mathias Döpfner. Es gehe dabei um dessen Unterstützung für das Schmähgedicht von Jan Böhmermann, sagte Erdogans Medienanwalt Ralf Höcker in Köln. Döpfner hatte in der Debatte um das Erdogan-Gedicht von Böhmermann in einem offenen Brief Partei für den Satiriker ergriffen. Er fände das Gedicht gelungen und habe laut gelacht, schrieb der Vorstandsvorsitzende des Medienhauses, das unter anderem die "Bild"-Zeitung vertreibt.
    Messerangriff bei München - islamistischer Hintergrund möglich:
    An einem Bahnhof bei München hat ein junger Mann mehrere Passanten mit einem Messer angegriffen. Vier Menschen wurden verletzt. Die Attacke am S-Bahnhof Grafing nahe der bayerischen Landeshauptstadt hat laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks einen womöglich islamistisch motivierten Hintergrund. Nach Zeugenaussagen soll der Mann bei dem Angriff "Allahu-Akbar", "Allah ist groß" gerufen haben. Allerdings gibt es hierzu widersprüchliche Angaben. Die Staatsanwaltschaft hat eine Nachrichtensperre verhängt.
    10 min

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